Die Kreatur von Jekyll Island

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Die Kreatur von Jekyll Island

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 9:28 am

Die Kreatur von Jekyll Island von G Edward Griffin

Der Titel ist auf den amerikanischen Markt abgestimmt, was leider bei uns das Interesse unberechtigterweise reduzieren könnte.

Der Autor Griffin ist ein in den USA durchaus bekannter Medienschaffender, der nicht nur Bücher schrieb, sondern zusätzlich Dokumentarfilme produzierte. Auch dafür erhielt er in den USA Auszeichnungen, u. a. den "Telly Award". Obgleich Griffin ein abgeschlossenes Studium an der Universität von Michigan (Sprache und Kommunikation) vorweisen kann, schrieb er sich zu Recherchezwecken für dieses Buch in das College of Financial Planning in Denver ein. Das Ergebnis ist ein 660 Seiten starkes Buch!

Um es vorweg zu nehmen, die "Kreatur" ist die FED! Nach guter angelsächsischer Schreibtradition faßt der Autor in flüssigem, gut lesbarem Stil eine Menge interessanter, aufschlußreicher und informativer Fakten zusammen. Das umfangreiche Werk beschreibt die Entwicklung des US Finanzwesens von Anbeginn an. Es werden Namen genannt und Fakten beschrieben: Wer weiß denn schon, daß die FED die 4. (!) Zentralbank der USA ist? Daß deren drei bereits bankrott gingen? Daß die erste (Northamerican Bank) bereits vor Gründung der USA gegründet wurde und auch Kanada umfassen sollte? Allein dieser Punkt der drei bereits erfolgten "Durchgänge" ist für uns in de Gegenwart sehr aufschlußreich, es lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Abläufe ziehen.

Der Autor beschreibt, welche Personen an der Gründung beteiligt waren, der Gründungs-Ort ist, na? , Jekyll Island! Weiter wird beschrieben, wie sich der Kampf zwischen den Verfechtern einer goldgedeckten und denen einer Papiergeldwährung durch die Jahrhunderte zieht, wie auch Präsidenten, z. B. Jackson, ihre ganze Energie im Kampf gegen die Banken veerbrauchten. Man erfährt, daß nach den wiederholten Zusammenbrüchen der jeweiligen Papiergeldsysteme, welche die arbeitende Bevölkerung jeweils teuer bezahlen mußte, wieder neuer Wohlstand durch die Arbeit der Bürger während einer Phase seriöser Finanzpolitik entstand. Es wird aufgezeigt, wie schon zu Beginn jener Zeit, als die USA am Anfang ihrer Geschichte standen und die Freiheit der Planung zu besitzen glaubten, tatsächlich das britische Finanzsystem (Rothschild) bereits zugegriffen hatte. Auch der Bereich der Machtpolitik per Finanzpolitik kommt nicht zu kurz. Der Autor belegt, daß der Kampf der Nord- gegen die Südstaaten tatsächlich wegen der Währungspolitik geschlagen wurde und der Kampf gegen die Sklaverei lediglich der Vorwand war! Die Funktionsweise des derzeitigen Geldsystems wird erklärt. Der Platz hier reicht nicht aus, die Fülle der Information insgesamt zu beschreiben. Das Buch endet mit 2 Ausblicken, einem pessimistischen und einem realistischen. Ich habe in den letzten Jahren kein Buch mit größerem Interesse gelesen und kann nur empfehlen, sich diese Faktenfülle nicht entgehen zu lassen. Viel Lesespaß !

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