Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

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Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 11:34 am

http://de.allbuch.online/wiki/Kroatien --- Kroatien ist ein Staat auf dem Balkan ... Im Norden bilden Ungarn u. Slowenien, im Süden Bosnien u. Herzegowina, im Osten Serbien u. Montenegro die Grenze. Die Kroaten sind ein slawisches Volk, das bereits in der ersten Halfte des 7. Jahrhunderts aus dem Osten ins damalige römische Dalmatien einwanderte u. bald den ganzen Raum zwischen Drau u. Adria mit seiner Volkskraft ausfüllte. Das von ihnen auf diesem Boden im 9. Jahrhundert gegründete Königreich Kroatien-Slawonien-Dalmatien, das unter einer selbständigen Dynastie bis zum 12. Jahrhundert bestand, war die älteste Staatsgründung eines slawischen Volkes im Südostraum überhaupt. Als jedoch das kroatische Königtum im Jahre 1102 erlosch, entschlossen sich die Großen des Reiches für die Vereinigung mit dem Reich der Stephanskrone durch eine Personalunion. Der Staat wurde mit ausgedehnten autonomen Rechten dem ungarischen Königreich u. später über die Stephanskrone der habsburgischen Monarchie angegliedert. Bis 1918 blieb so das Schicksal des kroatischen Volkes über 800 Jahre lang mit dem des ungarischen u. deutschen Volkes verknüpft. In dieser langen Zeit haben sich die Kroaten bei aller Aufgeschlossenheit fur die Einflüsse des deutschen Kulturbereiches, für den sie mit der Zeit ein wertvoll. Bollwerk gegen die Anstürme des Serben- u. Osmanentums wurden, ihr eigenes Volkstum nicht nur erhalten, sondern zu hoher Blüte geführt u. eine eigenständige Kultur aufgebaut, immer beseelt vom Gedanken nationaler Tradition u. der geschichtlichen Erinnerung an ihr einstigen Reich.

Das Gebiet war zum Teil unter Verwaltung der Habsburger Monarchie u. Teil des österr. Küstenlandes in der Gegend von Triest. Der sogenannte Vertrag von Saint-Germain 1919 entriß dann diese Teile dem deutschen Staatsgebiet unter der damaligen österr. Verwaltung. Kroatien wollte damals zusammen mit Serbien u. Slowenien einen Staatenbund bilden. Das Gebiet von Triest war Teil des geplanten Tschechischen Korridors, der einen tschechischen Zugang zum Mittelmeer realisieren sollte.

Kroatien .. wurde 1941 als unabhängiger Staat von Deutschland u. Italien anerkannt.

Am Ende des 2. Weltkrieges flohen die slowenischen u. kroatischen Verbände, die auf Seiten der Achsenmächte gegen den Bolschewismus gekämpft hatten, nach Kärnten u. begaben sich in den Schutz der englischen Besatzungstruppen („Befreier“). Diese lieferten dann die Kriegsgefangenen u. Zivilisten an die Tito-Partisanen aus, die sie auf Todesmärschen u. im Massaker von Bleiburg in Kärnten, im Gebiet um Marburg an der Drau u. in den Schluchten des Hornwaldes ermordeten. Im 2. Weltkrieg wurden auf der zu Kroatien gehörenden Insel Rab 3.500 deutsche Soldaten von Tito-Partisanen bei lebendigem Leibe eingemauert. Die Folterhöhle ist bis heute ungeöffnet. Nach Darstellung von Kroatiens Innenminister Tomislav Karamarko gibt es in Kroatien rund 840, im benachbarten Slowenien 600 u. in Bosnien-Herzegowina etwa 90 solcher Massengräber. Zur Zeit des Tito-Regimes war das Gebiet dann Teil des Kunststaates Jugo-Slawien.

http://de.allbuch.online/wiki/Unabh%C3%A4ngiger_Staat_Kroatien --- Der Unabhängige Staat Kroatien (kroat. „Nezavisna Država Hrvatska“, NDH) wurde im April 1941 nach der Auflösung des Kunststaates „Jugo-Slawien“ gegründet. Das Staatsgebiet umfaßte neben den kroatischen Kerngebieten (Kroatien, Slawonien) auch Bosnien u. die Herzegowina sowie Syrmien. Große, vorwiegend von Kroaten besiedelte Teile Dalmatiens, Istriens u. Teile des Gorski Kotar mußten jedoch an Italien abgetreten werden. Die führende Bewegung war die Ustascha. Staatschef war Ante Pavelic, der sagte:   "Ich will mein Volk hochführen und den Beweis erbringen, dass Kroaten keine Slawen sind, sondern blut- und artmäßig sich letztlich zum Germanentum bekennen."

1945 wurden beim Massaker von Bleiburg zwischen 45.000 u. 55.000 Kroaten u. Mohammedaner von kommunistischen Tito-Banden ermordet. Bis heute wird das Verbrechen geleugnet u. die Opferzahl heruntergespielt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kroatien  --- Nach Kriegsende wurde Kroatien eine von 6 Teilrepubliken (Sozialistische Republik Kroatien) der neu gegründeten Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, ab 1963 Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien (SFRJ), unter der Regierung Titos --- 1971 wurde die Protest- u. Reformbewegung Kroatischer Frühling niedergeschlagen. Nach dem Tod Titos 1980 nahmen die Spannungen zwischen Kroatien u. der von Serben dominierten jugoslawischen Regierung zu. Ende der 80-er Jahre hatten sich aus den Bestrebungen nach mehr Autonomie die Forderungen nach der Unabhängigkeit von Jugoslawien entwickelt. Der Kroate Franjo Tuđman, der an der Seite Titos gegen das Ustascha-Regime gekämpft hatte, erlangte bei der kroatischen Bevölkerung großen Zuspruch. Nachdem die geschwächte jugoslaw. Regierung ein Mehrparteiensystem zugelassen hatte, gründete Tuđman 1990 die Kroatische Demokratische Gemeinschaft (HDZ), die bald den Charakter einer Volkspartei annahm. Forderung nach einem unabhängigen Kroatien löste bei den Serbischstämmigen, die laut damal. Verfassung das 2. Staatsvolk darstellten, Proteste aus, doch die HDZ gewann bei den Wahlen 1990 mit 40 % der abgegebenen Stimmen 67,5 % der Parlamentssitze. Tuđman wurde anschließend zum Präsidenten gewählt ---

Unabhängigkeitskrieg (1991–1995)
Nachdem sich 1991 in einem Referendum über die Unabhängigkeit Kroatiens 93,2 % der Wahlbeteiligten für die Souveränität ausgesprochen hatten, erklärte Kroatien im Juni 1991 unter Franjo Tuđman seine Unabhängigkeit. Die erste Anerkennung erfolgte am 26.6.1991 durch Slowenien, das sich ebenfalls gerade für unabhängig erklärt hatte. Die de facto von Serbien dominierte Jugoslawische Volksarmee (JNA) versuchte die Unabhängigkeitsbestrebungen militärisch niederzuwerfen. Der militärische Versuch, kroatische Gebiete sowohl mit großem als auch geringem Anteil an serbischer Bevölkerung von Kroatien abzuspalten u. mittelfristig an Serbien anzugliedern, mündete in den fast 4 Jahre andauernden Kroatienkrieg, der erst nach militärischen Erfolgen der Kroaten 1995 in der Militäroperation „Sturm“ mit dem Abkommen von Erdut vom 12.11.1995 endete. Ihren Abzug aus Kroatien vollzog die JNA unter Zerstörung vieler militärischer Objekte u. Verminung strategisch wichtiger Zonen, so auf der am weitesten vom Festland entfernten Insel Vis oder in den Donausümpfen an der kroatisch-serbischen Grenze.

Nach Wiederherstellung des Friedens
Oktober 2001 unterzeichnete Kroatien ein Stabilisierungs- u. Assoziierungsabkommen mit der EU. Es sichert Kroatien den freien Zugang zum Europ. Binnenmarkt, verlangt umfangreiche Wirtschafts- u. Sozialreformen. Die Änderung des Wirtschaftssystems zog zahlreiche wirtschafts-politische Maßnahmen nach sich. Ein Schwerpunkt ist die weitere Privatisierung von Unternehmen u. die Schaffung von Investitionsanreizen --- 2013 wurde Kroatien der 28. Mitgliedstaat der EU.


Zuletzt von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:39 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Ante Pavelic

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 11:34 am

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 --- Ante Pavelic wird 1889 in Bradina, Herzegowina geboren. Nach dem 1. Weltkrieg beginnt der gelernte Jurist eine politische Karriere als Abgeordneter im frisch proklamierten "Königreich der Serben, Kroaten u. Slowenen", dem späteren Königreich Jugoslawien. 1929 emigriert Pavelic nach Italien, er bewundert Mussolini u. den Faschismus. Er gründet die so genannte Ustascha-Bewegung, eine "national-faschistische" Organisation, die als Hauptziel die Gründung eines unabhängigen kroatischen Staates verfolgt."

Der von Mussolini unterstützte Dr.Ante Pavelić wurde nach der Kapitulation Jugoslawiens vor den Achsenmächten Staatschef eines von Mussolinis u. Hitlers gestützten neugeschaffenen Unabhängigen Staates Kroatien, den er schon eine Woche vorher, am 10.4.1941 proklamiert hatte. Im Grunde verfolgte aber auch sein Gönner Mussolini die Absicht einen italienischen Prinzen in Kroatien einzusetzen.

Der von der Ustascha regierte "Unabhängige Staat Kroatien" umfasste flächenmäßig etwa zwei Fünftel des ehemaligen jugoslawischen Territoriums. Da er einen großen Teil Dalmatiens an Italien abtreten musste, andererseits jedoch größere Gebiete mit mehrheitlich nichtkroatischer Bevölkerung in Bosnien-Herzegowina u. Syrmien an ihn angeschlossen wurden, waren nur knapp über der Hälfte seiner Einwohner Kroaten, knapp ein Drittel hingegen Serben u. eine weitere große Gruppe Bosniaken. Unter den übrigen Minderheiten waren auch 40.000 Juden. Pavelić führte Kroatien ganz nach dem Vorbild seiner italienischen u. deutschen Vorbilder u. Protektoren.

Nach der Gründung Kroatiens verfolgte deshalb Pavelics Regierung das Ziel den neuen Staat "serbenfrei" zu machen."Wir töten einen Teil der Serben, wir vertreiben einen anderen. Und der Rest, der die katholische Religion annehmen muss, wird ins kroatische Volk aufgenommen", sagt Pavelics Erziehungsminister. In Folge dieser ethnischen Säuberunmgswelle kochte überflüssigerweiße der Bandenkrieg auf dem Balkan hoch.

Nach dem Kriegsende als "Kriegsverbrecher" von den Alliierten gesucht, konnte Pavelić über Österreich u. Italien nach Argentinien entkommen. Bei der Flucht gelang es ihm mit Hilfe seiner Freunde u. Helfershelfer auch aus dem Vatikan, einen bedeutenden Teil des Staatsschatzes des "Unabhängigen Staates Kroatien" mitzunehmen, dessen Großteil aus den beschlagnahmten jüdischen u. serbischen Vermögen stammte. Der Verbleib dieses Geldes ist bisher ungeklärt.
In Argentinien gründete Pavelić eine bedeutungslose Exilregierung. Im Nachkriegsjugoslawien wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt, hauptsächlich wegen der von ihm errichteten Konzentrationslager. Der Ustascha-Führer lebte jedoch weitgehend unbehelligt in Argentinien als persönlicher Gast des Präsidenten Perón u. nach dessen Sturz beim spanischen Diktator Franco.
Bei einem Anschlag wurde er in Argentien 1957 durch 2 Schüsse verletzt, an deren Spätfolgen verstarb er später in Spanien. Hierbei vermutete man die UDBA, den jugoslawischen Geheimdienst dahinter. Heute weiß man, dass ein zum damaligen Zeitpunkt im Exil lebender Montenegriner, Blagoje Jovovic, den kroatischen Führer aus Rache an den verübten Massenmord an Serben angeschossen hat. Er hat Anfang der 1990er einen serb. Journalisten beauftragt, seine Biographie auf Papier zu bringen.

Das „verstärkte kroatische Infanterieregiment 369“ - Kroatische Freiwillige in der Wehrmacht
Von Anfang an stand der kroatische Staat unter italienischem Einfluß. Das bestimmte das Geheimabkommen aus dem Jahr 1939 zwischen Hitler u. Mussolini. Es war eine folgenschwere Fehlentscheidung. Zwischen Italienern u. Kroaten bestand stets eine Rivalität, die oft zu Feindseligkeiten führte. Die Tatsache, daß Italien in seinem Expansionsdrang nicht nur die ganze Adria, sondern auch die (kroatischen) Gebiete am Ostufer beanspruchte, förderte keineswegs die Beziehungen zwischen Agram (Zagreb) u. Rom. Am 18.5.1941 wurde in Rom ein italienisch-kroatischer Staatsvertrag abgeschlossen, in dem Italien fast das ganze dalmatinische Festland, sowie die meisten dalmatinischen Inseln zugesprochen bekam. Dieser Vertrag räumte den Italienern in Kroatien viele Rechte ein, unter anderem auch die Vormundschaft bei der Aufstellung, Ausrüstung u. Ausbildung einer kroatischen Armee. Es gestattete eine kroatische Luftwaffe, sah aber keine Kriegsmarine vor. Italien duldete in der Adria nur die eigene Flotte. Nach diesem Staatsvertrag hatte Italien die Garantie der kroatischen Unabhängigkeit übernommen, wobei die kroatische Regierung sich ihrerseits die Beschränkung auferlegte, „keine internationalen Verpflichtungen einzugehen, die nicht mit der Garantie u. dem Geist des Abkommens vereinbar sind“.

Mussolini wollte Kroatien (ähnlich wie Montenegro) zu einem Königreich umwandeln, zu dessen Monarchen der Herzog von Spoleto aus dem Hause Savoyen ausgerufen wurde. Dieser bekam den Namen „Tomislav II“ - nach dem berühmten kroatischen König Tomislav - , doch Dank der geschickten Hinhaltepolitik der Kroaten beschränkte sich Tomislav II auf das „regieren“ aus diversen italienischen Kneipen, er setzte niemals einen Fuß in sein „Königreich“ u. machte sich so zum Narren u. zum Gespött der Leute. Um der totalen italienischen Hegemonie zu entgehen, versuchte der im Grunde proitalienisch eingestellte Poglavnik auf den Rat seiner Umgebung hin, die Beziehungen zu Deutschland zu intensivieren.
Hitlers Siege in Europa beeindruckten das kroat. Militär, das größtent. aus der alten k.u.k.-Armee stammte u. in der deutschen Wehrmacht den einstigen Waffenbruder sah.

Slavko Kvaternik
Der kroatische Verteidigungsminister Kvaternik, sah indessen in den Vertretern der deutschen Wehrmacht in Kroatien u. im OKW natürliche Verbündete gegen die italien. Hegemonie. Ihm widerstrebte es, die Landesstreitkräfte nach ital. Instruktionen zu organisieren, zumal Italien zu dieser Zeit in Afrika bereits die ersten militärischen Rückschläge erlitten hatte: Mai 1941 hatte bei Amba Alabi die Armee des Herzogs von Aosta kapituliert.

Als Juni 1941 der Krieg im Osten ausbrach, hielt Dr. Pavelic sofort einen Kampfaufruf gegen den Bolschewismus. Im Landwehrministerium in Agram war indessen bereits die Idee geboren, einem in die deutsche Wehrmacht eingegliederten kroatischen Verband nach Rußland zu entsenden. Damit verfolgte man ein militärisches u. politisches Ziel: Einmal würde die Bereitstellung kroatischer Soldaten für diese Truppe deutsche Militärhilfe in Form von Ausrüstung u. Ausbildung bedeuten. Da der Verband ständig ergänzt werden mußte, konnte man eine Ersatzeinheit aufstellen, den zukünftigen Kader der kroatischen Armee. Und politisch gesehen hoffte man, Hitlers Interesse soweit zu steigern, daß er half der totalen ital. Vorherrschaft zu entgehen.

Um den Staatsvertrag mit Italien nicht zu verletzen, beschloß man in Agram, nur Freiwillige an die Ostfront zu entsenden. In diesem Sinne wurde auch der Deutsche Bevollmächtigte in Kroatien, General der Infanterie Edmund Glaise von Horstenau, ein ehem. österr. Generalstabsoffizier, unterrichtet u. um Unterstützung gebeten. Generaloberst Halder war schon am 26.6. informiert worden. Das OKW beantwortete den kroat. Wunsch positiv. „Da in der österr.-ungarischen Armee vor 1918 die kroat. Truppenteile hohes Ansehen genossen u. der kroat. Soldat als besonders tapfer galt, wurde erwartet, daß Kroatien auch jetzt wieder einen wertvollen militärischen Beitrag leisten werde!“

Da Kroatien bereits am 15.6.1941 dem Dreimächtepakt beitrat, hatte Hitler keine Bedenken gegen die kroat. Freiwilligen-Formation. In diesem Sinne ließ er am 30.6. Dr. Pavelic unterrichten. Am 1.7. schrieb er einen persönlichen Brief an den kroat. Führer, in dem er ihm für das Angebot dankte u. versprach, „daß die Kriegsfreiwilligen innerhalb der einzelnen Wehrmachtsteile – Heer, Luftwaffe u. Kriegsmarine – geschlossen zum Einsatz gelangen werden.“

Die kroat. Freiwilligen versammelten sich in Warazdin. Dort wurden sie aus Beständen der alten jugoslawischen Armee eingekleidet u. nach dem Truppenübungsplatz Döllersheim (Ostmark) verlegt. Die Kroaten wurden in einem Regiment zusammengefaßt, und zwar in dem „verstärkten kroatischen Infanterie-Regiment 369“, das Bestandteil der 100. Jägerdivision der deutschen Wehrmacht wurde. Das Regiment entsprach dem Muster eines deutschen Infanterieregiments.
Es umfaßte:
- Regimentsstab
- Stabskompanie
- 3 Bataillone zu je 3 Infanterie- u. 1 Maschinengewehrkompanie, wobei die 11. Kompanie im Bataillon eine Radfahrerkompanie war
- die 13. Kompanie mit schweren Waffen
- die 14. Kompanie mit Panzerabwehrschützen des Kalibers 37 mm und
- die 15. Kompanie (Verpflegung und Troß)
Als Verstärkung erhielt das Regiment eine Artillerieabteilung (Stab, Stabsbatterie u. 3 Geschützbatterien mit deutschen Geschützen vom Kaliber 105 mm ausgerüstet). Alle Einheiten verfügten über Pferdegespanne. Die Bewaffnung u. Ausrüstung stammte aus deutschen Beständen.

Die Kroaten erhielten in Döllersheim deutsche Uniformen, trugen jedoch am linken Ärmel ein Schild mit dem kroatischen Wappen mit der Aufschrift „Kroatien“ oder „Hrvatska“. Über die Aufstellung des kroatischen Regiments im Rahmen der deutschen Wehrmacht wurde zwischen beiden Regierungen kein Vertrag abgeschlossen. Lediglich ein Abkommen zwischen den Militärs regelte die Einzelheiten. Die wichtigsten Bestimmungen waren:
Das Regiment fungierte nicht als Bestandteil der deutschen Wehrmacht, sondern als kroatischer Verband. Obwohl die Numerierung des Regiments dem deutschen Organisationsschema entsprach, erkannte man an der Ärmelmarkierung, daß es sich um einen kroatischen Verband handelte. Im Regimentsstab sowie in jedem Bataillon saßen wie bei anderen verbündeten Armeen deutsche Verbindungsoffiziere.
Die Angehörigen des kroatischen Regiments hatten neben dem Poglavnik u. Kroatien den Soldateneid auch auf Adolf Hitler geleistet u. sich verpflichtet, an der Ostfront gegen die Bolschewisten „unerschrocken u. tapfer zu kämpfen“. Obwohl das Regiment deutschen Militärgesetzen u. den deutschen Gerichten unterstellt war, hatte das Agramer Landwehrministerium das Recht, Angehörige des Regiments zu befördern, zu versetzen oder nach Kroatien zurückzubeordern. Sogar das gesamte Regiment konnte auf Verlangen der Regierung zurückgerufen werden.
Zum ersten Regimentskommandeur des „verstärkten kroatischen Infanterie-Regiments“ wurde Oberst Ivan Markulj ernannt. Er war Berufsoffizier, der seine Ausbildung in der k.u.k.-Armee erhalten hatte. Den Regimentsstab befehligte mit Oberst Stjepan Grlic gleichfalls ein Offizier aus der alten österr.-ungarischen Armee. Die Artillerieabteilung wurde von Oberstleutnant Marko Mesic angeführt.
Nach 3-wöchigem Training wurde das Regiment auf dem Schienenweg über Ungarn nach Dongena in Bessarabien geschickt um von dort aus 750 km zu Fuß (!!!) in die Ukraine zur Front zurückzulegen. Nach 35 Tagen ohne Pause u. in voller Montur erreichte das Regiment den Bestimmungsort Budniskaja.
Am 13.10.1941 erfolgte die erste Feindberührung östlich des Dnjeper. Von nun an wurden die Städte u. Dörfer in der Gegend um Petrusani, Kremencuga, Poltava, Saroki, Balti, Pervomajsk, Kriovgrad, Petropavlovsk, Taranovka, Grisin, Stalino, Vasiljevka, Alexandrovka, Ivanovka u. Garbatovo Einsatzgebiet der 369ten. Ein Grund, warum das kroat. Regiment in diesem Gebiet zum Einsatz kam, war der Umstand, daß sich die sowj. Truppen, speziell die dortigen Russen u. Ukrainer, im Irrglauben die Kroaten seien ebenfalls Slawen, zu tausenden den Kroaten ergaben.

Das kroatische Regiment hatte den Winter 1941/42 im Raum Stalino u. später an den Verteidigungsstellungen am Fluß Samara verbracht. Hier übernahm Oberstleutnant Ivan Babic stellvertretend das Kommando. Er sollte für etwa 10 Wochen Oberst Markulj vertreten. Babic handelte im Auftrag von Marschall Kvaternik, der sich ein eigenes Bild vom Regiment machen wollte u. auch Auskünfte über das deutsch-kroat. Verhältnis wünschte. In Agram wurden nämlich Vorkehrungen getroffen, ein neues Militärkontigent für die Verbündeten aufzustellen, u. zwar für die Italiener. Aus Prestigegründen wollte Mussolini der ARMIR einen kroat. Verband beifügen. Unter politischen Druck Roms hatte die kroat. Regierung die Aufstellung eines Bataillons genehmigt, das in Riva am Lago Maggiore ausgebildet wurde u. Mitte Juni 1942 an die Ostfront gesandt wurde.
Während der harten Abwehrschlacht im Februar 1942 kamen die Kroaten mit einer belgischen Freiwilligeneinheit – in deutscher Uniform – in Berührung. Dieses Bataillon hatte sich am Fluß Samara verschanzt u. wehrte – mit kroatischer Artillerieunterstützung – jeden Angriff ab.
Oberstleutnant Babic: „Eines frühmorgens erschien in meinem Stab Feldwebel Degrelle mit seinem Bataillonskommandeur. Da beide nur französisch sprachen, haben sie mich gebeten dem Divisionskommandeur folgendes zu melden: In seinem Gespräch mit Hitler, sagte Degrelle, wurde entschieden, daß die Belgier nur symbolisch im Kampf gegen den Kommunismus an der Ostfront teilnehmen, ohne im Kampf eingesetzt zu werden. Jetzt ist dies aber geschehen. Sie stehen mitten in einer Abwehrschlacht u. haben bereits schwere Verluste erlitten. Die Angehörigen der Legion sind größtenteils Intellektuelle, die die Creme u. Elite der rexistischen politischen Bewegung bilden: falls sie hier fallen, würde die ganze Bewegung gelähmt. Er erbittet die Richtigkeit seiner Erklärung zu prüfen u. so bald wie möglich die Legion abzulösen u. in die Etappe zurückzuverlegen! – Sofort habe ich das dem Divisionskommandeur weitergeleitet. Noch am selben Abend kam ein deutsches Bataillon u. die Belgier wurden abgelöst. Ich habe sie nie mehr gesehen ...“

In dieser Zeit machten die kroat. Jagdflieger von sich reden. Die aus jungen Freiwilligen gebildete Truppe verfügte über eine Jagd- u. Bomberstaffel, war in deutschen Verbänden eingegliedert u. hatte ihre Standorte in Odessa bzw. im Norden bei Petrograd. Obwohl die Kroaten in deutsche Fliegeruniformen gekleidet waren, trugen sie an der rechten Brustseite der Feldbluse das geflügelte, rotweiße „U“-Wappen. Auch die Flugzeuge, die sie flogen, waren mit dem kroat. Staatswappen versehen: 25 schachbrettförmige, rotweiße Felder. Über den Einsatz der kroat. Flieger – zum Beispiel über Moskau im Winter 1941 – war auch Hitler unterrichtet. Er erwähnte sie rühmend vor seinem eigenen Piloten, General Baur, u. stellte sie als Beispiel für die anderen Verbündeten des Reiches hin. Der erste kroat. Ostkämpfer, der am 30.1.1942 mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet wurde, war ein Flieger: Leutnant Mirko Mirosevic.

Mit dem kroatischen Infanterieregiment ging 1941 auch eine Marineeinheit unter der Führung von Fregattenkapitän Andro Vrkljan an die Ostfront. Als die deutsche Wehrmacht das Schwarze bzw. das Asowsche Meer erreichte, stellte man aus dieser 3 Abteilungen zusammen. Die Kroaten bildeten Aufklärungstrupps u. durchkämmten im Oktober 1941 die Uferlandschaften des Asowschen bzw. Schwarzen Meeres. Nach nicht einmal 4 Wochen war im Asowschen Meer - bedingt durch zahlreiche Aufbringen sowj. Schiffe - eine kroat. Kriegsmarine entstanden. Bei der Aufstellung der Besatzung ergab sich allerdings eine kuriose Zusammenstellung. Die Kroaten musterten Einheimische an: ukrainische Freiwillige dienten nun auf ehem. russischen Schiffen in halbdeutschen Uniformen u. unter kroat. Offizieren.
Die Deutschen übertrugen dieser so entstandenen kroat. Flottenabteilung 1941/42 den wichtigen Auftrag der Küstensicherung. Selbstverständlich waren die Boote zu solchen Aufgaben weder technisch noch in der Bewaffnung gerüstet. Dennoch versuchte man dieser schier unlösbaren Aufgabe so gut wie möglich gerecht zu werden.

Aus diesen Tagen wurde damals folgende Begebenheit überliefert : Ein kroat. Boot sicherte eines Nachts im Dezember den Hafen von Ossipenko an Asowschen Meer. Im Falle eines gegnerischen Überfalls sollte es den Hafen alarmieren. Der junge kommandierende Offizier zur See bemerkte plötzlich 2 sowj. Kanonenboote, die mit hoher Fahrt den Hafen anlaufen wollten u. dabei seinen kleinen Kutter ignorierten. Da es für einen „normalen Alarm“ zu spät war, entschloß er sich, die beiden Kanonenboote mit seiner einzigen Bordwaffe, einem Maschinengewehr, anzugreifen. Er eröffnete das Feuer, das die sowj. Boote mit überlegender Feuerkraft erwiderten. So erreichte der Leutnant, daß der Hafen rechtzeitig alarmiert wurde. Mit dem Erfolg, daß die Sowjets abdrehten.

Aus Kroatien traf Dr. Ante Pavelic mit Gefolge, auf Hitlers Einladung, im Führerhauptquartier „Werwolf“ in Winniza am 23.9.1942, ein. Bei dem Treffen ging es weniger um den Einsatz des kroat. Militärkontigentes an der Ostfront, sondern vielmehr um die Um- u. Mißstände in Kroatien selbst. Pavelic wollte Hitler eigentlich Vorwürfe wegen der unzureichenden Ausnützung der kroat. Wehrkraft machen.
Der Partisanenkrieg in Kroatien war in vollem Gange, u. obwohl Kroatien zu der Zeit bereits 148.500 Mann unter Waffen hatte, konnte der Staat dennoch sein Hoheits-gebiet nicht aus eigener Kraft halten, was aber die Ursache in der ital. Einmischung in kroat. Militärpläne u. -strukturen, sowie die Zusammenarbeit der Italiener in einigen kroat. Landesteilen mit den serbischen Tschetniks hatte.
Des Führers Groll gegen Italien – nicht zuletzt wegen des ständigen militärischen Versagens seines Achsenpartners – wuchs ohnehin. „Würden die Italiener mit den Aufständischen (Tschetniks/Partisanen) nicht alleine fertig, so müßten die Schwierigkeiten durch die Mitwirkung der kroat. Wehrmacht gelöst werden“, sagte Hitler zu Pavelic. „Deutschland kämpfe an der Ostfront nicht nur für seine eigenen Interessen, sondern stellvertretend für ganz Europa u. wolle daher möglichst viele Verbände anderer Nationen an der Ostfront einsetzen. Angesichts der Schwierigkeiten Kroatiens ziehe er – der Führer – es jedoch vor, den Kroaten ihre für die Ostfront vorgesehenen Einheiten zur Niederschlagung der Aufstandsbewegung im eigenen Lande zur Verfügung zu stellen. Lediglich ein kroat. Regiment, das vor einigen Tagen bei der 100.Jägerdivision vor Stalingrad eingesetzt worden sei, müsse zunächst an Ort u. Stelle bleiben.“
Die 2-stündige Unterredung zwischen Hitler u. Pavelic endete undramatisch. Der Poglavnik willigte in den deutschen Wunsch ein, die im Entstehen befindliche kroat. Armee dem OKW zu unterstellen; er gab sich zufrieden, daß die soeben aufgestellte erste kroat. Legionsdivision in die deutsche Wehrmacht eingereiht werde, u. versprach Hitler, alle nötigen Maßnahmen zu treffen, um das Bandenwesen (Partisanen/Tschetniks) in Kroatien auszumerzen.
Tags darauf flog Pavelic nach Golubinskaja am Don. Im Hauptquartier der 6.Armee wurde der hohe Gast vom General der Panzertruppen Paulus empfangen. Der General sprach sehr anerkennend über die Kampfmoral u. der Einsatzwillen des ihm – im Rahmen der 100.Jägerdivision – unterstellten kroat. Infanterieregimentes. „Von allen Verbündeten sind die Kroaten die besten Soldaten“, rühmte Paulus des Poglavniks Landsleute.
Er machte auch keinen Hehl aus seiner Meinung über den Wert der anderen „Hilfsvölker“. „Slowaken u. Rumänen können auch noch kämpfen. An letzter Stelle stehen jedoch die Ungarn u. die Italiener.“ Obwohl diese Rangliste nicht ohne diplomatische Schlauheit aufgestellt worden war, hatte Paulus allen Grund, die Leistungen der kroat. Soldaten zu rühmen.
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:27 pm

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 ---
Das „verstärkte kroatische Infanterieregiment 369“ stand seit Mitte Mai 1942 erneut im Brennpunkt der Kämpfe. Kaum war die Kesselschlacht bei Charkow beendet, wurden die Kroaten umgruppiert u. wieder an vorderster Front eingesetzt. Der 1. Panzerarmee unterstellt, zog das Regiment nach Nordosten Richtung Woronesch. Am 13.7. gelang Leutnant Mukvic mit seiner Kompanie, bei Stari Oskol einen ganzen sowj. Divisionsstab in einem Husarenstreich gefangenzunehmen.
Kaum erreichte die Truppe den Don, mußte Oberst Markulj, der das Regiment seit dem 11.5.1942 erneut befehligt hatte, wegen Krankheit abgelöst werden. An seiner Stelle nahm ein Infanterieoberst, Viktor Pavecic, ein. Kaum waren die Kroaten ins brennende Woronesch eingezogen, kam der Befehl, kehrtzumachen u. nach Süden vorzustoßen. Dem westlichen Don-Ufer entlang ging der Marsch bis zum Kalatsch. Beim Don-Übergang gab es schwere Kämpfe. Im Ort Proletkultura mußte das Regiment einen eigenen kleinen Friedhof für die Gefallenen, unter ihnen auch der Bataillonskommandeur, anlegen.

August wurde die 100. Jägerdivision mit den Kroaten zusammen umgruppiert. Ihr Kampfauftrag führte sie jetzt in die östlichste Ecke des großen Don-Bogens. Sie sollten dieses Gebiet vom Gegner säubern u. die Verteidigung entlang des Don-Ufers organisieren. Die Sowjets griffen jedoch ständig an. Besonders schwere Verluste erlitt das Regiment durch den Einsatz der „Stalin-Orgel“, die den Russen, so schien es, in großer Anzahl zur Verfügung stand. „Der Tod erntete unter uns ... beinahe jeder Soldat konnte sich im voraus ausrechnen, wann er an die Reihe kam!“ erinnerte sich ein ehemaliger kroat. Offizier an diesen äußerst verlustreichen Einsatz.

Im Führerhauptquartier faßte man den Entschluß, die 100.Jägerdivision in Richtung Stalingrad in Marsch zu setzen. Für die Kroaten kam eine dringend benötigte Kampfpause. Wegen der hohen Verluste des Regiments wurde sogar die Hoffnung gehegt, man würde es zur Auffrischung nach Frankreich verlegen. Dann aber traf aus der Heimat Ersatz ein. Viel Zeit für eine Eingliederung der Neuen im Regiment stand nicht zur Verfügung.
Am 17.9. erhielt Oberst Pavicic den neuen Kampfauftrag: Marsch auf Stalingrad ...
Während das Gros des Regiments den Don überquerte u. sich bereits auf dem Wege zur Wolgastadt machte, empfing Pavelic im Hauptquartier der 6. Armee eine Abordnung seiner Kroaten. Auszeichnungen wurden verteilt, Beförderungen vorgenommen, Bevor der Poglavnik u. sein Gefolge die Heimreise antraten, machten sie einen Abstecher von einigen tagen nach Marinopol am Asowschen Meer. Sie inspizierten dort die kroat. Flieger u. die Mariner. Es wurde beschlossen, so bald wie möglich eine kroat. U-Boot-Jagdflottille zu schaffen, zu der Deutschland Boote liefern bzw. Freiwillige in diversen Lehrgängen ausbilden wollte.

Die Männer de 369.Regimentes nahmen an den härtesten Kämpfen um Stalingrad teil. Einen typischen Tag des Kampfes des Regimentes beschreibt der Kommandant eines Zuges der 3. Kompanie, Leutnant Bucar: „ ... Als wir in Stalingrad eindrangen, war es total zerstört u. in Flammen. Wir suchten Schutz in Bunkern u. Schützengräben, da uns der Feind pausenlos mit Artillerie, Katusha-Raketen u. der Luftwaffe beschoß. Ich hatte das Glück keine Männer zu verlieren, aber der 2. Zug verlor einen Mann u. hatte 5 Verwundete. Gegen 6 Uhr bombardierten Stuckas das Gebiet vor uns u. ein Angriff auf den nördl. Teil der Stadt wurde befohlen. Meine Mission war es die Wolga mit dem Zug zu erreichen. Mit der Nacht kam auch ein permanentes Bomardement. Ich habe keinen Mann verloren, aber unsere Transport-Einheit war empfindlich getroffen worden. Sie verloren 10 Männer, 40 Pferde u. 1 LKW voller Ausrüstung ...“

Der Kommandeur des 2 Bataillons, Hauptmann Coric, beschrieb die Kämpfe in Stalingrad wie folgt:
„Vom 26. auf den 27.9. flogen die russ. Flugzeuge sehr niedrig u. bombardierten die Gegend, wo mein Bataillon sich verschanzt hatte. Am Morgen des 27.9. beschoß man uns nur noch von einer Seite der Stadt. Ich verteilte meine Männer in versch. Schützengräben, bis ich die Order bekam uns auf das 227. Regiment zuzubewegen. Diese Bewegung konnten wir nur bei Nacht durchführen, obwohl die Sowjets das Gebiet sehr schwer durch ihre Artillerie u. die Katusha-Raketen beschossen. Wie bewegten uns in kleinen Gruppen von 3-4 Männern u. hofften die 10 km bis zum 227. Regiment unbeschadet zu überstehen. Nach nur 100 Metern starben meine Männer – einer nach dem anderen. Kompanie-Kommandant Tomas wurde verwundet. Es blieb uns nichts anderes übrig, als uns durch Schützengräben weiterzubewegen. Die Sowjets warfen über unseren Köpfen Phosphorbomben ab. Viele der Männer verbrannten qualvoll. Es war ein schrecklicher Anblick. Gesunde u. Verwundete sprangen in die Hölle, um die Kameraden herauszuziehen. Am 28.9.1942 verließ ich meine Einheit aufgrund einer Kopfverletzung, die mir ein Bombensplitter einbrachte, u. wurde ausgeflogen. Später hörte ich, das meine Männer ihren heroischen Kampf fortsetzten, bis der letzte aus dem 2. Bataillon fiel.“

Am 13.10. war das Regiment von 3950 auf 983 Männer geschrumpft. General-Oberst Sanne dekorierte den kroat. Feldwebel Dragutin Podobnik mit dem EK I für extreme Tapferkeit während der Kämpfe um die Fabrik „Roter Oktober“ am 30.9.42. Oberst Pavicic wurde die selbe Ehrung zu Teil. Auch das Armeeoberkommando 6 war mit der Leistung der Kroaten zufrieden, u. der Generalstabschef, Generalleutnat Arthur Schmidt, berichtete 1971: „ ... sie haben sich im Rahmen u. im Vergleich zu ihren deutschen Kammeraden gut geschlagen u. bis zuletzt ihre Pflicht getan.“
Während der letzten Oktobertage kämpfte das Regiment hart u. die Verluste häuften sich. Die Fabrik „Roter Oktober“ wurde Zentrum der Kämpfe. Nachdem russ. Zivilisten beobachtet wurden, wie sie auf deutsche u. kroatische Soldaten schossen, kam der Befehl, auf jeden zu schießen, der sich in der Kampfzone aufhielt.

Das 369te hatte am 3.11.1942 noch folgende Truppen zur Verfügung:
- eine Infanterie-Kompanie mit 98 Männern u. 8 leichten Maschinengewehren
- eine Maschinengewehr-Kompanie mit 73 Männern u. einem funktionierenden schweren Maschinengewehr
- eine Anti-Panzer-Einheit mit 20 Männern u. 6 funktionierenden Geschützen. Die 20 waren aber gerade genug um 2 Geschütze zu bedienen.
Am 6.11. wurden die noch verbliebenen Kroaten dem 212. Infanterie-Regiment beigefügt. Während des 21.11 kamen Gerüchte über eine sowj. Attacke auf die Flanken der 6. Armee auf. Bis zum 25.11. wurden die Linien von dem 369. Regiment gehalten, das allerdings so dünn besetzt war, das die sowj. Kundschafter in der Lage waren, die Reihen zu durchbrechen. Jeder verfügbare Mann, auch die Verwundeten, wurden daraufhin geschickt die Linien zu verteidigen.
5 Offiziere u. 119 Soldaten waren bis Ende Nov. 1942 am Leben. Das Essen wurde rationiert auf 120g Pferdefleisch pro Mahlzeit. Anfang Dez. waren die meisten Waffen nicht mehr gebrauchsfähig, da es an Munition mangelte. Am 17.12. gefror die Wolga u. die Sowjets waren in der Lage, eine neue Front zu eröffnen.

Bericht des Oberleutnants Förster über die Zusammenarbeit mit der Kampftruppe Pavicic während der Kämpfe in Stalingrad:
„Nachdem das 369te kroat. Infanterie-Regiment unter Führung von Oberst Pavicic verstärkt wurde (im Gefüge mit der 100. Jägerdivision) – am 27. u. 28.9.1942, anläßlich des Angriffes auf das Fabrikzentrum von Stalingrad – schlugen sie sich aus Süden in Richtung des Wolgaufers als rechte seitliche Divisionsabsicherung durch. Gleich in den ersten Kämpfen zeigte sich die große Kampfbereitschaft, der schon früher für ihre Tapferkeit bekannten Legionäre. Aus taktischen Gründen wurde dieser Angriff allerdings abgebrochen. Nach der Umgruppierung unserer einzelnen Kampfgruppen u. in Zusammenarbeit mit der 24ten Panzerdivision fing der Angriff von der westlichen Seite auf das große Fabrikzentrum in der Stadtmitte an, das besetzt werden sollte um die Wolga zu erreichen.
Dies war eines der schwierigsten Aufgaben, die in diesem Krieg eine Einheit erhalten hatte. Wir sollten mit unseren verhältnismäßg zahlenmäßig schwachen Kräften den Gegner aus seinen gut befestigten u. ausgebauten Bunkern, Stellungen, Schützengräben u. Kellern vertreiben, der sich im Stadtinneren verzweifelt zu halten versuchte. Schon am 28.9.1942 zeichnete sich besonders die uns zugeteilte kroat. Truppeneinheit aus, die mit ihren präzisen Kanonenfeuer sehr erfolgreich das schwere Vorkommen unserer Infanterie bei dem Angriff auf das Gebiet der Erdölraffinerie neben dem großen Eisenbahnbogen unterstützt hat.
Der kroatischen Einheit ist es gelungen - mit Hilfe des eigenen Beobachters, einem erfahrenen u. entschlossenen Oberleutnants – zahlreiche Verteidigungsstellungen des Feindes, die empfindlich unser Fortschreiten behindert hatten, zu zerstören. In den darauf folgenden Tagen u. Wochen kam es zu sehr schweren Kämpfen.
Ich kann mich noch mit einem inneren Gefühl des Entsetzens an den Einsatz unserer Kampfeinheit in der Nacht des 29.9.1942 erinnern. Wir schlugen uns bei ununterbrochenem Borbardement sowie Kanonen- u. Maschinengewehrfeuer durch eine 30-40m breite Schlucht, die mit toten menschlichen Körpern u. tierischen Kadavern, zerschmetternten Fahrzeugen, Waffen u. Gerät übersät war. Unsere Männer stolperten über die Körper toter Russen u. Pferde.

Mit minimalen Verlusten, uns in nord-westliche Richtung haltend u. nach vielstündigem Gehen, erreichte die kroat. u. unsere Kampftruppe in den frühen Morgenstunden die neuen Reservestellungen um vom Westen her die von den Sowjets aufgestellten Fabrikbarrikaden anzugreifen. Unsere I. Kampfeineheit wurde der Kampfeinheit Pavicic untergeordnet u. die Befehlshaber wurden in das Befehlszentrum des Regiments, das sich auf einer Erhebung an der Stadtgrenze befand, gerufen. Hier herrschte schon hastige Planung. Oberst Pavicic trug die Lage in kurzen u. deutlichen Worten vor u. erteilte dann seine Befehle an den Verbindungsoffizier, Oberleutnant Kuhlwein. Es wurden Kampfabschnitte zugeteilt. Unsere Truppeneinheit war auf enge Zusammenarbeit mit den rechts von uns untergebrachten kroat. Freiwilligen angewiesen. Sofort erforschten die Befehlshaber die Ausgangspositionen. Der Angriff richtete sich zuerst in Richtung Eisenbahnstrecke, die parallel zur Wolga lief.

Auf dem Abschnitt der Kroaten, wo der stärkste Wiederstand zu erwarten war, wurden zusätzliche Sturmkanonen eingesetzt. Um 11 Uhr kam der Befehl zum Angriff. Den Angriffstruppen wurden auch Flammenwerfer zugeteilt. Die Kroaten hatten die schwerste Arbeit. In dem offenen Gelände, das bis zu den ersten Häusern reichte, hatte der Feind Panzerkuppeln aus Beton angefertigt, Panzer eingegraben sowie andere schwere Waffen aufgestellt, die unser Vorwärtskommen erschwerten. Bedingt durch russische Scharfschützen fielen einige Freiwillige oder wurden durch umherfliegende Splitter von Granaten verletzt. Die Sanitäter taten alles – auch zur Zeit des stärksten gegenerischen Feuers – um unsere verwundeten kroat. Kameraden herauszuholen. Trotzdem durchdrangen wir die erste Angriffslinie des Gegners. Im erbitterten Kampf begann sich der Feind langsam zurückzuziehen. Aber auch in unseren Reihen fiel manch tapferer Kämpfer. Unsere Einheit kam schnell voran, doch verloren wir zeitweise die Verbindung mit den Kroaten, die immer noch unter starken Beschuß waren.
Die Kroaten waren aber mit unserer Zusammenarbeit zufrieden u. wir tauschten am Abend die Erfahrungen des soeben beendeten Kampfes bei einem guten Schluck u. einer Zigarette aus, was uns auch freundschaftlich enger verschweißte. Die Führer der einzelnen Einheiten besprachen währenddessen Sicherheitsmaßnahmen für den Fall der Überraschung seitens des Gegners in der Nacht.

Schon am 30.9.1942 in der Früh zog der Gegner neue Kräfte zusammen u. griff unsere Stellungen an. Kämpfe entflammten an der ganzen Linie, aber die kroat. Freiwilligen – ebenso wie unsere Soldaten – standen wie eine Festungsmauer u. traten keinen Schritt zurück. Der Feind mußte seine Angriffe, die er den ganzen Tag wiederholte, endlich u. nach blutigen Verlusten, am Abend einstellen. Das ermöglichte uns, das wir zusammen mit unseren kroat. Freunden im Gegenschlag die Linie vorwärts schieben konnten. Auf dem Verbandsplatz unserer Kampfeinheit war großer Betrieb, wo ein kroat. Arzt fast ohne Unterbrechung die Verwundeten verband. Er schenkte die gleiche Aufmerksamkeit auch unseren Verwundeten, so wie unser Arzt für kroat. Verwundete sorgte.

In den nächsten Tagen wurden schwere Kämpfe geführt. Wie halfen uns gegenseitig mit der Feuerverteidigung u. gegenseitigen Informationen u. wußten, daß wir uns aufeinander verlassen konnten. Dabei ist die angeborene Fähigkeit der kroat. Freiwilligen hervorzuheben, schwer erkennbare Ziele u. Verteidigungsstellungen des Feindes zu erkennen, was oft von großer Bedeutung für unsere Soldaten war. So war es z.B. auch bei der Fortsetzung des Angriffes am 2.10.1942. Es gab Hinweise auf versch. russische Panzerwaffen, die hinter den Zuggleisen eingegraben waren. Ein kroat. Beobachter berichtete, daß er nach „Befragung“ verschiedener Zivilpersonen, die sich immer noch in der Umgebung versteckt hielten, die genaue Lage des Feindes an diesem Abschnitt erfahren hatte. Gerade in diesem Augenblick wollte der Kroate, wegen besserer Übersicht, die Schutzmauer an der anderen Straßenseite erreichen, als ihn die Feindkugel mitten in die Stirn traf. Tief betrübt trugen die deutschen Soldaten seine Leiche weg u. liquidierten den Todesschützen.
Die vom kroat. Freiwilligen in Erfahrung gebrachten Feindziele griffen wir zunächst mit d. Sturmkanone an u. zerstörten 2 Panzerkanonen u. 1 schweres Maschinengewehr. Sein Anteil, wegen dem er mit dem Leben bezahlt hatte, war dann nicht ganz umsonst. An der Grenze zwischen uns u. den Kroaten wurden später die schwersten Kämpfe geführt, besonders am 8.10.1942, als an diesem Morgen der Gegener unter allen Umständen versuchte, unsere Kompanie, unter Benutzung von Panzerwagen u. schweren Waffen, zu durchbrechen. Aber, wieder in Zusammenarbeit mit unseren freiwilligen Helden, wurde dieser Angriff - leider mit großen Verlusten – zurückgeschlagen.
Hier gebührt wiederholt großer Dank der kroat. Kanonenabteilung, die mehrmals mit ihrem präziesen Kanonenfeuer schon im Anfang so manche Feindangriffe verhindert hat.

Und so könnten viele Beispiele des gemeinsamen Kampfes u. gegenseitiger, erfolgreicher Unterstützung aufgezählt werden, denn alles diente einem gemeinsamen großen Ziel, den Todesgegner aller europäischen Länder - den Bolschewismus - zu besiegen, u. in seine Asiengrenzen zu vertreiben.


Zuletzt von Dissident am Mo Nov 14, 2016 3:03 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:28 pm

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 ---
Soldatenerlebnisse des 369. kroatischen Regiments in Stalingrad --- Weihnachten 1942, schrieb Leutnant Korobkin:

„Heute, am 25. Dez., greift der Feind aus dem Gebäude Nr. 2 das Gebäude Nr. 4 an, welches unsere linke Flanke ist. Unsere Verteidigung ist unter permanenten Beschuß „aus dem kleinen weißen Haus“. Ein Kanonentreffer zerstörte unser schweres Maschinengewehr. Zur selben Zeit attackierte der Feind auch unsere rechte Flanke. Trotz Kreuzfeuer u. Artillerieunterstützung, wurde diese schwere Attacke zurückgeschlagen. Dies war der Verdienst des Obergefreiten Ivan Vadlje. Am Abend erreichte uns eine Nachricht von Oberst Eichler, in der er uns zur Haltung der Stellung gratulierte. Ein Gegenschlag, nur mit einigen Handgranaten bewaffnet, gelang uns in der Dunkelheit. Wir gewannen Stellungen zurück u. zerstörten die dortigen feindlichen Einheiten. Oberst Eichler sandte uns eine neue Nachricht, in welcher er sagte, daß die Grenadiere des 212. Regimentes stolz darauf sind, Kämpfer wie uns Kroaten in ihren Reihen zu haben ...“

Am 16.1.1943 attackierten die Sowjets erneut die kroat. Stellungen. Bedingt durch die sowj. Übermacht u. den Mangel an funktionierender Technik u. vorhandener Munition wurden die kroat. Stellungen überrannt. Wer sich retten konnte wurde auf Befehl des Deutschen Kommandos an die Linien um die ehem. Sowjetische-Luftwaffen-Akademie versetzt, welches als letzte Verteidigung der Einheit galt.
Kurz darauf erfuhr Oberst Pavicic, daß er versetzt wurde. Da er keine Männer mehr hatte (lediglich ein paar Verwundete) fühlte er sich unnütz. Er sollte aus Stalingrad zurück nach Stockerau geflogen werden, um die deutsch-kroat. Division – die Teufelsdivision – zu befehligen. Es ist allerdings nicht klar, was mit ihm geschah. Zwei Möglichkeiten kamen in Betracht, warum er nie in Stockerau ankam:
- das er den Befehl verweigerte um bei seinen verwundeten Kammeraden in Stalingrad zu bleiben
- das er während des Fluges abgeschossen wurde
Die kroat. Kampftruppe wurde nun von Oberstleutnant Marko Mesic übernommen. Bis der Flugplatz Gumrak funktionsfähig war, sorgte man dafür, daß die Verwundeten u. Erfrorenen den Kessel auf dem Luftweg verlassen konnten. Während der 3-monatigen Belagerungszeit Stalingrads konnten etwa 1000 Kroaten ausgeflogen werden.
Am 23.11.1943 wurden 18 verwundeten Kroaten aus Stalingrad ausgeflogen. Neben diesen glücklichen befand sich auch Feldwebel Juric, der das Kriegstagebuch des 369. Regiments schrieb u. aus dem Kessel von Stalingrad mit hinausflog. Der letzte Eintrag: „ 2. Februar 1943. Stalingrad ist gefallen.“

Als Generalfeldmarschall Paulus am 31.1.1943 im Warenhaus „Unimag“ am Roten Platz kapitulierte, streckten auch die restlichen Kroaten die Waffen. Mit Oberstleutnant Mesic an der Spitze zogen die Soldaten des einstigen „verstärkten kroat. Infanterie-Regiments 369“ in sowj. Gefangenschaft.
Die kroat. Truppenteile der Deutschen Wehrmacht, die in Gefangenschaft gerieten, wurden von den Sowjets gezwungen, ohne Essen u. ohne warme Kleidung den Weg zu Fuß von Stalingrad nach Moskau zurückzulegen. Dort wurden sie in ein umzäuntes Lager gesperrt, in dem es weder Häuser noch Hütten gab – lediglich der Aushub von Erdlöchern war ihnen gestattet, um irgendwie den Elementen zu trotzen.
Oberstleutnant Mesic wurde nach Kriegsende 1945 an die jugo-serbischen Machthaber in Belgrad ausgeliefert u. dort sofort hingerichtet.

Nach Italiens Frontwechsel, bzw. nachdem sich in Italien 2 Regierungen etabliert hatten u. das Land selbst Kriegsschauplatz wurde, nahm der südosteuropäische Raum für Hitler an Bedeutung zu. Wegen der ständig zunehmenden Partisanentätigkeit, die die kroat. Wehrmacht immer mehr beanspruchte, hatte Hitler bereits im Herbst 1942 auf weiteres Engagement Dr. Pavelic´s an der Ostfront verzichtet. Dieser bildete sein Kabinett um u. setzte alles daran, die militärische Kraft Kroatiens für die Säuberung des weiten kroat. Gebietes zu sichern. Am 6.10.1942 enthob Dr. Pavelic Marschall Kvaternik seines Amtes u. übernahm nach Hitlers Vorbild selbst den Oberbefehl über die gesamte kroat. Wehrmacht. Während der Umorganisierung bzw. Neuaufstellung der kroat. Verbände gedachte man mit Ehrerbietung des bei Stalingrad untergegangenen kroatischen Regimentes. Durch die Verfügung vom 13.3.1943 ließ Pavelic eine kroat. Legionsdivision mit der Bezeichnung „369“ aufstellen u. verlieh ihr in Zagreb feierlich eine Fahne „zum Zeichen der Anerkennung für das tapfere u. entschlossene Verhalten an der Ostfront u. der beispiellosen Verteidigung Stalingrads.“ Dem abwesenden Oberstleutnant Mesic wurde gleichzeitig der höchste Tapferkeitsorden des Staates, die „Kruna kralja Zvonimira I. Klasse“ verliehen.

1943 war nur der kroat. Kampffliegerverband an der Ostfront, der zusammen mit einem deutschen Jagdgeschwarder sowohl im Kaukasus als auch später im Kuban-Brückenkopf bzw. auf der Krim zum Einsatz gelangte. Der berühmteste Flieger-As der sehr erfolgreich in ihren Messerschmitt Maschinen operierenden Kroaten, war Oberleutnant Galic, der für seine 38 Abschüsse mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde. Der kroat. Jägerverband kehrte im Juli 1944 in die Heimat zurück, womit der kroat. Einsatz an der Ostfront endgültig beendet war. Zur selben Zeit wurde auch die kroat. Marineabteilung auf dem schwarzen Meer aufgelöst. Sie sollte in der Adria Kern einer neu zu bildenden kroat. Marine werden, da mit dem Ausscheiden Italiens aus dem deutschen Bündnis auch Mussolinis unpopuläres Protektorat über Kroatien – mit seinen vielen Verboten – ein Ende gesetzt worden war.


Zuletzt von Dissident am Mo Nov 14, 2016 3:03 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Kroatische-Infanterie

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:29 pm

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 ---
Die 369. Kroatische-Infanterie-Division --- "Teufels-Division":

Mitte 1941, nach den ersten Erfolgen der kroat. Soldaten an der Ostfront, entschied das OKW eine kroat. Legions-Division ins Leben zu rufen um diese ebenfalls im Osten einzusetzen. Diese Division wurde am 21.8.1942 in Stockerau gegründet u. von General-Leutnant Fritz Neidhold befehligt.
Sie setzte sich aus 2 Infanterie-Grenadier-Regimentern zusammen, die jeweils 3 Inanterie-Bataillone u. eine Mörser-Kompanie beinhalteten.
- 2 leichte Bataillone mit jeweils 3 Batterien
- 1 verstärkten Bataillon mit 2 Batterien
- 1 Pionier-Bataillon
- 1 Nachrichten-Bataillon
- 1 Versorgungs-Trupp
- 1 Instandsetzungs-Kompanie
- 3 Verwaltungs-Kompanien
- 1 Militärpolizei-Abordnung
- 1 Medizin-Kompanie
Die Division bekam offiziell den Namen 369. Kroatische-Infanterie-Division. Inoffiziell jedoch wurde dieser in „Vrazja“ = „Teufels“(Division) umbenannt. Zurückzuführen ist dieser inoffizielle Name auf die 42. kroat. Division der österr.-ungarischen Armee. Deutsche Kameraden allerdings bevorzugten die Division „Schachbrett-Division“ zu nennen (wegen dem unverwechselbaren Ärmelaufnäher der Kroaten).
Januar 1943 beschloß das OKW jedoch, wegen der regen Partisanen/Tschetnik Aktivitäten in Kroatien, die Division mit ihren 14.000 Mann, zurück in die Heimat zu schicken. Ihren ersten Einsatz bekam die Division dann sogleich nach ihrer Ankunft in der Operation „Weiß“ im nördlichen Teil Bosniens, in der Schlacht an dem Fluß Neretva (20.1.1943- März 1943) wo sie sich zusammen mit der SS-Division „Prinz Eugen“, ausgehend von dem Gebiet um Sisak-Kostajnica südlich über Prijedor nach Bosanski Petrovac kämpften, um die dortigen Partisanen- u. Tschetnik-Stellungen vernichtend zu schlagen.
Nach dieser ersten Bewährung erstreckte sich das Operationsgebiet von der Stadt Karlovac im Westen bis zum Fluß Drina im Osten, über die Adria im Süden bis zum Fluß Sava im Norden, besonders allerdings im Gebiet um die Städte Sarajevo u. Mostar.

Im Mai 1943 nahm die 369. Division an der Schlacht an dem Fluß Sutjeska teil. Große Partisanenverbände (4 Divisionen u. 2 Brigaden) wurden an der montenegrinisch-kroat. Grenze umzingelt. Nach harten u. verlustreichen Kämpfen gelang es den Partisanen den Belagerungsring in der Stadt Foca an der Sutjeska zu durchbrechen, um allerdings wieder von dem 2. Verteidigungswall der 369. Division nahe der Stadt Balinovac aufgehalten zu werden. Obwohl das Kräfteverhältnis der Gegner 1:4 zum Vorteil der Partisanen ausfiel, gelang es der 369. sich in diesem ungleichen Kampf zu bewähren.

Nach einer kurzen Verschnaufpause bekämpfte die 369te die Partisanen ab Dez. 1943 in der Gegend um die Stadt Travnik. Operationen „Kugelblitz“ (um die Stadt Visoko), „Schneesturm“ u. „Kugelblitz“ (beide Ost-Bosnien) folgten. Alle genannten Operationen wurden von der 7. SS-Division „Prinz Eugen“ unterstützt. Nach dem Ende der Einsätze im Januar 1944 verzeichnete die 369. Infanterie-Division 11.000 tote Partisanen.
Ende Nov. 1944 entwickelte sich die militärische Situation in einigen Teilen Kroatiens äußerst negativ für die Achsenmächte. Die 369te wurde mit der schwierigen Aufgabe betraut, das weiträumige Gebiet um Mostar zu verteidigen. Starke Partisaneneinheiten überrannten im Januar 1945 die zahlenmäßig weit unterlegene 369te, die sich gezwungen sah, westwärts zurückzuziehen. Unter starken Verlusten gelang es dem Rest der 369ten sich nach Bleiburg in die vermeintlich sichere britische Zone zu begeben u. dort den Briten ihre Waffen zu übergeben.

Das Schicksal, der sich den Briten ergebenen Kroaten in Bleiburg ja ist bekannt!

Am 6.1.1943 entschied die Deutsche Wehrmacht die 2. deutsch-kroat. Division zum Einsatz gegen die Partisanen in Kroatien ins Leben zu rufen. Der Offizielle Name betrug „373. Infanterie-Division (Kroat.)“, doch wurde dieser durch den inoffiziellen „Tiger-Division“ (Tigar-Divizija) ersetzt. Als Kommandant wurde General-Leutnant Emil Zellner ernannt. Die Mehrzahl der Offiziere u. der Unteroffiziere waren Deutsche. Uniformen u. Rang-Insignien waren ebenfalls deutsch. Lediglich das kroatische Ärmelschild wurde an dem rechten Oberarm getragen.
Die Division bestand aus 2 Infanterie-Grenadier-Regimentern – dem 383. u. dem 384. Kroat. Regiment (von je 3 Infanterie-Bataillonen u. 1 Mörser-Kompanie), 1 Artillerie-Regiment (2 leichte Bataillone von je 3 Batterien u. 1 verstärktes Bataillon aus 2 Batterien), sowie den üblichen unterstützenden Einheiten.
Das Haupteinsatzgebiet der 373. Division erstreckte sich zwischen Karlovac, der Adria, Sarajevo u. dem Fluß Sava. Die meisten Anti-Partisanen Einsätze konzentrierten sich um die Gegend der Städte Bihac u. Banja Luka.

Im Mai 1944 nahm die 373te an der Operation „Rösselsprung“, bei dem Versuch den Partisanenführer Tito festzunehmen, teil. Noch im Herbst 1944 absorbierte die Division die 2. Jäger-Brigade der kroat. Armee als ihr 3. Regiment (385. Kroatisches-Infanterie-Regiment). Am 6.12.1944 nahm sie an der Verteidigung der Stadt Knin teil u. ab Januar 1945 wurde sie dem deutschen 15.Gebirgs-Korps zugeteilt. Im Mai 1945 ergab sich die 373ten nach harten Kämpfen in der Region um die Stadt Sisak den Partisanen.

Die 392. Kroatische-Infanterie-Division --- "Blaue-Division"
Am 17. Aug. rief die Deutsche Wehrmacht die letzte deutsch-kroat. Division ins Leben. Wie die 373te, wurde diese in Döllersheim ausgebildet ,um in Kroatien für Anti-Partisanen-Einsätze eingesetzt zu werden. Der offizielle Name „392. Infanterie-Division (Kroat.)“ wurde durch den inoffiziellen „Blaue-Division“ (Plava-Divizija) ersetzt. Zum Kommandanten ernannte man General-Leutnant Hans Mickl.
Uniformen u. Rang-Insignien waren deutsch, lediglich kennzeichnete wie gehabt der unverwechselbare Ärmelschild die Kroaten. Die Division beinhaltete 2 Infanterie-Grenadier-Bataillone – das 364te u. 365. Kroatische Regiment (mit jeweils 3 Infanterie-Bataillonen u. 1 Mörser Kompanie), 1 Artillerie-Regiment – das 392. kroat.-Infanterie-Regiment (2 Bataillone mit 3 leichten Batterien), sowie unterstützenden Einheiten.

Das Einsatzgebiet erstreckte sich in einem Dreieck zwischen dem südl. Slowenien, entlang der adriatischen Küste bis zur Stadt Knin. Die Haupteinsätze jedoch erfolgten an dem nördl. Teil der kroat. Küste u. den vorgelagerten Inseln. Maßgebend war die 392te an der Errichtung der Sicherheitslinie um die Städte Bihac u. Otocac nach dem Fall der Stadt Knin im Jan. 1945 beteiligt. Am 24.4.1945 ergaben sich die kroat. Soldaten, nachdem sie die deutschen Offiziere in einer Nacht u. Nebel Aktion verlassen hatten, in Rijeka den Partisanen.

Polizei Panzer-Jäger Kompanie „Kroatien“ ---  (Kroatisches) Polizei Freiwilligen-Regiment 1-5 --- Gendarmerie-Division „Kroatien“
Am 15.7.1943 wurde ein Abkommen zwischen dem Deutschen Reich u. dem Unabhängigen Staat Kroatien unterzeichnet, der die Gründung einer Deutsch-Kroatischen Polizei vorsah, die von der Deutschen Polizei u. der SS befehligt sein sollte. Kommandant dieser neu errichteten Truppe war SS General-Major Konstantin Kammerhofer. Das Regiment enthielt nach Gründung 2 Bataillone, doch erhöhte sich deren Zahl bis zum Frühling 1944 auf 15 Bataillone, die in 5 Regimenter verteilt wurden u. den Namen „Polizei-Freiwilligen-Regiment“ mit Nummern 1-5 erhielten. Zusätzlich wurden 15 unabhängige Polizei Bataillone (Polizei-Freiwilligen-Bataillon „Kroatien“) ins Leben gerufen. Problematisch entwickelte sich allerdings die Koordination der über alle Landesteile Kroatiens verstreuten Bataillone, da die strategischen u. logistischen Umstände zu dieser Zeit schon schwierig waren.
Der BdO (Befehlshaber der Ordnungspolizei) in Zagreb verfügte noch im Dez. 1944 die Errichtung einer „Polizei-Panzer-Jäger-Kompanie `Kroatien`“, die unabhängig von der bereits genannten Division u. des Regiments agierte. Zusammen mehr als 32.000 Kroaten dienten in diesen deutschen Polizei-Einheiten u. halfen die Ordnung u. Sicherheit im Unabhängigen Staat Kroatien aufrechtzuerhalten.


Zuletzt von Dissident am Mo Nov 14, 2016 3:05 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Kroatische Marine-Legion / Kroatische Luftwaffen-Legion

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:37 pm

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 --- Kroatische Marine-Legion:
Trotz des Vetos der Italiener gegen die Formierung einer kroat. Seestreitkraft, sah die kroat. Führung in der Entsendung Freiwilliger zur Deutschen Kriegsmarine, die Möglichkeit dieses Verbot zu umgehen u. ihre besten Männer in deren Dienst zu stellen. Kurz nach der Formierung ernannte man Kapitän Andro Vrkljan (später Kapitän Stjepan Rumenovic) zum Kommandanten.
Am Schwarzen Meer, in Varna, begann das Training am 17.7.1941 mit zusätzlicher Infanterie- u. Navigationsausbildung, sowie Kursen zur Auffrischung der deutschen Sprache. Am 30.9.1941 erreichte die Legion, die „23. Minensuch-Flotille“, das Gebiet der Sowjet-Union mit dem Stützpunkt in Geniscek. Dank der Unterstützung der deutschen Luftwaffe wurde ein Angriff der Sowjets kurz nach der Ankunft abgewehrt, da sich neben einer deutschen Garnison auch noch eine Einheit der rumänischen Kavalerie in der Stadt befand. Den recht schnell hereinbrechenden Winter verbrachte man in ausgehobenen Bunkern. Zur Weihnachtszeit versuchten die Russen die Truppenmoral durch abgeworfene Flugblätter zu zerstören. Alle Flugblätter, die zur Kapitulation aufforderten endeten mit „Lang lebe Moskau! Nieder mit Hitler!“ Für die Kroaten bedeutenden sie allerdings nur zusätzliches Brennmaterial!

Bis Mitte April schmolz das Eis u. die kroat. Boote konnten ihre Aufgabe, den Eingang zur Bucht von Geniscek zu verminen, erfüllen. Während dieses Einsatzes kam es, bedingt durch eine fehlerhafte deutsche Wassermine, zu einer unglücklichen Kettenreaktion, bei der die Explosion 25 Kroaten in den Tod riss u. 2 Boote zerstörte.

Nach 8 Monaten verließ die kroat. See-Flotille Geniscek. Sie hielt ihre Position in der kleinen Stadt u. verteidigte sie gegen alle Angriffe, abgesehen von dem Zwischenfall mit der fehlerhaften Wassermine, mit minimalen Verlusten. Der neue Einsatzort hieß Marinpol. Den 130 Booten, die sich im Besitz der kroat. Legion befanden, wurden in Marinpol 200 deutsche Seemänner beigefügt, die allerdings vom deutschen Kapitän Ensign Plautz befehligt wurden.

Kurz vor dem Jahreswechsel 1942/43 wurde die Marine-Legion neu formiert und anschließend in den Urlaub nach Kroatien geschickt. Okt. 1943 verlegte man die Legion nach Triest, um die Seemänner auf versch. deutsche Kriegsschiffe zu verteilen. An diesem Tag endete offiziell der Dienst der kroatischen Marine-Legion.

Kroatische Luftwaffen-Legion:

Kampf-Schwadron:

Ein Teil der Kampf-Schwadron wurde zur Ausbildung nach Fürth, der andere Teil nach Herzogen-Aurach gesandt. Die ersten Trainingsstunden begannen am 19.7.1941 an Arado96- u. MeD-Machinen. Nach Ende der Ausbildung im Sept. 1941 waren die kroat. Flieger, ausgerüstet mit den ihnen zugeteilten Messerschmitt Bf109, für den Einsatz an der Ostfront gerüstet.
Während ihres Trainings erhielten sie deutsche Uniformen, die zusätzlich mit dem kroatischen Ärmelschild u. dem Abzeichen der kroat. Luftwaffen-Legion versehen wurden.
Die offizielle Bezeichnung lautete „15. (Kroatische)JG52“. Sie erreichte die Ostfront nahe Poltava am 6.10.1941 u. verzeichnete den ersten Abschuß bereits am 9.10. In der Ahtijevka-Krasnogrod Gegend gelang es ihnen zusätzlich eine sowj. R10 auszuschalten.

Am 1.12.1941 versetzte man die Schwadron nach Marinpol wo sie sehr erfolgreiche Einsätze gegen sowj. Militärkolonnen um Pokorovskoje, Matevejva, Kurgan, Jeiska, Uspenskoje sowie die Bahnlinie Marinpol-Stalino flog. Eine weitere Aufgabe der Schwadron war es deutsche Bomber auf ihren Missionen zu begleiten. Ende Januar 1942 verzeichnete die Schwadron 23 weitere Abschüsse (4 davon MIG-6). Ende März erhielt sie Telegramme vom Kommandanten des 4. Fliegerkorps General Flugbeil u. dem Kommandanten der 4. Luftflotte General-Oberst Löhr, in denen sie ihr für ihre Erfolge gratulierten. April 1942 flog die Schwadron Begleiteinsätze für Stuka-Bomber u. übernahm die Wacht über dem Marinpol-Flugplatz. 9 weitere Abschüsse folgten. Als erster Soldat des Unabhängigen Staates Kroatien sollte sich Leutnant Rokko Mirosetic, durch eine Reihe von kühn geführten Tiefangriffen mit entscheidender Wirkung u. wertvollen Aufklärungsmeldungen, das Eiserne Kreuz I.Klasse verdienen.

Überall im Mittelabschnitt der Ostfront sind die schnittigen Do17-Kampfflugzeuge der Kroat. Legion bekannt geworden. Mehr als einmal wirkten ihre Bomben beim Erdkampf der Infanterie mit. Die Abschnürung der sowj. Vorstosskeile bei Rsev u. südlich von Vjasma wurden mit eingeleitet durch die Sprengwolken unter den dahinbrausenden Kampfmaschinen mit dem rot-weißen „U“-Wappen am Rupfbug. Eine weitere Verlegung erfolgte in die Gegend um Artemovka-Konstantinovka mit der neuen Aufgabe am Azwoschen Meer zu patrouillieren u. Begleitmissionen für Bomber mit Einsatzgebiet Sevastopol zu übernehmen.

Die Schwadron verzeichnete neben 4 neuen Abschüssen auch erstmals die Versenkung eines sowj. Patrouillenbootes. Zwischen den letzten Maitagen u. dem 21.6.1942 (dem Tag des 1000. Fluges) erfolgten 21 weitere Abschüsse – bis Juli 1942 wurden 69 weitere Abschüsse verbucht. Bevor die Flieger zum Urlaub u. zur Auffrischung in die Heimat geschickt wurden, begab sich der kommandierende General der Fliegerkorps, General-Oberst von Richthofen, zu ihnen u. verlieh 32 Männern der Legion das Eiserne Kreuz I. Klasse. Im Juli 1944 verlegte man die Schwadron zurück nach Kroatien um am Kampf gegen die Partisanen teilzunehmen.
Während der Zeit an d. Ostfront lagen die Verluste der Schwadron bei unglaublich niedrigen 2 Flugzeugen u. 5 Piloten! Im Gegensatz dazu verzeichnete man 283 Abschüsse!

Bomber-Schwadron:

Offiziell bekam die Bomber-Schwadron den Namen „15.(Kroatische)KG53“. Im Trainingslager der „Großen Kampfflieger Schule 3“ in Greifswald rüstete man die Bomber Schwadron mit Dornier Do17 Flugzeugen aus. Am 25.10.1941 erreichte sie die Ostfront u. nahm an der Bombardierung von Moskau u. Leningrad teil. Nach diesen erfolgreichen Operationen erfolgte am 9.11.1941 eine persönliche Gratulation von Feldmarschall Kesselring. Nach 1247 Einsätzen an der Ostfront kehrte die Bomber-Schwadron nach Kroatien zurück um im Dez. 1942 in die kroat. Luftstreitkräfte integriert zu werden. Während des Einsatzes an der Ostfront verlor die Bomber-Schwadron 5 Flugzeuge u. 20 Männer. 150 Männer des Bomber-Geschwarders erhielten führ ihre Leistungen an der Ostfront Auszeichnungen der Deutschen Wehrmacht.
Es gelang ihenen nach der Auffrischung bis zum Ende ihres Aufenthaltes an der Ostfront 1247 weitere Aufgaben zu erfüllen (Zerstörung von 581 Minenwerfern, 307 Kanonen, 843 schweren Maschinengewehren u. 245 Panzerwagen) sowie ca. 28.000 Sowjets zu eliminieren u. 12.370 gefangen zu nehmen.


Zuletzt von Dissident am Mo Nov 14, 2016 3:05 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Das »Massaker von Bleiburg«

Beitrag von Dissident am Mo Nov 14, 2016 12:38 pm

http://web.archive.org/web/20071030111806/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=276383 ---
Von Briten in den Tod geschickt...Bleiburg 1945  --- Das »Massaker von Bleiburg« --- Erinnerung an einen fast vergessenen Massenmord nach dem 2. Weltkrieg

Das Massaker von Bleiburg – auch Tragödie von Bleiburg genannt – war ein Massenmord von jugoslawischen Tito-Partisanen an Zivilisten u. entwaffneten Soldaten, der unmittelbar nach dem Ende des 2. Weltkrieges, am 15.5.1945, in der Nähe der Stadt Bleiburg in Kärnten an der Grenze zu Slowenien begann u. von Titos Partisanenhorden in erster Linie an deren weltanschaulichen, aber insbesondere auch ethnischen Feinden verübt wurde. Aus letzterem Grunde erfüllt dies auch durchaus den Tatbestand des Völkermordes.

Mehrere Einheiten der regulären, mit Deutschland verbündeten Armee des »Unabhängigen Staates Kroatien«, der kroat. Ustascha-Milizen, sogenannter kroat. Domobrani-
»Heimatschützer«, einer weiteren kroat. Miliz, slowenischer antikommunistischer Milizen, serbischer antikommunistischer u. monarchistischer Tschetniks sowie tausende jugoslawische Oppositionelle zogen sich damals vor den heranrückenden Tito-Partisanen bis nach Österreich zurück. In ihrem Gefolge flohen Zehntausende von Zivilisten, Angehörige zahlreicher Nationen des ehemaligen jugoslawischen Vielvölkerstaates (Kroaten, Serben, Bosniaken, Slowenen, Montenegriner u. insbesondere auch Tausende von Volksdeutschen), die sich durch Flucht vor dem Zugriff der Tito- Partisanen nach Österreich od. Italien schützen wollten.
All diese Menschen wußten, daß die britischen Truppen als Teil der Alliierten Kärnten unter ihrer Kontrolle hatten. Nachdem die brit. Kommandeure zugesichert hatten, die Soldaten nicht an die Partisanen auszuliefern, gaben diese freiwillig ihre Waffen ab. Die Soldaten waren nun wehrlos, u. obwohl der britische Kommandant Patrick Scott den Flüchtlingen ausdrücklich Schutz u. Zuflucht zugesichert hatte, brachen die Briten das Abkommen u. übergaben die unbewaffneten Menschen den Tito-Partisanen.

Bereits kurz nach Auslieferung der Flüchtlinge u. deren Eintreffen auf den ihnen von den Engländern zugewiesenen Lagerplätzen in der Nähe von Bleiburg begann das Massaker, indem die kommunistischen Partisanen aus ihren Verstecken einige Stunden lang wahllos in die Menge schossen. Die Überlebenden wurden von den Tito-Horden auf die »Todesmärsche« geschickt, welche heute in Kroatien auch als »Kreuzweg« bezeichnet werden. Bereits hinter der slowenischen Grenze bei Dravograd wurden mehrere tausend Menschen ermordet. Die letzten Überlebenden trieb man bis nach Serbien.

Die Angaben sowohl für die Zahl der Flüchtenden als auch für die Gesamtzahl der Opfer schwanken stark. Gesicherte Zahlenangaben liegen nicht vor. Schätzungen kroat. Emigranten gingen jahrelang davon aus, daß die Zahl der Opfer zwischen 200.000 und 500.000 betragen haben soll. Nach der Wiederentstehung des kroat. Staates u. einer zumindest teilweisen Aufarbeitung der Geschichte werden von einzelnen kroat. Historikern sogar noch höhere Opferzahlen bis zu 1 Million Menschen angenommen.
Der an der US-Stanford-Universität tätige kroat.-amerikanische Historiker Jozo Tomasevic sammelte Belege, wonach sich allein über 116.000 reguläre kroat. Soldaten in Bleiburg aufhielten. Dazu kamen die Angehörigen der versch. Milizverbände aus Kroatien, Bosnien, Serbien u. eine Unzahl von Zivilisten. 1999 berichteten slowenische Medien allein über 110 entdeckte Massengräber, 2001 schon von 296.

In Marburg an der Drau wurde bei Autobahnbauarbeiten im Jahr 2000 ein 3 km langes Massengrab mit mehr als 30.000 Toten entdeckt. In der Region Tezno wurde die Zahl der Opfer auf 60.000 - 80.000 geschätzt – davon Tausende von Kindern! Die Zahl der von Tito-Partisanen ermordeten Volksdeutschen in Jugoslawien nach dem Ende des 2. Weltkrieges wird heute mit mindestens 250.000 - 350.000 Menschen angegeben – nach dem in den 50er Jahren erstellten »Schwarzbuch« des damaligen Bundes-vertriebenenministeriums. Zehntausende davon befanden sich in u. um Bleiburg u. wurden von den Engländern ebenfalls an die Tito-Schlächter ausgeliefert.

Im ehem. Jugoslawien unter Tito war es unter Strafandrohung tabu, über das Massaker von Bleiburg zu sprechen. Die alliierten Siegermächte waren zwar frühzeitig über die Massenmorde informiert. Doch in Zeiten des Kalten Krieges, als sich Tito 1948 von Stalin abwandte, griff kein westlicher Politiker das Thema auf. Ein wichtiger Grund für die Nichtthematisierung dieses Nachkriegsverbrechens bestand natürlich auch in der britischen Mitverantwortung für das Massaker.
Die Morde von Bleiburg waren das schwerste Verbrechen, die das kommunistische Jugoslawien beging. In der kroatischen Emigration sowie auch im heutigen Kroatien wurden u. werden die Bleiburger Massenmorde als »kroatische nationale Tragödie« dargestellt, weil die Mehrzahl der Opfer Kroaten waren, die aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit oder wegen ihres Dienstes in einer kroatischen Armeeeinheit wahllos liquidiert wurden.
Von der kroat. Regierung wurde 1991 der Bau einer Gedenkstätte auf dem Bleiburger Feld in Auftrag gegeben. Zum Jahrestag des Massakers versammeln sich dort alljährlich Zehntausende Kroaten u. Bosnier aus aller Welt zum Gedenken an die Opfer. Auch Vertreter der Landsmannschaften der Deutschen aus dem ehem. Jugoslawien nehmen regelmäßig an diesem Gedenken teil.
Doch ähnlich wie beim »Bomben- Holocaust« von Dresden oder den Vertreibungsverbrechen u. Massenmorden in den deutschen Ostprovinzen oder an den Volksdeutschen in Osteuropa mit 2,5 - 3,5 Millionen Ermordeten u. 15 Millionen Vertriebenen wird auch das Massaker von Bleiburg von der marktbeherrschenden Umerziehungspresse totgeschwiegen. Denn es handelte sich in all diesen Fällen ja »nur« um Deutsche u. deren Verbündete.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bleiburg  Bleiburg ist eine Stadtgemeinde mit 4030 Einwohnern. Das Gemeindegebiet liegt am Jaunfeld südlich der Drau (im Südosten Kärntens) u. grenzt an Slowenien. Der Hauptort Bleiburg ist ungefähr 4 km von der österr.-slowenischen Staatsgrenze entfernt.
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Fr Dez 02, 2016 11:26 am

Probleme und das sich abzeichnende Ende
http://web.archive.org/web/20071030111949/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=272481

Kroatien: Das Land am Südflügel der "Festung Europa" galt allgemein als Abwehrschwerpunkt einer alliierten Invasion im Adriaraum.

--- In der regulären Truppe - kroatische "Domobranen" u. slowenische "Domobrancen" - stellten Deutsche das Führungspersonal. Aber das Verhältnis dieser Einheiten unter- u. zueinander sowie gegenüber der eigenen Regierung u. den deutschen Okkupanten war überaus problematisch. Wegen der Massaker an den Pravoslawen (kroat. Bürger orthodoxen Glaubens) hatte Pavelics Ruf erheblich gelitten. Deutsche Führungskreise beurteilten das Regime deshalb auch zwiespältig.
Während das Auswärtige Amt (AA) der Meinung des Gesandten in Agram (Zagreb), jetzt SA-Obergruppenführer Siegfried Kasche : "Elementare Bewegung, die wir nicht in jeder Hinsicht modellieren können. Kroaten bieten uns diejenige Kraft, die das einzige starke Gegengewicht gegen eine südslaw. Zusammenballung darstellen", zuneigte, meldete der Bevollmächtigte General in Kroatien , General Edmund Glaise von Horstenau (Österreicher, k.u.k) ,daß die kroat. Truppe bei den Partisaneneinsätzen versage u. zum überlaufen neige. Er riet deshalb, vor allem von der Ustascha abzurücken, die wiederholt Greuel an Zivilisten verübte.

Hitler aber hielt weiter an der staatstragenden Kraft in Kroatien fest u. befahl, sie bei „taktvoller Zurückhaltung durch deutsche Elemente" ausrei­chend zu unterstützen, obwohl Pavelics zunehmende Souveränitätsan­sprüche, Machtgelüste u. nörgelnde Waffenforderungen bei der deutschen Führung zu einer Dauerbelastung führten. Schon 1943 umfaßte die kroa­t. Wehrmacht 3 Gebirgs-, 4 Jäger-, 32 Ustascha-Brigaden (darunter 3 Pavelic-Leibgarden), 10.000 Gendar­men u. 70.000 Angehörige rückwär­tiger Dienste: zusammen an die 235.000 Mann. Dem Kabinett gehörten an: Vladimir Kozak (Gesandter in Ber­lin), Mladen Lorkovic (erst Außen-, dann Innenminister), Milutin Jurcic (Polizeichef), Ante Vokic (Ustascha-General u. Kriegsminister).
- - -
6.9.1944:
Unter dem Druck der Roten Armee strömten zurückgehende deutsche Truppen nach Kroatien hinein. Der kroat. Staatschef Pavelic zog dar­aus seine Vorteile. Er verlangte von Hitler, General Glaise von Horstenau durch General Hans Juppe zu ersetzen, doch der schickte SS-Obergruppen­führer (u. General der Waffen-SS) Hans Prützmann. Mit dem Näherrücken der Front auf Agram (Zagreb) wurde die Lage kritisch. Viele kroat. Soldaten wechselten zu Titos Par­tisanen.
- - -
Ende 1944 wurden die im Gefecht versagenden u. zum Überlaufen nei­genden fremdvölkischen Verbände der „Waffen-Gebirgsdivisionen der SS" aufgelöst:
13. („Handschar", Kroatische Nr. 1), 23. („Kama", Kroa­tische Nr. 2), 21. („Skanderbeg", Albanische Nr. 1).
Aber der Elitever­band, die 7. SS-Gebirgs­division „Prinz Eugen" (Kumm), stand seit Ende 1942 ständig in den Brennpunkten der Partisanenkämpfe, wurde im Rahmen der allgem. Rückzugsmanöver Herbst 1944 auch gegen reguläre Feindtruppen eingesetzt, verlor jedoch wegen man­gelnder Bewaffnung u. Ausrüstung viel an Kampfwert.
- - -
12.4.1945: Die Heeresgruppe E hielt an den Flüssen Neretva, Bosna, Save u. Drau eine Abwehrlinie. Doch bald wurde der Feind wieder offensiv. Während sich an der Drau die bulgar. 1. Armee Richtung Nordwe­sten vorschob, griff in den anderen Abschnitten die Tito-Streitmacht an: 1. Armee (Dapcevic), 2. Armee (Popovic), 3. Armee (Nadj), 4. Armee (Drapsin). Auf deutscher Seite standen noch Freiwilligenverbände: Kosaken, Ukrainer, Albaner, Slowenen, Mon­tenegriner, Serben u. 200.000 Kroa­ten unter General Georg Gruic, die Titos Rache besonders fürchten muß­ten.

28.4.: Die Lage in Jugoslawien ver­schlechterte sich für Deutsche u. die Hilfstruppen, als die HG C (Vietinghoff) in Italien kapitulierte u. die Briten nach Südkärnten vordrangen - dorthin sollten nämlich die deutsch­kroat. Verbände retirieren. Erste Kontakte zwischen Löhr u. den Bri­ten erbrachten nichts. Feldmarschall Harold Alexander verfolgte seine Weisungen aus London; dem­nach hätte er nur den Stab der HG E übernehmen dürfen. Churchill hatte Tito bereits die „ganze Beute" versprochen! - - -
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Sa Dez 02, 2017 9:47 am

https://www.welt.de/politik/ausland/article171104403/Fuer-die-kroatische-Regierung-ist-das-Urteil-brisant.html

.. Der kroatische Ex-General Slobodan Praljak trinkt im Gerichtssaal in Den Haag einen Giftcocktail und entzieht sich per Selbstmord seiner Haftstrafe.
Die Regierung seines Landes kritisiert die „Ungerechtigkeit“, die ihm widerfahren sei.

Der Angeklagte denkt gar nicht daran, sich der Aufforderung des Vorsitzenden Richters Carmel Agius zu beugen u. sich hinzusetzen. Nach der Urteilsverkündung im Internat. Strafgerichtshof in Den Haag bleibt er stehen u. schreit: „Slobodan Praljak ist kein Kriegsverbrecher. Ich erkenne Ihr Urteil nicht an.“ Seine zitternden Hände umschließen ein kleines Gefäß mit einer Flüssigkeit, die er trinkt. Der Richter versteht zunächst überhaupt nicht, daß es in seinem Gerichtssaal zugeht wie in einem antiken Drama. Die Verteidigerin von Praljak sagt auf Kroatisch, daß ihr Mandat Gift genommen habe. Erst als dieser Satz übersetzt wird, begreift auch Agius, was gerade geschieht. Praljak wird medizinisch versorgt u. aus dem Gerichtssaal ins Krankenhaus gebracht. Wenig später ist er tot.
Praljak, 72 Jahre alt, wollte eher als Märtyrer sterben, als 20 Jahre Haft für Kriegsverbrechen im Bosnienkrieg von 1992-1995 zu akzeptieren. Auf Anfrage der WELT, wie er das Gift überhaupt in den Gerichtsaal schmuggeln konnte, hieß es vom UN-Kriegsverbrechertribunal für das ehem. Jugoslawien: „Das können wir nicht kommentieren.“

Praljak gehörte zu den sogen. Prlic-Fünf. Einer Gruppe von führenden Politikern u. Kommandanten um Jadranko Prlic, den Kriegspräsidenten der bosnischen Kroaten, der sich den Herceg Bosna genannten kroatischen Ministaat auf dem Territorium Bosniens schuf. Lt. dem Urteil verfolgte er mit den anderen Angeklagten das Ziel, Anfang der 90er-Jahre eine kroatische Republik innerhalb Bosniens zu gründen. In diesem sogen. Herceg Bosna sollten Muslime u. Serben durch „ethnische Säuberungen“ vertrieben werden. General Praljak war bereits 2013 zu 20 Jahren verurteilt wurden. Er legte Berufung ein.
Vor dem Bosnienkrieg war Praljak .. als künstlerischer Freigeist bekannt. Er hat Diplome in Ingenieurwesen, Philosophie u. Soziologie sowie einen Abschluss von der Filmakademie. Praljak arbeitete als Autor u. Regisseur in Mostar, leitete dort versch. Theater. Während des Krieges wurde der Freigeist zum Verbrecher. Er ließ auf Zivilisten schießen, Muslime vertreiben u. 1993 das Symbol der Stadt, die Brücke von Mostar, niederbomben. Der Einsturz der Brücke galt als Symbol dafür, daß es so schnell nicht mehr zu einem harmonischen Zusammenleben zwischen Bosniaken, Kroaten u. Serben kommen würde.

.. Das Urteil gegen Praljak sollte nach 24 Jahren eigentlich das letzte des UN-Tribunals für das ehem. Jugoslawien sein. Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic brach nach der Nachricht über den Tod Praljaks sofort einen Staatsbesuch in Island ab u. ließ ausrichten, sie befinde sich auf dem Rückweg u. stünde mit dem Premierminister in Kontakt. Die Regierung berief eine Krisensitzung ein. In einer Pressekonferenz erklärte der kroat. Premierminister Plenkovic: „Dieser traurige Fall erzählt viel über die Ungerechtigkeit, die Slobodan Praljak u. den anderen 5 kroatischen Angeklagten widerfahren ist. Wir sind nicht zufrieden mit dem heutigen Urteil.“

Der Premierminister leugnet, daß die Angeklagten an Kriegsverbrechen beteiligt waren u. verteidigt die Aktionen der bosnisch-kroatischen Armee damit, daß man sich nur gegen eine großserbische Aggression gewehrt habe. Der Familie des verurteilten Kriegsverbrechers richtete Plenkovic sein Beileid aus. Für die kroatische Regierung ist das Urteil brisant. Die während der Kriegsverbrechen in Kroatien regierende nationalkonservative HDZ ist heute noch an der Macht, u. der erste Präsident Tudjman gilt vielen weiterhin als Held. Im Urteil gegen Slobodan Praljak u. die anderen Kroaten wird aber auch festgehalten, daß Tudjman u.a. HDZ-Kader an Plänen beteiligt waren, ein ethnisch gesäubertes kroatisches Territorium innerhalb der Grenzen Bosniens zu schaffen.
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Mo März 12, 2018 11:57 am

http://unser-mitteleuropa.com/2018/03/08/ungarn-und-kroatien-planen-militaerische-zusammenarbeit/

Ungarn und Kroatien planen militärische Zusammenarbeit

Die Verteidigungsminister Ungarns u. Kroatiens diskutierten Möglichkeiten, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu stärken. Ungarn u. Kroatien gehören dank ihrer Soldaten u. ihrer effektiven Zusammenarbeit zu den sichersten Ländern, was beibehalten u. weiter verbessert werden soll, sagte Istvan Simicskó auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen.
Er sagte, er stimme dem Kollegen Damir Krsticevic zu, daß die Verteidigungsbeziehungen zwischen ihren jeweiligen Ländern hervorragend seien. Die beiden Länder nehmen an einer zunehmenden Anzahl von militärischen Übungen teil u. sie planen auch eine gemeinsame Übung, fügte er hinzu. Es wurde beschlossen, in naher Zukunft 3 Abkommen zu unterzeichnen: Luftraumüberwachung, Luftrettung u. Radardatenaustausch. Außerdem werde ein gemeinsames Arbeitsteam im Verteidigungssektor eingerichtet, ..
Ein weiteres Thema des Treffens war die kürzlich gestartete Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) in der EU, die sowohl von Ungarn als auch von Kroatien unterstützt wird. Zu den Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören die Massenmigration u. die damit einhergehende Bedrohung durch den Terrorismus sowie die Frage der Identität, fügte Simicskó hinzu.
Die Minister vereinbarten, die Fortschritte der Verteidigungszusammenarbeit alle 6 Monate zu überprüfen.
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

Beitrag von Dissident am Sa Apr 21, 2018 11:42 am

http://kaernten.orf.at/news/stories/2908260/ - Kaiser gegen kroatische Gedenkfeier


Die alljährliche Gedenkfeier für kroatische Kriegsopfer am Loibacher Feld ist schon lange als faschistische Veranstaltung umstritten. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sagte am Samstag, der Bund sei gefordert, denn Kärnten könne die Feier nicht verhindern.

Um die 15.000 Menschen nehmen an der Feier in der Nähe von Bleiburg jedes Jahr teil. Heuer wird sie am 12. Mai stattfinden.
Letztes Jahr gab es eine Petition an Kaiser von 21 Organisationen aus Politik, Erinnerungsarbeit und Kultur, die sich gegen dieses Ustascha-Gedenken aussprechen. Sie sei zum größten Neonazitreffen Europas geworden, hieß es ..

Das Land Kärnten habe nach umfassenden Prüfungen der aktuellen Gesetzeslage durch Juristen keinerlei Möglichkeit, die Veranstaltung zu verhindern,
da es sich um eine kirchliche Veranstaltung eines eingetragenen Vereines auf Privatgrund handelt. Rechtlich ist gemäß dem Sicherheitspolizeigesetz das Bundesministerium für Inneres zuständig ..
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Re: Kroatien / Pavelic / Kroaten im 2. Weltkrieg

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