Obdachlose Österreicher

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Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:18 pm

In Salzburg werden extra ganze Häuser für Ausländer gebaut und für Einheimische, die obdachlos sind, gibt Notschlafstellen, wo man nur vorübergehend und mit Auflagen Bett und Waschmöglichkeit hat. Liegt hier eine Ungleichbehandlung vor?

http://theaustrianbankerspiderweb.blogspot.co.at/2015/06/obdachlose-osterreicher-diese-statistik.html

Obdachlose Österreicher - zwischen 7.100 und 37.000 Österreicher sind obdachlos!
DIE WIRKLICHE STATISTIK GIBT ES NICHT --- DIESE INTERESSIERT UNSERE REGIERUNG NICHT --- AUCH HILFE GIBT ES KEINE MEHR ES GEHT NUR NOCH UM DEN MASSENIMPORT

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Während etwa für Flüchtlinge die Bereitstellung von Quartieren an keine Jahreszeit geknüpft ist, sperren Hunderte Notschlafstellen für Obdachlose die Pforten zu.
Und das bei Nachttemperaturen von rund 11 Grad und Regen. Dass die Plätze angenommen werden, zeigt die aktuelle Bilanz: Zu Spitzenzeiten standen im Winter insgesamt 900 Schlafplätze zur Verfügung (Wien), die Auslastung lag bei 95 Prozent.

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3.497 unter 30-Jährige standen 2015 in Wien auf der Straße. Im Caritas-Haus Juca ist Platz für 95.
Faschiertes. Zwiebel. Semmelwürfel. Kräuter. "Und auf ein halbes Kilo Masse gebe ich immer noch ein Ei, damit es zusammenhält", erzählt Sandra.
Wie man Fleischbällchen, ihre Lieblingsspeise, zubereitet, hat die 19-Jährige in ihrer Ausbildung zur Köchin noch gelernt. Recht viel mehr nicht. Sandra hat ihre Lehre abgebrochen. In ihrem Elternhaus gab es oft Streit, die Familie ist oft umgezogen. "Ich fühle mich echt entwurzelt und es hat mich auf die schiefe Bahn gebracht", sagt Sandra. Heute lebt die 19-Jährige im Haus Juca, einer Einrichtung der Caritas für junge Obdachlose in Wien-Ottakring. 95 junge Erwachsene werden dort u. in der angrenzenden Notschlafstelle beherbergt. Die Menschen, die dort Zuflucht suchen, sind immer jünger. "Vor 10 Jahren lag das Durchschnittsalter der Hausbewohner bei 27 Jahren. Mittlerweile ist es auf 21 Jahre gesunken", sagt Andrea Fichtinger-Müllner. Die Sozialarbeiterin leitet das Haus Juca.

Hoher Druck

Es sind junge Erwachsene wie Kolpa u. Sandra, die im Juca unterkommen. "Wir sind so gut wie immer ausgelastet", sagt Fichtinger-Müllner. Auch laut dem Fonds Soziales Wien ist die Zahl der obdachlosen unter 30-Jährigen gestiegen (gemessen an der Gesamtzahl der Nächtiger ist der Anteil junger Obdachloser leicht gesunken u. bleibt damit kontant bei etwas mehr als einem Drittel). 2015 suchten 3497 Personen unter 30 eine Einrichtung der Wiener Wohnungslosenhilfe auf. 2009 waren es 2646 Personen. --- Auch in die Tageszentren der Caritas kommen immer mehr junge Menschen. Sie können sich oft einfach das tägliche Leben nicht mehr leisten. "In der Gruft bemerken wir seit etwa 2 Jahren, dass auch junge Erwachsene zu uns kommen", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien. "Und diese jungen Menschen unternehmen alles, damit man an ihrem Äußeren nicht erkennt, dass sie wohnunglos sind."
Warum die Menschen, die ins Haus Juca kommen, immer jünger sind? "Der Druck auf dem Arbeitsmarkt steigt, ebenso der am Wohnungsmarkt. Jobs für Unqualifizierte gibt es praktisch keine mehr", sagt Fichtinger-Müllner. Und die würden viele ihrer Hausbewohner brauchen. Knapp die Hälfte von ihnen hat nur einen Hauptschul-abschluss, etwa die andere Hälfte hat gar keinen Abschluss."Einen Job zu finden u. auch zu behalten, ist für viele von ihnen unerreichbar u. das wissen sie auch" ...

Struktur finden

Nur vereinzelt komme es vor, dass im Haus Juca Menschen aufgenommen werden, die eine Lehre oder ein Studium abgeschlossen haben. Die 19-jährige Sandra würde gerne ihre Koch-Lehre abschließen, aber derzeit schaffe sie das noch nicht: "Ich will mir wieder eine feste Struktur im Alltag angewöhnen, aber derzeit hab’ ich echt große Schlafprobleme", sagt sie. Das liege an der 10-Personen-WG, in der sie untergebracht ist. Vorerst, sagt sie, will sie deshalb als Hilfskraft arbeiten. Es ist echt viel schiefgegangen", sagt Sandra. "Aber hier im Juca durfte ich mir in meinem Zimmer ein kleines Stück "Meins" einrichten, wo ich mich zu Hause fühle."
"Wir brauchen mehr Angebote für junge Obdachlose in Wien"
Andrea Fichtinger-Müllner leitet das Haus Juca der Caritas in Wien-Ottakring. Dort finden junge Obdachlose eine Unterkunft u. werden betreut.
KURIER: Wer wohnt bei Ihnen im Haus Juca?
Andrea Fichtinger-Müllner: Das sind junge Menschen, manche haben psychische Probleme, andere kommen direkt aus Krisenzentren. Viele von ihnen haben Beziehungsabbrüche erlebt u. kaum Perspektive.
Die Menschen, die im Haus Juca Zuflucht finden, sind immer jünger. Warum ist das so?
Der Druck auf dem Arbeitsmarkt steigt, auch der auf dem Bildungsmarkt, bei vielen unserer Bewohner fehlt das soziale Netz, das sie in schwierigen Situationen auffängt. Und wenn der Druck in der Gesellschaft steigt, dann ist auch das Netz oft brüchiger. Dazu kommt, dass die die Zugangskriterien für Wiener Wohnen verschärft wurden. Für viele sind die bürokratischen Hürden ein Problem.
Reicht das Angebot für junge Obdachlose in Wien aus?
Nein, wir sind das einzige Haus für diese junge Zielgruppe u. immer zu 98 % ausgelastet. Was fehlt, ist ein niederschwelliges Angebot, das die jungen Menschen ohne große bürokratische Hürden annehmen können. Ein Bericht von Julia Schrenk kurier Raiffeisen-NGO-Jubelzeitung

Zwar etwas schön gefärbt pro Caritas, wie so oft im Raiffeisen/profil, aber immerhin, endlich wird dieses Thema auch mal ausgesprochen, da es tausende junge Landsleute betroffen sind. Hauptsache wir bauen für die Flüchtlinge und investieren Milliarden in diese!

FLÜCHTLINGE HABEN FIXE UNTERKÜNFTE --- ÖSTERREICHS OBDACHLOSE NUR NOTSCHLAFSTELLEN!


Zuletzt von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:30 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:20 pm

http://theaustrianbankerspiderweb.blogspot.co.at/2015/06/obdachlose-osterreicher-diese-statistik.html --- Salzburg: Anteil der Wohnungslosen gestiegen

1.643 Menschen ohne feste Bleibe, darunter 454 Kinder – Beihilfen u. reale Mieten klaffen auseinander
Erneut ist die Zahl der Wohnungslosen in der Mozartstadt gestiegen. Das zeigt die Erhebung des Forums Wohnungslosenhilfe.
Der Anteil der Erwachsenen ohne feste Bleibe ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gestiegen, der Anteil der Kinder gar um 21 %.

Das sei nur die Spitze des Eisbergs, sagt Gudrun Hagen vom Frauentreffpunkt Salzburg. Besonders Frauen würden vielfach in einer versteckten Wohnungslosigkeit leben u. sich keine Hilfe bei Sozialeinrichtungen holen. So würden sie auch nicht von der Erhebung erfasst werden, die Dunkelziffer sei hoch.
Viele Frauen kommen meist zwischenzeitlich bei Bekannten unter oder leben in überbelegten Wohnungen. Notschlafstellen u. Pensionszimmer sind für Frauen oft ungeeignet. Es brauche eine niederschwellige Notwohnversorgung für Frauen mit u. ohne Kinder u. kleine leistbare Wohnungen für einkommensschwache Frauen u. Familien, fordert das Forum Wohnungslosenhilfe. --- "Die Mieten u. Wohnkosten laufen dem Einkommen u. den Sozialleistungen davon", sagt Hagen.
Der zentrale Hebel, mit dem Wohnungslosigkeit vermieden werden kann, sei leistbarer Wohnraum. Der sei aber in Salzburg Mangelware. Das Forum Wohnungslosenhilfe fordert erneut, den "höchstzulässigen Wohnaufwand" in der Mindestsicherung an die realen Mietkosten anzupassen.
Eine Einzelperson in Salzburg bekommt 380 € pro Monat fürs Wohnen. Der Satz habe sich seit 10 Jahren nicht verändert. Die Mietpreise steigen aber jährlich.
Im Vergleich: In Tirol u. Vorarlberg werden die ortsüblichen Wohnkosten übernommen. In Innsbruck bekommt eine Einzelperson bis zu 495 €, in Bregenz bis zu 540 €.
Hätte man in Salzburg die Wohnkosten seit 2000 valorisiert, würden sie derzeit bei 530 € liegen.
Verhandlungen kommen nicht in die Gänge Stadt und Land Salzburg müssten sich die Zusatzkosten teilen.
Sozialstadträtin Anja Hagenauer (SPÖ) sagte zum STANDARD, sie versuche seit einem Jahr mit Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) in Verhandlungen zu treten.
Dafür brauche sie zunächst aber seriöse Zahlen, die sie bis dato nicht bekommen habe. "Ich glaube, es ist ein Problem für den Landesrat, weil er das bei seinem Finanzlandesrat Christian Stöckl (ÖVP) nicht durchbringt. Da ist es natürlich leichter, das auf die Stadt abzuschieben", sagte Hagenauer. Gleichzeitig ist es für die Sozialstadträtin Bedingung, den Wohnaufwand im gesamten Bundesland zu erhöhen und nicht nur in der Stadt.
Schellhorn ist derzeit im Urlaub. Aus seinem Büro heißt es, der Gemeindeverband sei als Finanzierungspartner für die Bezirke außerhalb der Stadt in dieser Sache bis dato nicht gesprächsbereit gewesen. Auch der Soziallandesrat wünsche sich eine Erhöhung, man werde weiter verhandeln. (Stefanie Ruep, 7.4.2016)

Hintergrund:
Als wohnungslos gelten Menschen, die auf der Straße leben, in Pensionszimmern, Notschlafstellen oder bei Bekannten notuntergebracht sind oder von unzumutbaren Wohnverhältnissen wie Überbelegung betroffen sind. Von den 1189 Erwachsenen wohnungslosen sind:
603 Österreicher, 167 EU-Bürger, 175 Drittstaatsangehörige, 158 Konventionsflüchtlinge, 86 Asylwerber.
Die Wohnungslosenerhebung wird seit Jahren ehrenamtlich von den Trägervereinen der Wohnungslosenhilfe erstellt. Das Forum Wohnungslosenhilfe schreibt dazu alle Anlaufstellen für Betroffene an, ihnen Daten zu übermitteln. Die Zahlen basieren also auf den Angaben von 40 Einrichtungen in der Stadt Salzburg. Erfasst wurden alle als wohnungslos gemeldeten Menschen zwischen 1. und 31. Oktober.
Nicht in der Erhebung enthalten sind 121 Menschen, die derzeit in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht sind, 41 Menschen wegen unzureichend ausgefüllter Datensätze, 40 Menschen aus der Winternotschlafstelle, die erst im November geöffnet wurde, und die Bettler, die sich in Salzburg aufhalten.
Die Wohnungslosenforschung wird künftig auch vom Land finanziert. Eine bundeslandweite Erhebung soll umfassendere Daten und Zahlen liefern. Diese würden dann als Grundlage für die weitere Planungen im gesamten Land Salzburg herangezogen, heißt es aus Schellhorns Büro.
Ein Bericht von stefanie ruep - derstandard.at

EINE SAUEREI DAS GANZE ! --- HAUPTSACHE WIR BAUEN FERTIGTEIL-Häuser ETC FÜR ASYLANTEN
IM RAIFFEISEN SYSTEM
DIE KIRCHE NIMMT EBENFALLS NUR DIE ASYLANTEN AUF, EINFACH NUR NOCH EINE SCHANDE


Zuletzt von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:52 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:21 pm

Ein Bericht von Salomea Krobath – Profil.at - - - Das Klischeebild des älteren Sandlers auf der Parkbank hat ausgedient: Immer öfter sind junge Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen. Wenn Leben zerbrechen, bevor sie überhaupt richtig angefangen haben.
"Manchmal denk ich noch an die Mama, weil sie doch die Mama ist", sagt Sabine. Mit blonden Haaren u. dezentem Make-up sitzt sie am Küchentisch eines Übergangs-wohnheims des Fonds Soziales Wien. Gesprochen hat sie mit der Mama seit Jahren nicht mehr. Seit damals, als der Vater an Krebs starb u. die Mutter die noch jugendliche Sabine aus der Wohnung schmiss.
Es folgte ein Spießrutenlauf von der Tante in Wien zu diversen Liebhabern von Hollabrunn bis in die Steiermark, die sie allesamt nach kurzer Zeit vor die Tür setzten. Für eine eigene Wohnung reichte das Gehalt, das sie als Verkäuferin verdiente, nicht aus, zumal epileptische Anfälle ihre regelmäßige Arbeit erschwerten. Die Mutter reagierte nicht auf die Hilferufe ihrer Tochter. Heute ist Sabine 24 Jahre alt und hatte noch nie eine Wohnung, die sie ihr Eigen nennen konnte. Sabine ist kein Einzelfall. Sozialarbeiter schlagen Alarm: Seit gut 3 Jahren zeichnet sich österreichweit ein drastischer Anstieg der Wohnungslosen ab - und die Betroffenen werden immer jünger.

Inzwischen sind bei uns auch 18-Jährige keine Seltenheit mehr
In der Caritas-Wohnungsloseneinrichtung JUCA, die Übergangswohnungen für 95 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 anbietet, fiel der Altersdurchschnitt innerhalb weniger Jahre von 27 auf 20 Jahre. "Inzwischen sind bei uns auch 18-Jährige keine Seltenheit mehr", sagt die JUCA-Leiterin Andrea Fichtinger. Auch in der kostenlosen Zahnarztpraxis der Obdachlosenhilfsorganisation "neunerhaus" zeichnet sich dieser Trend ab: "Unsere Sozialarbeiterinnen bemerken, dass immer mehr junge Menschen das Angebot annehmen. Der Altersdurchschnitt verschiebt sich kontinuierlich nach unten", bestätigt die neunerhaus-Expertin Elisabeth Hammer.
Die genaue Anzahl junger Menschen, die sich ohne Dach über dem Kopf durchschlagen, ist nicht bekannt. Die Statistik reflektiert lediglich die Nachfrage bei der Wohnungslosenhilfe und in Obdachlosenzentren. Diese ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen: Die Wiener Wohnungslosenhilfe musste ihre Kapazitäten in der vergangenen Dekade verdoppeln, von rund 2500 Plätze auf 5150 im Jahr 2014. Die Zahl der Kunden des Fonds Soziales Wien ohne Wohnung und Obdach stieg innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 8200 auf 9800.
Die Ursachen für diese erschreckende Tendenz liegen auf der Hand: die anhaltende Flaute auf dem Arbeitsmarkt, steigende Mietpreise, die Auflagenverschärfung für Gemeindewohnungen, die nun eine fünfjährige Meldung in Wien anstatt einer zweijährigen voraussetzen, kombiniert mit immer instabiler werdendem Familienzusammenhalt. Gemeinsam bilden diese Faktoren ein sicheres Rezept für prekäres Wohnen; besonders in der Hauptstadt.
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Bereits seit einigen Jahren stellen die unter 30-Jährigen ein gutes Drittel aller Obdachlosen. Dabei muss bedacht werden, dass die Wohnungslosigkeit junger Menschen besonders gut versteckt und die Dunkelziffer entsprechend hoch ist. Wer jung ist, kann monatelang und unbemerkt im privaten Netzwerk von Couch zu Couch ziehen, bei Freunden chillen, die Nacht im Club übertauchen.
Schamgefühl, Verharmlosung der Situation, Misstrauen gegenüber den Behörden oder einfach nur Unwissen über speziell auf Jugendliche abgestimmte Angebote tragen dazu bei, dass junge Wohnungslose auch dann unsichtbar bleiben, wenn der letzte Freund sie vor die Tür gesetzt hat.
Auffällig ist der überdurchschnittlich hohe Anteil an Mädchen: Während bei den über 30-Jährigen doppelt so viele Männer wie Frauen einen Antrag auf Wohnungslosenhilfe stellen, liegen bei jüngeren Antragsstellern die Frauen knapp voran. "Dass diese jungen Mädchen weibliche Obdachlosigkeit sichtbar machen, ist ein durchwegs positives Signal", meint Hammer. Denn Frauen flüchten sich immer noch häufig in - mitunter gewalttätige - Zweckpartnerschaften und werden so für die Statistik unsichtbar.

Es war unheimlich, wie schnell das ging: Zuerst hat man Partner und Job, dann nichts mehr.
Gemeinsam haben die jungen Menschen, mit denen profil sprach, einen fehlenden Rückhalt der Familie. In kritischen Situationen waren diese Jugendlichen schon früh auf sich allein gestellt: in Durchhängephasen während der Pubertät, Episoden der Orientierungslosigkeit sowie bei Beziehungskrisen, in denen die Familie im Idealfall stützend eingreift und nicht nur Geborgenheit und Sicherheit schenkt, sondern im Ernstfall auch finanziell aushilft.
Die Wege in die Obdachlosigkeit sind vielfältig. Für manche, wie die 36-jährige Zahnarztassistentin Sandra, verlief der Abstieg kurz und abrupt. Einige Monate hielt sie den arbeitslosen Liebsten aus und verlor kurz darauf nach einem Burn-out-bedingten Krankenstand den Job. Die 17.000 Euro Kredit, die mitliefen, taten den Rest. "Es war unheimlich, wie schnell das ging: Zuerst hat man Partner und Job, dann nichts mehr. Speziell nachts holt dich das ein, dann kreisen die Gedanken", erzählt die Blondine, die inzwischen in Wien in der Übergangswohnung Billrothstraße des neunerhauses untergekommen ist.
In anderen Fällen beginnt bereits in frühen Jahren eine Abwärtsspirale aus Gewalt, Vernachlässigung und Einsamkeit. Nicht selten flüchten Jugendliche vor gewalttätigen Eltern in die Obdachlosigkeit. "Wenn Probleme in der Familie zu massiv werden, scheint es die Lösung zu sein, auf die Straße zu gehen. Aus der Logik des Betroffenen ist das gut nachvollziehbar, bis er draufkommt, dass er sich damit eigentlich das nächste Problem schafft", so Kurt Gutlederer, Leiter der Wiener Wohnungslosenhilfe.

Menschen, die später wohnungslos werden, hatten einmal eine Arbeits- und Familienstruktur, die zwar verloren ging, auf die sie jedoch in Phasen der Stabilisierung zurückgreifen können. In Verhältnissen, in denen die Familie bei Fehlentscheidungen Jugendlicher nicht einspringen will oder kann, münden diese überraschend schnell in Wohnungslosigkeit, wie das Beispiel der 24-jährigen Anna zeigt: Nachdem die ehemalige McDonald’s-Mitarbeiterin mit 19 Jahren einer vermeintlich profitablen Geschäftsidee aufgesessen war, die sich als illegales Pyramidensystem entpuppte, begann schon nach vier Monaten ein Teufelskreis ohne Einkommen, ohne Erspartes und schließlich auch ohne Wohnung. Zum Vater bestand kein Kontakt, und die Mutter konnte nicht helfen - sie lebt selber im Obdachlosenheim.
Frühe Erfahrungen auf der Straße wirken sich auf die gesamte Lebensentwicklung aus. Sozialarbeiterin Elisabeth Hammer: "Menschen, die später wohnungslos werden, hatten einmal eine Arbeits- und Familienstruktur, die zwar verloren ging, auf die sie jedoch in Phasen der Stabilisierung zurückgreifen können. Aber für junge Erwachsene bricht da etwas zusammen, das noch nie solide aufgebaut war."
Auch Kurt Gutlederer warnt: "Die Gefahr, auch in anderen Bereichen Schwierigkeiten zu bekommen, ist sehr groß. Alkohol hilft gegen das Unbehagen auf der Straße. Das kann sich im nächsten Schritt verselbstständigen."

Meistens kommen junge Menschen zu spät ins Hilfssystem.
Wie kann Stabilität in einem Leben geschaffen werden, dem feste Strukturen und Geborgenheit fehlen? Wer stets mit der Frage beschäftigt ist, wo er die nächste Nacht verbringen wird, ist nicht in der Lage, weitreichende Zukunftspläne zu schmieden. Stattdessen geht es ums Überleben - jeden Tag aufs Neue.
"Meistens kommen junge Menschen zu spät ins Hilfssystem. Zu lange tragen sie dann schon die psychische Belastung der harten Zeit auf der Straße sowie Missbrauchs- und Gewalterfahrungen mit sich herum. Da arbeitet man oft nur noch aufs Gefängnis hin", erzählt Thomas Adrian. Der 34-Jährige leitet die Caritas Jugendnotschlafstelle "Away", in der Wohnungslose zwischen 15 und 18 Jahren nächteweise Schutz finden. An vorderster Front beobachtet er die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen: "Der Druck auf die Eltern hat enorm zugenommen. Und so müssen auch die Kinder in der Schule brillieren und früh auf eigenen Beinen stehen."
Junge Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus flüchten sich in die Notschlafstelle: Jugendliche feiern ihren 18. Geburtstag im Away, "weil die Eltern wissen: Jetzt sind sie nicht mehr verantwortlich", so Adrian. Mädchen auf der Flucht vor Zuhältern treffen hier auf Gymnasiasten aus gutem Hause, die in der Gemeinschaftsküche für ihre Matura lernen. Viele Teenager, vor allem Burschen, kämen aus Familien, in denen sie nach Strich und Faden verhätschelt würden - "bis sie nicht mehr 'süß' sind und plötzlich die gesamte Verantwortung übertragen bekommen. Das überfordert heillos."
Vorbei ist die Zeit der Punks, Gruftis und Drogen-Junkies, die auf das System pfeifen und die Freiheit der Straße wählen. Drogenkonsum spiele unter jungen Wohnungslosen heutzutage kaum eine Rolle, erzählt Adrian. Die jungen Obdachlosen von heute suchen nicht nach Rebellion - sie wollen einfach nur dazugehören. Ihre Träume sind, wie ihre Kleidung, angepasst und unauffällig: Sie handeln von Liebe, Geborgenheit, einem Job und der ersten eigenen Wohnung.

Namen von der Redaktion geändert.
MORITZ, 27: "ICH HAB NACH LINKS GESCHAUT, NACH RECHTS, UND MIR GEDACHT: WAS JETZT?"
Wahrscheinlich bin ich das beste Beispiel, dass man manchmal mehrere Chancen braucht. Meine Mutter hat mich mit dem Kochlöffel geschlagen. Den Vater kannte ich nicht, und von den Alimenten haben meine zwei Geschwister und ich nie etwas gesehen. Meine Hose hat ausgeschaut wie ein Pickerlfest, so oft wurde sie geflickt, und auf unserem Kühlschrank war ein Schloss angebracht, zu dem nur meine Mutter den Schlüssel hatte. Wann wir essen durften, hat sie bestimmt.
Mit 17 bin ich zum Bundesheer gegangen. Danach hat meine Mutter mich einfach nicht mehr nach Hause gelassen. Sie hat geschrien, meine Kästen geöffnet und das Gewand in Plastiksackerl geschmissen. Ja, und so bin ich mit 17 auf der Straße gelandet. Da stand ich, mit meinen Sackerln, hab nach links geschaut, nach rechts, und mir gedacht: Was jetzt?

Mein Leben kommt mir wie ein ewiger Rückschlag vor
Ein paar Wochen lang hab ich in Parks geschlafen oder unter Brücken. Es war nass und kalt. Ich hab nicht gewusst, wo mein Platz ist im Leben oder wie es weitergehen soll. Von Einrichtungen für junge Leute weißt du ja nichts, bis du nicht selber in der Situation bist. Ein Freund hat mir das JUCA der Caritas empfohlen, da war ich so 20. Dort ging alles super: Ich hab eine Freundin kennengelernt, bin mit ihr in eine Wohnung gezogen, wir haben ein Kind bekommen und ich habe als Koch gearbeitet. Endlich hatte ich familiäre Geborgenheit. Als sie mich verlassen hat, ist eine Welt zusammengebrochen. Bald hab ich die Arbeit verloren, dann die Wohnung.
Irgendwann sagte auch der Freund, bei dem ich untergekommen bin: Micky, ich schaff’s nicht mehr. Also wieder auf die Straße, wieder zum Notquartier, dann zu JUCA. Und was mach ich Trottel? Lern wieder eine Frau kennen, zieh mit ihr zusammen. Unsere Tochter Celine ist jetzt drei Jahre alt. Als meine Ex mich vor zwei Jahren verlassen hat, hab ich angefangen zu trinken. Mein Leben kommt mir wie ein ewiger Rückschlag vor: Eine Stufe geht’s rauf und drei runter. Jetzt bin ich zum dritten Mal im JUCA. Und werde sicher nicht mehr den gleichen Fehler machen.

TANJA, 33: "DAS EWIGE HERUMHANTELN VON MANN ZU MANN SCHLAUCHT."
In der Schule lief es nicht gut und ich bin mit den falschen Leuten abgehangen. Die meisten sind heute tot. Mein Vater war Polizist, meine Mutter Hausfrau. Unsere Wohnung war winzig, und so war es richtig cool, als meine Eltern mir erlaubten, mit 14 zu meinem Freund zu ziehen. Im 19. Bezirk hatten wir eine kleine Wohnung und ich arbeitete bei Billa. Eigentlich lief das ganz gut, bis auf die Drogen. Ich hab schon immer alles ausprobiert: Kokain, Ecstasy. Mit 18 habe ich das erste Mal Entzugserscheinungen gespürt.
Irgendwann geht dir die Kraft aus - mit 19 hab ich den Job verloren, konnte die Wohnung aber weiterhin behalten. Erst als ich mit 22 schwanger wurde, habe ich mit den Drogen aufgehört. Da habe ich bei meinem anderen Freund gewohnt, aber das ging dann auseinander, er hat mich rausgehaut. Ein Eltern-Kind-Zentrum hat so fremd und nach Kontrolle geklungen, nicht nach einem Zuhause, also ist der Bub bei meiner Mutter geblieben, und ich habe versucht, mich privat durchzuschlagen. Mein nächster Freund hatte ein großes Haus, doch nach zwei Jahren war sein Job plötzlich weg und er hat mir von einem Tag auf den anderen mitgeteilt, dass er das Haus verkauft. Nächte- oder wochenweise bin ich bei Freunden oder Exfreunden untergekommen. Das ewige Herumhanteln von Mann zu Mann schlaucht.

Es war schon so weit, dass ich nicht mehr leben wollte.
Mein letzter Freund hat mich nach zwei, drei Wochen rausgehaut, dann wieder aufgenommen, zwei Wochen drauf das Gleiche. Das war keine lustige Zeit - ich lebte mit dem Gefühl, jederzeit rausgeschmissen zu werden, musste mich immer unterordnen und alle paar Wochen herumziehen. Es war schon so weit, dass ich nicht mehr leben wollte. Ich hab mich so isoliert und alleine gefühlt. Meine Sachen habe ich bei jeder Station stückchenweise zurückgelassen. Als ich in das Übergangswohnhaus des neunerhauses eingezogen bin, hatte ich nur noch ein paar Handtücher, ein Leintuch und ein bisschen Geschirr.

CHRISTOPH, 25: "OFT HABE ICH IN DER BUSSTATION BEI MEINER ALTEN WOHNSTRASSE GESCHLAFEN."
"Emotionsloses Arschloch" hat mich mein Vater genannt, meine Mutter immerhin nur "Arschloch". Dabei hatte ich gute Noten und mit Drogen oder Alkohol nichts am Hut. Erst später ist es immer schlechter geworden: In der Schule wurde ich gemobbt, mit meinen Eltern habe ich nie ein Wort gewechselt, wir haben einfach aneinander vorbeigelebt. Im Bundesheer fand ich es super: Es war weniger streng als zu Hause. Als ich ausgezogen bin, sagte meine Mutter: "Wenn du auf der Straße landest, komm ja nicht zu uns." Ich habe begonnen, als Versicherungsberater bei der Uniqa zu arbeiten und bald ein Mädchen kennengelernt. Aber das Pech spielt immer mit: Als sie Schluss gemacht hat, habe ich Depressionen bekommen.

Als Obdachloser fühlt man sich wertlos.
Marihuana hilft, sich vorübergehend aus der Welt rauszunehmen, wenn man seine Gedanken nicht mehr erträgt. Ich hab viel geraucht, den Job verloren. Aus der Wohnung rausgeschmissen wurde ich 2012, da war ich 22 und drei Monate mit der Miete im Rückstand. Als Obdachloser fühlt man sich wertlos. Oft habe ich in der Busstation bei meiner alten Wohnstraße geschlafen. Tagsüber bin ich mit den Öffis herumgefahren, hab aus dem Fenster gesehen und möglichst schöne Gedanken gesponnen: Was würde ich tun, wenn ich reich wäre oder eine Superkraft hätte. Das sollte mich aufbauen. Aber tief drin war ich wütend auf die Welt.
Ich bin gelernter Chemotechniker. Die Jobs sind supergut bezahlt, deswegen wird auch nie eine Stelle frei. Ich möchte jetzt eher umsatteln in Richtung Erziehung. Im Juni 2017 bekomme ich eine Gemeindewohnung. Ich musste so lange warten, denn durch meine Obdachlosigkeit hatte ich eine Lücke in meiner Meldegeschichte. Ist man obdachlos, zählt man fürs Wiener Wohnen nicht als Wiener. Seit ich ausgezogen bin, hat meine Mutter ein Mal angerufen. Ich hab ihr ausrichten lassen, dass es mir jetzt gutgeht."

SUSA,17: "DIE NACHT IST LANG UND KALT, WENN MAN KEIN ZUHAUSE HAT."
Mein Vater hat mich geschlagen und sich absurde Bestrafungen einfallen lassen, wie stundenlanges Knien oder Sätze wie "Ich darf nicht widersprechen" wieder und wieder, die Nacht hindurch, auf Papier zu schreiben. In der Schule war ich - nun ja, verhaltenskreativ. Mit elf kam ich in ein Internat, doch nach einem Jahr holte mein Vater mich wieder. Wegen des Geldes. Von da an wurde es immer schlimmer mit den Strafen. Ich bin abgehauen, zuerst zu einer Freundin, dann in ein Krisenzentrum in Brunn am Gebirge. Dort waren sie übertrieben streng, bei jeder Kleinigkeit gab es wochenlange Ausgangssperre, dabei war ich ja genau vor so etwas weggelaufen. Also bin ich auf die Straße gekommen.
Das Jugendamt wollte mich immer wieder zu meinem Vater stecken. Sie haben gemeint, es gäbe keine Gefährdung für mich. Dabei hatte ich nicht einmal ein Zimmer in unserer Wohnung, musste auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. Aber sie haben mir nicht geglaubt. Bis ich so schlimm ausgesehen hab, dass sie mich in die Psychiatrie gesteckt haben. Mir war das egal, ich war nur froh, ein Dach über dem Kopf zu bekommen.
Ich hab schon viele Tiefpunkte erlebt. Wir haben Drogen genommen, sind mit älteren Typen mitgegangen. Einmal haben sie meine Freundin und mich krankenhausreif geprügelt, weil wir uns geweigert haben, mit ihnen zu schlafen.

Egal wohin, Hauptsache, der Weg ist lang.
Die Nacht ist lang und kalt, wenn man kein Zuhause hat. Wenn man auch mit 40 Grad Fieber und Angina auf der Straße sein muss. Ich hatte nie Geld, musste immer schnorren oder fladern. Man fährt mit dem Nachtbus hin und her, steigt in irgendeine S-Bahn. Egal wohin, Hauptsache, der Weg ist lang. Durch Schwarzfahren habe ich sieben-bis achttausend Euro Schulden angehäuft. Ich denke, Menschen, die weniger selbstbewusst und positiv sind als ich, wären an diesem Leben zerbrochen. Mir geht es gut. Jeden Tag habe ich mir gesagt: Hey, gerade läuft’s nicht so gut, aber vielleicht ist morgen alles anders.
Bis März wohne ich in einer WG der MA 11. Beim Eintreten musst du dich ausziehen und sie durchsuchen dich nach Drogen. Ist mir egal, ich nehme eh nichts. Bald werde ich volljährig und bekomme dann mit der Mindestsicherung erstmals Geld. Mein Ziel ist Tirol. Dort will ich auf einer Almhütte kellnern.

Solltet Ihr, Menschen die auf der Strasse leben oder schlafen, bei diesen Minusgraden sehen, ruft das Kältetelefon an.
Von 8-18 Uhr ist das möglich. Sonst gibt es Anrufbeantworter, da könnt ihr Nachricht hinterlassen oder eine E-Mail senden  mailto:kaeltetelefon@caritas-wien.at
(ein Hohn!).
info: https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/obdach-wohnen/mobile-notversorgung/kaeltetelefon/
Interessant jedoch ist, alle unsere "Flüchtlingseinrichtungen" dieser NGOs sind 24/7 betreut (auf Steuerzahler Kosten) !!!
Wie auch immer, nach 18 Uhr ist wohl am sichersten 144 anzurufen, damit sicher geholfen wird!


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Re: Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 3:38 pm

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Ein Wiener Obdachloser erhebt in einem Unzensuriert.at vorliegenden Video-Interview schwere Vorwürfe gegen die Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ). Er habe die Politikerin bei einer SPÖ-Wahlkampfaktion mit seiner misslichen Lage konfrontiert. Sie habe ihn jedoch weggeschickt. Er solle den Platz verlassen und „nach hinten gehen zum McDonald’s, zum Mistkübel, weil da gehöre ich hin“.

Der Mann, der nach eigenen Angaben seit 3 Monaten auf der Straße lebt, habe bei den Sozialdemokraten sein Anliegen vortragen wollen, „dass man zuerst auf die eigenen Leute schauen muss, bevor man Flüchtlinge aufnimmt“. Er beklagt zudem, dass er – seit Ausbruch der Flüchtlingskrise – in den Obdachlosen-Unterkünften für Nächtigung u. Essen bezahlen müsse. Beim Wiener Westbahnhof, wo seit Wochen unzählige Einwanderer von Hilfsdiensten betreut werden, sei die Polizei mit Hunden gekommen, als auch er mit anderen österr. Obdachlosen um eine Suppe gebeten habe, „weil das ist nur für Flüchtlinge“.

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Die Aussagen von Zeugen auf den Bahnhöfen in Salzburg u. Wien sorgten für Debatten im Web: Bei den Gratis-Ausspeisungen für die Zehntausenden Flüchtlinge hätten Caritas-Mitarbeiter heimische Obdachlose "weggeschickt". "Nein, auch diese Armen können mitessen", sagt nun Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner zur "Krone".

Natürlich sei das "sehr, sehr schwierig", wer wie oft an diesen Not-Verpflegsstellen auf den Bahnhöfen essen darf, sagt Caritas-Manager Schwertner: "Selbstverständlich dürfen sich dort alle Armen ein Lebensmittelpaket abholen, auch heimische Obdachlose. Das hat ein freiwilliger Helfer offenbar falsch verstanden

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Erste Anzeichen für beginnende Konkurrenz im Sozialwesen
Klagenfurt (OTS) - "In der Flüchtlingspolitik versucht die rot-grün-schwarze Koalition in Kärnten unangenehme Wahrheit zu verschweigen u. die Dinge schön zu reden. Faktum ist, dass mit den Tausenden Neuankömmlingen auch eine neue Konkurrenz für die Bedürftigen um Wohnraum, finanzieller Unterstützungen etc. entsteht.

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konkrete Beispiele: Während man in Althofen Hunderttausende Euro aufbringt, um feste Unterkünfte zur Asylwerber zu schaffen, verweigert LHStv Prettner einer 6-köpfigen Familie in St.Veit jede Hilfe, sodass diese ihr Dach über den Kopf verliert. Die 4 minderjährigen Kinder, darunter ein schwer krankes, müssen fremd untergebracht werden, weil ihre Eltern auf der Straße stehen.
Einer von Delogierung bedrohter Frau in Klagenfurt wird ebenfalls Unterstützung abgelehnt. Als sie sich beschwert, dass man sehr wohl viel Geld für Flüchtlinge aufwendet, bekommt sie im Büro Prettners zu hören: "Wenn sie jetzt von Flüchtlingen reden, werde ich zornig. Sie bekommen nichts"!

"Die jetzige Sozialpolitik Kärntens konzentriert sich nur auf Flüchtlingshilfe. Man darf aber die Probleme der eigenen Bevölkerung nicht übersehen", stellt Ragger fest. Er forderte die rot-grün-schwarze Koalition in Kärnten, der Bevölkerung die Wahrheit über die Kosten zu sagen, der durch den Migrantenansturm entsteht. So explodieren Ausgaben für die Grundversorgung und in weiterer Folge für die Mindestsicherung.
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Re: Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Mo Nov 21, 2016 2:20 pm

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2810238/ --- Notschlafstelle: Zahlreiche Bedürftige ohne Platz

Bei der Notschlafstelle in Bregenz müssen das ganze Jahr über zahlreiche Menschen abgewiesen werden, weil alle Schlafplätze belegt sind. Heuer habe man jeden Monat rund 20 Bedürftige wegschicken müssen, heißt es bei dowas, dem Verein für Wohnungs- u. Arbeitslose.

Bis Ende Sept. wurden in der dowas- Notschlaf- u. Beratunggstelle mehr als 1.200 Klienten betreut - das seien bereits nach 9 Monaten mehr Klienten als im ganzen vergangenen Jahr, sagt dowas-Geschäftsführer Michael Diettrich. Besonders angespannt sei die Situation hinsichtlich der Schlafplätze: Die 11 Betten der Notschlafsstelle in Bregenz sind laut Diettrich durchgehend voll - unabhängig von der Jahreszeit. Damit sei die Situation annähernd gleich wie schon im vergangenen Jahr, Entspannung keine in Sicht.

Gerade der Wohnungsmarkt in Vorarlberg ist laut Diettrich katastrophal, die Wohnungen seien momentan das Hauptproblem: „Ich denke, wir werden da noch eine ganze Zeit schauen müssen, wie wir das Problem geregelt bekommen“, so Diettrich. Er sehe momentan auch keine Perpektive, dass sich viel ändere: „Wir werden das Problem noch eine ganze zeit aushalten müssen“.
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Hinzu komme nun auch die zunehmende Armutsmigration. Immer mehr Menschen flüchten aus wirtschaftlichen Gründen aus ihrem Land u. kommen nach Vorarlberg, haben dann aber auch hier keine Perspektive u. suchen bei dowas Hilfe. Das gilt auch für bereits anerkannte Konventionsflüchtlinge. --- Es gebe derzeit einen großen Anteil an Konventionsflüchtlingen in der Beratungsstelle, in der Notschlafstelle sei der Anteil noch geringer, aber steigend.

Diettrich ortet teils fremdenfeindliche Stimmung
Mittlerweile deutlich spürbar sei die wachsende Konkurrenz im Wettbewerb um Wohnung, Arbeit u. Sozialleistungen. Eine teils fremdenfeindliche Stimmung mache sich auch unter den Bedürftigen bemerkbar, so Diettrich, das gelte vor allem für die Beratungsstelle, weniger für die Notschlafplätze. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, wo es viele Konflikte gegeben habe, sei die Lage zwar wieder ruhiger geworden, „aber die Stimmung ist bei uns nicht anders, als wir sie im ganzen Land beobachten können“, so der dowas-Geschäftsführer.
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Re: Obdachlose Österreicher

Beitrag von Dissident am Fr Feb 16, 2018 10:32 am

http://salzburg.orf.at/news/stories/2895462/

Zu wenig Schlafplätze für Obdachlose in Salzburg

Rund 30 Obdachlose müssen derzeit in der Stadt Salzburg im Freien übernachten.
Die Notschlafstellen von Caritas und Stadt können nicht alle von Ihnen aufnehmen, trotzdem versuchen die Hilfsorganisationen bestmöglich zu helfen.

Rund 130 Menschen in der Stadt Salzburg sind derzeit obdachlos, schätzt Torsten Bichler, Leiter des Obdachlosenheimes „Haus Franziskus“ im Salzburger Stadtteil Parsch. Letzteres sei mit 80 Menschen derzeit voll ausgelastet, ebenso die Notschlafstelle der Stadt Salzburg in der Linzer Gasse.

Platz für 100 Obdachlose in Salzburg

Bei 100 Personen stoßen die Hilfsorganisationen an die Obergrenze bedauert Torsten Bichler: „Letztes Wochenende mussten wir über 10 Personen wegschicken weil wir voll waren“. Trotzdem versuche man, diesen Menschen bestmöglich zu helfen, „indem wir ihnen Schlafsäcke, decken und Isomatten geben und sie mit trockenen Sachen und heißen Getränken versorgen um sie in den derzeit kalten Nächten warmzuhalten.“

.. „Tendenziell ist zu befürchten, dass diese Zahlen noch steigen werden weil die geringen Arbeitseinkommen und die hohen Wohnkosten in Salzburg den Druck auf die Niedrig-Einkommensbezieher erhöhen. Damit steigt die Gefahr aus dem System herauszufallen“, sagt Bichler ..
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