Filmkomödie „Hereinspaziert!“

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Filmkomödie „Hereinspaziert!“

Beitrag von Bürger am Mi Sep 20, 2017 5:54 pm

Zu meinem Einstand hier im Forum eine Komödie, die ich mir unbedingt ansehen möchte. Sieht aus, als wäre das eine selbst-ironische Nachdenk-Lektion!

http://www.filmstarts.de/kritiken/246797.html

Hereinspaziert!

Inhaltsangabe & Details
FSK ab 6 freigegeben
Der wohlhabende Autor Jean-Etienne Fougerole (Christian Clavier) hat gerade ein neues Buch geschrieben, in dem er die französische Elite dazu auffordert, ihre luxuriösen Wohnungen zu öffnen: Lasst die Armen und Obdachlosen bei euch wohnen! Während einer Fernsehdebatte im Zuge der Promotion des neuen Buches wird der Intellektuelle jedoch von seinem verhassten Widersacher herausgefordert, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Um nicht das Gesicht zu verlieren, stimmt Jean-Etienne notgedrungen zu. Und so nimmt er gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Daphné (Elsa Zylberstein), eine vielköpfige Roma-Familie um Patriarch Babik (Ary Abittan) auf, die es sich mitsamt Wohnwagen und Hausschwein im weitläufigen Garten der Fougeroles gemütlich macht. Da ist das Chaos natürlich vorprogrammiert…

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Re: Filmkomödie „Hereinspaziert!“

Beitrag von Dissident am Do Sep 21, 2017 8:52 am

Wink  Willkommen Bürger! - Ich hab mir gerade den Trailer angeschaut: https://www.youtube.com/watch?v=bw1TdXyXT8Y
Für Willkommen-Klatscher vielleicht lustig - für Gegner der Überfremdung ein Alptraum und gleichzeitig Öl ins Feuer...

Leider wird der Film bereits als "rassistisch" beurteilt. Deshalb hier erstmal zur Sicherheit die Wikipedia-Beurteilung.
Solange man es dort Ansehen darf, kann darüber Diskutieren nicht strafbar sein ...
Bin schon gespannt, wann der shitstorm in hiesigen Medien anfängt und ob der Film in DöDR überhaupt gezeigt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hereinspaziert!  Hereinspaziert! (Originaltitel: À bras ouverts) ist eine französisch-belgische Filmkomödie aus dem Jahr 2017. Regie führte Philippe de Chauveron, die Hauptrollen spielen Christian Clavier u. Elsa Zylberstein. Der Film handelt von einer in gehobenen Verhältnissen lebenden franz. Familie, die unfreiwillig eine bislang obdachlose Roma-Familie auf ihrem Grundstück beherbergt.

Handlung
Der politisch linksliberale Professor u. Schriftsteller Jean-Étienne Fougerole, der mit seiner Familie in einem luxuriösen Anwesen lebt, plädiert in seinem neuesten Buch Hereinspaziert! für die Aufnahme von obdachlosen u. ausländischen Menschen in Frankreich. In einem Streitgespräch, das er live im Fernsehen mit einem konservativen Gegner seiner Ansichten führt, lässt er sich spontan zu der Zusage hinreißen, bedingungslos hilfsbedürftige Roma in seiner Villa aufzunehmen. Bald darauf bitten ihn der obdachlose Mann Babik u. dessen, in schäbigen Verhältnissen lebende Roma-Familie um Einlass in sein Grundstück. Sehr zum Unmut seiner Frau Daphné lässt Jean-Étienne die Familie gewähren. Die Familie spricht Jean-Étienne im weiteren Verlauf meist mit dem Namen Hereinspaziert an. Sie wohnt daraufhin in ihrem Wohnwagen, der auf der bislang gepflegten Wiese vor der Villa parkt. Dort hält Babiks Familie zudem ein ausgewachsenes Schwein als Haustier. Während die Roma ihren Aufenthalt genießen, fällt es dem Ehepaar Fougerole schwer, deren Sitten u. Gebräuche zu akzeptieren. Die Ehe der Fougeroles wird auf eine noch härtere Probe gestellt, als die Toilette im Wohnwagen ausfällt u. die Roma die Toiletten in der Villa mitnutzen. Dennoch entwickelt sich zwischen den beiden Familien eine freundschaftliche Beziehung. Bald macht Jean-Étiennes TV-Gegner öffentlich, daß ein Mann aus der Roma-Familie gar kein Roma, sondern ein Franzose ist. Indes verliebt sich Jean-Étiennes Sohn Lionel in Babiks Tochter. Sie verstoßen gegen Babiks Verbot, vorehelichen Sex zu haben. Während Jean-Étienne die Liebe der Beiden akzeptiert, ist Babik zunächst wütend über den Sex. Bald ändert er aber seine Meinung. Schließlich heiratet Lionel, der des geordneten Lebens in seines Vaters Villa überdrüssig ist, Babiks Tochter in Rumänien. Lionels Eltern nehmen an der rauschenden Hochzeit mit Freuden teil.

Kinostart in Frankreich war am 5. April 2017, in Deutschland ist es der 21. September 2017.

Rezeption
Franz. Zeitungen waren von dem Film bei seiner Erstveröffentlichung nicht besonders angetan u. beurteilten ihn als rassistisch. Die Zeitung Le Monde etwa befand ihn für den unangenehmsten der bisher 3 Filme, in denen sich der Regisseur mit nach Frankreich gekommenen Migranten befasst. Unter anderem die Figur des Roma-Vaters Babik sei von rassischen Stereotypen wie etwa Dreitagebart u. Metallzähnen geprägt. Im Le Parisien hieß es, daß es dem Film nicht gelungen sei, Rassismus zu vermeiden. Babik u. seine Familie würden zunehmend abscheulich, unsympathisch u. sogar angsteinflößend dargestellt u. der Film würde ein verabscheuungswürdiges Bild der ohnehin schon stigmatisierten Roma-Gesellschaft zeichnen.
Die deutsche Filmzeitschrift epd film urteilte, daß der Film das Thema Rassismus in der französischen bzw. europäischen Gesellschaft nur oberflächlich behandele: „Vergeblich wünscht man sich, daß der Film mehr wagt, daß er frecher, roher, bissiger mit seinen Helden und dem Zuschauer umspringt.“
--- soweit Wikipedia...

Hauptrollen:
Christian Clavier https://en.wikipedia.org/wiki/Christian_Clavier ..  is a friend of former French président Nicolas Sarkozy ..

Elsa Zylberstein https://de.wikipedia.org/wiki/Elsa_Zylberstein .. Ihr Vater ist der jüdisch-polnische Physiker Albert Zylberstein ..
https://en.wikipedia.org/wiki/Elsa_Zylberstein .. she dated Georges-Marc Benamou, advisor to French president Nicolas Sarkozy, although she is a staunch supporter of the Socialist Party ..

Ary Abittan https://fr.wikipedia.org/wiki/Ary_Abittan .. est issu d'une famille juive d'Afrique du Nord ..

Weitere Rollen (überwiegend rumänisch besetzt):  http://www.filmstarts.de/kritiken/246797/castcrew.html
Cyril Lecomte
Nanou Garcia
Oscar Berthe
Mirela Nicolau
NIkita Dragomir
Ioana Visalon
Marian Samu
Anais Dospinescu
Raisa Mihai
Inan Cicek
Marc Arnaud
Armen Georgian
Jason Divengele
Sofia Manousha

Drehbuch: Guy Laurent
Drehbuchautor: Marc de Chauveron
Co-Drehbuchautor: Philippe de Chauveron
Soundtrack: Hervé Rakotofiringa
Produzent: Patrice Ledoux
Co-Produzent: Sylvain Goldberg, u.a.
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Re: Filmkomödie „Hereinspaziert!“

Beitrag von Dissident am Mi Dez 06, 2017 3:17 pm

Wink  War zu erwarten...

http://derstandard.at/2000064797518/Rassismus-Vorwurf-gegen-Filmkomoedie-Hereinspaziert

.. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert den kürzlich im Kino angelaufenen Film "Hereinspaziert!" als "zutiefst rassistische Komödie".
Der Film produziere und reproduziere "rassistische und antiziganistische Stereotype", hieß es am Dienstag. "Zugewanderte rumänische Roma werden in der Produktion durchweg als nicht integrierbare Gegenkultur zur westlichen Zivilisation konstruiert."  ..

Leserkommentar: "Zugewanderte rumänische Roma sind leider auch nur schwer zu integrieren."

http://derstandard.at/2000064361300/Hereinspaziert-Schlechte-Zaehne-sind-nicht-lustig .. Toleranz muss schließlich gelebt werden, auch wenn man die Wertgegenstände lieber in Sicherheit bringt ..

Leserkommentare: "Eine Komödie ohne Klischees ... ist wohl sowas wie eine Bier ohne Alkohol."

"Wenn die Kritiker den Film nicht mögen, werde ich ihn lieben. Das war immer schon so."

http://orf.at/stories/2407471/2407475/ .. seit einigen Jahren kommen aus Frankreich Komödien, die vor allem Klischees bedienen und damit Vorurteile zementieren..
Dreckige Zähne, glitzernde Goldkronen, Hut, Ringe an jedem Finger und Stoppelbart: Babik (gespielt von Ary Abittan) sieht aus wie die verächtliche Karikatur eines Rom ..
.. feststellt, dass das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen doch nicht so einfach ist ..
.. mit „Hereinspaziert!“, der nun auch in Österreich ins Kino kommt, sind Laurent und Chauveron zu weit gegangen: Als antiziganistische, rassistische Hetze wurde die Komödie in Frankreich kritisiert ..
Der kulturelle Clash zwischen progressiven Linken und traditionellen Roma ist so unvermeidlich wie vorhersehbar, und die ungebetenen Gäste benehmen sich wie der sprichwörtliche Rotz am Ärmel ..
.. Den „Esprit von Charlie Hebdo“ attestiert ein Kommentator in der rechten Zeitschrift „Le Causeur“ dem Film, und macht sich über die entsetzten Rezensionen in Zeitungen wie „Le Monde“ und „Le Figaro“ lustig: „Wir wollen das Recht, über alles zu lachen.“..
.. "Die Leute gehen gern in solche Filme, weil sie sich gern mit ihrem Rassismus wohlfühlen.." --

http://www.filmstarts.de/kritiken/246797/kritik.html .. geht es nun auch in „Hereinspaziert!“ um den Unterschied von behaupteter und tatsächlich gelebter Offenheit gegenüber dem Fremden. Doch diesmal gehen die satirischen Elemente so gewaltig daneben, dass die Komödie letztendlich Vorurteile u. Klischees bestätigt statt sie zu entlarven und in Frage zu stellen ..
.. Ein typischer Running Gag aus „Hereinspaziert!“ sieht etwa so aus: Der als zurückgeblieben porträtierte Piti (Marian Samu) hat den lieben langen Tag nichts Besseres zu tun, als durch den Garten der Familie Fougerole zu schleichen u. Maulwürfe zu jagen. Aber damit nicht genug, anschließend werden die Tierchen auch noch zur Delikatesse verarbeitet u. sogar Gästen serviert. Eine Anspielung auf Sinti u. Roma ist das nicht, dort werden genauso wenig Maulwürfe verspeist wie in jeder anderen Kultur der Erde ..
sieht das Happy End dann so aus, daß Piti im Park Maulwürfe jagen darf, während Familienoberhaupt Babik als Sicherheitsmann in einem Museum sein Gewaltpotential an kleinen Kindern abarbeiten kann. Auch daß die Teenager-Tochter fortan vom Sohn der Fougeroles zu Hause unterrichtet wird, ist nur auf den ersten Blick ein erfreulicher Kompromiss – wird hier doch nur noch einmal mehr unterstrichen, daß die Roma eben nicht in französische Schulen passen ..
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