Rund um den Garten

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Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:18 am

Kombination Teich - Hochbeet - Heckenschnitt u.a.

So manche Arbeiten lassen sich gut mit anderen Dingen kombinieren
und man schlägt praktisch 2 Fliegen mit einer Klappe...

Will man ein Hochbeet anlegen, braucht man dazu organisches Füllmaterial und Erde zum Auffüllen.
Macht man einen Gartenteich - wohin mit dem Aushub?

Optimale Kombination:
Hecke schneiden und den Heckenschnitt als unterste Lage im Hochbeet reinpacken,
ev. Bäume entasten und dieses Material auch gleich ins Hochbeet rein.
Legt Euch gleichzeitig einen Gartenteich an.
Der Aushub wird sofort ins Hochbeet umgefüllt. Bei mehr Aushub, eventuell Hügelbeete machen.
Teichplane rein, Wasser marsch und schon habt Ihr einen Teich und mindestens ein befülltes Hochbeet


Zuletzt von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:25 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:21 am

Nasskaltes Wetter vertragende Pflanzen

Nasskaltes Wetter vertragende Pflanzen

Leider haben wir in den letzten Jahren immer mehr Regen und nasskaltes Wetter.
Daher sollte sich jeder drauf einstellen und im Nutz- und Ziergarten die richtigen Pflanzen auswählen, denen selbst das nicht allzuviel ausmacht.

Dazu fällt mir spontan ein:

Bäume

Pilze

Sträucher

Topinambur

Farn

Efeu

Pfefferminze

Ewiger Kohl
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:22 am

Trockenheit und Hitze vertragende Pflanzen

Um auch trockene und heisse Gartenflächen optimal zu nutzen, ist es hilfreich zu wissen, welche Pflanzen auch da noch gut wachsen, blühen oder sogar als Gemüse und Obst Ertrag bringen, ohne daß sie ständig gewässert werden müssen. Das betrifft auch Pflanzen, die es vertragen in kleinen Töpfen die schneller austrocknen, zu gedeihen.

Diese Liste möchte ich laufend aktualisieren:

Berg-Bohnenkraut
Currykraut
Labkraut http://gartenleben.forumieren.net/t75-das-labkraut#121
Lavendel
Majoran
Pfefferminze
Rosmarin
Salbei
Thymian
Topinambur
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:23 am

Schattenverträgliche Pflanzen

Um auch schattige und halbschattige Gartenflächen optimal zu nutzen, ist es hilfreich zu wissen, welche Pflanzen auch da noch gut wachsen, blühen oder sogar als Gemüse und Obst Ertrag bringen.

Diese Liste möchte ich laufend aktualisieren:

Blausternchen

Efeu, die Schattenpflanze schlechthin http://gartenleben.forumieren.net/t83-efeu-vielseitiger-als-man-denkt
besonders schön sind die Sorten mit zwei- und dreifarbigen Blättern mit hellen Blattzeichnungen!

Farn

Johanniskraut ist eine Halbschattenpflanze

Leberblümchen

Knoblauchsrauke, wächst gut im Schatten und ist ein zu Unrecht vergessenes Wildgewürzkraut:

Schneeglöckchen

Topinambur
meiner Erfahrung nach werden sie bei halbschattiger Lage nicht ganz so hoch wie in sonniger Lage und blühen später, aber sie bringen doch noch etwas Ertrag.

Veilchen
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:25 am

Phänologie... habs auch ned gwusst...

Phänologie ist eigentlich jedem bekannt, nur das Wort und die genau Bedeutung nicht so.

Bericht mit Kürzungen:

http://www.planet-wissen.de/natur_technik/apfelbluetenland/phaenologie/index.jsp schrieb:

Phänologie ist die "Lehre von den Erscheinungen".
Gemeint sind die periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von Pflanzen und Tieren.
Phänologen beobachten bei Pflanzen die Eintrittszeiten charakteristischer Wachstumsstufen, die "phänologische Phasen" genannt werden. Darunter fällt zum Beispiel der Beginn der Blüte, außerdem der Beginn der Blattentfaltung oder Blattverfärbung.
Dabei können sie in manchen Fällen auf große Vergleichsdatenmengen aus früheren Zeiten zurückgreifen, sogenannte Lange Reihen, denn die Phänologie ist eine Wissenschaft mit langer Tradition.

Die erste phänologische Beobachtungsreihe wurde bereits im Jahr 705 zusammengestellt. Experten des kaiserlichen Hofes in Japan untersuchten über viele Jahre die Eintrittsdaten der jährlichen Kirschblüte in Kyoto. Als Symbol des wiedererwachenden Lebens hat "Sakura", die Kirschblüte, auch heute noch große Bedeutung für die gesamte Nation und wird jedes Jahr mit rauschenden Festen gefeiert.

In Europa begann die Geschichte der Phänologie zunächst als private Initiative: In Schottland verschrieben sich gleich sechs Generationen einer Familie der Phänologie. Zwischen 1736 und 1925 führten die Mitglieder der Familie Marsham Pflanzenbeobachtungen durch und fertigten detaillierte phänologische Aufzeichnungen an, unter anderem über den Beginn der Blühzeit des Schneeglöckchens.

Der schwedische Botaniker Carl von Linné richtete 1750 in Schweden ein Beobachtungsnetz mit 18 Stationen ein, und die "Societas Meteorologica Palatina" in Mannheim startete sogar ein internationales Projekt. 32 Stationen, verteilt in einem weiten Areal von Nordamerika bis zum Ural und von Grönland bis zum Mittelmeer, lieferten phänologische Beobachtungsdaten.

Der eigentliche Durchbruch der Phänologie gelang 1882. Auf die Initiative des deutschen Forschers Herrmann Hoffmann hin wurden in ganz Europa nach einheitlichen Richtlinien phänologische Beobachtungen durchgeführt. Die Daten wurden systematisch gesammelt und bis 1941 in einer fortlaufenden Reihe veröffentlicht.

Um die bestmögliche Ausnutzung des Bodens zu gewährleisten und damit die Versorgung Deutschlands mit landwirtschaftlichen Produkten zu sichern, wurde 1936 ein umfangreiches phänologisches Beobachtungsnetz geschaffen. Dazu wurden alle bereits bestehenden phänologischen Netze auf dem Gebiet des Deutschen Reiches vereinigt und dem Reichswetterdienst unterstellt. Das Gesamtnetz umfasste etwa 7000 Beobachter und wurde von dem Agrarmeteorologen Fritz Schnelle betreut.

Schnelle war es auch, der 1957 die "Internationalen Phänologischen Gärten" (IPG) in Europa begründete, die bis heute bestehen. Die IPG ermöglichen es, noch genauere Daten zu erfassen. Eines der großen Probleme bei der Beobachtung phänologischer Phasen besteht nämlich darin, dass Pflanzen gleicher Sorte trotz identischer Bedingungen sehr verschieden auf die Witterung reagieren können. Hierfür sind genetische Unterschiede verantwortlich.

Um Messungenauigkeiten infolge genetischer Einflüsse auszuschließen, werden alle IPG mit genetisch einheitlichen Beobachtungsobjekten bepflanzt. Alle Pflanzen dieser Gärten gehen auf gleiche "Mutterpflanzen" zurück und sind damit sortenecht. Eine Streuung der Daten aufgrund von früh- und spätblühenden Typen wird damit unterdrückt und ein möglichst standardisiertes Ergebnis erreicht.

Heute werden phänologische Beobachtungen vielseitig genutzt: von Kunden aus der Landwirtschaft, von Behörden und Ministerien und von Forschungseinrichtungen. Auch für den Fremdenverkehr sind die Beobachtungen aus der Natur interessant, wenn zum Beispiel die Apfelblüte im Alten Land bei Hamburg als Naturschauspiel beworben wird.



So gibt es Zeigerpflanzen für die Jahreszeiten

Mit nachfolgend genannten Pflanzen kann man ungefähr den Einzug einer bestimmten Jahreszeit in Mitteleuropa nachvollziehen.

Vorfrühling: Haselblüte, Schneeglöckchen, Schwarzerlenblüte, Salweidenblüte, Stachelbeere Austrieb (nicht Blattentfaltung)

Erstfrühling: Forsythienblüte, Stachelbeere Blätter, Roßkastanie Austrieb, Buschwindröschen Blüte, Kirschblüte, Rotbuche (das ist die mit den grünen Blättern), Löwenzahnblüte

Vollfrühling: Apfelblüte, Fichte Maitrieb, Fliederblüte, Kastanienblüte, Stieleiche Blätter, Weißdornblüte

Frühsommer: Holunderblüte, Hundsrose Blüte, Süßkirschen erste Früchte reif,

Hochsommer: Johannisbeeren reif, Stachelbeeren reif, Sauerkirschen reif, Beifuß Blüte, Sonnenblumen Blüte

Spätsommer: Frühe Äpfel reif, Echte Heide blüht, Eberesche Früchte reif, Haferernte,

Frühherbst: Erste Birnen reif, Schwarzer Holler reif, Weißdorn Früchte , Hundsrose Früchte reif, Kastanienfrüchte reif,

Vollherbst: Eiche Früchte reif, Kastanie Blattfärbung, Süßkirsche Blattfärbung, Rübenernte, Buche Blattfärbung

Spätherbst: Kastanie Blattfall, Eberesche Blattfall, Eiche Blattfall, Lärche Nadel-/Blattfall, Apfel Blattfall.


interessante links:
http://www.tropenland.de/trp/cont/exotenKlima/usda-zone/usda-zonen-karte-europa.asp
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/apfelbluetenland/unsere_aktion_apfelbluetenland/archiv.jsp
http://forum.planten.de/index.php/board,13.0.html
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:26 am

Insektenhotel

Bisher schienen mir all die sogenannten Insektenhotels eher als überspanntes Produkt für Stadtmenschen mit aufgeräumten Gärten. Wer mich und meine "Saustall-Gärten" kennt, weiss ja, daß dort jede Menge Insekten ihre "Appartments" finden... Smile

Aber langsam denke ich um und finde die Idee gar nicht so verkehrt, daß möglichst viele Gartler auch kleinen Tieren extra Lebensraum schenken. Nebenbei sind viele Nützlinge dabei, die unsere Obst- und Beerensträucher bestäuben und uns so zu mehr Ernte verhelfen können. Auch nützliche Gartenhelfer wie Florfliegen oder stachellose Wildbienen werden so angezogen.

http://www.selbst.de/garten-balkon-artikel/rasenpflege-pflanzenpflege/insektenhaus-159531.html
Ein Haufen abgestorbener Äste, ein morscher Baum oder die Reste des Staudenrückschnitts: Es gibt viele Schlupflöcher für Insekten im Garten. Mit einem Insektenhotel schaffen Sie zusätzlichen Unterschlupf für die Nützlinge.
Oft sind die Gärten aber so klein, dass kein Platz für eine Ecke mit Totholz bleibt. Ein Insektenhaus, kaum größer als ein Vogelnistkasten, dient als optisch gefällige Alternative.
Insektenhotel an der nach Süden gerichteten regengeschützten Hauswand anbringen. Die Löcher, Schlitze und hohle Stängel ziehen Nützlinge an – wenn der Kasten richtig hängt.

http://www.wildbee.ch/nisthilfen

http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenhotel
Ein Insektenhotel oder Insektenhaus, seltener auch Insektenasyl, Insektenwand oder Insektenkasten (in Österreich häufig auch Nützlingshotel bezeichnet), ist eine künstlich geschaffene Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten, die seit den 1990er Jahren vor allem bei naturnahen Gärtnern und in der Schulbiologie zunehmend Verbreitung findet. Als praktisch von jedermann mit geringem Aufwand umsetzbare Insektenschutzmaßnahmen wurden die Einrichtungen insbesondere von zahlreichen europäischen Naturschutzverbänden bekannt gemacht, eine wichtige Rolle spielen sie auch im Rahmen der Permakultur. Erste „Wildbienenkästen“ wurden von Privatleuten in England bereits im 19. Jahrhundert gebaut. Diese dienten damals vorwiegend Beobachtungszwecken, können aber als Vorläufer der heute für mehrere Insektengruppen geeigneten Insektenhotels gelten.

Es gibt Insektenhotels in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Ausstattungen. Zumeist sind sie auf – aus Gärtnersicht – „nützliche Insekten“ ausgerichtet. Die Formenvielfalt umfasst sowohl kleine kreative Einzelbauten als auch große, meist wandartige und vorgefertigte Bausätze, die in der Regel von Herstellern angeboten werden, die auch Nistkästen und Vogelhäuschen vertreiben. Große und individuell gestaltete Insektenhotels werden von Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus errichtet. Es gibt sowohl an Bäumen oder vorhandenen Gebäudewänden angelehnte bzw. vorgebaute als auch freistehende Insektenhotels.

Der Begriff „Insektenhotel“ entstand umgangssprachlich in Anlehnung an das hausartige Erscheinungsbild moderner Anlagen, die durch freistehende mehrstöckige Bauweise und – zum Schutz vor Witterungseinflüssen – ausgeprägte Dachkonstruktionen auffallen.

Motivation und Nutzen
Durch intensive menschliche Eingriffe in die Naturlandschaft – u.a. durch umfangreichen Pestizideinsatz im Acker- und Gartenbau sowie durch die auch in Privatgärten vorhandene Tendenz zur „aufgeräumten“ Landschaft – sind viele natürliche Insektenlebensräume wie z.B. offene Lehmtrockenhänge oder Totholz nur noch sehr eingeschränkt vorhanden. Diese Vorgänge werden als Habitatvernichtung bezeichnet.

Nicht nur in der freien Natur, auch in Gärten helfen viele „Nützlinge“ wie zum Beispiel Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer durch Bestäubung und als kostenlose biologische „Schädlingsbekämpfer“, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Darüber hinaus werden Insektenhotels auch zu Lehrzwecken errichtet, etwa für die breite Öffentlichkeit bei Gartenschauen und in Parkanlagen oder von Schulen, die Kindern die Biologie der Insekten und praktischen Naturschutz anschaulich nahebringen wollen.

Umweltbildung
Insektenhotels leisten einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung, weil das Beobachten der Wildbienen beim Nestbau einfacher möglich ist, als Bienennester in der Natur zu finden.

Artenschutz
Insektenhotels tragen nicht dazu bei, Rote-Liste-Arten zu schützen und können daher nicht als direkter Artenschutz verstanden werden.[2] Sie werden überwiegend von häufig vorkommenden Kulturfolgerbienen (zum Beispiel Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)) besiedelt. Selten vorkommende Bienenarten leben meist in Abhängigkeit von speziellen Pflanzenarten, teilweise auch in Verbindung mit besonderen Lebensraumstrukturen, wie zum Beispiel Steilwänden. Um das Vorkommen von seltenen Bienenarten zu fördern, ist es wichtig, auf Pestizide zu verzichten und vorhandene monotone Rasenflächen in Wildblumenwiesen umzuwandeln, indem man die Flächen nur noch ein- bis zweimal im Jahr mäht. Trampelpfade, die durch die Wiesen führen, sind wünschenswert, weil die meisten Bienenarten im Boden nisten. Zusätzlich kann man diese Flächen mit Totholz und Steinhaufen aufwerten.

Materialien und Bauweise
Insektenhotels bestehen fast ausschließlich aus Naturmaterialien, unter anderem aus Holz (Baumscheiben, Äste, Holzwolle), Baumrinde, Stroh, Heu, Schilfrohr, Bambusstäben, Reisig, Torf und Lehm. Daneben werden lediglich poröse, durchlöcherte Backsteine, Terrakotta-Blumentöpfe und manchmal Plastikrohre zur Befüllung, Metalle für Befestigungen und eventuell als vorgespanntes Drahtgitter zum Schutz vor Vögeln (3–4 cm überstehend), Dachpappe oder ähnliche Abdeckungen, sowie witterungsbeständige Lasur beim verwendeten Bauholz oder zur bunten Gestaltung einiger Holzteile häufiger eingesetzt. Wichtig ist dabei, dass die Füllmaterialien trocken und alle Hölzer frei von chemischen Holzschutzmitteln sind.

Die Grundkonstruktion der verbreitetsten Bausätze für freistehende Insektenhotels besteht aus langen Kanthölzern, aus denen das einem rechteckigen Schaukasten ähnelnde Gerüst gebildet wird, und aus Querlatten, die den Mittelbereich in Gefache unterteilen. Die Ständer werden fest im Erdreich verankert und als oberer Abschluss der Konstruktion wird ein Schrägdach aufgesetzt. Die Gefache werden mit unterschiedlichen, hohlraumreichen Materialien gefüllt. Größere Hohlräume, zum Beispiel in oder zwischen Ziegeln, werden mit Bambusrohren, Schilfhalmen o. ä. gefüllt, kleinere Öffnungen, zum Beispiel Bohrlöcher in Hartholzscheiben (meist unterschiedliche Durchmesser zwischen 2 bis 10 mm), werden offen gelassen. Diese Löcher dienen als Brutröhren. Ihre Einflugöffnungen müssen sauber herausgearbeitet sein, damit die Insekten sie annehmen. Weiterhin ist es üblich, Brutröhren nicht ganz durch ein Holzstück zu bohren, sondern eine feste Rückseite stehen zu lassen. Einige Arten nehmen nur Röhren in schon abgelagertem, „vergrautem“ Holz an. Spezielle Nischen für bestimmte Insektengruppen benötigen verstärkte Aufmerksamkeit, so werden zum Beispiel Florfliegenkästen häufig mit roter Farbe angestrichen, denn diese lockt die Tiere an. Entstehen Lücken zwischen den verschiedenen Füllmaterialien, werden diese am besten mit Heu, gebündelten Stöcken, kleinen Steinen oder Lehm gefüllt. So bleibt keine Stelle im Gefache ungenutzt, und die Durchzugsauskühlung einzelner Elemente im Winter wird stark verringert.

Standortwahl
Der ideale Standort für ein Insektenhotel ist gleichzeitig vollsonnig und witterungsgeschützt. Hierdurch wird einerseits sichergestellt, dass die für die Brut benötigte Wärme vorhanden ist, andererseits ist ausreichender Schutz vor Wind und Niederschlägen vorhanden, so dass die Insekten das künstliche Quartier annehmen. Ein Nebeneffekt ist, dass die verbauten Naturmaterialien so möglichst lange halten.

Des Weiteren sollten in relativer Nähe möglichst viele Kräuter, blütenreiche Wildpflanzen sowie einheimische Sträucher und Bäume vorkommen, um den Nahrungsbedarf der Insekten abzudecken. Die Einflugschneise für die Tiere sollte an der wetterabgewandten Seite liegen und für die Tiere gut sichtbar sein. Ideal ist es für einige Arten zudem, wenn entweder in einem der Gefache oder in der Nähe am Boden ausreichend Lehm, Sand und Wasser angeboten wird.
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:27 am

Kaffeesatz verwenden

Nach dem Kaffeegenuß hat der Kaffeesatz noch andere Verwendungsmöglichkeiten:

http://www.smarticular.net/clevere-dinge-die-du-mit-kaffeesatz-machen-kannst/

1. Ein hervorragendes Düngemittel

Da Kaffeesatz viele Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält, kannst du ihn als Dünger für viele Pflanzen einsetzen.
Oft wird behauptet, Kaffeesatz wäre zu sauer und daher problematisch für viele Pflanzenarten. Jedoch ist der pH-Wert von Kaffeesatz mit 6,4 – 6,8 fast neutral, und deshalb für die meisten Pflanzen und Böden absolut akzeptabel.

2. Wundermittel gegen Cellulite

Die meisten Anti-Cellulite-Pflegemittel enthalten Koffein. Mit etwas Olivenöl und Kaffeesatz ist ganz schnell eine eigene, fast kostenlose Anti-Cellulite-Kur hergestellt.

3. Schneller kompostieren

Die Nährstoffe im Kaffeesatz sind auch für den Kompost sehr sinnvoll. Zusätzlich lockt der Kaffeesatz Regenwürmer an, welche das Kompostieren beschleunigen.

4. Schnecken fern halten

Getrockneter Kaffeesatz in Gemüsebeeten hält Schnecken fern. Das enthaltene Koffein ist für Schnecken giftig, deshalb meiden sie diese Bereiche.

5. Ameisen in Beeten reduzieren

Nicht nur Schnecken hält der Kaffeesatz fern, er reduziert auch das Vorkommen von Ameisen in Beeten. Der Geruch von Kaffeesatz neutralisiert die Spuren, welche Ameisen zur Orientierung legen. Weitere natürliche Mittel gegen Ameisen findest du hier.

6. Katzen in Ihre Schranken weisen

Ebenso wie Ameisen und Schnecken meiden auch Katzen den Kaffeesatz. Wenn dich also Nachbar’s Katzen stören, oder du deinen eigenen Katzen ein paar Schranken setzen möchtest ist Kaffeesatz vielleicht genau das richtige Mittel.

7. Als Zusatz für deine Naturseife

Viele der positiven Eigenschaften von Kaffeesatz wie die Anti-Cellulite Wirkung oder die Geruchsneutralisierung kannst du nutzen, indem du deine eigene Kaffeesatzseife herstellst. Zusätzlich zu diesen Wirkungen erhältst du einen tollen Peeling-Effekt!

8. Unangenehme Gerüche vermeiden

Kaffeesatz hat ein sehr starkes Aroma und viele Menschen empfinden dieses als sehr angenehm. Dies kannst du nutzen, um schlechte Gerüche auszugleichen. Eine Portion Kaffeesatz im Kühlschrank wirkt Wunder!

9. Grill, Pfannen und Töpfe reinigen

Hartnäckiger Schmutz am Grillrost und angebratene Pfannen und Töpfe sind leicht mit Kaffeesatz zu reinigen. Dieser funktioniert wie Scheuermilch, aber vollkommen ohne Chemie.

10. Kaffeesatz zur Haarpflege

Wenn du deinem Shampoo Kaffeesatz hinzufügst oder eine Kaffeesatzspülung machst, verleihst du deinen Haaren Kraft und Glanz. Dies ist insbesondere für dunklere Haartypen zu empfehlen.

Wichtig bei all diesen Tricks: den Kaffeesatz nie feucht aufbewahren, denn er schimmelt sehr schnell! Deswegen breite ihn flach auf einem Teller oder Backblech und lass ihn ein paar Stunden trocknen.

Gefallen dir diese Tricks, aber du hast selbst keinen Kaffeesatz? Frage doch mal im Café um die Ecke nach. Dort fällt sicher genug Kaffeesatz an, der oft nur weggeworfen wird.
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:29 am

Websites die Euch interessieren könnten

Lebende Lauben aus wachsenden Bäumen
Österreich, Burgenland http://sonnkreis.beepworld.de/
Deutschland, Bad Grönenbach http://www.lebendlaube.de/index.html
Deutschland, Hessen http://www.naturbauten.org/
Deutschland, Dörndorf http://www.ganserpeter.de/

Die Kleingärtnerin
http://www.kleingaertnerin.de/index.php

Gewürze
http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/spice_over.html#alll

Wildkräuter-Werkstatt
http://www.newtritionink.de/

Permakultur Paradiesprojekt
http://www.analinda.net/index.htm

Fachliche infos zu Bäumen von den Forst-Profis
http://www.die-forstpflanze.de/Laubbaeume:::5_50001.html

Familienlandsitz
http://www.familienlandsitz-siedlung.de/

Fruchtwissen
http://fruchtzeit.wordpress.com/frucht-wissen/

Mienbacher Waldgarten
http://www.mienbacher-waldgarten.de/

Die Urbirne
https://www.youtube.com/watch?v=yDGwxTTX464

Simple living - Der Mann im schwedischen Gartenhaus
http://www.einfacherweise.com/

Andis Samenshop
http://www.tomatensamen.at/

Baumstatik
http://www.baumstatik.de/pages/frames/frame_bohrv.html

Birkensaft trinken
https://www.youtube.com/watch?v=4StTGO2nJrU&feature=fvwrel
https://www.youtube.com/watch?v=2KiY_YeD8eE&feature=fvwrel

Karde
http://borrelioseheilen.blogspot.co.at/2007/08/karde-eine-wehrhafte-pflanze-bei.html
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/karde.htm

Biohof Brunner
http://www.humus-macht-leben.com/index.php?option=com_content&view=article&id=101&Itemid=197

Gute Seite für neuen Rasen!
http://www.selbst.de/garten-balkon-artikel/rasenpflege-pflanzenpflege/rasenpflege/rasen-neu-anlegen-105508.html

http://www.kakteenforum.com/
http://www.orchideenfreunde.net/

http://www.teh.at/
Der TEH Verein, dessen Tätigkeit gemeinnützig ist, bezweckt altes, regionales Heilwissen zu erheben und der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Das wichtigste Vereinsziel ist die zeitgemäße Weitergabe der traditionellen, regionalen Heilwissens in Form von Lehrgängen, Vorträgen, Seminaren und Werkstätten.

https://www.arche-noah.at/
Der Verein ARCHE NOAH entstand 1989 (Geschichte des Vereins) auf Initiative von GärtnerInnen, BäuerInnen und JournalistInnen, die das Saatgut als Grundlage der Ernährung buchstäblich wieder in die eigenen Hände nehmen wollten. Denn: Seit 1900 ist die Vielfalt unserer Kulturpflanzen durch die Industrialisierung der Landwirtschaft weltweit dramatisch – um 75% – zurückgegangen (Details zum Verlust der Vielfalt)! Heute gefährden Gentechnik, Saatgut-Monopole, Klimawandel und Kriege dieses kostbare Erbe.

ARCHE NOAH hält dem eine positive Vision (Leitbild des Vereins) und zahlreiche Aktivitäten entgegen: ARCHE NOAH bewahrt und pflegt tausende gefährdete Gemüse-, Obst- und Getreidesorten. Erfolgreich arbeiten wir daran, traditionelle und seltene Sorten wieder in die Gärten und auf den Markt zu bringen – dank der Unterstützung von über 11.000 engagierten Mitgliedern und zahlreichen Förderern.

http://www.gardensbythebay.com.sg/en/home.html

http://www.spiegel.de/fotostrecke/park-in-singapur-wandeln-im-stahlwald-fotostrecke-88412-9.html

Singapurs Gärten: Wasserfall vor Wolkenkratzern
Sonnenkollektoren in Stahlbäumen, Nebelwald in der Metropole: Singapur hat mit seinem Park "Gardens by the Bay" eine erfolgreiche Attraktion geschaffen. Die Besucher staunen über einen gigantischen Glasdom, der Zehntausende Pflanzen enthält

Singapur - Ein 35 Meter hoher Wasserfall rauscht in die Tiefe, Nebel hängt in der Luft, ein kräftiger Wind weht. Die Blätter rascheln, Insekten zirpen, Affen rufen - die perfekte Nebelwaldkulisse. Nur kommt der Dunst aus Düsen, die Tiergeräusche stammen vom Band, und der Wasserfall wird von einem Riesengenerator angetrieben.
Das Ganze findet unter einem 54 Meter hohen Glasdom statt, auf einer Fläche eineinhalb mal so groß wie ein Fußballplatz, im tropischen Singapur. Mit erheblichem Energieaufwand wird dieser rund um die Uhr auf 23 bis 25 Grad heruntergekühlt.
Die Nebelwaldhalle gehört zu einer 101 Hektar großen Naturkulisse, die Singapur sich für mehr als 600 Millionen Euro gebaut hat.
bis zu 50 Meter hohe Mammutbäume aus Stahl, der Hafen im Hintergrund, die künstlichen Lagunen, das futuristische Marina Bay Sands Hotel mit dem Swimmingpool in 200 Meter Höhe und das Riesenrad.

Der Rundgang im Nebelwald beginnt nach der Aufzugfahrt oben und führt über einen Wendelgang nach unten, auf rutschfesten Matten, mit sicheren Geländern. Überall blüht und sprießt es, 130.000 Pflanzen, 400 Arten, darunter Kaffee, Tee, Kannenpflanzen, Farne und Moose.

Es gibt auch eine 1,2 Hektar große Blumenhalle mit mediterranem, australischem und südamerikanischem Ambiente. "Hier steht ein spanischer Olivenhain mit einem 1000 Jahre alten Baum", sagt Lim. Affenbrotbäume gibt es, Zuckerbüsche und Tulpen. "Wir stellen gerade auf Herbst um", sagt Lim. Astern blühen, Schubkarren sind mit Ähren dekoriert. Draußen lustwandeln Besucher durch chinesische, malaysische und indische Gärten mit typischen Gewürzen und Obst.
Höhepunkt der "Gardens by the Bay" sind 18 bis zu 50 Meter hohe Mammutbäume aus riesigen Stahlgerüsten, deren Stämme als Vertikalgärten mit Kletterpflanzen zuwuchern sollen. Auf der Baumkrone sind bei elf der 19 Gebilde Sonnenkollektoren installiert, die Strom für die abendliche 15-minütige Lightshow zu sphärischen Klängen speichern. Überall werde energieeffizient gekühlt

Der neue Garten hat alle Erwartungen übertroffen. Schon nach acht Wochen war der millionste Besucher dort. Vor allem die Einheimischen staunen über die fremde Blumenwelt. Der Besuch der Außenanlagen ist kostenlos. Wer die Hallen sehen möchte, muss 12,50 Euro hinlegen.

http://www.smarticular.net/
Tipps und Tricks für ein einfaches und nachhaltiges Leben

http://www.wildfind.com/

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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:30 am

Spindelmäher

http://www.spindelmäher.net/vorteile-spindelmaeher/

Nicht umsonst wird der Spindelmäher auf Golfplätzen und Fußballstadien eingesetzt. Er bietet einige Vorteile:

Der Spindelmäher schneidet deutlich tiefer als ein Sichelmäher. Das ist sehr gut für das Wachstum der bodennahen Seitentrieben. Der Rasen wird somit viel dichter.
Der Spindelmäher schneidet einen Halm ab, während ein Sichelmäher den Halm eher abschlägt. Beim Abschlagen eines Grashalms franst das Ende dabei oft aus. Während beim Spindelmäher ein glatter Schnitt zurückbleibt, der gut abheilen kann. Der Rasen wirkt dadurch viel grüner.
Den Spindelmäher gibt es motorbetrieben für größere Flächen und für kleinere Flächen gibt es handbetriebene Rasenmäher. Diese bieten noch weitere Vorteile
Kein lästiges Kabel oder Benzin nötig.
Der Rasenmäher ist leise . Die Nachbarn fühlen sich nicht so gestört.
Der Handspindelmäher ist wendig und verbraucht auch sehr wenig Platz.
Ein sehr günstiger Anschaffungspreis und fehlende Wartungskosten schonen den Geldbeutel.
einfach zu reinigen.

Bei so viel Licht, muss es doch auch einen Schatten geben? Ja, einen Nachteil habe ich gefunden:
Mit einem Spindelmäher muss das Gras öfter geschnitten werden. Mindestens einmal in der Woche.

Jedoch wird man dann auch mit einem wunderschönen Rasen belohnt.

http://www.spindelmaehertest.com/
Erfunden wurde der Spindelmäher zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Prinzip ist ein Spindelmäher mit einer sich drehenden Walze und Messern bzw. Spindeln ausgestattet. Die Walze des Mähers ist immer zum Boden parallel ausgerichtet und dreht sich an einem festjustierten Gegenmesser. Diese Walze wird durch das Bewegen der Laufräder angetrieben. Die meisten Spindelmäher sind mit einer Walze ausgestattet, die mit bis zu 5 bis 6 Messern versehen ist.

Bei der Mehrzahl der Mäher sind die Messer spiralförmig angeordnet. Manche Spindelmäher sind außerdem mit einem Fangkorb ausgestattet, welcher die geschnittene Gräser auffängt.

Da der Spindelmäher das Gras bodennah und sauber abschneidet, kann das Wachstum der Grastriebe gefördert werden.

Des Weiteren werden die Grashalme durch das Gras schneiden mit dem Spindelmäher nicht verletzt. Durch die saubere Schnittkante wird das Gras weniger krankheitsanfällig. Zudem besitzt der Rasen eine leuchtgrüne Farbe.

Pflege eines Spindelmähers

Damit der Spindelmäher lange zum Rasen schneiden eingesetzt werden kann, muss dieser regelmäßig bzw. nach jedem Gebrauch gut gepflegt werden. Damit keine Gräser an den Spindeln haften bleiben, sollte der Rasenmäher nach jedem Einsatz mit einer Bürste oder einem Tuch abgeputzt werden. Danach sollten möglichst alle beweglichen Teile am Spindelmäher geölt werden.

Sehr wichtig zu beachten ist auch, dass das integrierte Gegenmesser immer richtig eingestellt ist. Bei Bedarf sollte das Messer nachjustiert werden – auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass das Schneidergebnis immer ausgezeichnet ist. Zudem ist das Schärfen der einzelnen Spindeln von Zeit zu Zeit empfehlenswert.

Schärfen eines Spindelmähers

Nach einer gewissen Zeit muss man die Spindeln des Mähers schärfen lassen. Dieses Schärfen und Schleifen ist nur mit speziellen Maschinen möglich, denn die Spindeln müssen einzeln so lange geschliffen werden, bis diese ihre vorherige Schärfe wieder erlangen.

Da das Nachschärfen je nach Mähermodell sehr teuer sein kann, sollte man schon beim Kauf erfragen, wie teuer diese Prozedur ist bzw. welche Hersteller und Anbieter diese aufwändige Prozedur durchführen. Bei sehr preisgünstigen Modellen lohnt sich das Nachschärfen der Spindeln meist kaum, allerdings kann man davon ausgehen, dass beim durchschnittlichen Gebrauch die Schärfe der Spindeln einige Jahre lange erhalten bleibt.
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:32 am

Wert und Preis

Vieles was wir im Garten anbauen und ernten, kann man im Supermarkt (noch) ganz billig kaufen.

Warum soll man sich das also antun?
Die Antwort darauf ist für mich:
- weil mir der Garten Freude macht
- weil ich weiss, daß meine Äpfel, Beeren, Kartoffeln, Topinabur ohne Gift angebaut wurden und ich sie nirgends so frisch bekommen kann.
- weil irgendwann die Preise für Lebensmittel steigen werden, und wenigstens ein kleiner Anteil selber produziert werden kann

Momentan sind die Preise für Äpfel im Keller, weil Russland diese woanders einkauft. Nun sind diese sonst exportierten Äpfelberge bei uns am Markt und drücken die Preise.

http://burgenland.orf.at/news/stories/2664402/ schrieb:

der Präsident des Obstbauverbandes Johann Plemenschits: „Kostendeckender Preis wären 35 Cent. Den werden wir auch im letzten Jahr, für die letzte Ernte nicht erreichen. Die Vorausschau aufgrund dieser Sanktionen von Russland, wo sehr viel Menge, direkt am europäischen Markt steckenbleibt, ist so, dass wir gar nicht sagen können wie viel - aber 20 Cent sind nicht unrealistisch. Das bedeutet, wenn ein Betrieb nicht die Möglichkeit hat, aus Rücklagen, diese Differenz auszugleichen, werden viele Betriebe aufhören und nicht mehr weiter bestehen können“

"Wenn ich denke, vor 20 Jahren hatten wir einen Apfelkonsum von 28kg/Jahr und jetzt sind wir auf knapp 20kg. Wenn wir wieder den Konsum, wie vor 20 Jahren hätten, wäre schon wieder ein Großteil der Differenz, die wir jetzt nicht wegbringen, wieder ausgetauscht.

Das beste Geschäft machen die Obstbauern derzeit mit dem Ab Hof-Verkauf. Hier wird das Kilo Äpfel zwischen 70 Cent und einem Euro gehandelt.


Oiso: esst´s mehr Äpfel, trinkts mehr Most - Prost
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Re: Rund um den Garten

Beitrag von Dissident am Do Aug 11, 2016 8:36 am

Gesund durch Gartenarbeit

http://www.medizinpopulaer.at/archiv/extras/details/article/gesund-durch-gartenarbeit.html schrieb:


Wie das Gärtnern zur Therapie wird

Gartenarbeit liegt im Trend, sogar bei den Jüngeren und sogar in den Städten. Mediziner freuen sich über die neue Lust am Pflanzen, Pflegen und Ernten, denn Körper, Geist und Seele profitieren davon in vielfältiger Weise. Und weil der Mensch dabei regelrecht aufblüht, wird Gartenarbeit immer öfter auch als Therapie bei verschiedensten Krankheiten eingesetzt.

Von Mag. Alexandra Wimmer, Mag. Sabine Stehrer & Mag. Karin Kirschbichler


Gartenliebhaber haben allen Grund zur Freude, denn in ihren Grünoasen blühen jetzt nicht nur die Blumen, sondern auch sie selbst wieder auf. Aktuelle Studien zeigen, dass man beim Gärtnern nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch umfassendes Wohlbefinden ernten kann. Wer einen Klein- oder Schrebergarten tatkräftig „beackert“, profitiert nicht nur von der körperlichen Betätigung, sondern auch von dem wohltuenden Mix aus Frischluft, Licht, Farben. So gesehen sind die geschätzten drei Millionen Klein- und Schrebergärten, die sich über Europa verteilen, eine höchst sinnvolle (Grün-)Anlage.
Eine aktuelle holländische Studie bestätigt, dass sich das Gärtnern positiv auf die Gesundheit auswirkt und Hobbygärtner in den Sommermonaten körperlich aktiver sind als gartenlose Zeitgenossen. Auch im städtischen Raum liegen Schrebergärten im Trend, ermöglichen sie ihren Besitzern doch verstärkt, sich mit den Nachbarn auszutauschen, körperlich aktiv zu werden und Stress abzubauen: Messungen zufolge sinken erhöhte Kortisolwerte – und damit der Stresspegel – nach einer halben Stunde Gartenarbeit um 22 Prozent, während die Werte der Kontrollgruppe, die sich im Haus mit Lektüre befasste, nur um elf Prozent zurückgingen.

Zurück zur Natur

Auf diese positiven Effekte sollte man nicht verzichten – zumal die Betätigung im Freien gleichsam in der Natur des „Säugetiers Mensch“ liegt, wie der Allgemeinmediziner, Psycho- und Gartentherapeut Dr. Fritz Neuhauser, Oberarzt am Geriatriezentrum Am Wienerwald, betont. Auch Pflanzen hatten immer schon einen großen Einfluss auf unser Leben und Wohlbefinden. „Früher hat man sich nur für kurze Zeit verkrochen, etwa um eine Schlechtwetterperiode zu überdauern“, erklärt Neuhauser. „Heute sind Arbeit und Leben sehr stark auf Innenräume ausgerichtet, was etwa dazu führt, dass die Atmung flach wird und die motorischen Fähigkeiten nachlassen.“
Dass die Natur (immer noch) eine starke Anziehungskraft auf uns ausübt, wird speziell jetzt im Frühling deutlich. „Im Frühjahr spürt man besonders stark, dass man sich nach der Sonne, nach mehr Licht sehnt, dass man hinaus will und voller Tatendrang ist“, sagt der Gartentherapeut. Diesem Drang sollte man unbedingt nachgeben: Bereits 20 Minuten im heimeigenen Grünareal wirken wie ein Kurzurlaub, weiß der Arzt. Und wer regelmäßig den grünen Daumen unter Beweis stellt, profitiere davon ähnlich wie von der Ausübung einer Sportart.

Stärkt Herz und Hirn

So unterstützt die „Sportart Gärtnern“ zum Beispiel das Herz-Kreislauf-System: „Die Herzfrequenz sinkt, der Puls wird ruhiger und der Blutdruck ausgeglichen“, berichtet der Mediziner. Das Beackern von Grund und Boden beeinflusst auch das Gehirn. „Messungen der Gehirnaktivität haben gezeigt, dass Gartenarbeit die Hirnströme ausgleicht, Störungen werden weggeschaltet und das Gehirn funktioniert effizienter“, verdeutlicht Neuhauser.
Auch die Schmerzwahrnehmung verändert sich: „Wer zum Beispiel Schmerzen in den Gelenken hat, spürt diese draußen kaum oder weniger.“ Apropos: Die Arbeit im Grünen beugt Gelenksproblemen vor, auch der Bewegungsapparat funktioniert besser: „Plötzlich lassen sich bestimmte Bewegungsabläufe wieder vollbringen“, veranschaulicht der Experte. „Es ist erstaunlich, wie sich jene, denen das Bücken Probleme bereitet, plötzlich bücken können.“
Andere Benefits: Der Cholesterinspiegel sinkt, man schläft besser, bekommt (wieder) Appetit, die Konzentrationsfähigkeit steigt. Nebenbei begünstigt das schweißtreibende Jäten, Umstechen, Ernten ein gesundes Körpergewicht.

Verbessert die Atmung

Damit nicht genug: Das Frischluft-Schnappen verbessert außerdem die Atmung. „Sobald man draußen ist, atmet man instinktiv besser durch, das Atemvolumen erhöht sich um ungefähr 50 Prozent“, weiß Neuhauser. „Wer tiefer atmet, fühlt sich automatisch besser, weil alle Regenerationsprozesse im Organismus in Schwung kommen, wohingegen beim langen Aufenthalt in Räumen der Stoffwechsel verlangsamt und die Atmung flach wird.“
Neben der frischen Luft hat auch das Sonnenlicht „direkte Auswirkungen auf den Stoffwechsel“, erklärt der Arzt, „zum Beispiel auf den Hormon- und den Kalziumstoffwechsel: Es wirkt letztlich günstig auf Knochen und Muskulatur.“

Hebt die Stimmung

Das Sonnenlicht nützt aber auch der Seele – es hebt die Stimmung. „Wenn man depressiv oder missmutig ist, tritt schon nach wenigen Minuten eine deutliche Stimmungsverbesserung ein“, berichtet der Arzt. „Gartenarbeit wirkt insbesondere sehr positiv bei Depressionen, Ängsten und emotionellen Belastungen, und zwar akut in der Situation ebenso wie vorbeugend.“ Durch die kreative Beschäftigung mit den Pflanzen treten Probleme und Sorgen automatisch in den Hintergrund.
Die Betätigung in freier Natur hat zudem eine regulierende Auswirkung auf das Essverhalten. „Man bekommt verstärkt Appetit auf jene Nahrungsmittel, die gesund sind. Schließlich beschäftigt man sich bei der Gartenarbeit eher mit den Produkten, die man anbaut, also mit Gemüse, Obst und ­weniger mit Fleisch“, beobachtet der Experte. „Selbst Menschen mit Essstörungen – sei es, dass sie zu viel oder zu ­wenig essen – können auf diesem Weg an ein vernünftiges Ernährungsverhalten herangeführt werden.“

Hilft gegen Burn-out

Die günstigen Konsequenzen im seelischen Bereich gehen sogar noch weiter: Das Gärtnern gilt als hochwirksame Vorbeugung gegen Erschöpfung und Burn-out – und das aus verschiedenen Gründen (siehe Interview auf Seite 18). So bietet es z. B. reichlich Gestaltungs- und Handlungsspielraum, was vielen im Berufsleben abgeht. Bei der Gartenarbeit plant und gestaltet man selbstbestimmt ein Fleckchen Erde und freut sich, wenn die Saat aufgeht. Hinzu kommt, dass Misserfolge nicht so persönlich genommen werden wie das etwa bei beruflichem Versagen der Fall ist: „Man schreibt sie dem schlechten Wetter, einem schlechten Jahr zu und ist eher in der Lage, sie als gegeben zu akzeptieren“, beobachtet der Therapeut. Über die Erfolge wiederum können die Hobbygärtner sich viel unmittelbarer freuen: Im Gegensatz zum Berufsleben, wo die Ergebnisse oft abstrakter Natur sind, ernten wir im Garten sicht- und essbare Erfolge: Birnen- und Zwetschkenbäume voller Früchte, üppig tragende Ribisel- und Tomatenstauden, bunte Blumenbeete, dichte Hecken – der Garten steht sprichwörtlich dafür, dass „man erntet, was man sät“.

Entschleunigt und verwurzelt

Mit der Pflanzenpflege schult man noch weitere, der Gesundheit dienliche Fähigkeiten: Indem man lernt, sich dem Tempo der Natur anzupassen, wird man geduldiger. „Pflanzen lassen sich nicht beliebig pushen“, so Neuhauser. „Auch wenn man am Gras zieht, wächst es nicht schneller.“ Womöglich inspiriert das allmähliche Wachstum der Pflanzen, das eigene Tempo zu drosseln? Nicht kontrollierbare Gegebenheiten wie das Wetter fordern die Gärtner dazu auf, Veränderungen hinzunehmen, flexibler zu werden.
Und Menschen, die sich vielleicht gerade in einer Krise befinden, sich entwurzelt fühlen, gewinnen durch das Buddeln in der Erde Boden unter den Füßen. Und speziell ältere Menschen stärkt die Tatsache, (wieder) eine Aufgabe zu haben. „Indem sie sich um etwas anderes annehmen, kommen sie in eine sehr verantwortungsvolle Rolle, die ihre Selbstwahrnehmung verbessert“, berichtet der Gartentherapeut. Von den verschiedenen seelischen Vorteilen profitiert man übrigens auch, wenn der heimeigene Kleingarten sich auf einen Quadratmeter Balkon beschränkt, auf dem man Rosenstöckchen pflegt oder Küchenkräuter zieht.
Nicht zuletzt bereichert die Beschäftigung im Garten das soziale Leben der Hobbygärtner: „Die Menschen sind im Freien wesentlich gesprächiger und zugänglicher als drinnen, wo man eher bemüht ist, eine gewisse Fasson zu wahren“, beobachtet der Arzt. Wer sich draußen betätigt, hat außerdem ein wirkungsvolles Ventil, um Spannungen abzubauen und sich im wahrsten Sinne des Wortes „Luft zu verschaffen“.


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10 Jahre Gartentherapie in Österreich:
Der Gepflegte wird zum Pflegenden

Die Gartentherapie ist in Österreich stark im Kommen – eine Vorreiterrolle in dieser Entwicklung hat der Therapiegarten im Geriatriezentrum Am Wienerwald, der vor genau zehn Jahren angelegt wurde. Mitinitiator des Projekts ist der Allgemeinmediziner und Psychotherapeut Dr. Fritz Neuhauser, der die Gartenarbeit zentral in seine therapeutische Arbeit integriert. „Speziell durch Aktivitäten im Pflegebereich und in der physikalischen Therapie ist die Gartentherapie seit etwa zehn Jahren in ganz Österreich verstärkt präsent. Seit kurzem wird Gartentherapie sogar an der Wiener Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik als interdisziplinäres Fach unterrichtet“, berichtet der engagierte Mediziner. „Der Ursprung lässt sich aber über hunderte Jahre zurückverfolgen und liegt in der landwirtschaftlichen Aktivität von Klöstern etwa im 15. Jahrhundert.“
Mittlerweile setzen hierzulande immer mehr Einrichtungen auf den Betrieb eines eigenen Therapiegartens. „Es gibt schätzungsweise 50, 60 Initiativen, die speziell von älteren Menschen in Betreuungseinrichtungen stark nachgefragt werden“, so Neuhauser. Im Rahmen der Gartentherapie werden die betagten Menschen nicht als Patienten, sondern vielmehr als Bewohner der Einrichtung verstanden, die ihr Leben aktiv gestalten – ganz nach dem Motto: „Der Gepflegte wird zum Pflegenden.“
Die Therapieform wird nicht nur bei Senioren, sondern z. B. bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, bei Jugendlichen mit sozialen Problemen, Suchterkrankungen, psychiatrischen Erkrankungen und in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt. Was genau bewirkt sie? „Sie hebt die Stimmung, senkt die Depressivität, sie kräftigt körperlich wie seelisch, sie fördert emotional aber auch intellektuell“, zählt Neuhauser auf. Die Auseinandersetzung mit der Natur stellt komplexe Anforderungen an die geistigen Fähigkeiten, die sich besonders positiv auf demente Menschen auswirken. Fritz Neuhauser: „Viele von ihnen sind viel weniger dement, als man vermutet. Sie haben nur einfach nicht die entsprechenden Herausforderungen – und die hat der Garten zu bieten!“


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Durch Gartentherapie zurück ins Leben:
„Jetzt spüre ich mich wieder“

Maria Holzer*) kam mit der Diagnose Burn-out in die stationäre Psychiatrie des Therapiezentrums Ybbs an der Donau. Die Arbeit im dortigen Therapiegarten gehört ganz wesentlich zu ihrem Behandlungspaket.
Im Interview mit MEDIZIN populär erzählt die 42-Jährige, wie sie durch das Gärtnern zurück ins Leben findet.

MEDIZIN populär
Frau Holzer, Sie sind jetzt seit sechs Wochen hier im Therapiezentrum Ybbs an der Donau und arbeiten jeden Tag im Therapiegarten.
Was machen Sie dort genau?

Maria Holzer

Ich arbeite mit Kräutern, vor allem mit Lavendel und verschiedenen Minzen. Die pflege ich, trockne sie, schneide sie ganz klein und verarbeite sie dann zu Badesalzen und Seifen. Das tut mir sehr gut, nicht nur wegen der Arbeit an sich, sondern auch wegen der Gerüche der Kräuter. Vor allem Lavendel rieche ich sehr gern, da werde ich ruhiger, komme in meine Mitte und merke, jetzt spüre ich mich wieder.

Bei Ihnen wurde Burn-out diagnostiziert...

Bevor ich hierher gekommen bin, habe ich zehn Jahre lang zugleich als Krankenschwester und Kellnerin gearbeitet, damit ich mein Haus finanzieren konnte. Nebenher habe ich alleine meine Kinder großgezogen, die heute 17 und 19 sind, und habe meinen Vater gepflegt, der an Alzheimer erkrankt ist. Eigentlich war mir das alles schon lange viel zu viel. Aber ich habe es nicht wahrgenommen, dass ich nur noch wie ein Hamster im Rad gelaufen bin und dabei immer wahnsinnig angespannt war. Ich habe erst Hilfe gesucht, als ich gar nicht mehr konnte. Und sogar dann habe ich noch nicht eingesehen, dass ich etwas in meinem Leben ändern muss.

Und zu dieser Einsicht hat die Gartentherapie nun beigetragen?

Die Gartentherapie ist ein Teil meiner Therapie, ein für mich sehr wichtiger Teil. Durch die Arbeit im Garten habe ich wieder gelernt, achtsam zu sein, wahrzunehmen, was um mich herum geschieht, die Natur wirklich wahrzunehmen, mich auf diese Art und Weise zu entspannen und auch mit mir selber wieder achtsamer umzugehen.

Haben Sie sich früher auch schon durch Gartenarbeit entspannt?

Ja, aber das ist sehr lange her. Ich habe ja einen großen Garten, aber den habe ich schon ewig nicht mehr genutzt. Eigentlich ist mir mein Garten zu groß, so wie mir auch mein Haus zu groß ist. Ich habe beschlossen, es zu verkaufen und mir ein kleineres Haus mit einem kleineren Garten anzuschaffen, das ich auch dann finanzieren kann, wenn ich meinen Zweitjob als Kellnerin aufgebe.

Und in dem kleineren Garten werden Sie dann auch Kräuter anpflanzen?

Dort pflanze ich ganz sicher Lavendel an, aber auch Rosen und viele andere Blumen. Das alles wächst und gedeiht auch schon jetzt in meinem inneren Garten.

Was ist ein innerer Garten?

Ich habe in der Therapie gelernt, mir einen Garten vorzustellen, der ganz meinen Wünschen entspricht. In diesen inneren Garten kann ich mich gedanklich versetzen und mich so sehr gut entspannen. Das hilft mir sicher sehr, wenn ich im Leben zurück bin und in eine Stresssituation gerate.
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