Russland

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Russland

Beitrag von Dissident am Do Aug 18, 2016 2:51 pm

Das heutige Russland ist nicht mehr mit der ehemaligen UdSSR vergleichbar, auch nicht mit dem Regime unter dem versoffenen US-hörigen Jelzin.

Obwohl Russland von den USA und seinen NATO-Verbündeten immer enger eingekreist und laufend provoziert wird, lässt sich Präsident Putin dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Putin hat sich gezwungenermaßen von Europa abgewandt und stärkt die BRICS und andere Bündnisse.

Auch fährt Russland einen Kurs gegen Institutionen welche seinem Land schaden, so aktuell gegen Scientology:
http://www.anonymousnews.ru/2016/08/18/putin-raeumt-weiter-auf-us-sekte-scientology-in-russland-ab-sofort-verboten/

Das Moskauer Amtsgericht auf Antrag des russischen Justizministeriums angeordnet, die Moskauer Filiale von Scientology zu schließen. Der Beschluss besagt, dass die Organisation die Religionsfreiheit für andere Zwecke missbrauche.

„Es stellt sich heraus, dass eine geschäftliche Partnerschaft die Religion verbreitet hat, obwohl Religion nur durch religiöse Organisationen verbreitet werden kann“, so das Ministerium weiter. Es fügte hinzu, dass die Organisation eher durch Gesetze des Verbraucherschutzes reguliert werden müsse.

Der Rechtsstreit zwischen Scientology und der russischen Regierung begann vor über einem Jahr. Die Moskauer Zentrale der Organisation wurde Anfang dieses Jahres von Polizeibeamten durchsucht, nachdem ein Medienbericht aufdeckte, dass die Institution ihre Mitglieder ausspioniert, um sie später mit ihren Geheimnissen zu erpressen.

Den vorgeblichen Heilsversprechen von Scientology kommt man nur durch teure Seminare und einen kompletten Seelenstriptease näher. In vielen Fällen wirkt die Organisation auf das soziale Umfeld ihrer Anhänger ein und strebt eine sukessive Isolierung dieser an, so dass eine soziale Abhängigkeit von der Organisation geschaffen wird.

Zudem ist Scientology mit einer Vielzahl verschachtelter Tarnorganisationen und gezielten Unterwanderungstaktiken äußerst umtriebig, wenn es darum geht, Einfluss auf die politische, wirtschaftliche, mediale und kulturelle Führungseliten zu nehmen. Die angewandten Methodiken sind dabei häufig Diffamierung, Rufmord und die Verwendung eines orwell’schen Neusprechs.

In den USA und auch Deutschland ist Scientology weitaus erfolgreicher als in Russland. So gelang es beispielsweise der Organisation den der US-Regierung nahestehenden Think Tank Freedom House dazu zu bewegen, Druck auf Deutschland wegen dessen teilweisen Widerstandes gegen Scientology aufzubauen.
Im Jahre 1996 brachte die Organisation rund drei Dutzend Hollywood-Prominente dazu, einen Offenen Brief an den damaligen Bundeskanzler Hemlut Kohl zu formulieren.

Griechenland hat Scientology 1993 zum „Staatsfeind“ erklärt.


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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Sep 07, 2016 2:22 pm

http://www.focus.de/politik/ausland/wird-kein-tauwetter-geben-als-putin-ueber-usa-spricht-findet-er-deutliche-worte_id_5892846.html

- - - Solange die USA nicht lernten, anderer Länder Interessen zu akzeptieren, "wird es kein Tauwetter geben", sagte Putin - - -
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am So Sep 18, 2016 4:25 pm

http://www.neopresse.com/politik/putin-gibt-hoeflich-seiner-verwunderung-ueber-die-westliche-bloedheit-ausdruck/

Putin gibt höflich seiner Verwunderung über die westliche Blödheit Ausdruck

In einem Interview mit John Micklethwait vom ‚Bloomberg Businessweek‘ wurde Putin befragt über Russlands Wunsch, seinen Einfluss geographisch auszudehnen.

Putin antwortete Folgendes:

„Ich denke, alle nüchtern denkenden Menschen, die wirklich mit Politik zu tun haben, verstehen, dass die Idee von einer russischen Bedrohung, z. B. des Baltikums vollständige Idiotie ist.“
- - -
Er spricht auch die russischen Atomwaffen an, bezeichnet jedoch das Szenario einer Eroberung des Baltikums als „verrücktes Zeug“.

„Aber glauben Sie wirklich, dass wir dabei sind, das Baltikum mit nuklearen Waffen zu erobern? Was ist das für verrücktes Zeug?“
Der Haupt-Punkt sei jedoch ein ganz anderer:
„Wir haben eine sehr reich politische Erfahrung, die u. a. darin besteht, dass wir zutiefst überzeugt sind, dass man nichts gegen den Willen des Volkes tun kann.“

Er wirft dem Westen vor, dieses Prinzip aus den Augen verloren zu haben. So sei der Wille des Volkes zwar bei der Kosovo-Frage in den Vordergrund gerückt worden, jedoch auf der Krim nicht anerkannt worden. Obwohl dort 70% ethnische Russen leben, auch der Rest der Bevölkerung russisch spricht und sich die Menschen Russland anschließen wollten.

„In Kosovo z. B. berief sich der Wesen auf den Willen des Volkes, aber nicht in der Krim. Das ist alles ein politisches Spiel. Um Sie zu beruhigen, kann ich sagen, dass Russland plant und planen wird, eine absolut friedliche Außenpolitik zu führen, die auf Kooperation zielt.“

Seine Antwort auf die provokante Frage des Interviewers beendet Putin mit einem süffisanten Hinweis auf die bereits jetzt enorme „Ausdehnung“ Russlands in dem die Entfernung der Hauptstadt zur fernöstlichen Ansiedlung Wladiwostok in etwa der zwischen Moskau und New York entspricht.

„Was die Ausdehnung unserer Zone des Einflussbereiches angeht, so hat es mich 9 Stunden gekostet, von Moskau nach Wladiwostok zu fliegen. Das ist in etwa dasselbe wie von Moskau nach New York durch ganz Ost- und Westeuropa und über den Atlantik. Glauben Sie, dass wir uns ausdehnen müssen?“
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Okt 12, 2016 2:14 pm

https://www.compact-online.de/putin-zu-nato-journalisten-ihr-werdet-belogen/ Putin zu NATO-Journalisten: „Ihr werdet belogen“

Klartext für Hofberichterstatter: Kürzlich versuchte der russische Präsident eine Riege hochrangiger westlicher Journalisten von der Gefahr eines westlich provozierten Erstangriffs auf Russland zu überzeugen. Die Medien würden belogen werden, um ihren Lesern dieselben Lügen aufzutischen, sagte Putin. „Die Menschen fühlen keine Gefahr – das ist es, was mich beunruhigt.“

Am 18. Juni traf sich Putin zum Ausklang des 2. Tages des St. Petersburger Wirtschaftsforums mit leitenden Mitarbeitern der größten internationalen Nachrichtenagenturen. Ein kanadischer Journalist wollte wissen, was Putin von einer Beteiligung Kanadas in NATO-Übungen in Polen hält. Auf sehr persönliche Art erteilte Putin den Anwesenden daraufhin eine Lektion in Militärgeschichte und hielt der westlichen Propaganda vom bösen Russen den Spiegel vor.

Wladimir Putin: Hören Sie, hier sind alle sehr mündige und bereits erfahrene Menschen anwesend. Ich werde jetzt nicht bitten, dass Sie all das, was ich sagen werde, so in Ihren Materialien abbilden und auf die Presse Einfluss ausüben sollen. Ich möchte Ihnen einfach persönlich gewisse Dinge sagen und Sie an diese erinnern.

Die Welt ist doch vor großen Kriegen u. kriegerischen Konflikten bewahrt worden – ich und Sie alle wissen das – dank der sogenannten strategischen Balance, die erreicht worden ist, nachdem 2 Atomsupermächte sich faktisch über die Eindämmung sowohl der Vermehrung von offensiver Bewaffnung als auch der Systeme der Raketenabwehr verständigt hatten. Denn für alle war klar: Wenn eine Seite eine Raketenabwehr erfolgreicher entwickelt als die andere, dann gewinnt sie die Oberhand u. bei ihr kommt die Versuchung auf, diese Waffe als erste einzusetzen. Deswegen sind das System der Raketenabwehr u. die Vereinbarungen auf dieser Ebene ein Eckpfeiler der internationalen Sicherheit.

Ich bin weit davon entfernt, jemanden zu beschimpfen und jemanden daran die Schuld zu geben, aber unsere amerikanischen Partner sind aus dem Abkommen über die Einschränkung der Raketenabwehrsysteme auf einseitige Weise ausgestiegen, das war ein kolossaler Schlag. (…)

Man hat uns geantwortet: „Ja, unser Raketenabwehrsystem richtet sich nicht gegen euch, und bei dem, was ihr macht, gehen wir davon aus, dass es nicht gegen uns gerichtet ist, also macht, was ihr wollt.“ (…) Man dachte wohl, dass eine gewisse Zeit vergehen werde, und die vorhandenen und von der Sowjetunion übernommenen Waffen verkommen würden. Daher sagte man uns: ja, macht, was ihr wollt. Aber wir mahnten an, dass wir es tun werden, wir sprachen darüber. Und wir tun es. Und ich versichere Ihnen, Russland hat heute wesentliche Erfolge auf diesem Weg erreicht. (…)

Aber bei alledem gelangten sie dazu, dass sie heute das System der Raketenabwehr in Rumänien aufbauen. Sie sagten die ganze Zeit: Wir müssen uns vor der iranischen atomaren Bedrohung schützen. Wo ist die iranische atomare Bedrohung? Es gibt sie nicht, man unterzeichnete bereits ein Abkommen, wobei eigentlich die Vereinigten Staaten die Initiatoren dieses Abkommens mit dem Iran waren. (…) Es ist in der Tat so, sie haben versucht, uns ein weiteres Mal zu prellen. Heute bauen sie dieses System auf, stellen dort Raketen auf, aber Ihnen muss bekannt sein, dass diese Raketen mit Kapseln versehen werden, die für den Start von „Tomahawk“-Raketen mittlerer Reichweite maritimer Stationierung verwendet werden.

Heute stellt man Antiraketen dorthin, die fähig sind, Ziele in Reichweite von 500 km zu treffen. Aber die Technologie entwickelt sich, wir wissen annähernd, in welchem Jahr die Amerikaner eine neue Rakete bekommen, die bereits nicht auf 500 km, sondern auf 1.000 u. dann auf mehr eingestellt sein wird. Und von diesem Zeitpunkt an werden sie beginnen, unser atomares Potenzial zu bedrohen. Wir wissen über die Jahre hinweg, was geschehen wird, und sie wissen, was wir wissen. Und sie hängen Ihnen eine Nudel an die Ohren [gemeint: man lügt Ihnen das Blaue vom Himmel herab], wie man bei uns sagt, und Sie Ihrerseits täuschen Ihre Bevölkerungen.

Die Menschen fühlen keine Gefahr – das ist es, was mich beunruhigt. Wie können wir es nicht verstehen: wir ziehen die Welt in eine völlig neue Dimension – darin liegt das Problem. Es wird der Anschein gemacht, als ob nichts vor sich geht, ich weiß gar nicht, wo man anklopfen soll [wie man sich bemerkbar machen soll]. Sie sagen dazu: Dies ist ein Teil des Verteidigungs-, nicht des Angriffspotenzials, dies sind Systeme, die vor Aggressionen schützen. Das ist aber nicht wahr, es ist nicht so.

Das strategische System der Raketenabwehr ist ein Teil des strategischen Angriffspotenzials, und all dies funktioniert in einem einheitlichen Verbund mit den offensiven Angriffssystemen. Die einen bringen einen Präventivschlag mit Hochpräzisionswaffen an, die anderen schützen vor einem atomaren Erwiderungsschlag, die dritten bringen selbst einen Atomschlag an. Dies alles wird in einem Komplex aufgelöst, in einem Komplex mit modernen Präzisionswaffen nichtatomarer Verwendungsart.

Also gut, es sind Abwehrraketen, die man entwickelt und die uns immer mehr bedrohen werden, aber die Behälter, in denen diese Raketen eingesetzt werden (…) Woher wissen wir denn, was sich dort in diesen Schächten befindet? Man muss einfach eine Änderung am Programm vornehmen – das ist alles. Diese Arbeit vollzieht sich absolut unauffällig, ja auch die Rumänen werden nicht wissen, was dort vor sich geht. Lässt man wohl einen Rumänen dorthin? Niemand wird es wissen: weder die Rumänen noch die Polen werden es wissen. Ich weiß, wie vorgegangen wird. Nach meiner Sicht ist dies eine große Gefahr. (…)

Aber ich weiß genau, dass wir genötigt sein werden, zu antworten. Nur ich weiß schon im Voraus, dass man uns wieder eines aggressiven Verhaltens beschuldigen wird, obgleich es nur die Antwort ist. Aber es ist klar, dass wir Sicherheit gewährleisten werden müssen, nicht nur unsere eigene – uns ist es auch wichtig, die strategische Balance in der Welt sicherzustellen.

Gerade die strategische Balance hat Frieden auf der Erde sichergestellt und sie bewahrte uns vor schweren bewaffneten Konflikten während der letzten 70 Jahre. Wissen Sie, das ist ein Gut, wenn auch eines, das auf gegenseitiger Bedrohung fußt. Diese hat den globalen Frieden über Jahrzehnte hinweg gewährleistet. Wie man ihn untergraben kann, weiß ich nicht. Mir scheint, dass dies sehr gefährlich ist. Es scheint mir nicht nur so, ich bin mir dessen sicher. (…) Wir werden Euch nicht sagen, was ihr wollt und macht, aber wir werden so handeln, wie wir es für nötig halten, um unsere Sicherheit zu gewährleisten.
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Haager Gerichtshof: Moskau zieht sich zurück

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 1:42 pm

http://www.orf.at/#/stories/2366968/   Haager Gerichtshof: Moskau zieht sich zurück

Russland zieht seine Unterschrift unter das Gründungsstatut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag zurück. Das russ. Außenministerium sagte heute, das geschehe auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin. Zur Begründung hieß es, der zur Verfolgung von Kriegsverbrechen eingerichtete Gerichtshof werde den Hoffnungen der internationalen Gemeinschaft nicht gerecht. Das Gericht sei außerdem „nicht wirklich unabhängig“.

Vertrag nicht ratifiziert
Russland hatte das Römische Statut im Jahr 2000 unterschrieben, den Vertrag bisher aber nicht ratifiziert ---
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Schnellere Zugverbindung von und nach Russland

Beitrag von Dissident am Mi Nov 30, 2016 3:07 pm

Lange Zeit war es für Eisenbahnreisen zwischen Russland und Westeuropa umständlich zu fahren wegen der unterschiedlichen Spuweite der Geleise.
Nun ist dieses Problem wieder ein Stückchen geringer:

https://de.sputniknews.com/panorama/20161126313517904-schnellzug-moskau-berlin-reportage/

Am 17.12. startet der neue Schnellzug der Russ. Eisenbahnen auf der Strecke Moskau-Berlin zu seiner 1. Reise. Eine absolute Neuheit ist dabei die innovative automatische Umspuranlage, die nicht nur die Fahrzeit reduziert, sondern auch für erhöhte Sicherheit der Passagiere sorgt.

Die Spurweite in Europa unterscheidet sich von der in Russland. Aus diesem Grund musste früher in der weißrussischen Grenzstadt Brest ein Umspuren durch das Anheben der Wagenkästen mit Hebeböcken u. ein Austauschen der Drehgestelle erfolgen. Dieser Vorgang hat rund 2 Stunden gedauert.

der neue Schnellzug Strizh vom spanischen Hersteller Patentes Talgo kann sich selbstständig an die europäischen Standards anpassen ---

Unter anderem unterscheide sich der Strizh „hochwertig von anderen modernen Zügen vor allem durch die Reduzierung der Radsätze“, so Burjak weiter. „Auf diese Weise spürt man die Verbindungsstellen der Gleise weniger, was auch wiederum zum Komfort der Passagiere während der Reise beiträgt, und zwar bei geringer und großer Geschwindigkeit.“ „Unter anderem gibt es hier eine Luftfederung, die es ermöglicht, dass der Wagen bei großen Geschwindigkeiten auf Kurven nicht lümmelt“ ---

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke Moskau-Berlin soll laut Burjak zunächst 160 km/h betragen. Künftig, „nach einer Verbesserung der Gleise u. der Infrastruktur wird die Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 180-200 km/h angehoben.“ Das betreffe das Territorium der russ. Eisenbahnen.

Insgesamt werden 3 Züge mit jeweils 20 Wagen auf den Strecken Moskau-Berlin u. Berlin-Moskau pendeln, darunter 5 Schlafwagen der 2. Klasse (größtenteils mit Abteilen für 4 Personen), 4 Schlafwagen der 1. Klasse (mit Abteilen für 2 Personen), 3 Wagen der 1. Klasse (mit VIP-Abteilen u. barrierefreien Abteilen), 2 VIP-Wagen u. 2 Sitzwagen. Zudem gibt es auch 1 Speisewagen mit Büffet u. 1 Restaurantwagen.

Von den hinteren Wagen hat man schon ein Stück dorthin zu laufen, denn der Zug hat eine Gesamtlänge von etwa 270 Metern --- Nun bräuchten die Reisenden nur rund 20 Stunden für die Fahrt von Moskau nach Berlin oder umgekehrt. Bisher waren es 25 Stunden ---  Ticketpreise ab etwa 120 €
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Putins Rede an Nation

Beitrag von Dissident am Do Dez 01, 2016 4:50 pm

http://www.epochtimes.de/politik/welt/putins-rede-an-nation-wirtschaft-erholt-sich-so-will-er-bildung-staerken-a1989161.html --- Putins Rede an Nation

Russlands Präsident Wladimir Putin sprach heute in seiner traditionellen Rede zur Lage der Nation vor allem über innenpolitische Themen.

Zu Beginn erinnerte er an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution v. 1917 u. rief dazu auf, aus der Geschichte zu lernen u. sich auszusöhnen. Die Tragödien der Vergangenheit dürften nicht benutzt werden, um die Gesellschaft zu spalten u. Verbitterung zu schüren, so Putin laut „Sputnik“: „Wir sind ein einheitliches Volk u. haben nur ein Russland.“
Der Kurs auf Entwicklung der Demokratie werde fortgesetzt. Russland setzte auf die Entwicklung von Demokratie-Instituten, des politischen Systems u. auf die Erhöhung der Konkurrenz bei Wahlen. Putin lobte die Immunität der Russen gegen „Populismus und Demagogie“ u. betonte: „Niemand darf anderen verbieten, laut zu denken.“

Für Bevölkerungswachstum und Chancengleichheit in Bildung
Dann kam Putin auf das „große menschliche Kapital“ Russlands, die Bildungs- u. Gesundheitspolitik zu sprechen. Hauptanliegen der Regierung sei, traditionelle Werte u. soziale Programme zu unterstützen, um das Bevölkerungswachstum anzuregen. Bezüglich Bildung sagte er: „Jedes Kind ist begabt.“ Alle Kinder müssten die gleichen Chancen auf Verwirklichung ihrer Talente bekommen. Hochbegabte sollten speziell gefördert werden. Die Schule müsse tiefgreifende fundamentale Kenntnisse vermitteln.
Hierzu versprach Putin, sich für die Sanierung maroder Schulen einzusetzen. Auch die Mini-Gehälter der Lehrer müssten angehoben werden. Dann schlug er laut „Focus“ vor, dass Schüler neuartige Aufgaben bekommen sollten, die zum selbstständigen Denken anregen, was im Widerspruch zum bisherigen Frontalunterricht an russ. Unis steht.

Dann regte Putin an, nicht-staatliche Hilfsorganisationen zu fördern u. bürokratische Hürden für sie abzubauen – zum Beispiel NGOs, die für Bedürftige oder im Gesundheits-bereich tätig sind. Ehrenamtliches Engagement von Bürgern nannte er in diesem Zusammenhang „Barmherzigkeit“. Auch im Bereich Umwelt- u. Naturschutz brauche es Engagement der Zivilgesellschaft, das Putin ausdrücklich lobte, berichtete „Focus“.

Fortschritt bei Hightech-Medizin
2016 werden insgesamt 900.000 Russen Behandlungen mit Hightech-Medizin bekommen, versprach Putin laut „Sputnik“. Vor 10 Jahren lag diese Zahl noch bei 60.000. Trotzdem gebe es immer noch Warteschlangen u. überlastete Ärzte im Gesundheitswesen u. Nachholbedarf beim Umgang mit moderner Medizintechnik.

Entwicklung der Wirtschaft
Die Sanktionen des Westens machen Russland immer noch zu schaffen, das sprach Putin in seiner Rede klar an. Auch beschrieb er Schwierigkeiten, die nicht auf äußere Faktoren zurückzuführen sind. Jede schwierige Situation habe jedoch auch etwas Gutes an sich, sagte er in Bezug auf die letzten Jahre. Es habe Russland geholfen, die Richtung für die Zukunft festzulegen. Die russische Politik sei getragen von langfristigen nationalen Interessen.
Zum Thema Wirtschaft sagte er: „2015 betrug die Inflation 12,9 %. Ich hoffe, dass sie in diesem Jahr weniger als 6 % – etwa 5,8 % – ausmachen wird.“ Möglicherweise werde man nächstes Jahr in den Vierer-Bereich kommen.
„Mittlerweile ist die Rezession in der Realwirtschaft zu Ende, es hat sogar ein Industriewachstum eingesetzt. Während im vergangenen Jahr der Rückgang des Bruttoinlands-produkts 3,7 % betrug, wird er im laufenden Jahr aus meiner Sicht nur ganz gering ausfallen. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 betrug er 0,2 %, u. ich glaube, das wird auch so bleiben“, sagte Putin laut „Sputnik“.

Agrarexport übersteigt Waffenexport
Die Sanktionen des Westens u. die russ. Gegensanktionen haben der russ. Landwirtschaft geholfen, meinte Putin außerdem. Aber die Sanktionen wird es nicht ewig geben. Russland verdiene derzeit am Agrarexport mehr als am Waffenexport. Bei der Rüstungsindustrie stieg die Arbeitsproduktivität um 9,8 %. 2016 werde das Wachstum der Rüstungsindustrie um mehr als 10 % zulegen, so Putin laut „Sputnik“.
Russland müsse „noch aktiver u. entschlossener für den Zugang zu Außenmärkten kämpfen“, sagte Putin. Es bestehe „gutes Potential zur Erhöhung des Warenexports. Gleichzeitig sehen wir, dass die Schutzzollpolitik in der Welt zunimmt“, so Putin laut „Sputnik“

Rubelabsturz und Finanzsektor
Zu den Auswirkungen der Sanktionen auf den Finanzsektor (Russland wurde von ausländ. Krediten abgeschnitten) sagte Putin: Die Situation hat sich etwas verbessert, aber nur in einigen Bereichen. Die Zentralbank habe die Banken mit 827 Milliarden Rubel gefüllt, um Kredite für den privaten Sektor zu ermöglichen. Der Absturz des Rubels sei dennoch passiert – auch im Unterschied des Rubel-Wechselkurses zu Euro u. Dollar. Diese Phase haben nicht alle Banken überlebt: Dank nachhaltiger Arbeit der Zentral-
bank, seien „Banken, die Bürgern nicht helfen u. dubiose Geschäfte betrieben“ vom Markt verschwunden, sagte Putin. Er schlug eine Reform des Bankenwesens vor u. dass kleinere Banken die sehr wichtigen Kredite für Kleinunternehmer zur Verfügung stellen sollten, die nur 1,5 % des Geschäftsvolumens der russ. Banken ausmachen.
„Wir müssen nicht alles kopieren, was andere Länder tun am Banken- u. Finanzsektor“, sagte Putin. Russland solle kopieren, was funktioniert. Alles müsse aufs Wirtschaftswachstums abzielen .

Zukunftstechnologien wichtig für Wirtschaft
Um ein neues wirtschaftliches Niveau zu erreichen, sei es außerdem wichtig, eigene Lösungen im Bereich der Zukunftstechnologien zu entwickeln. Putin forderte hierzu kostenlose Studienplätze u. Hochschulen mit Kompetenz-Zentren für neue Branchen, damit hierzu eine fundierte Wissenschaft entwickelt werden könne.

http://orf.at/stories/2369029/2369028/
--- Russland werde seine eigenen Interessen vertreten, habe allerdings kein Interesse an geopolitischen Konfrontationen. „War haben nie und werden nie Feinde suchen. Wir brauchen Freunde“, sagte Putin am Donnerstag im Kreml vor rund tausend Amts- und Würdenträgern.

Eine Einmischungen in russische Politik werde man allerdings nicht tolerieren. „Wir dulden keine Missachtung unserer nationalen Interessen.“ Russlands Politik in der Ukraine-Krise u. im Syrien-Konflikt hat die schwersten Spannungen mit dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst. Vor allem das Verhältnis zu den USA unter Präsident Barack Obama ist zerrüttet.

Für Verhältnis zu USA auf Augenhöhe
Russland sei bereit, mit der neuen US-Führung unter Donald Trump zusammenzuarbeiten. „Es ist wichtig, dass wir unsere Beziehungen normalisieren u. anfangen, unser bilaterales Verhältnis auf gleichberechtigter Ebene zu entwickeln“, sagte er. Moskau hoffe, mit Washington im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten. Beide Länder hätten eine gemeinsame Verantwortung für die globale Sicherheit, so Putin weiter. Der Kreml-Chef hatte sich nach der Wahl des künftigen US-Präsidenten Trump für eine Annäherung ausgesprochen. Auch die Partnerschaft mit China sei für Russland wichtig, ergänzte er.
---
Die Rohstoffmacht Russland leidet seit 2014 unter den Folgen niedriger Ölpreise. Das könnte sich jetzt durch die Förderdrosselung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ändern ---
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Versprechen, die Nato nicht Richtung Osten zu erweitern

Beitrag von Dissident am Sa Dez 10, 2016 12:53 pm

https://de.sputniknews.com/politik/20161209313702606-lawrow-nato-ostwerweiterung/

Der russ. Außenminister Lawrow hat seine europäischen Kollegen an das Versprechen erinnert, die Nato nicht Richtung Osten zu erweitern.

„Ich habe meinen Kollegen die Dokumente übergegeben, die freigegeben wurden, nachdem sich Gorbatschow u. Kohl unterhielten (…). Sie sprachen eindeutig davon, dass keine Erweiterung der Nato in Richtung Osten stattfinden werde, geschweige, dass sich die militärische Infrastruktur der Nato an unsere Grenzen annähern werde“, sagte Lawrow am Freitag beim Treffen mit seinen OSZE-Kollegen in Hamburg.
Lawrow erinnerte zudem daran, dass an den damaligen Verhandlungen neben dem Präsidenten der UdSSR u. dem Bundeskanzler auch der Außenminister der UdSSR Schewardnadse, sein deutscher Amtskollege Genscher, der damalige US-Außenminister Baker u. der franz. Präsident Mitterrand teilgenommen hatten.

Doch trotz aller Vereinbarungen versuche derzeit die Allianz, Montenegro schnellstmöglich in eigene Reihen „krampfhaft hereinzuziehen“, bevor die Amtszeit des US-Präsidenten Obama auslaufe. Am 17.10. hatte Montenegros Premierminister Djukanovic erklärt, Montenegro werde in wenigen Monaten das Protokoll zum Nato-Beitritt ratifizieren. In Montenegro ist derweil noch keine einheitliche Position in Bezug darauf zu erkennen, wie der Beschluss über die Nato-Mitgliedschaft getroffen werden soll. Ein Teil der Opposition, die als prorussisch gilt, besteht auf ein Referendum. Allerdings gehört diese Frage zu den Vorrechten des Parlaments. Im Sept. letzten Jahres stimmten über 60 % der Abgeordneten für die Resolution zum Nato-Beitritt. Russland fordert derweil konsequent ein Referendum in Montenegro u. betont, dass es jedes Ergebnis akzeptieren werde. Dabei wird in Moskau das Nato-Streben Montenegros als negativ wahrgenommen.
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Jan 11, 2017 1:32 pm

Einige Passagen aus der Neujahrsansprache Putins:

https://de.sputniknews.com/politik/20161231313995845-putin-neujahrsansprache-wladiwostok/

--- Das Wichtigste ist, dass wir den Glauben an uns selbst haben, an die eigenen Kräfte und das eigene Land. Wir arbeiten, wir arbeiten erfolgreich, und es gelingt uns viel. Ich möchte mich bei Ihnen aufrichtig für die Siege und die hohen Leistungen, für das Verständnis und das Vertrauen, für die wahre, herzliche Sorge um Russland bedanken ---

Wir haben ein riesiges, einmaliges und schönes Land! Wir sind durch gemeinsame Sorgen und gemeinsame Freuden geeint ---

Dazu sollte man die Eltern lieben und ihnen dankbar sein, die eigenen Kinder und die eigene Familie mit Aufmerksamkeit und Sorge umgeben, die Arbeitskollegen achten, Freundschaft bewahren, Wahrheit und Gerechtigkeit verteidigen, barmherzig sein und allen helfen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Darin besteht das Geheimnis.
Mögen all unsere Träume, lautere Gedanken und gute Absichten Wirklichkeit werden. Möge jedes Heim voller Freude und Liebe sein. Mögen die uns teuren Straßen, Städte und Siedlungen schöner und attraktiver werden.

Ich wünsche Russland – unserer gemeinsamen erhabenen Heimat – Frieden und Gedeihen und Ihnen Glück, gute Gesundheit und Wohlergehen.
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mo Jan 16, 2017 9:10 am

https://deutsch.rt.com/international/45284-russland-boris-jelzin-manipulation-usa/

Wie US-Strategen Boris Jelzin zum Wahlsieg verhalfen

Immer noch ist in Westmedien von "russischen Hackern" die Rede, die im Auftrag Putins die US-Wahlen zugunsten Donald Trumps manipuliert haben sollen. Beweis gibt es dafür keinen - anders als für die US-Einflussnahme auf die russischen Präsidentenwahlen 1996.

von Kani Tuyala

Im Jahr 1996 stellte sich Boris Jelzin zum zweiten Mal der Wahl zum Präsidenten der Russischen Föderation. Im Unterschied zu seiner ersten Kandidatur im Jahr 1991 galt dabei keineswegs als gesichert, dass er das Rennen machen würde. Sein Rivale Gennadi Sjuganow, seit 1993 Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, saß ihm ebenso im Nacken wie der populäre General Alexander Lebed, der im ersten Wahlgang immerhin auf knapp 15 Prozent kam. Wenige Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der von Jelzin verordneten wirtschaftlichen "Schocktherapie" kämpften Millionen Russen um das wirtschaftliche und soziale Überleben.

Bei den Duma-Wahlen 1993 hatten die Regierung Jelzin und die mit ihr verbündeten Kräfte eine verheerende Niederlage erlitten. Dazu kamen eine sich ausbreitende Korruption, der desaströse Tschetschenien-Krieg sowie die auch damit einhergehende allgemeine Unbeliebtheit Jelzins in der russischen Bevölkerung. Jelzin hatte im Dezember 1994 den Einmarsch russischer Truppen in die abtrünnige Kaukasus-Republik angeordnet. Im August des Jahres 1996 gestand der Kreml faktisch das militärische Scheitern in Tschetschenien ein.

Sjuganow wiederum versprach den Wählern eine Rückkehr zu den stabilen Verhältnisse der Sowjetära. Das US-Magazin "Time" fasste die Position der US-Regierung nach dem Wahlerfolg Jelzins im Jahr 1996 wie folgt zusammen:

   Er ist bei weitem nicht der ideale Demokrat oder Reformer, […] aber Jelzin ist wohl die beste Hoffnung für Russland, um in Richtung Pluralismus und einer offenen Gesellschaft zu gehen. Durch seine Wiederwahl trotzten die Russen Vorhersagen, denen zufolge sie sich freiwillig wieder dem Kommunismus unterwerfen würden.

Doch bis zum Wahlerfolg Boris Jelzins war es ein weiter Weg und die Vereinigten Staaten entschieden sich im Vorfeld dazu, diesen wohlwollend zu begleiten. Zumindest indirekt. So machten sich schließlich sechs US-Berater ans Werk, um das Schicksal der Russischen Föderation in amerikanische Hände zu nehmen.

Das Unternehmen leitete der damals 48-jährige Weißrusse Alan Braynin, der im Jahr 1979 nach San Francisco emigrierte. Inzwischen ist er als erfolgreicher Wirtschaftsberater tätig. Entgegen Jelzins engsten Vertrauten war Braynin der Ansicht, dass der amtierende russische Präsident die Wahlen verlieren könnte, wenn er nicht jene Art professioneller Politik-Beratung erhielte, wie sie für US-Präsidenten selbstverständlich ist.

So begann Braynin eine Reihe "geheimer Unterhaltungen" mit Jelzin-Vertrauten, darunter auch mit dem damaligen stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Oleg Soskovets. Braynin erhielt schließlich den Auftrag, "einige Amerikaner" zu finden, dabei aber "diskret" vorzugehen. Dazu sagte Braynin später:

   Geheimhaltung war oberstes Gebot. Jedem war klar: Würden die Kommunisten noch vor den Wahlen Wind davon bekommen, würden sie Jelzin als Werkzeug der Amerikaner angreifen.

In Folge begann der Wirtschaftsberater damit, sein konspiratives Wahlkampfteam aufzubauen und kontaktierte zu diesem Zweck zunächst den ebenfalls in San Francisco ansässigen Rechtsanwalt Fred Lowell. Lowell verfügte über beste Verbindungen zur Republikanischen Partei des US-Bundesstaats Kalifornien und kontaktierte wiederum den politischen Daten-Analysten Joe Shumate. Dieser war als Politischer Berater für den kalifornischen Gouverneur Pete Wilson tätig.

Darüber hinaus stieß auch noch der New Yorker Berater Richard Dresner, der ebenfalls in etlichen Wahlkampagnen für Wilson tätig gewesen war, zur wachsenden Gruppe der US-amerikanischen Berater. Zudem engagierte das neue Wahlkampf-Team auch noch Braynins Sohn Alan und den Public Relations Spezialisten Steven Moore.

Durch Dresner kam in weiterer Folge Dick Morris ins Spiel, der gemeinsam mit Dresner die Kampagne zur Wiederwahl Bill Clintons mitorganisiert hatte. Als "politischer Guru" Clintons fungierte Morris als Mittelmann zwischen den klandestinen Wahlkampfhelfern und der US-Regierung. Obwohl Clinton selbst nicht in die Kampagne zur Wiederwahl Jelzins involviert war, wusste dessen Regierung von deren Existenz. Dresner bestritt zwar später, mit Morris in Verbindung gestanden zu haben, doch drei weitere Quellen bestätigten gegenüber dem Time Magazin, dass zumindest bei zwei Gelegenheiten die Kontakte des Teams mit Morris "hilfreich" gewesen wären.

Während sich das Undercover-Team für Jelzins Wahlkampf beriet, sackten parallel dazu die Umfragewerte des russischen Präsidenten weiter ab. Einzelnen Wahlprognosen zufolge wollten nur mehr sechs Prozent der Russen dem Amtsinhaber ihre Stimme geben. Ein direktes Treffen mit Jelzin wäre für das US-amerikanische Wahlkampfteam jedoch zu riskant gewesen. Für das Halten des Kontakts zur russischen Regierung war der stellvertretende Ministerpräsident Soskovets zuständig, der das Team offiziell in den Stand der Wahlkampfstrategen erhob:
   Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Ihr seid engagiert. Ich werde dem Präsidenten sagen, dass wir die Amerikaner haben.

Soskovets fügte hinzu, dass das US-Team den Auftrag gehabt hätte, ihm rechtzeitig Bescheid zu sagen, sollte sich die Wiederwahl Jelzins als zu unwahrscheinlich erweisen:

   Wenn ihr zu dem Entschluss kommen solltet, dass wir verlieren werden, besteht eine eurer Aufgaben darin, uns einen Monat vor den Wahlen darüber in Kenntnis zu setzen, ob wir die Wahl verschieben sollten.

Als Verbindungsperson zu Jelzin selbst agierte dessen Tochter, die studierte Informatikerin Tatjana Djatschenko. Gegenüber der russischen Presse formulierte sie ihre Rolle im Wahlkampf ihres Vaters wie folgt:

   Ich bin so ziemlich in alles involviert. Ich bin überall, überall wo es Schwachstellen gibt.
Djatschenko war die Schlüsselfigur im Kampf um die Wiederwahl Boris Jelzins. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass sie die einzige Person war, die ihren Vater täglich zu Gesicht bekam. Jelzin selbst konnte sich eine Niederlage gegen Gennadi Sjuganow schlichtweg nicht vorstellen. Er mochte nicht glauben, dass die Wähler eine "Rückkehr zum Kommunismus" durch die Wahl des KP-Chefs ihm vorziehen würden. Jelzins eigene Berater waren unterdessen nur schwer vom Nutzen ausgefeilter Wahlkampf-Strategien zu überzeugen. Shumate fasste die noch stark sowjetisch geprägten Mentalität und die zu leistende Überzeugungsarbeit wie folgt zusammen:

   All dies musste einer Gruppe von Leuten erklärt werden, die - ohne ihren Einsatz für die Demokratie in Frage zu stellen - nach wie vor dem alten sowjetischen Denken verhaftet waren. Sie dachten, sie könnten die Wahl gewinnen, indem sie hohen Funktionären wie etwa Fabriksdirektoren dazu bringen würden, ihren Mitarbeitern zu zeigen, wie man wählt.

Für ihre viermonatigen Dienste erhielten die US-Amerikaner etwa 250.000 Dollar und ein unbeschränktes Budget für die Organisation und die Entwicklung von Wahlkampfstrategien nach US-Vorbild. Für den gesamten Wahlkampf gab das Jelzin-Lager schätzungsweise eine halbe Milliarde Dollar aus, von denen etwa 100 Millionen Dollar von privaten Spendern gestiftet wurden. Im Vorfeld der Wahlen war zudem eine Gruppe von Bankiers und Finanzmagnaten, so genannte "Oligarchen", im Februar 1996 übereingekommen, Jelzin finanziell und organisatorisch zu unterstützen.
Trotzdem erwiesen sich die Chancen Jelzins, nochmal das Rennen zu machen, bis zuletzt als eher gering. Umfragen zufolge sahen die meisten Russen in Jelzin einen "Freund, der sie betrogen hat", einen "zum Herrscher entrückten Populisten". Mehr als 60 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass Jelzin korrupt sei. Nicht weniger als 65 Prozent sahen ihn als Hauptursache für den Niedergang der russischen Wirtschaft. Selbst der unerbittlich strenge Sowjetführer Josef Stalin genoss unter den Bürgern höheres Ansehen als der amtierende Staatspräsident. Aufgrund dieser massiven Abneigung innerhalb der Bevölkerung fiel es den "Spin-Doktoren" nicht leicht, eine erfolgversprechende Strategie gegen den Herausforderer Sjuganow zu entwickeln.

Die US-Strategen entschlossen sich aufgrund der Unbeliebtheit Jelzins schließlich für eine Negativ-Kampagne, wie sie noch heute bei US-Wahlkämpfen ihre Verwendung findet. In einem Memo an das offizielle Wahlkampfteam Jelzins hielten die US-Strategen ihr Konzept fest:

   Es existiert nur eine sehr schlichte Strategie um zu gewinnen: Erstens, die einzige Alternative zu den Kommunisten zu werden. Zweitens, die Leute davon zu überzeugen, dass die Kommunisten um jeden Preis gestoppt werden müssen.

Um das nach wie vor skeptische Wahlkampfteam Jelzins zu überzeugen, machten die US-Amerikaner Gebrauch von einer Art Meinungsdetektor ("perception analyzer"). Ziel war es, durch dessen Nutzung die Ansichten einer repräsentativen Gruppe von 40 russischen Bürgern zu Boris Jelzin und seiner Arbeit als Präsident zu ermitteln. Das System analysierte dabei mittels manueller Betätigung spezieller Wählscheiben vollzogene Bewertungen von Film-, Foto- und Audiomaterial durch die Untersuchungsgruppe. Das Material zeigte Wahlkampfauftritte Jelzins.

Die Ergebnisse bestätigten die Analyse der Wahlkampfhelfer aus Übersee, der zufolge die Russen Jelzin nicht glauben würden. Dies lief der eigentlichen Einschätzung des Teams Jelzin zuwider, das darauf setzen wollte, dass die Bürger ihm mehr vertrauen würden als seinem Kontrahenten. Shumate fasste das Test-Ergebnis zusammen:

   Die Analyse lehrte uns, dass Jelzin es vermeiden sollte, irgendetwas zu versprechen. Das Land glaubt ihm einfach nicht.

Von jenem Tag an wuchs der Einfluss des US-Beraterteams auch unter den Skeptikern, wodurch dieses zum zentralen Richtungsweiser der Kampagne zur Wiederwahl Boris Jelzins wurde. Das Hauptwahlkampfthema war fortan die Vermeidung einer Rückkehr des Kommunismus, die nur durch Jelzin zu gewährleisten sei.

Zwischenzeitlich wurde auch ermittelt, was die Russen an einer Rückkehr des Kommunismus am meisten fürchteten. Anschließend wurde die Angstkampagne gegen die "Rückkehr des Kommunismus" mit der Verbreitung der Botschaft kombiniert, dass im Falle eines Sieges von Sjuganow ein Bürgerkrieg sehr wahrscheinlich sei.

Zudem unterstützten sie eine Kampagne, die auf die vom Staat kontrollierten Medien zugeschnitten war, die Jelzin zuvor aufgrund des Tschetschenien-Kriegs kritisiert hatten. In der letzten Woche vor der Stichwahl brachten die wichtigsten Fernsehsender dann - wie spätere Auswertungen ergaben - 114 positive Beiträge zu Jelzin, hingegen 158 kritische zu Sjuganow. Die US-Fachleute wehrten sich auch erfolgreich gegen ein Fernsehduell der beiden Kandidaten, das Jelzin ihrer Ansicht nach wohl verloren hätte.
Tatsächlich sollte es Jelzin schließlich aufgrund einer massiven "Manipulation der Öffentlichkeit" gelingen, im ersten Wahlgang mit 35 Prozent eine knappe Mehrheit gegenüber Sjuganow zu erhalten, der 32 Prozent der Stimmen hinter sich vereinen konnte. Der als Drittplatzierter ausgeschiedene Alexander Lebed gab eine implizite Wahlempfehlung für Jelzin ab, indem er dessen Angebot annahm, als Sekretär des Sicherheitsrates zu dienen. In der Stichwahl setzte Jelzin sich dann mit 53 Prozent der abgegebenen Stimmen noch klarer gegen Sjuganow mit 40 Prozent durch. Der Einsatz des Sextetts aus Übersee hatte sich also ausgezahlt. Das TIME Magazin fasste das Ergebnis auf seine ganz eigene Weise zusammen:

   Letzte Woche vollzog Russland einen historischen Schritt aus seiner totalitären Vergangenheit. Die Demokratie triumphierte und mit ihr hielten Instrumente der modernen Kampagnenführung Einzug, inklusive der Tricksereien, die den Amerikanern so bekannt sind. Auch wenn diese Instrumente nicht immer bewundernswert sind, ist es doch sicherlich das Ergebnis, das sie zu erzielen halfen.

Der hehre Zweck heiligt wie so oft die undemokratischen Mittel. Die Identität und Funktion der US-Experten enttarnte die Washington Post zwei Tage vor der Stichwahl. Erst nach dem Sieg des amerikanischen Wunschkandidaten Boris Jelzin enthüllte das TIME Magazine sämtliche Details über den amerikanischen Einfluss auf die inneren Angelegenheiten Russlands.


Zuletzt von Dissident am Fr Jan 19, 2018 8:58 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Lawrow wirft Merkel Einmischung in US-Wahlkampf vor

Beitrag von Dissident am Di Jan 24, 2017 2:33 pm

https://de.sputniknews.com/politik/20170118314160691-lawrow-kurz-us-wahlkampf-einmischung/

Lawrow wirft Merkel Einmischung in US-Wahlkampf vor

Russlands Außenminister Lawrow hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel u.a. europ. Spitzenpolitiker beschuldigt, in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben - auf der Seite von Hillary Clinton.

Auf einer Pressekonferenz mit seinem österr. Amtskollegen Kurz in Moskau wurde Lawrow auch auf die andauernden westlichen Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland angesprochen. Lawrow kommentierte, dass sich wohl diejenigen, die diese Vorwürfe erheben, sich selbst "auf aktivste Weise" in den Wahlkampf eingemischt hätten.

Eine ganze Reihe von Verbündeten der USA hätten sich den US-Wahlkampf eingemischt, so Lawrow. So hätten beispielsweise die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, der franz. Präsident Hollande sowie die neue britische Premierministerin May direkt für Trumps Demokraten-Rivalin Hillary Clinton geworben. "Dabei schämten sich einige Kollegen nicht einmal, Trump zu dämonisieren: Mein deutscher Amtskollege Steinmeier etwa bezeichnete Trump — wenn ich mich richtig erinnere — als Hassprediger.“

Russland hingegen halte sich aus Amerikas inneren Angelegenheiten heraus u. habe immer seine Bereitschaft erklärt, mit jedem beliebigen Präsidenten zusammenarbeiten, so Lawrow. Die Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland seien haltlos u. verleumderisch. „Wir haben dieses Thema wirklich schon satt.“
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EEU

Beitrag von Dissident am Di Feb 21, 2017 3:24 pm

http://www.goldseiten.de/artikel/317239--Kalter-Krieg-II.html

---  Parallel-EU

So gründete Putin 2016 die «Eurasian Economic Union», kurz «EEU», als eine Art Gegengewicht zur EU, wobei die USA nicht eingeladen waren.
Bisher traten der Union 49 Länder bei. Gleichzeitig reduzierte Moskau seine Dollar-Wertpapiere um über ein Drittel.
Die Chinesen, als die größten Eigner amerikanischer Schuldpapiere, reduzierten ihre Bestände ebenfalls um 10 Mrd. US-Dollar.

Noch schlimmer: Japan als zweitgrößter Halter nach China, verkaufte 45 Mrd. an Dollarpapieren. Sogar die bisher US-treuen Saudis trennten sich von 8 Mrd. Dollar.
Selbst das kleine Ungarn ging auf Distanz, trennte sich von ein paar «Greenbacks» ---

https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Wirtschaftsunion
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Russlands „Datschen-Gärten“

Beitrag von Dissident am Mi März 15, 2017 2:52 pm

http://www.epochtimes.de/umwelt/traditionelle-selbstversorgung-russlands-dacha-gaerten-produzierten-40-der-benoetigten-nahrungsmittel-der-nation-a2071259.html

Traditionelle Selbstversorgung: Russlands „Datschen-Gärten“ produzierten 40% der benötigten Nahrungsmittel der Nation

In den „Datschen“ Russlands lebt eine starkes Wissen um Selbstversorgung, wie Statistiken von 2011 zeigen. 2011 wurden 51% des russ. Nahrungsbedarfs entweder von Datschen-Gemeinden (40%), oder einfachen Bauern (11%) produziert, der Rest (49%) der Produktion wurde von großen landwirtschaftl. Betrieben erbracht.
- - -
.. Wenn man die Daten des rus. Statistikdienstes noch genauer anschaut, entdeckt man eindrucksvolle Details. 2011 produzierten „Datschen-Gärten“ über 80% des Obstes u. der Beeren des Landes, über 66% des Gemüses, fast 80% der Kartoffeln u. fast 50% der Milch, vieles davon als Rohmilch verzehrt.

Während viele europäische Regierungen dem Bürger das Leben auf einem kleinen Landsitz sehr schwierig machen, ist in Russland das Gegenteil der Fall. In England war die Meinung eines Stadtrates über das Leben auf dem Lande: „Niemand würde sich dieser Lebensweise unterwerfen. Sie könnten auch im Gefängnis sein“; kann man das einer Nation von Gärtnern erzählen, die vom Landbau lebt?

In früheren Zeiten waren russ. Kinder dazu verpflichtet, ihre örtlichen Bauernhöfe zu besuchen, um praktische Erfahrung bei der Ernte zu sammeln. Das Essen der Nation kam damals zu etwa 90% aus „Datschen-Gärten“. Von den Kindern wurde auch erwartet, dass sie ihre Rolle beim Anbau der benötigten Lebensmittel spielen.

Während der Prozentsatz der von den russ. „Datschen“ angebauten Lebensmittel seitdem gefallen ist, ist es immer noch ein massiver Beitrag für die Nahrungsversorgung der Nation u. bildet einen wichtigen Teil des ländlichen Erbes. Machen Sie einen Spaziergang durch die Straßen der russ. Städte, wie St. Petersburg u. Sie finden Menschen, die Kräuter, Obst, Beeren u. Gemüse aus ihren „Datschen-Gärten“ verkaufen. Anders als in vielen Städten in Europa u. den USA, finden sich in russ. Städten noch viele kleine Geschäfte an der Ecke, die lokal gewachsene Lebensmittel in allen Formen, Farben u. Größen anbieten, die immer noch ihre Herkunft im heimischen Boden haben.

Wenn Sie eine typische russ. „Datsche“ besuchen, werden Sie wahrscheinlich mit einem Begrüßungsgericht namens „Okroshka“ begrüßt, eine erfrischende kalte Suppe aus hausgemachter Gurke, Rettich, Frühlingszwiebel, frischem Dill u. Petersilie, eingelegt in Kvas (ein hausgemachtes Roggenbrotgetränk), ergänzt mit Sauerrahm oder Kefir.

Ernährungssouveränität
Die Idee einer Ernährungssouveränität setzt die Menschen, die produzieren, verteilen u. essen, ins Zentrum der Entscheidungen über Nahrungsmittelproduktion u. -politik, statt Konzerne u. Marktinstitutionen, die das globale Nahrungsmittelsystem dominieren. In Havanna/Kuba kommen 90% der benötigten Frischeprodukte der Stadt aus lokalen städtischen Bauernhöfen u. Gärten.
2003 unterzeichnete die russ. Regierung ein Gesetz für private Hausgärten u. berechtigte die Bürger zur kostenlosen Nutzung von privaten Grundstücken. Diese Größe der Grundstücke reicht von 0,89 Hektar bis zu 2,75 Hektar. ---
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Fr März 24, 2017 10:44 am

http://uncut-news.ch/2017/03/24/anti-putin-provokation-misslungen/ --- Anti-Putin-Provokation mißlungen!

MÖRDER DES RUSSISCHEN EX-ABGEORDNETEN WAR NICHT DIE "KREML-HAND" - SONDERN UKRA-FASCHIST AUS "ASOW" UND OFFIZIELLER MITARBEITER DES KIEWER INNENMINISTERIUM !

Während deutsche & transatlantischen Medien bereits offene u. hetzerische Spekulationen über den Mörder & gestrigen Mord-Hintergrund des wg. Korruptionsermittlungen nach Kiew geflohenen russ. Ex-Abgeordneten Voronenkov anstellten - u. die "Kreml-Hand" vermuteten oder "führt die Spur nach Moskau" laut posaunten - haben ukrainische Medien im Bezug auf ukrain. Ermittler heute den Namen des Mörders offengelegt, da dieser Mitarbeiter der ukrain. Nazionalgarde des Kiewer Innenministerium ist u. seinen Dienstaus-
weis dabei hatte. Er verstarb ebenfalls, da er beim Mord alles berechnete nur nicht das Voronenkov am Tag zuvor einen bewaffneten Leibwächter engagierte - der beim Mord zurückschoss.

Poroschenkos gestriger Plan Russland zu beschuldigen und des "Staatsterrorismus" zu bezichtigen ist kräftig in die Hose gegangen.

Laut ukrain. Ermittlern & Medien ist der Mörder ein gewisser Pavel Paschkow gewesen, 29 Jahre alt, aus Dnepropetrowsk, Staatsbürger der Ukraine, offizieller Mitarbeiter des ukrain. Innenministeriums, Nazionalgardist seit 13 Monaten, Teilnehmer am Maidan-Putsch u. an der "ATO" (Donbass-Krieg), Mitglied der blutigen ukra-faschistischen Söldner-Vereinigung "Asow"
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Russland und die Scientology-Sekte

Beitrag von Dissident am Mo Apr 03, 2017 3:34 pm

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170331315119825-scientology-russland-milliarden-herbeizauberte/

Wie Scientology in Russland Milliarden herbeizauberte – und in die USA abzog

Die Scientology-Sekte ist in Russland erstmals als kommerzielle u. nicht religiöse Organisation überprüft worden, wie die russ. Zeitung „Iswestija“ am Freitag berichtet. Demnach hat die Organisation in letzter Zeit etwa 3 Mrd. Rubel (rund 50 Mio. €) aus dem Land in die USA abgezogen. Der russ. Inlandsgeheimdienst (FSB) prüft lt. der Zeitung dzt. beschlagnahmte Unterlagen aus einem Scientology-Zentrum in Lossino-Petrowski im Gebiet Moskau. Darunter fanden die Ermittler Beweise dafür, dass kostenpflichtige Seminare sowie Trainings jeder Art ohne Lizenz durchgeführt worden waren, hieß es. Alle Materialien werden demnach zu einem Strafverfahren wegen illegalen Unternehmertums zusammengetragen.

„Wenn eine Person um eine Hilfe bei Scientologen bittet, gerät er in Behandlung mit Mitteln wie Eisenhuttinktur“, so der ehem. Mitarbeiter des Moskauer Kriminalamtes (MUR), Wjatscheslaw Demin. Er beschäftigte sich eigenen Angaben nach vor allem mit der Rückkehr von Ex-Mitgliedern der Organisation ins normale Leben. Solche chemische Substanzen können den Willen der Menschen brechen u. psychologische Barrieren gegen Manipulationen senken, so Demin weiter.
Laut der Zeitung fühlten sich die Anhänger dieser Kirche nach den ersten Treffen ungewöhnlich entspannt und verloren sogar das Bewusstsein. Die ehemaligen Mitarbeiter der Scientology-Organisation sollen auch angegeben haben, dass Medikamente in die Luft gesprüht oder zu Speisen und Getränken hinzugefügt würden. Unter deren Einfluss würden die Menschen oft erzählen, was sie eigentlich lieber verschwiegen hätten, so die Zeitung. Ihrer Quelle zufolge sind die Menschen nach ein oder zwei Wochen bereit, unter anderem auch großzügig „zu spenden“. Diese Gelder würden danach ins Hauptquartier der Organisation in den USA überwiesen.

In Russland gab es bislang 2 Filialen: Eine in St. Petersburg wurde geschlossen. Der anderen in Moskau Gebiet hatte das Gericht im Dez. 2016 ein halbes Jahr gegeben, ihre Tätigkeit zu stoppen. Bis dahin sei es eine kommerzielle Organisation, so die Zeitung. Mit dem neuen Status sei sie verpflichtet, Steuer in vollem Maße zu zahlen, über alle Finanzaktivitäten Rechenschaft zu geben, sowie Lizenzen für Bildungsveranstaltungen zu bekommen.

Leserkommentare:
"Ordentlich wie man in Russland mit diesen Leuten umgeht. Das wünschte ich mir auch in Europa so! Was bitte hat der Schwachsinn mit Religion zu tun? Bestenfalls ist es ganz miserables Motivationstraining, was die verkaufen!"

"Eisenhut,das ist zwar eine schöne aber auch giftigste Pflanze.Kein Wunder wenn Bewusstseinsveränderungen erzeugt werden.Aber das Geld ist nicht verloren,denn nun kann es dem "armen" Tom Cruise" beim Überleben helfen!^^"
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Mai 31, 2017 10:46 am

http://www.anonymousnews.ru/2017/05/30/kein-handel-mehr-in-us-dollar-russland-will-iran-fuer-erdoel-lebensmittel-liefern/

Keine Geschäfte mehr in US-Dollar: Russland und Iran vereinbaren Tauschhandel


Frontalangriff auf US-Dollar! Russland u. der Iran stehen offenbar kurz davor, einen Teil des Handelsverkehrs zwischen beiden Ländern auf den Tauschhandel umzustellen. Die staatl. russ. Nachrichtenagentur TASS meldet, dass sich beide Seiten darüber einig seien, iranisches Erdöl in Zukunft teilweise in russ. Lebensmittel einzutauschen. Die Maßnahme käme einer Umgehung des US-Dollars gleich, welcher weltweit am häufigsten zur Abwicklung von Erdölkäufen zwischen Ländern genutzt wird.

„Das Abkommen ist beschlossene Sache. Wir warten nur noch auf die Implementierung durch die russ. Seite. Es gibt keine Schwierigkeiten – wir haben den Vertrag unterschrieben u. zwischen den beiden Parteien ist alles koordiniert. Wir erwarten, dass die russ. Ölfirmen bald Tanker schicken“, wird Irans Ölminister Zanganeh zitiert.

Der Tauschhandelsvertrag reicht zurück bis 2014, als die Iraner einen Weg suchten, um die durch die USA u. ihre Verbündeten erlassenen Sanktionen zu umgehen. Als diese 2016 im Zuge des Atom-Abkommens aufgehoben wurden, war der Weg für den Iran theoretisch frei, sein Öl in alle Welt zu verkaufen. Da jedoch noch immer Sanktionen für bestimmte Finanzgeschäfte gelten, scheut sich die Regierung in Teheran offenbar, iranisches Öl in US-Dollar zu verkaufen, um nicht der US-Rechtsprechung zu unterliegen. In diesem Fall kann sie offenbar nicht garantieren, doch noch gegen Vereinbarungen des Atom-Abkommens zu verstoßen.

Der TV-Sender RT berichtet, dass der russ. Energieminister Nowak den Tauschhandel im März des laufenden Jahres wieder ins Gespräch gebracht habe. Russland könnte täglich etwa 100.000 Barrel (159 Liter) Rohöl kaufen u. im Gegenzug Waren anbieten. Offenbar ist die iranische Regierung als Gegenleistung besonders an russischer Elektrizität, Nuklearenergie u. Kooperationen im Bereich der Eisenbahnen, der Industrie u. der Landwirtschaft interessiert.

In der jüngeren Vergangenheit hat es mehrere Vorstöße von Ländern wie Russland, China oder dem Iran gegeben, die darauf abzielen, die dominante Rolle des US-Dollar in der Weltwirtschaft zu schwächen. Dazu gehört, daß der Iran sein Rohöl teilweise in Euro verkauft oder die Tatsache, daß Russland u. China verstärkt auf die eigenen Währungen im bilateralen Handel u. in Geldgeschäften zurückgreifen – etwa durch die Ausgabe russ. Anleihen in der chinesischen Landeswährung Yuan.

Der US-Dollar spielt als Weltleitwährung – an den die meisten Währungen direkt oder indirekt gebunden sind – eine zentrale Funktion für die wirtschaftliche Dominanz der USA. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Schuldenaufnahme anderer Staaten in Dollar, welche in den ersten Monaten des laufenden Jahres weltweit ungewöhnlich stark zugenommen hatte, weil sie zu einer ständigen Nachfrage nach der US-Währung führt. Insbes. Unternehmen aus Staaten, die unter dem Schlagwort „Schwellenländer“ subsummiert werden, hatten so intensiv neue Schulden zwischen Januar u. Mai aufgenommen wie nie zuvor ..
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Russland: Wir heulen nicht rum

Beitrag von Dissident am Mi Jun 14, 2017 9:15 am

http://www.anonymousnews.ru/2017/06/12/kreml-wir-heulen-nicht-rum-trotz-taeglicher-cyberangriffe-aus-den-usa/

Russland: Wir heulen nicht rum, trotz täglicher Cyberangriffe aus den USA

Moskau registriert täglich Cyberattacken vom Territorium der USA aus. Die Führung des Landes macht aber keine lächerlichen Anschuldigungen, dass es vom Weißen Haus oder den US-Geheimdiensten gesteuerte Angriffe sind, sagte der Pressesprecher des russ. Präsidenten, Dmitri Peskow.

„Hacker-Attacken, die vom US-Territorium aus durchgeführt werden, registrieren wir täglich, dazu gehören auch Angriffe auf die Website des russ. Präsidenten“, sagte Peskow gegenüber Journalisten u. fügte hinzu, dass ähnliche Angriffe auch „aus vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt kommen.“

Auf die Frage, ob er damit impliziere, dass der Kreml glaube, Washington oder die US-Geheimdienste könnten etwas mit diesen Cyberattacken gegen Russland zu tun haben, betonte Peskow, dass er nur über das „US-Territorium“ als Quelle der Hackerversuche sprach. Über den Urheber selbst sage das nicht viel aus:
„Ich möchte die Öffentlichkeit nicht zum Lachen bringen, indem ich behaupte, dass das offizielle Washington dahinter steckt. Eine bloße Tatsache, dass ein Hackerangriff vom Territorium eines Staates aus durchgeführt wird, ist in keiner Weise ein Beweis dafür, dass die offiziellen Behörden daran beteiligt sind.“

Als Reaktion auf Peskows Kommentare sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert: „Das überrascht mich nicht. Ich denke, das ist eine Art Propaganda, und das ist alles, was ich dazu sagen werde.“ Bereits am Mittwoch erklärte der stellv. Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, während einer Parlamentsanhörung, dass „28 % aller Angriffe auf die russ. Cyber-Infrastruktur vom US-Territorium aus durchgeführt wurden“. Der Anteil ausländischer Hacking-Versuche gegen Einrichtungen der USA, die von russischem Territorium ausgehen, mache hingegen nur 2 oder 3 % aus.

Moskau hat sich bei zahlreichen Gelegenheiten an Washington gewandt u. vorgeschlagen, bilaterale Konsultationen zur Bekämpfung der Internetkriminalität einzuberufen. Den Aussagen Rjabkows zufolge zeigte die US-Seite jedoch kein Interesse an der Initiative u. vermied die Zusammenarbeit.
Vielleicht war es auf diese Weise bequemer für sie, einen Vorwand für noch mehr grundlose Anschuldigungen gegen Russland zu finden“, sagte Rjabkow.

Die US-Demokraten beschuldigten immer wieder russ. Hacker, die sie mit der russ. Regierung in Verbindung bringen, sich in die US-Präsidentschaftswahl im letzten Jahr eingemischt u. Donald Trump an die Macht gebracht zu haben. Ähnliche Vorwürfe von Wahlbeeinflussung, die auch nie mit wirklichen Beweisen untermauert wurden, waren die Wahlen in Frankreich, Großbritannien u.a. Ländern. Anfang dieser Woche beschuldigte ein unbegründeter Bericht von CNN auch die „russ. Hacker“, den laufenden Streit zwischen Katar u. der Arabischen Liga veranlasst zu haben, indem sie sich in die Website der staatlichen QNA-Nachrichtenagentur einhackten.

Moskau hat alle Hack-Anschuldigungen nachdrücklich u. konsequent bestritten. Russlands Präsident Putin unterstrich letzte Woche, dass einige „patriotisch gesinnte Hacker“ sicherlich in Russland existieren könnten, aber „auf einer staatlichen Ebene haben wir noch nie an Cyberattacken teilgenommen“.
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„Frechheit“ der USA gegen Russland

Beitrag von Dissident am So Jul 30, 2017 9:17 am

http://unser-mitteleuropa.com/2017/07/29/putin-droht-den-usa-wir-werden-diese-frechheiten-nicht-tolerieren/

Putin .. (an) USA: „Wir werden diese Frechheiten nicht tolerieren“


Putin spricht bei einem Besuch in Finnland von einer „Frechheit“ der USA gegen Russland. Gemeint sind damit die bestehen­den Sanktionen, die, lt. Putin, unmög­lich zu tole­rie­ren seien. „Wir ver­hal­ten uns sehr zurück­hal­tend u. gedul­dig, aber ab einem gewis­sen Zeitpunkt wer­den wir eine Antwort geben müs­sen, denn es ist unmög­lich, diese Art von Frechheit gegen­über unse­rem Land ewig zu tole­rie­ren.“, so Putin bei sei­ner Rede.
Wie die Reaktion kon­kret aus­se­hen könnte, ist noch nicht bekannt, aller­dings weiß man von Putin, daß er auch ein Mann der Tat ist.

Weiter störe ihn die Unterstellung, rus­si­sche Hacker hät­ten sich in die US-Päsidentschaftswahl ein­ge­mischt. Die dazu durch­ge­führ­ten Untersuchungen kom­men­tiere er mit:
„Von ordent­li­chen Ermittlungen kann keine Rede sein“, viel­mehr seien diese ein Auswuchs „Anti-rus­si­scher Hysterie“.

BRD will unter­des­sen seine Sanktionen gegen Russland ver­schär­fen. Erst jüngst hat­ten sich die EU-Staaten in die­ser Causa hin­ter BRD gestellt.

https://de.sputniknews.com/politik/20170729316805766-rogosin-us-sanktionen-europa-stolz/ .. Russlands Vizepremier Dmitri Rogosin: .. „Die USA lösen die Lieferungen unserer Erzeugnisse auf u. schlagen sofort ihre eigenen Produkte vor. Die Europäer sind von so einem wirtschaftlichen, politischen Zynismus schockiert. Ich warte einfach, bis Europa eine eig. Meinung gebildet hat, einen eig. Stolz, ein eig. Empfinden darüber, daß sie auch sich selbst repräsentieren, u. keine Marionetten Washingtons sein sollen“ ..
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Sep 06, 2017 10:04 am

https://deutsch.rt.com/international/56831-putin-mit-menschen-zu-arbeiten/
"Mit Menschen zu arbeiten, die Österreich und Australien verwechseln, ist schwer"

Der russ. Präsident Putin hat sich über das niedrige Niveau an diplomatischer Kompetenz beklagt, das Washington in letzter Zeit zeigt .. Die Amerikaner waren im Recht, die Zahl unserer diplomatischen Einrichtungen zu reduzieren. Aber das taten sie in einer offensichtlich schikanierenden Art und Weise, und das spricht nicht für unsere amerikanischen Partner", sagte er.

Es ist schwierig, einen Dialog mit Menschen zu führen, die Österreich u. Australien verwechseln. Da kann man nichts machen. Anscheinend ist dies das Niveau der politischen Kultur eines bestimmten Teils des amerikanischen Establishments. Putins Hohn bezog sich auf einen Fauxpas, der dem damal. US-Präsidenten George W. Bush während eines APEC-Gipfels in Australien im Jahr 2007 unterlaufen war. In einer Reihe von Fehlern dankte der damalige republikanische Führer Canberra dafür, "so ein guter Gastgeber für den OPEC-Gipfel" zu sein und erzählte später davon, wie der damalige australische Premierminister John Howard im Irak "österreichische Truppen" besucht hatte. Amerika ist wirklich eine große Nation und die Amerikaner sind ein großartiges Volk, wenn sie so viele Menschen [in der Regierung] mit einem so niedrigen Niveau der politischen Kultur ertragen können", bemerkte Putin.

.. Am 31.8. gab das US-Außenministerium bekannt, daß Russland sein Konsulat in San Francisco u. 2 Zusatzeinrichtungen in Washington, D.C. u. New York bis zum 2.9. räumen muss. Zeitnah auf die Räumung folgte eine Durchsuchung, obwohl Russland Eigentümer dieser Gebäude sowie der Residenzen der russ. Diplomaten u. ihrer Familien ist. Moskau betrachtet die Durchsuchung als eine Verletzung der diplomatischen Immunität. Die Anordnung der Durchsuchung war offensichtlich dazu bestimmt, das Prinzip der Parität der diplomatischen Missionen zweier Nationen aufrechtzuerhalten, wie Russland dies verlangt hatte. Putin sagte, Russland könnte den Einsatz in diesem Spiel erhöhen u. 155 weitere amerikanische diplomatische Mitarbeiter ausweisen.
Wir haben mit unseren Partnern vereinbart, dass es bei der Anzahl diplomatischer Mitarbeiter in Russland und den Vereinigten Staaten eine Parität geben sollte. Es waren etwa 1.300 Diplomaten aus den USA. Wir hatten 455. Wir haben das korrigiert.

Aber unter diesen 455 diplomatischen Mitarbeitern, die in den USA arbeiten, gibt es 155 Personen, die bei den Vereinten Nationen arbeiten. Streng genommen sind sie nicht Teil des diplomatischen Korps, das vom US-Außenministerium akkreditiert ist", fügte er hinzu. Also wäre eine echte Parität gegeben, wenn die USA nicht 455 Diplomaten in Russland hätten, sondern 155 weniger.

Russland will Vorgehen der US-Regierung gerichtlich prüfen lassen
Putin sagte, Moskau behält sich das Recht vor, diese Zahl an US-amerikanischen diplomatischen Mitarbeitern aus dem Land zu weisen. Er fügte hinzu, dass Russland die Washingtoner Einschränkung der Verwendung seines Eigentums von einem Gericht prüfen lassen werde. Lassen Sie uns sehen, wie gut das viel gelobte amerikanische Rechtssystem ist", meinte Putin abschließend.
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Re: Russland

Beitrag von Bürger am Mo Okt 09, 2017 9:46 am

https://bachheimer.com/goldstandard .. RT: Russland erhöht massiv seine Goldreserven mit einem Ziel: Keine Abhängigkeit mehr vom US-Dollar

Die russische Zentralbank (CBR) hat die Anschaffung von Goldreserven im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. 1250 Tonnen Gold kamen hinzu, um sich von ausländischen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, angesichts der Anti-Russland Politik Washingtons, unabhängig zu machen.
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Als Jelzins Panzer das Parlament beschossen

Beitrag von Bürger am Fr Okt 20, 2017 9:11 am

https://deutsch.rt.com/russland/58590-oktober-1993-in-moskau-als-die-welt-den-atem-anhielt/

Als .. Jelzins Panzer das Parlament beschossen

Am 4.10.1993 schossen Panzer auf Befehl des damal. Präsidenten Boris Jelzin auf das russ. Parlament. Westliche Medien rechtfertigten die Schüsse damals als Notwehr gegen eine angeblich drohende „rot-braune Diktatur“. Ein Rückblick auf eine Zeit, die nicht nur Russland bewegte.

Lagerfeuer brannten vor dem Weißen Haus. Vor der ganzen Front des hohen weißen Gebäudes an der Moskwa standen Barrikaden. Im Gebäude tagte weiter der Oberste Sowjet, das damalige Parlament Russlands, obwohl Jelzin den Obersten Sowjet am 21.9. mit seinem berühmten Ukas 1.400 abgesetzt hatte. Die Abgeordneten verurteilten den Ukas von Jelzin als Staatsstreich. Sie sammelten sich hinter dem 1991 gewählten Vizepräsidenten u. ehem. Afghanistan-Piloten Aleksandr Ruzkoj u. tagten bei Kerzenschein, als man ihnen im Weißen Haus den Strom abgestellt hatte. Parlamentssprecher Ruslan Chasbulatow, ein in Grosny geborener Tschetschene, zeigte sich während der Oktobertage vor Fernsehkameras selbstbewusst lächelnd in einer schusssichern Weste.

Die tragischen Ereignisse im Okt. 1993 hatten sich bereits Monate zuvor angedeutet. Zwischen dem Parlament u. Jelzin kam es zu tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Weg Russlands in die Marktwirtschaft. Während der stellv. Ministerpräsident Jegor Gajdar Planwirtschaft u. Staatseigentum mit einer Geldreform u. einer überstürzten Privatisierung abschaffen u. die russischen Volkswirtschaft mit eiserner Hand auf westliche Standards trimmen wollte, sollte nach Meinung des Obersten Sowjet die Einführung der Marktwirtschaft mit sozialen Garantien für die Bevölkerung verbunden werden.

Auf den Straßen Moskaus häuften sich blutige Zusammenstöße zwischen Jelzin-Gegnern u. der Polizei. Bei einer Demonstration am 1.5.1993 hatten Demonstranten einen Polizei-Lastwagen gekapert. Ein Polizist wurde durch den gekaperten Wagen zerquetscht. An einem Abend Anfang Oktober besuchte  ich den Platz vor dem Weißen Haus, wo das Parlament damals seinen Sitz hatte. Die gesamte Front des Gebäudes war mit Barrikaden versperrt. Die Menschen, die sich da im kalten Herbstwetter versammelt hatten, standen in dicken Jacken u. Mänteln an Lagerfeuern. Sie sangen Lieder von einem großen Land u. dem Sieg. Ich sah Männer mit düsteren Gesichtern u. Fellmützen u. Frauen, die Zeitungen wie die nationalpatriotische Sawtra u. kommunistische Blätter verkauften. Durch den Rauch der Lagerfeuer sah ich die gelb-weiß-schwarzen Banner der Monarchisten u. rote Fahnen.
- - -
Kommunisten u. Monarchisten standen Oktober 1991 gemeinsam auf den Barrikaden.
Für beide politischen Richtungen schien der Erhalt der Sowjetunion u. Russlands – mit unterschiedlichen Begründungen – unabdingbar für das Wohl der Bürger. Die beiden anderen Plakate vor der Barrikade zeugten von einer großen Antipathie gegen Jelzin. Dort konnte man lesen:
„Wacht auf! Es wurde ein Staatsstreich verübt. Jelzin und die Regierung sind Verbrecher. Vor Gericht mit ihnen!“
Und: „Verwandelt den vom Volk Gewählten in den vom Volk Gestürzten!“

Immer wieder hörte ich nach den Demonstrationen in den Oktobertagen, wie sowj. Lieder in den großen Sälen der Moskauer U-Bahn-Stationen gesungen wurden, was besonders eindrucksvoll klang. „Steh auf du großes Land!“ Es waren Frauen, die da sangen. Sie fühlten, daß etwas nicht stimmt. Daß man sie betrügt, über den Tisch zieht.

Ich war damals hin- und hergerissen. Ich verstand diese Frauen, die fühlten, daß die Ordnung, die ihnen einen minimalen sozialen Schutz gab, zerbricht. Und ich glaubte nicht an die Schauergeschichten westlicher Korrespondenten, wonach die Anti-Jelzin-Demonstranten alles Apparatschiks seien, die nur um ihre Jobs bangten. Die Lieder der Frauen waren wie ein Schrei der Seele. Genossen, werft nicht alles fort, haltet ein! Das – so schien mir – war ihre Botschaf ... Auf den Demonstrationen der Linken sah ich damals nicht selten Plakate gegen die „Schidi“ (Juden), die angeblich an der ganzen Armut u. dem Zerfall des Landes schuld seien ..

Die Panzer schießen
Am 3.10. spitzte sich die Situation zu. Um 15:30 Uhr durchbrach ein Demonstrationszug mit 10.000 Jelzin-Gegnern die Polizeiabsperrungen u. gelangte zum Weißen Haus. Um 15:43 rief Vizepräsident Ruzkoj zur Besetzung des nahegelegenen Bürgermeisterhauses u. zur Besetzung des Fernsehzentrums Ostankino im Norden der Stadt auf.
Ruzkoj begründete seinen Sturmbefehl damit, daß Scharfschützen vom Bürgermeisterhaus auf Demonstranten geschossen hätten. 7 Demonstranten u. 2 Polizisten waren tödlich getroffen worden. Anwohner u. Jelzin-Gegner berichteten, von umliegenden hohen Gebäuden habe es Schüsse sowohl auf Polizisten als auch auf Anti-Jelzin-Demonstranten gegeben. Bis heute hält sich das Gerücht, daß es sich bei den Scharfschützen um Leute aus westlichen Ländern gehandelt hat. Wer diese Schützen waren, ist bislang nicht festgestellt worden.
Die Ereignisse überstürzten sich. Unter Führung des radikalen Generals Makaschow fuhren Demonstranten mit von der Polizei erbeuteten LKW zum Fernsehzentrum Ostankino. Dort sammelten sich 6.000 Demonstranten. Im Fernsehzentrum hatten sich Spezialeinheiten des russ. Innenministeriums verschanzt. Nachdem Demonstranten mit einem der erbeuteten Laster in die Glasfassade des Fernsehzentrums gefahren waren, begann eine Schießerei zwischen Polizei u. Demonstranten, von denen einige Waffen erbeutet hatten. Um 20:45 Uhr wandte sich Vize-Ministerpräsident Gajdar mit einer aufrüttelnden Fernsehansprache ans Volk. Er rief dazu auf, den Polizisten zu helfen, die Kontrolle über Moskau wiederzugewinnen. In diesen Stunden, so schien es, waren sich Präsident Jelzin u. seine Minister nicht mehr völlig sicher, ob sie die Kontrolle über das Land behalten werden.

Am nächsten Tag, dem 4.10., ging Jelzin in die Offensive. Er ließ vor dem Parlament Panzer auffahren. Um 9:30 Uhr nahmen die Stahlkolosse die oberen Etagen des Weißen Hauses unter Beschuss. Dort vermutete man die Vertreter des Obersten Sowjets u. den Vizepräsidenten Ruzkoj. Während die Panzer schossen, hatte sich eine Gruppe der Sondereinheit Wimpel an das Weiße Haus herangeschlichen. Der Befehl lautete, das Gebäude zu stürmen. Doch der Befehlshaber der Spezialeinheit entschloss sich, selbst zu den beiden Anführern der Aufständischen - Ruzkoj u. Chasbulatow - die Treppen hochzusteigen u. sie zum Aufgeben zu überreden. Ruzkoj sträubte sich zunächst. Er verlangte Sicherheitsgarantien westlicher Botschaften, denn er traute den Sicherheitsgarantien des Kreml nicht.

Bill Clinton: „Das Parlament ist nationalistisch“
Die ganze Welt schaute am 3./4.10. auf Moskau. Nie wieder gab es in der russ. Hauptstadt so viele Korrespondenten aus westl. Staaten wie in jenen Tagen. Es war einer der größten Hypes der neueren Mediengeschichte. CNN berichtete ununterbrochen. US-Präsident Bill Clinton bezeichnete das widerspenstige Parlament als „nationalistisch“. Die westlichen Medien behaupteten allen Ernstes, es bestehe die Gefahr, dass Russland in eine Diktatur zurückfalle, dabei hatte Ruzkoj Juni 1991 im Doppelgespann mit Jelzin kandidiert. Wie auch Jelzin galt er als demokratischer Hoffnungsträger.
Doch in den Oktobertagen 1993 schrieben fast alle deutschen Moskau-Korrespondenten, Vizepräsident Ruzkoj sei im Gegensatz zum "mutigen Reformer Jelzin, den alle Russen unterstützten", ein gefährlicher Aufständischer, unter dem eine braun-rote Macht in Russland drohe.
.. mich schockierte damals, wie stark diese Wende die Menschen in die Armut geworfen hatte. Und auf ein gewähltes Parlament zu schießen, war das ein Zeichen einer neuen Epoche, ein Zeichen von Demokratie? Das waren die Gründe, warum ich Zweifel hatte.

.. Als am 4.10. Panzer aufs Weiße Haus schossen, schrieb die deutsche Presse von einer notgedrungenen Maßnahme gegen die Gefahr einer „braun-roten Diktatur“ in Russland. Einziger Beleg für diese Behauptung waren 100 Anhänger des damals bekannten russ. Faschisten, Aleksandr Barkaschow, die von Journalisten vor dem Weißen Haus gesichtet worden waren.
Wurde das Parlament wegen dieser 100 Faschisten beschossen? Wohl kaum. Der Hauptgrund war, daß es der westlich orientierte Flügel der "russ. Elite" (Anm. Bürger: die Schidi?) sehr eilig mit dem Umbau des Landes hatte. Berater der USA hatten in den Hotels von Moskau Quartier bezogen. Sie hatten Zugang zur russ. Regierung u. sie erkannten die Chance, sich über russ. Geschäftsleute u. Beamte einen Zugriff auf die russ. Rohstoffe zu verschaffen.

Den ganzen 4.10. über versuchten die Spezialeinheiten Wimpel u. Alpha, unterstützt durch die Panzer, ins Weiße Haus vorzudringen. In den oberen Stockwerken des Parlamentsgebäudes brannte es. Die Außenwände färbten sich schwarz. Über dem Gebäude kreisten Kampfhubschrauber. Am Abend wurden Vizepräsident Ruzkoj u. Parlamentssprecher Chasbulatow verhaftet. Sie kamen mit anderen Aufständischen ins Untersuchungsgefängnis, wurden aber später im Rahmen einer Amnestie freigelassen.

Was wurde aus Jelzins Widersachern?
Chasbulatow wurde 1994 Leiter der Fakultät für Weltwirtschaft an der Moskauer Plechanow-Universität u. hat dieses Amt bis heute inne.
Ruzkoj war einige Jahre lang Gouverneur des südlich von Moskau gelegenen Gebietes Kursk u. versuchte danach erfolglos, für die Duma zu kandidieren.
Valeri Sorkin, der seit 1991 Vorsitzender des russ. Verfassungsgerichtes war u. den Ukas von Jelzin zur Auflösung des Parlaments als nicht verfassungsgemäß kritisiert hatte, musste seinen Posten Okt. 1993 räumen u. wurde einfacher Richter. 10 Jahre später wurde er jedoch wieder zum Vorsitzenden des Verfassungsgerichts gewählt.

Daß man den Widersachern relativ schnell wieder erlaubte, gesellschaftlich bedeutende Positionen einzunehmen, hing damit zusammen, daß eine Stigmatisierung der Widersacher von der russ. Bevölkerung nicht verstanden worden wäre. Nach den dramatischen Oktobertagen ging es der russ. Führung darum, den Staat zu stabilisieren. Lange Haftstrafen mit dem Risiko, daß die Widersacher zu Märtyrern werden, wären kontraproduktiv gewesen. In den beiden tragischen Tagen des Oktober 1993 starben nach offiziellen Angaben 160 Menschen. Nach Angaben der Kommunistischen Partei waren es weit mehr, nämlich 1.600 Tote.

Angehörige von Opfern des Sturms auf das Parlament demonstrieren 1993 in Moskau
Ein wichtiger Faktor, den die westlichen Medien in ihrer Berichterstattung während der Oktobertage meist ausblendeten, war, daß sich der Kampf zwischen Jelzin u. dem widerständigen Parlament nur im Zentrum von Moskau abspielte. Im gesamten übrigen Russland war die Lage ruhig. Die Menschen saßen vor den Fernsehern u. warteten ..

Wahlerfolg der Oppositionsparteien bei den ersten Duma-Wahlen
Am 12.12.1993 fand die Krise Russlands mit einem Referendum über eine neue Verfassung ihren Abschluss. Von den Abstimmenden votierten 58 % für eine neue Verfassung, welche dem Präsidenten weitgehende Vollmachten einräumt u. die Macht des Parlaments einschränkt. Die politische Basis, auf der Jelzin von nun an Politik machte, war trotz erweiterter präsidialer Vollmachten jedoch nicht übermäßig stark. Denn bei den ersten Duma-Wahlen im nachsowjetischen Russland, die am gleichen Tag wie das Verfassungsreferendum stattfanden, wurde die ultranationalistische LPPR mit sensationellen 22 % der Stimmen stärkste Partei, gefolgt von der  Kommunistischen Partei mit 12 %, den „Frauen Russlands“ mit 8 % u. der Agrarpartei mit 7 % der Stimmen.
Das Wahlergebnis der westlich orientierten Parteien – die „Wahl Russlands“ des Vizeministerpräsidenten Gajdar u. Jabloko mit 15 % bzw. 7,8 % – zeigte, daß die westlich orientierten Politiker vor dem Hintergrund von Fabrikschließungen u. sozialer Not der Bevölkerung einen schweren Stand hatten.

Tragische Ereignisse von 1993 bisher nicht aufgearbeitet
.. In den russischen Medien spielten die Ereignisse vom Okt. 1993 keine Rolle, ähnlich wie schon in den Jahren zuvor. Doch in den im Internet geführten Debatten spürt man, dass dieses Schlüsselereignis der jüngeren russ. Geschichte die Menschen bis heute bewegt. Daß die politische Führung Russlands bis heute keine offizielle Position zu den Ereignissen bezogen hat, hängt wohl damit zusammen, daß man sich vor unangenehmen Fragen fürchtet u. keine alten Wunden aufreißen will.
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Do Dez 14, 2017 10:40 am

https://bachheimer.com/geopolitik-konflikte-und-krieg - Sputnik: Russen verstärken Syrien-Basis: Was Washington sagt, interessiert nicht


„Die permanente Stationierung eines kompletten Geschwaders mit Lenkwaffen an Bord hat 2 Vorteile: Russland kann ständig Präsenz zeigen und – falls nötig – Gefahren abwehren, die von Nordafrika, dem gesamten Nahen Osten, dem Mittelmeerraum u. der südlichen Nato-Flanke ausgehen könnten.
Daher spielt die Basis in Tartus für die Schlagkraft der russischen Marine eine Schlüsselrolle“, so der Offizier.

„Der Auftrag der Marinebasis in Tartus ist hingegen – geopolitisch betrachtet – weitreichender.
Dabei haben wir nicht vor, mit den US-Amerikanern zu konkurrieren, die in 130 Ländern dieser Welt Stützpunkte haben.
Wir lösen unsere konkreten Aufgaben, wie die Vereinigten Staaten darauf möglicherweise reagieren, interessiert uns überhaupt nicht“, sagt Korottschenko.

So ist es! Und hoffentlich demnächst auch Basen in Ägypten, Libyen, Algerien!
Der gesamte Mittelmeer-Raum von Gibraltar bis Zypern ist eine einzige, angelsächsische Basis! Zeit für etwas gute Gesellschaft! TQM
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Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mo Jan 01, 2018 9:15 am

https://bachheimer.com/russland

Sputnik: Finanz-Experte im Visier der CIA: „So wollte US-Bank Russland übernehmen“ – EXKLUSIV


Armstrong beschrieb, wie Jelzin durch einen Trick erpresst werden sollte: „Ihnen gelang, Jelzin davon zu überzeugen, 7 Mrd. US-Dollar aus Mitteln des IWF zu stehlen, um den Kreml zu renovieren." Sobald der Transfer abgewickelt war, habe Safra die US-Regierung  und das FBI auf die angebliche Korruption Jelzins hingewiesen.

Lt. Armstrong drohte die US-Regierung dem damaligen russ. Präsidenten, der mitten im Wahlkampf stand, mit den Worten: „Ok. Sie treten jetzt mal zurück. Und lassen Boris Beresowski den Vortritt.“ Dieser sei ein Strohmann der Banker für die ganze Aktion gewesen. „Er sollte neuer russischer Präsident werden.
Zu diesem Zeitpunkt realisierte Jelzin, dass das alles ein inszeniertes Komplott ist. Daher wandte er sich an den jungen Putin. Putin konfiszierte, also beschlagnahmte, den kompletten Besitz von Hermitage Capital.“ Das sei der Beginn der Ära Putin in Russland.

Nach Putins Amtsantritt floh Beresowski nach London ins Exil, wo er 2013 unter immer noch ungeklärten Umständen starb. Der Anwalt Sergej Magnitski, der „Hermitage Capital“ rechtlich vertrat, starb 2009 in einem russ. Gefängnis. Das nahm der frühere US-Präsident Barack Obama den Vorfall zum Anlass, um 2012 die ersten anti-russischen Sanktionen der USA seit 1945 einzuführen, den sogen. „Magnitsky-Act“.

Das ist eine sehr interessante Version der Vorgänge die vieles erklären würde! Warum trat Jelzin damals wirklich zurück?
Warum verschwand gerade bei der Kreml Rennovierung wo jeder hinsah soviel Geld?
Dies erklärt auch warum Putin Jelzin offenbar vergab, weil dieser die Notbremse zog und Putin einsetzte!
Was stand im letzten Brief von Berezowski an Putin?
Wie wollte er nach Moskau zurückkehren und sich aussöhnen?
Warum verstarb er dann so plötzlich im englischen Exil?
Die Untersuchungen der Todesumstände liefen zügig und wie geschmiert... TQM
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Alexander Dugin

Beitrag von Dissident am Fr Jan 19, 2018 9:00 am

Gekürzte Version von: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Geljewitsch_Dugin - Alexander Geljewitsch Dugin (*1962) .. gilt als ..Ideengeber einer intellektualisierten Neuen Rechten in Russland. Dugin vertritt antiwestliche u. antiliberale Positionen u. propagiert über internationale Netzwerke das geopolitische Konzept eines "Neo-Eurasismus" auf der Basis eines in Opposition zu den USA stehenden großrussischen Reiches.

.. Seit den 1980er Jahren war er Antikommunist. Aufgrund seiner Aktivitäten wurde er vom KGB beobachtet u. schließlich vom Staatlichen Luftfahrtinstitut exmatrikuliert oder er beendete aufgrund seiner ungenügenden Leistungen sein Studium nicht ..

Er las Werke von Rene Guenon, Ernst Jünger u. Julius Evola. In dieser Zeit, vielleicht auch schon eher, wurde er Mitglied des kleinen esoterischen Golovin-Zirkels um Evgenij Golovin, einem bekennenden faschistischen Mystiker. Dieser war einer seiner wichtigsten Mentoren. 1983-1989 soll Dugin Vorsitzender des Zirkels gewesen sein. 1987 wurde er Mitglied der radikal-nationalistischen u. antisemitischen Gruppierung Pamjat, wo er auch ins Leitungsgremium aufrückte. Aufgrund der nach seinem Empfinden geringen Intellektualisierung der Gruppe reiste er 1989 ins westeuropäische Ausland u. traf versch. Ultranationalisten. Er begegnete u.a. Alain de Benoist u. Jean-Francois Thiriart, die ihn zum russischen Traditionalismus zurückführten.
In Moskau gründete er in den Zeiten des Aufbruchs einen Verlag bzw. Buchladen, namens Arktogeya u. einen geopolitischen Thinktank. Die bei Arktogeya erschienenen Bücher sollten eine „Konservative Revolution“ im Sinne von Autorität, Kollektivismus, Hierarchie, Spiritualität u. Tradition unterstützen. Er verlegte die Zeitschrift Giperboreyets u. den Almanach Milyi angel sowie Werke von Autoren der Neuen Rechten aus Westeuropa. Eng arbeitete er ab 1991 mit Yurii Mamleev zusammen, dessen Bücher bei Dugin erschienen .. propagierte er in den 1990er Jahren seine Ideologie in versch. Sendungen über den Hör- u. Fernsehfunk u. erreichte so auch die Studentenschaft. 1999 erschien dann das Zeitungsprojekt Evraziiskoe vtorzhenie (deutsch: „Eurasische Invasion“). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1992/93 wurde er auch politischer Weggefährte von Eduard Limonow. 1993/94 war er Mitbegründer der Nationalbolschewistischen Partei Russlands (NBP), der er als Cheftheoretiker zur Verfügung stand. 1994-1998 war er Co-Vorsitzender. 1998 verließ er diese Partei aufgrund des mangelnden Interesses an seinen Ansichten wieder. Wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen wurde die Partei später verboten.
1996 begann er unregelmäßig in der Zeitung Nesawaissimaja Gaseta zu schreiben, die ihm ein Forum für seine Ideologie bieten sollte. Dugin profilierte sich im Bereich Geopolitik, gab u.a. Seminare an der Militärakademie des Gerneralstabes der Russ. Streitkräfte u. soll Kontakte in Militärkreise gepflegt haben. Er näherte sich ferner der Kommunistischen Partei der Russ. Föderation (CPRF) an, wurde Berater von Gennadiy Seleznyov, dem Sprecher der Duma (1996–2003), der ihn in die russ. Machtzirkel einführte. Außerdem wurde er Autor der nationalistischen Zeitschrift Den (heute: Sawtra). Heute gehört er dem Editorial Board an. 2001 initiierte er die eurasische Bewegung, die um die Unterstützung von religiösen Führern wie etwa Talgat Tadschuddin u. Avrom Shmulevich wusste. Seitdem berät er Präsident Putin in zahlreichen Artikeln. 2002 gründete er die globalisierungsfeindliche, radikal-zentristische Eurasische Partei, deren Vorsitzender er ist. Er gilt als Unterstützer der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft. Dugin ist Mitglied der rechtsextremen Denkfabrik Isborsk-Klub.

Philosophie und Geopolitik
Als Einflüsse für Dugins Philosophie, die „Vierte politische Theorie“, gelten die (west-)europäische Neue Rechte, die Konservative Revolution, der Panrussismus, kulturalistische Elemente u. das esoterisch-metaphysische Denken von René Guénon u. Julius Evola. Deutsche Denker wie Friedrich Nietzsche, Karl Haushofer u. Carl Schmitt zählen ebenfalls zu seinen Einflüssen. Er gibt an, die Wurzeln der deutschen Kultur zu lieben, behauptet, daß das heutige Deutschland „eine Art Gegen-Deutschland“ sei. Laut ihm lesen u. verstehen die Deutschen heute ihre eigenen Autoren nicht mehr, noch diskutieren sie über diese. Ihm zufolge würden sie heutzutage in einer „degradierenden Zivilisation“ leben. Dugin ist ein Gegner des Liberalismus u. der westlichen Werte. Lt. ihm sei der Westen „kulturell“ rassistisch, weil er seine Wertevorstellungen als universell betrachte u.a. Kulturen als „Barbarei“ herabwürdige. Nach Dugins Ansicht gebe es keine universellen Werte, sondern versch. Kulturen u. Zivilisationen. Die östliche Zivilisation sei der westlichen insofern überlegen, als sie sich gegen diesen „kulturellen Rassismus“ der westlichen wehre. Die russische Zivilisation sei vom orthodoxen Christentum geprägt, von der aber auch die muslimischen Minderheiten in Russland (Turkvölker, Mongolen) ein Teil seien, weil die christliche Orthodoxie nicht exklusiv sei. In seinem 2001 erschienenen Manifest "Eurasien über alles" schreibt Dugin: "Das eurasische Ideal ist der mächtige, leidenschaftliche, gesunde u. schöne Mensch, nicht der Kokainsüchtige, der Bastard aus weltlichen Diskos, der asoziale Kriminelle oder die Prostituierte." Aug.2008, als die russ. Armee in Georgien einmarschierte, forderte Dugin auf, das Land komplett zu besetzen, u. wenn es soweit ist, zusätzlich die Krim zu annektieren. Geopolitisch propagiert er eine multipolare Weltordnung, ohne „unipolare USA-Dominanz“. Er wirft den USA Doppelmoral vor, da sie die Eigenstaatlichkeit des Kosovo anerkennen, nicht jedoch diejenige Abchasiens u. Südossetiens. Seine geopolitischen Überlegungen konzentrieren sich auf Russlands Rolle, die Vorherrschaft der USA in der Welt zu beenden, mit der Hilfe des Iran im Nahen Osten u. der EU-skeptischen Parteien im westlichen Europa. Er behauptet, daß der „russische Geist“ durch den Krieg in der Ukraine wiedererweckt worden sei u. spricht von einem „russ. Frühling“. Er unterstützt den Separatisten-Führer Igor Strelkow u. unterhält regelmäßigen Kontakt zu Rebellen in Donezk. Seiner Ansicht nach verhält sich Putin zu zögerlich, da er von den „liberalen Eliten“ in Russland zurückgehalten werde. Als „Liberale“ bezeichnet Dugin mächtige Oligarchen, die ihren Reichtum in den 1990er Jahren erwirtschaftet haben u. wegen ihrer Vernetzung mit der Weltwirtschaft prowestlich ausgerichtet seien. Diese hätten aufgrund ihrer Geschäftsbeziehungen durch die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen nämlich am meisten zu verlieren. Lt. Dugin gebe es einen internen Konflikt zwischen den „liberalen“ u. „patriotischen“ Kräften innerhalb der russ. Regierung. Das Misstrauen gegenüber den „liberalen Eliten“ ist in Russland weit verbreitet, da ihnen von vielen die Verantwortung für die schlechte Wirtschaftsentwicklung in den 1990er Jahren zugeschrieben wird. In einem am 12.4.2013 veröffentlichten Interview stellte Dugin seine Theorie vor, Russland müsse Europa mit Hilfe von Soft Power erobern. Er sagte dort: „Lass uns mit Hilfe der Softpower kämpfen. Lasst uns vorschlagen, Europa vor der Homoehe zu schützen.“ Auch soll Europa durch Russland vor Einwanderern geschützt werden. Weiter erklärte er seinen Begriff von „Softpower“: „Darüber hinaus haben wir noch Erfahrung mit Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand, als unsere kommunistische Partei, die Komintern u. die Kominform sehr beeindruckende Ergebnisse in Sachen eindringen in die europäischen Parlamente erzielt haben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument. Die heutige Situation ist anders. Wir sind keine kommunistischen Länder mehr. Aber wir können andere Partner finden.“ Im Januar 2015 erschienen auf versch. Nachrichtenseiten Artikel (unter anderem bei Welt.de u. Focus.de), in denen behauptet wurde, Dugin habe in einem Interview mit dem der ungar. Partei Jobbik nahestehenden Nachrichtenportal Alfahir geäußert, daß die Staaten Ungarn, Rumänien, Serbien, Slowakei u. Österreich in einem Großreich aufgelöst werden sollen. Der deutsche Journalist Manuel Ochsenreiter veröffentlichte 1 Tag später ein Interview mit Dugin, in dem dieser behauptet, daß er von den Medien in dieser Angelegenheit „entstellt u. verunstaltet“ wiedergegeben worden sei.

Einfluss
Wie groß der politische Einfluss Dugins auf die russ. Politik war (bzw. ist) ist fraglich: ..die These, hinter der Weltanschauung Putins stecke Dugin, ist „haltlos“ bzw. nicht belegt; andere messen ihm beträchtlichen Einfluss auf hohe Regierungskreise u. Politiker zu bzw. titulieren Dugin als „Chef-Ideologe“, „Vordenker" oder „Zuflüsterer“ des russ. Präsidenten Putin. Er selber behauptete 2014, Putin nicht persönlich zu kennen. Allerdings ist er (Stand 2014) Berater des Parlamentspräsidenten Sergei Jewgenjewitsch Naryschkin u. soll hochgestellte Freunde in der Präsidialadministration haben. Sein Buch Grundlagen der Geopolitik dient angehenden Generalstabsoffizieren in Russland als Lehrbuch. Dugin hielt am 27.10.2013 bei der IX. Bielefelder Ideenwerkstatt der Burschenschaften, welche von der Burschenschaft Normannia-Nibelungen zu Bielefeld organisiert wurde, einen Vortrag zu seiner 4. Politischen Theorie. Demnach soll eine ideologiefreie Position gegen die Moderne (in ihrer Reinform Liberalismus) gefunden werden, die weder faschistisch noch kommunistisch ist (da der Faschismus u. der Kommunismus selbst moderne Ideologien seien). Diese nennt Dugin anlehnend an Heidegger das Dasein. Der Pressesprecher der „Bielefelder Ideenwerkstatt“, Dirk Taphorn, war später Referent der Dresdner AfD-Stadtratsfraktion, während es wiederum persönliche Kontakte zwischen Dresdner AfD u. Pegida gab. Januar 2015 wurden über 700 gehackte E-Mails bekannt, darunter E-Mails von Dugin. Sie gelten als Indizien dafür, in welch engem Kontakt russ. Ideologen wie Dugin (u. Oligarchen wie Konstantin Malofejew) mit wichtigen griechischen Politikern stehen. Die russ. Außenpolitik wird seit der Eskalation der Ukrainekrise u. der griechischen Parlamentswahl im Januar 2015 mit folgender Bildung des Kabinetts Alexis Tsipras intensiv beobachtet. März 2015 sollte Dugin auf einem Lesertreffen des rechtsextremen Verlegers Dietmar Munier in Deutschland auftreten. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck versuchte dies zu verhindern, indem er einen Antrag an Außenminister Steinmeier richtete, in dem ein Einreiseverbot gegen Dugin gefordert wurde. Bei der Veranstaltung der Zeitschrift Zuerst! wurde er schließlich live über Video zugeschaltet. Dugin sprach auch auf einer Compact-Konferenz.

Lehrstuhl
Obwohl Dugin erst spät an eher unbedeutenden Bildungseinrichtungen (Novocherkassk State Melioration Academy, North-Caucasian Higher School Scientific Center/Rostov-on-Don, Juristisches Institut des Innenministeriums der Russ. Föderation/Rostov) Abschlüsse erwarb, wurde er 2010 Prof. an der renommierten Lomonossow-Universität, wo er den Lehrstuhl für Soziologie der Internat. Beziehungen an der Soziologischen Fakultät leitete. Juni 2014 gab er bekannt, daß sein Vertrag wegen seiner „politischen Position zu Noworossija“ nicht mehr verlängert werde. Anlässlich des Ukraine-Kriegs 2014 rief Dugin in einem Interview zum Mord an Unterstützern der ukrainischen Regierung auf. „Töten, töten, töten, das ist meine Meinung als Professor“, so Dugin. Außerdem seien die „schrecklichen Leute“, die in Kiew an der Macht seien, zu töten u. tote Russen seien „mit dem Blut der Kiewer Junta“ zu vergelten. Eine Petition mit mehr als 10.000 Unterzeichnern forderte seine Entlassung. Die Entlassung Dugins interpretierte Herwig Höller von der Wiener Zeitung als Zeichen von Dugins schwindendem Einfluss. Dugin ist bereits seit 2007 die Einreise in die Ukraine verboten.

Positionen
- „Nach dem Kollaps der marxistischen Ideologie u. dem Sieg des Westens im Kalten Krieg … kam als Ablösung des Marxismus keine schlüssige u. stabile Ideologie, die fähig war mit dem Liberalismus (der heute von den USA verkörpert wird) zu konkurrieren… In diesem Moment wandten sich die wissbegierigsten Geister, die reinsten Herzen u. die glühendsten Seelen dem Erbe der Eurasier zu."

- Dugins Auffassung von Demokratie: „Es gibt 2 Auffassungen von Demokratie: als Herrschaft einer Mehrheit u. als Herrschaft einer Minderheit. Die klassische Auffassung, der auch ich anhänge, ist die Herrschaft der Mehrheit. Im liberalen postmodernistischen Westen aber wird Demokratie heute als Herrschaft der Minderheit verstanden. Weil diese Mehrheit verdächtigt wird, sie neige freiwillig zum Populismus, zu Sozialismus oder Faschismus. Deswegen ist es die Aufgabe der regierenden Minderheiten, gegen die Mehrheit zu kämpfen. Eine abartige Logik."

Veröffentlichungen

  • Julius Evola et al.: Evola von Links: Metaphysisches Weltbild – antibürgerlicher Geist (= Junges Forum. 6). Regin-Verlag, Straelen 2006, ISBN 3-937129-27-8
  • Theophile von Bodisco et al.: Der letzte Kriegsgott: Baron Ungern von Sternberg (= Junges Forum. 7). Regin-Verlag, Straelen 2006, ISBN 3-937129-27-8
  • Die vierte politische Theorie. Arktos, London 2013, ISBN 978-1-907166-62-4
  • Konflikte der Zukunft. Die Rückkehr der Geopolitik


.. website: http://arctogaia.com/public/deut1.html

https://www.welt.de/politik/ausland/article136928614/Putin-Ideologe-Dugin-will-Oesterreich-aufloesen.html .. Was ihn selbst betrifft, fürchtet Dugin den Tod: Nachdem er bereits seine Anstellung als Hochschullehrer verlor, „bleibt ihnen jetzt nur noch eins, mich zu ermorden“ ..

http://de.metapedia.org/wiki/Dugin,_Alexander .. 2014 kam es in versch. Weltnetztagebüchern, sowohl deutsch- als auch englischsprachigen, zu kontroversen Diskussionen, wie Dugins Vorstellungen zu werten seien, weil Dugin einerseits einen authentischen Traditionalismus fordert, andererseits aber Forderungen national-orientierter Europäer u. Nordamerikaner ablehnt, die sich gegen Einwanderer u. Mohammedaner richten, die er als Verbündete gegen die liberale globalistische Ordnung betrachtet. Dugin lehrte als Professor Internationale Beziehungen an der Soziologischen Fakultät der Lomonossow-Uni. Zum 1.9.2014 wurde ihm dort gekündigt ..
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Texte von und zu Dugin

Beitrag von Dissident am Fr Jan 19, 2018 9:51 am

Anmerkung von Greg Johnson:
Der folgende Text wurde von John Morgan aus versch. informellen Aussagen zusammengestellt, die Dugin im Laufe des letzten Jahres auf seiner Facebook-Seite schrieb u. die sich mit allgemeinen Themen befassen. Der Bearbeiter hat sie kombiniert u. restrukturiert, um zu versuchen, sie zu einem einzigen zusammenhängenden Text umzugestalten, u. er hat auch die Sprache etwas aufpoliert.
*     *     *
Es gibt versch. Tendenzen in der neuen Generation revolutionärer, nonkonformistischer Bewegungen in Europa (auf der Rechten wie auch auf der Linken), u. manchen davon ist es gelungen, in ihren jeweiligen Ländern hohe politische Positionen zu erlangen. Die Krise des Westens wird jeden Tag breiter u. tiefer werden, daher sollten wir einen Zuwachs an Macht u. Einfluß unserer eigenen eurasianistischen Widerstandsbewegung gegen die gegenwärtige globale Ordnung erwarten, die eine Diktatur der schlimmsten Elemente der westlichen Gesellschaften ist.
Diejenigen auf Seiten der Rechten oder der Linken, die die US-Hegemonie ablehnen, den Ultraliberalismus, den strategischen Atlantizismus, die Vorherrschaft oligarchischer u. kosmopolitischer Finanzeliten, die individualistische Anthropologie u. die Ideologie der Menschenrechte, wie auch den typischen westlichen Rassismus in allen Bereichen – wirtschaftlich, kulturell, ethisch, moralisch, biologisch u. so weiter -, u. die bereit sind, mit eurasischen Kräften bei der Verteidigung der Multipolarität, des sozioökonomischen Pluralismus u. eines Dialogs zwischen Zivilisationen zusammenzuarbeiten, betrachten wir als Verbündete u. Freunde.
Diejenigen auf der Rechten, die die USA unterstützen, den weißen Rassismus gegen die Dritte Welt, die antisozialistisch u. pro-liberal sind u. die bereit sind, mit den Atlantikern zusammenzuarbeiten, sowie diejenigen auf der Linken, die die Tradition angreifen, die organischen Werte der Religion u. der Familie, u. die andere Arten sozialer Abweichungen fördern – diese befinden sich beide im Lager des Feindes.

Um gegen unseren gemeinsamen Feind zu gewinnen, müssen wir den alten Hass zwischen unseren Völkern überwinden, wie auch jenen zwischen den überholten politischen Ideologien, die uns immer noch spalten. Wir können solche Probleme zwischen uns nach unserem Sieg lösen.
Gegenwärtig sind wir ALLE herausgefordert, u. wir ALLE werden von den Kräften der vorherrschenden globalen Ordnung dominiert.
Bevor wir uns mit diesen anderen Fragen befassen, müssen wir uns zuerst befreien.
Ich bin sehr froh, daß Gábor Vona, mit dem ich mich getroffen habe u. der der Führer der Jobbik-Partei in Ungarn ist, dies völlig versteht. Wir müssen geeint sein in der Schaffung einer gemeinsamen eurasischen Front. In Griechenland könnten unsere Partner eventuell Linke von SYRIZA sein, die den Atlantizismus, Liberalismus u. die Vorherrschaft der Kräfte der globalen Finanz ablehnen. Soweit ich weiß, ist SYRIZA antikapitalistisch u. kritisch gegenüber der globalen Oligarchie, die Griechenland u. Zypern schikaniert hat. Der Fall von SYRIZA ist interessant wegen ihrer linksextremen Einstellung zum liberalen globalen System. Es ist ein gutes Zeichen, daß solche nonkonformistischen Kräfte auf der Szene erschienen sind. Dimitris Konstakopulous schreibt exzellente Artikel, u. seine strategische Analyse finde ich in vielen Fällen sehr korrekt u. tiefsinnig.
Es gibt auch viele andere Gruppen u. Bewegungen, mit denen wir arbeiten können. Der Fall der Goldenen Morgenröte (Chrysi Avgi) ist interessant, weil sie ein Teil des wachsenden (u. in der Tat sehr aufregenden) Wiedererscheinens radikaler rechter Parteien in der europäischen politischen Landschaft ist. Wir müssen mit allen Kräften zusammenarbeiten, ob rechts oder links, die unsere Prinzipien teilen. Der wichtigste Faktor sollte nicht sein, ob diese Gruppen pro-russisch sind oder nicht. Viel wichtiger ist hier, wogegen sie sind. Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Es ist einfach u. leicht zu verstehen. Wenn wir solch eine Haltung einnehmen, um alle möglichen Verbündeten anzusprechen (denen wir genehm sind oder nicht), werden immer mehr Menschen mitziehen – u. sei es nur aus Pragmatismus. Dabei werden wir ein echtes, funktionierendes Netzwerk schaffen – eine Art globaler revolutionärer Allianz. Es ist wichtig, daß wir eine Strategie der Vereinigung der Linken u. der Rechten überall verfolgen, einschließlich in den USA. Wir müssen Amerika vor seiner eigenen Diktatur retten, die für das amerikanische Volk so schlecht ist wie für alle anderen Völker.
Die Frage der begrenzten oder unbegrenzten Regierung ist, soweit ich sehen kann, von geringerer Wichtigkeit im Vergleich zur Geopolitik – es hängt alles von der historischen Tradition der fraglichen Nation ab. Schußwaffenbesitz ist eine gute Sache, wenn die Waffen in unseren Händen sind. Daher betrachte ich diese beiden Punkte, wenn sie als politische Plattform verwendet werden, für sich genommen als absolut neutral. Solch eine amerikanische Rechte kann gut oder schlecht sein, abhängig von anderen Faktoren jenseits dieser beiden Punkte. Wir müssen einen Dialog mit denjenigen haben, die tiefer in die Natur der Dinge schauen, in die Geschichte, u. die die gegenwärtige Weltordnung zu verstehen versuchen.

Ich betrachte die „weißen Nationalisten“ als Verbündete, wenn sie die Moderne, die globale Oligarchie u. den liberalen Kapitalismus ablehnen, in anderen Worten, alles, was alle ethnischen Kulturen u. Traditionen umbringt. Die moderne politische Ordnung ist im Wesentlichen globalistisch u. beruht zur Gänze auf dem Vorrang der individuellen Identität in Opposition zur Gemeinschaft. Sie ist die schlimmste Ordnung, die je existiert hat, u. sie sollte völlig vernichtet werden. Wenn „weiße Nationalisten“ die Tradition u. die alte Kultur der europäischen Völker bekräftigen, dann haben sie recht. Aber wenn sie Einwanderer, Moslems oder die Nationalisten anderer Länder aufgrund historischer Konflikte angreifen, oder wenn sie die USA, den Atlantizismus, Liberalismus oder die Moderne verteidigen, oder wenn sie die weiße Rasse (diejenige, die die Moderne in ihren wesentlichen Merkmalen hervorgebracht hat) als die höchste u.a. Rassen als minderwertig betrachten, dann bin ich völlig anderer Meinung als sie.
Außerdem kann ich Weiße nicht verteidigen, wenn sie gegen Nichtweiße sind, denn nachdem ich selbst weiß u. indoeuropäisch bin, anerkenne ich die Unterschiede anderer Volksgruppen als etwas Natürliches u. glaube nicht an irgendeine Hierarchie unter Völkern, weil es kein gemeinsames, universales Maß gibt u. geben kann, mit dem man die verschiedenen Formen ethnischer Gesellschaften oder ihre Wertsysteme vergleichen könnte. Ich bin genauso stolz darauf, Russe zu sein, wie Amerikaner, Afrikaner, Araber oder Chinesen auf das stolz sind, was sie sind. Es ist unser Recht u. unsere Würde, unsere Identität zu bestätigen, nicht in Gegnerschaft zueinander, sondern so, wie sie ist: ohne Ressentiment gegen andere oder Gefühle des Selbstmitleids.

Ich kann das Konzept der Nation nicht verteidigen, weil die Idee der „Nation“ ein bourgeoises Konzept ist, das als Teil der Moderne ausgeheckt wurde, um traditionelle Gesellschaften (Reiche) u. Religionen zu zerstören u. sie durch künstliche Pseudogemeinschaften zu ersetzen, die auf dem Konzept des Individualismus beruhen. All das ist falsch. Das Konzept der Nation wird nun durch dieselben Kräfte zerstört, die es damals während des ersten Stadiums der Moderne schufen. Die Nationen haben bereits ihre Mission der Zerstörung jeder organischen u. spirituellen Identität erfüllt, u. nun liquidieren die Kapitalisten das Instrument, das sie dazu benutzten, zugunsten der direkten Globalisierung. Wir müssen den Kapitalismus als den absoluten Feind angreifen, der für die Schaffung der Nation als Scheinbild der traditionellen Gesellschaft verantwortlich war, u. der auch für ihre Zerstörung verantwortlich war. Die Gründe hinter der gegenwärtigen Katastrophe liegen tief in der ideologischen u. philosophischen Grundlage der modernen Welt. Am Anfang war die Moderne weiß u. national; am Ende ist sie global geworden. Daher müssen weiße Nationalisten sich entscheiden, in welchem Lager sie sein wollen: in dem der Tradition, die ihre eigene indoeuropäische Tradition beinhaltet, oder in jenem der Moderne. Atlantizismus, Liberalismus u. Individualismus sind alles Formen des absoluten Bösen für die indoeuropäische Identität, nachdem sie mit ihr unvereinbar sind.

In seiner Rezension meines Buches „The Fourth Political Theory“ hat Michael O’Meara es aufgrund einer Befürwortung einer Rückkehr zu den nicht verwirklichten Möglichkeiten der Dritten Politischen Theorie kritisiert. Es ist gut, daß Menschen aus versch. Lagern ihre Antworten auf die Vierte Politische Theorie präsentieren, aber er verwendet typisch rassistisch/antisemitische Argumente der alten Rechten u. des Dritten Weges. Die Kritik ist nicht zu tiefgründig, noch zu hohl. Ich bezweifle, daß wir durch Wiederholung derselben Agenda von Yockey u. so weiter vorankommen können. Dies zieht die Grenze zwischen dem Dritten Weg u. dem Vierten Weg. Gleichzeitig betrachte ich Heidegger als einen Vorläufer der Vierten Politischen Theorie, u. er handelte u. dachte im Kontext der Dritten Politischen Theorie.
Was die „Identitären“ betrifft, so habe ich in all meinen Schriften nie den Namen von Faye geäußert – er ist nicht schlecht, aber auch nicht zu gut. Ich halte Alain de Benoist für brillant – einfach der Beste. Diejenigen „Identitären“, die die positive Einstellung gegenüber dem Islam oder gegenüber Türken als negativen Aspekt der Vierten Politischen Theorie sehen, tun das, wie ich glaube, teilweise aufgrund der Manipulation globalistischer Kräfte, die diejenigen revolutionären Kräfte zu spalten suchen, die in der Lage sind, die liberalkapitalistische atlantizistische Hegemonie herauszufordern.
Moslems bilden einen Teil der russ. Bevölkerung u. sind eine wichtige Minderheit. Daher fordert Islamophobie implizit die Teilung Rußlands. Der Unterschied zwischen Europa u. Rußland in unserer Einstellung zum Islam ist, daß Moslems für uns ein organischer Teil des Ganzen sind, während sie für Europa eine postkoloniale Welle von Invasoren aus einem anderen geopolitischen u. kulturellen Raum sind. Aber nachdem wir einen gemeinsamen Feind in der globalistischen Elite haben, die für Pussy Riot/Femen, für die Homoehe, gegen Putin, gegen den Iran, gegen Chávez, gegen soziale Gerechtigkeit u. so weiter ist, müssen wir alle eine gemeinsame Strategie mit den Moslems entwickeln. Unsere Traditionen sind recht verschieden, aber die traditionsfeindliche Welt, die uns angreift, ist geeint, u. das müssen auch wir werden.
Falls „Identitäre“ ihre Identität wirklich lieben, sollten sie sich mit den Eurasianisten verbünden, an der Seite der Traditionalisten u. der Feinde des Kapitalismus, die jedem Volk, jeder Religion, Kultur oder jedem politischem Lager angehören. Antikommunistisch, antimoslemisch, anti-östlich, pro-amerikanisch oder atlantizistisch zu sein, bedeutet heute, zur anderen Seite zu gehören. Es bedeutet, an der Seite der gegenwärtigen globalen Ordnung u. ihrer Finanzoligarchie zu sein. Aber das ist unlogisch, denn die Globalisten sind dabei, jede Identität außer jener des Individuums zu zerstören, u. eine Allianz mit ihnen zu schmieden, bedeutet, die Essenz der eigenen kulturellen Identität zu verraten.
Das Problem mit der Linken ist anders. Es ist gut, wenn sie gegen die kapitalistische Ordnung ist, aber ihr fehlt eine spirituelle Dimension. Die Linke stellt sich für gewöhnlich als alternativen Weg zur Modernisierung dar, u. dabei stellt sie sich ebenfalls gegen organische Werte, Traditionen u. Religionen, genauso wie es der Liberalismus tut.
Ich wäre froh, linke Identitäre zu sehen, die einerseits die soziale Gerechtigkeit verteidigen, während sie den Kapitalismus angreifen, u. die sich andererseits die spirituelle Tradition zu eigen machen u. die Moderne angreifen. Es gibt nur einen Feind: die globale liberalkapitalistische Ordnung, die von der nordamerikanischen Hegemonie gestützt wird (die sich auch gegen die echte amerikanische Identität richtet).
Was den Traditionalismus angeht, so ist dieser für gewöhnlich defensiv oder wird als defensiv betrachtet. Wir müssen diese Annahme durchbrechen u. einen offensiven Traditionalismus fördern. Wir sollten die (Hyper-) Moderne angreifen u. den Status quo im Namen der Rückkehr zum Explodieren bringen. Ich meine „offensiv“ auf alle Arten. Wir müssen beharrlich sein.
Politik ist das Instrument der Moderne. Ich denke, der Neo-Gramscismus ist ein wichtiges Werkzeug. Wir müssen einen historischen Block von Traditionalisten an der Seite organischer Intellektueller eines neuen Typs formen. Wir haben orthodoxe Christen (und vielleicht auch andere Arten von Christen), Moslems, Buddhisten u. Hindus, die alle die Idee ablehnen, daß das „Locke’sche Kernland“ (laut Kees van der Pijl) global wird. Wir müssen es gemeinsam angreifen, nicht jeder für sich. Und wir müssen auf jede mögliche Weise angreifen – jeder so, wie er oder sie in der Lage ist -, physisch, politisch u. intellektuell…
Es ist Zeit, offensiv zu sein.
Bald wird die Welt im Chaos versinken. Das Finanzsystem wird zusammenbrechen. Unordnung, ethnische und soziale Konflikte werden überall ausbrechen. Europa ist zum Untergang verurteilt. Asia befindet sich im Tumult. Die Ozeane von Einwanderern überall werden die existierende Ordnung stürzen. Das gegenwärtige System wird kaputt u. aufgelöst sein.
Nach dieser Übergangszeit wird eine direkte globale Diktatur eingeführt werden. Wir sollten bereit sein u. damit anfangen, den globalen Widerstand gleich jetzt zu organisieren – das planetare Netzwerk aus Traditionalisten, konservativen Revolutionären, Heideggerianern, den Parteigängern der Vierten Politischen Theorie u. der Multipolarität, u. Nonkonformisten aller Art – eine Art Heilige Front jenseits von Links u. Rechts, und aus unterschiedlichen älteren politischen u. ideologischen Taxonomien bestehend. Alle drei politischen Theorien sind in der Moderne aus dem Verkehr gezogen worden, und auch in der konventionellen u. angenommenen Geschichte.
Wir und auch unsere Feinde betreten absolut neuen Boden. Jeder Traditionalist sollte sich die folgenden Fragen stellen:
1. Warum bin ich in Opposition zur Moderne an die Seite der Tradition gelangt?
2. Was ist die Realität, die mich zu dem macht, was ich im Grunde bin? Woher habe ich es?
3. Ist meine Berufung zum Traditionalisten das Ergebnis meines sozio-kulturellen Erbes (Gesellschaft, Familie, Kultur), oder ist sie Ergebnis irgendeines anderen Faktors?
4. Wie ist es inmitten der Moderne u. Postmoderne möglich, sich von ihnen zu differenzieren?
5. In welcher Weise kann ich der modernen Welt um mich herum echten Schaden zufügen? (In anderen Worten, wie kann ich wirksam gegen den Teufel kämpfen?)
Die Vierte Politische Theorie kämpft für die Sache aller Völker, aber sie ist nicht fürs Volk gemacht. Sie ist ein Aufruf an die intellektuelle Elite jeder menschlichen Gesellschaft u. lehnt Hegemonie in jedem Sinn (philosophisch, sozial u. politisch) ab. Diesmal kann das Volk uns nicht helfen. Diesmal müssen wir dem Volk helfen.
Gegen uns steht nichts weiter als eine intellektuelle Elite, aber sie ist eine hegemonische Elite. All ihre  materielle Macht ist nichts als eine Illusion u. ein Hirngespinst: ihre Texte, ihr Diskurs u. ihre Worte sind, was wirklich zählt. Ihre Kraft liegt im Denken. Und auf der Ebene des Denkens müssen wir kämpfen u. schließlich gewinnen. Alles Materielle, das gegen uns steht, ist in Wirklichkeit nichts als purer Mangel. Nur das Denken existiert wirklich.
Es ist leicht, die Massen zu manipulieren, viel leichter, als die Wenigen zu überzeugen. Quantität ist der Feind der Qualität – je mehr, desto schlechter.
Die kapitalistische Elite denkt anders. Dieser Fehler wird fatal sein. Für sie. Und wir werden es beweisen.
Wir brauchen eine offene, undogmatische Front jenseits von Rechts und Links.
Wir haben uns zu lange auf den kommenden Moment der Chance vorbereitet. Aber nun liegt er endlich nicht so weit in der Zukunft.
Wir werden den Lauf der Geschichte ändern. Gegenwärtig nimmt er einen sehr falschen Kurs. Wir können nur gewinnen, wenn wir unsere Anstrengungen kombinieren.
*   *   *   *   *   *   *
Leserkommentare:

Wie bereits in einem Kommentar in einem anderen Strang erwähnt, bestärkt dieser Artikel wie auch andere von Alexander Dugin meinen Verdacht, daß mit diesem „Eurasianismus“ ein alternativer Weg zur Neuen Weltordnung vorbereitet werden soll, falls das EUSA-System mit seinem Modell der unipolaren NWO scheitert.
Mit seinem Antirassismus hat Dugin sich auf jeden Fall für echte, rasseorientierte weiße Nationalisten klar disqualifiziert. Seine Behauptung, die Nation sei ein bourgeoises Konzept, das zum Zweck der Zerstörung „traditioneller Gesellschaften (Reiche)“ erfunden worden sei, ist absoluter Quatsch. Wenn er mit „Nation“ die Willensnation meinen würde, dann hätte er recht, aber er meint offenbar jegliche Nation, auch (und meiner Meinung nach vor allem!) den Ethnostaat, die Einheit von Staat u. Volk, also das, was das wahrhaft natürliche Modell des menschlichen Zusammenlebens ist.
In seiner kleineren Urform der Stammesgemeinschaft ist der Ethnostaat als Prinzip viel älter als die von Dugin offenbar als positiver Gegensatz dazu gesehenen „traditionellen Reiche“. Mit letzteren meint er wohl Feudalreiche, wo irgendein König oder Zar mit einem System nachgeordneter Adeliger über ein Staatswesen herrscht, das den Lebensraum mehrerer Völker umfaßt u. das sich in seiner „Identität“ bloß nach Loyalität zum Herrscher u. ev. nach einer gemeinsamen Mehrheitsreligion definiert, ungeachtet ethnischer Unterschiede.
Indem sein „Traditionalismus“ offenbar der Tradition Vorrang vor der Biologie gibt, stellt Dugin die natürliche Priorität auf den Kopf ..

.. Wie Sun Tsu ungefähr sagte: „Kenne dich selbst, und kenne den Feind. Dann wirst du in tausend Schlachten bestehen.“ Nun, Dugin ist ein Feind, und der Eurasianismus ist eine für uns letztendlich genauso schädliche feindliche Kraft wie der westliche Globalismus.

.. Der Staat in seiner heutigen Form ist das Problem. Er zerstört tatsächlich traditionelle Gesellschaften, wie wir tagtäglich beobachten können. Kaum jemand macht sich klar, daß der Begriff „Staat“ z.B. in Deutschland erst im 17. Jahrhundert auftauchte u. man seine sprachlichen Wurzeln im Italienischen findet. Trotz der lateinischen Wurzeln geht das Wort allerdings nicht auf das alte Rom zurück. Staat leitet sich von „Status“ (Stand) ab u. beschreibt eine Art „Ist-Zustand“. Es geht also um den Erhalt eines Standes, der im Rahmen des Materialismus wohl einen „Vermögensstand“ zementieren soll. Die unmittelbare Verbindung des Staates mit der politischen totalen Macht entwickelte sich erst im Laufe der Zeit. Man fabulierte lieber von einem Gemeinwesen (oder britisch Commonwealth), um die tatsächliche Herrschaft über die Menschen in geopolitisch definierten Gebieten zu verschleiern. Viele Gelehrte wiesen in den letzten Jahrhunderten immer wieder darauf hin, daß „Staat“ nicht mit „Stand“ zu verwechseln sei, denn die Erhaltung einer halbwegs ehrlich rechtlichen- u. materialistischen Situation hatten die Erfinder des Staates offenbar gar nicht vor, wie es anfänglich suggeriert wurde. Immer wieder gab es die Warnung von Intellektuellen, daß die Einführung der juristischen Person „Staat“ letztlich nur auf die Zerstörung der unterprivilegierten Menschheit ausgelegt war. Bis zur Einführung des Staates gab es auch kein öffentliches Recht, sondern lediglich private Vereinbarungen unter den Menschen, um sich zu „vertragen“ (daher der Begriff „Vertrag“). Durch die Einführung dieser neuen konstruierten „Person“ Staat wurde die Grundlage für unbegrenzte Ansprüche gegen die Menschen eines Landes zementiert, deren Auswirkungen bis heute dramatisch weiter wirken bis… ja bis wohin eigentlich?
Die heutigen tyrannischen Gesetze der Regierungen helfen offenbar nicht, Konflikte zu vermeiden, nein sie schaffen sie erst.
Der Staat untersteht keinen Gesetzen mehr, sondern macht sie selbst. Er stellt sich über die Gerichte u. steuert auch die Exekutive, die immer weiter ausgebaut wird, um einen menschenverachtenden Zustand zu sichern. Die „Staatsvertreter“ finanzieren ihr passables Einkommen durch physische Gewalt gegen die Menschen in Form einer Art „Schutzgelderpressung“, die man mit dem Begriff Steuern nur schönreden will.
Die „Entpersönlichung“ der Macht schaffte quasi eine „unsterbliche“ Konstruktion der Unterdrückung, von der jeder Monarch oder Diktator der Vergangenheit nur träumen konnte. In Verbindung mit der Einführung der sogen. „Demokratie“ wurden Machtapparate mit Armeen u. Staatspolizisten aufgebaut, die in monarchischen Zeiten quantitativ gar nicht möglich waren. Erst der ausbeuterische staatliche Steuermechanismus schaffte die unendliche sprudelnde Quelle an Einnahmen. Gleichzeitig machte man die Untertanen über Sozialleistungen, Beamtengehälter oder öffentliche Aufträge an die Privatwirtschaft abhängig. Heute hängen wir eigentlich alle im Schwitzkasten dieser Unterdrückungsmechanik. Durch die Manifestierung des „Volkes als Souverän“ (was natürlich niemals wirklich passierte) perfektionierte man diesen Wahnsinn erst richtig. Die Einführung der „Ochlokratie“ (Pöbelherrschaft) war geboren, auch wenn man den Begriff im Rahmen der politischen Korrektheit nicht nutzen darf. Jeder noch so inkompetente Staatsbewohner darf wählen gehen.

Die Einführung des Staatsbegriffs in Verbindung mit der praktizierten sogen. Demokratie brachte die tyrannischen Machtstrukturen der heutigen Plutokratie (also der Geldherrschaft) hervor.
Man muss also zurück zu den Wurzeln, zu einer Art Urform der Stammesgemeinschaft. Schnell würden wir begreifen, daß Personen grundsätzlich natürlich sein sollten u. geboren werden statt gegründet. Wir würden verstehen, daß wir weder Staaten, noch Aktiengesellschaften oder GmbHs benötigen u. auch keine Regierungen oder Banken, wie wir sie heute kennen. Die regionalen, autarken und gesunden Strukturen würden wieder erstarken u. könnten den Globalisierungswahn endlich ad absurdum führen. Kleine kommunale Führungsebenen könnten die Geschicke der Regionen managen. Die kommunale Verschuldung könnte sofort der Vergangenheit angehören, wenn wir es wollten. Der Mittelstand könnte wieder als Garant einer vernünftigen Wirtschaftsordnung fungieren. Ein gesunder Protektionismus (ein positives Wort) u. eine neue Definition der Wirtschaft mit allen Aggregaten würden tatsächlich blühende Landschaften hervorbringen .

.. "Gegen uns steht nichts weiter als eine intellektuelle Elite, aber sie ist eine hegemonische Elite. All ihre materielle Macht ist nichts als eine Illusion u. ein Hirngespinst: ihre Texte, ihr Diskurs u. ihre Worte sind, was wirklich zählt. Ihre Kraft liegt im Denken. Und auf der Ebene des Denkens müssen wir kämpfen u. schließlich gewinnen. Alles Materielle, das gegen uns steht, ist in Wirklichkeit nichts als purer Mangel. Nur das Denken existiert wirklich.”

Das ist nicht nur Wunschdenken, sondern eine bewussste Verniedlichung der tatsächlichen Verhältnisse!
.. Mit welchem “Denken” möchte Dugin diese reale Macht besiegen? - “Die materielle Macht ist nichts als eine Illusion und ein Hirngespinst……” - Mit einem einzigen Mausklick können die Verwalter dieser Vermögen ganze Volkswirtwirtschaften vernichten oder nach Belieben eine Weltwirtschaftskrise auslösen. Die Globalisten selbst zählen doch Russland u. China bereits zum Kern der Globalisierung. Worin soll dann der Sinn einer “eurasianistischen” Widerstandsbewegung liegen? Das alte “Teile und Herrsche-Spiel”? Oder soll das eine Absetzbewegung sein, weil die VSA in Kürze den “Sündenbock” spielen müssen? Wird der Liberalismus zum Sündenbock der kommenden Krise? Und dann bekommt der weitergehende Wahnsinn ein neues, unverbrauchtes Etikett? Man bemerkt die Absicht, und ist verstimmt.

.. Noch deutlicher die Unterschiede zwischen weißen Europäern und weißen Russen herausarbeiten kann man wohl kaum.
Die Vorstellung, jeglicher Weltwirtschaftsbereich (Europa, Nord- u. Südamerika, Afrika, “der Islam”, Indien, Rußland, Ostasien) habe seine eigene “home rule” u. könne ungestraft seine eigenen Angelegenheiten regeln, ist wohl doch eine andere als “der eurasischen Idee” vorschwebt. Es ist nur so, daß da jetzt wieder von Westen her eine Welle reingepumpt wird (mit dem “Freihandelsabkommen”), damit es uns wieder von den Füßen reißt u. es eine unnütze Konfrontation mit RUS gibt. Aber wir sind weder RUS noch US ..

.. Das “atlantische” Globalismussystem mit seinem Eine-Welt-Ansatz u. den antitraditionellen, zersetzerischen gesellschaftlichen “Schwulitäten” (teils buchstäblich!) hat seinen Zweck mittlerweile offenbar weitgehend erfüllt u. wird nun als “verbrauchte Kraft” fallengelassen, nachdem er die Welt mit seinem “Global War on Terror” u. seinem Wirtschaftsimperialismus weitgehend für die nächste Phase der NWO sturmreif geschossen hat. Das hat durchaus Parallelen zum Sowjetsystem, das ebenfalls zum Abschuß freigegeben wurde, als für die JWO-Zentralräte das “westliche” System als erfolgversprechender erschien.
Und jetzt wird mit viel judeopolitischem Schwurbelsprech u. Bullshitsu von wegen “ihr dürft eure Traditionen behalten, u. die globale Ami-Dominanz bleibt euch erspart, wenn ihr euch nur in kontinentalen Weltvierteln integriert” unter vordergründig neuer Leitung dasselbe Fernziel weiterverfolgt. Nur eben im Schongang. Vielleicht ist man zur Einsicht gelangt, daß man den Fröschen das Wasser in ihrem Topf zuletzt ein wenig zu schnell erhitzt hat ..

.. der Begriff “Eurasien”:
Was, wenn Eurasien keine Alternative ist, sondern eine Parallele? Der Roman 1984 wird ja oft von NWO-Gegnern bemüht u. das ist auch nicht verkehrt, es ist durchaus möglich, daß George Orwell, der in kommunistische Kreise eingegliedert war, Insiderwissen zu einem Roman verarbeitet hat. Der Begriff Eurasien kommt in 1984 vor, u. zwar neben Ozeanien u. Ostasien als einer der 3 Machtblöcke, die sich gegenseitig spinnefeind sind u. sich stets miteinander im Kriegszustand befinden, aber von innen genau gleich trostlos aussehen.
Was, wenn gar keine Eine-Welt-Regierung geplant ist? Sondern drei? Im Endeffekt wäre es dann natürlich doch eine (ich weiß nicht mehr genau, wie das im Buch beschrieben ist), aber den versklavten Einwohnern würden es wie drei erscheinen. Wenn ich mich recht erinnere, würden wir in dem Szenario zu Eurasien gehören, aber so eng am Buch muss das ja geographisch nicht sein, es kann auch sein, wir bleiben bei Ozeanien. Allerdings würde in dem Fall Eurasien ein Hochtechnologiestandort fehlen. Ozeanien hat seinen in den USA u. Ostasien in China ..

.. Der Unterschied zwischen Huxley u. Orwell liegt weiterhin darin, daß letzterer den totalitären Alptraum aus einer positiven sozialistischen Perspektive interpretiert, während ersterer sich darauf beschränkt, zu beschreiben, sich in die Position des Zeugen zu versetzen, in die Reinheit der Bekundung, wie ich sie im Gegensatz zur Interpretation zu bezeichnen wage, als ob sie Wahrsagung wäre (verweist Schreiben doch mehr oder weniger auf diese Verbindung zwischen Bezeugen u. Vorhersagen). Dennoch steht keiner der beiden im Wettbewerb zum anderen, vielmehr begegnen sich ihre Romane in der Frage der Sprache: ihrer Manipulation, ihrer Zerstörung als Instrument des Wissens zugunsten des Propagandawerkzeugs – ihrer Macht zur Konditionierung, wie Huxley erkannte. Und dennoch hat er genauso wenig wie Orwell oder Samjatin, der bei der Gegenüberstellung Orwell/Huxley stets vergessen wird, den willfährig akzeptierten Totalitarismus des Internet oder die Hölle des narzißtischen Wortschwalls in den sozialen Netzwerken voraussehen können.

"Was, wenn Eurasien keine Alternative ist, sondern eine Parallele?”

Birthelm, und er bezieht sich hier auf Robert Muller, erwähnt auch drei geplante Unionen unter einer Zentralverwaltung.

1. Europäische Union, 2. Amerikanische Union, 3. Asiatisch-Pazifische Union

Über allem steht die Weltregierung, sie ist Herr über eine Zentralbank, die Medien u. Oberbefehlshaber über die Armeen.
Die Unionen, ggf. mit eigenen Währungen, setzen dann den rechtlichen Rahmen, indem sich ihre regionalen Mitglieder selbst organisieren dürfen, verfügen über die nötige Polizei- u. Militärgewalt, um das „Recht“ durchsetzen u. die öffentl. Ordnung aufrecht erhalten zu können. Ganz "demokratisch" darf die Bevölkerung zugelassene Parteien wählen, um so das Gefühl zu bekommen, sich an der politischen Willesbildung beteiligen zu dürfen. Eine afrikanische Union nach gleichem Muster ist dabei allerdings nicht vorgesehen, .. Afrika bleibt das, was es für die Plutokraten immer schon war, billiger Lieferant anorganischer u. organischer (inkl. Menschen) Rohstoffe ..

.. Wenn wir .. alle fröhlich weiter globalisieren, dann dürfen wir bald die Weltregierung erhoffen, die uns arme Sünder
von dem Chaos befreit, u. dann endlich alles gut wird – oder? .. Ich hatte eigentlich vermutet, daß bloß die alte NWO-Durchsetzungsmacht USA/EU/NATO nun für den Abgang vorbereitet wird u. sich mit ihren letzten Kräften noch für die Ziele der NWO verbrauchen darf, während ihre Aufgaben in kulturell/gesellschaftlich weniger provokanter Weise mit Rußland als neuer Führungsmacht fortgesetzt werden sollen, womit das NWO-Projekt mit einem neuen, unbelasteten, aber wiederum weißen Gesicht (diesmal einem russischen) versehen wird. Und daß erst im übernächsten Schritt, vielleicht in 30 oder 40 Jahren, der Führungswechsel von der russisch dominierten Eurasischen Union hin zu Chinael (u. eventuell Indael) erfolgen soll, wonach die vier Sub-NWOs des eurasischen Plans unter Chinas Führung zum One-World-System “integriert” werden sollen. Eurasische Pläne für die Zukunft nehmen die Aufteilung des Planeten in vier geographische Gürtel (Meridianzonen) von Nord nach Süd an. Diese sehen laut Dugins Essay “Die Eurasische Idee”, der als meine nächste Übersetzung erscheinen wird, wie folgt aus:

  1. Beide amerikanischen Kontinente werden einen gemeinsamen Raum bilden, der auf die USA orientiert ist und im Rahmen der Monroe-Doktrin von dieser kontrolliert wird. Dies ist die Atlantische Meridianzone.
    Zusätzlich zu der obigen Zone sind drei andere geplant. Dies sind wie folgt:
    ● Euro-Afrika, mit der Europäischen Union als Zentrum.
    ● Russisch-Zentralasiatische Zone.
    ● Pazifische Zone.

    Innerhalb dieser Zonen werden die regionale Arbeitsteilung und die Schaffung von Entwicklungsgebieten und Wachstumskorridoren stattfinden.
    Alle diese Gürtel (Meridianzonen) bilden Gegengewichte zueinander, und alle zusammen bilden ein Gegengewicht zur Atlantischen Meridianzone. In der Zukunft könnten diese Gürtel das Fundament sein, auf dem eine multipolare Welt erbaut werden kann: die Zahl der Pole wird mehr als zwei sein; jedoch wird die Zahl viel geringer sein als die Zahl der gegenwärtigen Nationalstaaten. Das eurasische Modell schlägt vor, daß die Zahl der Pole vier sein muß.
    Die Meridianzonen bestehen aus mehreren „Großräumen“ oder „demokratischen Reichen“. Jedes besitzt relative Freiheit und Unabhängigkeit, aber sie sind strategisch in eine entsprechende Meridianzone integriert. Jedoch könnte es durchaus sein, daß dies, wie Du analog zum Drei-Zonen-Schema aus “1984″ vermutest, schon das Endstadium ist; daß es oberflächlich besehen bei diesen vier Weltzonen bleibt, während die eigentliche Weltregierung im Hintergrund bleibt, die einzelnen “Meridianzonen” von dort aus steuert und es weiterhin so aussehen läßt, als wären sie vier unabhängige Machtblöcke.

  2. .. ein Hobby gemeinsam haben: Den gelegentlichen Besuch der Freakshow “Netz-gegen-Nazis”, um dort voll genüsslichem Grausen Personen im Endstadium des politisch korrekten Schwachsinns zu begaffen, wie unsere Altvorderen weiland auf dem Jahrmarkt Menschen mit körperlichen Gebrechen begafft haben. Dieser Leserbrief in der heutigen Kronen-Zeitung hat mich auf ein paar Gedanken bezüglich Ukraine-Krise, Putin, EU und NWO gebracht:

    Ein Warner und die Hetzer
    Jean-Claude Juncker, der aus der Polit-Pension zurückkehrte u. jetzt Spitzenkandidat der Konservativen bei der kommenden Europa-Wahl ist u. nächster EU-Kommisionspräsident werden möchte, ließ im letzten Jahr einige Male aufhorchen. Er verglich beispielsweise das Jahr 1914 mit 2014 u. wies darauf hin, daß damals ohne Vorwarnung der 1.Weltkrieg begann. Diese kryptischen Hinweise auf einen Krieg gab es mehrmals, nicht nur von Juncker, u. jetzt haben wir die Ukraine-Krise u. hören, wie ein paar Wahnsinnige die Kriegstrommeln schlagen. Scholl-Latour, der alte Mann mit dem feinen politischen Gespür u. Sinn für Objektivität, nennt das eine blöde Kriegstreiberei, die gar nichts bringt.
    Warum aber hat Juncker, der einerseits oft lügt u. auch kein Hehl daraus macht, andererseits auch entwaffnend offen spricht, mehrmals von Krieg gesprochen?
    Der deutsche Finanzminister Schäuble, mit Juncker befreundet, sagte 2011: „Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“ Diese politische Union, also die Vereinigten Staaten von Europa, ist ja das erklärte Ziel der EU-Kommission, von einem Teil der EU-Parlamentarier u. Politikern von EU-Staaten wie eben Schäuble, aber auch Merkel u.a. und würde das endgültige Aus für die Souveränität der Mitgliedsstaaten bedeuten; auch wenn wir jetzt schon fast nichts mehr zu sagen haben. Mit einer Union würden zeitaufwendige u. lästige Diskussionen mit Mitgliedsstaaten wegfallen, somit wären Verhandlungen, z.B. mit den USA, aus Sicht der Kommission wesentlich einfacher zu führen; die Kommission könnte nach Belieben verfahren.
    Soll die Ukraine-Krise jetzt vielleicht dazu instrumentalisiert werden, dieses Ziel zu erreichen? Soll mit dieser Krise von Problemen in der EU u. anderswo abgelenkt werden? Es ist einigen Polit-Gangstern fast zuzutrauen, daß sie dafür auch einen Krieg anzuzetteln gewillt sind; die ersten Toten hat es leider schon gegeben.

    Es könnte durchaus sein, daß die Krise um die Ukraine unter anderem auch ein „Guter Bulle, böser Bulle“-Spiel ist, bei dem Putin mit seiner Russ. Föderation den „bösen Bullen“ gibt, der die Europäer in die Arme des „guten Bullen“ scheucht, welcher die zu schaffenden Vereinigten Staaten von Europa wären. Oder auch die „Europäische Republik“, wie der ÖVP-Verein NovaEuropa, die „Sammlungsbewegung für eine Europäische Republik” sie sich vorstellt.
    Die Rolle des „guten Bullen“ gegen den “bösen Bullen” USA/Atlantismus/unipolare Globalisten käme für Putin u. Rußland dann erst nach der Verwirklichung dieser politischen Union Europas, die vielleicht sowieso auch im Sinne des „Eurasianismus“ vorgesehen ist, um neben dem „Arabischen Großraum“ eines der Zentren der Meridianzone Euro-Afrika zu sein.
    Interessanterweise lautet der offizielle Name Rußlands, „Rossijskaja Federazija“, genau übersetzt nicht „Russische Föderation“, wie er auf Deutsch normalerweise wiedergegeben wird, sondern „Russländische Föderation. Dies deshalb, um den nichtrussischen Volksgruppen nicht den Eindruck zu vermitteln, es handle sich dabei im wesentlichen um einen Staat der Russen ..
  3. Nochmal Dugin in einem Satz: “Rassismus bezeichnet Dugin im Gespräch mit Pozner genauso als krankhafte, pathologische Erscheinung wie den westlichen Homo-Kult.” http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/pozner-dugin-putin-und-die-geopolitik/
  4. Noch mehr Kritik an Dugin:
    http://www.theoccidentalobserver.net/2014/05/alexander-dugins-4-political-theory-is-for-the-russian-empire-not-for-european-ethno-nationalists/



Anm. Dissident: Lesen sie weiter auf Seite 2 (unten rechts klicken) - und oberhalb dieses Artikels finden Sie Dugins Kurzbiographie  und weiter oben gemischtes zu Russland allgemein.


Zuletzt von Dissident am Fr Jan 19, 2018 4:37 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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