Russland

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Russland

Beitrag von Dissident am Do Aug 18, 2016 2:51 pm

Das heutige Russland ist nicht mehr mit der ehemaligen UdSSR vergleichbar, auch nicht mit dem Regime unter dem versoffenen US-hörigen Jelzin.

Obwohl Russland von den USA und seinen NATO-Verbündeten immer enger eingekreist und laufend provoziert wird, lässt sich Präsident Putin dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Putin hat sich gezwungenermaßen von Europa abgewandt und stärkt die BRICS und andere Bündnisse.

Auch fährt Russland einen Kurs gegen Institutionen welche seinem Land schaden, so aktuell gegen Scientology:
http://www.anonymousnews.ru/2016/08/18/putin-raeumt-weiter-auf-us-sekte-scientology-in-russland-ab-sofort-verboten/

Das Moskauer Amtsgericht auf Antrag des russischen Justizministeriums angeordnet, die Moskauer Filiale von Scientology zu schließen. Der Beschluss besagt, dass die Organisation die Religionsfreiheit für andere Zwecke missbrauche.

„Es stellt sich heraus, dass eine geschäftliche Partnerschaft die Religion verbreitet hat, obwohl Religion nur durch religiöse Organisationen verbreitet werden kann“, so das Ministerium weiter. Es fügte hinzu, dass die Organisation eher durch Gesetze des Verbraucherschutzes reguliert werden müsse.

Der Rechtsstreit zwischen Scientology und der russischen Regierung begann vor über einem Jahr. Die Moskauer Zentrale der Organisation wurde Anfang dieses Jahres von Polizeibeamten durchsucht, nachdem ein Medienbericht aufdeckte, dass die Institution ihre Mitglieder ausspioniert, um sie später mit ihren Geheimnissen zu erpressen.

Den vorgeblichen Heilsversprechen von Scientology kommt man nur durch teure Seminare und einen kompletten Seelenstriptease näher. In vielen Fällen wirkt die Organisation auf das soziale Umfeld ihrer Anhänger ein und strebt eine sukessive Isolierung dieser an, so dass eine soziale Abhängigkeit von der Organisation geschaffen wird.

Zudem ist Scientology mit einer Vielzahl verschachtelter Tarnorganisationen und gezielten Unterwanderungstaktiken äußerst umtriebig, wenn es darum geht, Einfluss auf die politische, wirtschaftliche, mediale und kulturelle Führungseliten zu nehmen. Die angewandten Methodiken sind dabei häufig Diffamierung, Rufmord und die Verwendung eines orwell’schen Neusprechs.

In den USA und auch Deutschland ist Scientology weitaus erfolgreicher als in Russland. So gelang es beispielsweise der Organisation den der US-Regierung nahestehenden Think Tank Freedom House dazu zu bewegen, Druck auf Deutschland wegen dessen teilweisen Widerstandes gegen Scientology aufzubauen.
Im Jahre 1996 brachte die Organisation rund drei Dutzend Hollywood-Prominente dazu, einen Offenen Brief an den damaligen Bundeskanzler Hemlut Kohl zu formulieren.

Griechenland hat Scientology 1993 zum „Staatsfeind“ erklärt.


avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Sep 07, 2016 2:22 pm

http://www.focus.de/politik/ausland/wird-kein-tauwetter-geben-als-putin-ueber-usa-spricht-findet-er-deutliche-worte_id_5892846.html

- - - Solange die USA nicht lernten, anderer Länder Interessen zu akzeptieren, "wird es kein Tauwetter geben", sagte Putin - - -
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am So Sep 18, 2016 4:25 pm

http://www.neopresse.com/politik/putin-gibt-hoeflich-seiner-verwunderung-ueber-die-westliche-bloedheit-ausdruck/

Putin gibt höflich seiner Verwunderung über die westliche Blödheit Ausdruck

In einem Interview mit John Micklethwait vom ‚Bloomberg Businessweek‘ wurde Putin befragt über Russlands Wunsch, seinen Einfluss geographisch auszudehnen.

Putin antwortete Folgendes:

„Ich denke, alle nüchtern denkenden Menschen, die wirklich mit Politik zu tun haben, verstehen, dass die Idee von einer russischen Bedrohung, z. B. des Baltikums vollständige Idiotie ist.“
- - -
Er spricht auch die russischen Atomwaffen an, bezeichnet jedoch das Szenario einer Eroberung des Baltikums als „verrücktes Zeug“.

„Aber glauben Sie wirklich, dass wir dabei sind, das Baltikum mit nuklearen Waffen zu erobern? Was ist das für verrücktes Zeug?“
Der Haupt-Punkt sei jedoch ein ganz anderer:
„Wir haben eine sehr reich politische Erfahrung, die u. a. darin besteht, dass wir zutiefst überzeugt sind, dass man nichts gegen den Willen des Volkes tun kann.“

Er wirft dem Westen vor, dieses Prinzip aus den Augen verloren zu haben. So sei der Wille des Volkes zwar bei der Kosovo-Frage in den Vordergrund gerückt worden, jedoch auf der Krim nicht anerkannt worden. Obwohl dort 70% ethnische Russen leben, auch der Rest der Bevölkerung russisch spricht und sich die Menschen Russland anschließen wollten.

„In Kosovo z. B. berief sich der Wesen auf den Willen des Volkes, aber nicht in der Krim. Das ist alles ein politisches Spiel. Um Sie zu beruhigen, kann ich sagen, dass Russland plant und planen wird, eine absolut friedliche Außenpolitik zu führen, die auf Kooperation zielt.“

Seine Antwort auf die provokante Frage des Interviewers beendet Putin mit einem süffisanten Hinweis auf die bereits jetzt enorme „Ausdehnung“ Russlands in dem die Entfernung der Hauptstadt zur fernöstlichen Ansiedlung Wladiwostok in etwa der zwischen Moskau und New York entspricht.

„Was die Ausdehnung unserer Zone des Einflussbereiches angeht, so hat es mich 9 Stunden gekostet, von Moskau nach Wladiwostok zu fliegen. Das ist in etwa dasselbe wie von Moskau nach New York durch ganz Ost- und Westeuropa und über den Atlantik. Glauben Sie, dass wir uns ausdehnen müssen?“
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Okt 12, 2016 2:14 pm

https://www.compact-online.de/putin-zu-nato-journalisten-ihr-werdet-belogen/ Putin zu NATO-Journalisten: „Ihr werdet belogen“

Klartext für Hofberichterstatter: Kürzlich versuchte der russische Präsident eine Riege hochrangiger westlicher Journalisten von der Gefahr eines westlich provozierten Erstangriffs auf Russland zu überzeugen. Die Medien würden belogen werden, um ihren Lesern dieselben Lügen aufzutischen, sagte Putin. „Die Menschen fühlen keine Gefahr – das ist es, was mich beunruhigt.“

Am 18. Juni traf sich Putin zum Ausklang des 2. Tages des St. Petersburger Wirtschaftsforums mit leitenden Mitarbeitern der größten internationalen Nachrichtenagenturen. Ein kanadischer Journalist wollte wissen, was Putin von einer Beteiligung Kanadas in NATO-Übungen in Polen hält. Auf sehr persönliche Art erteilte Putin den Anwesenden daraufhin eine Lektion in Militärgeschichte und hielt der westlichen Propaganda vom bösen Russen den Spiegel vor.

Wladimir Putin: Hören Sie, hier sind alle sehr mündige und bereits erfahrene Menschen anwesend. Ich werde jetzt nicht bitten, dass Sie all das, was ich sagen werde, so in Ihren Materialien abbilden und auf die Presse Einfluss ausüben sollen. Ich möchte Ihnen einfach persönlich gewisse Dinge sagen und Sie an diese erinnern.

Die Welt ist doch vor großen Kriegen u. kriegerischen Konflikten bewahrt worden – ich und Sie alle wissen das – dank der sogenannten strategischen Balance, die erreicht worden ist, nachdem 2 Atomsupermächte sich faktisch über die Eindämmung sowohl der Vermehrung von offensiver Bewaffnung als auch der Systeme der Raketenabwehr verständigt hatten. Denn für alle war klar: Wenn eine Seite eine Raketenabwehr erfolgreicher entwickelt als die andere, dann gewinnt sie die Oberhand u. bei ihr kommt die Versuchung auf, diese Waffe als erste einzusetzen. Deswegen sind das System der Raketenabwehr u. die Vereinbarungen auf dieser Ebene ein Eckpfeiler der internationalen Sicherheit.

Ich bin weit davon entfernt, jemanden zu beschimpfen und jemanden daran die Schuld zu geben, aber unsere amerikanischen Partner sind aus dem Abkommen über die Einschränkung der Raketenabwehrsysteme auf einseitige Weise ausgestiegen, das war ein kolossaler Schlag. (…)

Man hat uns geantwortet: „Ja, unser Raketenabwehrsystem richtet sich nicht gegen euch, und bei dem, was ihr macht, gehen wir davon aus, dass es nicht gegen uns gerichtet ist, also macht, was ihr wollt.“ (…) Man dachte wohl, dass eine gewisse Zeit vergehen werde, und die vorhandenen und von der Sowjetunion übernommenen Waffen verkommen würden. Daher sagte man uns: ja, macht, was ihr wollt. Aber wir mahnten an, dass wir es tun werden, wir sprachen darüber. Und wir tun es. Und ich versichere Ihnen, Russland hat heute wesentliche Erfolge auf diesem Weg erreicht. (…)

Aber bei alledem gelangten sie dazu, dass sie heute das System der Raketenabwehr in Rumänien aufbauen. Sie sagten die ganze Zeit: Wir müssen uns vor der iranischen atomaren Bedrohung schützen. Wo ist die iranische atomare Bedrohung? Es gibt sie nicht, man unterzeichnete bereits ein Abkommen, wobei eigentlich die Vereinigten Staaten die Initiatoren dieses Abkommens mit dem Iran waren. (…) Es ist in der Tat so, sie haben versucht, uns ein weiteres Mal zu prellen. Heute bauen sie dieses System auf, stellen dort Raketen auf, aber Ihnen muss bekannt sein, dass diese Raketen mit Kapseln versehen werden, die für den Start von „Tomahawk“-Raketen mittlerer Reichweite maritimer Stationierung verwendet werden.

Heute stellt man Antiraketen dorthin, die fähig sind, Ziele in Reichweite von 500 km zu treffen. Aber die Technologie entwickelt sich, wir wissen annähernd, in welchem Jahr die Amerikaner eine neue Rakete bekommen, die bereits nicht auf 500 km, sondern auf 1.000 u. dann auf mehr eingestellt sein wird. Und von diesem Zeitpunkt an werden sie beginnen, unser atomares Potenzial zu bedrohen. Wir wissen über die Jahre hinweg, was geschehen wird, und sie wissen, was wir wissen. Und sie hängen Ihnen eine Nudel an die Ohren [gemeint: man lügt Ihnen das Blaue vom Himmel herab], wie man bei uns sagt, und Sie Ihrerseits täuschen Ihre Bevölkerungen.

Die Menschen fühlen keine Gefahr – das ist es, was mich beunruhigt. Wie können wir es nicht verstehen: wir ziehen die Welt in eine völlig neue Dimension – darin liegt das Problem. Es wird der Anschein gemacht, als ob nichts vor sich geht, ich weiß gar nicht, wo man anklopfen soll [wie man sich bemerkbar machen soll]. Sie sagen dazu: Dies ist ein Teil des Verteidigungs-, nicht des Angriffspotenzials, dies sind Systeme, die vor Aggressionen schützen. Das ist aber nicht wahr, es ist nicht so.

Das strategische System der Raketenabwehr ist ein Teil des strategischen Angriffspotenzials, und all dies funktioniert in einem einheitlichen Verbund mit den offensiven Angriffssystemen. Die einen bringen einen Präventivschlag mit Hochpräzisionswaffen an, die anderen schützen vor einem atomaren Erwiderungsschlag, die dritten bringen selbst einen Atomschlag an. Dies alles wird in einem Komplex aufgelöst, in einem Komplex mit modernen Präzisionswaffen nichtatomarer Verwendungsart.

Also gut, es sind Abwehrraketen, die man entwickelt und die uns immer mehr bedrohen werden, aber die Behälter, in denen diese Raketen eingesetzt werden (…) Woher wissen wir denn, was sich dort in diesen Schächten befindet? Man muss einfach eine Änderung am Programm vornehmen – das ist alles. Diese Arbeit vollzieht sich absolut unauffällig, ja auch die Rumänen werden nicht wissen, was dort vor sich geht. Lässt man wohl einen Rumänen dorthin? Niemand wird es wissen: weder die Rumänen noch die Polen werden es wissen. Ich weiß, wie vorgegangen wird. Nach meiner Sicht ist dies eine große Gefahr. (…)

Aber ich weiß genau, dass wir genötigt sein werden, zu antworten. Nur ich weiß schon im Voraus, dass man uns wieder eines aggressiven Verhaltens beschuldigen wird, obgleich es nur die Antwort ist. Aber es ist klar, dass wir Sicherheit gewährleisten werden müssen, nicht nur unsere eigene – uns ist es auch wichtig, die strategische Balance in der Welt sicherzustellen.

Gerade die strategische Balance hat Frieden auf der Erde sichergestellt und sie bewahrte uns vor schweren bewaffneten Konflikten während der letzten 70 Jahre. Wissen Sie, das ist ein Gut, wenn auch eines, das auf gegenseitiger Bedrohung fußt. Diese hat den globalen Frieden über Jahrzehnte hinweg gewährleistet. Wie man ihn untergraben kann, weiß ich nicht. Mir scheint, dass dies sehr gefährlich ist. Es scheint mir nicht nur so, ich bin mir dessen sicher. (…) Wir werden Euch nicht sagen, was ihr wollt und macht, aber wir werden so handeln, wie wir es für nötig halten, um unsere Sicherheit zu gewährleisten.
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Haager Gerichtshof: Moskau zieht sich zurück

Beitrag von Dissident am Mi Nov 16, 2016 1:42 pm

http://www.orf.at/#/stories/2366968/   Haager Gerichtshof: Moskau zieht sich zurück

Russland zieht seine Unterschrift unter das Gründungsstatut des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag zurück. Das russ. Außenministerium sagte heute, das geschehe auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin. Zur Begründung hieß es, der zur Verfolgung von Kriegsverbrechen eingerichtete Gerichtshof werde den Hoffnungen der internationalen Gemeinschaft nicht gerecht. Das Gericht sei außerdem „nicht wirklich unabhängig“.

Vertrag nicht ratifiziert
Russland hatte das Römische Statut im Jahr 2000 unterschrieben, den Vertrag bisher aber nicht ratifiziert ---
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Schnellere Zugverbindung von und nach Russland

Beitrag von Dissident am Mi Nov 30, 2016 3:07 pm

Lange Zeit war es für Eisenbahnreisen zwischen Russland und Westeuropa umständlich zu fahren wegen der unterschiedlichen Spuweite der Geleise.
Nun ist dieses Problem wieder ein Stückchen geringer:

https://de.sputniknews.com/panorama/20161126313517904-schnellzug-moskau-berlin-reportage/

Am 17.12. startet der neue Schnellzug der Russ. Eisenbahnen auf der Strecke Moskau-Berlin zu seiner 1. Reise. Eine absolute Neuheit ist dabei die innovative automatische Umspuranlage, die nicht nur die Fahrzeit reduziert, sondern auch für erhöhte Sicherheit der Passagiere sorgt.

Die Spurweite in Europa unterscheidet sich von der in Russland. Aus diesem Grund musste früher in der weißrussischen Grenzstadt Brest ein Umspuren durch das Anheben der Wagenkästen mit Hebeböcken u. ein Austauschen der Drehgestelle erfolgen. Dieser Vorgang hat rund 2 Stunden gedauert.

der neue Schnellzug Strizh vom spanischen Hersteller Patentes Talgo kann sich selbstständig an die europäischen Standards anpassen ---

Unter anderem unterscheide sich der Strizh „hochwertig von anderen modernen Zügen vor allem durch die Reduzierung der Radsätze“, so Burjak weiter. „Auf diese Weise spürt man die Verbindungsstellen der Gleise weniger, was auch wiederum zum Komfort der Passagiere während der Reise beiträgt, und zwar bei geringer und großer Geschwindigkeit.“ „Unter anderem gibt es hier eine Luftfederung, die es ermöglicht, dass der Wagen bei großen Geschwindigkeiten auf Kurven nicht lümmelt“ ---

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke Moskau-Berlin soll laut Burjak zunächst 160 km/h betragen. Künftig, „nach einer Verbesserung der Gleise u. der Infrastruktur wird die Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 180-200 km/h angehoben.“ Das betreffe das Territorium der russ. Eisenbahnen.

Insgesamt werden 3 Züge mit jeweils 20 Wagen auf den Strecken Moskau-Berlin u. Berlin-Moskau pendeln, darunter 5 Schlafwagen der 2. Klasse (größtenteils mit Abteilen für 4 Personen), 4 Schlafwagen der 1. Klasse (mit Abteilen für 2 Personen), 3 Wagen der 1. Klasse (mit VIP-Abteilen u. barrierefreien Abteilen), 2 VIP-Wagen u. 2 Sitzwagen. Zudem gibt es auch 1 Speisewagen mit Büffet u. 1 Restaurantwagen.

Von den hinteren Wagen hat man schon ein Stück dorthin zu laufen, denn der Zug hat eine Gesamtlänge von etwa 270 Metern --- Nun bräuchten die Reisenden nur rund 20 Stunden für die Fahrt von Moskau nach Berlin oder umgekehrt. Bisher waren es 25 Stunden ---  Ticketpreise ab etwa 120 €
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Putins Rede an Nation

Beitrag von Dissident am Do Dez 01, 2016 4:50 pm

http://www.epochtimes.de/politik/welt/putins-rede-an-nation-wirtschaft-erholt-sich-so-will-er-bildung-staerken-a1989161.html --- Putins Rede an Nation

Russlands Präsident Wladimir Putin sprach heute in seiner traditionellen Rede zur Lage der Nation vor allem über innenpolitische Themen.

Zu Beginn erinnerte er an den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution v. 1917 u. rief dazu auf, aus der Geschichte zu lernen u. sich auszusöhnen. Die Tragödien der Vergangenheit dürften nicht benutzt werden, um die Gesellschaft zu spalten u. Verbitterung zu schüren, so Putin laut „Sputnik“: „Wir sind ein einheitliches Volk u. haben nur ein Russland.“
Der Kurs auf Entwicklung der Demokratie werde fortgesetzt. Russland setzte auf die Entwicklung von Demokratie-Instituten, des politischen Systems u. auf die Erhöhung der Konkurrenz bei Wahlen. Putin lobte die Immunität der Russen gegen „Populismus und Demagogie“ u. betonte: „Niemand darf anderen verbieten, laut zu denken.“

Für Bevölkerungswachstum und Chancengleichheit in Bildung
Dann kam Putin auf das „große menschliche Kapital“ Russlands, die Bildungs- u. Gesundheitspolitik zu sprechen. Hauptanliegen der Regierung sei, traditionelle Werte u. soziale Programme zu unterstützen, um das Bevölkerungswachstum anzuregen. Bezüglich Bildung sagte er: „Jedes Kind ist begabt.“ Alle Kinder müssten die gleichen Chancen auf Verwirklichung ihrer Talente bekommen. Hochbegabte sollten speziell gefördert werden. Die Schule müsse tiefgreifende fundamentale Kenntnisse vermitteln.
Hierzu versprach Putin, sich für die Sanierung maroder Schulen einzusetzen. Auch die Mini-Gehälter der Lehrer müssten angehoben werden. Dann schlug er laut „Focus“ vor, dass Schüler neuartige Aufgaben bekommen sollten, die zum selbstständigen Denken anregen, was im Widerspruch zum bisherigen Frontalunterricht an russ. Unis steht.

Dann regte Putin an, nicht-staatliche Hilfsorganisationen zu fördern u. bürokratische Hürden für sie abzubauen – zum Beispiel NGOs, die für Bedürftige oder im Gesundheits-bereich tätig sind. Ehrenamtliches Engagement von Bürgern nannte er in diesem Zusammenhang „Barmherzigkeit“. Auch im Bereich Umwelt- u. Naturschutz brauche es Engagement der Zivilgesellschaft, das Putin ausdrücklich lobte, berichtete „Focus“.

Fortschritt bei Hightech-Medizin
2016 werden insgesamt 900.000 Russen Behandlungen mit Hightech-Medizin bekommen, versprach Putin laut „Sputnik“. Vor 10 Jahren lag diese Zahl noch bei 60.000. Trotzdem gebe es immer noch Warteschlangen u. überlastete Ärzte im Gesundheitswesen u. Nachholbedarf beim Umgang mit moderner Medizintechnik.

Entwicklung der Wirtschaft
Die Sanktionen des Westens machen Russland immer noch zu schaffen, das sprach Putin in seiner Rede klar an. Auch beschrieb er Schwierigkeiten, die nicht auf äußere Faktoren zurückzuführen sind. Jede schwierige Situation habe jedoch auch etwas Gutes an sich, sagte er in Bezug auf die letzten Jahre. Es habe Russland geholfen, die Richtung für die Zukunft festzulegen. Die russische Politik sei getragen von langfristigen nationalen Interessen.
Zum Thema Wirtschaft sagte er: „2015 betrug die Inflation 12,9 %. Ich hoffe, dass sie in diesem Jahr weniger als 6 % – etwa 5,8 % – ausmachen wird.“ Möglicherweise werde man nächstes Jahr in den Vierer-Bereich kommen.
„Mittlerweile ist die Rezession in der Realwirtschaft zu Ende, es hat sogar ein Industriewachstum eingesetzt. Während im vergangenen Jahr der Rückgang des Bruttoinlands-produkts 3,7 % betrug, wird er im laufenden Jahr aus meiner Sicht nur ganz gering ausfallen. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2016 betrug er 0,2 %, u. ich glaube, das wird auch so bleiben“, sagte Putin laut „Sputnik“.

Agrarexport übersteigt Waffenexport
Die Sanktionen des Westens u. die russ. Gegensanktionen haben der russ. Landwirtschaft geholfen, meinte Putin außerdem. Aber die Sanktionen wird es nicht ewig geben. Russland verdiene derzeit am Agrarexport mehr als am Waffenexport. Bei der Rüstungsindustrie stieg die Arbeitsproduktivität um 9,8 %. 2016 werde das Wachstum der Rüstungsindustrie um mehr als 10 % zulegen, so Putin laut „Sputnik“.
Russland müsse „noch aktiver u. entschlossener für den Zugang zu Außenmärkten kämpfen“, sagte Putin. Es bestehe „gutes Potential zur Erhöhung des Warenexports. Gleichzeitig sehen wir, dass die Schutzzollpolitik in der Welt zunimmt“, so Putin laut „Sputnik“

Rubelabsturz und Finanzsektor
Zu den Auswirkungen der Sanktionen auf den Finanzsektor (Russland wurde von ausländ. Krediten abgeschnitten) sagte Putin: Die Situation hat sich etwas verbessert, aber nur in einigen Bereichen. Die Zentralbank habe die Banken mit 827 Milliarden Rubel gefüllt, um Kredite für den privaten Sektor zu ermöglichen. Der Absturz des Rubels sei dennoch passiert – auch im Unterschied des Rubel-Wechselkurses zu Euro u. Dollar. Diese Phase haben nicht alle Banken überlebt: Dank nachhaltiger Arbeit der Zentral-
bank, seien „Banken, die Bürgern nicht helfen u. dubiose Geschäfte betrieben“ vom Markt verschwunden, sagte Putin. Er schlug eine Reform des Bankenwesens vor u. dass kleinere Banken die sehr wichtigen Kredite für Kleinunternehmer zur Verfügung stellen sollten, die nur 1,5 % des Geschäftsvolumens der russ. Banken ausmachen.
„Wir müssen nicht alles kopieren, was andere Länder tun am Banken- u. Finanzsektor“, sagte Putin. Russland solle kopieren, was funktioniert. Alles müsse aufs Wirtschaftswachstums abzielen .

Zukunftstechnologien wichtig für Wirtschaft
Um ein neues wirtschaftliches Niveau zu erreichen, sei es außerdem wichtig, eigene Lösungen im Bereich der Zukunftstechnologien zu entwickeln. Putin forderte hierzu kostenlose Studienplätze u. Hochschulen mit Kompetenz-Zentren für neue Branchen, damit hierzu eine fundierte Wissenschaft entwickelt werden könne.

http://orf.at/stories/2369029/2369028/
--- Russland werde seine eigenen Interessen vertreten, habe allerdings kein Interesse an geopolitischen Konfrontationen. „War haben nie und werden nie Feinde suchen. Wir brauchen Freunde“, sagte Putin am Donnerstag im Kreml vor rund tausend Amts- und Würdenträgern.

Eine Einmischungen in russische Politik werde man allerdings nicht tolerieren. „Wir dulden keine Missachtung unserer nationalen Interessen.“ Russlands Politik in der Ukraine-Krise u. im Syrien-Konflikt hat die schwersten Spannungen mit dem Westen seit dem Ende des Kalten Krieges ausgelöst. Vor allem das Verhältnis zu den USA unter Präsident Barack Obama ist zerrüttet.

Für Verhältnis zu USA auf Augenhöhe
Russland sei bereit, mit der neuen US-Führung unter Donald Trump zusammenzuarbeiten. „Es ist wichtig, dass wir unsere Beziehungen normalisieren u. anfangen, unser bilaterales Verhältnis auf gleichberechtigter Ebene zu entwickeln“, sagte er. Moskau hoffe, mit Washington im Kampf gegen den Terrorismus zusammenzuarbeiten. Beide Länder hätten eine gemeinsame Verantwortung für die globale Sicherheit, so Putin weiter. Der Kreml-Chef hatte sich nach der Wahl des künftigen US-Präsidenten Trump für eine Annäherung ausgesprochen. Auch die Partnerschaft mit China sei für Russland wichtig, ergänzte er.
---
Die Rohstoffmacht Russland leidet seit 2014 unter den Folgen niedriger Ölpreise. Das könnte sich jetzt durch die Förderdrosselung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ändern ---
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Versprechen, die Nato nicht Richtung Osten zu erweitern

Beitrag von Dissident am Sa Dez 10, 2016 12:53 pm

https://de.sputniknews.com/politik/20161209313702606-lawrow-nato-ostwerweiterung/

Der russ. Außenminister Lawrow hat seine europäischen Kollegen an das Versprechen erinnert, die Nato nicht Richtung Osten zu erweitern.

„Ich habe meinen Kollegen die Dokumente übergegeben, die freigegeben wurden, nachdem sich Gorbatschow u. Kohl unterhielten (…). Sie sprachen eindeutig davon, dass keine Erweiterung der Nato in Richtung Osten stattfinden werde, geschweige, dass sich die militärische Infrastruktur der Nato an unsere Grenzen annähern werde“, sagte Lawrow am Freitag beim Treffen mit seinen OSZE-Kollegen in Hamburg.
Lawrow erinnerte zudem daran, dass an den damaligen Verhandlungen neben dem Präsidenten der UdSSR u. dem Bundeskanzler auch der Außenminister der UdSSR Schewardnadse, sein deutscher Amtskollege Genscher, der damalige US-Außenminister Baker u. der franz. Präsident Mitterrand teilgenommen hatten.

Doch trotz aller Vereinbarungen versuche derzeit die Allianz, Montenegro schnellstmöglich in eigene Reihen „krampfhaft hereinzuziehen“, bevor die Amtszeit des US-Präsidenten Obama auslaufe. Am 17.10. hatte Montenegros Premierminister Djukanovic erklärt, Montenegro werde in wenigen Monaten das Protokoll zum Nato-Beitritt ratifizieren. In Montenegro ist derweil noch keine einheitliche Position in Bezug darauf zu erkennen, wie der Beschluss über die Nato-Mitgliedschaft getroffen werden soll. Ein Teil der Opposition, die als prorussisch gilt, besteht auf ein Referendum. Allerdings gehört diese Frage zu den Vorrechten des Parlaments. Im Sept. letzten Jahres stimmten über 60 % der Abgeordneten für die Resolution zum Nato-Beitritt. Russland fordert derweil konsequent ein Referendum in Montenegro u. betont, dass es jedes Ergebnis akzeptieren werde. Dabei wird in Moskau das Nato-Streben Montenegros als negativ wahrgenommen.
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Jan 11, 2017 1:32 pm

Einige Passagen aus der Neujahrsansprache Putins:

https://de.sputniknews.com/politik/20161231313995845-putin-neujahrsansprache-wladiwostok/

--- Das Wichtigste ist, dass wir den Glauben an uns selbst haben, an die eigenen Kräfte und das eigene Land. Wir arbeiten, wir arbeiten erfolgreich, und es gelingt uns viel. Ich möchte mich bei Ihnen aufrichtig für die Siege und die hohen Leistungen, für das Verständnis und das Vertrauen, für die wahre, herzliche Sorge um Russland bedanken ---

Wir haben ein riesiges, einmaliges und schönes Land! Wir sind durch gemeinsame Sorgen und gemeinsame Freuden geeint ---

Dazu sollte man die Eltern lieben und ihnen dankbar sein, die eigenen Kinder und die eigene Familie mit Aufmerksamkeit und Sorge umgeben, die Arbeitskollegen achten, Freundschaft bewahren, Wahrheit und Gerechtigkeit verteidigen, barmherzig sein und allen helfen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Darin besteht das Geheimnis.
Mögen all unsere Träume, lautere Gedanken und gute Absichten Wirklichkeit werden. Möge jedes Heim voller Freude und Liebe sein. Mögen die uns teuren Straßen, Städte und Siedlungen schöner und attraktiver werden.

Ich wünsche Russland – unserer gemeinsamen erhabenen Heimat – Frieden und Gedeihen und Ihnen Glück, gute Gesundheit und Wohlergehen.
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mo Jan 16, 2017 9:10 am

https://deutsch.rt.com/international/45284-russland-boris-jelzin-manipulation-usa/

Wie US-Strategen Boris Jelzin zum Wahlsieg verhalfen

Immer noch ist in Westmedien von "russischen Hackern" die Rede, die im Auftrag Putins die US-Wahlen zugunsten Donald Trumps manipuliert haben sollen. Beweis gibt es dafür keinen - anders als für die US-Einflussnahme auf die russischen Präsidentenwahlen 1996.

von Kani Tuyala

Im Jahr 1996 stellte sich Boris Jelzin zum zweiten Mal der Wahl zum Präsidenten der Russischen Föderation. Im Unterschied zu seiner ersten Kandidatur im Jahr 1991 galt dabei keineswegs als gesichert, dass er das Rennen machen würde. Sein Rivale Gennadi Sjuganow, seit 1993 Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, saß ihm ebenso im Nacken wie der populäre General Alexander Lebed, der im ersten Wahlgang immerhin auf knapp 15 Prozent kam. Wenige Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der von Jelzin verordneten wirtschaftlichen "Schocktherapie" kämpften Millionen Russen um das wirtschaftliche und soziale Überleben.

Bei den Duma-Wahlen 1993 hatten die Regierung Jelzin und die mit ihr verbündeten Kräfte eine verheerende Niederlage erlitten. Dazu kamen eine sich ausbreitende Korruption, der desaströse Tschetschenien-Krieg sowie die auch damit einhergehende allgemeine Unbeliebtheit Jelzins in der russischen Bevölkerung. Jelzin hatte im Dezember 1994 den Einmarsch russischer Truppen in die abtrünnige Kaukasus-Republik angeordnet. Im August des Jahres 1996 gestand der Kreml faktisch das militärische Scheitern in Tschetschenien ein.

Sjuganow wiederum versprach den Wählern eine Rückkehr zu den stabilen Verhältnisse der Sowjetära. Das US-Magazin "Time" fasste die Position der US-Regierung nach dem Wahlerfolg Jelzins im Jahr 1996 wie folgt zusammen:

Er ist bei weitem nicht der ideale Demokrat oder Reformer, […] aber Jelzin ist wohl die beste Hoffnung für Russland, um in Richtung Pluralismus und einer offenen Gesellschaft zu gehen. Durch seine Wiederwahl trotzten die Russen Vorhersagen, denen zufolge sie sich freiwillig wieder dem Kommunismus unterwerfen würden.

Doch bis zum Wahlerfolg Boris Jelzins war es ein weiter Weg und die Vereinigten Staaten entschieden sich im Vorfeld dazu, diesen wohlwollend zu begleiten. Zumindest indirekt. So machten sich schließlich sechs US-Berater ans Werk, um das Schicksal der Russischen Föderation in amerikanische Hände zu nehmen.

Das Unternehmen leitete der damals 48-jährige Weißrusse Alan Braynin, der im Jahr 1979 nach San Francisco emigrierte. Inzwischen ist er als erfolgreicher Wirtschaftsberater tätig. Entgegen Jelzins engsten Vertrauten war Braynin der Ansicht, dass der amtierende russische Präsident die Wahlen verlieren könnte, wenn er nicht jene Art professioneller Politik-Beratung erhielte, wie sie für US-Präsidenten selbstverständlich ist.

So begann Braynin eine Reihe "geheimer Unterhaltungen" mit Jelzin-Vertrauten, darunter auch mit dem damaligen stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Oleg Soskovets. Braynin erhielt schließlich den Auftrag, "einige Amerikaner" zu finden, dabei aber "diskret" vorzugehen. Dazu sagte Braynin später:

Geheimhaltung war oberstes Gebot. Jedem war klar: Würden die Kommunisten noch vor den Wahlen Wind davon bekommen, würden sie Jelzin als Werkzeug der Amerikaner angreifen.

In Folge begann der Wirtschaftsberater damit, sein konspiratives Wahlkampfteam aufzubauen und kontaktierte zu diesem Zweck zunächst den ebenfalls in San Francisco ansässigen Rechtsanwalt Fred Lowell. Lowell verfügte über beste Verbindungen zur Republikanischen Partei des US-Bundesstaats Kalifornien und kontaktierte wiederum den politischen Daten-Analysten Joe Shumate. Dieser war als Politischer Berater für den kalifornischen Gouverneur Pete Wilson tätig.

Darüber hinaus stieß auch noch der New Yorker Berater Richard Dresner, der ebenfalls in etlichen Wahlkampagnen für Wilson tätig gewesen war, zur wachsenden Gruppe der US-amerikanischen Berater. Zudem engagierte das neue Wahlkampf-Team auch noch Braynins Sohn Alan und den Public Relations Spezialisten Steven Moore.

Durch Dresner kam in weiterer Folge Dick Morris ins Spiel, der gemeinsam mit Dresner die Kampagne zur Wiederwahl Bill Clintons mitorganisiert hatte. Als "politischer Guru" Clintons fungierte Morris als Mittelmann zwischen den klandestinen Wahlkampfhelfern und der US-Regierung. Obwohl Clinton selbst nicht in die Kampagne zur Wiederwahl Jelzins involviert war, wusste dessen Regierung von deren Existenz. Dresner bestritt zwar später, mit Morris in Verbindung gestanden zu haben, doch drei weitere Quellen bestätigten gegenüber dem Time Magazin, dass zumindest bei zwei Gelegenheiten die Kontakte des Teams mit Morris "hilfreich" gewesen wären.

Während sich das Undercover-Team für Jelzins Wahlkampf beriet, sackten parallel dazu die Umfragewerte des russischen Präsidenten weiter ab. Einzelnen Wahlprognosen zufolge wollten nur mehr sechs Prozent der Russen dem Amtsinhaber ihre Stimme geben. Ein direktes Treffen mit Jelzin wäre für das US-amerikanische Wahlkampfteam jedoch zu riskant gewesen. Für das Halten des Kontakts zur russischen Regierung war der stellvertretende Ministerpräsident Soskovets zuständig, der das Team offiziell in den Stand der Wahlkampfstrategen erhob:
Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Ihr seid engagiert. Ich werde dem Präsidenten sagen, dass wir die Amerikaner haben.

Soskovets fügte hinzu, dass das US-Team den Auftrag gehabt hätte, ihm rechtzeitig Bescheid zu sagen, sollte sich die Wiederwahl Jelzins als zu unwahrscheinlich erweisen:

Wenn ihr zu dem Entschluss kommen solltet, dass wir verlieren werden, besteht eine eurer Aufgaben darin, uns einen Monat vor den Wahlen darüber in Kenntnis zu setzen, ob wir die Wahl verschieben sollten.

Als Verbindungsperson zu Jelzin selbst agierte dessen Tochter, die studierte Informatikerin Tatjana Djatschenko. Gegenüber der russischen Presse formulierte sie ihre Rolle im Wahlkampf ihres Vaters wie folgt:

Ich bin so ziemlich in alles involviert. Ich bin überall, überall wo es Schwachstellen gibt.
Djatschenko war die Schlüsselfigur im Kampf um die Wiederwahl Boris Jelzins. Dies auch aufgrund der Tatsache, dass sie die einzige Person war, die ihren Vater täglich zu Gesicht bekam. Jelzin selbst konnte sich eine Niederlage gegen Gennadi Sjuganow schlichtweg nicht vorstellen. Er mochte nicht glauben, dass die Wähler eine "Rückkehr zum Kommunismus" durch die Wahl des KP-Chefs ihm vorziehen würden. Jelzins eigene Berater waren unterdessen nur schwer vom Nutzen ausgefeilter Wahlkampf-Strategien zu überzeugen. Shumate fasste die noch stark sowjetisch geprägten Mentalität und die zu leistende Überzeugungsarbeit wie folgt zusammen:

All dies musste einer Gruppe von Leuten erklärt werden, die - ohne ihren Einsatz für die Demokratie in Frage zu stellen - nach wie vor dem alten sowjetischen Denken verhaftet waren. Sie dachten, sie könnten die Wahl gewinnen, indem sie hohen Funktionären wie etwa Fabriksdirektoren dazu bringen würden, ihren Mitarbeitern zu zeigen, wie man wählt.

Für ihre viermonatigen Dienste erhielten die US-Amerikaner etwa 250.000 Dollar und ein unbeschränktes Budget für die Organisation und die Entwicklung von Wahlkampfstrategien nach US-Vorbild. Für den gesamten Wahlkampf gab das Jelzin-Lager schätzungsweise eine halbe Milliarde Dollar aus, von denen etwa 100 Millionen Dollar von privaten Spendern gestiftet wurden. Im Vorfeld der Wahlen war zudem eine Gruppe von Bankiers und Finanzmagnaten, so genannte "Oligarchen", im Februar 1996 übereingekommen, Jelzin finanziell und organisatorisch zu unterstützen.
Trotzdem erwiesen sich die Chancen Jelzins, nochmal das Rennen zu machen, bis zuletzt als eher gering. Umfragen zufolge sahen die meisten Russen in Jelzin einen "Freund, der sie betrogen hat", einen "zum Herrscher entrückten Populisten". Mehr als 60 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass Jelzin korrupt sei. Nicht weniger als 65 Prozent sahen ihn als Hauptursache für den Niedergang der russischen Wirtschaft. Selbst der unerbittlich strenge Sowjetführer Josef Stalin genoss unter den Bürgern höheres Ansehen als der amtierende Staatspräsident. Aufgrund dieser massiven Abneigung innerhalb der Bevölkerung fiel es den "Spin-Doktoren" nicht leicht, eine erfolgversprechende Strategie gegen den Herausforderer Sjuganow zu entwickeln.

Die US-Strategen entschlossen sich aufgrund der Unbeliebtheit Jelzins schließlich für eine Negativ-Kampagne, wie sie noch heute bei US-Wahlkämpfen ihre Verwendung findet. In einem Memo an das offizielle Wahlkampfteam Jelzins hielten die US-Strategen ihr Konzept fest:

Es existiert nur eine sehr schlichte Strategie um zu gewinnen: Erstens, die einzige Alternative zu den Kommunisten zu werden. Zweitens, die Leute davon zu überzeugen, dass die Kommunisten um jeden Preis gestoppt werden müssen.

Um das nach wie vor skeptische Wahlkampfteam Jelzins zu überzeugen, machten die US-Amerikaner Gebrauch von einer Art Meinungsdetektor ("perception analyzer"). Ziel war es, durch dessen Nutzung die Ansichten einer repräsentativen Gruppe von 40 russischen Bürgern zu Boris Jelzin und seiner Arbeit als Präsident zu ermitteln. Das System analysierte dabei mittels manueller Betätigung spezieller Wählscheiben vollzogene Bewertungen von Film-, Foto- und Audiomaterial durch die Untersuchungsgruppe. Das Material zeigte Wahlkampfauftritte Jelzins.

Die Ergebnisse bestätigten die Analyse der Wahlkampfhelfer aus Übersee, der zufolge die Russen Jelzin nicht glauben würden. Dies lief der eigentlichen Einschätzung des Teams Jelzin zuwider, das darauf setzen wollte, dass die Bürger ihm mehr vertrauen würden als seinem Kontrahenten. Shumate fasste das Test-Ergebnis zusammen:

Die Analyse lehrte uns, dass Jelzin es vermeiden sollte, irgendetwas zu versprechen. Das Land glaubt ihm einfach nicht.

Von jenem Tag an wuchs der Einfluss des US-Beraterteams auch unter den Skeptikern, wodurch dieses zum zentralen Richtungsweiser der Kampagne zur Wiederwahl Boris Jelzins wurde. Das Hauptwahlkampfthema war fortan die Vermeidung einer Rückkehr des Kommunismus, die nur durch Jelzin zu gewährleisten sei.

Zwischenzeitlich wurde auch ermittelt, was die Russen an einer Rückkehr des Kommunismus am meisten fürchteten. Anschließend wurde die Angstkampagne gegen die "Rückkehr des Kommunismus" mit der Verbreitung der Botschaft kombiniert, dass im Falle eines Sieges von Sjuganow ein Bürgerkrieg sehr wahrscheinlich sei.

Zudem unterstützten sie eine Kampagne, die auf die vom Staat kontrollierten Medien zugeschnitten war, die Jelzin zuvor aufgrund des Tschetschenien-Kriegs kritisiert hatten. In der letzten Woche vor der Stichwahl brachten die wichtigsten Fernsehsender dann - wie spätere Auswertungen ergaben - 114 positive Beiträge zu Jelzin, hingegen 158 kritische zu Sjuganow. Die US-Fachleute wehrten sich auch erfolgreich gegen ein Fernsehduell der beiden Kandidaten, das Jelzin ihrer Ansicht nach wohl verloren hätte.
Tatsächlich sollte es Jelzin schließlich aufgrund einer massiven "Manipulation der Öffentlichkeit" gelingen, im ersten Wahlgang mit 35 Prozent eine knappe Mehrheit gegenüber Sjuganow zu erhalten, der 32 Prozent der Stimmen hinter sich vereinen konnte. Der als Drittplatzierter ausgeschiedene Alexander Lebed gab eine implizite Wahlempfehlung für Jelzin ab, indem er dessen Angebot annahm, als Sekretär des Sicherheitsrates zu dienen. In der Stichwahl setzte Jelzin sich dann mit 53 Prozent der abgegebenen Stimmen noch klarer gegen Sjuganow mit 40 Prozent durch. Der Einsatz des Sextetts aus Übersee hatte sich also ausgezahlt. Das TIME Magazin fasste das Ergebnis auf seine ganz eigene Weise zusammen:

Letzte Woche vollzog Russland einen historischen Schritt aus seiner totalitären Vergangenheit. Die Demokratie triumphierte und mit ihr hielten Instrumente der modernen Kampagnenführung Einzug, inklusive der Tricksereien, die den Amerikanern so bekannt sind. Auch wenn diese Instrumente nicht immer bewundernswert sind, ist es doch sicherlich das Ergebnis, das sie zu erzielen halfen.

Der hehre Zweck heiligt wie so oft die undemokratischen Mittel. Die Identität und Funktion der US-Experten enttarnte die Washington Post zwei Tage vor der Stichwahl. Erst nach dem Sieg des amerikanischen Wunschkandidaten Boris Jelzin enthüllte das TIME Magazine sämtliche Details über den amerikanischen Einfluss auf die inneren Angelegenheiten Russlands.

avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Lawrow wirft Merkel Einmischung in US-Wahlkampf vor

Beitrag von Dissident am Di Jan 24, 2017 2:33 pm

https://de.sputniknews.com/politik/20170118314160691-lawrow-kurz-us-wahlkampf-einmischung/

Lawrow wirft Merkel Einmischung in US-Wahlkampf vor

Russlands Außenminister Lawrow hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel u.a. europ. Spitzenpolitiker beschuldigt, in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben - auf der Seite von Hillary Clinton.

Auf einer Pressekonferenz mit seinem österr. Amtskollegen Kurz in Moskau wurde Lawrow auch auf die andauernden westlichen Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland angesprochen. Lawrow kommentierte, dass sich wohl diejenigen, die diese Vorwürfe erheben, sich selbst "auf aktivste Weise" in den Wahlkampf eingemischt hätten.

Eine ganze Reihe von Verbündeten der USA hätten sich den US-Wahlkampf eingemischt, so Lawrow. So hätten beispielsweise die deutsche Bundeskanzlerin Merkel, der franz. Präsident Hollande sowie die neue britische Premierministerin May direkt für Trumps Demokraten-Rivalin Hillary Clinton geworben. "Dabei schämten sich einige Kollegen nicht einmal, Trump zu dämonisieren: Mein deutscher Amtskollege Steinmeier etwa bezeichnete Trump — wenn ich mich richtig erinnere — als Hassprediger.“

Russland hingegen halte sich aus Amerikas inneren Angelegenheiten heraus u. habe immer seine Bereitschaft erklärt, mit jedem beliebigen Präsidenten zusammenarbeiten, so Lawrow. Die Einmischungs-Vorwürfe gegen Russland seien haltlos u. verleumderisch. „Wir haben dieses Thema wirklich schon satt.“
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

EEU

Beitrag von Dissident am Di Feb 21, 2017 3:24 pm

http://www.goldseiten.de/artikel/317239--Kalter-Krieg-II.html

---  Parallel-EU

So gründete Putin 2016 die «Eurasian Economic Union», kurz «EEU», als eine Art Gegengewicht zur EU, wobei die USA nicht eingeladen waren.
Bisher traten der Union 49 Länder bei. Gleichzeitig reduzierte Moskau seine Dollar-Wertpapiere um über ein Drittel.
Die Chinesen, als die größten Eigner amerikanischer Schuldpapiere, reduzierten ihre Bestände ebenfalls um 10 Mrd. US-Dollar.

Noch schlimmer: Japan als zweitgrößter Halter nach China, verkaufte 45 Mrd. an Dollarpapieren. Sogar die bisher US-treuen Saudis trennten sich von 8 Mrd. Dollar.
Selbst das kleine Ungarn ging auf Distanz, trennte sich von ein paar «Greenbacks» ---

https://de.wikipedia.org/wiki/Eurasische_Wirtschaftsunion
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Russlands „Datschen-Gärten“

Beitrag von Dissident am Mi März 15, 2017 2:52 pm

http://www.epochtimes.de/umwelt/traditionelle-selbstversorgung-russlands-dacha-gaerten-produzierten-40-der-benoetigten-nahrungsmittel-der-nation-a2071259.html

Traditionelle Selbstversorgung: Russlands „Datschen-Gärten“ produzierten 40% der benötigten Nahrungsmittel der Nation

In den „Datschen“ Russlands lebt eine starkes Wissen um Selbstversorgung, wie Statistiken von 2011 zeigen. 2011 wurden 51% des russ. Nahrungsbedarfs entweder von Datschen-Gemeinden (40%), oder einfachen Bauern (11%) produziert, der Rest (49%) der Produktion wurde von großen landwirtschaftl. Betrieben erbracht.
- - -
.. Wenn man die Daten des rus. Statistikdienstes noch genauer anschaut, entdeckt man eindrucksvolle Details. 2011 produzierten „Datschen-Gärten“ über 80% des Obstes u. der Beeren des Landes, über 66% des Gemüses, fast 80% der Kartoffeln u. fast 50% der Milch, vieles davon als Rohmilch verzehrt.

Während viele europäische Regierungen dem Bürger das Leben auf einem kleinen Landsitz sehr schwierig machen, ist in Russland das Gegenteil der Fall. In England war die Meinung eines Stadtrates über das Leben auf dem Lande: „Niemand würde sich dieser Lebensweise unterwerfen. Sie könnten auch im Gefängnis sein“; kann man das einer Nation von Gärtnern erzählen, die vom Landbau lebt?

In früheren Zeiten waren russ. Kinder dazu verpflichtet, ihre örtlichen Bauernhöfe zu besuchen, um praktische Erfahrung bei der Ernte zu sammeln. Das Essen der Nation kam damals zu etwa 90% aus „Datschen-Gärten“. Von den Kindern wurde auch erwartet, dass sie ihre Rolle beim Anbau der benötigten Lebensmittel spielen.

Während der Prozentsatz der von den russ. „Datschen“ angebauten Lebensmittel seitdem gefallen ist, ist es immer noch ein massiver Beitrag für die Nahrungsversorgung der Nation u. bildet einen wichtigen Teil des ländlichen Erbes. Machen Sie einen Spaziergang durch die Straßen der russ. Städte, wie St. Petersburg u. Sie finden Menschen, die Kräuter, Obst, Beeren u. Gemüse aus ihren „Datschen-Gärten“ verkaufen. Anders als in vielen Städten in Europa u. den USA, finden sich in russ. Städten noch viele kleine Geschäfte an der Ecke, die lokal gewachsene Lebensmittel in allen Formen, Farben u. Größen anbieten, die immer noch ihre Herkunft im heimischen Boden haben.

Wenn Sie eine typische russ. „Datsche“ besuchen, werden Sie wahrscheinlich mit einem Begrüßungsgericht namens „Okroshka“ begrüßt, eine erfrischende kalte Suppe aus hausgemachter Gurke, Rettich, Frühlingszwiebel, frischem Dill u. Petersilie, eingelegt in Kvas (ein hausgemachtes Roggenbrotgetränk), ergänzt mit Sauerrahm oder Kefir.

Ernährungssouveränität
Die Idee einer Ernährungssouveränität setzt die Menschen, die produzieren, verteilen u. essen, ins Zentrum der Entscheidungen über Nahrungsmittelproduktion u. -politik, statt Konzerne u. Marktinstitutionen, die das globale Nahrungsmittelsystem dominieren. In Havanna/Kuba kommen 90% der benötigten Frischeprodukte der Stadt aus lokalen städtischen Bauernhöfen u. Gärten.
2003 unterzeichnete die russ. Regierung ein Gesetz für private Hausgärten u. berechtigte die Bürger zur kostenlosen Nutzung von privaten Grundstücken. Diese Größe der Grundstücke reicht von 0,89 Hektar bis zu 2,75 Hektar. ---
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Fr März 24, 2017 10:44 am

http://uncut-news.ch/2017/03/24/anti-putin-provokation-misslungen/ --- Anti-Putin-Provokation mißlungen!

MÖRDER DES RUSSISCHEN EX-ABGEORDNETEN WAR NICHT DIE "KREML-HAND" - SONDERN UKRA-FASCHIST AUS "ASOW" UND OFFIZIELLER MITARBEITER DES KIEWER INNENMINISTERIUM !

Während deutsche & transatlantischen Medien bereits offene u. hetzerische Spekulationen über den Mörder & gestrigen Mord-Hintergrund des wg. Korruptionsermittlungen nach Kiew geflohenen russ. Ex-Abgeordneten Voronenkov anstellten - u. die "Kreml-Hand" vermuteten oder "führt die Spur nach Moskau" laut posaunten - haben ukrainische Medien im Bezug auf ukrain. Ermittler heute den Namen des Mörders offengelegt, da dieser Mitarbeiter der ukrain. Nazionalgarde des Kiewer Innenministerium ist u. seinen Dienstaus-
weis dabei hatte. Er verstarb ebenfalls, da er beim Mord alles berechnete nur nicht das Voronenkov am Tag zuvor einen bewaffneten Leibwächter engagierte - der beim Mord zurückschoss.

Poroschenkos gestriger Plan Russland zu beschuldigen und des "Staatsterrorismus" zu bezichtigen ist kräftig in die Hose gegangen.

Laut ukrain. Ermittlern & Medien ist der Mörder ein gewisser Pavel Paschkow gewesen, 29 Jahre alt, aus Dnepropetrowsk, Staatsbürger der Ukraine, offizieller Mitarbeiter des ukrain. Innenministeriums, Nazionalgardist seit 13 Monaten, Teilnehmer am Maidan-Putsch u. an der "ATO" (Donbass-Krieg), Mitglied der blutigen ukra-faschistischen Söldner-Vereinigung "Asow"
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Russland und die Scientology-Sekte

Beitrag von Dissident am Mo Apr 03, 2017 3:34 pm

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170331315119825-scientology-russland-milliarden-herbeizauberte/

Wie Scientology in Russland Milliarden herbeizauberte – und in die USA abzog

Die Scientology-Sekte ist in Russland erstmals als kommerzielle u. nicht religiöse Organisation überprüft worden, wie die russ. Zeitung „Iswestija“ am Freitag berichtet. Demnach hat die Organisation in letzter Zeit etwa 3 Mrd. Rubel (rund 50 Mio. €) aus dem Land in die USA abgezogen. Der russ. Inlandsgeheimdienst (FSB) prüft lt. der Zeitung dzt. beschlagnahmte Unterlagen aus einem Scientology-Zentrum in Lossino-Petrowski im Gebiet Moskau. Darunter fanden die Ermittler Beweise dafür, dass kostenpflichtige Seminare sowie Trainings jeder Art ohne Lizenz durchgeführt worden waren, hieß es. Alle Materialien werden demnach zu einem Strafverfahren wegen illegalen Unternehmertums zusammengetragen.

„Wenn eine Person um eine Hilfe bei Scientologen bittet, gerät er in Behandlung mit Mitteln wie Eisenhuttinktur“, so der ehem. Mitarbeiter des Moskauer Kriminalamtes (MUR), Wjatscheslaw Demin. Er beschäftigte sich eigenen Angaben nach vor allem mit der Rückkehr von Ex-Mitgliedern der Organisation ins normale Leben. Solche chemische Substanzen können den Willen der Menschen brechen u. psychologische Barrieren gegen Manipulationen senken, so Demin weiter.
Laut der Zeitung fühlten sich die Anhänger dieser Kirche nach den ersten Treffen ungewöhnlich entspannt und verloren sogar das Bewusstsein. Die ehemaligen Mitarbeiter der Scientology-Organisation sollen auch angegeben haben, dass Medikamente in die Luft gesprüht oder zu Speisen und Getränken hinzugefügt würden. Unter deren Einfluss würden die Menschen oft erzählen, was sie eigentlich lieber verschwiegen hätten, so die Zeitung. Ihrer Quelle zufolge sind die Menschen nach ein oder zwei Wochen bereit, unter anderem auch großzügig „zu spenden“. Diese Gelder würden danach ins Hauptquartier der Organisation in den USA überwiesen.

In Russland gab es bislang 2 Filialen: Eine in St. Petersburg wurde geschlossen. Der anderen in Moskau Gebiet hatte das Gericht im Dez. 2016 ein halbes Jahr gegeben, ihre Tätigkeit zu stoppen. Bis dahin sei es eine kommerzielle Organisation, so die Zeitung. Mit dem neuen Status sei sie verpflichtet, Steuer in vollem Maße zu zahlen, über alle Finanzaktivitäten Rechenschaft zu geben, sowie Lizenzen für Bildungsveranstaltungen zu bekommen.

Leserkommentare:
"Ordentlich wie man in Russland mit diesen Leuten umgeht. Das wünschte ich mir auch in Europa so! Was bitte hat der Schwachsinn mit Religion zu tun? Bestenfalls ist es ganz miserables Motivationstraining, was die verkaufen!"

"Eisenhut,das ist zwar eine schöne aber auch giftigste Pflanze.Kein Wunder wenn Bewusstseinsveränderungen erzeugt werden.Aber das Geld ist nicht verloren,denn nun kann es dem "armen" Tom Cruise" beim Überleben helfen!^^"
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Mai 31, 2017 10:46 am

http://www.anonymousnews.ru/2017/05/30/kein-handel-mehr-in-us-dollar-russland-will-iran-fuer-erdoel-lebensmittel-liefern/

Keine Geschäfte mehr in US-Dollar: Russland und Iran vereinbaren Tauschhandel


Frontalangriff auf US-Dollar! Russland u. der Iran stehen offenbar kurz davor, einen Teil des Handelsverkehrs zwischen beiden Ländern auf den Tauschhandel umzustellen. Die staatl. russ. Nachrichtenagentur TASS meldet, dass sich beide Seiten darüber einig seien, iranisches Erdöl in Zukunft teilweise in russ. Lebensmittel einzutauschen. Die Maßnahme käme einer Umgehung des US-Dollars gleich, welcher weltweit am häufigsten zur Abwicklung von Erdölkäufen zwischen Ländern genutzt wird.

„Das Abkommen ist beschlossene Sache. Wir warten nur noch auf die Implementierung durch die russ. Seite. Es gibt keine Schwierigkeiten – wir haben den Vertrag unterschrieben u. zwischen den beiden Parteien ist alles koordiniert. Wir erwarten, dass die russ. Ölfirmen bald Tanker schicken“, wird Irans Ölminister Zanganeh zitiert.

Der Tauschhandelsvertrag reicht zurück bis 2014, als die Iraner einen Weg suchten, um die durch die USA u. ihre Verbündeten erlassenen Sanktionen zu umgehen. Als diese 2016 im Zuge des Atom-Abkommens aufgehoben wurden, war der Weg für den Iran theoretisch frei, sein Öl in alle Welt zu verkaufen. Da jedoch noch immer Sanktionen für bestimmte Finanzgeschäfte gelten, scheut sich die Regierung in Teheran offenbar, iranisches Öl in US-Dollar zu verkaufen, um nicht der US-Rechtsprechung zu unterliegen. In diesem Fall kann sie offenbar nicht garantieren, doch noch gegen Vereinbarungen des Atom-Abkommens zu verstoßen.

Der TV-Sender RT berichtet, dass der russ. Energieminister Nowak den Tauschhandel im März des laufenden Jahres wieder ins Gespräch gebracht habe. Russland könnte täglich etwa 100.000 Barrel (159 Liter) Rohöl kaufen u. im Gegenzug Waren anbieten. Offenbar ist die iranische Regierung als Gegenleistung besonders an russischer Elektrizität, Nuklearenergie u. Kooperationen im Bereich der Eisenbahnen, der Industrie u. der Landwirtschaft interessiert.

In der jüngeren Vergangenheit hat es mehrere Vorstöße von Ländern wie Russland, China oder dem Iran gegeben, die darauf abzielen, die dominante Rolle des US-Dollar in der Weltwirtschaft zu schwächen. Dazu gehört, daß der Iran sein Rohöl teilweise in Euro verkauft oder die Tatsache, daß Russland u. China verstärkt auf die eigenen Währungen im bilateralen Handel u. in Geldgeschäften zurückgreifen – etwa durch die Ausgabe russ. Anleihen in der chinesischen Landeswährung Yuan.

Der US-Dollar spielt als Weltleitwährung – an den die meisten Währungen direkt oder indirekt gebunden sind – eine zentrale Funktion für die wirtschaftliche Dominanz der USA. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Schuldenaufnahme anderer Staaten in Dollar, welche in den ersten Monaten des laufenden Jahres weltweit ungewöhnlich stark zugenommen hatte, weil sie zu einer ständigen Nachfrage nach der US-Währung führt. Insbes. Unternehmen aus Staaten, die unter dem Schlagwort „Schwellenländer“ subsummiert werden, hatten so intensiv neue Schulden zwischen Januar u. Mai aufgenommen wie nie zuvor ..
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Russland: Wir heulen nicht rum

Beitrag von Dissident am Mi Jun 14, 2017 9:15 am

http://www.anonymousnews.ru/2017/06/12/kreml-wir-heulen-nicht-rum-trotz-taeglicher-cyberangriffe-aus-den-usa/

Russland: Wir heulen nicht rum, trotz täglicher Cyberangriffe aus den USA

Moskau registriert täglich Cyberattacken vom Territorium der USA aus. Die Führung des Landes macht aber keine lächerlichen Anschuldigungen, dass es vom Weißen Haus oder den US-Geheimdiensten gesteuerte Angriffe sind, sagte der Pressesprecher des russ. Präsidenten, Dmitri Peskow.

„Hacker-Attacken, die vom US-Territorium aus durchgeführt werden, registrieren wir täglich, dazu gehören auch Angriffe auf die Website des russ. Präsidenten“, sagte Peskow gegenüber Journalisten u. fügte hinzu, dass ähnliche Angriffe auch „aus vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt kommen.“

Auf die Frage, ob er damit impliziere, dass der Kreml glaube, Washington oder die US-Geheimdienste könnten etwas mit diesen Cyberattacken gegen Russland zu tun haben, betonte Peskow, dass er nur über das „US-Territorium“ als Quelle der Hackerversuche sprach. Über den Urheber selbst sage das nicht viel aus:
„Ich möchte die Öffentlichkeit nicht zum Lachen bringen, indem ich behaupte, dass das offizielle Washington dahinter steckt. Eine bloße Tatsache, dass ein Hackerangriff vom Territorium eines Staates aus durchgeführt wird, ist in keiner Weise ein Beweis dafür, dass die offiziellen Behörden daran beteiligt sind.“

Als Reaktion auf Peskows Kommentare sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert: „Das überrascht mich nicht. Ich denke, das ist eine Art Propaganda, und das ist alles, was ich dazu sagen werde.“ Bereits am Mittwoch erklärte der stellv. Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, während einer Parlamentsanhörung, dass „28 % aller Angriffe auf die russ. Cyber-Infrastruktur vom US-Territorium aus durchgeführt wurden“. Der Anteil ausländischer Hacking-Versuche gegen Einrichtungen der USA, die von russischem Territorium ausgehen, mache hingegen nur 2 oder 3 % aus.

Moskau hat sich bei zahlreichen Gelegenheiten an Washington gewandt u. vorgeschlagen, bilaterale Konsultationen zur Bekämpfung der Internetkriminalität einzuberufen. Den Aussagen Rjabkows zufolge zeigte die US-Seite jedoch kein Interesse an der Initiative u. vermied die Zusammenarbeit.
Vielleicht war es auf diese Weise bequemer für sie, einen Vorwand für noch mehr grundlose Anschuldigungen gegen Russland zu finden“, sagte Rjabkow.

Die US-Demokraten beschuldigten immer wieder russ. Hacker, die sie mit der russ. Regierung in Verbindung bringen, sich in die US-Präsidentschaftswahl im letzten Jahr eingemischt u. Donald Trump an die Macht gebracht zu haben. Ähnliche Vorwürfe von Wahlbeeinflussung, die auch nie mit wirklichen Beweisen untermauert wurden, waren die Wahlen in Frankreich, Großbritannien u.a. Ländern. Anfang dieser Woche beschuldigte ein unbegründeter Bericht von CNN auch die „russ. Hacker“, den laufenden Streit zwischen Katar u. der Arabischen Liga veranlasst zu haben, indem sie sich in die Website der staatlichen QNA-Nachrichtenagentur einhackten.

Moskau hat alle Hack-Anschuldigungen nachdrücklich u. konsequent bestritten. Russlands Präsident Putin unterstrich letzte Woche, dass einige „patriotisch gesinnte Hacker“ sicherlich in Russland existieren könnten, aber „auf einer staatlichen Ebene haben wir noch nie an Cyberattacken teilgenommen“.
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

„Frechheit“ der USA gegen Russland

Beitrag von Dissident am So Jul 30, 2017 9:17 am

http://unser-mitteleuropa.com/2017/07/29/putin-droht-den-usa-wir-werden-diese-frechheiten-nicht-tolerieren/

Putin .. (an) USA: „Wir werden diese Frechheiten nicht tolerieren“


Putin spricht bei einem Besuch in Finnland von einer „Frechheit“ der USA gegen Russland. Gemeint sind damit die bestehen­den Sanktionen, die, lt. Putin, unmög­lich zu tole­rie­ren seien. „Wir ver­hal­ten uns sehr zurück­hal­tend u. gedul­dig, aber ab einem gewis­sen Zeitpunkt wer­den wir eine Antwort geben müs­sen, denn es ist unmög­lich, diese Art von Frechheit gegen­über unse­rem Land ewig zu tole­rie­ren.“, so Putin bei sei­ner Rede.
Wie die Reaktion kon­kret aus­se­hen könnte, ist noch nicht bekannt, aller­dings weiß man von Putin, daß er auch ein Mann der Tat ist.

Weiter störe ihn die Unterstellung, rus­si­sche Hacker hät­ten sich in die US-Päsidentschaftswahl ein­ge­mischt. Die dazu durch­ge­führ­ten Untersuchungen kom­men­tiere er mit:
„Von ordent­li­chen Ermittlungen kann keine Rede sein“, viel­mehr seien diese ein Auswuchs „Anti-rus­si­scher Hysterie“.

BRD will unter­des­sen seine Sanktionen gegen Russland ver­schär­fen. Erst jüngst hat­ten sich die EU-Staaten in die­ser Causa hin­ter BRD gestellt.

https://de.sputniknews.com/politik/20170729316805766-rogosin-us-sanktionen-europa-stolz/ .. Russlands Vizepremier Dmitri Rogosin: .. „Die USA lösen die Lieferungen unserer Erzeugnisse auf u. schlagen sofort ihre eigenen Produkte vor. Die Europäer sind von so einem wirtschaftlichen, politischen Zynismus schockiert. Ich warte einfach, bis Europa eine eig. Meinung gebildet hat, einen eig. Stolz, ein eig. Empfinden darüber, daß sie auch sich selbst repräsentieren, u. keine Marionetten Washingtons sein sollen“ ..
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident am Mi Sep 06, 2017 10:04 am

https://deutsch.rt.com/international/56831-putin-mit-menschen-zu-arbeiten/
"Mit Menschen zu arbeiten, die Österreich und Australien verwechseln, ist schwer"

Der russ. Präsident Putin hat sich über das niedrige Niveau an diplomatischer Kompetenz beklagt, das Washington in letzter Zeit zeigt .. Die Amerikaner waren im Recht, die Zahl unserer diplomatischen Einrichtungen zu reduzieren. Aber das taten sie in einer offensichtlich schikanierenden Art und Weise, und das spricht nicht für unsere amerikanischen Partner", sagte er.

Es ist schwierig, einen Dialog mit Menschen zu führen, die Österreich u. Australien verwechseln. Da kann man nichts machen. Anscheinend ist dies das Niveau der politischen Kultur eines bestimmten Teils des amerikanischen Establishments. Putins Hohn bezog sich auf einen Fauxpas, der dem damal. US-Präsidenten George W. Bush während eines APEC-Gipfels in Australien im Jahr 2007 unterlaufen war. In einer Reihe von Fehlern dankte der damalige republikanische Führer Canberra dafür, "so ein guter Gastgeber für den OPEC-Gipfel" zu sein und erzählte später davon, wie der damalige australische Premierminister John Howard im Irak "österreichische Truppen" besucht hatte. Amerika ist wirklich eine große Nation und die Amerikaner sind ein großartiges Volk, wenn sie so viele Menschen [in der Regierung] mit einem so niedrigen Niveau der politischen Kultur ertragen können", bemerkte Putin.

.. Am 31.8. gab das US-Außenministerium bekannt, daß Russland sein Konsulat in San Francisco u. 2 Zusatzeinrichtungen in Washington, D.C. u. New York bis zum 2.9. räumen muss. Zeitnah auf die Räumung folgte eine Durchsuchung, obwohl Russland Eigentümer dieser Gebäude sowie der Residenzen der russ. Diplomaten u. ihrer Familien ist. Moskau betrachtet die Durchsuchung als eine Verletzung der diplomatischen Immunität. Die Anordnung der Durchsuchung war offensichtlich dazu bestimmt, das Prinzip der Parität der diplomatischen Missionen zweier Nationen aufrechtzuerhalten, wie Russland dies verlangt hatte. Putin sagte, Russland könnte den Einsatz in diesem Spiel erhöhen u. 155 weitere amerikanische diplomatische Mitarbeiter ausweisen.
Wir haben mit unseren Partnern vereinbart, dass es bei der Anzahl diplomatischer Mitarbeiter in Russland und den Vereinigten Staaten eine Parität geben sollte. Es waren etwa 1.300 Diplomaten aus den USA. Wir hatten 455. Wir haben das korrigiert.

Aber unter diesen 455 diplomatischen Mitarbeitern, die in den USA arbeiten, gibt es 155 Personen, die bei den Vereinten Nationen arbeiten. Streng genommen sind sie nicht Teil des diplomatischen Korps, das vom US-Außenministerium akkreditiert ist", fügte er hinzu. Also wäre eine echte Parität gegeben, wenn die USA nicht 455 Diplomaten in Russland hätten, sondern 155 weniger.

Russland will Vorgehen der US-Regierung gerichtlich prüfen lassen
Putin sagte, Moskau behält sich das Recht vor, diese Zahl an US-amerikanischen diplomatischen Mitarbeitern aus dem Land zu weisen. Er fügte hinzu, dass Russland die Washingtoner Einschränkung der Verwendung seines Eigentums von einem Gericht prüfen lassen werde. Lassen Sie uns sehen, wie gut das viel gelobte amerikanische Rechtssystem ist", meinte Putin abschließend.
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Bürger am Mo Okt 09, 2017 9:46 am

https://bachheimer.com/goldstandard .. RT: Russland erhöht massiv seine Goldreserven mit einem Ziel: Keine Abhängigkeit mehr vom US-Dollar

Die russische Zentralbank (CBR) hat die Anschaffung von Goldreserven im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt. 1250 Tonnen Gold kamen hinzu, um sich von ausländischen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, angesichts der Anti-Russland Politik Washingtons, unabhängig zu machen.
avatar
Bürger

Anzahl der Beiträge : 31
Punkte : 33
Anmeldedatum : 20.09.17

Nach oben Nach unten

Als Jelzins Panzer das Parlament beschossen

Beitrag von Bürger am Fr Okt 20, 2017 9:11 am

https://deutsch.rt.com/russland/58590-oktober-1993-in-moskau-als-die-welt-den-atem-anhielt/

Als .. Jelzins Panzer das Parlament beschossen

Am 4.10.1993 schossen Panzer auf Befehl des damal. Präsidenten Boris Jelzin auf das russ. Parlament. Westliche Medien rechtfertigten die Schüsse damals als Notwehr gegen eine angeblich drohende „rot-braune Diktatur“. Ein Rückblick auf eine Zeit, die nicht nur Russland bewegte.

Lagerfeuer brannten vor dem Weißen Haus. Vor der ganzen Front des hohen weißen Gebäudes an der Moskwa standen Barrikaden. Im Gebäude tagte weiter der Oberste Sowjet, das damalige Parlament Russlands, obwohl Jelzin den Obersten Sowjet am 21.9. mit seinem berühmten Ukas 1.400 abgesetzt hatte. Die Abgeordneten verurteilten den Ukas von Jelzin als Staatsstreich. Sie sammelten sich hinter dem 1991 gewählten Vizepräsidenten u. ehem. Afghanistan-Piloten Aleksandr Ruzkoj u. tagten bei Kerzenschein, als man ihnen im Weißen Haus den Strom abgestellt hatte. Parlamentssprecher Ruslan Chasbulatow, ein in Grosny geborener Tschetschene, zeigte sich während der Oktobertage vor Fernsehkameras selbstbewusst lächelnd in einer schusssichern Weste.

Die tragischen Ereignisse im Okt. 1993 hatten sich bereits Monate zuvor angedeutet. Zwischen dem Parlament u. Jelzin kam es zu tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Weg Russlands in die Marktwirtschaft. Während der stellv. Ministerpräsident Jegor Gajdar Planwirtschaft u. Staatseigentum mit einer Geldreform u. einer überstürzten Privatisierung abschaffen u. die russischen Volkswirtschaft mit eiserner Hand auf westliche Standards trimmen wollte, sollte nach Meinung des Obersten Sowjet die Einführung der Marktwirtschaft mit sozialen Garantien für die Bevölkerung verbunden werden.

Auf den Straßen Moskaus häuften sich blutige Zusammenstöße zwischen Jelzin-Gegnern u. der Polizei. Bei einer Demonstration am 1.5.1993 hatten Demonstranten einen Polizei-Lastwagen gekapert. Ein Polizist wurde durch den gekaperten Wagen zerquetscht. An einem Abend Anfang Oktober besuchte  ich den Platz vor dem Weißen Haus, wo das Parlament damals seinen Sitz hatte. Die gesamte Front des Gebäudes war mit Barrikaden versperrt. Die Menschen, die sich da im kalten Herbstwetter versammelt hatten, standen in dicken Jacken u. Mänteln an Lagerfeuern. Sie sangen Lieder von einem großen Land u. dem Sieg. Ich sah Männer mit düsteren Gesichtern u. Fellmützen u. Frauen, die Zeitungen wie die nationalpatriotische Sawtra u. kommunistische Blätter verkauften. Durch den Rauch der Lagerfeuer sah ich die gelb-weiß-schwarzen Banner der Monarchisten u. rote Fahnen.
- - -
Kommunisten u. Monarchisten standen Oktober 1991 gemeinsam auf den Barrikaden.
Für beide politischen Richtungen schien der Erhalt der Sowjetunion u. Russlands – mit unterschiedlichen Begründungen – unabdingbar für das Wohl der Bürger. Die beiden anderen Plakate vor der Barrikade zeugten von einer großen Antipathie gegen Jelzin. Dort konnte man lesen:
„Wacht auf! Es wurde ein Staatsstreich verübt. Jelzin und die Regierung sind Verbrecher. Vor Gericht mit ihnen!“
Und: „Verwandelt den vom Volk Gewählten in den vom Volk Gestürzten!“

Immer wieder hörte ich nach den Demonstrationen in den Oktobertagen, wie sowj. Lieder in den großen Sälen der Moskauer U-Bahn-Stationen gesungen wurden, was besonders eindrucksvoll klang. „Steh auf du großes Land!“ Es waren Frauen, die da sangen. Sie fühlten, daß etwas nicht stimmt. Daß man sie betrügt, über den Tisch zieht.

Ich war damals hin- und hergerissen. Ich verstand diese Frauen, die fühlten, daß die Ordnung, die ihnen einen minimalen sozialen Schutz gab, zerbricht. Und ich glaubte nicht an die Schauergeschichten westlicher Korrespondenten, wonach die Anti-Jelzin-Demonstranten alles Apparatschiks seien, die nur um ihre Jobs bangten. Die Lieder der Frauen waren wie ein Schrei der Seele. Genossen, werft nicht alles fort, haltet ein! Das – so schien mir – war ihre Botschaf ... Auf den Demonstrationen der Linken sah ich damals nicht selten Plakate gegen die „Schidi“ (Juden), die angeblich an der ganzen Armut u. dem Zerfall des Landes schuld seien ..

Die Panzer schießen
Am 3.10. spitzte sich die Situation zu. Um 15:30 Uhr durchbrach ein Demonstrationszug mit 10.000 Jelzin-Gegnern die Polizeiabsperrungen u. gelangte zum Weißen Haus. Um 15:43 rief Vizepräsident Ruzkoj zur Besetzung des nahegelegenen Bürgermeisterhauses u. zur Besetzung des Fernsehzentrums Ostankino im Norden der Stadt auf.
Ruzkoj begründete seinen Sturmbefehl damit, daß Scharfschützen vom Bürgermeisterhaus auf Demonstranten geschossen hätten. 7 Demonstranten u. 2 Polizisten waren tödlich getroffen worden. Anwohner u. Jelzin-Gegner berichteten, von umliegenden hohen Gebäuden habe es Schüsse sowohl auf Polizisten als auch auf Anti-Jelzin-Demonstranten gegeben. Bis heute hält sich das Gerücht, daß es sich bei den Scharfschützen um Leute aus westlichen Ländern gehandelt hat. Wer diese Schützen waren, ist bislang nicht festgestellt worden.
Die Ereignisse überstürzten sich. Unter Führung des radikalen Generals Makaschow fuhren Demonstranten mit von der Polizei erbeuteten LKW zum Fernsehzentrum Ostankino. Dort sammelten sich 6.000 Demonstranten. Im Fernsehzentrum hatten sich Spezialeinheiten des russ. Innenministeriums verschanzt. Nachdem Demonstranten mit einem der erbeuteten Laster in die Glasfassade des Fernsehzentrums gefahren waren, begann eine Schießerei zwischen Polizei u. Demonstranten, von denen einige Waffen erbeutet hatten. Um 20:45 Uhr wandte sich Vize-Ministerpräsident Gajdar mit einer aufrüttelnden Fernsehansprache ans Volk. Er rief dazu auf, den Polizisten zu helfen, die Kontrolle über Moskau wiederzugewinnen. In diesen Stunden, so schien es, waren sich Präsident Jelzin u. seine Minister nicht mehr völlig sicher, ob sie die Kontrolle über das Land behalten werden.

Am nächsten Tag, dem 4.10., ging Jelzin in die Offensive. Er ließ vor dem Parlament Panzer auffahren. Um 9:30 Uhr nahmen die Stahlkolosse die oberen Etagen des Weißen Hauses unter Beschuss. Dort vermutete man die Vertreter des Obersten Sowjets u. den Vizepräsidenten Ruzkoj. Während die Panzer schossen, hatte sich eine Gruppe der Sondereinheit Wimpel an das Weiße Haus herangeschlichen. Der Befehl lautete, das Gebäude zu stürmen. Doch der Befehlshaber der Spezialeinheit entschloss sich, selbst zu den beiden Anführern der Aufständischen - Ruzkoj u. Chasbulatow - die Treppen hochzusteigen u. sie zum Aufgeben zu überreden. Ruzkoj sträubte sich zunächst. Er verlangte Sicherheitsgarantien westlicher Botschaften, denn er traute den Sicherheitsgarantien des Kreml nicht.

Bill Clinton: „Das Parlament ist nationalistisch“
Die ganze Welt schaute am 3./4.10. auf Moskau. Nie wieder gab es in der russ. Hauptstadt so viele Korrespondenten aus westl. Staaten wie in jenen Tagen. Es war einer der größten Hypes der neueren Mediengeschichte. CNN berichtete ununterbrochen. US-Präsident Bill Clinton bezeichnete das widerspenstige Parlament als „nationalistisch“. Die westlichen Medien behaupteten allen Ernstes, es bestehe die Gefahr, dass Russland in eine Diktatur zurückfalle, dabei hatte Ruzkoj Juni 1991 im Doppelgespann mit Jelzin kandidiert. Wie auch Jelzin galt er als demokratischer Hoffnungsträger.
Doch in den Oktobertagen 1993 schrieben fast alle deutschen Moskau-Korrespondenten, Vizepräsident Ruzkoj sei im Gegensatz zum "mutigen Reformer Jelzin, den alle Russen unterstützten", ein gefährlicher Aufständischer, unter dem eine braun-rote Macht in Russland drohe.
.. mich schockierte damals, wie stark diese Wende die Menschen in die Armut geworfen hatte. Und auf ein gewähltes Parlament zu schießen, war das ein Zeichen einer neuen Epoche, ein Zeichen von Demokratie? Das waren die Gründe, warum ich Zweifel hatte.

.. Als am 4.10. Panzer aufs Weiße Haus schossen, schrieb die deutsche Presse von einer notgedrungenen Maßnahme gegen die Gefahr einer „braun-roten Diktatur“ in Russland. Einziger Beleg für diese Behauptung waren 100 Anhänger des damals bekannten russ. Faschisten, Aleksandr Barkaschow, die von Journalisten vor dem Weißen Haus gesichtet worden waren.
Wurde das Parlament wegen dieser 100 Faschisten beschossen? Wohl kaum. Der Hauptgrund war, daß es der westlich orientierte Flügel der "russ. Elite" (Anm. Bürger: die Schidi?) sehr eilig mit dem Umbau des Landes hatte. Berater der USA hatten in den Hotels von Moskau Quartier bezogen. Sie hatten Zugang zur russ. Regierung u. sie erkannten die Chance, sich über russ. Geschäftsleute u. Beamte einen Zugriff auf die russ. Rohstoffe zu verschaffen.

Den ganzen 4.10. über versuchten die Spezialeinheiten Wimpel u. Alpha, unterstützt durch die Panzer, ins Weiße Haus vorzudringen. In den oberen Stockwerken des Parlamentsgebäudes brannte es. Die Außenwände färbten sich schwarz. Über dem Gebäude kreisten Kampfhubschrauber. Am Abend wurden Vizepräsident Ruzkoj u. Parlamentssprecher Chasbulatow verhaftet. Sie kamen mit anderen Aufständischen ins Untersuchungsgefängnis, wurden aber später im Rahmen einer Amnestie freigelassen.

Was wurde aus Jelzins Widersachern?
Chasbulatow wurde 1994 Leiter der Fakultät für Weltwirtschaft an der Moskauer Plechanow-Universität u. hat dieses Amt bis heute inne.
Ruzkoj war einige Jahre lang Gouverneur des südlich von Moskau gelegenen Gebietes Kursk u. versuchte danach erfolglos, für die Duma zu kandidieren.
Valeri Sorkin, der seit 1991 Vorsitzender des russ. Verfassungsgerichtes war u. den Ukas von Jelzin zur Auflösung des Parlaments als nicht verfassungsgemäß kritisiert hatte, musste seinen Posten Okt. 1993 räumen u. wurde einfacher Richter. 10 Jahre später wurde er jedoch wieder zum Vorsitzenden des Verfassungsgerichts gewählt.

Daß man den Widersachern relativ schnell wieder erlaubte, gesellschaftlich bedeutende Positionen einzunehmen, hing damit zusammen, daß eine Stigmatisierung der Widersacher von der russ. Bevölkerung nicht verstanden worden wäre. Nach den dramatischen Oktobertagen ging es der russ. Führung darum, den Staat zu stabilisieren. Lange Haftstrafen mit dem Risiko, daß die Widersacher zu Märtyrern werden, wären kontraproduktiv gewesen. In den beiden tragischen Tagen des Oktober 1993 starben nach offiziellen Angaben 160 Menschen. Nach Angaben der Kommunistischen Partei waren es weit mehr, nämlich 1.600 Tote.

Angehörige von Opfern des Sturms auf das Parlament demonstrieren 1993 in Moskau
Ein wichtiger Faktor, den die westlichen Medien in ihrer Berichterstattung während der Oktobertage meist ausblendeten, war, daß sich der Kampf zwischen Jelzin u. dem widerständigen Parlament nur im Zentrum von Moskau abspielte. Im gesamten übrigen Russland war die Lage ruhig. Die Menschen saßen vor den Fernsehern u. warteten ..

Wahlerfolg der Oppositionsparteien bei den ersten Duma-Wahlen
Am 12.12.1993 fand die Krise Russlands mit einem Referendum über eine neue Verfassung ihren Abschluss. Von den Abstimmenden votierten 58 % für eine neue Verfassung, welche dem Präsidenten weitgehende Vollmachten einräumt u. die Macht des Parlaments einschränkt. Die politische Basis, auf der Jelzin von nun an Politik machte, war trotz erweiterter präsidialer Vollmachten jedoch nicht übermäßig stark. Denn bei den ersten Duma-Wahlen im nachsowjetischen Russland, die am gleichen Tag wie das Verfassungsreferendum stattfanden, wurde die ultranationalistische LPPR mit sensationellen 22 % der Stimmen stärkste Partei, gefolgt von der  Kommunistischen Partei mit 12 %, den „Frauen Russlands“ mit 8 % u. der Agrarpartei mit 7 % der Stimmen.
Das Wahlergebnis der westlich orientierten Parteien – die „Wahl Russlands“ des Vizeministerpräsidenten Gajdar u. Jabloko mit 15 % bzw. 7,8 % – zeigte, daß die westlich orientierten Politiker vor dem Hintergrund von Fabrikschließungen u. sozialer Not der Bevölkerung einen schweren Stand hatten.

Tragische Ereignisse von 1993 bisher nicht aufgearbeitet
.. In den russischen Medien spielten die Ereignisse vom Okt. 1993 keine Rolle, ähnlich wie schon in den Jahren zuvor. Doch in den im Internet geführten Debatten spürt man, dass dieses Schlüsselereignis der jüngeren russ. Geschichte die Menschen bis heute bewegt. Daß die politische Führung Russlands bis heute keine offizielle Position zu den Ereignissen bezogen hat, hängt wohl damit zusammen, daß man sich vor unangenehmen Fragen fürchtet u. keine alten Wunden aufreißen will.
avatar
Bürger

Anzahl der Beiträge : 31
Punkte : 33
Anmeldedatum : 20.09.17

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Dissident Gestern um 10:40 am

https://bachheimer.com/geopolitik-konflikte-und-krieg - Sputnik: Russen verstärken Syrien-Basis: Was Washington sagt, interessiert nicht


„Die permanente Stationierung eines kompletten Geschwaders mit Lenkwaffen an Bord hat 2 Vorteile: Russland kann ständig Präsenz zeigen und – falls nötig – Gefahren abwehren, die von Nordafrika, dem gesamten Nahen Osten, dem Mittelmeerraum u. der südlichen Nato-Flanke ausgehen könnten.
Daher spielt die Basis in Tartus für die Schlagkraft der russischen Marine eine Schlüsselrolle“, so der Offizier.

„Der Auftrag der Marinebasis in Tartus ist hingegen – geopolitisch betrachtet – weitreichender.
Dabei haben wir nicht vor, mit den US-Amerikanern zu konkurrieren, die in 130 Ländern dieser Welt Stützpunkte haben.
Wir lösen unsere konkreten Aufgaben, wie die Vereinigten Staaten darauf möglicherweise reagieren, interessiert uns überhaupt nicht“, sagt Korottschenko.

So ist es! Und hoffentlich demnächst auch Basen in Ägypten, Libyen, Algerien!
Der gesamte Mittelmeer-Raum von Gibraltar bis Zypern ist eine einzige, angelsächsische Basis! Zeit für etwas gute Gesellschaft! TQM
avatar
Dissident
Admin

Anzahl der Beiträge : 2857
Punkte : 3354
Anmeldedatum : 03.08.16

http://doedr.forumieren.net

Nach oben Nach unten

Re: Russland

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten