Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

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Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Do Aug 25, 2016 5:23 pm

Anmerkung Dissident: Betreffend aller Inhalte, die ich in der Rubrik "Zeitgeschichte und Nachbarländer" einstelle:
Ich habe nicht vor, zu behaupten, daß in KZ´s keine Häftlinge zu Tode gekommen wären oder daß dort nicht auch schlimme Dinge passiert sind.
Unbestritten haben etliche SS-Männer Verbrechen begangen. Daneben passierten viele Verbrechen durch KL-Häftlinge, die sich als Lagerälteste, Blockälteste, Capos, Schreiber usw. an ihren Mithäftlingen vergingen. In jedem Fall wäre zu klären, was genau geschehen ist und ob das auch wahr sein kann (falsche Zeugenaussagen, Scheinzeugen, erfolterte "Geständnisse", usw.) Mit meinen Hobby-Recherchen zu zeitgeschichtlichen Fragen und Standpunkten (eben auch betreffend der KZ) will ich keine Person, Religionsgemeinschaft oder Ethnie beleidigen.

- - -

Augenzeugenberichte sind die eine Seite, eine andere die Naturgesetze
Private Forscher, revisionistische Autoren oder Historiker, welche das offiziell verbreitete Holocaust- und Auschwitzbild in Frage stellen,
bringen eine lange Reihe von Einwänden: historische, demographische, juristische (die Prozesse, auf deren Urteilen das allgemein anerkannte Geschichtsbild fusst, wurden ihrer Überzeugung nach nicht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt), vor allem aber technische und chemisch-physikalische.

Wenn von angeblichen Augenzeugen geschilderte Vorgänge technisch unmöglich sind, und wenn original erhaltene Gaskammermauern keine chemisch-physikalisch zwingend vorhandene Zyklon-B-Abbauspuren enthalten, muss man sich fragen, wie solche Aussagen von ehemaligen Häftlingen zu bewerten sind.
Bekanntlich zählt der Sachbeweis mehr als Zeugenaussage. Ein weiteres Argument und Sachbeweis gegen die herkömmlichen Thesen der Holocaust-Geschichte sind die von allierten Aufklärungsfliegern über Auschwitz (und den anderen KL) aufgenommenen Photos, auf denen beispielsweise frisch ausgehobene Massengräber oder riesige Verbrennungen in Gruben zu genau nachvollziehbarem Datum zu sehen sein müssten. Die allerwichtigste dieser Aufnahme ist die am 31.5.1944 über Auschwitz angefertigte...

Von kritischen Beobachtern ist immer wieder darauf hingewiesen worden, dass sämtliche NS-Prozesse, angefangen vom Nürnberger Prozess bis heute, alle Eigenschaften von Schauprozessen aufgewiesen haben. Die Tat und meist auch der Täter stand von Anfang an fest; bei einem gewöhnlichen Mordprozess selbstverständliche Dinge wie die Klärung des Verbleibs der Leiche oder ein Gutachten über die Tatwaffe wurden niemals gefordert; die Zeugen hatten Narrenfreiheit: Weder wurden sie je einem scharfen Kreuzverhör unterworfen, noch riskierten sie eine Anklage wegen Meineids. Man durfte ja die Verfolgten von damals nicht abermals verfolgen und so ihre seelischen Leiden noch vergrössern!
Vielleicht war Dr. Zippel, Anwalt beim 1946 von den Briten durchgeführten Prozess gegen die Verantwortlichen der Degesch, der mit Justizmorden an den beiden Hauptangeklagten Bruno Tesch und Karl Weinbacher endete, vor 1985 der einzige Verteidiger, der je so etwas wie einen schüchternen Ansatz zu einem Kreuzverhör eines «Holocaust-Überlebenden» unternommen hat. Als Dr. Charles Sigismund Bendel aussagte, in 10 x 4 x 1,6 m grossen Gaskammern seien jeweils 1000 Menschen zusammengepfercht worden, fragte Zippel:
«Wie ist es möglich, 1000 Menschen in einem Raum von 64 m² unterzubringen?»
Auf Bendels Antwort: «Das muss man sich fragen. Es kann nur mit der deutschen Methode geschafft werden.»
hakte Zippel nach: «Wollen Sie ernstlich behaupten, man könne 10 Personen auf einem halben Kubikmeter unterbringen?»
Mit Bendels Replik «Die 4 Millionen in Auschwitz vergasten Menschen legen Zeugnis davon ab» war das «Kreuzverhör» beendet.
Frei nach dem Bendel-Motto «Es kann nur mit der deutschen Methode geschafft werden» wurde jahrzehntelang bei all diesen Prozessen jeder beliebige von den "Augenzeugen" aufgetischte Schwachsinn von den Gerichten geschluckt.

Beginnen wir hier mit der nach und nach erweiterten Auflistung von leider dubiosen "Zeugen" bis klar aufgedeckten Lügnern und vielleicht psychisch Beeinträchtigten:

Joshua Kaufman
http://www.eliewieseltattoo.com/busted-joshua-kaufmans-claimed-auschwitz-number-belongs-to-someone-else/  
he told NBC News, “I am not Joshua Kaufman, I am number 109023”  - - -

http://www.sueddeutsche.de/bayern/kz-ueberlebender-joshua-kaufman-wo-sind-die-schienen-1.1940559
- - - Hier, im Lager Mettenheim I, musste Joshua Kaufman im Jahr 1944 tagein, tagaus 50 Kilogramm schwere Zementsäcke schleppen. "Zwölf bis 16 Stunden. Wer das nicht geschafft hat, wurde in den Zementmischer geworfen", sagt Kaufman. - - - Zitat Ende.

Vielleicht ist es ja wahr, was dieser Zeitzeuge sagt? Aber wenn er bei wesentlichen Dingen, wie seiner eintätowierten Häftlingsnummer lügen sollte, warum sollte man ihm dann andere Sachen glauben? Andererseits könnte es sein, daß seine Nummer in einem anderen Lager als Auschwitz vergeben wurde, dann wiederum ist er schon "echt". Dazu müsste man herausfinden, ob die KL-Lagerleitungen bei der Nummernvergabe in jedem Lager z.B. dieselben Zahlen wie z.B. 131 vergaben, oder ob es über alle Lager hinweg nur ein Nummernsystem gab. Das wäre eine zeitgeschichtliche Frage, der ich noch nachgehen werde...

https://verbotenesarchiv.wordpress.com/2016/06/24/der-betrueger-joshua-kaufman-einblick-in-die-praktiken-des-shoa-business/
- - - Nummer 109023“ – gehört in Wirklichkeit dem am 12. September 1901 in Łaznów (Polen) geborenen Mateusz Judasz.

Eine Suche in der Datenbank des staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau ergibt, dass Judasz am 18.3.1943 in Ausschwitz ankam (über ein Jahr vor Kaufmans angeblicher Ankunft) und dort die Nummer 109023 erhielt. Sein Beruf wurde als „Bauer“ angegeben. Er wurde im selben Jahr nach Mauthausen (in der Ostmark) überwiesen und schließlich aus diesem KZ befreit.

Hier ist der Eintrag der Museumsdatenbank wiedergegeben, den jeder selbst überprüfen kann (geben Sie in die Suchmaske „Mateusz Judasz“ ein):
Main page > Museum > Auschwitz prisoners    
Auschwitz prisoners
Judasz, Mateusz  (prisoner number: 109023)
born: 1901-09-12, place of birth: Łaznów, profession: farmer
Fate:
1. 1943-03-18, Auschwitz, arrived to camp
2. transferred in 1943 to KL Mauthausen, liberated,

- - - Es sieht so aus, als hätte Kaufmann sich besser in Ausschwitz bezüglich der von ihm gewählten Nummer erkundigt, aber er war derart zuversichtlich, nachdem sein Fall öffentlich ausgerollt wurde und auf einer Doppelseite der Daily Mail erschienen war [*mehr dazu später]. Ein Jahr nach diesem Erlebnis trat er als Zeuge in dem Prozess gegen den ehemaligen KZ-Wächter Reinhold Hanning wegen angeblichen Mordes in Detmold auf, und dort scheint ihm seine eigene Hybris ein Bein gestellt zu haben: Er machte unbedachte Aussagen über seine Erlebnisse in Auschwitz und Dachau, darunter jene, seine Lagernummer sei 109023 gewesen.
- - - Da wir wissen, dass die Nummer 109023 jemand anderem gehörte, sagt uns die Logik, dass er sie nicht benutzt hätte, hätte er auf seine eigene Nummer zurückgreifen können. Wenn er in diesem Punkt lügt, dann dürfen wir annehmen, dass es ebenso eine Lüge ist, dass er in einer Gaskammer arbeitete und die Leichen von dort zum Krematorium transportierte.
- - -
Im folgenden Frühling erregte Joshua Kaufman abermals Aufsehen, als er mit 2 seiner Töchter zum Prozess gegen Reinhold Hanning in Detmold reiste. - - -  Kaufman wurde seine Bitte, bei dem Prozess als Zeuge aufzutreten, abgeschlagen [!]


Zuletzt von Dissident am Fr März 24, 2017 11:46 am bearbeitet; insgesamt 10-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mo Sep 05, 2016 5:01 pm

Über Otto Uthgenannt in der OstfriesenZeitung OZ:
http://www.oz-online.de/-news/artikel/106441/Falscher-KZ-Haeftling-raeumt-Fehler-ein
Falscher KZ-Häftling räumt Fehler ein
Otto Uthgenannt gibt zu: Erlebnisse in Buchenwald treffen „so nicht ganz zu“. Der 77-jährige Wittmunder betont nach den Berichten in dieser Zeitung seine „gute Fantasie“. Die Jüdische Gemeinde Oldenburg zeigt sich „zutiefst schockiert“. (weiterlesen nur kostenpflichtig möglich...)

Auf Wikipedia wird der komische (aber gar nicht so seltene) Vogel nicht erwähnt. Passt wohl weniger gut ins Konzept der Macher von Wiki ---
Weitere Fundstelle zum Lügner Uthgenannt: http://de.metapedia.org/wiki/Otto_Uthgenannt
Otto Paul Uthgenannt (geb. 28.5.1935 in Göttingen) ist ein Berufszeuge, der jahrzehntelang vorgab, im KL Buchenwald interniert gewesen zu sein. Aber seine Erlebnisse in Buchenwald treffen „so nicht ganz zu“. Der 77-jährige betonte seine „gute ... Fantasie“. Bei Besuchen in Schulen schwafelte er vor deutschen Kindern von angeblicher Verfolgung u. daß er 5 Jahre ...  „Holocaust“ überlebt habe.
72 Verwandte, erzählt der Mann mit der Kippa den Schülern, habe er durch die Nazis verloren.
Sein Vater, seine Mutter, die 3 Jahre jüngere Schwester – sie alle starben im KZ Buchenwald, sagt er. Eindrucksvoll schildert Uthgenannt den Schülern das Grauen von Buchenwald .. erzählt er: Am 9.11.1938 sind die Nazis in sein Elternhaus an der Oberen Maschstraße eingedrungen, gleich gegenüber der Synagoge. Sie schlugen seinen Vater zusammen u. grölten: „Ihr dreckigen Judenschweine!“ Die Meldekarten der Stadt Göttingen erzählen eine andere Geschichte. Demnach haben die Uthgenannts nie an der Oberen Maschstraße gewohnt, sondern eine Kreuzung weiter an der Prinzenstraße. Sie waren auch keine Juden; Vater, Mutter, Tochter u. Sohn waren evangelisch.
Niemand aus der gesamten Familie war jemals im KL Buchenwald interniert. Der Vater zog als Soldat 1940 in den Krieg u. kehrte 1947 aus dem sowjetischen Kriegsgefangenenlager 7125/6 heim. Die Mutter starb 1961 in Göttingen. Auch die Schwester starb nicht im KZ, sie lebt heute in Süddeutschland.

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen002.html .. Der angebliche KZ-Häftling Otto Uthgenannt hat sich erstmals öffentlich zu den Berichten geäußert, die seine Leidensgeschichte als frei erfunden belegen. Dem in seiner Wahlheimat Wittmund erscheinenden „Anzeiger für Harlingerland“ sagte er auf Nachfrage: „Dann entschuldige ich mich. Ich bin 77 Jahre alt, ich habe es ja nur gut gemeint.“ --- Er .. sei ein „guter Schwindler“, sagte er laut der Zeitung. Auf die konkreten Vorwürfe wollte er nicht eingehen: „Ich bin zu alt dafür, das kostet zu viel Kraft.“ ---


Zuletzt von Dissident am Mi Sep 13, 2017 10:29 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Elie Wiesel

Beitrag von Dissident am Mo Sep 05, 2016 5:51 pm

Elie (eigentlich Elieser) Wiesel
http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen.html#Wiesel .. Portrait eines systematischen Lügners, der behauptete, im KZ Auschwitz gewesen zu sein u. dort gelitten zu haben, u. seine ganze Familie sei von "den Nazis" umgebracht worden. Er war aber nie in einem KZ gewesen, u. die gesamte Familie wurde in den "USA" lebendig gefunden. Es war also alles gelogen ---
Fast die ganze Welt aber glaubte nach 1945 die Lügen von Elie Wiesel, u. vor allem die sensationssüchtige u. unkritische Presse machte Elie Wiesel zu einem falschen "Helden", der dann 1986 auf Vorschlag des Deutschen Bundestages hin sogar den Friedensnobelpreis bekam. Auf Wikipedia wird bis heute (2010) behauptet, Elie Wiesel sei ins KZ Auschwitz deportiert worden ---
Das Motiv: Mit falschen Behauptungen, man habe in einem KZ gelitten, konnte man nicht nur ein Buch bei jüdischen Verlagen gut verkaufen, sondern man konnte mit diesen Lügen auch in Deutschland einen Antrag auf Wiedergutmachung stellen...

http://de.metapedia.org/wiki/Elie_Wiesel Elie (eigentlich Elieser) Wiesel (1928-2016) ... gilt als der „lebende“ Beweis für Hitlers „Todesprogramm“ für die Juden.  Wiesel beriet bislang fast alle US-Präsidenten in Sachen Holocaust. Einen seiner letzten großen Auftritte hatte er mit Obama am 6.6.2009 im ehem. KL Buchenwald. Obama nahm Wiesel mit auf seine Holocaust-Erinnerungsreise, weil er d. glaubwürdigste Holoc.-Überlebende weltweit sei.

Nach dem Krieg war er im militanten zionistischen Untergrund in Palästina gegen Briten u. Araber aktiv. 1956 blieb er, als Korrespondent zionistischer Blätter nach USA entsandt, in New York. Unermüdlich klagt er wegen des angeblich zur Hitlerzeit an Juden verübten verbrecherischen Unrechts an. Gegen Reagans Kranzniederlegung auf dem deutschen Soldatenfriedhof Bitburg 1985 lief er wie auch gegen andere Gesten der Versöhnung Sturm. Der für einen Ausgleich mit den Palästinensern engagierte israelische Publizist Uri Avnery fragte den .. Israel-Lobbyisten: „Sind Sie nicht ein erstaunlich stiller Jude, wenn es um die Tragödie der Palästinenser geht, Elie Wiesel?“

Wiesel war in mehreren KL inhaftiert u. fiktionalisierte seine Erlebnisse in dem von Mauriac redigierten Roman „La Nuit“, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.
1986 erhielt Wiesel .. den Friedensnobelpreis..  2003 wurde er zum Vorsitzenden der Internat. Kommission zur Erforschung des Holocaust in Rumänien, kurz Wiesel-Kommission, berufen. Neben anderen Einflüssen spiegelte Wiesels Denken auch sein eingehendes jahrzehntelanges Talmudstudium, unter anderem bei den Rabbinern Mordechai Schuschani (Paris) u. Saul Lieberman (New York), wider. Wiesel war überzeugter Zionist ... 2005 erhielt er den Dignitas Humana Award.

Wiesel wurde wegen seiner Haltung zum Konflikt im Nahen Osten kritisiert, unter anderem vom jüd. Linguisten Noam Chomsky. Chomsky warf Wiesel vor, daß er mit seiner einseitigen Verurteilung des Terrorismus arabischer Provenienz der israel. Politik einen Blankoscheck ausstelle, mithin ihren Anteil an der Verschärfung des Konflikts unterschlage. Wiesel dagegen sprach sich dafür aus, daß „jeder Jude […] irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses bewahren (sollte) – gesunder, kräftiger Haß – für was der Deutsche darstellt u. was im Deutschen fortlebt“, was dem islamistischen Fundamentalismus natürlich wenig Raum läßt.
„Jeder Jude hat irgendwann in seinem Leben einen kräftigen Haß gegen das festzulegen, was der Deutsche verkörpert u. gegen das, was im Deutschen fortbesteht.“ schrieb der Literat Wiesel in seinem Buch „Legends of Our Time“.

Seine Aussagen über Juden u. zur Singularität d. Holocausts sind auch unter Juden umstritten. So glaubte er bspw., daß der „Holocaust“ „alle Antworten verweigert“, „außerhalb, wenn nicht jenseits der Geschichte liegt“, „sich dem Wissen wie der Beschreibung widersetzt“, „nicht erklärt oder bildlich vorgestellt werden kann“, „niemals zu erfassen oder zu vermitteln“ sei u. eine „Zerstörung der Geschichte“ u. eine „Veränderung im kosmischen Maßstab“ markiere. Darüber hinaus vertrat er die These, daß Juden einzigartig u. ontologisch außergewöhnlich seien: „Alles an uns ist anders“. Über die „Judenverfolgung“ meint er: „2000 Jahre lang [...] waren wir ständig bedroht [...] Weshalb? Ohne jeden Grund“.

Elie Wiesel niemals in Auschwitz?
Der Holocaust-Überlebende Miklos Gruner nennt Elie Wiesel einen Hochstapler. Wiesel tauche auf keiner der offiziellen Häftlingslisten auf u. sei niemals in einem Lager gewesen. Das Buch „Die Nacht“ sei 1955 von seinem altem Freund Lazar Wiesel in ungarischer Sprache geschrieben u. in Paris unter dem Titel „A Világ Hallgat“ veröffentlicht worden. 1958 habe Wiesel das Buch, für das man ihm 1986 den Nobelpreis gab, dann in gekürzter Form als sein Werk herausgegeben.

Häftlingstätowierung nicht vorhanden?
Mehr als 50 Jahre lang versicherte Wiesel, daß er in Auschwitz tätowiert worden sei. Seine Nummer laute A7713. Immer wieder versicherte er in der Öffentlichkeit, daß er diese Tätowierung unvergänglich am Unterarm trage. Erst im März 2010 in Dayton (Ohio) wollte ein Student während einer Veranstaltung von Presse, Hochschulabsolventen u. 2.300 Daytoner Bürgern von Wiesel wissen, „ob sich die KZ-Nummer immer noch auf seinem Arm befinde u. ob sie ihm als Erinnerung an diese schrecklichen Erlebnisse diene.“ Wiesel antwortete: „Ich benötige nicht diese Tätowierung, um mich zu erinnern. Ich erinnere mich an meine Vergangenheit jeden Tag. Aber selbstverständlich befindet sich die Tätowierung immer noch auf meinem Arm, nämlich A7713. Damals waren wir nur Nummern, wir hatten keine Namen, keine Identität.“

Der junge Eric Hunt wurde in San Francisco vor Gericht gestellt, weil er Wiesel in einem Aufzug festhielt u. von ihm forderte zuzugeben, daß sein Holocaust-Buch „Nacht“ keine authentische Erlebnisschilderung ist, sondern eine frei erfundene Geschichte. Hunt forderte vor Gericht, Wiesel solle seine Tätowierung zeigen. Diesem Antrag wurde nicht stattgegeben. Das könne man diesem „Überlebenden“ nicht zumuten, argumentierte das Gericht. Am 8.7.2008 sagte Elie Wiesel unter Eid vor dem „Superiour Court“ (Kammergericht) in San Francisco im Verfahren gegen Eric Hunt folgendes aus:
Frage: „Herr Wiesel, handelt es sich bei Ihrem Buch ‚Nacht‘ um eine authentische Schilderung Ihrer Erlebnisse während des 2. Weltkriegs?“
Wiesel: „Es ist die wahre Schilderung meiner Erlebnisse. Jedes Wort ist wahr.“
Frage: „Wann wurden Sie in Sighet in Rumänien geboren?“ - Wiesel: „Am 30. September 1928.“
Frage: „Wie lautet die Auschwitz-Tätowierungsnummer auf Ihrem linken Arm?“ - Wiesel: „Meine Nummer lautet A7713. Die von meinem Vater lautete 7712.“

In einer Ansprache anläßlich des 50. Jahrestages der „Auschwitz-Befreiung“ am 27.1.1995 sagte Wiesel wörtlich: „Ich spreche heute zu Ihnen als ein Mann, der vor 50 Jahren und 9 Tagen keinen Namen hatte, keine Zukunft und nur als Nummer A7713 bekannt war.“

Carlo Mattogno stellte nach Forschungsarbeiten heraus: Der „glaubwürdigste Zeuge des Holocaust“, der „lebende Beweis“ für das „Todesprogramm“ Adolf Hitlers war nie in Auschwitz gewesen. Er hatte die Identität eines Auschwitz-Heimkehrers angenommen.
Schon seit langem äußerten Forscher wie Raul Hilberg, Naomi Seidman od. Robert Faurisson den Verdacht, etwas sei faul am Heiligenkult um Wiesel. Natürlich kam die Vermutung auf, bei Miklos Grüner handele es sich einfach um einen Wichtigtuer, der irgendwie auf sich aufmerksam machen wolle, oder um einen Neidling, der Wiesel seinen phänomenalen Erfolg mißgönnt od. auch irgendwie daran teilnehmen möchte. Mattogno, führender ital. Revisionist, erbrachte aber den Nachweis, daß Grüner recht hat. Mattogno verschaffte sich Zugang zu den noch vorhandenen Originaldokumenten aus den Jahren 1944 u. 1945, um mit der wissenschaftl. Methodik der kritischen Textanalyse (zurück zu den Originalquellen!) zu prüfen, ob Grüner ernstzunehmen ist od. nicht. Ergebnis: Miklós Grüner u. Lázár Wiesel sind echte Häftlinge, beide waren in Auschwitz u. Buchenwald interniert. Für Elie Wiesel fehlen die entsprechende Belege. Besonders frappierend sind vor allem 2 Widersprüche: a) Wiesel gab als sein Geburtsjahr 1928 an; das Geburtsjahr des echten Lázár Wiesel ist mit 1913 beurkundet. b) Auf dem bekannten Buchenwald-Foto Harry Millers vom 16.4.1945 sind Miklós Grüner u. angeblich Elie Wiesel abgebildet. Letzteres ist jedoch nur durch die eigene Aussage Wiesels belegt. Elie Wiesels vorgebliche Häftlingsnummern (Auschwitz A-7713, Buchenwald 123.565) sind auf jeden Fall die von Lázár Wiesel. Mattogno hat in seiner Untersuchung auch die von Wiesel berichtete Entstehungsgeschichte seines Hauptwerks „La Nuit“ überprüft u. auch darin zahlreiche Ungereimtheiten gefunden. Es fällt insbesondere auf, daß Wiesel erst 1955, nach dem Zusammentreffen mit seinem späteren Mentor, dem religiös geprägten Linkskatholiken François Mauriac, mit seiner Geschichte hervortrat. Mattogno faßte sein Urteil in dem Satz zusammen: „Das Mindeste, was man [von Elie Wiesels Hauptwerk „La Nuit“] sagen kann, die Entstehung des Buches ist unsicher u. konfus.“ Schließlich unterzog Mattogno Wiesels Hauptwerk „La Nuit“, von Wiesel selbst als authentischer Tatsachenbericht bezeichnet, einer kritischen inhaltlichen Analyse. Mattogno deckte dabei in diesem Bericht derartig viele Fehler, Widersprüche u. Unmöglichkeiten auf, daß er urteilte: „Elie Wiesel kann niemals selbst weder in Birkenau, noch in Auschwitz, noch in Monowitz, noch in Buchenwald gewesen sein.“

Zitate:  „‚Was schreibst du da?‘ fragte der Rabbiner. ‚Geschichten‘, antwortete ich. Er wollte wissen, welche Geschichten: ‚Wahre Geschichten? Über Menschen, die du kanntest?‘. Ja, über Dinge die passierten, oder hätten passieren können. ‚Aber sie passierten nicht?‘ Nein, nicht alle. Tatsächlich waren einige davon erfunden vom Anfang bis zum Ende. Der Rabbiner beugte sich nach vorn als nehme er Maß an mir u. sagte, mehr traurig als ärgerlich: ‚Das bedeutet, daß du Lügen schreibst!‘ Ich antwortete nicht sofort. Das gescholtene Kind in mir hatte nichts zu seiner Verteidigung zu sagen. Dennoch, ich mußte mich rechtfertigen: ‚Die Dinge liegen nicht so einfach, Rabbiner. Manche Ereignisse geschehen, sind aber nicht wahr. Andere sind wahr, finden aber nie statt.‘“

„Bestimmte Ereignisse passieren, aber sie sind nicht wahr. Andere wiederum sind es, passierten aber nie. [...] Ich durchlaufe bestimmte Ereignisse und ausgehend von meiner Erfahrung beschreibe ich Vorfälle, die passiert sein können oder auch nicht, aber wahr sind. Ich glaube, es ist sehr wichtig, daß es immer und überall Zeugen gibt.“

aus der Wikipedia-Disskussions-Seite: https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Elie_Wiesel

Nicht nur Holocaustleugner behaupten dies,sondern auch der Ungarische Jude Miklos Gruner.Der war mit dem richtigen Wiesel (Lazar Wiesel) zusammen im KZ. Ein Journalist hat ein Treffen zwischen den beiden alten Freunden organisiert,das nach 5 min zuende war. Miklos begrüßte Wiesel auf Ungarisch u. wunderte sich erst einmal daß sein alter Freund diese Sprache wohl verlernt hatte, er Sprach kein Wort Ungarisch. Daraufhin wollte M.Gruner die Tatowierung mit der Häftlingsnummer sehen, dies verweigerte Wiesel. Sein Name taucht auch in keiner der offiziellen Häftlingslisten der KZs auf.Später hat Wiesel dem Journalisten der das Treffen organisiert hatte, seine Häftlingsnummer Tätowierung gezeigt, die Nummer war korrekt, nur sagte der Journalist das es beim besten Willen NICHT wie eine Tätowierung ausgesehen habe, eher wie Kugelschreiber.. Er wäre ja nicht der erste Holocaust-Überlende u. Schriftsteller über den Holocaust dem man nachgewiesen hat ein Betrüger zu sein. ZB der Fall Binjamin Willkomirski, der in Wahrheit den ganzen Krieg in der Schweiz verbracht hatte u. bei Kriegsende erst 4 Jahre alt war.

Wenn man diesem Artikel glauben schenken mag, scheint es zumindest eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen Elie Wiesel u. Miklos Grüner zu geben. Grüner ist auch Autor des Buches "Stolen Identity", das man aber nirgendwo kaufen kann. Anscheinend weigern sich die Internetbuchhandlungen, dieses zu vertreiben.
(Anm. Dissident: Gratis-Download hier: http://balderexlibris.com/index.php?post/2012/09/21/Gruner-Nikolaus-Stolen-Identity-A-7713 - )
Zitate Ende.

Wiesel selbst gelangte nach Frankreich, wo Franois Mauriac 1958 die französ. Version seines 1 Jahr zuvor in jiddischer Sprache publizierten Erlebnisberichts unter dem Titel La Nuit lancierte. Angeblich erwähnt Wiesel in diesem Buch die Gaskammern mit keinem einzigen Wort. Dies bedeutet, daß er sie weder gesehen noch davon gehört hat, denn sonst hätte er davon berichtet.
Der Übersetzer u. Herausgeber der deutschen Ausgabe von "Nacht" verhalf den Gaskammern in Wiesels Darstellung von Auschwitz wieder zu neuem Leben. In Frankreich handelte Fred Sedel im Jahre 1990 ähnlich bei der Neuausgabe eines Buches, das 1963 erschienen war, indem er von »chambres à gaz« (Gaskammern) spricht, wo er 27 Jahre vorher nur »fours crématoires« (Krematoriumsöfen) erwähnt hatte.


Zuletzt von Dissident am Mi Sep 13, 2017 10:22 am bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Di Sep 06, 2016 4:21 pm

Für die meisten der hier genannten Subjekte trifft die Diagnose "Wilkomirski-Syndrom" zu. Wer war Wilkomirski? Hier mehr dazu:

http://de.metapedia.org/wiki/Binjamin_Wilkomirski Binjamin Wilkomirski, eigentlich Bruno Grosjean/Dössekker (geb. 1941) --- veröffentlichte 1995 im zur Suhrkamp-Gruppe gehörenden Jüdischen Verlag das Büchlein „Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939-1948“. Die Publikation, die im Stil einer Autobiographie verfaßt war, beschrieb in fragmentarischer Form u. hauptsächlich aus Perspektive eines Kindes Erlebnisse aus dem Leben des Ich-Erzählers aus der Zeit des NS in Lettland u.a. Ländern.
Als früheste Erinnerung schilderte der Autor, wie er als kleines jüdisches Kind in Riga der Ermordung eines Mannes durch „Uniformierte“ habe zusehen müssen. Dieser Mann sei möglicherweise sein Vater gewesen – der Ich-Erzähler nennt nirgends sein Geburtsdatum, aber anscheinend war er damals zu klein, um sich genauer erinnern zu können. Nachdem er sich dann zusammen mit seinen Brüdern auf einem Bauernhof in Polen habe verstecken können, sei er verhaftet worden u. in 2 KZ gekommen. Im ersten Lager sei er seiner sterbenden Mutter, an die er vorher keine Erinnerung gehabt habe, ein letztes Mal begegnet. Nach Befreiung aus dem „Vernichtungslager“ sei er zunächst in ein Waisenhaus nach Krakau u. dann in die Schweiz verbracht worden. Dort habe er erst durch jahrzehntelange Nachforschung seine nur bruchstückhaft erinnerte (u. von seinen Schweizern Adoptiveltern tabuisierte) Vergangenheit rekonstruieren können.

„Bruchstücke“ wurde in 9 Sprachen übersetzt u. erhielt von der Kritik viel Lob, .. Gelegentlich verglich man den Autor mit Elie Wiesel, Anne Frank oder Primo Levi ---  Wolfgang Benz vom Zentrum für Antisemitismusforschung lobte 1998 den Text für seine „Authentizität“ u. seinen „literarischen Rang“.

Der Autor selbst trat bei vielen Gelegenheiten vor einem beeindruckten Publikum als Zeitzeuge u. Experte auf, sei es vor Schulklassen, in Medien oder an wissenschaftl. Veranstaltungen zur Shoah u. zu deren Folgeproblemen (etwa zur fehlenden Identität von Überlebenden, die während der Shoah noch im Kindesalter gewesen waren). Er gab angesehenen Archiven Videointerviews u. ließ sich in Fernsehdokumentationen portraitieren. Zudem erhielt er für sein Werk 3 bedeutende Preise. Bei seinen öffentlichen Auftritten präzisierte er überdies vieles, was im publizierten Text ungesagt oder im vagen geblieben war. So nannte er mündlich die Namen der KZ, in denen er sich aufgehalten habe (Majdanek u. Auschwitz), oder erwähnte, daß er selbst Opfer bestialischer Menschenversuche gewesen sei.

Enthüllung 1998 wurde Wilkomirskis öffentliches Ansehen jedoch jäh erschüttert. In einem Artikel vom 27.8. in der Wochenzeitung Weltwoche enthüllte der in der Schweiz lebende jüd. Autor Daniel Ganzfried, daß Wilkomirski in Wahrheit Bruno Grosjean heiße u. der uneheliche Sohn der Schweizerin Yvonne Grosjean sei. Nach einem Aufenthalt im Waisenhaus in Adelboden sei er vom wohlhabenden u. kinderlosen Ehepaar Dössekker aus Zürich adoptiert worden. Die KZ kenne er nur als Tourist.
Die Enthüllungen warfen insbesondere im deutschen u. englischen Sprachraum hohe Wellen. Wilkomirski u. seine Anhänger wiesen Ganzfrieds Angriffe entschieden zurück. Dieser aber legte neue u. überzeugende Fakten nach, während Wilkomirski seine Darstellung nicht belegen konnte.

1999 engagierte die Literaturagentur Liepman in Zürich, die Wilkomirskis Manuskript an die Verlage vermittelt hatte, den Zürcher Historiker Stefan Mächler für eine umfassende Abklärung. Sein Rapport, den er Herbst 1999 den Verlagen vorlegte (u. später unter dem Titel „Der Fall Wilkomirski“ publizierte), machte definitiv klar, daß die angebliche Autobiographie tatsächlich in allen wesentlichen Punkten den historischen Fakten widersprach. Darüber hinaus konnte Mächler darlegen, wie Wilkomirski bzw. Bruno Grosjean seine fiktive Lebensgeschichte über Jahrzehnte allmählich entwickelt hatte. Dabei beschrieb Mächler, daß Wilkomirskis angebliche Erfahrungen in Polen vielfach mit realen Begebenheiten aus seiner Schweizer Kindheit korrespondierten. Der Autor hatte offensichtlich eigene konkrete Erfahrungen in einem komplexen Prozeß der Verschiebung u. Umarbeitung in eine Shoah-Kinderbiographie verwandelt – wie bewußt u. geplant er dabei vorging, bleibt dahingestellt. Mächler zeigte sich skeptisch gegenüber Ganzfrieds Behauptung, daß Wilkomirski bzw. Grosjean ein „kalt planender, systematisch vorgehender Fälscher“ sei; er neigte zu der Ansicht, daß dieser auch selbst an seine fiktive Geschichte glaubte, also einer Erinnerungsfälschung aufgesessen sei.

2002 schob Ganzfried unter dem Titel „Die Holocaust-Travestie“ eine „dokumentarische Erzählung“ seiner Rechercheerfahrungen nach. Dabei polemisierte er heftig gegen den seiner Ansicht nach konvulsivisch „in Häufchen holocaustiges absondernden“ Kulturbetrieb (S. 22). Nur Wochen später legte auch Mächler weitere Resultate aus seinen Recherchen sowie Reflexionen zur Bedeutung des Falles vor. Diese Publikationen wurden ergänzt durch Untersuchungsergebnisse der Bezirksanwaltschaft des Kantons Zürich, die indirekt bestätigten, daß „Bruchstücke“ erfunden war. Die Behörden hatten einen DNS-Test bei Wilkomirski u. dem noch lebenden biologischen Vater Bruno Grosjeans veranlaßt, der positiv ausfiel. Anlaß für diese Abklärung war eine private Strafanzeige gegen Dössekker u. Konsorten wegen Betrugs u. unlauteren Wettbewerbs gewesen, die die Behörden 2002 mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände einstellten.

Reaktionen Die Entlarvung Wilkomirskis löste 1998-2000 in den Medien große u. emotionale Debatten aus. Besonders heftig fielen die Reaktionen in der BRD aus, wo der Fall von allen Seiten dafür gebraucht wurde, um den Umgang mit der belastenden NS-Vergangenheit zu thematisieren oder zu kritisieren. Sehr erregt debattierte man auch in der Schweiz, deren Banken u. Behörden damals gerade in massive internat. Auseinandersetzungen über ihre frühere Haltung gegenüber dem Dritten Reich verwickelt waren. Die seither stattfindenden Fachdiskussionen machen deutlich, daß der Fall in vielen Wissensgebieten einen exemplarischen Stoff zur Diskussion grundlegender Fragen abgibt, etwa zum literarischen Genre der Autobiographik, zur Historiographie der Shoah, zum vergangenheitspolitischen Status der Shoah als universale Opfererzählung, zur Oral History, zur Gedächtnistheorie, zur Traumatheorie, zum therapeutischen Umgang mit Erinnerungen usw.

Aus der Diskussion bei https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Binjamin_Wilkomirski
--- Es mag erstaunen, wie billig sich die Rezipienten u. Multiplikatoren in Film u. Literatur abspeisen lassen. Daß ihnen aber vor einem Konstrukt wie Wilkomirskis Lebens-
geschichte nicht nur die Freiheit zu fragen, sondern auch der Mut des eigenen Urteils abhanden kommt, muß erschrecken ---
Wieso dergleichen bloß von jedem „seriösen“ Feuilleton gefeiert worden sei, fragt Ganzfried. Die Antwort kennt er natürlich selbst: Weil jeder „seriöse“ Feuilletonist weiß, daß er dergleichen zu feiern hat, will er in dieser Gesellschaft Karriere machen - genau wie jeder „seriöse“ Journalist, der über Holocaust-Revisionismus schreibt, diesen im Interesse seiner Karriere beschimpfen muß, mag er auch nie eine einzige Zeile eines einzigen revisionistischen Autors gelesen haben ---
Wie ist es denn eigentlich um die Glaubwürdigkeit anderer, nicht minder bekannter „Erlebnisberichte“ über den „Holocaust“ bestellt? ---
Wo Winnetou heute auf einer Freilichtbühne in Bayern auftritt, weiß jedes Kind, wie der Schauspieler heißt. Bei Wilkomirski aber, der auf vielen Bühnen tanzt, verhält es sich anders. Er hält Vorträge, bietet seine Dienste als Experte für Rückgewinnung von Identität an, nimmt Gelder öffentlicher Institutionen entgegen - alles unter der Voraussetzung, daß er der ist, für den er sich ausgibt ---
Es bestehe daher eine zunehmende Verunsicherung darüber, wie viele Zeugnisse von „Überlebenden” noch gefälscht seien ---
Wir sollten lieber gar nix "hinterfragen" wollen --- die werden eingeknastet, wenn sie "Falsches" zu hinterfragen begönnen. Germar Rudolf sitzt derzeitig immer noch in Folge-Haft, Zündel hat auch zuviel hinterfragt u. Thoeben aus Australien nebst dem britischen Historiker Irving ebenfalls. Alle saßen dafür in der BRD ein ---

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen.html#Wiesel .. Viele fühlen jedoch sich und ihr Mitgefühl schmählich verraten ..
Die «Aktion Kinder des Holocaust», die massiv interveniert haben soll, um Ganzfrieds Artikel in der «Weltwoche» zu verhindern, brachte diese Woche den Brief einer geheim gehaltenen «Schicksalsgefährtin» in Umlauf, der Wilkomirskis These stützt, es habe ein Komplott von Beamten gegeben, um KZ-Kindern eine wasserdichte Papier-Identität zu verschaffen, die ihre Vergangenheit auslöschte. Ein Beweis dieser Verschweigung und Verschwörung steht bisher aus ..
«Ich bin entsetzt über den Artikel von Daniel Ganzfried», sagt Esther van Messel. Sie hat einen der Filme über Wilkomirski gedreht («Fremd geboren»), für den sie einen Förderbeitrag des jüd. Kulturvereins «Omanut» erhielt .. Sie erinnert daran, daß viele Schoa-Überlebende versch. widersprüchliche oder keine Geburtsurkunden besitzen. «Ganzfried weiss nicht, was er anstellt», fürchtet sie. «Jeder, der Erinnerungen veröffentlicht, wird künftig einen Beweis bringen müssen. Etwas vom Schlimmsten, das für die Sache der Juden .. geschehen konnte.» ..
.. Ganzfried: «Ich fand das Buch wahnsinnig schlecht geschrieben. Es hat mich sehr erstaunt, daß niemand die naheliegenden Fragen stellte. Das hat mich auch entrüstet.» ..
Er habe Wilkomirski mit seinen Zweifeln konfrontiert, noch bevor er die Recherchen beendet hatte, doch dieser habe nur die Schultern gezuckt. «Er sprach von einem Komplott seiner Ex-Frau u. seiner Eltern, das machte mich misstrauisch.» Ganzfried sieht seinen Artikel nicht als Hilfestellung für Auschwitz-Leugner: «Ursächlich sind genau solche Machwerke im Literaturbetrieb, man macht Auschwitz zur Glaubensfrage, u. dagegen wehre ich mich.»
Für ihn scheint der Fall abgeschlossen. «Jetzt muss es weiter gehen», sagt er, «indem jemand wie Sie zu recherchieren beginnt u. verlangt, daß die Archive aufgehen. Und indem Suhrkamp u. 3-Sat sich dafür entschuldigen, daß sie einem solchen ‹Schlufi› auf den Leim gekrochen sind u. sich so billig täuschen liessen.» ...
- - -
Die "Wissenschaft" erfindet das Wilkomirski-Syndrom .. Kommentar: Kein Syndrom, sondern Kalkül - Das ist kein Syndrom u. auch keine Einbildung. Die Erfindung von tragischen Vergangenheiten als Buchpublikation ist ein klarer, weltweiter Betrug mit Kalkül, im Schutze der jüdischen Verlage. Auch das Buch "Das Wilkomirski-Syndrom" ist somit ein Betrug, weil es ein solches Syndrom nicht gibt. Man hat eine neue Krankheit "Wilkomirski-Syndrom" erfunden, u. macht Profit damit ..


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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Di Sep 06, 2016 4:40 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Defonseca,_Misha  Misha Defonseca, eigentlich Monique De Wael (geb. 1937) ist eine Belgierin, die sich als Jüdin ausgab u. behauptete, den „Holocaust“ nur dadurch überlebt zu haben, daß sie sich einem Wolfrudel angeschlossen habe u. von diesem beschützt worden sei. Auf der Suche nach ihren Eltern habe sie zu Fuß Belgien durchquert u. sei bis nach Polen gekommen. Ihre Autobiographie war in Belgien u. Frankreich sehr erfolgreich u. wurde auch verfilmt. Später gab sie zu, daß die von ihr dargestellte Lebensgeschichte nicht der Wahrheit entspricht.

In ihrem erfolgreichen Buch „Survivre avec les Loups“ (dt. „Überleben unter Wölfen“) hatte Defonseca behauptet, sie sei als 8-jährige mit einem Wolfsrudel quer durch Europa gezogen. So sei sie der Gestapo entkommen u. habe den vermeintlichen Mord an den europ. Juden überlebt. Entlarvt wurde die Schilderung durch die belg. Zeitung „Le Soir“, die in Brüssel eine Cousine der Autorin ausfindig gemacht hatte, die die geschilderte Geschichte in Frage stellte. In ihrer Stellungnahme in der besagten Zeitung räumte Defonseca daraufhin ein, sie heiße in Wahrheit Monique De Wael. Ihre Eltern seien zwar tatsächlich von der Gestapo verhaftet worden, allerdings nicht, weil sie Juden gewesen seien, sondern als Mitglieder des illegalen belgischen Widerstandes. Sie selbst sei dann als 4-jährige zu Verwandten gebracht worden.

Über ihre Beweggründe äußerte Defonseca:   „Ich fühlte mich anders. Seither fühlte ich mich als Jüdin, u. später bin ich mit mir selber ins Reine gekommen, weil mich die jüdische Gemeinschaft akzeptierte.“  Als verwaistes Kind habe sie sich ein Leben fern von den Menschen gewünscht, erklärte die Schriftstellerin weiter.
   „Deshalb habe ich mich für Wölfe begeistert. [...] u. ich habe alles miteinander vermischt. Es gibt Augenblicke, in denen es mir schwerfällt zu unterscheiden, was tatsächlich geschehen ist u. was sich nur in meinem inneren Universum ereignet hat“ .. versuchte Defonseca ihre gefälschte Biographie zu erklären. Die Geschichte in ihrem Buch sei „nicht die wirkliche Realität, aber das war meine Realität, meine Methode zu überleben.“

Die in Frankreich, Belgien u. der Bundesrepublik Deutschland gedrehte Lebensverfilmung lief 2008 in den belgischen Kinos.

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen.html#Wiesel --- Geldgierige Verlage und dumme Journalisten
-- die Verlage u. die dummen Journalisten haben Macht, ohne von den tatsächlichen Vorgängen Kenntnis zu haben
-- die Verlage sind an Profiten interessiert u. nicht an der Wahrheit, und diese Profit-Taktik ist bis heute legal
-- die dummen Journalisten bewerten Verkaufszahlen u. meinen, ein Buch sei "anerkannt", wenn es sich verkauft, u. so wird der Verkauf von Lügenbüchern weiter gefördert

Kritische Stimmen und physische Tatsachen werden von den dummen Journalisten brutal abqualifiziert
-- kritische Stimmen u. Physiker, die ein Holocaust-Buch aufgrund von physischen Fakten kritisieren, werden von den dummen Journalisten u. den Verlegern nicht ernst genommen, weil dann der Profit in Frage stehen würde
-- ev. gehen die dummen Journalisten sogar so weit, kritische Stimmen u. Physiker mit Nazis zu vergleichen, weil sich die Fakten gegen ein Holocaust-Opfer richten

Die nicht ausgebildete Justiz schliesst sich den dummen Journalisten an
-- die Justiz ist absolut einseitig ausgebildet, bzw. die Justiz, Staatsanwälte u. die Richter sind historisch überhaupt nicht ausgebildet, urteilen aber über den Holocaust mit den Schlagworten "Volksverhetzung" oder "Antirassismusgesetz". Die Justiz schliesst sich der politischen Linie der dummen Journalisten u. den betrügerischen Verlagen an, .. Neutrale Untersuchungen werden von der Justiz verweigert
-- Staatsanwälte u. Richter, welche Kritiker u. die physischen Gegebenheiten ernst nehmen würden, müssen bis heute ihre Stelle riskieren, weil dann die dummen Journalisten die Lügenbücher verteidigen würden u. die Staatsanwälte u. Richter an den Pranger stellen würden

Seilschaften und Gruppenzwang in den tragenden Institutionen ..
-- in den Journalistenkreisen u. Justizkreisen existieren im Übrigen nachweislich gewisse Seilschaften u. Hierarchien, die einer neutralen Berichterstattung entgegenwirken, unter dem Motto: Wer nicht der Meinung vom Chef entspricht, wird gekündigt
-- in den Journalistenkreisen u. Justizkreisen herrscht auch ein Gruppenzwang, der bis heute nicht zugegeben wird, wenn wieder eine Fälschung zum Vorschein kommt, denn die Ursachen, wie sich Lügenbücher so lange halten können, soll ja tabu bleiben u. nicht auch noch Thema werden
-- wenn Journalisten oder Staatsanwälte oder Richter gegen die Regeln der Neutralität verstossen u. einseitig bestimmte Ansichten privilegieren, so ist dies bis heute nicht strafbar, auch wenn damit unmögliche Sachverhalten für gültig erklärt werden

Dieses Zusammenwirkung der Faktoren macht die Publikation von Holocaust-Lügenbüchern möglich
Die Produktion von Holocaust-Lügenbüchern ist Kalkül, erstens vom Autor oder der Autorin, die weiterhin "Jagd auf Deutsche" macht, oder weil er/sie die Umstände zum Abenteuerroman nutzt u. diesen unter dem Etikett "Holocaust" verkauft. Zweitens wollen die Verlage Profite. Der Chef oder eine rezensierende Person liest das Buch, bewilligt es, u. wenn ein Verlag das Buch "gut" findet, dann "machen alle anderen mit", um Anteil am Profit zu haben. So funktioniert die Holocaust-Industrie.
Kritiker haben gegen die Mafia der Verlage keine Chance, sondern werden - wenn es um den Holocaust geht - blossgestellt u. unter Umständen noch kriminalisiert .. So verteidigt sich die Holocaust-Industrie der Verlage gegen jegliche Kritik. So werden gleichzeitig Psychosen u. Unmöglichkeiten juristisch abgedeckt u. die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt.
Unter diesen eindeutig tendenziösen u. durch Profite u. Propaganda gezeichneten Umständen gegenüber physischen Fakten können sich solche Lügenbücher über Jahrzehnte hinweg gut verkaufen. Die Verantwortungslosigkeit kennt dabei keine Grenzen, u. die Lügenbücher verkaufen sich weltweit. Die Journalisten wollen keine Verantwortung für die Wahrheit übernehmen, die Verlage sowieso nicht, u. die Justiz auch nicht, weil die Journalisten die Meinung beherrschen. Das nennt sich dann "Demokratie" nach römischem Recht. Somit ergibt sich klar, daß die Demokratie unter dem Wirbel von dummen Journalisten, unter dem Kalkül der mächtigen Verlage u. unter der Trägheit einer schlafenden Justiz steht. Und so können Lügenautoren diese Umstände ausnutzen, bis heute straffrei. ...
Und so lange Staatsanwälte für falsche Verdächtigungen - und so lange Richter für falsche Entscheidungen - keine Lohnkürzungen in Kauf nehmen müssen, so lange werden die Lügen in der Gesellschaft weitergehen u. nichts wird neutral gemäss Datenlage überprüft...
Michael Palomino, März 2008

Die geistig impotente deutsche Regierung - die Lügner sollten bestraft werden
Ein weiterer Faktor, wieso solch grausame Verleumdungen der deutschen Bevölkerung mit erfundener KZ-Literatur möglich sind, ist die Tatsache, daß die deutsche Regierung seit 1946 eine geistige Impotenz aufweist, die dazu führt, daß keine Prüfung solcher Literatur u. auch keine Gegenwehr zur Verteidigung des Rufes Deutschlands stattfindet. Der 2. Weltkrieg war grausam, und Krieg ist immer grausam, aber die KZ-Gräuel sind scheinbar weitgehendst von (manchen) "Schriftstellern" erfunden, um mit Fiktionen Kasse zu machen. Es handelt sich hierbei
-- um systematischen Betrug
-- und um eine der schlimmsten Rufschändungen der Weltgeschichte an einer Bevölkerung eines Staates.
Die deutsche Bevölkerung hat alle Mühe, sich von dieser Rufschändung zu befreien, u. dabei wirken die traditionellen Journalisten auch noch hinderlich, die zwar akzeptieren, daß (manche) KZ-Literatur gefälscht ist, die aber mental keine Konsequenzen ziehen können, weil sie selbst über Jahrzehnte hinweg mittels dieser gefälschten Literatur ihre Artikel gegen das Nazi-Regime geschrieben haben u. die Inhalte verinnerlicht haben. Das heisst: Bei den traditionellen Journalisten bleiben die Schreckensbilder (selbst) über erfundene KZ-Gräuel im Bewusstsein erhalten, u. dies blockiert die Aufarbeitung, blockiert die Erkennung der systematischen Kriminalität der Lügner u. Betrüger, und so ist die Regierung auch nicht fähig, gegen den massenweisen Betrug durch erfundene Holocaust-Literatur vorzugehen.

In diesem Sinn muss nun jemand von der Regierung in Deutschland den Anfang machen u. zumindest den Profit zurückverlangen, der durch solche Lügenbücher über erfundene KZ.stories gemacht wurde, u. Gefängnisstrafen für die Verleumder wegen jahrzehntelanger, systematischer Rufschändung wären ebenso angebracht .. Die systematischen Lügner sollten ihre gerechte Strafe erhalten, so wie jeder Verleumder u. Rufschänder seine Strafe erhält. Juden sollten hier keine Ausnahme bilden, denn nur so wird das Geschichtsbild auch bei den Journalisten zurechtgerückt.

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen002.html .. Vor einem US-Gericht in Massachusetts wurde die mittlerweile 76-Jährige zur Rechenschaft gezogen. Wegen Betruges muss die Belgierin nun 17 Jahre nach Erscheinen des Buches 22,5 Mio. Dollar an ihren Verlag zahlen. 1998 hatte die Urheberin noch wegen Rückhaltung offenstehender Zahlungen gegen ihren Verleger geklagt u. damals 32,4 Mio. US-Dollar des Gesamtgewinns aus den Buchverkäufen zugesprochen bekommen. Nun geht über die Hälfte des Geldes wieder zurück in die Hände des Unternehmens ..


Zuletzt von Dissident am Mi Sep 13, 2017 10:32 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Di Sep 06, 2016 4:50 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Marc%C3%B3,_Enric  Enric Marco (*1921) war seit 2001 Präsident der spanischen KL-Überlebendenorganisation Amical de Mauthausen y otros campos de concentración, mußte jedoch im Mai 2005 zurücktreten, als durch einen Forschungsbericht des spanischen Historikers Benito Bermejo bekannt wurde, daß wesentliche Daten seiner Biographie, die seine behauptete Inhaftierung in den KL Mauthausen u. Flossenbürg betrafen, gefälscht waren.

Marco avancierte über die Jahre mehr u. mehr zum Holocaust-Ausstellungs-Stück sowie zur „Symbolfigur der spanischen Deportierten“. Marco hielt in seiner Funktion als Verbandspräsident Hunderte Vorträge über Holocaust. 1978 veröffentlichte er seine Biographie "Erinnerungen an die Hölle“, in der er seine angeblichen Erlebnisse schilderte

Noch am 28.1.2005 rührte der Möchtegern-KZ-Häftling die Abgeordneten im spanischen Kongreß zu Tränen, als er, Ehrengast des Tages, ein bitteres Zeugnis ablegte:
   "Als wir ankamen, mußten wir uns ausziehen, die Hunde bissen uns, ihre Lampen blendeten uns. Wir waren normale Leute, so wie Sie es auch sind. Sie brüllten uns auf deutsch ihre Befehle zu: links, rechts! Verstanden haben wir gar nichts, aber einen Befehl nicht zu verstehen, konnte dich das Leben kosten.
- - - 2001 wurde der spanische „KL-Häftling“ in Barcelona mit dem St.-Jordi-Kreuz ausgezeichnet.

Die Wahrheit 2005 wurde bekannt, daß der Vorsitzende der spanischen KL-Überlebenden „Agrupación Amical Mauthausen“ Enric Marcó niemals Häftling in einem KL gewesen war. Fast 30 Jahren lang reiste der inzwischen 84-Jährige durch die Lande u. erzählte Lügen u. Geschichten von den Greueltaten, denen er im deutschen KL Flossenbürg als KL-Häftling No. 6.448 ausgesetzt war ---
In Spanien trat er zum letzten Mal bei der Gedenkfeier anläßlich des 60. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz im span. Parlament auf. Am 3.5.2005 war Marco in Linz (bei Mauthausen) um España zu repräsentieren während der Zeremonien der Befreiung von Mauthausen. Der spanische Staatschef Zapatero war ebenfalls anwesend. Umarmungen waren auf der Tribüne vorgesehen. Tränen in den Augen auch. Im letzten Moment bat die Vereinigung Mauthausen Marco daß er sich zurückziehe u. nach Barcelona zurückkehre. Die Amical verschwieg den Skandal, um die Ehrungen nicht zu unterbrechen u. gab öffentlich bekannt, daß Marco sich nach Barcelona zurückbegeben habe, weil er sich krank fühle.

Marcó war nicht, wie er behauptet hatte, 1943 in Frankreich von der Gestapo als Mitglied der franz. Résistance verhaftet u. in einem KL interniert worden, sondern hatte sich 1941 als Freiwilliger nach Deutschland gemeldet, als Franco auf Hitlers Wunsch hin Facharbeiter in die deutsche Kriegsindustrie entsandte. Marcó arbeitete bis 1943 in einer Kieler Werft u. kehrte dann nach Spanien zurück - - -

- - - mit seinen Holocaust-Lügen baute er seine profitable Karriere auf, die letztendlich sogar in einem Kino-Film, „Ich bin Enric Marco“ gezeigt wurde.


Zuletzt von Dissident am Di Nov 08, 2016 12:36 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Di Sep 06, 2016 5:03 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Rosenblat,_Herman   Herman A. Rosenblat (geb. 1929) ist ein jüdischer Holocaust-Überlebender u. Lügner. Er war im KL Buchenwald interniert. Seine publizierten Erinnerungen wurden als Fälschung entlarvt.

Holocaust-Romanze erfunden
In den USA hat sich eine anrührende Liebesromanze aus einem deutschen KZ als frei erfunden entpuppt. Der Hauptakteur, Herman Rosenblat, räumte lt. New York Times ein, sich die Geschichte für seine Autobiographie ausgedacht zu haben. Der Verlag Berkley Books stoppte daraufhin die 2009 geplante Veröffentlichung der „Memoiren“ ..
Rosenblat hatte behauptet, während seiner Haft in einem Außenlager des KL Buchenwald habe ihm ein 9-jähriges Bauernmädchen Äpfel über den Zaun geworfen. 12 Jahre später habe er die Polin bei einem „Blind Date“ in den USA wiedererkannt u. kurz darauf geheiratet. Korrekt ist: Dieses Jahr feierte das Paar Goldene Hochzeit.

Oprah Winfrey, die Rosenblat 2x in ihre Sendung einlud, nannte die Geschichte die „größte Love- Story, die wir jemals im Fernsehen erzählt haben“. Erst als Zeitzeugen u. Familienmitglieder Zweifel an der Romanze anmeldeten, räumte Rosenblat seine Erfindung ein. „Ich wollte Menschen glücklich machen“, sagte der 79jährige.

Der Berkley-Verlag, der zur Penguin-Gruppe gehört, kündigte an, er werde wegen „neuer Informationen“ auf die geplante Veröffentlichung des Buches „Engel am Zaun“ verzichten. Der Filmproduzent Harris Salomon, der eine Kinoversion der Schnulze plant, will an seinem Projekt festhalten, aber die Geschichte als erfunden ausweisen. Rosenblat habe zugesagt, seinen Verdienst für (angebliche) Holocaust-Überlebende zu spenden, hieß es --- Rosenblat offenbarte in seinen Erzählungen, wie die deutschen „Vergaser“ mit ihm einen Gaskammer-Termin vereinbarten. Offenbar wurde mit Bedacht ein Zeitpunkt nach dem Krieg gewählt, und zwar um Punkt 10.00 Uhr morgens. Rosenblat wollte natürlich pünktlich sein.   „Am 10. Mai 1945 hatte ich meinen Vergasungstermin um 10.00 Uhr morgens. In der Stille des heraufziehenden Tages versuchte ich mich vorzubereiten. So oft schon schien mich der Tod gepackt zu haben, aber immer wieder überlebte ich.“

Selbst Deborah Lipstadt nannte die Holo-Erzählung Rosenblats Unsinn:   „Ich möchte mich nur auf die wichtigsten Lügen konzentrieren. Buchenwald hatte keine Gaskammern. Im Mai 1945 wurde niemand mehr vergast. Mehr noch, Juden bekamen keinen Termin für ihre Vergasung. Auch in Theresienstadt gab es keine Gaskammern.“ (Quelle: Lipstadt.blogspot.com, 2.12.2007)

In einem Fernsehgespräch mit dem Lügner äußerte dieser:
   „Es war keine Lüge [...] Es war meine Einbildung. Und in meiner Einbildung, meiner Vorstellung habe ich es geglaubt. Selbst jetzt noch glaube ich daran...“


Zuletzt von Dissident am Di Sep 12, 2017 4:45 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Di Sep 06, 2016 5:05 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Paul_Parks Paul Parks (geb. 1923) aus Boston ist ein sogenannter „schwarzer Bürgerrechtler“ und Imago-Zeuge, der im Jahre 2000 den „Raoul-Wallenberg-Preis“ der jüdischen B’nai B’rith-Loge in Berlin für „besonderes humanitäres Engagement“ erhielt.

Er und andere Veteranen der alliierten Invasionsstreitkräfte erhielten diese Auszeichnung, weil sie am Ende des 2. Weltkrieges an der Besetzung der KL beteiligt waren. Parks soll dabei auf dem ersten Panzer gesessen sein, der in das KL Dachau bei München fuhr. In dem mit einem Oskar ausgezeichneten Film „The Last Days“ von Steven Spielberg erzählt Paul Parks seine Lügengeschichte.

Dies aber stieß auf Zweifel bei anderen US-amerikanischen Veteranen. Es stellt sich heraus, daß Parks während der „Befreiung“ von Dachau gar nicht in Deutschland gewesen war, sondern auf einer amerikanischen Militärbasis in Großbritannien. Parks erzählte seine Lügengeschichte seit 1978, er trat seit 1987 als begehrter Redner bei jüdischen Gruppen und „Holocaust-Überlebenden“ auf und wurde zu einem der Schirmherren des „New England Holocaust Memorial“ in Boston.
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mi Sep 07, 2016 6:04 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Filip_M%C3%BCller Filip Müller (1922-2013) war ein slowakischer Überlebender des Sonderkommandos im KZ Auschwitz-Birkenau, der die Massenvernichtung in den Krematorien und Gaskammern des Lagers ... später in seinem Buch „Sonderbehandlung“ veröffentlicht hat.

Müller wurde Mitte April 1942 mit dem 1. Transport mit jüdischen Männern aus der Slowakei in das KZ Auschwitz deportiert, wo er die „Häftlingsnummer 29.236“ erhielt.

Als Teil des jüdischen Sonderkommandos wurde er bei seiner Arbeit, die hauptsächlich in der Beseitigung der Leichen und dem Instandhalten der Vernichtungsanlagen bestand, Zeuge vom Tod hunderttausender Juden und auch anderer Insassen. Nach einem Monat konnte er im Stammlager zunächst der Krematoriumsarbeit entkommen, wurde jedoch in Auschwitz-Birkenau wiedererkannt und erneut dem Sonderkommando für insgesamt etwa 20 Monate zugeteilt.

Während seiner Inhaftierung plante er, nachdem er realisierte, was er eigentlich tat, seinen Selbstmord, der darin bestehen sollte, dass er einer Gruppe seiner Landsmänner in die Gaskammer folgen wollte. Er wurde dann allerdings von einer Frau aus dieser Gruppe davon abgehalten, die der Meinung war, dass sein Tod niemanden retten würde. Seine Aufgabe bestehe allerdings darin, der Nachwelt von den Vorkommnissen des Lagers zu berichten.

Bis zum Januar 1945 arbeitete er in dem Sonderkommando. Nach der „Evakuierung“ des KZ Auschwitz wurde er in das KZ Mauthausen verbracht und im Mai 1945 im Außenlager Gunskirchen befreit.

Nach Kriegsende
Bis 1953 war er arbeitsunfähig und hielt sich überwiegend in Sanatorien auf, bis 1969 lebte er in der Slowakei und emigrierte dann nach Deutschland.

1964 sagte er in Frankfurt am Main im Verlauf des 1. Frankfurter Auschwitzprozesses als Augenzeuge aus; seinem Bericht wurde ein hohes Gewicht beigemessen, was auch ein Grund für ihn war, seine Geschichte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Müllers Überlebendenmemoiren „Sonderbehandlung. Drei Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz“ wurden Anfang Juli 1979, nachdem er 15 Jahre an seinem Werk und weitere 7 Jahre intensiv an der deutschen Fassung gearbeitet hatte, 34 Jahre nach seiner Befreiung, im Münchner Verlag Steinhausen veröffentlicht. Im April 1980 wurde es schließlich vom Bertelsmann-Verlag mit einer Gesamtauflage von etwa 100.000 Exemplaren herausgegeben und als „einzigartiges Dokument“ und als „Zeugnis des einzigen Mannes, der das jüdische Volk sterben sah und überlebte, um zu berichten, was er gesehen hat“ vermarktet. 1979 erschienen eine britische und eine amerikanische Ausgabe. Einer amerikanischen Neuauflage 1999 unter dem Titel "Eyewitness Auschwitz" stimmte der Autor nicht zu. Auch eine deutsche Neuauflage wurde von Filip Müller nicht gewünscht.

Er selbst sagte über seine Motivation, ein solches Werk zu verfassen: Nach dem 2. Weltkrieg wollte jeder von den Überlebenden ein Alleswisser sein und das geheimnisvolle Sonderkommando hat sie so gereizt, dass sie vielmals fantasiert haben. (...) Meine Aufgabe war es, zu zeigen, was sich zwischen den Wänden abgespielt hat und wie es möglich war, innerhalb von 24 Stunden fast 30.000 Menschen zu erledigen. Dieses Geheimnis zu zeigen, das war meine Aufgabe.

In Claude Lanzmanns viel beachtetem Dokumentarfilm Shoah berichtet Müller ausführlich und eindrücklich über seine Erlebnisse in Auschwitz. Das machte ihn aufgrund der Berühmtheit des Filmes weiter bekannt.

Aus der Wiki-Diskussion: https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Filip_M%C3%BCller
Rettung vor Selbstmord
nachdem ich heute sein Buch fertig gelesen habe, fällt mir auf, daß er ja nicht von einer Frau sondern eher von einer Gruppe junger, attraktiver Damen aus der Gaskammer geworfen vor den Beinen der SS-Männer landete.
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Do Sep 08, 2016 3:14 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Blaha,_Frantisek  Frantisek (Franz) Blaha war ein ein tschech. Kommunist u. Berufszeuge. Er war 1961 Vorsitzender des Internat. Dachauverbandes --- Zeuge Blaha, KL Dachau: „Die Gaskammer wurde 1944 vollendet; ich wurde zu Dr. Rascher gerufen, um die ersten Opfer zu untersuchen. Von den 8-9 Personen, die in der Kammer waren, waren 3 noch am Leben u. die anderen schienen tot zu sein.” Allerdings machte Blaha zu anderem Zeitpunkt Angaben, die dieser Aussage widersprechen. Zumindest auf Nachfrage konzidieren heute auch offizielle Stellen der BRD, daß in Dachau sowie im gesamten Altreich keine Vergasungen stattgefunden haben, was auf einen publizierten Zeitungs-Leserbrief Martin Broszats, einst Leiter des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ), in den frühen 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts zurückgeht. Bereits 1960 revidierte der langjährige Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) Martin Broszat die bis dahin „offenkundige” Version der Geschichte. In einem Leserbrief an „Die Zeit” stellte er lapidar fest:   "Weder in Dachau noch in Bergen-Belsen noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden. Die Gaskammer in Dachau wurde nie ganz fertiggestellt u. „in Betrieb“ genommen. Hunderttausende von Häftlingen, die in Dachau oder anderen KZ im Altreich umkamen, waren Opfer vor allem der katastrophalen hygienischen u. Versorgungszustände."

Damit räumte Broszat ein, daß Historiker, Journalisten u. ehem. KZ-Insassen 15 Jahre lang nichts anderes taten, als kritiklos die Greuelmärchen der Siegermächte nachzuplappern. Beim Nürnberger Prozeß gegen die deutschen „Hauptkriegsverbrecher” ist jedoch in Dokument 3249-PS eine eidesstattliche Versicherung des „Augenzeugen” Franz Blaha niedergeschrieben, dieser schwor vor dem IMT, er habe im KZ Dachau „Massenvergasungen” selbst „miterlebt”. Später gilt die eidesstattliche Aussage Blahas nicht mehr, denn: „In Dachau wurde niemand vergast”, verkündet die Dachauer Museumsdirektion u. eine entsprechende Tafel verkündet in mehreren Sprachen: „Gaskammer, war nie in Betrieb”.

Wilhelm Frick wurde von Dr. Franz Blaha, der das Gutachten „Massenvergasungen in Dachau“ unterschrieben hatte (Dokument 3249-PS, geschrieben von Lt. Daniel L. Margolies, der auch an der Fälschung von 3 Hitlerreden beteiligt war, XIV 65) angeklagt, Dachau besucht zu haben. Frick bestritt dies u. bat, als Zeugen vernommen zu werden, um zu seiner Verteidigung aussagen zu können u. mit Blaha konfrontiert zu werden. Dies wurde ihm verweigert. Anscheinend gab Frick auf. Er sagte nie aus. Die Schlußrede seines Verteidigers ist in Band XVIII, Seite 164-189 abgedruckt.

Der etablierte Historiker Jacques Baynac gab 1996 in einem Zeitungsartikel freimütig zu, daß sich die gesamte Darstellung des Holocaustes auf die Aussagen einiger weniger Zeugen stützt. Diese Zeugen waren aber keine unbeteiligten, neutralen Zeugen, sondern fast ausschließ­lich ehem. KZ-Häftlinge, von denen Objektivität gegenüber den Deutschen kaum zu erwarten war. Diese Art von Zeugen­aussage (Parteienaussage) wird von Juristen aus gutem Grund als das am wenigsten glaub­würdige Beweis­mittel eingestuft. Die Schilderungen der häufig zitierten Zeugen, wie Rudolf Vrba, Franz Blaha, Elie Wiesel, Binjamin Wilkomirski u. Miklós Nyiszli sind keineswegs geeignet, den Massenmord an Juden in Gaskammern zu beweisen.

http://de.metapedia.org/wiki/Konzentrationslager_Dachau .. Der SS-Richter Konrad Morgen sagte vor dem Nürnberger Tribunal dazu:
RA. PELCKMANN: „Das Lager Dachau ist hier als reines Vernichtungslager geschildert worden von seiten der Anklage, teilweise auch von Zeugen. Stimmt das?“
MORGEN: „Ich glaube, das KZ-Lager Dachau aus meinen Ermittlungen von Mai bis Juli 1944 näher zu kennen. Ich muß sagen, daß ich den gegenteiligen Eindruck hatte. Das KZ-Lager Dachau galt von jeher als ausgesprochen gutes Lager, als Erholungslager bei den Häftlingen, u. diesen Eindruck habe ich tatsächlich gewonnen.“
RA. PELCKMANN: „Haben Sie die Inneneinrichtung gesehen, den Krankenbau und so weiter?“
MORGEN: „Ich habe alle diese Einrichtungen genauestens besichtigt u. muß sagen, der Krankenbau war tadellos in Ordnung. Ich bin durch sämtliche Säle gegangen, es war nichts von einer Überbelegung zu merken u. erstaunlich war die Fülle der medizinischen Instrumente auch größerer Art, die hier den Häftlingen dienten. Es gab besondere Fachkapazitäten aus den Häftlingen selbst.“
RA. PELCKMANN: „Gut, gut, Sie wollen also schildern, es war gut. Aber damit befinden Sie sich zum Beispiel im Widerspruch mit den Aussagen des Dr. Blaha, die hier zum Gegenstand der Verhandlung gemacht worden sind. Kennen Sie diese Aussagen?“
MORGEN: „Ich habe die Aussagen des Dr. Blaha in der Presse gelesen u. hier Gelegenheit gehabt, die Prozeßakten einzusehen. Ich muß sagen, diese Bekundungen haben mich maßlos erstaunt. Ich bin der Auffassung, daß Blaha aus eigener Wissenschaft derartige Behauptungen nicht aufstellen kann, denn es ist nicht so, daß ein Häftling in einem KL sich frei bewegen kann u. insbes. Zugang zu den versch. Einrichtungen hat.“

Siehe dazu auch: http://doedr.forumieren.net/t111-dachau-haftlinge#508


Zuletzt von Dissident am Di Okt 03, 2017 4:16 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Conny Hannes Meyer

Beitrag von Dissident am Di Nov 08, 2016 11:40 am

Erinnerungen an Mauthausen --- Der Regisseur Conny Hannes Meyer spricht über seine umstrittenen Memoiren --- Von Christine Dobretsberger --- http://www.wienerzeitung.at/Images/2006/4/29/948_008_158786_2904Emeyer.jpg

.. erschienen im Molden Verlag unter dem Titel "Ab heute singst du nicht mehr mit" autobiografische Kindheitsaufzeichnungen von Conny Hannes Meyer –--
Meyers in Buchform vorliegende Kindheitserinnerungen berichten u.a. von seiner Internierung (1942-1945) im KZ Mauthausen. Meyer (Jahrgang 1931) .. als "Mischling 1. Grades" in einem Heim für nicht-arische Kinder in der Rückertgasse. Auch dieser .. Lebensabschnitt wird in "Ab heute singst du nicht mehr mit" nachgezeichnet. Während Meyers Aufenthalt im Ottakringer Kinderheim amtlich bestätigt ist, existiert jedoch im Mauthausen-Archiv des Innenministeriums kein registrierter Akten-Beweis für Meyers KZ-Internierung.
Dieser Umstand provozierte die Frage, ob es sich bei Meyers KZ-Erinnerungen tatsächlich um Erlebtes oder bloß um Fiktion handle --- Zumindest bis 1940 sind Meyers Aufzeichnungen nachvollziehbar. Seine Erinnerungen ans KZ Mauthausen erzählt Conny Hannes Meyer der "Wiener Zeitung" im folgenden Interview. ---

Wiener Zeitung: Sie weisen im Vorwort Ihres Buches darauf hin, dass Ihre Aufzeichnungen, die nun im Molden Verlag erschienen sind, ursprünglich nicht für Publikations-Zwecke gedacht waren.

Conny Hannes Meyer: Das stimmt. Die Notizen waren ausschließlich für meine Söhne bestimmt. Die sprachen mich immer wieder auf meine Vergangenheit, bzw. auf meine Kindheit an, und ich wusste nicht so recht, wie ich ihnen das alles erzählen sollte. Also begann ich bereits vor vielen Jahren, Aufzeichnungen zu machen, um mir diesen Lebensabschnitt wieder akkurat ins Gedächtnis zu rufen.

Sie wollten also durch das Schreiben ein persönliches Erinnerungsgerüst für Ihre Söhne herstellen?

Genau. Deshalb nannte ich das Manuskript auch "Stationen". Eben, weil es um Abschnitte geht, die für mein weiteres Leben prägend waren.

Wie kam es aber dazu, dass Ihre privaten Notizen veröffentlicht wurden?

Das war reiner Zufall. Im Rahmen der Publikation seiner Werkausgabe bat mich der Autor Erwin Riess, Kommentare zu einigen seiner Stücke zu verfassen. In weiterer Folge wurde die Frage aufgebracht, weshalb es von meinen Stücken noch keine Werkauswahl gäbe. Kurzum: Mir wurde eine Lektorin vermittelt, die im Zuge ihrer Recherche auf besagte "Stationen-Mappe" stieß. Die Dinge nahmen ihren Lauf und letztendlich landete das Manuskript beim Molden Verlag, wo man mich davon überzeugte, dass der Text auch in historisch-literarischer Hinsicht von Interesse sei.

Sind Sie selbst auch der Meinung, dass Ihr Buch Zeitzeugnis-Charakter besitzt?

Ja, das hat es. Aber eben aus der Perspektive meiner Erinnerungen.

Also kraft Ihres Erinnerungsvermögens.

Natürlich. Und da viele Geschehnisse bereits mehr als 60 Jahre zurück liegen, gibt es in meinem Erinnerungsvermögen sehr bildhafte Erinnerungen, aber selbstverständlich auch Leerläufe. Ich weise im Vorwort zu meinem Buch deutlich darauf hin, dass es trotz allen Bemühens um größtmögliche Authentizität gelegentlich Passagen gibt, wo Fakten mit fragwürdigem Ungefähr kollidieren.

Was verstehen Sie unter "fragwürdigem Ungefähr"? Gewisse Erinnerungslücken?

Ich meine Dinge, an die ich mich nicht mehr so genau erinnern konnte und die ich durch Nachrecherche oder Erzählungen erst rekonstruieren musste, damit sie wieder zu meinen Erinnerungen wurden. Manchmal musste ich aber auch notgedrungen gewisse Verbindungen schreiben, um wieder an einen Punkt zu gelangen, an den ich mich erinnerte. Das ließ sich leider nicht vermeiden. Aber noch einmal: Das Manuskript war für meine Söhne gedacht und nicht als Dokumentarwerk über Mauthausen.

Aber Tatsache ist, dass Sie von 1942 bis 1945 im KZ Mauthausen interniert waren?

Ja. Die Erinnerungen habe ich von dort.

Wie erklären Sie es sich dann, dass eben diese Tatsache in Frage gestellt wird? Als Argument wird von Ihren Kritikern u.a. angeführt, dass es nicht bekannt sei, dass vor 1944 jüdische Kinder in Mauthausen interniert waren.

Dazu kann ich nur sagen, dass generell betrachtet das Wissen rund um dieses Thema immer noch sehr spärlich ist. Man weiß beispielsweise bis heute nicht, wie viele Kinder am Spiegelgrund ermordet wurden.

Außerdem wird gesagt, es sei sehr unwahrscheinlich, dass es bei Ihnen trotz mehrjähriger Internierung nie zu einer Registrierung gekommen sei.

Wenn jemand behauptet, es habe in Mauthausen keine Nicht-Registrierten gegeben, dann irrt er sich. Ich hatte das Glück, erst in der Häftlingsküche und danach in der Effektenkammer zu sein. Dort gab es mehrere ohne Nummer.
- - -
Ihren Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass Sie im Grunde nie einen wirklichen Bezug zu einer Religion gefunden haben.

Das stimmt. Ich wurde nicht orthodox erzogen und bin bis heute kein gläubiger, praktizierender Jude. Ich bin auch nicht beschnitten. Nach meiner Geburt wurde ich erst evangelisch, dann später im Kinderheim in der Rückertgasse katholisch getauft.
- - -
Von Ihren Kritikern wird nun die Frage gestellt, ob sich aufgrund Ihrer traumatischen Kindheit womöglich Theater-Fiktion und Realität vermischen könnten.

Dass wohl jeder, der diesen Schrecken überlebt hat, in gewisser Weise geprägt wurde, ist klar. Deshalb bleibt man ja auch lebenslang bei ähnlichen Themen. Aber was man jetzt daraus macht, warum man mir vorwirft, ich hätte mich selbst, bzw. meine Kindheit in Mauthausen bloß erfunden, ist mir unerklärlich.

Die KZ-Schilderungen in Ihrem Buch beruhen somit auf Ihrer persönlich erlebten Vergangenheit?

So ist es.


- - - -

Wie wahr muss Erinnerung sein ? CLAUDIA ERDHEIM (Die Presse) 31.03.2006 --- Meyer hat seine Jugend in Mauthausen aufgezeichnet. Tatsache oder Fiktion?
--- Es ist bekannt, dass ehemalige KZ- Häftlinge sich immer wieder an Dinge erinnern, die unmöglich sind, sich niemals zugetragen haben. So könnte es sich bei Conny Hannes Meyers Autobiografie auch verhalten. Es gibt aber Indizien, dass es sich nicht bloß um eine Fehlerinnerung handelt, sondern dass Meyers Kindheit im KZ fiktiv ist u. kein Tatsachenbericht.
--- beginnt mit Meyers Geburt 1931 als uneheliches Kind. Er kommt zu Pflegeeltern nach Salzburg, 1938 in ein evangelisches, danach in ein katholisches Kinderheim der Vinzentinerinnen für Juden, Geltungsjuden u. Mischlinge 1. Grades. 1942 kommt er nach Mauthausen, wo er 1945 befreit wird, u. findet im September seinen Vater wieder.
In einer Vorbemerkung schreibt Meyer, dass seine beiden Eltern Juden waren, 2 Zeilen später, dass er "Mischling 1. Grades" ist u. unbeschnitten.
In einem Interview, das er 1988 dem DÖW gab, spricht er ausführlich darüber, dass er Jude ist u. beschnitten. Meyer schreibt, dass er im Heim der Vinzentinerinnen einen Judenstern tragen musste. Halbjuden mussten aber keinen Judenstern tragen. Weiters schreibt er, dass Ende 1942 ein Mann vom Judenrat mit einer Liste kam, auf der sein Name stand, u. aufgrund derer er zur Sammelstelle in die Taborstraße kam. Es gibt aber keine Liste, auf der Meyer steht.
Weiters behauptet er, dass er mit anderen Buben in Lastwagen gepfercht wurde. Nach langer Fahrt bleibt der Lastwagen stehen, Meyer kann die Plane ein wenig beiseite schieben u. sieht eine Holztafel, auf der "Terezin" steht. ("Terezin" ist sehr unwahrscheinlich, weil alles verdeutscht wurde. Es hieß auch Auschwitz u. nicht Oswiecim.) Nach einer Weile hört Meyer "Rücktransport", die Laster setzen sich wieder in Bewegung, die Insassen werden zu einem Bahnhof gebracht, in Viehwaggons gedrängt u. erreichen schließlich Mauthausen.
So ein Transport steht auf keiner der Listen, die dem DÖW vorliegen. Von Herbst 1940 bis März 1944 waren in Mauthausen nur jüdische Häftlinge, die wegen angeblicher politischer Betätigung von der Gestapo festgenommen wurden. Kinder gab es sehr wohl in Mauthausen. Es ist aber nicht bekannt, dass vor 1944 jüdische Kinder in Mauthausen waren. - - -
Meyer schreibt, dass er nicht registriert war. Zu dieser Zeit gab es keine nicht registrierten Häftlinge, erst ab 1944, als die jüdischen Häftlinge aus anderen Lagern evakuiert worden sind. In "Jüdische Schicksale. Berichte von Verfolgten", 1992, erzählt er: "Wir sollten später erst tätowiert werden, man wollte uns dort nur vorübergehend lassen u. weiter nach Auschwitz schicken. Aber es kam nicht dazu . . ." In Mauthausen wurde niemand tätowiert. Die Häftlings-Nummer musste auf der linken Brustseite und rechts am Hosenbein getragen werden. Außerdem gab es Blechmarken mit einer eingestanzten Nummer.

Wenn wir Meyer konzedieren, dass er die genauen Jahreszahlen nicht mehr in Erinnerung hat u. Erinnerung u. Gelesenes vermischt, so müsste er es doch wissen, wenn er aus einem anderen Lager nach Mauthausen transportiert worden wäre. Davon abgesehen, sollte ein Mann wissen, ob er beschnitten ist oder nicht, ob er ein Jude ist oder Halbjude ---
1960 erschien von Conny Hannes Meyer der Gedichtband "den mund von schlehen bitter", versehen mit einem Nachwort, in dem er zitiert wird: "Ich blieb von 1939 bis 1945 im ,Heim' interniert u. kam wunderbarerweise nicht auf die Transportlisten, die dort zusammengestellt wurden, für Auschwitz u. Theresienstadt . . ." Im Flugblatt zu einer Aufführung vom 10.1.1961 schreibt er: "Ich kam in ein Sammellager für nicht-arische Kinder u. blieb bis 1945 als Juden-Mischling interniert."
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Ernst Müller alias Marco von Lobkowicz alias Herbert von Gmachler alias Roberto Sbopgetoni

Beitrag von Dissident am Di Nov 08, 2016 12:37 pm

Der Tagesspiegel vom 7. od. 8.12.2000, Seite 19:Ernst Müller alias Marco von Lobkowicz alias Herbert von Gmachler alias Roberto Sbopgetoni Geb. 1918

Er wechselte die Namen wie seine Lebensgeschichten. Vergangene Woche erinnerten wir an dieser Stelle an Ernst Müller, den Auschwitz-Überlebenden. Doch wer er wirklich war, bleibt rätselhaft - erst recht nach seinem Tod. Ein Nachruf auf einen Nachruf.
Wie der Tagesspiegel am Freitag vergangener Woche auf dieser Seite berichtete, verstarb am 15.10. in Berlin der Auschwitz-Überlebende Ernst Müller. Am selben Tag starben unter anderem auch die Professoren der Medizin: Marco von Lobkowicz, Herbert von Gmachler u. Robert Sbogetoni. Über die anderen Kollegen ist mir persönlich nichts bekannt, - wohl aber hatte ich die Ehre, Professor von Lobkowicz kennen zu lernen, der, wie übrigens der verstorbene Ernst Müller auch ein Überlebender von Auschwitz. Mit derselben Häftlings-Nummer am Arm: 132.159.

Über Ernst Müller, Sohn jüdischer Eltern Sudetenland, wurde des Öfteren geschrieben. Die Nachruf-Seite dieser Zeitung titelte:
"Trauma von Auschwitz verfolgte den Überlebenden wie ein Schatten. Eine ziellose Flucht begann, doch überall blieb er ein Fremder. Erst als das Herz schwach wurde, bezwang er die Rastlosigkeiten seiner verwundeten Seele. In Berlin fand er zuletzt doch noch ein Zuhause!

Der Tagesspiegel berichtete über Ernst Müller bereits am 29.3.1997: "Ernst Müller erinnerte sich genau, es gibt kaum ein Detail, das er vergessen konnte. Er war Häftling von Auschwitz u. überlebte die von Menschen gemachte Hölle." Seine ins Gas gehen sehen. "Sei stark, Bub", hat sie da zu ihm gesagt, und die Leiche seines Vaters hat er auf einem Holzkarren weggebracht.
Ähnlich in der Berliner Zeitung vom 28.1.1999, wo die "Erinnerung immer wieder kommt", der Auschwitz-Überlebende will aufklären". Er war, wie die "Bild"-Zeitung schon am 11.12.1998 notierte, "ein Mann der Versöhnung", ehrenamtlicher Mitarbeiter der Wannsee-Gedenkstätte. Sein Anliegen war, "den jungen Menschen Auschwitz zu erklären."

Lore Kleiber, Dozentin am Haus der Wannsee-Konferenz, lernte ihn dort kennen u. sagte dem Tagesspiegel: "Ich habe mich immer gefragt, woher er die Kraft nahm, darüber zu sprechen und die Tränen zurückzuhalten".
Auch mit dem Archiv der Erinnerung am Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam u. der Shoah-Foundation von Steven Spielberg führte er Interviews.
Nicht alle SS-Leute im Lager waren schlecht, befand er, Ignatz Bubis u. andere prominente Juden hat er heftig attackiert u. auf einer Veranstaltung mit Martin Walser protestierte er gegen das geplante Holocaust-Denkmal.

Ein Mann mit vielen Geschichten
Ernst Müller, wie im Tagesspiegel berichtet, litt am Auschwitz-Syndrom, überlebte 2 Herzinfarkte u. wurde in den 80er Jahren von seinem "Trauma eingeholt". Beim Anblick zweier Polizisten in Bad Nauheim ergriff er 1982 die Flucht, auch vor seiner damaligen Frau, verschwand u. "driftete ab in illegale Geschäfte". Zu 2 Jahren wurde er verurteilt; in der Berufung, gewiss, angesichts seines schweren Schicksals, wurde daraus eine Bewährungsstrafe.

Auch Professor Marco von Lobkowicz, mit der Häftlingsnummer am Arm u. am Finger ein Ring, Erbstück der noblen Familie aus altem böhmischen Adel, kam nach Auschwitz zusammen mit seiner jüdischen Mutter, die dort, wie die Eltern von Ernst Müller, ermordet wurde. Professor von Lobkowicz, im Solde der World Health Organisation in Genf, nach Berlin geschickt, um dort eine Repräsentanz im deutschen Osten aufzubauen, erschien 1990 in einer jüdischen Vereinigung. Er sagte, seine Lebensumstände in Berlin seien unerträglich; als Neu-Berliner hätten ihn Antisemiten tätlich angegriffen, u. er suche eine neue Bleibe. Von Lobkowicz fand Aufnahme in versch. Wohnungen u. revanchierte sich damit, Autos der Marke Mercedes-Benz zum Sonder-Einkaufspreis über die WHO zu vermitteln. Als das Bargeld nach einigen Monaten eingegangen war, u. die Wagen aus der Lieferung kommen sollten, aber nie eintrafen, waren Professor von Lobkowicz u. das Bargeld spurlos verschwunden. In der von ihm angemieteten Wohnung hinterließ er unter anderem 2 halbvolle Senfgläser, 1 Gurkenglas, saftige Wiener im Glas, etwas Speck, Knäckebrot u. Hering-Filets in der Dose. Einige Anzüge kamen aus Spanien u. deuteten auf Marbella hin. Auf dem Fußboden lagen Ausgaben von Bild u. BZ. Ein Plastikfolien-Schweißgerät, etwa für Ausweiskarten, lag in einer Ecke. Etwa 2 Jahre später wurde von Lobkowicz/Professor von Gmachler/Professor Roberto Sbogetoni/Professor Marco Bebgers kurz vor der Einreise in die Schweiz bei einer Polizeikontrolle festgenommen u. stand später als der Auschwitz-Überlebende Ernst Müller vor Gericht.
Das von ihm erlittene "Auschwitz-Syndrom" half.- Zwar hatte er sich mittels verschiedener Identitäten hunderttausende von Mark erschwindelt, aber am Ende kam er eben mit einer Bewährungsstrafe davon.
Der Auschwitz- u. Theresienstadt-Überlebende ist in den Registern von Theresienstadt nicht aufgeführt, u. seine Auschwitz-Nummer ist die eines anderen registrierten Häftlings - diesen habe er gekannt, gab Müller zu, die hätten das bei der Ankunft des Transportes in Auschwitz verwechselt. Das Gericht hat diesen Widerspruch nicht verfolgt (ist ja auch heikel, die Geschichte eines Auschwitz-Häftlings in Frage zu stellen) u. zog es vor, ihm zu glauben, wie ihm auch andere die kühnsten Geschichten abgenommen haben.

Ein "Ernst Müller" ist auf keinem Transport von Theresienstadt nach Auschwitz aufgeführt -, laut Auskunft der Bibliothek im Haus der Wannsee--Konferenz sowie von Werner Renz, Archivar des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt, war ein "Ernst Müller" auch nicht Zeuge im Frankfurter Auschwitz-Prozess, u. tatsächlich wissen wir heute viele Dinge, die "Ernst Müller" nicht war, u. eigentlich wissen wir von ihm nur, dass er ein älterer Mann, Kettenraucher, BZ-Leser u. Herings-, Wiener-mit-Senf-und-saure-Gurken-Esser war oder, wie es der Philosoph Vincent von Wroblewski, der ihn auch als Professor von Lobkowicz kannte, formulierte: "ein Leben, an dem nichts eigentlich beweisbar ist."

Genie eines gelebten Mythos Mit etwas Abstand betrachtet müssen wir sagen, "Ernst Müller" war ein großer Lehrer, Vorträge hat er leidenschaftlich gern gehalten, nicht nur als Zeitzeuge im Haus der Wannsee-Konferenz u. als Medizin-Professor u. Trauma-Experte in psychiatrischen Kliniken; mehr noch, "Ernst Müller" war eines der ganz großen Genies unserer Zeit. Heute, in einer Daten-mäßig scheinbar restlos erfassten Gesellschaft, flanierte das Simulacrum "Ernst Müller" selbst in hohem Alter unbekümmert ohne Steuerkarte durch die Welt, u. wenn wirklich nötig, fabrizierte er diese selbst.

"Ernst Müller", wie alle großen Hochstapelei, verdiente seinen Lebensunterhalt durch die auratischen Mythen unserer Zeit, u. diese präzise zu identifizieren markieren ihn als wirklichen Könner: Professor der Medizin, böhmischer Uradel, Vertreter einer UNO-Organisation, Auschwitz-Überlebender, Jude in Deutschland.

"Ernst Müller" hat weiterhin bewiesen, dass die glatten, synthetischen Geschichten besser als die authentischen sind. Hier ist er dem erfundenen Überlebenden Benjamin Wilkomirski aus der Schweiz nicht unähnlich, der es schaffte, sein weit gelesenes Buch beim Suhrkamp Verlag zu veröffentlichen u. der auch immer noch gelesen wird. Obwohl offenbar kein schriftstellerisch begabter Mensch - "Ernst Müller" hat doch, als "Zeitzeuge" firmierend, mehr Interesse u. Anerkennung gefunden als so viele tatsächliche Überlebende mit ihren gebrochenen Erlebnissen u. den Ungereimtheiten ihrer tatsächlichen Erfahrung u. ihres Leidens. Was wäre aus "Ernst Müller" geworden, hätte er erst ein Buch geschrieben?

Zudem hat die Sakralisierung des allzu leichtfertig dahingemünzten "Ziviliations-Bruchs" von Auschwitz eine unantastbare Aura geschaffen, deren Martyriologie man nicht hinterfragen, kritisch beleuchten kann. Wer wollte es denn daher auch wagen, seine Geschichte, seine Medizin-Professur u. den böhmischen Adel anzuzweifeln?

So hat uns "Ernst Müller" alias Marco von Lobkowicz alle gelinkt: vom Auschwitz-Komitee über die jüdische Gruppe, über das Moses-Mendelssohn-Zentrum, Ärzte an psychiatrischen Kliniken u. das Haus der Wannsee-Konferenz bis hin zu den einschlägigen Tageszeitungen dieser Stadt u. den Gerichten.
Einer der ganz Großen aus seinem Fach ist von uns gegangen.


MICHAL BODEMANN --- Der Autor ist Professor für Soziologie, lebt in Berlin u. Toronto
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Dr. Hans Münch

Beitrag von Dissident am Fr Nov 18, 2016 5:59 pm

http://politikforen.net/showthread.php?162361-Proze%C3%9Fauftakt-gegen-93j%C3%A4hrigen-Waffen-SS-Mann-wegen-Beihilfe-zum-Mord-in-300-000-F%C3%A4llen/page41

Das SPIEGEL-Interview von 2005 mit Gröning verrät schon dessen antideutsche Antifa-Einstellung, indem er fast kein AgitProp-Klischee ausließ. Vermutlich haben ihn seine Söhne, ein Jurist und ein Dr. Phil., zu diesem .... gemacht. Aber auch einige haben schon im KL die anderen Seite tätig unterstützt. So hat der einzige im Krakauer Auschwitz-Prozeß von den Polen freigesprochene SS-Arzt Dr. Hans Münch, später, zusammen mit dem Leiter der internationalen Widerstandsverbände, Langbein, in Westdeutschland Antifa-Propaganda betrieben, bis er im hohen Alter den Rummel nicht mehr mitmachen wollte und überall erzählte, daß sein bester Gesprächspartner im KL der SS-Arzt Mengele gewesen sei. Darauf hat ihn seine peinlich berührte Tochter, eine Lehrerin, entmündigen lassen, ihn von der Außenwelt abgeschirmt und von allen Journalisten ferngehalten.
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mo Dez 05, 2016 2:05 pm

http://web.archive.org/web/20071212021620/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=297146 --- Der Münchener Weihbischof Dr. Johannes Neuhäusler gab 1948 ein Rundfunkinterview, das damals nicht gesendet werden durfte. Erst wenige Wochen vor seinem Tod (Ende 1973) wurde es zur Veröffentlichung freigegeben. Dieses Interview, aus dem die ganze Fragwürdigkeit der sogen. "Kriegsverbrecherprozesse" hervorgeht, brachte die "Münchener Kath. Kirchenzeitung" am 6.1.1974 unter dem Titel "Richter, sprecht ihr wirklich Recht?":
"Dass der kürzlich verstorbene Weihbischof Dr. Johannes Neuhäusler kein blinder Streiter für die Gerechtigkeit war, stellt das folgende Interview mit dem Münchener Rundfunk aus dem Jahre 1948 unter Beweis. Es durfte leider nicht gesendet werden. Obwohl selbst Opfer des Nazi-Terrors, scheute er sich nicht, gegen voreilige Verurteilungen und Hinrichtungen zu protestieren. Neuhäusler verkörperte bereits damals, als es noch keine 'Amnesty International' gab, eine Haltung, wie sie heute wiederum von der Kirche gefordert wird, unter Diktaturen und Militärregierungen linker und rechter Färbung.
Wenige Wochen vor seinem Tode stellte uns Weihbischof Dr. Joh. Neuhäusler dieses Interview zur Veröffentlichung zur Verfügung.

Sprecher: Die Aufhebung des Exekutions-Stops für die in d. Dachauer Kriegsverbrecherprozessen zum Tode Verurteilten durch den amerik. Militärgouverneur f. Deutschland, General Clay, hat in versch. Kreisen Beunruhigung hervorgerufen. Besonders die Kirchen haben in zahlreichen Telegrammen u. Schreiben an Präsident Truman, an den amerik. Kriegsminister Royall, an die Generäle Clay u. Hays versucht, eine Aufschiebung der Urteilsvollstreckung zu erwirken, bis jedes einzelne Urteil noch einmal genau überprüft worden ist. Wie kamen Sie mit dieser Angelegenheit in Berührung ?

Neuhäusler: Darauf zuerst eine prinzipielle Antwort. Ich bin Priester. Ich fühle mich darum mitverantwortlich für die Verkündigung u. Geltendmachung der Gebote Gottes,
auch des 5. Gebotes --- müssen auch die Priester der Neuzeit eingreifen, wenn Gefahr besteht, dass Menschen Unrecht tun oder Unrecht leiden.
Dazu kam ein persönlicher Grund: Ich war mehrere Monate lang unter dem Druck der Frage, ob ich nicht ein Todesurteil zu erwarten hätte, u. weiß darum, was es für die in Landsberg bedeuten kann, wenn der eine oder andere glaubt, zu Unrecht zum Tode verurteilt zu sein. Äußerer Anlass, dass ich mich mit diesen Dingen befasste, war folgender: Am 17. Sept. (1947) waren Mitglieder des amerikan. Kongresses da, luden auch mich zu einer Konferenz ein u. stellten mir dabei die Frage: 'Was denkt man über die Prozesse in Nürnberg u. Dachau ?' u. damals schon äußerte ich auf Grund von Berichten, die ich von Dachau bekommen hatte, große Befürchtungen über diese Art der Prozessführung u. besonders über die Aussagen sogenannter 'Berufszeugen'. Eine hohe kirchliche Stelle übergab mir viel Material über den Malmédy-Prozess.

Sie wusste nichts anzufangen damit und bat mich, es zu verwerten. Ich schickte es an die Kongressmitglieder, u. das hatte eine gute Wirkung. Zunächst wurde daraufhin die Vollstreckung von Todesurteilen auf 60 Tage u. später so lange verschoben, bis die Untersuchung fertig wäre. Dann bekam ich noch mehr Material von Rechtsanwälten u. Angeklagten, schickte wieder ein Rechtsgutachten an die versch. hohen Stellen u. im Aug. 1948 dann ein ausführliches Memorandum von 62 Seiten, immer mit der Bitte, eine sorgfältige Nachprüfung der Urteile vorzunehmen, u. zwar in einer förmlichen, neuen Gerichtsverhandlung, weil eine bloße Überprüfung durch eine Kommission nicht genüge.

Sprecher: Welche Bedenken haben Sie gegen diese Urteile ?

Neuhäusler: Zweierlei. Besonders im Malmédy-Prozess steht in Frage, ob nicht manche Geständnisse durch 'Methoden des dritten Grades', wie man es heißt, erpresst worden sind. Da sind so wunderliche Vernehmungsmethoden angewandt worden, dass der amerikan. Kongressmann Case an das Kriegsministerium schrieb: 'Ich muss gestehen, ich bin nicht wenig verblüfft über die Vernehmungsweisen u. über die Methoden, mit denen man hier die Wahrheit zu erkunden suchte.'
Andere, z.B. ein Journalist, den ich den Bericht lesen ließ, welchen der amerik. Verteidiger Everett ans höchste Bundesgericht in Amerika gesandt hat, sagten mir: 'Mir sind die Haare zu Berg gestanden, als ich diesen Bericht las.'
Davon müssen wir dann die Fälle unterscheiden, in denen zweifelhafte Zeugen aufgetreten sind in eigentlichen KZ-Prozessen. Ich habe heute gerade charakteristische Fälle auf den Schreibtisch bekommen. Da trat in einem Prozess, der mit Todesurteil endete, ein H.H. – der volle Name kann natürlich jederzeit genannt werden – auf, als Kronzeuge. Er hatte folgende falsche Angaben gemacht, die ich mir von der Polizei in München heute noch ausdrücklich bestätigen ließ:
Er heißt sich Rechtsanwalt, ist aber Kaufmann. Er heißt sich Doktor, ist es nie gewesen. Er gibt oder gab als Geburtsort Berlin an, ist aber in Hagen geboren. (Grund für diese falschen Angaben: Damit man eben seine Straf-Liste nicht hatte nachsehen können.) Das Strafregister sagt von ihm: Verbrecherisch veranlagt, 6x wegen Diebstahl, Unterschlagung u. Urkundenfälschung vorbestraft. Er behauptete, 7 Jahre im KZ gewesen zu sein, in Wirklichkeit bloß 1 1/2 Jahre.
Er gab wohl zu, in Dachau als Zeuge aufgetreten zu sein, sagte aber, er hätte niemals geschworen. Die Kriminalpolizei in München besitzt aber Fotos, wo er mit erhobenen Schwur-Fingern dasteht u. auf dem Zeugen-Stuhl sitzt. Von den Amerikanern selbst wegen Benzin-Unterschlagung angeklagt u. verhaftet, machte er dann mit eingeschmuggelten Tabletten einen Selbstmordversuch, kam in die psychiatrische Klinik, darauf in das Krankenrevier in Stadelheim, ist aber jetzt wegen 'Vernehmungsunfähigkeit' vorläufig in Freiheit. (Anm.: Heute erzählt er seine KL-Leidensgeschichte?!)

Ein anderer Fall ist mir heute auch noch auf den Schreibtisch gekommen: Ein A. gab eine eidesstattliche Erklärung in einem Fliegertötungs-Prozess ab u. behauptete, dass von dem Angeschuldigten ein allgemeiner Schießbefehl für abgesprungene amerikan. Flieger erlassen sei. Dieser A. erschien aber nicht bei der Verhandlung, konnte deshalb gemäß dem Antrag der Verteidigung nicht ins Kreuzverhör genommen werden, weil die Anklagebehörde behauptete, A. sei bereits tot. A. aber lebt heute noch u. wurde im April des Jahres vom Verteidiger des betreffenden Angeschuldigten mit Zuhilfenahme eines 'Military Government Investigators' vernommen u. hat dann seine Anschuldigung nicht aufrecht erhalten.

Ich will gewiss nicht als Ankläger gegen einzelne Zeugen auftreten, muss aber meine großen Bedenken gegen Zeugen ausdrücken, die, weiß Gott, wie oft aufgetreten sind u. dann vielleicht aus irgendeiner Psychose oder Selbsttäuschung oder falschem Erinnerungsvermögen heraus oder durch irgendwelche Beeinflussung von Umständen oder anderen Personen nicht voll-richtige Aussagen gemacht haben.
Besonders wichtig wäre es, die Frage der sogenannten 'Berufszeugen' zu klären, z.B. einmal festzustellen: Wie viele sind überhaupt so oft in Dachau-Prozessen aufgetreten, dass sie diese Bezeichnung 'Berufszeugen' verdient haben ? In welcher Eigenschaft waren sie im KZ gewesen, vielleicht als 'Berufsverbrecher'? Welches ist ihre Straf-Liste? Wie lange waren sie als 'Berufszeugen' in Dachau u. welche Vergünstigungen haben sie da gehabt neben freier Station u. Verpflegung? Wie viel Geld bekamen sie täglich u. wie viel Zigaretten usw.? Haben sie nachweislich falsche Angaben gemacht aus Irrtum, Selbsttäuschung oder Psychose usw. ? Welche Bedeutung wurde ihren Aussagen bei der Urteilsfindung zugemessen.
Das ist freilich schwierig festzustellen, weil eben leider die Dachauer Urteile, auch Todesurteile, jeder ausführlichen Begründung entbehren.

Sprecher: Welches Ziel verfolgen Sie nun mit Ihren Bemühungen ?

Neuhäusler: Mich leitet nicht etwa die Absicht, von mir reden zu machen oder gegen die amerikan. Justiz zu hetzen oder gegen einzelne Zeugen oder gegen Juden oder Kommunisten oder ehemalige KZ-Kameraden vorzugehen, auch nicht die Absicht, einzelne Personen zu verteidigen, sondern einzig u. allein der Wunsch, zu helfen, dass die Wahrheit gefunden u. Gerechtigkeit geübt werden kann u. dass Zweifel beseitigt werden, besonders wenn Todesurteile vorliegen u. vollstreckt werden sollen. Die Möglichkeit dazu sehe ich nur in einer Wiederaufnahme der Verfahren, durch eine förmliche Appellation u. vorübergehenden Stop der Hinrichtungen. Ich freue mich, sagen zu können, dass heute in Landsberg wiederum für 45 Fälle ein Stop verordnet wurde."

Zwei Aussagen von amerikanischen Richtern über Kriegsverbrecherprozesse:


Bundesrichter Clark, Miteinberufer des Nürnberger Gerichtshofes 1946: "Ich glaube nicht, dass die Kriegsverbrecherprozesse überhaupt einen Sinn gehabt haben. Ich bin der Ansicht, dass sie vielmehr nur anderen Ländern einen Vorwand für die Legalisierung der Ermordung ihrer Gegner durch ein Gericht geben können."
Seine Beteiligung nennt Clark den 'Fehler seines Lebens'. (Stuttgarter Nachrichten, 12.7.66., S. 1)

Richter Charles T. Wennerstrum
, der Vorsitzende des Gerichts, hatte vor seinem Abflug aus Nürnberg am 22.2.1948 einem Vertreter der 'Chicago Tribune' ein Interview gegeben, in dem er sagte (Rendulic "Glasenbach, Nürnberg, Landsberg", Seite 191): "Wenn ich vor 7 Monaten gewusst hätte, was ich heute weiß, wäre ich niemals hierher gekommen. Die hohen Ideale, die bei der Schaffung dieses Gerichtshofes als Leitgedanke verkündet worden sind, haben sich nicht erfüllt. Die Sieger im Krieg sind nicht die besten Richter über Kriegsverbrechen. Die Anklagebehörde zeigte keine Objektivität, war nicht frei von Rachsucht u. Ehrgeiz. Die meisten Beweismittel waren Dokumente, die aus Zentnern erbeuteter Dokumente ausgewählt wurden. Die Verteidigung hatte nur Zutritt zu Dokumenten, welche die Anklagebehörde als belangvoll für den Prozess erachtete."

Richter Jackson, US-Ankläger, erklärt später offenherzig, dass die Prozesse geführt wurden, um die Nachkriegspolitik der USA zu rechtfertigen. Es waren also politische Prozesse, die in der Illusion inszeniert wurden, den USA zu nützen. (zit. in "Wieso waren wir Väter Verbrecher ?", S. 38)

Zum Schluss ein Zitat des bedeutenden englischen Militärexperten Liddell Hart aus seinen "Lebenserinnerungen", Seite 144 : "Reiste man nach dem Kriege durch die befreiten Länder, so hörte man allenthalben das Lob der deutschen Soldaten – und nur zu oft wenig freundliche Betrachtungen über das Verhalten der Befreier-Truppen."

Sollte dies alles nicht Grund genug sein, das im Jahre 1945 verordnete und seitdem propagierte Geschichtsbild gründlichst zu überdenken ?!?
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mo Dez 05, 2016 2:30 pm

http://doedr.forumieren.net/t163-die-dachauer-prozesse - - - Gerade in den Fliegerprozessen muß aber die größte Anzahl von Justizirrtümern vermutet werden, da in vielen Fällen die bloße Beschuldigung eines Zeugen, der vorgab den Beklagten als Anstifter, Zuschauer (Mitwisser !) oder Beteiligten eines Falles von Lynchmord gesehen zu haben, als Verurteilungsgrundlage ausreichte.

Schlimmstenfalls waren dies auch hier wieder die unanfechtbaren papierenen Zeugen, die sogenannten "Affidavits", aber auch Vertreter des Berufszeugentums, welches insbes. in Dachau eifrig seiner Erwerbstätigkeit nachging. Diese meineidigen Zeugen, bestehend vorwiegend aus DPs ("Displaced Persons") - widerrechtlich Verschleppte, die aber kurioserweise auch nicht nur erwogen, aus Deutschland in ihre Heimat (es handelte sich hauptsächlich um Polen) zurückzukehren - sagten u. beschworen alles, was erwünscht war, um durch ihren Status als Zeugen von der Besatzungsregierung zusätzlich verpflegt zu werden. So war es erwiesenermaßen, wie Untersuchungen von US-Seite (!) ergaben, kein Sonderfall, wenn einzelne Belastungszeugen in bereits 5 Verfahren mit unterschiedlichsten Verhandlungsgegenständen in Dachau als Kronzeugen aufgetreten waren u. sich auch unbeirrt weiteren Verfahren zur Verfügung stellten.
- - -
Die Hauptzeugen der Anklage waren hier nämlich Berufsverbrecher u. Kommunisten, die in den KZ von der Gestapo als Kapos benützt worden waren. So boten die 'Dachauer Prozesse' das abscheuliche Schauspiel, daß frühere politische Gefangene, die für die Grausamkeiten in den Lagern verantwortlich gemacht wurden, angeklagt u. verurteilt wurden auf Grund von 'Beweisen', die von haßerfüllten Kriminellen oder Kommunisten stammten, denen damit Gelegenheit gegeben war, ihre politischen Gegner an den Galgen zu bringen.
Man kann unmöglich der Folgerung ausweichen, daß einige der in diesen Prozessen zum Tod oder zu lebenslänglichem Zuchthaus Verurteilten weder ein Verbrechen noch eine Grausamkeit begangen hatten u. nur abgeurteilt wurden, weil sie sich als KZ-Insassen die Feindschaft der kriminellen oder der kommunistischen Mithäftlinge zugezogen hatten. Die Unschuldigen konnten aber kaum auf Freispruch hoffen, da die Untersuchungsbeamten den am schwersten Belasteten Straffreiheit versprachen, wenn sie nur andere beschuldigten, u. Zeugen Repressalien gegen ihre Familienangehörigen androhten, wenn sie ihre Unterschrift unter diktierte Erklärungen verweigerten ...
Die Namen der US-Untersuchungsbeamten in diesen Fällen, Kirschbaum, Metzger, Enders (alias Andrews), Colombeck u. Egger werden ebenso wie die Namen von Leutnant Perl u. Mr. Harry Thon in Deutschland noch lange im Gedächtnis bewahrt u. verflucht werden ...

In einem 'berühmten' Fall hatte Kirschbaum einen gewissen Einstein vorgeführt, um zu beweisen, daß der Angeklagte Menzel Einsteins Bruder ermordet habe. Der Angeklagte wies aber mit der Hand nach der Zeugenbank; dort saß dieser Bruder. Darauf wandte sich Kirschbaum, peinlich verlegen, an Einstein u. zischte ihm zu:
'Wie können wir dieses Schwein baumeln lassen, wenn Sie so blöd sind, Ihren Bruder zur Verhandlung mitzubringen!'"
- - -
Während die Anklage hinreichend Zeit u. Gelegenheit hatte, Zeugen aus ganz Europa herbeizuholen u. deutsche Zeugen durch Folter zu den erwünschten Aussagen zu zwingen, waren die in Dunkelzellen eingesperrten, von jedem Kontakt mit der Außenwelt abgeschnittenen Angeklagten nicht in der Lage, irgend jemand zu ihrer Entlastung kommen zu lassen. Und nicht nur das: die VVN hatte auch durch Presse u. Rundfunk allen ehem. KZ-Insassen verboten, als Zeugen der Verteidigung aufzutreten."
(VVN = Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes)
- - -
Eine der größten u. ärgsten Schandflecke amerikanischer Justiz waren die "Berufszeugen". Freda Utley schreibt darüber:
"Die Verwendung von Berufszeugen, die in Dutzenden von Prozessen auftraten u. deren durch keinerlei andere Zeugnisse gestützten Aussagen zu einem Todesurteil ausreichten, machen diese US-Prozesse abstoßend für jeden, der auch nur ein elementares Rechtsempfinden hat. Man kann schwerlich dem Schluß ausweichen, daß die Anklagebehörde ... nur eine möglichst große Zahl von Urteilen wünschte, um die Massenschuld des deutschen Volkes zu beweisen."

Diese "Berufszeugen" waren auch noch viele Jahre später in den Prozessen gegen die Nationalsozialisten ein Schandfleck der deutschen Gerichte u. auch der österr. sogenannten Volksgerichtshof-Verfahren.
Bezahlte Berufszeugen bevölkerten bei diesen Prozessen gegen ehem. Nationalsozialisten den Verhandlungssaal. Sie begleiteten die Verhandlung mit Zwischenrufen, spielten kochende Volksseele. Sie machten Stimmung gegen die Angeklagten u. legten gegen sie jede von ihren Auftraggebern gewünschte Aussage ab. Meist kannten sie die Angeklagten überhaupt nicht, u. in der Regel sahen sie sie bei der Verhandlung zum erstenmal.
Ich selbst hatte folgendes unvergeßliches Erlebnis:
Ein angesehener Wiener Antiquitätenhändler, Hans Fürst, war nach dem Kriegsverbrechergesetz angeklagt, bei der Arisierung von XXXXXgeschäften mitgewirkt zu haben.
Die Anzeige war von einem XXXXX erstattet, der selbst unter der Anklage stand, nach 1945 das Geschäft des nunmehr von ihm Beschuldigten ausgeräumt zu haben. Ich wohnte der Verhandlung vor dem Volksgerichtshöfe als Zuhörer u. Zuschauer bei. Sie war interessant u. lehrreich genug.
Etwa ein Dutzend XXXXX wohnten, im Zuhörerraum verteilt, der Verhandlung bei. Sie machten den Angeklagten belastende u. gegen ihn Stimmung machende Zwischenrufe.
2 von ihnen meldeten sich während der Verhandlung als Zeugen. Der eine beschuldigte den Angeklagten, durch Verfolgungen u. die Wegnahme des Geschäftes ihn ruiniert u. seine Frau ins Grab gebracht zu haben. Er schilderte mit bewegten Worten seine Begegnung mit dem Angeklagten beim Friedhofstor nach dem Begräbnis seiner Gattin u. wie er den Angeklagten dabei verflucht habe. Ein 2. Zeuge aus dem Zuhörerraum meldete sich u. bezeugte die Erzählung. Dabei war alles erfunden.
Angeklagter u. Zeugen sahen einander bei dieser belastenden Aussage überhaupt zum ersten mal.
Das Rätsel um die Herkunft dieser stimmungmachenden Zuhörer u. Belastungszeugen u. die Ursache ihres Auftretens löste sich, als während einer Verhandlungspause diese Zeugen u. Zuhörer sich höchst interessiert an mich wendeten u. mich angelegentlich ausfragten, ob auch ich von der Kultusgemeinde nur 5 Schilling bekomme. Es war einfach grauenhaft, in diesen Abgrund menschlicher Verkommenheit u. blinder Rachsucht zu blicken.
---

Im Münchner Sündermann-Prozeß (29.2.1960) vor der 5. Strafkammer des Landgerichtes München I wurde folgende eidesstattliche Erklärung vorgelegt:
"Ich, der unterzeichnete Stephen J. Pinter, seit dem Jahr 1920 Rechtsanwalt in der Stadt St. Louis im Staat Missouri, USA, erkläre hiemit, daß ich von Jänner 1946 bis Juli 1947 als US-Armeeanwalt in Dachau tätig war, und zwar als Ankläger.
Während ich aber in jeder Weise mein Bestes tat, um das wirklich anständige Recht zu vertreten u. die Justiz des Hasses zu verhindern, gab es dort eine Anzahl von Personen, die immer wieder falsche oder unbegründete Anklagen gegen deutsche Gefangene erhoben u. mit Hilfe notorisch meineidiger Zeugen vor den damaligen militärischen Gerichten sehr oft Erfolge erzielen konnten, die den wirklichen Tatsachen nicht entsprachen. Als Resultat solcher Mißjustiz wurden leider viele unschuldig verurteilt u. einige auch hingerichtet. Von den großen Verhandlungen in Dachau waren es besonders der Malmédy-Prozeß u. die KZ-Lager-Fälle Mauthausen u. Buchenwald, die während meiner dortigen Anwesenheit, aber nicht Anteilnahme wegen ihrer Unrechtmäßigkeiten bekannt waren.
Stephen J. Pinter."

===

Eine besondere Gruppe von Zeugen in den Kriegsverbrecherprozessen waren die sogenannten "Opferrentner".
Sie waren genauso fragwürdige u. bedenkliche Zeugen wie die erwähnten "Berufszeugen". Oberbürgermeister Dr. Lippen schreibt über die Opferrentner (in "Erlebnisse eines deutschen Kriegsverbrechers", Druffel Verlag, 1955, S. 29):
"Sie hatten sich 1945 als 'Opfer der Nazi' in Belgien [wie in anderen besetzten Ländern] Renten verschafft. Ihre Renten-Ansprüche hatten sie in den bewegten Zeiten des Zusammenbruches der deutschen Herrschaft ungeprüft mit den schauerlichsten Erzählungen begründen können: Man habe sie systematisch gefoltert, Streichhölzer unter die Fingernägel getrieben, sie an Fleischerhaken aufgehängt u. dgl. mehr, wie es 1945 jedem gerne geglaubt wurde. Davon war kein Wort wahr. Schlimmstenfalls hatte der eine oder der andere von ihnen wegen frechen Auftretens ein paar Ohrfeigen von den Polizisten bekommen, wie es auf sämtlichen Polizeistationen der Welt üblich ist.
Nun wurden sie in den späteren Kriegsverbrecherprozessen immer wieder als Zeugen aufgerufen u. mußten sich sozusagen ihre 'Opferrenten' durch ihre Aussagen erst wirklich verdienen. Wenn sie nun das Maß ihrer Leiden auf den wahren Umfang beschränkt hätten, mußten sie den Verlust ihrer schönen 'Opferrenten' fürchten, die man ihnen 1945 im ersten Vergeltungsrausch großzügig ohne Nachprüfung ihrer Angaben gewährt hatte.

Man kann ohne Übertreibung behaupten: noch niemals, seit es eine Justiz gibt, sind so viele Meineide am laufenden Band geschworen worden wie von diesen Rentenjägern u. Berufszeugen in den Kriegsverbrecherprozessen. Einmal trat in einem Verfahren eine aufgeregte, hysterische Französin auf, die unter Eid bekundete, man habe sie nackt in eine Badewanne gesetzt u. mit heißem Ammoniak übergossen."
---

Bericht des rumän. Gesandten Jon Gheorghe in seinem Buch "Automatic Arrest", Druffel Verlag, 1956:
"Polnische, tschech., holländische, belgische, franz., jugoslawische u. bolschewistische Kommissionen suchten in den verschiedenen KZ der Sieger ihr Schlachtvieh aus ...
Daneben fanden in der Theaterbaracke des KZ täglich sonderbare Vorführungen statt. Hier wurden ehem. KZlern ehem. KZ-Wachsoldaten u. Funktionäre vorgeführt. Einzeln mußten sie auf die Bühne des Theaters steigen, ein Scheinwerfer beleuchtete sie, sie mußten sich auf Verlangen nach allen Seiten drehen u. wenden wie Mannequins bei einer Modevorführung auf dem Laufsteg ...
Die Zuschauer sind dazu da, die Vorgeführten zu identifizieren ... Steigt einer der ehem. Wachsoldaten auf die Bühne, so gibt ein Regisseur die Erläuterungen zur Person der Vorgeführten ab ... Wenn jemand aus der Zuschauermenge behauptet, der Vorgeführte habe einem Häftling eine Ohrfeige gegeben, so genügt das, um ihn auf diese bloße vage Angabe hin ohne weiteren Beweis eines Kriegsverbrechens oder eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit als überführt anzusehen.
Behauptet der Beschuldigte eine Verwechslung, er sei gar nicht dort gewesen, so ist ein solcher Protest völlig zwecklos. Der Beschuldigte ist erledigt. Tausende sind auf diese Weise, bloß auf die fragwürdige Beschuldigung solcher 'Berufszeugen' hin, verurteilt oder an Rußland, Polen, Jugoslawien usw. ausgeliefert worden.
Was das bedeutet, kann man sich ausmalen."

Vgl. hiezu ferner: W. Hammerstein, "Landsberg — ein Schicksal der Maschinerie der Vergeltungsjustiz"; Dr. H. Laternser, Verteidigung deutscher Soldaten, vom Verteidiger des deutschen Generalstabs, des OKW u. der Feldmarschälle Kesselring, List u. von Leeb.

Quelle bzw. Auszug aus: Dr. jur. et Dr. phil. et Dr. rer. pol. Franz J. Scheidl -- "Geschichte der Verfemung Deutschlands", Band 6: Das Unrecht an Deutschland
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Zeugen, selber vielfach vorbestrafte Kriminelle ...

Beitrag von Dissident am Mi Jun 14, 2017 11:17 am

http://vho.org/D/ugwkg/3.html  --- Die sogen. "prominenten Zeugen" waren größtenteils vielfach vorbestrafte Kriminelle.
August Vieweg,
Höllen-Reiner,
Ignaz Bauer (Dachau?), die gegen Prof. Beiglböck auftraten, konnten ihre langen Strafregister nicht unterschlagen, während die Liste der Vorstrafen des Belastungszeugen Tschofing, die von Graz aus per Post nach Nürnberg geschickt wurde, nie in die Hände der Verteidigung gelangte. Die Beiziehung der Straflisten wurde überhaupt oftmals unter irgendwelchen Vorwänden abgelehnt oder — wenn sie von der Verteidigung in einzelnen Fällen doch herbeigeschafft werden konnten — wurden gegen ihre Einführung in den Prozeß formale Bedenken erhoben.

Amtsbekannt als Verbrecher übelsten Typs waren, um hier von Hunderten nur einige zu nennen, außerdem :

- Zeuge Magnus Keller. Er war als Häftlingslagerältester in den KZ Dachau u. Mauthausen eingesetzt gewesen u. hatte dort zahlreiche Menschen zu Tode gequält.

- Der Belastungszeuge Joseph Nietscho saß als Berufsverbrecher in versch. deutschen KZ's u. hatte sich, wie die anderen Belastungszeugen
David Zimmet,
Poprawka (Mauthausen) u.
Kanduth (Mauthausen), nach der Kapitulation abermals kriminell vergangen.

Alle 4 wurden auf Grund ihrer belastenden Aussagen u. offenbar als Anerkennung dafür aus der Straf- bzw. Untersuchungshaft entlassen.

- Ein weiterer berüchtigter Berufszeuge war Geiger, der sich im Außenlager Gusen des KZ's Mauthausen in übelster Weise an Häftlingen vergangen hatte. Weil er gegen 86 Angeklagte als Belastungszeuge auftrat u. in jeder Beziehung den Anklagebehörden gegenüber sehr willig war, blieb er selbst straffrei.

Es wird behauptet, daß es gleich nach Kriegsende viele Leute gab, die sich mittels Aussagen finanzielle Vorteile verschafften. So soll es Vergütungen für getürkte Zeugenaussagen gegeben haben, Renten wurden wegen angeblich erfundenen Mißhandlungen bewilligt, usw.

Hier ein kurzer Überblick zum Thema Berufszeugen und Rentenjäger: http://de.metapedia.org/wiki/Berufszeuge

http://vho.org/D/zferdk/1.html --- Es sind Fälle bekannt geworden, in denen Berufszeugen, die nur über ein ganz beschränktes oder über gar kein Wissen verfügten, das, was sie bei der Vorbereitung der Prozesse zufällig gehört hatten, als eigenes Wissen ausgaben u. dieses Wissen an andere Zeugen, deren Wissen ebenso beschränkt war, gegen Geld oder Waren feilboten.

Dabei war es möglich, daß die Berufszeugen vor den versch. Gerichten die widersprechendsten Aussagen machen konnten, ohne aufzufallen. Einige von ihnen waren amtsbekannte Verbrecher. Die sog. prominenten Zeugen waren es in der Regel. Geiger beispielsweise, der gegen über 80 Angeklagte als Belastungszeuge aufgetreten ist, hatte sich im Außenlager Gusen des KZ. Mauthausen schwerste Übergriffe gegen Häftlinge zuschulden kommen lassen. Auch Magnus Keller, der in den KL Dachau u. Mauthausen als Lagerältester eingesetzt war, hatte zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen. Sie u. manche andere blieben straffrei, weil sie sich durch ihre belastenden Aussagen die Gunst der Anklagebehörde zu verschaffen gewußt haben. Zitat Ende.


Zuletzt von Dissident am Do Jan 18, 2018 4:03 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mi Jun 21, 2017 3:55 pm

http://doedr.forumieren.net/t201p25-theresienstadt-haftlinge#1992

Josef Sasso war Mai 1943 als Wehrmachtssoldat in Algerien in alliierte Gefangenschaft geraten. In der Gefangenschaft trat er der österr. Legion bei u. ließ sich zum Funker ausbilden. Nachdem er einem Spezialkommando zugeteilt worden war, das im feindlichen Binnenland operieren sollte, wurde er im Januar 1944 zusammen mit einem Kameraden über dem Neusiedler See abgesetzt. Der Auftrag lautete, Quartiere für nachfolgende Partisanengruppen zu organisieren u. militärische Objekte auszuspionieren. Sasso u. sein Kamerad verloren bei der Landung ihren Begleitfallschirm mit dem Funkgerät u. wichtigen verräterischen Schriftstücken. Als ein Kind diese Sachen fand u. der Gestapo übergab, hatte diese praktisch einen Steckbrief zur Hand.
Sasso u. sein Freund konnten sich noch bis Wien durchschlagen u. dort Verwandte besuchen, dann trennten sie sich. Während sein Kamerad in Wien zurückblieb, organisierte sich Sasso immer neue Unterschlupfmöglichkeiten in Neustadt u. Winzendorf. Am 4.4. wurde er jedoch von der Gestapo in seinem Winzendorfer Versteck gestellt. Bei einem Schusswechsel tötete er einen Polizeioffizier, dann wurde er überwältigt.

.. Er wurde ins „Gestapogefängnis am Moritzplatz“ nach Wien gebracht .. Immer wieder wurde er verhört, nach Verbindungsleuten befragt ..
Februar 1945 ging er mit einem Transport ab, der das KZ Flossenbürg zum Ziel hatte. „Hoch- u. Landesverrat“ stand auf seinem Transportzettel u. „ RU“-„Rückkehr unerwünscht“. Der Transportschein war allerdings auf einen anderen Namen ausgestellt. Nach Ybbs-Kemelbach wurde der Zug von Tieffliegern angegriffen. Viele Waggons u. die Lokomotive wurden zerstört. Es gab viele Tote u. Verwundete, der Waggon Sassos blieb jedoch unversehrt. Nachdem eine neue Lokomotive angekoppelt worden war, wurde der Zug zunächst nach Ybbs zurück u. dann nach Linz gebracht. Hier wurde der Transport in Gruppen zu je 40 Mann, jeweils zu fünft aneinandergekettet, neu zusammengestellt. Beim Appell meldete er sich nicht auf den Namen Mayer, sondern ließ seinen Namen auf den Namen Sasso richtig stellen. Da der Transport durch die Toten u. Verwundeten nicht vollständig war, scheinbar Begleitpapiere verloren gegangen waren, gelang die Täuschung. Er gab an, wegen Arbeitsvertragsbruch inhaftiert zu sein. .. Von Linz aus gelangte der Transport über Prag-St. Pankraz nach Th. in die Kleine Festung.

Er wurde Anfang Mai befreit u. kehrte nach Österreich zurück.
1963 schilderte er seine Erlebnisse in Th. der Redaktion des Zentralorgans der kommunistischen Partei Österreichs, der „Volksstimme“.
Während des Prozesses gegen Stefan Rojko 1963 war er einer der wichtigsten Belastungszeugen
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Bruder Birin = Alfred Unterreiner

Beitrag von Dissident am Mi Jun 21, 2017 5:46 pm

http://www.vho.org/D/gdvd_3/I3.html  .. Rassinier war der erste, der die Seelengröße aufbrachte, Unwahrheiten in KZ-Berichten, soweit er sie als solche erkannte, offen als solche zu brandmarken. Wir bringen im Nachstehenden einige charakteristische Zitate aus seinem Buche Die Lüge des Odysseus" (Priester, Wiesbaden, 1959):

Bruder Birin von der christl. Schule in Epernay (bürgerlicher Name Alfred Unterreiner) berichtet uns in seinem Buche "16 Monate im Gefängnis" (Matot-Breine, Reims, 1946) über seine KZ-Haft im KZ Dora: (Seite 38): " … Ich berichte nur, was ich selbst gesehen habe … "

(Seite 43/4): " … Dort (im KZ Dora) erwartete uns wie in Buchenwald die SS beim Verlassen der Waggons … Ein ausgefahrener Weg mit Rinnen voller Wasser führte zum Lager. Er wurde im Laufschritt durchmessen. Die mit hohen Stiefeln bekleideten Nazis verfolgten uns und hetzten ihre Hunde auf uns … Diese Stierjagd neuen Stiles war von zahlreichen Gewehrschüssen und unmenschlichem Gebrüll begleitet…

Rassinier schreibt dazu:
(Seite 150): " … Ich befand mich mit Birin bei demselben Transport … Ich kann mich nicht erinnern, daß Hunde auf uns gehetzt wurden u. auch nicht, daß Gewehrschüsse abgegeben wurden. Dagegen erinnere ich mich sehr gut, daß die Kapos u. der Lagerschutz um vieles aggressiver u. roher waren als die SS-Männer, die uns begleitet hatten."

Bruder B i r i n berichtet: (Seite 7314): "Die SS-Frauen bestimmten auch ihre Opfer und mit noch größerem Zynismus als ihre Männer. Was sie wünschten, waren schöne, kunstvoll tätowierte Menschenhäute. Um ihnen gefällig zu sein, wurde ein Antreten auf dem Appellplatz angeordnet, bei dem das Adamskostüm vorgeschrieben war. Dann gingen die Damen durch die Reihen und trafen ihre Auswahl wie vor dem Schaufenster einer Modistin."

.. Rassinier bemerkt dazu: (Seite 151): Es ist nicht richtig, daß sich Derartiges jemals in Dora abgespielt bat. Es gab eine Affäre mit einem Lampenschirm aus tätowierter Menschenhaut in Buchenwald. Sie erscheint in den Akten der Ilse Koch , der Gattin des Kommandanten von Buchenwald. Aber auch in Buchenwald konnte Bruder Birin einer solchen Szene nicht beigewohnt haben, weil - insofern sie überhaupt stattgefunden hat - dies lange vor unserer Ankunft aus Frankreich war."
"… Birin gibt aber von ihr eine Beschreibung mit bemerkenswerter Genauigkeit, als ob er wirklich dabei gewesen wäre. Wenn nun derjenige, welcher das Vorkommnis nach Buchenwald verlegt hat, nach dem gleichen Verfahren vorgegangen sein sollte, muß man sich dann nicht fragen, ob diese Beschuldigung nicht sehr fragwürdig ist? So fragwürdig, daß selbst das Schwurgericht in Augsburg, das sie kennen müßte, gegen die Angeklagte Ilse Koch nicht an ihr festhielt - mangels an Beweisen!
Um mit diesem Gegenstand zu einem Ende zu kommen, kann ich mit Bestimmtheit sagen, daß Februar-März 1944 das Gericht im KZ Buchenwald dieses Verbrechen 2 Kapos aus dem Steinbruch u. der Gärtnerei zuschob, das seinerzeit von ihnen unter der Mittäterschaft fast aller ihrer Kollegen begangen worden sei. Die beiden Spießgesellen hätten, so sagte man, aus dem Tode tätowierter Häftlinge ein Gewerbe gemacht u. deren Häute gegen kleine Vergünstigungen an Ilse Koch u.a. durch Vermittlung des Kapos vom Krematorium verkauft."
" … Aber gingen denn die Frau des Lagerkommandanten (Ilse Koch) und andere Offiziersfrauen wirklich auf der Suche nach schönen Tätowierungen, deren Träger sie dann selbst zum Tode bestimmten, im Lager spazieren? Gab es wirklich Lagerappelle im Adamskostüm, um ihnen diese Suche zu erleichtern? Ich kann es weder bestätigen noch entkräften. Ich weiß es nicht. Alles, was ich sagen kann, ist, daß e n t g e g e n dem, was Bruder Birin behauptet, dies sich weder im KZ Dora noch in Buchenwald während unserer gemeinsamen Internierung dort zugetragen hat."

Bruder Birin behauptet: (Seite 76): "Wenn die Sabotage sicher zu sein schien, wurde das Erhängen grausamer gestaltet. Die Todeskandidaten wurden durch das Anziehen einer elektrisch angetriebenen Welle von der Erde abgehoben u. sanft vom Boden gelöst. Da sie nicht den verhängnisvollen Ruck erhielten, der den armen Sünder bewußtlos macht oder überhaupt tötet, indem er ihm das Genick bricht, machten die Unglücklichen alle Grauen des Todeskampfes durch. - Bei anderen Gelegenheiten wurde ein Schlachterhaken unter den Kiefer des Verurteilten gelegt, der mit diesem barbarischen Mittel aufgehängt wurde."

Dazu schreibt Rassinier: (Seite 152): "Es ist richtig, daß zum Kriegsende, Ende 1944 bis Anfang 1945, die Sabotageakte so zahlreich geworden waren, daß die Erhängungen gruppenweise erfolgten. Sie wurden mit Hilfe einer auf einer Welle laufenden Winde ausgeführt." Das geschah aber nicht, um das Erhängen grausamer zu gestalten, sondern um den Hinrichtungsakt zu mechanisieren. " … Aber die Geschichte mit dem Schlachterhaken … ist falsch. Ich habe im KZ Dora niemals davon sprechen hören; sie stimmt auch nicht mit den im Lager üblichen Gepflogenheiten überein."

Bruder Birin berichtet: "Auf Betreiben des berüchtigten Oberscharführers Sanders, mit welchem ich zu tun hatte, wurden für Saboteure andere Exekutionsformen angewendet. Die Unglücklichen wurden verurteilt, enge Gräben auszuheben, in denen ihre Kameraden sie bis zum Hals einschaufeln mußten. In dieser Stellung blieben sie gewisse (?) Zeit. Dann schnitt ihnen ein SS-Mann, der eine Axt mit einem langen Stiel trug, die K ö p f e ab. "Aber der Sadismus der SS-Angehörigen ließ sie eine n o c h grausamere Art finden. Sie befahlen den anderen Häftlingen, mit Schubkarren voll Sand über diese armen Köpfe zu fahren. Ich bin von diesen Anblicken noch wie besessen, daß usw….

Rassinier, der Begleiter Bruder Birins, schreibt dazu: "Auch dies hat sich in Dora n i e  e r e i g n e t ! Dieselbe Geschichte ist mit denselben Worten mir im Lager von Häftlingen, die aus versch. Lagern gekommen waren, erzählt worden. Alle behaupteten - wie Bruder Birin - dieser Szene beigewohnt zu haben: in Mauthausen, Auschwitz-Birkenau, Flossenburg, Neuengamme usw…. Als ich nach Frankreich zurückgekehrt war, habe ich diese Geschichte bei versch. Verfassern wiedergefunden .. ."

Bruder Birin berichtet: (Seite 97): "Als Geheimnisträger (der V/1 u- V12 - diese wurde im KZ Dora erzeugt) - war uns bekannt, daß wir zum Tode verurteilt u. dazu bestimmt waren, bei der Annäherung der Alliierten niedergemacht zu werden."

Rassinier schreibt dazu: (Seite 153): "Hier handelt es sich nicht um eine Tatsache, sondern um eine Vermutung. Sie ist von allen Autoren bis u. einschließlich Leon Blum (in "Le dernier mois" - "Der letzte Monat") gebracht worden … Auf jeden Fall ist aber keiner der Geheimnisträger von Dora umgebracht worden. Auch nicht der Transport, in dem sich Leon Blum befand … Einen Schein von Berechtigung findet diese Vermutung dadurch, daß angeblich kurz vor der Befreiung Häftlinge auf Schiffe verladen wurden, die ins offene Meer fuhren u. die man dann durch Beschießen von Land aus versenkte. Inzwischen ist von der ganzen Welt anerkannt, daß die ARCONA, , jenes Schilf, das die Verschickten nach Schweden transportieren sollte, von alliierten Marinefliegern versenkt worden ist. Die Küstenbatterien der deutschen Luftabwehr war auf die alliierten Flugzeuge gerichtet, nicht auf die ARCONA,."


Zuletzt von Dissident am Di Sep 12, 2017 3:06 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Walter Teuber

Beitrag von Dissident am Mi Jun 21, 2017 6:19 pm

http://www.vho.org/D/gdvd_3/I3.html   .. im niederbayrischen Straubing erschien am 30.8.1945 ein junger Mann in KZ-Kleidung u. mit einem Ausweis auf den Namen
Walter Teuber. Er gab vor Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Kellner, Theresienplatz 39, eine eidesstattliche Versicherung auf dreieinhalb Seiten. Der Inhalt seiner eidesstattlichen Erklärung wurde im von der amerikanischen Militärregierung betriebenen Bayr. Rundfunk unter dem Titel "Der Führer hat es gewußt" gesendet.

Am 31.10.1945 wurde Walter Teuber auf Anordnung der US-Militärregierung neuerlich vorgeladen u. gab wiederum eine schriftliche eidesstattliche Erklärung über seine grauenhaften Erlebnisse zu Protokoll. Hier aus dem Wortlaut des langen Protokolls vom 10.9.1945:

"Es erscheint vor dem unterfertigten Rechtsanwalt Dr. Hans Kellner in Straubing Herr Walter Teuber, zur Zeit Straubing, Sandnerstraße 3, und erklärt:

'Ich wurde .. in Reusendorf, Post Waldenburg in Schlesien, als Sohn der Fabriksbesitzerseheleute Kurt u. Marthe Teuber, letztere geborene Zeiske, wohnhaft in Breslau, Schweidnitzer Stadtgraben 4, geboren. Ich hatte noch 5 Geschwister: nämlich 3 Brüder u. 2 Schwestern; ich war der jüngste Sohn. Mein Vater war geschäftsführender Gesellschafter der Kommanditgesellschaft Schlesischer Textil KG in Breslau. An der Gesellschaft waren außerdem beteiligt: Hr. Max Sturm in Bielefeld, Hr. Erich Niemeyer in Görlitz, Hr. Ludwig Halbweg in Wüstengierstorf u. Hr. Karl Duschner in Lagenbielen. Die Firma umfaßte 12 Textilfabriken, u. zwar 3 in Görlitz, 2 in Wüstengierstorf, 2 in Langenbielen bei Schweidnitz u. 5 in Bielefeld. Die Fabriken hatte mein Vater 1912 erworben. Die sämtlichen Fabriken beschäftigten insges. 12.800 Arbeiter in den Webereien u. rund 500 Maschinenarbeiter u. 300 Transportarbeiter.
Mein Vater war Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei. Er war ein Gegner der NS-Bewegung u. hat sich von Anfang an gegen die Einrichtungen dieser Partei u. ihrer Gliederungen, insbes. auch der DAF, gewehrt. Er war bereits 1934 zum erstenmal aus politischen Gründen verhaftet u. war bis 1937 in der Festung Glatz in Haft.
Am 2.9.1939 wurde unsere ganze Familie von der Gestapo verhaftet u. ins Zuchthaus in Breslau gebracht, wo wir bis Anfang 1940 in Haft blieben. Wir waren ca. 4 Wochen in Freiheit, als am 2.9.1940 wiederum die ganze Familie in Haft gesetzt wurde in der Festung Glatz; von dort aus kamen wir am 28.12.1940 ins KZ Buchenwald bei Weimar. In Buchenwald wurden wir in versch. Baracken aufgeteilt u. versch. Außenkommandos zugeteilt. Ich persönlich kam zuerst ins KZ-Lager Riga in Ostpreußen, u. zwar um den 1.1. herum. Dort blieb ich bis Juli 1941, kam dann ins Lager Auschwitz u. von dort Okt. 1941 ins Lager Mauthausen in Oberösterreich. Von dort kam ich Juni 1942 ins Lager Sachsenhausen bei Berlin; am 28.8.1944 wurde ich nach Buchenwald zurücktransportiert.
Ich hatte dort ein paar Tage Ruhe u. mußte dann einen Scheiterhaufen errichten von 2m Länge, 2m Breite u. 2m Höhe. Das Holz dazu mußte ich mir selbst schlagen. Am 2.9.1944 wurde ich nun diesem Scheiterhaufen gegenüber an eine Mauer gefesselt. Es wurde meine ganze Familie: Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Großeltern, insgesamt 27 Personen (!), gefesselt herangeführt.
SS-Hauptgerichtsrat Niemüller verkündete ein Todesurteil, wonach meine sämtlichen Angehörigen zum Tode des Verbrennens verurteilt seien. Es war ferner Hauptsturm-
führer Karbian Stapfner mit 40 Sanitätspersonen anwesend, welche sich über meine Angehörigen hermachten, ihnen die Därme herausrissen, Benzin eingossen, die Körper mit Benzin übergossen u. auf den Scheiterhaufen warfen, der ebenfalls in Brand gesteckt wurde. Meiner Mutter wurde eine Brust abgeschnitten u. mir an den Mund gepreßt mit den Worten: 'Da hast du ein ewiges Andenken!'"
Die Körper verkohlten mit dem Holz (27 Körper auf einem Scheiterhaufen 2m Meter im Quadrat!) zu einem kleinen Aschenhaufen, den ich noch am gleichen Tage hinter dem Krematorium vergraben mußte. Bei der Verbrennung meiner Familie war das gesamte Lager Buchenwald in großem Umkreise aufgeboten u. mußte dieser schauerlichen Tat beiwohnen. Ganz in der Nähe des Scheiterhaufens waren die Ehrengäste anwesend: Adolf Hitler, Hermann Göring, Himmler, Gauleiter Wächtler, Gauleiter Hanke, Robert Ley u. Albert Rosenberg. Der ganze Hergang dauerte von 12 Uhr Mittag bis gegen Abend 6 Uhr. Ich wurde wieder in meine Baracke zurückgebracht …

Weiter waren bei der Verbrennung meiner Familie anwesend auch die 4 Geschäftsteilhaber Sturm, Niemeyer, Halbweg u. Duschner, welche sich zur Zeit in Regensburg, Stadt am Hol, befinden … ich wurde ausdrücklich über die Bedeutung des Eides u. die strafrechtlichen Folgen einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Eidesverletzung hingewiesen u. erkläre mich trotzdem bereit, die Richtigkeit u. Wahrheit der hier abgegebenen Erklärung mit einem Eide zu bekräftigen.

Nach wortdeutlichem Vorlesen als richtig anerkannt u. eigenhändig unterschrieben. Straubing, den 10.9.1945. Gez. Walter Teuber.,"

"Die obige eidesstattliche Versicherung hat unter Heutigem, nach eingehender Besprechung u. Belehrung abgegeben u. nach wortwörtlichem Vorlesen unterschrieben Walter Teuber aus Reussendorf, der sich durch Wohnungsausweis mit Lichtbild legitimiert hat. Straubing, den 10.9.1945. Gez. Dr. Keller."

Solcher haarsträubender Unsinn wurde ernst genommen und geglaubt und durch Rundfunk und Presse weiterverbreitet.
Durch einen Zufall wurde Teuber als Lügner u. Betrüger entlarvt. Eines Tages erschien die Rotkreuzschwester Hedwig aus dem Passauer Reservelazarett Internat St. Stefan auf Besuch bei der Familie Adrian in Straubing, Sandnerstraße 3. Sie traf dort den Zwangseinquartierten Walter Teuber, der Schwester Hedwig nicht gleich erkannte, obwohl sie ebenfalls aus Reussendorf stammte. Teuber erzählte der Schwester seine furchtbaren Erlebnisse u. gab ihr auch seine eidesstattlichen Erklärungen zu lesen. Schwester Hedwig sagte Walter Teuber ins Gesicht, daß alles, was er hier erzählt habe u. was über den Bayr. Rundfunk gelaufen sei, ein ganz gemeiner Schwindel sei. Sie sei bis zur Vertreibung in Reussendorf gewesen u. Teubers Angehörige seien damals alle noch am Leben gewesen. Darauf brach Teuber zusammen u. gab am 18.11.1945 in Gegenwart des Ehepaares Adrian eine neue Erklärung ab, in der er die schauerlichen Beschuldigungen seiner eidesstattlichen Erklärungen zurücknahm.

Er versicherte nun, daß er niemals an einen Baum oder an eine Mauer gefesselt gewesen sei; aus seinen Angehörigen wurden niemals Därme herausgerissen, sie wurden niemals mit Benzin übergossen, seiner Mutter wurde keine Brust abgeschnitten, und daß die ganze Geschichte erfunden sei; auch daß die weiblichen Mitglieder seiner Familie vergewaltigt worden wären und alles andere Gräßliche mehr.

Die "DWZ" vom 3. Juli 1964, die ausführlich über diesen Fall - berichtet (Seite 7), bringt auch die Faksimile des Widerrufes von Walter Teuber, in dem er gesteht, daß er alles frei erfunden habe.
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Do Jun 22, 2017 9:47 am

http://web.archive.org/web/20071212021620/http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=6365&threadid=297146

Eine der größten und ärgsten Schandflecke amerikanischer Justiz waren die "Berufszeugen". Freda Utley schreibt darüber:

"Die Verwendung von Berufszeugen, die in Dutzenden von Prozessen auftraten und deren durch keinerlei andere Zeugnisse gestützten Aussagen zu einem Todesurteil ausreichten, machen diese amerikanischen Prozesse abstoßend für jeden, der auch nur ein elementares Rechtsempfinden hat. Man kann schwerlich dem Schluß ausweichen, daß die Anklagebehörde ... nur eine möglichst große Zahl von Urteilen wünschte, um die Massenschuld des deutschen Volkes zu beweisen."

Diese "Berufszeugen" waren auch noch viele Jahre später in den Prozessen gegen die Nationalsozialisten ein Schandfleck der deutschen Gerichte u. auch der österr. sogen. Volksgerichtshof-Verfahren. Bezahlte Berufszeugen bevölkerten bei diesen Prozessen gegen ehem. Nationalsozialisten den Verhandlungssaal. Sie begleiteten die Verhandlung mit Zwischenrufen, spielten kochende Volksseele. Sie machten Stimmung gegen die Angeklagten und legten gegen sie jede von ihren Auftraggebern gewünschte Aussage ab.
Meist kannten sie die Angeklagten überhaupt nicht, und in der Regel sahen sie sie bei der Verhandlung zum erstenmal.

Ich selbst hatte folgendes unvergeßliches Erlebnis:
Ein angesehener Wiener Antiquitätenhändler, Hans Fürst, war nach dem Kriegsverbrechergesetz angeklagt, bei der Arisierung von XXXXXgeschäften mitgewirkt zu haben.
Die Anzeige war von einem XXXXX erstattet, der selbst unter der Anklage stand, nach 1945 das Geschäft des nunmehr von ihm Beschuldigten ausgeräumt zu haben.
Ich wohnte der Verhandlung vor dem Volksgerichtshöfe als Zuhörer und Zuschauer bei. Sie war interessant und lehrreich genug.

Etwa ein Dutzend XXXXX wohnten, im Zuhörerraum verteilt, der Verhandlung bei. Sie machten den Angeklagten belastende u. gegen ihn Stimmung machende Zwischenrufe.
Zwei von ihnen meldeten sich während der Verhandlung als Zeugen. Der eine beschuldigte den Angeklagten, durch Verfolgungen u. die Wegnahme des Geschäftes ihn ruiniert und seine Frau ins Grab gebracht zu haben. Er schilderte mit bewegten Worten seine Begegnung mit dem Angeklagten beim Friedhofstor nach dem Begräbnis seiner Gattin und wie er den Angeklagten dabei verflucht habe. Ein zweiter Zeuge aus dem Zuhörerraum meldete sich und bezeugte die Erzählung.

Dabei war alles erfunden. Angeklagter und Zeugen sahen einander bei dieser belastenden Aussage überhaupt zum ersten mal.

Das Rätsel um die Herkunft dieser stimmungmachenden Zuhörer und Belastungszeugen und die Ursache ihres Auftretens löste sich, als während einer Verhandlungspause diese Zeugen und Zuhörer sich höchst interessiert an mich wendeten und mich angelegentlich ausfragten, ob auch ich von der Kultusgemeinde nur 5 Schilling bekomme.
Es war einfach grauenhaft, in diesen Abgrund menschlicher Verkommenheit und blinder Rachsucht zu blicken.
---

Im Münchner Sündermann-Prozeß (29. Februar 1960) vor der 5. Strafkammer des Landgerichtes München I wurde folgende eidesstattliche Erklärung vorgelegt:
"Ich, der unterzeichnete Stephen J. Pinter, seit dem Jahr 1920 Rechtsanwalt in der Stadt St. Louis im Staat Missouri, USA, erkläre hiemit, daß ich von Jänner 1946 bis Juli 1947 als US-Armeeanwalt in Dachau tätig war, und zwar als Ankläger.
Während ich aber in jeder Weise mein Bestes tat, um das wirklich anständige Recht zu vertreten und die Justiz des Hasses zu verhindern, gab es dort eine Anzahl von Personen, die immer wieder falsche oder unbegründete Anklagen gegen deutsche Gefangene erhoben und mit Hilfe notorisch meineidiger Zeugen vor den damaligen militärischen Gerichten sehr oft Erfolge erzielen konnten, die den wirklichen Tatsachen nicht entsprachen. Als Resultat solcher Mißjustiz wurden leider viele unschuldig verurteilt und einige auch hingerichtet.
Von den großen Verhandlungen in Dachau waren es besonders der Malmédy-Prozeß und die KZ-Lager-Fälle Mauthausen und Buchenwald, die während meiner dortigen Anwesenheit, aber nicht Anteilnahme wegen ihrer Unrechtmäßigkeiten bekannt waren.
Stephen J. Pinter."

===

Eine besondere Gruppe von Zeugen in den Kriegsverbrecherprozessen waren die sogen. "Opferrentner". Sie waren genauso fragwürdige und bedenkliche Zeugen wie die erwähnten "Berufszeugen". Oberbürgermeister Dr. Lippen schreibt über die Opferrentner (in "Erlebnisse eines deutschen Kriegsverbrechers", Druffel Verlag, 1955, S. 29):

"Sie hatten sich 1945 als 'Opfer der Nazi' in Belgien [wie in anderen besetzten Ländern] Renten verschafft. Ihre Renten-Ansprüche hatten sie in den bewegten Zeiten des Zusammenbruches der deutschen Herrschaft ungeprüft mit den schauerlichsten Erzählungen begründen können:
Man habe sie systematisch gefoltert, Streichhölzer unter die Fingernägel getrieben, sie an Fleischerhaken aufgehängt und dgl. mehr, wie es 1945 jedem gerne geglaubt wurde. Davon war kein Wort wahr.

Schlimmstenfalls hatte der eine oder der andere von ihnen wegen frechen Auftretens ein paar Ohrfeigen von den Polizisten bekommen, wie es auf sämtlichen Polizeistationen der Welt üblich ist. Nun wurden sie in den späteren Kriegsverbrecherprozessen immer wieder als Zeugen aufgerufen und mußten sich sozusagen ihre 'Opferrenten' durch ihre Aussagen erst wirklich verdienen.
Wenn sie nun das Maß ihrer Leiden auf den wahren Umfang beschränkt hätten, mußten sie den Verlust ihrer schönen 'Opferrenten' fürchten, die man ihnen 1945 im ersten Vergeltungsrausch großzügig ohne Nachprüfung ihrer Angaben gewährt hatte.

Man kann ohne Übertreibung behaupten: noch niemals, seit es eine Justiz gibt, sind so viele Meineide am laufenden Band geschworen worden wie von diesen Rentenjägern und Berufszeugen in den Kriegsverbrecherprozessen. Einmal trat in einem Verfahren eine aufgeregte, hysterische Französin auf, die unter Eid bekundete, man habe sie nackt in eine Badewanne gesetzt und mit heißem Ammoniak übergossen."
---

Bericht des rumänischen Gesandten Jon Gheorghe in seinem Buch "Automatic Arrest", Druffel Verlag, 1956: "Polnische, tschechische, holländische, belgische, französische, jugoslawische und bolschewistische Kommissionen suchten in den verschiedenen KZ der Sieger ihr Schlachtvieh aus ...

Daneben fanden in der Theaterbaracke des KZ täglich sonderbare Vorführungen statt. Hier wurden ehemaligen KZlern ehem. KZ-Wachsoldaten u. Funktionäre vorgeführt. Einzeln mußten sie auf die Bühne des Theaters steigen, ein Scheinwerfer beleuchtete sie, sie mußten sich auf Verlangen nach allen Seiten drehen u. wenden wie Mannequins bei einer Modevorführung auf dem Laufsteg ...
Die Zuschauer sind dazu da, die Vorgeführten zu identifizieren ...
Steigt einer der ehem. Wachsoldaten auf die Bühne, so gibt ein Regisseur die Erläuterungen zur Person der Vorgeführten ab ... Wenn jemand aus der Zuschauermenge behauptet, der Vorgeführte habe einem Häftling eine Ohrfeige gegeben, so genügt das, um ihn auf diese bloße vage Angabe hin ohne weiteren Beweis eines Kriegsverbrechens oder eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit als überführt anzusehen.

Behauptet der Beschuldigte eine Verwechslung, er sei gar nicht dort gewesen, so ist ein solcher Protest völlig zwecklos. Der Beschuldigte ist erledigt. Tausende sind auf diese Weise, bloß auf die fragwürdige Beschuldigung solcher 'Berufszeugen' hin, verurteilt oder an Rußland, Polen, Jugoslawien usw. ausgeliefert worden.
Was das bedeutet, kann man sich ausmalen."

Vgl. hiezu ferner: W. Hammerstein, "Landsberg — ein Schicksal der Maschinerie der Vergeltungsjustiz"; Dr. H. Laternser, Verteidigung deutscher Soldaten, vom Verteidiger des deutschen Generalstabs, des OKW und der Feldmarschälle Kesselring, List und von Leeb.

Quelle bzw. Auszug aus: Dr. jur. et Dr. phil. et Dr. rer. pol. Franz J. Scheidl "Geschichte der Verfemung Deutschlands", Band 6: Das Unrecht an Deutschland
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mi Sep 06, 2017 10:14 am

Wäre interessant, Widmayers Aussagen mit anderen Quellen zu vergleichen ...

http://doedr.forumieren.net/t201p25-theresienstadt-haftlinge#2350

Heinrich Widmayer wurde Herbst 1944 wg. Betätigung für die Revolutionären Sozialisten von der Gestapo festgenommen. Namen seiner Mitstreiter hatte er trotz verschärfter Verhöre im Gestapogefängnis am Moritzplatz in Wien nicht verraten .. nach eineinhalb Wochen in die Kleine Festung Th. verbracht. Den Transport bewachten tschech. Gendarmen, die zuließen, daß ihm u.a. Gefangenen von tschech. Frauen am Bahnhof Lebensmittel zugesteckt wurden. Die Gendarmen erlaubten auch das Schreiben von Briefen an Angehörige während der Bahnfahrt nach Thdt. --- er überlebte die Gestapohaft in der Kleinen Festung u. wurde Mai 1945 befreit. Er kehrte zurück nach Österreich, trat der SPÖ bei, wurde Nationalrat. In einem Brief ans Landgericht Graz schilderte er seine Erlebnisse im Gestapogefängnis Kleine Festung Th. ... Widmayer wurde zu einem der wichtigsten Belastungszeugen im Prozess gegen Rojko
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Jerzy Kosiński

Beitrag von Dissident am Di Sep 12, 2017 3:08 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Jerzy_Kosi%C5%84ski  Jerzy Nikodem Kosiński (1933-1991) war ein US-amerikanischer Schriftsteller polnisch-jüdischer Herkunft.
Er wurde als Sohn von Mieczysław Lewinkopf und Elżbieta geb. Liniecka, im poln. Łódź geboren. Nach dem deutschen Angriff auf Polen musste er auf Grund seiner jüdischen Abstammung im Lande untertauchen. Dank eines gefälschten Taufzeugnisses überlebte er den 2. Weltkrieg in einer kath.-polnischen Familie. Er selbst hat später behauptet, sich in versch. Dörfern vor den Deutschen versteckt zu haben, was sich aber als unwahr herausstellte.

1950-1956 arbeitete er im Winter als Skilehrer in Zakopane u. in den Sommermonaten als Betreuer in Międzyzdroje. Dazwischen studierte er in Łódź Politik. Dieses Studium schloss er 1953 erfolgreich ab; 1955 folgte sein Universitätsabschluss in Geschichte. Anschließend arbeitete er an der Poln. Akademie der Wissenschaften in Warschau als Doktorand. Nachdem er aufgrund seiner Kritik an den politischen Verhältnissen in Polen mehrfach mit den Behörden in Konflikt geraten war, nutzte er 1957 die Möglichkeit zur Emigration in die USA. Dort schlug er sich zunächst mit versch. Gelegenheitsarbeiten durch, um wenig später u.a. mit Unterstützung der Ford Foundation seine wissenschaftl. Karriere fortzusetzen. Den Schwerpunkt seiner Forschungen bildeten Studien über die totalitäre Massengesellschaft u. deren Gesellschaftspsychologie.

1962 heiratete er die Millionärin Mary Hayward Weir, die junge Witwe eines Großindustriellen. 1965 erhielt er die US-Staatsbürgerschaft. Im darauffolgenden Jahr ließ er sich von seiner Frau scheiden. Sie starb 2 Jahre später. Durch die Verbindung mit Mary Weir gelangte Kosiński in engen Kontakt mit Kreisen der US-Machtelite aus Wirtschaft u. Politik. 1967-1968 war er an der Princeton University tätig. Nach der politischen Wende besuchte er 1989 Polen anlässlich des dortigen Erscheinens von The Painted Bird (Der bemalte Vogel), seinem ersten in Polen veröffentlichten Buch.

Kosiński betätigte sich 2x als Schauspieler: Im Filmdrama Reds .. 1981 von u. mit Warren Beatty sowie in der Komödie Hotline zum Himmel .. 1989 mit Sandra Bullock. Für die Komödie Willkommen Mr. Chance .. 1979 schrieb er auf Grundlage seines eig. Romans das Drehbuch u. wurde mit dem Writers Guild of America Award ausgezeichnet. 1991 beging er Selbstmord. Alsbald aufkommende Spekulationen, er sei während der Ausübung extremer sexueller Praktiken gestorben, wurden durch die Existenz eines Abschiedsbriefes entkräftet.

.. Roman The Painted Bird: Ursprünglich behauptete er, dies seien seine persönlichen Erfahrungen während des 2. Weltkrieges. Dies stellte sich später als Unwahrheit heraus. Das Werk handelt von einem Jungen, der während des Krieges durch Polen irrt u. sich versteckt hält. Der Roman wurde von einigen Kritikern als polenfeindlich betrachtet. Kosiński bestritt dies stets u. verwies darauf, daß die Nationalität des Jungen absichtlich nicht genannt werde.

Kritiker, unter anderem The Village Voice, warfen Kosiński vor, daß ein großer Teil seiner Werke nicht aus seiner Feder stamme. Sie verwiesen auf die großen Stilunterschiede zwischen seinen Werken u. behaupteten, seine Werke seien Plagiate von Werken unbekannter polnischer Autoren ..

https://en.wikipedia.org/wiki/Jerzy_Kosi%C5%84ski .. born Józef Lewinkopf, was an award-winning Polish-American novelist and two-time President of the American Chapter of P.E.N. --- to immigrate to the USA in 1957, he created a fake foundation, which supposedly sponsored him. He later claimed he forged the letters from prominent communist authorities guaranteeing his loyal return to Poland, as were then required for anyone leaving the country --- Kosiński later in 1968 married Katherina "Kiki" von Fraunhofer (1933-2007), a marketing consultant and a member of the Bavarian nobility ---
Kosiński suffered from multiple illnesses towards the end of his life, and he was under attack from journalists who accused him of plagiarism. By his late 50s, he was suffering from an irregular heartbeat, as well as severe physical and nervous exhaustion. He committed suicide 1991, by ingesting a lethal amount of alcohol and drugs and wrapping a plastic bag around his head, suffocating to death. His suicide note read: "I am going to put myself to sleep now for a bit longer than usual. Call it Eternity." ---
The Painted Bird: .. After being translated into Polish, it was read by the people with whom the Lewinkopf family lived during the war. They recognized names of Jewish children sheltered by them (who also survived the war), depicted in the novel as victims of abuse by characters based on them. Also, according to Iwo Cyprian Pogonowski, The Painted Bird was Kosiński's most successful attempt at profiteering from the Holocaust by maintaining an aura of a chronicle ---
According to Eliot Weinberger, an American writer, essayist, editor and translator, Kosiński was not the author of The Painted Bird. Weinberger alleged in his 2000 book Karmic Traces that Kosiński was not fluent in English at the time of its writing .. "For years Kosinski passed off The Painted Bird as the true story of his own experience during the Holocaust..." ---
Journalist John Corry wrote a article in The New York Times in Nov. 1982, responding and defending Kosiński, which appeared on the front page of the Arts and Leisure section. Among other things, Corry alleged that reports claiming that "Kosinski was a plagiarist in the pay of the C.I.A. were the product of a Polish Communist disinformation campaign." ..  Zbigniew Brzezinski, a friend and fellow Polish emigrant ---
Kosiński was friends with Roman Polanski, with whom he attended the National Film School in Łódź, and said he narrowly missed being at Polanski and Sharon Tate's house on the night Tate was murdered by Charles Manson's followers in 1969, due to lost luggage. His novel Blind Date discussed the Manson murders.
1984, Polanski denied Kosiński's story in his autobiography. Journalist John Taylor of New York Magazine believes Polanski was mistaken. "Although it was a single sentence in a 461-page book, reviewers focused on it. But the accusation was untrue: Jerzy and Kiki had been invited to stay with Tate the night of the Manson murders, and they missed being killed as well only because they stopped in New York en route from Paris because their luggage had been misdirected." The reason why Taylor believes this, is that "a friend of Kosiński's wrote a letter to the Times, which was published in the Book Review, describing the detailed plans he and Jerzy had made to meet that weekend at Polanski's house on Cielo Drive. Few people saw the letter." The NYM article does not contain the name of this friend, nor the particular issue of the Book Review in which this letter is supposed to have been published, nor names of the 'few' who may have read the letter.
Kosiński was also friends with Wojciech Frykowski and Abigail Folger. He introduced the couple ---

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen.html#Wiesel .. Behauptung, seine "Kindeserlebnisse" seien durch die Erlebnisse in einem KZ geprägt .. Norman Finkelstein bewertete sein Lügenbuch "Der bemalte Vogel" als "der erste grosse Holocaust-Schwindel". Pikant: Der Lügner Kosinski verfügte über einen Universitätsabschluss in Geschichte, u. damit kann seine Lügerei nicht einmal als psychische Krankheit gewertet werden, sondern seine Lügen waren voll absichtlich sadistisch, um gegen Deutschland un.gegen die deutsche Bevölkerung Kasse zu machen ..
- ein klassisches Lügenbuch mit einer erfundenen KZ-Vergangenheit, alles gelogen - Mit schönen, sinnlich anmutenden Buchdeckeln wurden die Lügen gut verpackt, u. "der Markt" kaufte die Lügen willig ohne nachzudenken, die Verlage machte mit den Lügen Kasse, obwohl bereits nach wenigen Monaten bekannt wurde, dass Kosinski nie in einem KZ gewesen war ---
Die deutsche Regierung ist bis heute (2010) nicht bereit, solche Lügenromane, die Deutschland "fertigmachen", verbieten zu lassen, sondern diese skandalösen Lügengeschichten über erfundene KZ-Aufenthalte sind weiterhin im Handel, in diesem Fall von Kosinski "antiquarisch" oder neu. Der tote Fälscher Kosinski dient dem Buchhandel u. den Verlagen immer noch als Einnahmequelle...
1990 wurde Kosinski - trotz massiven Widerstands jüdischer Kreise - durch ein Gerichtsurteil in den USA gezwungen, bei seinem Buch auf den Untertitel "Erinnerungen" zu verzichten u. das Buch als "normale Fiktion" zu erklären. Von der Presse wurde Kosinski nun als "Fälscher" bezeichnet ..
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Re: Gerichts- und Zeitzeugen der anderen Art

Beitrag von Dissident am Mi Sep 13, 2017 10:34 am

http://www.hist-chron.com/judentum-aktenlage/hol/falsche-holocaust-behauptungen002.html .. Auschwitz-Lüge 25.6.2016: Joseph Hirt hat Blick auf Mengele u. Flucht aus Auschwitz ERFUNDEN - Selbst ernannter KZ-Flüchtling: Angeblicher Auschwitz-Überlebender outet sich als Lügner
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/holocaust-angeblicher-auschwitz-ueberlebender-outet-sich-als-luegner-a-1099807.html

.. Alles GELOGEN: Der KZ-Aufenthalt, die Tätowierung, und die Begegnung mit Mengele - Joseph Hirt sah dem KZ-Arzt Mengele in die Augen u. floh aus dem Lager Auschwitz. Behauptete er. Dann überprüfte ein Lehrer aus dem US-Bundesstaat New York diese Angaben u. fand heraus: alles erfunden.

"Den Geistern des Holocaust begegnen" heißt ein Artikel, der im Jahr 2006 bei philly.com veröffentlicht wurde. Darin berichtet Joseph Hirt über seine Erfahrungen im KZ Auschwitz, in dem er angebl. 8 Monate einsaß, bevor ihm die Flucht gelang. Lange habe er geschwiegen, jetzt sei der Moment gekommen, um sich zu öffnen. 10 Jahre später geht Hirt erneut an die Öffentlichkeit - diesmal allerdings, um eine Lüge zu beichten: "Ich war kein Gefangener in Auschwitz", erklärte Hirt am Donnerstag in einem Brief an das Internetportal "Lancaster Online". Er entschuldigte sich dafür, daß er seine Person fälschlicherweise in Verbindung mit dem KZ gebracht habe.
Eine große Lebenslüge für einen 91-Jährigen aus Adamstown im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die tätowierte Gefangenennummer? Gehörte einem anderen. Die Exekution, der er knapp entkam? Eine Legende. Der kath. Priester, der ihn in Italien vor dem sicheren Tod durch ein deutsches Erschießungskommando rettete? Wer weiß ..
.. Auf zahlreichen Informationsveranstaltungen berichtete er, er sei in Auschwitz unter einem elektrischen Zaun hindurchgekrochen u. habe nach seiner Flucht gerade mal 30 Kilo gewogen. Im Lager habe er dem berüchtigten KZ-Arzt Josef Mengele Auge in Auge gegenübergestanden. Mit seinem Vater will er 1936 sogar die Olympischen Sommerspiele in Berlin besucht u. Adolf Hitler gesehen haben, als dieser sich weigerte, die Hand des schwarzen Athleten Jesse Owens zu schütteln.

[Die Daten von Joseph Hirt passen nicht - Lehrer Andrew Reid aus New York State lässt Hirt auffliegen: KZ-Aufenthalt ist GELOGEN, Häftlingsnummer ist GELOGEN, Begegnung mit Mengele ist GELOGEN - und der Psychopath wird "Psychologe" (!)] Der Einzige, der laut Pennlive.com Verdacht schöpfte, war ein Lehrer aus dem US-Bundesstaat New York. Der Mann namens Andrew Reid nahm im April an einer Veranstaltung in Lowville teil, auf der Hirt aus seinem fiktiven Leben als Holocaust-Überlebender berichtete. Der Lehrer recherchierte die Daten: Hirt hatte angegeben, er sei 1941 nach Auschwitz gebracht worden u. am 31.3.1942 von dort geflohen. Der polnische Gefangene, dem die von Hirt genutzte Häftlingsnummer zugeordnet werden konnte, soll erst 1944 im Lager angekommen sein.

Die Auschwitz-interne Praxis, die Gefangenennummern auf den linken Unterarm zu tätowieren, soll sich dem Bericht zufolge erst 1943 durchgesetzt haben. Das Staatl. Museum Auschwitz-Birkenau soll Reid bestätigt haben, daß in dem von Hirt angegebenen Zeitraum lediglich eine Flucht dokumentiert wurde - u. dieser Gefangene sei nicht Hirt gewesen. Auch ein Treffen mit Mengele sei unmöglich gewesen, da dieser erst Mai 1943 nach Auschwitz gekommen sei, bemängelte Reid. Die angebl. Grußverweigerung Hitlers gegenüber Jesse Owens sei unter Historikern ohnehin umstritten.

Joseph Hirt wurde nach dem Krieg Psychologe. Er hat 2 Töchter, 1 Sohn u. mehrere Enkelkinder. Einer seiner Neffen sagte Pennlive.com: "Die Geschichten sind komplett erfunden, was die Auschwitz-Sache betrifft." .. Für Holocaust-Überlebende u. ihre Familien bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Da hilft auch die Reue des angeblichen Genozid-Zeugen wenig. "Ich hatte unrecht. Ich bitte um Vergebung."

[Herr Hirt hat weiterhin Webseiten im Internet, wo er sich als Auschwitz-Opfer darstellt und wo man "spenden" darf, z.B. auf http://www.ahi-il.org/survived-holocaust-13...]
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Bruno Apitz

Beitrag von Dissident am Mi Okt 11, 2017 5:07 pm

http://doedr.forumieren.net/t111p50-dachau-haftlinge#2560
http://www.deutschlandfunkkultur.de/buchenwald-gedenken-mythen-und-luegen-des-ddr-antifaschismus.976.de.html?dram:article_id=344339 .. in Buchenwald war er nur noch Jude, Häftling, eine Nummer. Noch wichtiger aber wurde, was er nicht war: Kommunist. Die fehlende Gesinnung erwies sich als lebensbedrohlich: "In der größten Not haben sie ja nicht gewusst, wer ist Kommunist u. wer ist nicht Kommunist. Nur, wenn einer die Macht hatte, spielten die Kommunisten sie aus. Wurden die Kommunisten vorgezogen. Und kein Feingold. Feingold war überhaupt ein Dorn im Auge. Auch auf dem Block. Man hat mich dargestellt, als ob ich vorher ein Großunternehmer, ein Industrieller gewesen wäre. Und jetzt unter den kleinen Leuten, was tut der eigentlich da? So ungefähr. Wer einmal ein Krösus war, ist jetzt ein Niemand." ..

.. Buchenwald. Dort traf er den Schriftsteller Bruno Apitz. Was der später in seinem Buch schrieb, "Nackt unter Wölfen", hat Feingold so nicht erlebt. Auch Apitz verbreitete die Lüge von der Selbstbefreiung u. ihr folgten weitere .. Apitz erzählt die Geschichte des jüd. poln. Jungen Stefan Jerzy Zweig, der durch die Kommunisten im Lager "Buchenwald" gerettet wird. Eine Heldengeschichte, die als authentisch verkauft wird, an der jedoch fast nichts stimmt .. Kaum etwas in dem gefeierten Heldenepos entspricht der Wahrheit. Der Stoff wird trotzdem 3x verfilmt, 1960, 1963 u. 2014, immer nach Apitz' Vorlage. Zuletzt zwar nach einem der unveröffentlichten Manuskripte, von denen es mehrere gab, doch immer noch ist manches historisch falsch. Trotzdem gewann die jüngste Fassung den Deutschen Fernsehpreis 2016 .. daß der Vierjährige sein Überleben eher den Kommunisten im Lager als seinem jüd. Vater verdankt, ist falsch. Ebenso wie die Solidarität von jüd. u. kommunistischen Häftlingen. Im Kampf ums Überleben erwiesen sich die Kommunisten als deutlich stärker, mitunter auf Kosten der Juden .. daß sich kommunistische Häftlinge mitschuldig gemacht haben .. fehlt komplett. Wichtige, unangenehme Wahrheiten lässt Apitz aus .. KZ-Häftlinge, die von ihren kommunistischen Mitgefangenen zu Tode gespritzt worden sind .. Einer dieser Täter hieß Helmut Thiemann. Thiemann nannte sich Rolf Markert. Möglicherweise auch, weil US-Behörden nach ihm wegen seiner Rolle im KZ fahndeten .. In einem internen Bericht für die Partei schrieb Helmut Thiemann nach Kriegsende: "Im Lager hatten wir eine Zeit lang ca. 1000 freiwillige Wlassow-Leute. Die russ. Genossen verlangten von uns die Beseitigung derselben. Wir konnten ungefähr 176 Mann vernichten." Thiemann hat gestanden, daß von ihm u. seinen Genossen 176 Menschen durch das sogen. Abspritzen getötet wurden. Die Dunkelziffer in Buchenwald u.a. Lagern dürfte weit höher sein .. Thiemann behielt seinen Decknamen Rolf Markert, wurde in den Dienst der Volkspolizei aufgenommen u. ging als Generalmajor 1981 in den Ruhestand. Der SED-Bezirksleitung Dresden gehörte er bis 1989 an ..
Unter den Kommunisten in Buchenwald befanden sich demnach Mörder .. Wenn man weiß, es gibt 56.000 Tote in Buchenwald u. 72 davon waren Kommunisten. Dann ist das eine Aussage für sich u. stellt ganz massiv die Frage: Wie ist das möglich gewesen? .. Als Buchenwald befreit wird, wundern sich die US-Soldaten über den auffallend guten körperlichen Zustand einiger Gefangener. Es handelt sich um kommunistische Vorzugshäftlinge. Wie in Auschwitz wird auch in Buchenwald eine gründliche Bestandsaufnahme vorgenommen, gilt es doch, Kriegsverbrechen zu dokumentieren, sagt Ines Geipel: "In dem Moment, als die Alliierten im Lager sind, kommt es vor allem von Seiten der Franzosen u. von Seiten der Polen zu schweren Anwürfen gegenüber dem kommunistischen deutschen Widerstand. Das wird alles aufgenommen, da gibt es Dossiers. Und das erste Dossier im April 1945 sagt aus, daß es unterhalb des SS-Terrors einen deutschen kommunistischen Terror gab, der das Lager hat disziplinieren können."
Die kommunistischen Gefangenen bekommen von den SS-Mannschaften die Vollmacht, für die Lagerdisziplin zu sorgen. Kommunisten werden somit weisungsberechtigt. Die Nazis hatten die Häftlinge bereits in Kategorien sortiert, diese Einteilung wird nun ergänzt. Für die Kommunisten gibt es wertvolle Häftlinge u. weniger schützenswerte ..
.. Feingold als ehem. Buchenwald-Häftling machte mit einigen Kommunisten in versch. KZ eine Reihe schlimmer Erfahrungen. Er erlebte, daß sie ihre Gesinnungsgenossen schützten, andere Häftlinge opferten. So hatten Häftlinge in Buchenwald weitaus größere Chancen zu überleben, wenn sie ins sogen. Maurerkommando aufgenommen wurden, das immer neue Gebäude auf dem KZ-Gelände errichtete. Feingold: "Ich durfte nicht Maurer werden u. das war eine Lebensfrage. Wer hat das verhindert? Wer war das? Der Karlebach. Er hat mich nicht nennen wollen: Du bist kein anständiger Kommunist. Er war in Buchenwald der Blockälteste von Block 22. Ein ausgesprochener Judenblock. Auch nachher, als 450 Juden von Buchenwald nach Auschwitz transportiert worden sind, die keine Maurer waren, war er dafür zuständig .." ..
.. Offiziell wurde die DDR ausschließlich als antifaschistischer Staat dargestellt, in dem es keine Täter gab. In den Partei- u. Regierungskreisen kannte man dagegen die wahre Vergangenheit der meisten Genossen. Daß sich ehem. KZ-Häftlinge schuldig gemacht .. hatten, war für Exil-Kommunisten wie Walter Ulbricht eine überaus wertvolle Information. Die sogen. Moskauer hatten den Krieg in der Sowjetunion abgewartet u. waren nicht gewillt, die Macht den angeblich moralisch überlegenen Widerständlern der Lager zu überlassen. Mit den Dossiers hatten sie ein wertvolles Druckmittel in der Hand, die ehem. KZ-Häftlinge gefügig zu halten ..

http://www.tagesspiegel.de/politik/gedenken-an-befreiung-buchenwalds-haeftlinge-von-einst-erinnern-sich/11624810.html .. Am Rande der Kranzniederlegung in der KZ-Gedenkstätte kam es beinahe zu einem Eklat, als linksgerichtete Teilnehmer den ehem. Häftling Marko Max Feingold zum Beenden seiner Rede aufforderten. Der 101 Jahre alte Österreicher hatte geschildert, daß er den 11.4.1945 nicht als Häftlingsselbstbefreiung erlebt habe ..

https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Apitz .. Apitz (1900-1979) war begeisterter Anhänger Karl Liebknechts. Als er 17 war, hielt er eine Ansprache vor streikenden Arbeitern einer Munitionsfabrik, wofür er eine Gefängnisstrafe von 19 Monaten absitzen musste. Nach seiner vorzeitigen Entlassung 1918 beteiligte er sich in einer Leipziger Arbeiterhundertschaft an der Novemberrevolution .. 1919 wurde er SPD-Mitglied. Wegen Teilnahme am Buchhändlerstreik verlor er seine Lehrstelle.
Zur Zeit des Kapp-Putsches, an dessen Niederschlagung er aktiv beteiligt war, veröffentlichte er erste Gedichte u. Kurzgeschichten .. 1927 trat er der KPD u. der Roten Hilfe in Leipzig bei. 1930-1933 gehörte er dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller an u. war dessen Vorsitzender in Leipzig. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er mehrfach wg. sozialistischer Antikriegs-Propaganda verurteilt u. unter den Nationalsozialisten in versch. KZ inhaftiert. 1933 im KZ Colditz u. KZ Sachsenburg, 1934-1937 wg. Hochverrats im Zuchthaus in Waldheim, weil er versucht hatte, die Leipziger KPD wiederaufzubauen. Im Anschluss war er 8 Jahre lang (Häftlingsnr. 2417) im KZ Buchenwald. Dort war er ab 1938 im Bildhauer-Kommando u. ab 1942 im Pathologie-Kommando eingesetzt. Hier war er auch Conférencier in „Lagerkonzerten“, schrieb Gedichte u. betätigte sich mit Schnitzarbeiten. Nach 1945 arbeitete er als Verwaltungsdirektor der Leipziger Theater. 1946 war er Gründungsmitglied der SED. Seit 1949 war er als Redakteur bei der Leipziger Volkszeitung tätig u. für die Koordination der Volkskorrespondenten zuständig. Außerdem arbeitete er als Dramaturg der DEFA u. Hörspielautor. Als freischaffender Schriftsteller war er Mitglied im Hauptvorstand des Deutschen Schriftstellerverbands. 1958 erschien sein erstes Buch, der Roman Nackt unter Wölfen, der ihm, in 30 Sprachen übersetzt, zu Weltruhm verhalf. Die DEFA verfilmte sein Buch 1963 unter der Regie von Frank Beyer. Apitz selbst arbeitete als Drehbuchautor u. Schauspieler an der Verfilmung mit. Nackt unter Wölfen wurde 2015 unter Regie von Philipp Kadelbach erneut verfilmt.
1959 folgte dann die Novelle Esther im Almanach des P.E.N.-Zentrums. Diese entstand jedoch bereits wesentlich früher u. gilt daher als Apitz’ älteste erhaltene Prosaarbeit. Sie wurde 1969 zu einer Oper verarbeitet. Apitz war Mitglied der Akademie der Künste u. des P.E.N.-Club der DDR. 1976 erschien sein autobiogr. Roman Der Regenbogen.

http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/170621/bruno-apitz-und-die-staatssicherheit .. sein Tatsachenbericht "Das war Buchenwald!" (1946), welcher über das Grauen u. Elend im KZ Buchenwald berichtet... Möglicherweise hinderte Apitz’ Tätigkeit beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) u. sein lebenslanges Bekenntnis zum Kommunismus u. zur DDR bislang, sich ihm biografisch zu nähern .. Apitz stand von Aug. 1957 - Okt. 1959, in Verbindung mit dem MfS u. wurde als DA "Brendel" für den Postempfang eingesetzt. Seine Aufgabe als DA (Deckadresse) bestand darin, die an ihn gerichtete Post ans MfS weiterzuleiten, sofern sie von politischem Interesse war. Zusätzlich fertigte er fürs Ministerium Berichte an .. Der Führungsoffizier "Heinz Wegner" (Hauptabt. II) traf sich mehrfach mit Apitz in dessen Berliner Wohnung oder im Café "Praha" u. erkundigte sich zu seinem Arbeits- u. Bekanntenkreis .. Die Staatssicherheit interessierte sich für dessen Korrespondenz mit Martin Gustav Schmidt (1926-1988), seinem damal. Lektor von "Nackt unter Wölfen" vom Mitteldeutschen Verlag Halle. Das MfS hatte aus seiner Sicht allen Grund, Schmidt mit besonderem Misstrauen zu beobachten. Schmidt wartete noch ab, bis Apitz seine Arbeit an "Nackt unter Wölfen" beendete, um dann schnellstmöglich Mai 1958 in die BRD zu flüchten. Ohne zuvor etwas davon gewusst zu haben, erfuhr Apitz erst Juni 1958 während einer Schriftstellerkonferenz von Schmidts Flucht. Daraufhin informierte er den Führungsoffizier "Wegner" von sich aus über Schmidt u. schrieb am 15.7.1958 einen Bericht über dessen "Republikflucht" ..
Feb. 1987 veröffentlichte die "Süddeutsche Zeitung" einen Artikel von Martin Gregor-Dellin (wie sich Martin Gustav Schmidt später nannte), in welchem er seine Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Apitz schildert .. Gregor-Dellin machte später in der BRD Karriere als Wagner-Biograf u. Feuilletonschreiber in der "Süddeutschen Zeitung". Als Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland u. als dessen Präsident von 1982-1988 übte er bedeutenden Einfluss auf den Literaturbetrieb in der BRD aus ..
Apitz, der nie ein hoher Partei- oder Staatsfunktionär war, - ein überzeugter u. leidenschaftlicher Anhänger des real existierenden Sozialismus in der DDR .. Mit Sicherheit bestanden auch personelle Verbindungen, die sich aber anhand der Akten kaum noch rekonstruieren lassen. So waren ein Teil seiner gut bekannten Buchenwalder Kameraden, wie beispielsweise Richard Großknopf, in den 1950er Jahren leitende u. ranghohe Mitarbeiter beim MfS gewesen ..
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2x Berman

Beitrag von Dissident am Mo Nov 06, 2017 4:25 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Berman - Adolf Abraham Berman (1906-1978) war ein polnisch-israelischer Politiker u. Aktivist. Er besuchte die Universität Warschau .. Während seiner Studienzeit trat er der marxistisch-zionistischen Organisation Poalei Zion bei u. gab 2 Zeitschriften heraus, eine auf Polnisch sowie eine auf Jiddisch. Während des 2. Weltkriegs gehörte er zur Führung des jüdischen Untergrunds im Warschauer Ghetto u. war Mitglied des Präsidiums des Nationalen Komitees. Er fungierte darüber hinaus als Generalsekretär der Untergrundorganisation Żegota .., sowie der Kinderhilfsorganisation Tsentum in Warschau. Nach dem Krieg wurde er Abgeordneter des Sejm u. 1947 Vorsitzender des Zentralkomitees der poln. Juden. Er musste April 1949 vom Posten als Vorsitzender zwangsweise abtreten, da er Zionist war. 1950 ging er nach Israel, wo er der sozialistischen Partei Mapam beitrat. Er wurde nach den Wahlen 1951 als Abgeordneter in die Knesset gewählt, allerdings verließ er am 20.2.1952 die Mapam u. formierte zusammen mit dem Araber Rostam Bastuni u. Mosche Sneh die Linke Fraktion. Am 1.11.1954 trat Berman der Kommunistischen Partei Israels (Maki) bei u. wurde Mitglied in deren Zentralkomitee. Nach den Knessetwahlen 1955 verlor er seinen Parlamentssitz. 1961 sagte er beim Verfahren gegen Adolf Eichmann in Israel aus. Er zeigte dabei dem Gericht ein Paar Kinderschuhe, die er auf den Feldern von Treblinka aufgesammelt hatte. Er war Mitglied des Präsidiums der Weltorganisation der Jüd. Partisanen u. ehem. Häftlinge der Nazis .. sein älterer Bruder Jakub galt als Stalins rechte Hand in Polen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jakub_Berman  Jakub Berman (1901-1984) war ein polnischer kommunistischer Politiker .. 1928 Mitglied der Kommunistischen Partei Polens u. Jugendfunktionär. 1939 floh er in den sowjetisch besetzten Teil Polens nach Białystok u. dann weiter nach Minsk, wo er als Journalist arbeitete. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 entkam er nach Moskau. Wenig später arbeitete er als Ausbilder an der nach Ufa verlegten Komintern-Schule, .. Dez. 1943 wurde er von Stalin in den Kreml eingeladen u. gewann dabei offenbar das Vertrauen des Diktators. Seit Aug. 1944 gehörte er dem neuen Politbüro, später auch dem ZK der Poln. Arbeiterpartei (PPR) an. Neben Bolesław Bierut u. Hilary Minc bildete er in den folgenden Jahren das Führungs-Triumvirat der stalinistischen Parteiführung, wobei er für die Staatssicherheit, Propaganda u. Ideologie zuständig war. Er war damit einer der Hauptverantwortlichen für die blutige Unterdrückung der antikommunistischen Opposition im Polen der 2. Hälfte der 1940er Jahre. Dez. 1948 erfolgte die Vereinigung von Kommunistischer u. Sozialistischer Partei zur Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP). Es setzten sich aber Vertreter der stalinistischen Linie durch. Der Stalinist Bolesław Bierut entmachtete Gomułka u. ließ ihn später internieren. In Partei u. Gesellschaft wurden Säuberungen u. Umstrukturierungen durchgeführt. März 1953 starb Stalin; in der Sowjetunion u.a. Ländern begann ein Prozess der Entstalinisierung. Febr. 1956, während des XX. Parteitages der KPdSU, rechnete der KPdSU-Chef Chruschtschow mit den Verbrechen Stalins ab. Bierut, Parteichef der PVAP, erlitt nach dieser Rede einen Herzanfall u. blieb nach dem Ende des Parteitages in Moskau.
4 hochrangige Funktionäre, die Bierut nach Moskau begleitet hatten – Berman sowie Jerzy Morawski, Józef Cyrankiewicz u. Aleksander Zawadzki – erstatteten am 28.2.1956 dem Politbüro der PVAP Bericht über die Geheimrede Chruschtschows. Danach beschloss das Politbüro, wichtige Parteiaktivisten vom 3. bis 4.3. nach Warschau einzuberufen, um auch sie über die Rede zu informieren. 3 Tage nach diesem ersten Treffen kam eine größere Gruppe von Parteikadern in Warschau zusammen, die harsche Kritik an der seit 8 Jahren mit harter Hand führenden Regierung Bierut u. der weiteren Zugehörigkeit von Stalinisten zum Politbüro äußerten. Der vollständige Text der Chruschtschow-Rede war in der PVAP offiziell noch nicht in Umlauf; das was von ihrem Inhalt durchgesickert war löste eine Flut Bierut-kritischer Kommentare aus. Bierut hielt von Moskau aus telefonisch engen Kontakt mit Warschau; so erfuhr er vom rapiden Schwund seiner Autorität in Polen. Bieruts plötzlicher Tod am 12.3. – wohl an Herzversagen u. einer Lungenentzündung – bewirkte ein Machtvakuum u. gab der Entstalinisierung in Polen einen enormen Schub. Gegen den Willen des neuen Kremlchefs wählte die PVAP Edward Ochab zum Nachfolger Bieruts. 1956 streikten Tausende von Arbeitern in der westpolnischen Stadt Posen. Aus dieser Bewegung (Posener Aufstand), die zunächst materielle Hintergründe hatte, wurde rasch ein politischer Aufstand; diesen ließ die Parteiführung am 28.6.1956 blutig niederschlagen. Der Streit über das weitere Vorgehen vertiefte den Konflikt im Politbüro. Verschärft wurde die Lage durch die politische Entwicklung in Ungarn, wo sich tiefgreifende Auseinandersetzungen innerhalb der Gesellschaft abzeichneten. Während die stalinistische Fraktion in Polen – nach ihrem Treffpunkt in einem ehem. Potocki-Palast auch Natolin-Gruppe genannt – für eine Fortsetzung des politischen Kurses plädierte, sprachen sich die Liberalen (auch Puławy-Gruppe genannt) für eine gesellschaftl. Reformbewegung aus, die die Diktatur des Proletariats allerdings nicht antasten wollte. Letztere setzten sich durch. Der stalinistische Vorsitzender der Staatl. Kommission für Wirtschaftsplanung Hilary Minc musste zurücktreten, der rehabilitierte ehem. Generalsekretär Władysław Gomułka kehrte am 21.10. im Triumph an die Macht zurück, obwohl Moskau dem zunächst nicht zustimmen wollte, seine Truppen mobilisierte u. die komplette Parteiführung zu einem unangemeldeten Blitzbesuch in Warschau eingetroffen war (19.10.1956). Berman verließ 1956 die Parteiführung. Der Umschwung Okt. 1956 (polnisch odwilż październikowa – „Tauwetter“) wurde auch in anderen Ostblock-Ländern beachtet. In Anlehnung an die Revolution von 1848 verfassten Studenten der Techn. Universität Budapest am 22.10.1956 eine Erklärung, in der sie bürgerliche Freiheitsrechte u. Parlamentarismus sowie nationale Unabhängigkeit forderten. Den Studenten wurde am 23.10. eine Demonstration zur Solidarität mit dem polnischen Arbeiteraufstand genehmigt. Diese Demonstration wurde zum Beginn des Ungarischen Volksaufstandes. Berman wurde Mai 1957 als einer der Schuldigen für die „Irrtümer u. Fehler der Stalin-Ära“ aus der PZPR ausgestoßen. Bis zum Erreichen des Rentenalters arbeitete er im Folgenden für den staatseigenen Verlag Książka i Wiedza. Von den Folgen eines schweren Autounfalls 1980 gezeichnet, starb er 4 Jahre später vergessen in Warschau ..
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