Archäologische und andere Besonderheiten in Österreich

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Archäologische und andere Besonderheiten in Österreich

Beitrag von Dissident am Mo Aug 29, 2016 5:46 pm

http://noe.orf.at/news/stories/2793585/

Ur-Mammut auf A5-Baustelle entdeckt

Eine sensationelle Entdeckung haben Experten der Geologischen Bundesanstalt auf einer Baustelle an der Nordautobahn (A5) bei Bullendorf (Bezirk Mistelbach) gemacht. Sie fanden bei geologischen Aufnahmen Reste eines Ur-Mammuts.

Das Team der geologisch-paläontologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien barg, wie erst am Montag bekanntwurde, Mitte August die Fossilien. Die Forscher legten diese in einer mehrtägigen Notgrabung gemeinsam mit der ASFINAG frei. Bei den sensationellen Mammutresten handelte es sich um Wirbelknochen und zwei vollständig erhaltene, zweieinhalb Meter lange Stoßzähne.

Mammutstoßzähne mit Gips stabilisiert

Nach der Freilegung wurden die Stoßzähne mit Gipsbandagen stabilisiert und in das Naturhistorische Museum Wien transportiert. Die Zähne und Knochen dürften zu einem einzigen Tier gehören, das im Schlamm der Ur-Zaya eingebettet war, hieß es seitens der Experten. Die Paläontologen vermuten, dass es sich nicht um das „gewöhnliche“ Wollhaarmammut handelt, das während der späten Eiszeit in Ostösterreich verbreitet war, sondern um eine wesentlich ältere Ur-Mammut-Art.

In den kommenden Monaten müssen die Fossilien aufwendig präpariert und gehärtet werden. Erst danach werden sie für weitere wissenschaftliche Untersuchungen verfügbar sein. „Wir müssen vor allem das Austrocknen der Knochen verhindern, denn dann werden sie schnell brüchig“, sagte NHM-Forscher Oleg Mandic. In der Umgebung der Mammutüberreste nahmen die Wissenschaftler auch weitere Proben, anhand derer Rückschlüsse auf die klimatischen Verhältnisse, in denen das Tier einst lebte, gezogen werden können.
Überreste vermutlich um eine Million Jahre alt

Mammutüberreste aus dem Pleistozän (vor 2,6 Mio. bis etwa 12.000 Jahren) seien vor allem in Lössablagerungen in Niederösterreich zwar relativ häufig, „in dieser Qualität sind Funde aber sehr rar. Vor allem die beiden zweieinhalb Meter großen Stoßzähne sind eine Seltenheit“, sagte Mandic. Das Team der geologisch-paläontologischen Abteilung des NHM geht davon aus, dass die Überreste ungefähr eine Million Jahre alt sind und damit aus dem Altpleistozän stammen.
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Re: Archäologische und andere Besonderheiten in Österreich

Beitrag von Dissident am Mi Sep 07, 2016 11:46 am

http://derstandard.at/2000043953367/Aelter-als-OetziSuedtiroler-Gletscher-gab-fast-6-000-Jahre-alten
Südtiroler Gletscher gab 6.000 Jahre alten Schneeschuh frei
Der Gletscher am Gurgler Eisjoch im Pfossental in Südtirol hat einen außerordentlichen archäologischen Schatz freigegeben: einen Schneeschuh, der offenbar älter ist als die Gletschermumie Ötzi. - - -
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Re: Archäologische und andere Besonderheiten in Österreich

Beitrag von Dissident am Mi Okt 18, 2017 9:08 am

http://tirol.orf.at/news/stories/2872630/  Fisser Blochziehen: Der Bloch ist im Dorf

Die wichtigste Vorbereitung für das alle vier Jahre stattfindende Fisser Blochziehen ist erledigt. Vor wenigen Tagen wurde in Fiss (Bezirk Landeck) eine 200 Jahre alte Zirbe gefällt – der „Blochbaum“. Damit ist der Bloch im Dorf. Das Fisser Blochziehen gilt als einer der originellsten Fasnachtsbräuche im Alpenraum und ist eine der urigen Tiroler Fasnachten ..

Gemeinsames Gebet für 200 Jahre alte Zirbe

Der heurige Blochbaum ist über 200 Jahre alt, ca. 30 Meter hoch und rund 6 Tonnen schwer. Gefällt wurde er fachmännisch von Forstarbeiter Gabriel Schmid im Fisser Gemeindewald. Nach dem Fällen wurde die Zirbe offiziell übergeben und ein gemeinsames Dankgebet gesprochen.

"Das gemeinsame Gebet gehört genauso wie die gemeinsame Feier, nachdem der Baum gut in Fiss angekommen ist, zur Tradition des Blochziehens. Wir freuen uns, dass sich so viele Fasnachter, für die die intensive Vorbereitung bereits begonnen hat, die Zeit genommen haben, um den Baum „heimzuholen“, so Obmann Christian Kofler. Nach dem Fällen wurde der Baum nach Fiss gebracht, wo er bis zum 28. Jänner verwahrt wird.

Alle vier Jahre Fisser Blochziehen
Das Blochziehen, das seit 2011 in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Österreich aufgenommen ist und nur alle vier Jahre stattfindet, zählt mit über 300 Figuren auch zu den großen Tiroler Fasnachten. Allein 60 Figuren begleiten den Festumzug direkt rund um den geschmückten „Bloch“, der symbolisch für den Pflug steht, der die Felder zur Aussaat aufbricht und damit den Frühling einläutet.

Der Bär als Leitfigur 2018

Alle vier Jahre wählt der Ausschuss für das Fisser Blochziehen eine andere Leitfigur, die dann eine Art Hauptrolle beim Blochziehen spielt und mit der für das Blochziehen auch auf Plakaten geworben wird. Beim letzten Blochziehen vor vier Jahren war der „Miasmann“ die Leitfigur, beim kommenden Blochziehen wird das der „Bär“ sein. Ein großer, starker Bursch verkörpert dann den Bären. Er ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, wird vor dem ersten Anstieg eingefangen und vor den Bloch gespannt, um ein ungehindertes Fortkommen zu sichern. Das Bändigen des Bären bedeutet auch das Besiegen der Naturgewalten, sprich Winter, Kälte, Frost und Eis.
Bloch wird durch Fiss gezogen

Beim Festtagsumzug wird der Bloch auf einem geschmückten Holzschlitten von den Bärentreibern (Symbol der Naturbändiger), den Mohrelen, sowie den Bauern und Handwerkern durch das Dorf gezogen. Auch der Fuhrmann, der Bajatzl, der Giggeler oder die Schallner spielen wichtige Rollen. Eine genauere Erklärung zu den einzelnen Figuren beim Blochziehen und deren Bedeutung ist auf der Homepage aufgelistet.

http://www.blochziehen.at/
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