Menschen und Personalien

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Florian Klenk

Beitrag von Dissident am Do Apr 06, 2017 12:46 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Florian_Klenk  Florian Klenk (*1973) .. promovierter Jurist, studierte Rechtswissenschaft in Wien u. den Niederlanden u. strebte ursprünglich an, Strafverteidiger zu werden --- ist seit 2012 Chefredakteur der österr. Wochenzeitung Falter.

Während des Studiums war er bei helping hands engagiert, einer im Bereich der Rechtsberatung zum Fremdenrecht tätigen NGO. Viele der Fälle betrafen in dieser Zeit, den Jahren des Bosnienkrieges, Flüchtlinge aus dem ehem. Jugoslawien. Daneben arbeitete er auch als freier Mitarbeiter bei der Tageszeitung Kurier, wo er vorwiegend mit Gerichtsreportagen befasst war --- Er wurde freier Mitarbeiter u. Redakteur der Wiener Wochenzeitung Falter. Von 2005 an war er als Redakteur für Die Zeit in Hamburg tätig u. kehrte 2007 als Politikchef u. stellv. Chefredakteur zum Falter zurück. Seit 2004 betreibt er „Klenks Watchblog“. An der FHWien unterrichtet er am Institut für Journalismus & Medienmanagement Recherche. 2010 hatte er die Theodor Herzl-Dozentur für „Poetik des Journalismus“ an der Uni Wien inne.

--- Besondere mediale Aufmerksamkeit fanden Klenks Recherchen zum Fall des 2003 bei einem Polizeieinsatz in Wien ums Leben gekommenen Exil-Mauretaniers Seibane Wague u. des erstickten Schubhäftlings Marcus Omofuma --- 2007 war Klenk an der Aufdeckung der Amtsmissbrauchaffären in der Wiener Polizei im Zusammenhang mit dem Verein der Freunde der Wiener Polizei beteiligt. 2009 veröffentlichte er vertrauliche Akten aus der Weisungsabteilung des Bundesministeriums für Justiz, die den Verdacht politischer Einflussnahmen in sensiblen Strafverfahren gegen Politiker, Richter u. Polizisten nahelegten ---
In der Spenden- u. Spesenaffäre des ehem. österr. Finanzministers Grasser enthüllte er immer wieder versch. Vorgänge u. Machenschaften. 2010 publizierte er Auszüge aus ihm zugespielten Telefonüberwachungsprotokollen von Gesprächen Grassers mit mehreren Beratern u. Geschäftspartnern ---

website:  http://www.florianklenk.com/

http://doedr.forumieren.net/t87-burger-beginnen-sich-zu-wehren#2043 .. wurden die Identitären bei der Staatsanwaltschaft denunziert. Damit rühmte sich unter anderem der Falter-Chefredakteur Florian Klenk auf Twitter: "Ich hab die Identitären wegen 278a ("kriminelle Vereinigung") angezeigt. Hoffe die StA ermittelt."

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Dietrich Mateschitz

Beitrag von Dissident am Di Apr 11, 2017 4:27 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Mateschitz  Dietrich Mateschitz (*1944), auch bekannt als Didi Mateschitz .. ist Absolvent der Hochschule für Welthandel in Wien. Danach war er unter anderem als Handelsvertreter für Jacobs Kaffee u. den Zahnpastahersteller Blendax im Marketing tätig. 1984 gründete er zusammen mit seinen thailändischen Partnern Chaleo u. Chalerm Yoovidhya die Red Bull GmbH. Nach einer Abwandlung der Rezeptur des thailänd. Krating Daeng u. der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde Red Bull 1987 im Markt eingeführt .. wurde das Getränk zum Weltmarktführer bei Energydrinks. Red Bull ist die bekannteste österr. Weltmarke.
Über das Privatleben von Mateschitz ist wenig bekannt. Er hat einen 1993 geborenen Sohn. Laut Forbes wird das Vermögen von M. auf 12,91 Mrd. US-Dollar geschätzt, womit er als reichster Österreicher gilt; in der Liste der reichsten Menschen der Welt nimmt er Platz 64 ein (Stand: 2016).

Unternehmensführung

Am 4.5.2016 gab M. die Auflösung des zur Red Bull Media Group gehörenden TV-Senders Servus TV bekannt. Als einen der Gründe für die Schließung gab Mateschitz an, daß die bevorstehende Gründung eines Betriebsrats für die Unabhängigkeit des Senders „nicht gerade dienlich sei“. Weiter kommentiert er, daß der Betriebsrat "anonym, unterstützt von Gewerkschaft u. Arbeiterkammer" zustande gekommen wäre. Die "Unabhängigkeit, Eigenständigkeit u. Unbeeinflussbarkeit insbes. durch politische Parteien, egal welcher Richtung, war von Anfang an ein tragender Pfeiler von Servus TV" Nachdem sich die Mitarbeiter am selben Tag mehrheitlich gegen einen Betriebsrat ausgesprochen hatten, gab M. nur 1 Tag später bekannt, daß er seine Entscheidung, den Sender einstellen zu wollen, wieder zurückgenommen habe.

Mateschitz als Förderer

Mateschitz’ Leidenschaft gehört den Flugzeugen, die er auch sammelt. Seine Flying Bulls setzt er auch als Werbeträger ein. Für seine Flugzeuge ließ er in seiner Wahlheimat Salzburg den von Architekt Volkmar Burgstaller geplanten Hangar-7 errichten. Mateschitz gilt als Marketingspezialist. Sein Unternehmen ist bekannt für kreative Werbung u. tritt zudem als Sponsor vieler Extremsportarten u. -veranstaltungen wie dem Red Bull Dolomitenmann auf.

Gemeinsam mit dem österr. Bundesheer gab es Pläne, in Zeltweg (Steiermark) eine Aviatik-Akademie zu errichten. Diese Pläne sind mittlerweile gescheitert. Seit 2002 übernimmt er die Ausfallhaftung für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg.

2004 gründete Mateschitz mit seinem Freund Heinz Kinigadner die Stiftung Wings for Life, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittlähmung heilbar zu machen.

2012 spendete M. 70 Mio. €. Es war die bis dato drittgrößte Privatspende in der Geschichte Europas. Das Geld soll verwendet werden, um ein Forschungsprojekt der Paracelsus Mediz. Privatuniversität zum Thema Querschnittlähmung inkl. eines neuen Gebäudes am Bildungscampus „Competence Park“ in Salzburg mitzufinanzieren.


https://kurier.at/stars/die-welt-des-didi-mateschitz/1.045.290 --- „Wenn ich mal ausgehe, ist es nur, um mich zu überzeugen, daß ich tatsächlich nichts verpasse“ ---
Wenn er sich dann doch einmal zeigt, dann meist mit einer jungen Frau an seiner Seite. Elisabeth From oder Christiane Wiederer begleiteten ihn immer wieder auf Events. Seit 3 Jahren ist der 68-Jährige mit der Reiseverkehrsfachfrau Marion Feichtner zusammen. Vor einigen Jahren sagte M., er sei noch nicht verheiratet, weil er noch "nicht alt u. weise genug" sei. Einen 20-jährigen Sohn hat er aus einer 2jährigen Beziehung mit Anita Gerhardter. Sie ist Leiterin der Stiftung "Wings for Life" ---
M. Mutter war Volksschullehrerin, die ihn alleine großzog. In der Schule brillierte er nicht gerade. Ganze 10 Jahre studierte er, erst 2 Jahre Schiffsbau, dann Welthandel ---

Schon von Beginn an setzte er auf die Marketingstrategie, Extremsportler zu sponsern. Die Marke galt damit schnell als "cool". Heute gibt es täglich mehr als 2 Red Bull Events weltweit. Der Umsatz von Red Bull machte im Vorjahr mehr als 4 Mrd. € aus. Vor allem in Türkei u. Japan schnellte der Absatz nach oben. 49 % hält M. am Unternehmen --- 2001 hat er den "Taurus World Stunt Award" in Hollywood ins Leben gerufen, ihm bzw. Red Bull gehört eine Society-Zeitschrift, in der er selbst nicht zu sehen ist, er hat mehrere Fußball-Klubs, mischt mit 2 Rennställen in der Formel 1 mit, hat einen Fernsehsender gegründet u. einiges mehr.

Er lebt in einer 900-m²-Villa am Nonntaler Pflaster in Salzburg, hat aber auch eine Luxus-Wohnung in Salzburg-Aigen .. In Fuschl am See steht das Firmengebäude von Red Bull, sein Hangar 7 nahe des Flughafens Salzburg. Dort bewahrt er seine Flugzeugsammlung auf .. u. dann wäre da eine Insel auf Fidschi, die ihm angeblich gehören soll ---
Auch sonst gilt der Hans-Dampf-in-allen-Gassen als großzügig .. Sich selbst gönnt der fast 70-jährige Junggebliebene laut der Zeitschrift Gala eine 3-Tage-Woche ---

https://kurier.at/stars/die-geheimnisvolle-welt-des-dietrich-mateschitz/20.689.141 --- 2010 krönte er Sebastian Vettel zum jüngsten Formel-1-Weltmeister, im Vorjahr sprang Felix Baumgartner als lebende Red-Bull-Dose aus der Stratosphäre u. nun setzt sich M. im Murtal schon zu Lebzeiten ein Denkmal. 2014 kehrt der Formel-1-Zirkus nach 11 Jahren Pause zurück nach Spielberg. Bei sämtl. Traumprojekten verfolgt M. ein Credo: Nichts wird auf Kredit finanziert, alles wird aus dem Cashflow von Red Bull gezahlt --- besitzt er die traumhafte Südseeinsel Laucala. Hier kann man für 15.000 € pro Tag eine Villa vom Feinsten mieten --- er besitzt ein Landgut in Maria Alm --- Erben hingegen soll das Imperium des Ober-Bullen sein einziger Sohn Mark Gerhardter (*1993) --- Der nächste Schritt auf dem Weg zum Nachfolger: 4 Monate nach Marks 18. Geburtstag übertrug M. seinem Sohn die Hälfte der Salzburger Dietrich Mateschitz Verwaltungs OG. Die Gesellschaft hält mit 4 weiteren Firmen das private Vermögen des Milliardärs. Gemeinsam verwalten Vater u. Sohn die Auhof Residenz am Wolfgangsee. Das 2 Hektar große Anwesen mit Seezugang soll 12 Mio. € wert sein ---
erwarb M. das Renaissanceschloss Admontbichl in Obdach. Das Architekturjuwel gehörte jahrhundertelang zum Stift Admont --- Das Steirerschlössl in Zeltweg baute der Red-Bull-Boss zu einem Luxushotel um --- Ein ehem. Gutshof inkl. Schloss in Großlobming verwandelte sich in einen exklusiven Countryclub. Auch den Hofwirt in Seckau sowie das Schloss Thalheim in Pöls besitzt M. ---


https://kurier.at/sport/motorsport/mit-neid-lernt-man-umzugehen/770.624 ..M.: "Mit Neid lernt man umzugehen, überhaupt wenn man in Österreich lebt. Wir dürfen uns von so etwas nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir sind zweifelsohne ein Getränkehersteller, was nicht heißt, daß wir uns nicht auch in anderen Bereichen bewähren können"


http://doedr.forumieren.net/t154-bargeld-einschrankungen-und-negativzinsen#1632 Mateschitz-Zitat: "... Metternich war ein Lehrbub gegen das, was heute passiert. Das ureigenste aller Menschenrechte ist das auf Eigenverantwortung, und das nehmen sie dir. Sie manipulieren, reglementieren, überwachen, kontrollieren. Und der gläserne Mensch ist genauso ein Albtraum wie die Meinungsdiktatur. Jetzt will man auch noch das Bargeld abschaffen!
Wen bitte hat es zu interessieren, was und wo ich zu Abend gegessen habe oder was ich meiner Familie und Freunden zu Weihnachten schenke? ..."

http://doedr.forumieren.net/t16-diktatur-der-weicheier-und-gutmenschen#1633 .. Mateschitz-Zitat: "... Ich rede über Fakten, und ich rede über Scheinheiligkeiten. Ich rede darüber, daß keiner von denen, die „Willkommen“ oder „Wir schaffen das“ gerufen haben, sein Gästezimmer frei gemacht oder in seinem Garten ein Zelt stehen hat, in dem 5 Auswanderer wohnen können. Oder über die Grüne, die sich mit der Limousine mit dem zusammenklappbaren Fahrrad hinter das Parlament fahren lässt, dort aussteigt und die letzten Meter zum Hohen Haus radelt. ..."

http://doedr.forumieren.net/t193-ethnische-homogenitat#1631 --- Mateschitz-Zitat: "--- Wenn einer der höchsten Beamten in Brüssel sagt, daß Staaten mit Monokulturen von der Landkarte ausradiert gehören, dann mache hoffentlich nicht nur ich mir Sorgen. Aber es scheint schon so, daß sich niemand mehr die Wahrheit zu sagen traut, auch wenn jeder weiß, daß es die Wahrheit ist. ---"


https://www.wochenblick.at/mateschitz-ansage-establishment-in-panik/ --- Mateschitz-Ansage: Establishment in Panik! .. Für die schweigende Mehrheit dürften die Worte von Mateschitz „wie eine Erlösung“ gewirkt haben. („Wochenblick“ berichtete) Fürs linke Establishment in Österreich ist die politisch-unkorrekte Ansage unangenehm. Großer Jammer bei linken Journalisten In ihrer eingeübten u. wenig liebenswürdigen Süffisanz sind sich linke Kunst- u. Medienschaffende wieder einmal einig: Mateschitz würde „wie ein Wutbürger reden“ u. bediene die „Klischees der Rechtspopulisten“. Für ORF-Staatskünstler Florian Scheuba .. ORF-Redakteur Robert Wiesner .. Fabian Schmid, vom „Standard“, scheint angesichts der klaren Verurteilung der „Willkommens-Kultur“ nahe am emotionalen Zusammenbruch .. Das von M. angekündigte neue Medienprojekt lässt vor allem die journalistische Twitteria aufhorchen. Gründet der milliardenschwere Unternehmer nach ServusTV gar ein „rechtes Hetzportal“? ---

Die einschlägigen Journalisten-Kreise reagieren genau so, wie es Mateschitz in seinem Interview beschrieben hat. Im Interview zeigt er auf, daß alle Beobachter, die sich nicht einem klaren „Meinungsdiktat“ fügen, in Europa „als Verschwörungstheoretiker oder Rechtspopulist abgestempelt“ werden würden. Claus Pandi von der „Krone“ tat genau das u. unterstellte daraufhin auf Twitter „Aluhut“-Fantasien ---


https://bachheimer.com/menschen-und-personalien .. Weiter Aufregung nach dem Angriff von Mateschitz auf das „politisch korrekte“ Establishment. Die österr. Schickeria reagiert verstört bis niedergeschlagen .. Kommentar: "Richtig klasse gemacht vom Didi. Dem Establishment eine schöne Backpfeife verpasst. Die Reaktionen dieser Elite zeigen wieder einmal deren Beschränktheit. Es werden immer die gleichen Phrasen wiederholt, was anderes haben diese Typen - Äußerungen, wie denen von Redbull-Chef - nicht entgegenzusetzen. Die Elite ist einfach dumm u. hat nur Angst um ihre Pfründe."


http://unser-mitteleuropa.com/2017/04/12/staatskuenstler-und-gutmenschen-beleidigen-red-bull-mateschitz/ .. sagte M. im Interview, daß er für eine rigorose Grenzpolitik wäre. Er vergleicht das Land mit einem Unternehmen, wenn dieses Unternehmen so geführt wäre wie Österreich, wäre es innerhalb kürzester Zeit pleite .. Flüchtlingshelfer, die mit ihrer „Willkommensklatscherei“ den Flüchtlingen ein Bild vom „Paradies Europa“ vermittelten, u. somit zahlreiche kriminelle Schlepper in ihrem Tun bestätigten, beschweren sich in ihrem offenen Brief ..Anna Schiester, Initiatorin der Plattform „Flüchtlinge – Willkommen in Salzburg“ ---

http://www.epochtimes.de/politik/europa/red-bull-chef-plant-eigene-nachrichtenseite-es-beleidigt-meine-intelligenz-wenn-man-uns-fuer-manipulierbar-und-bloed-verkaufen-will-a2094197.html .. M. will nach der Etablierung seines Fernsehsenders Servus TV nun auch in den Journalismus einsteigen. Das Medium soll „Quo Vadis Veritas“ (Wo gehst du hin, Wahrheit?) heißen u. ein „vollständigeres Bild der Wirklichkeit schaffen“. Die derzeitige Medienlandschaft findet M. zu „einseitig u. unvollständig“ .. M. klagt an, daß „man den unmündigen, kritiklosen u. verängstigten Staatsbürger will .. Ich habe mir nur versprochen, daß ich mit dieser allgemeinen Nörgelei aufhöre u. die Dinge beim Namen nenne" ..

https://www.addendum.org/ .. Bei Addendum finden Sie die Ergebnisse von intensiven Recherche-Projekten, die dem Leitmotiv unserer Organisation folgen: Wir suchen „das, was fehlt“. Wir agieren dabei vollkommen unabhängig, unser Ziel ist, einen Beitrag zur Wiederherstellung einer gemeinsamen Faktenbasis für eine qualifizierte politische Debatte zu leisten. Dieser rekonstruktive Journalismus stellt nicht den Anspruch, die Wahrheit gefunden zu haben, wir bemühen uns aber, ihr mit den Mitteln von Recherche u. Datenanalyse so nahe wie möglich zu kommen.

So arbeitet Addendum: Die Inhalte, die wir bei Addendum publizieren, werden von Projektteams erarbeitet, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen: investigative Journalisten, Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen (Juristen, Ökonomen etc.) und TV-Gestalter. Gemeinsam recherchieren diese Teams über mehrere Wochen und bereiten ihre Ergebnisse für die Publikation auf Addendum.org sowie zur Weitergabe an andere Medien auf.


So funktioniert Addendum für die Leser: Bei Addendum wird jede Woche ein Projekt publiziert. Über den Verlauf einer ganzen Woche werden unterschiedliche Aspekte in unterschiedlichen journalistischen Formen präsentiert, von der klassischen Reportage über Datenvisualisierungen bis zu Netzwerkgrafiken und TV. Wenn Sie sichergehen wollen, dass Sie in einem Projekt, das Sie besonders interessiert, kein Detail versäumen und auch über spätere Aktualisierungen auf dem Laufenden gehalten werden, können Sie Sie den dazugehörigen Newsletter abonnieren.


.. Eigentümer der Medieninhaberin Quo Vadis Veritas Redaktions GmbH: 100 % Quo Vadis Veritas Privatstiftung, FN 467256t, Halleiner Landesstraße 24, 5061 Elsbethen-Glasenbach .. Stifter: 99 % Dkfm. Dietrich Mateschitz, 1 % Servus Medien GmbH - Begünstigte: Die Allgemeinheit

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Irenäus Eibl-Eibesfeldt

Beitrag von Dissident am Di Apr 18, 2017 9:49 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Iren%C3%A4us_Eibl-Eibesfeldt  Irenäus Eibl-Eibesfeldt (*1928) ist ein österr. Zoologe, Evolutionsbiologe, Verhaltensforscher u. Gründer des Fachs Humanethologie. Gemeinsam mit Konrad Lorenz, Hans Hass u. Otto Koenig erforschte er tierisches u. menschliches Verhalten u. setzte sich intensiv für den Naturschutz ein. Er beschrieb als erster die Putzsymbiosen von Riffbarschen, das Turnierverhalten der Meerechsen u. das Schwarmverhalten bei Fischen sowie das Verhalten einiger Arten, wie des Putzerlippfisches (Labroides dimidiatus), des Putzer-Nachahmers Aspidontus taeniatus. Auf Galapagos beschrieb er mehrere Unterarten der Meerechsen (Amblyrhynchus cristatus) u. im Indischen Ozean einige Arten von Röhrenaalen.

Zu den bedeutendsten Erfolgen seiner Arbeit gehören die Erstellung des weltweit größten filmischen Dokumentationsprogrammes zum menschlichen Verhalten im Kulturenvergleich, die Entdeckung von Universalien im biologischen u. kulturellen Verhalten des Menschen, die Errichtung einer Forschungsstation auf den Galapagosinseln u. die Etablierung der Humanethologie als eines eigenständigen Wissenschaftszweiges.

Akademische Laufbahn
1945-1949 studierte er Zoologie u. Botanik an der Uni Wien u. war 1946-1949 Mitarbeiter von Otto Koenig an der Biologischen Station Wilhelminenberg. Er legte die Lehramtsprüfung für Naturgeschichte u. Physik ab u. wurde zum Dr. phil. promoviert. Danach ging er (bis 1950) nach Altenberg (Niederösterreich) zum privaten Institut für Verhaltensforschung von Konrad Lorenz. Mit diesem wechselte er 1951 zur entstehenden Forschungsstelle für Vergleichende Verhaltensforschung am damaligen Max-Planck-Institut f. Meeresbiologie im westfälischen Buldern. Ab 1956 war er im neugegründeten Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie im bayr. Seewiesen tätig.

1953-54 nahm er an der von Hans Hass geleiteten ersten Xarifa-Expedition in die Karibik u. zu den Galapagosinseln teil. Er war fasziniert vom Artenreichtum der dortigen Ökosysteme u. entwarf eine Denkschrift zum Schutz der Inseln. 1957 erfolgte im Auftrag der UNESCO u. IUCN eine 2. Reise nach Galapagos zur Aufnahme u. Dokumentation der ökologischen Situation. Seine Initiativen führten zur Gründung der Charles-Darwin-Forschungsstation auf Santa Cruz u. zur Einrichtung von Schutz-
gebieten. 1957–1958 war er wissenschaftl. Direktor der 2. Xarifa-Expedition von Hans Hass in den Indischen Ozean, 1961 Gastprofessor an der Uni of Chicago. 1963 habilitierte er sich im Fach Zoologie (Verhaltensbiologie) an der Uni München u. wurde 1970 zum Prof. der LMU München ernannt. Die Expeditionen weckten sein Interesse daran, das menschliche Verhalten im Allgemeinen u. die angeborenen Verhaltensweisen im Besonderen zu erforschen. Aus seinen Forschungsansätzen entwickelte sich mit der Humanethologie eine neue wissenschaftliche Disziplin.
Ab 1963 lehrte Eibl-Eibesfeldt zudem als Privatdozent an der Ludwig-Maximilians-Uni München. 1969 wurde er dort zum außerplanmäßigen Prof. für Zoologie ernannt u. 1996 emeritiert. Seit 1997 ist er Ordentliches Mitglied des Humanwissenschaftlichen Zentrums (HWZ) der Münchner Uni.

1970 wurde er in Seewiesen Leiter der Arbeitsgruppe für Humanethologie. 1972 gründete er zusammen mit namhaften deutschen, österr. u. Schweizer Naturwissenschaftlern u. Publizisten wie Konrad Lorenz, Otto Koenig, Paul Leyhausen, Bernhard Grzimek, Horst Stern, Heinz Sielmann, Josef H. Reichholf u.a. die Gruppe Ökologie. Ab 1975 leitete er bis 1996 die selbstständige Forschungsstelle für Humanethologie der Max-Planck-Gesellschaft in Seewiesen.

Eibl-Eibesfeldt ist Mitglied zahlreicher in- u. ausländischer wissenschaftlicher Institutionen, darunter der Deutschen Zoologischen Gesellschaft, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, der American Association for the Advancement of Science, der Australian Forensic Society, der Südwestafrikanischen Wissenschaftl. Gesellschaft u. der Polnischen Akademie für Sexualforschung. 1986-1993 war er Präsident der Internat. Society for Human Ethology. 1990 gehörte er zu den Gründern der Europ. Akademie der Wissenschaften u. Künste u. der Konrad-Lorenz-Gesellschaft für Umwelt- u. Verhaltenskunde e.V. Zeitweilig war er auch Direktor des von ihm mitgegründeten Ludwig-Boltzmann-Instituts für Stadtethologie in Wien. Seit 1998 ist er Beiratsmitglied der Heinz-Sielmann-Stiftung. Er war Gründungsmitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein ---

Forschungsschwerpunkte
Bereits auf den beiden Xarifa-Expeditionen standen Fragen der Kommunikation im Fokus seines Interesses. Er begann damit, so verschiedenartige Phänomene wie die Turnierkämpfe der Galápagos Meerechsen, die von ihm entdeckten Putzsymbiosen der Korallenfische u. die Zeremonien der Balz u. Brutablösung der Fregattvögel u. flugunfähigen Kormorane unter einem gemeinsamen theoretischen Aspekt zu studieren. Weitere Schwerpunkte seines Interesses bildeten Fragen der Verhaltensentwicklung u. Ontogenese. Seine Experimente trugen entscheidend zur Klärung des Streits um das Angeborene im Verhalten der Säuger bei. Seine tierethologische Forschung schloss er mit dem „Grundriss der vergleichenden Verhaltensforschung“ 1967 ab.

Nach 20 Jahren der Forschung im Rahmen der Tier-Ethologie u. Marinebiologie wandte sich Eibl-Eibesfeldt in den 1960er Jahren der Erforschung des menschlichen Verhaltens zu. Dabei ging es um die Frage, inwieweit sich Hypothesen zur Phylogenese von Verhaltensweisen auch auf das menschl. Verhalten übertragen ließen. Während zahlreicher Forschungsaufenthalte in Afrika, Südamerika u. Ostasien untersuchte er unter anderem die Mimik div. Volksstämme u. wies Universalien nach, also universelle u. mutmaßlich angeborene Gemeinsamkeiten, etwa beim Zeigen von Wut, Trauer, Erstaunen, Verlegenheit, Freude u. selbst beim Grüßen (siehe: Augengruß). Seine Studien mit taub u. blind Geborenen u. sein kulturvergleichendes Forschungsprogramm zu menschl. Verhalten trugen entscheidend zur Etablierung der Humanethologie als Verhaltensbiologie u. Teildisziplin der Ethologie bei. 1984 veröffentlichte er das 1. Lehrbuch der Humanethologie („Die Biologie des menschlichen Verhaltens“) ..

Im Rahmen eines Langzeitprojektes zur Erforschung menschl. Verhaltens dokumentierte er in Film u. Ton ungestellte soziale Interaktionen des Alltags, Rituale u.a. Aktivitäten von Menschen in versch. Kulturen, die er in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von 40 Jahren besuchte: die Kalahari-Buschleute, die Himba (Namibia), die Yanomami (Oberer Orinoko, Venezuela), die Eipo (West-Neuguinea) u. die Trobriand Insulaner (Papua Neuguinea). Die Dokumentation dieser bis heute fortgeführten Forschungen beherbergte bis 2014 das Humanethologische Filmarchiv in der Max-Planck-Gesellschaft, Andechs, seit Mitte 2014 die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt.

Menschliche Kommunikation und Kooperation
Eibl-Eibesfeldt hatte sich bereits in seinen tierethologischen Forschungen auf Fragen der inner- u. zwischenartlichen Kommunikation spezialisiert u. auf die Verhaltensweisen, welche diese begleiten (z.B. Ritualisation). Von Anbeginn stand auch bei seinen humanethologischen Untersuchungen die nonverbale Kommunikation im Vordergrund. Über das mimische u. gestische Verhaltensrepertoire hinaus trat dabei immer auch der Kontext der Situation ins Blickfeld, welcher eine soziale Deutung des Geschehens erlaubte u. eine breitere thematische Perspektive eröffnete: Geben u. Nehmen – die Kooperationsbereitschaft des Menschen – Tauschrituale, Grußrituale, Strukturen der Gemeinschafts-
bildung, Familiarität u. künstliche Verwandtschaftssysteme, Strategien der Konflikt- u. Angstbewältigung u. die soziale Rolle von Festen. Der Antagonismus von Rang- bzw. Dominanz-Streben u. den Verhaltensweisen der Liebe u. Fürsorglichkeit wurden dabei immer wieder als die Eckpfeiler des menschl. Sozialverhaltens thematisiert. Vor allem die theoretische Verankerung der prosozialen Veranlagungen im phylogenetischen Erbe des Menschen stand im Widerspruch zu den damals gängigen sozialkritischen Theorien. Nach diesen stellen die Fähigkeiten zu Kooperation u. Fürsorge das Ergebnis von Sozialisationsprozessen dar.

Kulturelle Einflüsse auf das menschliche Verhalten

Über das Verhalten hinaus sind daher auch das Thema der menschl. Emotionalität, Konzepte der Wahrnehmung, Prozesse des Erkennens u. der Bewusstseinsbildung Teil des Theorien- u. Forschungsspektrum der Humanethologie. Der Schritt in eine Kulturethologie erwies sich von Anbeginn als unvermeidlich. Viele der Ähnlichkeiten zwischen stammesgeschichtlicher u. kultureller Ritualisierung sind Ergebnis ähnlicher Anforderungen seitens der Umwelt u. damit im gleichen Sinne wirkender Selektionsdrucke (Analogie, Konvergenz). 1970 erschien „Liebe und Hass. Zur Naturgeschichte elementarer Verhaltensweisen“, 1975 „Krieg und Frieden aus der Sicht der Verhaltensforschung“. Beides sind heute noch Longseller u. Klassiker der Verhaltensforschung.

Die Frage, wie sich auch beim Menschen unter kulturell veränderten Umweltbedingungen Verhaltensweisen durchsetzten u. erhielten, welche zu den phylogenetisch erworbenen zählen, beschäftigt ihn bis in die Erforschung des modernen sozialen Verhaltens. Angepasstheit kann das Ergebnis stammesgeschichtlicher, kulturgeschichtlicher u. individualgeschichtlicher Entwicklung sein. Wenn das Überleben einer Art über den Anpassungswert an ihre Umwelt definiert wird, stellt sich die Frage der Wirksamkeit von Selektionsdrucken. Dies entspricht einem evolutionsbiologischen Ansatz. Da der Informationserwerb über unsere Umwelt Wahrnehmungsprozesse mit einschließt, sind Anpassungen auch im Sinnesbereich zu berücksichtigen. Die Aktionssysteme, die einem Verhalten zugrunde liegen, bedürfen zu ihrer Entstehung u. den Erwerb von Information eines längeren Zeitraumes als dies für Lernprozesse notwendig ist. Dabei kann man die einem Verhalten zugrunde liegenden unmittelbaren Ursachen u. Auslöser untersuchen, welche das physiologische Zusammenspiel in Gang setzt, oder nach der (ultimaten) Funktion fragen, welche ein Verhalten erfüllt. Da der Informationserwerb über unsere Umwelt Wahrnehmungsprozesse mit einschließt, sind Anpassungen auch im Sinnesbereich zu berücksichtigen.

Die kulturelle Evolution der Vergesellschaftung des Menschen zu größeren Verbänden brachte u.a. einen Beschleunigungsdruck mit sich, dem die Anpassungsfähigkeit des Menschen nur teilweise gewachsen war. Das Aufbauen auf älteren Strukturen des Ausdrucks- u. Verhaltensrepertoires, die aus der langen Zeit stammt, in welcher der Mensch kulturell als Jäger u. Sammler in Kleingruppen lebte, erwies sich als Vorteil. Die Emotionalität gehört dabei zu den ältesten Strukturen, an welche das Verhalten des modernen Menschen andocken kann. Das Binde- u. Fürsorgeverhalten ließ sich aus der Brutpflege – nach Eibl-Eibesfeldt eine „Sternstunde“ der Verhaltensevolution – die oft aggressive Gruppen-Identifikation aus der Familienverteidigung ableiten. Vieles erweist sich allerdings als archaischer Ballast mit Reliktcharakter.

Universalien menschlichen Verhaltens

Was als Universalien-Forschung bezeichnet werden kann, betrifft damit sowohl das angeborene als auch Teile des kulturellen Verhaltens des Menschen: Das Bedürfnis nach kultureller Besonderheit, Identifikation u. Abgrenzung, Mythenbildung, Indoktrinierbarkeit auf Gruppenwerte u. Ausbildung von Sonderformen ebenso wie die elementaren Emotionen u. Verhaltensweisen der Angst, Freude u. Trauer, Liebe u. Hass. Sprach-, Spiel- u. Flirtverhalten, Kleidersitten, Grußrituale, die erwähnten Tausch- u. Verwandtschaftssysteme sowie Denkmalkultur u. Symbolidentifikation gehörten von Anbeginn u. durch die Einbindung in entsprechende Fach- u. Arbeitskreise verstärkt dazu. Es ging dabei immer um eine hinter den kulturellen Varianten erscheinende universelle Grammatik menschl. Verhaltens. Die Zusammenarbeit mit Ethnologen, Medizinern, Linguisten, Psychologen u. Kulturwissenschaftlern erwies sich dabei nicht nur als notwendig, sondern auch als höchst fruchtbar.

Das Verhältnis von Verhalten und Kunst
Seit den frühen 1980er Jahren stand auch die bildliche Kommunikation im Fokus seines Interesses, das heißt, die Verständigung über vom Menschen geschaffene Gebilde. Dazu gehört die Kunst. Das Kolloquium über die „Biologischen Grundlagen der Ästhetik“ (1979–1983) von der Reimers-Stiftung unterstützt, bot ein erstes Podium für die Zusammenarbeit mit Musikern, Künstlern, Architekten u. Kunsthistorikern.

Stadtethologie
Eine entscheidende Wendung nahm seine Forschung nochmals Ende der 1980er Jahre, als er sich explizit der „Stadtethologie“ zuwandte. Die Frage, wie der Mensch mit seinen angeborenen Dispositionen in der modernen Lebens-Situation umgeht, interessierte ihn schon seit der Beschäftigung mit archaischen Lebensgemeinschaften. Es entstand das Projekt zur Wohnzufriedenheit in Zusammenarbeit mit Wiener Architekten u. Soziologen. Dank neuer Mitarbeiter u. Institutionen war er in der Lage, sich den Themen mit modernen Methoden zu widmen. Gemeinsam mit seinem Schüler Karl Grammer gründete er 1991 das Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtethologie, das dem Fachbereich Anthropologie der Uni Wien angegliedert wurde. Dadurch angeregt wurde auch das Projekt zum Verhalten auf öffentlichen Plätzen. Hier steht vor allem die neue Situation des Lebens in der anonymen Großstadt im Mittelpunkt des Interesses: wie geht der Mensch, der seine Evolution erfolgreich in Kleinverbänden vollzogen hat – wo jeder jeden kannte – mit den Bedingungen einer Großgesellschaft um, wo es gilt, neue Formen einer Solidargemeinschaft aufzubauen. Dies kann gelingen, indem das Ethos der Kleingruppe auf die Großgemeinschaft übertragen u. der Mitbürger zum „Bruder“ oder zur „Schwester“ innerhalb eines neuen Bundes („Vater Staat“) wird. Ein Weg führt dabei über die Symbol-Identifikation.

Wissenschaftstheorie und Methoden
Erkenntnistheoretische Basis der Humanethologie sind der Kritische Realismus u. die moderne Evolutionstheorie. Bereits Charles Darwin wies 1872 in Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen u. den Tieren auf Universalien in der menschlichen Mimik hin, ferner auf einige Homologien in der Mimik von Schimpanse u. Mensch.

Parallelen zwischen der natürlichen u. kulturellen Evolution können in Form von Analogien gefasst werden. Dabei spielt der Gedanke einer Ähnlichkeit von Verläufen aufgrund ähnlicher Selektionsbedingungen (Konvergenz) eine Rolle. Nicht an die Kopie der Naturgeschichte durch die Kulturgeschichte des Menschen ist zu denken, sondern an ähnliche Verläufe aufgrund gemeinsamer Bedingungen. Die Fragen nach Funktion u. Werdegang lassen sich für kulturelle Verhaltensmuster ebenso stellen wie für phylogenetische. Methodisch übernimmt die Humanethologie die in der Ethologie bewährten Verfahrensweisen, aus Feldbeobachtungen statistisch auswertbare Datensätze zu erstellen (Dokumentation u. Beschreibung), eine vergleichend morphologische Betrachtungsweise sowie experimentelle Ansätze. 3 Untersuchungsfelder erwiesen sich als besonders relevant: die Erforschung von Menschen im frühen Kindesalter, von Kindern mit Erfahrungsdeprivation (Blinde, Taubblinde) sowie des menschl. Sozialverhaltens im Kulturenvergleich. Dabei standen die filmische Dokumentation u. ihre Analyse im Vordergrund. Methodisch hat die Humanethologie auch mit vielen Nachbardisziplinen gleichgezogen, vor allem, was das statistische Auswerten des Datenmaterials betrifft.
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Recht von Ethnien auf eine eigene Identität .. Als Mitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker verficht er dieses Recht für jede Population oder Gruppe, seien es Ethnien des Regenwaldes in Venezuela oder San-Ethnien Botswanas wie auch europäische.
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seine webite: http://www.orn.mpg.de/Eibl-Eibesfeldt

http://doedr.forumieren.net/t193-ethnische-homogenitat#1664  --- FOCUS: Sie warnen seit Jahren vor den Folgen der Immigration; ---

Eibl-Eibesfeldt: Es geht mir zunächst einmal um die Erhaltung des inneren Friedens. Entscheidend ist deshalb auch, wer einwandert. Die europäische Binnenwanderung hat es immer gegeben, mitunter auch massive Immigrationswellen und kriegerische Überschichtungen. Aber die Bevölkerung im breiten Gürtel von Paris bis Moskau hat etwa die gleiche Mischung, sie ist anthropologisch nah verwandt. Die europäischen Nationalstaaten haben das Glück, relativ homogen zu sein.

FOCUS: Der Begriff des Ausländers müßte also durch den des Kulturfremden ersetzt werden?

Eibl-Eibesfeldt: Ich würde sagen: Kultur-fernen. Die integrieren u. identifizieren sich nicht so leicht. Bei den innereurop. Wanderungen wurden die Leute integriert.

FOCUS: Und das ist Bedingung?

E-E: Es gibt diese schöne Idee, daß Immigranten ihre Kultur behalten u. sich als deutsche Türken oder deutsche Nigerianer fühlen sollen, weil das unsere Kultur bereichert. Das ist sehr naiv. In Krisenzeiten hat man dann Solidargemeinschaften, die ihre Eigeninteressen vertreten u. um begrenzte Ressourcen wie Sozialleistungen, Wohnungen oder Arbeitsplätze konkurrieren. Das stört natürlich den inneren Frieden. Die Algerier in Frankreich etwa bekennen sich nicht, Franzosen zu sein, die sagen: Wir sind Moslems. Vielfalt kann in einem Staate nebeneinander existieren, wenn die Kulturen verwandt sind, jede ihr eigenes Territorium besitzt u. keine die Dominanz der anderen zu fürchten braucht – wie etwa in der Schweiz.

FOCUS: Also müssen die Türken in Deutschland die Deutschen fürchten?

Eibl-Eibesfeldt: Gegenseitig. Wenn man über Immigration Minoritäten aufbaut, die sich abgrenzen und ein anderes Fortpflanzungsverhalten zeigen, wird das Gleichgewicht gestört. Immigrationsbefürworter sagen: Die werden sich angleichen. Nur: Warum sollten sie eigentlich? Deren Interesse kann doch nur sein, so stark zu werden, daß sie bei Wahlen eine Pressure-Gruppe darstellen, die ihre Eigen-interessen durchsetzen kann.

FOCUS: In Amerika werden die Weißen in 100 Jahren vermutlich Minderheit sein . . .

Eibl-Eibesfeldt: Das hat in erstaunlicher Offenheit das „Time-Magazine“ ausgesprochen. Die Amerikaner haben gerade kulturferne Immigranten gefördert in dem Glauben, man dürfe nicht diskriminieren. Aber Diskriminierung – auf freundliche Weise – betreibt ja jeder! Die eigenen Kinder stehen uns näher als die der anderen, die Erbgesetze nehmen darauf Rücksicht, und es ist ja auch schon diskriminierend, daß kein Fremder in meinen Garten darf. Auch ein Land darf seine Grenzen verteidigen.
Wenn jemand den Grenzpfahl in Europa nur um 10 m verschieben würde, gäbe es furchtbaren Krach, aber die stille Landnahme über Immigration soll man dulden?

FOCUS: Das gebietet der Philanthropismus, sofern der nicht ein evolutionärer Irrläufer ist.

Eibl-Eibesfeldt: Es wird nicht in Rechnung gestellt, daß wir, wie alle Organismen, in einer langen Stammesgeschichte daraufhin selektiert wurden, in eigenen Nachkommen zu überleben. Europäer überleben nun mal nicht in einem Bantu, was gar keine Bewertung ist, denn für den Biologen gibt es zunächst einmal kein höheres Interesse, das sich im Deutschen oder im Europäer verwirklicht – nicht mal in der Menschheit.

FOCUS: Solche Ansichten haben ihnen den Vorwurf des Biologismus eingetragen, wobei Sie sich im Lasterkatalog der Wohlmeinenden noch zum Rassisten oder Faschisten hocharbeiten können.

Eibl-Eibesfeldt: Die Leute, die so demonstrativ ihren Heiligenschein polieren, tun das ja nicht aus Nächstenliebe, sondern weil sie dadurch hohes Ansehen, hohe Rangpositionen, also auch Macht, gewinnen können – früher als Held, heute als Tugendheld. Der Mensch kann alles pervertieren, auch Freundlichkeit oder Gastlichkeit, und wenn die Folgen sich als katastrophal erweisen, schleichen sich die Wohlmeinenden meist davon und sagen: Das haben wir nicht gewollt.

FOCUS: Aber dieses Verhalten ist doch evolutionär schwachsinnig.

E-E: Sicher. Es sterben ja immer wieder Arten aus. Fehlverhalten im Politischen kann eine Gruppe immer wieder gefährden, wie man zuletzt am Marxismus gesehen hat.

FOCUS: Was sollten wir also tun?

Eibl-Eibesfeldt: Wir müssen von dem fatalen Kurzzeitdenken wegkommen. Wie alle Organismen sind wir auf den Wettlauf im Jetzt programmiert. Wir sind aber zugleich das erste Geschöpf, das sich Ziele setzen kann, das seinen Verstand und seine Fähigkeit, sozial zu empfinden, fürsorglich zu sein, auch mit einbringen kann.

FOCUS: Was bedeutet das praktisch?

Eibl-Eibesfeldt: Ein generationsübergreifendes Überlebensethos. Ich würde vorschlagen, daß sich Europa unter Einbeziehung Osteuropas großräumig abschottet ---
Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist.

FOCUS: Das ist dann, wie Sie schreiben, „Überredung zum Ethnosuizid“?

Eibl-Eibesfeldt: Die heute für die Multikultur eintreten, sind eben Kurzzeitdenker. Sie sind sich gar nicht bewußt, was sie ihren eigenen Enkeln antun und welche möglichen Folgen ihr leichtfertiges Handeln haben kann.

FOCUS: Ist der moderne Westeuropäer überhaupt noch vitalistisch erklärbar? Leistet er sich aus evolutionärer Warte nicht zuviel Luxus wie Immigration, Feminismus, Randgruppendiskurse, den Wohlfahrtsstaat?

Eibl-Eibesfeldt: Das wird sich wieder moderieren, wie man in Wien sagt . . .

FOCUS: Über Katastrophen?

Eibl-Eibesfeldt: Nicht nur. Ich glaube, daß die Leute Vernunftgründen doch zugänglich sind. Konrad Lorenz hat gesagt, es sei doch sehr unwahrscheinlich, daß von einer Generation auf die andere alles kulturelle Wissen auf einmal hinfällig und überholt ist. Die Tradition mitsamt der Offenheit für Experimente in gewissen Bereichen und die Bereitschaft zur Fehlerkorrektur, das zusammen eröffnet uns große Chancen. Aber alles umzubrechen und Großversuche wie das Migrationsexperiment anzustellen, das ja nicht mehr rückgängig zu machen ist, halte ich für gewissenlos. Man experimentiert nicht auf diese Weise mit Menschen.

FOCUS: Sie sagen, daß Xenophobie – Fremdenscheu, nicht Fremdenhaß – stammes-geschichtlich veranlagt ist.

Eibl-Eibesfeldt: Das ist in der Evolution selektiert worden, um die Vermischung zu verhindern. Die Fremdenscheu des Kleinkindes sichert die Bindung an die Mutter. Später hat der Mensch das familiale Ethos zum Kleingruppenethos gemacht. Mit der Entwicklung von Großgruppen erfolgte eine weitere Abgrenzung. Die ist unter anderem an Symbole gebunden, die Gemeinsamkeit ausdrücken sollen. Beim Absingen von Hymnen überläuft viele ein Schauer der Ergriffenheit, was auf die Kontraktion der Haaraufrichter zurückzuführen ist. Es sprechen da kollektive Verteidigungsreaktionen an; wir sträuben einen Pelz, den wir nicht mehr haben.

FOCUS: Das ist alles etwas Gewordenes. Kann sich nicht eines Tages den türkischen Deutschen und den deutschen Deutschen beim Abspielen der gemeinsamen Nationalhymne gemeinsam der Pelz sträuben?

Eibl-Eibesfeldt: Wenn das über Integration erfolgte, ja. Eine langsame Durchmischung kann durchaus friedlich verlaufen, und es kann etwas Interessantes herauskommen. Wir sprechen aber davon, ob in einem dichtbevölkerten Land über Immigration das Gesundschrumpfen der Bevölkerungszahl aufgehalten werden soll. Das fördert sicherlich nicht den inneren Frieden, sondern könnte selbst zu Bürgerkriegen führen – wir haben ja bereits das Kurdenproblem. Das ist nicht böse gemeint, es zeigt eben, daß diese Gruppen ihre Eigeninteressen ohne Rücksicht vertreten. Ich verstehe da übrigens auch die Grünen nicht, die sich gegen jede Autobahn sträuben und klagen, daß das Land zersiedelt wird. Dann kann man nicht zugleich alle reinlassen wollen.
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FOCUS: Nietzsches „Zarathustra“ hat die Ära des „verächtlichsten Menschen“ beschworen, des „letzten Menschen“, der alles klein macht u. meint, er habe das Glück erfunden

Eibl-Eibesfeldt: Das ist sicherlich kein wünschenswerter Typus, denn der will ein passives Wohlleben ohne Dynamik.
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FOCUS: Wie auch immer, der letzte Mensch steuert scheinbar unaufhaltsam der Weltzivilisation entgegen. Halten Sie einen globalen Einheitsmenschen für vorstellbar?

Eibl-Eibesfeldt: Ich kann mir vorstellen, daß es große Blöcke geben wird, in denen der Bevölkerungsaustausch eine ziemlich einheitliche Population hervorbringt. Aber der Verlust an Differenzierung wäre schade. Das würde eine Weltsprache bedeuten oder eine Sprache des eurasischen Blockes. Niemand würde mehr spanische oder italienische Autoren lesen . . .

FOCUS: Aber Sie als Ethologe müßten solche Verluste doch in den Skat drücken können. Die verschiedenen Sprachen sind doch bloß Neandertaler.

Eibl-Eibesfeldt: Dann bin ich eben ein Neandertaler. Ich liebe die kulturelle Buntheit. Die Neigung, sich abzugrenzen und eigene Wege zu gehen, ist schon im Tier- und Pflanzenreich ausgeprägt. Artenfülle ist die Speerspitze der Evolution, da wird dauernd Neues probiert. Der Mensch macht das kulturell, und wenn er seine kulturelle Differenzierung verliert, verliert er sehr viel von dem, was ihn zum heutigen Menschen gemacht hat. ---
- - -
FOCUS: Das Glück des letzten Menschen scheint unverträglich mit der Idee zu sein, als Glied einer Generationenkette zu existieren.
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FOCUS: Es handelt sich also um das freiwilliges Ansteuern einer evolutionären Sackgasse?

Eibl-Eibesfeldt: Es können sich im Hirn des Menschen über Indoktrination und dauernde Belehrung Strukturen aufbauen, die diese Menschen gegen ihre Eigeninteressen und gegen die Interessen ihrer Gemeinschaft handeln lassen. Ein Kollektiv kann ja von religiösem Wahn befallen werden und sich umbringen.

FOCUS: Da haben wir den Bogen zurück zur Eingangsfrage: Schafft sich der westliche hedonistische Individualmensch kraft nachlassender Vitalität allmählich selbst ab?

Eibl-Eibesfeldt: Zu allen Zeiten haben Gruppen andere verdrängt, und es gibt sicherlich kein Interesse der Natur an uns. Aber es gibt ein Eigeninteresse. Man muß nicht notwendigerweise seine eigene Verdrängung begrüßen.

Zitat:
„Man verschenkt nicht die Zukunft seiner Enkel, auch nicht aus humanitären Gründen.
Wer alle Welt umarmt und darüber seine eigenen Leute vergißt,
handelt nicht human, mag er sich noch so in dieser Rolle gefallen.“


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Jochen Rindt

Beitrag von Dissident am Di Apr 18, 2017 10:50 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Rindt  Jochen Rindt (1942-1970) war ein Automobilrennfahrer, Formel-1-Pilot u. mehrfacher Grand-Prix-Sieger. Als Waise mit deutscher Staatsangehörigkeit wuchs er bei seinen Großeltern in Graz auf u. startete als Rennfahrer ausschließlich für Österreich. 1970, beim Training zum Großen Preis von Italien in Monza, verunglückte er tödlich. Sein Punktevorsprung in dieser Saison genügte, um als bis heute einziger Fahrer postum Formel-1-Weltmeister zu werden ---

Herkunft

Rindt war der Sohn eines Deutschen u. einer Österreicherin u. hatte die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine Eltern, die in Mainz-Neustadt eine Gewürzmühle (Klein & Rindt) besaßen, starben Sommer 1943 bei einem Luftangriff auf Hamburg. Rindt wurde daraufhin zu seinen Großeltern nach Graz gebracht, wo er aufwuchs u. frühzeitig mit dem Motorsport begann. Auf Betreiben seines Großvaters, eines Rechtsanwalts, behielt er zeit seines Lebens die deutsche Staatsbürgerschaft u. seinen deutschen Reisepass. Er fuhr jedoch mit einer österr. Rennlizenz – daher wird er über seinen Tod hinaus bis heute als Österreicher betrachtet. Auch seinerzeitige offizielle Dokumente der FIA weisen ihn als Österreicher aus. Seinen Wohnsitz hatte Rindt zuletzt am Genfersee in der Schweiz ---

Beginn der Rennsportkarriere
Nach Abschluss der Schule trat er ins Importgeschäft der Familie ein, doch sein Interesse galt dem Motorsport. Seine Karriere begann 1961 auf der Rennstrecke Innsbruck-Kranebitten mit einem privaten Simca. Dort fuhr er auch einen wenig konkurrenzfähigen Formel-Junior-Cooper vom Team Ecurie Vienne; 1963 erreichte er den 19. Platz. Wegen seiner guten Leistungen wurde Ford Österreich auf ihn aufmerksam. Ford unterstützte ihn 1964 mit einem Formel-2-Brabham-Cosworth. Bei 2 Rennen in England war er erfolgreich: Er wurde 2. in Mallory Park u. gewann das Rennen am Crystal Palace in London gegen den damal. Weltmeister Graham Hill.

Seine Leistungen brachten ihm 1965 einen Platz im Formel-1-Team von Cooper ein – als Teamkollege von Bruce McLaren. Die Cooper waren nicht besonders leistungsstark, doch Rindt holte den 4. Platz beim Großen Preis von Deutschland u. wurde 6. beim Großen Preis der USA.

In dieser Zeit besserten Formel-1-Fahrer ihr Einkommen auf, indem sie zusätzlich auch in der Formel 2 antraten, wo sie jedoch nicht für die Meisterschaft gewertet wurden. Rindt begann nun eine längere Verbindung mit dem privaten Brabham-Team von Roy Winkelmann. Er gewann in Reims u. wurde jeweils 3. in Pau u. Vallelunga. In Österreich war Rindt bereits zu der Zeit ein gefeierter Fahrer, erst recht, als er auch noch den Prix Du Tyrol bei Innsbruck in einem Abarth 2000 gewann.

1964 teilte sich Rindt einen Porsche mit Jo Bonnier beim 1000 km Nürburgring auf der Nordschleife u. wurde Dritter. Er gewann das 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1965 auf einem von NART eingesetzten Ferrari 275LM zusammen mit Masten Gregory, nachdem die Werks-Ford u. -Ferrari ausgefallen waren.

Bruce McLaren verließ Cooper am Ende des Jahres, um für die neue Dreiliter-Formel ein eigenes Fahrzeug zu bauen. Rindt wurde die Nummer Eins bei Cooper, bis John Surtees von Ferrari zu Cooper kam. Die Cooper-Maserati waren schwer, aber im Vergleich zu den noch nicht weit entwickelten neuen Motoren der Konkurrenz leistungsstark. Rindt wurde 2. in Spa-Francorchamps, 2. beim Großen Preis der USA, 3. in Deutschland, 4. in Frankreich u. Italien sowie 5. beim Grand Prix von Großbritannien.

Zu jener Zeit beherrschte der Brabham-Honda die Formel 2, doch Rindt gewann das Eifelrennen auf dem Nürburgring u. das letzte Rennen der 1,5-Liter-Kategorie in Brands Hatch u. schlug dabei auch Jack Brabham.

Familiäre Veränderung und Teamwechsel

1967 heiratete Rindt die Finnin Nina Lincoln, 1968 wurde ihre gemeinsame Tochter Natascha geboren.
1967 konnte Rindt nur 2i vierte Plätze erringen, je einen beim belgischen u. beim italien. Grand Prix. Dennoch etablierte er sich an der Spitze der Formel 2 u. holte mit seinem Winkelmann Brabham 9 Siege. Sein Ruf als furchtloser Pilot wurde bestätigt, als er in Indianapolis verunglückte, aus dem brennenden Wagen stieg u. sein Puls bei der nachfolgenden medizinischen Untersuchung völlig ruhig blieb.

Zur Saison 1968 wechselte er in den Formel-1-Rennstall von Jack Brabham, der in den beiden vorangegangenen Jahren jeweils das Weltmeisterfahrzeug für sich bzw. Denis Hulme gebaut hatte. Die Weiterentwicklung des bis dahin zuverlässigen Repco-V8-Motors konnte jedoch nicht überzeugen, vor allem weil die Konkurrenz über den neuen u. überlegenen Ford-Cosworth-Motor verfügte, der die Formel 1 in den nächsten 15 Jahren dominieren sollte. Zudem wurde mit neuen Spoilern u. Flügeln experimentiert, wodurch sich die Kräfteverhältnisse von Rennen zu Rennen änderten.

Jochen Rindt bei Lotus
Nach der Saison 1968 wechselte Rindt zum Team Lotus, das vom Gründer, dem Konstrukteur Colin Chapman, geführt wurde. Lotus war sowohl Titelverteidiger der Konstrukteurswertung als auch Weltmeister mit Graham Hill. Die Saison 1969 verlief jedoch weniger erfolgreich. Beim span. Grand Prix in Barcelona verunglückten Hill u. Rindt mit ihren Lotus 49, weil die hochbeinigen Heckflügel-Konstruktionen brachen. Rindt zog sich eine Fraktur des Nasenbeins u. eine Gehirnerschütterung zu. Er erholte sich zwar schnell von diesem Vorfall, hatte aber mit Seh- u. Gleichgewichtsproblemen zu kämpfen. Während seiner Genesung forderte er in einem offenen Brief an die Presse das Verbot von Flügeln an den Fahrzeugen, da diese eine Gefahr für Fahrer u. Zuschauer darstellten.

Nach der Genesung fand er schnell zu seiner alten Form zurück u. lieferte sich Zweikämpfe mit seinem Freund Jackie Stewart, der in dem Jahr Weltmeister wurde. Am Saisonende errang Rindt in Watkins Glen seinen ersten Sieg in einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf. Das Rennen wurde von einem schweren Unfall seines Teamkollegen Graham Hill überschattet, der sich dabei beide Beine brach. Rindt wurde so zur neuen Nummer Eins im Lotus-Team für die Saison 1970.

Nach Experimenten mit Allradantrieb (der 2. Platz unter Jochen Rindt beim nicht zur Formel-1-Weltmeisterschaft zählenden Oulton Park Gold Cup Race 1969 war der größte Erfolg für den 4WD Lotus 63) u. Gasturbinen 1969 ging Lotus 1970 mit dem keilförmigen Lotus 72 an den Start. Rindt griff auf das Modell 49 aus dem Jahr 1969 zurück u. siegte in Monaco, da der führende Jack Brabham in der letzten Kurve (Gasometer) beim Überrunden von Piers Courage in die Strohballen rutschte. Beim Grand Prix von Großbritannien in Brands Hatch siegte Rindt erneut. Dem führenden Brabham ging das Benzin aus u. Rindt konnte auf den letzten Metern noch vorbeiziehen.

Beim Großen Preis der Niederlande errang Rindt den Sieg im inzwischen weiter entwickelten Lotus 72. Der Sieg war von einem Unfall überschattet, bei dem sein Freund Piers Courage im Fahrzeug verbrannte. Die Formel-1-Fahrer beschlossen daraufhin, für den Großen Preis von Deutschland, der am Nürburgring stattfinden sollte, verbesserte Sicherheitsmaßnahmen zu fordern bzw. diesen wegen der für unmöglich gehaltenen Umsetzung zu boykottieren. Rindt gewann die Rennen in Frankreich u. Deutschland, letzteres war nun nach Hockenheim verlegt worden, seiner Heimstrecke. Den Großen Preis von Österreich auf dem Österreichring gewann Jacky Ickx auf Ferrari. Am 30.8.1970, sechs Tage vor seinem Tod, fuhr Jochen Rindt sein letztes Rennen – einen Formel-2-Lauf in Österreich am Salzburgring.

Monza 1970
Das Abschlusstraining für den Großen Preis von Italien in Monza fand am 5.9.1970 statt. In voller Geschwindigkeit überholte Rindt Denis Hulme, als er im Bremsbereich vor der Parabolica-Kurve herunterschaltete. In diesem Augenblick brach höchstwahrscheinlich die vordere rechte Bremswelle an seinem Lotus 72. Der Wagen prallte links in die Leitplanken, drehte sich einige Male u. touchierte noch mehrmals die Begrenzung, ehe er etwa 5m neben der Leitplanke liegen blieb. Der Lotus war auseinandergebrochen u. Rindts Beine ragten ins Freie. Jochen Rindt wurde zwar sofort in die streckeneigene Unfallstation gebracht u. anschl. in die Mailänder Universitätsklinik überführt; er verstarb aber noch im Rettungswagen. Ärztlichen Angaben zufolge waren für den Tod eine zerrissene Luftröhre u. ein eingedrückter Brustkorb die Ursache.

Die tödlichen Verletzungen habe er sich vor allem deswegen zugezogen, weil er den neuen Sicherheitsgurt aus Angst vor einem der damals häufigen Feuerunfälle nicht korrekt angelegt habe u. infolgedessen bei dem heftigen Aufprall durch die Gurte gerutscht sei.
Das Ereignis löste in der Rennsportwelt große Betroffenheit aus, ähnlich wie der Tod von Jim Clark 2 Jahre zuvor, oder 1994 der Tod von Ayrton Senna.

Postum Weltmeister
Rindt hatte durch seine 5 Siege 45 Punkte gesammelt. Einschließlich Monza fanden noch 4 Rennen statt, in denen bis zu 36 Punkte erzielt werden konnten, so dass jene 8 Fahrer, die nach dem Großen Preis von Österreich mind. 10 Punkte hatten, noch Chancen auf den WM-Titel hatten. Nach dem GP von Italien waren noch 5 Kandidaten verblieben, wovon der im Rennen zweitplatzierte Jackie Stewart u. der ausgefallene Jack Brabham mit 25 Punkten die besten Aussichten hatten, da ihnen jeweils 1 Sieg u. 2 zweite Plätze gereicht hätten, um mit 46 Punkten Rindt zu übertreffen. Denis Hulme mit 23 u. Monza-Sieger Clay Regazzoni mit 21 Punkten hätten mind. 2 Siege u. Podiums-
platzierungen benötigt, u. der ebenfalls ausgefallene Jacky Ickx mit 19 Punkten hätte alle 3 verbliebenen Rennen gewinnen müssen. In Kanada kam es zu einem Ferrari-Doppelsieg durch Ickx vor Regazzoni. Somit konnte nur noch Ickx durch 2 Siege Rindt überholen, sein Teamkollege Regazzoni hätte maximal noch Punktegleichstand u. damit den 2. Platz in der WM-Wertung erzielen können.
Beim vorletzten Rennen, dem Großen Preis der USA, stand Ickx auf der 1. Startposition, aber zur Rennmitte verlor er durch eine defekte Benzinleitung 1 Runde, womit die Fahrer-WM zugunsten Rindts entschieden war. Es gewann Rindts Teamkollege, Emerson Fittipaldi im Lotus 72, womit er Lotus auch die Konstrukteursweltmeisterschaft sicherte. Jacky Ickx wurde hinter dem zweiten Lotus-Fahrer Reine Wisell Vierter; er siegte im letzten Rennen in Mexiko erneut vor Regazzoni.

Jochen Rindt ist der einzige Weltmeister der Formel 1, dem der Titel postum zugesprochen wurde. Den Weltmeisterpokal nahm seine Witwe Nina entgegen.

Insgesamt fuhr Rindt 60 Formel-1-Grand-Prix-Rennen u. gewann davon 6, 5 alleine in der Saison 1970. Obwohl er erst 1969 den ersten Formel-1-Sieg realisieren konnte, war er doch jahrelang in der Formel 2 – auch gegen andere Formel-1-Piloten – sehr erfolgreich u. galt aufgrund seiner zahlreichen Siege als „König“ dieser Formelsport-Klasse.

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Rotraud A. Perner

Beitrag von Dissident am Mo Apr 24, 2017 4:10 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotraud_A._Perner  Rotraud A. Perner (*1944 ist eine österr. Juristin, Psychotherapeutin/Psychoanalytikerin, evangelische Theologin u. Hochschulpfarrerin im Ehrenamt --- Nach ihrem Studium arbeitete sie als volkswirtschaftliche Referentin bei derOesterr. Nationalbank ---
1975 gründete sie eine Familienberatungsstelle in Wien, weiters 2 Sexualberatungsstellen in Wien u. 1990 gemeinsam mit Elfriede Abt den Verein „Die Möwe – Verein für physisch, psychisch u. sexuell misshandelte Kinder“ --- ist Gerichtssachverständige und Mediatorin --- Sie war Herausgeberin der Zeitschrift SEXUS sowie Mitherausgeberin des Monatsmagazins Forum für feministische Gangarten, regelmäßige Kolumnistin für AZ, Wiener Zeitung --- Coach u. Beraterin für Manager, religiöse Würdenträger u. Politiker ---

http://diepresse.com/home/leben/mensch/5169741/Streit-zwischen-Rotraud-Perner-und-ORFRedakteur-eskaliert --- Streit zw. Perner u. ORF-Redakteur eskaliert
Für die Psychotherapeutin Perner endete eine Unstimmigkeit mit einem ORF-Redakteur mit mehreren Verletzungen im Gesicht u. einer Gehirnerschütterung. Es ging um einen freien Sessel --- sagte Perner, daß sie am 9.2. als Gastreferentin in die Wirtschaftskammer Burgenland geladen war. Die 72-Jährige war gegen 16.00 Uhr im Festsaal eingetroffen u. wollte sich kurz auf einem freien Sessel neben dem ORF Redakteur ausruhen. Dieser habe ihr allerdings zu verstehen gegeben, daß der Platz besetzt sei. Als sie sich dennoch setzen wollte, soll der Mann sie gepackt u. weggestoßen haben. Daraufhin habe sie ihm reflexartig einen "Backenstreich" gegeben. Der Mann habe ihr infolge einen "Faustschlag" versetzt, worauf sie zu Boden gegangen sei ---
Von dem Vorfall habe sie eine Augapfel- sowie Jochbeinprellung, eine Gehirnerschütterung sowie Schrammen im Gesicht davongetragen. Sie leide nach wie vor an Schmerzen.
--- Die Aussagen zum Hergang des Geschehens würden divergieren. Der Redakteur habe angegeben, die Hand auf den besetzten Sessel gelegt zu haben, Perner habe sich dennoch darauf niedergesetzt. Die erste Ohrfeige sei von der 72-Jährigen gekommen, der ORF-Mitarbeiter habe im Reflex zurückgeschlagen ---
Perner habe danach trotz Verletzung ihren Vortrag gehalten ---
Leserkommentar: "Eine sensationell hochwertige Psychologin. Genial, wie deeskalierend sie hier reagiert hat. Wenn sie nicht kriegt, was sie will, schlägt sie zu."

http://www.extradienst.at/news/exklusiv-top/die-watschn-psychologin  Ohrfeigen-Affäre --- Mit der 72jährigen Rotraud Perner ist nicht gut Kirschen essen. Weil ihr ein ORF-Redakteur mitteilte, daß der Sitz, auf dem sie im Festsaal der WK in Eisenstadt Platz nehmen wollte, besetzt war, schlug die Doyenne der heimischen Psychiater-Riege ansatzlos zu. Eine 72jährige Schlägerin? Eine Psychologin, die ausrastet? Ein Brutalo-Altspatz mit Aggressions-Potenzial? Was ist das für eine Person, die so reagiert?

ExtraDienst weiß, wenn Perner ausrastet, dann ordentlich: Als ein Verlagshaus (Name ist dem ExtraDienst bekannt) die Rechnungen von Perners Ehemann, der behindert war, nicht prompt bezahlte, zuckte Perner total aus u. attestierte dem vermeintlich für die Zahlung zuständigen Manager (der freilich an der Firma nicht beteiligt war, keine Kompetenzen hatte u. die entsprechenden Zahlungen gar nicht veranlassen konnte) via Ferndiagnose sexuelle Perversionen. Das nennt man die eig. Möglichkeiten exzessiv ausnutzen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Fahr drüber über dein Gegenüber, dir kann eh nix passieren. Ähnlich jüngst in Eisenstadt: Du bist eine hilflose 72jährige Frau…

In Sachen Burgenland-Ausraster hatte sie freilich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn der ORF-Redakteur ließ sich vom Psycho-Gift-Häferl nicht einfach so abwatschen, sondern schlug zurück --- Perner freilich weiß, wie man sich dann richtig verhält. In aller Ruhe hielt sie ihren Vortrag. Man will sich ja schließlich kein Geld entgehen lassen. Oder hatte sie gar unentgeltlich gesprochen? Schwer vorstellbar. Erst nach dem Faustschlag jedenfalls begab sie sich zum Amtsarzt. Und der stellte eine Gehirnerschütterung, Abschürfungen u. eine Jochbeinprellung fest ...

https://kurier.at/chronik/burgenland/orf-redakteur-soll-psychotherapeutin-perner-niedergeschlagen-haben/246.568.345 --- Die bekannte Therapeutin u. Pfarrerin, die auch die "Halt, Gewalt"-Initiative ins Leben rief ---

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Philipp Lenard

Beitrag von Dissident am Mi Mai 03, 2017 5:06 pm

http://de.metapedia.org/wiki/Philipp_Lenard  Philipp Lenard (1862-1947) war ein deutscher Physiker. Ihm sind herausragende Arbeiten zur modernen Festkörper- und Atomphysik zu verdanken, wofür er 1905 den Nobelpreis für Physik erhielt. Während des Nationalsozialismus wurde er zum Wortführer der „Deutschen Physik“ ...

Wirken
Geheimer Rat Prof. Dr. Lenard erhielt 1905 den Nobelpreis für Physik aufgrund seiner Forschungen zu den Kathodenstrahlen, indem er bei diesen durch Einbau einer Aluminiumfolie in die Wand einer Kathodenstrahlröhre Elektronen (Kathodenstrahlen) austreten u. untersuchen ließ. Weiter analysierte er die Wechselwirkungen zwischen Elektronen u. Licht (Fotoeffekt, Phosphoreszenz, Lumineszenz). Später verfaßte er eine 4-bändige Ausgabe mit dem Titel „Deutsche Physik“.

Der deutsche Nobelpreisträger Lenard galt als Gegenspieler Albert Einsteins, dem er insbesondere mathematischen Formalismus vorwarf.
Er gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen physikalischen Wissenschaft u. wurde mit dem NSDAP-Preis für Wissenschaft u. Kunst ausgezeichnet.
Besonders auf dem Gebiet der Kathodenstrahlen, der Wirkung des ultravioletten Lichts u. der Molekulartheorie sind ihm grundlegende Forschungsergebnisse zu verdanken.

Leben
1881 Studium der Naturwissenschaften an den Technischen Hochschulen in Budapest u. Wien
1883 Studium der Physik in Heidelberg
1885 Fortsetzung seines Studiums in Berlin
1886 vollendet er seine Dissertation in Heidelberg
1886-1889 arbeitet er als Assistent bei Quincke
1890 Nach kurzem Aufenthalt in England geht Lenard als Assistent nach Breslau
1891 Wechsel an die Universität Bonn zu Heinrich Hertz
1892 Lenard habilitiert sich. Er entwickelt eine Entladungsröhre mit einem „Lenardfenster“. Zum ersten Mal können jetzt Kathodenstrahlen unabhängig vom Entladungsvorgang im Vakuum in Luft oder in anderen Materialien untersucht werden
1894 Lenard betreut die Herausgabe der gesammelten Werke von Hertz. Er wird als außerordentlicher Professor nach Breslau berufen
1895 Wechsel an die Technische Hochschule Aachen, wo er sich weiter mit Kathodenstrahlen beschäftigt
1896 Lenard geht als außerordentlicher Professor für theoretische Physik nach Heidelberg
1898 Es kommt zu einer Auseinandersetzung mit dem engl. Physiker u. Nobelpreisträger von 1906, Joseph John Thomson (1856-1940). Lenard wird Professor u. Leiter des physikalischen Instituts in Kiel. Der Aufbau eines neuen Instituts verschafft ihm optimale Forschungsbedingungen
1900 Entdeckung der wichtigsten Gesetzmäßigkeiten des lichtelektrischen Effekts: Bei wachsender Lichtintensität wächst zwar die Zahl der ausgelösten Elektronen, aber deren Geschwindigkeit bleibt unverändert. Die Elektronengeschwindigkeit ist ausschließlich von der Frequenz des eingestrahlten Lichts abhängig
1903 Lenard entwickelt ein „Dynamidenmodell“ des Atoms, das besagt, daß der größte Teil des Atoms leer ist
1905 Für seine Untersuchungen der Kathodenstrahlung wird Lenard der Nobelpreis für Physik verliehen
1907 Er wird Direktor des Instituts für Physik und Radiologie in Heidelberg
1913 Unter Lenards Leitung entsteht ein neues physikal. Institut (Physikalisch-Radiologisches Institut am Albert-Ueberle-Weg; Architekt: Friedrich Ostendorf), das zwischen 1935 und 1945 seinen Namen trägt
1914 Er beteiligt sich an der überregionalen Gelehrtenresolution „Aufruf an die Kulturwelt“: 93 prominente Intellektuelle weisen den Vorwurf einer deutschen Kriegsschuld ebenso wie den Vorwurf des Militarismus sowie deutscher Völkerrechtsbrüche zurück. Er veröffentlicht eine Schrift mit dem Titel „England und Deutschland zur Zeit des großen Krieges“.
1920 Auseinandersetzung mit Albert Einstein auf der Tagung der Naturforscher u. Ärzte in Bad Nauheim. Lenard lehnt vehement die allgemeine Relativitätstheorie aus physiktheoretischen Überlegungen ab. Auch in der Folgezeit kritisiert Lenard die Theorien Einsteins. Die neuen relativistischen Ansätzen in der theoretischen Physik lehnte der Experimentalphysiker Lenard als ausschließlich formalistisch ab
1922, 27. Juni: Philipp Lenard weigert sich, die allgemeine Arbeitsruhe anläßlich des Staatsbegräbnisses von Walther Rathenau einzuhalten u. am Physikalischen Institut Halbmast zu flaggen. Dies führt zu einer von dem sozialdemokratischen Studenten Carlo Mierendorff angeführten Besetzung des Instituts durch Arbeiter u. Studenten. Der Senat der Heidelberger Universität verurteilt Lenards Verhalten u. leitet ein Disziplinarverfahren gegen ihn u. Mierendorff ein. Als der badische Kultusminister Willy Hellpach Lenard vom Dienst suspendiert, bittet dieser um seine Entlassung. Physikalische Gesellschaften, einzelne Physiker u. Heidelberger Studenten setzen sich für Lenard ein, so daß Hellpach die Suspendierung u. Lenard sein Entlassungsgesuch zurücknimmt
1931, Ende Juli: Abschiedsvorlesung von Geh. Rat Prof. Dr. Philipp Lenard in der Universität Heidelberg
1933, 23. Mai: Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Heidelberg an Adolf Hitler u. Philipp Lenard
1935, 13. Dezember: Einweihung des Philipp-Lenard-Instituts (Physikalisches Institut) unter dem neuen Namen in Anwesenheit von Geh. Rat Prof. Dr. Philipp Lenard, Reichsstatthalter Robert Wagner, MP Köhler, der Minister Dr. Wacker und Dr. Schmitthenner
1936 Lenard ist erster Träger des Wissenschaftspreises. Alfred Rosenberg hält bei der Feierlichkeit die Laudatio. Lenards 4-bändiges Lehrbuch für Experimentalphysik „Deutsche Physik“ erscheint
1937, 7. Juni [wirksam am 27. Januar 1938]: die Oberrealschule Heidelberg wird Philipp-Lenard-Schule benannt
1940, 30. März: In einem Festakt wird ein von dem Heidelberger Maler Herbert Grass an der Wand des Treppenhauses der Oberrealschule („Philipp-Lenard-Schule“) geschaffenes „Lenard-Fresko“ übergeben
1942, 7. Juni: Philipp Lenard wird an seinem 80. Geburtstag Ehrenbürger der Universität Heidelberg
1945 Nach Ende des 2. Weltkrieges wird er aufgr. seines hohen Alters nicht von den Amerikanern gefangengesetzt. Er verläßt Heidelberg u. zieht nach Messelhausen (Baden)
1947, 20. Mai: Philipp Lenard stirbt in Messelhausen

Dissidents Buchtip: "Philipp Lenard: Erinnerungen eines Naturforschers"  vom Autor Arne Schirrmacher

http://www.quantenwelt.de/atomphysik/modelle/lenard.html  Das Dynamidenmodell
Lenard untersuchte Atome auf einer ähnlichen Weise wie Rutherford, nur verwendete er keine Alphastrahlung sondern Elektronen .. er fand bei seinen Untersuchungen, daß die Abschwächung der Elektronenstrahlung ungefähr linear von der Masse abhängt, die die Elektronen durchfliegen. Ein Bleiatom mit der Massenzahl 207 schwächt Elektronen also etwa 7 2/3 (=207/27) mal besser ab, als ein Aluminiumatom mit der Massenzahl 27. Daraus schloss Lenard, dass Atome aus Bausteinen mit gleicher Masse u. gleicher Fähigkeit Elektronenstrahlen abzuschwächen aufgebaut sind. Diese Bausteine nannte er Dynamiden. Blei dachte er sich also aus 207 Dynamiden bestehend, während Aluminium aus 27 Dynamiden aufgebaut sei.
Dynamiden sollten - wie auch das gesamte Atom - nicht geladen sein. Die Ablenkung geladener Teilchen durch das Atom erklärte Lenard damit, daß die Dynamiden eine innere Ladungsstruktur haben, also auf einer Seite positiv u. auf der anderen negativ geladen sind. Dynamiden sollten außerdem schnell um ihre Achse rotieren.
Konsequenzen
Das Dynamidenmodell erklärte die von Lenard beobachteten Eigenschaften sehr gut. Sowohl die Abschwächung als auch die Ablenkung der Elektronenstrahlen konnte mit ihm erklärt werden. In dem Sinne war es also ein erfolgreiches Atommodell. Es konnte jedoch nicht erklären, warum Elektronen aus Materie gelöst werden können. Das konnten das thomsonsche Modell u. die folgenden Modelle, die Elektronen enthalten, problemlos erklären. Einfacher war das Dynamidenmodell jedoch, weil es die Massenzahl der Atome mit nur einem Kernbaustein erklären konnte. Vor Entdeckung der Neutronen nahm man in den anderen Modellen an, der Kern enthalte Protonen u. Elektronen. Das war deshalb problematisch, weil man erklären musste, warum einige Elektronen im Kern sind, während andere um ihn herumfliegen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Lenard --- brach Lenard erstmals mit der damal. Vorstellung vom Atom als einem massiven Gebilde u. lieferte ein wichtiges Vorläufermodell des 1910/1911 von Rutherford durch Streuversuche mit Alphateilchen entwickelten Atommodells ---
Er beschäftigte sich außerdem mit der Ionisierung der Luft durch ultraviolettes Licht (Lenard-Effekt), dessen Grundlagen seine früheren Arbeiten über Wasserfall- u. Gewitterelektrizität waren, sowie mit Bogen- u. Metallspektren und meteorologischen Themen ---
Er arbeitete an einer Äther-Theorie --- Lenard bezeichnete die Allg. Relativitätstheorie fortan als „Judenbetrug“. Lenards Schüler Emil Rupp wandte sich der Relativitätstheorie zu u. habilitierte 1926 mit einer hinter Lenards Rücken verfassten Arbeit über Kanalstrahlen, die angebl. Einsteins Theorie des Welle-Teilchen-Dualismus experimentell bestätigte. In einem Brief an Wilhelm Wien 1927 bezweifelte Lenard, daß dieses Experiment in seinem Labor überhaupt gemacht worden sei. Rupp wurde 1935 als Fälscher entlarvt ---
Johannes Stark u. Lenard waren die ersten namhaften Wissenschaftler, die öffentlich für die NSDAP eintraten .. 1926 kam es zu einem persönlichen Zusammentreffen mit Hitler in Heidelberg. 1928 wurde Lenard ein öffentl. Förderer der .. Nationalsozialistischen Gesellschaft für Deutsche Kultur, die 1931 als Kampfbund für deutsche Kultur neu gegründet wurde .. nahm sein Einfluss im 2. Weltkrieg ab .. Lenard wurde Mitglied des Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands, wobei er als Beirat in der sogen. „Forschungsabteilung Judenfrage“ tätig wurde ---
Initiator einer „Arischen Physik“
In den folgenden Jahren vertrat neben ihm u. Johannes Stark eine Gruppe von etwa 30 Physikern die „Deutsche Physik“. Sie lehnten Teile der modernen theoretischen Physik als „dogmatisch-dialektische“ Hervorbringung ab .. Gefordert wurde die Anschaulichkeit der Modelle, u. im Zentrum der Physik sollte das Experiment stehen. Theoretische Überlegungen sollten „auf dem festen Boden der klassischen Physik“ aufbauen. Die Quantentheorie wurde zwar von Lenard abgelehnt, aber von anderen Vertretern der „Deutschen Physik“ akzeptiert .. 1936 erschien Lenards Lehrwerk Deutsche Physik in 4 Bänden. Es beschreibt nur Gebiete der klassischen Physik u. behandelt weder Relativitätstheorie noch Quantenmechanik. Entdeckungen der modernen Physik werden stattdessen durch die Äthertheorie u. ein Atommodell Johannes Starks erklärt ---
1945 verschonten ihn die Amerikaner wegen seines hohen Alters mit Entnazifizierungsmaßnahmen --- Nach ihm ist der Mondkrater Lenard benannt ---

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Rudolf Tomaschek

Beitrag von Dissident am Mi Mai 03, 2017 5:58 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Tomaschek  Rudolf Tomaschek (1895-1966) war ein deutscher Experimentalphysiker. Seine wissenschaftl. Leistungen beinhalteten Arbeiten zur Phosphoreszenz, Fluoreszenz, den Gezeiten, u. dem Nachweise eines Äthers. Er war ein Anhänger der Deutschen Physik, was seine Suspendierung von seiner Universitätsanstellung nach dem 2. Weltkrieg verursachte.

Leben und Werk
1913-1918 studierte er an der Deutschen Universität Prag. Er erhielt sein Doktorat in den frühen 20ern unter Philipp Lenard an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, u. wurde danach Lenards Assistent. Er vollendete 1924 seine Habilitation bei Lenard. Nov. 1926 ging Tomaschek an die Techn. Hochschule München u. 1927 zur Philipps-Universität Marburg als außerordentl. Prof. für Experimentalphysik. 1934-1939 war er o. Prof. u. Direktor des Physikalischen Instituts an der Techn. Hochschule Dresden.  1939-1945 war Tomaschek o. Prof. u. Direktor des Physikalischen Instituts an der Techn. Hochschule München. 1940 wurde er .. zum ordentl. Mitglied der Bayr. Akademie der Wissenschaften ernannt. 1941 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ---
Er wurde 1933 Mitglied der SA, 1937 der NSDAP. Nov. 1933 gehörte er zu den Unterzeichnern des Bekenntnisses der Professoren an den deutschen Universitäten u. Hochschulen zu Adolf Hitler u. dem nationalsozialistischen Staat.

Tomaschek war ein Anhänger der deutschen Physik, einer antitheoretischen u. antisemitischen Gegenbewegung zur modernen Physik. 1945 wurde er von den alliierten Besatzungsmächten aus seiner Position an der Techn. Hochschule München entlassen, wobei Georg Joos 1946 sein Nachfolger wurde. 1948-1954 war Tomaschek bei der Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) in England beschäftigt, wobei AIOC 1954 zu British Petroleum wurde. 1954 wurde er in Breitbrunn am Chiemsee Präsident der permanenten Gezeitenkommission.

Bücher und Arbeiten von Tomaschek
   Von 1933 bis 1945 überarbeitete Tomaschek einige Ausgaben von Ernst Grimsehl’s Lehrbuch der Physik. Zum Gebrauch beim Unterricht neben akademischen Vorlesungen und zum Selbststudium (Teubner).
   Die Messungen der zeitlichen Änderung der Schwerkraft (Springer 1937).
   Leuchten und Struktur fester Stoffe (Oldenbourg, 1943).
   Kosmische Kraftfelder und astrale Einflüsse (Ebertin 1959).
   Probleme der Erdgezeitenforschung (Bayerische Akademie der Wissenschaften 1956).
   Mit Alfred Eckert: Zur Kenntnis des Mesonaphtobianthrons, Monatshefte für Chemie / Chemical Monthly Volume 39, Number 10 (1918).
   Zur Kenntnis der Borsäurephosphore, Annalen der Physik Volume 372, Issue 5, pp. 612–648 (1922).
   Über das Verhalten des Lichtes außerirdischer Lichtquellen, Annalen der Physik Volume 378, Issue 1, pp. 105–126 (1924).
   Über die Phosphoreszenzeigenschaften der seltenen Erden in Erdalkaliphosphoren. I, Annalen der Physik, Volume 380, Issue 18, pp. 109–142 (1924).
   Über die Aberration, Zeitschrift für Physik Volume 32, Number 1 (1925).
   Über Versuche zur Auffindung elektrodynamischer Wirkungen der Erdbewegung in großen Höhen II, Annalen der Physik, Volume 385, Issue 13, pp. 509–514 (1926).
   Über die Emission der Phosphore I. Verhalten des Samariums in Sulfiden und Sulfaten, Annalen der Physik Volume 389, Issue 19, pp. 329–383 (1927).
   Mit Henriette Tomaschek: Über die Emission der Phosphore II. Umwandlung der Teilbanden im Samariumsulfidspektrum, Annalen der Physik Volume 389, Issue 24, pp. 1047–1073 (1927).
   Mit W. Schaffernicht: Zu den gravimetrischen Bestimmungsversuchen der absoluten Erdbewegung, Astronomische Nachrichten, Volume 244, p. 257 (1932).
   Mit W. Schaffernicht: Ether-Drift and Gravity, Nature Volume 129, 24-25 (1932).
   Mit W. Schaffernicht: Tidal Oscillations of Gravity, Nature Volume 130, 165-166 (1932).
   Mit O. Deutschbein: Über die Emission der Phosphore. III Verhalten des Samariums in den Oxyden der II. Gruppe, Annalen der Physik, Volume 408, Issue 8, pp. 930–948 (1933).
   Mit O. Deutschbein: Fluorescence of Pure Salts of the Rare Earths. Nature Volume 131, 473-473 (1933).
   Mit O. Deutschbein: Über den Zusammenhang der Emissions- und Absorptionsspektren der Salze der Seltenen Erden im festen Zustand I. Fremdstoffphosphore, Zeitschrift für Physik BAnd 82, Nr. 5-6, Seite 309-327 (1933). Die Autoren sind dort als zugehörig zum Physikal. Institut d. Universität, Marburg a. d. Lahn zitiert (Eingang des Artikels 17. Februar 1933).
   Schwerkraftmessungen, Die Naturwissenschaften Volume 25, Issue 12, pp. 177–185 (1937).
   On the application of phosphorescence spectra to the investigation of the structure of solids and solutions, Trans. Faraday Society Volume 35, 148–154 (1939).
   Non-elastic tilt of the Earth's crust due to meteorological pressure distributions, Pure and Applied Geophysics Volume 25, Number 1, 17-25 (1953).
   Earth Tilts in the British Isles Connected With Far Distant Earthquakes, Nature Volume 176, 24–25 (1955).
   Fundamental behaviour of sensitive springs, J. Sci. Instrum Volume 33, 78-81 (1955). Dort wird der Autor als zugehörig zur British Petroleum Co., Ltd., Kirklington Hall, Nr. Newark, Notts., zitiert. Der Artikel ging am 18. Mai 1955 ein.
   Tidal Gravity Measurements in the Shetlands: Effect of the Total Eclipse of June 30, 1954, Nature Volume 175, 937–939 (1955).
   Measurements of tidal gravity and load deformations on Unst (Shetlands), Pure and Applied Geophysics Volume 37, Number 1, 55-78 (1957).
   Great Earthquakes and the Astronomical Positions of Uranus, Nature Volume 184, 177–178 (1959). In der Autorenzeile der Zusatz: Breitbrunn-Chiemsee, Bayern.
   Mit E. Groten: Die Residualbewegungen in den Registrierungen der horizontalen Gezeitenkomponenten, Journal Pure and Applied Geophysics Volume 56, Number 1, 1-15 (1963).

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Dietmar Guggenbichler

Beitrag von Dissident am Di Mai 09, 2017 4:17 pm

http://regiowiki.at/wiki/Dietmar_Guggenbichler  Dietmar Guggenbichler (1942-2016) war Privatdetektiv in Kärnten. Guggenbichler, der in Ferlach eine Detektei betrieb, wurde durch die Aufdeckung zahlreicher österreichweiter Kriminalfälle u. Skandalen, wo auch bekannte Politiker involviert waren, bekannt. So hatte er sich mit dem Fall der Lucona beschäftigt u. deckte den Fall auf. In der Folge wurde der damal. Unternehmer u. Netzwerker Udo Proksch wegen 6-fachen Mord verurteilt.

Auch beim AKH-Skandal war G. ebenso wie beim Noricum-Skandal an den Aufdeckungen maßgeblich beteiligt.

In den Skandal der European Kings Club der 1990er Jahre wurde er verwickelt, der sogar zu seiner Verhaftung führte. Die Vorwürfe, die er stets bestritt konnten entkräftet werden u. führten zur Verhaftung der tatsächlichen Beteiligten im Fall.

Gegen den Künstler Hermann Nitsch brachte er die Steuerhinterziehung durch eine Anzeige ins Rollen.

2009 musste er mit seiner Detektei Insolvenz anmelden.

Dem BZÖ warf er vor, eine Vereinbarung über einen Auftrag, den er mit Jörg Haider getroffen haben soll, nicht eingehalten zu haben.

Guggenbichler starb nach einem Krebsleiden in Klagenfurt, wo er auch beigesetzt wird.

http://doedr.forumieren.net/t8-der-fall-lucona-udo-proksch-und-das-ganze-gschwerl-aus-der-dodr#826  --- Dietmar Guggenbichler eine Reizfigur zu nennen wäre untertrieben. Er ist der meistgehasste Detektiv Österreichs, vielleicht der beste. Man nannte ihn „.38 Special“.

"Ich hasse 3 Dinge auf den Tod: Drogen, Kindesmörder oder solche, die sich an Kindern vergehen, u. Korruption.“ So kompakt fällt die Selbstbeschreibung des nahe Klagenfurt lebenden Detektivs Dietmar Guggenbichler aus. Doch es wäre nicht Guggenbichler, fiele ihm nicht noch ein deftiger Zusatz ein: „Manchmal hasse ich mich selbst.“

Und wann? „Wenn ich nicht das tun darf, was ich gern mit jemandem anstellen würde. Manchmal hasse ich mich, weil ich nicht kann, wie ich will, oder weil ich nicht darf, wie ich will.“ Dahinter steckt die für Guggenbichler nicht immer leicht zu verdauende Einsicht, daß es ja auch noch so etwas wie den Rechtsstaat gibt. An dessen Grenzen müssen die mitunter handfesten Methoden des gebürtigen Oberösterreichers zwangsläufig haltmachen.
Der Mann mit dem Schnauzbart, der nie ohne seinen Revolver unterwegs ist, .. arbeitet nicht allein. 3 Berufsdetektive stehen ihm zur Seite (2 davon waren auch im Fall Nitsch mit an Bord). Betritt man sein Büro, vermittelt nicht nur ein alter, aber funktionstüchtiger Wurlitzer die Patina vergangener Jahrzehnte. Zeitungsausschnitte, Fotos u. Bücher von damals werden gesammelt u. dokumentiert. Darunter finden sich Jahrhundertfälle. Das Versenken des Frachtschiffes Lucona durch ein einstiges Liebkind höchster politischer Kreise: Udo Proksch. Der von Wirtschaftsbetrügereien durchsetzte AKH-Skandal. Oder die illegalen Exporte der Waffenschmiede Noricum. Damals immer mittendrin: Dietmar Guggenbichler.

„Im Fall Lucona hat man mich angeschossen, Politiker haben mich in die Pfanne gehaut. Aber ich habe schon vor 25 Jahren den Herrn Innenminister Blecha abgehört.“ Bekenntnisse wie dieses sprudeln geradezu heraus – aus dem gerissenen Schnüffler von damals, der aber nach wie vor (zuletzt in Sachen Hypo Alpe Adria) im Geschäft ist. „Viele Kollegen kreiden mir an, dass ich zu weit gehe. Ich werde von vielen gehasst.“
Guggenbichler kennt seinen Ruf u. pflegt ihn. „Ich habe ihn so lange geprügelt, bis er gekotzt hat“, sagt er über einen Mann, der ihm damals bei der Aufklärung des Falles Lucona (diese ist freilich nicht nur Guggenbichler allein zu danken) im Weg stand. Irgendwie habe ihm der Mann damals aber auch leidgetan. „Fürchterlich“, seufzt Guggenbichler, wenn er so zurückdenkt. „Nur: Ich habe ihn ja 3x ganz normal gefragt, er hätte ja antworten können.“ Heiligt der Zweck die Mittel? Das auch wieder nicht. „Ich hab mich gewehrt. Es war Notwehr. Er hat mich zuvor mit einer Flinte empfangen.“

Ist Eigenwerbung wie „Das Unmögliche wird Realität“ oder „Hier ist der Beste, den Sie kriegen können“ nicht viel zu dick aufgetragen? „Man hat mir das zugeschrieben, ich habe ja vor vielen Jahren in Spanien u. Frankreich die ETA ausgebildet. Da hatte ich einen Spitznamen: ,.38 Special‘.“ Frei nach der Munition dieses Kalibers. „Ich war der schnellste Revolverschütze Europas, u. ich bin heute noch sehr gut.“ Mehr noch: „Ich maße mir an zu sagen – ich bin der Beste.“

Drohung eines Kollegen
Viele in der Branche sehen das anders. Mit einem Konzessionsentzug u. mit Anzeigen war der passionierte Pokerspieler bereits konfrontiert. Erst kürzlich schrieb ihm ein Kollege kryptisch drohend: „Wir sehen einander, nein, ich sehe Sie u. hoffe, dass Sie für die (nicht verdiente, aber längst überfällige) Pensionierung genug zur Seite geräumt haben, mehr wird es nämlich nicht mehr spielen.“
Angst hat der seit 36 Jahren in 2. Ehe verheiratete Familienvater keine. Den Tod einer seiner 4 Töchter führt Guggenbichler auf einen Mordanschlag zurück. Mitglieder der Drogenmafia hätten der Jugendlichen aus Rache für seine Ermittlungen im Schweizer Drogenmilieu eine Überdosis gespritzt. Wer in diese Abgründe sehen musste, hat einfach keine Angst mehr. (m. s.) --- ("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.03.2014)

http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/lucona-aufdecker-dietmar-guggenbichler-gestorben-181300/
"Lucona"-Aufdecker Dietmar Guggenbichler gestorben --- Das teilte am Donnerstag ein ehem. Angestellter von Guggenbichler, der Salzburger Berufsdetektiv Martin Aufleger, der APA mit ---  Guggenbichler .. hat sich mit zahlreichen Skandalen beschäftigt, in denen auch österr. Politiker involviert waren: Das Versenken des Frachtschiffes "Lucona" 1977 im Indischen Ozean, welches zu einer Verurteilung von Udo Proksch wegen 6-fachen Mordes führte; weiters der AKH-Skandal u. die illegalen Exporte der Waffenschmiede Noricum. Der Privatdetektiv hat auch das Steuerstrafverfahren gegen den Künstler Hermann Nitsch ins Rollen gebracht, indem er Anzeige erstattete.
Der 73-Jährige habe sich von einer Operation nicht mehr erholt, erklärte Aufleger. Dem Angaben des Salzburgers zufolge starb Guggenbichler am 17.1.2016

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Douglas Hoyos-Trauttmansdorff

Beitrag von Dissident am Di Mai 16, 2017 9:31 am

Douglas Hoyos-Trauttmansdorff

https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Hoyos  Douglas Hoyos (*1990 in Klagenfurt) ist Bundesvorsitzender der JUNOS – Junge liberale NEOS.
Leben

Douglas Hoyos wurde am 8. September 1990 in Klagenfurt geboren. Nachdem er seine Matura im Jahr 2009 am Bundesrealgymnasium in Horn ablegte, absolvierte er seinen Präsenzdienst bei der Österreichischen Garde. Im Anschluss daran leitete er einen Freizeitabenteuerpark. Seit 2010 studiert er an der Wirtschaftsuniversität Wien Betriebswirtschaft.
Politik
2012 wurde er am Bundeskongress der Jungen Liberalen (JuLis, heute: JUNOS) als Generalsekretär in den Bundesvorstand gewählt. Dabei kam ihm eine führende Rolle bei der Eingliederung der JuLis als offizielle Jugendpartei der Parlamentspartei NEOS zu. Am XI. Bundeskongress der nunmehr JUNOS wurde er zum Bundesvorsitzenden gewählt.

http://tools.neos.eu/vorwahl/douglas-hoyos/  .. Wohnhaft in Raan, Waldviertel, Niederösterreich

Seit 2005 habe ich regelmäßig Ferialpraktika gemacht, unter anderen im Forstbetrieb Hornerwald, im Kletterpark Rosenburg (ab 2009 in leitender Position) und in der Raiffeisen Bank International.
Nach meinem Präsenzdienst begann ich mein Bachelorstudium BWL an der WU Wien, welches ich voraussichtlich in 2 Semestern abschließen werde. Während des Studiums arbeitete ich, unter anderem, in der Medienbranche für die Firma "derDreh" als freier Mitarbeiter.

https://www.facebook.com/duxi.hoyos

https://kurier.at/politik/inland/oevp-telefoniert-sich-sebastian-kurz-schon-seine-liste-zusammen/263.828.082 --- Laut einem Gerücht soll die Parteijugend der NEOS (JUNOS) ohnehin mit dem VP-Politiker (Kurz) kooperieren u. einen pinken Putsch vorbereitet haben. Tatsächlich sicherten sich die JUNOS bereits im März die Domain listekurz.at. Was aber in Sozialen Medien gerne als erster Schritt einer Intrige gewertet wird, entpuppt sich am Ende doch nur als "Witz. Wir besitzen alle möglichen Domains", sagt JUNOS-Bundesvorsitzender Douglas Hoyos dem KURIER. "Auch bei der Bundespräsidentschaftswahl haben wir das getan. Also ein Putsch ist nicht geplant."

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Ferdinand Trauttmansdorff

Beitrag von Dissident am Di Mai 16, 2017 9:56 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Trauttmansdorff  Ferdinand Trauttmansdorff (*1950) ist ein österr. Diplomat. Er entstammt dem hochadeligen österr. u. böhmischen Adelsgeschlecht Trauttmansdorff.

Ausbildung und Karriere
1970-1971 leistete er den einjährigen freiwilligen Militärdienst in Österreich.
Danach begann er das Studium der Rechtswissenschaften an der Uni Graz. Nach Abschluss des Studiums leistete er 1-jährigen Militärdienst bei den UN-Forces in Zypern. 1975-1979 arbeitete er als Studien- u. Vertragsassistent und später als Universitätsassistent am Institut für Völkerrecht u. Internat. Beziehungen an der Uni Graz.

Anschließend begann er ein Studium des europ. Rechtes am Collège d’ Europe in Brügge. Mit seiner Ausbildung u. bisherigen beruflichen Laufbahn gelang es ihm 1981 in den österr. Auswärtigen Dienst einzutreten. In seinen ersten Jahren im österr. Auswärtigen Dienst arbeitete er als Referent bei der österr. Vertretung in Genf. 1985 wurde er Erstzugeteilter bei der österr. Botschaft in Bukarest. 1985-1986 nahm er aufgrund seiner politischen Tätigkeiten im Präsidentschaftswahlkampf Karenz.

In den folgenden Jahren wurde er Kulturrat an der österr. Botschaft in Washington, D.C. u. danach Erstzugeteilter an der Botschaft in Budapest. 1999-2004 war er Botschafter in Kairo sowie bei der Regierung in Khartum akkreditiert. 2004-2005 war er Botschafter in Lissabon. Als Leiter des Völkerrechtsbüros im Außenministerium in Wien war er 2008 Vorsitzender der Task Force für Internat. Kooperation bei Holocaust-Bildung, Gedenken u. Forschung u. ist seither den österr. Gedenkdienern besonders verbunden.

Von Jänner 2010 bis Ende 2015 war Trauttmansdorff österreichischer Botschafter in Prag.

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Markus Hoyos

Beitrag von Dissident am Di Mai 16, 2017 10:15 am

http://regiowiki.at/wiki/Markus_Hoyos  Markus Hoyos (*1960) ist ein österr. Forstwirt u. Großgrundbesitzer.
Er absolvierte ein Studium der Land- u. Forstwirtschaft an der Uni f. Bodenkultur in Wien. Nach dem Studienabschluss war er zunächst für ein Wirtschaftstreuhandunternehmen tätig u. leitet seit 1993 die Land- u. Forstgüter Drosendorf, Horn u. Rosenburg. 2000 wurde er von seinem kinderlosen Onkel Hans Hoyos-Sprinzenstein adoptiert. Seit dessen Tod 2010 ist er alleiniger Eigentümer der Güter Drosendorf, Horn u. Rosenburg. Neben der Bewirtschaftung der land- u. forstwirtschaftlichen Güter bemüht er sich um den Erhalt der Schloss- u. Burganlagen in Drosendorf, Horn u. Rosenburg, die fortlaufend renoviert werden.

Er war Vizepräsident des Hauptverbandes der Land- u. Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs. Er ist Mitglied im Vorstand der Land & Forst Betriebe Niederösterreich u. Vorstand im Direktorium für Galopprennsport u. Vollblutzucht in Österreich.

Er entstammt dem spanischen Adelsgeschlecht Hoyos, das im 16. Jahrhundert von Spanien nach Niederösterreich eingewandert war. Er ist der jüngste Sohn von Heinrich Hoyos (1924–1999) u. Maria Theresia Hoyos, geborene Mayr-Melnhof (*1926). Er wuchs in Wien, Horn u. Gutenstein auf.

Er ist verheiratet u. hat 4 zwischen 2003 u. 2008 geborene Kinder. Die Familie lebt auf Schloss Horn.

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Ernst Hoyos

Beitrag von Dissident am Di Mai 16, 2017 10:36 am

http://www.noen.at/niederoesterreich/gesellschaft/adel-verpflichtet/baeume-faellen/4.901.160  Ernst Hoyos, Herr von Schloss Hoyos in Gutenstein ist der Chef des Hauses Hoyos. Und damit einer der ältesten Adelsfamilien des Landes ---

… wurde 1950 in Schloss Glanegg bei Salzburg geboren; die Familie verbrachte dann u.a. 6 Jahre in Brasilien. Nach Matura 1969 in Horn studierte er Wirtschaft in Linz, dann Bildhauerei an der Angewandten (Meisterklasse Bertoni). Nach einem 2-ährigen Waldpraktikum arbeitete er 13 Jahre in einem Waldviertler Forstgut, ehe er 1994 die Herrschaft Gutenstein übernahm.

Er ist seit 1977 mit Susanna, geborener Hauser verheiratet. Sie haben 6 Kinder:
Philipp (geboren 1978), Jakob (1980), Anna (1982), Maximilian (1983), Nikolaus(1985), Sophie (1990) – und 4 Enkel.

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Walter Rabl

Beitrag von Dissident am Di Mai 16, 2017 4:46 pm

Walter Rabl  ist der führende Gerichtsmediziner in Österreich...

https://www.i-med.ac.at/mypoint/archiv/2004033101.xml --- Walter Rabl wurde 1959 in Volders geboren .. studierte bis 1983 an der Uni Innsbruck Medizin. Seither arbeitete er zunächst als Gastarzt u. dann als Assistent am Institut für Gerichtliche Medizin. 1991/92 verbrachte er ein Auslandsjahr am Kantonsspital St. Gallen. 1989 schloss Rabl die Facharztausbildung ab, 1992 folgte die Berufung zum allgemein beeideten Sachverständigen u. 1998 die Habilitation. Prof. Walter Rabl ist stellv. Institutsvorstand der Gerichtsmedizin Innsbruck, seine Arbeitsschwerpunkte sind Morphologie, Toxikologie, Spurenkunde u. Sachverständigentätigkeit --- 2004 ---

http://diepresse.com/home/innenpolitik/1271106/Justizministerin-Karl_Ich-bin-erschuettert --- Leserkommentar: "Föger Walter
Die Österreicher können sich auf die Justiz eben nicht (!!!!) verlassen ....
Dazu muss ich festhalten,dass ich Walter Föger erschüttert bin,denn seit 22 Jahren bin ich Witwer,weil meine Gattin und Mutter meiner Kinder an ihrem Arbeitsplatz ermordet worden war und die Justiz von Anfang an mit schweren Fehlern jongliert hat.Der damalige 19jährige Lehrling wurde des Mordes zu 13 Jahren Haft verurteilt,obwohl die sichergestellten, hellen,blonden Haare in der Hand meiner Gattin weder von ihr noch vom Verurteilten stammten.Zu dieser korrupten Vorgangsweise der Justiz habe ich am 21.Februar 2012,gegen den Innsbrucker Gerichtsmediziner Walter Rabl, wegen Amtsmissbrauch und Herstellen von falschen Gutachten,sprich Dokumentenfälschung,gegen seinen Chef Richard Scheithauer,die sachbearbeitende Staatsanwältin Erika Wander und ihren Chef den Leitenden OSTA Dr.Kurt Spitzer Anzeige wegen Amtsmissbrauch erstattet.Eine Durchschrift dieser Anzeige ging am 21.Feb.2012 per Einschreibbrief an die Justizministerin Beatrix Karl.Sie antwortete bis heute nicht.Frau Justizministerin schauen Sie sich diesen Akt einmal an, dann sehen Sie das Walter Rabl,nur in meinem Akt drei falsche Gutachten erstellt hat.Dass der amerikanische Autor John Leake in 4 weiteren Fällen gegen diesen Herrn recherchiert,wird wohl auch der Justizministerin nicht entgangen sein.Anzeige wegen Verdachtes des Mordes gegen den damaligen Chef und dessen Gattin sowie ihren Sohn habe ich vor kurzem eingebacht.Aber die Justiz lehnt es weiterhin ab ihre Fehler aufzuarbeiten. Mfg. Der entnervte Witwer"
- - - -

https://www.profil.at/oesterreich/innsbrucker-gerichtsmediziner-umstrittene-gutachten-5693482  .. Gerichtsmediziner erstellt seit Jahren umstrittene Gutachten
.. Doch die Justiz sieht keinen Grund, an dessen Expertise zu zweifeln. Die Zuhörer drängen in den Saal 128 am Innsbrucker Landesgericht. Manche haben über 100 Km Anreise aus dem Tannheimertal hinter sich. Die gerichtliche Auseinandersetzung, die am 29.4.2015 stattfindet, kreist um den 70-jährigen Wolfram Föger. Und um dessen ermordeten Schwägerin. Der Kläger - die Unternehmerfamilie B. - begehrt von Föger, daß er es unterlässt, sie mit dem Mord an ihrer ehem. Beschäftigten in Verbindung zu bringen.
Vor 25 Jahren war die im Molkereibetrieb als Buchhalterin tätige Angelika Föger an ihrem Arbeitsplatz erstochen worden. Der 18-jährige Lehrling Martin K. wurde in Folge zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Er war zur Tatzeit gegen Mittag schwer alkoholisiert gewesen u. hatte Erinnerungslücken. Er gestand das Verbrechen, widerrief aber später. Als Motiv machte das Gericht aus, K. hätte in einem nekrophilen Anfall die Leiche sexuell missbrauchen wollen. Einen Beleg dafür gab es nicht.
Hier setzt Föger, immerhin pensionierter Kriminalist, an. Er übt Kritik am Umgang mit tatrelevanten Asservaten - u. somit an jenem Gutachter, der zur Aufklärung des Mordes an seiner Schwägerin Angelika hinzugezogen wurde: Walter Rabl.
Der renommierte Innsbrucker Gerichtsmediziner wird von der örtlichen Staatsanwaltschaft seit Jahren als Gutachter beschäftigt. Doch seine Arbeit gerät immer wieder in die Kritik - vor allem dann, wenn es um grenzüberschreitende Ermittlungen geht. Vom Obersten Gerichtshof hat sich Rabl bereits 1x eine Rüge eingehandelt. Die Tiroler Justiz steht aber unverbrüchlich hinter ihm: "Aus der Kollegenschaft sind keine Beschwerden bekannt“, stellt das Landesgericht Innsbruck fest, u. die örtliche Staatsanwaltschaft betont: "Es besteht nicht der geringste Grund, an der Sachkunde des Dr. Rabl zu zweifeln.“ Die Familie von Angelika Föger zweifelt dennoch.

Die Unklarheiten beginnen für sie schon bei den am Tatort gefundenen Haaren: blond und gewellt. Diese dürfte die - dunkelhaarige - Ermordete ihrem Angreifer ausgerissen haben. Der verurteilte Martin K. ist ebenfalls dunkelhaarig.  "Die Haare werden asserviert“
Rabl lieferte am Tag nach dem Verbrechen, am 10.6.1990, einen anderen Befund als später für den Prozess. In seiner ersten Obduktions-Stellungnahme beschrieb Rabl das Kopfhaar der Toten als "dunkelbraun“; in der rechten Hand der Leiche fand er "hellere Haare …, die offensichtlich nicht der Haarfarbe der Frau entsprechen“. Im Protokoll hielt er fest: "Die Haare werden asserviert.“
Rabls Befund für die Gerichtsverhandlungen, die 1991 begannen, wich von seinem Ersturteil aber ab: Er erklärte nun, die sichergestellten blonden Haare hätte sich das Opfer während der Messerattacke selbst ausgerissen. Er wollte plötzlich weiße Geheimratsecken an Angelikas Kopf entdeckt haben. Diese sind aber weder im Autopsie-Bericht vermerkt noch auf Fotos zu sehen. Rabl erklärt den Widerspruch damit, dass nicht er, sondern sein inzwischen verstorbener Vorgänger das Gutachten vertreten habe.
Der Bitte des Witwers, eine DNA-Probe durchzuführen, wurde seitens des Gerichts nie nachgekommen.
Und es gibt weitere Unstimmigkeiten. Die US-Rechtsmedizinerin Terri Haddix und der US-Tatortexperte Kenton Wong zweifeln unabhängig voneinander an, dass der Tathergang richtig konstruiert wurde.
Fest steht: Martin K. lief zu den Nachbarn und forderte sie auf, den Notarzt zu rufen, weil Angelika Föger schwerverletzt und blutend in seinem Zimmer liege. Das kostete Zeit. Und es bedurfte weiterer kostbarer Minuten, bis die Rettung schließlich eintraf. Da war Föger noch am Leben und klagte über Schmerzen.
Dies ist für die Gutachter aus Kalifornien von entscheidender Bedeutung. Denn dem Haddix-Befund zufolge soll der schlussendlich tödliche Stich so letal gewesen sein, dass die Frau nach spätestens 5 Minuten zwangsläufig verblutet sein muss. Soll heißen: Als der tödliche Stich ausgeführt worden sein soll, stand Martin K. bei den Nachbarn.
Dieser Expertise hat die Justiz bisher keine Beachtung geschenkt.
"Man muss sich wundern“, sagt Antonius Falkner, Anwalt des Ex-Polizisten Föger, "dass Rabl weiter an der Gerichtsmedizin in führender Position bleiben kann. Es waren ja keine geringen Fehler, die er gemacht hat. Trotzdem wird er als Gutachter bestellt.“ Rabl will die Kritik an seiner Arbeit nicht gelten lassen: "Gemeinsam ist einigen Fällen, dass ich mich zu viel mit den Angehörigen beschäftigt habe, versucht habe, ihre Fragen möglichst gut zu beantworten. Das hat ins Gegenteil umgeschlagen. Ich habe gelernt, dass ich das in Zukunft nicht mehr machen werde.“

Zu einzelnen Details der ihm vorgeworfenen Fälle betont Rabl, dass er nur dem Gericht gegenüber auskunftsberechtigt sei.
Rabls Befunde rückten bisher dann in den Mittelpunkt des Interesses, wenn die von ihm behandelten Fälle internationalen Bezug haben.
2003 standen die Kanadier Bob und Lynda MacPherson vor dem Leichnam ihres Sohnes in der Innsbrucker Gerichtsmedizin. Der Tote auf dem Seziertisch war der Eishockey-Profi Duncan MacPherson. Duncan war 14 Jahre zuvor verschwunden. Im August 1989, bevor er Trainer des schottischen Klubs "Dundee Tigers“ werden sollte, hatte er einen Kurzurlaub am Stubaier Gletscher eingeschoben. Am späten Nachmittag des 9. August 1989 hatte ihn sein Snowboardlehrer auf der Piste zum Üben zurückgelassen. Ab diesem Zeitpunkt wurde der damals 23-Jährige nicht mehr gesehen.
Dann taute der Rekordsommer des Jahres 2003 Duncans Leichnam aus dem Gletscher. Für die Staatsanwaltschaft lag ein Unfall ohne Fremdverschulden oder ein verjährter Tatbestand vor. Eine Obduktion wurde nicht angeordnet, somit blieb die Todesursache unklar. In der Gerichtsmedizin soll Rabl den Eltern gesagt haben, ihr Sohn sei wohl in einer Gletscherspalte erstickt; die Verletzungen an seinen Gliedmaßen seien erst später durch sogenannte Scherkräfte im Gletscher entstanden.
"Eiskalter Tod“
Der US-Journalisten John Leake, der später in seinem Buch "Eiskalter Tod“ das Verschwinden Duncans aufarbeitete, stellte die These auf, dass eine Pistenraupe den Kanadier schwer verletzt haben könnte. An den Textilien, die Duncan anhatte, sollen sich Reste roten Lacks, mit dem viele dieser Kettenfahrzeuge überzogen sind, befunden haben. Und eine bei der Gletscherleiche gefundene Telefonwertkarte soll eine Kerbe aufgewiesen haben, in die genau der Zacken einer Schneefräse passt.
Rabl erklärte später, er habe die Leiche nur identifiziert, aber nie obduziert. Die Tiroler Behörden stellten folglich keine Auffälligkeit fest und gaben Duncans Leiche frei.
Seine Mutter Lynda MacPherson sagt heute, es seien "Fakten verschleiert worden.“ Sie glaube nicht an einen Sportunfall: "Personen, die an Duncans Tod beteiligt waren, wurden nie zur Rechenschaft gezogen.“
2012 bestätigte der Oberste Gerichtshof einer Expertise Rabls die "objektive Unrichtigkeit“. Diesem Beschluss war ein Verfahren vorangegangen, welches die Hinterbliebenen von Raven Vollrath initiiert hatten. Der deutsche Staatsbürger war schon ein halbes Jahr abgängig gewesen, als ihn Spaziergänger 2006 in einem Bachbett in der Nähe des Tiroler Zöblen teilweise skelettiert fanden. Seine Mutter, Maryon Vollrath, will sich an mäßig engagierte Ermittler erinnern: "Ein Beamter sagte, ihm wäre es lieber gewesen, Raven wäre 2 km weiter oben gefunden worden - dann wär’s in Deutschland gewesen, oder ein Gewitterguss hätte das Häufchen Knochen weggespült. Dann hätte er nicht die Arbeit damit.“
Wieder obduzierte Rabl. Er stellte keine Fremdeinwirkung fest, die Staatsanwaltschaft schloss die Akte. Ravens Eltern begannen, auf eigene Faust zu ermitteln. Die deutsche Polizei fand Indizien, wonach Raven von einem Reisegefährten ermordet worden sein könnte. Doch es gab Beweisprobleme. Die Leiche wurde exhumiert. Eine Gerichtsmedizinerin aus Jena entdeckte an Ravens Rippen und Brustbein Verletzungen, die mit Sicherheit von Messerstichen stammten. Überdies lagen Blätter und Zweige im Sarg. Hatte Rabl obduziert, ohne die sterblichen Überreste zu säubern?
"Selbstmord aus Liebeskummer“
Rabl sagt, er hätte die Einstichlöcher in Vollraths T-Shirt "nicht bewusst wahrgenommen“. Das wäre aber seine Aufgabe gewesen. Schreibt doch die für eine Totenbeschau gültige "Strafproceß-Ordnung“ von 1853 die Untersuchung der Kleidung vor der eigentlichen Sektion vor.

2008: wieder ein grenzübergreifender Fall, wieder Rabl. Die Slowakin Denisa Soltisova, eine in Vöcklabruck tätige Altenpflegerin, irrte am 19.1.2008 barfuß, nur mit Unterwäsche bekleidet, durch die Stadt. 10 Tage später wird ihre Leiche aus dem Fluss Ager geborgen. "Selbstmord aus Liebeskummer“, folgerte die Polizei. Die Eltern geben daraufhin ein Gutachten in der Slowakei in Auftrag, welches an der Toten Spuren fremder Gewalteinwirkung und betäubende Substanzen feststellt: "Gewebequetschungen mit Blutergüssen auf der Innenseite der Oberschenkel“, Griffhämatome also, welche nach Vergewaltigungen charakteristisch sind.
Österr. Gutachter wurden hinzugezogen. Der erste meinte, Anzeichen einer Fremdtötung seien für ihn weniger deutlich als für den slowakischen Kollegen. Der zweite meinte, es handle sich "sehr wahrscheinlich“ um Mord. Das Schlusswort hatte Walter Rabl: Von Fremdeinwirkung könne nicht mit der erforderlichen Sicherheit gesprochen werden.
Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein.
Leserkommentar: "Wie kann es sein, dass der Gerichtsmediziner Rabl, dem der OGH "objektive Unrichtigkeit“ zugeschrieben hat, weiter als "go-to Experte" von der Staatsanwaltschft verwendet wird? Wie kann es sein, dass Rabl weiterhin der Vorsitzende der Österreichischen Gesellschaft
für Gerichtliche Medizin ist? oder sollte ich besser fragen wo? Nur in Österreich. Im Rest der Welt haette man seine Zulassung in Frage gestellt und ihn als Vorstandspräsident abgesetzt! http://oeggm.com/oeggm-vorstand.html Sein Fehlverhalten und seine "objektive Unrichtigkeit“ werfen Schatten auf die Österreichische Gesellschaft
für Gerichtliche Medizin, Gerichtsmedizin generell und auf Österreich!"

https://www.unzensuriert.at/content/0014391-F-nf-Jahre-nach-Haiders-Tod-Rechtsmediziner-im-Zwielicht  5 Jahre nach Haiders Tod: Rechtsmediziner im Zwielicht
Neue Spekulationen über die Todesursache des ehem. Kärntner LH Haider treten nun im Zusammenhang mit der Qualifikation der damals eingesetzten Rechtsmediziner auf. Als Haider bei einem Unfall 2008 getötet wurde, kamen kurz danach Gerüchte über Unfallhergang u. Unfalluntersuchung auf. Einen ganz wesentlichen Mosaik-Stein in der Untersuchung hatte dam. die Rechtsmedizin beizutragen, die sich der Analyse von Haiders körperlicher Verfasstheit widmete. Nun sind 2 der federführenden Rechtsmediziner, die damals in die Arbeit eingebunden waren, ins Zwielicht geraten.
Die Gerichtsmedizinerin Kathrin Yen, die nun in Heidelberg lehrt und forscht, muss sich mit dem Vorwurf mangelnder Qualifikation auseinandersetzen. Den Innsbrucker Rechtsmediziner Walter Rabl wiederum treffen öffentlich geäußerte Vorwürfe, die ihm falsche Untersuchungsergebnisse in mehreren Fällen attestieren.

Waren Yen und Rabl für die Untersuchung nicht qualifiziert?
Die Heidelberger Rechtsmedizinerin Yen muss sich seit Monaten mit dem Vorwurf herumschlagen, dass sie bis 2013 nicht die Qualifikation als Fachärztin für Gerichtsmedizin besessen hätte. Dies führte nicht nur zu heftigen Diskussionen in Kollegenkreisen, sondern auch zu einer parlamentarischen Anfrage des CDU-Abgeordneten Karl Klein an die baden-württembergische Landesregierung. Klein wird in einem umfangreichen Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung zitiert, der auch auf Yens Tätigkeit nach dem Tod Jörg Haider eingeht:    "Ebenso war sie nicht in der Lage, Blutalkoholkonzentrationen zu bestimmen, was aber zu den Grundkenntnissen eines Rechtsmediziners gehört", so Klein. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass Yen vor ihrem Wechsel nach Heidelberg 2008 in Graz die Leiche des verunglückten .. Jörg Haider untersuchte und den Alkoholwert im Blut mit 1,8 Promille ermittelte.
Dem Innsbrucker Rechtsmediziner Walter Rabl wiederum wirft der US-amerikanische Autor John Leake im Zuge der Herausgabe seines Buches „Cold a long time: an alpine Mystery“ eine ganze Reihe von Fehldiagnosen bei Unfällen und Verbrechen vor. Leake schreibt einleitend:    "Wann immer jemand in Österreich unter verdächtigen Umständen zu Tode kommt und sowohl Todesursache und Todesart zur Debatte stehen ist es wahrscheinlich, dass Dr. Rabl dabei das letzte Wort behält."
Rabl ist nicht irgendjemand, sondern immerhin Präsident der Österr. Gesellschaft für Gerichtliche Medizin. Nun werden auch wieder Forderungen laut, den Tod Jörg Haiders im Lichte der Ungereimtheiten um Yen und Rabl neu aufzurollen. Schon in der Vergangenheit gab es in diesem Zusammenhang heftige Diskussionen in der Bevölkerung.

http://derstandard.at/1350260123163/Mysterioeser-Tod-beim-Snowboarden-Es-werden-auch-Mordfaelle-uebersehen --- STANDARD: Über den Todesfall wurde ein Buch geschrieben. Es scheint am Behördenweg einiges schiefgegangen zu sein. Kommt das denn öfter vor?
Rabl: Ich kenne dieses Buch nicht.----"
Leserkommentar:  catfish eyes --- 5. November 2012, 06:59:03
"So ein zahnloses Interview mit einem Mann, der wegen Vertuschung fahrlässiger Tötung sofort in U-Haft gehört, ist eine Frechheit!!"
catfish eyes, 5. November 2012, 09:25:24
"Und dann wäre da noch diese andere Sache, Herr Rabl: Wie heißt das eigentlich, wenn ein Arzt einen Mordfall als Unfall hinstellt und dann auch noch Beweismaterial verbrennt? (Schnittspuren an Brustbein und Rippen, Schnittlöcher im T-Shirt: Spuren "nicht gesehen", T-Shirt verbrannt) Ist das schon Beihilfe zum Mord oder kommt man da billiger weg?"

"... bemerkenswert auch der Fall der Frau, die nackt auf der Spitze eines Berges gefunden wurde - angeblich erfroren. Dass das heißt, dass sie ein paar hundert Höhenmeter nackt auf den eisigen Gipfel spaziert ist, ist wohl für den Gerichtsmediziner ein normales Hobby der Urlauber...."

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/38557/2/1 --- Am Weihnachtsabend 2005 verschwand der 25-jährige Deutsche Raven Vollrath. Seine Leiche wurde ein halbes Jahr später von Wanderern unter einer Brücke gefunden --- Schließlich stellte sich heraus, dass ihr Sohn von seinem Mitbewohner erstochen worden war. Die Einstichlöcher auf seinem T-Shirt wollte der zuständige Gerichtsmediziner Walter Rabl in Innsbruck nicht gesehen haben. Das Beweismittel wurde später – einem Bericht des ORF zufolge – vermutlich in der Gerichtsmedizin verbrannt ---

http://www.tt.com/Tirol/4379703-2/der-mord-ist-noch-nicht-ges%C3%BChnt.csp --- betont, dass es auch keine gesetzliche Verpflichtung gibt, Beweismittel ewig aufzubewahren: „Der Fall ist seit 21 Jahren rechtskräftig abgeschlossen!“ ---

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Kathrin Yen

Beitrag von Dissident am Mi Mai 17, 2017 10:49 am

Kathrin Yen  https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ShowSingleNews.176.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=5599&cHash=6cb05104e4e3d0f13f83527e5b7e32d4 --- Seit 1.3.2011 ist Professor Dr. Kathrin Yen Ärztliche Direktorin des Instituts für Rechts- u. Verkehrsmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Österreicherin leitete zuvor das Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung in Graz u. 2007-2009 die Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Graz --- Ihr Beruf sei für Frauen geradezu ideal, findet Prof. Yen, deren Mann chines. Wurzeln hat: „Ich bekomme mein Kind viel häufiger zu sehen, als wenn ich in einer Klinik arbeiten würde. In der Rechtsmedizin gibt es eine Rufbereitschaft, die von zu Hause aus bedient werden kann.“ ---

https://forschung.medunigraz.at/fodok/suchen.person_uebersicht?sprache_in=de&menue_id_in=101&id_in=2001498 --- Archivdaten .. Kathrin Yen (Ausgeschieden - war an dieser Institution tätig) .. Wissenschaftliche Fachkenntnisse: Gerichtliche Medizin, Klinische Rechtsmedizin, Forensische Bildgebung (CT und MRT), Blutspurenanalyse ---
Laufbahn
2008 Leiterin des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Klinische Forensische Bildgebung
2007 -2009 Vorständin am Institut für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Graz.
2006 -2007 Fachärztin am Institut für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Graz: Aufbau und Leitung eines Forschungsprojekts zur forensischen Bildgebung. Aufbau einer Einheit für klinische Gerichtsmedizin.
2004 -2006 Fachärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern, Schweiz
2000 -2004 Assistenzärztin am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern, Schweiz
1999 -2000 Assistenzärztin am Zentrum der Rechtsmedizin der Universität Frankfurt a.M., Deutschland
1997 -1998 Ausbildung zum Notarzt
1997 -1999 Turnusärztin an den Landeskrankenhäusern Feldkirch und Hohenems, Österreich Feldkirch/Rankweil: Neurologie, Psychiatrie, Gynäkologie Hohenems: Unfallchirurgie, Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin

https://www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-Mosbach-Auch-in-Mosbach-gibt-es-Probleme-beim-Uebergang-zum-Studium-_arid,94304.html --- wegen dem Führen von falschen Titeln der Institutsleiterin des Rechtsmedizinischen Instituts in Heidelberg Kathrin Yen. Bekanntlich wurde Bauer bereits 2011 über die Probleme informiert. Anstelle diesen abzuhelfen, hat Bauer die Beschwerdeführerin Dr. Gisela Zimmer nach Ulm zwangsversetzt und hat gleichzeitig in Kauf genommen, dass die Studierenden, die von Yen unterrichtet wurden schlussendlich ohne gültigen Abschluss dastehen, weil Yen weder über den Titel Dr. med., zudem weder über einen in Deutschland anerkannten Facharzttitel und nicht einmal über eine Weiterbildungsbefugnis verfügte ---

https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Rechtsmedizinerin-Kathrin-Yen-fuehrte-falschen-Doktortitel-_arid,22625.html .. Rechtsmedizinerin Kathrin Yen führte "falschen" Doktortitel --- soll seit ihrem Dienstantritt in Heidelberg vor über 2 Jahren mit dem Titel "Dr. med." den Eindruck erweckt haben, sie habe - wie in Deutschland üblich - eine Doktorarbeit geschrieben. Yen erhielt ihren Doktortitel allerdings als Studienabschluss-Zertifikat in Österreich - u. müsste dies kenntlich machen.
Doch das tat die Medizinerin nicht: Sowohl auf der Internetseite des Klinikums als auch auf dem eig. Briefkopf führte Yen den Titel "Dr. med." - auch als sie am 2.4. bei der Bezirksärztekammer rückwirkend ihre Weiterbildungsbefugnis beantragte. Ein wichtiger Titelzusatz fehlte: Weil Yen nur ein Doktoratsstudium mit Abschluss Promotion machte, - nach Angaben des Uniklinikums 1997 ein Weg, um die Promotion zu erlangen - muss sie den österr. Titel "Dr. med. univ." führen. Denn sowohl in Österreich als auch in Deutschland darf sich nur "Dr. med." nennen, wer ein Promotionsstudium mit Dissertation u. mündlicher Prüfung abgeschlossen hat ---
Und auch der interne Streit am Institut geht weiter: Die nach einem kritischen Brief an Ministerin Bauer "im Sinne des Betriebsfriedens" zwangsversetzte Mitarbeiterin klagt gegen das Land. "Die Klage wurde am 14.9.2012 eingereicht" ---

https://kurier.at/politik/vergewaltigung-die-keine-war/749.201  .. Das Ludwig Boltzmann-Institut Graz hätte beinahe einen unschuldigen Taxifahrer hinter Gitter gebracht .. Der Taxler behauptete, die Frau habe ihm etwas zu trinken angeboten, sich kurz zurückgezogen u. sei dann im Negligée vor ihm angetanzt. Da habe er nicht nein gesagt. Die Kundin aber sprach von einer eineinhalbstündigen Vergewaltigung. Auch sei sie gewürgt worden. Gegen den 120 Kg schweren Mann habe sie keine Chance gehabt ---
beim LBI ließ man einen Jungmediziner untersuchen, der noch nicht einmal die Facharztprüfung hatte .. Den Befund als "gesehen" abgezeichnet hat die damalige Leiterin des LBI, Kathrin Yen .. Untersuchung am LKH Graz ergab ein anderes Bild: Der Hals verletzungsfrei, Schultern u. beide Arme verletzungsfrei. . . Wie geht das bei so viel Gewalt eines 120-Kilo-Mannes? Unterasinger empört sich über falsche Schlüsse des offenbar lebensunerfahrenen Jungmediziners am LBI. "Schleimhautverletzungen passieren aus versch. Gründen, auch bei freiwilligem Sex. Das weiß man einfach." Der Anwalt erwirkte die Beiziehung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens, das die Frau als psychisch labil u. beziehungsgestört enttarnte. Nach längerem Drogen- u. Alkoholkonsum. Richterin sprach den Taxifahrer frei --- Der Anwalt möchte nicht zur Tagesordnung übergehen. Er kritisiert die Qualität des LBI. "Das ist kein Universitätsinstitut, sondern als Verein eingetragen" ---

http://lichtinsdunkel.blogspot.co.at/2010/03/der-fall-haider-terror-von-ganz-oben.html --- KleineZeitung: „Das LBI ist seit Juni im Aufbau und arbeitet in den ersten 4 Jahren mit einem Budget von rund 6,3 Mio. €. 60 % der Gelder kommen direkt von der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft - der Rest wird von der Med. Uni Graz, dem Oberlandes-
gericht Graz u. Siemens beigesteuert.“ --- Wir hätten wohl die Wahrheit erfahren, wenn die Untersuchung bei der Gerichtsmedizin in Klagenfurt durchgeführt worden wäre, die dafür auch zuständig war http://derstandard.at/?url=/?id=1224776266605%26sap=2%26_pid=11053634 .. In der Bildzeitung gibt sie Karl Wendl – von der Verlagsgruppe Random House respektive Bertelsmann Interviews, nach den Regelungen der Strafprozessordnungen absolut untersagt. Nach dieser gesetzlosen u. nicht sanktionierten Handlung ist sie Teil der Verschleierung des Attentats (auf Jörg Haider) ---

https://www.nzz.ch/gesellschaft/eva-scheurer-rechtsmedizinerin-dann-spuert-man-uuuh-ld.138322 --- Eva Scheurer, Rechtsmedizinerin: ".. Männer wollen nicht in die Rechtsmedizin, nicht hier u. auch anderswo kaum. «Als Rechtsmediziner wird man nie so viel Geld verdienen wie als Chef in der Chirurgie, nie denselben Status haben.» ---

http://friedensblick.de/20504/gibt-es-eine-verbindung-vom-todesfall-joerg-haider-zu-verstorbenen-nsu-zeugen/ --- Kathrin Yen arbeitet inzwischen an leitender Stelle im Institut für Rechts- u. Verkehrsmedizin in Heidelberg, welches die Leichen zweier dubios verstorbener NSU-Zeugen untersuchte! .. Die Website „danisch.de“ berichtet über die Rechtsmedizinerin: „In Bezug auf mein Thema Hochschulkorruption u. Titelbetrug hat mir nun aber jemand die (von mir bisher völlig ungeprüfte u. daher mit äußerster Vorsicht zu behandelnde) Information zugespielt, daß es am medizinischen Obduktionsgutachten zu Haiders Mageninhalt u. Alkoholspiegel erhebliche sachliche u. kompetenz-
mäßige Zweifel gebe. Relativ kurze Zeit nach Haiders Unfall sei aber eben jene Sachverständige, die damals dieses Gutachten geschrieben habe, an eine deutsche Universität in Baden-Württemberg hochbefördert worden. Der springende Punkt dabei:
Sie gebe sich zwar überall als Frau Dr. … aus, habe aber keinen in Deutschland gültigen Doktorgrad. Denn in Österreich gebe es die Möglichkeit für Medizinier, sich allein mit dem normalen Studienabschluss (Diplom oder was auch immer die da vergeben) in Medizin „Dr.” zu nennen. Dieser Pseudo-Doktor ist in Deutschland nicht gültig. Jeder, der den Doktorgrad dieser Dame anzweifle, würde aber von der Wissenschaftsministerin Bauer persönlich aus dem Weg geräumt, wurde mir gegenüber behauptet.“
Er hinterfragt: „Besetzt man da zentrale Stellen gezielt mit Gefälligkeitsgutachtern, um genug davon in Griffweite zu haben?“ ---

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_16626336/tod-von-joerg-haider-ehefrau-stoppt-einaescherung-der-leiche.html --- Die in K.O-Tropfen enthaltenen Substanzen werden nach dem Tod im Körper nicht mehr abgebaut .. Kathrin Yen, sagte der Nachrichtenagentur APA, solche Inhaltstoffe seien nachweisbar, bei Haider sei ein solcher Test jedoch negativ ausgefallen ---

https://www.news.at/a/joerg-haider-unfall-petzner-news-exklusivmeldung-222409 --- Die Obduktion (von Haider) hatte am Samstag von 17 bis 21.30 in Graz im Anschluss an eine röntgenolog. Untersuchung stattgefunden u. wurde von .. Dr. Kathrin Yen u. Dr. Peter Grabuschnig in Anwesenheit des zuständ. Staatsanwaltes vorgenommen ---

http://derstandard.at/1220460873664/Haider-hatte-ausser-Alkohol-keine-Drogen-konsumiert --- ..  und der Familie Haiders Rücksprache gehalten. Medialer Druck zu groß Letztere wollte nämlich ursprünglich nicht, daß diese Information an die Öffentlichkeit gelangt, wie ein Sprecher von Justizministerin Berger mitteilte: "Die Ministerin wollte das auch nicht entscheiden, ohne die Familie zu involvieren, u. nahm auf diesen Wunsch Rücksicht." Doch im Laufe des Nachmittags habe Petzner wohl zahlreiche Anrufe von österr. u. deutschen Journalisten erhalten, die bereits von den 1,8 Promille wussten. "Offensichtlich war der mediale Druck zu groß", vermutet man im Justizpalast. Wie Details aus dem Obduktionsbericht der Grazer Gerichtsmedizin nach außen drangen, obwohl die Ergebnisse ausschließlich an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt gehen sollten, ist Staatsanwalt Helmut Jamnig ein Rätsel: „Von uns kommt das jedenfalls nicht." Auch Kathrin Yen, die gemeinsam mit ihrem Stellv. Peter Grabuschnigg, dem Staatsanwalt Bernhard Kaplaner u. 2 Polizisten bei der Obduktion anwesend war, schließt sicher aus, daß "jemand von unserem Haus etwas weitergegeben hat". Bei tödl. Unfällen mit unerklärter Ursache sei es "normal" abzutesten, ob der Lenker Schlafmittel, Alkohol oder andere Drogen genommen habe. Auch der Staatsanwalt hatte Vorsorge treffen lassen, daß die Frage einer möglichen Alkoholisierung auch nach einer Einäscherung Haiders geklärt werden hätte können ---

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Ingrid Felipe

Beitrag von Dissident am Do Mai 18, 2017 11:58 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Ingrid_Felipe  Ingrid Felipe (mit vollem Namen Ingrid Felipe Saint Hilaire; *1978 in Hall i. T.) ist eine österr. Politikerin (Grüne). Seit  24.5.2013 ist sie 2. Landeshauptmann-Stellv. in Tirol. Zudem wurde sie am 19.2.2016 zur stellv. Bundesparteivorsitzenden der österr. Grünen gewählt.

Leben
Sie wuchs in Rum auf --- Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Uni Innsbruck. Nebenbei engagierte sie sich für den Handballsport in Innsbruck, zunächst als aktive Spielerin, später auch als Funktionärin bzw. Projektmanagerin für div. Veranstaltungen. Ab 1998 arbeitete sie zusätzlich als Kellnerin u. Catering-Mitarbeiterin bzw. ab 2002 als Assistentin der Geschäftsleitung in Gastronomiebetrieben u. setzte diese Tätigkeit nach ihrer Sponsion 2003 fort. 2006-2012 war sie als Büromanagerin im Architekturbüro Parson beschäftigt. Ingrid Felipe lebt als alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn Tristan in Rum.

Politik
Felipes politische Laufbahn zeichnete sich bereits während ihrer Schulzeit ab. Bereits im Volksschulalter setzte sie gemeinsam mit ihrer Schwester durch, dass sie in ihrer Pfarrgemeinde Rum als Mädchen in der Kirche ministrieren durften. 1994/1995 wurde sie zur Schulsprecherin der Handelsakademie u. Handelsschule Innsbruck gewählt, 1995 darüber hinaus zur Landesschülervertreterin für berufsbildende höhere Schulen in Tirol.
Ihre parteipolitische Karriere begann sie 2005 als Finanzreferentin der Grünen Tirol, dieses Amt übte sie bis Jänner 2010 aus. Zudem war sie Ersatzdelegierte des Erweiterten Bundesvorstandes (EBV) der Grünen 2007-2009. 2009-2013 war sie Landessprecherin der Grünen Alternative Tirol u. seit 13.3.2010 auch Gemeinderätin in Rum. Im Februar 2009, Juni 2010 u. März 2012 war sie unter anderem die Vertretung der Landesabgeordneten Christine Baur u. Maria Scheiber in Sitzungen des Tiroler Landtags.
Öffentl. Aufmerksamkeit erregte sie erstmals durch ihren Protest gegen die Ausweisung des damals 20-jährigen, seit Jahren in Tirol lebenden, Lamin Jaithe im Mai 2011.
Am 1.5.2012 zog sie für die scheidende Landtagsabgeordnete Maria Scheiber in den Landtag ein.
Am 24.5.2013 wurde sie vom Tiroler Landtag zur Landesrätin für die folgenden Ressorts gewählt:
   Umwelt- und Klimaschutz (unbeschadet der Zuständigkeit der anderen Mitglieder der Landesregierungen in den jeweiligen Sachgebieten); Umweltprüfungen;
   Naturschutz; Bergwacht;    Abfallwirtschaft; sämtliche Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Abfallentsorgungsanlagen; Chemikalienrecht;
   Europäische Verkehrspolitik; rechtliche und technische Angelegenheiten des Kraftfahrwesens sowie des Verkehrswesens bezüglich der schienengebundenen Eisenbahnen, der Luftfahrt und der Schifffahrt; Straßenverwaltungsrecht; Straßenpolizei;    Kraftfahrlinien; Verkehrsverbundangelegenheiten einschließlich der Beteiligungen des Landes an der Verkehrsverbund Tirol GmbH;    Nachhaltigkeitskoordination.

Zusätzlich wurde sie zur 2. Landeshauptmann-Stellvertreterin gewählt u. ist damit das erste Mitglied der Tiroler Grünen u. die zweite Frau in diesem Amt. Am 19.2.2016 wurde sie im erw. Bundesvorstand zur stellv. Parteivorsitzenden der österr. Grünen gewählt; sie ist damit die Nachfolgerin von Vassilakou, welche zuvor zurücktrat

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5219939/Kronprinzessin-Ingrid-Felipe ..  alleinerziehende Mutter eines 14-jährigen Sohnes, der aus ihrer mittlerweile geschiedenen Ehe mit ihrem Mann aus der Dominikanischen Republik stammt, wo sie auch eine Zeit lang gelebt hat. Daher auch ihre Spanischkenntnisse u. der Name Felipe. Mit Mädchennamen heißt sie Walpoth --- Zudem verfügt sie über einen ausgesprochen multikulturellen Freundeskreis ---
Leserkommentar:
"Arg, wenn man die Augen zukneift glaubt man wieder Glawischnig zu erkennen... "

Blog von Felipe:  http://www.ingridfelipe.at/
http://www.ingridfelipe.at/2012/ --- ".. muss das .. Fremdenpolizeigesetz abgeschafft werden u. ein Wahlrecht für WohnbürgerInnen eingeführt werden" ---
http://www.ingridfelipe.at/2016/ --- ".. Wenn wir am Brenner kontrollieren, darf das nicht dazu führen, daß Menschen mit dem behördlichen Erfassen ihrer Identität die Chance auf einen legalen Aufenthalt in ihrem Zielland verlieren. Viele Menschen versuchen schon jetzt Kontrollen zu umgehen, weil sie Sorge haben, bei einem behördlichen Kontakt in einem anderen Land wieder dorthin zurückgebracht zu werden, wo sie auf EU-Boden den ersten Kontakt zu einer Behörde hatten ..
.. Ein solidarisches Europa zwingt Menschen nicht mittels Quote in bestimmte Länder, sondern es gilt die Reisefreiheit ..
Ich plädiere für ..: Die Menschen fragen, wo sie herkommen, warum sie unterwegs sind u. wohin sie wollen. Und ihnen dann dabei behilflich sein, einen legalen Weg dort hin zu finden .. Dann werden neu ankommende Menschen nämlich ganz von selber dort hingehen, wo sie gute Chancen haben. Und das sollte, wenn es nach mir geht, überall in Europa der Fall sein."
--- "Als Abschreckungsinstrument halte ich Grenzzäune für absolut ungeeignet .."
".. damit wir den Menschen auf der Flucht einen ruhigen u. erholsamen Zwischenstopp auf ihrer Reise ermöglichen .."
"Wir in TIrol wollen die bereits geflüchteten Menschen nicht wie in Niederösterreich noch einmal vertreiben, sondern wir setzen in Tirol auf starke arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. Ziel ist, dass die Menschen bei uns bleiben .."

https://www.unzensuriert.at/content/005324-Fall-Lamin-Jaiteh-Zweimal-abgeschoben-und-trotzdem-noch-da  Lamin Jaiteh: 2x abgeschoben u. trotzdem noch da
Der Gambier Lamin Jaiteh (21) ist einer von tausenden Asylwerbern in Österreich, die die Lücken im Rechtsstaat genau kennen. 2006, im Alter von 15 Jahren, verließ er seine Familie u. Heimat in Gambia. Nach einer 7-monatigen Reise quer durch Afrika u. Europa kam er Febr. 2007 nach Österreich, wo er bis zum Erreichen seiner Volljährigkeit von der Asyllobby auf Kosten der Allgemeinheit unterstützt u. gefördert wurde.
Er sei in seiner Heimat politisch verfolgt worden, gab er an u. stellte deshalb einen Asylantrag. Nachdem das Bundesasylamt in Salzburg seinen Beteuerungen aber keinen Glauben schenken mochte, wurde 2 Monate später ein negativer Bescheid ausgestellt. Er hätte Österreich eigentlich wieder verlassen müssen. Doch dann kamen die Instanzen. 4 Jahre verstrichen durch Berufungen, Beschwerden u. fortlaufende Anträge beim Unabhängigen Bundesasylsenat u. Verwaltungsgerichtshof. Zuletzt sammelten die Tiroler Grünen Unterschriften für ein humanitäres Bleiberecht. Denn Jaiteh habe in der Zwischenzeit einen Deutschkurs besucht u. einen Unternehmer gefunden, der ihm einen Job geben würde. Was noch dazu kommt: Der Gambier hat mittlerweile 2 Kinder mit einer Österreicherin.
Freilassung statt Abschiebung nach Demo mit Grünen
Im Jänner lehnte das Höchstgericht den Asylantrag endgültig ab. Am 9.5. hätte Jaithe dann endlich abgeschoben werden sollen. Doch 200 Personen mit Unterstützung der Grünen blockierten den Polizeiposten Hall in Tirol u. erreichten seine Freilassung. Die Exekutive knickte vor den selbsternannten Menschenrechtsaktivisten ein. Selbiges Szenario ereignete sich wenige Wochen darauf erneut. 250 Menschen demonstrierten in Innsbruck gegen die Abschiebung des jungen Mannes. Diesmal ließen sich Ministerium u. Behörden allerdings nicht erweichen. Lamin J. musste über Brüssel zurück nach Gambia.
Doch ob der Asylwerber tatsächlich per Flugzeug die Heimreise antrat, darf stark bezweifelt werden. Denn Anfang August titelte Der Standard: „2facher Vater soll abgeschoben werden“. Schon nach den ersten beiden Zeilen stand fest, daß es hier um den jungen Gambier gehen musste, wenngleich sein Familienname abekürzt wurde u. er daher nur als Lamin J. bezeichnet wwurde. Jaiteh hielt sich also trotz unzähliger negativer Bescheide u. 2 Abschiebungen immer noch in Österreich auf, hatte zwischen-
zeitlich wohl aber den Wohnort gewechselt. Denn plötzlich war von einem Abschiebungsfall aus Steyr die Rede. Laut seiner Lebensgefährtin habe er sogar versucht, sich in der Schubhaftzelle das Leben zu nehmen. Ärzte müssten nun seine Flugtauglichkeit überprüfen.
Anwalt: Abschiebung nur, wenn er Drogendealer wäre
Jaitehs Rechtsberater Peter Marhold stellte gegenüber der Zeitung auch klar, warum sein Schützling im Land bleiben müsse: Angesichts des 5jährigen Aufenthalts u. des aufrechten Familienlebens „müsste jemand schon mehrfach vorbestrafter Großdealer sein“, andernfalls sei sein Aufenthaltsrecht „ein klarer Fall“. Und sollte er tatsächlich abgeschoben werden, „wird man ihn auf Staatskosten wieder einfliegen müssen“. Das wäre wohl nicht das erste Mal, wenn man die Medienberichte logisch aneinander reiht.

http://info-direkt.eu/2017/08/16/gruene-plaene-fuer-bundesheer-dafuer-brauchen-sie-auch-keine-waffe/ .. Felipe: „Ich finde weder die Wehrpflicht noch das Berufsheer eine gute Option. Ich möchte ordentlich bezahlte Profis für den Katastrophenschutz u. 1 freiwilliges soziales Jahr. Und ich möchte österr. SpezialistInnen, die mit Fokus auf Friedenssicherung u. ausschließlich mit UNO-Mandat international tätig sind.“ - „Das Bundesheer soll sich mit Profis auf den Katastrophenschutz konzentrieren, nach dem Vorbild des techn. Hilfswerks in Deutschland. Dazu muss man keine jungen Menschen zu Gewaltmärschen zwangsverpflichten u. dafür brauchen sie auch keine Waffe“ ---

https://bachheimer.com/oesterreich .. nach Nationalratswahl personelle Konsequenzen gegeben: Das Spitzenduo Ingrid Felipe u. Ulrike Lunacek macht den Weg für einen Neustart frei u. tritt zurück ..

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Wolfgang Fellner

Beitrag von Dissident am Fr Mai 19, 2017 9:00 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Fellner  Wolfgang Fellner (*1954) ist ein österr. Journalist u. Medienmacher.

Rennbahn-Express
Der Sohn des Salzburger Historikers Fritz Fellner stieg bereits als 14-Jähriger ins Mediengeschäft ein. 1968 gründete Wolfgang F. gemeinsam mit Karl Vilsecker u. seinem jüngeren Bruder Helmuth Fellner im Bundesrealgymnasium Salzburg den als Schülerzeitung gedachten „Rennbahn-Express“ (der Name leitet sich von der Rennbahnstraße in Salzburg ab). Mit einfachsten Mitteln hergestellt, wurde das Jugendmagazin bald in ganz Salzburg an die Schulen geliefert u. nach einigen Jahren in ganz Österreich gelesen. 1988 verkaufte er das Magazin an den Tageszeitungsverlag Kurier, seit 2000 gehört es zur ORAC-Verlagsgruppe, die inzwischen wieder mit Fellners Unternehmen fusioniert ist. Der Rennbahnexpress erschien bis 2013 unter dem Namen Xpress.

Basta
1983 folgte die nächste Zeitschriftengründung der Gebrüder Fellner, das monatl. erscheinende Polit-Magazin Basta, das dem deutschen Magazin Stern nachempfunden war. Auch Basta wurde 1988 an den Kurier verkauft. Fellner war daraufhin ein Jahr in der Geschäftsführung des Kurier tätig, mit dem Ziel, Basta wöchentl. erscheinen zu lassen. Nachdem die Kurier-Gruppe an den deutschen Konzern WAZ verkauft worden war, wurden die dahin gehenden Pläne fallengelassen, u. Fellner verließ den Kurier.

News
1990 verbrachte Fellner ein sogen. Studienjahr in den USA, in dem er führende Tageszeitungen u. Magazine besuchte u. dabei ein Konzept für ein österr. Printmedium entwickelte. Es wurde 1992 als eines der ersten vollständig am Computer gelayouteten Magazine im deutschsprachigen Raum vorgestellt u. trug den Namen NEWS. NEWS startete mit 70.000 Exemplaren Auflage u. wurde ein kommerzieller Erfolg mit jährlich steigenden Verkaufszahlen. Anfänglich als Polit-Magazin gedacht, entwickelte es sich immer mehr zu einer Info-Illustrierten. 2004 hatte NEWS laut österr. Media-Analyse (MA) eine Reichweite von 1.077.000 Lesern.

Die NEWS-Gruppe
Wolfgang u. Helmuth F. gründeten in den darauffolgenden Jahren eine Reihe neuer Magazine, die heute alle zur NEWS-Gruppe, dem größten Zeitschriftenverlag Österreichs, zählen. In Layout, Schreibstil u. Marketingstrategie ähneln sie allesamt dem größten Blatt des Hauses, NEWS:
   1995 die TV-Illustrierte TV-Media (2004 laut MA 779.000 Leser)
   1998 das als Nachrichtenmagazin konzipierte Format (inzwischen Wirtschaftsmagazin, 225.000 Leser),
   2000 das Computer- und Internetmagazin e-media (437.000 Leser) sowie
   2001 das Frauenmagazin woman (540.000 Leser)
Die Gruppe fusionierte 2001 mit der Profil-Gruppe u. der ORAC-Gruppe zur größten Zeitschriftengruppe Österreichs. Schließlich kaufte sich im selben Jahr die Mediaprint beim NEWS-Verlag ein, die mit Kronen Zeitung u. Kurier die stärkste Tageszeitungsgruppe Österreichs ist.

Tageszeitung Österreich
2005 bestätigte Fellner das Gerücht um eine neue Tageszeitung, indem er ein Projektteam vorstellte. Unter dem Namen Österreich startete das Blatt mit einer Auflage von 250.000 (bis zu 600.000 am Wochenende) am 1.9.2006. Als Herausgeber fungieren Fellner selbst, seine Frau Uschi Fellner u. Werner Schima. Projektbetreiber war anfangs der langjährige Fellner-Vertraute Gert Edlinger, der für die Tageszeitung von der Styria Media Group zurückgeworben wurde. Edlinger u. Fellner trennten sich nach schweren Differenzen im Winter 2008. Im Jänner 2015 kehrte Edlinger ins Management der Verlagsgruppe News (jetzt unter der Führung von Horst Pirker) zurück.

Mit dem Tageszeitungsprojekt haben sich erstmals die Interessenlagen des Verleger-Brüderpaares getrennt. Die Tageszeitung gehört Wolfgang F. allein, weitere Medien-
beteiligungen, unter anderem 17,9 % an der Verlagsgruppe News sowie mehrere Privatradio-Lizenzen, werden seit 2005 ausschließlich von Helmuth F. bzw. dessen Stiftungen gehalten.

Antenne Österreich
Unter der Dachmarke Antenne Österreich besitzt Wolfgang F. durch die Fritz-Fellner-Privatstiftung 4 Radiosender in Österreich. Es sind dies Antenne Tirol, Antenne Salzburg, Antenne Wels u. Radio Ö24 (vormals Antenne Wien).

Kritik  „Fellnerismus“ (oder „Fellnerei“)
Schon nach der Gründung von NEWS war klar, dass Wolfgang u. Helmuth F. mit bis dahin völlig neuen Methoden bei der Konzipierung von Medien u. deren Verbreitung vorgingen. Jedes der ab dem Jahr 2000 gegründeten Magazine entstand aufgrund von zahlreichen Bedarfsumfragen u. peniblen Marktstudien sowohl auf Leser- als auch auf Werbeseite. Diese Einstellung, bei der nicht mehr eine Idee, sondern die Machbarkeit im Vordergrund steht, wurde u. wird oft kritisiert.
Fellners Magazine arbeiten vor allem in der Covergestaltung sehr oft entweder mit Fotomontagen oder mit Bildern leicht bekleideter Frauen. Längere Fließtexte werden kaum angeboten, dafür eine Vielzahl an Hit-Listen, Grafiken u. Tabellen. Obwohl die wenigen anderen Magazine in Österreich, die nicht zu Fellners Gruppe gehören, viele dieser Tendenzen selbst übernommen haben, wird eine solche Machart gerne als unseriös bezeichnet.
Die Fellner-Publikationen zeichneten sich von Anfang an durch eine aggressive u. vorher unkonventionelle Abonnement-Politik aus. So gab es bei NEWS erstmals die inzwischen gebräuchlichen Abo-Geschenke, wie etwa Computer oder Haushaltsgeräte, die der Leser bei Kauf eines Jahresabonnements sehr billig dazubekommt. So konnte die Leserzahl enorm gesteigert werden, u. die Leser konnten so für mind. 1 Jahr an die Publikation gebunden werden.

Ein weiteres Charakteristikum der Fellner-Zeitschriften sind die Themen-Specials, die als Beilagen oder eigene Abschnitte in den Magazinen, verknüpft mit sehr vielen themenbezogenen Inseraten, erscheinen. Von Kritikern wird seit jeher behauptet, die Werber u. nicht die Zeitungsmacher seien die Ausschlaggeber für solche Spezial-Beilagen, es käme also zu einer medienethisch nicht vertretbaren Vermischung von redaktionellem u. bezahltem Medieninhalt. Der österr. Presserat hat die Gruppe für diese Anzeigenpolitik mehrmals gerügt.
Der Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter, Armin Thurnher, hat für die Beschreibung all dieser innovativen u. umstrittenen Arbeitsweisen den Begriff „Fellnerismus“ geprägt, der seitdem von Kritikern gerne zur Beschreibung von unseriösem Journalismus u. der Kommerzialisierung von Medieninhalten verwendet wird. Umgekehrt wird eingewendet, daß die Fellner-Zeitungsgründungen in den 90er Jahren in Österreich geschafft haben, was viele Verleger versuchen: Sie haben neue Jobs in der Verlagsgruppe News geschaffen u. den Gesamtabsatz von Magazinen in Österreich binnen 1 Jahrzehnts mehr als verdoppelt. Auch das neue Zeitungsprojekt Österreich hat neue Medienjobs geschaffen. Das Tageszeitungsprojekt wurde allerdings nicht wie erwartet vom Markt angenommen. Die etablierten Zeitungen Kronenzeitung, Kurier u. Kleine Zeitung verfügen über einen Aboanteil von weit mehr als 70 % u. bilden daher eine nicht unbedeutende Markteintrittsbarriere. Im Gegensatz zu seinen Magazingründungen bläst Fellner hier eisiger Wind entgegen.
Die kolportierten 60 Mio. Anfangskredit mussten bereits verdoppelt werden. Ein Großteil der Auflage wird durch Gratisverteilungen erzielt.

Big Brother Award 2011
Okt. 2011 wurde Wolfgang F. der österr. Big Brother Award 2011 in der Kategorie „Kommunikation u. Marketing“ verliehen. Diesen Datenschutz-Negativpreis erhielt der Herausgeber der Gratiszeitung Österreich für die Schlagzeile „Das ist der Inzest-Opa“, die Verletzung der Unschuldsvermutung u. die „mediale Hinrichtung“ eines 80-Jährigen, der zu Unrecht des Inzests beschuldigt worden war.

Privates --- Fellner ist geschieden, hat 4 Kinder u. lebt in Wien.

https://www.profil.at/shortlist/oesterreich/malibu-speck-fellner-kriminalfall-7660378  .. rätselhafter Kriminalfall. Bei einem Einbruch in Wolfgang Fellners Wiener Villa sollen unbekannte Täter gezielt private Bank-und Geschäftsunterlagen erbeutet haben. ---
"Bemerkenswert an diesem Einbruch war, dass praktisch keine wertvollen Gegenstände gestohlen wurden", heißt es in einer profil vorliegenden Stellungnahme des Wiener Rechtsanwalts Georg Zanger vom 19.9. dieses Jahres, verfasst in Fellners Namen, adressiert an das Landeskriminalamt Wien (dieser Schriftsatz ist Teil eines anderen Verfahrenskomplexes) --- .. nach Dokumenten durchwühlt haben, die sie schließlich fanden u. stahlen: Bankunterlagen, Verträge. "Es handelte sich unter anderem um alte Kontoauszüge sowie um Urkunden zu dem Haus in Wien u. zu einer Liegenschaft in den USA." ---
Am 13.9. publiziert die investigative Online-Plattform dossier.at einen ausführlichen Artikel zu W. Fellners Hideout in Malibu, Los Angeles County, im US-Bundesstaat Kalifornien. Daß Fellner dort seit Jahren über ein Haus verfügt (5 Schlafzimmer, 4 Bäder, Pool, 11.088 m² Grund), ist an sich kein Geheimnis. Er vermietet die Liegenschaft in Abwesenheit an Geneigte (35.000 § Miete im Monat) u. steht auch im lokalen Telefonbuch. In dem Artikel enthüllt dossier.at allerdings, daß das Haus 2004 von einem Wolfgang F. zuzurechnenden Briefkasten mit Sitz in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware, errichtet von einem Treuhänder, erworben wurde. Delaware ist bekannt für sein unkompliziertes u. vor allem diskretionäres Gesellschaftsrecht, das Unternehmensgründungen zu einer Sache von Minuten werden lässt (steuerliche Aspekte sind demgegenüber eher zu vernachlässigen). Laut dossier.at steht das Haus in Malibu, das einst unter anderem Steven Spielberg gehörte, bis heute im Eigentum einer Pacific Highway Sunshine LLC (vormals Fellner Media USA LLC). Daß es im Zusammenhang mit dem Hauskauf (oder auch danach) zu Unregelmäßigkeiten gleich welcher Art gekommen wäre, wurde von dossier.at ausdrücklich nicht behauptet. Der Verleger selbst hielt seine Auskunftsfreude in engen Grenzen.
Geht es nun nach Wolfgang F. u. dessen Anwalt Zanger, dann nimmt diese Veröffentlichung "geradezu explizit" auf jene Unterlagen Bezug, die bei dem Einbruch mitgingen. In dem Schriftsatz vom 19.9. ist dazu vermerkt: "Die dort getroffenen Feststellungen u. Vermutungen wären ohne diese Dokumente nicht möglich gewesen." Gegenüber profil ergänzt Zanger, daß Fellner erst nach Erscheinen des Artikels festgestellt habe, daß bei dem Einbruch offenbar bestimmte Unterlagen aus privaten Aktenordnern im Dachgeschoß des Hauses gezogen wurden. "Es handelte sich vor allem um Bankdaten u. Vertragsunterlagen betreffend ein Haus der Pacific Sunshine LLC in Los Angeles, das von Herrn Fellner bewohnt wird, wenn er sich dort aufhält." ---
.. dossier.at Wert auf die Feststellung legt, gar keine Unterlagen zugespielt bekommen zu haben. "Unsere Recherche begann mit dem Telefonat zwischen Faymann u. W. Fellner", schreibt Chefredakteur Florian Skrabal in einer Stellungnahme an profil. "Ein ungewöhnliches Telefonat: Der Bundeskanzler erzählt, daß er zurücktritt, der Herausgeber hört zu. In seinem Haus in Malibu." Tatsächlich war Fellner der erste Journalist, den Faymann am 9.5. dieses Jahres kontaktierte, um seine Demission zu verkünden --- Will jemand Wolfgang F. in Verlegenheit bringen - selbst um den Preis einer mit Haft bedrohten Straftat? Wurden möglicherweise Forderungen gestellt? Zanger verneint das ---

Felix Baumgartner zu W.F: https://www.facebook.com/FelixBaumgartner/ --- "Wolfgang Fellner- KÖNIG DER NARREN UND LÜGENBARON?
Fellner ist Herausgeber der Wut-Zeitung "Österreich", mitverantwortlich für die Internetplattform "oe24" u. appelliert mit seiner dubiosen Berichterstattung regelmäßig an die untersten Instinkte seiner dahinschwindenden Leserschaft --- Fellner verbreitet Fake-News am laufenden Band u. hetzt, so der Eindruck, gegen alles u. jeden, nahe am Rande einer Paranoia. Er kennt dabei keine Hemmschwelle, weder geistig noch ethisch --- Fellner ist eine Schande für seinen Berufsstand u. das Gegenteil von seriösem u. investigativem Journalismus" ---

https://www.unzensuriert.at/content/0024646-Puls4-auf-Oesterreich-Nivau-Wolfgang-Fellner-erfindet-Damenfussballgegner-im-Puff .. War es ein Kabarett oder eine ernst gemeinte Diskussion, die da zwischen Rudi Fußi u. Wolfgang Fellner über den Bildschirm flimmerte? ---
Fußi weiter: "Hast du eine Ahnung, wie viel Millionen dir Faymann gegeben hat?" Darauf Fellner: "Auf jeden Fall zu wenig." Als Fellner sich dann dagegen wehrte, im vergangenen Jahrzehnt eine Milliarde Schilling (!) von politisch nahestehenden Institutionen wie den ÖBB, der Asfinag oder der Stadt Wien bekommen zu haben, verriet Fußi, daß er seinerzeit als Medienberater von Stronach vom Hause Fellner einen Anruf erhalten habe mit dem Wunsch: "Wolfgang hätte gerne 100.000 € für Niederösterreich." Das war einer der lustigsten Anrufe überhaupt: Liebe Grüße von Hr. Fellner, der Wolfgang hätt´gern 100.000 €. Wir haben's zahlt im übrigen ---
Fellner rechnete vor, daß Österreich beim Inseraten-Volumen benachteiligt werde. Bei Heute mache das Anzeigenvolumen aus öffentl. Geldern 20 %, bei der Krone 9 % u. "bei uns 7 %" aus. Fellner: "Da frage ich dich, wer hier geschmiert wird?" Darauf Fußi: "Alle" ---

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Ulrike Lunacek

Beitrag von Dissident am Fr Mai 19, 2017 2:52 pm

Ist das der Grünen und Ulrike Lunaceks Familien-Bild? 2 Männer mit Baby... Plakat-Text: Wo die Liebe hinfällt, fallen wir nicht um. Das ist grün. Ja zur Ehe für alle.
Dissident: Wo bleibt dabei die Verantwortung für das Kindeswohl? Sind die Grünen schon so gestört, daß sie Mütter für obsolet halten?!


Seit langem habe ich mir gestern wieder einmal eine Diskussionsrunde zu einer Wahl angesehen. Lunacek spricht von Demokratie u. Menschenrechte, will aber Österreich als Nationalstaat abschaffen. Österreich soll so etwas wie ein Bundesland von der EU werden ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Lunacek  Ulrike Lunacek (*1957) ist eine österr. Politikerin. Sie ist Delegationsleiterin der österr. Grünen im EU-Parlament u. seit 1.7.2014 eine der 14 Vizepräsidenten des EU-Parlaments. Sie war Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl am 25.5.2014. Nach Rücktritt Glawischnigs wurde sie am 19.5.2017 vom Parteivorstand zur designierten Spitzenkandidatin der Partei für den Nationalrat 2017 gewählt.

Leben
.. 1975 nahm sie an der Uni Innsbruck das Dolmetschstudium für Englisch u. Spanisch auf, das sie 1983 abschloss. Schon während dieser Zeit war sie am Aufbau des Frauenhauses Innsbruck beteiligt u. leistete dort auch Sozialarbeit. 1984-1986 arbeitete sie als Referentin für die Organisation Frauensolidarität in Wien. Danach war sie Redakteurin des Südwind-Magazins u. Pressereferentin des Österr. Informationsdienstes für Entwicklungspolitik (ÖIE). Freiberuflich war sie als Dolmetscherin, Journalistin u. Referentin tätig. Sie war 1994 NGO-Delegierte bei der UNO-Weltbevölkerungskonferenz in Kairo u. koordinierte für die nichtstaatlichen Organisationen die Pressearbeit für die Weltfrauenkonferenz in Peking.

Politische Laufbahn
Ihre politische Laufbahn begann 1995 mit der Moderation des Appells an die Vernunft, veranstaltet vom Österr. Lesben- u. Schwulenforum im Palais Auersperg, u. der erstmaligen Kandidatur für die Grünen, deren Bundesgeschäftsführerin sie 1996-1998 wurde. 1999-2009 war sie Nationalratsabgeordnete u. im Grünen Klub außen- u. entwicklungspolitische Sprecherin sowie Sprecherin für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen u. Transgenders. Ebenfalls ab 1999 war sie stellv. Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates, ab 2002 außerdem Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hauptausschuss.
Als erste offen lesbische Politikerin im Nationalrat ist sie auch Mitglied der Grünen Andersrum. Ihr Coming-out hatte sie 1980. Seit 1994 lebt sie mit einer gebürtigen Peruanerin zusammen. Am 5.5.2006 wurde sie in Helsinki zur Ko-Vorsitzenden der Europ. Grünen Partei gewählt. In dieser Funktion war sie 3 Jahre lang tätig. Am 28.10.2008 wurde sie stellv. Klubobfrau der Grünen im Nationalrat u. für die Europawahl 2009 zum EU-Parlament als Spitzenkandidatin nominiert.
Sie zog am 14.7.2009 als Delegationsleiterin der österr. Grünen ins EU-Parlament ein u. war Mitglied im „Ausschuss für ausw. Angelegenheiten (AFET)“, im „Ausschuss für die Rechte der Frau u. die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM)“ sowie in der „Delegation in den Ausschüssen f. parlamentarische Kooperation EU-Armenien, EU-Aserbaidschan u. EU-Georgien (DSCA)“. Weiters war sie stellv. Mitglied im „Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz u. Inneres (LIBE)“, in der „Delegation für die Beziehungen zu Albanien, Bosnien u. Herzegowina, Serbien, Montenegro sowie Kosovo (DSEE)“ sowie in der „Delegation in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST (DEPA)“. Überdies war sie Berichterstatterin des EU-Parlaments für den Kosovo u. außenpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion. Im Rahmen der Intergroup on LGBT Rights, deren Ko-Präsidentin sie war, setzte sie sich zudem für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen u. Transgender ein.
Februar 2013 wurde sie zur Vizepräsidentin der Grünen/EFA-Fraktion im EU-Parlament gewählt. Am 1.12. wurde sie zur Grünen Spitzenkandidatin für die Europawahl am 25.5.2014, nachdem sie beim Grünen Bundeskongress in Salzburg mit 81,6 % der Delegiertenstimmen auf Listenplatz 1 gewählt wurde.
Mit 14,52 % erreichte sie mit den Grünen bei der Europawahl am 25.5. das beste jemals bundesweit erzielte Wahlergebnis. Dies bedeutete den Zugewinn eines weiteren Mandats, weshalb die Österr. Grünen nun mit 3 Mandaten im EU-Parlament vertreten sind. Am 1.7.2014 wurde sie zu einer der Vizepräsidentinnen des EU-Parlaments gewählt.

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5220567/Gruene_Felipe-wird-Parteichefin-Lunacek-Spitzenkandidatin --- Leserkommentar: .. pmxpt .. "Die Lunacek, ist überhaupt lustig, ich freue mich schon auf die Stellungnahmen. Die Dame hat ernsthaft darauf gedrängt einen geistig Behinderten, der den Wagen beim Multikultiumzug vom Keszler in Wien beschmiert hat, gerichtlich zu verfolgen. Die ist Opfer vom Hauptberuf. .."

Thomasius : ".. eine Kampf-Emanze der alten 68er Schule .."

Ihre website:  http://www.ulrike-lunacek.eu/ --- eine rechtliche Festschreibung einer Frauenquote von mindestens 40 % in Aufsichtsräten – das sind Ulrikes zentrale Forderungen in der Frauenpolitik ---

http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/lunacek-und-felipe-fuehren-die-gruenen-in-die-nationalratswahl-248399/ --- Lunacek kündigte an, daß die Grünen mit ihr als Spitzenkandidatin gegen den Rechtsruck u. für eine offene Gesellschaft in Österreich kämpfen werden. Es gelte eine FPÖ in der Regierung zu verhindern ---

https://www.unzensuriert.at/content/0024069-Gruene-Spitzenkandidatin-Ulrike-Lunacek-will-Nationalstaaten-abschaffen .. Lunacek will Nationalstaaten abschaffen
.. Damit die EU zu den „Vereinigten Staaten von Europa“ werden kann, müsse eine ausreichend große Zahl an Kompetenzen an die EU übertragen werden. Die Rede ist von einer Vergemeinschaftung der Schulden, Eurobonds, einer europ. Wirtschaftsregierung. Um die parlamentar. Kontrolle europ. Regierens zu stärken, soll überdies das Einstimmigkeitsprinzip abgeschafft u. die Steuerpolitik in Europa angeglichen werden ---

https://www.woman.at/a/ulrike-lunacek-ueber-ihre-liebe  .. Foto von Rebeca Sevilla, 57, der Lebensgefährtin von Grünen-Politikerin Ulrike Lunacek ---
http://derstandard.at/1242315975905/Homosexuelle-in-der-Politik-Ziel-ist-dass-Homosexualitaet-blunzenwurscht-ist --- Gemeinsam mit Life-Ball-Macher Gery Keszler streifte L. demonstrativ ein T-Shirt mit der Aufschrift "Kampflesbe" über ---

http://www.krone.at/oesterreich/die-neue-gruene-doppelspitze-im-kroneat-portraet-lunacek-und-felipe-story-570226 --- Nach ihrem Studium war L. (unter anderem) als Deutschlehrerin für Flüchtlinge .. tätig ---

https://bachheimer.com/oesterreich .. nach Nationalratswahl personelle Konsequenzen gegeben: Das Spitzenduo Ingrid Felipe u. Ulrike Lunacek macht den Weg für einen Neustart frei u. tritt zurück ..

Übersicht-Liste aller bisher von Dissident eingestellten Beiträge zu "Menschen & Personalien" --- alphabetisch und zum direkt anklicken:
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Judith Deutsch-Haspel

Beitrag von Dissident am Mi Mai 24, 2017 9:17 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Deutsch  Judith Deutsch-Haspel (1918-2004) war eine Schwimmerinn des jüdischen Sportvereins Hakoah Wien.

Sie war mit 15 Jahren österr. Meisterin im Freistil über 400 m u. war in den 1930er Jahren lange Zeit hindurch österr. Rekordhalterin über alle Kurz-, Mittel- u. Langstrecken. 1935 wurde sie zur Österr. Sportlerin des Jahres gewählt, nachdem sie 12 Bestzeiten aufgestellt hatte. 1936 erhielt sie das Goldene Ehrenzeichen als eine der 3 herausragendsten österr. Sportpersönlichkeiten.
1936 wurden vom ÖOC 8 jüd. Sportlerinnen u. Sportler ins österr. Olympia-Aufgebot einberufen. Neben Judith D. waren dies die Hakoah-Schwimmerinnen Lucie Goldner u. Ruth Langer, der Gewichtheber Robert Fein, der Ringer Erich Fincsus u. die Leichtathleten König, Gottlieb u. Neumann. Aus Protest gegen die NS-Rassenideologie weigerten sich außer Fein u. König jedoch alle, an den Olympischen Spielen in Deutschland teilzunehmen. Dies war gemäß den Statuten des IOC ebenso erlaubt wie nach den Richtlinien des ÖOC. Während Robert Fein in Berlin eine Goldmedaille errang, wurden die Schwimmerinnen Deutsch, Goldner u. Langer durch den Österr. Schwimmverband lebenslang gesperrt u. ihnen alle nationalen Titel aberkannt. Erst nach massiven internat. Protesten wurde die Sperre auf 2 Jahre reduziert, die Tilgung ihrer Namen aus der Liste der Bestleistungen blieb aber bestehen. Eine Rehabilitierung erfolgte erst 1995 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Österr. Schwimmverbandes (VOS).

Judith D. emigrierte 1936 nach Palästina. Sie ließ sich mit ihrer Familie in Haifa nieder, das zu dieser Zeit das einzige Schwimmbad in Palästina mit Olympia-Maßen hatte. Sie wurde Meisterin u. repräsentierte 1939 die Hebrew University bei den World University Games .. 1995 wurde sie von Otmar Brix, dem Präsidenten des ÖSV, nach Österreich eingeladen, um ihren Namen wieder in das offiz. Buch der österr. Schwimmrekorde einzutragen. Dies lehnte sie aber ab, da sie nicht mehr nach Österreich zurückkehren wollte. Das von einer österr. Delegation überbrachte offiz. Entschuldigungsschreiben, in dem auch die Aufhebung der Sanktionen ausgesprochen u. ihre Titel, Medaillen u. Rekorde wieder verliehen wurden, nahm sie aber gerne an.
Sie wurde in die International Jewish Sports Hall of Fame als Vertreterin jener Athleten aufgenommen, die 1936 an den Olympischen Wettkämpfen in Berlin hätten teilnehmen können, es aber vorzogen, die Spiele zu boykottieren. 2004 wurde die Geschichte des Schwimmerinnen-Teams der Hakoah Wien in der Dokumentation Watermarks verfilmt.

http://derstandard.at/2000005581384/Das-Maedchen-das-die-Nazis-verkraulte .. der Vater war Oberbahnrat u. Patentingenieur, die Mutter hatte Deutsch u. Kunst studiert ..
Judith wurde israel. Meisterin, schwamm 1939 bei den World University Games für die Hebrew University. Sie heiratete den Arzt Bernhard Haspel, einen ehem. Hakoah-Hockeytorwart ---

http://www.unless-women.eu/biography-details/items/deutsch-haspel.html --- In Palästina .. konnte die Familie sich nicht gleich einleben. Deutsch zu sprechen war dort verpönt. Dennoch gelang es Judith ihre Schwimmkarriere fortzusetzen u. an internat. Wettkämpfen, wie die Makkabiade, teilzunehmen ---

Anmerkung Dissident: Ich habe lange gegoogelt, aber kann keine Ergebnislisten finden, in denen sich die Rekordzeiten von Judith Deutsch finden. Es wäre doch interessant, welche Platzierung sie mit ihren Bestzeiten bei der Olympiade in Berlin 1936 erreicht hätte...

Hier die Ergebnisse der Olympiade 1936 im Schwimmen Damen:  https://web.archive.org/web/20090203195557/http://www.olympia-statistik.de:80/Berlin%201936.htm#Schwimmen
100 m Freistil: Gold: Hendrika Mastenbroek (NL) 1:05,9 min / Silber: Jeanette Campbell (Arg) 1:06,4 min / Bronze: Gisela Arendt (D) 1:06,6 min
400 m Freistil: Gold: Hendrika Mastenbroek (NL) 5:26,4 min / Silber: Ragnhild Hveger (DK) 5:27,5 min / Bronze: Lenore Wingard-Kight (USA) 5:29,0 min
100 m Rücken: Gold: Dina W. Senff (NL) 1:18,9 min / Silber: Hendrika Mastenbroek (NL) 1:19,2 min / Bronze: Alica Bridges (USA) 1:19,4 min
200 m Brust: Gold: Hideko Maehata (Japan) 3:03,6 min / Silber: Martha Genenger (D) 3:04,2 min / Bronze: Inge Sörensen (DK) 3:07,8 min

Und hier die Langbahneuroparekorde Frauen über 400 m Freistil (50 m Bahn) 1934-1937: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Schwimmeuroparekorde_%C3%BCber_400_Meter_Freistil
Willy den Ouden Niederlande Niederlande 05:16,0 min / 12. Juli 1934 Rotterdam
Ragnhild Hveger Dänemark Dänemark 05:14,2 min /  10. Februar 1937 Kopenhagen
Ragnhild Hveger Dänemark Dänemark 05:14,0 min / 3. Oktober 1937 Gent
Ragnhild Hveger Dänemark Dänemark 05:12,4 min / 14. November 1937 Magdeburg
Ragnhild Hveger Dänemark Dänemark 05:11,0 min / 12. Dezember 1937 Kopenhagen

Eine Anfrage beim österr. Schwimmverband war leider auch erfolglos:  An: Office Schwimmverband <office@schwimmverband.at>   Betreff: Anfrage
Werter Schwimmverband,
ich interessiere mich für die Geschichte der Judith Deutsch-Haspel (1918-2004) Schwimmerinn des Sportvereins Hakoah Wien.
Ich habe lange gegoogelt, aber kann keine Ergebnislisten finden, in denen sich die Rekordzeiten von Judith Deutsch finden.
Wären Sie so nett, und mailen mir deren Bestzeiten der versch. Disziplinen für die Jahre 1935/1936 als Judith Deutsch österr. Meisterin war.
Freundliche Grüße

Antwort: "Leider betreiben wir kein Archiv für den besagten Zeitraum!"
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Unger, Generalsekretär Österr. Schwimmverband

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Rudolf Scholten & Gerhard Scholten

Beitrag von Dissident am Do Jun 01, 2017 9:56 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Scholten  Rudolf Scholten (*1955) .. Mitglied im Exekutivkomitee der Bilderberg-Konferenz.
- - -
http://www.oekfprag.at/literatur/gerhard-scholten-zwischen-allen-lagern-leben-in-einer-zeit-des-wahnsinns-2016-02-24/ ---  Vater Gerhard Scholten (1923-1995) war der Sohn von Textilfabrikanten Richard Pfefferkorn u. Margareta Löwitová --- 1944 wg. seiner jüdischen Herkunft von der Gestapo verhaftet, in Theresienstadt u. Auschwitz interniert ---  Als er nach seiner Befreiung am Kriegsende nach Prag zurückkehrte, wurde er als Deutscher denunziert u. von der tschech. Polizei festgenommen. Nach Beschlagnahmung seines Besitzes u. der Aberkennung der tschech. Staatsbürgerschaft wanderte er 1947 nach Österreich aus ---
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Scholten    .. 1953 heiratete er in Wien Sophie van der Straten-Ponthoz ---
http://de.metapedia.org/wiki/Rudolf_Scholten .. In seinen 1988 erschienenen Erinnerungen schilderte er, wie er sich als ehem. Auschwitz-Häftling am 8.5.1945 befreit fühlte, doch bald darauf Opfer des antideutschen Wahns im tschechischen Machtbereich wurde u. ins KZ Modrany bei Prag geschafft wurde. „Da waren ja die Nazis nicht viel ärger gewesen“, beschreibt Scholten sen. seine damal. Gefühle, u. fährt fort: „All der Jubel, die Freude, das Glück u. die Hoffnung, die ich bei der Befreiung Januar 1945 empfunden hatte, dies alles war nichts anderes für mich als eine einzige riesengroße Enttäuschung geworden.“ Nur günstigen Schicksalsfügungen verdankte Scholten sen. sein Überleben im Sieger-KZ u. damit Scholten junior sein Leben.
- - -
weiter bei Sohn Rudolf Scholten: https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Scholten --- 1978 promovierte er zum Dr. iuris. Eintritt in den Dienst der Österr. Kontrollbank 1976–1983, im Sekretariat des Vorstandes mit internat. Finanzierung befasst bis 1983, 1983 USA - New York, Morgan Stanley, Morgan Guaranty: Internat. Finanzierungen, Rückkehr in die Österr. Kontrollbank 1984.

Er war 1984–1986 wirtschaftspolitischer Sekretär des damal. Bundesministers für Finanzen, Vranitzky, nach Ernennung von Vranitzky zum Bundeskanzler 1986–1988 wirtschafts- u. kulturpolitischer Berater im Bundeskanzleramt. 1988–1990 war er Generalsekretär des Österr. Bundestheaterverbandes, 1990-1997 Bundesminister der Republik Österreich. Im Kabinett Vranitzky III war er BM für Unterricht u. Kunst (1990–1994), im Kabinett Vranitzky IV BM für Wissenschaft, Forschung u. Kunst (1994–1996). Im Kabinett Vranitzky V wurde er BM für Wissenschaft, Verkehr u. Kunst (1996–1997). Nach Rücktritt Vranitzkys verließ auch er die Bundesregierung. 1997 wurde er Mitglied des Vorstandes der Österr. Kontrollbank, Aufsichtsratsvorsitzender der Acredia Versicherung AG (mit den Marken ÖKB Versicherung u. PRISMA Die Kreditversicherung), der Österr. Entwicklungsbank AG u. der "Österr. Exportfonds" GmbH.

Der Einstieg von Rudolf Scholten in die OeKB war überschattet vom Selbstmord eines der beiden Vorstände, Gerhard Praschak.
(Anm. Dissident: siehe http://doedr.forumieren.net/t11p175-menschen-und-personalien#1896
In einem an viele Printmedien versandten Brief erhob Praschak Vorwürfe der politischen Intervention zugunsten von Scholten, beispielsweise die Vergrößerung des Vorstandes auf 3 Personen. Nach dem Selbstmord von Praschak wurde dessen Posten nicht nachbesetzt. Scholtens Kollege im Vorstand der ÖKB war bis Ende 2013 Johannes Attems, seit 2014 ist Angelika Sommer-Hemetsberger im Vorstand. Seit 2014 führt Scholten den Titel Generaldirektor.

Seit 2004 ist er Präsident des Bruno-Kreisky-Forums, seit 2005 Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Festwochen. 2006 gründete er gemeinsam mit dem Schriftsteller Robert Schindel in Heidenreichstein das Literaturfestival Literatur im Nebel. Jährlich wird ein weltbekannter Schriftsteller in den Mittelpunkt des Treffens gestellt ---

2007 gab die Ministerin für Unterricht, Kunst u. Kultur, Claudia Schmied, die Ernennung Scholtens zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Österr. Filminstituts bekannt, welches die Aufgabe hat, den österr. Film finanziell zu fördern. Diese Funktion hat er am 1.1.2008 übernommen.
2010 wurde er zum stellv. Aufsichtsratsvorsitzenden der notverstaatlichten Hypo Group Alpe Adria bestellt. Mai 2014 trat er von dieser Funktion zurück.

Rudolf Scholten ist seit 1990 mit der Kardiologin Christine verheiratet. Das Paar hat 3 Töchter ---

http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/571324/58-Bilderberg-Konferenz_Das-Geheimnis-von-Sitges -- 58. "Bilderberg"-Konferenz: --- Im 25-köpfigen Komitee sitzt für Österreich .. Rudolf Scholten --- Werner Faymann eingeladen .. Franz Vranitzky .. Andreas Treichl ..
https://www.infowars.com/images2/nwo/bilderberg/bbg_list_page_06.jpg 2006 in Ottawa: .. Rudolf Scholten ..
http://tirol.orf.at/news/stories/2714946/ --- Teilnehmer 2015: .. Benko, René .. Oscar Bronner ..  Heinz Fischer .. Wolfgang Hesoun .. Gerhard Roiss ..
http://www.bilderbergmeetings.org/participants.html --- Teilnehmer Österreichs 2017: .. Rudolf Scholten .. Benko, René .. Zeiler, Gerhard ..

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Gerhard Praschak & Lombardclub

Beitrag von Dissident am Do Jun 01, 2017 10:36 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Praschak  Gerhard Praschak (1951-1997), österr. Bankmanager - Vorstandsdirektor der Österr. Kontrollbank AG (OeKB). Die von ihm vor seinem Suizid im April 1997 an versch. Medien u. politische Parteien versandten Aufzeichnungen über politische Einflussnahme bei Postenbesetzungen im Bankensektor sowie über angebl. Steuerhinterziehungen sorgten für Aufsehen. Vor allem wird darauf das Auffliegen des Lombardclubs zurückgeführt.

Praschak war zuvor Sekretär von Bundeskanzler Vranitzky, siehe http://doedr.forumieren.net/t11p25-menschen-und-personalien#480

https://www.welt.de/print-welt/article636762/Selbstmord-erschuettert-Oesterreichs-Politik.html  Selbstmord erschüttert Österreichs Politik
.. Praschak, hat sich in seinem Büro in Wien erschossen. Der Schuß aus einem Revolver der Marke Smith & Wesson markierte nicht nur den Schlußpunkt eines menschlichen Dramas - der Freitod hat die innenpolitische Szene der Alpenrepublik erschüttert. Bevor er zum Revolver griff, hatte der 46jährige Vorstandsdirektor der österr. Kontrollbank nicht nur letzte Grüße an seine Familie gerichtet, sondern auch eine politische Zeitbombe gezündet, deren Sprengkraft sich vorläufig noch nicht abschätzen läßt.
Am Montag gingen bei den 3 Oppositionsparteien im österr. Parlament - Jörg Haiders Freiheitliche, die Grünen u. das Liberale Forum - sowie bei der Zeitschrift "News" dicke Umschläge mit dem brisanten Vermächtnis des Bankers ein. Außer der Kopie seines Abschiedsbriefs schickte der Sozialdemokrat der Opposition u. der Zeitschrift handschriftliche Protokolle von Gesprächen, die er unter anderen mit Bundeskanzler Klima u. Finanzminister Edlinger führte, dazu noch interne Schriftstücke der - auf Kredite für risikoreiche Außengeschäfte spezialisierten - Kontrollbank. Vor allem die Bankinterna scheinen voller Sprengkraft zu sein. Die Liberalen jedenfalls leiteten diese Teile des Dossiers umgehend an die Staatsanwaltschaft weiter. "News" berichtete, aus den Dokumenten ergebe sich, daß die Kontrollbank 1994 verdeckte Gewinne an ihre Eigentümer, 2 österr. Großbanken, ausgeschüttet habe. Gleichgültig, ob dieser Verdacht erhärtet wird oder nicht - der Freitod des Bankers hat grelles Licht auf die enge Verquickung von Politik u. Wirtschaft geworfen. Bittere Ironie der Affäre Praschak: Der frühere wirtschaftspolitische Berater des Anfang des Jahres zurückgetretenen Bundeskanzlers Vranitzky hat von der Parteibuchwirtschaft profitiert, u. er schien ihr - aus Sicht Praschaks jedenfalls - jetzt zum Opfer zu fallen. Dank seines Jobs bei Vranitzky war der Sozialdemokrat anschließend in den Vorstand der Kontrollbank gekommen, jetzt sah er seine Position durch einen anderen Ex-Politiker bedrängt, der nach seinem Ausscheiden aus dem Kabinett ebenfalls einen neuen Posten brauchte: .. Rudolf Scholten. 1 Tag vor dem Freitod Praschaks war bekanntgeworden, daß Scholten Anfang Mai als 3. Mann ins bislang 2-köpfige Vorstandsteam der Kontrollbank eintreten wird. "Dr. Scholten teilte mir mit, daß er frisch ausgeruht vom Urlaub u. kampfbereit sei", heißt es in dem Abschiedsbrief Praschaks. Und: "Ich solle endlich realistisch werden." Praschak wurde nicht realistisch, er sah seine Position gefährdet u. griff zum Revolver.

http://www.focus.de/politik/ausland/oesterreich-toedliches-karussell_aid_164490.html  Selbstmord eines Bankiers erschreckt die Postenschieber in Wien..
.. „Für klare Verhältnisse!“, so schloß Praschak seinen 5-seitigen Abschiedsbrief .. Zurück ließ er eine Frau, eine Tochter und ein Tagebuch ..
.. Scholten neben ihm in den Vorstand der halbstaatlichen Kontrollbank einziehen sollte. Ins Elend hätte ihn das nicht gestürzt, bemerkte die „Kronenzeitung“ .. hämisch: „Die Tränen der Rührung werden nur spärlich fließen.“ Praschaks penibel geführtes Tagebuch enthülle „obszöne Gespräche, wer welchen Millionenjob zugeschanzt bekommt“, urteilte der „Kurier“. So ist darin nachzulesen, wie der Banker von Konkurrent Scholten belehrt wird, daß anderswo vielleicht Können über Karrieren entscheide, in Wien dagegen zähle „politischer Druck“. Und davon verspürte Praschak reichlich aus Klimas Kanzleramt sowie durch dessen Genossen im Wiener Rathaus u. in den Bankpalästen.

In Schwung gekommen war das Personalkarussell durch den Beschluß der großen Koalition, die beiden staatsnahen Großbanken Bank Austria u. Creditanstalt zu verschmelzen. Beim fälligen Umbau des Finanzsektors kämpfen Banker u. Politiker seither erbittert um Pfründe und Posten. Praschak verlor und schoß. Vorher hatte er bei Staatsanwalt, Medien u. Opposition noch 120 Seiten Munition gegen die einstigen Parteifreunde abgeliefert. Jörg Haider geißelte den „roten Hochadel u. schwarze Schildknappen, die den Staat unter sich aufteilen“.
Die Betroffenen selbst haben sich vom ersten Schock schnell wieder erholt. Praschaks Vorwürfe seien samt und sonders haltlos, riefen sie im Chor ---

1951 Praschak wird als Sohn eines Schlossers in Traismauer geboren. Studium der Volkswirtschaftslehre in Linz. Vorsitzender des Sozialist. Studentenverbands in OÖ
1976 Karrierestart bei der Nationalbank
1986 Sekretär des Finanzministers
1988 Berater von Kanzler Vranitzky (SPÖ)
1991 Wechsel in den Vorstand der halbstaatlichen Kontrollbank (Jahresgehalt: 714.000 Mark)
1994 Zweite Ehe mit einer Psychiaterin

https://de.wikipedia.org/wiki/Lombardclub  Der Lombardclub war lt. Entscheidung der EU-Kommission ein Zinskartell österr. Banken. Er bestand von den 1950er Jahren bis kurz vor der Jahrhundertwende. Nach Einschätzung der Kommission hatten Absprachen unter österr. Banken — vor allem über Konditionen u. Gebühren — [...] in Österreich eine lange Tradition u. beruhten bis in die 80er Jahre zum Teil auf gesetzlicher Grundlage, die freilich spätestens mit dem EWR-Beitritt entfielen. Die betroffenen Banken — [beteiligt] waren beinahe alle Kreditinstitute aus allen wichtigen Sektoren; [koordinierten] ihr Verhalten hinsichtlich aller wesentlicher Wettbewerbsparameter. 2002 kam es zur Verurteilung maßgeblicher Banken durch die Kommission.

Kern des Kartells bildeten seit den 1950er Jahren monatl. Treffen im Wiener Hotel Bristol. Die Bezeichnung Lombardclub spielte an die Londoner Lombard Street als frühere Hauptstraße der Bankzentralen an. Ermittlungen setzten ein, da der damal. Chef der Kontrollbank, Praschak, vor seinem Selbstmord im April 1997 belastende Unterlagen an versch. Medien versandte. Juni 1998 erfolgten auf Betreiben der EU-Kommission Hausdurchsuchungen bei verdächtigten Instituten. Sept. 1999 wurde das Verfahren eröffnet.
Das Urteil erging am 11.6.2002 in der Sache COMP/36.571/D-1 — Österr. Banken („Lombard Club“), gezeichnet durch Mario Monti, war gerichtet an:
   Bank Austria
   Erste Bank
   Raiffeisen Zentralbank
   BAWAG
   PSK
   ÖVAG
   NÖ HYPO
   RLB Niederösterreich-Wien
Die Kommission ging in ihrem Urteil davon aus, dass seit dem Zeitpunkt der Nachprüfungen keine Gesprächsrunden mehr stattgefunden hatten. Sie wertete die erfolgten Verstöße jedoch als vorsätzlich u. besonders schwer. Sie verhängte Strafen zwischen 1,52 Mio. € u. 37,69 Mio. €, insges. ca. 125 Mio. €

http://www.berliner-zeitung.de/systematische-kartellabsprachen-koennten-acht-oesterreichische-banken-teuer-zu-stehen-kommen-die-eu-bittet-den--lombardclub--bald-zur-kasse-16145358 --- Systematische Kartellabsprachen ..
.. Praschak .. machte sich Notizen über jeden einzelnen Punkt der Tagesordnung. Als Praschak sich ein knappes Jahr später .. umbrachte, hinterließ er dieses Dokument. Gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Unterlagen, die den Einfluss der österr. Parteien auf den Postenschacher bei den Banken nachzeigten ---
.. die illegalen Kartell-Absprachen .. Über 300 Treffen auf allen Ebenen konnten die Brüsseler nachweisen. Allein in Wien gab es im Schnitt jeden 4. Arbeitstag eine Zusammenkunft. Auf der Ebene der Generaldirektoren traf man sich im "Lombardclub", die Zinsexperten der Großbanken kamen in den "Aktiv-" bzw. "Passivrunden" zusammen, die Immobilienspezialisten in der "Hypothekarloge", die Firmenkundenbetreuer in der "Großkundenbetreuerrunde". Etwa 20 solcher Runden gab es insgesamt. Lt. EU-Dossier hielten die Banker immer wieder schriftlich fest, worum es ging: Durch "diszipliniertes Marktverhalten" einen "aufgeheizten, unkontrollierten Preiskampf" zu vermeiden. Ziel war es, zu einem "kontrollierten", "vernünftigen", "geordneten", "gelinderten", "besonnenen" Wettbewerb zu kommen alles Euphemismen für Verfälschungen u. Einschränkungen des Marktgeschehens.Die Tradition des österr. Banken-Kartells reicht viele Jahre zurück: Bis Anfang der 90er-Jahre waren die Absprachen der großen Institute auch rechtlich zulässig, ja sogar erwünscht. Der Anteil des Staatseigentums war beträchtlich, die Filialdichte außergewöhnlich hoch, u. die Banken hatten über die Jahre mit geringer werdenden Margen zu kämpfen. Da setzten sie eben auf Absprachen. Erst mit dem Beitritt zur EU 1995 änderte sich die Gesetzeslage: Auf einmal waren Kartellabsprachen verboten.

Parlamentarische Anfrage --- 599/J XXIII. GP --- 29.03.2007 --- Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.
Anfrage der Abgeordneten Mag. Dr. Graf u.a. Abgeordneter an die Frau Bundesminister für Justiz betr. Ermittlungen in der Causa „Lombard-Club"
- - -
A n f r a g e :
1.) Gibt es Erhebungen der österr. Justizbehörden in der Causa „Lombard-Club" (über die bekannten Tatsachen hinaus) gegen österr. Banken oder deren Führungspersonen?
2.) Gab es Erhebungen der österr. Justizbehörden in der Causa „Lombard-Club" (über die bekannten Tatsachen hinaus) gegen österr. Banken oder deren Führungspersonen?
3.) Wenn ja, gegen welche Banken wurde bzw. wird ermittelt?
4.) Wenn ja, gegen welche Personen wurde bzw. wird ermittelt?
5.) Wie ist der Stand dieser Ermittlungen?
6.) Wenn nein, warum nicht?

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Alois Mock

Beitrag von Dissident am Do Jun 01, 2017 3:45 pm

Alois Mock ist heute verstorben. Er gilt als „Vater des EU-Beitritts Österreichs“ und hat uns gemeinsam mit der Ederer Gitti (die mit dem "Tausender-mehr"-Schmäh) in die EU reingeritten. Als Außenminister hat Mock gemeinsam mit seinem ungar. Amtskollegen bei Ödenburg symbolisch den Eisernen Vorhang durchgezwickt.
Das hat zwar den flüchtenden DDR-Urlaubern das massenweise "Rübermachen" erleichtert u. zum Zusammenbruch derDDR u. des restlichen Ostblocks eingeleitet,
aber leichtsinnigerweise hat man später die Ostgrenze zu Ungarn komplett abgebaut. Wie gut hätten wir dieses Teilstück des Eisernen Vorhangs später noch brauchen können...
Was ich Mock hoch anrechne, war sein internationales Bemühen, möglichst rasch die jugoslaw. Teilrepubliken Slowenien u. Kroatien als unabhängige Staaten anzuerkennen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Mock  Alois Mock (1934-2017) war ein österr. ÖVP-Politiker ---
.. 1957 Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften .. Studienaufenthalte am Bologna Center der Johns Hopkins University in Bologna (1957/58) u. an der Université Libre de Bruxelles (1960/61). Dazwischen war Mock als Referent für hochschulpolitische Fragen im österr. Unterrichtsministerium tätig. Seit Studententagen ist er Urmitglied der kath. ÖCV-Studentenverbindung KaV Norica Wien, später zudem der KÖHV Franco-Bavaria Wien, der AV Austria Innsbruck u. der KAV Capitolina Rom sowie Mitglied der K.Ö.St.V. Ostaricia Wien u. Ehrenmitglied der K.Ö.St.V. Ostarrichia Amstetten – beide MKV.
Er war ab 1961 dem Bundeskanzleramt als Referent für EWG- u. EFTA-Fragen zugeteilt, u. 1962-1966 der österr. OECD-Vertretung in Paris. Mit Beginn der ÖVP-Allein-
regierung 1966 wurde er Sekretär u. Kabinettschef des Bundeskanzlers Klaus u. Beamter des BM f. ausw. Angelegenheiten. 1969/70 war er in der Regierung Klaus Österreichs jüngster Unterrichtsminister.

Nach dem Sieg der SPÖ unter Kreisky bei der Nationalratswahl 1970 wurde er für die ÖVP Nationalrats-Abgeordneter u. bis 1971 Bürgermeister von Euratsfeld. Seine langjährige Tätigkeit für die Christdemokratischen Arbeitnehmer machte ihn zum Bundesobmann des ÖAAB von 1971-1979. 1978-1987 war er Klubobmann der ÖVP im Nationalrat u. von 1979-1989 ÖVP-Bundesparteiobmann. Mock war seit 1995 Ehrenparteiobmann der ÖVP.
Ab 1979 war er Präsident der Europ. Demokratischen Union (EDU), an deren Gründung er maßgeblichen Anteil hatte u. der er bis 1998 als Präsident vorstand. 1983-1987 hatte er das Präsidentenamt der Internat. Demokratischen Union (IDU) inne.

Unterrichtsminister
Mock war 1969/70 Bundesminister für Unterricht, Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur u. Sport. Er setzte nach einem Volksbegehren zur Verhinderung eines geplanten 13. Schuljahres eine Schulreformkommission ein, erreichte 1970 die Verabschiedung des Bundesgesetzes über die Gründung der Hochschule für Bildungswissenschaften, der heutigen Universität Klagenfurt u. die Errichtung des ersten zweisprachigen Gymnasiums in Klagenfurt.

Außenminister
Mock war 1987-1995 Bundesminister für Ausw. Angelegenheiten u. führte die Beitrittsverhandlungen Österreichs mit der EU. Am 27.6.1989 durchschnitt er, in einer großangelegten Medienaktion, mit seinem ungar. Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron (Ödenburg) symbolisch den Eisernen Vorhang. Der Grenzabbau sowie die Grenzöffnung am 11.9.1989 ermöglichte vielen Bürgern der DDR die Ausreise u. trug zum Zusammenbruch des Ostblocks bei.
Mock gilt als „Vater des EU-Beitritts Österreichs“. Er überreichte am 17.7.1989 Österreichs Antrag zum Beitritt zu den Europ. Gemeinschaften, schloss gemeinsam mit Brigitte Ederer, die als Staatssekretärin Bundeskanzler Vranitzky vertrat, am 1.3.1994 die Beitrittsverhandlungen in Brüssel ab. Bei der folgenden Volksabstimmung entschieden 66,6 % der Österreicher für den Beitritt zur damaligen EG.

1991 drängte Mock die BRD, insbes. deren Bundeskanzler Kohl u. Außenminister Genscher, möglichst rasch die jugoslaw. Teilrepubliken Slowenien u. Kroatien als unabhängige Staaten anzuerkennen. Das humanitäre Engagement im ehem. Jugoslawien war ihm ein persönliches Anliegen. In Kroatien erfreut sich Mock großer Beliebtheit. Nov. 1989 stand er Pate bei der Gründung der mitteleurop. Pentagonale-Kooperation.
1992 erreichte er den Abschluss der Verhandlungen zum Südtirol-Paket u. die Streitbeilegung vor der UNO. 1993 leitete er die Weltkonferenz über Menschenrechte der UNO in Wien, bei der es gelang, die Grundprinzipien der Universalität u. Unteilbarkeit der Menschenrechte trotz Differenzen zwischen Ländern des Westens u. den sogen. Entwicklungsländern zu bekräftigen.

1970-1987 und 1995-1999 war er Abgeordneter zum Nationalrat.

Verteidigungsminister
1990 wurde er zusätzlich zum Amt als Außenminister für kurze Zeit mit der Fortführung der Verwaltung des BM f. Landesverteidigung betraut, da der bisherige Minister Lichal am 6.11.1990 das Amt des 2. Nationalratspräsidenten übernahm. Mock übte beide Ämter bis 17.12.1990 aus, danach übernahm Fasslabend das Verteidigungsressort u. führte es bis zum Jahr 2000.

Im Ruhestand
Mocks Krankheit begann seiner Ehefrau Edith zufolge mit unkontrollierten Bewegungen, die von Ärzten zunächst unterschiedlich gedeutet u. von der Öffentlichkeit erstmals am Abend der Nationalratswahl 1986 wahrgenommen wurden. Erst im Februar 1995 sei richtigerweise die Parkinson-Krankheit, damals noch in leichter, seine Arbeit nicht behindernder Form, diagnostiziert worden. Sie ermöglichte ihm 2014 nur noch kurze Konzentrationsspannen u. schränkte seine Mobilität bis zuletzt stark ein. Er wurde von seiner Frau gepflegt, mit der er 51 Jahre verheiratet war. Das Paar hatte keine Kinder.
Zu seinem 80. Geburtstag wurde er 2014 in der Wiener Hofburg mit einem von der ÖVP veranstalteten Festakt geehrt. Bundespräsident Fischer würdigte Mock als Mann von unantastbarer Integrität u. begeisterten Europäer. Da Mock, im Rollstuhl sitzend, krankheitsbedingt nicht selbst sprechen konnte, dankte seine Frau für die Ehrung u. erzählte Anekdoten aus seinem Leben.

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René Benko

Beitrag von Dissident am Fr Jun 02, 2017 4:41 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Benko  René Benko (*1977), österr. Unternehmer im Immobilien- u. Handelsbereich. Die von ihm gegründete Signa Holding ist Österreichs größtes privates Immobilienunternehmen u. betreibt große Handelsbeteiligungen in BRD .. René B. ist in 2. Ehe verheiratet u. hat 4 Kinder.
1999 gründete er das Zweipersonenunternehmen Immofina Holding GmbH, welches 2006 in Signa Holding GmbH umbenannt wurde. Benko ist international als Immobilieninvestor u. Betreiber von Handelsbeteiligungen etabliert. Starthilfe leistete Anfangs der Wiener Unternehmer Karl Kovarik .. gehört die SIGNA Holding - zu 10 % (aktuell?) dem Lindt & Sprüngli Verwaltungsratspräsidenten Ernst Tanner. Die Unternehmensgruppe ist seit 1999 gewachsen, zählt mittlerweile zu den größten priv. Immobilieninvestoren Zentraleuropas. SIGNA Real Estate besitzt ein Immobilienvermögen von mehr als 6 Mrd. € u. gehört zu den großen priv. Immobilieneigentümern in den Innenstädten von Wien u. Innsbruck. Derzeit liegt das Projektentwicklungsvolumen bei ca. 5 Mrd. € mit großen Developments u.a. in Wien, München, Berlin u. Bozen. Es arbeiten ca. 200 Personen im Immobilienbereich des Unternehmens.

Seit 2013 hat Benko einen 2. Kerngeschäftsbereich -- SIGNA Retail -- gegründet u. ist seit damals mit SIGNA Besitzer von 7 Handelsbeteiligungen u. 1 Joint Venture in Deutschland. So zählen Karstadt, Karstadt sSports, OUTFITTER , dress-for-less , Tennis- Point , The KaDeWe Group, internetstores sowie das JV EATALY zu seinem Besitz. SIGNA Retail erzielt mit 20.000 Mitarbeitern an über 100 Standorten einen konsolidierten Umsatz von ca. 3,5 Mrd. € pro Jahr.

2013 zog sich Benko aus der operativen Führung der Signa Holding GmbH zurück u. übernahm den Vorsitz des Beirates der Signa-Gruppe.
Vermögen: Lt. versch. Wirtschaftsmagazinen zählt er zu den 30 reichsten Österreichern. Laut Ranking der 100 reichsten Österreicher des österr. Wirtschaftsmagazins Trend betrug das Vermögen von Benko 2016 ca. 2,3 Mrd. €, womit er aktuell Rang 12 des Rankings belegt.

Verurteilung in Korruptionsverfahren: 2012 wurde er am Landesgericht Wien gemeinsam mit Steuerberater Michael Passer wg. „versuchter verbotener Intervention“ (Schmiergeld) zu einer bedingten Haftstrafe von 1 Jahr verurteilt. Die Richterin sah, daß Passer im Auftrag von Benko den früheren kroatischen Premierminister Ivo Sanader kontaktierte u. ihm 150.000 € angeboten hätte, um ein in Italien anhängiges Verfahren zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Das Urteil wurde am 11.8.2014 vom OGH bestätigt.
- - -
2015 nahm Benko an der 63. Bilderberg-Konferenz in Telfs-Buchen in Österreich teil.

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Ren%C3%A9_Benko Wikipediea-Diskussion: "Benko ist ein kroatischer Nachname. Ist etwas über seine Herkunft bekannt? Ggf. Burgenlandkroate?"

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/signa-karstadt-eigner-rene-benko-hat-seine-lektion-gelernt-a-1139056.html  .. Der Argwohn, der ihm entgegengebracht wurde, weil er sich mit zweifelhaften Geldgebern wie dem griech. Reeder George Economou u. dem israel. Diamantenschürfer Beny Steinmetz eingelassen hatte, traf ihn schwer. Er empfand es als ungerecht, daß ihm immer wieder unterstellt wurde, er benutze Einzelhändler wie Karstadt nur als Vehikel, um an deren Immobilien zu kommen. Und es verletzte ihn, daß Metro-Chef Olaf Koch sich 2x weigerte, ihm den Karstadt-Konkurrenten Galeria Kaufhof zu verkaufen, weil er ihn offenbar für unseriös hielt. Inzwischen hat der Selfmademan viele Zweifler u. Nörgler zum Schweigen gebracht. Seine zeitweiligen Finanziers Economou u. Steinmetz zahlte er aus. Auch das Engagement des Scheichtums Abu Dhabi hat er zurückgedrängt ---
So machte er einen ausgewiesenen Fachmann, den Chef der bundeseigenen österr. Immobiliengesellschaft, Christoph Stadlhuber, zum CEO der Signa Holding. Den einstigen Rewe-Manager Stephan Fanderl ernannte er zum Chef von Karstadt .. Für seine 3 Premiumwarenhäuser gewann er die italienisch-thailändische La-Rinascente-Gruppe als Partner - u. mit ihr den Warenhausgranden Vittorio Radice ("Mr. Selfridge") als Chef.
Benkos jüngster Personalcoup ist die Verpflichtung von Dieter Berninghaus, der zuletzt für den Schweizer Handelsriesen Migros das Onlinegeschäft aufbaute, als Chairman der Signa Holding. Geplant ist künftig eine Arbeitsteilung: Berninghaus, langjähriger Vertrauter Benkos, soll von Zürich aus das Handelsgeschäft lenken. Dorthin, an Berninghaus' Wohnort, verlegt die Signa Retail ihren Sitz. Benko konzentriert sich mit Basis in seiner Heimatstadt Innsbruck auf die Immobilien ---

Als Pennäler arbeitete er für einen Bauträger. Das Gymnasium musste er mangels Präsenz abbrechen. Später baute er Dachböden von Mietskasernen zu Penthäusern aus. Ein Firmenerbe lieh ihm Geld, um das Geschäft auszuweiten. Auch ohne Abitur hatte er bald die 1. Million zusammen. Es begann eine wilde Zeit: Jetset, Partys, Ferraris - der neureiche Twen schlug über die Stränge. Als er erneut Kapital brauchte, stieg Economou als 50-%-Eigner bei Signa ein. Unerquicklicher Begleiteffekt: Das undurchsichtige Finanzgebaren des griech. Reeders fiel auch auf ihn zurück. Dennoch vertrauten ihm die Wiener Stadtväter die Entwicklung eines Gründerzeitviertels zu einer Shoppingmeile ("Goldenes Quartier") an. In Innsbruck errichtete er ein Traditionswarenhaus ("Kaufhaus Tyrol") von Grund auf neu ---

https://www.fass-ohne-boden.at/rene-benko-und-seine-freunde/ .. Afrika: Deal seines Lebens - Steinmetz bekam eine zwangsenteignete Mine praktisch geschenkt u. verkauft sie um 2,5 Mrd. Dollar an ein brasilianisches Unternehmen weiter. Die Wege der Geschäftsleute trennten sich 2 Jahre nach dem Mega-Deal. Laut Insidern wg. intensiven Ermittlungen der div. Behörden. Steinmetz erhielt dabei 15 der Warenhausimmobilien .. Benkos Kontakte zu Ex-SPÖ-Chef u. Altkanzler Gusenbauer sollten sich bezahlt machen. Gusi pflegt nicht nur exzellente Beziehungen zu Haselsteiner (u.a. Vorstand der HPH Privatstiftung u. Haselsteiner Familien-Privatstiftung), sondern ist auch im Firmenimperium der Signa Gruppe von Benko im Aufsichtsrat fest verankert, u. das gleich 3x: SIGNA Development Selection AG, SIGNA KidINVEST Development AG u. SIGNA Prime Selection AG. Darüber hinaus ist Gusi umtriebig: Zum einen im skandalumwitterten Steinmetz Unternehmen, dem kanad. Bergbaukonzern Gabriel Resources, in der Funktion als „Director“ mit an Bord ist. Zum anderen ist Gusi im Aufsichtsrat der STRABAG SE des Milliardärs u. Politfinanzier Haselsteiner ..

https://web.archive.org/web/20121224170000/http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1326845/GusenbauerBenkoWiedeking-kaufen-das-KaDeWe
Gusenbauer-Benko-Wiedeking kaufen das KaDeWe - Die Signa Unternehmensgruppe rund um Benko hat für mehr als 1,1 Mrd. € ein Einzelhandelsportfolio gekauft, zu dem 17 Warenhäuser in besten Innenstadtlagen Deutschland gehören. Alle Objekte sind langfristig an Karstadt vermietet u. gehören zum Highstreet-Portfolio .. Teil des Portfolios ist auch das Berliner "Kaufhaus des Westens" KaDeWe, für das allein Beko eine halbe Mrd. € bezahlt haben soll. Das KaDeWe empfängt mit seinen 60.000 m² tägl. bis zu 180.000 Kunden aus aller Welt, das größte Kaufhaus Kontinentaleuropas. Der 1907 eröffnete u. zuletzt 2004 umgebaute Einkaufstempel erstreckt sich über 7 Etagen. Verkäufer ist die Investorengruppe Highstreet, an der unter anderem  die US-Bank Goldman Sachs sowie die Deutsche Bank Tochter RREEF als Hauptgesellschafter beteiligt sind. Für Signa ist der Milliardendeal ein Meilenstein: Die Unternehmsgruppe gehört mit ihrem  Investitionsvolumen von 5,5 Mrd. € auf einen Schlag zu den führenden Unternehmen für innerstädt. Einzelhandelsimmobilien jetzt auch in Deutschland.  Signa hatte bereits 2011 von Highstreet den Münchner Oberpollinger sowie weitere Karstadt-Immobilien erworben. Damit gehören dem Unternehmen nun 2 der 3 Premium-Warenhäuser von Karstadt. Eig. Angaben zufolge ist Signa auch der grösste private Eigentümer von Immobilien um Zentrum von Wien.
--- Aufsichtsratsvorsitzender ist Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Dem Aufsichtsrat gehört unter anderem Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an ---

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/karstadt-investor-rene-benko-immobilientycoon-auf-bewaehrung-13099520.html .. ist auf vielen Fotos der sogen. Seitenblicke-Gesellschaft zu sehen, ob mit Bernie Ecclestone, Niki Lauda oder Tina Turner .. Stroh-Tankstellen-Erbe Karl Kovarik ebnete ihm den Weg als selbständiger Investor. Mit Gesundheits-Hotels fing Benko an. Dabei bewies er ein goldenes Händchen .. Von ehem. österr. Politikern (Alfred Gusenbauer, Susanne Riess) bis zu internat. Wirtschaftsgrößen wie Roland Berger oder Wiedeking ist dort eine illustre Runde vertreten .. Benkos Steuerberater (der ebenfalls verurteilt wurde) hat – nach Auffassung des Gerichts als Beauftragter Benkos – mit dem ehem. kroat. Ministerpräsidenten Sanader einen schriftl. Vertrag über 150.000 € geschlossen, damit dieser den damal. italien. Ministerpräsidenten Berlusconi bewege, in einer italien. Steuerstrafsache zugunsten Benkos zu intervenieren. Geld ist nie geflossen ---

https://www.unzensuriert.at/content/0024836-Der-kometenhafte-Aufstieg-des-politisch-gut-abgeschirmten-Rene-Benko .. Der Immobilienmilliardär .. Benko, laut Richterin „ein Musterfall für Korruption“ --- Wohl jeder andere Unternehmer hätte eine solche Verurteilung wirtschaftlich nicht überlebt. Warum dann Benko, dessen Unternehmen weiter blühte? Der Unternehmer hat mächtige Freunde in SPÖ u. ÖVP u. keinerlei Skrupel, sich mit überaus umstrittenen Financiers einzulassen --- hält sich das Gerücht, daß Gusenbauer dem damals finanziell in Schwierigkeiten befindlichen Benko den Draht zum umstrittenen israel. Milliardär Steinmetz gelegt habe. Dieser hat Benko mit angeblich hunderten Millionen unterstützt u. den Kauf der deutschen Karstadt-Gruppe ermöglicht ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/415191/Benko_Ich-bin-absoluter-Nutzniesser-der-Krise  .. Benko: "habe die Gabe, erfolgreiche Persönlichkeiten zu begeistern, die mich beratend begleiten u. strategischen Input geben. Dazu zählt der ehem. Generaldir. d. Bank Austria, Karl Samstag, der bei mir im Beirat u. Aufsichtsrat sitzt ---

http://tirol.orf.at/news/stories/2875577/ ..Die Signa Prime Selection AG - wichtige Tochterfirma der Signa Holding - hatte ihr Aktionärskapital per 3.10.2017 um 1 Mrd. € erhöht. „Das gesamte Eigenkapital der SIGNA Prime beträgt damit über 4 Mrd. €" .. Mehrheitsaktionäre der SIGNA Prime Selection AG sind neben der Signa Holding die Familie Benko Privatstiftung, die gemeinsam mehr als 60 % an der Signa Prime halten. Dazu kommen die RAG Stiftung aus Essen u. der LVM Versicherungskonzern aus Münster in Deutschland sowie Longbow aus Genf - die alle drei heuer Aktionäre wurden. Weitere Aktionäre sind unter anderen die Haselsteiner Privatstiftung, die Novo Invest des Novomatic-Gründers Johann Graf, der Unternehmensberater Roland Berger u. Niki Lauda ..

http://tirol.orf.at/news/stories/2877139/ .. größter deutscher Immobiliendeal des Jahres: Für 1,5 Mrd. € kauft Signa ein Immobilienportfolio vom Investor RFR.
.. das Hochhaus „Upper West“ in Berlin, das „Kaufmannshaus“ u. die „Alsterarkaden“ in Hamburg u. das im Bau befindliche Einkaufszentrum „Upper Zeil“ in Frankfurt sowie die 50-prozentige RFR-Beteiligung am „Karstadt am Münchner Hauptbahnhof“. Die restlichen 50 % hielt Signa bereits. Insges. verfügen die Immobilien über ca. 160.000 m² Mietfläche, davon 70.000 m² Einzelhandel, 55.000 m² Büro u. 17.000 m² Hotel ..

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Otto Wolken

Beitrag von Dissident am Di Jun 13, 2017 10:31 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wolken  Otto Wolken (1903-1975) .. Sohn jüdischer Einwanderer .. Der Sozialist u. Schutzbundarzt fungierte nach einer kurzen Tätigkeit im Hospital in Sankt Pölten als Arzt im niederösterr. Traisen. Nach dem Anschluss von Österreich ans Deutsche Reich wurde er verhaftet. Der Doktortitel wurde ihm 1940 durch die Universität Wien politisch bedingt entzogen.
Nach Gefängnis- u. Lageraufenthalten, unter anderem auch 2 Jahre im KZ Zweibrücken, wurde er am 9.7.1943 ins KZ Auschwitz-Birkenau deportiert .. Nach dem Erhalt der Häftlingsnummer 128.828 wurde er bald darauf als Häftlingsarzt im Männer-Quarantänelager des KZ Auschwitz-Birkenau eingesetzt .. Nach der Evakuierung des KZ Auschwitz ab dem 17.1.1945 konnte er sich im Lager verbergen u. so den Todesmärschen entgehen. Er kümmerte sich um die zurückgelassenen Häftlinge in seinem Block, versorgte sie ärztlich u. organisierte Lebensmittel .. In Auschwitz-Birkenau erlebte er schließlich die Befreiung des Lagers durch die Rote Armee am 27.1.1945. Mit der in Krakau ansässigen polnischen Hauptkommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen arbeitete Wolken nach der Befreiung des Lagers unverzüglich zusammen. Seine Chronik u. Aussagen bildeten in mehreren Auschwitzverfahren Grundlagen für die Anklage. Auch im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurden seine Berichte herangezogen.
Er kehrte 1945 nach Wien zurück, schuf das Internat. Komitee für jüd. Flüchtlinge u. baute die Israelit. Kultusgemeinde Wien (IKG) wieder auf. Für die IKG in Wien fungierte er als Gesundheitsfererent u. langjährig als Vorstandsmitglied. Zudem war er 1958/59 Vizepräsident der IKG. Nach Kriegsende war er zeitweise Chefarzt des Rothschildspitals. Schließlich nahm er seine Tätigkeit als Arzt in Wien wieder auf. Er fungierte als Bundesvorstandsmitglied der SPÖ-Opferorganisation „Bund sozialistischer Freiheitskämpfer u. Opfer des Faschismus“. Als erster von 357 Zeugen wurde er bei dem 1. Frankfurter Auschwitzprozess vernommen ..

http://www.vho.org/D/gdvd_4/III1.html --- wurde Wolken am 16.4.1940 vom Landesgericht St. Pölten unter der Aktenzahl 12/Vr 491/38 ein Prozeß gemacht, in dessen Verlauf er wegen § 125 StGB (Notzucht) u. § 144 StGB (Abtreibung) zu 6 Jahren schweren Kerkers verurteilt wurde. Gleichzeitig wurde ihm der Doktorgrad aberkannt u. die Berechtigung zur Ausübung der ärztlichen Praxis entzogen. [So kam Otto Wolken schließlich zur Verbüßung seiner Strafe als krimineller Häftling ins KZ.]
1945 kehrte er als 'Verfolgter des NS-Regimes' nach Österreich zurück. Da er Jude ist, wurde ihm durch den österr. Bundespräsidenten mit Entschluß vom 31.5.1949 die Ausübung der ärztlichen Praxis ohne Doktorat wieder gestattet (Erlaß vom 27.6.1949, BGBl. Nr. 92/1949). Es gab auch weiterhin Anstände mit versch. Frauen: einer Elisabeth K., einer Ingrid G., einer Brunhilde R., die aber nicht zu Gerichtsurteilen führten. Am 6.6.1959 verurteilte das Wiener Landesgericht für Strafsachen - ein rein demokratisches Gericht - Otto Wolken unter GZ 2 c VR 730/58 HV 99/59 zu 6 Monaten strengen Arrest, bedingt auf 3 Jahre mit Aufschub der Rechtsfolgen, wegen § 146 StG (Hilfeleistung bei Abtreibung). Am 29.10.1963 war er wieder beim Landesgericht Wien wegen § 146 angeklagt (GZ 8 a VR 1784/63 HV 13 063)-. Er wurde von neuem schuldig gesprochen; sehr auffälligerweise erhielt er keine zusätzliche Strafe zum Urteil von 1959."

So sieht der Kron- und Star-Zeuge Otto Wolken aus.
Trotz Aberkennung des akadem. Doktor-Grades bezeichnet sich Herr Wolken im Amtlichen Telefonbuch Wien 1967, Seite 1244, 2. Spalte, als Dr. med.

https://gedenkbuch.univie.ac.at/?id=index.php?id=435&no_cache=1&person_single_id=40769 --- sagte Otto Wolken im Februar 1964 als erster von 357 Zeugen aus. Aufgrund seiner Aufzeichnungen konnten zahlreiche Morde einzelnen Angeklagten nachgewiesen werden ---
wurde ihm der Doktorgrad 2008 (posthum) wieder zuerkannt, bzw. die Aberkennung für 'von Anfang an nichtig' erklärt ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9157598.html  --- "Plan A" tritt in Kraft, die Evakuierung bei herannahendem Feind ..  Auf Geheiß der Kommandantur muß der Häftling Wolken mit ein paar Helfern 3 Listen aufstellen - der Arzt notiert:
Liste 1: Häftlinge, die einen Fußmarsch von 50 km leisten können,
Liste 2: Häftlinge, die 3 km bis zur Bahn marschieren können,
Liste 3: solche Häftlinge, die nur liegend transportiert werden können.
.. Wolken bleibt .. Zurück im Stammlager Auschwitz u. dem 3 km entfernten Zweiglager Birkenau bleiben 6000, vielleicht 7000 Menschen --- Arzt Wolken .. bemüht sich um "Autorität". Die Lage verschlechtert sich noch; ein Bombenangriff auf die Stadt Auschwitz zerreißt die Stromkabel: kein Licht mehr, kein Wasser ---

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/befreiung-von-auschwitz-jagen-die-deutschen-wie-die-hasen/11275064-2.html --- 3 Tage vor der Ankunft der Roten Armee hatten SS-Männer versucht, Otto Wolken zu einem der Todesmärsche zu kommandieren, nur durch den Sprung in einen Latrinenablaufgraben konnte er sich retten ---

http://www.deutschlandfunkkultur.de/ns-zeit-leugnen-und-verharmlosen.1001.de.html?dram:article_id=272183 --- Otto Wolken, .. 1964 als Zeuge im Auschwitz-Prozess:
"Es kamen Tag für Tag 4, 5, 6, manchen Tages sogar 10 Züge nach Auschwitz. Auf der Rampe war großer Betrieb. Es wurden Tausende u. Abertausende Menschen täglich vergast. Die Krematorien reichten nicht mehr aus, das anfallende Leichenmaterial aufzuarbeiten. Es wurden riesige Gräben gegraben, u. zusätzlich zu der Arbeit im Krematorium wurden noch Tausende Leichen in offener Grube verbrannt. Tag u. Nacht loderte das Feuer, nachts war der Himmel weithin blutrot gefärbt ..." ---
Generalstaatsanwalt Fritz Bauer weiß, daß weite Teile der westdeutschen Öffentlichkeit ihm als zurückgekehrten Juden Rachlust unterstellen ---

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Erwin Kotányi

Beitrag von Dissident am Mo Jun 19, 2017 6:01 pm

Erwin Kotányi (*1957), Der Herr der Würze

https://web.archive.org/web/20160116082438/http://wirtschaftsblatt.at/archiv/karriere/906392/index

Ost-Expansion und Internet: Erwin Kotányi, Fast-Monopolist am österr. Gewürze-Markt, hat den traditionsreichen Familienbetrieb fit für die Zukunft gemacht.

Kotányis Reich ist eine Welt der Gerüche. Am Firmensitz im Weinviertler Wolkersdorf umwehen den Besucher sanfte Schwaden gemahlener Paprika, durch die Gewürzmühle zieht der Duft von Zimt aus Sumatra u. Vanille aus Bali. Feine Nasen können einen Schwall Thymian vernehmen, dazwischen riecht es nach grüner Minze, Fenchel oder Wacholder. Wer arabische Märkte mag, kann bei Kotányi die Augen schliessen u. glaubt sich in den Basar von Damaskus versetzt. Der Chef sieht die Aura seines Arbeitsplatzes weniger schwärmerisch. "Sogar unsere Geschäftskorrespondenz riecht nach Gewürzen. Nicht, dass es jemanden stören würde."
Erwin Kotányi, ist Herr über ein Gewürzimperium, das im österr. Einzelhandel auf rund 85 % Marktanteil kommt. Kotányi beliefert grosse Ketten wie Billa/Merkur oder Spar u. würzt auch in der Gastronomie ziemlich dazu. Die früheren Konkurrenten Mickstötter u. Seybold sind längst in der Kotányi-Gruppe aufgegangen. Kaum eine heimische Küche, in der den Speisen nicht mit Kotányi-Produkten der letzte Pfiff verliehen wird. Und wenn auf dem Pfeffersackerl nicht Kotányi draufsteht, kann es gut sein, daß sich um eine Handels- oder Diskontmarke - zum Beispiel Eurasia - handelt, die ebenfalls aus Wolkersdorf kommt. Aber darüber will Erwin Kotányi nicht so gerne sprechen.

Krach mit Salinen

Kein Thema mehr ist auch die früher manchmal versalzene Atmosphäre zu den Österr. Salinen, die zu einem Viertel an Kotányis Paprikamühle beteiligt sind. Um diesen Anteil herrschte in den vergangenen Jahren eine Rangelei: Als die Salinen vor Jahren ihren Anteil verkaufen wollten, bot Kotányi mit 100 Millionen nur die Hälfte des verlangten Kaufpreises. Als Hannes Androsch 1997 das Ruder bei den Salinen übernahm, stand eine Aufstockung der Anteile an Kotányi zur Diskussion. Kotányi blockte ab.
"Heute haben wir ein vertrauliches Gesellschafterverhältnis", meint der Gewürzkaiser geläutert. "Vielleicht gibt es einmal einen anderen Teilhaber, der sich für den Anteil interessiert, einen strategischen Partner für eine Expansion zum Beispiel."

Eigenes Paprikafeld
Expandiert wird bei Kotányi zur Zeit aber ohnehin kräftig. Neben Deutschland heisst die Marschrichtung Osteuropa: Ungarn, Polen, Tschechien sind die Hauptexportmärkte im Osten, dazu Slowenien, Kroatien, die Slowakei u. bald auch Rumänien. 240 Mio. Schilling setzt Kotányi bereits mit den 7 ausländischen Tochterunternehmen um. Nächstes Jahr wird Kotányi den Würzbedarf in Bulgarien u. Norditalien ausloten. Ungarn ist für Kotányi ein besonderer Markt, denn hier liegen die Ursprünge seines Gewürzimperiums. 1881 baute Urgrossvater Janos Kotányi die 1. Paprikamühle im südungar. Szeged u. verarbeitete Paprika von eig. Feldern nach einem speziellen Mischrezept. 1884 gab es für Wiener Gulaschwürze-Liebhaber bereits eine Kotányi-Filiale in der Döblinger Strasse, die 1896 in die Billrothstrasse übersiedelte. 1912 wird Kotányi stolzer k.u.k.-Hoflieferant.

In den 20ern bringt das rasche Wirtschaftswachstum den Kotányis weiteren Aufschwung. Neben der Paprikamühle entsteht eine Gewürzmühle, Filialen in Budapest, Berlin, München, Boston u. New York werden gegründet. Kotányi-Paprika geht um die Welt u. wird mit Preisen ausgezeichnet. Nach einer kriegsbedingten Pause wuchs das Unternehmen in den 50er Jahren wieder zur alten Grösse heran. 1957 übernimmt Enkel Friedrich W. Kotányi die Firma u. vererbte sie 1984 an den Neffen Erwin.

Chef statt Doktor

Der Magister der Betriebswirtschaft, der aus Liebe zur Firma auf das zeitaufwendige Doktoratsstudium verzichtete, machte nach Amtsantritt gleich Nägel mit Köpfen. In den neuen Standort Wolkersdorf mit seinen vollautomatischen Abfüllanlagen, günstig gen Nordosten an der Brünner Strasse gelegen, flossen gleich rund 100 Mio. Schilling. Damals hatte Kotányi auf einem umkämpften Markt rund 34 % Marktanteil. 1989 schnupfte der Paprika-Erbe den Konkurrenten Mickstötter, 1994 folgte die Gewürzmarke Seybold. Mit dieser Mischung wird Kotányi seine gepfefferte Marktdominanz wohl trotz EU noch länger aufrechterhalten. Viel Gehirnschmalz u. Marketinggelder flossen seither in neue Produkte u. Verpackungen, den hübschen Internet-Auftritt unter www.kotanyi.com u. Werbeaktionen. Kotányis Leute schlichten die Gewürzkästen in den Supermärkten selbst; der Handel dankt es. Wo immer Billa u. Konsorten ihre Fühler ausstrecken - sei es nach Rumänien oder andere noch unerschlossene Länder -, zieht es Kotányi im Schlepptau mit.

Hürden im Osten
Die Ost-Expansion lief aber nicht immer so glatt, wie es sich Erwin Kotányi gewünscht hätte. "Es war ein Lernprozess mit Fehlern. Im Osten ist viel Controlling notwendig. Vieles läuft auf informeller Basis ab, vor allem die Beurteilung der Grosshändler ist ein schwieriger Punkt." Ein Erlebnis mit einem ungar. Zwischenhändler hat Kotányi noch deutlich vor Augen: Ein neuer Geschäftspartner bestellte eine grosse Menge an Gewürzen u. bezahlte alles auf Forint u. Filler korrekt. Kotányi fasste Vertrauen u. lieferte mehr. "Beim zweiten Mal war dann alles weg: Die Firma, das Lager u. der Händler." Auch Insolvenzen u. fehlende Bankgarantien machen das Ost-Geschäft nicht leichter. "Ein Grundrisiko bleibt immer." Aber mittlerweile sind die Töchter in Ungarn u. Tschechien im Plus, in Polen ist der Break Even bald erreicht ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/519059/Scharfer-Rueckkauf_Kotanyi-wieder-in-Familienhand  .. Kotányi ist wieder ein reiner Familienbetrieb. Mit Ende Oktober 2009 hat die Familie die Salinen AG ausgekauft. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Salinen haben den 25 %-Anteil seit 1989 gehalten. Damals hatten die Salinen die Gewürzfirma Mickstötter von Mautner Markhof „um einen 2-stelligen Millionenbetrag“ gekauft u. sich an Kotányi mitbeteiligt ---
In 20 Ländern ist Kotányi – nach eigenem Bekunden – mindestens die Nummer 2 der Branche ---
erwirtschaftet Kotányi mit etwa 500 Mitarbeitern einen Umsatz von 122 Mio. € (2008) ---

http://doedr.forumieren.net/t111p25-dachau-haftlinge#1975 Der erste in Dachau umgekommene Österreicher war der am 28.4.1938 in den Selbstmord getriebene Hans Kotanyi, Gesellschafter der gleichnamigen Paprikamühle
https://de.wikipedia.org/wiki/Kot%C3%A1nyi_(Unternehmen) .. Das Unternehmen selbst war eines der ersten in Österreich, das 1938 arisiert wurde. Hans Kotányi verkaufte an Georg Kohl bereits am 16.3.1938 u. .. wurde in einem der ersten Transporte, dem sogen. Prominententransport, ins KZ Dachau deportiert, wo er sich das Leben nahm. Die Familie emigrierte nach England --- https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Kot%C3%A1nyi_(Unternehmen) .. 1938 schloss Hans Kotányi mit Georg Kohl, (...) einen Kaufvertrag ab. Demnach ging die Firma für 100.000 S (...) zur Gänze, samt Niederlassungen in Berlin u. Szeged an Georg Kohl über."

https://de.wikipedia.org/wiki/Kot%C3%A1nyi_(Unternehmen) --- Nachdem der Ariseur Georg Kohl ab 1945 nicht mehr in Wien war, führte der ehem. Prokurist Theodor Rabner das Unternehmen. Obwohl die Witwe von Hans Kotányi Charlotte sowie deren Sohn Friedrich Walter erst 1954 u. 1955 aus England zurückkamen, wurde das Unternehmen bereits 1948 restituiert u. firmierte ab diesem Zeitpunkt wieder als Erste österr. Paprikamühle Johann Kotányi mit Charlotte, Friedrich Walter u. seiner Schwester in der Kommanditgesellschaft ---

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Treichl Heinrich + Wolfgang + Andreas + Michael

Beitrag von Dissident am Di Jun 20, 2017 10:52 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Treichl  Heinrich Treichl (1913-2014) .. war Devisenhändler in der Zentrale der Pariser Banque des Pays de l'Europe (1936), 1937 trat er bei der Merkur-Bank in Wien ein. Im 2. Weltkrieg desertierte er in Paris u. geriet schlussendlich in amerikanische Gefangenschaft. Seinen Bruder Wolfgang, der in den Widerstand gegangen war, verlor er im Krieg. Nach 10-jähriger Tätigkeit im Verlag Ullstein arbeitete er ab 1956 in der Österr. Industrie- u. Bergbauverwaltungs-
gesellschaft. Ab 1958 war er bei der CA, ab 1962 als Vorstandsmitglied u. 1970-1981 als Generaldirektor. 1974-1999 war er Präsident des Österr. Roten Kreuzes ..
Er war verheiratet mit Helga Treichl (1920–1995) u. Vater von Andreas Treichl, Generaldirektor der Ersten Bank, u. dem Investor Michael Treichl ---

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Treichl  Wolfgang Treichl (1915-1944) .. starb als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Er war als deutscher Offizier des Afrikakorps in britische Kriegsgefangenschaft geraten. Als unbedingter Gegner des NS-Regimes schloss er sich einer hinter den deutschen Linien kämpfenden britischen Spezialeinheit an. Laut den Erinnerungen von Patrick Martin-Smith kam er bei einem missglückten Absprung von 4 SOE-Agenten in Friaul am 12.10.1944 ums Leben. Die 4 Männer landeten statt bei den Partisanen in Tramonti direkt über einer deutschen Einheit in Tolmezzo. Einer von ihnen war Wolfgang Treichl (Deckname Taggert).

https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Treichl  Andreas Treichl (*1952) .. 1977-1983 in versch. europ. u. amerikanischen Niederlassungen der Chase Manhattan Bank tätig. 1983-1986 war er Bereichsleiter bei der Ersten österr. Spar-Casse. 1986-1993 war er Vorstandsvorsitzender der Chase Manhattan Bank Austria, 1993-1994 Vorstandsvorsitzender der Crédit Lyonnais Austria. 1994-1997 Vorstandsdirektor der Erste österr. Spar-Casse. Seit 1997 ist er Generaldirektor der Erste Bank, seit 2008 CEO der Erste Group. Unter seiner Leitung gelang der Umbau der bis dahin rein lokal agierenden Sparkasse zu einer führenden zentraleurop. Privat- u. Firmenkundenbank u., nachdem die Bank Austria verkauft wurde, zur größten österr. Bank. Größter Aktionär der Erste Group ist die ERSTE Stiftung, die Treichl als Vorstandsvorsitzender bis 2012 geführt hatte. Ihre Aktivitäten, die sich auf die Region Zentral- u. Osteuropa, in der die Erste Group tätig ist, konzentrieren, umfassen Programme in den Bereichen Soziale Integration, Kultur u. Europa. Außerdem hatte er die Idee für das Projekt Die 2. Wiener Vereins-Sparcasse (kurz: Die 2. Sparkasse) u. war maßgeblich an deren Umsetzung beteiligt.
1991-1997 gehörte er als Finanzreferent dem Bundesparteivorstand der Österr. Volkspartei (ÖVP) an.
Er ist Direktoriumsmitglied der International Monetary Conference (IMC), des Institute of International Finance (IIF) u. Mitglied der Trilateral Commission European Region. 2010 war er Gast bei der 58. Bilderberg-Konferenz in Sitges. Er ist mit Desirée Treichl-Stürgkh verheiratet u. hat 3 Söhne ---

http://www.manager-magazin.de/koepfe/michael-treichl-ist-tot-a-1152897.html Michael Treichl ist tot .. Der Investmentbanker u. Hedgefondsmanager soll sich am Wochenende im Alter von 69 Jahren das Leben genommen haben .. Treichl hinterlässt eine Ehefrau u. 2 Kinder. Familie Treichl ist eine einflussreichsten Familien Österreichs .. Michael war als Investmentbanker in Großbritannien tätig. April 2017 geriet er in die Schlagzeilen, weil sein Wohnsitz Parnham House in der Grafschaft Dorset aus unbekannten Gründen abgebrannt war. M. Treichl wurde damals kurzfristig festgenommen, kam aber ohne Kaution wieder frei ---
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-549658-4.html --- 1998 gründete er mit Ex-Thyssen-Chef Dieter Vogel eine Beteiligungsberatung. 2004 hat er mit einem südafrikanischen Partner, Julian Treger, den Hedgefonds Audley Capital aufgelegt. Und beteiligt sich als Minderheitsaktionär an börsennotierten Firmen. Am deutschen Handyausrüster Balda hält Audley 10 % --- Michael hat ordentlich Geld verdient. Auch als Spezialist für feindliche Übernahmen ---
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-549658-8.html --- Michael T. hat Anwesen Parnham House samt Ländereien 2001 gekauft .. Auch das Sommerhaus von Großtante Melanie Ferstel, geborene Thorsch, war im Tudorstil gebaut ---

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-549658.html  .. kaum eine Familie hat die österr. Elite über Generationen so geprägt wie die Bankiers Treichl ---
.. Als junger Mann muss Heinrich .. Marie von Ferstel, die Großmutter, zu einer Untersuchung in das Anthropologische Institut der Universität Wien begleiten. Um den "Längenbreitenindex des Schädels" zu vermessen .. Es waren die .. Nürnberger Gesetze, die die alte Frau zu dieser Erhebung zwangen .. Die Treichls wurden für "deutschblütig" erklärt, durften jedoch nicht in die NSDAP .. Nichts Schöneres, als in der Salmgasse am Mittagstisch zu sitzen. Wenn die Haushälterin Tafelspitz reicht u. der alte Treichl Anekdoten serviert. Vom alten Linksliberalen Kreisky, der am Ende am liebsten mit den Rothschilds oder Frau von Karajan (damals noch Anita, geb. Gütermann) speiste. Oder vom jungen, ehrgeizigen Hannes Androsch .. Heute trifft sich Treichl mit Androsch regelmäßig zum Mittagessen ---
https://www.profil.at/home/meine-glueckstiere-die-patientinnen-sigmund-freud-wer-sie-185410 --- Die Bankierstochter Marie von Ferstel, verheiratet mit einem Diplomaten u. Großmutter des ehem. CA-Generals Heinrich Treichl, war Sigmund Freud von Breuer vermittelt worden (sie war eine seiner ersten Patientinnen). Die an Phobien laborierende Baronin, die ihr Spiegelbild nicht ertragen konnte u. es bis zu ihrem Tod im Alter von 92 nicht schaffte, sich selbst zu frisieren, ließ ihre weit reichenden Beziehungen spielen, um Freud 1902 zum lange ersehnten Professorentitel zu verhelfen. Dieser wiederum steigerte Freuds Ansehen derart, dass zunehmend auch internationale Kundschaft in die Berggasse strömte ---
https://www.geni.com/people/Marie-von-Ferstel/6000000016292646076  Marie Charlotte von Ferstel (Thorsch), Birthdate: 28 Februar, 1868, Birthplace: Haus 934/I, Prague, Hlavní město Praha, Hlavní město Praha, Czech Republic, Death: 1960, Angehörige: Tochter von David Eduard Thorsch und Anna Thorsch
Ehefrau von Dr. Erwin von Ferstel, Mutter von Dorothea Treichl; Franziska Prey; Susanne Doczy de Nemet-Keresztur; Marianne von Gutmann und Wolfgang von Ferstel

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