Menschen und Personalien

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Franz Karl Ginzkey

Beitrag von Dissident am Mi Jun 21, 2017 9:41 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Karl_Ginzkey  Franz Karl Ginzkey (1871-1963) war ein österr. Dichter u. Schriftsteller sowie Offizier der österr.-ungar. Armee. Sein bekanntestes Buch Hatschi Bratschis Luftballon hat Generationen von Kindern in seinen Bann gezogen.

Ginzkey, Sohn eines sudetendeutschen Beamten der österr. Kriegsmarine, besuchte die Marine-Realschule in Pola, anschließend die Marine-Akademie in Fiume u., nachdem er wg. mangelnder Subordination von dort abzugehen hatte, die Infanterie-Kadettenschule in Triest, die er mit dem Dienstgrad "Fähnrich" abschloss. Er war bis 1897 Infanterieoffizier in der k.u.k. Armee in Triest u. Pola sowie zunächst auch prov. Kommandant der als Kaserne (Rainer-Infanterieregiment) genutzten Festung Hohensalzburg. 1897-1914 arbeitete er mit Titel eines techn. Oberrats als Kartograph am Militärgeographischen Institut in Wien, danach als Archivrat im Kriegsarchiv. In dieser Zeit war er auch zeitweise als Kriegsberichterstatter an der italienischen Front tätig.

Seit 1920 war er als Heeresangehöriger pensioniert u. danach als freier Schriftsteller tätig. Er lebte in Wien u. ab 1921 in Salzburg, wo er an der Gründung der Salzburger Festspiele beteiligt war --- 1933 verließ er den P.E.N.-Club, nachdem dieser sich gegen die Bücherverbrennungen im Deutschen Reich ausgesprochen hatte.

Zur Zeit des Austrofaschismus war er (für die Berufsgruppe der Künstler) 1934-1938 Mitglied des Staatsrats. 1936 wurde er Mitglied des Bundes deutscher Schriftsteller Österreichs, der für den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich eintrat. Ginzkey verfasste auch einen Beitrag in dessen Bekenntnisbuch österr. Schriftsteller nach erfolgtem Anschluss 1938. Die Mitgliedschaft in der NSDAP erfolgte 1942 gnadenhalber durch Hitler, da Ginzkey als ehem. Freimaurer auf Misstrauen der Nationalsozialisten stieß. Ginzkey verfasste in dieser Zeit auch Propagandalyrik, so zum Beispiel das 1943 in der Zeitschrift "Oberdonau" erschienene Gedicht "Heimkehr des Panzerschützen", in dem es heißt: "Treu der Pflicht das Äußerste zu wagen; Hieß er Schweigen seines Herzens Not; Tod zu säen war ihm aufgetragen; und er säte unerbittlich Tod".

Ab 1944 lebte er in Seewalchen am Attersee u. in Wien. Zwar wurde nach Kriegsende Ginzkeys Die Front in Tirol (Fischer, Berlin 1916) in der Sowj. Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt, u. er war auch Autor zahlreicher Beiträge in dem der Neuen Rechten zuzuordnenden Eckartbote. Dennoch wurde der nun schon über Siebzigjährige in der 2. Republik wieder verstärkt aufgelegt u. als Repräsentant altösterr. Dichtung vielfach geehrt. Seit 1956 wohnte er in dem nach ihm benannten Ginzkeyhof, einem Gemeindebau der Stadt Wien in der Johannesgasse 9–13. Er war seit 1910 mit Stefanie Stoiser verheiratet. Er starb im hohen Alter von 92 Jahren u. ruht in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 25), das 2015 in ein „Historisches Grab auf Friedhofsdauer mit Obhut“ umgewidmet wurde.
- - -
Der Ton von Ginzkeys Werken ist eher leise, die Sprache gefühlvoll u. voll leiser Melancholie. Nach dem Krieg galt er als Repräsentant einer altösterr. Tradition, der in seinen Werken sehr oft heimatliche Orte schilderte. Neben Novellen u. Balladen, die Wien zum Schauplatz haben (wie die Ballade „Der liebe Augustin“ oder die Novelle Der Zahnweh-Herrgott), zeigen viele seiner Werke auch große Verbundenheit mit Salzburg. Die Welt der k.u.k. Armee wird ebenfalls öfters thematisiert. Einige Werke aus dem 1. u. 2. Weltkrieg zeugen von starkem Patriotismus u. Nationalismus („Den Herren Feinden“, „Die Front in Tirol“, „Heimkehr des Panzerschützen“).
Am bekanntesten wurde Ginzkey einer breiten Öffentlichkeit durch seine Kinderbücher ..

https://de.wikipedia.org/wiki/Hatschi_Bratschis_Luftballon  Hatschi Bratschis Luftballon ist ein Kinderbuch von Ginzkey. Es erschien erstmals 1904 u. wurde mehrfach in veränderten Fassungen neu aufgelegt. Es gilt als vielgelesener Klassiker der österr. Kinderliteratur ..
Handlung
Der kleine Fritz läuft aus dem Haus auf die Wiese hinaus, obwohl seine Mutter es ihm verbietet. Der böse Zauberer Hatschi Bratschi (je nach Ausgabe auch als „Türke“ beschrieben) kommt in seinem roten Heißluftballon u. entführt Fritzchen. Als Hatschi Bratschi auch andere Kinder entführen will, lehnt er sich zu weit vor, stürzt aus dem Ballon u. in einen tiefen Brunnen. Fritz verfügt nun allein über den Ballon. Die Hexe Kniesebein versucht, den Ballon zu fassen, wird aber mit ihm in die Luft gerissen. Als sie sich nicht mehr halten kann, fällt sie auf einen Schornstein, verbrennt u. wird von Raben gefressen.
Fritz fliegt über die Alpen ins warme Italien u. schließlich aufs Meer. Dort gelangt er auf eine Insel, wo „Menschenfresser“ (bzw. in neueren Ausgaben Affen) versuchen, den Ballon zu fassen, aber daran scheitern. Der Ballon fliegt weiter in die Wüste, wo Fritz einschläft u. von seiner Mutter träumt. Am nächsten Morgen gelangt Fritz mit dem Ballon ins „Türkenland“ bzw. „Morgenland“, wo er in Hatschi Bratschis Haus von dessen Dienern als neuer Herr wahrgenommen wird u. alle von Hatschi Bratschi eingesperrten Kinder befreit. Die Kinder laufen nach Hause zu ihren Familien, auch Fritz, der von seinen Eltern erwartet wird. Der Luftballon fliegt hoch in die Luft davon ---

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Peter Hochegger

Beitrag von Dissident am Fr Jun 23, 2017 2:18 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Hochegger_(Unternehmer)  Peter Hochegger (*1949) ist ein österr. Unternehmer u. PR-Berater

Nach Beratungstätigkeiten in versch. Unternehmen gründete er zusammen mit seinem Bruder Paul die PR-Agentur Hochegger Communications mit Schwerpunkt Unternehmensberatung mit 50 Mitarbeitern. Er ist spezialisiert auf Public Relations u. Lobbying-Strategien. Er beriet große österr. Unternehmen wie die Telekom Austria u. die Immofinanz. Zudem war er als Berater für den Porr u. die ÖBB tätig u. organisierte die 2,4 Mio. € teure Roadshow des damal. Finanzministers Karl-Heinz Grasser

2007 gründete er zusammen mit Grasser die Kommunikationsagentur Valora Solutions Projektbegleitung GmbH, als Tochtergesellschaft der ZehnVierzig Agentur. Sowohl Mutter- als auch Tochtergesellschaft stehen zwischenzeitlich im alleinigen Eigentum des ehem. FPÖ-Politikers u. Lobbyisten Walter Meischberger.

Peter H. wurde am 16.8.2016 in der Nähe von Graz in der Privatklinik St. Radegund festgenommen u. in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt. Er war am 9.8. zu einem Straffestsetzungstermin in einem Telekom-Austria-Verfahren im Wiener Straflandesgericht nicht erschienen. "Auf sein Fernbleiben, das sein Anwalt mit einem psychischen Zusammenbruch in der Schweiz u. einer unerlässlichen Behandlung Hocheggers in Basel begründete, reagierte die Staatsanwaltschaft mit einem Antrag auf Erlassung eines Haftbefehls wegen Fluchtgefahr."

Verwicklung in Affären
Hochegger gilt zusammen mit Meischberger u. Grasser als Schlüsselfigur zahlreicher undurchsichtiger Geschäfte. Über ihn sollen laut dem österr. Nachrichtenmagazin profil von 2000-2006, in der Ära der Schwarz-Blauen-Koalition, mehr als 40 Mio. € an Honoraren u. Provisionen geflossen sein, wobei das Geld überwiegend von staatsnahen Betrieben wie der Telekom Austria u. den ÖBB gekommen sein soll. Nutznießer dieser Gelder waren über zahlreiche Beraterverträge Regierungsmitglieder u. hochrangige Funktionäre.
profil bezifferte 2011 die Honorare, die Hochegger von der Telekom Austria über 10 Jahre hinweg erhielt, auf 25 Mio. €. In diese Phase fällt auch die Zeit, als Hocheggers Freund Karl-Heinz Grasser Finanzminister u. Eigentümervertreter der teilprivatisierten Telekom war. Aug. 2011 leitete die Staatsanwaltschaft Wien Ermittlungen gegen den ehem. Verkehrsminister Hubert Gorbach (FPÖ/dann BZÖ) ein. Nach dessen Ausscheiden aus der Politik soll Hochegger über seine Firma die private Sekretärin des Ex-Ministers finanziert haben. Dabei sollen 264.000 € geflossen sein. Aug. 2011 kündigte Telekom-Chef Hannes Ametsreiter Schadenersatzklagen in Zusammenhang mit der sogen. Telekom-Affäre an. Von den Schäden in Höhe von 18 Mio. € entfielen demnach 9 Mio. auf Honorare für Hochegger ohne dokumentierte Gegenleistung. Februar 2012 veröffentlichte profil Auszüge aus der Buchhaltung der Valora AG. Demnach überwies die Telekom zwischen 2000 u. 2008 insges. 38 Mio. € an Hocheggers Unternehmensgruppe, von denen knapp 10 Mio. € bei der Valora versickerten.
   BUWOG-Affäre: 2004 erhalten Hochegger u. Meischberger im Zuge der umstrittenen Privatisierung der Bundeswohnungen (BUWOG) vom erfolgreichen Käufer Immofinanz 9,6 Mio. €. Laut Berichten sollen die beiden mittels Scheinrechnungen über eine zypriotische Briefkastenfirma bezahlt worden sein. Sept. 2009 erstatten Meischberger u. Hochegger Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung.
   Linzer Terminal-Tower-Affäre: 2005 erhielten Hochegger u. Meischberger von der UBM Realitätenentwicklung ein Beraterhonorar von 200.000 € um „Hindernisse in Zusammenhang mit einem von der Porr in Linz entwickelten Büroprojekt aus dem Weg zu räumen“. März 2006 sprach sich der damal. Finanzminister Grasser für die Übersiedlung der Finanzlandesdirektion Oberösterreich in den neuen Terminal Tower aus, obwohl er im Dez. 2005 die Mietverhandlungen abbrechen ließ.
   Sky-Link Terminal: Kurz nach dem Start des umstrittenen Skylink-Terminals 1999 wird Hochegger vom politisch besetzten Vorstand des Flughafens Wien als Kommunikationsberater engagiert. Die Kosten des neuen Flughafenterminals erhöhen sich von 400 auf 890 Mio. €
   Hochegger wurden auch durch die ÖBB um 180.000 € die Markenrechte an der Marke Railjet abgekauft, obwohl dieser Name durch einen ÖBB-Mitarbeiter in einem Workshop erdacht wurde.
   Hochegger erhielt vom burgenländischen Energieversorger BEWAG zwischen 2006 u. 2009 an die 3,6 Mio. € für nicht genau nachvollziehbare Leistungen u. Geschäfte unter anderem auch in Ungarn. Die damals zuständigen Vorstände wurden deswegen Mai 2011 von der BEWAG fristlos entlassen.
   Bei der Teilprivatisierung der Österr. Post erhielt Hochegger zusammen mit Meischberger von der beratenden Investmentbank Raiffeisen Centrobank eine „Erfolgsprovision“ von 350.000 €, damit das Investmenthaus vom Finanzminister u. der ihm unterstellten ÖIAG nicht übersehen wurde.

Weitere Zahlungen
Die Bulgarische Regierung zahlte Hochegger 1,5 Mio. € für eine Imagekampagne Reinforcing the Positive Image of the Republic of Bulgaria in the European Union. Dabei soll es lt. Hochegger um die „Einschätzung“ des Images Bulgariens in der EU gegangen sein. Ein Teil des Geldes landete bei Ex-ÖVP-Innenminister Ernst Strasser. Dieser sagte aus, für die Beseitigung eines Problems eines ausländischen Kunden 100.000 € erhalten zu haben. Die ÖVP-Fraktion Christlicher Gewerkschafter im Österr. Gewerkschaftsbund (ÖGB) bekam einen „Marketingzuschuss/Telekomzuschuss“ in der Höhe von 30.000 €. Das Zentralorgan der Freiheitlichen, die Neue Freie Zeitung, erhielt 2004 einen „Druckkostenbeitrag“ von 200.000 €, als Gegenleistung für mehrere Artikel über „Regulierungsmaßnahmen im Telekom-Bereich“. Auch der SPÖ-Abgeordnete Kurt Gartlehner erhielt von Hochegger 2007 rund 30.000 € für eine Expertise zum Thema Breitbandausbau u. Regulierungspolitik. Weitere zahlreiche Zahlungen sollen an den früheren FPÖ-Politiker u. Lobbyisten Walter Meischberger geflossen sein.

Strafverfahren
Jänner 2013 wurde von der Staatsanwaltschaft Wien gegen Hochegger Anklage in der sogen. Telekom-Austria-Affäre erhoben. Gemeinsam mit Rudolf Fischer, Klaus Wittauer u.a. Personen wurden ihm dabei Untreue, falsche Beweisaussage u. Geldwäsche vorgeworfen. Sept. 2013 wurde Hochegger in dieser Causa zu zweieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt. Am 25.11.2015 bestätigte der OGH den Untreueschuldspruch für Hochegger, ordnete aber eine Neudurchführung des Falschaussageverfahrens gegen ihn an.
Am 21.7.2016 gab die Wirtschafts- u. Korruptionsstaatsanwaltschaft bekannt gegen Hochegger sowie Karl-Heinz Grasser, Walter Meischberger, Ernst Plech u. 12 weitere Personen in den Causae BUWOG u. Terminal Tower Anklage zu erheben. Der verursachte Gesamtschaden beläuft sich laut Anklage auf 10 Mio. € woraus sich ein Strafrahmen von bis zu 10 Jahren Haft ergibt.

https://www.profil.at/home/hochegger-die-leben-peter-h-310579 .. Buwog-Affäre: Vor Gericht bestätigte Hochegger, er habe das Höchstgebot der CA-Immobilien, 960 Mio. €, von Walter Meischberger gewispert bekommen u. die Information wie vereinbart dem Mitbieter Immofinanz weitergeflüstert. Der dann etwas unelegant 961 Mio. bot .. 7,7 Mio., das war sein Anteil an der Beute ---
Interessant auch seine Andeutung, beim Aufsetzen des Vertrags mit der Immofinanz über das Honorar (1 % des Verkaufspreises) sei Ernst Karl Plech anwesend gewesen, enger Spezi von Grasser u. Meischberger u. damals Aufsichtsratschef der Buwog ---
Seit also Hochegger Lust am Outing gefunden hat, fragen sich viele: Warum tut er das? Weil er seit dem Auffliegen der Telekom-Affäre das Gefühl habe, daß er als Einziger übrig bleibt, wenn es vor Gericht zur Schlussabrechnung kommt, meinen manche. Es sei die neue Anwältin, glauben andere: Seine alte Kanzlei Lansky, Ganzger & Partner, die Hochegger bisher unter den Fittichen hatte u. die sich vergangene Woche von ihm "absolut im Guten" ­(Gerald Ganzger) getrennt hat, hatte stets zu Maulfaulheit ­geraten. Vielleicht will ein Mann mit 62 bloß endlich reinen Tisch machen ---
Astropolis, Sternenstadt, nennt Hochegger jenes Konto auf Zypern, auf das die bei der Buwog-Privatisierung zum Zug gekommene Immofinanz 2004 nicht weniger als 9,9 Mio. € überweist. Hochegger darf 2,3 Mio. behalten, der Rest geht an Walter Meischberger ---
Die Porr AG macht 200.000 € Beraterhonorar locker, wenig später übersiedelt Freund Grasser die Finanzlandesdirektion in ein leer stehendes Porr-Objekt in Linz ---
Mit dem Auffliegen des Buwog-Deals 2009 .. ist die Hochegger Communications kaputt, einst zweitgrößte PR-Agentur des Landes, stellt den Betrieb ein --- Die Freimaurerloge nach schottischem Ritus, in der er Mitglied war, hat ihm nach Platzen der Buwog-Blase sofort die Tür gewiesen. Seine andere Loge hat ihm erst unlängst nahegelegt, nicht mehr zu kommen. Er hat noch ein Unternehmen, die Sicon-Beteiligungsholding mit Sitz in der Wiener Walfischgasse. Deren Tochterfirma Alondo Bio-k stellt im Burgenland Brotaufstriche auf Sojabasis her. An einem Unternehmen, das in Österreich Segway-Elektroroller vertreibt, hält er eine geringfügige Beteiligung ---

https://www.profil.at/home/nehmen-288750 .. Die Rekonstruktion der Geldflüsse aus der Telekom hinaus ist offenbar alles andere als einfach. Dem Vernehmen nach sollen sensible Unterlagen schlicht verschwunden sein ..

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Walter Meischberger

Beitrag von Dissident am Fr Jun 23, 2017 3:58 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Meischberger  Walter Meischberger (*1959), österr. Unternehmer u. ehem. Politiker der FPÖ.

Nach dem Schulabschluss als Heizungstechniker u. Ableistung des Präsenzdienstes arbeitete er ab 1981 zunächst im elterlichen Betrieb. Nebenberuflich unterrichtete er ab 1982 an der Berufsschule für Installateure in Innsbruck. 1985 eröffnete er in Innsbruck einen Mineralölhandel u. betrieb 2 Tankstellen, die er später wieder verkaufte.

1987 kam es zu einer persönlichen Begegnung mit dem damal. FPÖ-Chef Jörg Haider. M. wurde zunächst Ortsgruppenobmann der FPÖ in Kematen. 1988-1991 war er Landesgeneralsekretär der FPÖ Tirol u. 1991-1995 Landesparteiobmannstellv. 3x war er Spitzenkandidat der FPÖ-Tirol. In der Bundespartei war er 1989-1990 Bundes-
geschäftsführer u. 1990-1995 Generalsekretär. Ab 1990 bekleidete er auch das Amt des Geschäftsführers der Neuen Freien Zeitung, der Parteizeitung der FPÖ. Er war als bundesverantwortlicher Wahlkampfleiter für Umsetzung u. Organisation der Nationalratswahlen zuständig ---
1990-1999 war er Abgeordneter zum österr. Nationalrat u. 1995-1999 stellv. FPÖ-Klubobmann. Im Parlament war er in Ausschüssen für Verkehr, Außenpolitik u. Wirtschaft tätig, sowie Medien-, Autofahrer- u. Südtirol-Sprecher seines Klubs.

Nach einer Verurteilung wegen Anstiftung zur Steuerhinterziehung, begangen im Zuge seiner Beratertätigkeit bei einem Klubwechsel eines Fußballers, musste er auf öffentl. Druck Febr. 1999 sein Mandat zurücklegen. Nach dem Mandatsverzicht einiger Abgeordneter wäre er im April desselben Jahres berechtigt gewesen auf der Liste der FPÖ nachzurücken u. so wieder in den Nationalrat einzuziehen. Noch vor der Angelobung wurde er jedoch aus der FPÖ ausgeschlossen. Er hat sein Mandat nicht angetreten u. damit, 39 Tage vor dem Erreichen der notwendigen 10 Jahre Zugehörigkeit zum Parlament, auf seine Politikerpension „verzichtet“. Tatsächlich soll er dafür von der FPÖ 2,5 Mio. Schilling (181.682 €) in Form eines Überbringersparbuchs erhalten haben.

Ab 1994 stieg er in den Textilhandel ein u. war an 2 Modeboutiquen beteiligt, die inzwischen (2010) geschlossen sind. Mai 1997 gründete er die REKLAME BÜRO Werbe GmbH, welche sich im Nov. umbenannt u. nach einer weiteren Umbenennung seit April 2005 ZehnVierzig Agentur für strategische Kommunikation GmbH heißt. Er ist 100 %-Gesellschafter u. Geschäftsführer dieser Wiener Firma. Im Jahre 2000 hat er das Seitenblicke Magazin gegründet, geleitet u. in der österr. Medienlandschaft etabliert. 2004 hat er seine Anteile an der Seitenblicke Verlags GmbH an die Red Bull GmbH verkauft. Herbst 2006 wurde er, 1998 aus dem ORF-Kuratorium ausgeschieden, auf Vorschlag des BZÖ als Regierungsvertreter in den ORF-Stiftungsrat entsandt, aus dem er nach dem Regierungswechsel zum Kabinett Gusenbauer wieder ausgeschieden ist.

2007 gründete er mit Karl-Heinz Grasser u. Agenturbesitzer Peter Hochegger die Kommunikationsagentur Valora Solutions Projektbegleitung GmbH, als Tochter-
gesellschaft der ZehnVierzig Agentur. Sowohl Mutter- als auch Tochtergesellschaft stehen zwischenzeitlich im alleinigen Eigentum von Meischberger.

Politische Affären
Er ist in zahlreiche politische Affären verwickelt. Lt. Staatsanwaltschaft soll er von zahlreichen Privatisierungen profitiert haben, die sein Freund Grasser als Finanzminister auf den Weg brachte.
BUWOG-Affäre
2009 erstatteten Meischberger u. Hochegger Selbstanzeige wg. Steuerhinterziehung. Beim Verkauf der staatl. Immobiliengesellschaft BUWOG an die Immofinanz, von seinem Freund u. damal. Finanzminister Grasser initiiert, hatte Meischberger 2004 für 8 Mio. € Provision weder Einkommensteuer noch Umsatzsteuer gezahlt. Die nunmehr auch auf der Website des österr. Parlaments einsehbaren Telefon-Abhör-Protokolle von Meischbergers Telefongesprächen mit Grasser wurden .. von Medien zitiert. Mit seinem legendären Ausspruch „Da bin ich supernackt“ signalisierte er, daß er selber nicht wüsste, wofür er eine Provision in der Höhe von 700.000 € bekommen hätte ..
Terminal Tower Affäre
Die Affäre um den Terminal Tower in Linz gilt als Nebenschauplatz der BUWOG-Affäre. Die Projektbetreiber des Terminal Tower, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich u. die Porr versuchten, die Finanzlandesdirektion Oberösterreich als Mieter zu gewinnen. Der damal. Finanzminister Grasser lehnte die Übersiedlung der ihm unterstellten Finanzlandesdirektion zunächst ab, revidierte seine Entscheidung jedoch kurz nachdem die UBM Realitätenentwicklung (UBM) an Meischberger u. Hochegger ein Beratungs-
honorar von 200.000 € auszahlten, um "Hindernisse in Zusammenhang mit einem von der Porr in Linz entwickelten Büroprojekt aus dem Weg zu räumen".
Tetron-Affäre
Weiters ist Meischberger in die Tetron-Affäre verwickelt, bei der der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly die Ausschreibung eines digitalen Funksystems für Behörden u. Einsatzkräfte zugunsten des Tetron-Konsortiums bestehend aus Motorola, Alcatel u. Telekom Austria beeinflusst hatte.
Novomatic-Affäre
Die Wochenzeitschrift Falter veröffentlichte Jan. 2012 neue Details zur Novomatic-Affäre. 2006 hätten - so der ÖVP-Parlamentarier Günter Stummvoll in einer Zeugenaussage - Grassers Leute den ÖVP-Parlamentsklub förmlich "überrumpelt", um eine Aufweichung des Glückspielmonopols zu erreichen. Davon hätten der Automatenkonzern Novomatic u. die Telekom Austria profitiert, die bereits Pläne für ein gemeinsames Projekt ausgearbeitet hatten. Insges. sollen von Novomatic 465.000 € an die Firma Valora Solutions geflossen sein, an der neben Grasser u. Hochegger auch Meischberger beteiligt waren.
Anklage
Juli.2016 gab die Wirtschafts- u. Korruptionsstaatsanwaltschaft bekannt gegen Meischberger, Grasser, Hochegger, Ernst Plech u. 12 weitere Personen in den Causae BUWOG u. Terminal Tower Anklage zu erheben. Der verursachte Gesamtschaden beläuft sich lt. Anklage auf 10 Mio. € woraus sich ein Strafrahmen von bis zu 10 Jahren Haft ergibt.
Privates
Meischberger ist geschieden u. Vater zweier Kinder. Bei der Hochzeit des damal. Finanzministers Grasser mit Fiona Pacifico Griffini im Jahre 2005 war er Trauzeuge.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/620344/MeischbergerProtokolle_Ober-wos-ist-die-Leistung?gal=620344&index=2&direct=594168&_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do&popup= .. Meischberger-Zitat in einem Telefonat mit Plech:  "Wo woar mei Leistung?" ---

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Erwin Steinhauer

Beitrag von Dissident am Fr Jun 23, 2017 5:04 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Steinhauer  Erwin Steinhauer (*1951), österr. Schauspieler u. Kabarettist .. entschied sich 1974, mit seinen Freunden Alfred Rubatschek, Erich Demmer u. Wolfgang Teuschl (1975 kam noch Lukas Resetarits dazu) fortan ihrer Leidenschaft, dem Kabarett, zu widmen. Sie gründeten das Kabarett Keif. 1977/78 spielte Steinhauer am Wiener Kabarett Simpl, 1979 am Düsseldorfer Kom(m)ödchen, 1980 am Theater der Courage in Wien.
Es folgten Soloprogramme, darunter Entlassen (1982), Kopf hoch (1983), Café Plem-Plem (1984), Ganz im Ernst (1986), Alles Walzer (1988), Auf der Schaufel (1989), Zugabe (1991). Gemeinsam mit Heinz Marecek hatte er mit den Doppelconférencen von Karl Farkas u. Fritz Grünbaum großen Erfolg. Steinhauer spielte in zahlreichen Film- u. Fernsehproduktionen, 2000-2003 verkörperte er den Gendarmen Simon Polt in der Polt-Krimireihe von Alfred Komarek.
Steinhauer ist Vater von 3 Kindern. Das jüngste stammt aus der Beziehung zu der ORF TV-Direktorin Kathrin Zechner

http://www.familierockt.com/erwin-steinhauer/  ... Erwin: .. "Ich bin so ein jüdisch-katholisches Gemisch.." --- Wie hat der jüdischer Teil der Familie den Krieg überlebt?
Erwin: "Mein Urgroßvater, Eduard Just, war in Theresienstadt. Mein Vater, der war damals 16 Jahre alt, hat meinen Opa in einer Kleingartensiedlung versteckt. Aber sie wurden verraten, daher kam mein Opa ins KZ u. mein Vater wurde an die Front geschickt. Halbjuden hat Hitler noch eine Chance gegeben. Meine Tanten u. meine Oma waren unterm Krieg in Schwechat versteckt." ---

http://www.wina-magazin.at/man-muss-den-mut-haben-haltung-zu-zeigen/ .. Steinhauer: "Ich bin mit der Klezmer-Musik aufgewachsen, durch meinen Vater war mir diese Musik immer schon ein Begriff. Beim Begräbnis meines Vaters hat auch eine Klezmer-Band gespielt."
Gab es auch jüdische Mitglieder in Ihrer Familie?
"Ja, das kann man wohl sagen: Mein Urgroßvater Eduard Just kam als 18-Jähriger aus Rumänien über Ofen (alter Name fürs heutige Buda) nach Wien. Er wurde später nach Theresienstadt deportiert, doch zum Glück befreit. Ich habe ihn noch kennengelernt, denn er hat bis 1954 gelebt, da war ich 3 Jahre alt .."
Die erste prägende Persönlichkeit in Ihrem Leben war Ihre Großmutter Emmi, das Ergebnis einer katholisch-jüdischen Beziehung?
".. Sie überlebte die NS-Zeit, weil sie in Schwechat im Keller eines Lebensmittelgeschäfts versteckt war. Mein Urgroßvater (der Papaa) u. mein Vater waren in einem Schrebergarten in Meidling versteckt, sind aber verraten worden: Meinem Vater, einem „Mischling 1. Grades“, hat „der Führer noch eine Chance gegeben“, wie das so schön geheißen hat .. Da ist mein Vater mit 16 an die Front gegangen, ist sehr früh verletzt worden, u. damit war der Krieg gleich aus für ihn. Der Papaa ging über den Umweg Morzinplatz nach Theresienstadt."
.. Sie gelten als einer der Pioniere des neuen österr. Kabaretts. Wie kam es dazu?
"Ich bin mit 23 Jahren von Gerhard Bronner entdeckt worden. 1974 gründete ich gemeinsam mit Wolfgang A. Teuschl, Erich Demmer, Alfred Rubatschek u. Erich Bernhardt das Kabarett Keif. Felix Rotholz, der Mann u. Manager von Brigitte Neumeister, hat mich dort gesehen u. den Gerhard gedrängt, mich anzuschauen. Bronner hat mich in der Folge in seine Radiosendung Schlager für Fortgeschrittene eingeladen u. später ins Fernsehen, in seine Sendung Showfenster; viele Jahre war ich auch im Team des sonntäglichen Gugelhupf."
Beim Festival der jüd. Kultur 2017 präsentieren Sie unter dem Titel Ich bin ein Durchschnitts-Wiener fast ausschließlich Lieder von Hermann Leopoldi. Wie kam es dazu?
"Gerhard hat immer gesagt, „hör dir den Hermann Leopoldi genau an. Er vertonte wunderbare Texte!“ Mir war Leopoldi nur ein Begriff von seinen Gassenhauern Schön ist so ein Ringelspiel oder Schnucki, ach Schnucki. Erst viel später, als wir mit Peter Rosmanith u. unserer Band überlegt haben, was wir machen könnten, sind wir wieder auf Leopoldi gekommen u. auf unglaublich tolle Texte gestoßen. Das wollen wir einer jüngeren Generation näherbringen, weil es so schade wäre, wenn das verschwindet."
Hätte Hermann Leopoldi als Hersch Kohn auch so einen Erfolg gehabt?
"Wahrscheinlich nicht. Die Namensänderung hat schon sein Vater 1911 vorgenommen, u. er hat sicher Recht gehabt. Leopoldi war ja im KZ Dachau u. wurde später von den Eltern seiner 1. Frau, die bereits in den USA waren, „freigekauft“. Er feierte in den USA Riesenerfolge, füllte Hallen mit 3-4000 Zuschauern. Er passte sein Repertoire an die neue Sprache an: Mit I am a quiet Drinker oder A Little Café Down the Street trat er in New York, Ohio u. Pittsburgh auf. Seine Texte waren so melodisch gehalten, daß wir es mit Klezmer probieren wollten. Sascha Shevchenko (Akkordeon) u. Maciej Golebiowski (Klarinette) haben sich intensiv damit beschäftigt, u. so sind praktisch neue Lieder entstanden. Wir haben seine Texte verziert, die Basis natürlich erkennbar gelassen, aber jetzt kommt der Leopoldi stark Klezmer-betont daher."
Sie haben erst unlängst im Wiener Konzerthaus sehr bewegende Texte im Rahmen des Gedenkkonzerts Defiant Requiem – Verdi in Terezin gelesen. Sie nehmen oft an Benefizveranstaltungen teil, die gegen das Vergessen gerichtet sind. Haben Sie ähnlich wie Ihr Vater Ihren Kindern auch ein gesellschaftspolitisches Bewusstsein weitergegeben?
"Ich habe meiner Tochter u. meinen beiden Söhnen sehr früh alles über unsere familiäre Mischung erzählt. Sie sind auch alle stolz darauf, ohne es groß nach außen zu publizieren. Ich denke, daß mein Sohn Matthias, der auch am Theater in der Josefstadt spielt, auch in dieser Beziehung in meine Fußstapfen treten wird. Er ist sicher bereit, sich zu engagieren, wenn er gefragt wird. Sogar mein 17-jähriger Sohn Stanislaus kennt seine Wurzeln, denn das ist das Allerwichtigste, man muss wissen, woher man kommt."
Wie sehen Sie die Welt heute aus Ihrer Erfahrung: Kann man noch irgendetwas Positives bewirken?
"Wenn ich es nicht glauben würde, würde ich es nicht versuchen. Man muss sich gegen den rechten Zeitgeist wehren, man muss Farbe bekennen, Zivilcourage haben – u. man muss den Mut haben, diese Haltung auch zu zeigen. Es ist ganz wichtig, sich zu positionieren, das sage ich auch meinen Kindern, das ist das einzige, das Sinn macht."
--- "Jetzt arbeite ich mit Fritz Schindlecker an unserem 3. gemeinsamen Buch, das wird Schöne Weihn-Achterln heißen. Bisher haben wir schon Sissi, Stones u. Sonnenkönig, Geschichten unserer Jugend gemacht u. zuletzt Wir sind SUPER! … Die österr. Psycherl-Analyse. Mitte Mai gastieren wir mit Flieger grüß mir die Sonne im Wiener Konzerthaus: ein Text von H. C. Artmann, musikalisch umrahmt von meiner Band, den Lieben. Wir haben diese wunderbare Erzählung schon 2012 im Mandelbaum Verlag als Hörbuch herausgebracht u. uns wegen des großen Erfolgs zu einer Bühnenfassung entschlossen.
".. Im Spätherbst arbeite ich wieder am Theater in der Josefstadt für eine Uraufführung von Peter Turrini." ---
Waren Sie schon einmal in Israel?
"Ja, mit meinem Vater, der öfter Israel besucht hat. 1990 ist er mit mir nach Jerusalem gefahren, weil er unbedingt wollte, daß ich die Gedenkstätte Yad Vashem sehe. Dafür bin ich ihm sehr dankbar." ---

Zum Mandelbaum-Verlag: http://doedr.forumieren.net/t94-wer-geniesst-in-osterreich-hochste-prioritat#1304  --- Workshops zum Knacken von Schlössern in Räumlichkeiten, die von denjenigen genutzt werden, die sich zu Einbruchsversuchen bekennen. Dabei stellt „W23“ nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern wurde von der „Rosa Antifa Wien“ sogar mitgegründet --- Die Räumlichkeiten für „w23“ werden vom Mandelbaum Verlag zur Verfügung gestellt, wie aus einer akt. APA-Aussendung von W23 hervorgeht --- Über die Finanzierung der Räumlichkeiten muss sich die Antifa-Wien keine Gedanken machen. Denn der Mandelbaum Verlag wiederum wird massiv mit Steuergeldern ausgestattet. Er erhält jährlich Fördermittel sowohl von der Stadt Wien als auch vom BM für Wissenschaft u. Kultur. 2015 erhielt der Verlag eine Förderung von 68.000 €, wie der Kunst- u. Kulturbericht des Bundeskanzleramtes ausweist. Unzählige Steuergelder dürften zudem indirekt fließen, indem der Verlag für andere geförderte Vereine Publikationen herausgibt. Laut Homepage des Verlages gibt es außerdem Unterstützung vom „BM für Wissenschaft, Wirtschaft und Forschung“ u. dem Fond „Wirtschaftsagentur“ der Stadt Wien.
Der Mandelbaum Verlag wird von der etablierten Politik massivst gefördert u. stellt seine Räumlichkeiten der Gruppierung „W23“ zur Verfügung, in denen nun Extremisten trainieren, wie sie Schlösser knacken können. „Rosa Antifa Wien“ und „W23″gehören zum Umfeld des extremistischen Antifa-Milieus der Stadt Wien.

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H.C. Artmann

Beitrag von Dissident am Mo Jun 26, 2017 9:48 am

Sprachverhuntzender Dadaist:

https://de.wikipedia.org/wiki/H._C._Artmann  H.C. (Hans Carl) Artmann (1921-2000) war ein österr. Lyriker, Schriftsteller u. Übersetzer ..
.. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen u. wurde an der Ostfront mehrfach verwundet. Er desertierte 2x. Nach dem 1. Versuch 1942 wurde er zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt u. in ein Strafbataillon der Wehrmacht überstellt. Bei Kämpfen im Elsass 1944 konnte er ein weiteres Mal fliehen u. hielt sich bis Kriegsende in Wien versteckt. 1945 geriet er in US-Kriegsgefangenschaft, wo er als Dolmetscher tätig war ---

.. Artmanns Romane, seine Lyrik u. seine Erzählungen sind geprägt von einem spielerischen Surrealismus u. einem vom Dadaismus beeinflussten Spiel mit der Sprache

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9287483.html ..  SPIEGEL: Sie gelten als Kleinschreibungs-Apostel. Weshalb nehmen Sie sich diese dichterische Freiheit?
ARTMANN: Ich schreibe aus ästhetischen Gründen klein. Nicht nur weil man's leichter schreibt: Deutsch hat zu viele Oberlängen, kaum Unterlängen. Das Schriftbild wird also besser.
..  SPIEGEL: Könnten Sie dann nicht gleich auf Interpunktion verzichten?
ARTMANN: In meinem Prosabuch "Nachrichten aus Nord und Süd" gibt es tatsächlich keine Satzzeichen - was mich selbst stört: Es ist schwer vorzulesen. Aber das soll so sein: Ein Wort schlingt sich dann ins andere. ----

https://austria-forum.org/af/Biographien/Artmann%2C_H._C. .. 1955 erschien sein Manifest gegen die Wiedereinführung des Bundesheers in Österreich ..

Leseprobe aus H. C. Artmann - "Fleiß und Industrie"

XIX. Lehrer und Schulwart

1. Das schulhaus besitzt fassaden und eine gründungsinschrift, ein garten mit chloroformrosen umgibt es im quadrat. In seinen fenstern spiegeln sich die blauen himmel, in den augen der schüler spiegeln sich die lehrkörper. Das erlebnis des lehrers ist der rohrstock, er ist seine beste suppe.

2. Der schulwart in der küche hat eine serviette unter das kinn gebunden, er ißt kohl mit klößen, er ist der dunkle engel der brennstofflager, er besitzt keinen lederball, er ist der mann der schulwartin.

3. Lehrer pfeifen trillerpfeifen, während schulwarte kohlenkeller betreten.

4. Die lehrer des australischen kontinents tragen den september als hut auf dem kopfe, links aufgekrempt - die des amerikanischen stets in der hand, breitrandig allerdings.

5. einer der lehrer ist ein bergfex, er erklimmt die höchsten gipfel im nu, macht fotografische aufnahmen, bringt dias aus dem urlaube mit und zeigt sie während des unterrichtes. Das wird erdkunde genannt (im gegensatz zur bürgerkunde). Während der pausen rauchen die lehrer filterzigaretten und denken sich noten aus. Frage: Wieviel notiert Willy, wieviel Adalbert, wieviel Friedhelm?

6. In beiden kriegen fielen eine menge lehrer auf dem felde der ehre - ihre vor- und familiennamen zeigen uns marmortafeln, die die schulwarte allmonatlich mit sidol, einem guten reinigungsmittel, säubern.

7. Lehrer verfügen über reichlich freizeit, sie bringen sie auf die verschiedensten weisen zu: die einen radeln, andere botanisieren, manche unter ihnen gehören politischen vereinen an, alle jedoch verfassen pamphlete zur verbesserung der menschheit.

8. Oft auch flüstert der schulwart dem lehrer etwas ins ohr: Aha! ist es also so?! Sogleich bricht das gewölke am firmament auseinander, ein schwamm wischt alles restliche von der tafel des himmels, die mittagsglocke schrillt, lehrer und schüler werfen sich erleichtert in mützen und überzieher. Es ist bereits lenzlich in den straßen, die vögel fliehen die glatten stangen der turnsäle. --- (S. 43f)

https://www.profil.at/home/die-kriegshelden-wie-oesterreicher-ns-terror-249905 .. Artmann wurde als Briefträger bei der Post 1946 als vorbestraft abgelehnt ..

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Zuletzt von Dissident am Di Aug 22, 2017 3:19 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Harald Ofner

Beitrag von Dissident am Do Jul 06, 2017 4:06 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Ofner  Harald Ofner (*1932), Rechtsanwalt u. Politiker (FPÖ) .. besuchte 1942-1945 die Nationalpolitische Erziehungsanstalt in Traiskirchen bei Wien. Danach erlernte er den Beruf des Starkstrommonteurs. Er besuchte eine Maturaschule u. absolvierte anschl. ein Studium der Rechtswissenschaften (Dr. iur. 1958). Ab 1965 war er als Rechtsanwalt tätig. Seine politische Laufbahn begann er im Gemeinderat von Mödling.
1976-1986 war er Landesparteiobmann der FPÖ Niederösterreich
1979–1983 u. 1986–2002 gehörte er als Abgeordneter dem Nationalrat an
1983-1987 war er österr. Justizminister in den Regierungen Sinowatz u. Vranitzky

Ofner verteidigte im Jahr 2000 Peter Paul Rainer, welcher 1997 den ehem. Parteivorsitzenden des Südtiroler FPÖ-Ablegers „Die Freiheitlichen“ Christian Waldner erschossen hatte. Trotz Ofners Bemühungen wurde Rainer kurz nach seiner Verhaftung in Wien-Rudolfsheim an Italien ausgeliefert.

Trivia
Im Zuge der Lucona-Affäre tätigte der damalige Justizminister Ofner in einer Parlamentsdebatte den Ausspruch:   „Die Suppe ist zu dünn.“
Er meinte damit, dass die Beweislage für eine Anklage nicht ausreichend sei. Dieser Spruch wird seither gern in Justiz- u. Journalistenkreisen für ähnliche Fälle verwendet.

Anwaltskanzlei: http://www.ofner-wagner.at/index_content.htm

http://no-racism.net/article/401/ .. Ofner war es, der schon vor 20 Jahren die "Reduzierung der Fremden auf ein sicherheitspolitisch vertretbares Maß" (Wochenpresse, 4.5.1982) u. "rigorose Abschiebungen" verlangte, weil "auf 7 Österreicher schon 1 Ausländer" komme ("Neue Freie Zeitung", 4.5.1982) ---
Ofner meinte, er fühle sich "einer Österr. Nation nicht verpflichtet", sondern betrachte sich "als Österreichischen Deutschen". ("Tiroler Tageszeitung", 9.2.1980)
.. "Ich habe den Verlust des Krieges durch die deutsche Wehrmacht bedauert... Das Dritte Reich stellte für mich die Heimat dar" ("Profil", 11.2.1980) .. seine Stellungnahme zur Judenverfolgung: "Das sind Dinge, die mittlerweile Geschichte sind, eine unerfreuliche Facette jener Zeit." ("Profil", 11.2.1980) ---
Ofner war auch, wie "Profil" vom 5.4.1982 berichtete, Mitglied des rechtsextr. Bundes Heimattreuer Jugend (BHJ), der wegen NS-Wiederbetätigung verboten wurde. Seine Verbindungen zu diesen Kreisen rissen offenbar auch nach dem BHJ-Verbot nicht ab: Im Sept. 1976 gab Ofner dem Ex-BHJ-führer Konrad Windisch ein Interview für sein rechtsextr. Blatt "Mut". Gefragt, ob er "Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Gruppen u. Personen des außerparlamentarischen Raums nationaler Richtung mit der FPÖ" sehe, wird Ofner mit der Antwort zitiert: "Diese Zusammenarbeit wird, wo immer nur möglich, gepflegt. Diese Beziehungen können u. müssen auf eine breite Basis gestellt u. intensiviert werden." ("Mut" 9/76) ---

Aus dem Buch "50 Jahre Vertreibung" Der Völkermord an den Deutschen, Ostdeutschland - Sudetenland, Rückgabe statt Verzicht / Hrsg.: Rolf-Josef Eibicht, 1995:
Beitrag von Harald Ofner, Titel "Die Zeit ist reif: ein Forderungskatalog für die Sudetendeutschen", S. 306-307 auszugsweise hier:
- - -
.. 1. Die Tschechen haben in der ehem. CSR 1918-1938 immer so getan, als ob sie die Bevölkerungsmehrheit darstellten.
Das war aber nicht der Fall: Die Slowaken, die Deutschen, die Ungarn, die Polen usw. waren zusammen immer zahlenmäßig stärker als die Tschechen.
So gesehen, hat eine Minderheit sämtliche anderen Volksgruppen unterdrückt.

--- 4. Die Zeit der Wiedergutmachung ist gekommen:
Die Ausrede, daß man gegen den Kommunismus in der Tschechoslowakei nichts machen könne, ist seit der "Wende" in Prag weggefallen.
In diesem Rahmen ist es die Pflicht der österr. Bundesregierung, sich an ihre Schutzmachtfunktion gegenüber den Sudetendeutschen als Altösterreicher deutscher Zunge zu erinnern u. diese Funktion im Interesse der Zehntausenden Vertriebener, die mittlerweile österr. Staatsbürger geworden sind u. Großartiges für Österreich geleistet haben, mit Nachdruck wahrzunehmen ---

7. Sämtliches Vermögen, um das die Sudetendeutschen im Zuge der Vertreibung gebracht wurden, vor allem an Grund u. Boden, ist, wo immer es noch vorhanden ist, seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben. Es kann nicht akzeptiert werden, daß die materielle Wiedergutmachung begangenen Unrechts unter Hinweis auf "innenpolitische Schwierigkeiten" oder mit ähnlichen Ausreden verweigert wird.

8. Die Tschechen wussten von Anfang an, daß sie mit der Vertreibung ein Verbrechen begangen haben u. - nach der "Wende" - daß sie die Folgen dieser Verbrechen nicht aufrechterhalten können. Vorsichtig warteten sie zunächst ab, wie sich die Bundesregierungen in Wien u. Bonn verhalten, das heißt, welchen Druck in Richtung auf Wiedergutmachung, insbesondere hinsichtlich Rückstellung, sie ausüben würden. Dieser Druck ist bisher ausgeblieben.

Dies hat zu dem immer deutlicher vertretenen Standpunkt der Tschechen geführt, daß für sie in diesem Zusammenhang kein wirklicher Handlungsbedarf besteht.
Die Zeit arbeitet für die Tschechen. Sie sind dabei, hastig sudetendeutsches Eigentum zu verkaufen oder zu versteigern; gegenüber den diesbezüglichen Erwerbern wird es immer schwieriger werden, die berechtigten Forderungen nach Rückstellung durchzusetzen.
Von seiten der Regierungen in Wien und Bonn, aber auch der Sudetendeutschen selbst, ist daher höchste Eile angebracht! ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516109.html .. Außenminister Gratz wie Innenminister Blecha (beide SPÖ) u. Justizminister Harald Ofner (FPÖ) stellten sich mit ihrem ganzen Gewicht vor die zentrale Figur der "Lucona"-Affäre - vor Udo Proksch, den Demel-Cafetier. Die ganze Regierung geriet in den Ruch der Kabinettsjustiz. Anhänger der konservativen ÖVP-Opposition im Nationalrat boten in zahlreichen provokanten Parlamentsanfragen ihre Deutung für die Eingriffe: Der hochrangige Beistand solle wohl verhindern, daß allerlei Leichen exhumiert würden, die in den Club-Räumen der ehem. k.u.k.-Hofzuckerbäckerei Demel angefallen sein dürften. Hausherr Proksch wisse wahrscheinlich zuviel u. könnte, von seinen Freunden in arger Bedrängnis alleingelassen, sich rächen u. plaudern ..

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Zuletzt von Dissident am Fr Jul 07, 2017 5:15 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Brigitte Bailer-Galanda

Beitrag von Dissident am Fr Jul 07, 2017 10:21 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Brigitte_Bailer-Galanda  Brigitte Bailer-Galanda (geb. Galanda, *1952), Sozialwissenschaftlerin u. Historikerin. Sie war wissenschaftl. Leiterin des DÖW u. stellv. Vorsitzende der Historikerkommission Österreichs, Honorarprofessorin für Zeitgeschichte an der Uni Wien.

Tochter eines Polizeibediensteten in Wien .. Studium der Sozial- u. Wirtschaftswissenschaften (Mag. 1974) u. 1990-1992 Doktoratsstudium bei Erika Weinzierl in Geschichte zum Thema "Für Österreich war Wiedergutmachung kein Thema" (Dr. phil. 1992) an der Uni Wien. 1994/94 wurde sie Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft. 2003 habilitierte sie mit der Arbeit "Die Entstehung der Rückstellungsgesetze" an der Uni Wien, wo sie dann Dozentin für Zeitgeschichte wurde. 2010 wurde sie Honorarprofessorin für Zeitgeschichte.

1979 wurde sie wissenschaftl. Mitarbeiterin am DÖW u. war 2004-2014 als Nachfolgerin von Wolfgang Neugebauer dessen wissenschaftl. Leiterin. 2014 folgte ihr Gerhard Baumgartner. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Widerstand gegen den Nationalsozialismus, nationalsozialistische Judenverfolgung, Restitution, Rechtsextremismus in Österreich u. Holocaustleugnung.

1998-2003 war sie Mitglied u. stellv. Vorsitzende der Historikerkommission Österreichs. Sie ist u.a. Vorstandsmitglied des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien u. des Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung. Außerdem gehört sie der österr. Delegation der Task Force für Internat. Kooperation bei Holocaust-Bildung, Gedenken u. Forschung an. Sie ist Beiratsmitglied des Wien Museums u. der Topographie des Terrors sowie Mitglied der Österr.-Russischen Historikerkommission u. des Internat. Forums Mauthausen zur Beratung des Bundesministerins für Inneres --- Ihr 2. Mann, der Chemiker Josef Bailer, der auch wesentlich zum Buch „Wahrheit u. ‚Auschwitzlüge‘. Zur Bekämpfung ‚revisionistischer‘ Propaganda“ (Wien 1995) beigetragen hat, 3 Kinder – Cornelia u. die Zwillinge Hannes u. Martin – Heute lebt sie mit ihrem Mann im niederösterr. Zillingdorf u. engagiert sich auch regional für die Erhaltung historischer Stätten.

Weiteres zum DÖW hier: http://doedr.forumieren.net/t26-das-dow

https://www.stopptdierechten.at/2017/07/06/ich-bereue-es-nicht-und-ich-werde-auch-im-strafhaus-weitermachen/#more-11251 .. Die Historikerin Bailer erklärte dazu eindeutig, daß die Tötungsmethoden im KZ Mauthausen mittlerweile restlos aufgeklärt sind u. dazu keine grundsätzlichen Fragen mehr offen seien ..
Einholung einer Expertise durch eine Gutachterin. Das Gericht berief die Zeithistorikerin Dr. Brigitte Bailer, die frühere Leiterin des DÖW ..

http://www.couleurstudent.at/index.php?id=133  DÖW: Und sie … fleißig weiter!
Nach dem Abtritt von Dr. Wolfgang Neugebauer als „wissenschaftl. Leiter“ des DÖW übernahm seine Mitarbeiterin u. Stellv., Frau Dr. Brigitte Bailer-Galanda, seine Funktion. Sie ist eine vom Wissenschaftsministerium seit Jahrzehnten als „Naturalsubvention“ zur Dienstleistung ins DÖW auf Kosten des Steuerzahlers abgestellte Beamtin. Sie hat sich einen Namen gemacht durch solch umstrittene Publikationen wie „Ein teutsches Land. Die ‚rechte‘ Orientierung des Jörg Haider“ oder „Handbuch des österr. Rechtsextremismus“, das gleich nach Erscheinen auf Verbreitungshindernisse stieß. In den letzten Jahren ist sie zusammen mit Neugebauer voll ins Holocaust-Geschäft eingestiegen, nachdem für das DÖW mit Widerstandsgeschichten kaum noch etwas zu holen war. Sie wurde stellv. Vorsitzende der „Historikerkommission“, welche durch maßlose Überschätzung der Zahl von überlebenden „Zwangsarbeitern“ oder aus ihren Wohnungen vertriebenen Juden für reichliche Geldflüsse sorgte, u.a. auch solche, die den Geschädigten nicht unmittelbar zugute kamen (Erpresseranwälte, IKG, JWC, JCC).
Nach einem Beitrag von Dozent Dr. Friedrich Romig
Auch unter neuer Leitung setzt das DÖW seine .. tolle Tätigkeit fort. Klickt man bei Wikipedia das Stichwort „Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes“ an, so wird trotz des ausführlichen Kapitels über die „Geschichte des DÖW“ mit keinem Wort die massive Kritik an seiner .. Tätigkeit erwähnt. Kein Wunder, der Eintrag in dieses Lexikon beruht im wesentlichen auf einer Eigeninformation des DÖW u. ist vor sonst bei Wikipedia immer möglichen Ergänzungen, Verbesserungen u. Richtigstellungen (vorläufig jedenfalls noch) „gesperrt“. Surft man enttäuscht zur Quelle des Wikipedia-Eintrags, der Website des DÖW, u. linkt man sich bei der Rubrik „Neues von rechts ein“, wird man fündig. In einer eig. Kolumne „Angriffe auf DÖW“ wird vom DÖW selbst die Frage gestellt: „Ist das DÖW eine ‚kommunistische Tarnorganisation‘, eine ‚Art Privat-Stasi‘ u./oder eine polypenartige Institution‘, die neben ‚linksextremer Subversion‘, ‚gesinnungsterroristischen Kampagnen‘ nicht zuletzt Geschichtsfälschungen u. Geschichtsverdrehungen‘ ‚betreibt‘ – u. das alles nicht etwa heimlich u. verschwiegen, sondern sozusagen gerichtsbekannt?“ Und dann geht’s gleich weiter:
„Seit Mitte Juli 1998 die FPÖ-Abgeordneten Johann Ewald Stadler u. Kollegen mit gleich mehreren parlamentar. Anfragen, in denen das DÖW als ‚kommunistische Tarn-
organisation‘ u. der damal. wissenschaftl. Leiter des DÖW Neugebauer als ‚Denunziant‘ (jeweils mit dem Zusatz ‚laut Gerichtsurteil‘) bezeichnet wurden, den Anfang machten, taucht das ominöse Gerichtsurteil in rechtsextr. Periodika u. Flugblättern immer wieder auf – verstärkt seit der Jahreswende 2004/05“. Doch, so meint das DÖW, „die manipulative Wiedergabe eines Gerichtsurteils wird auch durch ständige Wiederholung seit über 6 Jahren nicht origineller“

Nun wissen wir es also, die Gerichte haben nach 8-jähriger Beschäftigung mit der Materie u. dem Durchlauf durch alle Instanzen ein „ominöses“ Urteil gefällt!
Was ist in den Augen des DÖW so „ominös“ an den Urteilen der Gerichte? Nicht ganz logisch meint das DÖW, „bei den von Stadler u. Kollegen als ‚Urteilssprüche‘ dargestellten Textpassagen handelt es sich auch nicht um Erkenntnisse des Gerichts; die angeführten Zitate wurden 1992 in der Aula veröffentlicht u. von W. Neugebauer eingeklagt, wobei einzelne Passagen vom OLG Wien als straffrei bleibende Werturteile qualifiziert wurden“. Gut, aber warum ist dann das Urteil „ominös“? Und warum bleiben etwa so schwer ehrenrührige Vorwürfe straffrei, die Tätigkeit des DÖW u. ihres „wissenschaftl. Leiters“ seien in Summe „ein Gemisch aus Lüge, Fälschung u. Denunziation“? Doch wohl nur, wenn die Vorwürfe den Tatsachen entsprechen u. dies das Gericht in seiner Beweiswürdigung feststellt! Nun, zuerst einmal verschweigt das DÖW, daß es sich nicht um wenige „einzelne Textpassagen“ handelt, sondern Neugebauer mit seiner Klage in 11 von insges. 12 inkriminierten „Passagen“ abgeblitzt ist! Lediglich in 1 Punkt, der Behauptung, der Linksextremismus sei „ein eiterndes Geschwür, welches das Klima im Land vergifte“, sah das Gericht einen Wertungsexzess. Desinformieren durch Verschweigen? Sehen wir uns die Begründungen an, mit denen Gerichte die Klage abgeschmettert haben. In praktisch allen Punkten erkannten die Gerichte, daß die vom AULA-Autor gewählten Formulierungen auf „einer im wesentlichen richtig wiedergegebenen Tatsachenbasis beruhen“.

Das gilt sogar für den Vorwurf, der „wissenschaftl. Leiter“ u. sein DÖW habe honorige Personen, Organisationen u. Verbände „denunziert“ u. ihnen verbotgesetzwidriges Verhalten unterstellt. … Verständlich, daß Neugebauer diesen schwer ehrenrührigen Vorwurf der Denunziation nicht auf sich sitzen lassen wollte u. klagte. Und doch wies das Gericht seine Klage ab. Interessant die Begründung des Gerichts: Die „erhebliche Anzeigetätigkeit des DÖW, repräsentiert durch den Privatankläger … (stelle) eine ‚reale‘ Grundlage für die Wertung als ‚Denunziation‘ dar. Dies um so mehr angesichts des ebenfalls gerichtsbekannten Umstandes, daß trotz der immerhin für solche Anzeigen vorgesehen strafrechtlichen Beurteilung u. Kontrolle durch mehrere Prüfungsinstanzen nur wenige von diesen Anzeigen zur Anklageerhebung u. zu späteren Schuldsprüchen führen u. bei der gegebenen Befassung mehrerer staatl. Stellen mit Fug nicht angenommen werden kann, daß diese alle dem ‚rechten Lager‘ zuzuordnen u. damit als ‚am rechten Auge blind‘ seien“. Und da behauptet das DÖW, die vom Gericht vorgenommene Bewertung der Textpassagen als den Tatsachen entsprechend beruhten „nicht auf Erkenntnissen des Gerichts“! In einer eigenartigen Interpretation – wie man heute noch in „Neues von rechts“ anklicken kann! – beharrt der ehem. „wissenschaftl. Leiter“ des DÖW steif u. fest darauf „in keinem einzigen Punkt erfolgte der Freispruch aufgrund eines erbrachten Wahrheitsbeweises“. Nun, die Übereinstimmung von Aussagen u. Urteilen mit den Tatsachen nennt man bekanntlich einen Wahrheitsbeweis.
Die Leugnung der Beweiswürdigung des Gerichts war der Versuch, dem für das DÖW so verheerenden Urteilsspruch seine Bedeutung zu nehmen.

Ein besonderes Schmankerl stellt die Befassung des Gerichts mit dem von (damals Dozent, jetzt Prof.) Willibald I. Holzer für das DÖW entwickelten Begriff des „Rechtsextremismus“ dar, auf den das DÖW ob seines angebl. „wissenschaftl. Charakters“ besonders stolz ist …. Auch die neue „wissenschaftl. Leiterin“ des DÖW, Frau Hofrat Mag. rer. soc. oec., Dr. phil., Univ.-Doz. Brigitte Bailer-Galanda hat sich auf ihn bei ihrer Haiderschelte gestützt u. sie tut es bis heute.
Lesen wir, wie das Gericht diesen Begriff beurteilt: „Aus dem darin (Anm.: gemeint ist das vom DÖW 1993 herausgegebene „Handbuch des Rechtsextremismus“) enthaltenen Kapitel ‚Rechtsextremismus – Konturen, Definitionsmerkmale u. Erklärungsansätze‘, verfaßt von W. Holzer ergibt sich überzeugend die Schwammigkeit des Begriffs ‚Rechtsextremismus‘ hinsichtlich der Konturen u. Begriffsmerkmale, sodaß … gerade die Verwendung des Begriffs ‚Rechtsextremismus‘ eine Möglichkeit ist, um politische Gegner zu brandmarken, politisch zur Seite zu schieben u. aus der politischen Bedeutung u. Geltung zu bringen. … eine derartige Schlußfolgerung erfolgt daher keineswegs aus dem Nichts oder aus dem luftleeren Raum, ihr liegen vielmehr konkrete Tatsachen zugrunde, …“.
Mit diesem Schwammbegriff wird bis heute gegen Personen vorgegangen, vor allem auch durch gewisse „Edelfedern“ unter den Journalisten, die sich bei der Diffamierung von Personen oder Organisationen als „rechtsextrem“ auf das DÖW u. das „Handbuch“ berufen u. damit Zeugnis für ihre geistige u. moralische Verwahrlosung ablegen.

Bislang hat das DÖW aus den gerichtlichen Erkenntnissen keine Folgerungen gezogen, sondern es leugnet ganz einfach, daß solche Erkenntnisse überhaupt vorliegen. Anders zahlreiche prominente Mitglieder. So haben in der Folge des Urteilsspruchs z.B. der Philosoph Prof. Dr. Rudolf Burger, die Historikerin Frau Prof. Dr. Walter-Klingenstein, der ehem. Sekretär von Bundeskanzlers Raab, Prof. Dr. Robert Prantner, u. zahlreiche andere anständige Persönlichkeiten sich vom DÖW distanziert u. ihre Funktionen im Kuratorium niedergelegt. Das Urteil hat dem DÖW moralisch das Genick gebrochen. Bedauerlich ist nur, daß Schulkinder noch immer mit Publikationen aus dem Hause des DÖW „versorgt“ oder in die von ihm organisierten Ausstellungen verbracht werden, in denen ihnen ein eigenartiges Geschichtsbild vorgesetzt wird.

Dokumentation/Zitat: Die von Wikipedia nicht aufgenommene Ergänzung des Artikels: Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstandes - Kritik am DÖW
Unter Titel „Die letzte Stalinorgel“ wurden in der AULA (6/1992), dem Organ der Freiheitl. Akademiker, Gründung, Statuten, Aufgaben, Tätigkeit, Einflüsse, Förderer, Leitung, Kuratorium. Mitarbeiter, Querverbindungen u. Hintermänner des DÖW einer Analyse unterzogen. Sie kam zu dem Schluß, daß es sich beim DÖW um eine „kommunistische Tarnorganisation“ handelt, die als „Zentralstelle linker Wühlarbeit“ anzusehen sei, durch die „das politische u. moralische Klima im Lande vergiftet“ werde. Mit Hilfe von „Geschichtslügen u. –Fälschungen“ werde ein falsches Bild über den Widerstand Österreichs gegen den NS verbreitet u. z.B. unter Anwendung „pseudowissenschaftlichen Methoden u. Tricks“ „der heldenhafte, verzweifelte u. zuletzt auch erfolglose Widerstand des Dollfuß/Schuschnigg-Regimes (gegen den NS) einfach vom Tisch gewischt“. Der vom DÖW ausgeübte „Gesinnungs- u. Meinungsterror“ versuche jeden Widerstand von rechtskonservativer Seite gegen „die marxistische kulturell-ideologische Hegemonie“ zu brechen u. scheue dabei auch vor einer umfassenden „Denunziationstätigkeit“ nicht zurück. Durch eine maßlose Erweiterung des Rechtsextremismus-Begriffes sei es dem DÖW nicht nur gelungen, Kirche u. Papst unter Rechtsextremismusverdacht zu stellen, sondern sogar der SPÖ u. ihrer Anhängerschaft „Rechtsextremismus“ vorzuwerfen.
Die vom damal. „wissenschaftl. Leiter“ des DÖW eingebrachte Privatanklage gegen diese Analyse endete nach einem 8jährigen, alle Instanzen durchlaufenden Prozeß mit einer Niederlage des Privatankägers in 11 von 12 Punkten (siehe Urteil des LG f. Strafsachen Wien, Hv 7.899/92/95 v. 29.4.1997 u. OLG Wien, 18 Bs 384/97). „Ausgehend von der durch den (Anm.: AULA-) Artikel vermittelten Tatsachengrundlage u. diese durch eig. Feststellungen über die Inhalte der Publikationen des DÖW u. seinen weiteren Aktivitäten ergänzend kam das Erstgericht kam zu dem Ergebnis, daß … die inkriminierten Textstellen (Anm. für die der Freispruch erfolgt ist) auf im wesentlichen richtig wiedergegebener Tatsachengrundlage“ beruhen (OLG, S. 7). Insbes. aus dem vom DÖW zur Denunziation rechtskonservativer Vertreter benutzten u. von Willibald I. Holzer ausgearbeiteten Rechtsextremismusbegriff, seinen Konturen, Definitionsmerkmalen u. Erklärungsansätzen, ergab sich fürs Gericht „überzeugend die Schwammigkeit dieses Begriffs“ u. aus eben dieser Schwammigkeit die Möglichkeit, „politische Gegner zu brandmarken, politisch zur Seite zu schieben u. aus der politischen Bedeutung u. Geltung zu bringen“ (LG, S. 30). Auch der inkriminierte Vorwurf, die Tätigkeit des DÖW bestünde in Summe aus einem „Gemisch aus Lüge, Fälschung u. Denunziation“, stellte sich für das Gericht „als bloße Wertung der im Artikel aufbereiteten – u. unbestritten gebliebenen – Sachverhaltsgrundlage über das Agieren des DÖW dar, die der Beurteilung der inkriminierten Vorwürfe ohne weiteres zugrundezulegen ist“ (OLG, S. 16).

Sowohl die im Artikel angeführten Tatsachen wie das Urteil der Gerichte führten in der Folge zu heftigen öffentlichen u. parlamentarischen Auseinandersetzungen, die bis heute andauern.

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Josef Bailer

Beitrag von Dissident am Fr Jul 07, 2017 11:19 am

https://de.linkedin.com/in/josef-bailer-83674910b  Josef Bailer General Manager bei MARVECS GmbH, Ulm, Baden-Württemberg, Pharmazie
1988–1998 Fernuniversität Hagen, Betriebswirtschaftslehre
1980–1983 Biologie-Laborant, Boehringer Ingelheim
1983–1988 F&E, Boehringer Ingelheim
1989–1995 Vertrieb/Außendienst, Boehringer Ingelheim
1995–1999 Marketing OTC, Boehringer Ingelheim
1999–2004 Leitung Projektmanagement, MARVECS GmbH

https://www.marvecs.de/ueber-marvecs/ .. Marvecs ist einer der größten, wichtigsten u. erfahrensten Anbieter von externen Außendienstlösungen für die Pharmaindustrie. Marvecs bietet darüber hinaus die vollständige Palette aller Maßnahmen, die für die erfolgreiche Einführung u. Vermarktung von Healthcare-Produkten erforderlich ist. Sie umfasst Marketing, Vertrieb, Consulting u. Services.

http://www.chemie-schule.de/KnowHow/Berliner_Blau .. Erstmalig wurde die Frage nach einer möglichen Eisenblau-Bildung durch Zyklon B bzw. durch die darin enthaltene Blausäure im Prozess gegen den Holocaustleugner Ernst Zündel aufgebracht. Von Zündel wurde Fred A. Leuchter als Gerichtsgutachter bestellt. Dieser hatte den Leuchter-Report verfasst, in dem behauptet wird, da kein Eisenblau in den Gaskammern des KZ Auschwitz-Birkenau gefunden wurde, könnten keine Menschen mittels Zyklon B vergast worden sein. Aufgegriffen wurde diese Behauptung von Germar Rudolf, der als Gutachter im Prozess gegen den Holocaustleugner Otto Ernst Remer das Rudolf-Gutachten verfasst hat ---
Im Prozess David Irving gegen Deborah Lipstadt wurde der Chemiker Richard Green als Gerichtsgutachter bestellt u. hat sich detailliert mit dem Rudolf-Gutachten auseinandergesetzt. Dabei stellte Green fest, daß wesentliche Einflüsse auf die Bildung von Eisenblau von Rudolf nicht beachtet wurden. Unter anderem wurde von Green dargelegt, daß das von den Opfern ausgeatmete Kohlenstoffdioxid verhindert, daß das Blausäuregas überhaupt Eisenblau in den Gaskammern bilden kann. Hier sei auch ein augenfälliger Unterschied zu den Entwesungskammern zu sehen, bei denen keine erhöhte Kohlendioxidkonzentration in der Luft vorhanden war. Zudem wurde eine detaillierte Studie des Forensischen Institutes in Krakau zu diesem Themenkomplex erstellt. In dieser Studie waren mittels einer präzise kalibrierten Methode lösliche Cyanide sowohl in den Entwesungskammern als auch in den Gaskammern nachweisbar. Vergleichsproben aus nicht begasten Gebäuden im KZ Auschwitz-Birkenau enthielten diese Cyanide nicht --- Weblinks: .. Die "Revisionisten" und die Chemie von Josef Bailer (zum Thema Holocaustleugnung) ..

Textauszüge aus dem Buch von Germar Rudolf mit Titel "AUSCHWITZ–LÜGEN" - hier mehr: http://doedr.forumieren.net/t74-gaskammer-in-mauthausen-hartheim-gusen#727 - - - Blamage: Man sollte meinen, daß Chemiker, zumal solche mit Promotion, in der Lage sein sollten, sich bezügl. grundlegender, simpler chemischer Fachfragen einig zu sein. Daß dem durchaus nicht immer so ist, zeigt der hier diskutierte Fall eines Chemikers, der sich in seinem Fachgebiet regelrecht blamiert hat. Es handelt sich dabei um den promovierten Chemiker Josef Bailer, den Ehegatten v. Brigitte Bailer-Galanda, die im Jahr 2004 zur Vorsitzenden des DÖW gekürt wurde, einer kryptokommunistischen Propagandainstitution, die sich auf das Banner geschrieben hat, jeden politisch mundtot zu machen, der sich auf der politischen Rechten befindet. Nun mag man das für politisch legitim halten oder nicht, Tatsache ist, daß dies keine wissenschaftliche Motivation ist. Im argumentativen Kampf gegen den Revisionismus führte Fr. Bailer-Galanda Anfang der 1990er Jahre ihren Ehemann ins Feld, der als promov. Chemiker berufen erscheint, den Leuchter-Bericht auf chemischer Ebene zu widerlegen. Freilich schützt auch eine Promotion nicht davor, daß man das eine oder andere nicht weiß. Doch angesichts der Bedeutsamkeit des hier behandelten Themas sollte man sehr wohl erwarten, daß ein promov. Chemiker sich kundig macht, bevor er zu schwerwiegenden Aussagen kommt. Dr. Bailer scheint aber genau das nicht getan zu haben.
Betrifft: Fred A. Leuchter, An Engineering Report on the alleged Execution Gas Chambers at Auschwitz, Birkenau and Majdanek, Poland, Samisdat Publishers, Toronto 1988 (www.zundelsite.org/english/leuchter/report1/leuchter.toc.html) und: J. Bailer, “Der Leuchter-Bericht aus der Sicht eines Chemikers”, in: Amoklauf gegen die Wirklichkeit, Dokumentationszentrum des österr. Widerstandes, Bundesministerium für Unterricht u. Kultur (Hrsg.), Wien 1991, S. 47-52; ders., ebenda, 2. Aufl.,1992

Die ersten drastischen Fehler begeht Dr. Bailer gleich zu Beginn, indem er Leuchter Dinge unterstellt, die dieser nie behauptet hat, u. die Dr. Bailer dann mit fehlerhaften Argumenten zu widerlegen trachtet. Er behauptet: “Bei den [Cyanid-]Rückständen handle es sich, behauptet der Leuchter-Bericht, um Gas, das, in Poren des Mauerwerks eingeschlossen, erhalten bleiben soll.” In der dazugehörigen Fußnote 14 führt Dr. Bailer weiter aus: “Im Leuchter-Bericht […] wird behauptet, Cyanide ‘können an einem gewissen Standort lange verbleiben’ u. ‘in Backsteinen u. Mörtel herumwandern’, u. darauf hingewiesen, daß die Stellen, an denen Proben entnommen wurden, meist ‘kalt, dunkel u. feucht’ waren. Nur bei 2 Standorten ‘war das anders, da diese Lokalitäten dem Sonnenlicht ausgesetzt waren […] u. das Sonnenlicht die Zerstörung von ungebundenem Cyanid beschleunigt haben dürfte’. Entgegen den Annahmen im Leuchter-Bericht ist auch Feuchtigkeit eine schlechte Bedingung für die Erhaltung der Blausäure. Berlinerblau kann hier nicht gemeint sein, das wandert nicht u. zersetzt sich auch nicht im Sonnenlicht.”
Bailer spricht also im Text von Blausäuregas, in der Fußnote aber von Blausäure (flüssig), obwohl Leuchter hier explizit von Cyaniden spricht, also festen Salzen. Bailers Ansatz ist also nichts anderes als grober Unfug. Anhand umfangreicher Fachliteraturstudien habe ich in meinem Gutachten jedoch klar nachgewiesen, daß Cyanid-
verbindungen über sehr lange Zeiträume im Mauerwerk verbleiben können. Gefördert wird die Langzeitresistenz durch die Umsetzung zum Berlinerblau. Günstig dafür ist ein feuchtes Medium. Alle Cyanidverbindungen erleiden zudem durch UV-Strahlung der Sonne u. der durch diese erzeugten Photooxidantien (Hydroxylradikale, Stickoxide u.a.) eine oxidative Zerstörung. Cyanidkomplexe wie das Berlinerblau werden bei Sonneneinstrahlung durch photochemische Anregung zerstört. Dabei wird als erster Schritt der Cyanid-Ligand freigesetzt u. sodann der Oxidation ausgeliefert. Das Berlinerblau ist dagegen zwar verhältnismäßig resistent, aber nicht immun.
Fazit: Leuchter hat recht, der Doktor der Chemie unrecht.

Kurz darauf führt Bailer weiter aus: “Entgegen den Annahmen im Leuchter-Bericht ist es unwahrscheinlich, daß Cyanwasserstoffgas in den Poren von Mauerwerk Jahre überdauert, weil Licht, Kalk u. Wasser oder Feuchtigkeit den Stoff zerstören.”
Zuerst mißversteht Bailer Leuchter offensichtlich vorsätzlich, da Leuchter eben nicht von Blausäuregas redet! Dann meint Bailer, mit den eigenen falschen Argumenten Leuchter widerlegen zu können. Was hat das mit Wissenschaft zu tun?
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Dr. Bailer war sich offenbar seines Sieges über den Nichtchemiker Leuchter so sicher, daß er es noch nicht einmal für nötig hielt, ein Chemiebuch aufzuschlagen, um seine Wunschvorstellungen zu überprüfen. Da kann es nicht verwundern, daß er auch auf anderem Gebiet, für das er keinen akademischen Abschluß besitzt, nicht anders verfuhr. So erklärt er zum Beispiel über die für Auschwitz behaupteten Menschenvergasungen:
“Aus Berichten, nach denen die Tötungen sehr lange gedauert haben, kann geschlossen werden, daß wenig Gas verwendet wurde. […] Das Giftgas wurde offensichtlich so knapp dosiert, daß es im Freien, verdünnt durch die Umgebungsluft, keine Gefahr mehr darstellte. Die Wachmannschaften waren somit vom Giftgas nicht gefährdet. […] Die Tötungen in den Gaskammern dauerten lange, im Extremfall Stunden.”
Da ist der Wunsch Vater des Gedanken. Belegen kann Dr. Bailer diese Behauptung nicht, denn die Zeugenaussagen berichten das genaue Gegenteil --- Es gibt von diesen Aussagen über kurze Vergasungszeiten nur eine einzige Ausnahme, u. das betrifft die angebliche erste, improvisierte Vergasungsaktion in Auschwitz in einem Keller eines Häftlingsblockes des Stammlagers. Nach Aussagen unbeteiligter Häftlinge soll diese Vergasung viele Stunden gedauert haben, jedoch sind die Aussagen zu diesem behaupteten Ereignis so widersprüchlich, daß sie der Glaubhaftigkeit entbehren.
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politische Verdächtigungen u. Unterstellungen nichts zur Klärung wissenschaftlicher Streitfragen beitragen können.
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.. Mermelsteins Berufung wurde am 28.10.1991 abgelehnt. Damit wäre der Beweiswert der Zeugenaussagen von Mermelstein als angeblicher Zeuge der Gaskammern von Auschwitz hinreichend dargelegt --- Theodore J. O’Keefe, “‘Best Witness’: Mel Mermelstein, Auschwitz and the IHR “, in: The Journal of Historical Review, 14 (1994), S. 25-32 (www.ihr.org/jhr/v14/v14n1p25_Okeefe.html); Michael Piper, Best Witness, Center for Historical Review, Washington 1993
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.. geht es in der hier geführten Debatte nicht darum, tatsächliches Geschehen anzuzweifeln, sondern darum, überhaupt erst Tatsachen aufzufinden u. von lediglich Geglaubtem, Zweifelhaftem zu trennen.
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... äußert sich also über Dinge, von denen sie keine Ahnung hat, oder aber sie schreibt wider besseres Wissen, lügt also ...
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.. der Begriff “Gasprüfer”, der laut damaliger Fachliteratur für Rauchgaskontrollgeräte an Koksöfen stand. Solche Geräte wären von der Firma Topf & Söhne zu erhalten gewesen, nicht hingegen Blausäurerestnachweisgeräte.
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In Beweisnot sind Herr Dr. Bailer u. seine Genossen, die das unterstellte Verbrechen beweisen müssen, wenn man es als geschehen akzeptieren soll. Und eine Wand ohne merkliche Cyanidrückstände gibt eben keinen Beweis für eine Blausäure-Begasung her!
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Nur im 2. Weltkrieg kam es in den Kriegsgefangenen- u. Konzentrationslagern zu jahrelangen, kontinuierlichen Anwendungen von Zyklon B in frisch errichteten Entlausungsräumen. Von diesen Räumlichkeiten jedoch stehen uns heute nur noch sehr wenige zur Untersuchung zur Verfügung. Die deutschen Kriegsgefangenenlager gibt es überhaupt nicht mehr, u. auch die deutschen KZs wurden zum großen Teil dem Erdboden gleichgemacht. Somit hat die Feststellung von Dr. Bailer, daß heutige zivile Zyklon-B-Begasungen kaum je Spuren hinterlassen, keinerlei Aussagekraft für die Massenanwendung der damaligen Zeit, seien es nun die unbestrittenen Sachentlausungen oder die unterstellten Menschenvergasungen.
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Die SS hat in Birkenau im Eiltempo unüberlegt möglichst billige Bauten hingestellt, um darin einige Räume zu Entlausungszwecken zu benützen. Im Gegensatz dazu stehen zum Beispiel die Entlausungskammern im KZ Dachau, die alle einen soliden abdichtenden Schutzanstrich aufweisen.
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Dann macht Bailer einen entscheidenden Fehler. Die von ihm bei 10%iger Ausbeute für notwendig erachteten 10 Tonnen reine Blausäure, die in der Entlausungs-
kammer zu Anwendung gekommen sein müssen (u. sich nach unseren Rechnungen bereits auf 1,4 Tonnen reduziert haben), setzt er mit 30 bis 40 Tonnen Zyklon B gleich, jener Menge, die an das Lager Auschwitz insgesamt geliefert wurde. Anscheinend weiß er nicht, daß die Massenangaben bei Zyklon-B-Lieferungen sich immer auf den reinen Blausäuregehalt bezogen u. beziehen. Wenn das Lager Auschwitz also 40 Tonnen Zyklon B bekam, so heißt dies, daß es 40 Tonnen reine Blausäure erhielt
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Fazit
Ich habe mich in meinem Gutachten ausführlich mit der Tatsache beschäftigt, daß es in der Decke der angebl. Gaskammer des Krematoriums II  in Birkenau keine Einwurflöcher für Zyklon B gibt, so daß es in diesen Räumen gar keine Vergasungen mit Zyklon B auf die bezeugte Weise gegeben haben kann.
Dieses Argument ist neben meinen chem. Untersuchungen die Hauptstütze, auf die ich meine Schlußfolgerungen aufbaute. Offensichtlich fällt den Koautoren des hier kritisierten Buches zu diesem Komplex kein Gegenargument ein, so daß sie sich genötigt sehen, den Komplex einfach totzuschweigen. Zu den Hunderten von Argumenten gegen die Thesen der Exterminationisten in dem Werk Grundlagen zur Zeitgeschichte scheint den Koautoren von "Wahrheit und Auschwitzlüge" ebenfalls nichts einzufallen:
– zu den vielen Kritikpunkten Walter Lüftls am “Auschwitz-Gutachten” von Prof. Gerhard Jagschitz;
– zu den Untersuchungen von Manfred Köhler u. Claus Jordan über den Schauprozeßcharakter der Strafprozesse gegen angebl. Holocaust-“Täter”;
– zu meinen Ausführungen über die der 6-Millionenzahl hohnsprechenden statistischen Fakten der europäischen wie weltweiten jüdischen Bevölkerungsentwicklung;
– zu dem Nachweis der Fälschung des sogen. “Wannsee-Protokolls”durch Johannes Peter Ney;
– zu der kritischen Würdigung der Beweislage bezüglich der in Rußland angebl. eingesetzten Gaswagen zum Judenmord durch Ingrid Weckert;
– zu den Ausführungen von Udo Walendy über Bildfälschungen im Zusammenhang mit der Judenverfolgung;
– zu den Luftbildanalysen über die Ereignisse in den angebl. Vernichtungslagern durch John Clive Ball;
– zu den technischen Untersuchungen über die Kapazität der Auschwitzer Krematorien von Carlo Mattogno u. Franco Deana;
– zu den von Arnulf Neumaier nachgewiesenen techn. Unmöglichkeiten der Zeugenaussagen über die spurlosen Leichenverbrennung von Millionen im Lager Treblinka
– zu den Untersuchungen von Herbert Tiedemann über widersprüchl. u. den Fakten zuwiderlaufenden Zeugenaussagen über das angebl. Massaker an Juden in Babi Jar

Das Buch "Wahrheit und Auschwitzlüge" ist ein großartiger Beweis dafür, daß den Gegnern der Auschwitz-Wahrheit außer schweigendem Übergehen ganzer Themenbereiche, leierhafter Wiederholung längst widerlegter Falschbehauptungen sowie leerer Worte, billiger Polemik, ungerechtfertigten Unterstellungen u. falschen Angaben einfach nichts mehr einfällt, um ihre falschen Thesen zu verteidigen.

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Fred Sinowatz

Beitrag von Dissident am Fr Jul 07, 2017 4:48 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Fred_Sinowatz  Fred Sinowatz (1929-2008), SPÖ-Politiker u. Historiker. Bundesminister f. Unterricht u. Kunst unter den Regierungen Kreiskys 1971-1983 --- 1983-1986 österr. Bundeskanzler --- Während des Wahlkampfs zur Bundespräsidentenwahl 1986 trat er im Zuge der sogen. „Waldheim-Affäre“ vehement gegen den Kandidaten der ÖVP, Kurt Waldheim, auf. Als dieser gewählt wurde, trat Sinowatz als Bundeskanzler zurück ---

..  trat in den Beamtendienst der Landesregierung des Bundeslandes Burgenland ein. 1956 wurde er Mitarbeiter in der Bibliothek des Burgenländ. Landesarchivs in Eisenstadt ---  1957-1969 Mitglied des Gemeinderates von Neufeld/Leitha. 1961-1978 Landesparteisekretär der SPÖ Burgenland --- 1961 wurde er Abgeordneter zum Burgenl. Landtag u. war 1964-1966 Landtagspräsident. 1966-1971 war er als Landesrat für Kultur Mitglied der Landesregierung. Anschließend wechselte er in den Nationalrat, wo er bis zu seiner Ernennung zum Bundeskanzler Abgeordneter war. 1978 wurde er stellv. Vorsitzender der SPÖ Burgenland. 1981-1988 war er Mitglied des Bundesparteipräsidiums der SPÖ, 1983-1988 deren Bundesparteivorsitzender --- 1981 wurde er nach dem Rücktritt von Kreiskys „Kronprinz“ Androsch Vizekanzler ---
Im Zuge der medialen Aufbereitung der Skandale u. Schwierigkeiten wurde immer wieder ein Zitat Sinowatz' aus seiner Regierungserklärung 1983 publiziert: einer Darstellung der Herausforderungen der nächsten Jahre folgte die Feststellung: „Ich weiß, das klingt alles sehr kompliziert …“ – dieser Ausspruch wird zumeist in der Form „Es ist alles sehr kompliziert …“ wiedergegeben.

--- Wegen der Aussage über Waldheims Vergangenheit strengte er gegen die mittlerweile zur SPÖ-Dissidentin gewordene Ottilie Matysek einen Prozess wegen Ehrverletzung an. Obwohl die gesamte SPÖ-Spitze des Burgenlandes (darunter LH Sipötz) geschlossen zu seinen Gunsten aussagte u. Matyseks Darstellung bestritt, vertraute das Gericht auf die (allerdings auch durch chemische u.a. techn. Untersuchungen seitens des deutschen BKA gestützte) Authentizität von handschriftlichen Aufzeichnungen u. wies die Klage ab. Dies führte in der Folge auch zum Rücktritt von Sipötz u. Mitte April 1991 zu einer rechtskräftigen Verurteilung Sinowatz' wegen falscher Zeugenaussage zu einer Geldstrafe in Höhe von 360.000 Schilling ---

Nach seiner Zeit als Bundeskanzler zog er sich aus dem öffentl. Leben zurück, allerdings rückten ihn Gerichtsverfahren noch 2x ins mediale Interesse. Er wurde 1991 wegen falscher Zeugenaussage in der Waldheim-Affäre rechtskräftig verurteilt, eine Anklage im Noricum-Politikerprozess endete 1993 mit Freispruch ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13516109.html  .. Es ist viel faul im Staate Österreich. Der Dunst, in dem diese endlosen Geschichten entstehen, modert durch die Gesellschaft von oben bis unten. In keinem anderen Land, das als demokratisch angesehen wird, ist die strukturelle Verflechtung zwischen Staat, Parteien u. Wirtschaft enger als in Österreich, kommen Politiker direkter an die Futtertröge als in der Alpenrepublik, wo Großbanken u. Großindustrie verstaatlicht sind u. wo deren Manager nicht das Risiko privatkapitalistischer Unternehmer teilen, bloß nach deren Privilegien gieren ..
In solchem Klima wuchert Unkraut aller Art: Ein Finanzminister, der Steuern hinterzieht, ein Gewerkschaftsboß, der in die Kasse greift, Minister u. mindere Funktionäre, die sich Gratis-Wohnungen oder Villen zu Spottpreisen ergaunern, ohne Belege Spesenmillionen verprassen, sich mit Kriminellen gemein machen u. Pensionsberechtigungen ersitzen .. ein Schiffeversenken im Indischen Ozean, das die halbe Regierung deckt. Ein Kanzler Fred Sinowatz ..

http://www.couleurstudent.at/index.php?id=19 .. Gratz u. Blecha kamen im Zusammenhang mit der sogen. Noricum-Affäre, bei der es um illegale Waffenlieferungen ging, erneut in Bedrängnis. Auch Ex-Bundeskanzler Fred Sinowatz wurde zusammen mit ihnen angeklagt. Und wieder stellte Fischer, nun bereits 1. Nationalratspräsident, sein gestörtes Verhältnis zur Justiz u. zu einem unabhängigen Rechtssystem unter Beweis. Diesmal war er es, der sich dem Gericht als „Entlastungszeuge“ zugunsten seiner Parteifreunde anbot. Schon vorher erging er sich in wütenden Ausfällen über „die Unfairness u. Brutalität mancher Justizfunktionäre, die glauben, sie stehen außerhalb jeder Kritik u. können sich alles leisten“ .. Als Zeuge im Gerichtssaal scheute sich der Nationalratspräsident dann nicht, die Geschworenen massiv zu bedrohen: „Wenn das Gericht Sinowatz auf Grund dieser Anklage schuldig spricht, dann ist das ein Fehlurteil!“ donnerte er in den Saal. Schließlich verstieg er sich sogar dazu, den Prozess gegen seine Parteifreunde mit dem Urteil von Schattendorf zu vergleichen. Dieses hatte bekanntlich im Jahr 1927 den Brand des Justizpalastes ausgelöst ..

http://www.wien-konkret.at/politik/nachruf/fred-sinowatz/ ..  Resümee Sinowatz: "Es ist alles sehr kompliziert" und "Ohne Partei bin ich nichts" ..

Aus der DIPLOMARBEIT "Was bleibt? Das politische Wirken und Vermächtnis von Dr. Fred Sinowatz" Verfasserin Linda Martina Zeiler .. wurden kurz nach Ausbruch des 2. Weltkrieges .. zunächst sein geliebter Onkel Josef u. später auch sein Vater Ferdinand – die sich beide, ebenso wie Sinowatz Mutter Maria Csech, im Unterschied zu vielen anderen Sozialdemokraten öffentlich gegen die Nationalsozialisten ausgesprochen hatten – in die Deutsche Wehrmacht einberufen, wo sie bald zum Kriegseinsatz an der Ostfront eingesetzt wurden ..

https://kurier.at/chronik/oesterreich/vom-mozart-bis-zilk-sie-waren-freimaurer/268.921.210 .. In Österreich ist die Freimaurerei vor allem in Wien verbreitet, wo es über 50 Logen gibt. In den anderen Bundesländern findet man jeweils 1 bis 5. Die burgenländische Loge wurde etwa vom ehem. Bundeskanzler Sinowatz gegründet ..

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Zuletzt von Dissident am Di Jul 11, 2017 10:10 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Heinz Fischer

Beitrag von Dissident am Mo Jul 10, 2017 3:41 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Fischer  Heinz Fischer (*1938), österr. Politiker. 2004-2016 Bundespräsident. Davor Wissenschaftsminister sowie jahrzehntelang Nationalratsabgeordneter der SPÖ u. Nationalratspräsident. Er wurde in einer sozialdemokratisch geprägten Familie geboren. Sein Vater, Sektionschef Rudolf Fischer, war 1954-1956 Staatssekretär im Handelsministerium der Bundesregierung Raab I. Er war bekennender Esperantist u. viele Jahre lang Obmann der Arbeiter-Esperantisten Österreichs. Rudolf F. lernte seine Ehefrau Emmi während eines Esperanto-Kurses in Wr. Neustadt kennen. Beider Kinder Edith u. Heinz lernten die internat. Sprache bereits im Kindesalter. Heinz Fischers Onkel Otto Sagmeister war 1947-1949 Minister für Volksernährung der Bundesregierung Figl I u. 1949-1972 Generaldirektor des österr. Konsums. Schwiegervater Otto Binder war 1959-1981 Generaldirektor der Wiener Städt. Wechselseitigen Versicherungsanstalt.

Aufgrund des Krieges besuchte Heinz F. 5 Volksschulen in Wien, Niederösterreich u. im Burgenland .. 1956 studierte er an der Uni Wien Rechtswissenschaften u. wurde 1961 zum Dr. jur. promoviert. Er absolvierte 1958 seinen Präsenzdienst als Funker im Heerestelegrafenbataillon der damal. Franz-Ferdinand-Kaserne, der heutigen Starhemberg-Kaserne .. Im Zuge seiner Milizfunktion wurde er anschl. bis zum Zugsführer befördert. 1962-1965 deckte er mit Hilfe der Mitschrift von Ferdinand Lacina den politischen Skandal um den antisemitischen Prof. Borodajkewycz an der Wiener Hochschule für Welthandel auf u. veröffentlichte darüber ein Buch. Neben der politischen Tätigkeit setzte Fischer auch seine akadem. Laufbahn fort: 1978 wurde er habilitiert u. 1994 zum Prof. für Politikwissenschaft an der Uni Innsbruck ernannt. 1996 u. 1997 lehrte er als Dozent zweier Lehrveranstaltungen im Bereich der Staatswissenschaften an der Uni Wien.

Seit 1968 ist er mit seiner Frau Margit standesamtlich verheiratet; dieser Ehe entstammen 2 Kinder. Fischer trat 1995 aufgrund der „Affäre Groer“ aus der Kirche aus u. bezeichnet sich selbst als Agnostiker. Wie schon einer seiner Amtsvorgänger, Adolf Schärf, wohnte er auch als Staatsoberhaupt weiter in seiner Privatwohnung in Wien Josefstadt, von der aus er seinen Amtssitz im Leopoldinischen Trakt der Hofburg wie zuvor das Parlamentsgebäude zu Fuß erreichen konnte. Die baufällig u. unbewohnbar gewordene Präsidentenvilla auf der Hohen Warte wurde in der Folge von der Bundesimmobiliengesellschaft verkauft. Schon Fischers Amtsvorgänger Klestil bewohnte die baufällige Präsidentenvilla nur mehr bis Mai 2004; 2 Monate vor seinem Tod übersiedelte das Ehepaar Klestil in eine private Villa in Wien Hietzing.

Politische Laufbahn
Nach seinem Studium war Fischer zunächst einige Monate bei Gericht tätig u. wirkte ab 1962 im Parlament als Sekretär der SPÖ-Parlamentsfraktion. 1971, als Kreisky die absolute Mehrheit erreichte, wurde er in den Nationalrat gewählt, dem er mit Ausnahme der Zeit seiner Tätigkeit als Wissenschaftsminister (1983–1987, Bundesregierung Sinowatz u. Vranitzky I) bis 2004 angehörte.

1975 wurde er Klubobmann (Fraktionsvorsitzender) der SPÖ, 1977 stellv. Parteivorsitzender. 1983-1987 war er Wissenschaftsminister, danach wieder Klubobmann der SPÖ. Im Zusammenhang mit der Kreisky-Peter-Wiesenthal-Affäre im Jahre 1975 forderte er einen U-Ausschuss gegen Simon Wiesenthal, der aber in der Folge nicht eingesetzt wurde. 1990 wurde er zum Präsidenten des Österr. Nationalrates gewählt u. übte dieses Amt bis 2002 aus. 2002-2004 war er während der Zeit der ÖVP-FPÖ-Koalition 2. Nationalratspräsident. 1992 wurde er zum stellv. Vorsitzenden der Sozialdemokr. Partei Europas gewählt, eine Funktion, die er bis zur Wahl zum Bundespräsidenten ausübte. 1994 übernahm er die Funktion des Vorsitzenden des von Willy Brandt Anfang der 1990er Jahre gegründeten „Europ. Forums für Demokratie u. Solidarität“.

Jänner 2004 gab er seine Kandidatur zum Amt des österr. Bundespräsidenten bekannt .. Die Wahl gewann Fischer mit 52,39 % der Stimmen, einem Vorsprung von 4,78 Prozentpunkten vor Benita Ferrero-Waldner .. Mit Amtsantritt am 8.7.2004 stellte er seine Parteimitgliedschaft bei der SPÖ ruhend, da er erklärte, als Bundespräsident über den Parteien stehen zu wollen. Am 23.11.2009 erklärte er in einem YouTube-Video seine Kandidatur zur Wiederwahl. Am 25.4.2010 wurde er mit 79,3 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 53,6 % für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt .. Seine Amtszeit endete am 8.7.2016 um 11 Uhr, obwohl zur Bundespräsidentenwahl 2016 wegen der Aufhebung des 2. Wahlgangs durch den Verfassungsgerichtshof kein gültiges Endergebnis vorlag. Fischer wurde mit einem Festakt im Parlament verabschiedet. Im Dachgeschoß der Hofburg steht dem Altbundespräsidenten nun ein „Koordinationsbüro“ mit angemessenen Räumlichkeiten u. Personal zur Verfügung - für die ehrenamtliche Aufgabe, das Gedenkjahr 2018 vorzubereiten.

Sonstiges
Fischer befürwortet gleichgeschlechtliche Partnerschaften u. spricht sich gegen das Adoptionsverbot von Kindern für gleichgeschlechtliche Paare aus. Er geht davon aus, daß es auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren einen Gewöhnungsprozess geben wird, der zeigt, daß dadurch kein Schaden für das Kind entsteht. Er tritt dafür ein, daß gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft auch am Standesamt eintragen dürfen u. genauso wie bei verschiedengeschlechtlichen Paaren der Rechtsakt in feierlicher Form durchgeführt wird. Die Abschaffung der Wehrpflicht lehnt er ab. 2010 stellte er die Wehr-/Zivildienstpflicht für Frauen zur Diskussion.
   „Frauen bekommen immer mehr Rechte, da kann man auch argumentieren, sie müssen mehr Pflichten übernehmen.“– BP Fischer: ORF-Pressestunde, 18.7.2010

Er publizierte mehrere Werke, unter anderem die Bücher Die Kreisky-Jahre (1993), Reflexionen (1998), Wendezeiten (2001) und Überzeugungen (2006) .. selbst Bergsteiger, war er langj. Präsident der österr. Naturfreunde. Er war Präsident des Verbandes der Österr. Volkshochschulen. Er war Gründungsmitglied u. langj. Vorstandsmitglied der österr.-chines. Gesellschaft, Präsidiumsmitglied der österr.-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft, der österr.-jugoslawischen Gesellschaft u. weiterer Gesellschaften. Er war Anfang der 1970er Jahre Mitbegründer der Österr. Gesellschaft f. Politikwissenschaft u. Gründungsmitglied der österr. Sektion von Amnesty International.
---
Vom 11. bis 14.6.2015 nahm er an der 63. Bilderberg-Konferenz in Telfs-Buchen in Österreich teil .. Was seine Nachfolge betrifft, erklärte er am 23.9.2016, er gebe keine Wahlempfehlung ab, werde selbst aber Alexander Van der Bellen wählen.

http://doedr.forumieren.net/t11-menschen-und-personalien#14  .. http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Die-Luxus-Pensionen-unserer-Alt-Politiker/245914424 ..    Heinz Fischer: Auch er blickt auf eine lange Polit-Karriere zurück, saß zuletzt 12 Jahre in der Hofburg, wo er jährlich 14x - 23.442 € verdiente. Als Pensionist kommt er jetzt auf rund 19.000 € monatlich ..

https://www.profil.at/oesterreich/zeitgeschichte-herbert-lackner-jahre-heinz-fischer-6330755  .. Daß Fischers jüdischer Großvater väterlicherseits von der Wiener Universität geworfen worden war, weil er im Hörsaal „Pfui Lueger“ gerufen hatte, daß also das Politische in der Familie noch weiter zurückreicht – das hat er mir erst unlängst erzählt ..
lernt er 1960 auch die 17-jährige Margit Binder kennen, die er 1968 heiraten wird .. 1963 sei er mit einem Freund in einem alten Auto nach Italien gefahren, dort hätten sie sich auf einer Fähre nach Haifa eingeschifft u. danach 2 Monate lang im Kibbuz Sarid gearbeitet ---
1962..: Der spätere Finanzminister Ferdinand Lacina hatte als Student in den Vorlesungen des antisemitisch ausfälligen Welthandelsprofessors Taras Borodajkewycz mitge-
schrieben u. die Zitatensammlung seinem Freund Heinz Fischer gegeben. Dieser veröffentlichte sie im SPÖ-Theorieorgan „Zukunft“ u. in d. „Arbeiter Zeitung“. Borodajkewycz klagte. Da Fischer den Namen des Informanten nicht nennen wollte .., wurde er verurteilt: 4000 Schilling oder 20 Tage Haft (das Urteil wurde später revidiert). Fischer steckte Lacinas Mitschrift seinem Freund Oscar Bronner zu, der gab sie seinem Vater. Die Verlesung der Zitate in Gerhard Bronners TV-Sendung „Zeitventil“ führte zu großen Pro- u. Contra-Boro-Demonstrationen, bei denen ein Neonazi einen ehem. Widerstandskämpfer erschlug. Borodajkewycz wurde pensioniert ---
„Aufs Klo“ habe er sich verzogen, wenn es brenzlig wurde, sagt der Volksmund. Fischer selbst glaubt nicht an dieses angebl. Kreisky-Zitat: Das sei eine Erfindung von ihm nicht Wohlgesonnenen ---
Seine engeren Freunde u. die Mitarbeiter der Präsidentschaftskanzlei lädt Fischer 1x im Jahr zu einem nachmittäglichen Imbiss nach Mürzsteg: das Ehepaar Rudolf u. Agnes Buchbinder, Krebsspezialist Christoph Zielinski u. Ricarda Reinisch, Operndirektor Dominique Meyer, Peter Turrini, Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny. Seine ältesten privaten Freunde sind, wie seine Frau Margit, ehem. Flüchtlingskinder: Thomas Lachs u. John Sailer, der Besitzer der Galerie Ulysses in Wien, waren mit ihren Eltern schon als Kleinkinder vor den Nazis nach New York geflohen u. einige Jahre nach dem Ende des Krieges zurückgekehrt. Englisch sprachen sie weit besser als deutsch ---

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Karl Hans Sailer und Erna Sailer

Beitrag von Dissident am Mo Jul 10, 2017 4:57 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Hans_Sailer  Karl Hans Sailer (1900-1957), Journalist u. Funktionär der Sozialdemokr. Arbeiterpartei (SDAP) u. der Revolutionären Sozialisten. Er absolvierte 1926 die Arbeiterhochschule u. war anschl. als Redakteur des Kleinen Blattes, einer volkstümlichen sozialdemokr. Tageszeitung, in Wien tätig. Nach Verbot der Partei durch die Diktaturregierung Dollfuß 1934 schloss er sich den (illegalen) Revolutionären Sozialisten an. Nach der Verhaftung des Vorsitzenden der Revol. Sozialisten, Manfred Ackermann, übernahm er noch 1934 selbst den Vorsitz. Er wurde gemeinsam mit jenen Funktionären, die zur Jahreswende 1934/1935 an der Reichskonferenz der Revol. Sozialisten in Brünn teilgenommen hatten, verhaftet u. 1936 im Sozialistenprozess zu einer Haftstrafe verurteilt.

1938 floh er ins Ausland, wo er Gründungsmitglied der Auslandsvertretung der österr. Sozialisten (AVOES) wurde. 1940 emigrierte er von Lissabon aus in die USA, wo er ab 1942 gemeinsam mit Otto Leichter das Organ des Austrian Labor Committee (ALC), Austrian Labor Information, herausgab. 1946 kam das Ehepaar Sailer nach Österreich zurück. Er war dann bis zu seinem Tod in der Redaktion der Arbeiter-Zeitung tätig, wo er stellv. Chefredakteur wurde.
.. Er war mit der Juristin Erna Zaloscer verheiratet, die ihn um mehr als 46 Jahre überlebte. Sein 1937 geborener Sohn John (Hans) Sailer gründete in Wien eine Kunstgalerie.

Schriften:    Geheimer Briefwechsel Mussolini – Dollfuß. (Anhang: Aus den Memoiren Starhembergs). Erläuternder Text von Karl Hans Sailer. 2. unveränderte Auflage. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien 1949.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erna_Sailer  Erna Sailer (geb. Erna Zaloscer oder Erna Zaloszer, auch Erna Zaloscer Sailer; 1908-2004), Juristin u. Diplomatin .. sie war eine von 3 Töchtern des österr. Rechtsanwalts Jacob Zaloscer u. seiner Frau Bertha, geb. Kallach; ihre Schwester Hilde wurde Kunsthistorikerin. Sie wuchs in Banja Luka in Bosnien auf, das von Österreich-Ungarn 1878 okkupiert u. 1908 annektiert wurde. Als Verwaltungsjurist der untergegangenen Donaumonarchie musste ihr Vater 1918 den neu gegründeten SHS-Staat (später Königreich Jugoslawien) verlassen, weil er dort keine berufliche Zukunft mehr hatte.

Sie beendete ihre Schulausbildung in Wien u. studierte Rechtswissenschaft an der Uni Wien, wo sie auch promoviert wurde. Sie trat 1926 der Sozialdemokr. Arbeiterpartei (SDAP) bei. Sie war mit Karl Hans Sailer .. verheiratet u. beteiligte sich 1934 an den Februarkämpfen. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 floh sie mit falschem Pass über die Schweiz nach Frankreich. Sie u. ihre Eltern, die vor der NS Judenverfolgung fliehen mussten, sahen in Paris die nach Ägypten ausgewanderte Schwester Hilde wieder. In Paris arbeitete sie bei einer Fluchthilfeorganisation. 1940 floh sie mit Sailer weiter in die USA. Herbst 1940 konnte sie mit ihrer Familie von Lissabon aus auf dem griech. Dampfer Nea Hellas, dem letzten solchen Flüchtlingsschiff, Europa verlassen --- 1946 kam Ehepaar Sailer mit Sohn John (Hans) nach Österreich zurück, wo Karl Hans Sailer stellv. Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung wurde .. Erna S. wurde 1946 Leiterin der Fürsorgeschule der Stadt Wien. 1956 wirkte sie an der Gründung des Österr. Komitees für Soziale Arbeit mit. 1958 war sie österr. Delegierte beim Kongress des Internat. Rats für Soziale Wohlfahrt (ICSW) in Tokio.

Sie ging 1958 im Auftrag der UNO als Entwicklungshelferin nach Birma u. war 1960-1963 UNO-Bevollmächtigte zur Integration von Displaced Persons in Österreich. Ab 1963 war sie dann im Bundesministerium für ausw. Angelegenheiten in Wien als Spezialistin für Fragen der unterentwickelten Länder tätig. 1970 war sie UNO-Bevollmächtigte zur Erstellung eines Berichts an den UN-Sicherheitsrat über die Lebensfähigkeit von Bangladesh, was mit für die Anerkennung des Staates durch die UNO sorgte. 1971 bis zu ihrer Pensionierung 1974 war sie österr. Botschafterin in Indien ..

2002 gab sie Christina Pal ein Zeitzeugeninterview, die eine Monografie über Heinrich Steinitz schrieb, der 1936 Karl Hans Sailer im Sozialistenprozess verteidigt hatte.
Ihr Sohn Hans (später John Sailer, * 1937) ist Galerist in Wien.

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John Sailer

Beitrag von Dissident am Mo Jul 10, 2017 5:16 pm

https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/John_Sailer   John Sailer, *1937, Galerist, Gründer der Galerie Ulysses .. Seine Eltern waren die Juristin u. Diplomatin Erna Sailer u. der Journalist Karl Hans Sailer. Nach dem Anschluss waren Erna u. Karl Hans Sailer gezwungen, Österreich zu verlassen. Ihren Sohn mussten sie zunächst in Wien zurücklassen. Im Alter von 6 Monaten konnte er auf abenteuerliche Weise zu seinen Eltern gebracht werden. Seine frühe Kindheit verbrachte John Sailer in Paris u. New York, bevor er im Alter von 9 Jahren mit der Familie nach Wien zurückkehrte. In der Schule Fichtnergasse lernte er Heinz Fischer kennen.

Sailer studierte nie Kunstgeschichte, sondern Jus. Das Studium hat er allerdings nicht abgeschlossen. Zum Kunsthandel kam er eher zufällig, als er den Wert von Thonet-Sessel, die gemeinsam mit Sperrmüll zur Entsorgung auf Wiener Gehsteigen deponiert waren, erkannte. 1974 eröffnete er in den ehem. Garagenräumen im Hof der Bundes-
theaterverwaltung die Galerie Ulysses. Die 1. Ausstellung war eine Hommage an Monsignore Otto Mauer u. jenen Künstlern gewidmet, die dieser über ein Jahrzehnt betreut hatte, darunter Joannis Avramidis, Bruno Gironcoli, Wolfgang Hollegha, Hans Hollein, Walter Pichler, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Andreas Urteil u. Fritz Wotruba.

1977 trat Gabriele Wimmer als Geschäftspartnerin in die Galerie Ulysses ein. 1977 übersiedelte die Galerie ins Dachgeschoss am Opernring 21, wo sie mit einer Ausstellung von Klee, Kandinsky, Kupka eröffnet. Es folgten Ausstellungen der Klassischen Moderne, wie Julio Gonzàlez u. Jean Arp u. den Malern der Ecole de Paris, Serge Poliakoff, Hans Hartung u. Pierre Soulages. 1992 wurden zusätzl. Galerieräume im 1. Stock des Gebäudes am Opernring mit einer Ausstellung von Roy Lichtenstein eröffnet.

2002 kuratierte Sailer, der nie eine Stelle in einem öffentl. Museum angestrebt hat, mit der Ausstellung "Kunst, Kunst, Kunst", im Museum des 20. Jahrhunderts eine Schau über den Österr. Staatspreis u. den Österr. Kunstsenat. 2013 meldete sich Sailer im Streit um die Restitution des Beethovenfrieses als Zeuge zu Wort: Seiner Beobachtung nach war der Verkauf an die Republik durchaus im Sinne des Vorbesitzers Lederer, den er persönlich gut kannte.

http://derstandard.at/2000014801936/Ich-bin-ein-steckengebliebener-Minimalist .. John Sailer erlebte als Kind die ersten Jahre der 2. Republik mit. Es war eine aufregende Zeit, erzählte der Leiter der Galerie Ulysses Wojciech Czaja --- Mit 16 Jahren knüpfte er erste Kontakte zur österr. u. US-amerikan. Kunst- u. Literaturszene. Er studierte Jus, brach das Studium jedoch ab u. war u. a. als Journalist für Die Presse tätig. 1974 eröffnete er in einer ehem. Garage in der Goethegasse die Galerie Ulysses. Seit 1977 befindet sich die Galerie am Opernring 21, im selben Haus, in dem er auch wohnt ---

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Ernst Lachs u. Minna Lachs

Beitrag von Dissident am Mo Jul 10, 2017 5:36 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Lachs  Ernst Lachs (1904-1980) .. Nachdem er das Gerichtsjahr absolviert hatte, war er in einer Rechtsanwaltskanzlei tätig u. trat 1929 als rechtskundiger Beamter in den Dienst der Stadt Wien. Zunächst war er am Magistrat. Bezirksamt 1. Bezirk, daraufhin in der Magistratsdirektion u. nach dem österr. Bürgerkrieg 1934 von der neuen Stadtverwaltung ins Magistrat. Bezirksamt 21. Bezirk strafversetzt. Daß er sich weiterhin gewerkschaftlich betätigte, brachte ihm mehrere Maßregelungen ein. 1938, nach dem Anschluss Österreichs ans Dritte Reich, wurde der mittlerweile mit Minna Lachs, die er in einer sozialist. Studentengruppe kennengelernt hatte, verheiratete Beamte von seiner Dienststelle entfernt.

1938 kam der gemeinsame Sohn Thomas zur Welt, 2 Monate später flüchtete die Familie in die Schweiz, wo sie sich längere Zeit in Zürich aufhielten. Hier arbeitete Ernst L. zunächst in einer Metallfabrik, später bei Pro Juventute u. anschl. in der Bibliothek der örtl. israelit. Kultusgemeinde, von der die Familie auch finanziell unterstützt wurde. 1941 fuhren sie mit dem Emigrantenschiff „Navemar“ .. von Lissabon aus nach New York. Hier arbeitete er als Buchhalter u. Korrespondent einer Exportfirma, anschl. in der wissenschaftl. Abt. eines Kaufhauses. 1943 erwarb er in Abendkursen .. den akad. Grad des Master of Social Science (M.S.S.) auf dem Fachgebiet Volkswirtschaftslehre u. Statistik. 1943-1946 befasste er sich in Washington, D.C. im OSS als Wirtschaftsanalytiker mit Fragen europ. u. vor allem österr. Wirtschaftsprobleme, die im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg standen. Nach Auflösung des OSS wurde er in die Dienste des Außenministeriums d. USA übernommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Office_of_Strategic_Services .. OSS war ein Nachrichtendienst des Kriegsministeriums der USA von 1942-1945 .. Aufgabengebiete des OSS umfasste die operative Beschaffung von Informationen, Desinformation, psychologische Kriegführung, Partisanen-Unterstützung, Asymmetrische Kriegführung, Sabotage u. Spionageabwehr .. Der Leiter des OSS Major General Donovan war anfangs Mitglied des Room gewesen, einer monatlich konspirativ tagenden Geheimloge führender US-Industrieller, die diskret Wirtschaftsinformationen aus dem Ausland austauschten. Die Söhne seiner Geschäftsfreunde, die sich vom OSS Ruhm versprachen, wurden bevorzugt rekrutiert .. Da eines der Haupttätigkeitsfelder die konspirative Nachrichtenbeschaffung u. die Partisanenunterstützung war, experimentierte Donovan hauptsächlich mit techn. Neuentwicklungen im Bereich getarnter Waffen (Stich- u. Schusswaffen sowie Schalldämpfer) u. Ausrüstungsgegenstände, deren eigentl. Funktion nicht gleich erkenntlich sein sollte u. die so den Agenten bei einer Kontrolle hinter den feindlichen Linien nicht verraten würde .. erzielte das OSS recht gute Ergebnisse mit der Ausbildung, Ausrüstung u. Führung einheimischer Partisanengruppen hinter den feindlichen Linien u. führte Operationen in Italien, Griechenland, Jugoslawien, Norwegen u. Frankreich durch .. Flugblatt- u. Radiokampagnen ..
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Nach Befreiung Österreichs meldete sich Ernst L. wieder zum Dienst bei der Gemeinde Wien, konnte aber erst 1947 – nach Einrichtung einer diplomat. Vertretung Österreichs in den USA, einem Antrag auf Wiedereinreise beim österr. Innenministerium 1946 u. der Aufnahme des zivilen Reiseverkehrs – mit seiner Familie nach Wien zurückkehren. Durch einen Gemeinderatsbeschluss 1955 wurde der unterdessen zum Obersenatsrat beförderte Ernst L. als Nachfolger von Obersenatsrat Leppa zum Kontrollamtsdirektor bestellt. 1960 u. 1965 wurde er in dieser Funktion vom Wiener Gemeinderat auf weitere 5 Jahre in diesem Amt bestätigt.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit, die er 1970 beendete, war er ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift „Arbeit u. Wirtschaft“ des österr. Arbeiterkammertages. Hier war er für die Rubrik „Internat. Wirtschaft“ verantwortlich. Außerdem war er Mitherausgeber der Sammlung „Das österr. Sozialrecht“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Minna_Lachs  Minna Lachs (1907-1993), Pädagogin u. Schriftstellerin .. wurde als Minna Schiffmann in einer bürgerlichen, säkulären jüdischen Familie geboren. Ihr Vater, Benno Schiffmann, war Vertreter einer großen österr. Kohlenfirma in Ostgalizien. Sie hatte 2 Geschwister. Zu Beginn des 1. Weltkriegs floh sie mit ihrer Familie nach Wien .. Sie trat der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hazair bei, später einer sozialist. Studentengruppe, wo sie ihrem späteren Ehemann, dem Juristen Ernst Lachs, begegnete.
--- 1933 legte sie die Lehramtsprüfung für Deutsch u. Französisch ab. Da sie 1932 geheiratet hatte, war ihr auf Grund des unter Dollfuß erlassenen „Doppelverdienergesetz“ das Unterrichten an öffentl. Schulen verwehrt. Ihren Beruf übte sie daher an Privatschulen aus u. gab Matura-Vorbereitungskurse in ihrer Wohnung. Das Aufkommen des Austrofaschismus brachte sie der sozialist. Bewegung noch näher. 1934 übernahm sie für die verhaftete A. Furtmüller die Matura-Klasse an der Schwarzwald-Schule u. unterrichtete auch an der Privatschule Universum in der Wiener Garnisongasse. Das Ehepaar hatte Kontakte zum österr. Widerstand.

1938 kam der gemeinsame Sohn Thomas zur Welt, 2 Monate später flüchtete die Familie in die Schweiz, wo sie sich längere Zeit in Zürich aufhielt .. New York: Aufgrund ihrer Sprachkenntnisse fand sie Beschäftigungen als Pädagogin u. Psychologin an versch. privaten Schulen u. Organisationen. 1947 kehrte sie nach Wien zurück. Sie arbeitete als Mittelschullehrerin u. verfasste für den Englisch-Unterricht Lehrbücher. Ein Anliegen war ihr dabei das aus der NS Zeit stammende Unterrichtsmaterial zu verdrängen .. 1954-1972 war sie Direktorin am Mädchengymnasiumin in der Haizingergasse ..  Ehrenamtlich arbeitete sie ab 1964 im Fachausschuss für Erziehung der Österr. UNESCO-Kommission mit, deren Vizepräsidentin sie 1970-1983 war. Sie förderte besonders die Friedenserziehung u. den internat. Jugendaustausch.
Ein Abschnitt ihrer Erinnerungen an die antisemitischen Übergriffe rechtsgerichteter Studenten im Wien der 1930er Jahre wurde Teil der kritischen Überarbeitung des so genannten Siegfriedskopfs, eines umstrittenen Kriegerdenkmals im Hauptgebäude der Universität Wien.

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Margit Fischer

Beitrag von Dissident am Mo Jul 10, 2017 5:59 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Margit_Fischer  Margit Fischer (*1943 als Margit Binder), Ehefrau des ehem. Bundespräsidenten Heinz Fischer .. übersiedelte 1949 im Alter von 6 Jahren mit ihren Eltern Anni u. Otto Binder – die vor der Nazidiktatur von Österreich nach Schweden emigriert waren – nach Wien, wo sie die Schule besuchte. 1948 wurde ihr Bruder Lennart geboren, heute ein anerkannter Rechtsanwalt u. Menschenrechtsaktivist .. 1965/1966 arbeitete sie als Stoffdesignerin bei der Pottendorfer Textilwerke. 1966 legte sie die Meisterprüfung der Weberei ab, arbeitete 1967 bei Märta Måås-Fjetterström in Stockholm u. 1967-1970 als Textilrestauratorin im Museum für angewandte Kunst in Wien. Anschließend studierte sie Kunstgeschichte an der Uni Wien. Sie ist seit 1968 mit Heinz Fischer verheiratet u. hat 2 Kinder.
- - -
Ehrungen u. Auszeichnungen
   2006: Großkreuz des Verdienstordens Pro Merito Melitensi des Souveränen Malteserordens  /  2007: Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik
   2007: Großkreuz des norwegischen Verdienstordens  /   2009: Großkreuz des Ordens des heiligen Jakob vom Schwert / 2012: Ix-Xirka Ġieħ ir-Repubblika

https://de.wikipedia.org/wiki/Ix-Xirka_%C4%A0ie%C4%A7_ir-Repubblika  ist eine Nationale Ehrengesellschaft Maltas. Die Gesellschaft hat ordentl. Mitglieder u. Ehren-
mitglieder, die sich außergewöhnlich um die Republik Malta oder die Menschheit verdient gemacht haben. Abgesehen von Ehrenmitgliedschaften ist die Zahl neuer Mitglieder beschränkt auf 3 Neuaufnahmen in 2-jährlichem Turnus; die Gesamtzahl der Mitglieder ist beschränkt auf 20. Motto der Gesellschaft: „Zum Wohle der Malteser“
Mitglieder
   Sir Anthony Mamo, 13. Dezember 1992
   Mgr. Joseph Mercieca, 13. Dezember 1995
   Lordship Nicholas J Cauchi, 13. Dezember 2005
Ehrenmitglieder
   Colonel Muammar al-Gaddafi, 5. Dezember 1975
   Professor Giovanni Leone, 6. Dezember 1975
   Li Xiannian, 22. November 1984
   Kim Il Sung, 1. August 1985
   José Manuel Barroso, 10. Oktober 1994
   Jose Manuel Briosa E Gala, 10. Oktober 1994
   Joao Diogo Nunes Barata, 10. Oktober 1994
   General Carlos Azeredo, 10. Oktober 1994
   Antonio Syder Santiago, 10. Oktober 1994
   Giovanni Battista Re, 4. Februar 1995
   Jean-Louis Tauran, 4. Februar 1995
   Pier Luigi Celata, 4. Februar 1995
   Dott Dino Marrajeni, 14. Juni 1995
   Susanna Agnelli, 28. Dezember 1995
   Gaetano Gifuni, 28. Dezember 1995
   Marco Colombo, 28. Dezember 1995
   Giulio di Lorenzo Badia, 28. Dezember 1995
   Luigi Amaduzzi, 28. Dezember 1995
   General C.A. Paolo Scaramucci, 28. Dezember 1995
   Giorgio Boggio, 13. Dezember 2000
   Nadejda Mihaylova, 30. März 2001
   Ilko Semerdjiev, 30. März 2001
   Dimitar Lazarov, 30. März 2001
   Helle Meri, 30. April 2001
   Jaak Jõerüüt, 30. April 2001
   Erwin Teufel, 5. November 2001
   Klaus Wowereit, 5. November 2001
   Rüdiger Frohn, 5. November 2001
   General Harald Kujat, 5. November 2001
   Jürgen Chrobog, 5. November 2001
   Gunter Pleuger, 5. November 2001
   Georg Merten, 5. November 2001
   Christoph Zöpel, 5. November 2001
   Ioannis Kasoulides, 4. Oktober 2002
   Takis Klerides, 4. Oktober 2002
   Averof Neophytou, 4. Oktober 2002
   Włodzimierz Cimoszewicz, 25. Oktober 2002
   Jacek Piechota, 25. Oktober 2002
   Marek Ungier, 25. Oktober 2002
   Apostolos Tsochatzopoulos, 14. November 2002
   Andreas Loverdos, 14. November 2002
   Constantinos Ailianos, 14. November 2002
   Constantinos Yerocostopoulos, 14. November 2002
   Ingrid Rüütel, 1. Oktober 2003
   Jüri Seilenthal, 1. Oktober 2003
   Meelis Atonen, 1. Oktober 2003
   Villu Reiljan, 1. Oktober 2003
   Franco Frattini, 20. Januar 2004
   Antonio Martino, 20. Januar 2004
   Roberto Antonione, 20. Januar 2004
   Botschafter Alvise Memmo, 20. Januar 2004
   Botschafter Antonio Puri Purini, 20. Januar 2004
   Botschafter Giuseppe Balboni Acqua, 20. Januar 2004
   Imants Freibergs, 16. Februar 2004
   Ingūna Rībena, 16. Februar 2004
Günter Verheugen, 17. März 2004
   Fotini Papadopoulou, 17. Februar 2005
   George Iacovou, 17. Februar 2005
   Alexandros N Zenon, 17. Februar 2005
   Carlo Azeglio Ciampi, 19. Mai 2005
   Königin Elisabeth II., 23. November 2005
   Vaira Vike-Freiberga, 19. Juni 2006
   Gert Haller, 16. November 2007
   Reinhard Silberberg, 16. November 2007
   Kateryna Yushchenko, 9. Juli 2008
   Maria Alves Da Silva Cauaco Silva, 12. November 2008
   Igor Judge, 13. Dezember 2008
   Maria Kaczyńska, 26. Januar 2009
   Zorka Parvanova, 20. Oktober 2009
   Königin Sofia, 25. November 2009
   Alfredo Mantica, 30. Juni 2010
   Mara Basescu, 30. Juni 2010
   Jacques Barrot, 18. Februar 2011
   Margit Fischer, 24. April 2012
   Dalia Grybauskaitė, 29. Mai 2012
   Evelin Ilves, 31. Mai 2012
   Militiadis Varvitsiotis, 13. Februar 2014

http://www.bundespraesident.at/newsdetail/artikel/werte-muss-man-vorleben-welt-der-frau/ .. Vater Otto Binder, stammt aus einer jüdischen, jedoch nicht den Glauben praktizierenden Familie ..  1972 hat Margit Fischer Sohn Philip geboren, 1975 Tochter Lisa ..

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Otto Binder

Beitrag von Dissident am Di Jul 11, 2017 3:37 pm

http://doedr.forumieren.net/t111p25-dachau-haftlinge#2094  Otto Binder (1910-2005) war 1959-1981 Generaldirektor der Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt .. er fand schon früh den Weg in die Sozialistische Jugendbewegung .. Ab 1928 war er Obmann der Sozialist. Arbeiter-Jugend Innere Stadt (SAJ), nach seiner berufsbedingten Übersiedlung als Ang. der Wiener Städtischen Versicherung nach Salzburg war er 1931-1934 Obmann der SAJ Salzburg Stadt. April 1934 wurde er wg. Betätigung für die bereits verbotene Sozialdemokr. Arbeiterpartei vorübergehend verhaftet u. von seinem Arbeitgeber entlassen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er erneut verhaftet u. zunächst im KZ Dachau interniert, später im KZ Buchenwald. Nach 1-jähriger Haft gelang es dem Matteotti-Komitee in Paris, eine Ausreisegenehmigung für Binder zu erlangen. Er emigrierte nach Schweden, erlernte den Beruf des Metallarbeiters u. war später als Ang. der schwedischen genossenschaftlichen Versicherungsgruppe Folksam tätig. In Schweden heiratete er seine langjährige Gefährtin Anni Dusterer. Das Paar hat 2 Kinder, die beide im Exil geboren wurden. Die Tochter Margit ist seit 1968 mit dem früheren Bundespräsidenten Heinz Fischer verheiratet, der Sohn Lennart (*1948) arbeitet als Rechtsanwalt u. Menschenrechtsaktivist in Wien. Zum Freundeskreis der Binders in Schweden zählten unter anderem die Ehepaare Kreisky, Reitbauer, Böhm u. Stern.
1949 kehrte die Familie nach Wien zurück. Otto B. fand wiederum eine Anstellung bei der Wr. Städt. Versicherungsanstalt, war maßgeblich am Bau des Wiener Ringturms beteiligt u. wurde 1959 als Nachfolger Norbert Liebermanns zum Generaldirektor des Unternehmens ernannt. Die 22 Jahre seiner Leitung waren von einem Aufschwung des Unternehmens gekennzeichnet. Binder war auch Präsident des Aufsichtsrates der Austrian Airlines u. im Aufsichtsrat anderer Unternehmungen vertreten. Auch im Ruhestand nahm er regen Anteil am politischen Leben. Als Zeitzeuge stellte er sich Diskussionen u. Gesprächen im öffentl. Raum zur Verfügung. 2004 erlebte er die Wahl seines Schwiegersohnes zum österr. Bundespräsidenten ..
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Otto_Binder_(Manager) .. Falsche Angaben in Wikipedia-Artikel: 1.Otto Binder war verheiratet mit Anni Pusterer, nicht Dusterer 2. Anni u. Otto Binder hatten 3 (!) Kinder: Margit ,geb. 1943 u. Lennart, geb 1948 in Stockholm, Marianne, geb 1953 in Wien ,Ärztin, verh .Bernhart
Buchpublikation:   Wien – retour. Bericht an die Nachkommen. Salzburg – Buchenwald – Stockholm. Wien: Böhlau, 3. erg. Auflage 2010, ISBN 978-3-205-78534-7
http://www.bundespraesident.at/newsdetail/artikel/werte-muss-man-vorleben-welt-der-frau/ .. Otto Binder, stammt aus einer jüdischen, jedoch nicht den Glauben praktizierenden Familie ..
http://davidkultur.at/ausgabe.php?ausg=86&artikel=181 .. Mit Hilfe des sogen. Matteotti-Komitees gelingt es, ein Visum nach Schweden zu erhalten, durch das im Mai 1939 seine Entlassung aus Buchenwald u. die Ausreise aus Österreich ermöglicht wird .. 1949 erhalten Otto u. Anni Binder, nach 10-jährigem Aufenthalt in Schweden, Anrecht auf die schwed. Staatsbürgerschaft. Rückkehr nach Österreich steht für die Familie also nicht zur Diskussion, als Otto B. überraschend das Angebot erhält, als Nachwuchs in die Leitung der Wiener Städtischen Versicherung zurückzukommen .. Viele dieser Personen, die Otto B. bereits in seiner frühen Jugend kennenlernte, traf er während seiner Tätigkeit in der Wr. Städt. Versicherung wieder ..
https://www.spd-geschichtswerkstatt.de/wiki/Widerstand_in_der_NS-Zeit .. Matteotti-Komitee: Richard Hansen war Geschäftsführer des 1933 von führenden dänischen Sozialdemokraten u. Gewerkschaftern gegründeten "Matteotti-Komitees". Es trug es seinen Namen nach Giacomo Matteotti, dem Generalsekretär der italien. Sozialdemokraten, der 1924 von den Faschisten ermordet worden war. Die Organisation hatte sich zur Aufgabe gesetzt, deutschen Flüchtlingen, die aus der Arbeiter-
bewegung kamen, bei ihrem Exil in Dänemark oder bei der Weiterreise in ein Drittland behilflich zu sein. Neben der Hilfe bei Behördengängen u.a. administrativen Dingen wurde auch finanzielle Unterstützung gegeben. Bei der Besetzung Dänemarks durch deutsche Truppen am 9.4.1940 entkam R. Hansen nach Schweden, konnte die Namenskartei des Matteotti-Komitees mitnehmen, so dass sie den Nazis nicht in die Hände fiel.

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Lennart Binder

Beitrag von Dissident am Di Jul 11, 2017 3:47 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Lennart_Binder  Lennart Binder (*1948), Rechtsanwalt u. Menschenrechtsaktivist, ist der Sohn von Anni u. Otto Binder. Seine Schwester Margit Fischer ist Ehefrau des ehem. Bundespräsidenten Heinz Fischer .. Seit Jahrzehnten vertritt er Menschen bei der Durchsetzung ihrer Grundrechte. Dazu zählen Flüchtlinge aus Afrika, die im Rahmen der Operation Spring überwacht u. schließlich in einer Razzia verhaftet wurden, mutmaßliche Jihadisten, pakistanische Asylwerber, aber auch besachwaltete Klienten u. Opfer von möglicher Behördenwillkür aus Österreich. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Binder als Strafverteidiger nach der Operation Spring des Jahres 1999: Er konnte lt. Tageszeitung Der Standard „...nicht nur beweisen, daß der damal. Hauptangeklagte kein Drogendealer, sondern daß überhaupt die ganze Polizeiaktion zu weiten Teilen ein Fehlschlag war.“

Zwar gelingt es Binder nicht immer, seine Mandanten vor einer Verurteilung zu bewahren, aber im Fall von Mohamed Mahmoud, Österreichs erstem verurteilten Islamisten, erreichte Binder, daß der Prozess wegen eines Formalfehlers wiederholt werden musste. Er beantragte die Löschung sämtl. Daten, die die Polizei im Zuge der Internet-Überwachung seines Mandanten mittels Keylogg-Kontrolle u. Screenshots erlangt hatte. Die Verwendung einer Angriffs-Software überschreite Binders Meinung nach "...selbst im äußersten Wortsinn der Zulässigkeit eine optische Überwachung" u. dürfe daher vom Gericht nicht verwertet werden.

Binder ist Gründer u. Obmann des MigrantInnenvereins St. Marx, einer Rechtsberatung für Flüchtlinge u. Migranten an in Asyl- u. fremdenrechtlichen Angelegenheiten. Der Verein bezieht keine öffentl. Subventionen u. finanziert seinen Betrieb ausschließlich über Beiträge seiner Klienten u. Spenden. Regelmäßig bezieht Binder in der Öffentlichkeit Stellung gegen die seiner Meinung nach menschenrechtswidrige Praxis von Polizei u. Justiz in Österreich gegenüber Flüchtlingen u. Asylwerbern, u. er scheut auch nicht davor zurück, eigene Standeskollegen zu kritisieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Spring  Operation Spring ist die Bezeichnung für eine großangelegte Operation der österr. Polizei 1999/2000 im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel. Im Zuge dieser Operation wurden zahlreiche Menschen afrikanischer Herkunft festgenommen, beschuldigt u. teilweise rechtskräftig verurteilt. Dem Zugriff am 27.5.1999, als etwa 850 Polizisten österreichweit Wohnungen u. Flüchtlingsheime von Beschuldigten stürmten, ging eine längere Observation voraus, bei der unter anderem zum ersten Mal der „große Lauschangriff“ zum Einsatz kam.
.. 127 Personen festgenommen. Rund ein Drittel der Festgenommenen musste nach kurzer Zeit wieder freigelassen werden. Einige wurden wegen illegalen Aufenthalts festgenommen u. in der Folge aus Österreich abgeschoben .. Die Verfahren gegen rund 100 Afrikaner entwickelten sich zu einem der größten Justizverfahren der österr. Nachkriegsgeschichte. Fast alle Angeklagten wurden zu teilweise langjährigen Haftstrafen verurteilt ..

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Peter Schieder

Beitrag von Dissident am Mi Jul 12, 2017 11:43 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Schieder  Peter Schieder (1941-2013), österr. SPÖ-Politiker .. begann ein Studium der Rechtswissenschaften, das er jedoch nicht abschloss. Seine berufliche Laufbahn begann er als Journalist. Er arbeitete als Filmkritiker (1961–1962) u. Chefredakteur (1962–1964) bei der Zeitschrift Trotzdem. 1970-1973 war er Geschäftsführer der WVG-Verlags.

Seine Parteikarriere begann in der Sozialistischen Jugend, deren Vorsitzender er 1964-1972 war. Auf europ. u. internat. Ebene war er ebenso schon als Jugendfunktionär aktiv. 1964-1972 diente er als Mitglied des Exekutivkomitees der Sozialist. Jugendinternationale u. 1969-1971 als Präsident der Weltjugendversammlung. Danach arbeitete er bis 1984 als amtsführender Stadtrat für Umwelt in der Wiener Landesregierung. 1984-1988 fungierte er als Zentralsekretär der SPÖ. Über viele Jahre hinweg gehörte er dem Wiener Landesparteivorstand u. dem Bundesparteivorstand der SPÖ an.

Er hielt mehr als 25 Jahre lang ein Mandat im österr. Nationalrat (1970–1973 sowie 1984–2006). Ab 1994 war er sowohl außenpolitischer Sprecher der SPÖ als auch Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des Nationalrates. Bei seinem Ausscheiden aus dem Nationalrat am 29.10.2006 war er der dienstälteste Abgeordnete. 22 Jahre lang  war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, deren Präsident von 2002-2005, Vorsitzender dessen Sozialdemokratischer Fraktion von 1995-2002 u. bis zu seinem Tod 2013 deren Ehrenpräsident. Außerdem gehörte er 27 Jahre lang (1974–2001) dem Kuratorium (heute: Stiftungsrat) des ORF an.

1995-2002 war er Bezirksvorsitzender der SPÖ in Wien–Penzing u. wurde in diesem Amt von seinem Sohn Andreas Schieder (*1969) abgelöst,
siehe: http://doedr.forumieren.net/t11p25-menschen-und-personalien#476
der damals auch Staatssekretär im Finanzministerium der Bundesregierung Faymann u. seit 28.11.2013 SPÖ-Klubobmann im Parlament ist.

2004 verlieh ihm die Uni Bukarest die Ehrendoktorwürde der Politikwissenschaft. Die International Lesbian and Gay Law Association (ILGLaw) verlieh ihm am 2009 im Rahmen einer internat. Konferenz in West Hollywood den alle 3 Jahre vergebenen Karl-Heinrich-Ulrichs-Award für seine Verdienste. Er war schon als junger Nationalrats-
abgeordneter 1971 maßgeblich an der Aufhebung des Totalverbots der Homosexualität in Österreich beteiligt u. machte in seiner Antrittsrede als Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates LGBTI–Rechte zu einer seiner Prioritäten. Seit 2008 war er Präsident des International Institute for Peace.

Peter S. starb 2013 in Wien. Bundespräsident Fischer würdigte in einer Aussendung seinen Jugendfreund Schieder ..

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Robert Eiter

Beitrag von Dissident am Do Jul 13, 2017 3:50 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Eiter  Robert Eiter (*1960), österr. Jurist, Journalist u. Mitbegründer der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa), der er von ihrer Gründung 1984-2010 vorstand.

Welser Initiative gegen Faschismus

Diese unabhängige Initiative bekämpft Rechtsextremismus, Rassismus u. Antisemitismus. So wurden die „braunen Flecken“ von Wels – 3 Symbole mit NS-Bezug – nach einem langen u. heftigen Konflikt 1996/97 entfernt. Dieselbe Hartnäckigkeit führte 1998/99 auch zur Auflösung des rechtsextr. „Vereines Dichterstein Offenhausen“.

Auf Betreiben der damals von Eiter geführten Antifa lud die Stadt ihre vertriebenen jüdischen Bürger ein, errichtete 3 Mahnmale für NS-Opfer u. benannte mehrere Straßen – etwa nach Anne Frank u. Rosa Jochmann. Alljährlich organisiert die Antifa in Wels u. Gunskirchen Gedenkkundgebungen. Viele bekannte Persönlichkeiten haben auf diesen Kundgebungen bereits gesprochen, darunter der österr. Bundespräsident Fischer, die Schauspieler Christiane Hörbiger, Dietmar Schönherr, Harald Krassnitzer u. Erwin Steinhauer, die Schriftsteller Michael Köhlmeier, Robert Schindel u. Doron Rabinovici sowie der Politikwissenschafter Anton Pelinka.
An den Schulen leistet die Welser Initiative demokratische Aufklärungsarbeit: Beispielsweise sahen rund 6000 Jugendliche in Sondervorstellungen der Antifa den Film „Schindlers Liste“, mehr als 5000 nahmen bisher an Zeitzeugenprogrammen mit KZ-Überlebenden teil.

Um die Lage der Migranten in Wels zu verbessern, setzte die Initiative die Einrichtung des Integrationsbüros „Mosaik“ durch u. gestaltet die Integrationsmaßnahmen der Stadt maßgeblich mit. Auf humanitärem Gebiet half die Antifa unter anderem der Familie des Todesopfers eines neonazistischen Brandanschlages.

Weiteres Engagement
Eiter ist auch Mitbegründer u. Sprecher des Oberösterr. Netzwerks gegen Rassismus u. Rechtsextremismus. Dieses Netzwerk besteht seit 2001. Mittlerweile gehören ihm 58 politische, religiöse, kulturelle u. humanitäre Organisationen an – von der Katholischen Aktion über die Gewerkschaftsjugend bis zur Pfadfinderbewegung. Darüber hinaus ist Eiter seit 2002 Mitglied des Bundesvorstandes des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ) u. Unterstützer der Idee zur Einrichtung eines Hauses der Verantwortung im Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn. Hauptberuflich arbeitet er in der Kommunikationsabteilung der Arbeiterkammer Oberösterreich.

https://antifawels.wordpress.com/tag/robert-eiter/ ..  Das von türkischen u. mazedonischen Staatsbürgern bewohnte Haus steht in Vollbrand .. Mazedonier schaffte es nicht mehr, zum rettenden Fenster zu kommen, u. dürfte durch die Rauchgase das Bewußtsein verloren haben u. dann verbrannt sein ..  zitierte die „Welser Rundschau“ 5 Tage später den stellv. Welser Polizeidirektor, Ausländerhass scheide als Motiv für die Brandlegung einwandfrei aus ..

http://www.fpoe-linz.at/puehringer-deckt-mutmasslichen-amtsmissbrauch-von-ak-referent-robert-eiter-auf/ .. „Eiter-Leaks“-Unterlagen zeigen mehrfache Privattätigkeiten in der Dienstzeit .. „Mir sind Informationen zugegangen, wonach der Verdacht nahe liegt, daß Hr. Robert Eiter seinen durch Kammerbeiträge finanzierten Job bei der Arbeiterkammer OÖ regelmäßig für private Tätigkeiten missbraucht“, das deckte heute der AK-Vorstand u. Linzer FPÖ-Gemeinderat Manfred Pühringer auf. „Gerade im Bereich des Arbeitsrechtes sollte die AK mit gutem Beispiel voran gehen u. ihren Kammermitgliedern ein gutes Vorbild abgeben. Ist nun das Gegenteil der Fall?“
.. Berüchtigt ist Eiter völlig zu recht dafür, bei Bedarf jedem unliebsamen Politiker – gerne auch ohne Beweise – eine Nähe zum „Rechtsextremismus“ zu unterstellen. Daß dieses vermeintliche Hobby vom selbsternannten (Anti-?) Faschisten scheinbar illegaler Weise „zum Beruf gemacht“ wurde, zeigt nun eine schriftliche Chronologie seiner Freizeit-Aktivitäten während der Dienstzeit auf. „Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Wir fordern Hr. Eiter, der so gerne bei anderen ‚Polizei spielt‘ nun auf, zu beweisen, daß er zu allen genannten Zeiten entweder im Urlaub oder im Zeitausgleich war. Offenbar hat er sich sogar im eigenen Umfeld nicht nur Freunde gemacht“, so Pühringer. Konkret handelt es sich z.B. um folgende Zeitpunkte an Arbeitstagen: 5.11.2014, 11:40 Uhr / 8.01.2015, 14:47 Uhr / 30.1.2015, 11:38 Uhr / 23.2.2015, 10:14 Uhr /
5.3.2015, 08:22 Uhr .. Neben zahlreichen FPÖ-Politikern sind bisher nicht nur überzeugte Rote, sondern sogar ehem. Kommunisten dem „Rotstift“ Eiters zum Opfer gefallen, was dessen Rundumschläge naturgemäß nicht glaubwürdiger macht. „Normalerweise könnte man seine halblustigen Anwürfe als Kuriositäten abtun. Wenn sie aber während der Dienstzeit als Referent der AK abspielen, widerspricht das nicht nur dem Wunsch vieler Mitglieder, sondern stellt auch eine Vergeudung von knappen Finanzmitteln, die für unsere Arbeitnehmer eingesetzt werden sollten, dar“, ist Pühringer überzeugt u. fordert ein rasches Ende dieser eigenwilligen Dienstauffassung.

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Helmut Zilk

Beitrag von Dissident am Do Jul 13, 2017 5:41 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Zilk  Helmut Zilk (1927-2008), österr. Journalist u. SPÖ-Politiker. 1983-1984 Unterrichtsminister, 1984-1994 Bürgermeister von Wien, wurde als Sohn eines böhmischen Zeitungsangestellten im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten geboren. Zum liberalen Vater hatte er ein sehr gutes Verhältnis. Dieser wandte sich früh gegen den Nationalsozialismus. Er verbot seinem Sohn, bei den Werbern der Waffen-SS zu unterschreiben. Dies tat Helmut auch als einziger seiner Klasse nicht. Am Ende des Krieges wurde er Mitglied der KPÖ-nahen „Freien österr. Jugend“ u. war vom 10.4.1945 an Mitglied der KPÖ, verließ diese allerdings bereits wieder 1946 ..

Lehrer, Journalist, Fernsehstar
In der Nachkriegszeit arbeitete er als „Schulhelfer“ im 2. Bezirk. 1951 wurde er promoviert, 1955 legte er die Lehramtsprüfung für Pädagogik ab u. unterrichtete in der Lehrerbildungsanstalt Hegelgasse. Zuerst nebenbei, dann hauptberuflich arbeitete er ab diesem Jahr für den ORF. In den frühen 1960er Jahren gestaltete er die Fernseh-
sendung „Was könnte ich werden?“ mit, die Schüler darüber informierte, welche Berufe sie nach der Pflichtschule erlernen konnten, u. dabei jeweils Berufsbilder einer ganzen Sparte darstellte. Ab 1962 moderierte er die live übertragenen „Stadtgespräche“, von denen eine gemeinsame Livesendung mit dem tschechoslowak. Fernsehen 1964 besonderes Aufsehen erregte. Infolge seiner starken Bildschirmpräsenz u. seiner Schlagfertigkeit in Livesendungen war er seit damals in Österreich sehr bekannt.

1964 wurde aufgrund einer Initiative parteiunabhängiger Zeitungsherausgeber unter Führung von Hugo Portisch das Rundfunkvolksbegehren durchgeführt, das allerdings zunächst parlamentarisch erfolglos blieb. 1966 beschloss aber die frisch gewählte ÖVP-Alleinregierung unter Josef Klaus die mit 1.1.1967 in Kraft getretene Rundfunkreform.
Gerd Bacher, der neue Generalintendant des ORF, machte den undoktrinären Sozialdemokraten Zilk zum Fernsehdirektor. In dieser Funktion begründete Zilk das Schulfern-
sehen, die Sendungen „In eigener Sache“ u. „Auslandsecho“ u. das 2. Fernsehprogramm. Die über die Grenzen Österreichs hinausgehende Ausstrahlungswirkung des österr. Fernsehens wurde von den Sendungen der unter Bacher u. Zilk aufgebauten Osteuroparedaktion des ORF genutzt, führte allerdings zu gelegentlichen Protesten kommunistischer Regierungen.
Der machtbewusste u. als rechtsbürgerlich geltende Gerd Bacher wurde 1974 von der SPÖ-Regierung Kreisky abgesetzt, u. der als Bacher-Mann geltende Zilk wechselte zur Wiener „Kronen Zeitung“, wo er bis 1979 die Funktion des sogen. Ombudsmanns bekleidete, der Kritik u. Beschwerden der Leser an die Verantwortlichen weiterleitete u. den Sachverhalt pointiert kommentierte. 1978 war Zilk Kreiskys Wunschkandidat für den Posten des ORF-Generalintendanten, gewählt wurde jedoch (wahrscheinlich aufgrund des entscheidenden Votums der ORF-Betriebsräte) zur allg. Überraschung noch einmal Gerd Bacher.

Seit 1978 war Zilk in 3. Ehe mit der Sängerin Dagmar Koller verheiratet, aus der 2. Ehe hatte er einen Sohn.

Politiker
1979 holte ihn SPÖ-Bürgermeister Leopold Gratz als Stadtrat für Kultur u. Bürgerdienst ins Wiener Rathaus, als der er bis 1983 amtierte; ein Zeichen der Öffnung der Wiener Sozialdemokratie, das die Mehrheit sichern helfen sollte. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in den Medien hatte Zilk als Politiker von Anfang an mehr Medienaufmerk-
samkeit als die meisten anderen Mandatsträger. Als die SPÖ bei der Nationalratswahl 1983 die absolute Mehrheit verlor u. eine neue Bundesregierung aus SPÖ u. FPÖ gebildet wurde, folgte er Sinowatz, der Bundeskanzler wurde, als Bundesminister für Unterricht u. Kunst nach .. Sehr wirkungsmächtig wurde auch Zilks Entscheidung, Claus Peymann als neuen Burgtheaterdirektor in Wien zu berufen; dieser trat sein Amt 1986 an.
Nach 10 Jahren zeigte sich Bürgermeister Gratz amtsmüde. Sept. 1984 ließ sich Zilk auf Vorschlag Gratz' zum Bürgermeister der Stadt Wien u. damit auch zum Landeshauptmann des Bundeslandes Wien wählen. Nun hatte er wieder eine Funktion mit vielen unmittelbaren Gestaltungsmöglichkeiten inne. „Der Dr. Zilk“ war nun in Wien allgegenwärtig ..
Bei der Landtags- u. Gemeinderatswahl in Wien 1987 konnte die SPÖ ihre absolute Mehrheit verteidigen. 1988 entschied Zilk nach längeren Diskussionen persönlich den Aufstellungsort des 1983 von der Stadt bei Alfred Hrdlicka in Auftrag gegebenen Mahnmals gegen Krieg u. Faschismus, das noch im selben Jahr auf dem Albertinaplatz errichtet wurde .. Nov. 1994 schied er aus dem Amt des Bürgermeisters aus, sein Nachfolger wurde Michael Häupl; gleichzeitig trat auch Zilks Vizebürgermeister Hans Mayr zurück. Zilk übernahm neuerlich die Ombudsmannfunktion bei der „Kronen-Zeitung“. 2003 wurde er von der Regierung Schüssel zum Leiter einer Reformkommission der Bundesregierung zu Fragen der zukünftigen Organisation des Bundesheeres bestellt.

Ein wichtiger Aspekt seiner Tätigkeit ist Zilks Beziehung zu Israel u. dem jüdischen Volk. Ihm ist das Jüd. Museum in Wien zu verdanken, er führte das Herzl-Symposion durch u. war mit Teddy Kollek, dem aus Wien stammenden Bürgermeister Jerusalems, eng befreundet .. So war er auch der Initiator des Mahnmals auf dem Judenplatz in Wien.

Auch nach seinem Rückzug als Bürgermeister blieb er in den österr. Medien stets präsent. Er war bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, u. pflegte seine etwas polternde Art. Im Blickfeld der Öffentlichkeit blieb Zilk bis zuletzt als Moderator der aus dem Wiener Ringturm ausgestrahlten ORF-Talkshow „Lebenskünstler“.

Briefbombenattentat
Am 5.12.1993 wurde er bei einem Briefbombenattentat des rechtsextr. Terroristen Franz Fuchs an der linken Hand schwer verletzt; der paranoide Fanatiker bekämpfte Zilk als Symbol des multikulturellen, weltoffenen Wien. Bei dem Briefbombenattentat verlor er 2 Finger seiner linken Hand. Diese war seither in der Greiffunktion stark eingeschränkt u. meist in einer Hülle verborgen.
- - -
Agent oder Doppelagent?
Um die Mitte der 1960er Jahre, in der Zeit des beginnenden Prager Frühlings bot die Aufweichung des spätstalinistischen Regimes in Prag dem Westen eine Chance im Kalten Krieg. In dieser Phase begannen 1965 Zilks Kontakte zum tschech. Geheimdienst StB unter dem Decknamen „Holec“. Er engagierte sich allerdings gleichzeitig massiv im Sinne des Westens für die Reformbestrebungen in Prag (etwa durch eine Ende Sept. 1964 durchgeführte Prager Live-Sendung seiner TV-„Stadtgespräche“).
Bis 1968 kam es nach bekannt gegebenen tschech. Akten zu knapp 60 Treffen, bei denen er gegen Bezahlung politische Informationen aus der österr. Innenpolitik weiter-
gab u. dafür rund 70.000 Schilling u. einen Kristalllüster – samt eingebautem Abhörmikrofon – erhielt. Geldbeträge quittierte er nach diesen Unterlagen mit „Johann Maiz“. Nach der Flucht des tschech. Spions Ladislav Bittman 1968, der mit Zilk in Verbindung gestanden war, endete diese Tätigkeit. In den tschech. Akten wird Bittman mit den Worten zitiert, daß er Zilk einmal 5000 Schilling, später sogar 15.000 Schilling zugesteckt habe. Bittman selbst bestreitet diese Geschichte insgesamt.
Die österr. Staatspolizei hatte von diesen Vorgängen seit spätestens 1969 Kenntnis. Zilks Karriere im ORF tat dies allerdings keinen Abbruch; Jiří Šťastný, Journalist bei der tschech. Tageszeitung „Mladá fronta Dnes“, zeigte sich deshalb in seinem Aufdeckungsartikel überzeugt, daß Zilk auch Kontakte zur amerikan. CIA unterhalten habe. Šťastný gab an, dafür auch bestimmte Quellen zu haben, die er jedoch nicht nennen wollte. Zilk habe „somit wohl eher die Tschechen getäuscht“.
Nachforschungen im Archiv des Innenministeriums brachten zutage, daß der Inhalt des Aktes Zilk 1990 ausgehoben worden war. Zumindest ein Teil des Aktes konnte im Archiv der Republik, einer Abteilung des Staatsarchivs, auf Mikrofilm wiedergefunden werden. In Zilks Stapo-Akt aus dem Jahr 1968 wird Zilk als Informator bezeichnet, was keine konkrete Agententätigkeit beinhalten muss.
„Zilk wurde durch uns primär im Auftrag des tschech. Staatssicherheitsdienstes bearbeitet. Er gehörte zu jenen Personen, die in der höchsten Wertigkeit, in der Bearbeitungs-
kategorie 2, also in einem Zeitraum von 24 Stunden bearbeitet wurden. Das heißt, er hat ein Telefongespräch geführt u. innerhalb von 24 Stunden war das dann auf dem Schreibtisch der beauftragenden Diensteinheit, in diesem Fall des tschech. Dienstes“, so die Aussage von Markus Wolf, Leiter der Staatssicherheit der DDR, der 1998 in eine ORF-Sendung zur Verteidigung Zilks eingeladen wurde u. später auch in Zilks Sendung Lebenskünstler auftrat.
2016 wurden die Vorwürfe bezügl. der angebl. Spionagetätigkeit von Regisseur Franz Novotny im Spielfilm Deckname Holec verarbeitet - - -

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August und Serena Lederer

Beitrag von Dissident am Fr Jul 14, 2017 11:18 am

https://de.wikipedia.org/wiki/August_Lederer  August Lederer (1857-1936), österr. Industrieller, Sammler u. Kunstmäzen, der in besonderem Maße die Künstler der Wiener Sezession, u. speziell Gustav Klimt förderte.
Er kam zu Reichtum, indem er die defizitäre staatl. Spiritusfabrik in Raab aufkaufte u. in ein gewinnträchtiges Unternehmen verwandelte. Er erwarb auch ein ähnlich gelagertes Unternehmen, die Jungbunzlauer Spiritusfabriken, (das existierende Unternehmen Jungbunzlauer bei Laa an der Thaya gehört noch zu dem Konzern). 1892 heiratete er Serena Pulitzer. Das Bildnis Serena Lederers gehört zu den bekanntesten Porträts Klimts. Das Paar residierte in Wien Bartensteingasse Nr. 8, wo es auch die meisten seiner Kunstschätze aufbewahrte, weitere Wohnsitze befanden sich in Raab, sowie als „Sommerresidenz“ in Wien Weidlingau das Ledererschlössel.

Mit enormem Geldaufwand erwarb das Ehepaar Lederer die bedeutendste Klimt-Sammlung seiner Zeit. Unter anderem besaß es die „Fakultätsbilder“ Jurisprudenz u. Philosophie, sowie den so genannten Beethovenfries. Der Kontakt mit Klimt war überaus freundschaftlich u. so familiär, daß die Tochter Elisabeth Franziska während der NS-Zeit ihre außereheliche Herkunft von Gustav Klimt behaupten konnte u. 1940 einen entsprechenden „Abstammungsbescheid“ erhielt, nach dem sie nur als „Halbjüdin“ gelten sollte, während ihre beiden Brüder Erich u. Fritz als „Volljuden“ angesehen wurden.

Die Sammlung Lederer wurde 1938 zwangsenteignet, großteils im Schloss Immendorf in Niederösterreich gelagert u. soll dort Anfang 1945 unter nicht näher geklärten Umständen zum größten Teil verbrannt sein. Dagegen spricht jedoch, daß einzelne Gemälde nach dem Krieg auftauchten u. restituiert wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Serena_Lederer  Serena Lederer (ungar. Schreibweise Szeréna), geb. Pulitzer (1867-1943) war die Gattin des Industriellen August Lederer, Vertraute von Gustav Klimt ...
Die Tochter aus reichem Haus (der amerikanische Journalist u. Verleger Joseph Pulitzer war ein Verwandter) galt in ihrer Jugend als berühmte Schönheit. Ihr Leben lang pflegte sie das Auftreten u. die Allüren einer Grande Dame. 1892 heiratete sie vor dem Pester Rabbinat den Industriellen August Lederer .. In der Wiener Stadtwohnung, die angeblich auf Geheiß der Hausherrin nicht fotografiert werden durfte, war ein eigener Raum der Klimt-Sammlung gewidmet. Das Bildnis der Szeréna L. aus 1899 war hier der Auftakt zu einer engen freundschaftlichen Beziehung. Über Empfehlung Klimts verkehrte nach 1912 auch Egon Schiele im Hause Lederer u. freundete sich speziell mit Erich Lederer, dem jüngeren Sohn der Familie an.
Szeréna Lederer gilt als Motor hinter den Kunstkäufen August Lederers. Es existieren Klimt-Porträts ihrer Mutter Charlotte Pulitzer (1833–1920), ihrer Tochter Elisabeth Bachofen-Echt u. ihrer selbst. Wieweit die Beziehung Szeréna Lederers zu Klimt intimen Charakter hatte, ist schwer nachzuweisen. In der Zeit des Nationalsozialismus, als der Nachweis „arischer“ Vorfahren überlebenswichtig war, erreichte ihre Tochter Elisabeth jedenfalls die amtliche Anerkennung Klimts als unehelichen Vater.

http://derstandard.at/2000040231848/Klimts-Apfelbaum-Chronik-eines-folgenreichen-Irrtums .. Klimts "Apfelbäume II" wurde an die falschen Erben restituiert --- Ins Rollen kam diese Causa über den Erben einer anderen Sammlerfamilie, konkret jene von August u. Serena Lederer. Der äußerte die Vermutung, das Gemälde hätte "seiner" Familie restituiert werden müssen. Bis dahin hatte man angenommen, jener "Apfelbaum II", der über einen Rückstellungsvergleich mit Ucicky nach dessen Tod 1961 in den Bestand des Belvedere gelangte, habe Nora Stiasny gehört. 2001 wurde das Bild an ihre Nachfahren restituiert, die es verkauften u. den Erlös dem Erbschlüssel gemäß aufteilten ---
Seit Monaten versuchen Provenienzforscher nun neue Hinweise zu finden. Etwa, von wem Gustav Ucicky den restituierten "Apfelbaum II" erwarb: von Elisabeth Bachofen-Echt, die ihren Lebensunterhalt teils mit dem Verkauf von Kunstwerken bestritt, bis sie Okt. 1944 verstarb? Das könnte erklären, warum ihr Bruder Erich Lederer nach dem Krieg nie Ansprüche auf das Bild erhoben hatte. Oder verkaufte es ihr geschiedener Ehemann Wolfgang Bachofen-Echt nach ihrem Tod an NS-Regisseur Gustav Ucicky? Dass sie einander gut kannten, ist aktenkundig, denn der Regisseur benannte den Brauereibesitzer im Zuge des Rehabilitierungsverfahrens nach dem Krieg als Leumund. Offen ist auch die Frage des Zeitpunkts des Besitzerwechsels. Denn falls dieser nach dem 8.5.1945 erfolgte, wäre das Bild gar nicht zu restituieren gewesen. Man weiß es (noch) nicht. Ob sich im Privatarchiv der Familie Lederer der entscheidende Hinweis findet, ist unbekannt ---

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Elisabeth Bachofen-Echt

Beitrag von Dissident am Fr Jul 14, 2017 11:34 am

Elisabeth Bachofen-Echt (geb. Lederer) (1894-1944) .. http://www.lostart.de/Content/051_ProvenienzRaubkunst/DE/Sammler/B/Bachofen-Echt%20(geb.%20Lederer),%20Elisabeth.html .. Jüdische Sammler u. Kunsthändler (Opfer nationalsozialistischer Verfolgung u. Enteignung)
Adresse Wien III., Jacquingasse 43 --- Besitztümer: Wohnhaus in Wien III., Jacquingasse 43; Anteile an der Nußdorfer Bierbrauerei A.G.
Sammlung: Die Sammlung Elisabeth Bachofen-Echts umfasste u.a. Werke von Gustav Klimt sowie Eduard Grützner. Enteignung: Zwangsweise Überschreibung der Besitztümer an den geschiedenen Gatten Wolfgang Bachofen-Echt; 1940 mußte sie zwangsweise ihren Schmuck über das Wiener Dorotheum veräußern.

http://doedr.forumieren.net/t11p200-menschen-und-personalien#2115 .. Der Kontakt mit Klimt war überaus freundschaftlich u. so familiär, daß die Tochter Elisabeth Franziska während der NS-Zeit ihre außereheliche Herkunft von Gustav Klimt behaupten konnte u. 1940 einen entspr. „Abstammungsbescheid“ erhielt, nach dem sie nur als „Halbjüdin“ gelten sollte, während ihre Brüder Erich u. Fritz als „Volljuden“ angesehen wurden.

https://www.geni.com/people/Elisabeth-Bachofen-von-Echt/6000000011906091503 .. Ehefrau von Wolfgang Bachofen von Echt, Mutter von August Anton Bachofen v. Echt, Schwester von Erich August Lederer u. Friedrich Emil Lederer ..

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Hans Kelsen

Beitrag von Dissident am Mi Jul 19, 2017 4:48 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Kelsen  Hans Kelsen (1881-1973) .. Rechtswissenschaftler, .. zählte gemeinsam mit Georg Jellinek u. dem Ungarn Félix Somló zur Gruppe der österr. Rechtspositivisten, deren Denken er mit seinem Hauptwerk, der Reinen Rechtslehre, maßgeblich beeinflusste. Kelsen gilt als Architekt der österr. Bundesver-fassung 1920, die großteils bis heute in Kraft steht .. er entstammte einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Prag. Vater Adolf Kelsen stammte aus Brody in Galizien, seine Mutter Auguste Löwy aus Neuhaus in Böhmen ---

1912 ehelichte er Margarete Bondi (1890–1973). Das Paar hatte 2 Töchter: Hanna (1914–2001) u. Maria (1915–1994). 1917 wurde Kelsen außerordentl. Prof. an der Uni Wien, 1919 Ordinarius .. Während des 1. Weltkrieges wurde er als wehruntauglich eingestuft u. kurzzeitig in der zentralen Hemdenvergabestelle eingesetzt. In der Folge war er als Mitarbeiter des letzten k.u.k. Kriegsministers an militärpolitischen Plänen beteiligt, die von der zu erwartenden Ablösung der österr.-ungar. Realunion durch eine bloße Personalunion ausgingen. Kelsen befasste sich u.a. in einem Aufsatz mit der dann erforderlichen Teilung der k.u.k. Armee in eine österr. u. eine ungar. Armee. Diese Teilung fand schließlich auf Grund des von Kaiser Karl I. in seiner Funktion als König Karl IV. von Ungarn sanktionierten Beschlusses Ungarns, die Realunion aufzukündigen, am 31.10.1918 statt, allerdings ohne daß der gemeinsame Kriegsminister, der gemeinsame Ministerrat oder die k.k. österr. Regierung noch irgendeinen Einfluss darauf nehmen konnte.
Okt. 1918 wurde von Kelsen eine staatsrechtl. Denkschrift mit Planungen zur Vermeidung einer ökonomischen u. politischen Katastrophe auf dem Gebiet der Monarchie ausgearbeitet. Lammasch u. Kelsen erhielten daraufhin persönlich vom Kaiser im Hauptquartier in Baden den offiz. Auftrag zur Bildung einer „Liquidations-Kommission“, die staatsrechtl. Verhandlungen zur „Rettung des Gemeinwesen“ zu führen hatte. Die anschl. Verhandlungen, die Lammasch mit den Vertreter der versch. Nationalitäten führte, gestalteten sich anfänglich günstig. Aber am 20.10.1918 berichtete Lammasch Kelsen, daß die Mission wegen der Weigerung der tschech. Politiker, mitzumachen, nicht durchführbar ist. Kelsen übernahm die Benachrichtigung des Kaisers in Gödöllö. Unmittelbar darauf wurde von Lammasch, Redlich u. Kelsen die dem Kaiser vorzuschlagende Ministerliste der Regierung Lammasch, des Liquidationsministeriums, erstellt, die dann nur mehr 2 Wochen amtierte, bis der Kaiser aufgab.

Verfassungsexperte der Republik Österreich
Nach Ausrufung des am 30.10.1918 gegründeten Staates Deutschösterreich als Republik am 12.11.1918 wurde Kelsen vom sozialdemokr. Staatskanzler Renner immer wieder als Experte für Verfassungsfragen herangezogen. März 1919 wurde er mit der Ausarbeitung der Verfassung des neuen Staates beauftragt. Das von der Konstituierenden Nationalversammlung beschlossene Bundes-Verfassungsgesetz v. 1.10.1920 ist zwar nicht, wie es oft heißt, von ihm allein verfasst, aber von ihm maßgeblich mitgestaltet worden. Das sogen. B-VG gilt in der Fassung von 1929 mit den Modifikationen durch den EU-Beitritt 1995 bis heute.

Verfassungsrichter
1919 wurde er – als parteiunabhängiger Experte – Mitglied des Verfassungsgerichtshofes (VfGH). Die Tätigkeit als Verfassungsrichter u. vor allem die behauptete Nähe zur Sozialdemokr. Partei trugen ihm, nachdem ab 1920 konservative Regierungen tätig waren, viel Kritik ein. Der sozialdemokr. Wiener Bürgermeister Reumann hatte entgegen dem Ersuchen des konservativen Innenministers die Aufführung von Arthur Schnitzlers „Reigen“ nicht verboten; die von der Bundesregierung gegen Reumann vor dem Verfassungsgerichtshof erhobene Anklage scheiterte. Reumann hatte weiters ohne Genehmigung der Regierung ein Krematorium in Wien errichten lassen; der VfGH erkannte, er habe sich in einem entschuldbaren Rechtsirrtum befunden.
Besonderen Anstoß nahmen die Konservativen an einem familienrechtlichen VfGH-Erkenntnis. Die Ehescheidung war damals in Österreich noch nicht eingeführt. Der sozialdemokratische niederösterr. Landeshauptmann Sever hatte jedoch per Dispens die standesamtl. Wiederverheiratung nach einer Trennung gestattet; man sprach von sogen. Dispensehen oder Sever-Ehen. Hatte der von der Bundesregierung dagegen angerufene Oberste Gerichtshof diese Ehen für ungültig erklärt, so hob der Verfassungsgerichtshof die Dispensehen nicht auf u. entfachte damit wütende Reaktionen der kath. Kirche u. der Christlichsozialen. Kelsen wurde beschuldigt, der geistige Vater dieser VfGH-Erkenntnisse gewesen zu sein.
Anlässlich der Neugestaltung des Verfassungsgerichtshofes 1929/1930 wurden die Mandate der bish. Verfassungsrichter ex lege beendet. Die konservative Bundesregierung nahm Kelsen nicht in ihren auf Grund der Verfassungsnovelle 1929 zu erstellenden Ernennungsvorschlag an den Bundespräsidenten für von ihr zu besetzende Mandate auf. Die Sozialdemokraten, stärkste Fraktion im Nationalrat, boten ihm an, ihn auf die Liste der vom Nationalrat zu wählenden Verfassungsrichter aufzunehmen. Kelsen lehnte das Angebot ab, weil er nicht Richter von Gnaden einer Partei werden wollte.

Kelsen in Köln, Genf und Prag
Er verließ Österreich in der Folge u. wurde 1930 auf Anregung des Oberbürgermeisters Adenauer Prof. f. Völkerrecht an der Uni Köln. Dort wurde er 1933 nach der NS-Machtergreifung wegen seiner bekannten demokratischen Auffassungen u. seiner jüd. Abstammung .. von seinem Amt als Hochschullehrer beurlaubt .. 1933 wurde Kelsen in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1934 wurde er als Prof. der Uni Köln in den Ruhestand versetzt.
Noch 1933 trat er eine Professur f. Völkerrecht am Institut universitaire de hautes études internationales in Genf an, wo er bis 1940 lehrte. 1936 wurde er außerdem von der tschechoslowak. Regierung als Ordinarius f. Völkerrecht an die deutsche Prager Karl-Ferdinands-Uni berufen (bis 1938). 1936 erwarb Kelsen (unter Verlust der deutschen u. der österr.) die tschechoslowak. Staatsangehörigkeit. Seine Berufung nach Prag löste gewalttätige Proteste deutscher „völkischer“ u. nationalsozialistischer Studenten aus. Nach nur 3 Semestern war seine Prager Tätigkeit beendet.

Kelsen in den Vereinigten Staaten
1940 emigrierte er in die USA. An der Harvard University erhielt er ein Ehrendoktorat, aber keine feste Anstellung. 1942 wechselte er an die University of California, Berkeley, wo er 1945 zum „Full Professor“ ernannt wurde u. bis 1957 Politikwissenschaft lehrte. Von Österreich wurde er nach 1945 in die Österr. Akademie der Wissenschaften aufgenommen u. offiziell geehrt, jedoch nicht zur Rückkehr nach Wien eingeladen - - -

https://www.wien.gv.at/kultur/chronik/gedenken2008/archiv/verfassung.html .. Auf der Verfassung beruht die gesamte Gesetzgebung u. Vollziehung. Österreich ist eine demokratische Republik u. ein Bundesstaat, errichtet auf 3 grundsätzlichen Prinzipien:
Das demokratische Prinzip:    Artikel 1: Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.
Das bundesstaatliche Prinzip:    Artikel 2: Österreich ist ein Bundesstaat. Der Bundesstaat wird gebildet aus den selbständigen Ländern.
Das rechtsstaatliche Prinzip:    Artikel 18: Die gesamte staatliche Verwaltung darf nur auf Grund der Gesetze ausgeübt werden ---

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Oskar Schindler

Beitrag von Dissident am Mi Jul 19, 2017 5:47 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Oskar_Schindler  Oskar Schindler (1908-1974) war ein deutschmährischer Unternehmer .. Er wurde als Sohn des Landmaschinen-fabrikanten Johann Schindler u. dessen Frau Franziska „Fanny“ (geb. Luser) in Zwittau geboren. Er hatte eine 8 Jahre jüngere Schwester namens Elfriede. Die Kinder der jüdischen Nachbarsfamilien gehörten zu ihren Spielgefährten .. Im Alter von 19 Jahren (1928) heiratete er Emilie Pelzl, die Tochter eines wohlhabenden Landwirts .. Ihr Vater missbilligte die frühe Heirat seiner Tochter mit einem „unfertigen Mann“. Kurz nach der Heirat wurde Schindler zum Militärdienst des Heeres der 1. Tschechoslowak. Republik eingezogen.
Nach der Schließung der väterlichen Landmaschinenfabrik durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise arbeitete er 1935-1939 als Agent für das Amt Ausland/Abwehr in Mährisch-Ostrau u. Breslau. Sein Vorgesetzter zu dieser Zeit war Admiral Wilhelm Canaris. Zur Tarnung war Schindler als kaufmänn. Leiter der Mährischen Elektrotechn. AG in Brünn angestellt. 1935 trat er in die pro-NS-Partei Konrad Henleins ein, die Sudetendeutsche Heimatfront, später Sudetendeutsche Partei (SdP). Nachdem seine Spionagetätigkeit aufgedeckt worden war, wurde er für den Verrat tschechoslowak. Eisenbahngeheimnisse an Deutschland wegen Hochverrats zum Tod verurteilt. Nur Hitlers Überfall auf die „Resttschechei“ 1939 verhinderte die Vollstreckung des Todesurteils.

Um sich industrielle Aufträge zu sichern, trat er 1939 in die NSDAP ein u. schied im selben Jahr aus seiner Tätigkeit beim Generalkommando VIII in Breslau/Amt Canaris aus. In der Hoffnung, geschäftlich vom Krieg profitieren zu können, ging er nach dem deutschen Einmarsch in Polen nach Krakau. Okt. 1939 übernahm er eine stillstehende Email­fabrik in Zabłocie bei Krakau, die er zunächst pachtete u. später erwarb. Durch Schwarzhandel, bei dem er von seinem polnisch-jüdi. Buchhalter Abraham Bankier beraten wurde, erarbeitete er sich ein Vermögen. Blech war zu Kriegszeiten knappe Ware. Seine kl. Fabrik, die unzerbrechliches Küchengeschirr für die Wehrmacht u. den Schwarzmarkt herstellte, wuchs sprunghaft. Bereits nach 3 Monaten hatte sie 250 poln. Arbeiter, 7 von ihnen waren Juden. Das jüd. Ghetto Krakau existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Schindler, ein Hedonist u. Spieler, nahm den Lebensstil eines Lebemanns an u. genoss das Leben in vollen Zügen. Er wurde von Zeitgenossen als gut aussehender, hochgewachsener Mann beschrieben, der sich gewandt auf dem gesellschaftl. Parkett bewegte, ausschweifend zu feiern wusste u. Erfolg bei Frauen hatte. Er war ein Unterstützer des Fußballsports. Er sponserte die DTSG Krakau, welche in der Gauliga Generalgouvernement spielte, eine Liga, in der nur Vereine der deutschen Besatzer zugelassen waren.

Deutsche Emailwarenfabrik (DEF)
1939 bis Ende 1942 war sein Betrieb zu einer Email- u. Munitionsfabrik gewachsen, die 45.000 m² groß war u. fast 800 Arbeitskräfte beschäftigte. Unter diesen waren 370 Juden aus dem Krakauer Ghetto, das März 1941 errichtet worden war. Die Deutsche Emailwarenfabrik (DEF) wurde von Juden häufig Emalia genannt. Schindlers Widerstand gegen das Regime entwickelte sich nicht aus ideologischen Gründen. Den zuvor opportunistischen Fabrikanten widerte die Behandlung der hilflosen jüd. Bevölkerung an. Allmählich traten seine finanziellen Interessen gegenüber dem Verlangen zurück, so viele Juden wie möglich vor den Nationalsozialisten zu retten. Am Ende der Entwicklung waren Schindler u. seine Ehefrau nicht nur bereit, ihr gesamtes Vermögen für dieses Ziel auszugeben, sie setzten sogar ihr Leben aufs Spiel.
Die angestrebte Basis der Rettungsbemühungen war die Einstufung seiner Fabrik als kriegswichtige Produktionsstätte. Dies gelang ihm, die Militärverwaltung des besetzten Polen erkannte 1943 sein Emailierwerk als Rüstungsbetrieb (Produktion von Granatenhülsen) an. Das ermöglichte ihm, sowohl wirtschaftlich lukrative Verträge abzuschließen als auch jüd. Arbeiter anzufordern, die unter der Kontrolle der SS standen.
Um dies zu erreichen, hatte er die Häftlinge als unabkömmlich für seine Produktion dargestellt, deren Deportation das Erfüllen kriegswichtiger Aufträge verlangsamen würde. Durch die Täuschung konnte er Ausnahmen erwirken, sobald Juden der Abtransport in ..lager drohte. Seinen Sekretär, Buchhalter u. Finanzier Abraham Bankier beispielsweise bewahrte er am 3.6.1942 vor der Deportation nach Belzec. Auf riskante Weise nutzte er die zufällige Namensgleichheit mit Max Schindler, um mit einem beabsichtigten Missverständnis auf SS-Personal Einfluss zu bekommen. Schindler scheute sich bei seinem Vorgehen nicht, zu lügen oder Dokumente zu fälschen, indem er Akademiker u. Kinder als qualifizierte Metallarbeiter ausgab. Ebenso gelang das Erreichen der Einstufung als kriegswichtigen Produktionsbetrieb mittels eines Täuschungsmanövers im Schriftverkehr mit der SS. Erfolge bei hartnäckigen Verhandlungen mit der SS konnte er auch verbuchen, nachdem Geschenke u. Bestechungsgelder geflossen waren.

Zwangsarbeitslager Plaszow und Schindlers Nebenlager
März 1943 räumte die SS das Krakauer Ghetto. Ein Teil der Juden wurde in ..lager deportiert. Juden, die von der SS als arbeitsfähig eingestuft worden waren, deportierte sie ins Zwangsarbeitslager Plaszow (Plaschau). Schindler konnte sich mit dem Lagerkommandanten Amon Göth anfreunden, was ihm zu der Erlaubnis verhalf, seine jüd. Fabrikarbeiter in einem eigenen Lager in der Lipowastraße unterzubringen. Um das neu entstandene Lager wurden Wachtürme errichtet, die SS betrat es jedoch selten. Die Arbeiter wurden durch einen Signalton vorgewarnt, sobald die SS eine Lagerinspektion plante. Das Betreten seines Fabrikgeländes war der SS verboten. Durch das Arrangement eines Nebenlagers war es ihm möglich, seinen Arbeitern vergleichsweise gute Bedingungen zu bieten u. ihre mangelhaften Ernährungsrationen mit Lebensmitteln zu ergänzen, die er auf dem Schwarzmarkt kaufte.

Verhöre und Reise nach Ungarn
Schindler wurde mehrmals von der Gestapo vernommen, die ihn wegen Unregelmäßigkeiten, Bestechung der SS u. der Begünstigung von Juden verdächtigte, was ihn aber nicht abschreckte, weiterzumachen. Die Gestapo verhaftete u. verhörte ihn 1941 wg. Schwarzmarktaktivitäten. Aufgrund einer Anzeige kam es am 29.4.1942 zu einer weiteren Verhaftung; er war als „Judenküsser“ denunziert worden. Seine alten Kontakte zum Amt Ausland/Abwehr begünstigten unter anderem seine schnellen Haftentlassungen.

Von Historikern noch wenig erforscht ist die Nähe des Kontaktes zu seinem Vorgesetzten Admiral Canaris, für den Schindler 4 Jahre beim Amt Ausland/Abwehr gearbeitet hatte. Canaris war von Hitler mehrfach kritisiert u. vom Dienst suspendiert worden, unter anderem, weil er Juden beschäftigte. Auch hatte Canaris – der nach dem Attentat vom 20.7.1944 hingerichtet wurde – Juden als V-Männer ins Ausland geschickt u. sie damit gerettet; zudem hatte er die Einsatzgruppen in Polen kritisiert.

1943 reiste Schindler auf Bitte der Zionistenorganisation Joint heimlich nach Budapest, wo er sich im Hotel Pannonia mit ungar. Juden traf. Er schilderte diesen die verzweifelte Lage der poln. Juden u. diskutierte Hilfsmöglichkeiten.

Ab 1944: Plaszow wurde ein KZ
Januar 1944 wurde das 1940 errichtete Zwangsarbeitslager Plaszow in ein KZ umgewandelt, d.h. ins reichsweite KZ-System u. dessen Organisationsstruktur eingegliedert. Schindlers Lager, in dem seine Arbeiter wohnten, wurde nun KZ-Außenkommando genannt, war jedoch trotzdem noch ein KZ-Außenlager. Der Unterschied zwischen Außenlager u. Außenkommando war im KZ-System folgendermaßen definiert: Die Arbeiter eines Außenkommandos waren tagsüber zum Arbeitseinsatz am jeweiligen Rüstungsbetrieb u. schliefen abends im KZ, wo sie auch täglich auf dem Appellplatz antreten mussten. Die Arbeiter eines Außenlagers kehrten hingegen abends nicht zurück, sie wohnten u. schliefen in einem Lager beim Rüstungsbetrieb, das von KZ-Wachen kontrolliert wurde. Schindler hatte auch hier getrickst u. Vorteile für seine Arbeiter errungen: Sie mussten nur wochenends statt tägl. ins KZ Plaszow zurück ..

Faktisch bestand die gravierende Neuerung darin, daß das neu entstandene KZ u. sein vermeintliches Außenkommando sich nun unter strengster Kontrolle der Inspektion der KZ befanden, der Amtsgruppe D in Berlin. Amon Göth, dem Schindler so nahestand, daß er ihn freundschaftlich mit seinem Spitznamen Mony ansprechen durfte, hatte neue Vorgesetzte bekommen. Für Schindler verkomplizierte sich die Sachlage enorm. Er musste nun versuchen, mit mehreren u. noch unbekannten Personen zu verhandeln, um sie wohlgesinnt zu stimmen. Er reiste nach Berlin, um Sicherheit für seine Arbeiter u. sein Lager auszuhandeln. Die Produktion von Blechgeschirr ließ er beenden, die Fabrik produzierte nun ausschließlich Munition.

Ab Sommer 1944 wurde bekannt, daß das KZ Plaszow aufgelöst werden sollte. Auch Schindlers zugehöriges Nebenlager hatte vom Heereswaffenamt Berlin einen Räumungsbefehl erhalten. Anstatt sich mit dem Millionengewinn seiner Kriegsproduktionsgeschäfte aus dem Staub zu machen .., beschloss er, mit seiner Fabrik umzuziehen u. seine Arbeiter mitzunehmen. Der geplante sicherere Ort d. neuen Fabrik war Brünnlitz, das im Bezirk Zwittau lag, wo Schindler geboren u. aufgewachsen war, viele Kontakte hatte.

Die strenge Kontrolle durch die Amtsgruppe D hatte weitere Folgen. Im Herbst kam es zur Verhaftung des SS-Offiziers Amon Göth durch die NS-Justiz. Einer seiner SS-Leute hatte ihn aufgrund von Schwarzmarktgeschäften u. Unterschlagung von Reichseigentum angezeigt. Während Göth in U-Haft war, übernahm der SS-Mann Arnold Büscher die Leitung des KZ Plaszow. Schindler musste sich auch mit dieser Neuerung arrangieren.

KZ-Außenlager Brünnlitz in Zwittau → Hauptartikel: KZ-Außenlager Brünnlitz
Ende 1944 musste das KZ Plaszow mit allen Außenlagern aufgrund des Vormarsches der Roten Armee geräumt werden. Die SS deportierte über 20.000 Juden aus Plaszow in ..lager. Schindler war es gelungen, alle nötigen Genehmigungen zu erhalten, um seine kriegswichtige Produktion im mährischen Brünnlitz, Bezirk Zwittau, fortzusetzen. Die SS hatte ihm 800 Männer u. 300 Frauen als Arbeiter bewilligt. Zu seinen bisherigen Arbeitern kam eine große Anzahl neuer Namen aus dem Lager Plaszow. Insges. umfasste die Liste schließlich 297 Frauen u. 781 Männer. Die Übersiedlung der Männer ins Arbeitslager Brünnlitz begann am 15.10.1944 u. erfolgte unter Kontrolle des KZ Groß-Rosen.
Der Transport der Frauen führte über Auschwitz, da eine SS-Vorschrift verlangte, daß alle Häftlinge, Männer wie Frauen, in Quarantäne kamen, bevor sie in ein anderes Lager verlegt wurden. Ebenso waren Leibesvisitationen vorgeschrieben, die sich auch auf den Intimbereich erstreckten. Alles das musste bei weiblichen Häftlingen von Frauen durchgeführt werden, aber Groß-Rosen verfügte zu dieser Zeit weder über das entspr. Personal noch über die Einrichtungen, um die 300 Schindlerfrauen zu behandeln. Deswegen wurden die Frauen über das nächstgelegene KZ geleitet, in diesem Fall das ca. 60 km entfernte Auschwitz.

Schindler gelang es, die Männer aus dem Lager Groß-Rosen zu retten. Sein persönl. Sekretär schaffte es, in Auschwitz den Weitertransport der Frauen auszuhandeln, indem er der Gestapo eine erhöhte Bezahlung von 7 Reichsmark pro Tag u. Kopf versprach. Es handelte sich dabei nicht, wie häufig berichtet, um den einzigen Fall, in dem eine so große Gruppe die ..lager verlassen durfte, aber um den bekanntesten. In den letzten Kriegstagen floh Schindler nach Deutschland. In seinen Produktionsstätten war keiner seiner Arbeiter geschlagen oder in ein ..lager deportiert worden, keiner starb eines unnatürlichen Todes.

Nach Kriegsende

Finanziell war die Nachkriegszeit für Schindler wenig erfolgreich. Nov. 1945 - Mai 1950 lebte er in Regensburg. Er ließ sich eine Zeitlang in San Vicente, Argentinien, nieder, wo er mit seiner Frau Emilie eine Nutriafarm betrieb. Nachdem seine Ranch 1957 bankrott gegangen war, kehrte er ohne Emilie nach Westdeutschland zurück u. betätigte sich als Handelsvertreter. Ein Versuch, als Betonfabrikant zu reüssieren, endete 1961 in der Insolvenz. Als von ihm geschützte überlebende Juden von seinen beruflichen u. finanziellen Schwierigkeiten erfuhren, luden sie ihn nach Jerusalem ein.
Ab diesem Zeitpunkt lebte Oskar Schindler ein „geteiltes“ Leben: Die eine Hälfte des Jahres verbrachte er in Frankfurt am Main, wo er zurückgezogen in einer Einzimmer-
wohnung am Bahnhof lebte, die andere Hälfte des Jahres verweilte er bei den von ihm geretteten Juden in Jerusalem. Dieses Leben führte er bis zu seinem Tod 1974. Er fand auf seinen Wunsch hin seine letzte Ruhe auf dem römisch-kath. Franziskanerfriedhof am Berg Zion in Jerusalem .. 2 Jahre vor seinem Tod wurde ihm in der Hebräischen Uni ein Raum gewidmet, in dem ein Buch, das seine Taten schildert, u. eine Liste mit den Namen aller geretteten Juden aufliegen.

Einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland u. der Welt wurde er durch den Film Schindlers Liste bekannt.

Hinterlassenschaft und Nachwirkungen - „Schindlerjuden“ - → Hauptartikel: Liste von Schindlerjuden

Die von Schindler geretteten jüd. Männer u. Frauen bezeichneten sich selbst häufig als Schindlerjuden. Leopold Page, einer der geretteten Juden, kam 1980 mit dem Autor Thomas Keneally in Kontakt, welcher daraufhin einen Roman über Schindler verfasste. Der Begriff Schindlerjuden verbreitete sich auch durch Zeitungsberichte sowie durch den Film Schindlers Liste (1993). Nach ihrer Befreiung 1945 verteilten sich die geretteten Häftlinge in alle Welt. Einige von ihnen, darunter Mietek Pemper u. Wolf Weil, ließen sich in Deutschland nieder. Auch die Eltern von Michel Friedman gehörten dazu. Man schätzt, daß zu Beginn der 1990er Jahre noch etwa 400 Schindlerjuden lebten, die Hälfte von ihnen in Israel. Der letzte deutsche überlebende Schindlerjude war Jerzy Gross, der zuletzt auch öffentlich über sein Schicksal berichtete. Moshe Bejski, Richter am Obersten Gerichtshof Israels, beschrieb das Wesen u. Wirken Schindlers:   „Wäre er ein Durchschnittsmensch gewesen, wäre er sicher nicht fähig gewesen, das zu tun, was er für uns getan hat.“

– Moshe Bejski

Gemäß Zeitzeugenberichten besaß Schindler mehrere hohe NSDAP-Parteiabzeichen, die wesentlich dazu beitrugen, Eindruck bei der SS zu hinterlassen u. ihm leichter Türen öffneten. Schindler soll Träger des Blutordens gewesen sein; ebenso Träger des Goldenen Parteiabzeichens, wie im Film dargestellt. Der Besitz der Abzeichen ist historisch nicht belegt, nachweisbar ist jedoch, daß er kein durchschnittliches NSDAP-Mitglied war, sondern tendenziell heldenhaftes Ansehen bei der SS genoss.

Schindlers Koffer
Nov. 1999 wurde auf dem Dachboden der Wohnung seiner letzten Geliebten Annemarie Staehr in Hildesheim ein Koffer mit 7000 Schriftstücken u. Fotos gefunden. Darin befand sich eine originale Liste der von Schindler geretteten Juden sowie unter anderem eine komplette Auflistung dessen, was er der SS an Gefälligkeiten erwiesen hatte. Alle Ausgaben für Lebensmittel waren penibel vermerkt. Als die beiden Journalisten der Stuttgarter Zeitung, Claudia Keller u. Stefan Braun, von dem Koffer erfuhren, ließen sie den Inhalt im Bundesarchiv in Koblenz sichten, katalogisieren u. in säurefreie Mappen verpacken. Die Zeitung übergab den wertvollen Fund anschließend an die Gedenkstätte Yad Vashem.

Emilie Schindler, seiner Witwe, wurden davon Kopien gesendet. Sie forderte jedoch den Koffer als rechtmäßige Erbin für sich. Mitte 2001 erhielt sie nach einem Vergleich 25.000 DM von der Stuttgarter Zeitung, nicht aber den Koffer, der in Yad Vashem verblieb.

Schindlers Liste  → Hauptartikel: Liste von Schindlerjuden
Listen gehörten zum unabdingbaren Lageralltag eines KZ. Auch Schindlers Liste musste mehrfach angefertigt, d.h. auf der Schreibmaschine abgetippt werden. Schindler begann Herbst 1944 die Liste zu erstellen. Anders als im Film dargestellt diktierte Schindler die Liste nicht. Ihre Erstellung dauerte länger als einige Stunden. An der Liste beteiligt waren mehrere Personen, unter anderem Itzhak Stern, Hilde Berger, Abraham Bankier u. Marcel Goldberg, welchem später vorgeworfen wurde, er habe Bestechungsmittel in Form von Edelsteinen angenommen, um bevorzugte Personen auf die lebensrettende Liste zu setzen.

Zeitungsberichten zufolge existieren noch 4 authentische Abschriften von Schindlers Liste: 2 Originalabschriften sind im Besitz der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, eine weitere befindet sich im Besitz einer US-Gedenkstätte. Eine 4. Abschrift, deren Echtheit bestätigt ist, befand sich im Besitz Itzhak Sterns (Erstellungsdatum der Liste: 18.4.1945), der sie an seinen Neffen weitergab. 2010 wechselte das Dokument für 2,2 Mio. US-Dollar den Besitzer. Käufer war ein privater Sammler, der sie über den Händler Gary J. Zimet erwarb. Erika Rosenberg hatte vor Gericht versucht, den Verkauf unterbinden zu lassen: Der Wille von Oskar u. Emilie Schindler sei gewesen, daß die Nachweise über die Rettung der Juden in deutschen Museen der Öffentlichkeit zugänglich seien. Sie wies auf die ärmlichen Verhältnisse hin, in welchen die Schindlers lebten, u. kritisierte den Millionenerlös der Dokumente sowie den Verkauf an private Interessenten statt an Museen.
Juli 2013 stellte Händler Gary J. Zimet die Liste erneut zum Verkauf, dieses Mal allerdings auf der Auktionsplattform eBay. Der Startpreis betrug 3 Mio. US-Dollar. Die Auktion blieb erfolglos, obwohl sie von einer halben Mio. Menschen besucht wurde u. mehr als 13.000 Beobachter hatte.

Filmdrama
Der Regisseur Steven Spielberg setzte Oskar Schindler 1993 mit Schindlers Liste ein filmisches Denkmal. Der Film, der auf der 1982 erschienenen Biographie von Thomas Keneally basiert, wurde mit 7 Oscars ausgezeichnet.

Filmdokumentationen
Kathrin Sänger, die Regisseurin von Schindlers Liste – Eine wahre Geschichte reiste in den 2010er Jahren für Spiegel-TV nach Israel, um die letzten Überlebenden, die in Schindlers Fabrik gearbeitet hatten, zu interviewen. Sie interviewt Ignaz u. Rena Birnhack, Mietek Pemper (Filmrolle des Itzhak Stern, Stenograf von Göth, Autor eines zum Filmtitel gleichnamigen Buchs von 2005) u. Helen Jonas-Rosenzweig (Rolle der Helene Hirsch; als 17-jährige Haushaltssklavin bei Göth, genannt Susanne), Bornislawa Horowitz Karakulska, Moshe Bejski.
U.a. wird von ihnen erzählt, wie es Schindler gelang, 300 bereits nach Auschwitz abtransportierte Frauen ca. 14 Tage später wieder zurückzuholen. Es sei der einzige derart große Häftlings-Transport aus Birkenau heraus gewesen. Als die Rote Armee 1945 auf Brünnlitz vorrückt, kann er mit Hilfe „seiner“ Juden aus der Tschechoslowakei wenige Stunden vor deren Ankunft fliehen. Sie u. er wussten: Falls die Russen ihn, den Nazi u. Fabrikdirektor erwischen, würden sie ihn erhängen, noch bevor er etwas sagen könnte. Die bisherigen Sklavenarbeiter schützen ihn durch eine ihn bis nach Bayern begleitende Gruppe. Auch von seinen Besuchen in Israel wird berichtet: 2x jährlich fährt der verarmte Schindler aus Deutschland quasi zur Erholung für einige Wochen nach Israel auf die Einladung seiner „Kinder“ hin, wie er seine früheren „Angestellten“ nennt. Sein Umgang mit für ihn gesammeltem Geld wird thematisiert.

Bereits 1983 wurde in England eine Dokumentation von Jon Blair Schindler: His Story as Told by the Actual People He Saved (für die Thames Television, gesendet in den USA 1994 als Schindler: The Real Story) ausgestrahlt. 1998 folgte die A&E Biography special Oskar Schindler: The Man Behind the List.

http://www.hagalil.com/archiv/99/10/schindler-2.htm .. Ein Direktor des Chemiekonzerns erklärt sich auch tatsächlich bereit, für Schindler eine Arbeit im Konzern zu finden. Daß das am Ende nicht gelingt, liegt weniger an Hoechst als an Schindlers Selbstverständnis. Nov. 1966 schreibt er einen Brief an "Direktor Gottfried Noack, FarbwerkeHoechst AG": "Ich danke Ihnen u. Ihrem geschätzten Hr. Kollegen für die Offenheit der Feststellung, daß trockene Schreibtischarbeit, Zahlenkalkulation in der Verkaufsabteilung eine Verheizung meiner Möglichkeiten am falschen Platz wäre." Schindler sieht sich am ehesten im Außendienst, Kontakte knüpfend u. Geschäfte vermittelnd, ohne diese aber umsetzen zu müssen. Das sollen andere erledigen. Schindlers Abneigung, sich als einfacher Angestellter an den Schreibtisch eines Unternehmens zu setzen, erinnert an seine generelle Abneigung, unter Vorgesetzten arbeiten zu müssen .. In den letzten Jahren seines Lebens erhält er tatsächlich mehrere kl. Renten- vom Land Hessen, von der Stadt Frankfurt, vom Papst u. vom Bundespräsidenten-, mehr als 20 Jahre nach Kriegsende ---

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Franz Pichler

Beitrag von Dissident am Do Jul 20, 2017 3:10 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Pichler_(Ingenieur)  Franz Pichler (1866-1919), österr. Ingenieur u. Erfinder, gilt in Österreich als Pionier der Elektrotechnik.

Der Sohn eines Mühlenbesitzers studierte 5 Jahre lang an der Techn. Uni Graz, wo er 1889 abschloss. Zunächst versagten die Behörden Pichler die Betriebsgenehmigung für seine 80-kw-Wasserkraftanlage am Weizbach, die er 1891 konstruiert hatte, da sie sein Diplom im Fach Maschinenbau nicht als ausreichenden Befähigungsnachweis anerkannten. Erst am 20.2.1892 erteilte das Handelsministerium seine Zustimmung u. Pichler erhielt im selben Jahr die Konzession zur gewerbsmäßigen Erzeugung von elektr. Maschinen u. Fremdanlagen. Er gründete noch im gleichen Jahr die „Weizer Elektrizitätswerke F. Pichler & Co.“. Pichler entwickelte gemeinsam mit einem befreundeten Uhrmacher auch eine Reihe von Messinstrumenten u. Transformatoren. In dieser Zeit wurden bereits Vernickelungsdynamos u. Gleichstrom-Nebenschlußdynamos in der ersten Werkstätte erzeugt. Aus diesen Anfängen entstand später der Industriekonzern ELIN, der nach mehreren Übernahmen Bestandteil des Siemens-Konzerns (Bereich Transformatoren) sowie der Andritz AG (Generatoren) geworden ist.
1909-1911 errichtete Pichler in der Raabklamm das erste Hochdruckwerk mit Tages-Akkumulierung in Österreich, das eine Leistung von 1000 kW erreichte, sowie weitere Werke in der Steiermark, in Niederösterreich, Vorarlberg u. Kroatien. Er konstruierte eines der ersten Zweiphasen–Wechselstromkraftwerke der k.u.k.-Monarchie u. meldete zahlreiche Erfindungen als Patent an, wie zum Beispiel die Erfindung der Kühlrippe, die u.a. in Motoren der effizienteren Abführung von Wärme dient.

Literatur
   Robert F. Hausmann: Pichler - Werke Weiz 1892 - 1992. Geschichte eines steirischen Unternehmens. Weiz 1992.
   Wolfgang Mathis: Pichler, Franz. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 3-428-00201-6, S. 415 (Digitalisat).
   J. Mentschl: Pichler Franz. In: Österr. Biograph. Lexikon 1815–1950 Band 8, Verlag der Österr. Akademie d. Wissenschaften, Wien 1983, ISBN 3-7001-0187-2, S. 54
   Fritz Posch: Franz Pichler - der Pionier der steir. Elektroindustrie. in: Ferdinand Tremel (Hrsg.): Steir. Unternehmer des 19. u. 20. Jahrhunderts. Eine Sammlung von Lebensbildern. (Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Sonderband 9). Graz 1965, S. 11-17
   Georg Schneider: Geschichte der ELIN-Weiz und ihres Gründers Ingenieur Franz Pichler, Graz 1959.

http://science.orf.at/stories/2851654/  Weiz war eine der ersten Gemeinden Österreichs mit elektrischem Licht. .. Franz Pichler .. hat die steir. Region geprägt ..
Eine Petroleumlampe fiel um u. setzte die Mühle der Eltern in Brand. „Da dachte sich der Maschinenbaustudent Franz Pichler, es müsste doch eine Möglichkeit geben, den Familienbetrieb zu modernisieren“ .. Also nutzte Pichler die Energie eines nahegelegenen Hammerwerkes um Strom zu erzeugen, den er dann mit einem Drahtseilantrieb in die Mühle leitete.

Die Elektrifizierung der Steiermark
5 Jahre später besuchte er die Weltausstellung in Frankfurt/Main u. war fasziniert davon, daß das gesamte Ausstellungsgelände elektrisch beleuchtet war. Da ließ ihn die Idee nicht mehr los, die Straßen seiner Heimatstadt mit elektr. Licht auszustatten. Mit einem Drahtseilantrieb war das nicht möglich. Zurück in Weiz baute er 1892 einen Generator, der Wechselstrom erzeugte. So erleuchtete vor 125 Jahren künstliches Licht die Straßen der oststeir. Kleinstadt zum ersten Mal. Zu dieser Zeit hatten viele Bezirke Wiens noch kein elektrisches Licht. Pichler gründete die Weizer Elektrizitätswerke, stellte elektr. Maschinen her u. begann, in der gesamten Steiermark kleine Kraftwerke zur Stromerzeugung zu errichten. Er bekam viele Aufträge, übernahm sich allerdings finanziell mit dem Ausbau des Betriebs, musste Partner mit ins Boot holen u. an die Börse gehen, .. 1908 ging die ELIN AG für elektr. Industrie aus den sogen. Pichlerwerken hervor.

Elektroautos, Generatoren und Waffen
Pichler experimentierte auch mit Elektroautos, die über Oberleitungen mit Strom versorgt wurden. Die Gemeinde zweifelte daran, ob das sicher war. Aber letztendlich gab sie ihm die Genehmigung u. ließ einzelne Straßen für seine Experimente sperren. Der Ingenieur saß selbst im Gemeinderat bis er eines Tages im Zorn ging u. sein Mandat zurücklegte. Der Grund war ein Streit über eines seiner Finanzierungsansuchen. Pichlers Generatoren- u. Transformatorenbau prägt die Stadt bis heute. „Es gäbe in der Oststeiermark keine Industrie in diesem Ausmaß, hätte Franz Pichler nicht den Grundstock gelegt“. Auch die Infrastruktur profitierte von den Pichlerwerken, denn die Verkehrswege mussten für Pichlers Produkte ausgebaut werden .. Während des 1. Weltkrieges stellte Pichler sein Werk in den Dienst der k.u.k.-Kriegsindustrie u. produzierte neben Waffen auch die elektron. Einrichtung für U-Boote .. 1946 wurde der Betrieb verstaatlicht.

http://bfhgw32.uni-graz.at/hfi/students/kapfhammer/kap0/zusamm.html  .. Da 1897 Ing. Pichler der Eigenkapitalmangel große Schwierigkeiten bereitete, trat Ing. Cornel Masal in das Unternehmen ein. Durch die Kapitalzufuhr war der Bau der ersten 350 m² großen Farikshalle möglich. So entwickelte sich der Betrieb zu einem expandierenden Gewerbebetrieb mit Außenbüros u. –posten im aufstrebenden Technologiezweig Elektrizität ..
Durch den Konkurrenzkampf mit den großen Konzernen Siemens u. AEG, hielt die finanzielle Stärkung durch die Einlage Ing. Masals nicht an. 1900 trat daher die "Gesellschaft für elektr. Industrie" mit Sitz in Wien als stiller Teilhaber ins Unternehmen ein. Durch die neue Verbindung entstanden Verkaufsbüros in Wien u. gleichzeitig begann man den weiteren Ausbau der Fabrik Weiz ..
Trotzdem die Gesellschaft durch die Zerschlagung der österr.-ungar. Monarchie von einem Großteil der bish. Absatzgebiete abgeschnürt wurde, konnte das Unternehmen die Erschütterungen des Krieges überstehen, ohne den Betrieb jemals eingestellt haben zu müssen. Der ELIN kam weiters der intensive Ausbau der heimischen Energiequellen (insbes. Wasserkraft) zu Gute, u. so kam es zu zahlreichen Neuerwerbungen u. Beteiligungen mit Unternehmen, die später Teile des weltumspannenden Konzerns wurden ..
Durch den Börsenkrach vom 24.10.1929 stand auch die ELIN unter dem Einfluß der Weltwirtschaftskrise. Die Mittel der Bekämpfung dieser Entwicklung waren eine doppelt verstärkte Aquisitition, die Verbilligung der Endprodukte durch techn. konstruktive Verbesserungen u. Sparsamkeit auf allen Gebieten, sowie große Vorsicht bei der Erteilung längerer Warenkredite. Erst die Belebung der Weltwirtschaft ab 1936 bewirkte eine Steigerung der Gewinne u. Umsätze der ELIN. In dieser Zeit wurde in der Apparatefabrik der ELIN die Produktion von Elektroherden aufgenommen u. ein neuer Kurzschlußläufermotor entwickelt, der unter dem Namen "Robax-Motor" bekannt wurde ..
Nach dem "Anschluß" Österreichs ans "Deutsche Reich" kam es im Zuge der Arisierung durch die Nationalsozialisten zur einer vollständigen Umbesetzung der Weizer u. Wiener Direktion. Als einer der nächsten Schritte wurde die ELIN mit der deutschen Schorch-Werke AG im Rheinland verschmolzen, wodurch sich Änderungen in der Organisation u. in der Fabrikation ergaben .. Im sozialen Bereich wurden durch Ausbau der Fabrik, den sozialen Wohnbau, Arbeitsverbesserung u. verstärkte Sozialleistungen große Fortschritte gemacht. Mit dem Beginn den 2. Weltkriegs stellten sich große Rüstungsaufträge wie Aufträge für U-Boot Ausrüstungen, Motoren, Transformatoren u. Schweißumformer für Marinen u. Heer ein ..
Bei Kriegsende befand sich das Unternehmen in einem trostlosem Zustand. Nachdem in Weiz die russ. Besatzungsmacht fast alle Maschinen u. Werkzeuge abtransportiert hatte, ging man unter Dr. Ing. Karl Widdmann, der die Leitung der Fabrik übernahm, an den Wiederaufbau der Fabrik. 1946 wurde die ELIN verstaatlicht u. die Fabrik in Penzing, Ottakring u. Weiz gingen ins Eigentum der Republik über. Die restl. Fabrikationsstätten führten bis zu ihrer Rückgabe 1955 als USIA-Betriebe ein Art Eigenleben unter der Verwaltung der russ. Besatzungmächte. Durch Neuorganisation u. Auslandskredite war die ELIN bald wieder in der Lage bedeutende Großprojekte auszuführten, wie zum Beispiel das Kraftwerksprojekt Glockner-Kaprun, das zum Großteil auf die Leistung der ELIN zurückgeht ..
(Queller: Regine Kapfhammer: Geschichte der ELIN Weiz. Diplomarbeit Uni Graz, 1998)

Aus: "Informationen der Stadtgemeinde Weiz" Folge 323: .. an der Techn. Hochschule in Graz erwarb er bei Prof. Albert v. Ettingshausen gründliche Kenntnisse der physikalischen Grundgesetze der Elektrizität u. des Magnetismus. Schon während seiner Studienjahre stellte er sein technisches Talent mit der Berechnung u. Ausführung
eines 900 m langen Drahtseiltriebes, angetrieben durch ein mittelschächtiges Wasserrad für 800 L/Sek., für die elterliche Mühle unter Beweis – der erste Drahtseilantrieb der österr.-ungar. Monarchie --- Hans Masal, einem aus wohlhabender Familie stammenden Studienfreund Pichlers. Dessen älterer Bruder Ing. Cornel Masal wollte sich beruflich verändern u. stieg 1897 als Teilhaber mit 30.000 Gulden ins Unternehmen ein ..

Aus: "Weizer Bankerlweg" Tourismusverband Weiz .. Als “elektrischer Franzl” in Weiz bekannt u. belächelt, fand der fortschrittliche Techniker nur wenig Verständnis unter der Bevölkerung .. Nach dem Motto: “Den Strom, den er erzeugt, siachst net, oba wennst den Droht augreifst, bist hin” überwog anfangs das Misstrauen gegenüber seinen Ideen .. Die väterliche Mautmühle baute er zu einer modernen Handelsmühle um – diese Pichlermühle besteht bis heute ..
An einer Gefällestufe des Weizbaches unweit der Ruine Sturmberg wurde das Wasser abgeleitet u. in einem offenen Gerinne dem neuerbauten Kraftwerk in der Steinbruchstraße zugeführt. Dieses Gerinne wurde von der Bevölkerung “Lichtbach” genannt. Eine Turbine trieb die erste Mehrphasenmaschine an ..
Seinem Lebenswerk zuliebe schlug er viele Angebote als Manager u. Berufungen an Hochschulen aus. Er wollte nicht das Herz u. Kernstück seiner bisherigen Lebensarbeit, das Weizer Elektrizitätswerk Franz Pichler u. Co., aus der Hand geben .. Nach seinem Tod übernahmen seine 3 Kinder Theresia, Franz u. Ernst zu gleichen Teilen die nun in eine offene Handelsgesellschaft umgewandelte “Elektrische Zentralstation”. Das väterliche Erbe blieb somit ein Familienunternehmen u. wird bis heute als “Pichler Werke Weiz” als solches geführt. Unter DI Franz Pichler wurde das Versorgungsnetz bis zu den entlegendsten Bergbauernhöfen im oberen Feistritztal ausgebaut. Heute umfasst das Unternehmen, das von Weiz aus gesteuerte Kraftwerk Raabklamm 5 Umspannwerke in Weiz, Birkfeld u. Brodingberg; 8155 Km Hochspannungsleitungen mit 890 Trafo-Stationen u. über 1926 Km Niederspannungsleitungen zu 28.400 Kunden .. Als erstes steir. Stromversorgungsunternehmen schlossen die “Pichler Werke” 1924 ein Stromlieferungsübereinkommen mit der 1921 gegr. steir. Landeselektrizitätsgesellschaft STEWEAG ..
.. 1892, am Tag der Hochzeit von Ing. Pichler sollte das Kraftwerk in Betrieb gehen u. in Weiz erstmalig die elektrische Straßenbeleuchtung erstrahlen. Doch am Morgen bemerkte man einen kleinen Fehler in der Anlage, den nur Pichler beheben konnte. So fuhr er mit dem Fahrrad zur 80-kW-Anlage oberhalb der Werke Mosdorfer.
Vor dem Haus Kapfensteiner warteten die Hochzeitsgäste u. die Braut. Verstohlen blickte bald der u. jener auf die Uhr, um festzustellen, daß auf den für die Trauung angesetzten Termin nur noch einige Minuten fehlten. Da ging die Großmutter kurz entschlossen zum bereits funktionierenden Betriebstelefon, rief den Bräutigam an u. sagte: „Wenn du heiraten willst, komm’ sofort nach Hause! Sonst lass es bleiben.“ Gleich darauf traf der Franzl mit dem Rad ein. Zum Umziehen hatte er keine Zeit mehr. Mit einer Stunde Verspätung setzte sich der Hochzeitszug in Bewegung. Einige Frauen tuschelten, wenn das nur gut gehe – er liebte den Strom ja mehr als seine Braut ... Die Vielseitigkeit seines Könnens stellte Pichler unter Beweis, als er 1891 den Auftrag bekam, die Pläne zur ersten Weizer Wasserleitung, der Kalkleitenquelle, zu erstellen ..

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Peter Pilz

Beitrag von Dissident am Fr Jul 28, 2017 4:08 pm

aktuell: Dissident zum Ex-Grünen Peter Pilz: Wie mir scheint, hat er bis heute nicht begriffen, daß er von jeher in der falschen Partei gelandet ist. Die feministisch-männerfeindlichen GRÜNINNEN sehen überall sexistische Gespenster oder "Macho-Faschisten", wenn ein Mann vor ihnen nicht mit eingezogenem Schwanz den geschlechtslosen Teddybär mimt und all ihre idiotischen Wünsche erfüllt. Ich kann nicht beurteilen, was wirklich dran ist an den Vorwürfen gegen ihn, aber es scheint wohl höchstens um ein marginales Daneben-Benehmen zu gehen, meilenweit von Vergewaltigung entfernt. Es wird hier eine Aufregung um einen grünen Furz gemacht, der grotesk lächerlich wirkt. Gerade angesichts der seit 2015 angewachsenen Ausländer-Lawine, die vielen einheimischen Frauen ECHTE VERGEWALTIGUNGEN und unzählige sexuelle Belästigungen eingetragen hat. Der wirkliche Skandal ist, daß hinterfotzige Anschuldigungen medial den vielfachen wirklichen Sexual-Delikten übergeordnet werden! Mit schuld an diesen Zuständen sind gerade die grünen Weiber!
Schade auch, daß Peter Pilz mit seinem Herumgeeiere von Nicht-Antritt oder Doch-Antritt im Nationalrat weiter versucht, der politisch-gesellschaftlich verordneten Etikette gerecht zu werden, welche aus infantiler Weiberwirtschaft entsprungen ist. Mir hätte es besser gefallen, wenn er erklärt hätte: "Kommts her, klären wir das vor Gericht. Bis dahin: Klappe halten und um die wirklichen Probleme in unserem Land kümmern."

http://wien.orf.at/news/stories/2876653/ .. beträgt die Verjährungsfrist 1 Jahr .. daß die Staatsanwaltschaft, ehe sie in einem solchen Fall Anklage erhebt, das Opfer fragen muss, ob es damit einverstanden ist. Lehnt das Opfer ab, kommt es nicht zum Prozess ..


https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Pilz  Peter Pilz (*1954) ..studierte Volkswirtschaft u. Politikwissenschaft an der Uni Wien. 1983 wurde er zum Dr. promoviert. Nach Ableisten des Zivildiensts war er als freier Autor u. Sozialwissenschaftler tätig. Nach ersten Tätigkeiten in der akad. Lehre entschied er sich für die politische Laufbahn ..
Pilz war während seiner Studentenzeit Mitglied der trotzkistischen Gruppe Revolutionäre Marxisten u. war Gründungsmitglied der österr. Grünen. Nach der Nationalratswahl 1986 zog er für die Grüne Alternative ins österr. Parlament ein. 1986-1991 war er u.a. Mitglied des österr. Landesverteidigungsrates.
1988 erlangte Pilz große öffentl. Aufmerksamkeit als Aufdecker im parlamentar. Untersuchungsausschuss zur Lucona-Affäre u. zum Noricum-Skandal.
1991 legte er sein Nationalratsmandat zurück u. zog als Spitzenkandidat der Grünen in den Wiener Landtag ein, wo er bis 1997 Klubobmann der Grünen Fraktion im Wiener Rathaus war. 1992-1994 war er auch Bundessprecher der Grünen Partei.
1997 kritisierte er Regierung .d Justiz, weil diese 1989, nach der Ermordung dreier kurdisch-iranischer Oppositioneller, Tatverdächtige unter Polizeischutz ausreisen haben lassen, um politische Spannungen zu vermeiden ---

Im Wahlkampf 1999 startete Pilz eine Vorzugsstimmen-Initiative, die ihm ca. 10.000 Stimmen einbrachte. Aufgrund des guten Ergebnisses der Grünen bei der Nationalratswahl 1999 – 7,1 % – zog er wieder ins Parlament ein. Seit April 1998 war er an der Aufdeckung u. Aufarbeitung des österr. „Baukartells“ beteiligt. Im Zusammenhang mit dieser Affäre wurde Pilz von der Baufirma Teerag Asdag auf 100 Mio. Schilling verklagt. Pilz hat das Verfahren gewonnen. Die Manager der Firmen sind rechtskräftig verurteilt.

Nov. 2006- Juli 2007 war Pilz Vorsitzender des parlamentar. Untersuchungsausschuss hinsichtlich der Beschaffung von Kampfflugzeugen, umgangssprachlich auch Eurofighter-Untersuchungsausschuss genannt. 2010 kündigte er an, einen Verein Freiheit sowie eine Freiheit GmbH gründen zu wollen, um damit Initiativen wie WikiLeaks zu unterstützen. Nach seinem Scheitern bei der Listenwahl um Platz 4 kündigte Pilz Juni 2017 seinen Rückzug aus dem Nationalrat an, überlegte später jedoch, mit einer eigenen Liste zur Nationalratswahl anzutreten. Am 17.7. trat er aus dem Parlamentsklub der Grünen aus. Am 25.7. gab er bekannt, mit einer eigenen Liste zur Nationalratswahl 2017 anzutreten.

Kontroversen
2011 erhob der österr. Medienwissenschaftler Stefan Weber den Vorwurf, die Dissertation von Pilz sei ein Selbstplagiat u. beruhe womöglich auf unethischer Autorschaft. Pilz soll eine gemeinsam mit einem Kollegen verfasste Studie als Dissertation eingereicht haben, ohne das korrekt ausgewiesen zu haben. Pilz weist den Vorwurf zurück.

Im Kontext der Proteste in der Türkei 2013 sagte Pilz im Hinblick auf demonstrierende türk. Erdoğan-Anhänger in Wien, daß bei der Verleihung der österr. Staatsbürgerschaft an türk. Immigranten deren politische Einstellung zu prüfen sei. Darüber empörten sich Vertreter von SPÖ u. ÖVP, während Politiker von BZÖ u. FPÖ dies als Bestätigung eigener Positionen deuteten. Kritik kam auch von SOS Mitmensch. Pilz vertrat im Gegensatz zu den Grünen oft eine restriktivere Migrationspolitik.

Im Februar 2017 legte Pilz dar, dass nach seinem Wissen türk. staatliche Agenten die Exil-Türken, auch in Europa, bis ins Privatleben hinein bespitzeln u. dadurch zu Verhaftungen in der Türkei beitragen:   „Ich besitze geheime Botschaftsdokumente aus 35 Staaten. In 35 Ländern von Belgien bis Australien ist dasselbe passiert wie in Österreich. Erdogan erteilt über seine Religionsbehörde in Ankara den Spitzelauftrag. Dieser Auftrag ergeht an die Botschaften. Dann gehen Spitzel in Kaffeehäuser u. Vereine u. hören bei Gesprächen zu. Was sie hören, wird über die Botschaft wieder nach Ankara gemeldet. Wir haben jetzt die ersten Fälle, wo Österreicher mit türk. Wurzeln ihre Verwandten besuchen u. noch vor der Passkontrolle in Istanbul verhaftet werden, weil sie angeblich den türk. Präsidenten in einem österr. Kaffeehaus beleidigt haben. Der (sc. österr.) Außenminister hat es bestätigt. Der Bundeskanzler ist jetzt der Erste in der Regierung, der was tut. Es wäre schön, wenn auch der Innenminister endlich aufwacht. Aber der ist dermaßen mit Privatflügen auf Staatskosten beschäftigt, daß er sich offensichtlich nicht um den Erdogan-Terror kümmern kann.“

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5252125/Pilz-tritt-aus-gruenem-Klub-aus_Habe-die-Nase-voll-von-Parteien .. Er gründe keine Partei u. schreibe auch kein Parteiprogramm, denn er "habe die Nase voll von Parteien" ..

website von Liste Peter Pilz: https://listepilz.at/#t_16

http://zurpolitik.com/2009/02/26/interview-mit-peter-pilz-osterreichisches-system-ist-korruptionsfordernd/ .. Pilz: "Nach wie vor ist für Korruption alles offen. Insbesondere die politischen Parteien können leicht gekauft werden. Spendenwäsche in Interessensvertretungen wie der Industriellenvereinigung ist bei uns straffrei. In Deutschland wird man dafür 3 Jahre eingesperrt. Öffentl. Unternehmen oder Unternehmen die öffentl. Aufträge bekommen dürfen an Parteien spenden. Das ist eine Einladung zur Korruption. Das österr. System ist korruptionsfördernd ---

http://archive.is/JZdV .. Julian Assange wird verfolgt, weil er das Prinzip der Pressefreiheit auch im Internet in Anspruch nimmt. Regierung u. Justiz seines Heimatstaats Australien wollen ihn auf Grund seiner Tätigkeit bei Wikileaks verhaften lassen. Assange wird von seinem Heimatstaat u. von den USA politisch verfolgt.
Daher hat er das Recht auf Asyl. Wir fordern von der Bundesregierung die Klarstellung, dass die zuständige Ministerin auch dann auf die Einhaltung des Asylrechts achtet, wenn der Verfolgerstaat nicht Iran oder VR China, sondern USA heißt ..
- - -
Bandion-Ortner Für unsere Justizministerin ist Wikileaks übrigens „theoretisch strafbar", wie sie heute der APA mitteilt. Was ist das - theoretisch strafbar? Wenn man das ist, ist man dann praktisch nicht strafbar? Soll hier die Wikileaks-Theorie bestraft werden? Oder ist es einfach so, daß die Ministerin eben nur rein theoretisch kompetent ist? ---
Wiki-Blamage Die neuen Wikileaks-Dokumente im Spiegel zeichnen ein klares Bild der österr. Sicherheitspolitik: desinteressiert, orientierungslos u. gierig. Faymann, Spindelegger u. Darabos seien sachlich unbedarft u. nur an Geschäften interessiert, berichten die US-Diplomaten aus Wien ...
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Kampusch
Werner Amon ist Abgeordneter der ÖVP u. Vorsitzender des Unterausschusses des Innenausschusses. Dort wir normalerweise unter strenger Geheimhaltung der Verfassungsschutz kontrolliert. Amon hat jetzt einen guten Vorschlag: Der Unterausschuss soll sich den Fall "Kampusch" ansehen. Der Grund dazu ist einfach. Mit dem ehem. OGH-Präsidenten Johann Rzeszut hat sich ein Höchstrichter ans Parlament gewandt u. uns ersucht, die Causa zu untersuchen. Das ist das erste Mal, daß ein Präsident eines Höchstgerichts nicht mehr an eine Aufklärung durch die Justiz glaubt u. im Parlament die letzte Chance sieht. Daher werden wir Rzeszut, Adamovich u.a. in den Unterausschuss bitten. Dazu brauchen wir Einblick in 2 Berichte: in den Bericht von Staatsanwalt Mühlbacher ans Justizministerium u. den Bericht von Oberst Kröll ans Innenministerium. Der Kröll-Beticht wird bis heute unter Verschluss gehalten. Schon einige Male haben mich Kriminalpolizisten darauf hingewiesen, daß der erfahrene Ermittler Kröll auf eine seltsame Dinge gestoßen sein soll ..
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Der Verteidigungsminister sitzt im Budgetausschuss u. weigert sich, meine Fragen zu beantworten. Sie sind ganz einfach: Was bleibt nach der Truppenreform noch von der Truppe? Ich konkretisiere die Frage: Wie viele Kompanien werden in einem Bataillon noch in der Lage sein, Petersberg-Aufgaben zu erfüllen? Der Grund der Frage ist dem Minister sofort klar: Die Einheiten, die er weiter führt, bestehen nur noch aus Verpackung u. etwa einem Drittel Inhalt. Ein Bataillon besteht im Grunde nur noch aus einer vollwertigen Kompanie, der Rest ist Fassade. Aus Darabos ist mit diesem Budget endgültig Fürst Darabomkin geworden. "Ich will nicht!" Aber so geht das nicht. Der Nationalrat hat die Budgethoheit u. das Recht zu fragen. Dann verrät der Minister doch etwas Interessantes: Die Budgets für Heeresnachrichtenamt u. Abwehramt werden je um 10 % gekürzt. Gerade das HNaA, das wertvolle Berichte zur Lage etwa am Balkan liefert, soll die Haare lassen, die Darabos den Militärkommanden, dem Assistenzeinsatz u. der Ministerailbürokratie lässt ..  Darabos will sein Potomkin´sches Dorf um jeden Preis aufrecht erhalten. Sein Heer existiert nur noch auf dem Papier. Rund um ihn stehen ratlose Planer, die immer unsinnigere Anordnungen des Ministers umsetzen müssen.
- - -
ÖBB 2002-2009 ist es zu Zahlungen von insges. 6.140.000 € aus dem ÖBB-Konzern an Peter HOCHEGGER gekommen. Die Zahlungen verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Jahre: ZAHLUNGEN DER ÖBB AN PETER HOCHEGGER (ohne MWSt)
JAHR    SUMME IN EURO
2002    250.000,-
2003    830.000,-
2004    700.000,-
2005    1.100.000,-
2006    1.500.000,-
2007    960.000,-
2008    720.000,-
2009    80.000,-
insgesamt 6.140.000,-
Laut Auskünften aus den ÖBB wurden die Zahlungen über insges. 14 Firmen aus dem ÖBB-Konzern abgewickelt. Bis zu internen Events wurde immer wieder dieselbe Firma mit Aufträgen bedacht. Lt. Mitteilungen aus den ÖBB besteht der Verdacht, daß den Zahlungen nicht im erforderlichen Maß entspr. Leistungen gegenüber stehen. Insbes. die Rechnung, mit der für den Namen - nicht die Marke - „Rail Jet" 150.000 € bezahlt wurden, weist auf ein besonderes Service der Bahn für ihren Berater hin.
Daher wurden die Zahlungen im Jahr 2010 durch den neuen ÖBB-Vorstand gestoppt. Der geschilderte Sachverhalt wird der StA Wien mit der Bitte um Prüfung der Verwirklichung gerichtlich strafbarer Handlungen zur Kenntnis gebracht. Um Mitteilung im Falle der Erledigung wird ersucht. Selbstverständlich füge ich die ausreichende Menge an Unschuldsvermutungen hinzu.
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http://www.krone.at/oesterreich/warum-legen-sie-sich-mit-erdogan-an-herr-pilz-krone-interview-story-554759 .. Warum legen Sie sich mit Präsident Erdogan an?
"Wenn ich mich nicht mit ihm anlege, dann tut es in der österr. Politik niemand. Und wir müssen diese Republik schützen vor türkischen Verhältnissen. Wir müssen auch unsere friedlichen Türken vor Erdogan schützen. Er versucht, sie zu instrumentalisieren, Türken u. Kurden gegeneinander aufzuhetzen, auch Türken gegen Altösterreicher, so wie mich. Ich will eine friedliche Republik" ---
Der türkische Religions- Attaché wird am Sonntag Österreich verlassen. Ihr Verdienst? - "Freiwillig geht er, glaube ich, nicht. Er ist der erste auf einer langen Liste türkischer Staatsspitzel."
Wie lange haben Sie an der Spionage- Affäre recherchiert? - "Ein knappes Jahr."
War das eine konzertierte Aktion mit Deutschland?-  "Natürlich. Aber ich arbeite schon so lange im Bereich heikler Recherchen, daß ich vielleicht einige Quellen - auch international - habe, die meine deutschen Freunde nicht haben, u. deswegen unterstütze ich sie im Bundestag auch mit meinen Recherchen."
... Waren Klug oder Darabos keine ordentlichen Verteidigungsminister? - "Alles zwischen Platter und Doskozil ist komplett zum Vergessen."
... Peter Pilz, das ist auch ein Synonym für einen lästigen, unbestechlichen, gnadenlosen Aufdecker. Was treibt Sie da an? - "Das hat eine Geschichte. Ich bin von meinen Eltern vor allem zu Anständigkeit erzogen worden. Anständig sein heißt, daß man nicht in Steuertöpfe greift, daß man sich nicht bereichert, daß man die gemeinsamen Regeln beachtet, daß man den Rechtsstaat ernst nimmt. Wenn Politiker gewählt werden, dann müssen sich die Menschen darauf verlassen können, daß sie ihre Ämter nicht missbrauchen. Als ich ins Parlament gekommen bin, wollte ich mich um ganz andere Themen kümmern. Dann kam der Lucona-Untersuchungsausschuss. Ich war fassungslos u. dachte mir: "Solche Minister, solche Regierungsmitglieder, solche Gerichtspräsidenten darf es einfach nicht geben." ..

https://hartgeld.com/infos-at.html .. Peter Pilz ist ein in der Wolle gefärbter Marxist der mit taktischen Manövern versuchen wird, möglichst viele Stimmen von "Rechts" zu neutralisieren. Mit markigen Sprüchen denen keine Handlungen folgen werden. Beispiel: Krone Interview: Forderung nach Reduktion der Einwanderung -durch Verbesserung der Lage in den Herkunftsländern (also nie) ..

http://www.andreas-unterberger.at/2017/07/peter-pilz-und-die-titanic/ .. Pilz ist auch heute noch eindeutig ein Linker:
- Denn er ist für die "Umverteilung von Einkommen"
- Denn er ist für die "Verteilung von Flüchtlingen" in Europa
- Denn er ist gegen Auffanglager für diese in Libyen
- Denn die Namen, die ihm bei einem Fernsehinterview als Vorbilder einfallen, sind ausgerechnet die angelsächsischen Linksaußenpolitiker Sanders u. Corbyn u. Macron
- Denn er schließt in typisch linker Manier die Freiheitlichen sofort von einer Regierungsbildung aus.
- Denn er spielt seit Jahren eine Schlüsselrolle bei der Demontage der österr. Luftraumverteidigung
- Denn er behauptet wider alle Fakten, "immer mehr Menschen werden arm"
- Denn die gesellschaftspolitischen Sprüche, die ihm einfallen, könnten in ihrer Inhaltsleeren Phraseologie wörtlich aus einem SPÖ-Spindoktoren-Handbuch kommen
Am Urteil, daß Pilz auch heute noch weit links steht, ändert sich natürlich auch nichts, wenn er behauptet, weder links noch rechts zu sein. Das sagt er nur, weil das viele Menschen gerne so hören. Daran ändert auch die leere Phrase nichts, daß er für den "Schutz unserer Heimat Europa" sei. Oder daß er gegen den "politischen Islam" sei. Es ist nämlich völlig nebulos, was er damit eigentlich meinen könnte. Solange einer von der (für die Große Mehrheit der Menschen völlig unakzeptable) "Verteilung der Flüchtlinge" in Europa redet; u. solange er nicht klar sagt: "Sperre der Mittelmeerroute durch zwangsweise Rückführung aller Migranten", bleibt er im Bereich der seit Jahren sattsam abgespulten Phrasendrescherei der vom Migranten-Tsunami völlig überforderten Linken.
Um dennoch mit einem positiven Satz zu schließen: Ein Parlament ohne Pilz wäre trotz allem ein Verlust. Denn trotz aller inhaltlichen Falschpositionierungen ist er dort zweifellos einer der intelligenten u. kreativen Köpfe in einem Meer mittelmäßiger Funktionäre ..

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5314421/Peter-Pilz-verabschiedet-sich-vom-Nationalrat .. wird Parteichef Pilz sein Mandat im Nationalrat nicht annehmen .. Nach dem Vorwurf der sexuellen Belästigung tritt der ehem. Grüne als Abgeordneter zurück: Er wird sein Mandat im Nationalrat nicht annehmen. Ganz verschwindet er aber nicht, er will die Konstituierung seines Clubs begleiten .. Die Vorwürfe der sexuellen Belästigung seiner Mitarbeiterin waren innerhalb der Grünen bekannt u. dürften mit ein Grund gewesen sein, daß Pilz bei der Kandidatur für den 4. Listenplatz leer ausging, wird in der Partei erzählt. Daß die Vorwürfe nicht öffentlich gemacht wurden, liege am Wunsch der Betroffenen nach Verschwiegenheit, hieß es bei den Grünen .. ein weiterer Fall bekannt, den Pilz ganz anders bewertet. Der "Falter" berichtet: Während der Forums Alpbach soll Pilz 2013 eine junge Frau sexuell belästigt haben .. Leserkommentar: "Die Correctness frisst ihre eigenen Politicals!.."

http://mobil.derstandard.at/2000067189399/Nach-Vorwuerfen-der-sexuellen-Belaestigung-Peter-Pilz-deutet-Ruecktritt-an?ref=fteaser&_viewMode=forum#posting-1025519580 .. Leserkommentare: ".. Chris Niedermüller und Oliver Stauber - die haben den Vorfall in Alpach (als Zeugen) auf Twitter veröffentlicht. Die Falter hat nach rechercherit. Die Opfer (anonym) schreibt "Lieber Christian, habe gerade gelesen, was du auf Twitter geschrieben hast. Danke! Ich überlege eigentlich schon seit seiner Kandidatur, wie ich damit umgehen soll". Also, sie überlegt nicht seit 4 Jahren, sondern nur nach seiner Kandidatur?"
"Ohne offizieller Stellungnahme der betroffenen Dame (und offizieller Replik von Peter Pilz - Check Recheck), sind alle Anschuldigungen komplett haltlos. Vor allem vor dem Hintergrund, da eben genau diese angeblich verweigert wird und angeblich monate/jahrelang zugewartet wurde. Berechtigter und begründeter Selbstschutz ist so nur schwer erkennbar"

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Zuletzt von Dissident am Mi Nov 08, 2017 9:00 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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