Menschen und Personalien

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Astrid Rössler

Beitrag von Dissident am Di Dez 13, 2016 9:34 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Astrid_R%C3%B6ssler  Astrid Rössler (*1959) ist eine österr. Politikerin der Grünen, Unternehmensberaterin u. Mediatorin. Rössler ist seit 2013 Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin ---
1986/87 Gerichtspraktikum. Danach .. Bereich Umweltmanagement .. 1988 und 1990 Salzburger Landesumweltanwaltschaft. Sie arbeitete in dieser Zeit in der Projektleitung der „Abfall- u. Umweltberatung in Salzburg“ u. war im Bereich Bürgerservice, Behördenkontakte in Umweltfragen sowie Öffentlichkeitsarbeit u. Vortragstätigkeit tätig. 1990 und 1993 Forschungs- u. Gutachtertätigkeit im Bereich Abfallwirtschaft in Wien --- 1993-2000 war sie erneut für die Salzburger Landesumweltanwaltschaft tätig, wobei sie ab 1998 deren stellv. Leiterin war. 2001 legte sie die Prüfung zur zertifiz. Mediatorin ab u. ist seit 2000 als selbständige Beraterin u. Mediatorin tätig. Seit 2002 ist sie zudem Mitglied der Strategiegruppe Partizipation der ÖGUT & Lebensministerium u. seit 2005 Lektorin am Institute of Tourism and Hotel Management Klessheim.

Politische Karriere
Rössler war nach der Landtagswahl 2009 Abgeordnete zum Salzburger Landtag u. wurde 2011 als Nachfolgerin von Cyriak Schwaighofer zur Landessprecherin der Salzburger Grünen gewählt. Bei den Landtagswahlen 2013 trat sie als Spitzenkandidatin der Salzburger Grünen an. Die Grünen erzielten, nach einem durch den Salzburger Spekulationsskandal geprägten Wahlkampf, mit 20,18 % der Stimmen u. 7 Mandaten ihr bisher beste Ergebnis auf Landesebene. Nach kurzen Verhandlungen bildeten die Grünen zusammen mit ÖVP u. Team Stronach unter dem neuen Landeshauptmann Haslauer eine Koalitionsregierung, in der Rössler ab Juni 2013 Erste LH-Stellv. mit den Agenden Naturschutz, Umweltschutz, Gewässerschutz, Gewerbeangelegenheiten, Raumordnung u. Baurecht ist.

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Astrid_R%C3%B6ssler --- Rössler wurde durch Losentscheid zur Vorsitzführung des Untersuchungsausschusses im Finanzskandal 2012 in der Finanz- u. Vermögensverwaltung des Landes bestimmt, nachdem es in Salzburger Landtag in der Entscheidung bezüglich der Vorsitzführung zwischen  Wiedermann u. Rössler bei den politischen Parteien zu einer Pattstellung gekommen war.

https://salzburg.gruene.at/themen/demokratie/bundespraesidenten-wahl-roessler-gratuliert-van-der-bellen --- RÖSSLER GRATULIERT VAN DER BELLEN ---
Mit seiner besonnen und bedachten Art sei Van der Bellen die ideale Politiker-Persönlichkeit, um Österreich in diesen schwierigen Zeiten an vorderster Stelle zu vertreten --- „Mit Van der Bellen bekommt Österreich einen Präsidenten, der verbindet und Brücken baut“, betont Rössler
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http://astridroessler.twoday.net/
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http://www.a-roessler.com/roessler.htm
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http://astridroessler.twoday.net/topics/%C3%9CBER+MICH/ --- Bürgerinitiativen: Beratung u. Begleitung von BIs in Salzburg (u.a. Salzburg-Ring, Brennhoflehen, Deponie Großarl) --- Gründung des Anrainerschutzverbandes Salzburg Airport - ASA (2007)
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http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/astrid-roessler-zieht-sich-aus-facebook-zurueck-84616/ --- Rössler zieht sich aus Facebook zurück ---
offiziell aus Zeitgründen --- Leserkommentare:
"Hey Moment mal Frau Rössler, wie war Ihr Argument beim Arabischen Frühling? Facebook ist ein gutes Medium. Jetzt wo Frau Rössler merkt, dass die Bevölkerung anders tickt (Tempo 80, Flughafen, etc.) verzieht sie sich. So kann Frau Rössler argumentieren, dass Sie keine Kenntnis vom Willen der Bürger hat. Getreu dem Motto "Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt." Super Motto Frau Rössler. Und wenn der letzte Bürger verarscht wurde, dann werdet ihr merken, dass man Grün nicht wählen kann."

"Das ist erst der Anfang. Jetzt werden alle Grünen Mythen auf den Prüfstand gestellt. Und da hilft dann auch keine Flucht aus dem Facebook Account."

"Das Zurückziehen sollte sich nicht nur auf Facebook beschränken !"

http://salzburg.orf.at/news/stories/2814151/ --- Mönchsberg-Garage: .. gab die für Raumordnung zuständige .. Rössler (Grüne) bekannt, dass ihr Ressort keine Genehmigung erteilen werde.
Rössler nannte für die Entscheidung 2 Gründe: Zum einen seien die Pläne der Stadt Sbg. für die Reduktion der oberirdischen Parkplätze im Gegenzug zum Garagenbau zu schwammig: „Die vom Gemeinderat beschlossene Absicht, bei der Eröffnung der Garage Konzepte für Ausgleichsmaßnahmen vorzulegen, wird als nicht ausreichend angesehen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung. So wolle die Stadt zwar Bewohnerparkplätze in die Garage verlagern - in den Unterlagen für die Garagenerweiterung fänden sich dazu aber keine konkreten Planungen. Zum anderen seien die Auswirkungen der Garagenerweiterung auf den Verkehr in der Stadt nicht ausreichend untersucht worden, betonte Rösslers Raumordnungsressort: In den 3 von der Stadt Sbg. vorgelegten Verkehrsuntersuchungen gebe es Widersprüche. Vom Land gewünschte Ergänzungen habe die Stadt trotz Aufforderung nicht geliefert.

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Heinz Magenheimer

Beitrag von Dissident am Do Dez 15, 2016 6:24 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Magenheimer  Heinz Horst Magenheimer (*1943) ist ein österr. Militärhistoriker. Er gilt in der historischen Forschung als Hauptvertreter der Präventivkriegsthese ...

Ausbildung und Tätigkeiten

Magenheimer trat nach der Matura 1961 am Bundesrealgymnasium Wien V als Offizieranwärter ins Bundesheer ein. 1962-1965 durchlief er eine Offizierausbildung an der Theresianischen Militärakademie in Wien, die ohne Abschluss blieb. 1965-1969 studierte er Geschichte an der Uni Wien. 1969 wurde er mit seiner Dissertation Der deutsche Angriff auf Sowjetrussland 1941. Das operative Problem in Planung und Ablauf des Feldzuges am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien zum Dr. phil. promoviert. Sein Betreuer war Ludwig Jedlicka, Zweitgutachter war Heinrich Appelt.

1972 wurde er Referent d. Instituts f. Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie in Wien. 2000 wurde er dort Hofrat u. stellv. Abteilungsleiter der Forschungsabteilung. Seit 1982 war er zudem Lehrbeauftragter für Sicherheitspolitik an der Uni Salzburg. 1991 habilitierte er sich dort mit der Arbeit Eurostrategie, Rüstungskontrolle u. das Kräfteverhältnis in Europa. Seit 1991 ist er Universitätsdozent mit den Themen Sicherheitspolitik, Internationale Politik, Zeitgeschichte u. Militärgeschichte am Fachbereich Politikwissenschaft u. Soziologie.

Magenheimer veröffentlicht Artikel in verschiedenen Periodika zur Zeitgeschichte, darunter spätestens seit 1975 für die Österr. Militärische Zeitschrift (ÖMZ). Diese führte ihn ab 1985 als Redaktionsmitglied. Er war auch Autor der Zeitschriftenreihe Deutsche Geschichte - Europa und die Welt der .. Verlagsgesellschaft Berg.

Präventivschlagsthese
Magenheimer vertritt seit 1990 kontinuierlich die These eines Angriffplans der Sowjetunion unter Stalin auf das Deutsche Reich. Der sowj. Angriff habe im Juni 1941 unmittelbar bevorgestanden; das NS-Regime sei ihm mit seinem „Unternehmen Barbarossa“ nur knapp zuvorgekommen. Er näherte sich dieser These schon 1969 in seiner Dissertation an. In der deutschsprachigen historischen Forschung wird er deshalb seit den 1990er Jahren als Hauptvertreter der Präventivschlagsthese eingeordnet ---

Er berief sich seit 1991 auf ein Konzeptpapier zum „strategischen Aufmarsch der sowjetischen Streitkräfte“ vom 15.5.1941, das 1990 in Russland bekannt wurde. Er veröffentlichte das Dokument in der ÖMZ zusammen mit einem Aufsatz des russ. Militärhistorikers Waleri Danilow dazu. Danilow wies Bleistiftkorrekturen auf dem Papier dem stellv. Generalstabschef der Roten Armee zu u. begründete damit, dass General Schukow das Papier autorisiert habe. Magenheimer stimmte Danilows These 1994 zu, der in dem Dokument skizzierte Aufmarschplan sei Stalin vorgelegt, von ihm gebilligt u. noch vor Beginn des deutschen Überfalls ansatzweise verwirklicht worden. 1995 berief er sich erneut zustimmend auf Danilows Thesen zu dem Dokument. 1997 zitierte er einen ehem. sowj. General, der das Dokument als Grundlage einer Angriffs-strategie deutete, die tatsächlich geplant gewesen sei. Er vertrat die Präventivkriegsthese 1999 u. öfter auch in Artikeln für die Deutsche Militärzeitschrift (DMZ).

Die als Geschichtsrevisionisten geltenden Historiker Walter Post, Werner Maser (2004) u. Stefan Scheil (2011) sowie Autoren .. wie Andreas Naumann (2005), Rolf-Josef Eibicht u. Hans Meiser haben Magenheimers Präventivschlagsthese, seine Berufung auf Danilow sowie seine Versuche, die deutsche Verantwortung für den Beginn des 2. Weltkriegs zu relativieren, zustimmend rezipiert. In der NS-Forschung anerkannte Historiker wie Roland G. Foerster, Rolf-Dieter Müller, Hans-Erich Volkmann (Militärgeschichtliches Forschungsamt) u.a. bestreiten dagegen seit 1993 sowohl Stalins Zustimmung zu dem Aufmarschentwurf vom 15.5.1941 wie auch dessen Umsetzung. ---
Da Magenheimer Referent eines Instituts des österr. Verteidigungsministeriums war, richtete die Abgeordnete Brigitte Ederer (SPÖ) 1996 eine parlamentarische Anfrage an den Verteidigungsminister, ob geschichtsrevisionistische Ansichten im Bundesheer geduldet würden. In einem Aufsatz dazu bestätigten Brigitte Bailer-Galanda, Wolfgang Neugebauer u. Walter Manoschek vom DÖW die Einschätzung, Magenheimer sei Revisionist.

1997 berief sich Magenheimer auf eine angebl. Rede Stalins vom 19.8.1939, die nur aus einer Presseerklärung bekannt war. 2000 bezeichnete er diese als „Schlüssel-
dokument“ für eine Kriegsabsicht Stalins gegen Deutschland. Er behauptete, russ. Historiker hielten das Dokument für echt. Der russ. Historiker Sergej Slutsch wies jedoch 2004 nach, dass es sich dabei um eine Fälschung handelte. Er bestätigte damit die Einschätzung westlicher Historiker wie Eberhard Jäckel u. Bernd Bonwetsch.

Sonstige Thesen zum Zweiten Weltkrieg
Neben der Präventivschlagsthese vertrat er die These, der Hitler-Stalin-Pakt von 1939 habe der deutschen Seite hauptsächlich Nachteile, Stalin dagegen nur Vorteile gebracht. --- 1995 vertrat Magenheimer in Kriegswenden in Europa 1939-1945: Die deutsche Politik (des NS-Regimes) habe bis Sommer 1940 durchaus „ein geeignetes, Rezept‘ für die politische u. wirtschaftliche Neugestaltung Europas im Sinne einer allseits befriedigenden Völkerverständigung entwickelt“. Der „Feuerschlag“ am 22.6.1941 (Angriff auf die Sowjetunion) habe das „Tor ins Ungewisse aufgestoßen“. Die Wehrmacht hätte die Schlacht um Moskau (2.10.1941-15.1.1942) siegreich beenden können, wenn sie nur 10 Tage eher angegriffen hätte. ---
Magenheimer trat in Österreich öffentlich als Gegner beider Fassungen der Wehrmachtsausstellung u. deren historischen Thesen hervor. Er wird dafür mitverantwortlich gemacht, dass die österr. Militärgeschichte sich nach 1945 kaum kritisch mit der Wehrmacht u. deren Beteiligung am Holocaust auseinandergesetzt habe.

2005 vertrat er die These einer „heroischen u. legitimen Abwehrschlacht“ der Wehrmacht gegen die Rote Armee in der Schlussphase des 2. Weltkriegs, die vielen Flüchtlingen aus Ostpreußen 1944/45 das Leben gerettet habe. ---

Positionen zu Ereignissen nach 1945
Magenheimer beurteilte den Irakkrieg der USA 2003 als Angriffskrieg, der fälschlich als Präventivkrieg ausgegeben worden sei u. die in der UN-Charta verankerten Normen des Kriegsvölkerrechts gebrochen habe. Er hielt Präventivkriege nicht grundsätzlich für unzulässig, in diesem Fall jedoch für militärisch ungeeignet gegenüber der Bedrohung durch weiterverbreitete Massenvernichtungswaffen u. durch den internationalen Terrorismus.

Schriften (Auswahl)
   Der deutsche Angriff auf Sowjetrussland 1941. Das operative Problem in Planung und Ablauf des Feldzuges. Dissertation, Universität Wien, 1969.
   Die Entwicklung des Wehrwesens im Bereich der Pakte sowie der Neutralen und Blockfreien Europas. Institut für Militärstrategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1976.
   Abwehrschlacht an der Weichsel 1945. Vorbereitung, Ablauf, Erfahrungen (= Einzelschriften zur militärischen Geschichte des Zweiten Weltkrieges, Band 20). Rombach Verlag, Freiburg im Breisgau 1976, ISBN 3-7930-0179-2.
   Wehrwesen in Europa (1977). Institut für Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1977.
   Taktische und eurostrategische Kernwaffen. Zum Stand der „Nachrüstung“ in Europa. Institut für Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1986.
   Die Verteidigung Westeuropas. Doktrin, Kräftestand, Einsatzplan. Eine Bestandsaufnahme aus Sicht der NATO (= Reihe Bernard & Graefe aktuell, Band 42). Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1986, ISBN 3-7637-5345-1.
   Anmerkungen zum Kräftestand in Europa-Mitte. Institut für Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1987.
   Vom „Doppelbeschluss“ der NATO bis zum INF-Vertrag vom 8. 12. 1987. „Eurostrategische“ Problematik und Verhandlungsschritte. Institut für Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1988.
   Doktrin und Einsatzkonzept des Warschauer Paktes in Europa-Mitte. Institut für Strategische Grundlagenforschung an der Landesverteidigungsakademie, Wien 1989.
   Eurostrategie und Rüstungskontrolle. Zwischen Kernwaffenmodernisierung und Denuklearisierung 1983–1990 (= Nomos-Universitätsschriften, Politik, Band 29). Nomos Verlag, Baden-Baden 1992, ISBN 3-7890-2591-7. (zugl. Habilitation, Universität Salzburg, 1990: Eurostrategie, Rüstungskontrolle und das Kräfteverhältnis in Europa)
   Politik, Strategie und die Osterweiterung der NATO (= Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, 1997/2). Landesverteidigungsakademie, Wien 1997, ISBN 3-901328-22-X.
   Zur Frage der allgemeinen Wehrpflicht. Standortbestimmung, Alternativen, Konsequenzen (= Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, 1999/3). Landesverteidigungsakademie, Wien 1999, ISBN 3-901328-38-6.
   Entscheidungskampf 1941. Sowjetische Kriegsvorbereitungen, Aufmarsch, Zusammenstoß. Osning Verlag, Bielefeld 2000, ISBN 3-9806268-1-4.
   Comprehensive security. Zum erweiterten Verständnis von Sicherheit (= Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, 2001/2). Landesverteidigungsakademie, Wien 2001, ISBN 3-901328-55-6.
   Die Militärstrategie Deutschlands 1940–1945. 3., erweiterte und überarbeitete Auflage. Herbig Verlag, München 2002, ISBN 3-7766-2309-8. (en: Hitler’s war. Germany’s key strategic decisions 1940–1945. Cassell & Co, London 1999, ISBN 0-304-35339-6)
   Sicherheitspolitik in Theorie und Praxis (= Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie, 2003/4). Institut für Strategie und Sicherheitspolitik, Wien 2003, ISBN 3-901328-85-8.
   Kreta und Arnheim. Leopold Stocker Verlag, Graz 2004, ISBN 3-7020-1051-3.
   Kriegsziele und Strategien der großen Mächte 1939–1945. Osning Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 3-9806268-4-9.

https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2011/ein-ueberfall-sieht-anders-aus/  Ein Überfall sieht anders aus  von Heinz Magenheimer
Während die Forschung über die deutschen Kriegsvorbereitungen 1941 seit vielen Jahren ziemlich genau im Bilde ist, tappte man über das, was auf sowj. Seite ablief, lange Zeit im dunkeln. Erst die Freigabe russ. Dokumente in den 90iger Jahren u. die Publikation wichtiger Akten erlaubten einen tiefen Einblick in die sowj. Kriegsvorbereitungen ab 1940. Schon der strategische Aufmarschplan vom 18.9.1940 ließ eindeutig eine starke Massierung von Panzer- u. motorisierten Truppen im vorgeschobenen Frontbogen von Lemberg–Sambor–Strij erkennen, die nur Angriffszwecken dienen konnte.

Allein 93 Divisionen u. 3 Brigaden wurden für diesen Raum vorgesehen, während aus dem Frontbogen von Bialystok ein starker Nebenangriff geführt werden sollte. 159 Fliegergeschwader sollten die Offensive unterstützen. Daß es sich um keinen Schubladenentwurf handelte, geht daraus hervor, daß das Dokument dem Obersten Sowjet zur Genehmigung vorgelegt wurde.

Zu Jahresende 1940 trat dann ein Ereignis ein, das der sowj. Führung einen erheblichen Vorsprung in der Herstellung der Kampfbereitschaft gewährte: Stalin erhielt durch Verrat von der Weisung Nr. 21 – „Fall Barbarossa“ – Kenntnis, die von der Wehrmacht forderte, bis Mitte Mai ihre Vorbereitungen zum Angriff abzuschließen. Im Laufe des Frühjahrs erhielt er außerdem 84 Warnungen vor einer deutschen Offensive. Damit ist auch die Behauptung, daß die Sowjetunion von den Deutschen überfallen worden wäre, widerlegt: weder waren Stalin u. Schukow ahnungslos, noch war die Rote Armee unvorbereitet.

Schukow nannte 12.6.1941 als Angriffstermin
Nachdem der sowj. Generalstab Jan. 1941 in mehreren Kriegsspielen erkannt hatte, daß die spätere „Südwestfront“ die Hauptlast des Angriffs zu tragen hätte, ging der neuernannte Generalstabchef Schukow mit Elan an die Vorbereitungen. Für die Ausarbeitung des strategischen Aufmarsches wurde Generalmajor Wassilewski namhaft gemacht, der im Sinne Schukows am 11.3. einen verbesserten Operationsplan vorlegte u. zugleich den 12.6.1941 als Angriffstermin festlegte.

Allein dieses Datum entlarvt die sowj. Absichten. Schukow u. Wassilewski gingen noch weiter u. schufen einen Aufmarsch- u. Angriffsplan mit einem noch massiveren Schwerpunkt im Südwesten, der am 15.5. Stalin zur Begutachtung vorlag. In diesem mehrfach veröffentlichten Dokument wurde Stalin ausdrücklich um Genehmigung gebeten, die dieser auch erteilte. Hätte Stalin die Unterschrift verweigert, hätten es Schukow u. seine Mitarbeiter niemals gewagt, einen derart riesenhaften Aufmarsch durchzuführen. Eine Eigenmächtigkeit derartigen Ausmaßes hätte unweigerlich den Zorn Stalins mit allen Konsequenzen nach sich gezogen.

Der Plan selbst sah zunächst eine Einkesselung aller deutschen Kräfte im Raum Warschau–Radom–Lublin unter Mitwirkung von Teilen der Westfront vor. Dann wollte man in einem gewaltigen Schwenk nach Norden bis an die Ostsee vorstoßen u. die restlichen Kräfte in Ostpreußen abschneiden u. vernichten. Es handelte sich um eine klassische Umfassungsoperation, die jedem Generalstab Ehre gemacht hätte. Der Hauptstoß sollte von 8 Armeen u. insgesamt 122 Divisionen, darunter 28 Panzerdivisionen, aus dem Großraum Lemberg geführt werden.

Getarnte Mobilmachung der Roten Armee

Man bedenke, daß eine Panzerdivision nach Plan 375 Panzer stark sein sollte, so daß bei Vollzähligkeit 10.500 Panzer allein im Großraum Lemberg zum Einsatz gekommen wären, darunter die neuesten T-34, die sogar dem schwersten deutschen Panzer überlegen waren. Tatsächlich verfügten die spätere Südwest- u. Südfront am 22.6. über „nur“ 5.500 Panzer, was noch immer eine 9-fache Überlegenheit bedeutete. Es war auch vorgesehen, die Offensive mit 6.600 Frontflugzeugen zu unterstützen, doch sei vorweggenommen, daß der tatsächliche Aufmarsch der Fliegerkräfte unter Einschluß der Fernbomber sogar fast 8.500 Flugzeuge umfaßte. Obwohl bis Kriegsbeginn noch 614 Flugplätze in den Westgebieten errichtet wurden, reichten diese nicht, um den Zustrom an Frontflugzeugen aufzunehmen.

In den nächsten Tagen gingen Schukow u. seine Offiziere mit Hochdruck an die Durchführung. Die grenznahen Militärbezirke Nordwest, West, Kiew u. Odessa erhielten ausführliche Aufmarschanweisungen, die genau die Stellungsräume der Divisionen, Korps u. Armeen bestimmten. Zwar galt für die Zeit des Aufmarsches, sich auf die Defensive zu konzentrieren, doch betonten die Weisungen ausdrücklich, bereit zu sein, um Angriffsschläge zu führen u. die Kampfhandlungen auf dem Gebiet des Gegners auszutragen. Die zahlreichen frontnahen Depots waren so überfüllt, daß man große Munitionsmengen unter freiem Himmel stapelte.

Schukow veranlaßte außerdem eine getarnte Mobilmachung, die die Rote Armee bis zum 22.6. auf 5,4 Millionen brachte, wogegen die Deutschen etwas mehr als 3 Millionen aufboten. Überdies war der neue Mobilmachungsplan in Kraft, der der Roten Armee eine Stärke von 8,9 Millionen Mann u. 37.000 Panzern verleihen sollte. Wie gut diese Mobilmachung funktionierte, geht allein daraus hervor, daß die Führung der Roten Armee unmittelbar nach dem 22.6. schlagartig mit Neuaufstellungen reagierte. So wurden allein im Juli 10 u. im August weitere 15 Armeen gebildet, wozu man 109 neue Schützendivisionen heranzog.

Sowjets hatten die doppelte Anzahl an Divisionen
Während die Deutschen am 22.6. nur 126 Divisionen – ohne Reserven – aufboten, verfügte Schukow über das Doppelte. Tatsächlich handelte es sich um einen Wettlauf, denn Schukow hatte laufend Kenntnis über den Gegner, rechnete mit dem Angriff, glaubte aber, ihm zuvorkommen zu können. Noch am 13.6. korrigierte General Watutin, Schukows Stellvertreter, den Aufmarschplan, wobei er zusätzliche Reserven aufbot. Die riesigen Truppenbewegungen bewirkten jedoch zahlreiche Pannen, so daß der Aufmarsch erst zwischen dem 15. u. 20.6. sein Ende gefunden hätte.

Schukow räumte nachträglich ein, vom deutschen Angriff strategisch nicht überrascht worden zu sein, allerdings von der Wucht der taktischen Durchbrüche. Es ist daher unlogisch zu behaupten, Stalin habe den Krieg, den er ohnedies für unvermeidlich hielt, erst für 1942 erwartet; hätte nämlich die Rote Armee nach dem Ende ihres gigantischen Aufmarsches verharrt, hätte dies die Deutschen erst recht zum Präventivschlag provoziert. So war es die Wehrmacht, die den Angriff als erste eröffnete u. dem Gegner, der keinerlei Vorbereitungen zur Abwehr getroffen hatte, zuvorkam.
————-
Dr. Heinz Magenheimer ist Militärhistoriker und lehrte an der Landesverteidigungsakademie Wien und an der Universität Salzburg

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Martin Schlomo Mordechai Joschua Schlaff

Beitrag von Dissident am Fr Dez 16, 2016 6:27 pm

Der Oligarch der DöDR ...

Zuerst das englisch-sprachige Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Schlaff#cite_note-Martin_Schlaff-1
--- When the parliament of Germany investigated public funds that disappeared after the Fall of the Berlin Wall, it found out that East Germany (GDR) had transferred large amounts of money to Schlaff through accounts in Vaduz, the capital of Liechtenstein, in return for goods “under Western embargo”. Moreover, high-ranking Stasi officers continued their post-GDR careers in management positions in Schlaff’s group of companies. For example, in 1990 Herbert Kohler, Stasi commander in Dresden, transferred 170 million marks to Schlaff for "harddisks" and months later went to work for him. The investigations concluded that “Schlaff’s empire of companies played a crucial role” in the Stasi attempts to secure the financial future of Stasi agents and keep the intelligence network alive ---
In 2010 he established a bank in Liechtenstein called Sigma Bank ---
Schlaff has links to Gazprom companies. His confidant Michael Hason holds positions in the Centrex Group, a network of companies controlled by Gazprom. Hason was also president of the Liechtenstein-registered CAP Holding, which holds shares in the Jericho casino for Schlaff and his partners. According to Hareetz, "Hason in fact holds positions in all the companies to which Schlaff is connected: the Robert Placzek lumber trade company, various cell-phone firms, the private family foundation MS Privatstiftung, the Latvian oil company, of which Schlaff is a partner, and more. And several months ago, Schlaff appointed him deputy chairman of Sygma Bank, which he established in Liechtenstein."
Schlaff also owns a company in Cyprus which is registered at the same address as Centrex Holding and shares some directors with Gazprom companies.[2] Schlaff, Centrex, and Robert Nowikovsky share the same press officer in Vienna. Nowikovsky is involved with Centrex Group and a director of Central Energy Italian Gas Holding, a company which was found to secretly benefit Silvio Berlusconi's friend in an Italian-Russian gas deal.

British Gas project
A co-owner of East Mediterranean Gas Company claimed that the off-shore Gaza gas fields project, owned mostly by British Gas, had shares held confidentially in trust for various people including Schlaff and Palestinian businessman Muhammad Rashid.

Activities in Israel
In 1998 Schlaff opened a casino in Jericho in partnership with a company partly owned by Yasir Arafat. Named "The Oasis", it was aimed at Israelis, who could not gamble in Israel where gaming is not legal. The casino was closed during the Second Intifada ---
In December 2005 Israeli police raided Schlaff's apartment and announced that they had found evidence of a 3 million dollar bribe. Within 24 hours Sharon suffered a stroke and went to coma, never recovering.
Schlaff's partner Robert Nowikovsky has also been investigated. An investigative exposé in Ha'aretz "targeting Avigdor Lieberman, unearthed connections between the financier of the corruption-laden Oasis Casino in Jericho and Prime Minister Ehud Olmert and his predecessor Ariel Sharon." Police alleged that Sharon had received a $3 million bribe, and Lieberman is still under investigation for allegedly receiving a bribe from Schlaff.
According to Ha'aretz, "The $3 million that parachuted into Gilad and Omri Sharon's bank account toward the end of 2002 was transferred there in the context of a consultancy contract for development of kolkhozes (collective farms) in Russia. Gilad Sharon was brought into the campaign to make the wilderness bloom in Russia by Getex, a large Russian-based exporter of seeds (peas, millet, wheat ) from Eastern Europe. Getex also has ties with Israeli firms involved in exporting wheat from Ukraine, for example. The company owns farms in Eastern Europe and is considered large and prominent in its field. It has its Vienna offices in the same building as Jurimex, which was behind the $1-million guarantee to the Yisrael Beiteinu party." Schlaff activities seem to be related to Getex.

In June 2010 Schlaff's NYC business partner, Solomon Obstfeld, who ran LH Financial, was found dead in an apparent suicide or murder.

In Sept. 2010 journalist Gidi Weitz published an investigative story in Ha'aretz on Schlaff's allegedly corrupt and illegal activities, both financial and political, in several countries including Austria and Israel. In April 2011, the Israeli foreign minister, Avigdor Lieberman, was put under investigation after being accused of receiving bribes from Martin Schlaff among other businessmen.

Deutschsprachiges Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Schlaff  Martin Schlomo Mordechai Joschua Schlaff (*1953) ist ein österr. Unternehmer u. Netzwerker. Mit einem geschätzten Vermögen von 1,5 bis 3 Milliarden € ist er einer der reichsten Österreicher.
Er ist Sohn von jüdischen Flüchtlingen, die 1945 in einem Wiener DP-Lager gelandet waren. Seine Eltern gründeten Anfang beziehungsweise Mitte der 1950er Jahre mit den Geschäftsmännern Ladislaus Moldovan u. Friedrich Wiesel ein Handelsunternehmen, das hauptsächlich im Osthandel tätig war. Schlaff studierte an der Wirtschaftsuni Wien u. stieg bei der Robert Placzek OHG ein, die 1952 gegründet u. 1987 gelöscht wurde u. jetzt als Robert Placzek AG firmiert u. im Eigentum der Firma "Robert Placzek" Holding AG ist. Das MfS der DDR soll Schlaff als IM mit Namen „Landgraf“ geführt haben. Schlaff bestreitet dies jedoch u. hat alle Prozesse in diesem Zusammenhang gewonnen. Der Wiener Bürgermeister Zilk verlieh ihm 1993 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Weil er publicityscheu ist fand die Verleihungsveranstaltung ohne Presse statt.

Mit der Handelsfirma Robert Placzek AG war Schlaff vorwiegend im Osthandel tätig u. pflegte gute Kontakte zu den Spitzen der DDR u. zur KPÖ. Nach der Ostöffnung geriet er in den Verdacht, auch mit Technologietransfers u. Geldwäsche für die DDR zu seinem nicht unbeträchtlichen Vermögen gekommen zu sein. Die deutsche Justiz konnte allerdings keine ausreichenden Beweise finden u. stellte ihre Ermittlungen im Jahr 2000 ein.

Kasinoprojekt Oasis
Dank seiner hervorragenden Kontakte, auch zu Palästinensern, gelang es ihm 1998 in Jericho ein Casino zu eröffnen. Das „Oasis“, gedacht für israel. Spieler, wurde aber im Verlauf der 2. Intifada im Jahr 2000 wieder geschlossen. Im Zuge der Genehmigungsverfahrens für die Eröffnung u. geplanten zügigen Wiedereröffnung des Kasinos soll Schlaff hohe Schmiergeldzahlungen an mehrere hochrangige Politiker geleistet haben. Entscheidende Hinweise dazu lieferte der ehem. österr. Vizekanzler Norbert Steger (FPÖ). Er hatte vor einem franz. Gericht ausgesagt, dass Millionen Dollar einer am Oasis-Projekt beteiligten Liechtensteiner Firma dazu verwendet wurden "eine gute Atmosphäre bezüglich des Kasino" zu schaffen.
2010 berichtete die israel. Zeitung Haaretz, dass israel. Untersuchungen Schlaff als Urheber von Überweisungen an die Familie Scharon in der Höhe von 4,5 Millionen Dollar identifiziert haben u. eine Anklage wegen Bestechung empfehlen. Auch der mit dem Fall betraute österr. Staatsanwalt Gerhard Jarosch sieht den Verdacht der Bestechung bestätigt. Protokolle von abgehörten Schlaff-Telefonaten bestätigen, dass dieser beste Kontakte zu höchsten israel. Kreisen, speziell zu Scharon u. dem aktuellen israel. Außenminister Liebermann hatte. Lieberman, der zum Zeitpunkt des Kasinoprojektes das Infrastrukturministerium leitete, soll neben Scharon u. dem ehem. israel. Ministerpräsidenten Olmert ebenfalls Schmiergeldzahlungen in Höhe von mind. 650.000 Dollar erhalten haben. Weiters unterstützte Schlaff mit hunderttausenden Dollars den ehem. Vorsitzenden der Shas-Partei, Aryeh Deri, der sich vor Gericht gegen den Vorwurf der Annahme von Schmiergeldzahlungen verteidigen musste. Deri wurde schließlich rechtskräftig verurteilt.
Die Untersuchungen im Zuge der Oasis-Schmiergeld-Affaire liefen seit 2003 u. waren immer wieder von österr. Behörden u. Schlaff behindert bzw. verzögert worden. Peter Pilz warf der damal. Außenministerin Ferrero-Waldner vor, dass diese Verzögerungen als Gegenleistung für die Wiederentsendung eines israel. Botschafters nach Wien gewesen wären. Schlaff meidet in jüngster Zeit den Besuch in Israel. Er nahm auch an der Beerdigung seines Vaters Chaim Schlaff in Jerusalem nicht teil, nachdem die israel. Polizei angekündigt hatte ihn im Falle der Einreise nach Israel zu verhaften u. zu verhören.

Mobiltel-Deal

2002 übernahm Schlaff mit seinen Partnern, dem ehem. ÖVP-Obmann Taus u. dem ehem. Länderbank-Vorstand Cordt den größten bulgar. Mobilnetzbetreiber Mobiltel vom mittlerweile per internat. Haftbefehl gesuchten russ. Geschäftsmann Michael Cherney. Diese Übernahme kostete 850 Mio. € u. wurde von der BAWAG finanziert. Es gelang dem Konsortium, das Unternehmen nach westlichen Maßstäben zu organisieren u. 2005 an die Telekom Austria weiter zu veräußern. Als Gewinn aus dem kurzfristigen Engagement werden 800 Mio. € kolportiert. Die Bawag selbst stieg ohne Gewinn aus diesem Deal aus.
https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Cherney ---   Michael Cherney (also Mikhail Chernoy, Mikhail Chorny or Mikhail Chernoi) live in Herzliya Israel --- In the early 1990s Cherney immigrated to Israel but kept close ties to Bulgaria, where he had bought a leading newspaper, a top football team and Bulgaria's only mobile phone company, Mobiltel. In August 2000 Bulgarian authorities denounced what they said were his ties to foreign criminal rackets and expelled him, saying he could not return to Bulgaria for 10 years. Furthermore, the United States has "denied Cherney a visa since 1999 because of alleged ties to the Russian mafia --- Cherney is wanted on an Interpol international arrest warrant on allegations of money laundering and organised crime --- Cherney bought the company together with Austrian business men Martin Schlaff, former minister of the Austrian People's Party Josef Taus, and financial expert Herbert Cordt --- Cherney is a close friend of Avigdor Lieberman who allegedly received millions of shekels from various entrepreneurs ---
https://geppbloggt.com/tag/martin-schlaff/ --- Österr. Polizisten stießen März 2000 auf Cherney. Damals wurde in Perchtoldsdorf bei Wien ein 77-jähriger Mann namens Stoitcho Stoichew erschossen. Er hatte Unbekannte dabei ertappt, wie sie eine Bombe am Haus seines Sohnes anbrachten: Mobiltel-Gründer Krassimir Stoichew. Als Opfer des Attentats sei nicht Vater Stoitcho, sondern Sohn Krassimir vorgesehen gewesen, mutmaßte das Bundeskriminalamt damals in einem höchst vertraulichen Bericht, der 2007 im Banken-Untersuchungsausschuss verlesen wurde. Außerdem ist in dem Dokument von einer möglichen Verbindung zwischen dem Mord u. Cherney die Rede – freilich: Es handelt sich um eine Vermutung, formuliert in einem internen Papier. Der Sprengstoff stammte aus DDR, die Täter sind bis heute unbekannt. Nachdem die bulgar. Regierung 2000 ein Aufenthaltsverbot über Cherney verhängt hatte, suchte der Russe dringend nach einem Käufer für die Mobiltel.
„Die Telekom hätte so eine Firma nicht von Cherney kaufen können, um Gottes willen“, sagt der damal. TA-Finanzchef Stefano Colombo heute. „Ich konnte sie meinen Investoren nicht präsentieren.“
Also witterten 2 enge Freunde aus Wien ihre Chance: Helmut Elsner u. Martin Schlaff. Elsner galt zu jener Zeit als Generaldirektor der roten Bawag als Erfolgs-manager. Von den Karibik-Geschäften, bei denen die Gewerkschaftsbank Milliarden in den Sand setzen wird, ist damals noch nichts öffentlich. Der Investor Schlaff, „Österreichs einziger Oligarch“ (Profil) ...
--- Der ehem. ÖVP-Obmann Taus hatte sich als Treuhänder selbstständig gemacht u. bat seinen Parteifreund Erhard Busek, damals Koordinator des „Stabilitätspakts für Südosteuropa“, beim Abendessen um einen Gefallen: ein Treffen mit dem bulgar. Regierungschef Sakskoburggotski in Sachen Mobiltel. Auch Bawag-Direktor Elsner brauchte einen Gefallen: einen polizeilichen Persilschein für den übel beleumundeten Russen Cherney.
Jahre später wird ein Gericht den damal. Leiter der Wirtschaftspolizei Horngacher verurteilen, weil er im Gegenzug für diese „Unbedenklichkeitsbestätigung“ Reisegutscheine um 6000 € erhalten habe. Überbringer ist der Wiener Polizist Adi Krchov. Er ist damals Kassier der „Wiener Freunde der Polizei“ u. bezeichnet sich selbst als „Kammerdiener“ Schlaffs. Während Horngachers Karriere bei der Polizei mit dem Urteil beendet war, wurde das Verfahren gegen Krchov eingestellt ---
Jeweils 30 % der Anteile gingen an die Bawag u. an Taus, 25 % an Schlaff u. 15 % an Cordt ---
Batkov, Anwalt u. engster Vertrauter des Oligarchen Cherney, saß bis zum Okt. 2010 im Aufsichtsrat der Mobiltel ---

http://www.boerse-express.com/pages/151067/print --- Im März kaufte der israelische Diamantenhändler Lev Leviev über seine LL Telecommunications Holding die MobilTel vom Eastern Market Telecom Fund mit Sitz auf den Bahamas, der dem Russen Michael Chorny gehört. Bereits damals war von einem Kaufpreis von 800 Mio. US-Dollar die Rede. Chorny wurde in Bulgarien des Landes verwiesen. Er besitzt aber nach wie vor Medien in Bulgarien.
Vor einem Monat bestritt Leviev, der Eigentümer der MobilTel zu sein. Der wahre Eigentümer sei Chorny. Allerdings stellte das Staatl. Telekom Komitee (STC) fest, dass die MobilTel sehr wohl Leviev gehört. Leviev war für eine Stellungnahme, warum er nicht als Besitzer der Aktien gelten will, nicht erreichbar.
Chorny erwarb die Hälfte der MobilTel vom Firmengründer Krassimir Stoytchev, der mit seinem Firmenkonglomerat Tron in Österreich, Bulgarien u. der Schweiz vertreten ist. Die restl. Anteile erwarben die First Financial von Stoytchev sowie Bul Sim, die Firma des früheren MobilTel-Managers Vladimir Grashnov. Zuvor wollte Stoytchev die MobilTel an den russischen Geschäftsmann Grigory Luchansky verkaufen - allerdings verhinderte das STC den Verkauf.
Die MobilTel hat im Vorjahr einen Gewinn von 38,9 Mio. US-Dollar ausgewiesen, heuer soll er Unternehmensangaben zufolge das Doppelte betragen. Der 1800 Mitarbeiter zählende Mobilfunker verfügt über einen Marktanteil von 80 %. Die Reichweite liegt bei 90 %.
MobilTel hat rund 1 Mio. Kunden. Der 2. GSM-Netzbetreiber in Bulgarien ist GloBul. Eigentümer des Unternehmens ist die griechische OTE Telecom. (sb/mf)

http://frost.foonds.com/pages/186733 --- Seltsame Vorgeschichte: Die Holding erwarb MobilTel vom Diamantenhändler Lev Leviev, der diese kurz zuvor vom Eastern Market Telecom Fund des Russen Michael Chorny um kolportierte 800 Millionen US-Dollar gekauft hatte. Zuletzt bestritt Lev Leviev, der Eigentümer der MobilTel zu sein. Der wahre Eigentümer sei nach wie vor Michael Chorny. Allerdings stellte das staatliche Telekom-Komitee fest, dass die MobilTel sehr wohl Leviev gehörte.
http://frost.foonds.com/cat/pages/159918/fullstory ---

Mobtel-Deal
2005 versuchte Schlaff den Bulgarien-Coup in Serbien zu wiederholen. Mit seinen Partnern Taus u. Cordt übernahm er Anteile an der serb. Mobilfunkgesellschaft Mobtel von Bogoljub Karić. Die Regierung entzog dem Unternehmen jedoch die Lizenz. Nach Intervention seitens der österr. Regierung wurde ein Kompromiss ausgehandelt, der die Investitionen der Gruppe sicherte, obwohl diese bei der schlussendlichen Versteigerung 2006 nicht zum Zug kam.

Bawag-Affäre
Schlaff wurde auch als Zeuge zum Bawag-Prozess befragt. Transaktionen an seine Firmen erklärte er so, dass sie für einen an die Bawag vermittelten Geschäftsmann geparkt wurden. Schlaff betonte, von den hohen Verlusten durch Flöttls Spekulationen nichts gewusst zu haben. ---
2006 kam Schlaff in die Schlagzeilen, weil er für seinen langjährigen Freund, Schachspielpartner u. Geschäftspartner Elsner, der im Zuge des BAWAG-Skandals in Frankreich inhaftiert wurde, 1 Mio. € als Kaution bereitstellte.

Verbindungen zur Gazprom
Schlaff wird auch mit Gazprom Firmen in Zusammenhang gebracht. Sein enger Geschäftspartner Michael Hason hält zahlreiche Positionen in der Centrex Group, die dem Gazprom Konzern zugerechnet wird. Zudem besitzt Schlaff eine Firma in Zypern, die unter derselben Adresse registriert ist wie die Centrex Holding. Beide Firmen teilen sich einige Geschäftsführer. Schlaff, Centrex, u. Robert Nowikovsky haben denselben Pressesprecher.

Weitere wirtschaftliche Tätigkeiten
2006 übernahm er die Kontrolle über 30 % des Feuerfest-Konzerns RHI AG.
2007 war er maßgeblich an der Übernahme des weißrussischen Mobilfunkanbieters MDC durch die Telekom Austria beteiligt – um angebliche 1,05 Mrd. €

Netzwerktätigkeit
Das große Netzwerk Schlaffs basiert auf dem Prinzip Geben und Nehmen. Frühere Stasi-Offiziere kamen in Schlaff-Firmen unter, Ex-Telekom-Finanzvorstand Colombo, der ihm die Mobiltel teuer abkaufte, wechselte in den Vorstand der RHI. Ebenfalls bei RHI, im Aufsichtsrat, findet man Ex-Vizekanzler Gorbach. Dort erhält er zumindest ein Grundeinkommen, das seine politischen Interventionen am Balkan abgelten soll.
2002 nutzte Schlaff seine Kontakte zu Ariel Scharon, um die österr. Bundesregierung unter Wolfgang Schüssel im Bestreben einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu unterstützen. 2003 wurde wieder ein Botschafter nach Österreich entsandt.
2010 vermittelte Schlaff die Freilassung des in Libyen wegen Spionagevorwürfen festgehaltenen Israelis Rafael Haddad. Dieser wurde am 8.8. von Libyen nach Wien ausgeflogen u. dort vom israel. Außenminister Lieberman empfangen. Schlaff nutzte dabei seine guten Kontakte zu Revolutionsführer Gaddafi sowie dessen Sohn Saif.

Sonstiges
Schlaff hat eine Antisemitismus-Sammlung mit rund 5000 Objekten, die einen Zeitraum von 1490 bis 1946 umfassen, in 10jähriger Arbeit zusammengetragen, die er 1993 der Stadt Wien für das Jüdische Museum schenkte. Diese katalogisierte die Exponate u. bereitete sie für eine Großausstellung auf.
Schlaff ist Vater von 6 Söhnen u. ist zum 3. Mal verheiratet (Stand Sept. 2010). 2008 kam er in die Schlagzeilen, weil er sich von seiner Frau Andrea scheiden ließ u. dabei kolportierte 200 Mio. € Abfindung bezahlte.
2012 sagte Schlaff als letzter Zeuge vor dem Untersuchungsausschuss zur Klärung von Korruptionsvorwürfen aus, dabei provozierte er mit einem Gestapo-Vergleich.

Schlaff ist seit 1986 Mitglied der SPÖ

http://www.profil.at/home/portraet-oesterreichs-oligarch-ein-grenzgaenger-genialitaet-skandal-177728 --- Seine Eltern, Juden aus Polen, waren nach dem 2. Weltkrieg 1947 in einem österr. Displaced Persons-Lager gelandet u. hier sesshaft geworden --- Handelshaus Robert Placzek .. Das Unternehmen war vorwiegend im Großhandel mit Textilien, Holz u. Papier zwischen Ost u. West tätig --- Der lange Zeit einträgliche Holzhandel wurde inzwischen eingestellt, das Zellulosegeschäft abgestoßen. Die an der Wiener Innenstadt-Adresse Trattnerhof Nummer 1 domizilierte Gesellschaft verwaltet heute hauptsächlich Immobilien im In- u. Ausland ---  Der junge Martin Schlaff lernte die Regeln des Geschäfts mit Ostblockstaaten im Allgemeinen u. der DDR im Besonderen sehr schnell. Aus dieser Zeit datiert auch seine Freundschaft zur ehem. KPÖ-Treuhänderin Rudolfine Steindling. Sie ging damals bei den Spitzen der SED-Nomenklatura ebenso ein u. aus wie bei österr. Regierungspolitikern, unter ihnen Vranitzky oder Norbert Steger. Nicht selten mit dabei: Martin Schlaff.
Die meisten Verbindungen überdauerten den Fall der Berliner Mauer. Bis heute halten sich auch Gerüchte, Schlaff sei gegen gutes Geld maßgeblich an der Verschiebung der Novum-Millionen beteiligt gewesen. Das einst von Steindling geführte Ostberliner Handelshaus hatte für die DDR-Einheitspartei SED ein Vermögen von zuletzt 253 Mio. € verwaltet, welches in den Wirren der Wiedervereinigung großteils u. spurlos verschwand. Er selbst hat jedwede Verwicklung stets dementiert ---

http://www.profil.at/home/portraet-der-weg-martin-schlaff-103907 --- Schlaff hält große Stücke auf den konservativen Schüssel, seit sich dieser als Regierungschef um die Rückgabe von NS-Raubgut verdient gemacht hat --- Herbert Cordt (einst Assistent von SPÖ-Finanzminister Androsch, später Länderbank-Vorstand) --- Über das Unternehmen ist nicht viel mehr bekannt als über dessen Eigentümer, der nichts so sehr hasst wie Publizität. Die Robert-Placzek-Gruppe macht in Österreich offiziell jährlich 100 Mio. € Umsatz. Zusammen mit ihren internat. Beteiligungen dürfte sie ein Vielfaches davon erwirtschaften ---
Unmittelbar nach der Wende ließ die deutsche Bundesregierung umgerechnet knapp 43 Mio. € beschlagnahmen, die Schlaffs Konglomerat zuvor aus Festplattenlieferungen an die DDR kassiert hatte. Begründung: Die Computerteile seien in Wirklichkeit nie geliefert worden, der Deal nur ein Scheingeschäft gewesen. Zudem bezichtigte ihn der US-Geheimdienst CIA unter Berufung auf Dokumente aus DDR-Archiven, für die Stasi im Westen spioniert zu haben --- Es folgten ein Haftbefehl, hochnotpeinliche Hausdurchsuchungen an Schlaffs Wiener Adressen u. Observationen durch die österr. Staatspolizei.
Die jahrelangen behördlichen Investigationen führten ins Nichts. 1996 stellte die Staatsanwaltschaft Wien die Ermittlungen wegen des Verdachts des geheimen Nachrichten-dienstes zum Nachteil Österreichs ein. 2 Jahre später schloss auch der Generalbundesanwalt beim deutschen Bundesgerichtshof sein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit.
Die bislang größte Genugtuung wurde Schlaff weitere 4 Jahre später zuteil. 2002 sprach ein Schweizer Gericht seiner Unternehmensgruppe die Erlöse aus dem umstrittenen DDR-Computerdeal zu. Die Deutschen mussten zahlen --- Öffentlichkeitsscheu: von raren Einzelfällen etwa bei Prozessen gegen unbotmäßige Journalisten abgesehen, gibt er prinzipiell keine Stellungnahmen ab. Die Fotos, die von ihm existieren, lassen sich an einer Hand abzählen ---
Schlaff fädelte für Arafat die Anschaffung eines Flugzeugs für die palästinensische Regierung ein. Der moderne Canadair-Businessjet vom Typ Challenger ist am Flughafen Wien-Schwechat unter der österr. Kennung OE-IYA registriert. Auch Schlaff benutzte ihn in den vergangenen Jahren gerne zumal Arafat seinen Regierungssitz in Ramallah ohnehin nur selten verlassen konnte ---  OE-IYA hob beispielsweise am 26.3.2003 in Richtung Sofia, Bulgarien, ab. Zweck der Reise: die Eröffnung der Zentrale des bulgar. Mobilfunkbetreibers Mobiltel... An Bord des Flugzeugs: eine Delegation um Kanzler Schüssel, Casinos-Austria-Chef Wallner, den damal. Bawag-General Elsner, Staatsoperndirektor Holender u. Musikliebhaber Schlaff. Beim anschl. Empfang in der Oper von Sofia konnte Schüssel den bulgar. Ministerpräsidenten Sakskoburggotski ans Herz drücken. Und hatte obendrein das Vergnügen, dem Musikkonservatorium der bulgar. Hauptstadt mehrere Bösendorfer-Flügel zu überreichen. Welch schöner Gleichklang: Die Wiener Klaviermanufaktur Bösendorfer steht im Eigentum der Bawag, die wiederum an Mobiltel beteiligt war.
Harmonie: auch für Casinos-Chef Wallner, Schlaffs Partner in Jericho, verlief die Reise durchaus harmonisch: Er konnte ungestört mit Bulgariens Finanzminister Veltchev plauschen jenem Mann also, der für die geplante Privatisierung der staatl. Lotterien zuständig ist. Wallner damals gegenüber profil: "Wir sind sehr interessiert. Ich habe Hr. Veltchev gesagt, dass Bulgarien an einem Partner wie uns kaum vorbeigehen wird können."  ---

https://geppbloggt.com/tag/martin-schlaff/ --- Martin Schlaff säuberte osteurop. Firmen vor der Übernahme durch die heimische Telekom. Hat er sich dabei selbst schmutzig gemacht? --- was er an diesem Tag noch 72-mal sagen wird: „Ich entschlage mich.“ Wer vergangene Woche der Befragung des Wiener Milliardärs im parlamentarischen Korruptionsuntersuchungsausschuss beiwohnte, erlebte ein spöttisches Spiel --- Um den Verbleib von noch viel mehr Steuergeld allerdings geht es bei jenen Deals, deretwegen Schlaff heute hier sitzt. Es sind die Ostgeschäfte der teilstaatl. Telekom Austria in Bulgarien, Serbien u. Weißrussland zwischen 2002 u. 2007. Alle kamen sie auf Vermittlung Schlaffs zustande. Die heimische Telekom – sie gehört zu 28 % der Republik – zahlte mehrere Milliarden € für die Akquisitionen im Osten. Schlaff stieg möglicherweise mit einem Gewinn im 3-stelligen Millionenbereich aus ---  die weißrussische Velcom, an ihr soll Schlaff rund 300 Mio. € verdient haben ---
Wie kam es zu den immensen Wertzuwächsen bei den Mobilfunkunternehmen? Hätte die Telekom sie nicht billiger haben können? Blieb der exorbitante Gewinn tatsächlich bei Schlaff, oder wurden Teile als Schmiergelder abgezweigt, für korrupte Politiker im Osten oder in Österreich? Hat die teilstaatl. Telekom damit gar indirekte Korruption im Osten betrieben? Diese Fragen beschäftigten .. seit 2 Wochen auch die Wiener Staatsanwaltschaft ---
.. räumt Schlaff dies auch selbst ein: „Ich habe mit Michail Chorny, von mir genannt ‚Mischa‘, den Kauf der Mobiltel verhandelt.“ ---

https://offenesparlament.at/gesetze/XXIII/AB_01521/ --- Anfrage des Abgeordneten Dr. Martin Graf u.a. Abgeordneter an den Bundesminister für Inneres betreffend: Ausstellung eines Dienstpasses für Mag. Martin Schlaff. In Ihrer Anfragebeantwortung 1186/AB vom 31.8.2007 zu unserer Anfrage 1167/J vom 4.7.2007 verneinen Sie die Frage, ob die Ausstellung eines Dienstpasses für Martin Schlaff einen Bruch des Bundesgesetzes betreffend das Passwesen für österr. Staatsbürger (Passgesetz 1992) BGBl. Nr. 839/1992 idF BGBl. I Nr. 44/2006 darstellt.

Unter § 5 Abs. 2 oben genannten Gesetzes ist festgehalten, zit: „Für andere Personen sind Dienstpässe auszustellen, wenn sie zur Besorgung von Angelegenheiten des Bundes, der Länder oder sonstiger öffentlich-rechtlicher Körperschaften in das Ausland reisen und der nach dem Reisezweck zuständige Bundesminister, oder wenn die Reise in Angelegenheiten eines Landes unternommen wird, die Landesregierung bestätigt, dass die Ausstellung eines Dienstpasses geboten ist."

Weiters wird in der Anfragebeantwortung 1186/AB festgestellt, dass es sich beim Repräsentanten der „Israelischen Polizei in Deutschland" um den israelischen Verbindungs-beamten für Polizeiangelegenheiten handelt, dessen Zuständigkeit auch Österreich umfasst. In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Inneres folgende Anfrage:

1) Welche Angelegenheiten des Bundes, der Länder oder sonst. öffentl.-rechtl. Körperschaften hat Martin Schlaff besorgt, wofür ihm ein Dienstpass ausgestellt wurde?
2) Was bedeutet der terminus technicus in Ihrer Anfragebeantwortung „...für geboten erklärt." ?
3) Mit welcher Begründung u. zu welchem Zweck hat das Bundesministerium für Wirtschaft u. Arbeit die Ausstellung des Dienstpasses für M. Schlaff für geboten erklärt?
4) Welche Abteilung und welche Person (genaue Namensnennung) hat für Martin Schlaff den gegenständlichen Dienstpass ausgestellt?
5) Hat auch die Republik Österreich Verbindungsbeamte in Polizeiangelegenheiten in anderen Ländern?
6) Wenn ja, in welchen Ländern?

Anfragebeantwortung --- Frau Präsidentin des Nationalrates, Mag. Barbara Prammer, Parlament, 1017 Wien
- - -
Die Anfrage beantworte ich nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Zu den Fragen 1 u. 3: Die Abgabe der Erklärung gemäß § 5 Abs 2 Passgesetz für Mag. Martin Schlaff fiel nicht in die Zuständigkeit des BM für Inneres. Im Übrigen wird auf die Beantwortung der Fragen 2 u. 3 der an den Bundesminister für Wirtschaft u. Arbeit in gegenständlicher Angelegenheit gerichteten parlam. Anfrage, Nr. 1551/J, verwiesen.

Zu Frage 2: Der terminus technicus „ … für geboten erklärt …“ bedeutet, dass gemäß § 5 Abs. 2 des Passgesetzes für andere als die in § 5 Abs. 1 dieses Gesetzes angeführten Personen Dienstpässe auszustellen sind, wenn sie zur Besorgung von Angelegenheiten des Bundes, der Länder oder sonstiger öffentlich-rechtlicher Körperschaften ins Ausland reisen u. der nach dem Reisezweck zuständige Bundesminister, oder wenn die Reise in Angelegenheiten eines Landes unternommen wird, die Landesregierung bestätigt, dass die Ausstellung eines Dienstpasses geboten ist (Gebotenheitserklärung).

Zu Frage 4: Der Dienstpass von .. Martin Schlaff wurde im Jahr 2000 von der zuständigen Sachbearbeiterin der damal. Abteilung III/12 des BM für Inneres ausgestellt.

Zu den Fragen 5 und 6: Ja. Das BM für Inneres hat polizeiliche Verbindungsbeamte im Ausland. Diese sind derzeit in den folgenden Ländern stationiert: Albanien, Bosnien u. Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Italien, Jordanien (Mitbetreuung Syrien u. Libanon), Kroatien, Kosovo, Marokko, Mazedonien, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Serbien u. Montenegro, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn.

https://offenesparlament.at/gesetze/XXIII/AB_01186/ --- Anfrage des Abgeordneten Dr. Martin Graf ---

Herrn Mag. Martin Schaff .. wurde am 5.4.2000 mit Gültigkeit 4.4.2000 ein Dienstpass mit der Nr. S0012547 ausgestellt.

Das Bundesministerium für Inneres (BMI), Generaldirektion f. d. öffentliche Sicherheit, Gruppe D - Interpol, Abt. H/8 - EDOK (MR Mag. Pretzner) teilte am 28.2.2000 dem BM f. ausw. Angelegenheiten (BMAA) mit, dass im Zuge der Überprüfung von Mag. Martin Schlaff wegen Beihilfe zur Korruption von Herrn Moti Naftali - „Polizeidirektor u. Repräsentant der israelischen Polizei in Deutschland" - beim BMI angefragt wurde, ob es den Tatsachen entspricht, ob Martin Schlaff einen österr. Diplomatenpass besitze. Das BMI ersuchte das BMAA um Überprüfung u. Verständigung (ZI. 1 630 179/1-ll/OC 02).

Das BMAA erwiderte daraufhin am 16.3.2000, dass Schlaff zwar keinen Diplomatenpass, wohl aber einen Dienstpass mit der Nr. S0003169 führe. Nach Nachfrage im eigenen Ministerium u. weiterer Korrespondenz übermittelte die Generaldirektion f. d. öffentl. Sicherheit, Gruppe D - Interpol, Abt. U/8 - EDOK (MR Mag. Pretzner) an den „Repräsentanten der israelischen Polizei in Deutschland" in Bonn die Information, dass die für Dienstpässe zuständige Abteilung des BM für Inneres mitteilte, dass für Schlaff am 5.4.2000 mit Gültigkeit 4.4.2000 ein neuer Dienstpass mit der Nr. S0012547 ausgestellt wurde, da der bereits bekannte Dienstpass Nr. S0003167 „vollgestempelt" war.

Gemäß Passwesen für österr. Staatsbürger (Passgesetz 1992) .. dürfen Dienstpässe nur an folgende Personen ausgestellt werden:
1. Mitglieder des Nationalrates, des Bundesrates u. der Landtage,
2. Mitglieder der Landesregierungen,
3. Beamte u. Vertragsbedienstete des Bundes u. der Länder, wenn das für ihre Dienstrechtsangelegenheiten zuständige oberste Verwaltungsorgan bestätigt, dass die Ausstellung eines Dienstpasses aus dienstlichen Gründen geboten ist,
4. Beamte, Vertragsbedienstete u.a. Personen, die zur Besorgung von Angelegenheiten  des  Bundes,  der  Länder  oder sonstiger  öffentlich-rechtlicher Körperschaften   bei   österr. Berufsvertretungsbehörden in dienstlicher Verwendung stehen, sowie deren Ehegatten u. minderjährige Kinder, wenn sie mit diesen im gemeinsamen Haushalt leben, und
5.  die für die Republik Österreich tätigen Honorarkonsuln sowie deren Ehegatten u. minderjährige Kinder, wenn sie mit diesen im gemeinsamen Haushalt leben und keine Erwerbstätigkeit ausüben.

(2) Für andere Personen sind Dienstpässe auszustellen, wenn sie zur Besorgung von Angelegenheiten des Bundes, der Länder oder sonstiger öffentlich-rechtlicher Körperschaften in das Ausland reisen und der nach dem Reisezweck zuständige Bundesminister, oder wenn die Reise in Angelegenheiten eines Landes unternommen wird, die Landesregierung bestätigt, dass die Ausstellung eines Dienstpasses geboten ist.

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Inneres folgende Anfrage:
1)  Stellt die Ausstellung eines Dienstpasses für Martin Schlaff einen Bruch des Bundesgesetzes betreffend das Passwesen für österr. Staatsbürger (Passgesetz 1992) BGBl. Nr. 839/1992 idF BGBl. I Nr. 44/2006 dar?
2)  Wie viele gültige Dienstpässe gibt es derzeit in Österreich?
3)  Wie viele Dienstpässe davon wurden gem. § 5 Abs. 2 Passgesetz ausgestellt?
4)  Welche Bundesminister bzw. Landesregierung haben dafür wann welche Bestätigungen ausgestellt?
5)  Mit welcher Begründung wurde Martin Schlaff ein Dienstpass ausgestellt?
6)  Welcher Bundesminister bzw. welche Landesregierung hat dafür eine Bestätigung ausgestellt, dass die Ausstellung eines Dienstpasses geboten wäre?
7)  Mit welcher Begründung wurde seitens der Generaldirektion f. d. öffentliche Sicherheit (BMI) der Repräsentant der „Israelischen Polizei in Deutschland" von der Dienstpassvergabe an einen österr. Staatsbürger informiert?
8.) Gibt es einen „Repräsentanten der Israelischen Polizei" auch in Österreich?
9)   Wenn ja, welchem Zweck dient und welche Befugnisse hat dieser?       10) Wenn ja, wie hoch sind die Kosten und wer trägt diese?

Anfragebeantwortung Präsidentin des Nationalrates, Mag. Barbara Prammer
- - -
Zu Frage 1: Nein.
Zu den Fragen 2 bis 4: Mit Stichtag 15.07.2007, gibt es in Österreich 10.885 gültige Dienstpässe. Eine statistische Unterscheidung nach der Rechtsgrundlage oder den Stellen, die die Gebotenheit erklärt haben, ist nicht vorgesehen.
Zu den Fragen 5 und 6: Das (damalige) Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten, hat die Ausstellung eines Dienstpasses für geboten erklärt.
Zu den Fragen 7 bis 10: Beim Repräsentanten der „Israelischen Polizei in Deutschland“, mit Sitz in Berlin, handelt es sich um den israelischen Verbindungsbeamten für Polizeiangelegenheiten, dessen Zuständigkeit auch Österreich umfasst. Aus diesem Grunde erfolgte die in Frage stehende Auskunft nach § 22b Passgesetz in Verbindung mit § 3 Polizeikooperationsgesetz. Der Repräsentant dient vor allem der Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen dem Innenministerium in Österreich und dem Sicherheitsministerium sowie dem Innenministerium in Israel, der Unterstützung bei grenzüberschreitenden Kriminalitätsfällen und dem Informationsaustausch. Er ist Ansprechpartner für österreichische Behörden, insbesondere das BM.I, und hat keinerlei hoheitliche Befugnisse. Seine Tätigkeit dient hauptsächlich dem Informationsaustausch. Die Kosten für diesen trägt Israel und können daher nicht angegeben werden.

https://offenesparlament.at/gesetze/J-BR_02451/ Anfrage .. Schennach --- betreffend Josef Taus/Martin Schlaff/bulgarische MobilTel und BAWAG -
Zusammenhänge mit unterdrückten OeNB-Prüfbericht vom April 2001 ---
Wie allgemein bekannt, haben die kriminellen Vorgänge in u. um die BAWAG u. das Versagen der Aufsichtssysteme dazu geführt, dass die Republik Österreich, somit der Steuerzahler, eine Bundeshaftung über 900 Mio € übernehmen musste.
Wäre die Bankenaufsicht unter Ihrer Ressortleitung 2001 bei Vorlage des katastrophalen Prüfberichtes der OeNB nicht untätig geblieben, dann hätte ein wesentlicher Teil des Schadens vermieden werden können ---
Hätten Sie damals im Dez. 2001 nicht, ..  „den Prüfungsbericht am 10.12.2001 abgeschlossen", sondern eine weitere Sonderprüfung sowie insbes. Maßnahmen, wie die Enthebung des Geschäftsleiters Helmut Elsner veranlasst, dann hätte dieser nicht in Zusammenwirken mit den Investoren Taus u. Schlaff Vereinbarungen zu Lasten
der BAWAG schließen können, die diese vom zustehenden Gewinnanteil ausgeschlossen hätte --- Damit wäre auch die Bundeshaftung niemals erforderlich geworden ---
... Geschäftsführer sind: Jam Schlaff, Dr. Herbert Cordt, Michael Hason ...
Soweit erkenntlich, hatte die BAWAG daher nicht nur keinen Anteil am Gewinn, obwohl sie 30% Anteile besessen hat, sondern hat auch keine Zinsen lukriert. Darüber hinaus hat die BAWAG offenbar zur Gänze den Kursverlust des USD „zu schlucken". Die BAWAG war offenbar auch bei diesem Geschäft nur die Zahlende, während die anderen Beteiligten ohne nennenswertes eigenes Investment einen Gewinn in hunderten Mio € einstreifen konnten --- einen Gewinn von 890 Mio € erzielt ---
Gleichzeitig hat die BAWAG - so wie bei den Flöttl-Karibik-Geschäften u. dem Casino Jericho - keine Gewinne, sondern nur Verluste (Kursverlust, keine Zinsen) zu verzeichnen ---
Mögliche Vorteile für Mitglieder des damaligen BAWAG-Vorstandes
Da ein oben beschriebenes Geschäft ausschließlich zu Lasten der eigenen Bank mit Vorteilen in Höhe von nahezu 1 Mrd. € für 3 private Investoren ohne Kapital- u. Risiko-einsatz von einem Vorstand einer Bank getätigt werden, drängt sich die Frage nach persönlichen Vorteilen für einzelne Vorstandsmitglieder auf.
Josef Taus selbst hat in einem Interview zu den Hintermännern der MTH (die unmittelbar an dem MobilTel-Deal partizipierte) wortwörtlich ausgeführt: „Die Bawag ist an der MTH nicht beteiligt. Dem Syndikat gehören 8 Personen an, für die ich mich nicht berechtigt fühle, Namen zu nennen. Einige davon haben mir das Stimmrecht übertragen u. sind daher nur kapitalmäßig involviert. Das sind alles sehr korrekte u. ordentliche Leute." (Industrie Magazin vom 26.02.2006 ..) ---
Interessant ist weiters, dass als Aufsichtsräte der MTH (Management Trust Holding AG) seit 2002 zwei ehem. BAWAG-Vorstände, Dr. Christian Büttner u. Dr. Josef Schwarzecker, aufscheinen. Wenn nun die BAWAG nach eigenen Worten von Taus nicht an der MTH beteiligt ist, wessen Aktionärsinteressen haben diese Aufsichtsräte vertreten? ---
In diesem Lichte scheint auch das konspirative Zusammentreffen von Taus u. Elsner kurz vor dessen Verhaftung in Frankreich in einem völlig anderen Licht ---
.. weist jedenfalls der BAWAG-Vorstand Nakowitz Wolfgang Flöttl an, 320.000 USD an die Galonia Etablissement mit Sitz in Liechtenstein zu überweisen, eine Stiftung die lt. der Zeitung „die Presse" vom 20.7.2006 Schlaff zuzuordnen ist ---
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende Fragen:
1. Warum wurde der Komplex MobilTel bei allen Untersuchungen der BAWAG außer Acht gelassen?
2. Ist Ihnen bewusst, dass im Falle Ihres ordnungsgemäßen Einschreitens als Resultat des OeNB-Berichtes vom April 2001 nicht nur der Schaden aus der Refco-Verstrickung vermieden worden wäre, sondern auch die BAWAG einen entsprechenden Anteil aus dem MobilTel-Deal bezogen hätte und damit die Notwendigkeit der Staatshaftung entfallen oder zumindest gemindert worden wäre?
3. Welche Gespräche, Telefonate, Schreiben oder andere Kontakte mit Taus oder Schlaff gab es im Zeitraum seit 2000 von Ihnen bzw. den Mitarbeitern des BMF?
4. Hat Sie Wolfgang Flöttl bei Ihren diversen Zusammentreffen, inbesondere im Rahmen Ihres gemeinsamen Yachturlaubs mit ihm auf die von den BAWAG-Vorständen verlangten Zahlungen an diverse Stiftungen informiert?
5. Was werden Sie im Lichte der Erkenntnis, dass W. Flöttl Zahlungen an eine Schlaff nahe stehende Stiftung Galonia rund um den Abschluss des 1,6Mrd-Deals getätigt hat, unternehmen? Werden Sie die Vorgänge im Rahmen Ihrer Eigentümerfunktion in der ÖIAG zum Anlass nehmen, um die Geschäftsgebarung des ÖIAG-Vorstandes als Eigentümervertreter und Aufsichtsräte bei der Telekom Austria AG zu überprüfen?
6. Zwingt nicht die Dichte der Informationen über die Verstrickungen Taus-Schlaff-Elsner-Flöttl zu einer Ausweitung der Ermittlungen der FMA und der OeNB auf die Aktivitäten der Herren Taus und Schlaff?
7. Ist Ihnen bekannt, dass Bundeskanzler Schüssel am 26.3.2003 in einem Privatjet von Martin Schlaff mit der Kennung OE-IYA nach Sofia gereist ist, um Taus, Schlaff und Elsner zu unterstützen u. er in diesem Zusammenhang Termine gemeinsam mit den 3 Herren wahrgenommen hat?

http://derstandard.at/3070865/Neue-Geschaefte-mit-alten-Bekannten --- Ein guter Bekannter Schlaffs dagegen war es, bei dem eine der Provisionen landete, die das Gericht jetzt beschäftigen. Schlaff rechnet die Stiftung Galonia seinem Geschäftsfreund Konrad Ackermann zu. Er war zu Zeiten der Berliner Mauer, als Schlaff Osthändler war, sein Partner gewesen. Nach der Wiedervereinigung hatte die deutsche Justiz Schlaff und Ackermann Scheingeschäfte mit der DDR vorgeworfen, Schlaff konnte alle Vorwürfe entkräften. Schlaff und Ackermann (Konrad Paul und Konrad Georg) sind immer noch verbunden: Konrad Georg ist im Vorstand der Wiener LHU Privatstiftung, die von Schlaffs Bruder Jam eingerichtet wurde. Von der Galonia flossen 2002 auch Gelder über die Bawag zu Cyril Kern, der laut israelischer Justiz Ex-Premier Ariel Sharon unerlaubterweise finanziert haben soll ---

http://derstandard.at/1271376319810/Liechtenstein-Banklizenz-fuer-Martin-Schlaff --- Banklizenz für Martin Schlaff
.. Wie die liechtensteinische "Wirtschaft regional" berichtet, ist jedoch keine Privatbank für supersolvente Kundschaft geplant, sondern ein Vertrieb für Kleinkredite namens Sigma Kreditbank. -- Nach Informationen der Zeitung stand Schlaff über sein Firmengeflecht auch hinter der St. Gallener Fidium Finanz, der die deutsche Finanzaufsicht BaFin 2003 das Kreditgeschäft in Deutschland mangels Lizenz untersagte. Im vergangenen Jahr unterlag Fidium in der Angelegenheit auch vor dem deutschen Bundesverwaltungsgericht. -- Fidium hatte Kleinkredite ohne Bonitätsprüfung per Internet vertrieben. Die Sigma Kreditbank plant dem Bericht zufolge ebenfalls, Kleinkredite in Deutschland anzubieten. Dank der Banklizenz in Liechtenstein habe die BaFin bei der Sigma Kreditbank keine genehmigungsrechtlichen Bedenken, hieß es weiter. Für Fidiums Geschäfte war nach Schweizer Recht keine Banklizenz erforderlich gewesen.
Leserkommentar:
".. wisst Ihr wie hübsch seine neue Villa in Neulengbach am Gschwendthof ist? Das ist da bei der Buchbergwarte kennt Ihr die? Macht nix,...muß man ja auch nicht kennen! Was man aber wissen sollte, ist daß in einer Zeit wo die Meisten alles enger schnallen sich der Hr. Schlaff mit seinen dubiosen Geldern ne fette Villa bauen "lässt",...da gibts nen runden Pokertisch um so ca. 160 000,- €... "

http://www.haaretz.com/israel-news/the-schlaff-saga-1.312804    The Schlaff Saga
--- Haim Schlaff, Martin’s ultra-Orthodox father --- Shlomo Obstfeld, an ultra-Orthodox Jew and the Schlaff family’s partner in its real estate businesses in New York. A few weeks after the ceremony, in mysterious circumstances, Obstfeld jumped from a 19th-floor apartment in Manhattan to his death ---
.. in the summer of 2009, along with leading members of the Libyan government, Schlaff attended a glamorous 37th birthday celebration for Gadhafi’s son Saif al-Islam al-Gadhafi at a luxury hotel in Montenegro --- A few weeks ago, Schlaff left his family, vacationing in Sardinia, flew to Tripoli and returned to Austria together with a freed Israeli photographer, Rafael Haddad, who had been arrested and interrogated by the Libyans on suspicion of being a Mossad agent. In Vienna, Lieberman was waiting for Schlaff and Haddad ---
.. at Wiedner Hauptstrasse No. 17, one can find the offices of two companies, both of them with connections to Israel, in cases where Schlaff was also allegedly involved. One of them, Jurimex, was instrumental in arranging the guarantee of an Austrian bank for credit of $1 million for the account of Yisrael Beiteinu, Lieberman’s party, in February 2002. The other is Getex, an agricultural trading company with operations in Eastern Europe. Toward the end of 2002, about $3 million of that company’s money ended up in a bank account belonging to Gilad and Omri Sharon in Israel ---
For years Austrian authorities refused to allow Israel to interrogate Schlaff. They claimed the Israel Police did not have a sufficient evidentiary basis to justify an investigation ---
Attorney Irit Kahan, formerly head of the international division at the State Prosecutor’s Office, was also surprised by the Austrians’ reluctance to cooperate. “The request for legal cooperation took a very long time, compared to other places in the world,” she says, “and during the course of submitting the requests, there were a number of court decisions in Austria that made me wonder.”
“I spoke with the Justice Ministry about how they weren’t letting the Israelis investigate Schlaff,” reveals Austrian MP Dr. Peter Pilz in a conversation with Haaretz. Pilz is a leader of the Green Party and is considered one of the leaders of the war on corruption in his country. “They didn’t allow an investigation of him because both the large Austrian parties, the Social Democrats and the conservative People’s Party, have an interest in protecting him ---
The man who used to fly in his well-equipped private jet among the capitals of the world is apparently very afraid of being tarnished with the label “wanted man.”

“What Israel has done to him hurts him very much. He loved Israel and he is angry at it now, especially at the Israel Police,” says Moti Finkelstein, Schlaff’s Israeli driver, who over the years became his confidant. “They didn’t even let him come to his father’s funeral in Israel.”

http://www.juedische-allgemeine.de/article/print/id/7990 --- Pinto in einer von Obstfelds Wohnungen wohnte, aber die Miete monatelang nicht bezahlte, obwohl sie deutlich unterhalb des Marktpreises lag. Am Ende ließ Obstfeld den Rabbi kurzerhand hinausschmeißen. Der revanchierte sich mit einer Pulsa DiNura, jener kabbalistischen Zeremonie, in der die Engel der Zerstörung aufgerufen werden, die himmlische Vergebung für die Sünden eines Menschen zu annullieren, woraufhin er sämtlichen biblischen Flüchen wehrlos ausgeliefert ist. Ergebnis: Der Verfluchte stirbt.

horror Damit gelangt ein Spritzer authentischen Horrors in diese Geschichte, aber gemäß den Gesetzen des Krimigenres sollte sich am Schluss erweisen, dass nicht metaphysische, sondern höchst irdische Mächte für einen gewaltsamen Tod die Verantwortung tragen. Ein Ungenannter aus dem Umfeld der Familie des Verstorbenen hat jetzt eine Privatdetektei mit Ermittlungen beauftragt. Und der oben zitierte Freund von Shlomo Obstfeld äußert den Verdacht, dass der kabbalistische Rabbi und seine Jünger ein Mordkomplott ausgeheckt haben: »Ich selbst könnte der Nächste sein«, sagt er ---

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Rudolf Wein

Beitrag von Dissident am Sa Dez 17, 2016 9:56 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Gutruf  Die Jahre des Rudolf Wein (1930-2011) im Wiener Innenstadtlokal Gutruf

Rudolf (Rudi) Wein führte das Gutruf von 1972 bis 1991. Der Geschäftsmann u. Agent des ungarischen sowie DDR-Geheimdienstes war 1962 als Freund von Udo Proksch das erste Mal ins Gutruf gekommen. Wein renovierte nach der Übernahme 1972 das Lokal u. führte die heute noch bestehende Garküche ein. Er gründete den Club Gutruf, um sich ungebetener Gäste zu erwehren. Rudi Wein ließ nur wenige Frauen zu, überliefert sind Erni Mangold, Eva Deissen u. Louise Martini. Gattinnen hatten prinzipiell keinen Zutritt. Unter ihm herrschte außerdem striktes Hundeverbot.

In dieser Zeit zählen der Rennfahrer u. Unternehmer Niki Lauda, der Musiker Fatty George sowie Politiker wie Karl Blecha u. Norbert Steger zu den weiteren Stammgästen. Im Aug. 1974 begann Bernhard Chung im Gutruf als Koch. 1983 erhielt er die österr. Staatsbürgerschaft. Ebenfalls 1983 übergab Wein 90 % seiner Anteile an Chung. Rudi Wein schied 1991 endgültig aus.

http://doedr.forumieren.net/t173-dodr-und-ddr#1104 --- DDR-Spione in Österreich
Sie trugen die Decknamen "Prokurist", "Richter" u. "Sander" Top­leute des DDR-Geheimdiensts in Österreich. Neue Dokumente beleuchten einen der spektakulärsten Spionagefälle des Kalten Kriegs. In zentralen Rollen: Udo Proksch u. der Prominentenwirt Rudi Wein.
Das Lokal sieht fast immer noch so aus wie damals in den 70er Jahren: Die vom Zigarettenqualm gegerbten Wände, die kleinen Tische, das legendäre Hinterzimmer. Aus den Adabei-Spalten der Zeitungen ist das "Gutruf" in der Wiener Milchgasse aber schon lange verschwunden. Damals hatten sich hier die in den ersten 3 Nachkriegs-jahrzehnten groß gewordenen Künstler u. Schreiber zum Erfinden, Schmäh-Scheiben u. Saufen versammelt: Helmut Qualtinger u. Gerhard Bronner, die Maler Markus Prachensky, Josef Mikl, Adolf Frohner u. Franz Ringel, die Journalisten Thaddäus Pod­gorski, Günther Broscheit u. Reinhard Tramontana, der Star-­Karikaturist Erich Sokol, die Stadt-Originale Udo Proksch, Fatty ­George, Otto Kobalek u. Helmut Zilk. Auch Hugo Schönborn, Vater des heutigen Kardinals, schaute gerne vorbei. Der frühere Besitzer des Lokals, Hannes Hofmann, gilt als Qualtingers Vorlage für den Herrn Karl.
Nur wenige handverlesene Frauen hatten zu diesem politisch hochdispersen Männerbund regelmäßig Zugang, wie etwa die Schauspielerin Erni Mangold, die Schriftstellerin Elfriede Gerstl u. die Journalistin Eva Deissen. Der Hausschnaps, das wichtigste Produkt des Etablissements, bestand aus einem Drittel Obstler, einem Drittel Gin u. einem Drittel Wodka alles aus dem Tiefkühlfach. Er hat einige der Stammgäste hingerafft.

Als Patron dieser illustren Partie fungierte seit 1972 ein kleiner, kräftiger Mann mit großem Schnauzbart. Er hieß -wie passend für einen Wirt- Rudolf Wein. Amüsiert munkelte man im Lokal, der Rudi habe etwas mit Spionage zu tun, was der 1930 geborene Sohn einer jüdischen Wiener Schneiderfamilie, der sich zeitlebens als Kommunist bezeichnete, gern neckisch kommentierte. Spionage? Den Begriff verwende ich nicht.
Aufklärertätigkeit für ein sozialistisches Land war für einen Kommunisten Klassenkampf auf höherer Ebene, sagte Wein noch im 2006 erschienenen Buch "Das Gutruf, ein Hinterzimmer wird 100", her­ausgegeben von den Stammgästen Peter Allmayer-Beck, Thaddäus Podgorski u. Herbert Völker. Wenn er solche Sprüche im Lokal abließ, lachte das Hinterzimmer. Und doch war der Gutruf-Wirt, er ist im Vorjahr im 81. Lebensjahr verstorben, alles andere als bloß ein kauziger Salonkummerl. Von profil in Berlin eingesehene Dokumente zeigen: Wein war nicht weniger als der Chef der Wiener Residentur des DDR-Auslandsgeheimdiensts einer Gruppe von Agenten, die mit hochspezifischen Informationen das Hightech-Programm der DDR fütterten. Wein u. seine Leute lieferten alles, was gut, teuer u. hinter dem Eisernen Vorhang wegen des technologischen Rückstands nicht herstellbar war: Mikroelektronik, Halbleiter, Festplatten, integrierte Schaltkreise, Kohlefaser-Produkte, Informationen über Kunststoff-verfahren, Laser- u. Holografie-Technologie, aber auch Konsumgüterelektronik. In den 1980er-Jahren sprachen US-Journalisten von Wiener Technobanditen, die dem Westen im Kalten Krieg großen Schaden zugefügt hätten. Die österr. Behörden ließen dennoch alle Beteiligten ungeschoren auch weil sie nicht wahrhaben wollten, welchen Umfang die Geschäfte hatten.
- - -
Wein sei während der NS-Zeit mit seinen jüdischen Eltern nach Theresienstadt deportiert worden, hieß es, dort seien die Eltern ermordet worden. Bei einem Fluchtversuch habe er mehrere Finger durch die Explosion einer Granate verloren --- Wein wollte zu alldem zeitlebens nichts ­Genaues sagen. Faktum ist, dass er bei den KP-Weltjugend-festspielen 1957 in Moskau den 4 Jahre jüngeren Udo Proksch kennen lernte, Sohn einer NS-affinen Familie, der gerade an der Akademie für angewandte Kunst studierte. Das ungleiche Paar freundete sich an. Proksch begann für den Kunststoffkönig Wilhelm Anger Brillen im Porsche-Design zu entwickeln u. holte Freund Rudi nach, der sich bald mit dem Chef überwarf. Er war damals noch ein Schlurf, erinnert sich ein Weggefährte.
1966 gründeten Wein u. Proksch die erste gemeinsame Firma namens KIBOLAC, was Kunststoffe, Industrie, Bau, Optik, Lizenzen, Anlagen, Chemie bedeuten sollte. Tatsächlich war der Name ein Wortspiel: Der Jude Wein brachte das KIB von Kibbuz, das Nazi-Kind Proksch das OLA von Napola, der NS-Schule. Und dann hängte man eben noch ein C dran. Die KIBOLAC gehörte zu 60 % Proksch u. zu 40 % Wein. Später nahm Wein Proksch im Suff 50 % ab u. besaß damit 90 %. Die Firma widmete sich vorgeblich dem Erfinden. Wein u. Proksch ersannen Dinge wie ein selbstmordsicheres Schlafmittel, ein Gerät, mit dem man Schnäpse älter machen konnte, einen Autoreifen, der nie platzte, und einen Volks-Safe, einen billigen, aber strapazfähigen Plastiktresor, der nur mit Ultraschall geöffnet werden konnte. Auf ihn war Wein besonders stolz. Aber nichts von alldem ging in Serie.

Das große Geld kam bald von ganz woanders her. Wein hatte schon seit einigen Jahren Kontakt zum DDR-Geheimdienst unterhalten. Sein Führungsoffizier war der Stasi-Major Horst Müller. 1968 stellte Wein für Müller die Verbindung zum Wiener Physiker Rudolf Sacher her, der in Wien-Neubau gemeinsam mit seinem Schulfreund u. Studienkollegen Karl Heinz Pfneudl ein kleines Technikunternehmen betrieb. Als Test beauftragte die DDR Sacher u. Pfneudl mit der Entwicklung eines elektron. Heizungssteuerungssystems, das die Vereinigung volkseigener Betriebe Leipzig ankaufte. Proksch u. Wein kassierten 1,2 Millionen Schilling Provision.

Das System funktionierte, die Auftraggeber waren zufrieden. 1969 gründete man die Rudolf Sacher Ges.m.b.H., die formal Sacher u. Pfneudl gehörte, bei der aber Rudolf Wein, sein Führungsoffizier Müller u. als Rechtsbeistand der Wiener Anwalt Karl Zerner den Ton angaben. Zeitweilig beschäftigte das Technikbüro in der Apollogasse fast 40 ­Mitarbeiter, die Dinge ersannen, zu denen man in der DDR nicht fähig war. Egal, ob es um Analysen der US-Raumfahrtmissionen ging, um Know-how in Sachen Halbleitertechnik, Transistoren, integrierte Schaltkreise oder Gas-Chromatografen, die Wiener beschafften, was die DDR brauchte. Mehrmals vergab man an wissenschaftliche Institute in den USA Forschungsaufträge, deren Ergebnisse ihren Weg in den Osten fanden.
Wein wurde in der Stasi-Kartei jetzt unter dem Decknamen Prokurist geführt, der Technikspezialist Sacher unter Sander.
- - -
Das größte Projekt der Sacher-Truppe war eine komplexe Ionen-Implantationsanlage zum Beschichten von Steuerplatten. Als erste Tranche wurden dafür 1971 rund 25 Millionen Schilling aus Ostberlin überwiesen. 10 % davon flossen wieder als Provision an die KIBOLAC von Wein u. Proksch. 1972 kaufte sich Wein das Café Gutruf, in dem er seit vielen Jahren Stammgast war u. in dessen Obergeschoß sich das KIBOLAC-Büro befand. - - -  hatte die Staatspolizei alle von Stiller genannten Namen identifiziert u. Hausdurchsuchungen bei Wein u. Sacher veranlasst. Und dann geschah ... nichts.

Die Öffentlichkeit erfuhr von alldem erst 9 Jahre später, als der Journalist Hans Pretterebner in seinem Buch "Der Fall Lucona" (es wurde 380.000-mal verkauft) Details der Aussagen Stillers veröffentlichte. Pretterebner war offenbar von Stapo-Leuten mit Material versorgt worden, die wegen der klandestinen Niederschlagung des Falls erbost waren. Denn obwohl die Staatsanwaltschaft wusste, dass Wein, Proksch u. Sacher Technologietransfer in die DDR betrieben, hielt sie 1980 in ihrem Schlussbericht fest, es hätten sich keine konkreten Anhaltspunkte für ein gerichtlich strafbares Verhalten eines der Beschuldigten gefunden.
Hat die SPÖ-Alleinregierung eine unangenehme Causa einfach unter den Tisch ­gekehrt?
- - -
Hatte der rundliche Wirt auch Atomgeheimnisse aus den USA beschafft u. sie der DDR verkauft?  ---
Wein dürfte noch bis 1984 unter dem neuen Alias Richter aktiv gewesen sein. Er reichte unter anderem ein Verzeichnis von Handelshäusern weiter, die keine Exportlizenzen der US-Regierung erhielten, sowie eine Liste von Waren, die vom Embargo betroffen waren. Thema ist von außenwirtschaftlicher Bedeutung, Unterlage ist internes Überblicksmaterial, merkte die Stasi an. Auch über Aktivitäten eines vermutlichen BND-Agenten in Polen berichtete Wein an seine Auftraggeber.
Unschönerweise scheint er auch Informationen über Gäste des Café Gutruf nach Ostberlin geliefert zu haben --- Auch für die Wiener Freimaurerloge Humanitas interessierte sich die Stasi. Wein brachte die gewünschten Informationen im Mai 1984 bei ---

http://doedr.forumieren.net/t173-dodr-und-ddr#1105 --- Wein, 1930 in Wien geboren, kam als jüdisches Kind in ein KZ – entweder nach Theresienstadt oder Mauthausen (seine eigenen Angaben schwankten). Nach der Befreiung soll er in sowjetischer Uniform auf einem Panzer sitzend in Wien eingezogen sein --- Anlass für wilde Gerüchte: Wein sei „Mitglied der Roten Armee“ u. ein Spion gewesen ---
Jedenfalls hatte er nach Kriegsende in der Druckerei des kommunistischen Globus-Verlags Chemiegraphie erlernt, angeblich ein klassisches Agentenhandwerk ---

Wein war es auch, der Pfneudl u. dessen Schulfreund u. Studienkollegen Rudolf Sacher 1968 mit DDR-Vertretern in Verbindung brachte.  ---

1980 offenbarte Rudi Weins Sohn Wolfgang, 4 Jahre zuvor vom MfS angeworben worden zu sein. Angeblich hatte er aber nicht gewusst, einen Spion vor sich zu haben. Konsequenzen gab es keine. Wolfgang Wein sollte Informationen an gewisse Adressen in Oberitalien weitergeben, erinnert sich Erwin Lanc: „Das war in Wirklichkeit nur ein Probelauf, der dann rasch abgebrochen wurde, weil er sich so ungeschickt benommen hat.“ Stiller zufolge war Wolfgang Weins Deckname „Prokop“ ---
In seinem aktuellen Buch "Der Agent" korrigierte sich Stiller in Bezug auf Proksch selbst: Nicht letzterer, sondern Rudi Wein sei unter dem Decknamen „Prokurist“ der Drahtzieher der Wiener Residentur gewesen (?) ---

http://oesterreichterrorismus.blogspot.co.at/2015/02/deckname-boros-wie-rudi-wein-das.html -- 1953 gab der ungar. Auslandsgeheimdienst einem neuen Agenten d. Be-
zeichnung „Boros“. Nicht besonders geistreich, denn „bor“ heisst auf Ungarisch „Wein“ – u. das wiederum war der tatsächliche Familienname des Spions: Rudi Wein ---
Aus neuen Dokumenten, die der Politikwissenschaftler Sándor Kurtán ausgewertet hat, geht hervor, dass Weins Agentenkarriere schon Jahrzehnte zuvor begonnen hatte. Und zwar war Wein zwischen 1953 und 1955 für das ungarische Amt für Staatssicherheit (AVH) bzw. für die Auslandsspionage des Innenministeriums tätig. Eingesetzt wurde er auf der „Linie D“, das heißt Wein sollte primär Informationen über Jugoslawien beschaffen. Dessen Machthaber Tito 1948 mit dem von der UdSSR geführten Ostblock gebrochen hatte. Agenten wie „Boros“ sollten selbst Informanten in Österreich anwerben, um diese danach legal oder illegal nach Jugoslawien zu übersiedeln. Zielpersonen waren zum Beispiel Facharbeiter oder später Ärzte, die im südlichen Nachbarland gesucht wurden. Wein gelang es tatsächlich einen Trentiner zu rekrutieren – der dann aber kurzerhand von der ungarischen Residentur in Rom übernommen wurde. Weil man nach zwei Jahren keine weitere Verwendung für ihn fand, war es mit Weins Spionagekarriere fürs erste vorbei ---

Im Interview mit dem Autor erläutert Kurtán seine Aktenfunde: „Rudolf Wein wurde am 23.4.1953 von einem Mitarbeiter der Residentur in Wien angeworben – auf Grund seiner kommunistischen Überzeugung. Der ungar. Geheimdienst hat ihn für folgende Aufgaben benützt: Operative Ermittlung (Sammlung von Informationen über Personen), geeignete Orte aufzufinden, die als tote Briefkästen bzw. Deckadressen geeignet sind u. in einem dokumentierten Fall als Anwerbeagent. Weiters war Wein Tippgeber, weil er den ungar. Geheimdienst auf etliche Personen aufmerksam machte, die für diesen interessant sein könnten. Ich würden sagen: Er hat hier zum Teil das Handwerk der Spionage gelernt.“ ---
Siehe dazu: Sandor Kurtan, Zielpunkt Österreich: Aktivitäten der ungar. Spionage-Residentur in Wien 1950-1956, in: Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies, Vol. 8, Nr. 2/2014, 30-43.

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Karl Ferdinand Lütgendorf

Beitrag von Dissident am Sa Dez 17, 2016 3:13 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_L%C3%BCtgendorf  Karl Ferdinand Lütgendorf, (1914-1981) war ein österr. Offizier u. Politiker.
---  Als Offizier im Generalstab der Gebirgstruppen nahm er am 2. Weltkrieg teil, während dessen er unter anderem in Narvik stationiert war als auch verschüttet u. schwer verletzt wurde. Nach dem Krieg beteiligte er sich während der Besatzungszeit durch die Alliierten am Aufbau der sogenannten B-Gendarmerie, der Vorläuferin des österr. Bundesheeres. Aug. 1956 wurde er in Klagenfurt als Oberstleutnant des höheren militär. Dienstes (Generalstab) in das neu gegr. Bundesheer aufgenommen ---
1961 diskutierte er den „Kleinkrieg“ als denkbares Verfahren für das Bundesheer. Der nunmehrige Oberst des Generalstabs entsandte Offiziere auf den Ranger-Kurs der U.S. Army oder Fallschirmspringerübungen nach Frankreich. 1963 ließ er den 1. Kurs für „Sonderausbildung“ durchführen u. auch an der Militärakademie dieses Verfahren bei Planspielen u. Jahresabschlussübungen (1963 u. 1964) einbeziehen.
In der 1. Vorschrift für die Infanteriegefechtsausbildung der B-Gendarmerie wurde festgelegt, daß für „besondere Kampfaufgaben“ im Feindgebiet „Kampfkommandos“ eingesetzt werden sollen. Dementsprechend erfolgte beim Aufbau des Bundesheeres nach 1955 die Aufstellung von „Kampfzügen“ im Rahmen der Infanteriebataillone mit spezieller Ausbildung für Aufklärung, Stoßtrupp u. kleinkriegsähnliche Unternehmen. Der beste Kampfzug war jener der damal. Infanteriekampfschule, ein Elitetruppenkörper des jungen Bundesheeres. Er bestand zum Großteil aus Spitzensportlern, die einer fordernden militär. Ausbildung durch zum Teil kriegsgediente Unteroffiziere unterzogen wurden. Mit der Auflösung der Infanteriekampfzüge der Infanteriebataillone schien jedoch die bis dahin aufgebaute Expertise wieder verloren zu gehen. Aus diesem Grund gründete Lütgendorf das Jagdkommando.
Der „Kleinkrieg“ war zwar für viele der gedienten Offiziere nur als „letzte Möglichkeit“ vorstellbar, um mit eingeschlossenen oder zurückgelassenen Kräften den Kampf fortzusetzen, die progressiver denkenden Offiziere, wie Generalmajor Spannocchi, sahen darin allerdings eine Möglichkeit, durch speziell ausgebildete Kräfte den Gegner in seiner Tiefe zu schädigen.
1966 wurde L. zum Brigadier befördert. Nachdem Freihsler aus gesundheitl. Gründen zurücktrat, wurde L. am 10.2.1971 in die SPÖ-Alleinregierung von Kreisky als parteiloser Verteidigungsminister berufen --- In seiner 6jährigen Amtszeit hat er .. die Wehrpolitik Österreichs nachhaltig beeinflusst. Z.B. wäre die Spannocchi-Doktrin, nach der das Bundesheer 1973-1986 umorganisiert wurde, ohne ihn wahrscheinlich nicht umgesetzt worden. 1974 wurde er während der öffentlichen Erregung um die Veröffentlichung des sowj. Polarka-Plans zum Rücktritt aufgefordert. Wegen des Verdachts, in illegale Waffengeschäfte verwickelt zu sein, bot der Minister am 31.5.1977 dem Bundespräsidenten Kirchschläger seinen Rücktritt an. Bis zu seinem Tod hielt er mehrere Aufsichtsratsposten u. lebte auf seinem Jagdgut in NÖ ---
Obwohl die Behörden bei seinem Tod von einem Suizid ausgehen, verstummen Gerüchte nicht, daß er bei seinem Jagdausflug getötet wurde ---
Laut ORF sollen sich allerdings angeblich 2 Abschiedsbriefe bei der Staatsanwaltschaft unter Verschluss befinden. Aber sowohl Anhänger der Suizidmeinung als auch jene, die ein Fremdverschulden als Ursache für den Tod halten, vermuten den Grund im Wissen bzw. Verwicklungen in den Fall Lucona. Andere Recherchen führten zur Vermutung, dass Lütgendorf von einer Zelle des damal. Stasi der DDR ermordet wurde. Fest steht, dass Lütgendorf international über Jahrzehnte höchste militärische u. politische Kontakte pflegte, unter anderen auch zum damal. ägypt. Staatspräsidenten Sadat. Als dieser bei einer Militärparade 1981 von seiner eigenen Leibgarde vor laufenden Kameras ermordet wurde, befand sich Lütgendorf bei einer Jagdgesellschaft. Laut seinem Sohn sei sein Vater auf die Nachricht von Sadats Tod kreidebleich geworden, habe gemeint, er sei der Nächste, u. bat den Gastgeber um ein Büro, von dem aus er telefonieren könne.
Was den Zweiflern der Suizidversion Lütgendorfs verdächtig vorkommt, ist zum einen, dass er mit einem Revolver fest in seiner linken Hand gefunden wurde, der erstens nicht auf ihn registriert war u. zweitens keinerlei Fingerabdrücke aufwies – zusätzlich war Lütgendorf Rechtshänder.Zum anderen trat das Projektil durch den geschlossenen Mund, also durch die geschlossenen Zähne, ein, was für viele Offiziere ein Indiz für Fremdverschulden darstellt. Weiter verdächtig ist bis heute, dass Lütgendorf in seinem Geländefahrzeug tot aufgefunden wurde – bei laufendem Motor u. offener Fahrertür. Verwunderlich ist auch, dass aus staatsicherheitspolitischen Gründen die Obduktion trotz eines gewaltsamen Todes erst 10 Jahre später per Gerichtsbeschluss veranlasst wurde. In dem Buch von Pretterebner, „Der Fall Lucona“, wird darauf hingewiesen, dass Proksch Sprengmittel vom Militär bezog, wobei ein hochrangiger Minister entsprechende Weisungen gegeben haben soll. Dies führte bei Nachforschungen zum Einsturz der Reichsbrücke zu weiteren Spekulationen.

http://oesterreichterrorismus.blogspot.co.at/2016_10_01_archive.html --- Wortlos verließ L. am 9.10.1981 um 13 Uhr sein Bauernhaus in Schwarzau am Gebirge. Die Ehefrau hatte ihn gerade zum Mittagessen gerufen. Doch „Cary“, wie sie ihn nannte, stieg ins Auto u. fuhr weg. Emmy L. machte sich schließlich Sorgen u. fuhr dem Gatten nach. Gegen 13 Uhr fand sie den Lada Taiga 4 km weiter auf einem Wendeplatz vor. Der Motor war abgestellt, beide Türen waren verschlossen. Am Lenkersitz saß der 67jährige Lütgendorf – aus Gesicht, Nase u. Ohren blutend. In der linken Hand hielt er einen Smith & Wessen-Revolver ---
Die Behörden konnten oder wollten sich damals keine Mühe geben, Licht ins Dunkle zu bringen. Ein Bericht der Sicherheitsdirektion NÖ vermerkt lediglich, dass hinsichtlich d. Vermögensverhältnisse „u. auch betr. eines Motivs für den Selbstmord“ keine Erhebungen durchgeführt wurden, „da es sich einwandfrei um einen Selbstmord handelt.“ ---
Bislang kaum Eingang in Lütgendorfs Vita gefunden hat, was sich nach Kriegsende abspielte: Er war nämlich mit dabei als im Sommer 1945 sieben deutsche Offiziere unter strengster Geheimhaltung in die USA geflogen wurden. Es handelte sich um die „Bolero-Gruppe“ – allen voran Reinhard Gehlen. Dieser hatte als Leiter der Generalstabs-abteilung „Fremde Heere Ost“ 3 Jahre lang die Rote Armee aufgeklärt. Kurz vor Kriegsende schaffte Gehlen Dokumente auf Mikrofilm beiseite, um sich damit den Amerikanern zu empfehlen. Neben 5 anderen Untergebenen war auch Lütgendorf mit von der Partie – obwohl er eigentlich nur kurz – im Febr. 1945 – bei Fremde Heere Ost gedient hatte. Lütgendorfs Spionage-Karriere endete jedoch abrupt: Die Unterkünfte waren abgehört worden u. ausgerechnet er fiel mit antisemitischen Äußerungen auf. 1946 nach Rückkehr der Bolero-Gruppe wurde er von Frankfurt nach Salzburg abgeschoben. Gehlen dagegen baute den späteren Bundesnachrichtendienst (BND) auf u. blieb bis 1968 dessen erster Präsident. Der Kontakt zu Lütgendorf soll nie abgerissen sein ---

Lütgendorf war zunächst kaufmännisch tätig gewesen: Als Konsulent bei der Import-Export-Firma Meinl, dann Importeur chemischer Produkte u. zuletzt im Management der Tiroler Röhrenwerke --- Als sich 1973 rund um Kreiskys Entscheidung, das Transitlager für osteuropäische Juden in Schönau zu schließen, heftiger Streit entspann, meinte Lütgendorf: „Das sind doch alles Zeitungen, die in jüdischen Händen sind.“ ---
Überschattet wurde seine Amtszeit von mehreren Skandalen: Erst nachträglich stellte sich heraus, dass er es seinem Freund Proksch 1976 ermöglicht hatte, 250 kg Sprengstoff bei „detonantionstechnischen Übungen“ abzuzweigen. Dieser sollte im Jahr darauf beim Untergang der „Lucona“ u. ihrer mit 31 Millionen Schweizer Franken versicherten Schrott-Fracht zum Einsatz kommen. Zum Verhängnis aber wurde Lütgendorf seine Rolle als Förderer der heimischen Waffenindustrie. Zu Beginn der 70er Jahre waren in Österreich nur 2 Betriebe – die Steyr-Daimler-Puch AG u. die Hirtenberger Patronenfabrik – stärker in diesem Feld tätig. Das Arbeitsplatzargument u. das Bestreben, eine autarke Produktion aufzubauen, rechtfertigten die weitere Expansion. Lütgendorf konnte bald vermelden: „Wir haben den Draht zwischen Armee u. Technik kurzgeschlossen.“ Nunmehr waren bereits 7 Firmen in der Waffenproduktion tätig, was knapp 5.000 Jobs sicherte. Noch in den 80er Jahren sollte diese Entwicklung in den Norcium-Skandal rund um illegale Exporte in die kriegsführenden Staaten Iran u. Irak münden – mit fatalen wirtschaftlichen u. politischen Folgen.
Das „Munitionsereignis“
Am 3.12.1976 wurde eine Lieferung von 600 Steyr-Mannlicher-Scharfschützengewehren (SSG) sowie 399.600 Schuss Munition am Flughafen Schwechat vom Zoll aufgehalten. Die heikle Destination Syrien hatte Aufsehen erregt. Offizieller Absender war der Waffenhändler Alois Weichselbaumer. Er hatte die Munition leihweise aus Beständen des Bundesheeres erhalten hatte, weil Steyr-Daimler-Puch nicht rechtzeitig hatte liefern können. Da nach 10 Tagen das Bundesheer als Absender aufschien, konnten die 555 Kisten Österreich per Bahn Jugoslawien verlassen. Gesetzlich vorgeschriebene Bewilligungen wurden so umgangen. Weil es erneut Probleme gab, kam das Material Ende März 1977 wieder retour. Zu diesem Zeitpunkt steckte Lütgendorf bis zum Hals in einer Kontroverse rund um seine Rolle: Obwohl sein Name 30x in Weichselbaumers Gästebuch stand, versuchte der Minister, das fast 15jährige Naheverhältnis zu dem Waffenhändler zu leugnen. Auch Kreisky gegenüber sprach Lütgendorf fälschlicherweise von einem Tunesien- statt einem Syriengeschäft. Schließlich blieb kein anderer Ausweg, als am 31.5.1977 zurückzutreten ---

Das Strafverfahren gegen Lütgendorf u. Weichselbaumer wurde 1978 eingestellt. Man hielt dem Ex-Minister zugute, dass er „unwiderlegbar“ die Absicht verfolgt habe, „durch die Förderung der Exportbemühungen zunächst kurzfristig die Auftragslage im Waffenwerk Steyr zu verbessern u. in weiterer Folge eine seiner Meinung nach für eine wirksame österr. Landesverteidigung unbedingt notwendige eigene österr. Waffenentwicklung u. Waffenproduktion aufzubauen, […].“ Diese Rolle widmete sich Lütgendorf nun als Privatmann. Für die Waffenindustrie, die 1979 durch den Einstieg der VOEST weiter wuchs, war er im Nahen Osten als Geschäftsvermittler unterwegs ---

Ins Feld, geführt wird, dass der Rückstoß Lütgendorf die Waffe aus der Hand hätte reißen müssen. Doch dafür gibt es laut dem Pathologen Hans Bankl eine schlüssige Erklärung: In der beengten Fahrzeugkabine habe Lütgendorf den Revolver der Einfachheit halber mit beiden Händen vor der Brust gehalten u. den Kopf darüber gebeugt. Durch das Abstützen auf den Oberschenkeln wurde der Rückstoß gemindert u. die Waffe nicht weggeschleudert. Zu diesem Ergebnis kamen auch nachträgliche Untersuchungen, die Ende der 80er Jahre angeordnet wurden.
Trotzdem bleiben viele Fragen offen: Obwohl Lütgendorf als verschuldet galt, wurden auf einem Schweizer Konto rund 4 Millionen Schilling aus unbekannter Quelle gefunden. Dez. 1981 brachte Emmy Lütgendorf die Summe in 2 Tranchen im Koffer nach Österreich. Es folgte ein jahrelanger Rechtsstreit unter den Erben – Aufschluss darüber, woher das Geld stammte ergab sich nicht. 1988 meinte die Witwe nur lapidar: „Es waren Provisionsgelder.“ ---
.. in Österreich starben einige prominente Zeugen, nachdem der Noricum-Skandal geplatzt war. Bestes Beispiel: Der plötzliche Herztod des ehemaligen VOEST-Generaldirektors Heribert Apfalter (1988). Im Zuge des Untersuchungsauschusses zur Eurofighter-Affäre 2006/07 begründete ein geladener Lobbyist sein Schweigen deshalb so: "In dieser Branche ist Vertrauen u. Verschwiegenheit nicht nur immer vertraglich geregelt, sondern ein absolutes Muss. Ein Vertragsbruch kann sehr unangenehme Folgen haben. Bezüglich möglicher Folgen erinnere ich an: Apfalter, Lütgendorf, Bull u.a. Ich bin daher bestrebt, alles zu vermeiden, um nicht den gleichen Weg dieser Herrn zu gehen."
Und zu guter Letzt, was ist mit den Unterlagen passiert, die im Frühjahr 1987 bei der Delogierung von Lütgendorfs ehem. Dienstwohnung weggeschafft wurden? Es soll sich um "Dossiers über Lütgendorf, [...] Lütgendorfs sämtliche Waffengeschäftsverbindungen, sein persönliches Telefonbuch in Kopie" u. vieles mehr gehandelt haben.

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Eva Glawischnig

Beitrag von Dissident am Mo Dez 19, 2016 2:04 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Glawischnig  Eva Glawischnig (voller Name Eva Glawischnig-Piesczek; *1969), Politikerin. Seit 1999 ist sie Abgeordnete zum Nationalrat für die Grünen. Okt. 2006-Okt. 2008 war sie 3. Nationalratspräsidentin. Anschl. war sie bis Mai 2017 Bundessprecherin u. Klubobfrau der Grünen .. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Uni Graz u. beendete das Studium 1993 als Magistra. 1999 erlangte sie das Doktorat .. 1992 bis zu ihrem Einstieg in die Wiener Gemeindepolitik 1996 arbeitete sie als jur. Beraterin für die Umweltschutzorg. Global 2000, später wechselte sie in die Bundespartei der Grünen. Ab 2002 war sie stellv. Bundessprecherin der Grünen unter Parteichef Van der Bellen u. gleichzeitig Klubobmann-Stellv. der Grünen im Nationalrat.
- - -
Seit 2005 ist sie mit dem österr. Fernsehmoderator u. ATV-Sportjournalisten Volker Piesczek verheiratet ---

https://www.unzensuriert.at/content/0022576-Elterinnen-Glawischnig-tappte-ausgerechnet-beim-Bildungsthema-Genderfalle Glawischnig passierte in der ORF-Pressestunde ein peinlicher Genderpatzer. Vor Fernsehpublikum u. gerade beim Thema "Bildung" u. "Ganztagsschulen", sagte sie ..: "Im Moment ist das ja extrem kompliziert. Da müssen am Standort zwei Drittel der Lehrerinnen u. Lehrer, der Elterinnen u. Eltern zustimmen."
--- wieder einmal - ein Fauxpas einer Frau, die "Innen" bei jeder Gelegenheit, obs passt oder nicht,  anzuhängen versucht, um als fortschrittlich zu gelten - oder grün eben --- Leserkommentare:      "TRAMPLINNEN........."   ---   ""Elterinnen", so ein Wort kann nur einem "Akademiker" einfallen, ein normaler Mensch würde "NIE" auf sowas kommen" "Sie beweist immer wieder, was ein Studium so anrichten kann..."

"Da ich selbst Vater bin und somit unter den Begriff "Eltern" falle, fühle ich mich angesprochen. Ich ersuche Frau Glawischnig höflich, es zu unterlassen, mich oder meine Frau in dieser Form herabzuwürdigen oder gar zu beleidigen. Ich berufe mich dabei auf die nationalen Menschenrechte, die in den Grundrechten der österr. Verfassung verankert sind u. besagen, daß alle Menschen die gleichen Rechte besitzen. Da Fr. Glawischnig den allgemeinen Begriff "Eltern" in "Eltern" u. "Elterinnen" aufsplittet, erweckt sie den Eindruck, dass es zwischen männlichen u. weiblichen Elternteilen rechtliche Unterschiede gibt.
PS: Ausrutscher von Politikern, die ständig das ganze Volk mit ihren Grün-Dunst belehren u. maßregeln, als hätten sie alleinig Gesetz, Recht u. die richtige Denkensweise gepachtet, akzeptiere ich nicht!"

"Wenn ich die Chefin(in) der Grüninnen mit ihren gnadenlosen, eisigen Augen schon sehe, wird mir zuerst kalt und anschließend zum Speiben schlecht."

"Diese Frau ist wirklich selbsterklärend ..."

"Vor nicht allzu langer Zeit wären solche Geistesgrössen Fälle für die Medizin gewesen, heute hingegen sind das Parteichef*innen oder Staatssekretär*innen."

Anm. Dissident: Diese sprachlichen Aussetzer von Gender-Gestörten scheinen bevorzugt GRÜN-Politiker zu befallen, hier deutsches Beispiel:
http://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/-liebe-kinderinnen-und-kinder--katrin-goering-eckardt-erntet-twitter-shitstorm-26991436
.. begann Grünen-Parteichefin Katrin Göring-Eckardt ihre Rede mit den Worten „Liebe Kinderinnen und Kinder“

http://diepresse.com/home/innenpolitik/5168459/Eva-Glawischnig-Normalo-unter-Fundi-und-Realo --- Abgehoben. So stromlinienförmig die Grünen im Außenauftritt mittlerweile sind – ein Widerspruch bleibt: Und zwar jener zwischen Anspruch u. Wirklichkeit. Der grüne Bildungsexperte Landau beschrieb dies jüngst treffend in der „Wiener Zeitung“: „Der typische Grüne argumentiert von einer sozial sehr abgesicherten Position.“ Er möchte, daß es allen gut geht. Was aber nicht heißt, dass er sein eigenes Kind dann in die Schule für alle ums Eck schickt. Diese Kluft zu schließen ist auch der bodenständigen Eva Glawischnig nicht gelungen. Dieses Wesensmerkmal gehört wohl auch zur DNA der Grünen ---
Leserkommentare:
".. Glawischnig steht für eine völlig unrealistische Flüchtlingspolitik, radikalen Feminismus u. wirtschaftliche Ahnungslosigkeit .."

"Zweitwohnsitz auf dem Land. ahso....u. dort wird mit dem Auto hingefahren? Warum verbringt man das WE nicht in Wien? Typisch grün, Wasser predigen u. Wein trinken."

".. eine Frau die mir (am liebsten unter Strafandrohung) vorschreiben will was ich esse, was ich denke, was ich lese, mit wem ich mich umgebe, wen ich mag und was ich rede - die ist ja dermassen sowas von REALO..."

".. Die eigenen Kinder in privat Schule schickt u. multi....predigt .."

"Warum werden die Grünen immer als gemäßigte Linksliberale präsentiert ? Deren Ansichten sind vielmehr radikal neomarxistisch. Auch bei Thema Anspruch u. Wirklichkeit wurde vergessen zu erwähnen, dass sie einerseits eine Frauenpartei sein wollen, andererseits DIE frauenfeindliche Religion fördern"

".. Glawischnig ist nicht liberaler als Erdogan. Die Lösung für die meisten Anliegen der Grüninnen sind Verbote und Strafanzeigen.."

".. Ein Paradebeispiel lieferten ihre Verachtung und ihr Zorn gegenüber der Polizei, die gewalttätige Unruhestifter von der Opernballdemo filmen und auf Youtube stellen wollte. Gewalttäter und Vandalierer stehen, zumindest während libken Demos, offentsichtlich unter ihrem Schutz. Skandalreif! .."

https://bachheimer.com/oesterreich --- Krone: Glawischnig verliert Prozess - Rechtskräftiger Freispruch für einen Facebook-User --- Der Steirer hatte ein Glawischnig-Zitat erfunden ("Schutzssuchende müssen das Recht haben, auf Mädchen loszugehen! Alles andere wäre rassistisch."). Das Landesgericht Graz wertete dies als erkennbare Satire u. sprach den Angeklagten frei, das Oberlandesgericht bestätigte diese Entscheidung ---

https://www.facebook.com/evaglawischnig/?fref=ts : "Homosexualität gibt es bei 450 Arten. Homophobie nur bei einer.. Wir wollen die Eheöffnung für Schwule u. Lesben!"
- - -
http://www.heute.at/oesterreich/news/story/Miese-Rotlicht-Geruechte-um-Eva-Glawischnig-41691541 .. Nach ..Anschuldigungen eines bekannten Verschwörungstheoretikers zieht die ehem. Grünen-Frontfrau vor Gericht .. Puffmutter Madame Nina beschäftigte einst eine spätere Politikerin in ihrem Nobel-Bordell es war aber dezidiert nicht Eva Glawischnig .. schrieb Nina in ihrem Buch unter dem Kapitel „Eva“ – stellte aber klar, „daß Eva nicht der richtige Name dieser Dame“ ist. Da Glawischnig just zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wegen eines allergischen Schocks in die Notaufnahme des AKH eingeliefert wurde, hatten ein Polit-Hinterbänkler u. Walter E. ihren Aufreger ..
https://hartgeld.com/infos-at.html .. "Ich habe nie behauptet, daß Fr. Glawischnig eine Hure gewesen sein könnte, nur Andeutungen gemacht, daß vielleicht etwas dran sein könnte. Dieser Artikel stellt den Zusammenhang aber wirklich her. Alle meine Andeutungen sind inzwischen gelöscht. Fr. Glawischnig sollte den Prozess im eigenen Interesse noch heute begraben.WE." ..
https://hartgeld.com/infos-at.html .. Glawischnig gegen Eichelburg-Prozess - auf unbestimmte Zeit vertagt: "Fr. Glawischnig erschien selbst. Der Ehemann der früheren Puffmutter erschien sogar mit Anwältin, diese erschien nicht zum Prozess, da sie angeblich bettlägrig ist. Daher wird sie vom Richter zu Hause befragt werden. Deswegen die Vertagung. Es dürfte ziemlich viel gelogen worden sein. Ich verlas u. überreichte dem Richter eine Mail von mir an die Anwältin von Fr. Glawischnig, daß es üblich ist, Entfernungswünsche per formloser Mails an Blogs zu richten u. nicht gleich zu Gericht gehen .."

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Herbert Cordt

Beitrag von Dissident am Di Dez 20, 2016 4:50 pm

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher_aktuell/798002_Welch-eine-Wirtschaft.html --- der österr. Industrielle Herbert Cordt, der seine Karriere als Sekretär des ehem. Finanzministers Vranitzky begann, turbulente Zeiten im Vorstand der ehem. "Länderbank" durchmachte, später zum Partner des erfolgreichen Unternehmers Martin Schlaff wurde (siehe http://doedr.forumieren.net/t11p100-menschen-und-personalien#1106) ---

http://www.news.at/a/format-herbert-cordt-finanzinvestor-lone-star-bawag-kauf-156138 --- Herbert Cordt berät den Finanzinvestor Lone Star bei Bawag-Kauf

https://www.leadersnet.at/biz-talks/21541,durchwinker-abnicker-und-fruehstuecksdirektoren-laehmen.html --- RHI-Aufsichtsratsvorsitzender Cordt referierte beim „Forum Aufsichtsrat“ vor Wirtschaftsgranden ---

http://www.wien-konkret.at/wirtschaft/telekommunikation/telekom-austria/ --- 2002 erwarb ein Konsortium um Martin Schlaff, Josef Taus u. Herbert Cordt die Mobitel um rund 800 Mio. €. 2004 verkaufte das Konsortium einen Teil der Mobiltel an internat. Investoren. 2005 erwarb die Telekom Austria schließlich die Mobiltel um rund 1,6 Mrd. € ---

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Josef Taus

Beitrag von Dissident am Mi Dez 21, 2016 8:41 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Taus  Josef Taus (*1933) ist ein österr. Industrieller, Manager u. ehem. Politiker (ÖVP)

Noch vor Abschluss seines Studiums der Rechtswissenschaften an der Uni Wien arbeitete er als Wirtschaftsredakteur der Wiener Zeitung, engagierte sich im ÖAAB u. schrieb Reden für die Finanzminister Heilingsetzer u. Josef Klaus. Nach seinem Studium begann er, sich im Institut f. Sozialpolitik u. Sozialreform, dem späteren Dr. Karl-Kummer-Institut, zu engagieren, wo er auch seinen damal. Mentor, den Sozialpolitiker u. Philosophen Karl Lugmayer, kennenlernte. Taus war danach viele Jahre lang selbst Obmann des Dr. Karl-Kummer-Institutes.

Er war in der Bundesregierung Klaus II (1966-67) Staatssekretär f. Verkehr u. verstaatl. Industrie. Der auch beim politischen Gegner SPÖ angesehene Taus war 1967-1975, also auch unter der Kanzlerschaft von Kreisky Aufsichtsratsvorsitzender der ÖIG bzw. ÖIAG. 1968-1975 war er Vorstandsvorsitzender d. Girozentrale der österr. Sparkassen, in der er schon vorher in Spitzenpositionen tätig war.

1975-1979 war er Bundesparteiobmann der ÖVP, 1975-1991 Abgeordneter zum Nationalrat u. Wirtschaftsexperte der ÖVP. Bei den Nationalratswahlen in Österreich 1975 u. 1979 kandidierte er ohne Erfolg für das Amt des Bundeskanzlers.

Seit 1989 ist Taus erfolgreicher Unternehmer (Management Trust Holding AG) u. hat sich seither immer mehr von der Politik zurückgezogen. Sein Engagement in osteurop. Mobilfunkgesellschaften gemeinsam mit Martin Schlaff (siehe: http://doedr.forumieren.net/t11p100-menschen-und-personalien#1106) seit 2002 (Mobiltel Bulgarien) wurde vor allem 2005 bei staatl. Sanktionen Serbiens gegen Mobtel international bekannt.

Er ist Mitglied der kath. Studentenverbindung K.A.V. Bajuvaria Wien u. K.Ö.H.V. Nordgau Wien im ÖCV

https://web.archive.org/web/20090223002832/http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/taus.htm --- Der tragische Tod Karl Schleinzers (Autounfall) war nicht nur für die Familie, sondern auch für die ÖVP ein schwerer (Schicksals-) Schlag. Zweieinhalb Jahre vor der nächsten Nationalratswahl stand sie ohne Spitzenkandidaten da ---  Taus wurde .. zum Parteiobmann gewählt, der neue Generalsekretär .. hieß Erhard Busek --- 1986-89 war er Vorstandsmitglied der CONSTANTIA Industrieholding AG, 1989-1999 bekleidete er eine solche Funktion in der Management Trust Holding AG, in der er derzeit (seit 2004) im Aufsichtsrat sitzt ---

http://derstandard.at/1295570549925/STANDARD-Interview-Josef-Taus-Ich-hatte-Kreisky-unterschaetzt --- Leserkommentar:
"Taus hat auch die Verbrechen Elsners (es gilt die Unschuldsvermutung nicht mehr sondern das Schuldwissen...) unterschätzt....
....als er ihn in Südfrankreich "aus alter Freundschaft??!!" besucht hat, nachdem es bereits einen internationalen Haftbefehl gab..."

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5045738/Josef-Taus-kritisiert-strenge-Kreditpolitik ---  Taus hat sich in den vergangenen 22 Jahren ein Firmenimperium unter dem Dach der MTB-Gruppe aufgebaut, zu dem unter anderen Libro u. Pagro gehören – aber auch der Werkzeugmaschinenbauer Krause & Mauser sowie die Print- u. Verlagsgruppe (Herold, Grasl, Ed. Hölzel) --- Zur MTB-Gruppe zählt auch die MTH-Gruppe, in der die Einzelhändler Libro, Pagro, Mäc Geiz u. Pfennigpfeiffer angesiedelt sind, wobei die letzten 2 auf dem deutschen Markt aktiv sind --- Martin Waldhäusl, Schwiegersohn v. Taus u. in der Gruppe fürs Einzelhandelsgeschäft zuständiger Vorstand ---

http://www.boerse-express.com/pages/340029 --- Taus bietet gemeinsam mit der Bawag, Herbert Cordt sowie Martin Schlaff die vor 1 Jahr erworbene bulgarische MobilTel an --- Um 5 Millionen Euro übernahm er Libro, obendrein kaufte er sich beim Privatsender ATV+ ein. Schliesslich stieg er mit 35 % beim Niederösterreichischen Zeitschriftenverlag ein, erwarb den Karosserieanlagenbauer Feiba u. übernahm die Hälfte der Coffeeshop Company --- Dabei hat der - oft als schwarzer Androsch bezeichnete - Ex-ÖVP-Chef keine Berührungsängste, wie der enge Kontakt zur Gewerkschaftsbank Bawag beweist. Bei der Management Trust Holding ist die Bank ebenso beteiligt wie die Vorarlberger Hypo. Daher sitzen die Bawag-Vorstände Christian Buettner u. Josef Schwarzecker ebenso im Aufsichtsrat der MTH wie Simma Jodok, Vorstand der Vorarlberger Hypo ---
Der gute Draht zu seiner Hausbank Bawag u. deren Ex-Chefs Walter Flöttl u. Helmut Elsner reicht bereits in seine Zeit bei der Girozentrale zurück, deren Generaldirektor er war --- Wenn es um Risikokapital geht, vertraut Taus Thomas Lenzinger, der über die Go Equity-Gruppe zahlreiche Beteiligungen managt. Der von der MTH, Bawag u. BayernLB ins Leben gerufene APEF-Fonds wird ebenfalls von Lenzinger betreut. Aber auch der unkonventionelle Chef der RLB OÖ, Ludwig Scharinger, zählt zu den Geschäftspartnern von Taus ---
Tochter Renate zu Schwiegersohn Martin Waldhäusl ... wird verstärkt ins Tagesgeschäft eingebunden u. ist bereits jetzt Vorstand bei den Athena-Fonds, der Management Trust, der P&V, der IPO Beteiligungs-Management u. der Eco Trust sowie Libro-Geschäftsführer ---

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/697251/Eva-Dichand-ortet-SchmutzkuebelKampagne-der-OeVP ---Leserkommentar: Profil Nummer 13, 27.3.1979 -- Teure Gelegenheit --- ÖVP-Chef Taus wurden von der SPÖ-Zeitung „Heute“ üble Grundstücksgeschäfte unterstellt. Nach Ansicht des gerichtl. beeideten Gutachters Walter Lüftl hat Taus eigentlich zu teuer gekauft. Schon in ihrer 1. Nummer witterte „Heute“, die sozialistische Gazette für „Politik, Wirtschaft u. Kultur“, üble Grundstücksgeschäfte des ÖVP-Obmanns Dr. Josef Taus. (...) Die Antwort gab Lüftl in einem elfseitigen Gutachten: „Die Käufer Dr. Josef Taus u. Frau Martha Taus haben mit 662.310 Schilling - das sind 797 Schilling pro m² - jedenfalls keinen unangemessen niedrigen Kaufpreis bezahlt. Der bezahlte Kaupfpreis liegt weit über dem gemeinen Wert (Verkaufswert) der genannten Grundstücksteile.“ Der „Heute“-Rechercheur und SPÖ-Ranger Robert Wiesner behauptete das Gegenteil (...) Eine Erkenntnis, die Lüftl auch billiger hätte haben können: Wenige hundert Meter vom Taus-Area entfernt besitzt der Wiener SPÖ-Gemeinderat Walter Hofstetter eine Bauring-Villa mit Eigengrund. Genosse Hofstetter hatte für das als „Bauland“ gewidmete u. voll aufgeschlossene Villengrundstück in schönster Weinberglage vor 5 Jahren 500 Schilling pro m²bezahlt. Als Verkäufer dieser Okkasion ist allerdings die Gemeinde Wien im Grundbuch vermerkt

http://www.medmedia.at/home/impressum/ ---  73 % „Familia“ Beteiligungsgesellschaft m.b.H. und 27 % Hans Theodor Pfleiderer.  Familia“ Beteiligungsgesellschaft m.b.H (106317z): 26 % Martha Taus, 25 % Dr. Josef Taus  und 49 % Renate Waldhäusl-Taus – Wolfgang Maierhofer Privatstiftung (FN 192733g):Stifter: Wolfgang Maierhofer, Begünstigte(r): Wolfgang Maierhofer

http://www.boerse-express.com/pages/153381 --- Der bisherige Eigentümer, der israelische Diamantenhändler Lev Leviev (siehe: http://doedr.forumieren.net/t11p100-menschen-und-personalien#1139), hatte zuvor angekündigt, die MobilTel um 800 Millionen Dollar zu verkaufen. Über den tatsächlichen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, aber es dürfte sich um die grösste Investition von Österreichern in Osteuropa handeln --- Wobei seine Frau Martha sowie Tochter Renate massgeblich am Taus-Imperium beteiligt sind. "Ich bin seit 40 Jahren mit meiner Frau verheiratet, da ist es ja egal, wer wie viele Anteile hält" -- Kernstück des Familienunternehmens Taus ist die Familia Beteiligungsgesellschaft, die neben einem 40-Prozent-Anteil an einer Vermögensberatung rund ein Drittel an der Management Trust Holding u. mehr als die Hälfte an der P&V Holding hält ---
Zuletzt beteiligten sich die Athena-Fonds, die von Taus' Schwiegersohn Martin Waldhäusl gemanagt werden, etwa mit 20% am Wiener Sprachtechnologie-Unternehmen Sail Labs. Die P&V Holding wiederum umfasst die Herold Druck u. Verlag AG, die etwa an der Furche beteiligt ist. Ebenfalls in dieser Holding sind auch 65% an der Ed. Hölzel geparkt, die neben der Süddruck neu auch zahlreiche Beteiligungen umfasst. Zudem kann der Industrielle auf gut ein Drittel der Anteile an der Fremdenverkehrs-betriebe GesmbH verweisen sowie auf 42% an der Hans Taus Wohnungs- u. Büroeinrichtungen GmbH ---

http://derstandard.at/2936316/Taus-Treuhaender-nicht-Investor --- Taus hatte am Mittwoch seinen Auftritt im Banken-Ausschuss ..: Im Ausschuss stellte Taus seine Rolle so dar: Der Kontakt zu Schlaff sei durch den Bawag-Vorstand ("Sie werden kein schlechtes Wort von mir über ihn hören, auch wenn die hier alle fertig gemacht werden") hergestellt worden, er sei gefragt worden, ob er dort in den Aufsichtsrat gehen wolle. Nachdem er sich beim Bankvorstand vergewissert habe, dass in der Gesellschaft "alles okay und wasserdicht ist", habe er zugesagt, ---
Finanzielles Risiko habe er keines genommen, weil auch er selbst nur Treuhänder war. Selbst beteiligt an der Gesellschaft sei er nur mit 0,8 % gewesen (Einstiegskosten: 7500 €, als Entschädigung für seine Tätigkeit habe er beim Verkauf "einen einstelligen Millionen-€-Betrag bekommen". Im Börsenprospekt zur Mobiltel-Kapitalerhöhung vom 17.11.2004 liest sich das allerdings anders: Dort wird Taus als 10%iger Aktionär geführt. Ein Fehler, den er sich nicht erklären könne, "aber ich habe den Prospekt ja nicht geschrieben", sagte Taus. ---
Leserkommentare:
" Es ist ziemlich egal, ob er "nur" ein treues Handerl hat... oder ob er "Investor" ist, die Sache , die sich über mehrere Jahre hinzog, erscheint wie eine Verschwörung zum Nachteil der Republik (ÖIAG) u. der TA-Aktionäre, denn niemand sonst auf der ganzen Welt hätte dieses bulgarische Handy-Netz um 1,6 Mrd € gekauft. Mit dem "Erlös" wollten die 3 dann das der ÖIAG verbliebene Viertel der Telekom Austria als "österr. Kernaktionäre" erwerben, was uns ein gütiges Schicksal bislang erspart hat."

" Die TA war 2001 wegen zu hohen Preises von 800 Mio als Bieter ausgestiegen ! 2004 war dann das Doppelte wohlfeil. Da wird man sich die Rolle des Herrn Schlaff näher anschauen müssen. Ob es da nicht zu einem größeren Erdrutsch kommt. Und das alles wegen einer "zufälligen" Kurzvisite ..."

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Zuletzt von Dissident am Fr Jun 23, 2017 10:27 am bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Lew Awnerowitsch Lewiew

Beitrag von Dissident am Mi Dez 21, 2016 9:49 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Lew_Awnerowitsch_Lewiew  Lew Awnerowitsch Lewiew (*1956) ist ein bucharischer Jude, Milliardär, Industrieller. Er hält Unternehmens-anteile in der Diamanten-, Immobilien- u. Chemieindustrie u. ist am Bau israelischer Siedlungen im Westjordanland beteiligt --- zählt zu den reichsten Israelis.

Sein Engagement in der Diamantenförderung in Angola welche Menschenrechtsverletzungen mit zu verantworten hatte, die Zusammenarbeit mit DeBeers sowie seine finanzielle Beteiligung am umstrittenen israel. Siedlungsbau waren u. sind Ziel von Protesten. Die Anbahnung der Geschäfte in Angola wird von manchen Kritikern auf persönl. Beziehungen zur dortigen Präsidentenfamillie, vor allem zu Isabel dos Santos u. die Hilfe dubioser russischer Geschäftsleute zurückgeführt.

Lewiews Eltern Rabbi Avner u. Frau Chana waren Mitglieder der bucharischen jüdischen Gemeinde in der Usbekischen SSR. 1971 emigrierte die Familie nach Israel, wo der Sohn in einer Diamantenschleiferei die Schnitt- u. Poliertechniken erlernte. Nach seiner Militärzeit eröffnete er seine eigene Schleiferei, u. war mit seinen geschäftlichen Aktivitäten schnell sehr erfolgreich.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang 1990 erweiterte er seine Geschäftigkeiten in die Transformationsländer. Persönliche Unterstützung für seine philanthropischen Aktivitäten erhielt er vom Lubawitscher Rabbi Schneerson. Lew Lewiew ist praktizierender orthodoxer Jude u. spendet der Chabad-Organisation mind. 30 Mio. USD jährlich. Er lebt heute mit Frau Olga u. Tochter Ruthie in Hampstead (London) und hat 9 Kinder.

Lewiew ist Geschäftsführer der Africa Israel Investments Limited (AFIL), eines Öl- u. Immobilien-Investors mit einem Marktwert von 7 Mrd. US-Dollar Ende 2007. Er hatte das Unternehmen, seine einzige börsennotierte Firma, 10 Jahre zuvor für 400 Mio. US-Dollar gekauft. Sie hält Anteile an Einkaufszentren, Energiewirtschaft, Textilindustrie, dem Telekommunikations- u. Mediensektor, besitzt Diamantenminen in Russland u. Afrika u. ist der Hauptkonkurrent des Diamantenkartells De Beers. Mit Diamanten im Wert von 522 Mio. US-Dollar war Lewiew 2007 der größte Exporteur Israels in diesem Sektor.

2005 erstellte seine Firma in Modi’in Illit einen Appartement-Komplex mit 5800 Wohnungen im Wert von 230 Mio. US-Dollar. Anlässlich des Valentinstages 2008 protestierte die New Yorker Bürgerrechtsorganisation Adalah-NY, die sich für Gerechtigkeit im Mittleren Osten einsetzt, gegen den Kauf von Lewiew-Diamanten vor seinem Geschäft in Manhattan an der Madison Avenue.

Weiter gehört Lewiew der israel. Fernsehsender russischer Sprache Israel Plus u. ein Juwelengeschäft in der Londoner Old Bond Street. Lewiew ist Präsident der Federation of Jewish Communities of the CIS (FJC), einer Dachorganisation jüd. Gemeinden in Russland u. er gründete die nach seinem Vater benannte jüdisch-religiöse Bildungs-einrichtung Ohr Avner Foundation.

https://en.wikipedia.org/wiki/Lev_Avnerovich_Leviev --- Beginning in the 1990s, Leviev avoided being directly involved with the Yeltsin family:
https://en.wikipedia.org/wiki/Political_groups_under_Vladimir_Putin%27s_presidency#Remnants_of_the_Yeltsin_family --- Yeltsin family .. Another identifiable group are the remnants of the so-called "Family" - a term which originally referred to relatives and associates of the former president Yeltsin. Most senior members of the group have left the highest corridors of power, but some have been able to survive and secure influential positions ---
he is president of the World Congress of Bukharian Jews ---

http://www.vienna.at/jdisches-c284haus-der-zukunftc293-in-wien-erffnet/news-20070219-07014069 --- Jüdisches „Haus der Zukunft“ in Wien eröffnet
--- neues jüdisches Kulturzentrum --- Für Integrationsstadträtin Wehsely sei es vor allem schön, dass sie „miterleben darf, wie diese jüdische Gemeinde in dieser Stadt wieder stark wird“ ---  Zilk, der vor allem seine eigenen Verdienste um die jüdische Gemeinde in den Vordergrund stellte: „Es liegt mir von allen Gruppen die jüdische Gruppe am meisten am Herzen – das ist Wien.“ --- Finanzielle Unterstützung gab es von der Republik Österreich, der Stadt Wien, u. vor allem vom Großindustriellen Lev Leviev --- http://wiev1.orf.at/stories/172614 --- Das "Haus der Zukunft" am Rabbiner-Schneerson-Platz 2 -- viavis ist die jüdische Lauder-Chabad-Schule ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/313918/MobilTel_Noch-ein-Verfahren-gegen-ExBawagVorstaende ---  Das Unternehmer-Konsortium Martin Schlaff, Josef Taus u. Herbert Cordt hat 2001 die MobilTel um 800 Mio. € mit Hilfe eines Bawag-Kredits gekauft u. 3 Jahre später um 1,6 Mrd. € an die Telekom Austria weiterverkauft. Diesbezüglich kam die Telekom-Führung unter Heinz Sundt ins Kreuzfeuer der Kritik, weil ihr vorgeworfen wurde, die MobilTel nicht direkt, sondern von Schlaff überteuert gekauft zu haben ---
Gekauft haben Schlaff u. Co. vom russ. Geschäftemacher Chernoy, der lt. einem der „Presse“ vorliegenden Akt des Bundeskriminalamts als „Angehöriger der russ. organisierten Kriminalität“ gilt. In zahlreichen europ. Ländern wird gegen ihn ermittelt, mehrere Länder u. auch Bulgarien haben ihn mit Einreiseverbot belegt.
Das Dreier-Konsortium wird von Schlaff dominiert: Taus hat bei seiner Einvernahme im Banken-U-Ausschuss angegeben, dass er nur Treuhänder für Schlaff war. Offensichtlich sollte der renommierte Geschäftsmann u. ehem. ÖVP-Obmann die bulgar. Regierung von der Seriosität des Geschäfts überzeugen. Auch Cordt soll nach den Vermutungen der Staatsanwaltschaft Treuhänder gewesen sein, und zwar für Helmut Elsner u. Casinos-Ex-Chef Leo Wallner. Während gegen Wallner kein Verdacht vorliegt, soll Elsner am Verkauf der MobilTel an die Telekom Austria persönlich mitverdient haben. Den Tatbestand der Untreue würde das insoferne erfüllen, als ja die Bawag selbst das Geschäft hätte machen können. Die hat sich aber mit dem Zinsgewinn begnügt. Weiters sollen Elsner u. die anderen Bawag-Vorstände ihre Befugnisse überschritten haben.
--- ein weiteres brisantes Dokument: Das Bundeskriminalamt stellt einen mutmaßlichen Zusammenhang zwischen dem MobilTel-Verkäufer Chernoy u. einem Mord in Perchtoldsdorf her. Dort wurde am 10.3.2000 ein gewisser Krassimir Stoychev von unbekannten Tätern ermordet. Sein ebenfalls dort lebender gleichnamiger Sohn ist der Gründer der MobilTel. Die Polizei vermutet, dass der Anschlag eigentlich dem Sohn galt. Ob Stoychev die MobilTel direkt an Chernoy verkaufte oder dazwischen noch andere Eigentümer waren – wie etwa der Diamantenhändler Lev Leviev –, liegt im Dunkeln ---

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Rudolfine Steindling

Beitrag von Dissident am Do Dez 22, 2016 8:52 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolfine_Steindling  Rudolfine Steindling (1934-2012), auch Rote Fini genannt, war eine österr. Unternehmerin.

Sie war 1959-1969 Mitglied der KPÖ. Als Treuhänderin der KPÖ verwaltete sie nicht nur das Vermögen der KPÖ, sondern auch Gelder der DDR. Sie übernahm treuhänderisch 1978 die Hälfte der Anteile an der Firma Novum GmbH, Ost-Berlin, Wönnichstraße, u. vertrat Firmen wie Bosch, Ciba-Geigy, Voest-Alpine u. Steyr Daimler Puch in der DDR u. brachte es so auf beträchtliche Provisionseinnahmen. In einem 4-jährigen Gerichtsverfahren um die wahren Besitzverhältnisse der Novum – gehörte sie der KPÖ oder war sie eine Tarnfirma der SED? – wurde erstinstanzlich entschieden, daß sie der KPÖ gehört, in 2. Instanz, daß Steindling die Novum nur zum Schein geführt hat.

Noch vor endgültiger juristischer Klärung des Falles hob Steindling etwa 450 Mio. DM von den Novum-Konten ab, deren weiterer Verbleib nie geklärt werden konnte. Die Bank Austria, die als Steindlings Hausbank der Komplizenschaft mit der Geschäftsfrau beschuldigt worden war, wurde März 2010 von einem Schweizer Gericht zur Zahlung von 245 Mio. € Schadenersatz verurteilt, von der Berufungsinstanz wurde das Urteil jedoch aufgehoben u. das Verfahren ans ursprüngliche Gericht zurückverwiesen. Dieses wies 2013 die Beschwerde zurück u. somit wurde das Urteil rechtskräftig. Die Bank Austria musste an die BRD 128 Mio €, zuzüglich 5 % Zinsen seit 1994, zahlen.

Am 21.8.2014 reichte die Berliner Bundesanstalt f. vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die als Treuhänderin für Vermögen der ehem. DDR fungiert, beim Bezirksgericht Zürich Klage gegen die schweizerische Bank Julius Bär & Co. AG auf Schadenersatz für verschwundenes DDR-Staatsvermögen in Höhe von umgerechnet 135 Mio. € ein. Diese Summe soll über die Firma Novum durch Steindling auf Schweizer Konten transferiert worden sein. Später soll sie das Geld abgehoben u. in Banksafes gelagert haben, wobei der endgültige Verbleib bisher unbekannt ist.

Steindling war mit dem österr. Arbeiter Adolf (Dolly) Steindling (1918–1983) verheiratet. Dolly Steindling war 1938 als Jude aus Österreich geflohen u. war im 2. Weltkrieg Résistance-Kämpfer in Frankreich. Er hat über seine Jugend eine Autobiografie geschrieben.

http://orf.at/stories/2092606/2092609/ --- Schon Kreisky nutzte die geschäftlichen Talente Steindlings ---  Vranitzky als auch Bundespräsident Heinz Fischer u. Helmut Zilk sollen sich unter ihren Bekannten befunden haben .. Maria Rauch-Kallat .., ebenso Ex-Nationalbank-Präsident Klaus Liebscher. Auch zu den damal. Bank-Austria-Chefs Rene Alfons Haiden u. Gerhard Randa pflegte sie beste Kontakte --- Für ihre Tätigkeit als Chefin der Novum .. soll Steindling 1993 ein Salär von 3 Mio. Schilling netto (rund 220.000 €) erhalten haben. 1990-1992 erhielt sie rund 20 Mio. Schilling (ausgezahlt in Schweizer Franken) (rund 1,4 Mio. €) --- Die Unternehmerin soll auch den früheren Stapo-Chef Gustav Hochenbichler zu ihren Freunden gezählt haben --- Die noble Villa im 19. Wr. Bezirk ließ sie 1994 auf ihre Tochter überschreiben ---  lebt die Hälfte des Jahres in Israel --- wohnt in einer Hotelsuite an der Strandpromenade v. Tel Aviv --- Statt DDR-Prominenz gehen heute hochrangige israel. Politiker bei ihr ein und aus ---

http://www.neuewelt.at/dezember-2012-jaenner-2013/artikel/news/artikel/n/nachruf-rudolfine-steindling.html --- Präsidentin des Keren Hajessods, Vorstandsmitglied zahlreicher Gesellschaften wie Yad Vashem, Tel Haschomer, Weizmanninstitut uva. ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-20849229.html --- Nach Erkenntnissen Schweizer Ermittler wurden: - etwa 6 Mio. Mark an den früheren Ost-Berliner Geschäftsmann u. Stasi-Agenten Günther F. überwiesen; - "mindest. 65 Mio. Mark" auf Konten transferiert, die dem Wiener Unternehmer Martin S. (Schlaff?) zugerechnet werden. S., den die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) unter der Registriernummer 3883/86 u. dem Tarnnamen "Landgraf" registrierte, gehörte zu DDR-Zeiten einem Kreis "ausgewählter Personen in Banken, Konzernen u. Firmen" an, die dem maroden Regime von außen Hilfestellung leisten sollten. Eine "streng geheime" Liste des umtriebigen Staatssekretärs u. Stasi-Obersten Alexander Schalck-Golodkowski wies ihn als wichtige "Kontaktperson" aus.
Bis 1992 verschickte Steindling mehr als drei Viertel des Geldes in alle Welt. Bei über 50 Banken in Israel, Hongkong oder den USA wurden Beträge in kleiner Stückelung eingezahlt. Die Kennwörter der Konten zeugten von Phantasie. Sie hießen "Kabestra" u. "Honig", "Tavour" oder "Bilo" --- Juli 1997, geschah Merkwürdiges. Bei der BvS meldete sich ein geheimnisvoller Informant. Er könne belegen, daß vor dem Novum-Prozess Beweismaterial manipuliert u. Urkunden vernichtet worden seien. Ob denn eine 1994 ausgelobte Belohnung .. von bis zu 5 Mio. Mark noch Gültigkeit habe, fragte er. Die BvS-Beamten bejahten, u. der Mann offenbarte, daß von 1992 an in Wien eine Runde hochkarätiger Anwälte aus Deutschland, Österreich u. der Schweiz getagt hatte, auch die Steindling sei bisweilen aufgetaucht. Weil allen Rechtskundigen schon damals klar war, daß die Frage, ob die Zentrag die Treuhand-Erklärungen kannte, in der Schlacht um die Novum-Millionen entscheidend sein würde, diskutierten u. beschlossen die Juristen damals Vorsichtsmaßnahmen. Die Protokolle, die darüber geführt wurden, liegen heute den Ermittlern vor.
So soll, ausweislich eines Protokolls, ein Novum-Anwalt das ehem. Ost-Berliner Notariat aufgesucht haben, das für Steindling dort die Rechtsgeschäfte beurkundet hatte. Der Jurist habe "die Handakte des Notariats betr. Novum erbeten u. erhalten. Er habe alsdann die Akte durchgesehen u. sie 'bereinigt' zurückgegeben. Er habe nämlich 5 Seiten 'belastender Art' dem Akt entnommen ..." Die verschwundenen Unterlagen könnten - das liegt nahe - starke Indizien enthalten, daß die Zentrag sehr wohl die Steindlingschen Treuhand-Erklärungen kannte - u. diese auch durchaus ernst gemeint waren --- Später wurde der Informant enttarnt - es war einer der Berliner Novum-Anwälte selber, der ganz offenbar die Belohnung kassieren wollte --- Steindlings Anwalt Alexander Ignor ---

http://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/1311087/Frau-Fini-und-ihre-KPOeMillionen?_vl_backlink=/home/index.do --- Frau „Fini“ u. ihre KPÖ-Millionen
Nach dem Tod der Chanel-Kommunistin Rudolfine Steindling geht die Suche nach dem Geldschatz aus der DDR munter weiter. – Ein Krimi nach der deutschen „Wende“.

In den 90erjahren, nach der „Wende“ in Deutschland, war Goldgräberstimmung angesagt. Wer schlau, wer skrupellos genug war, wer genügend Netzwerke zu den alten kommun. Kadern der DDR besaß, der konnte im Vorübergehen Millionen einstreifen. Denn die gewaltigen Finanzmittel der verblichenen SED waren mit der Vereinigung der beiden deutschen Staaten herrenlos geworden: Immobilien, Liegenschaften jeglicher Art, Geld, Gold, Druckereien, eine Filmfirma, freilich auch so mancher Schuldschein.

Eine Schlüsselfigur dieser turbulenten Jahre war Steindling, die kürzlich in ihrem israelischen Zweitwohnsitz verstorben ist. Ihre Geschichte ist untrennbar mit dem Gezerre um die ostdeutschen Millionen verbunden, die das neue Gesamtdeutschland nach der Wende beschlagnahmt hatte.
Denn „die rote Fini“ war bis 1969 Mitglied der österr. Kommunisten. Und Treuhänderin für ihre Partei. Sie kontrollierte eine Firma am Wiener Kohlmarkt, die jahrzehntelang die KPÖ mästete. Dessen ungeachtet wurde die alte Dame von den heimischen Nadelstreifsozialisten hofiert, Handküsse da, Wangenbussi dort, die heutige Unterrichtsministerin setzte sie in 2 Aufsichtsräte. Warum? --- In den 90igern begann also das Hauen u. Stechen ums Vermögen der SED. 6,2 Mrd. DDR-Mark waren aufzuteilen. Unter vielen anderen Beteiligungen besaß diese KP auch die Außenhandelsfirma Novum. 1992 verzichtete die Nachfolgerin der DDR-Kommunisten, die PDS Gregor Gysis, notariell auf sämtl. Auslandsvermögen der SED. Die Treuhandgesellschaft kassierte die Guthaben ein.

Die Novum machte gute Geschäfte
Doch da trat die österr. Kommerzialrätin auf den Plan. Sie behauptete, einen Millionenbatzen treuhänderisch für ihre heimische KPÖ erworben zu haben. Eben über die Novum, die 1951 in Ostberlin unter der Aufsicht der DDR-Behörden gegründet worden war u. von ihr in Wien als Geschäftsführerin geleitet wurde. Novum kassierte Provisionen von österr. Unternehmen, wenn diese Geschäfte mit der DDR machten. Ohne Steindlings Firma ging da so gut wie nichts. Für ihre Vermittlerdienste kassierte Frau Rudolfine auf Konten in Zürich u. Wien. Die Novum-Geldflüsse liefen über die frühere Länderbank – die heutige Bank Austria. Daß Vranitzky eine Zeitlang Länderbank-Chef war u. seine Frau als enge Steindling-Freundin gilt, wäre eine unlautere Vorhaltung ---

Ein wichtiges Beweismittel – futsch
Als Deutschland später die Herausgabe der Gelder verlangte, landeten die Millionen bei der Bank-Austria-Tochter in der Schweiz. Die Treuhand argumentierte, daß es sich um Staatsbesitz handle, weil die Novum in Wahrheit eine Tarnfirma d. SED gewesen sei. Seit 1992 prozessierte die Novum-Chefin um Herausgabe von 255 Mio. € aus der Beute.
In 1. Instanz 1996 bekam sie recht – Deutschland berief sofort. So einfach gaben die Deutschen im Kampf um „Finis Feinstes“ nicht auf. Die Sache wäre leicht zu klären gewesen, wenn man die authentische Treuhanderklärung der Kommerzialrätin in der Hand gehabt hätte. Doch – leider, leider – die war im Laufe des jahrelangen Prozesses irgendwie aus dem Akt verschwunden...
Steindling .. hob .. rund 450 Mio. DM von ihren Schweizer Konten ab. Das Geld wurde zwischen Wien u. Zürich hin- u. hergeschoben, bevor es – erraten! – verschwand. Die Wiener KPÖ – ganz fromm – schwor Stein u. Bein, keinen Cent bekommen zu haben. Peinliche Ermittlungen begannen. Ein Mitarbeiter der Bank Austria in Zürich kam wegen Verletzung der gesetzlichen Sorgfaltspflicht vor Gericht, wurde aber 1996 freigesprochen. Die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), die dem Verschwinden der DDR-Gelder nachgeht, wirft der BA vor, an der Veruntreuung der DDR-Gelder teilgenommen zu haben u. so Sorgfaltspflichten verletzt zu haben. „Frau Steindling u. die Bank Austria haben gemeinsame Sache gemacht“, sagen die deutschen Anwälte.

Muss die Bank Austria zahlen?
230 Mio. € verlangte die Schweiz als Schadenersatz, im Vorjahr verurteilte ein Gericht die BA zur Rückzahlung. In 2. Instanz. „Wir haben die Millionen nicht“, beteuert man dort. Steindling habe das Geld als KP-Treuhänderin abgehoben. Steindling .. war für die ostdeutschen Kommunisten eine tolle Partnerin. Beide Teile profitierten. Sie glich einem kleinen Rädchen im gut geschmierten Apparat der DDR-Wirtschaftsbetriebe, der von Schalck-Golodkowski meisterhaft beherrscht wurde. Der Devisen-Zampano gehört inzwischen der Zeitgeschichte an. Die vermeintlichen KPÖ-Millionen auch.

Parlamentsuntersuchung
Ein parlamentar. Untersuchungsausschuss in Berlin fand nicht nur im KPÖ-Fall eine Menge von Ungereimtheiten u. fatalen Versäumnissen der deutschen Finanzbehörden. 92 Zeugen u. Experten traten vor dem Gremium auf, die Mandatare sichteten 213.653 Seiten Dokumente. Aber das Ergebnis war mager. In vielen Fällen war stets die Schweiz eine sichere Zuflucht, um gehamsterte Millionen zu horten. Die Abgeordneten orteten eine Schweizer Firma, die von einem Österreicher kontrolliert wurde, den einst die ostdeutsche Auslandsspionage als „Inoffiziellen Mitarbeiter (IM)“ geführt hatte (Martin Schlaff?). Er versorgte in den 80erjahren die DDR mit Embargo-Waren, vor allem mit Mikroelektronik. Im Frühjahr 1990 versickerte das Geld, immerhin 167,6 Mio. DDR-Mark, die offensichtlich aus dem Technologiehandel stammten, in Form von Darlehen an ostdeutsche Geschäftspartner.

Die Mäzenin
In Israel galt die Wiener Kommerzialrätin, die in keiner Weise einer enragierten Kommunistin glich, als außerordentlich großzügige Sponsorin. Sie ließ Geld für die Universität Tel Aviv springen, sie unterstützte österr. Kulturaktivitäten reichlich, so die größte je auf Reisen geschickte Sigmund-Freud-Ausstellung. 2002 reiste der damal. Kunststaatssekretär, Franz Morak .. zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Israel, traf Politiker – u. Steindling. Sie war auch bei Moraks 2. Visite dabei, schwärmte für Renato Zanella u. unterstützte auch das Wiener Staatsopernballett in besonderer Weise. Am 28.Oktober starb sie in Israel.

-- Bis zum Ende der 90erjahre war die KPÖ die reichste österr. Partei – dank der Novum-Gewinne. Unsympathisch, aber reich. Träge, weil saturiert. Sie konnte eine Tageszeitung herausbringen u. einen aufgeblähten Parteiapparat unterhalten. So war die Wiener Bundeszentrale die Herrin des Geschehens u. der Politik. Seit dem Verlust dieser Einkommensquelle ist die Bundeszentrale so gut wie nicht mehr vorhanden --- ("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2012)

Leserkommentare:
"einfach ekelhaft diese Kommunisten! Wasser (unter Terror gegen die Menschlichkeit) predigen und Wein saufen!"

"... Diese Elemente politisch und gesellschaftlich zu bekämpfen sollte an vorderster Stelle stehen."

""Fini Steindlings Lebensmaxime jedenfalls - "Ich mach nix, wo kein Geld rausspringt" - wird (...) überdauern." www.spiegel.de/spiegel/print/d-23215475.html "

"Die Suche endet wahrscheinlich irgendwo in Israel. Fragen Sie vielleicht einmal bei Schlaff & Liberman nach, vielleicht können die weiterhelfen!"

"Wer weiß. Vielleicht war Sie ja auch Führungsoffizier diverser SPÖ-Granden."

"in ihrem israelischen Zweitwohnsitz Na, wo sind denn die Milliardchen? "

"Ein schönes Leben auf Kosten Anderer. Schon damals war unsere Justiz nichts wert."

http://news.orf.at/stories/2092606/2092607/ --- (Novum) brachte es allein in den 80er Jahren auf Provisionseinnahmen in Höhe von Hunderten Millionen Schilling, wie der deutsche Journalist Andreas Förster in seinem Buch „Auf der Spur der Stasi-Millionen“ auflistete ---

http://www.zeit.de/2012/50/Rote-Fini-Rudolfine-Steindling-DDR --- Hummer und Sichel --- die Rote Fini, narrte 2 Jahrzehnte lang deutsche Fahnder --- Es gibt kaum eine Institution in Israel, die der Steindling keine Spende verdankt. Jad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte, erhielt hohe Summen von ihr --- SED-Vermögen .. das Bonzen u. alte Kader verschoben u. versteckt hatten. Vieles war möglich in jenen Jahren, als die DDR versank. Der Fall Steindling, der größte dieser Art, das aberwitzigste Rabaukenstück --- die Dame hatte sich ins Ausland abgesetzt --- sie übertrug riesige Summen auf Zürcher Konten, ließ sie bar auszahlen, legte sie anonym wieder an. Das Geld war fort, eine moderne Bankräuberin mit ergrautem Haar u. Perlenkette --- 2012 auf dem Neuen Jüd. Friedhof, Wien..: Die Trauergesellschaft ist eingetroffen, um Fini Lebewohl zu sagen. Die Bestattung fand schon vor Wochen statt, wahrscheinlich im engsten Kreis. Nun fahren große Autos vor u. Busse mit getönten Scheiben.

Wichtige Menschen haben Steindling geschätzt. Mit Honecker, heißt es, sei Fini ebenso vertraut gewesen wie mit Israels heutigem Verteidigungsminister Ehud Barak. Alexander Schalck-Golodkowski, dem Außenhandelschef der DDR, soll sie so nahe gestanden haben wie Österreichs Bundeskanzler Vranitzky (SPÖ). Zur Trauerfeier sind Männer wie der Manager Claus Raidl gekommen, Aufsichtsratschef der Nationalbank; oder Sepp Rieder (SPÖ), einst Vize-Bürgermeister von Wien. Der Direktor der Volksoper ebenso wie die Lebensgefährtin eines Politikers --- Zu einer Zusammenkunft der Trauernden geht es im Anschluss ins feine Hotel Intercontinental. Das ist die Welt, in die Fini gehörte: eine unter Kronleuchtern. Mit Teppichen, die Schritte dämpfen. Zwischen holzvertäfelten Wänden. Gewiss 100 Menschen sind da, im 1. Stock, im Metternich Ballroom. Da sind Männer mit Schuhen von Prada u. fellbesetzter Jacke --- Franz Morak, ÖVP-Politiker u. Exschauspieler am Burgtheater, sagt, die Fini sei geradezu die Botschafterin Österreichs in Israel gewesen --- Sie trug die Geldscheine nicht in Koffern davon, sondern ließ sie direkt im Banksafe verwahren, um sie dann, so stellte ein Gericht fest, »größtenteils in anonymen Sparbüchern u. sogen. Juxtenbons« – anonymen Wertpapierdepots – unauffindbar anzulegen --- Ihre Laufbahn, berichtete einst der Wiener Standard , habe sie als Sekretärin einer Bank begonnen --- in den 90er Jahren, zeitweise suchten deutsche Behörden nach Steindling per Haftbefehl –, war der Mann dienstlich in Tel Aviv. Wohnte dort in einem Hochhaushotel. Daß sie regelmäßig in Israel weilte, war vielen Fahndern damals nicht bekannt. Der Jurist holte im 15. Stock den Aufzug, die Tür öffnete sich. »Und da stand Frau Steindling. Wir beide, sie u. ich, erstarrten. Dann drückte sie wie verrückt den Knopf, um die Tür schnell wieder zu schließen. .. Sie war völlig außer sich ---
»Die Novum hatte mit der KPÖ so viel zu tun wie eine Kuh mit dem Twisttanzen.« Man sei mit Leuten konfrontiert gewesen, die geübt waren in geheimdienstlicher Arbeit, sagt Wastl. Österreich sei für die DDR-Veteranen, die Geld verschwinden lassen wollten, das perfekte Land gewesen: »Die Wiener hatten damals ein starkes Bankgeheimnis. Man sprach die gleiche Sprache. Und die KPÖ war gesellschaftlich anerkannt.« --- In einer Vernehmung, sagt Westpfahl, habe sie Steindling »schlicht hasserfüllt« erlebt --- Niemals hätte Steindling das Geld, das sie einst von den Zürcher Konten abhob, ausbezahlt bekommen dürfen. Die Richter sahen das auch so. Sie verurteilten eine Bank, der BRD 128 Mio. € zu überweisen, zuzüglich Zinsen. Aber eben nicht aus Finis Vermögen wird der größte Teil des Schadens nun beglichen. Stattdessen muss die Bank, die ihr einst half, jetzt wohl für sie haften ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-23215475.html ---  7 Monate hat es gedauert, bis die österr. Behörden einem deutschen Rechtshilfeersuchen entsprochen haben. Am 25.7.2002 soll es endlich so weit sein: Der Zeuge Heinz Wildenhain, bis zur Wende Finanzchef der SED, wird aussagen müssen - u. zwar in Hallein, Salzburger Land, dem Ort, den er zu seiner Wahlheimat gemacht hat.
Wildenhain, der aus gesundheitl. Gründen eine Vernehmung in Berlin abgelehnt hat, von Nachbarn aber als durchaus rüstiger Rentner mit Drang ins Freie wahrgenommen wird, ist einer der letzten Lebenden, der wissen müsste, ob die Anteile an der 1951 gegründeten Novum von Steindling treuhänderisch für die SED oder für die KPÖ gehalten wurden. Im letzteren Fall fiele, ein entsprechendes Urteil vorausgesetzt, die viertel Milliarde € der 5000-Mitglieder-Partei KPÖ zu.
Was wird Wildenhain sagen? Wird er bezeugen, daß Steindling Treuhanderklärungen unterschrieben hat, in denen sie einräumt, "auf Weisung der Zentrag", einer SED-Firma also, tätig gewesen zu sein? Schon einmal soll der alte SED-Mann sich zu Ungunsten Steindlings geäußert haben. Danach sei er von ihren Anwälten "bearbeitet" u. - in der Folge - von Erinnerungsschwäche heimgesucht worden --- einen, der Steindling unlängst gefragt hat, wie sie das alles überhaupt aushalte, hat sie auf gut Altösterreichisch ins Ungefähre entlassen: "Meine Anwälte müssen leben; aber die Anwälte von der anderen Seite müssen auch leben."

http://www.profil.at/home/novum-affaere-im-winkel-123277 --- In Israel verbringt sie den Großteil ihrer Zeit u. genießt dank generöser Spenden an Museen u. wohltätige Einrichtungen höchstes Ansehen --- Allein bei den deutschen Behörden sind in den vergangenen 12 Jahren Gerichts- u. Anwaltskosten in der Höhe von 4 Mio. € aufgelaufen u. nicht einmal diese konnten eingetrieben werden ---  Die frühere KPÖ-Finanzdiva versucht offenbar, den Deutschen die völlige Mittellosigkeit vorzuführen. "Wir haben nichts, worauf wir zugreifen könnten", klagt Milleker, "auch die offiziellen Stellen in Österreich waren eher keine große Hilfe." Daß Madame Steindling mittellos sein soll, ist zumindest erstaunlich --- In Israel machte sie mit großzügigen Zuwendungen an die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem von sich reden; sie hat einen Seminarraum im Mendel Institute of Jewish Studies u. das Theodor-Herzl-Museum mitfinanziert; in Wien dem Arnold Schönberg Center beim Ankauf eines wertvollen Gemäldes aus der Hand des Meisters unter die Arme gegriffen; der Dolly Steindling Fund errichtet im Andenken an ihren Mann, sponsert Seminare an der International School for Holocaust Studies; --- lässt sich auf einschlägigen Festivitäten in Wien gar trefflich beobachten: Da halst sie den konservativen Kulturstaatssekretär Franz Morak mit einem herzlichen "Servus, Franzi". Heinrich Neisser, Ex-Nationalratspräsident der ÖVP, ist für sie ganz einfach "der Heini". Mit dem Rechtsanwalt u. früheren FPÖ-Vizekanzler Norbert Steger ist sie ebenso auf Du. Und zu den Genossen pflegt sie ohnehin amikale Kontakte: Vranitzky, Androsch, zu früheren Chefs der Bank Austria, René Alfons Haiden u. Gerhard Randa.
Zumindest Letzterer hat in der Affäre eine niemals restlos aufgeklärte Rolle gespielt. Randa war am Höhepunkt der Novum-Tätigkeiten Generaldirektor der Wiener Länderbank u. später Vorstandsvorsitzender von deren Nachfolgerin Bank Austria gewesen. Faktum ist, daß ein hochrangiger ehem. Länderbank-Mitarbeiter auf den Novum-Konten zeichnungsberechtigt war u. tatkräftig an der Verschiebung der Gelder mitgewirkt hatte. Der Mann musste das Institut später verlassen, sitzt aber bis heute in der Geschäftsführung eines Unternehmens von Steindlings Lebensgefährten ---
Noch so ein Zufall: Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR erhielt ausgerechnet ein hochrangiges Mitglied des Honecker-Regimes einen hoch dotierten Beratervertrag bei der Länderbank: Gerhard Beil, Ex-Außenhandelsminister u. Agent des DDR-Auslandsgeheimdienstes HVA. Über Art u. Umfang seiner Tätigkeit als österr. Bankkonsulent ist nie etwas bekannt geworden ---

https://www.trend.at/wirtschaft/business/die-millionen-fini-345593 --- ist Tochter Susanna Eigentümerin einer stattlichen Villa nahe der Hohen Warte im Wiener Nobelbezirk Döbling. Geschätzter Wert der Immobilie: rund 15 Mio. €. Auf der innerstädtischen Super-Luxusmeile Kohlmarkt erbte sie ebenfalls 2 Immobilien im Wert von mehreren Mio. €. Hinzu kommen ein Wohnsitz in Paris sowie Zugriff auf wohldotierte Bankkonten. Dabei blieb man allerdings immer stramm auf Linie: Selbst der familieneigene Nobel-BMW ist bei der russischen Schwarzmeer- u. Ostsee-Assekuranz versichert ---
Sie verkehrte mit israel. Ministerpräsidenten ebenso freundschaftlich wie mit Ex-Bank-Austria-General Gerhard Randa, dem Industriellen Hannes Androsch oder dem früheren Bundeskanzler Vranitzky. Ein besonderes Vertrauensverhältnis bestand zu Ost-Geschäftsmann Martin Schlaff ---

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Zuletzt von Dissident am Fr Jun 23, 2017 10:26 am bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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Adolf (Dolly) Steindling & Susanna Steindling & Danek Gerner

Beitrag von Dissident am Fr Dez 23, 2016 9:01 am

Dissident schrieb:https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolfine_Steindling  .. Rudolfine Steindling (siehe oben..) war mit dem österr. Arbeiter Adolf (Dolly) Steindling (1918–1983) verheiratet. Dolly Steindling war 1938 als Jude aus Österreich geflohen u. war im 2. Weltkrieg Résistance-Kämpfer in Frankreich. Er hat über seine Jugend eine Autobiografie geschrieben.

http://www.neuewelt.at/dezember-2012-jaenner-2013/artikel/news/artikel/n/nachruf-rudolfine-steindling.html ---  Tochter Susanna Steindling ---

http://www.profil.at/home/novum-affaere-im-winkel-123277 --- der Dolly Steindling Fund (errichtet im Andenken an Rudolfines Mann, den ungarischen Widerstandskämpfer Adolf Steindling) sponsert Seminare an der International School for Holocaust Studies ---

Buch:
Hitting Back : An Austrian Jew in the French Resistance (Studies and Texts in Jewish History and Culture)
by Dolly Steindling (Author), Haim Avni (Author, Editor, Introduction), Susanna Steindling (Editor)
--- Dolly Steindling, an Austrian Jew, writes of his escape from Vienna during World War II and his exploits with the French Resistance against the Nazis. This work tells not only of Holocaust events, but provides insight into the workings of the French Resistance during the war — its leaders, mode of operation, and attitude toward Jews

https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolfine_Steindling --- Buch: "Vienna France Vienna. The Story of a Jewish Refugee and Restinant"

http://www.trend.at/wirtschaft/business/die-millionen-fini-345593 --- Real sind allerdings die Reichtümer, die die "rote Fini" zum Schutz vor Regressansprüchen bereits ihrer Familie vermacht hat. So ist Tochter Susanna Eigentümerin einer stattlichen Villa nahe der Hohen Warte im Wiener Nobelbezirk Döbling. Geschätzter Wert der Immobilie: rund 15 Millionen €. Auf der innerstädtischen Super-Luxusmeile Kohlmarkt erbte sie ebenfalls 2 Immobilien im Wert von mehreren Millionen €. Hinzu kommen ein Wohnsitz in Paris sowie Zugriff auf wohldotierte Bankkonten. Dabei blieb man allerdings immer stramm auf Linie: Selbst der familieneigene Nobel-BMW ist bei der russischen Schwarzmeer- u. Ostsee-Assekuranz versichert ---
Rudolfine Steindling und ihr ebenfalls bereits verstorbener Lebensgefährte Danek Gerner ---

Australien:  http://sugi-dive.com/about-us/  --- SuGi was established in 2009 by Susanna Steindling and Gilles Haudrechy to offer the demanding
and well-traveled diver the experience of a lifetime ---

http://uid-suche.at/suche/Steindling+Susanne ---  Steindling Susanne, IL-63506 Tel Aviv, Nachshon street 1

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Sonja Kohn / Bernie Madoff

Beitrag von Dissident am Fr Dez 23, 2016 11:32 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Sonja_Kohn  Sonja Kohn (geb. Türk; *1948) ist eine österr. Bankerin.
Sie wurde als Tochter jüdischer Flüchtlinge aus Osteuropa geboren u. wuchs in Wien auf. In den 1970er Jahren begann sie, sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Erwin Kohn im Import-Export-Geschäft zu betätigen, was sie auch nach Mailand führte. 1985 übersiedelten sie nach New York, wo sie in der als orthodox geltenden jüdischen Gemeinde Monsey lebten.
In den USA gründeten sie u. ihr Mann die Gesellschaft Eurovaleur Inc., deren Präsidentin sie ist. Sie wurde in New York als “Austria’s woman on Wall Street” bekannt. In den 1990er Jahren kehrte sie nach Europa zurück, wo sie mit Gerhard Randa (Bank Austria) zusammenarbeitete.

1994 gründete sie die Finanzgesellschaft Medici, an der sie 75% der Anteile hielt u. dem Aufsichtsrat vorstand. Nach dem Madoff-Skandal wurde die Bank 2009 aufgehoben u. in eine Gesellschaft umgewandelt. Sie hatte bis 2006 einen Beratervertrag mit der Wiener Börse für internationale Börsenkooperationen.
1999 wurde ihr das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Fall Madoff
Dez. 2010 wurde sie in die Affäre um den US-Milliardenbetrüger Bernard L. Madoff verwickelt. Sie wurde fälschlicherweise (?) eine Zeit lang beschuldigt, Madoffs wichtigste Geschäftspartnerin in Europa gewesen zu sein. Auch in Österreich ermittelte die Justiz in dieser Angelegenheit wegen Betrugsverdacht.
Madoffs Konkursverwalter Irving Picard klagte Sonja Kohn, die Bank Medici u. ein paar Dutzend andere Personen in New York auf Schadenersatz in der Höhe von 19,6 Milliarden Dollar (rund 15 Mrd. €) ein - die bisher größte Einzelsumme infolge dieses Skandals. Insgesamt wurden dutzende Klagen im Ausmaß von insgesamt rund 50 Milliarden Dollar eingebracht.
Am 18.10.2013 gewann Kohn ein richtungsweisendes Verfahren in London, das Picard gegen sie angestrengt hatte. Picard hatte Kohn wegen Zahlungen eingeklagt, die sie von Madoff für ihre Dienste erhalten hatte. Der Richter des London High Court sprach von «haltlosen Vorwürfen», stellte das Verfahren ein u. kam zum Schluss, dass die Zahlungen an Kohn «nichts anderes als eine angemessene Entlöhnung für die von ihr rechtmäßig erbrachten Leistungen» gewesen waren. Kohn habe «voll und ganz redlich gehandelt».
Der Richter hielt zudem fest, Kohn sei ebenfalls ein Opfer von Madoffs Betrügereien u. habe eigenes Vermögen verloren ---

https://en.wikipedia.org/wiki/Sonja_Kohn --- The Bank Medici directed funds from investors to Bernard Madoff. For example, Bank Medici was Thema Fund's investment manager. In return for finding investors, Bank Medici collected fees of 4.6 million euros from Thema International Fund in 2007 ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1466399/Fall-Madoff_Bankerin-siegt-vor-Gericht --- Fall Madoff: Bankerin siegt vor Gericht ---
Madoff wurde 2009 in den USA zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt, er soll Anleger um 65 Milliarden € geprellt haben ---
Als frühere Chefin der Wiener Medici-Bank u. ehem. Partnerin der Bank Austria soll sie Teil des Systems Madoff gewesen sein. So sieht es zumindest Madoff-Masseverwalter Irving Picard. Er hatte Kohn auf 60 Millionen Dollar geklagt – und blitzte damit vor Gericht ab ---
Dank dieses Urteils kann Sonja Kohn auch wieder über ihr Vermögen verfügen. Denn dieses war weltweit eingefroren worden. Am Donnerstag wurde es vom Gericht freigegeben ---  In Österreich investierten Anleger einige Millionen € in die Fonds Primero u. Herald. Auch in den USA ist Kohn mit einer Klage konfrontiert. Die Bankerin soll für Madoff im Laufe der Jahre insgesamt mehr als 9 Milliarden Dollar eingesammelt haben ---

https://www.unzensuriert.at/content/0014350-Wiener-System-aus-Finanz-Politik-und-Justiz-vertuscht-Madoff-Skandal --- Wenn man nun weiß, dass die AVZ-Stiftung von Wiens Bürgermeister Häupl gegründet wurde, dass prominente SPÖ-Ex-Politiker wie Gusenbauer oder Lacina beste Beziehungen zu Madoffs wichtigster Geschäftspartnerin Sonja Kohn (Bank Medici) unterhielten, dann darf man sich auch nicht wundern ---

https://www.unzensuriert.at/content/0013983-Rot-Schwarze-Seilschaft-finanzielle-Pyramidenspiele-involviert --- Medici-Bank : .. An ihr war auch die Bank Austria mit 25 % beteiligt --- Es waren unter anderem der ehem. Finanzminister Lacina, sowie Hannes Farnleitner, ÖVP-Wirtschaftsminister Medici-Aufsichtsräte. Gleichzeitig warb auch der ehem. Bundeskanzler Gusenbauer für die Bank.
Damit nicht genug, soll auch die Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ), die die Erlöse aus dem Verkauf der Wiener Anteile an der Zentralsparkasse bzw. Bank Austria verwaltet, mit Medici Geschäfte eingegangen sein. Bisher schweigen sich Häupl u. seine Rathaussozialisten über Verlustgeschäfte der AVZ aus. Das noch vor den Nationalratswahlen am 29.9.2013 erscheinende Buch „Pyramid Games“ könnte hier neue Einblicke bieten ---

https://www.unzensuriert.at/content/005008-Verfahren-gegen-Bankbosse-werden-verschleppt --- Das österreichische Bankensystem hat sich als wenig krisenfest erwiesen. 35 Milliarden Euro Steuergeld wurden an notleidende Bankhäuser überwiesen, um diese zu stabilisieren --- Die Ermittlungen gegen Sonja Kohn, die der Komplizenschaft mit Madoff verdächtigt wird – es gilt die Unschuldsvermutung ebenso wie für alle sonstigen Verantwortlichen der genannten Banken –, laufen noch schleppender: Schweizer Behörden durchsuchten ihren Wohnsitz in Zürich, allein: Die beschlagnahmten Unterlagen waren auch ein Jahr nach ihrer Sicherstellung noch nicht ausgewertet --- Sobald die Finanzwelt im Spiel ist, scheint die Justiz jegliches Interesse an Aufklärung zu verlieren ---

https://kurier.at/wirtschaft/sonja-kohn-die-alte-dame-und-das-geld-der-anderen/30.710.830 ---  VP-Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner .. hatte Kohn zuvor als Minister zu seiner offiziellen Beraterin erklärt --- Vom Finanzplatz Wien hat sich Kohn längst verabschiedet. Sie lebt in der Schweiz und arbeitet emsig an neuen Projekten – von erneuerbarer Energie bis zur Vermittlung von Geschäftsoptionen

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4916561/900000-Betroffene_Gigantischer-Finanzbetrug-in-China --- Leserkommentar:
"jedes mal wenn ich die Sonja Kohn im Cafe Imperial beim Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen sehe, steigt mir der Senf so richtig auf!! in den USA hätte sie schon 300 Jahre Gefängnis bekommen, aber in Österreich mein Lieber, das Land der vollbetitelten Analphabeten, die wissen bis heute nicht einmal was sie getan hat, denn hier versteht KEINER was sie getan hat, weder die StAw noch die KStAw noch die Geschädigten selbst!! Damals ist sie untergetaucht, weil sie Angst hatte, dass die Russen sie abholen werden, mittlerweile scheint das alles kein Thema mehr zu sein!"

http://derstandard.at/2000008327306/Medici-Fonds-mit-Madoff-Masse-einig --- kanalisierten die beiden Fonds Mittel von reichen Russen, Ukrainern oder Israelis. Drehscheibe des Geschäfts war Bank-Medici-Gründerin Sonja Kohn, die hohe Provisionszahlungen erhielt. In einer Anzeige gegen die Bankerin war davon die Rede, dass Kohn 50 Millionen Dollar aus dem Madoff-Geschäft zuflossen ---  im Visier der Justiz stehen ehem. Manager der Bank Austria u.a. Personen. Alle Genannten bestreiten die Vorwürfe - es gilt die Unschuldsvermutung ...
Leserkommentar: "Die Anleger haben nicht gewusst, dass die Bank Austria Fonds Feeder Funds für Madoff gewesen sind! Im Gegenteil: Die BA Fondsmanager haben sogar Managementgebühren abkassiert, obwohl ihre einzige Leistung gewesen ist, das veranlagte Geld nur weiter zu leiten. Und Frau Kohn hat noch die Hand für eine Keilerprämie in Millionenhöhe erfolgreich aufgehalten!"

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/617672/MadoffSkandal_USAnwalt-jagt-Wiener-Banken?offset=75&page=3 --- Finanzbetrüger Madoff, mit dem sie 23 Jahre lang aufs Engste zusammengearbeitet habe. „In Sonja Kohn fand Madoff eine kriminelle Seelenverwandte, deren Gier und unehrlicher Einfallsreichtum seinem eigenen ebenbürtig waren.“ ---
Sie flog mit den Ex-Chefs der Wiener Börse nach Shanghai u. Dubai und fädelte Kooperationen ein --- Im Aufsichtsrat von Medici saßen Ex-Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner (ÖVP) u. der ehem. Finanzminister Lacina (SPÖ) ---  Laut Anwalt Picard können 9,1 Mrd. Dollar des von Madoff veruntreuten Geldes Kohn u. ihren Verwandten zugeordnet werden sowie einem Labyrinth von Fonds in Österreich, Italien u. Gibraltar. Der Opferanwalt ging auch gegen andere Großbanken juristisch vor ---
Ex-Chef der Bank Austria, Gerhard Randa, der ja Kohn einst bei der Beschaffung einer Banklizenz in Österreich behilflich gewesen sein soll ---
Die Liste der Beschuldigten liest sich wie ein Who-is-who der Wiener Hochfinanz: Angeführt sind etwa auch die ehem. Bank-Austria-Vorstände Wilhelm Hemetsberger, Friedrich Kadrnoska (jetzt laut Firmen-Compass u. a. conwert-Verwaltungsrat) u. Werner Kretschmer (nun bei der UniCredit-Fondstochter Pioneer), der spätere Wiener-Börse-Chef Stefan Zapotocky, Fondsmanagerin Ursula Radel-Leszczynski sowie der nunmehrige Verkehrsbüro-Vorstand Harald Nograsek.
Weiters beschuldigt sind 6 Familienangehörige Kohns, darunter ihr Ehemann Erwin, diverse Kohn zuzurechnende "Scheinfirmen" in Österreich, New York, Italien, Gibraltar u. auf den Cayman Islands u. ehem. Organe der Wiener Bank Medici (Peter Scheithauer, Helmuth Frey, Manfred Kastner, Josef Duregger, Andreas Pirkner, Werner Tripolt, Andreas Schindler). Auch Gianfranco Gutty von der Mailänder Bank-Austria-Mutter UniCredit ist in der 153-seitigen Klage, die bereits im Internet kursiert, ein Absatz gewidmet ---

http://www.geolitico.de/2017/03/29/bernie-madoffs-toedliches-erbe/ --- Jetzt stürzte der 56 Jahre alte Finanzmanager Charles W. Murphy aus dem Zimmer eines New Yorker Hotels 20 Etagen in den Tod – nur wenige Straßenzüge von seiner Wohnung entfernt. Es handelt sich übrigens um dasselbe Luxus-Hotel der Sofitel-Gruppe, in dem der damalige Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, eine Affäre mit einem farbigen Zimmermädchen wegen sexueller Belästigung hatte, die seine Karriere jäh beendete ---
Murphy .. machte rasch bei Morgan Stanley u. der Schweizer Bank Credit Suisse Karriere. Dann wechselte er ins Hedgefonds-Geschäft zur Fairfield Greenwich Gruppe. Der von Fairfield aufgelegte Sentry Fonds pumpe erhebliche Geldflüsse in Madoffs Ponzi-Schema.
--- Die Zeichner des von Murphy geleiteten Fairfield Sentry Fonds verloren damals 7,5 Mrd. US-Dollar --- Sein Fenstersturz ist der 4. mysteriöse Todesfall seit der Madoff-Festnahme. 2008 war der französ. Aristokrat Thierry Magon De La Villehuchet tot aufgefunden worden. Seine AIA Gruppe verlor durch Madoff 1,5 Mrd. Dollar. Ein Jahr später tötete sich der frühere Major der US-Armee, William Foxton, im Alter von 65 Jahren angeblich ebenfalls wegen Madoff. Und 2010 fand die New Yorker Polizei Madoffs Sohn Mark, der sich in seinem Apartment angeblich selbst erhängt hatte.

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Roland Horngacher

Beitrag von Dissident am Fr Dez 23, 2016 3:35 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Horngacher  Roland Horngacher (*1960) ist ein ehem. Angehöriger der österr. Bundespolizei u. trug als Landespolizeikommandant des Landespolizeikommandos Wien die Verwendungsbezeichnung General. Seit 9.8.2006 wurde er von dieser Funktion wegen seiner Rolle als Schlüsselfigur in der Amtsmissbrauchaffäre der Wiener Polizei suspendiert. Durch eine rechtskräftige Verurteilung in Höhe von 15 Monaten bedingter Haft verlor er Okt. 2008 seinen Beamtenstatus zugleich mit seiner Arbeitsstelle bei der Polizei.

Nach Abschluss seines Jusstudiums 1984 absolvierte er bis 1986 seine Gerichtspraxis u. war auch Richteramtsanwärter. Nach Ableistung seines Präsenzdienstes, wurde er noch 1986 in den Dienst der Bundespolizeidirektion Wien aufgenommen, wo seine erste Stelle die eines Referenten im Kommissariat Ottakring war. Diese Stelle bekleidete er bis Ende 1989, während dieser Zeit erfolgte auch die Grundausbildung an der Verwaltungsakademie des Bundes.
Mit Beginn 1990 wechselte er in die Wirtschaftspolizei, wo er bis 2002 vom Referenten über den stellv. Leiter bis zum Leiter dieser Abteilung aufstieg. 2002 wurde er zum Leiter des Kriminalamtes Wien bestellt, wo er für die Schwerkriminalitätsbekämpfung in Wien zuständig war.

Mit der Zusammenlegung von Bundesgendarmerie, Bundessicherheitswachekorps u. Kriminalbeamtenkorps im Juli 2005 wurde er zum Landespolizeikommandanten von Wien bestellt. Er wechselte somit als Polizeijurist in den Wachkörper, welcher bis dahin in Wien fast immer von Beamten geführt wurde, welche aus diesem selbst aufstiegen u. als „gelernte Polizisten“ galten, im Gegensatz zu Horngacher, welcher nie eine polizeiliche Grundausbildung genoss.
Am 12.2.2007 wurde Horngacher wegen schwerer dienst- u. strafrechtlicher Vorwürfe vom Dienst suspendiert --- Am 17.10.2007 wurde er vom Schöffensenat am Straflandesgericht Wien wegen Amtsmissbrauches u. Verletzung des Amtsgeheimnisses zu einer 15-monatigen bedingten Haftstrafe verurteilt. Am 22.7.2008 wurde bekannt, dass der OGH den Schuldspruch bestätigt hat u. dieser somit nun rechtskräftig ist ---
Am 6.10.2008 wurde veröffentlicht, dass das OLG Wien die Strafe von 15 Monaten nicht herabsetzt. Das Urteil ist rechtskräftig. Horngacher verlor dadurch von Gesetzes wegen (§ 27 (1) Z 1 StGB) den Beamtenstatus u. seine Arbeit bei der Polizei. Heute ist Horngacher als Rechtsberater für ein Casino-Unternehmen tätig.

Auszeichnung 2005: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
https://www.wien.gv.at/rk/msg/2005/0905/024.html --- Michael Häupl überreichte im Stadtsenatssitzungssaal des Wr. Rathauses dem Leiter des Kriminalamtes Wien, Hofrat Mag. Roland Horngacher das Goldene Ehrenzeichen ---

http://www.boerse-express.com/pages/762349 --- Horngacher ist jetzt Berater der 'Concorde Card Casinos' ---

http://wiev1.orf.at/stories/312567 --- Der Ex-General habe den ihm entgegengebrachten Vertrauensvorschuss "schamlos missbraucht" und das Vertrauen der Bevölkerung in einen funktionierenden Polizeiapparat erschüttert ---

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/303092/Horngacher-wegen-Amtsmissbrauch-angeklagt ---  2 Vorgänge im April 2005 u. im Juni 2006: Horngacher soll .. ohne sachlichen Anlass aus Gefälligkeit einem befreundeten Besitzer eines "Prater-Lokales" die Kontrolle u. Lokalverweisung von 14 Afrikanern durch die Polizei veranlasst haben.
Lausch-Affäre
Knapp 1 Jahr später soll er ´.. über gerichtliche Genehmigung abgehörte u. aufgezeichnete Telefongespräche aus den Ermittlungen gegen den ehem. interimistischen Leiter der Kriminalabteilung, Hofrat Ernst Geiger, dem "profil"-Journalisten Emil Bobi weitergegeben haben.
Reisen auf Bawag-Kosten
Das angelastete Verbrechen der Geschenkannahme bezieht sich auf Reisegutscheine, die Horngacher von der Bawag Ende 2001, 2002 u. 2003 angenommen u. in weiterer Folge eingelöst haben soll ---
Informationen weitergegeben
Schließlich wird Horngacher noch Verletzung des Amtsgeheimnisses angelastet: Laut Anklage soll er Dez. 2001 .. eine Anfrage der Bawag über einen ihrer Geschäftspartner ohne jeglichen rechtliche Grundlage inhaltlich beantwortet haben ---
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/302695/ --- vom ehemaligen Bawag-Generaldirektor (und nunmehrigen U-Häftling) Helmut Elsner Reisegutscheine des früher gewerkschaftseigenen Reisebüros Ruefa erhalten. Die Gutscheine im Gesamtwert von ca. 8000 € gelangten über eine Zwischenstation, nämlich über den Verein der Freunde der Wiener Polizei, in Horngachers Hände. 2001 ließ Horngacher -- dem Bawag-Boss Informationen über die Unbedenklichkeit des bulgarischen Handynetzbetreibers "Mobiltel" zukommen. Die Bawag stand damals vor der Übernahme von "Mobiltel".
Außerdem wurde nun dem Verdacht nachgegangen, Horngacher habe das polizeiliche "Kokain-Protokoll" von Rainhard Fendrich einer Illustrierten zugespielt. Weiters wurde geprüft, warum ein Spielhallen-Betreiber dem General einen Pkw zur Verfügung gestellt hatte ---

http://www.wien-konkret.at/politik/korruption/horngacher/ --- Horngacher packt über Korruption aus
"Spitzenbeamte wurden mit Schmuck, Porzellan, Reisen und Hirschen beschenkt"

Der gefallene u. wg. Amtsmissbrauch rechtskräftig verurteilte Roland Horngacher meldet sich in der kommenden Ausgabe der Wiener Stadtzeitung "Falter" erstmals nach seiner Verurteilung zu Wort. Es habe, so Horngacher in einem Exklusivinterview, "in der Wiener Polizei den sagenumwobenen Filz" tatsächlich gegeben. Es habe sich nicht um Einzelfälle gehandelt, sondern "um ein System".
Horngacher deckt im "Falter" auf, wie Spitzenbeamte der Polizei Wien bestochen worden sein sollen. "Ich erinnere mich an eine riesige Porzellangruppe aus Meissner Porzellan, die ein sehr hoher Funktionär als Geschenk erhalten haben soll. Ich habe sie selbst gesehen. Einer der höchsten Polizisten bekam für seine Frau ein Collier überreicht." Das Schmuckstück sei bei einer Reise in China gekauft worden. "Die Herrschaften nächtigten dort in Luxushotels. Man fuhr mit dem Rolls Royce vor. Ein anderer wurde von Unternehmern auf den Abschuss von Hirschen eingeladen. Die fragten dann: "Wer zahlt jetzt den Hirschen für den Kieberer?".
Horngacher erzählt auch, daß ein Sekretär des Wiener Polizeichefs "Reisen nach Großbritannien geschenkt bekam, die er mit seiner Familie antrat. Sie wurden als Bildungsreisen bezeichnet". Weiters berichtet Horngacher, wie Spitzenpolizisten seine Ermittlungsergebnisse über private Glückspielunternehmer in einem Wirtshaus an die Casinos Austria verraten hätten. Horngacher: "Meine vertraulichen Ermittlungen wurden den Vertretern der Casinos Austria AG überreicht. Mir wurde zu Verstehen gegeben, dass meine Kleinkariertheit im Sinne der Weitergabe von Daten nicht im Interesse der Casino AG und der Führung der Polizeidirektion Wien ist."

Aufhorchen lässt Horngacher auch mit Aussagen zur Spitzelaffäre. Freiheitliche Politiker standen im Jahr 2000 unter Verdacht, Polizeiinformationen gekauft zu haben. Horngacher, der damals federführend ermittelte, sagt zum "Falter": "Ich fand meinen eigenen Akt im Original bei einer Hausdurchsuchung bei einem FPÖ-Politiker". Er, Horngacher, hätte diesen Akt damals dem Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Michael Sika, überreicht.
Horngacher übt auch grundsätzliche Kritik am Wiener Sicherheitsbüro. Dort habe ein "Sumpf" geherrscht. Intern sei ihm von Folter u. Misshandlung berichtet worden. Es seien Kokainpartys gefeiert worden. Die interne Kontrolle, aber auch die Medien hätten versagt. Die Journalisten, so Horngacher, "haben uns aus der Hand gefressen. Ich weiß das aus persönlicher Erfahrung".
Horngacher weiter: "Ich habe die Drecksarbeit geleistet. Nun fühle ich mich betrogen und belogen." Immer wieder hätten sich Prominente bei Problemen an ihn gewandt, etwa Philipp Ita, der Kabinettchef des Innenministeriums. "Er kontaktierte mich, weil er seiner Erinnerung nach ein Haltezeichen eines Polizeibeamten geglaubt hat, überfahren zu haben."

Horngacher nimmt auch zu seinen angeblichen Kontakten ins Rotlicht Stellung:
"Ich habe mich weder privat, noch dienstlich im Rotlicht bewegt. Ein Grund für diese falschen Berichte besteht darin, dass ich den Boulevard nicht mehr so bedienen kann wie früher - und wie es mein Auftrag war" Horngacher abschließend: "Nach meiner Wahrnehmung existiert hier ein tiefer Sumpf wie am Balkan. Und Wien ist seine Hauptstadt."

https://sicherheitwien.wordpress.com/2008/10/06/roland-horngacher-war-polizist-rechtsmittel-am-olg-negativ/ --- dass ihn Freund Wolfgang Ullmann in sein Casino gerufen habe, um 15 Schwarzafrikaner hinauszuwerfen. Dass er rund um die Wolfgang Bogner-Razzien in dessen FKK-Sauna die Presse praktisch im Schlepptau mitnahm. Dass er für das Schlaff-Konsortium über einen bulgarischen Geschäftsmann in der Wirtschaftspolizei Informationen einholte, sowie über einen weiteren Geschäftsmann Auskünfte weitergab. Die BAWAG-Ruefa-Gutscheine „brachte“ Anwalt Richard Soyer im Hauptprozess „weg“, sie sind kein Thema mehr ---

http://www.diekriminalisten.at/krb/show_art.asp?id=1059 --- die Causa „Fendrich-Akt“. Der Suchtgiftgruppe Josef Markl der Kriminaldirektion 1 gelang eine kriminalistische Meisterleistung: Sie konnten sich in den „feinen“ Kreis der Wiener Kokainschickeria vorarbeiten. Bisher war nie der Beweis dafür gelungen, worüber schon lange gemunkelt wurde – dass einige Herrschaften der Wiener Haute Volée „dem Schnee, auf dem wir alle talwärts fahren“ (© Falco) erlegen sind.
Zu intim war der Kreis, wer nicht dazugehörte, musste draußen bleiben. --- April 2006 war es soweit, Fendrich konnte im Besitz von Kokain gefasst werden. Taktisch klug folgten die weiteren Schritte u. so konnte ein ganzer Kreis um den Dealer „Fredi“ ausgeforscht u. einvernommen werden. Mitte Mai sollten bei einer „2. Welle“ weitere Verdächtige unangemeldeten Besuch bekommen.
Medienberichte aus Verschlussakt
Bis am 11.5.2006 die Zeitschrift „NEWS“ erschien. Mit einer vollständigen Chronologie der bish. Ermittlungen. Und: teilweise wortwörtlichen Abschriften der Einvernahmen v. Fendrich u.a. Promis. Eine Schlagzeile lautete „Die geheime Promi-Liste. Wen Rainhard Fendrich wirklich verriet.“ Zu allem Überfluss waren auch Telefonüberwachungs-protokolle wortwörtlich abgedruckt. Wie „hilfreich“ die Enthüllungen von „NEWS“ für die weiteren Ermittlungen waren, muss hier wohl nicht näher erläutert werden. In der KD 1 war das Erstaunen groß, wie Niederschriften u. TÜ-Protokolle in eine Zeitungsredaktion gelangen konnten. Seit Monaten war der „Akt Fendrich“ unter größter Geheimhaltung gelaufen u. sowohl bei der KD 1 als auch bei der Staatsanwaltschaft als Verschlussakt geführt worden. Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) begann mit den Ermittlungen. Und fand bald heraus, dass just wenige Tage bevor der begehrte Fendrich-Akt in der „NEWS“-Redaktion landete, eine Aktkopie die Räume der KD 1 in der Berggasse verließ. Angefordert von einem engen Mitarbeiter Horngachers, dem stellv. Leiter des Landeskriminalamtes Wien, Wolfgang Preiszler.

Der gute Kontakt zwischen „NEWS“-Herausgeber Alfred Worm u. Horngacher ist unter Insidern kein großes Geheimnis. Diese „Zufälle“ allein sind natürlich kein Beweis ... Aber sie regten doch einige Kriminalisten zum Nachdenken an. So auch Polizeipräsident Stiedl, der seine eigenen Schlüsse zog. Im Interview mit „profil“ sagte er, Horngacher tue ihm schon leid wegen der ständigen Anfeindungen. Der Geheimnisverrat, der jetzt so viel Wirbel auslöse, sei wohl eher aus dem Bereich der KD 1 gekommen. „Denn das war bei der Saliera genauso. Immer wenn eine Ermittlung an die Halböffentlichkeit gelangt, wenn etwa das BIA ermittelt, fragen sich andere was da schon wieder los ist, u. im nächsten Augenblick sind die Informationen in der Presse. Gegen Geld vielleicht sogar. Ich weiß nicht. Ich glaube, ich werde da jetzt auch einmal anständig hineinfahren. Das ist schon wirklich nötig.“
Das war ein ziemlicher Tiefschlag für die Kriminalisten der KD 1! Nicht nur, dass es offenbar einen „Maulwurf“ unter ihren Vorgesetzten gibt, der sensible Aktenteile weitergibt, so wurden sie noch vom Polizeipräsidenten des Verrats für verdächtig befunden. „Gegen Geld vielleicht sogar. Ich weiß nicht.“ Der letzte Satz trifft es noch am besten. Denn Stiedl Peter hat bei seinen kriminalistischen Überlegungen zum Motiv eines übersehen: Für die Beamten der KD 1 hätte es wenig Sinn gemacht, den Fendrich-Akt zu diesem Zeitpunkt an „NEWS“ rauszugeben. Den Erfolg für die außergewöhnliche Amtshandlung konnte ihnen niemand mehr nehmen. Eine normale Pressekonferenz mit allen Medien nach Abschluss aller Ermittlungen wäre für den Erfolg der KD 1 besser gewesen.
Zu Redaktionsschluss waren die BIA-Ermittlungen zu der Causa noch im Gange.
Wie auch zu einem weiteren Fall von „Pressearbeit der besonderen Art“. Wieder gelangte eine Telefonüberwachung an die Medien. Horngacher - für den die Unschuldsvermutung gilt - ist verdächtig, einem Journalisten Gespräche der Telefonüberwachung seines Kontrahenten Ernst Geiger vorgespielt zu haben! Was doch einige Fragen aufwirft: Wie kommen die Gespräche auf das Notebook von Horngacher und vor allem zu welchem Zweck? Als Abendprogramm, wenn es wieder einmal nichts G’scheites im Fernsehen spielt? Und wer kam noch aller in den Genuss einer Privatvorführung? Peter Stiedl fand auch hier keine klaren Worte, sondern erging sich in juristischen Spitzfindigkeiten „ob die TÜ-Gespräche nicht schon bekannt waren u. somit kein Geheimnisverrat vorliegt.“ Ein interessanter Standpunkt des Behördenleiters!

Vertrauensverlust
Peter Stiedl dürfte auch bei seinen „alles nur Intrigen“-Bekundungen einen wesentlichen Punkt unterschätzen: Seinen Schäfchen, also alle Polizisten, die hautnah mit der Bekämpfung von Kriminalität beschäftigt sind, fehlt jene Blauäugigkeit, um sich nicht ein eigenes Bild über Vorgänge u. Personen zu machen. Sie wissen aus der täglichen Praxis, dass „keine Verurteilung“ nicht immer gleichbedeutend mit „schuldlos“ ist.
Das Vertrauen in die oberste Führung ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. In der Gewerkschaftszeitung der Kameradschaft der Exekutive Österreichs erschien zuletzt der Artikel „Sekt im Wachzimmer, Schampus im Bordell“. Der Autor lässt die „NEWS“-Story über „Napoleon in der Nina-Bar“ Revue passieren u. stellt dann die Frage: „Also meines Wissens nach sind schon wegen weniger gravierender Vorfälle Disziplinarverfahren eingeleitet worden, aber das waren halt nur kleine Inspektoren.“ Es wird auch die Sauna-Affäre angesprochen. Weiter im Artikel: „Da wird natürlich dementiert u. von gegenseitigen Intrigen gesprochen. Da sollen die Razzien just in jenem Augenblick in der Sauna begonnen haben, als Nr. 1 beschuldigt wurde u. alles ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt als eine Ausschreibung bevorstand. Auch wenn die beiden Fälle die Führungsetage betreffen, die Ohrfeigen bekommen wieder die Kollegen auf der Straße. Höhnische Bemerkungen u. blöde Witze sind vorprogrammiert u. das Image der Polizei ist wieder einmal bei Null angelangt. Durchgegriffen wird, aber, so scheint es, nur bei Beamten ohne Status u. Beziehung.“
Übrigens, Horngacher sagte im „profil“-Interview, dass er von der Anforderung des Fendrich-Aktes nichts wusste, Wolfgang Preiszler habe eigenmächtig gehandelt. Naja, Horngacher hat auch gesagt, dass er von den Razzien im „Golden-Time“ nichts gewusst hat, oder von der Observation seines Kontrahenten Dr. Geiger. Obwohl die Observation von „seiner Prätorianer-Truppe“ (EGS-Raub) durchgeführt wurde. Wer würde schon einem Landespolizeikommandanten unterstellen, dass er einen lockeren Umgang mit der Wahrheit hat? Das sieht der Herr Polizeipräsident genauso.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/93310_Kriminalserie-Soko-Wien-Das-Urteil.html --- Polizeipräsident Stiedl hatte viel zu lange seine schützende Hand über "Napoleon" Horngacher gehalten --- Horngacher als langjähriger Günstling von Bgm. Michael Häupl --- muss nun auch der sogen. "Verein der Freunde der Wiener Polizei" unter die Lupe genommen werden, der im Horngacher-Prozess massiv ins Zwielicht geraten ist --- In der Restlverwertung des Lucona-Skandals durch Pretterebner (Buchtitel: "Das Netzwerk der Macht") wurde offenbar, dass bereits seit den70er-Jahren der Fisch vom Kopf zu stinken begann.
So wird darin geschildert, dass Beamte des Wiener Sicherheitsbüros, Untersuchungsrichter u. die Staatsanwaltschaft mit Ermittlungen gegen den damal. Innenminister (u. dzt. Chef der SPÖ-Pensionisten) Karl Blecha beschäftigt waren. In einem bordellähnlich geführten Etablissement am Wiener Währinger Gürtel soll er "eines Tages angeblich von den Betreibern des Lokals ohne sein Wissen in einer kompromittierenden Situation gefilmt" worden sein. Bei seinem nachdrücklichen Versuch, die "Dame" zur Herausgabe des Videos zu animieren, soll es dann zu einem weiteren peinlichen Zwischenfall gekommen sein.
Zitat: "Die Beschützer der Prostituierten hätten daraufhin den ihnen natürlich bekannten Innenminister überwältigt, verprügelt, ihn bis auf die Unterhose entkleidet, gefesselt, auf die Straße gezerrt u. ihn vor dem Lokal an eine Halteverbotstafel gebunden. Anschließend sei die Polizei angerufen worden u. die Aufforderung an die Funkstreifenpolizisten ergangen: Holt euren Chef ab!'"
Der entsprechende Polizeiakt ging überraschenderweise verloren. Blecha klagte diese Buchpassage nie. In einer feuchtfröhlichen Runde dementierte er aber doch ein wesentliches Detail: "Es hat sich um keine Halteverbotstafel gehandelt." ---

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Gerhard Randa

Beitrag von Dissident am Fr Dez 23, 2016 5:25 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Randa  Gerhard Randa (*1944) war langjähriger Chef der Bank Austria
Seit 1967 ist er im Bankenbereich tätig. Zunächst Generaldirektor der österr. Länderbank, nach deren Fusionierung mit Zentralsparkasse u. Kommerzialbank zur Bank Austria war er dort Generaldirektor-Stv., u. ab 1995 Generaldirektor der Bank Austria. Seinen größten Überraschungserfolg landete er 1997 durch die Übernahme der Staatsanteile der CA durch die Bank Austria ---
Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gab es unter den österr. Banken eine Konkurrenz bezüglich der Expansion nach Osteuropa. Das Risiko, das Randa u. die Bank-Austria bezüglich Osteuropageschäfte dabei in Kauf nahmen, rächte sich ab dem Jahre 1998 in diesbezüglichen Milliardenverlusten --- Die mit der Ausweitung der Aktivitäten im Osteuropageschäft zusammenhängende Mittelaufbringung auf dem Kapitalmarkt hatte schon vorher zu einer Anteilsstruktur geführt, die eine feindliche Übernahme möglich machte --- Nach der im Jahr 2000 durchgeführten Fusion der Bank Austria mit der HypoVereinsbank hatte er eine Vorstandsposition in der HVB inne --- Nach der Übernahme der HVB durch die Unicredit ging Randa in den Vorstand des Magna-Konzerns von Frank Stronach nach Toronto ---
2012 teilte die Volksbank International AG (VBI) mit, dass Randa Mitglied des Aufsichtsrats der VBI wird. Der Name Volksbank International AG wurde später in Sberbank Europe AG geändert. ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5036651/Gerhard-Randa-wird-SberbankChef ---  2012 kaufte sich die russische Sberbank in Österreich ein: Um eine halbe Milliarde € übernahm sie die Osteuropa-Tochter der ÖVAG u. benannten sie in Sberbank Europe um. Ihr Ziel: Von Wien aus sollten vor allem zentral- u. osteurop. Märkte bearbeitet werden. Doch der Erfolg hielt sich in engen Grenzen. Für 2015 wurde ein Nettoverlust von 218,7 Mio. € vermeldet ---
Leserkommentar:
"Laut "Presse" u.a. Zeitungen aus Nov. 2013 wurde Randa als Beschuldigter in einem Strafverfahren in Zusammenhang mit dem Primeo Fond (Madoff) geführt. Ist das noch aktuell? Wenn ja, passt das zur "Fit and proper" Anforderung der Finanzmarktaufsicht?"

http://derstandard.at/2000040147584/Randa-wird-Chef-der-Sberbank-Europe --- Randa wird Chef der Sberbank Europe --- Lev Khasis, erster stellv. Vorstands-vorsitzender der Sberbank --- Im Vorstand sind neben Randa: Arndt Röchling, Valentin Mihov, Alexey Bogatov u. Igor Strehl vertreten --- In seiner Zeit als Bankvorstand hat es Randa auf mehr als 20 Fusionen gebracht ---

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Gerhard-Randa-Sein-Erbe-lastet-schwer-auf-OEsterreichs-Bankenwelt;art15,762211
„Anteilsverwaltung Zentralsparkasse“, die im Eigentum der SPÖ-dominierten Stadt Wien stand --- Die heißt jetzt laut Firmenbuch „Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten“. Im Vorstand dieser Stiftung sitzt Randa noch immer u. mit ihm frühere Bank-Austria-Vorstände u. Generaldirektoren wie Karl Samstag oder Friedrich Kadrnoska --- Vor 10 Jahren war die Stadt Wien noch größter Eigentümer der Bank Austria. Der Anteil war 1,7 Milliarden € wert, als die Bank nach Deutschland verkauft wurde. Daraus wurde eine Mini-Beteiligung von 0,7 % an der UniCredit. Und die hätte, zum gestrigen Börsenkurs verkauft, nur mehr knapp 100 Millionen € eingebracht --- Angeblich bewohnt Randa ein Penthouse in New York ---

http://www.profil.at/wirtschaft/affaere-madoff-ex-bank-austria-chef-gerhard-randa-visier-justiz-369780 --- Wendung im Kriminalfall Madoff/Bank Austria. Die Staatsanwaltschaft Wien führt nun auch .. Randa als Beschuldigten --- flossen ab 1997 insgesamt rund 3 Milliarden Dollar über den Atlantik, davon etwa 350 Millionen Dollar von österr. Privatanlegern. One way ---

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Karl Samstag

Beitrag von Dissident am Di Dez 27, 2016 1:46 pm

http://www.wirtschaftskreis.at/de/veranstaltungen/referenten/get/page/karl-samstag/  Karl Samstag geb. 1944 in Wien
Beruflicher Werdegang:
1965 Eintritt in die Zentralsparkasse (Kredit- und Kommerzgeschäft)
1989 Berufung in den Vorstand der Zentralsparkasse
1990 nach der Fusion mit der Länderbank Vorstandsmitglied der Bank Austria
2003/2004 Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Bank Austria Creditanstalt AG
2005 Beendigung der Tätigkeit in der Bank Austria Creditanstalt AG

Derzeit ist KR Samstag Mitglied des Vorstandes der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten (AVZ)

Aufsichtsratsfunktion(en):
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG
Flughafen Wien AG
Bank Austria Creditanstalt AG
Allgemeine Baugesellschaft A. Porr AG
BKS Bank AG
Bank für Tirol und Vorarlberg AG
Oberbank AG

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/karl-samstag-muss-nach-nur-zehn-monaten-wieder-gehen-nachfolge-noch-offen-hypo-vereinsbank-trennt-sich-vom-chef-der-bank-austria/2299716.html
--- Hypo-Vereinsbank trennt sich vom Chef der Bank Austria --- Nur 10 Monate nach seinem Amtsantritt muss Karl Samstag, Chef d. Bank Austria-Creditanstalt (BA), wieder gehen --- Samstag rückte erst April 2003 an die Spitze der größten Bank Österreichs, nachdem der langjährige BA-Chef Randa nach München gegangen war. Der gebürtige Wiener, der seit 39 Jahren bei der Bank ist u. seit 12 Jahren im Vorstand sitzt, brachte im Auftrag des Münchener Konzerns die BA im Sommer 2003 erfolgreich zurück an die Börse. Rund 1 Mrd. Euro wurden dadurch in die Konzernkassen gespült. Samstag u. Randa, der heute auch Aufsichtsratschef der BA ist, galten bisher als Vertraute ---

http://www.profil.at/home/banken-die-gesetze-wildnis-73678 --- Der Verkauf der BA-CA-Aktien lief nicht gerade berauschend, die Bank hatte vielmehr alle Mühe, ihre jungen Aktien zum vorgesehenen – hohen – Preis loszuschlagen --- Was nach Erinnerung von Beobachtern zu einer Reihe durchaus heftiger Wortwechsel zwischen Samstag u. Randa geführt haben soll --- Obwohl funktional nicht länger fürs Tagesgeschäft zuständig, klinkte sich der Aufsichtsratsvorsitzende immer wieder aktiv ein – in Personalentscheidungen ebenso wie in Werbekampagnen u. wichtige Transaktionen im Ausland. Und kam dabei nicht nur Karl Samstag, sondern auch dem Auslandschef des Hauses, Friedrich Kadrnoska, in die Quere. Im kleinsten Kreis ließ Randa immer öfter durchblicken, dass es den beiden in der Zentralsparkasse groß gewordenen Bankern am „nötigen Biss“ fehle ---

https://kurier.at/wirtschaft/aemter-multis-der-avz-stiftung/112.540.557 --- AVZ-Stiftungsvorstand Samstag sitzt im Aufsichtsrat der UniCredit Bank Austria, der Oberbank, der Bank für Tirol u. Vorarlberg (BTV) sowie der Bank für Kärnten u. Steiermark (BKS), des Verkehrsbüros, der Vamed, des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann, beim Tiroler Speckerzeuger Handl u. in der Signa Prime Selection von Immobilien-Zampano René Benko. Eine Geschäftsführer-Tätigkeit hat er auch noch ---
In der umstrittenen AVZ-Stiftung sind die Haftungen der Gemeinde Wien für die Altschulden der Bank Austria geparkt, die inzwischen auf 6,7 Milliarden € abgeschmolzen sind. Dazu hat die Stiftung die aktuellen Haftungen der Bank von rund 120 Milliarden € geschultert. Die AVZ muss 2 Drittel ihres Gewinns an den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- u. Technologiefonds ausschütten. Der bunt gemischte Stiftungsvorstand erneuert sich übrigens selbst ---

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Wolfgang Ullmann

Beitrag von Dissident am Di Dez 27, 2016 3:03 pm

Dissident schrieb: http://www.boerse-express.com/pages/762349 --- Horngacher ist jetzt Berater der 'Concorde Card Casinos' ---
--- dass ihn Freund Wolfgang Ullmann in sein Casino gerufen habe, um 15 Schwarzafrikaner hinauszuwerfen ---

http://www.diekriminalisten.at/krb/show_art.asp?id=1197 --- Luxusautos
... Der Dienst-Laptop von Horngacher war 2006 vom BIA sichergestellt worden. Horngacher wollte oder konnte zunächst nicht sagen, wo sich der Laptop befindet, führte aber dann die BIA-Beamten zu einem schönen Auto. Darin war der Laptop. Das Auto gehört der Firma Novomatic! Die CD mit der Telefonüberwachung von Dr. Geiger befand sich im Laptop. ... Zeuge Kirchberg (Geschäftsführer, Fa. Novomatic): „Die Fahrzeuge (Mercedes SL, 500 SE, 560 SEC, 380 SLC, Jaguar XJS) sind auf die Firma Novomatic zugelassen. Ullmann (Geschäftsführer im Kasino-Restaurant) hatte sich die Autos genommen, ich habe nicht gewusst, dass er sie weitergibt. Ich wäre nicht damit einverstanden gewesen.“
... Horngacher fuhr die Fahrzeuge der Novomatic teilweise über eine Dauer von mehreren Monaten.... Der WEGA-Beamte S. gab an: „Horngacher ist nach der Amtshandlung ziemlich sicher in einen dunklen Mercedes gestiegen.“ Das würde bedeuten, dass Horngacher mit einem Novomatic-Auto zu der Razzia im Novomatic-Kasino gefahren ist.
- - -
Razzia in Praterlokal
... Zeuge Wachter (Kellner im Admiral-Kasino): „Es war schon länger ein Problem, die Schwarzen wollten nichts konsumieren, traten in größeren Gruppen auf u. hatten die Füße auf den Sesseln. An dem Abend ist mir nichts Besonderes aufgefallen.“
... Zeuge K. ist eine Gürtelgröße, seit vielen Jahren Spieler u. kennt Wolfgang Ullmann seit ca. 20 Jahren. K. war am ersten Tag als Zuschauer beim Prozess u. meldete sich dann bei Staatsanwalt Koenig: „Ullmann ist die graue Eminenz bei Novomatic, er sagte zu mir: ‘Wir haben ein schwarzes Problem, drinnen und draußen!’ Ullmann mag keine Schwarzen. Er wollte, dass ich ihm helfe. Er hat sich vielleicht gedacht, dass ich mit 10 ‘Buckln’ (Securitymitarbeiter mit Portefeuille ‘Personenschutz in der leichten Unterhaltungsbranche’, die Red.)... aufräume. Eine Woche später sagte er zu mir: ‘Du brauchst Dir keine Gedanken machen, mir hilft der Horngacher!’“
... Der Polizeibeamte M. vom SPK-Brigittenau: „Horngacher sagte zu uns: ‘Von allen Schwarzen die Daten aufnehmen und rausbringen.’ Ich habe keine Ausschreitungen wahrgenommen, die Schwarzen waren sehr kooperativ.“
... Der Wega-Beamte P.: „Der Einsatz muss wichtig gewesen sein, weil Horngacher wird kaum um 22 Uhr Nachts zu einer ‘Verparkung’ fahren!“
... Zeuge Hasch (Bezirkspolitiker der Grünen) beschwerte sich damals über die Amtshandlung im Kasino Admiral: „Mir wurde von Uniformierten gesagt, der Hornbacher ist auch da.“ ... Oberstleutnant Z. vom SPK-20: „Ich wurde von Herrn Hasch angerufen, er beschwerte sich über die Amtshandlung. Ich bin dann zum Kasino gefahren u. habe mit Herrn Ullmann gesprochen. Der sagte zu mir, er will die Schwarzen drin’ nicht haben, die bringen kein Geld.“
... Der Angeklagte zum Kasino-Einsatz: „Ich habe mich von Insp. P. (Kripo/2) nur über den Sachverhalt informieren lassen. Ich war verärgert, dass so viele Kräfte dort waren, die hätte man vielleicht woanders brauchen können. Und der Kommandant eines Planquadrats gehört nicht ins Büro!“
Richter: „Wieso sind sie selber zum Admiral-Kasino gefahren?“
Horngacher: „Größere Amtshandlungen mit Schwarzafrikanern sind oft sehr sensibel. Und es gibt fallweise unbedachte Polizeibeamte.“
Richter Weber hält dem Angeklagten die Aussagen der Polizeibeamten vor, dass Horngacher den Kasino-Einsatz geleitet habe. Horngacher: „Das stimmt nicht!“
... Die Wachkommandantin S. vom SPK-Brigittenau war damals bei einem Planquadrat eingesetzt, als sie zum Praterkasino geschickt wurde: „Ullmann begrüßte uns bei der Türe: ‘Wissen's eh, wir wollen die draußen haben’ und deutete auf die Schwarzafrikaner. Ich sagte ihm, dass er dafür Türsteher braucht. Ullmann zu mir:: ‘Da drüben steht eh ihr Chef.’ Die Sache ist mir bedenklich vorgekommen, ich bin zu Horngacher rübergegangen. Horngacher sagte zu mir: ‘Machen Sie I-Feststellungen!’ Ich fragte ihn: ‘Auf Grund welcher Rechtsgrundlage?’ Horngacher schnauzte mich nur an: ‘Wer hat sie überhaupt gerufen?’ Diese Antwort habe ich mir von einem Vorgesetzten nicht erwartet. Ich bin dann gegangen, ohne bei der Amtshandlung mitzumachen. Dann hat sich der Beschwerdeführer H. an mich gewendet.“
... Horngacher wird vom Richter zu der Aussage von BzI. S. befragt: „Ich habe ihr gesagt, I-Feststellungen sind im Laufen. Es ist nicht üblich, dass man an x-beliebige Leute Aufträge gibt.“ ... Richter: „Sie können also nichts für den Großeinsatz?“
Horngacher: „Überhaupt nicht! ... Der Eindruck, dass ich Einsatzleiter war, ist falsch! Der Kriminalbeamte P. sagte aus, dass er nicht für Randalierer da ist. Laut Geschäftsordnung ist auch der Kriminaldienst dafür zuständig! ... Ich wollte nur eine Zivilstreife für die Gefahrenerforschung.“
... Zeuge Präsident Dr. Peter Stiedl: „Für die Kasino-Amtshandlung wäre die Sicherheitswache zuständig gewesen. Ich habe Horngacher oft gesagt, er soll nicht selbst bei Amtshandlungen auftreten.“ ---

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/94205_Adi-bei-mir-gehts-rund.html --- Als Horngachers Freund, der Prater-Casino-Restaurant-Chef Wolfgang Ullmann, im Zeugenstand sitzt, kommt es zum Eklat: Zuerst kann der sich (wie Horngacher) plötzlich erinnern, den Alarm zur umstrittenen "Afrikaner-Razzia" im Admiral-Casino am 5.4.2005 über Vereins-Funktionär Krchov gegeben zu haben. "Wie war das, habenS gsagt, Adi, bei mir gehts rund?", will Staatsanwalt König wissen. "So ähnlich, Krchov war quasi mein Vertrauensmann zur Polizei", sagt Ullmann. ---

PEPI G:\ANFRAGEN\BMJ\ANF6108.DOC SEITE 1 VON 4 --- ERSTELLUNGSDATUM: 13.01.2010 10:44 VON PETER PILZ – LETZTE ÄNDERUNG: 13.01.2010 13:22
ANFRAGE des Abgeordneten Pilz, Freundinnen und Freunde an die Bundesministerin für Justiz betreffend Verdacht gegen den Novomatic Konzern
Nach den glaubw. Aussagen von ehem. Mitarbeitern des Novomatic-Konzerns, die in unterschiedl. Teilbereichen bzw. Tochterunternehmen oder geschäftlich verbundenen Unternehmen des Novomatic-Konzerns eingesetzt waren, gab es im Konzern zumindest in den Jahren 2000-2002 folgende, möglicherweise gesetzwidrige Praktiken:
1) Manipulation von Automatenumsätzen
Übereinstimmend wird berichtet, dass es regelmäßig dazu gekommen ist, dass hochrangige Mitarbeiter der AGI Austrian Gaming Industries GmbH, einer Tochterfirma der Novomatic AG, abseits der üblichen Wartungsarbeiten mit Laptops sich in Spielautomaten eingeloggt haben, um dort die Buchhaltung zu manipulieren u. erzielte Spielumsätze herabzusetzen. Auf diese Weise wurden oft erzielte Gewinne schwarz entnommen, und nicht der vorgesehenen Versteuerung unterworfen.
2) „Weißwaschen“ von Schwarzgeld durch überhöhte Mieten u. Gastronomieumsätze
Die Gastronomielokale im Bereich des Konzerns mussten sehr hohe Mieten zahlen, u. zwar an andere Unternehmen im Bereich des Novomatic-Konzerns. Diese Mieten wären aus den geringen Gastronomieumsätzen nicht zu erwirtschaften gewesen. Es war daher im Konzern üblich, dass höhere Gastronomieumsätze angegeben (gefälscht) wurden, damit die Zahlung der Mieten gegenüber der Finanz plausibel erscheint. Die Gelder dafür wurden aus den schwarz den Spielautomaten entnommenen Gewinnen finanziert. Auf diese Weise konnten die Schwarzgelder aus den Automaten für den Konzern „gewaschen“ werden. Die Besteuerung von Gastronomieumsätzen ist niedriger, als jene für Gewinne aus Spielautomaten.
3) Auszahlung von Überstunden „schwarz“ ---
4) Treffen mit bekannten Persönlichkeiten
Ehem. Mitarbeiter des Novomatic Konzerns berichten auch über folgende bemerkenswerte Umstände, welche im Hinblick auf die medial berichteten Strafverfahren bzw. Ermittlungen gegen Horngacher u. im Umfeld des Vereins der Freunde der Wiener Polizei sowie in der Affäre rund um die Neugestaltung des Prater-Eingangsportals relevant sein könnten: Im Lokal „Ascot“ in der Invalidenstraße gab es in den Jahren 2000-2002 im Halbstock häufig Geschäftsessen u. Treffen mit wichtigen Persönlichkeiten. An diesen Treffen nahmen sehr oft teil:
· Herr Johann Graf, der Gründer der Novomatic
· Herr Zanoni vom Concorde Card Casino
· Herr Wolfgang Ullmann, ein enger Geschäftspartner des Novomatic Konzerns u. (damals) Betreiber von Automatencasinos im Wiener Prater
· Herr Adolf Krchov vom Verein der Freunde der Wiener Polizei
· Herr Roland Horngacher
· Herr Franz Schnabl, der (ehem. Polizeigeneral, der ein besonders enger Freund von Herrn Wolfgang Ullmann war
· Herr Herbert Piringer, ein Geschäftspartner von Herrn Wolfgang Ullmann mit guten Kontakten zur Polizei
· Oft auch Gäste aus dem Ausland, zB aus Tschetschenien, Georgien, Weißrussland.
An einigen dieser Treffen nahm auch Dr. Johannes Hahn, damals Vorstand der Novomatic AG, teil. Eine andere Runde, die sich regelmäßig traf, gab es im Restaurant im 1. Stock über dem Casino im Prater, das auch von Wolfgang Ullmann betrieben wurde. Dort nahmen regelmäßig teil:
· Wolfgang Ullmann
· Herr Laska, der Ehemann der Stadträtin Grete Laska
· Manchmal auch die Stadträtin Grete Laska selbst
· KR Hubert Dostal
Fallweise nahmen teil:
· Johann Graf
· Herbert Piringer
· Roland Horngacher
· Christian Pöttler vom Echo Verlag
Bei diesen Treffen, die fast wöchentlich stattfanden, ging es um die Neuorganisation des Praters.

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende ANFRAGE:
1. Ist der Verdacht der Steuerhinterziehung durch Manipulation der Umsätze von Spielautomaten im Bereich des Novomatic Konzerns den Strafverfolgungsbehörden bekannt?
2. Hat es zu diesem Verdacht seit dem Jahr 2000 Strafverfahren gegen Mitarbeiter oder Organe von Unternehmen des Novomatic Konzerns gegeben?
3. Falls ja: Welches Ergebnis hatten diese Verfahren ?
4. Ist der Verdacht d. Steuerhinterziehung durch Verrechnung überhöhter Mieten u. Gastronomieumsätze im Bereich d. Novomatic den Strafverfolgungsbehörden bekannt?
5. Hat es zu diesem Verdacht seit dem Jahr 2000 Strafverfahren gegen Mitarbeiter oder Organe von Unternehmen des Novomatic Konzerns gegeben?
6. Falls ja: Welches Ergebnis hatten diese Verfahren ?
7. Ist der Verdacht der Steuerhinterziehung durch die unterlassene Versteuerung von Überstundenentgelten im Bereich des Novomatic Konzerns den Strafverfolgungsbehörden bekannt?
8. Hat es zu diesem Verdacht seit dem Jahr 2000 Strafverfahren gegen Mitarbeiter oder Organe von Unternehmen des Novomatic Konzerns gegeben?
9. Falls ja: Welches Ergebnis hatten diese Verfahren ?
10. Ist Ihnen bekannt, ob die Manipulation der Umsätze von Spielautomaten auch nach den Jahren 2000-2002 im Novomatic Konzern weiterhin praktiziert wurde und aktuell praktiziert wird?
11. Ist Ihnen bekannt, ob die Verrechnung überhöhter Mieten und Gastronomieumsätze auch nach den Jahren 2000-2002 im Novomatic Konzern weiterhin praktiziert wurde und aktuell praktiziert wird?
12. Ist Ihnen bekannt, ob unversteuerte Auszahlung von Überstundenentgelten auch nach den Jahren 2000-2002 im Novomatic Konzern weiterhin praktiziert wurde und aktuell praktiziert wird?
13. Gibt es Erkenntnisse darüber, ob die genannten Malversationen im Auftrag oder mit Wissen des Vorstandes der Novomatic AG durchgeführt wurden?
14. Ist Ihnen bekannt, dass im gegenständlichen Zeitraum Dr. Johannes Hahn dem Vorstand der Novomatic AG angehörte und dabei unter anderem Personalentscheidungen auch für formell unabhängige Firmen traf?
15. Gibt es Erkenntnisse darüber, ob die genannten Malversationen mit Wissen des Aufsichtsrates der Novomatic AG durchgeführt wurden?
16. Sind die Umstände der regelmäßigen Treffen von Organen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern des Novomatic Konzerns mit Roland Horngacher und Adolf Krchov im Lokal „Ascot“ aus den Strafverfahren rund um Roland Horngacher und den Verein der Freunde der Wiener Polizei den Strafverfolgungsbehörden bekannt?
17. Sind die Umstände der regelmäßigen Treffen von Organen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern des Novomatic Konzerns mit Grete Laska und anderen führenden Persönlichkeiten im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Praters und der diesbezüglichen Strafverfahren den Strafverfolgungsbehörden bekannt?
18. In welchem Stadium befinden sich die Strafverfahren rund um die Neugestaltung des Praters, insbesondere des Pratervorplatzes?

- - - www.prater.at/DownloadFile.php?PressId=440252  Rote und schwarze „Freunderlwirtschaft“ im Glücksspielsumpf ---Das Milieu von Horngacher, Laska & Co.

Der nunmehr suspendierte Wiener Landespolizeikommandant Horngacher ist befreundet mit Größen des Glücksspielmilieus wie Kommerzialrat Hubert Dostal, einem Spielhallenbesitzer im Wiener Prater, und Herrn Wolfgang Ullmann, beide Geschäftspartner der Novomatic-Gruppe und ihres Alleineigentümers Herrn Johann Graf. Jener Kommerzialrat Johann Graf übrigens, der ausgerechnet von der ÖVP-Ministerin für Bildung, Wissenschaft u. Kultur, Elisabeth Gehrer, mit dem „Professoren-Titel“ gewürdigt wurde! Der „geliehene PKW“ stammt offenbar nicht aus dem reichhaltigen Fuhrpark des Herrn Graf u. war auch keine „Leihgabe“ von KR Dostal, sondern laut Angaben von Horngacher von Wolfgang Ullmann.
Bei der Staatsanwaltschaft Wien u. der BPD-Wien wurden 2006 seitens der Betreiber zahlreicher Automatenhallen, unter anderem derer im Prater, Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Glücksspielgesetz eingebracht. Warum wurden Strafanzeigen .. wegen illegalem Glücksspiel nicht behandelt? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den (Leih-)Gaben an Horngacher u. liegengelassenen Strafanzeigen? Hat Horngacher jemals Reiseeinladungen aus dem Bereich u. dem Umfeld der Novomatic angenommen?
Seit 2000 existiert in Wien ein „Spielapparate-Beirat“. Dieser sollte das sogen. „Kleine Glücksspiel“ kontrollieren u. vor Konzessionserteilung eine fachliche Empfehlung abgeben. Dem „Spielapparate-Beirat“ gehören neben Horngacher, selbst an führender Stelle, u.a. ihm untergeordnete Personen der BPD Wien an. Der „Spielapparate-Beirat“ ist jedoch ein Phantom, welches seit 2000 nicht mehr getagt u. dem Magistrat auch seitdem keine Stellungnahmen übermittelt hat.
Laut kleinem Glücksspiel dürfen maximal Einsätze von 50 Cents pro Spiel u. Gewinne von maximal 20 € erzielt werden. In der Realität sind jedoch die Automaten so beschaffen, daß sie Einsätze über sogenannte „Action Games“ von bis 10 € pro Spiel u. – theoretisch – Gewinne von mehreren tausend € auszahlen können. Ein Spiel-vorgang, inkl. „Action Games“, der zum Verlust von 10 € führen kann, dauert lediglich rund 3 Sekunden. So ist es möglich, innerhalb 1 Stunde Beträge von bis zu 3.000 (!) € an einem Automaten zu verspielen. Bei zahlreichen Automaten können Beträge bis zu 9.999 € als Spielkredit aufgebucht werden.
Hier kann also in der Praxis nicht von einem „Kleinen Glücksspiel“, sondern nur von „Hazard-Glücksspiel“ die Rede sein! Die Stadt Wien u. die Wiener Polizeidirektion sieht zu, wie die ganze Stadt zu einem „Mini“-Las Vegas mit Pseudo-Wetten auf Glücksspiele u. Glücksspielautomaten wird! Wie konnten all diese Mißstände dem „Spielapparate-Beirat“ bis heute derartig entgehen, daß er nicht einmal tagt? Die Antworten sind naheliegend:
Während etwa in Wien beim „Kleinen Glücksspiel“ lediglich 20 % Mwst. vom angegebenen Umsatz (!) abgeführt werden, gilt für das Glücksspiel beim Monopolisten Casinos Austria der Steuersatz von 40 % des Umsatzes, welcher durch Beamte des BMF in den Casinos Austria überprüft wird!
Zudem kassiert die Stadt Wien pro Automaten eine Abgabe 1.800 € monatlich, macht in Summe bei 2.200 Automaten in Wien rund 47,5 Millionen € jährlich!!! Durch das de facto-Glücksspiel unter dem Deckmantel des „kleinen Glücksspiels“ entgehen dem Finanzminister jährlich rund 100 Millionen €. Trotz der Begeisterung von Finanzminister Grasser für ein Kippen des Glücksspielmonopols, hat das Bundesfinanzministerium (BFM) die dreiste Steuerhinterziehung längst erkannt:
So heißt es in einem internen Schreiben des BMF vom März 2006 „das BMF teilt einen Verdacht auf Eingriff in das Glücksspielmonopol des Bundes“ – und weiter im Text zur Praxis der Geldeinsätze u. Gewinnaussichten bei den Spielautomaten des „kleinen Glücksspiel“: „Diese Praxis ist aus Sicht des BM für Finanzen problematisch, da durch die hohen Spielablaufgeschwindigkeiten insgesamt große Verluste für den Spieler möglich sind.“
Die Novomatic Gruppe betreibt unter anderem das größte Automaten-Casino Europas, und zwar im Wiener Prater. Der Betreiber erhielt von der zuständigen Wiener Landesrätin u. Vizebürgermeisterin, Grete Laska (SPÖ), entgegen allen internationalen Usancen eine Konzession auf 40 (!) Jahre. Abgesehen davon, daß Untersuchungen zur Spielsucht beweisen, daß eine Automatenschwemme wie in Wien das Ausmaß des Elends der Spielsucht steigert, wenngleich es der Stadt Wien fast 50 Mio. € jährlich beschert, muß gefragt werden:
Was hat Laska zu diesem einmaligen Entgegenkommen hinsichtlich der Prater-Lizenz für die Novomatic-Gruppe bewogen? Es stellt sich daher die dringende Frage, ob  Laska ausschließt, jemals Reisen oder andere Vergünstigungen aus dem Bereich der Novomatic-Gruppe angenommen zu haben? Überhaupt ist der Kreis der Novomatic-Lobbyisten einen Blick wert:
-Ex-SPÖ-Innenminister Karl Schlögl ist als Aufsichtsrat der Novomatic Teil der „Roten Novomatic-Reichshälfte“,
-der Wiener ÖVP-Chef Johannes Hahn ist als Ex-Novomtatic-Vorstand der schwarze Novomatic-Lobbyist schlechthin.
Nach der hinterhältigen Überrumpelung der niederösterreichischen Landesrätin Kranzl (SPÖ) durch Angehörige ihres Ressorts, welche hinter ihrem Rücken der Novomatic-Gruppe das „Kleine Glücksspiel“ in NÖ genehmigten, gibt es, ebenfalls wie in Wien, zahlreiche Strafanzeigen gegen Spielhallenbetreiber wegen Verstoß gegen das Glücksspielmonopol u. wegen gewerbsmäßigen Betrugs.
Auch in NÖ werden derlei Strafanzeigen „liegengelassen“, zurückgelegt etc.? Hier trägt letztlich Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) die Verantwortung, denn sein Klubobmann im St. Pöltener Landtag, Klaus Schneeberger, war offenbar der „Türöffner“ für das „Kleine Glücksspiel“ im Sinne der Novomatic in NÖ! Da ist es dann nicht mehr weit zu Herren Molterer (ÖVP) u. Scheibner (BZÖ): Wieso wollten Molterer u. Scheibner in einer „Nacht- und Nebelaktion“ noch vor den Wahlen der Novomatic-Gruppe eine Casino-Lizenz zuschanzen? Wieso wollen Haiders Zöglinge Westenthaler u. Scheibner mit der ÖVP nach den Wahlen der Novomatic-Gruppe eine Casino-Lizenz zuschanzen?
Wieso will Haider-Zögling Grasser das Glücksspiel-Monopol aufweichen u. der Novomatic eine Konzession zuschanzen? Stimmt es etwa doch, daß sein Kabinettchef Matthias Winkler Chef eines künftigen Novomatic Spielcasino-Unternehmens werden sollte? Die Nähe von Politikern u. Spitzen unserer Polizei zum zweifelhaften Milieu der Spielhallen-Szene ist mehr als bedenklich.
Abgesehen von der moralischen Verwerflichkeit, der Spielsucht u. dem damit verbundenen Elend, durch Glücksspiel-Liberalisierungen Vorschub zu leisten, scheint es bei diesen Verbindungen die Praxis von Gefälligkeiten, „Leihgaben“, Geschenken, Vergünstigungen u. Spitzenjobs für ehemalige oder noch werdende Spitzenpolitiker u. Beamte zu geben. Dieser Zustand ist unerträglich u. für einen sauberen Rechtsstaat nicht länger tragbar!
Ebenfalls untragbar ist es, wenn sich Gemeinden u. Länder mit „Schweigegeld“ durch Automatenabgaben jener zweifelhaften Betriebe in Höhe von zig-Millionen € zu Lasten des Bundeshaushaltes bereichern u. dabei beim Thema ansteigende Spielsucht u. Folgekriminalität im Dunstkreis des Glücksspiel-Milieus wegblicken.
Hans-Jörg Jenewein

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Philipp Ita

Beitrag von Dissident am Di Dez 27, 2016 4:10 pm

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/363030/Wer-ist-Philipp-Ita  Wer ist Philipp Ita?

Philipp Ita wird derzeit von seiner Vergangenheit im Innenministerium eingeholt. Als Kabinettchef der ehemailgen Ministerin Liese Prokop soll Ita sein Amt missbraucht haben. Er soll Herwig Haidinger angewiesen haben, Unterlagen für den Banken-Untersuchungsausschuss zuerst an den ÖVP-Klub zu schicken.

.. der 35-Jährige legte einen schnellen Aufstieg hin. Nach Jus-Studium arbeitete er bei einem Rechtsanwalt, später kam er als Referent f. Asyl- u. Fremdenangelegenheiten ins Innenministerium. Zum Kabinettchef brachte er es innerhalb weniger Jahre. Tätig war er unter 3 ÖVP-Innenministern: Ernst Strasser, Liese Prokop u. Günther Platter.
Seit März vergangenen Jahres ist der Jurist Ita für die Personaladministration bei den ÖBB zuständig. Er ist Bereichsleiter in der ÖBB-Dienstleistungsgesellschaft DLG ---

http://derstandard.at/3214756/Philipp-Ita---Jurist-und-Jaeger-im-politischen-Kreuzfeuer --- Es überrascht wenig, dass der Beschuldigte auf die Vorwürfe nicht eingeht - er kenne sie bisher nur aus den Medien, "ich weise sie aber auf das Schärfste zurück". Das Verfahren ist bereits eingestellt worden. "Weiterentwicklung" Seit dem vergangenen Jahr beschäftigt sich Philipp Ita ohnehin mit anderen Dingen: Er leitet die "Human Resources Operations" in der Dienstleistungsgesellschaft der ÖBB, ist also zuständig für die Personaladministration des Konzerns. Seinen Wechsel in die Wirtschaft empfand der Jurist als "ganz normalen Vorgang": "Ich wollte mich einfach weiterentwickeln." ---
Im familieneigenen Schloss in Ardagger an der Donau verbringt er seine Wochenenden ---
Bekannt wurde Ita im vergangenen Jahr als neuer Lebensgefährte von Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP). Zuvor war er mit Doris Ita verheiratet, die als Leiterin des Krisenstabs im Innenministerium arbeitet - die Trennung war von delikaten Nebengeräuschen am Boulevard begleitet. ---

Leserkommentar:
"Dr. Heinrich Ita und Dkfm. Gerhard Ita sind Eigentümer des Schlosses Stift Ardagger."
"Heinrich und Gerhard haben einen gemeinsamen Sohn... Vorreiter beim Adoptionsrecht homosexueller Paare? Wer hätte das in der ÖVP vermutet!"

http://www.krone.at/oesterreich/versorgungsjobs-mit-topgagen-fuer-koalitionsguenstlinge-grosse-oebb-karriere-story-206105 --- Der 37-jährige Jurist wechselt in das Büro für "Internationale Beziehungen". Dort soll Ita für die Kontakte zu EU- Organisationen zuständig sein. Kolportiertes Monatseinkommen: mehr als 8.000 €. Zum Vergleich: Die Durchschnittsgehälter der ÖBB-Facharbeiter mit verantwortungsvollen Tätigkeiten bewegen sich zwischen 1.900 u. 2.700 €.
Mit diesem abstoßenden Postenschacher hat die Koalition dem neuen ÖBB- General Christian Kern einen Bärendienst erwiesen. Der muss einen staatsnahen Betrieb mit Milliarden- Schulden sanieren. Aber SPÖ und ÖVP haben nichts gelernt, machen weiter wie immer und wundern sich über ihren Niedergang.

http://www.krone.at/stars-society/andrea-kdolsky-trennung-in-aller-freundschaft-schoene-erinnerungen-story-491980 --- Freunde des Paares wissen aber, dass es sich bereits im Sommer getrennt hat - in aller Freundschaft. Was es eint, sind viele schöne Erinnerungen und die gemeinsame Münsterländerhündin "Ambra".

http://www.florianklenk.com/2008/03/02/dreck-statt-kontrolle/trackback/ --- Der Fall Philipp Ita: Wie der Boulevard statt öffentlicher Missstände die Betten eines verhassten Politsekretärs aufdeckt.
---  Ita soll eine Weisung von Innenministerin Prokop, Waffenexporte in den Iran zu unterbinden, verzögert haben, steht da zu lesen. Ita selbst bestreitet das ---
Im Innenressort soll er einst seine Macht ausgespielt u. die höchsten Beamten angebrüllt haben. Ita steht im Zentrum der Enthüllungen rund um den abgesetzten Kripo-Chef Herwig Haidinger. Wegen Ita wankt die Koalition, er gilt in der Öffentlichkeit als Vertreter einer machtgeilen Politikerkaste, die Beamte zu parteipolitischen Zwecken missbraucht hat. Auf Staatskosten soll er sich sogar im Puff vergnügt haben. Ita bestreitet all dies, er spricht von “Intrigen u. Halbwahrheiten”. Ob er Recht hat, wird die Justiz klären ---
Laut Mediengesetz u. Ehrenkodex der Presse ist der “höchstpersönliche Lebensbereich” zwar tabu. Doch wehren muss sich das Opfer auf eigenes Risiko. 18 Klagen hat Ita, vertreten durch seinen Medienanwalt Michael Rami, deshalb eingebracht. Viele davon hat er bereits erstinstanzlich gewonnen. Es sind Pyrrhussiege. Je mehr sich ein Medienopfer gegen öffentl. Bloßstellung zur Wehr setzt, desto heftiger wird es attackiert ---
.. tritt Kripo-Chef Herwig Haidinger auf. Auch er sprach mit Frau Ita. Ihm gegenüber schwärmte sie nicht vom verlorenen Eheglück. Sie packte Schmutzwäsche aus. Philipp Ita sei betrunken mit dem Auto gefahren, er habe Polizeikontrollen missachtet, interveniert, geprügelt, Kolleginnen begrapscht u. in Bordellen auf Staatskosten “wie ein Pascha Hof gehalten”. Zu dieser Zeit handelten die Anwälte der Itas einen Scheidungsvergleich aus. Dabei ging es um viel Geld. Nach dem Vergleich verpflichtete sich Frau Ita, über das Leben ihres Mannes zu schweigen.
Haidinger hatte all die “Gerüchte” über seinen Feind Ita vergangenes Jahr notiert u. gemeinsam mit den wirklich brisanten Vorwürfen betreffend den Bawag-Aktenverrat an das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) gemeldet. Die Korruptionsfahnder prüften die Blüten des Rosenkrieges, fanden aber nichts Kriminelles. Die angeblich begrapschten Frauen dementierten, belästigt worden zu sein, beim Unfall kam offenbar nur Ita zu Schaden; die Alko-Fahrten waren nicht beweisbar, denn Frau Ita entschlug sich nach dem Scheidungsvergleich der Aussage ---
Itas (private) Kreditkarte, so geht aus seinem Polizeiakt eindeutig hervor, wurde nämlich bei einem Restaurantbesuch gestohlen. Der Täter, ein serbischer Kellner, wurde bei einem Kreditkartenbetrug auf der Mariahilfer Straße erwischt. Er gestand, auch anderen Gästen die Kreditkarte geklaut zu haben. Nach dem Diebstahl haute der Dieb damit auf den Putz, 2x bezahlte er in Nachtklubs 400 € – mit Itas Karte. Ita, der um seinen Ruf bangte, weil die Kartengesellschaft von den peinlichen Zahlungen erfuhr, bat Horngacher, die Diebstahlsakte anzufordern – als Geschädigter hat er das Recht dazu. Horngacher tat, wie gebeten ---
Was bleibt? Ein Kabinettschef, der im schweren Verdacht steht, Bawag-Akten an die ÖVP gespielt zu haben, ---

http://www.florianklenk.com/2008/02/12/fall-haidinger-der-alltag-des-inneren/trackback/index.html ---  Ein mit dem Fall vertrauter Ankläger sagt: “Nur weil wir nicht Anklage erheben, heißt das nicht, dass hier keine skandalösen Zustände herrschen. Haidinger hat die Tore zu einem Saustall geöffnet.” In anderen Worten: Die Politik ist gefordert, hier auszumisten, nicht die Justiz ---
Was also bleibt vom Fall Haidinger? Wieso winkt die Justiz so schnell ab? Es sind mehrere Handlungsfäden, die man in dieser Causa entwirren muss, um auf derlei Fragen eine faire Antwort geben zu können: Da ist erstens der ehemalige Kabinettschef Philipp Ita. Er leitete unter der mittlerweile verstorbenen Innenministerin Prokop den politischen Beraterstab des Innenministeriums. Ita soll nicht nur in eigenen Angelegenheiten interveniert, sondern Haidinger auch “angebrüllt” (Haidinger) haben, damit dieser Bawag-Ermittlungsakten, die für den parlamentarischen Bankenuntersuchungsausschuss bestimmt waren, zuerst in den ÖVP-Klub lieferte.
2. Komplex: Interventionen bei den Ermittlungen im Fall Bawag. Da ist zum einen der Vorwurf, das Kabinett hätte kurz vor der Nationalratswahl 2006 geheime Bawag-Akten der Justiz News zugespielt. Das ist strafbar, aber kaum beweisbar. Weiters geht es um Weisungen von Innenministerin Prokop an Haidinger, er möge entdeckte Zahlungsflüsse von der Bawag an ÖGB u. SPÖ ans Ministerium melden (und nicht, wie fälschlich oft berichtet, gezielt gegen die SPÖ ermitteln). Dies aber ist das Informationsrecht jedes Innenministers.
3. Vorwurf: die Einschüchterung eines kritischen Anwalts durch Exinnenminister Strasser mittels politisch motivierter Anzeigen, die allerdings nicht auf falschen Fakten beruhten (nur das wäre Verleumdung).
Viertens: die von Prokop u. ihrem Mitarbeiter Bernhard Treibenreif geforderte Verschiebung einer “Evaluation” einer angeblichen Ermittlungspanne im Fall Kampusch, um den erhofften Wahlsieg im Okt. 2006 nicht zu gefährden.
Haidingers Bekenntnisse – das ist das Verstörende – illustrieren (zumindest nach heutigem Stand) keinen Fall von Großkorruption, sondern sie zeichnen den Alltag in der Chefetage des ÖVP-regierten Innenministeriums nach. Er war und ist geprägt von Indiskretionen, Verrat, Einschüchterungen, Pfusch u. persönl. Freunderldiensten. Herwig Haidinger war lange Zeit Teil dieses Systems. Er hat den Umtrieben zugeschaut u. lange geschwiegen. Erst jetzt, da sein Vertrag nicht verlängert wurde, spricht er ---
Pressesprecher avancierten zu wichtigen Parteifunktionären in Tirol u. Niederösterreich. Kabinettsmitarbeiter wurden Sektionschefs oder sitzen in den Führungsriegen der Polizei oder in lukrativen Positionen in der staatsnahen Wirtschaft ---
In solchen Zeiten legen Beamte gerne Aktenvermerke an: um sich abzusichern – und um abzurechnen. Das tat auch Haidinger.
Der Fall Bawag
Der Konflikt zwischen dem BKA-Chef u. dem Kabinett eskalierte, als sich Haidinger Sommer 2006 weigerte, Ermittlungsakten in der Causa Bawag an Strassers Nachfolgerin Prokop zu liefern. Er bemerkte, dass die Akten aus ihrem Büro Medien zugespielt werden. “Wir sahen unsere Ermittlungen gefährdet”, sagt ein Ankläger heute. Haidinger steckte in der Zwickmühle. Rechtlich gesehen war er mit seiner Weigerung, das Kabinett weiter zu informieren, im Unrecht. Die Ministerin hatte das Recht, sich über die Ermittlungen in allen Fällen unterrichten zu lassen. Haidinger hätte den Aktenverrat anzeigen müssen. Das tat er damals nicht. Er zögerte wohl auch deshalb, weil es unmöglich gewesen wäre, die Maulwürfe im Ministerium zu finden. Erst vergangenen Juli, nachdem er ahnte, dass sein Job verloren gehen könnte, packte Haidinger gegenüber dem Büro für Interne Angelegenheiten aus. Das BIA verständigte sofort die Staatsanwaltschaft, die den Fall aber einem überlasteten Staatsanwalt zuschob.
Der Fall Bürstmayr
Rüde Sitten schilderte Haidinger auch im Fall Georg Bürstmayer. Im Sommer 2004 hatte der Falter darüber berichtet, dass der Rechtsanwalt mit einer politisch motivierten Anzeige wegen Schlepperei durch Ernst Strasser aus dem Menschenrechtsbeirat geworfen werden sollte. Polizisten hatten bei tschetschenischen Asylwerbern Visitenkarten Bürstmayrs gefunden. Sie hielten ihn deshalb allen Ernstes für einen Schlepper u. meldeten dies dem Innenministerium. Ein Fressen für Strasser, der von dem aufmüpfigen Anwalt damals öffentlich kritisiert wurde.
Es gab damals Beamte, die gegen Strassers Methoden Bedenken einlegten – allerdings nur im kleinen Kreis oder anonym im Gespräch mit Journalisten. Der Schlepperei-Chefermittler Gerald Tatzgern etwa berichtete in einem E-Mail an Haidinger über ein verstörendes Gespräch mit einem Kabinettsmitarbeiter Strassers: “Ich sagte, dass ich keine Straftat sehe u. machte den Vergleich: Wenn jemand bei Grün über die Kreuzung geht, kann ich auch nichts Strafbares erkennen.” Strassers Kabinett aber befahl, den Anwalt anzuzeigen, und zwar “sofort”.
Was tat Haidinger? Er zeigte nicht seinen Chef Strasser an, sondern jene “namentlich nicht genannten” Mitarbeiter, die sich beschwerten. Der heutige Aufdecker setzte die Kritiker von damals unter Druck. Auch das ist Teil der widersprüchlichen Geschichte Haidingers. Die Justiz stellte den Fall übrigens schon vor 3 Jahren ein. Begründung: Eine Sachverhaltsdarstellung zu schicken sei kein Verbrechen.
Der Fall Ita
Neu für die Justiz sind die von Haidinger geäußerten Vorwürfe gegen Kabinettschef Philipp Ita. Vergangenen Herbst, als Haidinger wusste, dass er seinen Job verlieren wird, zeigte er Ita mehrmals beim BIA wegen privater u. dienstlicher Verfehlungen an. Ausdrücklich bezeichnete er die Vorwürfe als “Gerüchte”. Haidinger verfügte beim Sammeln von belastenden Beweisen über gute Quellen: Gert-René Polli, abgesetzter Leiter des Bundesamts für Verfassungsschutz fütterte Haidinger ebenso wie 2 Beamte, die mit Ita auf Kriegsfuß standen. Schließlich plauderte auch Doris Ita, die Noch-Ehefrau von Exkabinettschef Ita.
.. So erzählte Doris Ita dem Kripo-Chef Haidinger, ihr Mann sei betrunken Auto gefahren, er habe Bordelle besucht (und dort seine Kreditkarte verloren), Frauen begrapscht u. von Polizisten (etwa von Horngacher, der auf den Posten des Polizeichefs hoffte) Freunderldienste eingefordert. Als das BIA die Vorwürfe untersuchen wollte, entschlug sich Frau Ita jedoch der Aussage – in einem Scheidungsvergleich hatte sie sich verpflichtet, nicht über ihren Ex auszusagen. Auch die angeblich belästigten Frauen dementierten, begrapscht worden zu sein.
Für eine “Hexenjagd” wollte sich das Antikorruptionsbüro BIA nun auch nicht hergeben. Nur in 2 Fällen waren die “Gerüchte” gegen Ita ansatzweise verfolgbar. Einmal soll er nach einer Polizeikontrolle einfach weitergefahren sein, angeblich betrunken. Kurz darauf kontaktierte er den Polizeigeneral Horngacher. Ob der danach für Ita intervenierte, will die Staatsanwaltschaft nun klären. Und dann ist da noch die mysteriöse Geschichte mit Itas gestohlener Kreditkarte. Angeblich habe er sie in einem Bordell verloren. Angeblich soll Ita Horngacher danach gebeten haben, die Sache irgendwie zu regeln, weil er Angst hatte, dass sein Puffbesuch publik wird. Zu dieser Version passt ein E-Mail das Horngacher an einen Untergebenen geschickt haben soll: “Der Philipp Ita hat seine Kreditkarte im Bordell vergessen. Kümmere dich um den Akt. Er ist uns was schuldig!”
Hier bekommt die private Geschichte eine bedenkliche Note. Was war Ita Horngacher schuldig? Horngacher u. sein Mitarbeiter können sich an das Mail “nicht mehr wirklich erinnern” u. bestreiten, Verbotenes getan zu haben. Die Karte sei nicht in einem Puff gefunden worden. Ita weist alle Vorwürfe zurück. Gerüchte seien “aufgebauscht” worden. Das BIA versichert, auch in dieser Sache ermittelt zu haben, aber nicht fündig geworden zu sein.
Der Fall Kampusch
Bleibt der Fall Kampusch. Er macht die ÖVP nervös, obwohl sie für die Pannen, die die Entführte heute empören, am wenigsten kann. 1998 hatte ein Polizist mitgeteilt, dass ein gewisser Wolfgang Priklopil hinter einem Elektrozaun bei seiner Mutter lebe, ein Faible für Kinder habe u. einen weißen Kastenwagen lenke. Noch unter Prokop beteuerten Ermittler, Priklopil habe ein “Alibi” vorweisen können. Doch dies ist laut Aktenlage falsch. Doch selbst wenn Priklopil in Erklärungsnot gekommen wäre, wären die Polizisten vermutlich nicht zu Kampuschs Verließ im Keller vorgestoßen. Sie hätten nicht einmal einen Durchsuchungsbefehl bekommen, betonen Strafrechtsexperten. Priklopil war ja nur einer von rund 1000 Verdächtigen im Kampusch-Verfahren. Haidinger wollte diese Widersprüche von damals “evaluieren”. Doch Prokops Mitarbeiter bremsten ihn: Vor der Wahl solle die Sache “ohne größere Eklats” stillgehalten werden. Haidinger sah darin eine “Vertuschung”.
Ein Amtsmissbrauch, so die Justiz, sei auch hier nicht zu erkennen. Denn die Panne selbst wurde hausintern schließlich nicht verheimlicht, sondern nur nicht an die Öffentlichkeit getragen. Die Innenministerin habe das Recht, den Zeitpunkt von Evaluierungen selbst zu bestimmen. Nun wird eine Kommission unter dem Vorsitz des ehem. VfGH-Präsidenten Adamovich die Causa klären. Der Berater von Bundespräsident Fischer zählt zur roten Reichshälfte. Seine Nominierung deutet darauf hin, dass sich Rot u. Schwarz auch in der Causa Kampusch nicht mehr wehtun wollen. Sein gegenüber ist Matthias Vogl, ehem. Kabinettsmitarbeiter von Ernst Strasser. Er ist momentan selbst in einen Prozess verwickelt. Gemeinsam mit anderen hohen Beamten soll er im Auftrag Platters Inhalte aus dem Vorstrafenregister eines Bruders von Arigona Zogaj veröffentlicht haben, um die Familie des “Asylmädchens” anzuschütten. Das BIA schickte in diesem Fall eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien.
Was bleibt also? Ein Kripo-Chef, der sich von Innenministern nicht (mehr) vereinnahmen lassen wollte u. deshalb nach unten fiel. Ein Kabinett, das vertrauliche Ermittlungsakten an Medien spielte, um der SPÖ zu schaden. Ein Innenminister, der kritische Rechtsanwälte anzeigte, nur um sie aus dem Menschenrechtsbeirat zu kegeln. Ein Kabinettsmitarbeiter, der Horngacher nach angeblichen Sauftouren um Hilfe bat. Eine Ministerin, die Fehler im Fall Kampusch lieber nicht näher analysieren wollte, weil das die Wahlen hätte gefährden können ---
Haidinger erzählte auch, dass ihn Prokops Kabinettschef Ita brüllend aufgefordert habe, jene Bawag-Akten, die für den öffentl. Bankenuntersuchungsausschuss bestimmt waren, zunächst im ÖVP-Klub abzuliefern – u. dann erst in die Parlamentsdirektion zu tragen. Kriminell? “Vorsicht”, sagt ein Staatsanwalt. Die Dokumente seien ja ohnedies für das Parlament u. somit für die Öffentlichkeit vorgesehen gewesen. Das Ansinnen Itas sei zwar “höchst unsauber”, aber “vermutlich nicht strafbar” gewesen. Der Grüne Peter Pilz zeigt sich ob dieser Rechtsmeinung empört: “Die Akten dürfen nur der Präsidentin des Nationalrats übergeben werden. Das Parlament entscheidet dann darüber, welche Akten unter Verschluss bleiben.”

https://www.unzensuriert.at/content/001299-Neue-Politg-nstlinge-im-BB-Management ---  Außerdem gab Ita selbst an, eine Festplatte mit Daten des ehemaligen Innenministers Strasser in seinem Ofen verbrannt zu haben – eine eher ungewöhnliche Form der Entsorgung eines Datenträgers mit sensiblen Informationen. Auch ein Unfall Itas im Jahr 2005 gab Rätsel auf. Während Ita angab von einem Unbekannten abgedrängt worden zu sein, ist der ehemalige Leiter des Bundeskriminalamtes Herwig Haidinger der Überzeugung, dass ein Unfall unter Alkoholeinfluss vertuscht worden ist ---

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Helmut Elsner

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 8:28 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Elsner  Helmut Elsner (*1935), pensionierter österr. Banker, „Abzocker“ u. „Raffzahn“ -- Er war die zentrale Person der sogen. BAWAG-Affäre, in dessen Verlauf die Bank ca. 1,7 Mrd. € durch (vom Aufsichtsrat aufgr. div. Täuschungshandlungen nicht wirksam genehmigter) Wertpapiergeschäfte verlor u. der ÖGB die Bank zur Abdeckung der entstandenen Verluste verkaufen musste. Elsner wurde wegen versch. Straftaten zu insges. 9,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Verbüßung der vollen Strafe blieb ihm wegen seiner gerichtlich festgestellten Haftunfähigkeit erspart.

--- 11 Jahre nach seinem BAWAG-Einstieg wurde er Filialleiter. 1978 wurde er vom damal. BAWAG-Chef Walter Flöttl in die Zentrale nach Wien geholt u. beauftragte ihn mit der Führung des kommerziellen Großkundengeschäfts. 1995 trat Elsner die Nachfolge von Flöttl als BAWAG-Chef an. Nach 8 Jahren wurde er 2003 von Johann Zwettler abgelöst u. ging in den Ruhestand ---

BAWAG-Skandal
Im Zuge der BAWAG-Affäre drohten ihm strafrechtl. Konsequenzen nach österr. u. USA-Recht. Außerdem hatte sein ehem. Arbeitgeber Klage gegen ihn eingereicht, da die BAWAG unter seiner Führung seiner Frau ein Penthouse (inkl. Einrichtung sowie eines Swimmingpools) weit unter dem Marktpreis verkauft haben soll.

2003 bezeichnete die „Südd. Zeitung“ Elsner wegen seiner Millionen-Abfertigung u. seines 300.000 € Lotterien-Gehalts als „Abzocker“ u. „Raffzahn“. Elsner, der sofort klagte, verlor in der letzten Instanz. Elsner hatte sich bereits im Jahr 2000 vorzeitig Abfertigung u. Pensionsabfertigung in Höhe von 93 Mio. Schilling von der BAWAG auszahlen lassen (ab 2001 wäre eine höhere Versteuerung angefallen). SPÖ-Chef Gusenbauer ließ nach Bekanntwerden dieser Vorwürfe eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft schicken. „Der neue Vorstand der Bank distanziert sich scharf von den damal. Auszahlungspraktiken u. wird alle rechtl. Möglichkeiten nutzen, um Schadenersatz von Elsner einzutreiben“, sagte ein BAWAG-Sprecher.

Der ÖGB musste im Jahr 2000 mit seinem Gesamtvermögen für die BAWAG haften, um die wg. exorbitanter Spekulationsverluste am Abgrund stehende Gewerkschaftsbank zu retten. Der damal. Bank-Chef Elsner erhielt in dem Jahr eine zusätzl. Leistungsprämie von 8 Mio. Schilling. Er verdoppelte damit sein Jahresgehalt. Die lt. „OÖ Nachrichten“ offizielle Begründung für diese Sonderprämie, die nur vom Aufsichtsratspräsidium unter Günter Weninger abgesegnet worden war, lautete: „Es sei Elsner gelungen, die P.S.K. zu kaufen“. Daß durch die endgültige Verschmelzung von Bawag u. P.S.K. 2005 dem ÖGB 1,531 Mrd. € Schulden entstanden, war eine Folge des Kaufs. Diese Sonderprämie in Millionenhöhe finde sich laut OÖN ebenso in den Akten der Fahnder wie zahlreiche andere Details.

Am 9.9.2006 wurde seine Villa in der südfranz. Kleinstadt Mougins nahe Cannes von der Staatsanwaltschaft Wien gepfändet, um einen Verkauf durch Elsner zu verhindern. Weiterhin wurden seine privaten Bankkonten im In- u. Ausland gesperrt. Durch diese Maßnahme sollte eine vorläufige Flucht verhindert werden. Nachdem das Magazin „News“ ein Foto abdruckte, das angeblich Elsner in bester Gesundheit vor seinem schwarzen Porsche in Südfrankreich zeigte, u. er zuvor im August einer Anhörung aus gesundheitlichen Gründen fernblieb, reagierte die Staatsanwaltschaft mit einem österr. sowie einem internat. Haftbefehl.
Die Aussagekraft des Fotos wurde jedoch angezweifelt. Wegen des internat. Haftbefehles durch die StA Wien wurde er am 14.9.2006 in seinem Haus in Mougins wg. Fluchtgefahr verhaftet u. ins Gefängnis in Marseille gebracht, wo er auf der Krankenstation verblieb. Am 18.9.2006 wurde er wg. seines schwer angeschlagenen Gesundheitszustandes in ein örtliches Spital verlegt. Sein Anwalt rechnete mit einer weiteren Verschlechterung seines gesundheitl. Zustandes. Am 29.9.2006 entschied ein Gericht in Aix-en-Provence, daß er nach Österreich ausgeliefert werden muss. Wegen seines Gesundheitszustandes wurde ein Gutachten eingeholt, Mitte Okt. wurde über die Details der Auslieferung getagt. Er kam durch die Zahlung einer Kaution von 1 Mio € von seinem Freund, dem Investor Martin Schlaff auf freien Fuß, durfte jedoch Frankreich nicht verlassen u. musste seinen Pass abgeben. Auch nach seiner Enthaftung am 4.10.2006 blieb er im Hospital La Timone, da sein Anwalt ihn für transportunfähig hielt.

Generell war vor der Wahl fraglich, inwieweit die (möglicherweise übereilte) Verhaftung Elsners mit der am 1.10.2006 stattgefundenen Nationalratswahl in Österreich in Zusammenhang stand. Die BAWAG war zu einem der größten Wahlkampfthemen geworden, da diese damals noch dem ÖGB gehörte u. somit der SPÖ zugeschrieben wurde -- Aufgrund der Aussagen von Elsners Anwalt zum Gesundheitszustand seines Mandanten, war es lange Zeit nicht möglich eine Auslieferung zu erwirken. Am 13.2.2007 wurde er von einem franz. u. einem österr. Arzt für transportfähig befunden u. mit einem Krankentransportflugzeug nach Österreich gebracht. Die StA Wien beantragte die U-Haft, die durch U-Richterin Krausam „ausschließlich wg. Fluchtgefahr“ verhängt wurde. Am 15.2.2007 wurde er an die 3. mediz. Abt. des Wiener Wilhelminenspitals überstellt, wo die Notwendigkeit dreier Herz-Bypässe festgestellt wurde. Diese wurden ihm kurz darauf in einer Operation im Wiener AKH eingesetzt. Nach seinem Kuraufenthalt im Rehab Althofen wurde er am 7.5.2007 in die Justizanstalt Wien-Josefstadt verlegt.

Der Beginn des Prozesses gegen ihn wurde auf 16.7.2007 festgelegt. Elsner hat gegen den Prozess Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht, weil er das Recht auf ein faires Verfahren verletzt sieht. Dennoch begann zu diesem Datum der auf mehrere Monate anberaumte Prozess gegen ihn u. 8 weitere Angeklagte. Experten vermuten allerdings, daß es weitere Prozesse in dieser Causa geben könnte.
Am 21.5.2008 wurde er zu 2,5 Jahren Haft in 1. Instanz wg. Veruntreuung verurteilt, weil er lt. Gericht dem ehem. Generaldirektor von Konsum Österreich Hermann Gerharter 550.000 € der BAWAG in bar geschenkt hatte, damit dieser die Prozesskosten aus dem Konsum-Prozess bezahlen könne. Dieses Urteil ist rechtskräftig.

Am 4.7.2008 wurde Elsner wg. Untreue u. Betrugs schuldig gesprochen u. zu 9,5 Jahren Haft ohne Bew. verurteilt. Die Schadenssumme beläuft sich lt. Gericht auf 1,72 Mrd. €. Gegen dieses Urteil hat er berufen. Der OGH reduzierte am 23.12.2010 die Haftstrafe von 9,5 auf 7,5 Jahre. Dazu kam noch die oben erwähnte 2-Jahres-Strafe wegen Veruntreuung. Am 8.7.2011 wurde ihm ein nachträglicher Haftaufschub wegen Haftunfähigkeit gewährt. Insges. war er 4 Jahre u. 6 Monate in Haft.

Sonstiges
Elsner war stellv. Vorsitzender des Gedenkdienst-Vereins „Niemals Vergessen“. Er lebte in der franz. Stadt Mougins u. in Wien. Er ist mit Ruth Elsner verheiratet u. hat eine Tochter. Außerdem war er bis 2006 SPÖ-Mitglied. Jahr 2000: Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich scratch

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Helmut_Elsner --- Spitzname: der "Der schöne Marcel" --- Der Konkurs der Firma Atomic wurde durch Verschacherung ans finnische Unternehmen zu über 100 % abgedeckt. Alois Rohrmoser wurde damit sein Lebenswerk zerstört u. in Krankheit u. Tod getrieben. Auch das geht zum Teil auf Elsners Konto
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https://kurier.at/chronik/oesterreich/justiz-gibt-75-000-euro-an-helmut-elsners-frau-zurueck/90.251.581 --- Intimfeind Wolfgang Flöttl. Der Spekulant hatte – freilich in Elsners Auftrag – 1,6 Mrd. der Bawag verzockt u. sei dafür strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen worden ---
Stiftungsvermögen .. Die Stiftung besteht unter anderem aus dem Elsner’schen Anwesen mit Villa u. Pool im südfranz. Mougin, das er mit seiner Bawag-Pension von 6,8 Mio. € gekauft hatte, sowie einem Sparkonto von 2,5 Mio. € --- Elsner hat gerade erst seine Stiftungsvorstände abberufen lassen, um Kosten zu sparen. Die neuen Vorstände üben die Tätigkeit kostenlos aus. Auch sonst kann der einstige Vorstand der ÖGB-Hausbank noch auf alte Seilschaften bauen, die ihm finanziell unter die Arme greifen. Der Milliardär Martin Schlaff soll dazu gehören ---

https://kurier.at/chronik/wien/trotz-freispruchs-bekommt-helmut-elsner-vermoegen-nicht-zurueck/171.065.404 --- Trotz Freispruchs bekommt Elsner Vermögen nicht zurück. Die Bawag hat einen Exekutionstitel u. treibt sichergestellte Depositen Elsners aus besseren Zeiten ein (Dez. 2015).. wird die bis jetzt gesperrte Privatstiftung des 80-Jährigen freigegeben, das darin deponierte Millionenvermögen wird Elsner aber zwischen den Fingern zerrinnen.

Die Bawag kam mit ihrer Privatanklage wegen Betruges nicht durch. Elsner wurde vom Vorwurf freigesprochen, sich seine Pensionsabfertigung in Höhe von 6,8 Mio. € im Jahr 2000 erschlichen zu haben, indem er dem Aufsichtsrat weitere Spekulationsverluste (in Summe 1,6 Mrd. €) verheimlichte. Selbst bei groben Verfehlungen würden Vorstände in allen Ehren verabschiedet, begründete Richter Christian Böhm: Elsner sei nicht verpflichtet gewesen, seinem Dienstgeber ev. Gründe zur Schmälerung seiner Verdienste mitzuteilen. Gleichzeitig wurde der Antrag der Bawag abgewiesen, auf das Stiftungsvermögen zugreifen zu können. Freispruch u. Beschluss werden in den nächsten Tagen rechtskräftig.
Trotzdem kann sich die Bawag bei Elsner schadlos halten. Sie hat nämlich ein Urteil im Zivilprozess erwirkt, das ihr 10 Mio. € Schadenersatz – zahlbar von Elsner – zuspricht. Es gibt schon Exekutionstitel. Damit ist die Bank gerade dabei, sichergestellte Depositen von Elsner, wie z.B. Münzsammlungen, einzutreiben. Sobald Richter Böhm nach Weihnachten den schriftl. Beschluss zur Freigabe der Privatstiftung Gambit ausfertigt, kann die Bawag auch hier Exekution führen. In der Stiftung ist die von Elsner als Alterssitz gekaufte Villa enthalten, sowie das restl. Barvermögen von ca. 4,5 Mio. €. Damit kann die Bawag zumind. einen Teil der zugesprochenen 10 Mio. kassieren. Die Republik Österreich hat das Nachsehen. Die Pauschalkosten für den Bawag-Prozess mit über 100 Verhandlungstagen sind ohnehin auf maximal 5000 € gedeckelt. Auch die beträchtlichen Kosten für Zeugengebühren mit Auslandsreisen sowie die Gutachten sind beim wg. Untreue verurteilten Elsner nicht einbringlich. Zuerst sind nämlich die Geschädigten, in dem Fall die Bawag, zu befriedigen.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/805914_Elsners-Kampf.html --- März 2016 --- Der heute 80-jährige Elsner wurde in einem der aufsehenerregendsten Strafprozesse der Republik wg. Untreue u. Veruntreuung zu insges. 9,5 Jahren Haft verurteilt. 4,5 davon sass er in Haft, 2011 wurde ihm wg. seines Gesundheitszustandes Haftaufschub gewährt. Flöttl war "sakrosankt" Sein Credo ist bis heute unverändert: "Wolfgang Flöttl hat das Geld nicht verloren, sondern gestohlen", sagte er im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Also kämpft er weiter, unverdrossen. Feb. 2015 beantragte er die Wiederaufnahme des Strafverfahrens, im Aug. lieferte sein Anwalt Andreas Stranzinger eine Ergänzung ans Wiener Straflandesgericht. Nun muss ein 3-köpfiger Richtersenat unter Leitung d. Vizepräsidentin des sogen. "Grauen Hauses", Eva Brachtel, darüber entscheiden. "Rechtlich bin ich überzeugt, daß die Wiederaufnahme durchgehen müsste, aber gibt es dahinter einen politischen Willen", fragt sich sein Anwalt.

Elsners Freispruch Dez. 2015 gegen die Bawag um Rückzahlung seiner 6,8 Mio.-Pensionsabfertigung haben seine Chancen tatsächlich deutlich erhöht, meinen Rechts-
experten. Denn das Gericht stellte fest, daß nichts verheimlicht wurde u. die Flöttl-Probleme mit dem damal. Aufsichtsrats-Chef der Bank erörtert worden waren. Tatsächlich gibt es bis heute im Bawag-Skandal ungeklärte Fragen. Der in USA lebende damal. Mitangeklagte Wolfgang Flöttl bezeichnete sich im Prozess u. dem seinerzeitigen Banken-U-Ausschuss 2007 als "nahezu mittellos". Ende 2010 verkaufte er allerdings um kolportierte 23 Mio. Dollar eine Villa in New York, die ihm gemeinsam mit seiner Frau, Anne Eisenhower, gehörte. 2013 wurde Flöttl mit seiner Frau bei einem Promi-Bootsausflug in Palm Beach (Florida) fotografiert, was den Eindruck der Mittellosigkeit nicht eben förderte. Selbst der seinerzeit vom Gericht bestellte Gutachter konnte den Verbleib von etwa 150 Mio. Dollar nicht klären.

https://kurier.at/politik/inland/letzte-hoffnung-fuer-ex-bawag-chef-elsner/276.681.844 .. 24.7.2017 .. Exil in Bayern Seither lebt Elsner gemeinsam mit seiner Frau im selbst gewählten Exil in Bad Reichenhall in einer Mietwohnung. Die Bawag eröffnete das Konkursverfahren über die Elsner Stiftung. Die Villa in Frankreich ist seit 10 Jahren unbewohnt u. heruntergekommen. Das Gericht hätte 500.000 € für die Renovierung aus der Stiftung frei gegeben, doch die Bawag legte sich quer. Finanziell wird er von Freunden unterstützt .. in Bad Reichenhall finden die Elsners jene Anonymität, die in Österreich seit der Bawag-Skandal publik wurde, nicht mehr möglich ist. Hier gibt es keine unangenehmen Blicke beim Spaziergang .. Für Elsner stellt sich die Frage, warum "nicht wg. Betrugs gegen Flöttl ermittelt wurde u. niemand – auch nicht die jetzige Bawag-Führung– daran interessiert ist, das Geld zu finden." ..

https://www.addendum.org/justiz/elsner-interview/  .. In den Paradise Papers finden sich auch Hinweise auf den BAWAG-Skandal .. "Der Hauptvorwurf, den ich Bandion-Ortner mache, ist, daß sie einen Gerichtsgutachter bestellt hat, Herrn Dr. Kleiner, das Gutachten dann aber nicht verwendet hat. Dr. Kleiner schrieb mehrmals, daß er die Verlustbehauptung von Flöttl nicht nachvollziehen könne, daß man nicht wisse, was mit dem Geld passiert ist. Zu einem Zeitpunkt, als Flöttl behauptet hat, es sei kein Geld mehr da, hat er lt. Gutachten Mio. Dollar an Zinsgutschriften bekommen. Bandion-Ortner führte über mehrere Seiten x-mal im Urteil aus, Flöttl sei im Gegensatz zu mir immer glaubhaft gewesen – angesichts solcher Unterlagen!" .. ".. sieht man, daß Flöttl seine Liegenschaft, die uns verpfändet wurde, verkauft hat. Das ist glatter Betrug. Es gab 2 Liegenschaften, eine hat Flöttl an einen Amerikaner verkauft, eine zweite hat er um 12 Mio. Dollar Aug. 1998 seiner Sekretärin verkauft u. dann zurückgeleast – um einen monatl. Betrag von 43.333,33 Dollar. Verpfändet hat er die Liegenschaft im Nov. Das ist offenbar ein Scheingeschäft. Woher hat eine Sekretärin 12 Mio. Dollar?.. " ..
"Bandion-Ortner hat zu Beginn des Verfahrens gesagt, Bermuda klammern wir einmal aus – um es dann nie mehr anzusprechen." .. "Gestohlen hat Flöttl der Bank mind. 1 Mrd. Wir haben zu einem Zeitpunkt, als er behauptet hat, es sei nichts mehr da, 170 Mio. Dollar Guthaben gefunden. Es gab insges. noch Guthaben auf 3 versch. Banken. Aber an alle Unterlagen komme ich nicht ran. Das hätte eigentlich der Staatsanwalt machen sollen." .. "Natürlich ist das eine Zuruf-Justiz, die auf Zuruf der Politik gehandelt hat. Ganz sicher u. wahrscheinlich sind auch Karrieren versprochen worden. Bandion-Ortner wurde Ministerin, Krakow wurde zunächst Oberstaatsanwalt, Nowotny wurde Gouverneur der Nationalbank.." .. "..habe ich noch aufgrund dieser unterdrückten Unterlagen gesagt, daß ich die Bandion-Ortner für strohdumm u. korrupt halte. Ich habe gesagt: „Ich darf Sie bitten, das zu protokollieren.“ Daraufhin sagt der Vorsitzende zu mir: „Hr. Elsner, lehnen Sie sich nicht zu weit hinaus, besprechen Sie das mit einem Anwalt, das wird für Sie eine Klage geben.“ Ich wollte die Dame nicht beleidigen, ich wollte provozieren, daß sie mich anzeigt. Im Fernsehen wurde Bandion-Ortner dann gefragt, was sie dazu sage, .. Da werde sie doch wohl klagen. Sie antwortete aber: „Da mache ich gar nichts, das kommt seiner Strategie entgegen.“..
"3 Monate später hat Brandstetter gesagt, in der Bank gehe es drunter u. drüber. Kein Mensch kenne sich mehr aus, aber der Nowotny sei ein braver Parteisoldat u. würde jeden Tag mit Gusenbauer telefonieren. Er führe also die Bank nach Anweisung des Gusenbauer, weil das Hauptinteresse von Nowotny sei nicht die Bank. Er möchte, daß Gusenbauer die Wahl gewinnt." ..


Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

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Ruth Elsner

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 9:03 am

http://www.news.at/a/woman-schattenfrau-ruth-elsner-sehen-144825 -- Ruth Elsner --- wer ist die Frau des pensionierten Skandal-Bankers Helmut Elsner? Seit bekannt wurde, daß ihr Ehemann durch dubiose Karibikgeschäfte über 1 Mrd. € in den Sand gesetzt haben soll u. als Bawag-Generaldirektor eine 93-Mio.-Schilling-Pensionsabfertigung abcashte, wird auch ihr Name immer öfter genannt. Schließlich ist sie als Besitzerin des umstrittenen 325-m²-Penthauses am Dach der Bawag-Zentrale in der Tuchlauben im Grundbuch eingetragen. Ein Nobelrefugium mit Sonnenterrassen, Swimmingpool u. Blick auf den Stephansdom. Offizieller Wert: 3,2 Mio. €. Ihr Mann erstand es von seiner eig. Bank um den Schnäppchenpreis von 470.000. Im Preis inkludiert: Möbel im Wert von ca. 360.000 € ...
Auch Dagmar Koller hat sich schon darüber gewundert, daß sie Ruth Elsner nie begegnet ist: "Von unserer Wohnung aus sehe ich aber genau auf das Penthaus der Elsners. Ich habe die Hausfrau dort nie auf einer der Terrassen gesehen ---
Ruth Elsner wurde 1957 geboren. Nach Matura trat sie 1975 ihren Dienst als Schalterbeamtin in der Bawag-Zentrale an --- Elsner, damals noch mit seiner 1. Frau Ilse verheiratet u. Vater der Marie-Therese (mit Graf Karl Friedrich Kinsky, einem Neffen der Fürstin v. Liechtenstein, verheiratet), ließ sich 1986 scheiden u. heiratete bald seine Ruth --- Die Elsners dürften sich dzt. in ihre abgeschirmte Luxusvilla an die Côte d'Azur bei Cannes zurückgezogen haben u. ihrer Golfleidenschaft im elitären "Royal Mougins Club" (Mitgliedschaft 48.000 €, Jahresbeitrag 4.200) weiter frönen. Auch dort kennt man die beiden kaum. Nachbarn wie Madonna, die Beckhams u. Mel Gibson bleiben halt lieber unter sich ... (Aus WOMAN 28/2006)

http://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/4205640/Luxusimmobilie_Ruth-Elsner-gibt-nun-das-Penthouse-auf --- Ruth E. zieht Mitte Dez. aus ihrem Bawag-Penthouse in der Wiener Innenstadt aus. Ihr neues Domizil wird eine kleinere Wohnung am Gürtel sein --- Der Kaufvertrag wurde für unwirksam erklärt. Das Finanzamt bezifferte den Wert der Immobilie .. mit 3,5 Mio. €. Seit damals stritt Ruth E. mit der Bawag, wenigstens als Mieterin bleiben zu können. Nun gab sie auf --- Was in Folge mit dem Penthouse in bester Wiener Innenstadtlage passiert, ist noch offen. Den Kaufpreis bekommen die Elsners von der Bawag jedenfalls nicht zurückerstattet

http://www.profil.at/home/das-exklusiv-interview-ruth-elsner-freispruch-208335 --- "haben wir uns damals auch nach Frankreich zurückgezogen. Wir sind in Restaurants angepöbelt worden, mein Mann wurde auf offener Straße angeflegelt, wir haben Drohbriefe erhalten. Nov. 2005 sind wir in der Staatsoper von einem Unbekannten allen Ernstes gefragt worden, warum wir uns da noch hertrauen..." ---
profil: Es gibt, von Schlaff einmal abgesehen, nicht viele Leute im Lande, die sich nach der Verhaftung öffentlich zu Ihrem Mann bekannt hätten.
Elsner: "Wir hatten immer einen kleinen Freundeskreis. Freunde .., die bedingungslos zu einem stehen. Martin Schlaff zähle ich dazu, Ioan Holender u. Josef Taus."
profil: Wie verhält es sich mit dem designierten Gouverneur der Öster. Nationalbank, Ewald Nowotny? Der hatte die Leitung der Bawag nach dem Refco-Debakel Ende 2005 übernommen u. in weiterer Folge oft mit Ihrem Mann konferiert.
Elsner: "Nowotny ist eine Enttäuschung. Ich kann mich gut erinnern, wie er noch März 2006 bei uns im Wohnzimmer gesessen ist u. meinem Mann geraten hat, nach Frankreich zu gehen, um die Pension zu genießen. Später hat er sich in die Öffentlichkeit gestellt u. lustvoll die sogen. Karibik-Verluste zelebriert. Dann öffnete er den Kassensaal, damit die Haiders dieser Welt Sparbücher in der roten Bawag eröffnen können. Schließlich hat er beteuert, von all dem bei Amtsübernahme nichts gewusst zu haben. Da kann ich nur sagen: Das entspricht nicht der Wahrheit. Er wurde nach dem Refco-Debakel, also um Jahreswechsel 2005/2006, auch von meinem Mann ganz genau informiert. Und was hat er später gemacht? Unter Nowotny wurde die Bank an einen Hedgefonds verkauft, jetzt wird sie zerfleddert. Aber Nowotny hat sich rechtzeitig zurückgezogen."
- - -
http://derstandard.at/1363711093371/Floettl-Freispruch-ist-rechtskraeftig --- Elsners Ehefrau sprach angesichts des Flöttl-Freispruchs von einer "Skurrilität der Justiz". "Man will der Frage, wo die 1,4 Mrd. € geblieben sind einfach nicht nachgehen", sagte Ruth E. Die heimische Justiz wolle den Fall einfach nicht klären. Der Freispruch sei letztlich ein "Aufruf an Investmentbanker, betrügts eure Investoren, ihr werdet freigesprochen u. die Investoren kommen hinter Gitter". Enttäuscht von der österr. Justiz versuchten sie u. ihr Mann es nun in den USA. Die dort eingebrachte Klage werde hoffentlich Aufklärung bringen ---

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Wolfgang Flöttl

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 10:22 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Fl%C3%B6ttl  Wolfgang Flöttl (*1955) ist ein österr. Investmentbanker mit Wohnsitzen in New York u. auf den Bermudas. Er studierte 1 Jahr an der London School of Economics in London, danach 2 Jahre in Harvard wo er auch seine spätere Frau Anne Eisenhower, die Enkelin des US-Präsidenten Eisenhower, kennenlernte. Diese heiratete er 1988, ließ sich 1989 von ihr scheiden u. heiratete sie 1991 erneut.

1981 trat er in die Wall Street Investmentbank Kidder, Peabody & Co. ein, wo er es in 6 Jahren zum Vizepräsidenten brachte. Juni 1987 gründete er die Investmentfirma Ross Capital Markets Ltd. In rascher Folge gründete er weitere Firmen wie „International Asset Management“ u. „EBT Securities Ltd“ (an der auch die BAWAG beteiligt war), wo übrigens der heutige Chef der dortigen Finanzmarktaufsichtsbehörde Managing Director war. 1993-1998 war er weiters im Aufsichtsrat der Julius Meinl Investment GmbH sowie jenem der Julius Meinl International AG, der Dachholding der früheren Lebensmitteleinzelhandelskette tätig.

Als sein Vater Walter Flöttl Generaldirektor der BAWAG war, wurde er 1987 das erste Mal ermächtigt, im Auftrag der Bank mit deren Geld hochriskante Währungs-spekulationen durchzuführen. Diese mussten aber 1994 mit Gewinn eingestellt werden, nachdem die Öffentlichkeit empört auf Geschäfte dieser Art reagiert hatte. Nach dem Amtsantritt von Helmut Elsner 1995 als Generaldirektor der BAWAG wurden die Geschäftsbeziehungen erneut aufgenommen, die angebl. bis Okt. 1998 Gewinn abwarfen, dann aber mit einem Verlust von 600 Mio. USD endeten, da der US-Dollar gegenüber dem Yen rapide an Wert verlor. Ende 1999 wurde Wolfgang Flöttl über seine Firma Pace Capital Limited erneut von der BAWAG beauftragt in Uni-Bonds zu investieren. Aber auch dieses Geschäft endete mit einem Verlust von 430 Millionen €. Diese Verlustgeschäfte für die BAWAG blieben lange Zeit geheim u. kamen erst im Zuge der BAWAG-Affäre 2006 ans Tageslicht.

1999 soll Wolfgang Flöttl den früheren Bundeskanzler Vranitzky nach Aussagen von Vranitzky als Berater für die Euroeinführung engagiert haben, u. ihm dafür ca. 72.000 € bezahlt haben. In einem Zeit im Bild-2-Interview auf ORF vom 20.9.2006 sagte Flöttl jedoch, er sei von Elsner gedrängt worden, Vranitzky das Geld zu überweisen; da Flöttl nicht im Euro-Raum investiert habe, habe es keine BeratungstätigkeitVranitzkys gegeben. Es gibt Spekulationen, ob Überweisungen an die BAWAG über Stiftungen auch der Parteienfinanzierung der SPÖ dienten. Diese Behauptungen wurden allerdings bisher nicht bewiesen.

BAWAG-Prozess
Im 1. Bawag-Prozess wurde er am 4.7.2008 nicht rechtskräftig zu 2,5 Jahren Haft, davon 20 Monate auf Bewährung, verurteilt. Das Urteil wurde vom OGH Dez. 2010 aufgehoben u. das Verfahren an die 1. Instanz zur Neuverhandlung zurückverwiesen. Im 2. Bawag-Prozess erfolgte schließlich am 18.12.2012 der Freispruch vom Vorwurf der Untreue. Das Urteil ist mit 15.5.2013 rechtskräftig.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/752572/Die-grosse-WolfgangFloettlShow --- Die große Wolfgang-Flöttl-Show
Der "Bawag II-Prozess" mutet wie eine Reise in die Justizgeschichte an. Die Weichen sind - wie im ersten Verfahren - gestellt: Niemand will schuldig sein.
-- die so oft lancierte Frage: „Wo ist das Geld?“ Kurze Antwort: Verspekuliert. Und nicht in „dunkle Kanäle“ geschleust, ---
Lediglich wegen 2 Bawag-Kredite, ausbezahlt Ende 1998 an die Flöttl-Firma Ophelia, Höhe ca. 76 Mio. €, u. später noch an „Capper Ltd.“, 20 Mio. €, muss sich der Spekulant nun erneut verantworten. Staatsanwältin Sonja Herbst meint, er habe sich am Delikt Untreue (Höchststrafe: bis zu 10 Jahre Freiheitsentzug) beteiligt, indem er das Geld verwendete, obgleich er dessen Rückzahlung als unrealistisch einstufte. Damals, Okt. 1998, nachdem bereits 639 Mio. US-Dollar „verspielt“ gewesen seien, „hätte man aufhören können u. müssen“. Letztlich waren insgesamt, laut rechtskräftigem Elsner-Urteil, 1,2 Mrd. € für die Bawag verloren. Elsner selbst wird übrigens auch im neuen Prozess auftreten: Auf Betreiben der Bawag (Subsidiaranklage) muss er an einzelnen Tagen (erstmals am 2.5.) zu seiner Pensionsabfindung, 6,8 Mio. €, Rede und Antwort stehen.
Zurück zu Flöttl. Der antwortet nun auf die Frage von Richter Christian Böhm, ob er Vermögen habe: „Ca. 1 Mio. €.“ Nachsatz: „Liquide Anlagen, keine Liegenschaften.“ Auf die Frage, welchen Beruf er derzeit ausübe, winkt Flöttl ab – im Protokoll wird vermerkt: „Ohne Beschäftigung.“
Bescheiden geben sich auch die anderen 5 erschienenen Beschuldigten (der angeklagte Wirtschaftsprüfer Robert Reiter tritt aus Termingründen erst heute, Donnerstag, dem Prozess bei). So meint etwa der frühere Bawag-Generalsekretär Peter Nakowitz, einst Elsners „rechte Hand“, er sei nunmehr „kaufmännischer Angestellter“, „derzeit karenziert“ u. habe ein Vermögen von „2000 €“ u. ein Auto.

Leserkommentare:
"Haupttäter waren Elsner u. Weniger. Insofern wurde das BAWAG-Urteil in den wichtigsten Punkten bestätigt! Bei den 7 Mitangeklagten geht es um Mittäterschaft. Was mit dem Geld geschehen ist? Vermutlich desselbe wie bei jeder Wette, wo einer gewinnt u. der andere verliert: der Gewinner bekommt das Geld."

"Flöttl hat es sich offensichtlich mit einem Deal gerichtet. Wer dafür was bekommen hat, wäre interessant zu wissen. Die Ermittlungen werden derart einseitig geführt, daß man meint, in der Ukraine angesiedelt zu sein. Ein ehem. Rechtsstaat hat seinen Ruf längst verspielt. Die Demokratie gibt es nur mehr auf dem Papier, in der EU werden Verträge gebrochen und UHBP sitzt schweigend in der ersten Reihe fußfrei.... "

"Politjustiz in unserem Pseudorechtsstaat einer Pseudodemokratie
man präsentiert der Bevölkerung einen Sündenbock. Dieser wird, weil arrogant und präpotent, vom Volk dankbar angenommen. Dafür haben Grasser, Strasser, Mensdorff, Meischberger, Y-Line Böhm und wie sie alle heissen, weiterhin keine Anklagen zu befürchten. Auch Faymann hat wegen der Inseratengeschichten keine Anklage zu erwarten. Ist doch schön, bei uns, in Korruptistan. Natürlich nicht für die Steuerzahler, sondern für die vorgenannten Herrschaften, deren Seilschaften sie vor Anklagen und möglichen Verurteilungen schützen."

"Untertitel: wie täusche ich vor, ein Rechtsstaat zu sein."

"Immer diese Richter ... - Das Urteil wurde aufgehoben - ... Kann Scheisse bauen wie er will."

"Das Herr Flöttl einen amerikanischen Pass hat ist schon bekannt, oder? Daher, leere Kilometer die hier der naiven Masse vorgespielt wird."

http://www.news.at/a/wolfgang-floettl-im%20gespraech --- Der Sohn des legendären Bawag-Generals Walter Flöttl wurde 2006 als Bawag-Spekulant, der über 1 Mrd. € verloren hat, bekannt. Die Bawag, die ihre Verluste jahrelang geheim gehalten hatte, geriet ins Wanken, u. mit der Bank ihr Eigentümer, der ÖGB. Politiker u. Manager verloren ihre Reputation. Es folgte der spektakulärste Prozess der 2. Republik, der Bawag-Prozess, der nach Aufhebung der Ersturteile am 18.12. mit einem Freispruch für Wolfgang Flöttl endete ---
NEWS: Die Behauptung, Sie hätten nicht investiert, sondern sich alles eingesteckt …
Flöttl: … ist völlig absurd. Wie gesagt, es gibt Belege für die Investments. Unsere Handelspartner waren die größten Banken der Welt, von Deutscher Bank über Morgan Stanley, Goldman Sachs bis Credit Suisse. ---
NEWS: Es gibt Spekulationen, Sie steckten heute hinter den Bawag-Übernehmern GoldenTree oder gar hinter Bawag-Eigentümer Cerberus.
Flöttl: Es gibt auch Theorien, wonach Elvis Presley noch lebt. ---
NEWS: Ist es für Sie schwer, von Ihrer Frau zu leben?  Flöttl: Sie ist da sehr großzügig.
N: Wollen Sie wieder geschäftlich tätig sein?  F.: Das hoffe ich, weiß ich aber nicht. Ich versuche etwas zu tun, nicht einfach zuhause zu sitzen. Irgendwas werde ich tun.

http://derstandard.at/2394030/Das-schattenhafte-Reich-des-wohltaetigen-Wolfgang-Floettl --- Flöttl ist ein fester Bestandteil der US-High Society. Das liegt nicht nur daran, dass er mit Anne Eisenhower .. verheiratet ist. Auch der Lebensstil des 50-Jährigen steht dem der anderen Superreichen in nichts nach. Flöttl besitzt ein Luxusapartment an der noblen Park Avenue in New York, ein Strandhaus auf Long Island sowie ein 3 Hektar großes Anwesen in Tucker's Town – einer exklusiven Milliardärsenklave auf den Bermudas, wo unter anderem auch der texanische Ölmilliardär Ross Perot u. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi Zweitwohnsitze unterhalten ---
1994 sorgt er erstmals für Negativschlagzeilen, als bekannt wird, dass er für die Bawag unter Führung seines Vaters hochriskante Deals in der Karibik abwickelt. Auf Druck der Öffentlichkeit beendet die Bawag ihre Kontakte zu Ross Capital – 23 Mrd. Schilling werden zurücküberwiesen. 1 Jahr später fällt Flöttls Name im Zusammenhang mit einem Finanzskandal: Im Pleiteprozess der britischen Barings Bank tauchen Rechnungen auf, die auf Ross Capital lauten. Der Barings-Händler Nick Leeson wird wegen Betrug zu 6,5 Jahren Haft verurteilt. Flöttl jun. dementiert – und kommt mit einem angekratzten Image davon ---
1994 heuerte er den ehem. Leiter des Secret Service in New York an, um die Sicherheit in seinen Filialen zu gewährleisten. Die Büroräume von Ross Capital auf den Bermudas, heißt es, dürfen seither erst sauber gemacht werden, wenn alle Computerbildschirme ausgeschaltet sind --- Flöttls Privatvermögen soll bereits 2001 auf Antrag der Bawag eingezogen worden sein. Der Bankier hat sich derweil als Kunsthändler u. Stammeinkäufer bei den Auktionshäusern Sotheby's u. Christie's einen Namen gemacht: Für Picassos "Le Rêve" legte er 48 Mio. Dollar hin; auch Cézannes Ölgemälde "Jeune fille italienne se reposant sur son coude" war in seinem Besitz, bevor er es für 50 Mio. Dollar ans Getty Museum weiterverkaufte ---
Ein Telefoninterview mit dem Wall Street Journal zu seinen vermeintlichen Verstrickungen in den Zusammenbruch des US-Derivatehändlers Refco brach der österr. Bankierssohn angeblich mit den Worten ab: "Sorry, aber meine Frau wartet mit dem Essen." ---

Leserkommentare:
"Wenn er bei Goldman Hauptkunde war, dann kann ich mir lebhaft vorstellen, waer die Gegenpositionen gehabt hat und den Profit verbucht hat..."

"Fairer wäre, sich bei denen zu beschweren, die die Gesetze so machen..."

"und dann gibt es noch ziemlich ungustiöse Geschichten, die durch lateinamerikanische Medien geistern. Von wegen massenhaft Drogengeld, das im Umfeld der Ross Capital hochweiß geworden sei. Und von guten Beziehungen zum clan des mexikanischen Ex-Präsidenten Carlos Salinas, der in solche Affären ja auch tief verstrickt ist. Auch der jetzige PRI-Kandidat Madrazo wird in dieser Ecke verortet. Mögen alles böswillige Verleumdungen sein. Dass "karibische" Fonds in 9 von 10 Fällen der Geldwäsche dienen, behauptet allerdings sogar die UNO-Drogenbekämpfungsbehörde. aber dem Reinen ist bekanntlich nichts unrein."

http://derstandard.at/1363711093371/Floettl-Freispruch-ist-rechtskraeftig -- Mai 2013 -- Der Bawag-Strafprozess ist nach fast 6 Jahren zu Ende. Die Urteile im 2. Verfahren wurden rechtskräftig, weil die Staatsanwaltschaft auf die Berufung gegen die Freisprüche von Richter Christian Böhm verzichtet hat. Dies teilte eine Sprecherin der StA Wien mit. Damit bleibt der Spekulant Wolfgang Flöttl unbescholten, während Elsner die Höchststrafe von 10 Jahren bekam, von denen er 4,5 Jahre abgesessen hat. Zwettler haftunfähig. Rechtskräftig sind nun auch die Freisprüche für die Ex-Vorstände Hubert Kreuch, Josef Schwarzecker u. den Wirtschaftsprüfer Robert Reiter. Ex-Bawag-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger erhielt 1 Monat bedingt, die Strafe hat er nicht bekämpft, da er ja ein Geständnis über die Bilanzdelikte ablegte, so sein Anwalt Richard Soyer. Schon im 1. Verfahren hatte Ex-Bawag-Chef Johann Zwettler 5 Jahre Haft erhalten, er ist aber aus gesundheitlichen Gründen haftunfähig u. war auch keinen Tag im Gefängnis. Ex-Bawag-Generalsekretär Peter Nakowitz erhielt 3 Jahre unbedingt. Auch Nakowitz war bisher nicht im Gefängnis, er strebt eine Wiederaufnahme des Verfahrens u. einen Haftaufschub an. Damit hat bisher nur Elsner das Haftübel verspürt. Derzeit ist er aus Gesundheitsgründen haftunfähig ---
Elsner behauptet bis heute, dass Flöttl das verspekulierte Bawag-Geld in Wahrheit gar nicht verloren habe. Flöttl verwies im Prozess auf einen Computercrash, durch den seine Buchhaltungsunterlagen zerstört worden seien ---
Erst mit dem Konkurs des Bawag-Geschäftspartners Refco im Jahr 2005 flog der Skandal auf, die Mühlen der österr. Justiz begannen zu mahlen. Der Skandal kostete dem ÖGB seine Bank, die an den Hedgefonds Cerberus verkauft werden musste ---
Der 1. Bawag-Prozess war auch Anstoß für eine politische Karriere von Richterin Claudia Bandion-Ortner, die nach der Urteilsausfertigung für die ÖVP das Justizministerium übernahm. Als ihr Urteil wegen Mängeln großteils gekippt wurde, hielt sich auch die Ministerin nicht mehr allzulange im Amt ---

https://www.addendum.org/justiz/elsner-interview/  .. In den Paradise Papers finden sich auch Hinweise auf den BAWAG-Skandal .. Helmut Elsner: "Der Hauptvorwurf, den ich Bandion-Ortner mache, ist, daß sie einen Gerichtsgutachter bestellt hat, Herrn Dr. Kleiner, das Gutachten dann aber nicht verwendet hat. Dr. Kleiner schrieb mehrmals, daß er die Verlustbehauptung von Flöttl nicht nachvollziehen könne, daß man nicht wisse, was mit dem Geld passiert ist. Zu einem Zeitpunkt, als Flöttl behauptet hat, es sei kein Geld mehr da, hat er lt. Gutachten Mio. Dollar an Zinsgutschriften bekommen. Bandion-Ortner führte über mehrere Seiten x-mal im Urteil aus, Flöttl sei im Gegensatz zu mir immer glaubhaft gewesen – angesichts solcher Unterlagen!" .. ".. sieht man, daß Flöttl seine Liegenschaft, die uns verpfändet wurde, verkauft hat. Das ist glatter Betrug. Es gab 2 Liegenschaften, eine hat Flöttl an einen Amerikaner verkauft, eine zweite hat er um 12 Mio. Dollar Aug. 1998 seiner Sekretärin verkauft u. dann zurückgeleast – um einen monatl. Betrag von 43.333,33 Dollar. Verpfändet hat er die Liegenschaft im Nov. Das ist offenbar ein Scheingeschäft. Woher hat eine Sekretärin 12 Mio. Dollar?.. " ..
"Bandion-Ortner hat zu Beginn des Verfahrens gesagt, Bermuda klammern wir einmal aus – um es dann nie mehr anzusprechen." .. "Gestohlen hat Flöttl der Bank mind. 1 Mrd. Wir haben zu einem Zeitpunkt, als er behauptet hat, es sei nichts mehr da, 170 Mio. Dollar Guthaben gefunden. Es gab insges. noch Guthaben auf 3 versch. Banken. Aber an alle Unterlagen komme ich nicht ran. Das hätte eigentlich der Staatsanwalt machen sollen." .. "Natürlich ist das eine Zuruf-Justiz, die auf Zuruf der Politik gehandelt hat. Ganz sicher u. wahrscheinlich sind auch Karrieren versprochen worden. Bandion-Ortner wurde Ministerin, Krakow wurde zunächst Oberstaatsanwalt, Nowotny wurde Gouverneur der Nationalbank.." .. "..habe ich noch aufgrund dieser unterdrückten Unterlagen gesagt, daß ich die Bandion-Ortner für strohdumm u. korrupt halte. Ich habe gesagt: „Ich darf Sie bitten, das zu protokollieren.“ Daraufhin sagt der Vorsitzende zu mir: „Hr. Elsner, lehnen Sie sich nicht zu weit hinaus, besprechen Sie das mit einem Anwalt, das wird für Sie eine Klage geben.“ Ich wollte die Dame nicht beleidigen, ich wollte provozieren, daß sie mich anzeigt. Im Fernsehen wurde Bandion-Ortner dann gefragt, was sie dazu sage, .. Da werde sie doch wohl klagen. Sie antwortete aber: „Da mache ich gar nichts, das kommt seiner Strategie entgegen.“..
"3 Monate später hat Brandstetter gesagt, in der Bank gehe es drunter u. drüber. Kein Mensch kenne sich mehr aus, aber der Nowotny sei ein braver Parteisoldat u. würde jeden Tag mit Gusenbauer telefonieren. Er führe also die Bank nach Anweisung des Gusenbauer, weil das Hauptinteresse von Nowotny sei nicht die Bank. Er möchte, daß Gusenbauer die Wahl gewinnt." ..

Passt auch dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

Übersicht-Liste aller bisher von Dissident eingestellten Beiträge zu "Menschen & Personalien" --- alphabetisch und zum direkt anklicken:
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Anne Eisenhower

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 11:31 am

Anne Eisenhower  https://en.wikipedia.org/wiki/Anne_Eisenhower --- (*1949) is a granddaughter of General Dwight D. Eisenhower, 34th President of the United States. She is a prominent interior designer based in New York City.
Personal life
Eisenhower was married to Wolfgang Flöttl, a billionaire hedge-fund manager who once owned an art collection with pieces by Van Gogh, Picasso, and Cézanne. Both are well known figures in the New York charity circuit. Eisenhower has one daughter, Adriana Echavarría, a photographer (born 1969). Her ex-son-in-law, the ex Vice Minister of Justice in Colombia and now a Vice President of Avianca Airlines, Eduardo Mendoza de la Torre, is the only man to have ever testified against the notorious drug lord Pablo Escobar. She has two grandchildren, Camila and Nicolás Mendoza. Eisenhower currently lives in Manhattan's Upper East Side. She owns property in Southampton, New York. She sold the historic Southampton mansion, Claverack, for 35 million in 2010.

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/bawag/395006/Anne-Eisenhower-bietet-5-Mio-Dollar  --- Anne Eisenhower bietet 5 Mio. Dollar
Paukenschlag beim Schlusswort des Investmentbankers Wolfgang Flöttl. Richterin Claudia Bandion-Ortner verliest überraschend einen aktuellen, an das Gericht gerichteten Brief von Flöttls Ehefrau Anne Eisenhower: Demnach habe Flöttl wieder begonnen, fremdes Vermögen zu verwalten. Vorerst für sie, Anne Eisenhower, u. für Verwandte. Diese neuen Investments seien, so betont die Frau, „erfolgreich“. Daher habe sie ihrem Mann eine fixe Summe, eine Art Lohn, von 5 Mio. Dollar für eine „3-Jahres-Periode“ zugesagt. Es wäre also wünschenswert, so heißt es sinngemäß, wenn Flöttl auch weiterhin im Geschäft bleiben könnte – nicht zuletzt, um auch der Bawag Verluste zurückzahlen zu können. Würde nun das Gericht eine „Stigmatisierung“ ihres Mannes vermeiden u. würde das Gericht dem Angeklagten die Möglichkeit geben, weiter zu machen, so würde sie, Anne Eisenhower, die 5 Mio. kurzerhand dem Gericht überweisen. In dem Fall würde Flöttl dieses Geld nicht unmittelbar verdienen. Vielmehr könnte dann das Gericht nach eigenem Gutdünken über den Betrag verfügen. Ausdrücklich ist in dem Zusammenhang vom Begleichen der Gerichtskosten u. von Schadensgutmachung die Rede. Und noch etwas lässt Anne Eisenhower den Senat wissen: „Wir bleiben verheiratet!“
Ein unmoralisches Angebot?
Die Frau eines Angeklagten macht dem Gericht ein unmoralisches Angebot, um ihrem Mann eine unbedingte Haftstrafe zu ersparen? So lässt sich das wohl nicht sagen. Anne Eisenhower setzt den Hebel bei der – von Bawag u. ÖGB hoch erwünschten – Schadensgutmachung an. Sie transportiert damit eine Botschaft, die Flöttl-Anwalt Eichenseder schon in seinem Plädoyer verkündet hatte: „Aus Kerkermauern ist noch nie Geld geflossen.“ ---

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45878762.html -- 1968 -- EHESCHLIESSUNG: BARBARA ANNE EISENHOWER, 19, Enkelin des früheren US-Präsidenten, 16. Nov. mit FERNANDO ECHAVARRIA-URIBE, 25. Die Empfangsdame des Kongreßabgeordneten Findley will ihren kolumbianischen Verlobten, den sie auf einer Ferienreise kennengelernt hatte, in einer "kleinen, sehr privaten" Zeremonie im Hause ihrer Eltern in Phoenixville (Pennsylvania) heiraten u. anschl. nach Bogotá reisen, wo ihr künftiger Mann als Angestellter einer Versicherungsgesellschaft arbeitet

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/95685_Mein-Mann-ist-ein-Kaempfer.html --- Hatte Wolfgang Flöttl im Jahr 2000 Selbstmordgedanken, nachdem er zum 3. Mal mit Bawag-Geldern Schiffbruch erlitten hatte? A. Eisenhower, Ehefrau d. Investmentbankers Flöttl, widerspricht dieser Behauptung von Ex-Bawag-Chef Elsner vehement: "My husband is a fighter!" ("Mein Mann ist ein Kämpfer.") Fr. Eisenhower war am 30. Verhandlungstag im Bawag-Prozess, als Zeugin geladen. Okt. 1998 habe ihr ihr Mann von den Verlusten, die er erlitten hatte, erzählt, so Eisenhower. Auch daß er unter großem Druck von seiten Elsners gestanden habe u. sein Vermögen an die Bank übertragen musste, da der Bawag-Chef damit drohte, die Affäre öffentlich zu machen u. Flöttl gesellschaftlich u. wirtschaftlich bloßzustellen. Für Amüsement sorgten die Schilderungen Eisenhowers betreffend einen gemeinsamen Yachturlaub mit Julius Meinl ("Ein guter Freund meines Mannes"): Der damals frisch verlobte Finanzminister Grasser habe damals viel Zeit "mit seiner Verlobten ohne uns" verbracht u. die beiden seien nur zu den gemeinsamen Essen anwesend gewesen.
Als 2.Zeugin trat die frühere Bawag-Innenrevisorin Eva Albrecht auf. Laut dieser sei bei der Prüfung der Karibik-Geschäfte eine Bewertung des Risikopotenzials nicht möglich gewesen. Auf die Frage, was sie darüber gedacht habe, sagte sie: "Wahnsinn! Wir wussten nicht einmal, um welche Art von Werten es sich handelt."
Der Innenrevision sei schließlich 1998 mitgeteilt worden, daß die Sondergeschäfte zurückgefahren worden seien. Da sie von den weiteren Deals mit Flöttl nichts gewusst habe, habe es auch keine Prüfung mehr gegeben ---

http://newsv1.orf.at/070920-16780/?href=http%3A%2F%2Fnewsv1.orf.at%2F070920-16780%2F16781txt_story.html --- Das Verhältnis zum Ehepaar Elsner beschrieb Anne Eisenhower als "geschäftliche Freundschaft". Man habe einander 1-2x jährlich getroffen u. auch gemeinsame Urlaube verbracht. An einen Karibik-Urlaub im Aug. 2000 mit der Fam. Elsner erinnere sie sich nicht mehr, sie könnte aber dort gewesen sein, so Eisenhower. Sehr wohl könne sie sich jedoch an die gemeinsame Feier zum Jahreswechsel 1999/2000 in einem Club in Nassau erinnern. Richterin Bandion-Ortner fragte nach, warum die Flöttls denn gemeinsam mit Ehepaar Elsner Silvester gefeiert hatten, wenn doch Flöttl vorher nach den großen Verlusten den Großteil seines Vermögens unter Druck des damal. Bankchefs Elsner an die BAWAG überschrieben habe. "Das war 2 Jahre her", antwortete Eisenhower ---
Okt. 1998 habe sie sehr wohl von den großen Verlusten ihres Mannes erfahren. Ihr Gatte habe ihr erklärt, er habe große Verluste erlitten, u. stehe unter Druck, einen wesentlichen Teil seines Vermögens herzugeben. "Bis zu diesem Zeitpunkt hat mich mein Mann als Ehemann finanziell unterstützt. Er sagte mir, dass er keinen Unterhaltsbeitrag mehr zahlen könne", sagte Eisenhower.
Der Druck auf ihren Mann habe darin bestanden, dass Elsner gedroht habe, seine Verluste öffentlich zu machen, damit seinen guten Ruf zu ruinieren u. ihn aus dem Geschäft zu drängen. "War er böse auf Elsner?", fragte die Richterin nach. "Nicht böse, aber aufgeregt", schilderte sie den Gemütszustand ihres Gatten.
Geständnis "nur für interne Zwecke"
Auch über das von Flöttl unterzeichnete Geständnis nach den großen Verlusten im Jahr 2000 wurde Eisenhower von ihrem Gatten informiert.
Er sei nicht sehr glücklich damit gewesen, Elsner habe ihm aber gesagt, es sei "nur für interne Zwecke", sagte die New Yorkerin. Das ihrem Mann verbliebene Vermögen sei ein Anteil an einem Appartement in New York u. Bilder des Malers Franz Zadrazil, eines persönlichen Freundes, gewesen.
Assistentin kaufte Bermuda-Immobilien
Auf Befragung von Elsners Anwalt Wolfgang Schubert räumte Eisenhower ein, dass sie davon wisse, dass Flöttls Assistentin Julie Jones eine der zwei Liegenschaften auf den Bermudas gekauft habe. BAWAG-Anwalt Wolfgang Brandstetter fragte nach, ob sie glaube, dass Jones genügend eigene Mittel besitze, um die Bermuda-Liegenschaft zu erwerben. Über die Finanzen der Assistentin ihres Mannes wisse sie nichts, so Eisenhower.
Richterin Bandion-Ortner wunderte sich über die zahlreichen Immobilien des Ehepaars: "Es gab 2 Liegenschaften auf Bermuda, dann Bahamas, London, in New York 2 Wohnungen, 1 Haus auf Long Island - wie kann man so viele Häuser auf einmal bewohnen?" Eisenhower: "Wir waren viel unterwegs, es war schon anstrengend." ---
Jachturlaub mit Meinl u. Grasser
Eisenhower schilderte auch einen gemeinsamen Urlaub im Sommer 2005 mit dem Bankier Julius Meinl auf dessen Jacht. "Ich kenne Julius Meinl seit 20 Jahren, er ist ein enger Freund meines Mannes", sagte sie. "Ich glaube, sie haben Geschäfte gemacht, aber ich habe keine Ahnung, welche." Mit dabei auf der Jacht sei auch der ehem. Finanzminister Grasser mit .. Fiona Swarovski gewesen --- Grasser habe viel Zeit "mit seiner Verlobten ohne uns" verbracht, zu den Mahlzeiten sei man dann zusammengekommen. Ob über den Prüfbericht der Oesterr. Nationalbank 2001 zur BAWAG gesprochen wurde, wisse sie nicht.
Elsner-Aufforderung per Telefon
Eisenhower wurde auch zu einem Telefonanruf Elsners im März 2006 befragt, den sie in der New Yorker Wohnung in den frühen Morgenstunden entgegengenommen hatte. Ihr Mann habe ihr später erzählt, dass Elsner ihn aufgefordert habe, er solle doch die Verantwortung für alles, was passiert sei, übernehmen, da er in New York lebe u. nicht belangt werden könne. Elsner habe sich als "unter Belagerung" bezeichnet, berichtete Eisenhower vom Gespräch ---
Die Finanzen ihres Gatten seien von den ihren vollkommen getrennt, so Eisenhower. Sie bezahle die Wohnung in New York u. das Haus auf Long Island, "er beteiligt sich, wenn er kann".
Dass ihr Mann jemals Selbstmordgedanken gehegt habe, könne sie sich gar nicht vorstellen, sagte Eisenhower auf eine Frage. "Er ist ein Kämpfer." Elsner hatte vor Gericht geschildert, Flöttl habe ihm nach dem großen Verlust im Jahr 2000 von Gedanken an Selbstmord erzählt ---
Zum Abschluss des Verhandlungstages stand der vom Gericht als Sachverständiger bestellte ehem. Vorstand der Wiener Börse, Christian Imo, auf dem Prüfstand. Imo soll ein Gutachten über das Handelsverhalten Flöttls abgeben. Die Verteidiger Flöttls erläuterten ihren Antrag, Imo wegen "multipler Befangenheiten" als Sachverständigen abzulehnen. Das Gericht wird seine Entscheidung darüber erst am nächsten Verhandlungstag, dem 1.10., verkünden, sagte Richterin Bandion-Ortner. Sollte Imo als Sachverständiger abgelehnt werden, müsste das Gericht einen neuen Sachverständigen bestellen. Das würde vermutlich den Prozess verzögern. Das Urteil würde dann wohl erst im Jänner und nicht - wie derzeit angepeilt - Anfang Dez. fallen.

Hier zur Vertiefung weniger bekanntes zum Opa Eisenhower: http://www.vho.org/D/ruw/Archiv/5/6/Eisenhower.html --- Ist General Dwight D. Eisenhower Hauptschuldiger des unglaublichen Massenmordes begangen im Jahre 1945 an etwa 1.000.000 deutscher Kriegsgefangener?
Die auflagehöchsten Zeitungen Kanadas der "Toronto Star", "The Sunday Star", "The Finanical Post" besprachen im Aug. 1989 den Inhalt eines aufsehenerregenden Buches, das der kanadische Schriftsteller James BACQUE unter dem lapidar klingenden Titel "OTHER LOSSES", herausgegeben hat. Bacque war bei seinen Recherchen, die er ursprünglich für eine andere Dokumentation sammelte, auf eine schier unfaßbare Tatsache gestoßen. Er hatte herausgefunden, daß General Dwight D. EISENHOWER 6 Monate nach Kriegsschluß, mit Billigung der damal. franz. Regierung, deutsche Kriegsgefangene trotz ausreichend vorhandener Verpflegung elendiglich verhungern und verdursten ließ.
In jenem oben erwähnten Buch "OTHER LOSSES", erschienen im Verlag Stoddart Publishing Co. Ltd., Toronto, 34 Lesmill Road, KANADA, beschreibt James BACQUE die qualvollen Leiden der Deutschen. Unter diesen Unglücklichen, die auf Grund der Waffenniederlegung der DEUTSCHEN WEHRMACHT in schnellerrichteten amerikanischen "camps" gefangengehalten wurden und auf Weisung Eisenhowers unmenschliches erdulden mußten waren auch Frauen mit kleinen Kindern. Der vom Hass gegen alles Deutsche erfüllte Sieger Eisenhower, der neuen Meldungen zufolge jüdischer Abstammung sein soll, hob die Statuten der GENFER KONVENTION einfach auf und verpaßte den deutschen Kriegsgefangenen den von ihm ersonnenen Status "Entwaffnete Feindkräfte", kurz DEF genannt. James Bacque gelangte nach Abschluß seiner Nachforschungen zu der erschütternden Feststellung, daß an die 1 Million deutscher Kriegsgefangener - und dies sage und schreibe n a c h der Kapitulation im Mai 1945! - in "Allied death camps" - in "Allierten Todeslagern" - auf nassen Wiesen und auf nacktem Fels, der jahreszeitlich bedingten Witterung schutzlos preisgegeben, in "Dreck und Kot" erstickten. Seine Aussagen stützen sich auf Dokumente und Unterlagen, die er "aus tausenden Seiten Beweises in den Armee-Archiven in Paris, London, Washington, Ottawa und Koblenz, West Deutschland, herausfand", heißt es in der Zeitung "The Sunday Star" wörtlich.
Die Überschrift in "The Sunday Star" vorn 20.8.1989 lautet: 1 million Germans killed in U.S. camps, book claims

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Julius Meinl

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 1:24 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Meinl_V.  Julius Lindbergh Meinl V. (*1959) ist ein in Prag, Tschechische Republik (seit Ende Aug. 2013) ansässiger Bankier mit britischer Staatsbürgerschaft.

Julius Meinl V. ist der Sohn von Julius Meinl IV. Er hat einen Sohn (Julius Meinl VI.) aus der inzwischen geschiedenen Ehe mit Franziska (genannt „Spängi“). Nach dem Abschluss des Studiums der Bank- u. Finanzwissenschaften an der Universität St. Gallen (HSG) im Jahre 1981 arbeitete er bei der Swiss Bank Corporation in London u. bei Brown Brothers Harriman in New York. Er war der Erbe der Lebensmittelhandelskette Julius Meinl, die er bis auf den traditionsreichen Wiener Standort Meinl am Graben auflöste u. den Handelsketten Billa, Spar u. Delhaize verkaufte, die diese in ihre Konzerne eingliederten. Das Unternehmen Julius Meinl kaufte 1969 eine Bank u. verschmolz sie 1979 mit ihrer Spar- u. Kreditvereins-Genossenschaft zur Meinl Bank. Julius Meinl V. übernahm 1983 als Vorstandsvorsitzender die Leitung der Meinl Bank. Ab 1987 war er Vorstandsvorsitzender der Bank u. in dieser Funktion maßgeblich an der erfolgreichen Expansion der Bank nach Osteuropa beteiligt. Per 28.12.2007 wechselte er in den Aufsichtsrat u. ist seither dessen Vorsitzender. Seit 2012 ist Julius Meinl V. mit Ariane Meinl verheiratet.

Am 17.1.2014 wurde Julius Meinl in Jerusalem zum neuen Präsidenten des Eurasisch-Jüdischen Weltkongresses (Euro-Asian Jewish Congress/EAJC), einer Teilorganisation des Jüdischen Weltkongresses (World Jewish Congress/WJC), gewählt -- Als Präsident des EAJC ist Meinl auch im Steering Committee des JWC vertreten.
Vorwürfe
Die Immobilienfondsgesellschaft Meinl European Land löste Sommer 2007 heftiges Medieninteresse aus, als bekannt wurde, dass man mit den Einnahmen einer Kapitalerhöhung im Frühjahr hauptsächlich eigene Wertpapiere zurückgekauft hatte, ohne die Anleger darüber zu informieren, was gegen österr. Recht verstößt. Am 31.12.2014 wurde gegen Julius Meinl V. u. 4 andere Organe der Meinl Bank Anklage wegen angebl. Untreue erhoben. Am 17.4.2015 wurde bekannt, daß das Oberlandesgericht Wien die Anklage gegen Julius Meinl u. weitere Beschuldigte zurückgewiesen hatte. Das Ermittlungsverfahren wurde damit wiedereröffnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Julius_Meinl_V. --- Hintergründe der Causa Meinl:
1. Wie erst nach dem Börsengang von Meinl Airport International (MAI) u. Power (MIP) Juli 2007 ab der a.o. HV vom 23.8.2007 zunehmend bekannt wurde, auf der der Rückkauf von bis zu 10 % der Meinl European Land (MEL)-Aktien eigentlich erst genehmigt werden sollte, war dieser bereits heimlich seit Februar erfolgt (nach anderen Quellen seit Anf. April), u. zwar in Höhe von insgesamt 29,6 % (= 88,8 Mio.) aller 300 Mio. regulären Aktien - offenbar, um den Kurs von MEL zu beflügeln (er stieg von 15,30 € Ende Januar 2006 innerhalb 1 Jahres auf 19,78 € zu Beginn der Rückkaufaktion u. dann weiter bis auf den Höchstkurs 21,35 € am 20.6.2008) u. damit den Börsengang der Schwester-Aktien MAI u. MIP zu unterstützen.

2. Nachdem solcherart Unterstützung nach den genannten Börsengängen eingestellt worden war, fiel der MEL-Kurs bis zum Vortag der a.o. HV (vom 23.08.07) um 23 % auf 16,50 €, am Tag danach dramatisch um weitere 24 % auf 12,60 € u. innerhalb von 5 Monaten weiter um fast 69 % von 21,35 € bis zum bish. Tiefstkurs 6,64 € am 23.1.2008, weil nicht nur eine vertrauensbildende Informationspolitik des MEL-Managements ausblieb, sondern sogar noch weitere dubiose Vorkommnisse das Vertrauen der Anleger nachhaltig erschütterten:

3. wurde 1. bekannt, daß die Anleger - entgegen den Verkaufsunterlagen - gar keine Aktien der MEL erworben hatten, sondern nur Zertifikate auf diese Aktien. Zweitens gab es plötzlich 150 Mio. sogen. PPS (= partly paid shares, also teileinbezahlte Aktien), für die bei vollem Stimmrecht nur 0,01 € (statt des vollen Kurswertes) einbezahlt worden war. Wer diese PPS besitzt, wurde verschleiert, obwohl Julius Meinl V. gegenüber Medien angab, die PPS nach der nächsten für Juni 2008 erwarteten erneuten a.o. HV zurückziehen zu wollen. Inzwischen ist die HV auf Juli verschoben u. immer noch kein genauer Termin genannt worden - man munkelt, hinter den Kulissen würde sich etwas tun hinsichtlich der Rechtmäßigkeit der PPS.

4. Die nur vermeintlichen MEL-Aktionäre mussten daraufhin erkennen, daß sie mit den Verkaufsunterlagen völlig irregeführt worden waren, in denen stand, daß der Aktienbesitz sich fast gänzlich in Streubesitz befände. Tatsächlich stellte sich jetzt heraus, daß es zusammen mit den PPS 450 Mio. stimmberechtigte Aktien gibt, von denen sich 150 Mio. PPS plus 88,8 Mio. durch die Meinl Bank zurückgekaufte Aktien, d. h. 238,8 Mio. Stück (also über 53 %) nicht in Streubesitz befinden.

5. Damit kann Julius Meinl V. vermutlich den geplanten Verkauf der Gesellschaft MEL an die amerikanische u. israelische Gesellschaft CPI/Gazit zu den für diese u. ihn selbst höchst lukrativen Bedingungen auf der nächsten HV durchsetzen, bei der er wegen des weitgehenden Ausscheidens des bisherigen MEL-Managements beabsichtigt, sich dies mit 280 Mio. € aus dem Vermögen der MEL-Gesellschaft vergüten zu lassen.

6. Das ist ein weit überhöhter Preis, der sogar noch den Jahresgewinn 2007 von 193 Mio. € weit übertrifft u. gegen die überwiegende Mehrheit der Aktionäre / Zertifikat-inhaber nur durchzusetzen ist, wenn nicht z. B. zuvor die Aufsichtsorgane der Wiener Börse feststellen sollten, dass den PPS kein Stimmrecht zukommt. Die kaufende Gesellschaft CPI/Gazit jedenfalls hat mit bisher erst 5,6 Mio. gekauften Aktien (zum Durchschnittskurs von 8,90 €) nur knapp 50 Mio. € investiert u. damit auf der bevorstehenden HV keinen entscheidenden Einfluss. Immerhin hat sie durch ihren Kauf für einen Anstieg des Kurses bis auf 8,30 € bis Mitte Mai 2008 gesorgt, der aber bis zum 7.6.2008 schon wieder auf 7,53 € gesunken ist. Denn es werden keinerlei Anstalten gemacht, abgesehen von der Bekanntgabe (zum letzten möglichen Zeitpunkt) der erwarteten schlechten Ergebnisse für das 1. Quartal 2008, das Vertrauen der Anleger zu gewinnen.

7. Angeblich will CPI/Gazit mindestens 800 Mio. € in MEL investieren. Aufgrund einer Konstruktion mit einer Wandelanleihe zum Junk-Zinssatz von 10,75 % ist nach Medienberichten davon auszugehen, dass diese Investition innerhalb der nächsten Jahre zu 80 % durch solcherart raffinierter (u. für den durchschnittlichen Anleger nur schwer nachvollziehbarer) Finanzmanipulationen zu Lasten der bisherigen Aktionäre erfolgt, da sie das Netto-Vermögen der MEL entsprechend verringert. D. h., dass CPI/Gazit letztlich nur 20 % der geplanten Beteiligung an MEL wird konkret zahlen müssen. Dadurch u. durch die unter 5. erwähnten 280 Mio. € wird der per 31.3.2008 auf 15,03 € geschrumpfte NAV (net asset value) nach Medienberichten auf etwa 10 € pro Aktie sinken.

8. Aufgrund dieser Ungereimtheiten kam es seit Sommer 2007 sowohl zunehmend zu Protesten vom Interessenverband der (Klein-)Anleger (IVA, Präsident Dr. Rasinger) u. der AK als auch im Frühjahr 2008 zur Gründung der Internet-Plattform MELfanclub (ironisch gemeint), in der sich über 1100 Anleger zusammengeschlossen haben.

9. Ebenfalls gibt es versch. Bestrebungen, über Rechtsanwälte Sammel- oder Musterklagen (IVA, Advofin) mit mehreren tausend klagenden der - insges. ursprünglich etwa 150.000 - irregeführten Anleger gegen die Manager von MEL wegen der erlittenen finanziellen oder auch nur buchmäßigen Schäden aufgrund des Kursverlustes einzuleiten, nachdem inzwischen - schon Ende 2007 - (noch nicht rechtskräftige) Strafbescheide der Finanzmarktaufsicht FMA (Wien) über je 20.000 € an 5 MEL-Direktoren zugestellt worden waren wegen der Verletzung von Publikationspflichten (Aktienrückkauf) - u. in einer Berufung auch vom Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) bestätigt wurden. Im Hinblick auf Musterklagen will die österr. Justizministerin die gesetzlichen Grundlagen entsprechend ändern lassen, so daß z. B. die bisherige 3-jährige Verjährungsfrist bis 3 Monate nach Abschluss eines Musterverfahrens ausgesetzt wird.

10. Julius Meinl V. verteidigt sich gegen alle Vorwürfe, indem er auf den allein gültigen Kapitalmarktprospekt der auf der englischen Kanalinsel Jersey beheimateten MEL verweist, der 271 Seiten stark u. in schwerverständlichem "Business"-Englisch verfasst ist. Dagegen hat der durchschnittliche Anleger nur sogenannte Folder (Faltblätter) erhalten bzw. Werbeaussagen in Zeitungen u. bei der Fernsehwerbung gelesen, in denen vom Sparbuch-Charakter u. der Mündelsicherheit der MEL-Anlage die Rede ist.

11. Die als Käufer der MEL auftretende Gesellschaft CPI/Gazit will das juristische Risiko der zu erwartenden Klagen nicht tragen. Deshalb hat Meinl die Rückstellungen im April 2008 für solche Rechtsfälle auf die Summe von 478.000 € erhöht, die lächerlich gering erscheint, weil das kaum die Hälfte des Schadens eines einzigen Anlegers ist, der seine Klage im Juni 2008 einreichen will. Bis Juni 2008 bekannt geworden sind zwar nur etwa 2 einzelne Klagen in der Causa, jedoch werden insbesondere vom Prozessfinanzierer Advofin etwa 1300 Kläger vertreten, die zunächst noch auf weitere Untersuchungsergebnisse der Behörden in der Causa warten.

12. Eine massive Strafanzeige des ehem. österr. Justizministers u. Verbraucherschützers Dr. Dieter Böhmdorfer gegen 3 der leitenden MEL-Direktoren wegen Untreue u. betrügerischer Krida zu Lasten der Aktionäre lässt vermuten, dass Julius Meinl letztlich ein ähnliches Schicksal blühen könnte wie jenen bereits im Gefängnis sitzenden Managern, die nach ähnlichen Vorkommnissen wie jetzt bei MEL in Venezuela gefasst wurden, wohin sie geflohen waren.

Der Name Meinl jedenfalls dürfte seinen guten Klang inzwischen völlig eingebüßt haben, so dass er nach Aussagen aus der Umgebung Julius Meinls aus den o. g. Firmennamen völlig getilgt werden soll. Wenn sich die MEL-Anleger vor Gericht durchsetzen sollten, könnte das aus Regress-Gründen wohl den gänzlichen Niedergang des Meinl-Imperiums bedeuten.
Sollte dann das Meinl- bzw. Meinl Bank-Vermögen nicht ausreichen, ist lt. den Medien zu erwarten, dass aufgrund von Versäumnissen der zuständigen Organe im Zusammenhang mit der Zulassung der MEL-Aktie an der Wiener Börse u. der Beaufsichtigung der Pflichten der MEL-Manager die Republik Österreich - wie in einem ähnlich gelagerten Fall schon Anfang Dez. 2007 - gerichtlich zum Schadenersatz verurteilt wird. Im besagten Falle müssen 70 bis evtl. sogar 200 Mio. € vom Steuerzahler aufgebracht werden. Allerdings müssen zuvor noch höhere Gerichte dies Urteil bestätigen, womit zu rechnen ist. Schließlich wird der entsprechende Betrag schon im Staatshaushalt ausgewiesen.

13. Der Meinl-Skandal ist damit aber noch nicht zu Ende, denn nun sollen die Hauptversammlungen bzw. ausserordentlichen Hauptversammlungen von Meinl-Gesellschaften nicht etwa in Wien, sondern z.T. zeitgleich auf der Kanalinsel Jersey stattfinden (MAI auf Jersey, MIP in Wien - beide am 28.7., mitten in der Haupturlaubszeit). Das Ziel ist offenbar, die Aktionäre, deren es noch über 100.000 gibt, vorwiegend Österreicher u. vorwiegend Bezieher kleiner u. mittlerer Einkommen, aber auch etwa 10.000 Deutsche, die Teilnahme zu erschweren bzw. unmöglich zu machen.
So soll der Teilverkauf der MEL (HV-Termin auch für Juli angekündigt, steht am 22.6. aber immer noch nicht genau fest) mit einem Gewinn von 280 Mio. € für die Meinl-Bank nicht noch von den Aktionären gestört werden können oder gar verhindert, sofern die Börsenaufsicht bis dahin die Stimmrechte der PPS kassieren sollte.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzskandale/finanzskandale-13-julius-meinl-die-schmach-der-ehrwuerdigen-haendlerfamilie-1760114.html --- 2009 --
Julius Meinl V. zählt zu den reichsten Österreichern. Nach wie vor gibt es Menschen, die sich der Verbindung zu ihm rühmen. Das Vermögen seines Clans wird auf 2 Mrd. € geschätzt. Doch hat der Mann mit den auffällig hervorstechenden Augen seine besten Zeiten offensichtlich hinter sich. Vor 2 Wochen wurde der Wiener wegen Fluchtgefahr im Wiener Landesgericht inhaftiert. Meinl hat neben der österr. Staatsangehörigkeit auch einen britischen Pass.
Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Affäre, die vor 7 Jahren ihren Ursprung hatte. Nur dank einer Kaution von 100 Mio. € wurde er 2 Tage später wieder freigelassen. Die Höhe der Sicherheit, die er zu leisten hatte, ist für österr. Verhältnisse ein Spitzenwert. Selbst Bernard Madoff, der einen der größten Finanzskandale zu verantworten hat, musste lediglich 10 Mio. Dollar (7,6 Mio. €) hinterlegen, um freigelassen zu werden.
Wie Meinl so schnell das Geld flüssig machte, ist unklar. Denn auch ein Milliardär hat nicht zwangsläufig 100 Mio. € in bar herumliegen. Jedenfalls wurde es von einer Liechtensteiner Bank angewiesen. Damit hat der Österreicher einen gewissen Freiheitsgrad, was Anleger empört. Doch ist ein Kautionsantrag möglich, wenn als Haftgrund Fluchtgefahr besteht. Die Kautionshöhe ergibt sich bei einem großen Ermessensspielraum des Untersuchungsrichters aus den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten u. der vorgeworfenen Straftat.
Meinl, genannt der Fünfte, ist Aufsichtsratsvorsitzender der gleichnamigen Bank u. muss sich nun zwischen Bregenz u. Eisenstadt aufhalten. Seit Monaten ermittelt die Wiener Staatsanwaltschaft gegen ihn wg. des Verdachts von Betrug u. Untreue sowie wg. des Vorwurfs überhöhter Gebühren im Zusammenhang mit der Immobilien-gesellschaft Meinl European Land (MEL), nunmehr Atrium Real Estate. Anleger sehen einen Schaden von Hunderten Mio. €. Damit zählt diese Affäre zu den größten Finanzskandalen in Wien ---
Auch die vor 2 Jahren an die Börse gebrachten anderen beiden Gesellschaften MIP u. MAI regen die Anleger mit deutlich unter ihren Ausgabepreisen liegenden Kursen auf. Wie bei MEL wurden Unternehmen geschaffen, deren Hauptzweck offenbar die Aufbringung möglichst hoher Gebühren für die Meinl-Bank u. damit für die Familie war. Provisionen für Börsengeschäfte, Managementgebühren für die Verwaltung der MEL-Immobilien - sogar die Verwendung des Namens lässt sich Meinl von der MEL vergüten. Ein Notenbankprüfbericht stellt 2008 zahlreiche Organverflechtungen zwischen der Bank, der MEL, MAI u. MIP sowie der Julius Meinl AG fest. Die MEL entpuppt sich als Geldmaschine u. wird zur Hauptertragsquelle der Meinl-Bank, die in den zurückliegenden Jahren eine der am schnellsten wachsenden Bankengruppen in Österreich ist. Von 2003 bis 2006 erhöht sich die Bilanzsumme von 659 Mio. auf 6500 Mio. €. Der Überschuss verfünffacht sich von 24 auf 118 Mio. €.

Dank einer geschickten Konstruktion mit einem Unternehmenssitz auf Jersey war das Lavieren zwischen 2 Rechtswelten möglich. Denn bei den von der Meinl-Bank bis Anf. 2007 plazierten MEL-Zertifikaten an der Wiener Börse handelt es sich nicht um herkömmliche Aktien, sondern um Zertifikate auf Aktien. Und diese unterliegen nicht dem strengen österr. Wertpapierrecht, da die MEL auf der brit. Kanalinsel residiert - offiziell zur Steuerersparnis. Doch kann sie die dort geltenden weniger strengen Publikationspflichten nutzen - bis der Skandal ausbricht.
Karibisches Karussell
Gegenüber MEL hat sich die Meinl-Bank verpflichtet, bei Kapitalerhöhungen eine Art Ausfallhaftung zu übernehmen. Wenn neu aufgelegte Papiere nicht plazierbar wären, griffe die Bank diese auf. Dieser Fall trat mehrfach ein. Denn das Interesse der Investoren hielt sich seit dem Frühjahr 2006 in Grenzen. Für die Meinl-Bank entstand das Problem, daß sie die Papiere nicht in die eigenen Bücher nehmen konnte, weil sie damit die gesetzlichen „Großveranlagungsgrenzen“ überschritten hätte. Der Ausweg führte in die Karibik. Dort gab es eine Zweckgesellschaft namens Somal. Auf diese Weise wurde ein Finanzkarussell in Gang gesetzt: Da Somal nicht genug Kapital hatte, um den Überhang an MEL-Zertifikaten aufzukaufen, zeichnete die MEL Anleihen von Somal. Mit diesem Geld erwarb Somal MEL-Zertifikate.
Auflösungserscheinungen
Vor 2 Jahren geriet im Zuge der beginnenden Krise mit Hypotheken niedriger Güte (Subprime) die Konstruktion außer Kontrolle. Zwischen Frühjahr u. Sommer 2007 kaufte die Meinl-Bank auf MEL-Rechnung heimlich Zertifikate zu überhöhten Preisen am Markt auf. Dazu wurden Investorengelder von 1,8 Mrd. € herangezogen.
In diesem Frühling u. Sommer 2007 brachte Meinl 2 weitere Unternehmen an die Börse nach dem Muster der MEL: Meinl Airports International (MAI) u. Meinl International Power (MIP). Mit beiden wird versucht, das Geschäftsmodell MEL zu kopieren. Das Vorhaben scheitert. Inzwischen gibt es die Gesellschaften in der ursprünglichen Form nicht mehr. MEL wurde im vorigen Frühjahr vom israelisch-amerikanischen Konsortium Gazit Holdings/CPI erworben u. heißt nun Atrium Real Estate. MAI u. MIP wurden im Herbst von kritischen Aktionären übernommen u. werden bald aufgelöst.

Gegen rund ein Dutzend Personen im Umfeld Meinls wird ermittelt. Hinzu kommen 2 bekannte Österreicher, die zwar nichts mit der MEL, dafür aber viel mit der MIP zu tun haben: Neben dem früheren Vorstandsvorsitzenden von Österreichs größtem Energieversorger Verbund, Hans Haider, handelt es sich um den ehem. Finanzminister Grasser. Er war prominentes Aushängeschild der MIP. Vorgeworfen wird Julius Meinl V. u. dessen Verbündeten, dass MEL-Anteile als mündelsicher beworben wurden, ohne dass sie das waren. Das stellt möglicherweise Betrug dar. Überdies geht es um den Geldfluss von MEL an die Briefkastenfirma Somal, die damit MEL-Anteile gekauft hat, um den Kurs hochzuhalten. Dies wäre möglicherweise ein Fall von Untreue.
Ferner geht es um die zu einem Bruchteil des Durchschnittspreises erworbenen sogen. teileinbezahlten Aktien (Partly Paid Shares), mit deren Hilfe das MEL-Board eine feindliche Übernahme abwehren wollte. Dadurch ist der MEL aus Sicht der Staatsanwaltschaft Geld entgangen. Der Käufer musste nur einen Bruchteil bezahlen u. hatte dafür eine Kaufoption, die nicht ausgeübt wurde. Auch das ist möglicherweise Untreue. Überdies wirft die Staatsanwaltschaft der Meinl-Bank überhöhte Gebühren vor.
--- Ebenso hat Grasser an Glaubwürdigkeit verloren. Er zieht sich nun aus seinem Meinl-Engagement zurück --- Grasser wurde als Drittel-Eigentümer der .. Meinl Power Management Limited für seine Dienste zumindest im 1. Jahr ungeachtet eines Geschäftsabschlusses mit rund 3 Mio. € brutto honoriert ---

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/330338/KaribikAchse_Floettl-und-der-MeinlSkandal  -- Ein vertrauliches Dossier der Finanzmarktaufsicht (FMA) birgt neuen Erklärungsbedarf für die Meinl Bank, die Meinl European Land (MEL) u. auch den US-Investmentbanker Wolfgang Flöttl. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" unter Berufung auf ein Papier der FMA berichtet, soll die Meinl Bank Flöttls Spekulationen mit MEL-Papieren finanziert haben ---
Der Kredit für die MEL-Spekulationen sei eines aus zahlreichen Geschäften gewesen, die Flöttl mit der Meinl Bank zwischen 2000 und 2006 unterhielt ---
Medieninformationen nach hat MEL ab 2005 aufklärungswürdige Geldkreisläufe mit so genannten "Commercial Papers" in Gang gesetzt. Die Anleihen wurden jeweils 2 Monate nach ihrer Emission wieder getilgt. Bis Jänner 2007 wurden solcherart 9,6 Mrd. € auf dem Papier im Kreis bewegt ---

http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Julius-Meinl-Neue-Kunst-Firma-mit-Neo-Ehefrau/200139855 --- Julius Meinl hat in Tschechien ein neues Leben aufgebaut.
Banker Julius Meinl V. hat fast unbemerkt sein neues Leben in Tschechien aufgebaut. Auch Ariane Neuberger verließ ihren Job als Chefin des Bank Austria Kunstforums u. zog nach Prag. Dort soll, wie ÖSTERREICH erfuhr, 2013 die heimliche Hochzeit stattgefunden haben. Jetzt firmiert die Kunstwissenschafterin unter „NM Fine Arts“ mit Sitz in Tschechien. Steht „N“ für Neuberger und „M“ für Meinl?

http://derstandard.at/2000009924092/Anklage-gegen-Meinl-und-vier-weitere-Personen-erhoben --- 2015 --- Anklage gegen Meinl und 4 weitere Personen
--- Meinl, den Bank-Vorständen Peter Weinzierl und Günter Weiß sowie den (Ex-)Aufsichtsräten Robert K. und Karl H. werde Untreue vorgeworfen ---
Im Mittelpunkt der Anklage stehe die Ausschüttung einer Sachdividende in Höhe von 211,9 Mio. € Anfang 2009 an die Mehrheitsaktionärin der Bank mit Sitz auf Malta, die letztendlich im Einflussbereich von Julius Meinl stehen soll, so die Zeitung. Die Bank soll durch diese Ausschüttung "entreichert" worden sein ---

http://derstandard.at/2000029373785/Atrium-und-Meinl-Bank-wollen-sich-mit-Anlegern-vergleichen -- 2016 -- Atrium u. Meinl Bank wollen sich mit Anlegern vergleichen --- Auch die Meinl Bank ist mit im Boot. Gemeinsam nehmen sie 60 Mio. € in die Hand, betroffene Anleger sollen zwischen 1,5 und 70 % ihres Schadens ersetzt bekommen. Mehr als 8 Jahre nach dem beispiellosen MEL-Kurssturz hatte ein Wiener Anwalt im Sommer 2015 ein Sammelverfahren für österr. Betroffene in den Niederlanden initiiert. Den Umweg über Amsterdam wählte er – wie auch im VW-Skandal –, weil Massenverfahren dort billig u. konsumentenfreundlich ablaufen u. außerdem Generalvergleiche möglich sind --- Die Meinl Bank ist aktuell mit knapp 900 Zivilverfahren konfrontiert, Ende 2010 waren es noch 2.700. Zusätzlich läuft seit Jahren ein Strafverfahren gegen Julius Meinl u.a. (ehem.) Verantwortliche ---
Leserkommentar: "Und diese vielen Jahre die dabei vergangen sind, und der Sieger? Rasinger! Welch eine Komödie, das hätte doch schon längst von den Behörden abgeklärt werden sollen, wo war eigentlich die Republik? dazu braucht man einen Rasinger, der soll sich in die Rente gehen und Jüngere die noch voller Energie sind, an diese schmuddeligen Fälle ranlassen, dass die EU da solange zuschaut und nichts gegen diese Abzocker unternommen hat, ist unglaublich, seit Jahren will man den Weinzierl abberufen, aber die FMA ist nicht fähig dazu, wie Sie auch bei der Hypo total versagt hat, aber wir glauben den Meischis, Plechs, und wie Sie alle heissen, diese Prozesse werden in die Länge gezogen, und man sieht, dass hier eine Macht im Spiel ist die alle Fäden zieht"

https://www.tips.at/news/perg/wirtschaft-politik/291199-vom-geschaedigten-zum-buchautor-ueber-meinl-fall --- Vom Geschädigten zum Buchautor über Meinl-Fall
PERG. 100.000 Österreicher haben mit ihrem Meinl European Land (MEL)-Investments Unmengen an Geld verloren. Zahlreiche Geschädigte haben Klagen eingebracht. Der Perger Erich Halatschek recherchierte jahrelang und veröffentlicht nun darüber ein Buch. Mit dem Buch will der Spross der bekannten Perger Baufamilie in erster Linie zur Aufklärung des Falles beitragen. Schnell ist er nach Schadenseintritt auf zahlreiche Ungereimtheiten gestoßen. Als Absolvent des Studiums der Rechtswissenschaften sowie Geschäftsführer der EHI Immobilien Gesellschaft möchte Halatschek nun Licht ins Dunkel des Kriminalfalles zu bringen.
Kritik an Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
„Ich verstehe nicht, dass zu Beginn keine Untersuchungshaft über die Verdächtigen verhängt wurde“, sagt Halatschek. „Auch habe ich im Strafakt keine einzige Telefonüberwachung von Beschuldigten gefunden, während es diese in anderen Fällen wie bei Grasser u. Meischberger sehr wohl gegeben hat“, wundert sich der Jurist über das Vorgehen der StA. Die Liste der Überraschungen ist lang u. so könnte das kritische Werk den Geschädigten in ihren Gerichtsverfahren eine wertvolle Hilfe sein.

So war laut Vertrag die Meinl-Firma MERE für die gesamte Immobilienverwaltung u. das Management zuständig, hat aber in dieser Zeit offensichtlich keinen einzigen eigenen bezahlten Mitarbeiter gehabt. Als Abfindung für die Vertragsauflösung gab es stolze 280 Mio. € für die Meinl Bank, beschlossen bei einer Hauptversammlung, die entgegen früheren Gepflogenheiten nicht in Österreich, sondern auf Jersey abgehalten wurde. Noch schlimmer ist für ihn, dass dort angeblich nachträglich der Rückkauf von Zertifikaten genehmigt wurde, gut versteckt ohne eigenen Tagesordnungspunkt. Von dieser Versammlung ist weder eine Anmeldungs- noch eine Anwesenheitsliste zu erhalten. „Zentraler Punkt in meinem Buch ist daher ein Fragebogen, in dem ich die Geschädigten ersuche, mitzuteilen, wie sie abgestimmt haben. Wäre der Staatsanwalt dieser Frage nachgegangen, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht geschrieben“, ärgert sich der Autor.

Fünf Jahre Kampf ohne rechtskräftiges Urteil
Indizien deuten darauf hin, dass der Managementvertrag vom 20.12.2002 zu diesem Zeitpunkt gar nicht unterschrieben war. Er wurde im Mitte 2003 erschienenen Geschäftsbericht 2002 mit keinem Wort erwähnt. Ganz im Gegenteil: Darin steht, dass die MEL für die Meinl Gruppe Immobilienleistungen erbringt. Per Hansson war bis Mitte 2003 Geschäftsführer u. wurde bis heute nicht befragt, ob er diesen Vertrag überhaupt kennt u. warum er ihn nicht unterschrieben hat. Halatschek geht inzwischen bereits seit 5 Jahren gegen die Meinl Bank gerichtlich vor u. hat nach unzähligen Verhandlungen bis heute kein rechtskräftiges erstgerichtliches Urteil. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Zum Buch: „Meinl European Land und die Frage, ob Österreich ein Rechtsstaat ist“  ISBN: 9783903018013  220 Seiten   Preis: 19,90 Euro

http://www.tips.at/news/perg/wirtschaft-politik/318123-erich-halatschek-veroeffentlicht-zweites-buch-zum-fall-meinl  Halatschek 2. Buch zum Fall Meinl
Unternehmer Erich Halatschek schildert in seinem 2. Buch über den Fall Meinl seine eigenen Schadenersatzprozess u. setzt der Staatsanwalt nun noch mehr zu, damit sie endlich tätig wird. Weil sein 1. Buch „Meinl European Land u. die Frage, ob Österreich ein Rechtsstaat ist" ein wesentliches Ziel verfehlt hat, nämlich den Abstimmungswillen der MEL-Anleger bezüglich der Beschlüsse auf der MEL-Hauptversammlung v. 16.7.2008 festzustellen bzw. zu prüfen, ob die Anleger getäuscht wurden, hat Halatschek mit „Die MEL-Verschwörung" nun sein 2. Buch zu diesem Kriminalfall geschrieben. „Die Staatsanwaltschaft ist diesbezüglich leider nicht tätig geworden", zeigt sich H. enttäuscht. Er dachte, daß das 1. Buch dazu animieren wird, eine Beweissicherung der bei der OeKB aufliegenden Anmeldeformulare zu dieser MEL-Hauptversammlung vorzunehmen.
„Die Unterlassung einer notwendigen Beweissicherung begründet den Verdacht des Amtsmissbrauchs gegen den ermittelnden Staatsanwalt", so die Meinung des Autors. Im 2. Buch ist daher auch eine Anzeige gegen den ermittelnden Staatsanwalt abgebildet, die der Buchautor eingebracht hat, u. er schildert auch seinen eig. Schadenersatzprozess gegen die Meinl Bank --- ISBN: 9783903018037   160 Seiten   Preis: 14 €

https://www.trend.at/wirtschaft/business/julius-meinl-v-der-weg-323421 ---  2.4.2012 - 3 Jahre nach der Verhaftung von Julius Meinl tritt die Justiz noch immer auf der Stelle --- berichtet Meinl-Bank-Vorstand Weinzierl. In Russland, wo die Bank nun 80 % ihres Geschäfts lukriert, werde Meinl als "klasser Bursch" gesehen, weil er das Geld (für die Kaution) so rasch aufstellte. Deshalb fährt Meinl auch selbst jeden Monat mit nach Russland oder in die Ukraine, um die dortigen Geschäftsleute mit seinem "alten Geld" zu beeindrucken --- Auch Ex-Finanzminister Grasser soll ja von der Bank für die Schuldeneintreibung in Russland hinzugezogen worden sein ---  fungiert nun Malta als Firmenstandort für die Fulcrum --- Der Bau von Einkaufszentren in Russland, Polen u. der Ukraine ist geplant. Die Fulcrum wird zurzeit noch von Geldern aus dem Umkreis der Fam. Meinl finanziert, wie der Meinl-Bank-Chef sagt, soll aber bald auch Großinvestoren anlocken --- Es könnte sein, daß Kofler in Kürze in den Aufsichtsrat wechselt, bestätigt Weinzierl diesbezügliche FORMAT-Recherchen vorsichtig. Überhaupt sind Jobwechsel innerhalb der Bank gang und gäbe. So soll der langjährige Chauffeur von Julius Meinl auf einen Bürojob gewechselt sein. Man will niemanden verlieren, der Mitwisser sein könnte, munkelt ein Insider ---
die Justiz will die Kaution partout nicht herausrücken. Und das, obwohl jenes Gutachten, auf dem der Kautionsbeschluss im Wesentlichen beruhte, von einem befangenen Gutachter geschrieben wurde. Seit Herbst 2011 liegt ein 2. Antrag auf Rückerstattung der Kaution bislang unbeantwortet bei Gericht. Mittlerweile wird bereits mehr als 4 Jahre in der Causa Meinl ermittelt, der 4. Gutachter wurde vor kurzem bestellt, inges. 4 Staatsanwälte arbeiten an dem Fall. Auch in der Staatsanwaltschaft Wien weiß man: Wir haben ein Gutachterproblem. Aber es dürfte nicht nur das sein: In den FORMAT vorliegenden E-Mails machen auch die Ermittler keine gute Figur. Ein gefundenes Fressen für die Anwaltsarmada von Julius Meinl.

http://derstandard.at/2000039469946/Julius-Meinl-bekommt-seine-Kaution-zurueck --- 21.6.2016 - Julius Meinl bekommt seine Kaution zurück --- 2013 bekam Meinl bereits 90 Mio. € davon zurück, nun folgt der Rest. Das Geld ist bis zu seiner Auszahlung auf einem Konto bei der Bawag geparkt, demnächst wird es mit rund 1,8 % (aus heutiger Sicht also: bestens) verzinst zurücküberwiesen ---
Anwalt Eichenseder hatte den Antrag auf Freigabe mit der Begründung gestellt, daß das Strafverfahren schon sehr lange dauere u. offenbar "kein Ende in Sicht ist" ---
Leserkommentar: "Anscheinend muß man in Österreich nur in riesigen Dimensionen Betrügen u. Bestehlen u. dann alles aussitzen u. man ist - hä - unschuldig? .."
"Wie wird dem "Fluchtanreiz" nun "Einhalt geboten"?.."
"Was sind wir für eine Bananenrepublik! Die da oben richten´s sich wie seinerzeit unter den Habsburgern. Da wird für uns Bürger da " draussen " ein Schmierentheater inszeniert, über Jahre prozessiert, um dann die Herren, die da angeklagt waren, auf Kosten der Steuerzahler freizusprechen. Das fällt einem schon richtig auf, ob Meischberger, Grasser .."
"Es ist zum Weinen... Schafft es irgendeine österr. Behörde was zu machen, was vor einem fähigen Anwalt trotzdem Bestand hat?"

http://www.news.at/a/franziska-meinl-gestorben-7591211 --- 27.9.2016 - Die Ex-Frau von Julius Meinl V. ist für die Öffentlichkeit völlig überraschend im Alter von nur 53 Jahren verstorben --- Franziska Meinl war bis 2009 mit dem Milliardär Julius verheiratet, erst letztes Jahr ehelichte sie Maximilian Prinz zu Fürstenberg --- Nach der Scheidung .. pendelte sie zwischen ihrer Villa in Wien-Döbing u. ihrem Domizil in London, wo ihr Sohn als Banker arbeitet ---
http://www.news.at/a/julius-meinl-der-mohr-zieht-ab ---  Julius VI. verdient seine Brötchen bei der Credit Suisse in London ---

https://kurier.at/stars/meinl-sohn-julius-meinl-vi-feiert-luxus-hochzeit-mit-olivia-stolt-nielsen-holten/208.022.658 --- 5.7.2016 - wurde die Oper in Olso für ein privates Event geschlossen: Für die Luxus-Hochzeit von Meinl-Spross Julius, den VI. (27) u. Olivia Stolt-Nielsen Holten (26) --- Kennen u. lieben gelernt haben sich die beiden angebl. in London, wo sie im Finanzbereich arbeiten --- Christine Stolt-Nielsen Holten hat ein stolzes Familienerbe vorzuweisen. Ihrem Vater gehört "Stolt-Nielsen Limited" - das weltweit größte Transportunternehmen ---

Passt auch dazu, vor allem das dritte Video...:

https://www.youtube.com/watch?v=P1-dr_zqQyA

https://www.youtube.com/watch?v=o0C5qb6rgOs

https://www.youtube.com/watch?v=mX_qsc18QXw

https://www.youtube.com/watch?v=ZXHs7cy2rI8

Übersicht-Liste aller bisher von Dissident eingestellten Beiträge zu "Menschen & Personalien" --- alphabetisch und zum direkt anklicken:
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Bruno Kreisky

Beitrag von Dissident am Mi Dez 28, 2016 3:32 pm

(Österreich wird im Text mit "Ö" abgekürzt) https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Kreisky  Bruno Kreisky (1911-1990), österr. SPÖ-Politiker, 1970-1983 Bundeskanzler der Republik Ö ---
Er engagierte sich schon als Schüler für die Sozialdemokr. Partei u. wurde 1936 wegen seiner politischen Tätigkeit vom austrofaschistischen Staat zu 1 Jahr Kerker verurteilt. Kurz nach dem Anschluss Ö emigrierte er nach Schweden, um einer Verhaftung .. zu entgehen. Nach 1945 war er zunächst in Schweden als Diplomat, dann ab 1951 in Wien als Staatssekretär u. Juli 1959 – April 1966 als Außenminister in der österr. Außenpolitik tätig.
Er war 1954/55 Mitglied von Delegationen, die mit der Sowjetunion über ein Ende der seit 1945 währenden Besatzung u. über einen Staatsvertrag verhandelten ---
War die 1. Hälfte seiner Regierungszeit von vielfältigen Reformen geprägt, trat nach den Ölschocks v. 1973 u. 1979 die Bekämpfung v. Rezession bzw. Stagflation in den Vordergrund. Um den Preis starker Budgetdefizite konnten lange Wirtschaftswachstum u. die von ihm stets als prioritär angesehene Vollbeschäftigung gehalten werden ..
- - -
Kreisky wurde als zweitältester Sohn einer wohlhabenden assimilierten jüdischen Familie in Wien geboren. Vater Max Kreisky (1876–1944) war Generaldirektor der Österr. Wollindustrie AG u. Textil AG, Zensor der Österr. Nationalbank, Mitglied des Zentralvereins der kaufmänn. Angestellten u. in der Emigration (ab 1942) Leiter einer Textil-fabrik in Schweden. Seine Mutter war Irene, geborene Felix (1885–1969), aus einer aus Znaim, stammenden Familie von Lebensmittelproduzenten; die Marke Felix besteht bis heute. Die Verwandten seiner Mutter dienten politischen Gegnern später dazu, ihm persönlichen Reichtum zu unterstellen ---
1927 zur Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). Nach anfänglichem Widerstand gegen den Bürgersohn stieg er in der Organisation auf: 1930 wurde er Vorsitzender der Regionalorganisation für die Gemeinden Purkersdorf, Klosterneuburg u. Tulln, 1933 leitete er die Bildungs- u. Kulturarbeit der SAJ.
1931 trat er aus der Israelitischen Kultusgemeinde aus. Später bezeichnete er sich als Agnostiker.
1929 begann er an der Uni Wien das Studium der Rechtswissenschaften. Er hatte urspr. Medizin studieren wollen. Otto Bauer, den Kreisky im gleichen Jahr kennengelernt hatte, überzeugte ihn jedoch mit den Worten: „Die Partei braucht gute Juristen.“ Als Student war er Mitglied der Paneuropa-Union. Während der Februarkämpfe 1934 gegen die Regierung Dollfuß war Kreisky an der Verteilung von Propagandamaterial beteiligt. Nach der Niederschlagung der Sozialdemokratie nahm er am 18.2.1934 an einem Treffen ehem. SAJ-Funktionäre im Wienerwald teil, wo die Revolutionäre Sozialistische Jugend unter Leitung von Roman Felleis u. Kreisky gegründet wurde. Kreisky nahm mehrfach an Treffen der nun illegalen Partei in der Tschechoslowakei teil.
Aufgrund seiner illegalen Tätigkeit wurde er am 30.1.1935 für 15 Monate verhaftet. Ähnlich erging es auch Franz Jonas, Otto Probst u. Anton Proksch. In der U-Haft lernte er vom Ständestaat verfolgte Nationalsozialisten als „Leidensgefährten“ kennen; Sein Zellengenosse war etwa Egon Müller-Klingspor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bruno_Kreisky  Müller-Klingspor stammte aus einer schwed. Familie, war geboren in Ödenburg im Jahr 1907. Führer im Wandervogel u. in der Deutschen Jungenschaft. Ab 1931 war er Standartenführer der österr. SA. Er war 1935-36 inhaftiert, scheint sich mit seinem Zellengenossen Kreisky so gut verstanden zu haben, dass er ihn nach dem ""Anschluss" protegierte u. als "Ratsherr" von Wien Kreiskys Ausreise nach Schweden ermöglichte
Darauf wurde zurückgeführt, daß Kreisky später Beobachtern zufolge ehem. Austrofaschisten weitaus heftiger ablehnte als ehem. Nationalsozialisten.
Am 16.3.1936 begann .. der sogen. Sozialistenprozess. Die von Kreisky gehaltene Verteidigungsrede erregte in der ausländischen Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit. Er wurde wegen Hochverrats zu 1 Jahr Kerker verurteilt. Am 3.6.1936 wurde er, da die Zeit der U-Haft auf die Strafe anzurechnen war, enthaftet sowie von allen Hochschulen relegiert. Anfang 1938 konnte er sein Studium fortsetzen. In der Zwischenzeit setzte er seine illegale Tätigkeit für die Revolutionären Sozialisten fort ---
Am 15.3.1938 wurde er in „Schutzhaft“ genommen. Im Aug. wurde er unter der Bedingung, das Land unverzüglich zu verlassen, enthaftet. Er flog wenige Tage später, ohne im Besitz eines Visums zu sein, nach Kastrup in Dänemark, wo er von der Polizei beinahe wieder nach Ö zurückgeschickt worden wäre. Dank eines durch Freunde im letzten Moment organisierten Durchreisevisums durfte Kreisky dann doch nach Dänemark einreisen u. konnte von dort aus seine weitere Flucht organisieren. Kreisky stellte zunächst ein Auswanderungsansuchen für Bolivien, erhielt dann aber vom Vorsitzenden der schwedischen Jungsozialisten, Torsten Nilsson, eine Einladung nach Schweden, wo er sich in Stockholm niederließ. Er konnte sich rasch etablieren; dabei halfen ihm seine Kontakte zu den Sozialdemokraten wie auch seine Verwandtschaft: Sein Cousin Herbert Felix war mit einer Schwedin verheiratet u. führte das Unternehmen AB Felix.

Anfang 1939 fand Kreisky mit Unterstützung seiner Freunde im Sekretariat der Stockholmer Konsumgenossenschaft eine Stellung als ökonomischer Berater. Daneben schrieb er Artikel für schwed. u. ausländ. Zeitungen. 1939 nahm er in Lille am Kongress der Sozialistischen Jugendinternationale teil, wo er sich vehement gegen eine Fusionierung mit den kommun. Jugendverbänden aussprach. Im sowj.-finnischen Winterkrieg war er als Kriegsreporter tätig. Febr. 1940 trafen seine Eltern aus Wien in Schweden ein.
Sommer 1940 lernte er den im norweg. Exil lebenden Willy Brandt kennen. Mit Brandt arbeitete er in der Internationalen Gruppe demokr. Sozialisten, die auch „Kleine Internationale“ genannt wurde, an Fragen der Nachkriegsordnung Europas. 1941 wurde er Obmann des Klubs österr. Sozialisten in Schweden. Er setzte sich früh für die österr. Eigenstaatlichkeit ein, die von den Exilanten etwa in London u. New York noch abgelehnt wurde. Ebenso verwahrte er sich gegen Vereinnahmungsversuche durch die Kommunisten. Kreisky gelang es auch, dass die in Schweden internierten Wehrmachtssoldaten, die sich als Österreicher bekannten, als Militärflüchtlinge u. nicht als Deserteure anerkannt wurden, wodurch sie den zivilen Behörden unterstanden. Später, 1953, sollten ihm deutschnationale Kreise in Ö genau dies zum Vorwurf machen.
Sein Bruder Paul war 1938 nach Palästina ausgewandert --- 1942 heiratete Kreisky Vera Fürth (1916–1988) aus einer jüdischen Industriellenfamilie. Sohn Peter kam 1944 in Schweden auf die Welt, 1948 Tochter Suzanne. Nach der Befreiung Österreichs 1945 organisierte Kreisky schwed. Hilfslieferungen nach Ö, ab Okt. 1945 als offiz. Beauftragter der schwed. Regierung. So gelangten Medikamente, Trockenmilch u.a. Lebensmittel besonders für Kinder nach Ö. Parteifreunde ließen ihm regelmäßig Wunschlisten zugehen, die auch technische Geräte u.a. zu dieser Zeit in Ö nicht erfüllbaren Bedarf umfassten.
Mai 1946 fuhr er nach Wien; er wollte wieder in die österr. Politik einsteigen. Dies gelang ihm zunächst, wie vielen anderen, nicht: Remigranten waren damals nicht gern gesehen, auch fürchtete die SPÖ, wie in der 1. Republik als „Judenpartei“ verunglimpft zu werden. Auf Drängen von Renner, Schärf u. Figl ging Kreisky nach 3 Monaten zurück nach Schweden, um dort die österr. Gesandtschaft aufzubauen, was ihm mit finanzieller Unterstützung des schwed. Außenministeriums auch gelang.
Ab 1947 war er Legationssekretär 1. Klasse unter dem neuen österr. Botschafter Paul Winterstein. Kreisky setzte sich weiterhin für die Österreichhilfe ein. Ende 1950 wurde er nach Wien zurückberufen ---
Er trat am 2.1.1951 seine neue Stelle als Legationsrat 3. Klasse in der wirtschaftspolitischen Abt. der Sektion für auswärtige Angelegenheiten im Bundeskanzleramt in Wien an. Er war mit Hans Igler, später Präsident der Industriellenvereinigung, verantwortlich für die Erstellung von Wirtschaftsplänen u. Devisenübersichten. Im April übersiedelte auch Kreiskys Familie nach Wien. Am 27.5.1951 wurde der Wiener Bürgermeister Körner zum Bundespräsidenten gewählt. Juni 1951 wurde Kreisky zu dessen außen-politischem Berater ernannt. SPÖ-Chef Vizekanzler Schärf wollte damit dem als eigenwillig, zwanglos u. gelegentlich wenig diplomatisch bekannten Körner einen versierten Assistenten zur Seite stellen.
Kreisky u. Körner hatten einander bereits in den späten 20iger Jahren in einem von Schärf gebildeten Diskussionskreis kennengelernt. Nun war er in jeder Beziehung eine große Hilfe für den alten Mann, mit dem ihn langjährige Freundschaft u. gegenseitige Wertschätzung verband. Er nahm an Körners Gesprächsrunden mit den sozialistischen Regierungsmitgliedern teil u. kam so in engen Kontakt mit der obersten Spitze der SPÖ.
Für eine Rede Körners während der Feiern anlässl. des 30-Jahre-Jubiläums d. Zugehörigkeit Burgenlands zu Ö in Eisenstadt am 11.11.1951 konzipierte Kreisky den Teil der Rede, in dem Körner als erster Vertreter des offiz. Ö eine mögliche Neutralität des Landes zur Sprache brachte --- Am 31.3.1953, als bereits klar war, daß Kreisky von der Hofburg auf den Ballhausplatz übersiedeln würde, bezeichnete Körner Kreisky in einem Brief an Schärf prophetisch als den kommenden Mann in der Partei.
April 1953 wurde Kreisky Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten in der neuen Bundesregierung Raab I unter Außenminister Gruber, der im Nov. des gleichen Jahres durch Figl ersetzt wurde. Kreisky war mit Figl an den Verhandlungen zum Staatsvertrag beteiligt. Er bildete April 1955 mit Raab, Schärf u. Figl die österr. Delegation, die auf Einladung der Sowjetunion zu abschließenden Verhandlungen nach Moskau flog. Dort gelang mit der von der Sowjetunion gewünschten Zusage der Neutralität (womit die Einbindung Ö in die NATO verhindert werden sollte) der Durchbruch zum Vertragsabschluss. Man einigte sich darauf, dass Ö nach dem In-Kraft-Treten des Staatsvertrages u. dem Abzug der Besatzungstruppen seine immerwährende Neutralität nach dem Muster der Schweiz beschließen werde (Moskauer Memorandum).
Den Wunsch Moskaus, dies im Staatsvertrag zu verankern, lehnten Schärf u. Kreisky ab. Kreisky hätte den Begriff militärische Bündnisfreiheit bevorzugt (der der späteren Realität besser entsprochen hätte); Raab hatte für solche juristischen Feinheiten nichts übrig. Der Tag der Unterzeichnung des Staatsvertrages war für Kreisky „der größte Tag [s]eines politischen Lebens“.
Der beginnenden europäischen Integration stand die SPÖ positiv gegenüber; wegen der Neutralität u. der Vorbehalte der Sowjetunion bezüglich des staatsvertraglichen Anschlussverbotes war der Beitritt zur neugegründeten EWG jedoch nicht möglich. Kreisky u. die Regierung unterstützten daher die brit. Initiative einer Freihandelszone, die schließlich 1960 mit Ö als Mitglied unter dem Namen EFTA gegründet wurde.

Nov. 1955 wurde Kreisky beim SPÖ-Parteitag in den Parteivorstand gewählt, ohne auf der Kandidatenliste gestanden zu sein. Das gleiche wiederholte sich 1956. Bei der Nationalratswahl 1956 wurde er im Wahlkreis St. Pölten in den Nationalrat gewählt, dem er bis zu seinem Ausscheiden aus der Politik 1983 neben seinen Regierungsämtern angehören sollte. Daß Kreisky nicht in seiner Heimatstadt Wien kandidieren konnte, war darauf zurückzuführen, dass ihm die SPÖ-Landesorganisation Wien lang andere Politiker vorzog (auch als er 1967 für den Parteivorsitz kandidierte) ---
Kreisky wurde im Sommer 1959 als Nachfolger Figls Außenminister im wie seit 1945 von einer „großen Koalition“ getragenen Kabinett Raab III. Das Außenamt, bis dahin formal eine Sektion im Bundeskanzleramt, wurde zum Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten mit eigener Struktur aufgewertet. Dies brachte Kreisky das Wohlwollen der vorwiegend konservativen Beamtenschaft, auf die er sich auch weiterhin stützte. Lediglich den Einfluss des ÖCV versuchte er einzudämmen. Einer seiner Sekretäre dieser Zeit war der parteilose spätere Bundespräsident Kirchschläger, zu den wenigen Sozialisten unter den Diplomaten zählte Peter Jankowitsch.
Kreisky hielt seit den 50er Jahren ständigen persönl. Kontakt mit wichtigen Journalisten. Er beriet sich mit ihnen u. „integrierte sie de facto phasenweise in sein politisches Wirken. … Gegen starke Widerstände der Berufsdiplomaten heuerte er PR-Fachleute an, die ihm Zugang zu US-Entscheidungsträgern verschafften, so auch einen Privattermin bei John F. Kennedy“.

Ost-West-Kontakte
Er war .. als politischer Kommunikator zwischen Ost u. West tätig. Er erhielt aus der Sowjetunion u. aus ihren Verbündeten vertrauliche politische Einschätzungen, die er, wie Rathkolb festhielt, mit seinen eigenen Interpretationen u. Analysen versah u. an die USA oder andere westl. Politiker weiterleitete. Kreisky habe infolgedessen gute Kontakte zum deutschen Bundeskanzler Adenauer u. zum franz. Staatspräsidenten de Gaulle gehabt. Kreisky sei zwar ein überzeugter Antikommunist gewesen, habe aber auf die friedliche Erosion des Ostblocks gesetzt. Am wichtigsten sei er als Übermittler gewesen, als er 1962 während der Kubakrise einen sowj. Vorschlag zur Deeskalation an die Kennedy-Administration weitervermittelt habe; der Vorschlag sei angenommen worden.

Gipfeltreffen 1961

Auf Initiative Kreiskys schlug US-Präsident Kennedy 1960 Wien als neutralen Ort zwischen den beiden großen Machtblöcken für das Gipfeltreffen mit dem sowj. Parteichef Chruschtschow vor, das Juni 1961 stattfand. Auf Fotos u. im Fernsehen war aber meist Bundespräsident Schärf als offizieller Gastgeber zu sehen.

Südtirolproblem
Besonderes Augenmerk legte er auf die Südtirol-Frage --- 1945 unternommene Initiativen zur Rückgliederung an Ö waren erfolglos geblieben. Auch die 1946 im Rahmen der Friedensverhandlungen von Paris im Gruber-De-Gasperi-Abkommen zugesicherte Landesautonomie war von Seiten des ital. Staates faktisch nicht hinreichend umgesetzt worden. In den ersten Nachkriegsjahrzehnten geführte Verhandlungen zwischen Ö u. Italien brachten diesbez. keine zufriedenstellenden Resultate im Sinne der deutschsprachigen Südtiroler.
In seiner Funktion als Außenminister brachte Kreisky das Problem daher 1960 als Streitfall zwischen Ö u. Italien vor die UNO-Generalversammlung u. machte die Südtirol-Frage dadurch zu einer internat. Angelegenheit, wobei die Vereinten Nationen Ö u. Italien schließlich offiziell zur Fortsetzung der Gespräche aufforderten. Kreisky erzielte daraufhin 1964 bei einer Geheimkonferenz mit dem ital. Außenminister Saragat erste nennenswerte Ergebnisse, welche die Grundlage für das 1969 unter der Regierung Klaus verabschiedete Südtirol-Paket bildeten, nach dessen Realisierung beide Staaten 1992(!) vor der UNO eine „Streitbeilegungserklärung“ abgaben. Kreisky hatte darüber hinaus im Rahmen seines Engagements in Südtirol auch auf parteipolitischer Ebene bereits 1964 die Formierung eines sozialdemokratischen Flügels innerhalb der Südtiroler Volkspartei (SVP) unterstützt, aus dem 1966 die Soziale Fortschrittspartei Südtirols (SFP) hervorgehen sollte.

Aktive Außenpolitik
Kreisky verfolgt eine sehr aktive Nachbarschaftspolitik mit den Staaten d. Ostblocks. Seine Besuche in Rumänien, Bulgarien u. Ungarn waren jeweils die ersten eines westl. Außenministers. Weiters baute er die Beziehungen zu den Staaten der 3. Welt aus. 1962 veranstaltete er eine Konferenz für wirtschaftl. Zusammenarbeit u. Partnerschaft. In der dort beschlossenen „Wiener Erklärung“ wurde zum ersten Mal seine Idee eines Marshallplans für die 3. Welt formuliert. Im Anschluss an die Konferenz gründete er das Wr. Institut für Entwicklungsfragen (Vienna Institute for Development Studies), bis in die 80er Jahre der wichtigste Think-Tank in Ö für entwicklungspolitische Fragen. 1964 gründete Kreisky in der Tradition der 1754 von Maria Theresia gegründeten und in der NS-Zeit geschlossenen Akademie die Diplomatische Akademie Wien.

Probleme der SPÖ
Während sich 1964 die ÖVP mit dem Wechsel von Gorbach zu Klaus als Kanzler personell erneuerte, befand sich die SPÖ in der Krise: Das Rundfunkvolksbegehren beschränkte den Einfluss auf den ORF, die Fußachaffäre führte das Unterschätzen des Föderalismus durch die Partei vor Augen. Am schwersten wog aber die Olah-Affäre um den SPÖ-Gewerkschaftspräsidenten u. Innenminister, der mit Gewerkschaftsgeldern die FPÖ u. die „Kronen-Zeitung“ finanziert hatte. Zudem lehnte im Wahlkampf 1966 SPÖ-Chef Pittermann eine Wahlempfehlung durch die KPÖ nicht eindeutig ab.

Absolute Mehrheit der ÖVP (1966)
All dies kostete die SPÖ bei der Nationalratswahl 1966 viele Stimmen u. brachte der ÖVP die absolute Mehrheit. Dennoch trat die ÖVP in Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ ein. Die Verhandlungen, die Kreisky neben Pittermann u. Schachner-Blazizek auf Seiten der SPÖ führte, erwiesen sich bald als schwierig. Die SPÖ war in der Frage des Ganges in die Opposition gespalten: Pittermann, Waldbrunner u. Benya etwa waren für die Opposition, während vor allem Kreisky vor dem Gang in die Opposition warnte u. einen Rückfall in die 1. Republik befürchtete. Die ÖVP bildete schließlich eine Alleinregierung, die SPÖ ging in Opposition.

Oppositionsführer (1967–1970)

Kreisky verblieb als Abgeordneter im Nationalrat. Beim Parteitag 1967 kam es um die Nachfolge von Pittermann als Parteivorsitzendem zu einer Kampfabstimmung zwischen dem ehem. Innenminister u. Gewerkschafter Czettel u. Kreisky, der durch seine Aufbruchsstimmung u. seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Nicht-Parteimitgliedern polarisierte. Kreisky wurde beim Parteitag von ÖGB-Präsident Benya u. Teilen der Wiener Partei scharf angegriffen. Dennoch stimmten im Parteivorstand 33 gegen 19 Personen für eine Kandidatur Kreiskys. Er wurde gegen den Widerstand einer Gruppe um Pittermann, Waldbrunner u. Benya – dieser attackierte Kreisky am Parteitag besonders offensiv – von 347 der 497 Delegierten (69,8 %) zum Vorsitzenden der SPÖ gewählt. Kreisky bemühte sich, die innerparteilichen Gräben rasch zuzuschütten. Besonders mit Benya gelang es ihm, zu einem guten Einverständnis zu gelangen. Dies wird als entscheidend für Kreiskys späteren Erfolg als Parteivorsitzender gewertet.
Er ließ vom Frühjahr 1967 an ein umfassendes Reformprogramm unter dem Namen „Für ein modernes Österreich“ ausarbeiten, bekannter als „Kampagne der 1400 Experten“. In ihm wurden die Grundlinien der Wirtschafts-, Sozial-, Rechts- u. Bildungspolitik festgeschrieben, die später die Anfangsjahre von seiner Kanzlerschaft prägen sollten. Hatte wenige Jahre vorher der Vorwurf eines Gesprächs mit der bürgerlichen Tageszeitung „Die Presse“ noch wesentlich dazu beigetragen, im Parteivorstand die Absetzung Olahs als Innenminister zu begründen, so zeigte Kreisky, für die SPÖ völlig neu, keinerlei Berührungsangst mit Fachleuten, die keiner oder einer anderen Partei angehörten.

Den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei 1968 verurteilte er kategorisch. Die SPÖ organisierte humanitäre Maßnahmen u. Informations-veranstaltungen, während die ÖVP-Regierung opportunistisch u. taktisch vorging. Daß Kirchschläger, damals Botschafter in Prag, sich nicht an ängstliche Anweisungen aus Wien hielt, trug wesentlich dazu bei, dass ihn Kreisky 1970 zum Außenminister vorschlug.

Bundeskanzler (1970–1983)
Die ÖVP plakatierte im Wahlkampf 1970 Bundeskanzler Klaus als „echten Österreicher“, womit sie indirekt auf Kreiskys jüdische Herkunft u. seine Emigration hinwies. Die SPÖ zeigte Kreisky als würdigen Staatsmann mit seiner bei Auftritten zu legendären Gesten eingesetzten Brille in der Hand u. verbreitete Schallplatten mit dem Wahlkampflied „Nimm dein Schicksal in die Hand“, gespielt von Jazzmusiker Kleinschuster u. seinem Ensemble, mit einer Stellungnahme Kreiskys u. mit einem Interview mit Karlheinz Böhm, Kaiserdarsteller aus den überaus erfolgreichen „Sissi“-Filmen mit Romy Schneider.
Bei der Nationalratswahl 1970 erzielte die SPÖ die relative Mehrheit. Kreisky bildete eine Minderheitsregierung der SPÖ unter Duldung der FPÖ. Als Gegenleistung kam es zu einer Reform des Wahlrechts, das bis dahin große Parteien bevorzugt u. kleine Parteien wie die FPÖ benachteiligt hatte ---
Der als Wiener „Nazi-Jäger“ internat. bekannte ehem. KZ-Häftling Wiesenthal, Anhänger der ÖVP, kritisierte, dass 4 Minister Kreiskys (Öllinger, Moser, Frühbauer u. Rösch) der NSDAP, der SS oder der SA angehört hatten. Kreisky kritisierte daraufhin den Kritiker: SS-Mann Öllinger, dem Kanzler von der SPÖ Kärnten empfohlen, wurde durch Oskar Weihs – der allerdings so wie auch sein Nachfolger Günter Haiden ebenfalls NSDAP-Mitglied war – ausgetauscht; die anderen waren nach Rathkolb „reine Mitläufer“.
Bei den vorgezogenen Wahlen Okt. 1971 erreichte die SPÖ die absolute Mehrheit an Stimmen u. Mandaten. Kreisky bildete sein 2. Kabinett. Das Wahlresultat sollte sich 1975 (Bildung der 3. Regierung Kreisky) u. 1979 (letzte Regierung Kreisky) wiederholen (seit 1979 konnte keine Partei mehr die absolute Mehrheit erringen).
Als die SPÖ bei der Nationalratswahl 1983 nicht mehr die absolute Mehrheit erhielt, lehnte es Kreisky ab, Vorsitzender einer Koalitionsregierung zu werden, u. übertrug diese Aufgabe seinem bish. Unterrichtsminister Sinowatz. Er legte auch den Parteivorsitz zu dessen Gunsten nieder u. zog sich, nachdem er zuvor eine „Kleine Koalition“ mit der FPÖ ausverhandelt hatte, ins Privatleben zurück.

Allgemeine Politik
--- Armin Thurnher verwies dazu darauf, dass Kreisky „es war, der regelmäßig Sonntagsspaziergänge mit einem Mann unternahm, den Passanten … für den zuständigen Staatspolizisten hielten: Hans Dichand.“ Denn die von Dichand dirigierte Kronenzeitung u. der ORF hätten die Bilder u. Vorstellungswelten jener Jahre gestiftet ---

Sozialpolitik
Unter Vizekanzler u. Sozialminister Häuser (1970–1976) wurde der Wohlfahrtsstaat stark ausgebaut. 1970 wurden die Witwenpensionen erhöht. 1971 wurde der 3-wöchige Mindesturlaub eingeführt. 1972 wurde die freiwillige jährl. Gesundenuntersuchung auf Kosten der Sozialversicherung begonnen u. für Studierende die Möglichkeit zur freiwilligen staatl. Krankenversicherung geschaffen. Ebenso wurden Studienzeiten u. Arbeitslosigkeit in der Pensionsberechnung zum Vorteil des Versicherten besser berücksichtigt. 1974 wurden Familienbeihilfe u. Geburtenbeihilfe erhöht. 1976 verkündete Kreisky, der Wohlfahrtsstaat sei weitgehend vollendet, ab 1978 wurden Nettoausgaben bremsende Regeln eingeführt --- 1970: die Studiengebühren wurden abgeschafft ---

Ein Wahlslogan von 1970 war der Reduzierung der Wehrdienstzeit gewidmet gewesen: „6 Monate sind genug“. Diese Verkürzung trat mit einer Wehrrechtsnovelle Jänner 1971 in Kraft. Die 8 Monate Wehrdienst wurden allerdings durch 6 Monate Wehrdienst plus 60 Tage Wehrübungen ersetzt ---

Arbeitszeitverkürzung 1974
1969 hatte die oppositionelle SPÖ ein Volksbegehren zur schrittweisen Einführung der 40-Stunden-Woche veranstaltet; rund 890.000 Menschen hatten dafür unterschrieben. Die Regierung Kreisky verkürzte die 1969 auf 43 Stunden begrenzte Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden.

Familien- und Strafrechtsreform bis 1975
Unter Justizminister Broda erfolgte die Modernisierung insbes. des Familienrechts u. des Strafrechts, deren Grundlagen noch aus den Jahren 1811 bzw. 1804 stammten --- unter anderem die Entkriminalisierung der Homosexualität u. der Ehestörung enthielt.
Auf Einladung v. Kreisky u. Broda kehrte der bekannte Pionier der psychologischen Analyse des Lebens in KZ, der psychoanalytischen Pädagogik sowie der psychoanalytisch orientierten Sozialarbeit in Gefängnissen, Ernst Federn, 1972 aus USA nach Ö. zurück u. engagierte sich als Psychotherapeut u. Supervisor in der Reform d. Strafvollzugs.
( siehe: http://doedr.forumieren.net/t111p25-dachau-haftlinge#1176 )
Die große Strafrechtsreform 1975 war innenpolitisch größtenteils unumstritten, ausgenommen die Fristenlösung, die Broda u. Firnberg gegen die von Kreisky favorisierte Indikationslösung durchsetzten. Dieser Punkt belastete Kreiskys ansonsten gutes Einvernehmen mit der kath. Kirche .. Im Familienrecht kam es zur Gleichstellung der Ehegatten, zur Verbesserung der Rechtsstellung des ehelichen Kindes, zur Gleichstellung unehelicher u. ehel. Kinder u. zur Erleichterung der Scheidung.

In Umfragen erwies sich allerdings, „dass eine Reihe von inhaltlichen Reformen … im Justizbereich keine breite Zustimmung fanden. Selbst die bereits vor 1970 abgeschaffte Todesstrafe wäre bei einer Volksabstimmung wieder bejaht worden.“ Später wurde bei der Aufarbeitung des Verhältnisses Österreichs zum NS die „kalte Amnestie“ kritisiert, die darin bestand, dass mit Kreiskys Zustimmung unter Broda die Staatsanwaltschaften Verbrechen aus der NS-Ära nicht mehr vor Gericht brachten, nachdem mutmaßliche NS-Täter einige Male von Geschworenengerichten gegen die Evidenz freigesprochen worden waren.

Auseinandersetzung mit Simon Wiesenthal 1975 Siehe auch: Kreisky-Peter-Wiesenthal-Affäre
Wiesenthal stieß vor der Nationalratswahl 1975 darauf, dass FPÖ-Obmann Peter bei einer im besetzten Osten aktiven SS-..einheit tätig gewesen war. Er informierte Bundespräsident Kirchschläger, weil Kreisky keine absolute Mehrheit erwartete u. eine SPÖ-FPÖ-Koalitionsregierung mit Peter als Vizekanzler anpeilte. Kirchschläger leitete die Information an Kreisky u. Peter weiter.
4 Tage nach der Wahl, bei der Kreisky zum 2. Mal die absolute Mehrheit erreichte, veröffentlichte Wiesenthal seine Kritik an Peter bei einem Pressegespräch. Worauf bei Kreisky die Sicherungen durchbrannten; .. Kreisky begann am 10.10.1975 mit heftigen, emotionalen Untergriffen gegen Wiesenthal, den er in die Nähe der Gestapo rückte u. als „Nazi-Kollaborateur“ bezeichnete... Die Wiederholung der bereits widerrufenen Behauptung führte später zur Verurteilung Kreiskys wegen übler Nachrede u. zu einer bedingten Geldstrafe. Kreisky blieb bis zum Ende seines Lebens Feind Wiesenthals.

Volksabstimmung gegen Atomkraft 1978
Kreisky trat wie seine Partei für den Bau von Kernkraftwerken in Ö. ein; die Atomenergie wurde für die modernste Form der Energieerzeugung gehalten. In der Zivilgesellschaft waren aber Atomkraftgegner sehr erfolgreich. Um diesen Wind aus den Segeln zu nehmen u. in Erwartung der Zustimmung der Mehrheit, entschloss sich Kreisky zu einer Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des vom Parlament beschlossenen u. bereits gebauten Kernkraftwerks Zwentendorf. Bei dieser 1. Volksab-stimmung in der Geschichte Ö. stimmten allerdings 50,47 % der Abstimmenden gegen die Inbetriebnahme, womit die Atomenergie für Ö. erledigt war --- Das im Dez. 1978 beschlossene Atomsperrgesetz wurde 1999 einstimmig zum Verfassungsgesetz erweitert.

Konferenzzentrum-Volksbegehren 1982

Kreisky war stets der Meinung, dass Ö. durch aktive Außenpolitik besser geschützt werden könne als durch das Bundesheer. Der UNO wurde während des 1973–1979 erfolgten Baus der Wiener UNO-City in Aussicht gestellt, der Staat würde neben dem exterritorialen internationalen Amtssitz- u. Konferenzzentrum ein allgemein zugängliches österr. Konferenzzentrum errichten, das von der UNO für Tagungen, die in der UNO-City keinen Platz fänden, benützt werden könne.
Die ÖVP argumentierte mit den hohen Baukosten u. lehnte den Bau des Konferenzzentrums strikt ab. Sie initiierte 1982 das Volksbegehren dagegen, das von 1.361.562 Projektgegnern unterzeichnet wurde. Kreisky ließ das Zentrum dennoch bauen u. büßte dadurch an Popularität ein. Es wurde 1987 eröffnet u. heißt heute Austria Center Vienna...

Wirtschaftspolitik
Grundlegendes
Die Regierung Kreisky übernahm von der ÖVP-Regierung Klaus ein geringes Budgetdefizit u. geringe Staatsverschuldung. Die ÖVP hatte 1968 versucht, höhere Schulden durch neue Steuereinnahmen (SPÖ: „Belastungspaket“) zu vermeiden, was angebl. 1970 zu ihrer Wahlniederlage beitrug. Die neue Regierung übernahm auch eine im Vergleich zu anderen Ländern große Verstaatlichte Industrie, die im Wesentlichen 1945 unmittelbar nach dem Krieg entstanden war. Gemeinsam mit traditionellen Staatsbetrieben wie ÖBB u. Post lag somit eine beträchtliche Staatsquote in der Wirtschaft vor, die, was sich die Sozialdemokratie lang nicht eingestehen wollte, mit der zunehmenden wirtschaftlichen Liberalisierung in Europa nicht harmonieren sollte.
Bis heute kritisiert die ÖVP die unter Kreisky ständig gestiegenen Staatsschulden. Die Bundesfinanzschulden betrugen 1970 noch 12,5 % des BIP (bzw. 3,4 Mrd. €) u. waren bis 1983 auf 32,4 % des BIP (bzw. 30,2 Mrd. €) gestiegen.

2011 wurde anlässlich des 100. Geburtstags Kreiskys kritisch vermerkt: Die Schuldenkrise der EU scheint Kreisky … zu immunisieren; die Interventionen der EU u. die Investitionsprogramme der Mitglieder werden gerne mit seiner Vorgehensweise verglichen … … intervenierte Kreisky ja nicht mit Staatsgarantien u. Schulden, um einen Kollaps der Finanzmärkte in letzter Sekunde abzuwenden. Vielmehr basierte sein Handeln … auf einer Philosophie, die sich doch grundsätzlich vom Denken moderner Politiker unterscheidet, nämlich auf dem Glauben, dass sich ganze Volkswirtschaften, wenn nicht sogar die Welt, mit ökonomischen Eingriffen langfristig steuern lassen … Journalist Ortner in der „Presse“ … damit, dass in den 1970er Jahren der Grundstein für eine nonchalante Verschuldungspolitik, für ein Leben u. einen Wohlstand auf Pump, gelegt wurde, von der sich Ö bis dato weniger deutlich distanziert als viele andere Staaten.

Partnerschaft und Konflikt mit Hannes Androsch
Kreisky führte zunächst die Wirtschaftspolitik der letzten 25 Jahre weiter. Die Kontinuität ergab sich durch die hohe Bedeutung, die von Regierung u. Opposition der Sozialpartnerschaft zugemessen wurde. Mit seinem langjährigen u. in Ö bis heute populären, aber auch umstrittenen Finanzminister Androsch kam Kreisky überein, Infrastrukturprojekte u.a. für wichtig gehaltene neue Leistungen des Staates durch Kredite zu finanzieren. Den vormal. ÖVP-Finanzminister Koren, der im Parlament als „Kassandra“ gegen die Defizitpolitik agierte, schlug Kreisky 1978 erfolgreich als Präsidenten der Österr. Nationalbank vor.

Gegen Ende der 1970er Jahre entfremdete sich Kreisky zunehmend von seinem „Jungstar“ u. „Kronprinzen“ Androsch (Bezeichnungen der Medien), der ihn angeblich mit anderen jüngeren SPÖ-Politikern 1974 in das durch den Tod Franz Jonas' frei gewordene Amt des Bundespräsidenten wegloben wollte, um die Regierung selbst übernehmen zu können. Daß Androsch in Wien eine größere Steuerberatungskanzlei betrieb, war Kreisky von Anfang an bekannt; er gab aber später an, nicht gewusst zu haben, daß diese Kanzlei auch Aufträge staatseigener Betriebe annahm, u. bezeichnete dies dann als unvereinbar mit den Aufgaben des Finanzministers. Dazu kam, daß Androsch Einnahmen ungeklärter Herkunft nicht versteuert hatte, was nach seiner Amtsperiode zu langwierigen Steuer- u. Strafverfahren führte.
Der Konflikt Kreisky – Androsch führte, da beide Politiker ihre Anhänger mobilisierten, zu einer schweren innerparteilichen Belastungsprobe für die SPÖ u. letztlich 1981 auf Druck Kreiskys zum Ausscheiden des Vizekanzlers aus der Spitzenpolitik.

Austro-Keynesianismus
Unter Kreisky kam es zum Freihandelsabkommen mit der EG, zum Übergang zum Mehrwertsteuersystem, zu einer liberalen Reform der Gewerbeordnung u. zur Konzentration in der staatl. Stahlbranche (Stahlfusion, Edelstahlfusion), die sich letztlich nicht als erfolgreich erwies. Die „Verstaatlichte“ blieb ständig im Visier von Kritikern, weil hoher Gewerkschaftseinfluss in diesen Betrieben u. politische Interventionen die europ. Konkurrenzfähigkeit stark behinderten.
Die Rezession nach dem Ölschock 1973–1975, der nach Jahren des Budgetüberschusses 1973 erstmals ein Defizit von 1,3 % des BIPs, 1975 von 4,5 % brachte u. dann stabilisiert wurde, verlangte hohe Aufmerksamkeit der Regierung Kreisky für die Wirtschaft. Damals endete auch das Bretton-Woods-System der stabilen Wechselkurse. Mit dem erklärten Ziel, die Vollbeschäftigung zu halten, setzte die Regierung auf eine Mischung von politischen Maßnahmen („Policy Mix“), die später von Hans Seidel, Staatssekretär im letzten Kabinett Kreisky, als „Austro-Keynesianismus“ bezeichnet wurde: Steuerpolitik, Hartwährungspolitik, Wirtschaftspolitik im Einvernehmen mit den Sozialpartnern u. weiterhin hoher Anteil an staatl. Unternehmen.
Durch hohe (kreditfinanzierte) Investitionen konnte (ausgenommen 1975) bis 1980 ein hohes Wachstum des BIPs erzielt werden. Hohes Wirtschaftswachstum, Voll-
beschäftigung, niedrige Inflationsraten, geringer Anstieg der Lohnkosten, sozialer Friede mit äußerst wenigen Streiks machten Ö zum „Musterland“ oder „Sonderfall“.
Die Hartwährungspolitik führte aber auch zu einer sehr schlechten Leistungsbilanz, bis 1977 mit der Staffelung der MWST (30 % auf Luxusgüter, besonders Autoimporte) gegengesteuert wurde. Die Verstaatlichte Industrie behielt nach dem Konjunktureinbruch 1975 ihre hohen Investitionen bei u. hielt auch den Beschäftigtenstand. Nötige Strukturanpassungen unterblieben, die Kapitalbasis der Betriebe wurde ausgehöhlt.

Grenzen der Politik, Mallorca-Paket
Kreisky fasste sein Ziel der Vollbeschäftigung in einem legendären Ausspruch zusammen: „Mir sind ein paar Milliarden Schilling Schulden lieber als ein paar hunderttausend Arbeitslose.“ Dies ließ sich nicht auf Dauer erreichen. Die Abgabenquote erreichte in den 1970er Jahren 40 %, die Staatsschulden nahmen dramatisch zu. Mit Beginn der weltweiten Rezession 1981 war wegen der längst angespannten Budgetlage expansive Konjunkturförderung („Durchtauchen“ der Rezession) nicht mehr möglich.
1982 versuchten Kreisky u. sein neuer Finanzminister Salcher, „in einem Überraschungscoup, den Wählern vor der Wahl reinen Wein einzuschenken“: Ein Steuerpaket sollte die Budgetsanierung bewirken. Kern des von Medien „Mallorca-Paket“ genannten Maßnahmenbündels, das in Kreiskys Ferienhaus auf Mallorca ausgearbeitet wurde, war eine heftig kritisierte Quellensteuer auf Kapitalerträge, die erst 10 Jahre später als Kapitalertragsteuer verwirklicht werden konnte.
Ab 1982 stieg die Arbeitslosigkeit deutlich, auch wenn sie im internat. Vergleich niedrig blieb. Die verstaatl. Unternehmen, insbes. die Grundstoffindustrie wie VOEST u. Vereinigte Edelstahlwerke (VEW) erhielten zwischen 1981 u. 1985 fast 21 Mrd. Schilling Staatszuschuss, konnten aber später trotz Milliardenverlusten doch nicht im Staats-eigentum gehalten werden. Neben ihrer Rolle in der Vollbeschäftigungspolitik (nötige Rationalisierungen waren unterblieben) waren auch gescheiterte Spekulations- u. Auslandsgeschäfte Grund für hohe Verluste (wie Intertrading-Skandal, Stahlwerk Bayou).

Außenpolitik
Außenminister unter Kreisky
Das große Engagement, das Kreisky schon zuvor für die Außenpolitik Ö gezeigt hatte – der 2. Band seiner Memoiren listete von 1953 bis zum Amtsantritt 1970 insg. 166 berufliche Auslandsreisen auf –, setzte er als Bundeskanzler uneingeschränkt fort. Er suchte für die Position des Außenministers in seiner Regierung parteilose Diplomaten aus, die es von vornherein in Kauf nahmen, zumeist im Schatten des national u. international sehr präsenten Kreisky zu stehen: Kirchschläger, später Bundespräsident, Bielka u. Pahr. Die Bewerbung des 1970 ausgeschiedenen ÖVP-Außenministers Waldheim als UNO-Generalsekretär unterstützte er voll.

Nahostkonflikt
Kreiskys weltweites Auftreten als Außenpolitiker überstieg die Erwartungen an einen Politiker eines Kleinstaates bei weitem, umso mehr, als er sich nicht nur um Fragen im unmittelbaren Interesse Ö sorgte, sondern auch den Weltfrieden, Entwicklungshilfe u. den Nahostkonflikt in seine Arbeit einbezog.
Er pflegte gute Beziehungen zu arabischen Politikern wie dem ägypt. Präsidenten Sadat u. dem libyschen Machthaber Gaddafi, den er in Wien begrüßte. Der palästinen-sischen Befreiungsorganisation PLO ermöglichte er die offiz. Einrichtung eines Büros in Wien („PLO-Botschaft“). Gleichzeitig fungierte Ö aber als Transitland für sowj. Juden, die nach Israel auswandern wollten, u. setzte diese Unterstützung der 1973 erfolgten Geiselnahme in Marchegg zum Trotz, wenn auch weniger öffentlich, fort.
In Israel wurde aber heftig kritisiert, dass Kreisky während der Geiselnahme im ORF die Schließung des jüdischen Transitlagers in Bad Schönau zugesagt hatte. Ministerpräsidentin Golda Meir gelang es bei ihrem Besuch bei Kreisky am 2.10.1973 nicht, den Kanzler diesbezüglich umzustimmen. In ihrer Verbitterung darüber behauptete sie nach dem Besuch, man habe ihr im Bundeskanzleramt in Wien nicht einmal ein Glas Wasser angeboten.
Später erwarb sich, Pelinka zufolge, Kreisky durch seine Aussagen zu Menachem Begin speziell u. zu Israel generell dort den Ruf, dem Typus „des sich selbst hassenden Juden“ zu entsprechen; oder, schlimmer noch, ein „jüdischer Antisemit“ zu sein. Jedenfalls hätten Kreiskys Positionen zum Nahostkonflikt ihn zum Feindbild für viele Israelis gemacht.
Die OPEC-Geiselnahme von 1975 in Wien beirrte Kreisky in seiner Nahostpolitik ebenfalls nicht; als 1985 ein Terrorkommando einen Anschlag auf den Flughafen Wien unternahm, war Kreisky nicht mehr im Amt.
- - -
Kurz vor seinem Tod bezeichnete Kreisky die Entwicklung der österr. Sozialdemokratie als größte Enttäuschung seines Lebens. Schwer trafen ihn die Ermordung seines Freundes Olof Palme 1986 u. der Tod seiner Frau 1988. In diesen Jahren arbeitete er auch an seiner Autobiographie, deren 3. u. letzter Band erst posthum erschien.

Seine außenpol. Initiativen setzte er auch im Alter u. trotz Krankheit fort: Er setzte sich für den Nord-Süd-Dialog ein sowie im Nahostkonflikt, wo er unter anderem nach dem Libanon-Krieg bei der Vermittlung eines israelisch-palästinens. Gefangenenaustausches tätig war, was ihm heftige Kritik seitens der israelischen Rechten einbrachte.
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Kreisky hatte in den 70er Jahren Bluthochdruck u. Diabetes. Dez. 1979 erlitt er nach der Eröffnung des Arlbergtunnels einen Gefäßverschluss im Auge. (Er selbst behauptete, aus Ärger u. Aufregung über den angeblich betrunken bei einem Empfang erschienenen Finanzminister Androsch plötzlich auf einem Auge erblindet zu sein)
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Von Kreisky wurden unter anderen folgende Werke verfasst:
   Zwischen den Zeiten. Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten. Siedler, Berlin 1986, ISBN 3-88680-148-9.
   Im Strom der Politik. Der Memoiren zweiter Teil. Siedler/Kremayr & Scheriau, Berlin/Wien 1988, ISBN 3-218-00472-1.
   Der Mensch im Mittelpunkt. Der Memoiren dritter Teil. Herausgegeben von Oliver Rathkolb, Johannes Kunz und Margit Schmidt. Kremayr & Scheriau, Wien 1996,
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https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bruno_Kreisky --- Kreisky war Leiter der Nahostmission der Sozialistischen Internationale .. Der israelische Ministerpräsident Menachem Begin bezeichnete Kreisky deswegen als «jüdischen Verräter»; Kreisky sagte, er habe Arafat lieber öffentlich empfangen, als Geheimgespräche zu führen –--
Die offizielle PLO-Anerkennung durch Österreich erfolgte am 12.3.1980
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Die Verharmlosung des deficit spendings im Artikel ist mehr als zu hinterfragen, erhöhte sich doch die öffentl. Verschuldung zwischen 1970 u. 1985 von 15 % des BIP auf 47% des BIP u. führte in der Folge zum Beinahe-crash der verstaatl. Industrie. Das Wirtschaftswachstum lag auf dem Niveau der E-Zone, war also nicht besser, die Aussage ist daher falsch. Noch dazu wirkten sich die hohen Budget-Defizite ab 1979 sehr dämpfend auf das Wirtschaftswachstum aus. Weiters wollten Kreisky u. Androsch eine Abwertung des Schillings herbeiführen, scheiterten aber an Nationalbankpräsident Koren, der diese Innflationsfördernden Maßnahmen als kontraproduktiv erachtete u. recht behalten sollte (im Vergleich zu Italien u. Frankreich, die diesen Weg gingen)
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http://www.profil.at/home/mensch-kreisky-die-schatten-sonnenkoenigs-285853 --- WikiLeaks, 28.8.1959: Der neue Außenminister (Kreisky) sei hochintelligent u. werde auch von seinen politischen Gegnern als Top-Experte auf dem Gebiet der internat. Politik anerkannt, berichtet John W. Fisher, 1. Sekretär der US-Botschaft in Wien, nach Washington. Er sei ehrgeizig, ziemlich eitel u. "überraschend uninformiert, wenn es um Dinge wie privaten Aktienbesitz geht" --- Kreisky "ein intellektueller Kosmopolit, historisch u. politisch fundiert gebildet u. verblüffend desinteressiert an der Welt der Finanzen." ---
kurbelt Kreisky die Schweden-Hilfe für Ö an: Für Kindergärtnerinnen organisiert er Arbeitsschuhe, für Schlafstellen Decken u. für Fischzüchter Forelleneier, weil die Besatzer alle Bestände ausgefischt hatten ---
Marianne Pollak, Frau des Chefredakteurs der Arbeiter-Zeitung, bittet Kreisky dringend um Hormonpräparate, die sie in Wien nicht bekommt. Anton Proksch, ÖGB-Sekretär u. später Sozialminister, bestellt Filzstiefel u. einen Regenmantel. Wegen eines weiteren Wunsches von Proksch muss Kreisky brieflich rückfragen: "Lieber Toni. Bezüglich der Damenstrümpfe möchte ich wissen, ob es rein seidene sein sollen. Nylon gibt es momentan hier nicht." Dem Bundespräsidenten Karl Renner schickt Kreisky Upmann-Zigarren. Für die Gesundheitsämter organisiert er Impfstoff gegen die Cholera, für ein Kinderheim in Wiener Neustadt Möbel ---
Nov. 1946 reist er abermals nach Wien, wieder schreibt er Vera lange Briefe, aber diesmal sind sie nicht mehr so optimistisch: Die Begegnung mit Wien war sehr düster, hier haben es die Menschen nun noch schwerer als im Sommer. Alle sind sehr pessimistisch ---
Umso fassungsloser ist er, als er merkt, daß selbst in seiner eigenen Partei, seiner wunderbaren Sozialdemokratie, Antisemiten sitzen. Damals, 1953, findet jeden Montag ein informelles Abendessen der SPÖ-Regierungsmitglieder mit dem Bundespräsidenten statt, als dessen enger Mitarbeiter auch Kreisky am Tisch sitzt. Kreisky schreibt: "Unter den Älteren in dieser Runde gab es einen, dem antisemitische Bemerkungen leicht über die Lippen kamen. Da ich daraus keine cause célèbre machen wollte, bat ich den Parteivorsitzenden Schärf, mir diese Montagabende zu ersparen."
Eindeutig, wen er meinte: Innenminister Oskar Helmer vom rechten SPÖ-Flügel. Etwa zur selben Zeit vermerkt das Protokoll eines Ministerrats, in dem es um jüdische Restitutionsansprüche ging, eine Wortmeldung Helmers: "Ich sehe überall nur jüdische Ausbreitung. Auch den Nazis ist im Jahre 1945 alles weggenommen worden. Ich wäre dafür, dass man die Sache in die Länge zieht." Als zuständiger Innenminister lässt er erst 1952 erheben, wie viele österr. Juden von den Nazis ermordet worden waren, u. berichtet dies dem Ministerrat. Es hatte bis dahin allerdings auch niemand danach gefragt, wo die 65.000 Mitbürger verblieben waren ---
Als Kreisky Mitte der 50er Jahre einmal mit Vera in Wien spazieren geht, hört er jemanden hinter ihm sagen: "Da geht der Kreisky, der Jud." Erschrocken berichtet er Freunden darüber. 1962, er ist bereits Außenminister, wird ihm hinterbracht, dass es in Hallein antisemitische Agitation gegen ihn gegeben habe. Er schreibt einen langen Brief über seine Familiengeschichte an den Halleiner SPÖ-Stadtparteiobmann ---
Zum Thema will er den Antisemitismus nicht machen. Aber zu seinem Freundeskreis zählen Anfang der 50er Jahre auffallend viele Emigranten, wie er einer war: Mit dem Diplomaten ­Alois Reitbauer etwa war er jahrelang im schwed. Exil, den Schriftsteller Torberg kennt Kreisky noch aus der Zeit vor dem Krieg. Torberg war auch erst 1951 mit seiner Frau Marietta aus den USA zurückgekehrt. 1954 gründet er mit Unterstützung des CIA die Monatszeitschrift "Forum", einen Leuchtturm des Antikommunismus --

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Karl Fischer

Beitrag von Dissident am Do Dez 29, 2016 11:21 am

http://doedr.forumieren.net/t95-kommunismus-in-der-dodr#1179  Karl Fischer (1918-1963) war ein österr. trotzkistischer Politiker u. Widerstandskämpfer, Sohn der Widerstandskämpferin Maria Fischer. Sie nannte ihren Sohn „Kegel“, Bezeichnung für ein uneheliches Kind, ein Name, den Fischer später als Decknamen im Untergrund verwendete. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre.. 1934 schloss er sich dem Kommunistischen Jugendverband (KJV) in Wien an. 1935 spaltete er sich mit Georg Scheuer u.a. Gesinnungsgenossen mit einer trotzkistischen Jugendorganisation, den Revolutionären Kommunisten Österreichs (RKÖ), ab, die mit stalinistischen Gruppen konkurrierte u. den Grundsätzen der permanenten Revolution folgte. Diese von Trotzki entwickelte Theorie ging davon aus, dass im Zeitalter des Imperialismus selbst der Kampf um demokratische Errungenschaften nur durch den revolutionären Sturz erfolgreich sein könne. Fischer opponierte nicht nur gegen den Austrofaschismus u. den NS, sondern auch gegen den stalinistischen Terror in der Sowjetunion. Gemeinsam mit Josef Hindels, Georg Scheuer, Josef Reinwein, Franz Lederer u.a. bildete er die Redaktion der illegalen Zeitung Bolschewik.

Im Austrofaschismus
Nov. 1936 von der österr. Staatspolizei verhaftet, wurde er am 23.9.1937 gemeinsam mit Georg Scheuer u.a. Gesinnungsgenossen im Wiener „Trotzkistenprozess“ aufgrund seiner Mitwirkung an der Herstellung u. Verbreitung illegaler politischer Druckschriften wegen Hochverrates zur Strafe des schweren Kerkers in der Dauer von 5 Jahren verurteilt, mit der Februaramnestie 1938 aber vorzeitig aus der Haft freigelassen. Bei der von Bundeskanzler Schuschnigg für März 1938 angekündigten Volksabstimmung votierten die Revolutionären Kommunisten um Karl Fischer gegen einen „Anschluss“ an NS-Deutschland u. riefen zum Generalstreik auf.

Im Nationalsozialismus

Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich emigrierte er Mai 1938 in die Schweiz, später nach Belgien, wo er im Widerstand gegen den NS aktiv war.
In Paris nahm er gemeinsam mit dem ebenfalls emigrierten Georg Scheuer am 3.9.1938 an der Gründung der trotzkistischen 4. Internationale teil, die österr. Delegierten stimmten allerdings gegen die Proklamation der Internationale. Gründe dafür waren andere Einschätzungen der Weltlage. In Folge trennten sich die Revolutionären Kommunisten Österreichs (RKÖ) auch organisatorisch von der 4. Internationale u. begannen, die Einschätzungen der Internationale u. Trotzkis zu kritisieren.
In Antwerpen wurde Fischer Mai 1940 unter dem falschen Vorwurf, „deutscher Spion“ zu sein, verhaftet u. ins franz. Lager Saint-Cyprien deportiert, aus dem er aber fliehen konnte. Er hielt sich anschließend in Montauban, Grenoble, Marseille, Paris u. vor allem in Lyon auf oder unternahm  – weiterhin im Widerstand gegen den NS – geheime Kurierfahrten für die Résistance. Dabei arbeitete er wiederum eng u.a. mit dem ebenfalls im franz. Widerstand tätigen Georg Scheuer zusammen, mit dem er seit Jugend befreundet war. Ein gutes Beispiel ihrer illegalen Tätigkeit war, als Mitglieder der Revolutionären Kommunisten (RK) in Marseille eine inhaftierte Genossin, Melanie Berger, in einer spektakulären Aktion aus der Hand der Deutschen, ausgestattet mit selbst hergestellten, gefälschten Gestapo-Papieren, befreiten, oder auch das Betreten u. Verlassen eines Gefängnisses, ohne dabei entdeckt zu werden. Mithilfe von Geheimtinte u. Geheimcodes hielten sie brieflichen Kontakt zu Genossen in 7 Ländern: Frankreich, Belgien, Schweiz, Österreich, USA, Norwegen u. England.
1943 wurde er jedoch auf einer Kurierfahrt für die Résistance nach Paris, unter Decknamen „Emil Berger“ .. erneut verhaftet, 1944 an die Gestapo ausgeliefert u. übers Gefängnis Fresnes ins KL Buchenwald deportiert. Seine Häftlings-Nummer war 76.999 --- Gemeinsam mit 2 anderen Trotzkisten verabschiedeten beide nach der Befreiung des KZs durch die US-Army am 20.4.1945 die „Erklärung der internationalistischen Kommunisten Buchenwalds“ der 4. Internationale.

Im Stalinismus
1945 traf er in Linz seine Mutter wieder, die ebenfalls wegen politischer Betätigung von der NS-Justiz eingesperrt worden war. Auf Grund seiner Französischkenntnisse war er zunächst als Dolmetscher für das French Liaison Office in Linz tätig. Anschließend arbeitete er in der Abt. Wirtschaft u. Statistik der Linzer AK als Mitarbeiter von Emily Rosdolsky. Am 22.1.1947 wurde er auf der Linzer Nibelungenbrücke an der sowj.-amerik. Demarkationslinie vom sowj. Geheimdienst des NKWD entführt u. ohne Prozess am 28.6.1947 wg. angebl. Spionage, Hochverrates, Trotzkismus u. Menschewismus zu 15 Jahren „Besserungsarbeitslager“ verurteilt. Unter den österr. Kommunisten regte sich wegen der Entführung keinerlei Protest. Fischer wurde zunächst in Amstetten, dann in Baden bei Wien inhaftiert, anschl. in die Sowjetunion deportiert u. trotz eines Selbstmordversuches in mehreren Gulag-Lagern in Nordost-Sibirien (Kolyma, Magadan, Jagoda, Maxim Gorki, Dnjeprowsk, Lazo), ab April 1952 im „Politisolator Alexandrowsk“ bei Irkutsk inhaftiert. Der von 1947 bis 1953 ebenfalls nach Kolyma deportiert gewesene Österreicher Herbert Killian beschreibt, „dass höchstens 20 Österreicher, d.h. 1 % der von den Sowjets verschleppten Österreicher, in den Lagern von Kolyma inhaftiert waren“, wie ihm bei einem Besuch in Magadan im Jahr 2002 von einem Mitglied der Russ. Akademie d. Wissenschaften berichtet worden war. 13 davon habe er selbst persönlich gekannt. Die Aufenthaltsdauer in Kolyma war bei den einzelnen Personen verschieden lang u. reichte von einigen Monaten bis zu vielen Jahren. ---
Der insgesamt ca. 180 Seiten umfassende Akt über die Inhaftierung Fischers befindet sich im Sonderarchiv Moskau des Russ. Staatl. Militärarchives (RGWA). Er durfte als Gulag- u. Politisolator-Häftling trotz vielfacher Ansuchen bei den sowj. Behörden bis April 1955 absolut keinen Briefwechsel, auch nicht mit seiner Mutter, führen. Das 1. Schreiben an seine Mutter ist datiert vom 12.4.1955. Am 20.6.1955 wurde er vor dem Hintergrund d. Abschlusses des Österr. Staatsvertrages vorzeitig aus der sowj. Haft entlassen u. nach Österreich repatriiert.

Zurück in Wien, legte er an der Philosophischen Fakultät der Uni Wien die Prüfung aus der Sprache Russisch mit gutem Erfolg ab, er wurde Okt. 1955 durch die Republik Österreich gemäß Opferfürsorgegesetzes als Opfer des Kampfes um ein freies, demokratisches Österreich anerkannt. Als er versuchte, mit Hilfe seines Freundes u. Anwaltes Christian Broda eine Aufhebung der Verurteilungen von 1937 zu erreichen, wurde ihm dies vom OLG Wien wegen fehlender gesetzlicher Grundlage jedoch verwehrt. Fischer arbeitete, inzwischen SPÖ-Mitglied, bis zu seinem Tod als Referent in der Statistischen Abteilung der Wiener AK. Er engagierte sich auch als stellv. Betriebsrat der Wiener AK u. organisierte gemeinsam mit dem Betriebsratsobmann Adolf Findeis den ersten „Streik“ in der Wiener Arbeiterkammer.

In dieser Zeit begann er auch – erst auf intensives Drängen von Freunden wie Ernst Federn, Georg Scheuer, Josef Hindels u. Josef Reinwein – mit der Abfassung eines ersten Abschnittes seiner Autobiografie. Dieses Werk, das von Fischer auf Grund seines frühen Todes nicht vollendet werden konnte, besteht aus 97 maschinenge-schriebenen Seiten u. beschreibt seinen Lebensabschnitt von der Verhaftung durch die Sowjets in Linz 1947 bis ungefähr zur Zeit des Todes Stalins (1953). Es befindet sich in Kopie im Archiv des DÖW in Wien.
Er heiratete Sept. 1956 Maria Johanna Fischer, die Witwe seines 1944 in sowj. Kriegsgefangenschaft gestorbenen Cousins Franz Fischer. Der Ehe entstammt ein Sohn ---

http://derstandard.at/1324501099308/Austrofaschismus-Eine-winzige-Wiedergutmachung-49-Jahre-nach-dem-Tod ---  auf Antrag der Grünen auf ein Gesetz zur Rehabilitierung der Dollfuß-Opfer geeinigt. Mitte Jänner soll es im Nationalrat beschlossen werden ---
Leserkommentare:
" korrekterweise sollte für alle Extremisten dieses Opfergesetz NICHT gelten.
Was für die illegalen NS gut (und richtig) war u. ist, sollte für Kommunisten nur recht sein. beides Unrechtsideologien, auch wenn das die heutigen Grünen ala Steinhauser anders sehen. dieser Herr Fischer ist das Paradebeispiel eines NICHT-Demokraten, wenn er als Trotzkist den permanenten Kampf gegen alles was nicht aus der gleichen ideologischen Ecke kommt befürwortete. nur weil wir in Ö das Glück hatten, den "real existieren Sozialismus" mit gewalttätiger Unterdrückung Andersdenkender ala DDR nicht mitzuerleben bzw. z.T. nur durch die Sowjetbesatzung, sind Anhänger dieser Ideologie keine "Kämpfer für Demokratie u. Freiheit", für die ja dieses "Opfergesetz" gedacht ist. Aber gut, Doppelmoral bei den Linxlinken ist ja nichts neues ... ^^"

"Noch einmal: dieses "Opfergesetz" sollte mmn NICHT für Extremisten wie Herrn Fischer (und als "überzeugter Trotzkist" war Herr Fischer per se kein Demokrat) verwendet werden um nach knapp 80 jahren einen Extremisten in einen "Kämpfer für Demokratie und Freiheit" umzudeuten. Was für die NS-Extemisten zurecht gilt, sollte für die Extremisten aus dem extrem linken Lager ebenso gelten, nämlich KEINE Chance auf Wiedergutmachung bzw. Widerruf der damaligen Urteile.
Die Versuche der Grünen um Herrn Steinhauser, linke Extremisten/Kommunisten als lupenreine Demokraten darzustellen ist Geschichtsfälschung pur. Ich bin froh, dass 1933 nicht die SDAP in Österreich die Macht errungen hat (Linzer Programm 27),.."

"als "überzeugter Trotzkist" war Herr Fischer per se ein Extremist (Trotzki hat als Teil des obersten Sowjet, Aussenkomissar u. Gründer der Roten Armee genug Blut an seinen Händen ... ), da muss Herr Fischer sen. gar nicht viel gemacht haben. Das "Opfergesetz" nimmt explizit NS von einer Rehabilitation aus, egal wofür sie zw. 1933 u. 1938 verurteilt wurden, also vielleicht auch wegen "Verbreitung verbotener Druckschriften" wie Herr Fischer. was für die NS gilt, muss für die Extremisten aus dem linken Lager genauso gelten, daher hätte normalerweise Herr Fischer jun. keinerlei Grund auf eine Rehabilitierung seines Vaters zu hoffen.
Aber natürlich gelten in den Augen der heutigen Grünen, Kommunisten der 30er jahre u.a. damalige linke Extremisten als "Kämpfer für Demokratie und Freiheit" ..."

http://derstandard.at/1326502903452/Austro-Faschismus-Ein-historischer-Schritt  --- Die Rehabilitierung für die Haft in den Gefängnissen des NS-Staates u. im KZ Buchenwald erfolgte schnell. Nach Karl Fischers Tod erreichte sein Sohn 1996 auch die Rehabilitierung durch die russ. Generalstaatsanwaltschaft. Was bis heute fehlt, ist eine Rehabilitierung für die Zeit des Austrofaschismus, also für die Periode vom 6.3.1933 bis zum 12.3.1938  ---
Es handelt sich durchaus um ein historisches Gesetz. Denn in all den Jahrzehnten nach 1945 war es SPÖ u. ÖVP nicht möglich gewesen, zu einer tragfähigen gemeinsamen Bewertung d. Zeit des Austrofaschismus zu kommen. Das jetzt vorliegende Gesetz vermeidet zwar die Bezeichnung "austrofaschistisch" für das Regime vor dem Anschluss, erstmals aber gibt es zwischen ÖVP, SPÖ u. Grünen einen Konsens darüber, dass gerichtliche u. verwaltungsbehördliche Entscheidungen als "Unrecht im Sinne des Rechtsstaates" zu bezeichnen sind, wenn sie einen Rechtsnachteil wegen des Einsatzes für Unabhängigkeit u. Demokratie zur Folge hatten ---
Leserkommentar: "Österreich sollte dem Bundeskanzler Dollfuß dankbar sein, dass er eine Sowjetrepublik Österreich verhindert hat!"

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Martin (Mordechai) Buber

Beitrag von Dissident am Do Dez 29, 2016 12:12 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Buber  Martin (Mordechai) Buber (1878-1965) war ein österr.-israelischer jüdischer Religionsphilosoph.
--- Nach dem Besuch des polnischen Gymnasiums in Lemberg studierte er in Wien, Leipzig, Zürich u. Berlin. Er belegte Nationalökonomie, Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte, Psychiatrie u. Psychologie ---
In Wien lernte er Theodor Herzl kennen (erste briefliche Kontakte gab es Febr. 1900) u. schloss sich dessen zionistischer Bewegung an. Sept. 1901 übertrug Herzl Buber die Leitung des zionistischen Parteiorgans Die Welt --- 1902 war er Mitbegründer des Jüdischen Verlags. Ab 1905 arbeitete er für den Verlag Rütten & Loening als Lektor; dort initiierte u. betreute er u.a. das Projekt einer „sozialpsychologischen“ Monographienreihe "Die Gesellschaft". 1908 war er an der Gründung des Sozialistischen Bundes beteiligt.
1916 gründete er zusammen mit Salman Schocken die Monatszeitschrift Der Jude, die bis 1928 erschien. Im selben Jahr siedelte Buber mit seiner Familie von Berlin Zehlendorf nach Heppenheim an der Bergstraße über, wo er sein philosophisches Hauptwerk „Ich und Du“ veröffentlichte u. gemeinsam mit Franz Rosenzweig eine Neuübertragung der Hebräischen Bibel ins Deutsche begann ---
1924-1933 war er erst Lehrbeauftragter u. zuletzt Honorarprofessor für jüdische Religionslehre u. Ethik an der Uni Frankfurt/Main. Er legte diese Professur 1933 .. nieder, um einer Aberkennung zuvorzukommen. Aus der Reichsschrifttumskammer wurde er 1935 ausgeschlossen. 1938 aus Deutschland nach Jerusalem, wo er bis 1951 an der Hebräischen Uni von Jerusalem Anthropologie u. Soziologie lehrte. Ab diesem Zeitraum stand Buber einigen zionistischen Intellektuellen nahe ---

Kurz nach den Novemberpogromen erschien Ende 1938 ein offener Brief Mahatma Gandhis unter der Überschrift „Die Juden“, in dem er zur Judenverfolgung im NS-Deutschland, zum Zionismus u. zum Palästinakonflikt Stellung bezog. -- Gandhi betonte zwar seine Sympathien für das jüdische Volk, lehnte aber den Zionismus als ungerecht gegenüber den Arabern ab, denen Palästina ebenso zustehe wie England den Engländern u. Frankreich den Franzosen. Ein Krieg gegen Deutschland könne zur Verhinderung der „frevelhaften Verfolgung eines ganzen Volkes“ gerechtfertigt werden. Allerdings könnten die Juden der Verfolgung mit gewaltlosem, organisiertem, zivilen Widerstand begegnen. Es gebe Gemeinsamkeiten zur Situation der Unberührbaren in Indien u. zur Diskriminierung der Inder in Südafrika. Buber widersprach in seiner scharfen Replik dem Vergleich zwischen der antisemitischen Gewalt mit der Diskriminierung der Inder durch die Briten u. Buren. Gandhi kenne die Lage in den deutschen KZ nur unzureichend, das Ausmaß des NS-Terrors sei ihm nicht bewusst. Buber drückte seine Enttäuschung darüber aus, dass der von ihm geschätzte u. verehrte Gandhi oberflächlich urteile, denn die Inder in Südafrika würden diskriminiert, seien aber weder vogelfrei noch würden sie systematisch beraubt oder sogar umgebracht u. zu „Geiseln für das erwünschte Verhalten des Auslands“ gemacht. Jahrelanger gewaltloser Widerstand jüdischer Deutscher habe die Nationalsozialisten nicht an ihren Unrechtstaten hindern können, sondern die Gewalt eher verstärkt. Gandhis Behauptung, Palästina gehöre ausschließlich den Arabern, sei historisch, rechtlich u. moralisch falsch. Vielmehr stehe Palästina beiden Völkern bzw. allen Völkern zu, die geschichtlich mit diesem Land verbunden seien. Nur ein gemeinsames gewaltfreies Leben miteinander führe zu Frieden u. Gerechtigkeit.

1953 erhielt Buber den „Friedenspreis des Deutschen Buchhandels“, mit dessen – in Israel sehr umstrittener – Entgegennahme in der Frankfurter Paulskirche setzte er ein Zeichen der Verständigungsbereitschaft --- In New York war Buber 1955 neben Hannah Arendt, Gershom Scholem u.a. an der Gründung des Leo Baeck Instituts beteiligt, einer wichtigen Dokumentations- u. Forschungsstätte für die Geschichte der deutschsprachigen Juden. Ein Großteil der Bestände, die auch in elektronischer Form vorliegen, ist im Jüdischen Museum Berlin einsehbar. Buber gehörte auch – ebenso wie Hannah Arendt – zu den Autoren des Aufbau. Er starb 1965 in Jerusalem.
- - -
.. Schon zu Beginn der zionistischen Bewegung u. der jüdischen Einwanderung nach Palästina mahnte er eindringlich, gute Beziehungen zu den Arabern aufzubauen. Das trug ihm viel Widerspruch u. Feindschaft ein ---
Das 1966 an der Universität zu Köln gegründete 2. judaistische Institut in Deutschland heißt Martin Buber-Institut für Judaistik ---
https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Martin_Buber
--- Buber trat für das Recht der Juden ein, nach Palästina auszuwandern, der Idee eines jüdischen Staates stand er sehr reserviert gegenüber ---
Während Buber im Ausland berühmt wurde, war er in Israel deswegen "eher isoliert" ---

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