Menschen und Personalien

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Christian Doppler

Beitrag von Dissident am Do Jan 05, 2017 2:09 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Doppler  Christian Andreas Doppler (1803-1853) war ein österr. Mathematiker u. Physiker. Bekannt ist Doppler durch den nach ihm benannten Doppler-Effekt.

Er wurde als Sohn einer Steinmetzfamilie in Salzburg geboren. Wegen seiner schwachen körperlichen Konstitution war er jedoch den Anforderungen des Steinmetzberufes nicht gewachsen u. studierte am Polytechnischen Institut Wien Mathematik, Physik u. Philosophie in Salzburg. Ab 1829 arbeitete er als Assistent am Polytechnischen Institut Wien u. schrieb seine ersten Publikationen. Ab 1835 lehrte er an einer Realschule in Prag u. später am Prager Polytechnischen Institut Mathematik u. Physik. 1836 vermählte er sich mit Mathilde Sturm. Sie hatten 5 Kinder, die sie in Prag u. Wien großzogen. 1840 wurde er außerordentliches Mitglied der Königl. Böhmischen Gesellschaft d. Wissenschaften. Er wurde 1841 zum Ordentlichen Professor für Mathematik u. Physik an das Prager Polytechnische Institut berufen.

In seiner Zeit als Professor publizierte er in Prag über 50 wissenschaftl. Arbeiten über Physik, Mathematik u. Astronomie. Sein Hauptwerk, Über das farbige Licht der Doppelsterne u. einiger anderer Gestirne des Himmels, verlas er am 25.5.1842 vor der Königl. Böhmischen Gesellschaft d. Wissenschaften. Seine Hypothese, die Farbigkeit der Sterne beruhe auf der Entfernungsänderung während der Lichtaussendung, war schon nach dem damal. Kenntnisstand der Astronomen unhaltbar – dazu ist die Sternbewegung viel zu langsam. Sein Bemühen um Anerkennung führte aber zum baldigen experimentellen Nachweis des akustischen Doppler-Effekts – die Dampfloks waren dafür gerade schnell genug –, sodass sein Name mit dem Effekt verbunden blieb.

Im Zuge der Wirren um die Märzrevolution 1848 zog er mit seiner Familie nach Wien u. wurde 1850 von Kaiser Franz Josef zum Direktor d. Physikalischen Instituts d. Uni Wien berufen. Er war in der stark wachsenden Metropole der erste Professor für Experimentalphysik ---

1853 starb Doppler in Venedig, in dessen mildes Klima er 1852 wegen seines Lungenleidens ausgewichen war, an den Folgen einer Staublungenerkrankung. Am Friedhof von San Michele gibt es gleich beim Eingang eine Gedenktafel, sein tatsächliches Grab auf diesem Friedhof wurde aber bis heute noch nicht aufgefunden.
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Auf der Rückseite des Mondes ist ein Krater nach Doppler benannt --- Der 1984 entdeckte Asteroid (3905) Doppler wurde 1996 nach ihm benannt. Das Advisory Committee on Antarctic Names benannte 1987 ihm zu Ehren den Doppler-Nunatak in der Antarktis. (Nunatak = ein isolierter, über die Oberfläche von Gletschern u. Inlandeismassen aufragender Felsen oder Berg ---

Werke

   Abhandlungen. Engelmann, Leipzig 1907 (Ostwalds Klassiker, Herausgeber Hendrik Antoon Lorentz).
   Schriften aus der Frühzeit der Astrophysik. Deutschmann, Frankfurt/M. 2000, ISBN 3-8171-3161-5. (Repr. d. Ausg. Leipzig 1907).
   Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger anderer Gestirne des Himmels. Abhandlungen der Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, Reihe 5, Band 2, 1842, S. 465, und Separatdruck, Prag 1842.
       von Doppler auf die Bewegung von Beobachter und Quelle erweitert in Annalen der Physik und Chemie, Band 68, 1846, S. 1–35
   Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger anderer Gestirne des Himmels. (Neu herausgegeben von František Josef Studnička, Prag 1903). (Volltext online bei archive.org)
   Über eine wesentliche Verbesserung der katoptrischen Mikroskope. Borrosch & André, Prag 1845.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dopplersatellit --- Als Dopplersatelliten werden künstliche Erdsatelliten bezeichnet, die zur Messung des Dopplereffektes dienen, der durch ihre Bahngeschwindigkeit u. die Erdrotation verursacht wird. Ein Dopplersatellit kann tragen:

   Einrichtungen zum Messen dieser Frequenz-Verschiebungen
   einen sehr stabilen Oszillator, um konstante Funkfrequenzen auszustrahlen, oder
   einen Transponder, um die von einer Bodenstation eintreffenden Funksignale zu beantworten (siehe auch Sekundärradar).

Bereits zu Beginn der Raumfahrt 1957 wurde das Doppler-Messprinzip zur Bahnbestimmung der Sputnik- u. Explorer-Satelliten eingesetzt. Wenige Jahre später startete man eigene Navigationssatelliten, die in den 1970er- u. 1980er-Jahren für Zwecke der Astrometrie u. der Erdmessung vervollkommnet wurden.

Erste Doppler-Navigationssatelliten
Die Methode, den Dopplereffekt im großen Stil für die Navigation u. bald auch für die Geodäsie zu nützen, geht auf das NNSS- (Navy Navigation Satellite System) bzw. Transit-System der USA zurück: die US-Marine startete ab 1960 mehrere die Erde auf Polarbahnen umkreisende Satelliten u. stellte das System bereits 1964 – nach endgültiger Bereinigung der Kubakrise – für die zivile Nutzung zur Verfügung. Die mindestens 5 Satelliten bildeten eine etwa 1100 km hohe Kugelschale von 5 kreisähnlichen Satellitenbahnen, in denen sich die Erde wie in einem genau ausgemessenen Käfig dreht.

Die Doppler-Ortsbestimmung von militärischen u. zivilen Schiffen ist mit den Methoden der Hyperbelnavigation verwandt, doch werden keine direkten Streckendifferenzen, sondern minutenlang integrierte Geschwindigkeiten bestimmt. Mit dieser neu entwickelten Satellitenortung auf Basis mehrerer Dopplersatelliten (Transit-Satelliten der NASA und ihr russisches Äquivalent) konnte die Schiffs- u. Flugnavigation von der bis dahin standardmäßigen 1-Meilen-Genauigkeit auf ±20 bis 50 m gesteigert werden, u. nur wenige Jahre später konnte man erstmals internationale, weit ausgedehnte Bahn- u. Landesvermessungen mit Meter-Genauigkeit durchführen.

Weiterentwicklungen: NOVA und DORIS
Ab etwa 1965 kamen amerikanische Dopplersatelliten des Typs NOVA (Non-gravitational Orbit (corrected?) Vehicle Acceleration) zum Einsatz, die mit speziellen Beschleunigungs- u. Stoßsensoren auch die nicht-gravitativen Kräfte auf die Satellitenbahnen berücksichtigen konnten. Dadurch konnte die Navigation weltweit auf 20 m Genauigkeit gesteigert werden, längere Kampagnen der Landesvermessung sogar auf 20–30 cm.

Für die „Dopplernetze“ – z. B. die länderübergreifenden DÖDOC- u. WEDOC-Kampagnen, in denen man weiträumige Kontroll-Vermessungsnetze nullter Ordnung mit Punktabständen von 100–500 km aufbaute – wurde neben der klassischen 400 MHz-Frequenz auch eine mit 150 MHz eingerichtet, sodass der frequenzabhängige Einfluss der Hochatmosphäre eliminiert werden konnte (er macht einige m bis max. 100 m aus).

Um 1985 entwickelte Frankreich ein Messsystem namens DORIS, bei dem nicht die Bodenstationen den Dopplereffekt der aus dem Orbit kommenden Signale messen, sondern bei dem dies in den Satelliten selbst erfolgt. Dadurch sind Einsparungen im Aufwand u. bei der Organisation von Messkampagnen möglich. Seit etwa 1990 trägt DORIS mit rund 50 Bodenstationen zur Überwachung der Erdrotation u. des geodätischen Bezugsystems der Erde bei, aber auch zur Analyse der Ladungsdichte in der Ionosphäre.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dopplernavigation  --- Als Doppler-Navigation wird in der Luftfahrt eine Genauigkeitssteigerung der Koppelnavigation bezeichnet, die auf dem Dopplereffekt beruht.

Mehrere schräg nach unten gerichtete Doppler-Radar-Antennen empfangen die vom Boden reflektierten Radarechos, deren Frequenzverschiebungen von der Fluggeschwindigkeit u. vom Abstrahlwinkel abhängen. Daraus lässt sich die präzise Geschwindigkeit über Grund u. die Abdrift berechnen, sowie aus dem Integral der Geschwindigkeit die genaue Flugstrecke.

Bei den ersten Systemen (entwickelt in den 1950er-Jahren) wurden die Antennen seitlich verschwenkt, bis ihre Dopplerverschiebung rechts u. links den gleichen Wert hatte, woraus sich der wahre Kurs über Grund ergab. Neuere Systeme analysieren die Frequenzverschiebungen rechnerisch u. erreichen Genauigkeiten von etwa 1 Promille des zurückgelegten Weges. Damit wird das Verfahren um das 5- bis 10-fache genauer als die klassische Koppelnavigation u. außerdem unabhängig von Wetterbedingungen.

In den 1970ern entwickelte das Stuttgarter Institut für Flugnavigation (Prof. Karl Ramsayer) auf der Basis des Dopplerradars automatische Koppelkarten mit Anzeige des aktuellen Kurses u. der laufenden Position. Heute werden diese Messdaten in die Displays für Integrierte Navigation eingebunden.

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Christian_Doppler --- Dopplers Vater entschied, dass er den Beruf eines Kaufmannes erlernen sollte. Doch vor Beginn seiner Ausbildung ließ der Vater die Rechenkünste seines Sohnes vom Mathematiker Simon von Stampfer in Salzburg prüfen. Dabei schnitt er so hervorragend ab, dass ihn der Vater das Polytechnische Institut in Wien absolvieren ließ ---
.. Abhandlung .. „Über das farbige Licht der Doppelsterne und einiger anderer Gestirne des Himmels“, in der er auf den Einfluss des Bewegungszustandes einer Schall- oder Lichtquelle und des Beobachters, der den Schall oder das Licht wahrnimmt, hinwies und die seinen späteren Ruhm begründete ---
1842 entdeckte er den nach ihm benannten „Doppler-Effekt“, mit dessen Hilfe sich die Relativitätsgeschwindigkeit errechnen lässt, mit der sich die Gestirne längs der Verbindungslinie Erde-Gestirn bewegen, u. der Schlüsse auf die Struktur des Weltraums ziehen lässt: Der Schall breitet sich von der ruhenden Schallquelle nach allen Seiten gleich schnell aus. Bewegt sich der Beobachter auf die Schallquelle zu, so hört er einen Ton mit höherer Frequenz als der ruhende Beobachter. Der von der Schallwelle wegbewegte Beobachter hört einen Ton mit niedrigerer Frequenz als der ruhende Beobachter.

Entdeckt hatte Doppler diesen Effekt aber nicht im Schallbereich, sondern im optischen Bereich. Doppler versuchte 1842/1843 die Farben der Sterne dadurch zu erklären, dass ihre Eigenbewegung Einfluss auf das wahrgenommene Licht hat. Zwar stimmte seine Annahme nicht, aber sein Ergebnis war richtig: bei sich fortbewegenden Sternen verschieben sich die Spektrallinien nach Rot und bei sich nähernden Sternen nach Blau.

1847 ging Doppler als Bergrat und Professor für Mathematik, Physik und Mechanik an die Bergakademie in Chemnitz ---
Von Kaiser Franz Joseph I. wurde er 1850 zum Direktor des im Zuge der Hochschulreform von Doppler mitbegründeten physikalischen Universitätsinstitutes ernannt.
Doch diese Funktion konnte er nur wenige Jahre ausüben. Er starb im Alter von nur 49 Jahren bereits 1853 in Venedig, wo er sich von den Folgen einer Lungentuberkulose erholen wollte. Seine todbringende Lungenerkrankung hatte wahrscheinlich ihre Wurzel in der Jugendzeit, die er in der Staub erfüllten Steinmetzwerkstatt seines Vaters verbracht hatte ---
In Salzburg besteht ein Christian-Doppler-Fonds. Dieser wurde im Jahr 1987 mit dem Ziel gegründet, Leben und Werk Christian Dopplers einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und sich der Tradition der Salzburger Naturwissenschaften anzunehmen: http://uni-salzburg.at/index.php?id=64865&L=0 ---
Was haben Flugzeuge, schnelle Autos, rote Blutkörperchen, klopfende Herzen, Gase in dichten Rohren und die Sterne am Himmel gemeinsam?
Ihre Geschwindigkeit wird mit Hilfe eines physikalischen Prinzips gemessen, das der weltbekannte Salzburger Naturwissenschaftler Christian Andreas Doppler entdeckt hat.
Viele Erfindungen gehen auf den von Doppler entdeckten "Doppler-Effekt" zurück: Wenn sich der Sender einer Welle im Verhältnis zum Empfänger bewegt, wird eine Verschiebung der Frequenz bewirkt. Das gilt für Wasserwellen, Schallwellen, Lichtwellen, Radiowellen, Röntgenstrahlen und alle anderen Wellen gleichermaßen.

Ausstellung im Salzburger Haus der Natur: http://www.hausdernatur.at/doppler-schau.html
Christian Doppler Forschungsgesellschaft  http://www.cdg.ac.at/

Dopplers Wahlspruch:
"Die lohnendsten Forschungen sind diejenigen, welche, indem sie den Denker erfreu'n, zugleich der Menschheit nützen."

Übersicht-Liste aller bisher von Dissident eingestellten Beiträge zu "Menschen & Personalien" --- alphabetisch und zum direkt anklicken:
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Simon von Stampfer

Beitrag von Dissident am Do Jan 05, 2017 2:47 pm

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Simon_von_Stampfer  Simon von Stampfer (1790-1864) war Mathematiker, Geodät, Erfinder, Professor am Wiener Polytechnischen Institut u. Mitbegründer der Akademie der Wissenschaften.

Simon von Stampfer gilt als der Vater der Zeichentrickfilmer durch seine Erfindung der so genannten stroboskopischen Scheiben (Lebensrad) (1832).
Dies war der Vorläufer der heutigen Filmprojektoren bzw. Zeichentrickfilme.

Stampfer kam in Windisch Matrei in Osttirol, das damals zum Erzbistum Salzburg gehörte, in einem Gehöft zu "Gruben in der Seinize" als das erste von 6 Kindern von Bartlmä Stampfer u. Helene Schweinacher, die als Heimweber, später als Wanderweber u. Taglöhner im Pinzgau tätig waren, zur Welt. Dekan Georg Brandstätter ermöglichte 1801 dem bereits 11-Jährigen zunächst den Besuch der Marktschule Windisch Matrei, dann, 1804, auch den Besuch des Gymnasiums in Lienz/Osttirol.

Nach der Schließung des Gymnasiums in Lienz 1807 zog er zu Fuß mit guten Zeugnissen u. entsprechenden Empfehlungsschreiben über den Felber Tauern nach Salzburg. Da ihm das nötige Schulgeld fehlte, durfte er zwar am Unterricht im Lyceum in Salzburg teilnehmen, wurde aber nicht benotet. Was er zum Leben benötigte, verdiente er sich mit Nachhilfestunden. Aber 1810 wurde er als Klassenbester auch ohne Schulgeld in den Kreis der ordentlichen Schüler aufgenommen u. trat 1814 in München (Salzburg gehörte damals kurzzeitig zu Bayern) zur Abschlussprüfung für das Lehramtsstudium an. Voraussetzung der Ausübung des Lehramtes war die Bayr. Staatsbürgerschaft, die er aber wegen seines "mäßigen Abschneidens" bei der Lehramtprüfung nicht erhielt. Nachhilfelehrer in Salzburg blieb sein Broterwerb. 1816 wurde er Hilfslehrer für die Fächer Elementarmathematik, Physik u. angewandte Mathematik (ab 1817) am Salzburger Lyceum, am Salzburger Gymnasium unterrichtete er Mathematik, Naturgeschichte, Physik, Latein u. Griechisch, ab 1817 bereits Astronomie.

Erste Forschungen in Salzburg
1816 erhielt er die Genehmigung für Einrichtung einer Sternwarte im Turm des Schlosses Mirabell, wo er verschiedene astronomische u. erdkundliche Berechnungen durchführte. Durch den großen Stadtbrand 1818 wurde jedoch auch der Turm vernichtet. Stampfer hatte jedoch bereits 1817 Kontakt mit Pater Thaddäus Derfflinger von der Sternwarte Kremsmünster aufgenommen, die ja die Universitätssternwarte der Universität Salzburg war. Dieser Kontakt war über über den entfernten Verwandten Stampfers, Pater Constantin Stampfer, der als Benediktinerpater des Erzstifts St. Peter am Gymnasium in Kremsmünster unterrichtete, zustandegekommen. Mit Pater Derfflinger kam es in Folge zu einem länger andauernden Kontakt. Im selben Jahr besucht Stampfer erstmals die Sternwarte in Kremsmünster u. konnte erstmals mit den damals modernsten astronomischen Geräten forschen.

Bereits 1806 hatte der österr. Kaiser Franz I. eine neue Militär-Triangulation angeordnet. 1817 folgte eine Katastral-Vermessung der Monarchie (die 44 Jahre dauerte). Ein bestehender Kontakt zum Leiter dieses Auftrages, Oberst Ludwig August von Fallon, brachte von Stampfer dazu, der in Salzburg astronomische Längengradmessungen für das Dreieck München-Wien-Prag in den Jahren 1818, 1820, 1822 u. 1823 durchführte. Für diese Messungen wurden jeweils an Punkten in Sichtweite Blickfeuer abgeschlossen. Beispielsweise bei der Vermessung der Achse München-Wien wurden vom Untersberg solche Blickfeuer (Raketen) in den klaren Nachthimmel geschossen. Diese wurden vom nächsten Messungspunkt erfasst u. so konnten die Daten errechnet werden (vereinfachte Erklärung).

Landesgrenzen-Vermessungen
Bei den neuen Vermessungen der Staats- u. Landesgrenzen 1816 u. 1819 zwischen Deutschland u. Österreich im Raum Salzburg hatte Stampfer wesentlichen Anteil an der raschen Neuvermessung durch Angabe entsprechender Messapparate u. Vermessungsmethoden. Nach Abschluss dieser Vermessungen folgte ein weiterer Staatsvertrag, geschlossen am 24.12.1820 in Salzburg, "die Richtung der nassen Grenzen an den Flüssen Saale u. Salzach betreffend.

Sein Bewerbungsversuch für die "Lehrkanzel für Physik u. angewandte Mathematik" an der Uni Innsbruck 1819 blieb erfolglos. Und so wurde er am Lyceum in Salzburg zum ordentlichen Professor der reinen Elementarmathematik ernannt. 1819 wurde von Studiendirektor Ignaz Thanner ein entsprechendes Ansuche an die zuständige Landes-regierung in Linz geschickt. Auch am Gymnasium wurde er befördert. Mit seinen Schülern führte er zahllose Lehrausflüge mit praktischen Inhalten wie barometrischen Höhenmessungen durch.

Vermessung des Großglockners

Eine weitere Messung betraf den Großglockner, dessen Höhe lange Zeit nicht exakt bekannt war. Die erste genauere Messung wurde bereits am 28.7.1800 von Ulrich Schiegg im Rahmen der Großglockner-Erstbesteigung vorgenommen. Zusammen mit seinem engen Freund u. Kollegen am Salzburger Lyceum, Peter Karl Thurwieser, unternahm Stampfer Sept. 1824 eine wissenschaftliche Glocknerfahrt, die beide über Lofer, Zell am See, Embach, Tauernhaus in Ferleiten übers Fuscher Törl zum Ausgangspunkt nach Heiligenblut brachte. Wegen Schlechtwetters war nur die Besteigung bis zum Kleinglockner möglich. Nach seinen Messungen beträgt die Höhe des Großglockners 11.758 (französische, zu 0,325 Metern) Fuß.

In Wien
1826 trat Stampfer sein Lehramt der Praktischen Geometrie am k.k. Polytechnischen Institut in Wien an. Es folgten eine Reihe von Erfolgen, Auszeichnungen u. Ordens-verleihungen, 1849 die Erhebung in den Adelsstand. Nach dem Rücktritt vom Lehramt 1853 beschäftigte er sich nur mehr mit Astronomie.

Erfindungen
Neben bahnbrechenden Entwicklungen in der Feinoptik erhielt er auch ein Patent für ein Nivellier-Instrument. Die Besonderheit seiner Erfindung, es gab ja Nivellier-Instrumente schon seit dem Altertum, war die Verwendung der sogenannten Stampferschen Messschraube, eine Mikrometer- oder Elevationsschraube zur genauen Messung der Vertikalwinkel. Über 3.000 Stück wurden davon in Wien erzeugt u. in alle Welt verkauft. Es folgten noch das Stampfersche Planimeter, ein optischer Entfernungsmesser, für die k.k. Kriegsmarine entwickelt, ein Weinvisierer u. die Turmuhr am Rathaus von Lemberg/Ukraine, damals k.k. Monarchie.

Familienleben
1822 heiratete er in der Salzburger Universitätskirche die Buchhalterstochter Johanna Wagner. Sie wohnten im Haus Salzburg Nr. 227, heute Getreidegasse 13, einer Erbschaft Johannas. Die Wohnung, die gleichzeitig sein Laboratorium u. Bezugspunkt für barometrische Messungen war, lag "45 Pariser Fuß" (zu 0,325 m) über dem "Collegieum-Platz" u. somit im 4. Stock des Hauses Getreidegasse 13. 1824 kam Maria Aloysia Johanna, das erste Kind der Familie Stampfer, zur Welt, ein knappes Jahr später Anton Simon Josef. Beide Kinder starben 1850 an Lungentuberkulose. Simon von Stampfer starb am 10.11.1864 in Wien an einem Schlaganfall u. wurde in Wien begraben. Er hatte im Laufe seines Lebens zahlreiche wissenschaftliche Werke veröffentlicht.

http://www.clubosttirol.at/simon_stampfer.htm

http://www.clubosttirol.at/stampfer/biographie_wien.htm --- 1825 Professur für Praktische Geometrie am k.k. Polytechnischen Institut in Wien ---
1826 trat er das Lehramt an u. entwickelte sich zum Reformator für den geodätischen Unterricht u. zum Begründer einer einheitlichen Lehre der Praktischen Geometrie.
Die Normen wurden für andere Lehranstalten vorbildlich wirksam. Der Großteil seiner Vorträge u. Vorlesungen ist nie veröffentlicht worden ---
1828 verfasste er theoretische Grundlagen für die Fertigung hochwertiger Optik, u. wendete diese auch an (Fraunhofsche Objektive). Er entwickelte vergleichende Prüfungsmethoden für Fernrohre u. Messverfahren zur Ermittlung der Krümmungshalbmesser von Linsen, sowie des Brechungs- u. Zerstreuungsvermögens des Glases. Der Nachlass Stampfers aus dieser Zeit ist verloren gegangen.
1833 erhielt er ein Privilegium für seine Erfindung der "optischen Zauberscheibe". Stampfers Stroboskopische Scheiben wurden von der Wiener Kunsthandlung "Trentsensky & Vieweg" kommerziell verwertet ---
Stampfer war mitverantwortlich für die späte Einführung des metrischen Maßsystems in der österr. Monarchie ---
1849 wurde Simon von Stampfer von "Se. Majestät dem Kaiser das Ritterkreuz Allerhöchst Seines Leopold-Orden" verliehen.
1850 wurde Simon von Stampfer der russische Sankt-Annen-Orden auf grund seiner Vorleistungen für die spätere Einführung des metrischen Systems in Rußland verliehen; ebenso für vorbereitende Arbeiten der LITTROW´schen Gradmessung vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer (ungefähr 2000 km, um 1850) ---
1853 Stampfer beschäftigte sich nach dem Rücktritt vom Lehramt nur mehr mit Astronomie. Er berechnete die totale Sonnenfinsternis 1842 u. 1851. Er führte photometrische Messungen durch, um Durchmesser der kleinen Planeten zwischen Mars u. Jupiter u. die scheinbaren Durchmesser der Fixsterne zu berechnen.
Sein wahres Interesse galt die Erforschung der Kometen, die er von seiner Wohnung in der Taubstummengasse 3 aus mit einem Frauenhoferschen Fernrohr beobachtete.
Die Ergebnisse veröffentlichte er in 9 Abhandlungen in den "Astronomischen Nachrichten" die von 1858 bis 1864 erschienen ---

Wissenschaftliche Abhandlungen, Privilegien und Gutachten

1818. Tabellen zum Höhenmessen mit dem Barometer, womit man leicht und ohne Logarithmen die Höhe so genau findet, als die Laplace´sche formel sie gibt. Salzburg, 1818; 8°. (Duyle)
1822. Logarithmisch-trigonometrische Tafeln, nebst verschiedenen anderen nützlichen Tafeln und Formeln, und einer Anweisung zum Gebrauche. Zunächst für höhere Schulen. Salzburg, 1822; (Duyle). 2.Auflage, Wien, 1824 C. GEROLD. 3.Auflage, 1846; 4.Auflage, 1852; 5.Auflage, 1858
1825. Reise auf den Glockner im September 1824 von S. Stampfer und P.K. Thurwieser, Professoren am Lyceum zu Salzburg. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band VII, Seite 1-21
1825. Versuche über die Geschwindigkeit des Schalles, angestellt zwischen dem Untersberg und Mönchstein bei Salzburg. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band VII, Seite 23-26
1828. Methode, die Krümmungshalbmesser eines Objectivglases zu messen, angewendet auf die Untersuchung einiger Fraunhoferschen Objective. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIII, Seite 30-51
1828. Über die Theorie der achromatischen Objective, besonders der Fraunhofer´schen. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIII, Seite 52-113
1829. Untersuchung der von Herrn Rogers vorgeschlagenen Verbesserung in der Construction achromatischer Fernröhre. (Theorie der dialytischen Fernröhre). J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIV, Seite 108-143
1830. Versuche zur Bestimmung des absoluten Gewichtes des Wassers, der Temperatur seiner größten Dichtigkeit und der Ausdehnung desselben. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XVI, Seite 1-74
1832. Beschreibung eines Instrumentes (Optometers), um die Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit der Augen zu messen. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XVII, Seite 34-44
1833. Die Stroboscopischen Scheiben oder optischen Zauberscheiben. Deren Theorie und wissenschaftliche Anwendung, erklärt von dem Erfinder Simon Stampfer. Verlag Trentsensky & Vieweg, Wien und Leipzig 1833. 24 Seiten
1833. Einreichung des Privilegiums für das Stroboskop. Patentschrift, Wien, am 24. April 1833
1834. Beschreibung zweier am k.k. polytechnischen Institut befindlichen Comparatoren (Maßvergleicher) und Untersuchung ihrer Genauigkeit. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XVIII, Seite 149-210
1834. Über die Genauigkeit des Visierens bei Winkelmessungen. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XVIII, Seite 211-236
1834. Über die optischen Täuschungs-Phänomene, welche durch die stroboskopischen Scheiben (optischen Zauberscheiben) hervorgebracht werden. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XVIII, Seite 237-258
1835. Beschreibung eines Apparates, um den Abstand der Schneiden bey einem Revisions-Pendel zu messen. Annalen der Wiener Sternwarte in Wien, 1835, XV. Theil, Seite 50-61
1836. Beschreibung des Nivellierinstrumentes zur Erlangung des Privilegiums. Wien, 28. Juni 1836. Mit zwei Abbildungen
1837. Über eine besondere Art von Ovalen. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIX, Seite 34-40
1837. Vorschlag einer vergleichenden Prüfungsmethode für Fernrohre. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIX, Seite 24-33
1837. Über die technische Bearbeitung der Rotationszapfen an astronomischen und geodätischen Instrumenten und über den Einfluß ihrer Unvollkommenheit auf die Beobachtungen. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XIX, Seite 1-23
1839. Über die Construktion und den erweiterten Gebrauch der verbesserten Nivellier-Instrumente, welche in der Werkstätte des k.k. polytechnischen Institutes verfertigt werden. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Band XX, Seite 1-77
1839. Über das Verhältnis der Wiener Klafter zum Meter. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Seite 145-176
1839. Über Verbesserungen an Thurmuhren und andern Pendeluhren, angewendet auf die neue Thurmuhr auf dem Rathause zu Lemberg. J.d.k.k.p.I.z. Wien, Seite 78-144
1841. Vorschlag eines neuen Fernrohr-Mikrometers, mit hellen Linien und Punkten im dunklen Gesichtsfelde. Annalen der k.k. Sternwarte in Wien, 1841, XXI. Theil, Erster Band, Seite 44-48
1842. Die Sonnenfinsternis am 8. Juli 1842 samt einer graphischen Darstellung derselben auf einer Landkarte, aus welcher für jeden Ort der Karte die Zeit das anfangs und Endes, dann die Größe oder totale Verfinsterung entnommen werden kann. Mit vorzüglicher Berücksichtigung der österreichischen Monarchie. Wien 1842; 8°. Schaumburg & Comp.
1843. Prüfung eines von Franz Joseph Vorauer, Kleinuhrmacher in Wien, verfertigten Chronometers. Allgemeines Wiener polytechnisches Journal Nr. 68, Wien, Mai 1843
1845. Theoretisch-praktische Anleitung zum Nivellieren und zu anderen damit verwandten, beim Eisenbahnbau vorkommenden Arbeiten. 1.Auflage, 1845, Wien. C. GEROLD; 2.Auflage, 1847; 3.Auflage, 1852; 4.Auflage, 1858; 5.Auflage, 1864; 6.Auflage, 1869; 7.Auflage, 1872; 8.Auflage, 1876; 9.Auflage, 1894; 10.Auflage, 1902
1848. Verbesserung der II. CALLET´schen Tafel der gemeinen Logarithmen mit 20 Decimalen, nebst Vorschlägen für die weitere Förderung duieses Zweckes. Von k.k. Oberst HERMANN mit Vorschlägen STAMPFERS zur Verbesserung und Correctur der Tafeln. Sitzungsbericht der math.-nat. Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften vom 30. März 1848, Seite 112-127, Ergänzung Seite 189-190
1848. Begründung eines eigenthümlichen Rechnungs-Mechanismus zur Bestimmung der reelen Wurzeln der Gleichungen mit numerischen Coifficienten. Von Prof. MOTH; Gutachten erstattet von STAMPFER und BURG. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 8. Juni 1848, Band I, Seite 194-198
1848. Die Grundidee, gewisse, mit Genauigkeit bestimmbare constante Größen der Natur den Maß-und Gewichts-Systemen zu Grunde zu legen. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 13. Jänner 1948, Seite 149-152. (Vortrag von Prof. Schrötter; Commissionsbildung von PRECHTL, Stampfer und Schrötter)
1849. Geometrische Visiermethode für Fässer. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 11. April 1849, Seite 227-247; Band II, (9. April 1849, Seite 208)
1849. Meteorologische Beobachtungen wichtiger Punkte in der großen Monarchie. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 15. März 1849, Band II, Seite 169-176
1849. Vorschlag eines Barometers, welches den mittleren Barometerstand für beliebige Zeitperioden angibt. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 20. April 1849, Band II, Seite 221-228 (Vortrag)
1849. Äußerung über die in Preußenübliche Visiermethode für Fässer. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 10. Mai 1849, Band II, Seite 291-294
1849. Prof. Stampfer erstattet den Bericht der Commission, welche über Anforderung des k.k. Finanz-Ministerium d.d. 5. Mai, Zahl 6806/741 die Art und Weise zu beurteilen hatten, in welcher Form die Resultate der trigonometrischen Vermessungen des k.k. Catasters veröffentlicht werden sollen. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 21. Juni 1849, Band II, Seite 9
1849. Die Commissions-Mitglieder Hessler und Stampfer berichten über eine gründliche Reform der Aräometer für Branntwein und Weingeist. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 2. Dezember 1849, Band II, Seite 303-316
1849. Gutachen zu: Allgemeiner Beweis für LEHMANNS Satz über die Lösung des POTHENOT´schen Problems. Von Prof. HARTNER in Graz. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. 1849, Band II, Seite 26-222
1849. Über den Gebrauch der Nivellier-Instrumente aus der Werkstätte des k.k. polytechnischen Institutes auf wissenschaftlichen Reisen. Vortrag. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 8. März 1849, Band II, Seite 159-163
1850. Über das neue Planimeter des Ingenieurs Caspar WETLI zu Zürich. Sitz.Ber.d.k.A.d.W., Band IV, Seite 134-155
1850. Prof. Stampfers Gutachten zur österr. Erdumseglungs-Expedition. Sitz.Ber.d.k.A.d.W., Band IV, Seite 252-259
1850. Über die Farbenzerstreuung der Atmosphäre. Sitz.Ber.d.k.A.d.W., Band IV, Seite 34-34
1850. Bemerkungen Prof. STAMPFERS zu den Commissionsberichte vom 14. März, die Betheiligung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften an der Erdumsegelungs-Expedition betreffend. Sitz.Ber.d.k.A.d.W., 1850, Band IV, Seite 253-254
1851. Commissionsbericht betreffende die Einführung genauer Alkoholometer (Branntwein- und Weingeist-Waagen). Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 13. März 1851, Band VI, Seite 253-265
1851. Das wirkl. Mitglied, Hr. Prof. Stampfer zeigt einen in der Werkstätte des k.k. polytechnischen Institutes verfertigten Theodoliten für Markscheider vor, der sich auch besonders zum Gebrauche auf wissenschaftlichen Reisen eignet, und erklärt dessen Einrichtung. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 15. März 1851, Band VI, Seite 555
1851. Preisaufgabe. Bestimmung der Massen der Planeten. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. Band VI, Seite 685-690
1851. Über die am 28. Juli 1851 bevorstehende Sonnenfinsternis. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. Band VII, Seite 228-245
1851. Über die kleinen Planeten zwischen Mars und Jupiter. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 27. November 1851, Seite 756-776
1851. .Über Versuche, welche sich auf die Wirkung der Capillarität beziehen. Sitz.Ber.d.k.A.d.W., Wien 1851, Band VI, Seite 265
1851. Über die farbenzerstreuende Kraft der Atmosphäre. Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, Band II, Seite 101-108
1852. Photometer, womit die Sterne hinsichtlich ihrer Helligkeit mit einander verglichen werden und Anwendung desselben zur Bestimmung der Lichtabsorption der Atmosphäre. D.d.k.A.d.W.i.Wien, Band V, Seite 109
1852. Bemerkungen und Anweisungen für die Naturforscher, welche die Expedition von Sr. Majestät Fregatte Novara unter dem Commando des Herrn Obersten Bernhard v. Wüllersdorf-Urbair begleiten. D.d.k.A.d.W.i.Wien
1852. Methode, den Durchmesser der Pupille sowohl bei Tage als bei Nacht am eigenen Auge zu messen. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 29. April 1852, Band VIII, Seite 511-513
1852. Über den scheinbaren Durchmesser der Fixsterne. D.d.k.A.d.W.i.Wien, Band V, Seite 91-106
1853. Theoretisch-praktische Abhandlung über die Verfestigung und den Gebrauch der Alkoholometer. D.d.k.A.d.W.i.Wien, Band III, Seite 237-269
1855. Bericht über die folgende Abhandlung des Dr. A. Winckler, betreffende das Problem der vier Punkte bei Anwendung des Meßtisches. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. vom 8. Februar 1855, Seite 210-216
1856. Zusatz zu Reslhuber´s Abhandlung: Über Stampfer´s Lichtpunkt-Mikrometer. Sitz.Ber.d.k.A.d.W. Bd.XX. Seite 327-334
1858. Parabolische Elemente des Kometen (Donati-Komet). Astronomische Nachrichten, Bd. XLIX, Seite 102-104
1859. Elliptische Elemente des DONATI´schen Cometen. Astronomische Nachrichten, Altona, 1859, 49. Band, Seite 173-174
1859. Über die Bahn des DONATI´schen Cometen, von Professor STAMPFER. Astronomische Nachrichten, Altona, 1859, 49.Band, Seite 102-104
1859. Elemente des Cometen I. 1859 und Ephemeride für dessen Wiedererscheinen nach dem Perihel, von Professor STAMPFER. Astronomische Nachrichten, Altona, 1859, 50. Band, Seite 297-300
1862. Schreiben des Herrn Dr. Stampfer an den Herausgeber, vom 1. September 1862. Astronomische Nachrichten, Altona, 1862, 58. Band, Seite 203-204
1863. Vergleichung der Beobachtungen des Cometen II. 1862 mit den STAMPFER´schen Elementen (A.N. 1381). Astronomische Nachrichten, Altona, 1863, 59. Band, Seite 91-92
1864. Beobachtungen und Elemente der Cometen VI. 1863. Von Herrn Prof. STAMPFER. Astronomische Nachrichten, Altona, 1864, 61. Band, Seite 201-204
1864. Elemente und Ephemeride des Cometen VI. 1863. Von Herrn Prof. STAMPFER. Astronomische Nachrichten, Altona, 1864, 61. Band, Seite 2865-286
1864. Schreiben des Herrn Professors STAMPFER an den Herausgeber. Astronomische Nachrichten, Altona, 1864, 61. Band, Seite 301-304
1864. Beobachtungen, Elemente und Ephemeride des Cometen I. 1864. Von Herrn Prof. STAMPFER in Wien. Wien, 27. Juli 1864. Astronomische Nachrichten, Altona, 1864, 62. Band, Seite 351-352

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Alois Windisch

Beitrag von Dissident am Do Jan 05, 2017 4:28 pm

http://www.bundesheer.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=1176 --- Regimentskommandeur des Gebirgsjäger-Regimentes 139, Oberst Alois Windisch .. war ein erfahrener u. hoch ausgezeichneter Infanterieoffizier im österr.-ungar. Heer gewesen. Ihm war für seine Leistungen an der Südwestfront im Herbst 1917 die höchste Tapferkeitsauszeichnung für Offiziere, der Militär-Maria-Theresien-Orden, verliehen worden. Im Bundesheer der 1. Republik zum Generalstabsoffizier ausgebildet, war er nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich 1938 nicht in den Generalstab des Heeres übernommen, sondern mit dem Kommando über das neu aufgestellte Gebirgsjäger-Regiment 139 betraut worden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Windisch  Alois Windisch (1892-1958) war österr. u. deutscher Offizier, zuletzt Generalmajor, u. Befehlshaber von Einheiten im 1. u. großen Verbänden im 2. Weltkrieg. Windisch war einer von nur 2 Trägern sowohl des Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens als auch des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ---
Insgesamt wurde er im Laufe des 1. Weltkrieges 3x verwundet. Für seine Leistungen am 4.12.1917 an der Dolomitenfront am Monte Tondarecar u. am Monte Miela zwischen Primolano u. Asiago wurde er 1925 mit dem Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens ausgezeichnet.

Zwischenkriegszeit
Nach Ende des 1. Weltkrieges blieb er beim Bundesheer u. wurde 1921 zum Hauptmann, 1925 zum Stabshauptmann befördert.
Beim Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich war er seit 1934 als Oberst des Generalstabes (Beförderung 1936) Taktiklehrer für höhere Offizierslehrgänge an der Militärakademie in Wien. Wegen seiner bekannten Ablehnung der neuen Machthaber wurde er von den Nationalsozialisten als unzuverlässig eingestuft u. nicht in den deutschen Generalstabsdienst übernommen. Aus diesem Grunde war er auch zur vorzeitigen Pensionierung vorgesehen, durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges u. den daraus resultierenden Bedarf an erfahrenen Truppenführern kam es allerdings nicht dazu.

Zweiter Weltkrieg
In die Wehrmacht als Oberst übernommen, wurde er Kommandeur des in der Folge von ihm aufgestellten Gebirgsjäger-Regiments 139, das im Wehrkreis XVIII (zuständig für Steiermark, Kärnten, Tirol u. Salzburg) aufgestellt wurde u. der 3. Gebirgs-Division unterstellt war. Vor dem Polenfeldzug wurde sein Regiment in die Slowakei versetzt, damit es am Krieg gegen Polen teilnehmen konnte.
März 1940 wurde sein Verband für das Unternehmen Weserübung, die Invasion der Wehrmacht in Dänemark u. Norwegen, bereitgestellt, wo er zusammen mit der Kriegsmarine bei der Besetzung von Narvik zum Einsatz kam. Für seine Leistungen in Narvik erhielt er 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Oberst Windisch war ein für seine Besonnenheit u. Fürsorge bei seinen Untergebenen bekannter u. beliebter Kommandeur. Beim Angriff auf die Sowjetunion überschritt er mit seinem Regiment unter Generalleutnant Eduard Dietl die finnisch-sowj. Grenze am nördlichen Eismeer.

Nach einer Diskussion über einen von ihm als sinnlos abgelehnten Angriffsbefehl von Generalleutnant Kreysing, dem Kommandeur der 3. Gebirgs-Division, wurde er seines Postens enthoben. Sein Nachfolger wurde der rangälteste Bataillonskommandeur, Major Arthur Haussels. Vom März 1942 bis Jänner 1943 wurde er auf die Funktion eines Kommandeurs der Kriegsgefangenen im Bezirk Kirowograd befohlen, was ein militärischer Rückschritt war.

Die Verschlechterung der allgemeinen militärischen Lage zu Ungunsten des Deutschen Reiches und seine altösterr. Kommandantenerfahrung führte dazu, dass er zum Kommandeur des kroatischen Grenadier-Regiments 383 ernannt wurde. Durch seine Generalstabsausbildung qualifiziert, erhielt er in weiterer Folge das Kommando über die kroat. 373. Infanterie-Division. Auftrag dieses Verbandes waren Eisenbahn- u. Straßensicherung sowie Partisanenbekämpfungen. 1943 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor.
Stets unter misstrauischer Beobachtung wurde er am 1.7.1943 in die Führerreserve versetzt u. erhielt erst mit 16.2.1944 wieder eine Dienstverwendung als stellv. Kommandeur der 292. Infanterie-Division. Diesen Posten gab er am 10.4.1944 wieder ab. Es folgte am 30.7.1944 die Funktion als Kommandeur der 281. Sicherungs-Division im Raum Polozk u. Kurland unter der 16. Armee, bis er am 9.10.1944 das Kommando über die 264. Infanterie-Division von Generalleutnant Gareis übernahm. Diese Division, seit Okt. 1943 in Dalmatien eingesetzt, wurde dort am 5.12.1944 in einem Kessel bei Knin vernichtet.

Nachkriegszeit
Bei seiner Gefangennahme in der Nacht von 8. auf 9.5.1945 in der Nähe von Summerau (Oberösterreich) durch US-Truppen, war er im Sonderstab der Heeresgruppe F eingesetzt. Die Amerikaner lieferten ihn an die Rote Armee aus, diese ihn wiederum im Mai 1946 an Jugoslawien, da er auf dem Balkan Dienst versehen hatte.
Dort wurde ihm nach Folter u. Entbehrungen ein unfairer Prozess gemacht, das Urteil lautete 20 Jahre Kerker. Nach seiner Berufung wurde er zum Tode durch Erschießen verurteilt, er wurde Tag u. Nacht gefesselt, nur zur Körperpflege wurden ihm die Handfesseln abgenommen. Das Todesurteil wurde aber anders als bei vielen anderen Gefangenen in Tito-Jugoslawien nie vollstreckt, Gerüchten zufolge ob der Intervention eines seiner ehem. Soldaten aus dem 1. Weltkrieg u. nunmehrigem hochrangigen Partisanenoffiziers, der seinem menschlichen u. fürsorglichen Kommandanten ein ehrendes Angedenken bewahrt hatte. Windisch verblieb aber unter verschärften Bedingungen in der Todeszelle.

Am 30.6.1952 wurde er nach Interventionen seiner Familienangehörigen, seiner ehem. Kameraden u. des österr. Bundespräsidenten Körner als einer der letzten Kriegs-gefangenen von Jugoslawien entlassen u. wurde vom späteren österr. Verteidigungsminister Graf am Bahnhof Rosenbach in Kärnten feierlich empfangen.

Alois Windisch starb am 28.12.1958 in Wiener Neustadt an den Folgen der physischen u. psychischen Auszehrung seiner Haft. Nach ihm ist die Jägerkaserne in Klagenfurt benannt.

http://www.austro-hungarian-army.co.uk/biog/windisch.htm

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Erwin Pröll

Beitrag von Dissident am Mi Jan 11, 2017 8:59 am

Verwendete Abkürzungen: NÖ für Niederösterreich)

https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Pr%C3%B6ll  Erwin Pröll (*1946) ist ein österr. Politiker (ÖVP). Er ist seit 1992 Landeshauptmann von Niederösterreich --
Agrarökonom mit Dr.-Titel. Noch vor seiner Promotion wurde er 1972 in den Österr. Bauernbund als wirtschaftspolitischer Referent geholt. Mit 33 Jahren wurde er in die Landesregierung NÖ gewählt, seit 1981 als Landeshauptmann-Stellv. 1992 wurde er Landeshauptmann von NÖ. Er ist unter den in Österreich im Dienst stehenden Landeshauptleuten der am längsten amtierende.
Pröll ist mit der in Wien geborenen Elisabeth Pröll (*1950 als Elisabeth Terebesy) verheiratet u. hat mit ihr 4 Kinder. Er ist der Onkel des ehem. österr. Finanzministers u. Vizekanzlers Josef Pröll. --- Mitglied bei Österr. Cartellverband (ÖCV) und .. Rotarier ---

Er pflegt ein gutes Verhältnis zum Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Pröll gilt in der ÖVP als einer der einflussreichsten Politiker, der sich zugleich öffentlich gerne gegen die Bundes-ÖVP stellt --- Während des Wahlkampfs hatte sich Pröll gegen den Bau von Minaretten in NÖ ausgesprochen u. diese als „artfremd“ bezeichnet, außerdem hatte er vorgeschlagen, die Strafregisterauszüge von Asylwerbern zu publizieren ---

Erwin Pröll-Privatstiftung
Mit 150.000 €, die dem Politiker 2006 zu seinem 60. Geburtstag von nicht namentlich bekannten Spendern zuflossen, richtete er eine wohltätige Privatstiftung ein.
Als Stiftungsvorstand fungiert neben 2 weiteren der Stifter selbst, angesiedelt ist sie an seiner Büroadresse. Zusätzlich wurden in den folgenden Jahren der Stiftung von der ÖVP-dominierten Regierung des Landes NÖ unter den zuständigen Finanzreferenten Wolfgang Sobotka u. Johanna Mikl-Leitner jährlich 150.000 zuerkannt, so dass das Stiftungsvermögen derzeit (Januar 2017) 1,3 Mio. € beträgt. Bislang wurde ausschließlich 100.000 € im Sinne der Satzung verwendet. Mit den weiteren Beträgen soll eine „Akademie für den ländlichen Raum, in der jungen Menschen die Werte des ländlichen Raums vermittelt“ gegründet werden. Die Förderungen in der Höhe von insgesamt 1,3 Mio. € wurde von der Landesregierung einstimmig beschlossen u. ohne Wissen der Opposition u. des Landesrechnungshofes. Die letzte Subvention wurde Ende Dez. 2016 bewilligt. Anfragen nach Empfängern der Subvention oder nach Förderverträgen seien "aus Datenschutzgründen" nicht beantwortet worden. Kritisiert wurde .. dass es, abgesehen vom Verweis auf einen Stiftungsprüfer, der die Rechtmäßigkeit des Gebahrens bestätige, keinerlei Transparenz über die Verwendung von Steuergeld gebe. Auch wurde hinterfragt, wieso das Land das Geld nicht selbst für wohltätige Zwecke vergeben könne.

Kritik
Ein Hauptkritikpunkt an Prölls Umgang mit Kritik ist die angebliche Vereinnahmung der Medien, besonders des ORF NÖ u. der NÖ Nachrichten; kritische Berichte würden mit Androhung des Anzeigenentzugs befreundeter Wirtschaftsunternehmen beantwortet ---Pröll wurde in der Wiener Zeitung als „traditioneller Machtpolitiker“ beschrieben, den „eine fast legendäre Jovialität“ umgebe, die „jedoch oft nur bis zur ersten kritischen Frage“ andauere, weswegen es Journalisten „nicht immer leicht mit Erwin Pröll“ hätten. .. „Wer, vom Pfarrer bis zum Journalisten, zur falschen Zeit aufmuckt, wird mitunter zusammengestaucht. Widerspruch ist in Prölls politischem Mikrokosmos nicht vorgesehen.“ Eric Frey: „Pröll macht mir Angst. Er ist ein charismatischer, aber willkürlicher, autoritärer u. nachtragender Machtmensch, der glaubt, dass sein Wille Gesetz ist. Eine echte Opposition hat er keine, kritische Landesmedien auch nicht ---
Prölls Behauptung, als einziges Buch Karl Mays Der Schatz im Silbersee fertig gelesen zu haben, gewann der damal. Landesparteisekretär Ernst Strasser Erfreuliches ab. „Das mögen die Leut' “, soll Strasser einen Skeptiker zurechtgewiesen haben, „damit wirkt der Landeshauptmann wenigstens net so obergscheit.“ ---

https://cms.falter.at/falter/2017/01/10/falter-veroeffentlicht-geheimakten-aus-erwin-proells-buero/  FALTER veröffentlicht Geheimakten aus Erwin Prölls Büro
--- Einblicke in ein intransparentes feudalistisches System eines der mächtigsten österr. Politiker ---

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/wirtschaftskommentare/5151964/Was-uns-Erwin-der-Stifter-lehrt?_vl_backlink=/home/index.do
--- Der Landesfürst möchte als großer Stifter in die Geschichte eingehen --- Nicht aus der Privatschatulle, klarerweise, sondern aus dem Staatstopf, den nicht nur die Untertanen des Fürstentums, sondern die des ganzen Reiches füttern. So macht gemeinnütziges Wohltuen Spaß! ---
Die Landtage erfüllen, wie man schon beim Bankskandal in Kärnten u. beim Spekulationsskandal in Salzburg gesehen hat, ihre Kontrollaufgabe nicht u. fragen auch nicht nach. Solche Schlafmützenversammlungen braucht kein Mensch ---
Leserkommentare:
"Wann endlich . . . bringen wir den Mut auf, den Politikern das Geld wegzunehmen??"
"Kein öffentliches Geld für "Privat"-Stiftungen jeder Art, auch wenn "Privat"-Stiftung nicht in der Überschrift steht. Wer stiften gehen will, tue das mit dem eigenen oder privatem Geld, nicht aber mit den abgepressten Steuergeldern."
"Nächster Schritt: Heiligsprechung und die Aussicht auf den Posten des Landespatrons .."
".. Dass die Landtage ihre Kontrollfunktion nicht erfüllen ist .. schwer zu leugnen. Nur fehlt hier das Gegenrezept: Persönlichkeitswahlrecht statt Parteilistenwahl.
Es bringt derzeit nämlich nichts, wenn man beim Wähler wegen der ernst genommenen Kontrollfunktion respektiert wird, wenn man nicht auf die Liste der damit düpierten Partei kommt. Sehr wohl aber, wenn man von den Wähler (wieder)gewählt werden kann, ohne dass man dazu den Sanktus einer Partei braucht.."
"Wenn in Niederösterreich die Sonne lacht, hat das Erwin Pröll gemacht.."
"Wenn die Ausgaben einen Zweck erfüllen, für die ein Land aufkommen kann/soll, dann können sie vom Land direkt getätigt werden. Wozu der Umweg über eine Privatstiftung?"

Aus der Satire-Tagespresse: http://dietagespresse.com/arabischer-fruehling-erreicht-niederoesterreich-einwohner-werfen-proell-statuen-um/ --- Erwin Pröll gab für seinen Rücktritt private Gründe an und erklärte: „25 Jahre als Landeshauptmann sind genug. Ich hätte gerne wieder mehr Zeit für meine Privatstiftungen.“ ---

http://doedr.forumieren.net/t11-menschen-und-personalien#14 --- Auch einige Landeshauptleute, wie Wiens Michael Häupl, Niederösterreichs Erwin Pröll oder Oberösterreichs Josef Pühringer, können noch auf einen Geldsegen hoffen. Weil sie ihre Ämter vor 1997 angetreten haben, haben sie noch Anrecht auf 13.700 € Pension.

Anmerkung Dissident: "Pröll, du bist mehr als rücktritts-reif! Bestimmt werden einige Berater- und Aufsichtsratposten die Pension versüssen? Jedenfalls wird es nie zu spät sein, alle bisher nicht so bekannt gewordenen eventuellen Unregelmäßigkeiten später noch aufzugreifen...Ich hab die Sorte Biedermann-Politiker satt, die sich konsequenzenlos verabschieden und oft noch als Ruheständler schlaue Kommentare abgeben." Mad

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Ari Rath

Beitrag von Dissident am Fr Jan 13, 2017 11:00 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Ari_Rath  Ari Rath (1925–2017) war ein israelischer Journalist u. Publizist. Er wuchs in Wien .. auf u. besuchte das Gymnasium Wasagasse. Arnold wurde der von der „Christenklasse“ getrennten „Judenklasse“ zugewiesen; er erlebte „den österr. Alltags-Antisemitismus“ schon vor 1938. Nach dem Anschluss Österreichs hatte er als Jude in Österreich keine Zukunft u. gelangte als 13-Jähriger mit einem Kindertransport Nov. 1938 über Triest nach Palästina --- Dort war er eines der Gründungsmitglieder des Kibbuz Hamadia nahe Bet Sche’an im Norden des Landes u. lebte 16 Jahre dort. Er studierte Zeitgeschichte u. Volkswirtschaft. 1948 besuchte er Wien erstmals nach der NS-Zeit.
Nachdem er sich dem Journalismus zugewandt hatte, wurde er 1957 Redakteur der „Jerusalem Post“, einer bis heute bestehenden englischsprachigen israel. Zeitung .. Als Journalist gehörte er mit Shimon Peres u. Yitzhak Rabin zum engen Kreis um David Ben Gurion. 1975 übernahm er die Funktion des Chefredakteurs, 1979 wurde er Herausgeber des Blattes.
Seit seinem Ausscheiden aus dem Zeitungsgeschäft 1989 war er freier Publizist u. unterrichtete an der Uni Potsdam. Er war nach wie vor Verfechter der friedlichen Koexistenz von Israelis u. Palästinensern. Er besaß seit 2007 neben seiner israel. Staatsbürgerschaft wieder die Staatsbürgerschaft Österreichs.

In der Spielzeit 2013/2014 wirkte er bei der Zeitzeugenproduktion "Die letzten Zeugen" von Doron Rabinovici u. Matthias Hartmann am Wiener Burgtheater mit; die Produktion bezog sich auf die Novemberpogrome 1938 ..

http://derstandard.at/1345165831602/Ari-Rath-Ueber-Nacht-waren-wir-vogelfrei --- "..meine Mutter gestorben ist, als ich 4 Jahre alt war .." --- "Ich war ein Wasagassler. Ich bin 1934 bis 1938 in die B-Klasse des Wasa-Gymnasiums gegangen, in die separate Judenklasse. Juden u. Christen durften seit 1934 nicht mehr in die gleiche Klasse gehen. Das beruhte auf einem Erlass des damal. Unterrichtsministers Schuschnigg."  --- ".. Nach dem Sommer durften jüdische Kinder gar nicht mehr in die Schule gehen.." --- ".. war ich Flugblätter von der Vaterländischen Front gegen den Anschluss holen u. sie dann verteilen.." ---
Was ist mit der Papiergroßhandelsfirma Ihres Vaters geschehen? Rath: "Sie wurde von einem Nazi-Kommissar namens Boris Zeilinger übernommen." ---

https://kurier.at/politik/ari-rath-schueler-der-judenklasse-1b/751.034 --- Den Vater hielt man 1938 im KZ Dachau fest, später in Buchenwald. (Der Papierfabrikant wurde im selben Jahr freigelassen - unter der Bedingung, binnen 36 Stunden das Land zu verlassen u. auf sein Vermögen zu verzichten. Er wanderte über Kuba nach Amerika aus) ---
Das Haus eines Onkels in der Wiener Muthgasse wurde Anfang 1939 von einem Architekten für 18.000 Reichsmark gekauft. Zynischerweise musste er an die Gestapo dafür 10 %, 1800 RM, als "Entjudungszuschlag" zahlen. Alles archiviert. Zurückgegeben wurde es nicht. Das geschah nur bei Immobilien, die danach der öffentlichen Hand gehörten. Es gab späte Entschädigungszahlungen - "interessanterweise erst unter der Regierung Schüssel" ---
"Sehr beachtlich" findet Rath, dass mittlerweile keine Woche vergehe, ohne dass es in Österreich eine Veranstaltung gebe, die sich mit jüdischen Fragen beschäftigte ---

http://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/literatur/ari-rath-.-ari-heisst-loewe-.-erinnerungen-2013-ein-leben-gegen-das-vergessen --- Als er 4 Jahre alt war, stürzte sich seine Mutter aus dem Fenster. Der Vater Josef Rath, geb. 1893, heiratete 7 Jahre später noch einmal. Rita, eigentlich Henriette, Liebermann, die, wie seine erste Mutter aus Galizien stammte -- Die Familie blieb jedoch nur 2 Jahre zusammen, denn dann kam der Anschluss. Der Vater wurde verhaftet, nach Dachau deportiert. Seine beiden Söhne beschlossen, nach Palästina auszuwandern. Ari war fast 14. Sein Bruder Maxi-Meshulam 3 Jahre älter --- Von Triest mit der MS Galilea nach Haifa --- Er berichtet vom Leben als Kibbuznik, seinen Jahren in den USA im Dienst der zionistischen Jugendbewegung ---

http://derstandard.at/1363706762290/Ari-Rath-Warum-waren-Oesterreicher-so-starke-Judenhasser --- Die "Judenklassen" sind eines der vielen verdrängten Themen aus jener Zeit. Der Erlass von Unterrichtsminister Schuschnigg vom 4.7.1934 besagte, dass die christlichen u. jüdischen Schüler jeweils eine Klasse bildeten, sofern genug jüdische Schüler vorhanden waren (es gab in Wien 9 Schulen mit "Judenklassen", Anm.). Ab und zu gab es kleine Sticheleien zwischen den Klassen, aber nicht mehr ---
Rath: "Zur Zeit des Anschlusses waren rund 10 % der Bevölkerung Wiens jüdisch.." --- "Dank einer Auswanderungsstelle für Juden konnten zwei Drittel aller in Wien lebenden Juden, fast 130.000 Leute, auswandern - sogar noch nach Kriegsbeginn.."

http://www.profil.at/home/ari-rath-ari-rath-israel-enttaeuschung-342030 --- profil: War es schwierig auszureisen? Rath: "Man musste sich beim Palästinaamt in der Marc-Aurel-Straße 5 anstellen, um ein Zertifikat zu ergattern. Im selben Gebäude war übrigens auch die JUAL, die Jugend-Aliah-Schule untergebracht. Dort durften jüdische Kinder noch 2-3 Jahre mit Erlaubnis der Gestapo hingehen u. sich auf ihre "Aliah" zu Deutsch: ihren "Aufstieg" nach Israel vorbereiten" ---
"Ich wurde erst 1958 Journalist. Nach der Staatsgründung 1948 lebte ich in einem Kibbuz. In den 60iger Jahren arbeitete ich für den 1. Premierminister Israels, David Ben Gurion. Gemeinsam mit Teddy Kollek, dem späteren Bürgermeister von Jerusalem, besorgte ich Waffen in New York. Das waren wilde Zeiten!" ---

Textauszüge aus Raths Buch: "Ari heißt Löwe Erinnerungen"
https://books.google.at/books?id=uz5QAgAAQBAJ&pg=PT2&lpg=PT2&dq=ari+heisst+l%C3%B6we&source=bl&ots=j4aATG37Ph&sig=6_3WmZAiWHSyhoJYvX1d0F_Erbc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiU76CSlb_RAhUEDSwKHS94AqsQ6AEITjAJ#v=onepage&q=ari%20heisst%20l%C3%B6we&f=false
--- Mein Vater u. sein 10 Jahre älterer Bruder ... hatten zusammen eine Papiergroßhandelsfirma, Fried & Rath gegründet .... nach einigen Jahren übersiedelte sie in größere Geschäftsräume gegenüber dem Kriegsministerium --- Das Geschäft scheint ziemlich gut gegangen zu sein, da mein Vater u. mein Onkel in den späteren 20er Jahren von ihren Gewinnen in Berlin investieren konnten. Sie kauften 5 Mietshäuser ---
An einem Herbstabend Nov. 1935 versammelte sich unsere gesamte Familie im .. Südbahnhof, um von unserem Onkel Chaskel, Tante Adele, Omama Frimtsche u. den Cousinen Mira und Lalla Abschied zu nehmen. Sie hatten beschlossen, nach Palästina auszuwandern ---
Auch in den Vereinigten Staaten fühle ich mich zu Hause, seit mich die Kibbuz-Bewegung im Nov. 1946 vom jüdischen Palästina nach New York schickte. Ich war 22 Jahre alt u. sollte junge jüdische Amerikaner u. Amerikanerinnen für ein Leben in Palästina werben ---

http://diepresse.com/home/kultur/medien/5153215/Ari-Rath-im-Alter-von-92-Jahren-gestorben ---  "Um Frieden zu erreichen, muss Israel bereit sein, einen Teil der Territorien aufzugeben, die es seit 1967 besetzt hat. (...)" --- Zu der überaus komplizierten Situation gehört auch, dass es der durchaus kritische Berichterstatter Rath stets als selbstverständliche Pflicht ansah, selbst als Soldat an der Front zu kämpfen (Sechstagekrieg) ---

http://derstandard.at/2000050666636/Ari-Rath-1925-2017 --- In seine Wohnung nach Israel kam er in den vergangenen Jahren aber immer seltener, er bezog eine Bleibe im Seniorenzentrum Maimonides in Wien --- Als seine Heimat bezeichnete er Israel. Dort will er auch begraben werden ---

http://www.maimonides.at/geschichte/ --- Geschichte des Maimonides Zentrums
Charlotte Lea Merores geb. Itzeles verstarb 1896 kinderlos u. vermachte ihr gesamtes Vermögen der „Stiftung Waisenhaus für Israelitische Mädchen“. Aus den Mitteln dieser Stiftung wurde in der Bauernfeldgasse 4, 1902 ein Mädchenwaisenhaus errichtet. 1942 wurde das Haus enteignet. 1972 wurde dort das Maimonides-Zentrum ausgebaut. Trotz zahlreicher Adaptierungen u. räumlicher Verbesserungen konnte das alte Gebäude in der Bauernfeldgasse nach mehr als 40 Jahren nicht mehr auf den Stand modernster pflegerischer Ansprüche gehoben werden. Die Möglichkeit das neue Maimonides-Zentrum im Gesamtkontext des IKG-Campus neu zu errichten, gab uns die Chance ein Pflegewohnheim nach neuesten Gesichtspunkten zu errichten u. durch die räumliche Nähe zur ZPC-Schule u. Hakoah Sport- u. Freizeitanlage einen Raum für Generationenaustausch zu schaffen.
Die Eröffnung in der Simon-Wiesenthal-Gasse 5 erfolgte am 15.12.2009. Das Maimonides-Zentrum ist nicht nur das einzige jüdische Seniorenheim in Wien sondern in ganz Österreich. Viele der Bewohnenden sind erst nach Jahren des Aufenthaltes im Ausland im hohen Alter wieder in ihre ehemalige Heimat zurückgekehrt ---
Eine professionelle täglich erlebte 24-stündige Security mit Schleusen an allen Zugängen des Maimonides-Zentrums, wird von den Bewohnenden geschätzt u. gefordert. Die Menschen im Maimonides-Zentrum fühlen sich sicher, antisemitische Anfeindungen können nahezu ausgeschlossen werden ---
Unterstüzt von: https://www.nationalfonds.org/ ---

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Teddy Kollek

Beitrag von Dissident am Fr Jan 13, 2017 3:36 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Teddy_Kollek  Teddy Kollek wurde von seinen jüdischen Eltern .. nach Theodor Herzl benannt, da sein Vater ein begeisterter Zionist war. Seine Eltern zogen kurz nach seiner Geburt nach Wien. Dort lebte die Familie 1918 bis 1934 --- 1935 .. wanderte die Familie nach Palästina aus, das zu dieser Zeit ein britisches Mandatsgebiet war. Kollek war 1937 Mitbegründer des Kibbuz Ein Gev .. Im selben Jahr heiratete er Tamar Schwarz, ebenfalls aus Wien ..
Während des 2. Weltkrieges setzte er sich innerhalb der Hagana für jüdische Interessen in Europa ein. Nach Ausbruch des Krieges konnte er Adolf Eichmann überzeugen, 3.000 jüdische Jugendliche aus KZ zu entlassen, u. brachte sie anschließend nach England. Später war er auch an der Bricha-Aktion (Fluchthilfe) beteiligt. Er wurde ein Unterstützer David Ben-Gurions u. arbeitete 1952-1965 in dessen Regierungen.

1965 wurde Kollek .. Bürgermeister von Jerusalem u. wurde 1969, 1973, 1978, 1983 u. 1989 wiedergewählt. --- Nach der Eroberung Ostjerusalems im Jahre 1967 ließ Israel das marokkanische Viertel zerstören, um besser an die Klagemauer zu gelangen. Kollek war Hauptverantwortlicher für die Räumung der Häuser ---
Kollek war ein wichtiger Förderer des Österreichischen Gedenkdienstes ---

In Erinnerung an ihn benannte die Stadt Wien 2008 die zukünftige Verkehrsfläche, im Stadtentwicklungsgebiet Aspanggründe/Eurogate, Teddy-Kollek-Promenade.

https://en.wikipedia.org/wiki/Teddy_Kollek  --- In the 1940s, on behalf of the Jewish Agency (Sochnut) and as part of the "The Hunting Season" or "Saison" Teddy Kollek was the Jewish Agency's contact person with the British Mandate MI5, providing information against right-wing Jewish underground groups Irgun and Lehi (known as "Stern Gang"). He succeeded Reuven Zaslani and preceded Zeev Sherf in this function, and was carrying out the Jewish Agency's policy of assisting the British in fighting these groups. In 1942 Kolleck was appointed the Jewish Agency's deputy head of intelligence. Between January 1945 and May 1946 he was the Agency's chief external liaison officer in Jerusalem and was in contact with MI5's main representative as well as members of British Military Intelligence. On 10 August 1945 he revealed to MI5 the location of a secret Irgun training camp near Binyamina. Twenty-seven Irgun members were arrested in the raid that followed.

During World War II, Kollek tried to represent Jewish interests in Europe on behalf of the Jewish Agency. In 1947–48, he represented the Haganah in Washington, where he assisted in acquiring ammunition for Israel’s then-fledgling army ---

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Matthias Walkner

Beitrag von Dissident am Di Jan 17, 2017 2:31 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Walkner  Matthias Walkner (*1986) ist ein österr. Motocross-Fahrer.

Der Salzburger begann 2002 eine Ausbildung in einem Motorrad-Fachgeschäft, die er 2006 abschloss. Seit 2004 ist er als Testfahrer für Red Bull KTM tätig.
Auf Anraten Heinz Kinigadners fuhr Walkner 2014 seine 1. Rallye in Griechenland, in der er siegreich war. 2012 gewann er den Motocross-Weltmeistertitel in der MX3-Klasse.

Bei der Rallye Dakar 2015 gewann er die 3. Etappe vor dem Spanier Marc Coma, auf der 7. Etappe erreichte er Rang 3. Bei der Rallye Dakar 2016 schied er auf der 7. Etappe, auf Rang 3 der Gesamtwertung liegend, nach einem Sturz mit Oberschenkelbruch aus. 2017 wurde er in der Motorrad-Wertung Gesamtzweiter u. erreichte damit als erster Österreicher einen Podestplatz bei der Rally Dakar.

Seine website: http://www.matthiaswalkner.com/

http://salzburg.orf.at/news/stories/2820372/ ---  „Es ist gut gelaufen die letzten zwei Wochen“, waren Walkners erste Worte, als er sichtbar müde nach 35-stündiger Heimreise beim Salzburger Stadion aus dem Bus stieg und stolz seine Trophäe - den berühmten Beduinen - präsentierte ---
Seine Schwester, Freeride-Doppelweltmeisterin Eva Walkner, hatte kurzfristig zu der Willkommensfeier in ein Lokal im Stadion geladen. Dort berichtete Matthias Walkner, Motocross-MX3-Weltmeister 2012 u. Cross-Country-Rallye-Weltmeister 2015, vom nervenaufreibenden Auf und Ab bei der Rally Dakar. So verlor er in der 3. Etappe wegen Navigationsproblemen viel an Boden. Die 4. Etappe gewann er. Auf der 5. Etappe fuhr er zunächst einen großen Vorsprung heraus - bis er sich ebenfalls verfuhr: „Es hat dann gar nicht mehr so gut ausgeschaut. Aber ich wusste, das Rennen dauert lang. Ich bin dann immer besser in Fahrt gekommen.“

Am entscheidenden 10. Tag, als er auf Platz 2 vorfuhr, habe er sich gut vorbereitet u. akribisch die Streckenführung studiert: „Und trotzdem habe ich mich extrem verfahren und 25 Minuten verloren. Aber die anderen haben sich noch mehr verfahren.“

„Mir ist es physisch sehr gut gegangen“
Mit den starken Temperatur- u. Höhenunterschieden während der Rallye - „von -5 Grad bis +45 Grad u. von Meereshöhe auf bis 5.000 Meter“ habe er keine Probleme gehabt, sagte Walkner: „Mir ist es physisch sehr gut gegangen. Ich habe viel gegessen u. 8 Liter Wasser am Tag getrunken.“

Die Herausforderung sei nach dem schweren Sturz im Vorjahr vor allem psychischer Natur gewesen, so der 30-Jährige: „Es war weniger die Erwartungshaltung von außen als die, die ich mir selbst gesetzt habe. Ich wollte das Rennen unbedingt beenden.“ Bei seinen bisherigen Antreten 2015 u. 2016 hatte der 30-Jährige das Ziel nicht erreicht. Im Vorjahr schied er mit einem Oberschenkelbruch aus, vor 2 Jahren wurde er von einer Lebensmittelvergiftung außer Gefecht gesetzt: „Da hat heuer schon Druck auf den Schultern gelastet.“

Schwerer Sturz des Vorjahres verarbeitet
Im Vorjahr habe er bis zu seinem Ausscheiden gerade einmal zweieinhalb Minuten Rückstand auf den Führenden gehabt, schilderte Walkner: „Ich dachte damals, es kann nichts passieren. Ich habe mich unzerstörbar gefühlt. Und dann habe ich einen Graben übersehen.“ Der Salzburger stürzte schwer u. fiel mit einem Oberschenkelbruch aus -
„Der Sturz hat mir auch gezeigt, dass die Dakar nicht ungefährlich ist. Eine kleine Unkonzentriertheit über fast 9.000 Km, und alles ist vorbei.“ Einige Schrecksekunden habe es auch heuer gegeben. „Ich bin mehrmals fast in einen Esel oder ein Lama gekracht.“

Noch keine Gedanken an weiteres Antreten
Zurück in Salzburg freue er sich nun vor allem auf Schlaf, sagte Walkner - „und auf Schnee, gutes Essen, die Familie und die Freundin“. Gedanken über ein weiteres Antreten bei der Dakar mache er sich momentan nicht. „Im Moment will ich den 2. Platz genießen. Ich habe noch nicht die Zeit gehabt, das zu realisieren. Aber es macht viel zu viel Spaß, um nicht mehr mitzufahren.“ Drei, vier oder fünf Starts seien in Zukunft noch drinnen. „So alt bin ich jetzt auch noch nicht.“

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Gabriel Lansky

Beitrag von Dissident am Di Jan 17, 2017 5:21 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_Lansky  Gabriel Lansky (*1955), Rechtsanwalt --- entstammt einer jüdischen Familie, seine Mutter überlebte ..das KZ Auschwitz. Sein Vater überlebte weil ihn Kardinal Mindszenty versteckte. Die Geschichte seiner Eltern gab Lansky im Eigenverlag heraus --- 1990 war er Verteidiger von Udo Proksch im Lucona-Prozess --- Er ist seit Jahrzehnten der SPÖ eng verbunden: leitete 2006 eine Wahlplattform für Gusenbauer u. kandidierte 3x auf hinteren Listenplätzen für die SPÖ bei Nationalratswahlen. Er wurde als möglicher SPÖ-Justizminister gehandelt --- Er leitet seit 2009 das Studienprogramm „Lobbying u. Public Affairs“ an der Juridischen Fakultät der Uni Wien.
Lansky gründete 2002 mit dem Rechtsanwalt Gerald Ganzger die Anwaltssozietät Lansky, Ganzger & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die Kanzlei ist in Wien, Bratislava, Baku u. Astana vertreten. Am Wiener Hauptsitz sind 140 Mitarbeiter beschäftigt. Im Mittelpunkt seiner juristischen Aktivitäten als Menschenrechtsanwalt standen ab 1977 vor allem Polizeiübergriffe, Polizeirechtsreform, Meinungsfreiheit u. Medienfreiheit --- Seit 1973 ist er aktives Mitglied von Amnesty International. 4 Jahre lang war er Regional-
sprecher für d. Region Wien sowie Vertreter d. internat. Organisation von Ai bei der UNO in Wien. Er war als Vorstand der österr. Sektion zuständig für Asyl- u. Rechtsfragen.

Er ist Vorstandsmitglied der Reporter ohne Grenzen u. des Instituts für Interkulturelle Begegnung „Trialog“.

Seine Rechtsanwaltskanzlei vertritt die Regierung von Aserbaidschan vor dem Europ. Gerichtshof für Menschenrechte. Gegenstand ist der Konflikt zwischen Aserbaidschan u. Armenien um die Enklave Bergkarabach, die vor mehr als 20 Jahren von Armenien militärisch besetzt wurde.

Kasachstan - Viel mediale Aufmerksamkeit erregte Lanskys Einsatz als Vertreter der Witwen von 2 Managern der kasach. Nurbank, die 2007 ermordet wurden. Seit Jahren verlangte Kasachstan in diesem Zusammenhang die Auslieferung des ehem. kasach. Botschafters in Österreich, Rachat Shoraz (vormals Alijew). Lansky engagierte sich auch für den Verein Tagdyr, hinter dem nicht nur die Witwen der 2 ermordeten Manager stehen, sondern auch der kasach. Geheimdienst KNB. Dieses führte zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien (später abgegeben an Linz) wegen § 256 StGB (Geheimer Nachrichtendienst zum Nachteil Österreichs).
Diese Ermittlungen wurden mittlerweile per Beschluss des OLG Linz vom 29.3.2016 rechtskräftig eingestellt, dies wegen Fehlens objektiver Beweisergebnisse. Die Staatsanwaltschaft, so das OLG Linz, habe es nicht vermocht, „konkrete, tatbildliche Verhaltensweisen“ nachzuweisen.

Das Magazin „DATUM“ berichtete, daß bei einer einschlägig bekannten PR-Agentur eine bezahlte Kampagne gegen Alijew in Auftrag gegeben wurde. Diese führte daraufhin eine systematisch geplante Stimmungsmache mit Hilfe tausender Postings im Internet durch. Auftraggeber war, über Umweg einer PR-Agentur, die Kanzlei v. Lansky.

http://diepresse.com/home/innenpolitik/592267/Portraet-eines-Umtriebigen_Linksanwalt-Gabriel-Lansky --- Porträt eines Umtriebigen: Linksanwalt Gabriel Lansky
4.9.2010 --- Der rote "Gabi" Gabriel Lansky taucht an vielen Fronten auf. Die Fälle Alijew, ÖBB u. Kampusch sind dabei nur die Spitze des Eisbergs ---
.. lernte er als Student die Frau von Christian Broda, über diese den damal. Justizminister kennen, der zum „väterlichen Freund“ wurde ---
Kanzlei Lansky, Ganzger&Partner .. Fokus: Exjugoslawien, Russland, Aserbeidschan, Kasachstan. Einer ihrer Kunden: die ÖBB. Ein Rahmenvertrag sichert der Kanzlei ein Honorar von 4,5 Mio. € bis 2017. Lansky denkt nicht daran, von diesem Auftrag zurückzutreten. Er sei vom seinerzeitigen ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde .. damit beauftragt worden --- „Er spielt fabelhaft auf der Medienklaviatur u. hat ein irres Netzwerk. Mithilfe seiner Medienkontakte setzt er dann auch die Behörden unter Druck“, sagt ein Anwalt ---
In der Causa Alijew vertritt er die mutmaßlichen Opfer des ehem. kasach. Botschafters – u. damit auch die Interessen des offiziellen Kasachstan. In Pressekonferenzen erhebt Lansky immer wieder neue Vorwürfe gegen Alijew. Ob der Verteidiger der Menschenrechte da nicht selbst Menschenhatz betreibt? „Nein“, meint Lansky. Alijew, ehem. Vize-KGB-Chef seines Landes, sei kein Guter, obwohl er sich gern heldenhaft als Vorkämpfer für die Demokratie geriere. „Ich war mir selten so sicher, 100%ig auf der richtigen Seite zu stehen“, sagt Lansky --- (Anm. Dissident: "War sich der Gabi beim Udo Proksch auch so sicher...?") Er vertrat die Interessen Natascha Kampuschs ebenso wie jene des „News“-Verlags. Bis Kampusch „News“ klagte. Lansky legte das Kampusch-Mandat zurück. Auch mit den großen PR-Agenturen bestehen enge Arbeitsbeziehungen, seinerzeit auch mit jener Peter Hocheggers. Ob er mit Hochegger befreundet sei? „Ich bin bekannt mit ihm, wobei bei mir Arbeit u. Freundschaft meist verschwimmen.“
Lansky taucht an vielen Fronten auf. Er sitzt unter anderem in der Österr.-Russischen u. Österr.-Aserbaidschanischen Freundschaftsgesellschaft. In wenigen Wochen vertritt er die Republik Aserbaidschan vor dem Europ. Gerichtshof für Menschenrechte im Bergkarabach-Konflikt. Zudem ist er in mehreren Aufsichtsräten, an div. Firmen beteiligt u. Präsident der Österr.-Israelischen Handelskammer ---
Lansky, in Wien aufgewachsen u. Vater zweier Söhne, stammt aus jüdischer Familie. Sein Vater war Richter in Karlsbad, seine Mutter Pianistin ---

https://lobbypedia.de/wiki/Gabriel_Lansky .. Lansky soll dem kasach. Präsidenten nicht nur Rechtsberatung im Fall Alijew, sondern auch politisches Lobbying (Country Branding), Einwirkung auf Entscheidungsträger, punktuelle Beeinflussungen spezifischer Sachentscheidungen u. Beeinflussung der öffentl. Meinung über Massenmedien angeboten haben. Das Honorar für diese Dienste wird auf 14 Mio. € beziffert. Aus seiner Wiener Kanzlei hat Lansky den „Club der Freunde Kasachstans“ gegründet u. ausgebaut. Die Ziele dieses „Clubs“ waren auf der einen Seite das Standing u. das Renommee von Nasarbajew u. Kasachstans in Europa zu verbessern. Auf der anderen Seite sollte Alijew vor Gericht gebracht werden. Für den “Club der Freunde Kasachstans“ konnte Lansky folgende Personen gewinnen: Gerhard Schröder, Horst Köhler, Otto Schily, Peter Gauweiler, Lothar de Maizière, Alfred Gusenbauer, Marcelino Oreja, Romano Prodi, Aleksander Kwasniewski. Die österr. Staatsanwaltschaft warf Lansky vor, daß er mit dem kasach. Geheimdienst zusammenarbeite. Der Verein Tagdyr, den Lansky vertritt, ist lt. Staatsanwaltschaft eine Tarnorganisation des kasach. Geheimdienstes KNB.

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Stefan Zweig

Beitrag von Dissident am Mi Jan 18, 2017 9:19 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Zweig  Stefan Zweig (1881-1942), Schriftsteller, Sohn des wohlhabenden jüdischen Textilunternehmers Moritz Z. u. der Ida Brettauer, Spross eines reichen Kaufmannsgeschlechts aus Hohenems. Er wuchs gemeinsam mit Bruder Alfred in einer prächtigen Wohnung am Wiener Schottenring auf --- Mit dem deutschen Schriftsteller Arnold Zweig ist er nicht verwandt --- er schrieb für das Feuilleton der Neuen Freien Presse, deren Redakteur Theodor Herzl war. Nachdem Gedichte von ihm schon seit 1897 in Zeitschriften veröffentlicht worden waren, erschien 1901 ein Gedichtband .. u. 1904 seine 1. Novelle ... In diesem Jahr wurde er .. zum Dr. phil. promoviert ---

Zweig pflegte großbürgerlichen Lebensstil u. reiste viel, unter anderem besuchte er 1910 Britisch- u. Niederländisch-Indien sowie 1912 Amerika --- Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges hatte er, wie er in Die Welt von Gestern schreibt:  „... vorläufig keinerlei militärische Pflichten, da ich bei allen Assentierungen als untauglich erklärt worden war … Andererseits war es wieder unerträglich, in einer solchen Zeit als verhältnismäßig junger Mensch abzuwarten, bis man ihn herausscharrte aus seinem Dunkel u. an irgendeine Stelle warf, an die er nicht gehörte. So hielt ich Umschau nach einer Tätigkeit, wo ich immerhin etwas leisten konnte, ohne hetzerisch tätig zu sein, u. der Umstand, daß einer meiner Freunde, ein höherer Offizier, im Kriegsarchiv war, ermöglichte es mir, dort eingestellt zu werden.“ ---
1917 wurde er vom Militärdienst erst beurlaubt, später ganz entlassen. Er zog nach Zürich, arbeitete dort als Korrespondent für die Wiener Neue Freie Presse u. publizierte seine .. Meinung auch in der deutschsprachigen Zeitung Pester Lloyd. Nach Kriegsende kehrte er nach Österreich zurück --- fuhr nach Salzburg, wo er im Krieg, 1917, das Paschinger Schlössl (Kapuzinerberg) gekauft hatte --- 1920 heiratete er die vom Journalisten Winternitz geschiedene Friderike Winternitz, die 2 Töchter in die Ehe brachte ---
Als engagierter Intellektueller trat Zweig vehement gegen Nationalismus u. Revanchismus ein --- 1928 bereiste er die Sowjetunion, wo seine Bücher auf Betreiben von Maxim Gorki, mit dem er im Briefwechsel stand, auf Russisch herauskamen. Ein 1931 erschienenes Buch .. widmete er Albert Einstein ---

Am 18.2.1934, wenige Tage nach dem Februaraufstand der Sozialdemokraten gegen den austrofaschistischen Ständestaat, durchsuchten 4 Polizisten das Haus des erklärten Pazifisten Zweig, da er denunziert worden war, daß sich in seinem Haus Waffen des Republikanischen Schutzbundes befänden --- er stieg 2 Tage danach in den Zug u. emigrierte nach London --- Seine Ehe mit Friderike, von der er seit seiner Flucht aus Salzburg 1934 partiell getrennt lebte, wurde Nov. 1938 in London geschieden. Er hatte sich mit seiner Sekretärin Charlotte Altmann (1908–1942) auf eine Liaison eingelassen, was seiner Frau nicht verborgen geblieben war. 1939 heiratete er Charlotte, die ihm auf seinen Reisen gefolgt war ---
Der Journalist u. Literaturwissenschaftler Ulrich Weinzierl sieht in seinem Buch Stefan Zweigs brennendes Geheimnis die Äußerungen von Zweigs früherem Freund Benno Geiger („Er litt an der Sucht des Exhibitionismus, das heißt, an dem unwiderstehlichen Drang, sich in Anwesenheit eines jungen Mädchens zu entblößen“) kritisch. Thomas Mann behauptete nach Zweigs Tod, daß dieser Exhibitionist gewesen sei. Weinzierl findet in Zweigs Aufzeichnungen deutliche Anzeichen auf das von Zweig so genannte „Schaup[rangertum]“ u. verklausulierte Andeutungen, er wäre im Schönbornpark beinahe erwischt worden. In dieser Zweigs bürgerliche Existenz immerzu bedrohenden Neigung arbeitet Weinzierl psychodynamische Mechanismen heraus, die ihn in künstlerischer Hinsicht antrieben.

Zu Beginn des 2. Weltkrieges nahm Zweig die britische Staatsbürgerschaft an. Er zog mit seiner Frau 1939 von London nach Bath u. kaufte dort ein Haus (Rosemount am Lyncombe Hill) --- Seinem Freund Sigmund Freud hielt er nach dessen Tod bei der Trauerfeier im Krematorium von Golder’s Green in London eine Abschiedsrede ---
bald verließ er Großbritannien aus Furcht, daß die Engländer keinen Unterschied zwischen Österreichern u. Deutschen machen könnten u. ihn dann als „Enemy Alien“ (feindlicher Ausländer) internieren würden. Über die Stationen New York, Argentinien u. Paraguay gelangte er 1940 schließlich nach Brasilien .. für das er eine permanente Einreiseerlaubnis besaß --- 1942 nahm er sich in Petrópolis (bei Rio de Janeiro) mit einer Überdosis Veronal das Leben --- Seine Frau Lotte folgte ihm in den Tod. Hausangestellte fanden beide .. in ihrem Bett ---

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Zuletzt von Dissident am Mo Sep 25, 2017 4:58 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Tristan Ammerer

Beitrag von Dissident am Mi Jan 18, 2017 2:48 pm

Tristan Ammerer  https://tristainable.wordpress.com/about/  Auf diesem Blog berichte und verfasse ich, Tristan Ammerer, Einträge, News und Aktualisierungen über mein politisches Engagement und Erfahrungsberichte ---
Mein Engagement begann 2012 bei den ACTA Protesten in Graz und setzt sich seither fort. Meilensteine danach waren:
– Beitritt zu Occupy Stadtpark und mein Engagement in der Stadtentwicklung von Graz
– Beginn meines Geographiestudiums an der K.F. Graz ---
– Demonstration für sofortige Aufklärung der Causa Hypo am 4.4. 2014
– mein Engagement beim „Aktionsbündnis Graz“, welches den Aktionstag gegen TTIP/CETA/TISA im Okt. 2014 organisierte
– Großdemonstration gegen Freihandelsabkommen, auch mit dem „Aktionsbündnis Graz“ im Dez. 2014
– Engagement in den Protesten gegen den Akademikerball in Graz im Jänner 2015
– und zuletzt meine Gemeinderatskandidatur für DIE GRÜNEN in meinem Heimatort Deutschfeistritz
- - -

http://info-direkt.eu/2017/01/16/grazer-gruene-im-extremismus-sumpf/ --- Er gibt Tipps zum Verprügeln von Andersdenkenden, leitete die Krawall-Demo in Spielfeld u. ihm gefällt auf Facebook so ziemlich alles, was vom Verfassungsschutz als eindeutig extremistisch eingestuft wird. Nun kandidiert Tristan Ammerer für die Grünen in Graz.

Extremismus-Experten ist Tristan Ammerer kein Unbekannter. Als vor ca. 1 Jahr die Demonstration der „Offensive gegen Rechts“ in Spielfeld abgehalten wurde, trat Ammerer als Leiter der Veranstaltung auf.

Krawall-Demo in Spielfeld
Der Rest ist bekannt: Die Demonstration musste schon kurz danach von den Behörden aufgelöst werden. Hunderte Teilnehmer entfernten sich organisiert von der Demoroute, um Teilnehmer einer anderen Demonstration zu „jagen“. Die Grünen-Stadträtin Lisa Rücker sagte damals gegenüber dem Kurier:
   „Diese Leute, die ich nicht kannte, haben dazu aufgerufen, die Weinberge zu stürmen und die Identitären zu jagen.“ Davon angewidert, habe sie bereits nach rund 500 Metern aufgehört mitzugehen."
Das reichte den „Antifaschisten“ aber nicht. Sie beschädigten 80 Fahrzeuge durch Aufstechen von Reifen, Einschlagen der Fensterscheiben, Zerkratzen des Lackes, Herunterschlagen von Rückspiegeln und vieles mehr.
- - -
Ammerer behauptete damals, er hätte von den Ausschreitungen nichts mitbekommen und gab bekannt: „Die Sammelklage wird ins Leere verlaufen.“ Tatsächlich ist bis heute nicht bekannt, ob Ammerer für die begangenen Straftaten und den enormen Sachschaden im Umfeld der Demonstration zur Verantwortung gezogen wurde. Mehrere Anwälte brachten jedenfalls Anzeigen ein.
--- Nachdem es kurze Zeit still um Ammerer wurde, taucht er nun ausgerechnet unter den Kandidaten der Grünen zur kommenden Gemeinderatswahl wieder auf. Er kandidiert sogar als Listenplatz 1 für den Bezirk Gries und lässt sich mit der Spitzenkandidatin Tina Wirnsberger ablichten. Und das, obwohl nicht nur die Krawall-Demo in Spielfeld viele Fragen aufwirft.
Etwa, wie glaubwürdig Ammerers Aussage ist, er hätte von den Ausschreitungen nichts mitbekommen. Denn Ammerer trat bereits öfter als Sprecher der „Offensive gegen Rechts“ auf. Etwa zwei Monate später beim Protest gegen den Grazer Akademikerball. Die „Offensive gegen Rechts“ ist eine Abspaltung der Organisation „NOWKR“, deren Demonstrationen mehrfach Ausgangspunkt von Gewalt gegen Polizisten war. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung erwähnte NOWKR in seinen Berichten 2009 und 2010 sogar namentlich. Auch die Abspaltung „Offensive gegen Rechts“ steht dem in nichts nach, wie ein Beitrag von orf.at zeigt:
„Die Polizei berichtete von Angriffen auf ihre Einsatzkräfte seitens der linken Gegendemonstranten. Zwei Polizeiautos seien mit Farbbeutel und Flaschen beschädigt worden. […] 37 Demonstranten mussten vorläufig festgenommen werden. […] Die „Offensive gegen rechts“ hatte auch eine der beiden Demonstrationen gegen den Akademikerball in der Wiener Hofburg im Jänner organisiert. An beiden Demonstrationen hatten laut Polizei 6.000 Menschen teilgenommen, 2.000 Polizisten waren im Einsatz. 15 Personen wurden festgenommen, 17 Aktivisten und fünf Beamte wurden bei den Protesten verletzt.“
Gewaltaufrufe und extremistische Szene

In Anbetracht dessen dürfte Ammerers Aussage, er hätte nichts mitbekommen, ziemlich unglaubwürdig sein. Zumal seine Freunde wie Bernd Markovics die Extremisten in Spielfeld sogar mit der Kamera begleiteten --- Auch auf Facebook ist Ammerer mit seinen Sympathiebekundungen nicht gerade zurückhaltend. Ihm gefällt beispielsweise die „Interventionistische Linke“ von Graz und Wien. Diese wird vom deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz als „überwiegend linksextremistisch“ eingestuft ---
Auch die „Sozialistische LinksPartei (SLP)“ gefällt ihm. Diese wird vom österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) dem „linksextremen Spektrum“ zugeordnet und deshalb beobachtet ---
Schockierend ist sein „Gefällt mir“ auf den Seiten von „NOWKR“. Gewalt gegen Andersdenkende und die Polizei im Umfeld von NOWKR-Demonstrationen waren keine Ausnahmen, sondern fixer Bestandteil:
   2012: mindestens 3 verletzte Ballgäste, 5 verletzte Polizisten, 20 Festnahmen, auch Sprengstoff wurde beschlagnahmt.
   2013: mind. 4 Verletzte, 12 Festnahmen
   2014: mind. 22 Verletzte, 15 Festnahmen, auch elf Polizeiautos und eine Polizeistation zerstört
- - -
Überraschen kann es daher auch nicht mehr, dass Ammerer ein „Gefällt mir“ bei der militanten, extremistischen Gruppe „autonome antifa (w)“ setzt ---
Die Aufstellung von Tristan Ammerer zum Kandidat für die Grünen zur Gemeinderatswahl ist ein gefährliches Signal an die extremistische Szene in Österreich. Interessant auch, weil die Grazer Grünen sich besonders um ein bürgerliches Image bemühen ---

https://www.facebook.com/tristan.ammerer --- Tristan Ammerer --- 29. Dezember 2016 um 15:53 --- "Ich hab auch ein paar Fakeprofile, die durch das rechtsextreme Netz und Facebook gurken und mitlesen. Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, was dort so los ist. Dass dort praktisch jedes behauptete Fakt dem Wahrheitsbeweis nicht standhält ist ja die eine Sache, richtig gruselig wird es aber wenn man sieht, mit welcher Nonchalance Morddrohungen, Gewaltaufrufe und sogar handfeste Überlegungen zur terroristischen Organisierung gepostet werden.
Was ich mich da halt frage: Wenn diese*r Vice-Autor*in mit nur wenigen Klicks in Anschlagspläne eingeweiht wird und es mir auf meinem Fakeprofilen auch recht zügig möglich war in zB eine neonazistisch bis terroristisch ausgeprägte Gruppe selbsternannter Kärntner "Widerständler" vorzustoßen..." ---

https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/nach-links-demo-klage-gegen-veranstalter/165.015.881  --- Nach Links-Demo: Klage gegen Veranstalter
--- Es waren wilde Szenen, die sich am Sonntag bei einer Links-Demo im steirischen Spielfeld zugetragen haben. Das Bündnis "Offensive gegen Rechts Steiermark" hatte unter dem Motto "Zäune und Rassismus lösen keine sozialen Probleme – gegen den rechten Aufmarsch" zu einer Gegenveranstaltung einer Kundgebung der rechten Identitären Bewegung aufgerufen. Hunderte Teilnehmer hatten die genehmigte Route verlassen und Polizeiabsperrungen durchbrochen. Einige sollen – mit Holzprügeln und Steinen bewaffnet – versucht haben, zu den Rechten vorzudringen.
"Diese Leute, die ich nicht kannte, haben dazu aufgerufen, die Weinberge zu stürmen und die Identitären zu jagen", bestätigt die Grazer Stadträtin Lisa Rücker (Grüne) ---
Rund 80 Autos .. sollen von Linken beschädigt worden sein.

Sorgfaltspflicht
Dieser Umstand empört den Linzer Anwalt Klaus Burgholzer derart, dass er gegen den Organisator der Linksdemo rechtliche Schritte ergreifen will. "Der Veranstalter hat eine besondere Sorgfaltspflicht, die er aber krass vernachlässigt hat", betont Burgholzer. Aufgabe wäre gewesen, wirksame Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, sodass gewaltbereite Teilnehmer sofort abgesondert werden hätten können. "Viele Teilnehmer waren vermummt – ein Umstand, der in Österreich nicht erlaubt ist."
--- Organisator Tristan Ammerer sieht der Klage gelassen entgegen. "Wir haben durchgesagt, wie die Route verläuft. Als sich ein Teil der Demonstranten abgespaltet hat, bin ich mit den übrigen zum Ort der Endkundgebung gegangen." Er sei im Anschluss nach Hause gefahren, von Ausschreitungen habe er nichts mitbekommen ---

http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/erneut-protestcamp-in-graz-wegen-maengel-im-asylverfahren-205091/
Protestcamp in Graz wegen Mängel im Asylverfahren ---  laut dem österreichischen Sprecher der Flüchtlinge, Tristan Ammerer ---
Auf dem Parkplatz vor dem Amtsgebäude stehen ein Campingbus und mehrere kleine Kuppelzelte ---

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Stefan Petzner

Beitrag von Dissident am Do Jan 19, 2017 2:51 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Petzner  Stefan Petzner (*1981) ist ein ehem. österr. Politiker, der bis 2013 dem BZÖ angehörte. 2008-2013 war er Abg. des BZÖ im Nationalrat u. dessen stellv. Klubobmann

Sein Ururgroßvater, Ökonomierat Friedrich Kocher, war 1919-1920 Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung, dem 1., vom Volk frei gewählten Parlament in der Geschichte der Republik Österreich u. beschloss unter anderem die bis heute gültige Österr. Bundesverfassung mit --- er studierte Publizistik an der Uni Klagenfurt

Politische Laufbahn
An der Uni trat er als Sprecher des – mandatslosen – Rings Freiheitlicher Studenten auf. 2004 wurde er vom dam. Landeshauptmann Haider .. als Pressesprecher u. Spin-
Doctor engagiert. Nach Gründung des BZÖ durch Haider 2005 war er 2006-2008 sowie 2009-2011 geschäftsf. Landesparteiobmannes des BZÖ-Kärnten, 2006-2008 auch stellv. Bundesparteiobmann des BZÖ u. 2008-2010 mit kurzer Unterbrechung Generalsekretär des BZÖ.
Als BZÖ-Wahlkampfleiter leitete er die Wahlkämpfe der Partei bei den Nationalratswahlen 2006 fürs Bundesland Kärnten, den Nationalratswahlen 2008 bundesweit, den EU-Wahlen 2009 bundesweit sowie den Kärntner Landtagswahlen 2009 u. 2013. Er zeichnete auch verantwortlich für zahlreiche Kampagnen für das BZÖ, die immer wieder für heftige öffentliche Debatten u. politische Kontroversen sorgten u. mitunter sogar die Justiz beschäftigten. So wurde er von den Kärntner Grünen 2007 wg. seines Slogans, "Wollen Sie eine endgültige Lösung der Ortstafelfrage?" wegen Verdachts der Verhetzung angezeigt. 2008 trat die dam. Kärntner Landeshauptmannstellv. Dr. Gabriele Schaunig-Kandut als Folge der permanenten Kampagnisierung gegen ihre Person zurück. Petzner hatte sie zuvor unter anderem als "rote Quak-Ente" karikiert u. im Rahmen von Inseraten ihre Familie angegriffen. 2011 sorgte ein Zeichentrick-Werbespot von Petzner für Proteste der röm.-kath. Kirche. 2013 verweigerten Kinobetreiber die Ausstrahlung eines von ihm produzierten Kinospots, in welchem dam. amtierende Kärntner Landespolitiker mit Diktatoren wie Honecker, Milošević oder Ceaușescu gleich-gestellt werden, da dieser Spot "verhetzend u. menschenverachtend" sei .. stellte Petzner den Spot auf Youtube, wo er .. über 50.000 Zugriffe erreichte.

Nach Haiders Unfalltod wurde Petzner vom Parteivorstand des BZÖ 2008 einstimmig zum neuen Parteichef nominiert. Er trat für die Eigenständigkeit seiner Partei u. gegen eine Vereinigung mit der FPÖ ein. Als erstes Ziel nannte er das Verhindern einer Neuauflage der rot-schwarzen Koalition in Österreich.

Er galt zunächst auch als alleiniger Kandidat für die Position des Klubobmanns im Nationalrat. Nach emotionalen Statements u. Interviews, in denen er Haider nach dessen Tod unter anderem als seinen „Lebensmenschen“ bezeichnet hatte, geriet er jedoch in die parteiinterne Kritik. Okt. 2008 wurde in Folge Josef Bucher einstimmig zum Klubobmann gewählt. Petzner erklärte nach der Abstimmung, er selbst habe Bucher vorgeschlagen. Petzner wurde in der Sitzung zu einem der 5 Stellv. Buchers gewählt. Nov. 2008 trat er als geschäftsf. BZÖ-Chef zurück, sein Nachfolger bis zum Konvent im Frühjahr 2009 war Herbert Scheibner. Petzner leitete den Landtagswahlkampf 2009 in Kärnten ---
Infolge der Abspaltung von Mitgliedern der „Freiheitlichen in Kärnten“ kam es Jänner 2010 zu einem Gründungskonvent, bei dem das BZÖ Kärnten neugegründet wurde. Bucher wurde hierbei zum Landesobmann gewählt u. Petzner einstimmig zum geschäftsf. Landesobmann. April 2010 trat er als Generalsekretär des BZÖ zurück, weil er sich auf seine Aufgabe als geschäftsf. Landesparteiobmann des BZÖ Kärnten konzentrieren wollte. 2011 verpflichtete er sich im Rahmen einer Diversion zu einer Zahlung von 38.000 €. Er hatte 2007 in seiner Funktion als Sprecher des ehem. Kärntner Landeshauptmanns Haider die Inhalte eines Negativ-Bescheides zur Verleihung d. österr. Staatsbürgerschaft unrechtmäßig veröffentlicht u. damit das Amtsgeheimnis verletzt.
März 2011 trat er vom Posten des geschäftsf. Kärntner BZÖ-Landesparteichefs zurück. Auslöser war sein Verhalten im Straßenverkehr, nachdem er 2011 zweimal beim Lenken eines Kraftfahrzeugs ohne Berechtigung erwischt worden war. Der Führerschein war ihm Dez. 2010 wegen massiver Geschwindigkeitsübertretung entzogen worden. Petzner behielt sein Nationalratsmandat, neuer geschäftsführender BZÖ-Landesparteiobmann wurde Dolinschek. Nachdem Petzner gemeinsam mit Ewald Stadler den Rückzug von Landesobmann Bucher gefordert hatten, wurden beide Okt. 2013 wegen „parteischädigenden Verhaltens“ aus dem BZÖ ausgeschlossen.

PR-Beratungsagentur
Herbst 2014 gründete er mit Partnern eine PR-Beratungsagentur, die sich auf die Beratung von Kunden in politischen Krisen spezialisiert hat.

Broschüren-Affäre
Nov. 2013 erhob die Wirtschafts- u. Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Petzner, Uwe Scheuch, Harald Dobernig u. Gerhard Dörfler Anklage in der sogen. „Broschüren-Affäre“ wegen Untreue. Den Angeklagten wird vorgeworfen, eine Werbebroschüre für den Wirtschaftsstandort Kärnten in leicht abgewandelter Form als Wahlkampfbroschüre des BZÖ im Landtagswahlkampf 2009 verwendet zu haben. Der Schaden soll laut Anklageschrift 219.000 € betragen haben. 2014 wurde die Anklage vom OLG Graz nach Einsprüchen der Verteidiger zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft erneuerte nach Einholung eines weiteren Gutachtens die Anklage, wie sie Nov. 2015 bekanntgab. Diese ist nun rechtskräftig, da die Einsprüche der Beschuldigten diesmal vom OLG Graz zurückgewiesen wurden. Der Prozess beginnt am 17.1.2017 am LG Klagenfurt.

Sonstiges
--- Als Autor landete er 2015 mit dem biographischen Politik-Sachbuch "Haiders Schatten - An der Seite von Europas erfolgreichstem Rechtspopulisten" einen Bestseller u. platzierte sich auf Platz 1 der Buchverkauf-Charts.
Die Hauptfigur in David Schalkos Roman Weiße Nacht ist Stefan Petzner nachempfunden. Petzner hat den Czernin Verlag .. wg. angebl. Verletzung seiner Persönlichkeits-rechte geklagt. Er scheiterte in 1. Instanz .. Das Wiener Straflandesgericht wertete das Buch als „fiktives Märchen“. Er legte dagegen Berufung ein, scheiterte jedoch auch in 2. Instanz am OLG Wien

http://derstandard.at/2000050950564/BZOe-Wahlbroschuere-Petzner-legte-bei-Gestaendnis-noch-nach --- Petzner legte bei Geständnis noch nach
Der Ex-Abgeordnete u. Haider-Sprecher legte ein umfassendes Schuldeingeständnis ab --- Bis Dienstag kurz nach Mittag. Da gab Petzner als Erster w._o. und legte ein Geständnis "im Sinne der Anklage" ab: "Natürlich", begann er zögerlich, habe die Broschüre, die er konzipiert hatte, auch einen Werbewert für das BZÖ besessen. Bisher hatte er wort- und gestenreich argumentiert, dass die vom Land bezahlte Kampagne mit dem BZÖ absolut nichts zu tun gehabt habe. Nun aber, der Richter brauchte gar nicht mehr nachzubohren, sprudelte es aus Petzner. Ja, das BZÖ habe natürlich davon profitiert. Die Finanzierung sei über die LIG gelaufen. Die beiden Geschäftsführer seien voll informiert und involviert gewesen. "Die LIG-Vorstände haben genau gewusst, was sie da freigeben. Sie wussten alles. Ich habe von der LIG den Auftrag erhalten", sagt Petzner, und schupft damit den Ball zu den mitangeklagten Managern. Damit ergibt auch die rüde Attacke des Manageranwaltes Richard Soyer vom Vortag gegen Petzner ("ein Selbstdarsteller, der eigenmächtig gehandelt hat") einen Sinn. Stefan Petzner belastet die Geschäftsführer nun schwer. ---
Leserkommentar: "..  „Alle haben das damals so gemacht, auch die SPÖ-Regierungsmitglieder in Kärnten“, so Petzner. Denke hier wäre nun generell die Staatsanwaltschaft aufgerufen dieser Anschuldigung nachzugehen. So viel zu unabhängigen Medien .."

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Wolfgang Radlegger

Beitrag von Dissident am Mo Jan 23, 2017 8:54 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Radlegger  Wolfgang Radlegger (1947 in Grödig) ist ein österr. SPÖ-Politiker

Im Alter von 3 Jahren zog Wolfgang Radlegger 1950 mit seinen Eltern nach Argentinien, wo er bis 1955 eine Privatschule in Buenos Aires besuchte. Nach 2 weiteren Jahren Volksschulbesuch in Grödig absolvierte er bis 1965 ein Bundesrealgymnasium in Salzburg. Nach der Matura studierte er Rechtswissenschaften an der Uni Salzburg u. arbeitete danach bis 1968 als Angestellter beim Magistrat der Landeshauptstadt Salzburg.

1969 wurde er zum Fraktionssekretär seiner Partei, der SPÖ, im Salzburger Landtag gewählt. 1974 folgte die Wahl zum Landesparteisekretär. Sein erstes politisches Mandat bekleidete er ab Januar 1978, als er für die SPÖ Mitglied des Bundesrats in Wien wurde. Sein Werdegang auf bundespolitischer Ebene dauerte jedoch nur knapp eineinhalb Jahre, bereits Mai 1979 schied er aus der 2. österr. Parlamentskammer aus.

Mai 1979 berief ihn Landeshauptmann Haslauer sen. in die Salzburger Landesregierung, in der Radlegger die Agenden Hoch- u. Wohnbau übernahm. Sept. 1984, ebenfalls unter Haslauer, wurde Radlegger Landeshauptmann-Stellv. Im selben Jahr wurde er zum SPÖ-Landesparteivorsitzenden gewählt, ebenso in den Bundesparteivorsitz.

Ende August 1989 gab Radlegger seinen Rücktritt von allen politischen Funktionen bekannt. Er begründete seinen Schritt mit der Tatsache, dass er gut mit dem Angeklagten im so genannten WEB-Prozess befreundet war. Die WEB-Bautreuhand-IMMAG hatte in den 1970er u. 1980er Jahre Anlageprodukte, vergleichbar mit einem Schneeballsystem, verkauft, die jedoch kaum Gewinn versprachen. Verbindungen zu Banken u. zur Politik trugen dazu bei, dass die WEB-Bautreuhand-IMMAG, obwohl bereits 1983 zahlungsunfähig, noch 6 weitere Jahre arbeiten konnte. Insgesamt gab es 25.000 Geschädigte in ganz Österreich und einen finanziellen Schaden in der Höhe von 2,1 Mrd. Schilling (entspricht heute inflationsbereinigt etwa 188 Mio. €.

Nach der Politik wechselte Radlegger 1990 in den Aufsichtsrat der Wüstenrot Bausparkasse. Später wurde er Generaldirektor, bis er 2003 zum Geschäftsführer aufstieg. Seit 2005 ist er Obmann-Stellvertreter der Sparte Bank u. Versicherung in der Wirtschaftskammer Salzburg; auch sitzt er seit 2007 im Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K.

WEB-Bautreuhand-Immag-Skandal:
http://doedr.forumieren.net/t186-web-bautreuhand-immag-skandal

http://derstandard.at/1317019392781/Demokratievolksbegehren-Radlegger-Ich-trete-nicht-als-Paulus-auf --- STANDARD: Mit Ihrem Engagement kommen Sie auch wieder ins Schussfeld der Kritik. Die "Kronen Zeitung" schreibt, Sie u. Wilfried Haslauer sen. hätten mit dem sprichwörtlichen Salzburger Klima dazu beigetragen, dass in diesem "politischen Feuchtgebiet" ein WEB-Skandal entstanden sei u. so tausende Anleger geprellt wurden. Trifft Sie dieser Vorwurf?
Radlegger: Es hat einen Untersuchungsausschuss gegeben, es ist für jeden einsehbar, was herausgekommen ist. Da soll mir eine Zeile der persönlichen Schuld vorgehalten werden ... STANDARD: ... es geht nicht um Schuld, sondern um ein Klima, das Skandale fördert ---
- - -
Radlegger hat 2011 die Promi-Bürgerinitiative "MeinOE" ins Leben gerufen. Diese verlangt direkt gewählte Abgeordnete und mehr Volksabstimmungen ---
Leserkommentar:
"Diese ganze Kukidenttruppe wird erst dann glaubwürdig, wenn sie auf alle materiellen Zuwendungen, die sie aus ihrer politischen Tätigkeit beziehen, verzichten. Aus der 18. Reihe ist nämlich leicht stinken, wenn man mit einer lässigen Pension Monat für Monat verwöhnt wird. Sonst sollen die Buseks, Neissers, Frischenschlagers, Radleggers & Co dieses Landes bitte einfach die Pappn halten. Dieses "es hindert mich nichts daran gscheiter zu werden" kann ich schon nicht mehr hören. Kommt aber nahezu immer aus derselben Ecke: Politiker in ihrer Pensn (3-7x höher als die "normale" Pension) regen sich über Sitte und Moral in der Gesellschaft und/oder Politik auf. - Einfach nur mehr widerlich!"

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Wolfgang_Radlegger --- Radlegger trat am 28.8.1989 im Zuge der WEB-Affäre sowohl als Parteichef der Salzburger SPÖ als auch in seiner Funktion als LH-Stellv. zurück. Als Grund gab der damalige Wohnbaureferent seine persönliche Nähe zu WEB-Boss Bernd Schiedek an – er war Trauzeuge bei Radleggers Hochzeit.
Nach der Politik wechselte Radlegger zur Wüstenrot Bausparkasse und zog nach 8 Monaten in den Vorstand ein. Später avancierte er zum Generaldirektor. 2003 holte er für diese Position die ehem. FPÖ-Obfrau Susanne Riess-Passer nach Salzburg, um selbst eine Etage höher zu rücken: Er wechselte als Geschäftsführer in die Wüstenrot Verwaltungs- u. Dienstleistungs GmbH, die als Holding die Beteiligungen an insgesamt 6 Wüstenrot-Gesellschaften hält. Seit 2003 ist Radlegger Uni-Rat der Universität Salzburg ---

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Hans Zyla & Sohn Klaus Zyla

Beitrag von Dissident am Mo Jan 23, 2017 9:48 am

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Hans_Zyla  Hans Zyla (1919-1999) war Baukaufmann, Landtagsabgeordneter sowie 1. u. 2. Präsident des Salzburger Landtages

.. Nach Matura absolvierte er das Studium der slawischen Sprachen, Literatur u. Kulturgeschichte an den Unis in Prag u. Wien. Es folgten das Dolmetscherdiplom u. die Lehrberechtigung. 1940 musste er zum Kriegsdienst in die Deutsche Wehrmacht einrücken. Nach Ende des 2. Weltkriegs war er bis 1949 als Lehrer an der Handelsakademie in Salzburg tätig. 1949-1960 arbeitete er als Kammersekretär u. Bildungsreferent in der Salzburger Landarbeiterkammer. Ab 1960 folgten Tätigkeiten als Vorstandsmitglied u. Geschäftsführer bei versch. Wohnbauunternehmungen (u. a. Bautreuhand-WEB-IMMAG).

Zyla galt als Gründervater des Bauimperiums Bautreuhand u. WEB. Er war einer der Angeklagten in Österreichs größtem Wirtschaftsstrafverfahren rund um das Bautreuhand-WEB-IMMAG-Imperium im WEB-IMMAG-Bautreuhand-Skandal. Er war jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungsfähig u. deshalb vom Verfahren ausgenommen worden.

Politische Laufbahn
1949-1955 stand er der Österr. Jugendbewegung als Landesobmann von Salzburg vor. Bezirksobmann des ÖAAB im Flachgau von 1949-1959. Zyla wurde für die 3. Gesetz-gebungsperiode des Salzburger Landtages als Landtagsabgeordneter gewählt u. Dez. 1954 als solcher angelobt. Bis 1979 blieb er als ÖVP-Abgeordneter im Salzburger Landtag. 1959 wechselte er als Bezirksobmann des ÖAAB in die Stadt Salzburg. 1961-1982 war er zudem als Bezirksparteiobmann der ÖVP Salzburg-Stadt tätig. 1963-1965 bekleidete er das Amt des Klubobmanns des ÖVP-Landtagsklubs. Er war wechselnd 2. Landtagspräsident-Stellv., Landtagspräsident, 1. Landtagspräsident-Stellv. u. 3. Land-
tagspräsident. Ab 1966 war er Vorstandsvorsitzender der Salzburger Sparkasse sowie ab 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburger Flughafenbetriebsgesellschaft.

Für seine verdienstvolle Arbeit wurde Zyla 1969 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich und 1974 mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet.

https://books.google.at/books?id=gHTxFmI2GbMC&pg=PA179&lpg=PA179&dq=Hans+Zyla&source=bl&ots=l506ehQjyL&sig=4wCApyS-1ESemhOxWZa2mie66Gw&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjgvoiE9NfRAhUCKywKHQ6BD7k4ChDoAQgsMAM#v=onepage&q=Hans%20Zyla&f=false
Buchzitat: Sehnsucht Natur: Ökologisierung des Denkens, von Johannes Straubinger
--- Einer der aufsehenerregendsten Fälle war die Affäre Zyla. Zyla war u.a. Geschäftsführer zahlreicher Wohnbauunternehmen und Firmen zur Grundstücksverwertung und langjähriger Stadtparteiobmann bzw. Landtagspräsident der ÖVP. Im Laufe einer 10jährigen gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Bürgerliste drangen Stück für Stück  die zum Teil kriminellen Geschäftspraktiken eines der höchsten Politiker des Landes an die Öffentlichkeit.

https://archive.is/20130114234730/http://wirtschaftsblatt.at/archiv/unternehmen/967327/index  .. Strafen für WEB-Bosse
--- 6 von ihnen müssen hinter Gittern, Bernd Schiedek u. Jürgen Gold gar für 9 Jahre --- Herbert Neuberger für 8 Jahre sowie die einstigen WEB-Wirtschaftsprüfer Georg Geyer, Dietrich Rößlhuber u. Helmut Scheufele für je 6 Jahre. Klaus Zyla, Sohn u. Nachfolger von WEB-Gründer Hans Zyla, ging frei.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_19990604_OTS0094/acht-neue-handelsdelegierte-nominiert ---  Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich
--- Dr. Klaus Zyla, Tel: 50105/DW 4347WKÖ, AW-Abteilung
http://www.oe-journal.at/Aktuelles/1001/wirtarchiv02100810.htm --- der österr. Handelsdelegierte der WKÖ in Zürich, Klaus Zyla ---
http://www.gutaltentann.com/de/academy-turniere/turnier-fotos/ --- Zum Senioren-Clubmeister dürfen wir Klaus Zyla gratulieren ---

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Norman Graf

Beitrag von Dissident am Mo Jan 23, 2017 10:19 am

http://www.denkforum.at/threads/strassburg-norman-graf-mit-klage-abgeblitzt.969/ --- 30.09.03 -  Norman Graf

Mit seiner Klage gegen die Republik Österreich ist jetzt IMMAG-Gründer Norman Graf beim Europ. Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg abgeblitzt. Graf hatte sich unter anderem über die zu lange Verfahrensdauer beim WEB-Prozess beschwert ---
Graf war Geschäftsführer der zum WEB -Konzern gehörende IMMAG. Er wurde in den 3 WEB-Verfahren immer wieder als das eigentliche "Gehirn" des Firmengeflechts bezeichnet. Graf saß jedoch nie auf der Anklagebank eines österr. Gerichts. Der ehem. Salzburger Staatsanwalt hatte sich nach dem Auffliegen des WEB-Skandals nach Deutschland abgesetzt u. dort die deutsche Staatsbürgerschaft erworben. Graf selbst hat an seinem neuen Wohnort Köln die Anklageschrift der Salzburger Justizbehörden nie entgegengenommen ---
Es habe gegen ihn eine riesige Medienkampagne gegeben, klagte Graf. Vom Gericht sei er nicht ordnungsgemäß angehört worden, die Vorgänge seien unfair gewesen.
--- Die Richter in Straßburg haben der Beschwerde jedoch nicht stattgegeben. Graf habe es verabsäumt, die heimischen Rechtsmittel auszuschöpfen. Sein Fall sei außerdem beim Landesgericht Salzburg nach wie vor schwebend, und deshalb eine Beschwerde verfrüht, hieß es in der Entscheidung. Graf selbst hat dazu in einem Schreiben an Radio Salzburg mitgeteilt, dass in Deutschland sämtliche Strafverfahren gegen ihn eingestellt worden seien und er daher unschuldig sei.

Zum Fall des WEB-Skandals mehr hier:   http://doedr.forumieren.net/t186-web-bautreuhand-immag-skandal

http://sbgv1.orf.at/stories/131969 --- 11.04.2012 - Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat nun gegen Norman Graf einen Auslieferungsantrag gestellt ---
Deutschland lieferte eigene Staatsbürger bisher nicht aus. Doch durch Gesetzesänderungen ist das unter bestimmten Vorraussetzungen nun doch möglich. Die Chancen, dass Norman Graf für einen Prozess ausgeliefert werde, stünden zwar nicht gut, doch man werde alles versuchen, sagt der zuständige Staatsanwalt Helmut Inselsbacher ---

http://sbgv1.orf.at/stories/130617 --- 11.04.2012 - Nachdem dem mutmaßlichen Drahtzieher in der WEB-Affäre, Norman Graf, am Donnerstag nach 11 Jahren in einer Traunsteiner Klinik doch noch die Anklage zugestellt werden konnte, wird jetzt mit Spannung erwartet, ob es doch noch zum Prozess kommt ---
Wie aber geht es in diesem Fall weiter und wie konnte dem ehem. Staatsanwalt Graf die Anklage mehr als 1 Jahrzehnt nicht zugestellt werden?: das sind Fragen die sich viele derzeit stellen.
Wohnsitzwechsel innerhalb Deutschlands, ins Ausland oder Abwesenheit machte der 59 Jahre alte Norman Graf geltend, um die Anklageschirft nicht entgegen nehmen zu müssen. Jedenfalls sei in diesen 11 Jahren vieles schief gelaufen, räumt die Staatsanwaltschaft Salzburg ein. Den Kollegen in Köln, einem der Wohnsitze von Graf, sei es einfach nicht gelungen, die mehrere hundert Seiten umfassende Angeklageschrift zuzustellen ---
Dass Graf trotz Haftbefehls am Krankenbett in Traunstein nicht verhaftet wurde, hat er einem Gesetz zu verdanken, das deutsche Staatsbürger wie ihn vor Auslieferung schützt. Seit Anfang August gibt es zwar neue deutsche Bestimmungen, die Auslieferungen doch ermöglichen. In diese muss sich die Staatsanwalt Salzburg allerdings erst einlesen.

http://diepresse.com/home/presseamsonntag/1379778/WEBSkandal_Der-Klavierspieler --- der mutmaßliche Drahtzieher des Großbetrugs, Norman Graf, wurde nie gefasst. Er setzte sich nach Bayern ab, erwarb die deutsche Staatsbürgerschaft u. lebte bis zu seinem Tod in Freilassing nur wenige Km hinter der Grenze.
Bevor Graf in der Privatwirtschaft groß abkassierte, war er selbst Staatsanwalt in Salzburg. Er kannte sie also. Fast alle, die gegen ihn ermittelten. Und sie kannten ihn. Das sei wohl der Hauptgrund gewesen, warum Graf nie erwischt wurde, meinen prominente Zeitzeugen. Der Salzburger Rechtsanwalt Werner Steinacher nannte es 2006 eine „schwärende, offene Wunde der österreichischen Justiz“ ---

Aus einer Rede im Nationalrat, Abgeordneter Mag. Eduard Mainoni: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXI/NRSITZ/NRSITZ_00025/SEITE_0122.html
--- möchte ich zuerst ein Thema anschneiden, das meines Erachtens sehr interessant ist, nämlich: die Grenzen der Justiz, .. anhand eines nicht sehr neuen, aber doch auch sehr aktuellen Themas. Es ist ziemlich genau 11 Jahre her, dass ein Betrugsskandal aufgeflogen ist, ein Betrugsskandal, der in Österreich neben der "Konsum"-Pleite sicherlich der größte Wirtschaftsskandal der 2. Republik war, nämlich WEB – IMMAG – Bautreuhand ---
Die Causa WEB ist ein klassischer Fall von organisierter Kriminalität. Eine deutsche Arbeitsgruppe von Vertretern der Justiz u. der Polizei definierte die organisierte Kriminalität folgendermaßen: Organisierte Kriminalität ist die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten und so weiter; und jetzt ist bitte wichtig: oder unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz und Wirtschaft ---
Einer der hauptschuldigen Drahtzieher dieses Skandals, der bis heute Prozesse mit sich bringt, war ein ehem. Staatsanwalt und hoher politischer Funktionär, nämlich Herr Norman Graf. Bei diesem Skandal mussten sich beinahe alle Richter in dieser Causa als befangen erklären. Im Finanzministerium gibt es eine Reihe von Beamten, die in den achtziger Jahren Teilnehmer u. Vortragende bei Seminaren in Siena waren, organisiert von einem Mann, der in Salzburg gerade heute als Beschuldigter im 2. IMMAG-Prozess vor Gericht steht.
Ein ehemaliger Bundeskanzler, ..  der vorher Bankdirektor war, gewährte diesem WEB-Imperium unter anderem einen Kredit von 30 Mio. Schilling, und als dieser uneinbringlich zu werden drohte, erfolgte die Finanzierung über Hausanteilsscheine. Das bedeutete aber, dass Tausende kleiner Anleger geschädigt wurden, als dieses Imperium zu Bruch ging ---
LH-Stellv. Radlegger, der von sich aus zurücktrat, bekam eine kostenlose Wohnungssanierung von der WEB. Bürgermeister Reschen hatte Beteiligungen an diesem Imperium, von dem er nichts wissen wollte – er musste zurücktreten. Der Chefredakteur des Aktuellen Dienstes im ORF in Salzburg wechselte einige Wochen vor der Strafanzeige gegen dieses Imperium zur WEB, und zwar als Direktor. Seine Gattin hatte schon vorher von diesem Unternehmen eine halbe Million Schilling an Provision bekommen. Der nunmehrige Stellv. des Chefredakteurs einer Salzburger Zeitung schrieb mehrmals Artikel in der Sonderbeilage für die WEB, die beiden LH-Stellv. steuerten jeweils Geleitworte bei.
Mehrere Bedienstete der Staatsanwaltschaft, .. wurden vom Geschäftsführer der WEB zu Essen und Trinken eingeladen. Der jetzige Leiter der Staatspolizei in Salzburg bekam, wie aus einem Brief des Hauptbeschuldigten hervorgeht, von der WEB eine Wohnung, und letztendlich saßen die Vorstände der Salzburger Banken zugleich in den Gremien dieses Imperiums.

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Alexander Van der Bellen

Beitrag von Dissident am Fr Jan 27, 2017 10:26 am

Verwendete Abkürzungen: VdB für die Person, Ö für Österreich, BP für Bundespräsident, BM = Bundesministerium

siehe auch das Forums-Thema: http://doedr.forumieren.net/t23-bundesprasident-der-dodr Bundespräsident der DöDR

https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Van_der_Bellen  Alexander Van der Bellen (*1944), Wirtschaftswissenschaftler, Politiker d. Grünen u. seit 2017 BP der Republik Ö. 1976 bis in die 1990er Jahre Uni-Professor für Volkswirtschaftslehre in Innsbruck u. Wien. 1997-2008 Bundessprecher der Grünen u. 1999-2008 Klubobmann seiner Partei im österr. Nationalrat, dem er seit 1994 angehörte. 2012-2015 war er Mitglied des Wiener Gemeinderates u. Landtages.
2016 kandidierte er fürs Amt des BP als offiziell unabhängiger Kandidat, dessen Wahlkampf unter anderem von den Grünen organisiert u. finanziert wurde
- - -
übersiedelten Febr./März 1941 Van der Bellens Vater mit seiner Familie wie viele Deutsch-Balten ins NS-Deutsche Reich, wo sie gemäß den Vereinbarungen des Deutsch-Sowj. Grenz- u. Freundschaftsvertrags als sogen. Volksdeutsche aufgenommen wurden. Van der Bellens Vater hatte aufgrund seiner Herkunft u. als internat. Bankmanager Repressionen des Sowjet-Geheimdiensts NKWD zu befürchten .. kamen nach Wien, wo Alexander 1944 geboren u. evang. getauft wurde. Als sich die Rote Armee im Rahmen der Wiener Operation dem Wr. Stadtgebiet näherte, floh die Familie ins Tiroler Kaunertal, wo sein Vater erneut kaufmännisch tätig wurde .. Eig. Angaben zufolge leistete VdB keinen Präsenzdienst beim Bundesheer. Er unterzog sich 2x einer Musterung, bei der 1. wurde eine vorübergehende Untauglichkeit, bei der 2. die Tauglichkeit festgestellt. Später bekam er während Studium u. nach Heirat mehrmals Aufschub. Danach wurde er nicht mehr einberufen, was er auf seine spätere Professorentätigkeit zurückführt.
- - -
VdB war von Mitte der 1970er bis Ende der 1980er Jahre Mitglied der SPÖ --- Sein einstiger Doktorand Peter Pilz, der damal. Bundessprecher der Grünen, holte ihn zu seiner Partei. Diesen Wandel bezeichnete VdB später als Entwicklung „von einem arroganten Antikapitalisten zum großzügigen Linksliberalen“, wobei sich auch letzteres Selbstverständnis .. zu einem „Liberalismus angelsächsischer Prägung“ gewandelt habe ---
2009/10 war er Ersatzmitglied u. 2010-2012 Mitglied der österr. Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg ---

Auf seine Initiative kam es erstmals zu regelmäßigen Treffen zwischen Vertretern der Wiener Hochschulen u. der Wr. Magistratsabteilung 35, um die Zusammenarbeit in Einreise- u. Aufenthaltsangelegenheiten für Studierende u. Forscher aus Drittstaaten zu verbessern. Die Initiative wurde von der Österr. Universitätenkonferenz – Die Österr. Rektorenkonferenz aufgegriffen u. von Wien auf ganz Ö ausgedehnt ---

Bundespräsidentenwahl 2016 ---
VdB erreichte im ersten Wahlgang der BP-Wahl 2016 mit 21,34 % der Stimmen den 2. Platz hinter Norbert Hofer mit 35,05 %.
Nachdem sich die ehem. ÖVP-Bundesparteiobmänner Busek, Molterer u. Riegler bereits im 1. Wahlgang für die Wahl VdB ausgesprochen hatten, was zu Irritationen insbes. bei Mitgliedern der eig. Partei geführt hatte, veröffentlichten sie mit ihrer Unterzeichnung – gemeinsam mit ÖNB-Präsident Raidl u. der Ex-Ministerin Rauch-Kallat – einen „Appell“ genannten offenen Brief. Diese Initiative wurde von „2 bekannten Querdenkern der ÖVP“ initiiert, namentlich dem Generalsekr. des Sparkassenverbands Ikrath u. dem ehem. ÖVP-Nationalratsabgeordneten Maier. Im „Appell“ riefen sie „mit klar kritischen Anmerkungen zum Kandidaten Hofer“ für die Wahl VdB u. gegen „Weißwählen“ (ist rechtlich eine ungültige Stimme) u. Nichtwählen auf. Im Weiteren haben Personen aus der Politik (teils ranghohe Politiker der SPÖ sowie der ÖVP, wie der ehem. EU-Agrarkommissar Fischler, der Kärntner Altlandeshauptmann Zernatto u. der ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament Karas), aus der Wirtschaft, dem Bereich der NGOs u. der Gesellschaft den offenen Brief .. unterzeichnet.
Mit Josef Pröll war auch der 4. Alt-ÖVP-Obmann, der auch im Personenkomitee sitzt, für VdB engagiert. Im Personenkomitee VdB waren zahlreiche Bürger, darunter prominente Künstler, renommierte Wissenschaftler u. Partei-übergreifend Spitzenpolitiker vertreten.
Öffentlich haben sich, von Journalisten darauf angesprochen, auch der Wiener Bürgermeister Häupl u. Bundeskanzler Kern zur Wahl von VdB in der Stichwahl bekannt. Irmgard Griss .. stellte sich am 18.5. in einer gemeinsamen Pressekonferenz hinter den Kandidaten VdB.

Im 2. Wahlgang fiel das vorläufige amtl. Endergebnis ohne die Briefwahlstimmen so aus (Hofer: 51,93 % .. VdB: 48,07 %). So stand am Wahlabend noch kein Wahlgewinner fest. Am Tag darauf, verkündete Innenminister Sobotka das vorläufige amtl. Endergebnis inkl. der Briefwahlstimmen, wonach VdB 50,35 % u. Hofer 49,64 % der gültigen Stimmen erhielten --- Die Wahlbeteiligung betrug 72,7 % ---
Nach der Wahl bekräftigte VdB als designierter BP seinen Standpunkt, daß er der FPÖ keinen Auftrag zur Regierungsbildung erteilen werde, selbst wenn sie die stimmen-
stärkste Partei werden sollte. Dies wäre ein Novum in der Geschichte der 2. Republik, da bisher alle BP den Regierungsbildungsauftrag dem Vorsitzenden der stimmen-
stärksten Partei erteilt hatten ---
Am 8.6. brachte der FPÖ-Vorsitzende Strache als Zustellungsbevollmächtigter des Wahlwerbers Hofer, vertreten durch Dieter Böhmdorfer, eine 150-seitige Beschwerdeschrift beim Verfassungsgerichtshof ein, die Mängel bei der Durchführung des 2. Wahlgangs aufzeigen sollte. Dieser beraumte von 20.-23.6.2016 eine öffentl. Verhandlung zur Zeugeneinvernahme an. Am 1.7.2016 gab der Verfassungsgerichtshof der Wahlanfechtung der FPÖ statt. Wegen Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Briefwahlstimmen musste die Wahl in ganz Österreich wiederholt werden.
VdB gewann die auf Dez. 2016 verschobene 2. Stichwahl u. erhielt dabei 53,8 % der gültigen Stimmen (Wahlbeteiligung 74,2 %)
- - -
2002 sprach sich VdB indirekt für eine Cannabis-Legalisierung (unter Berücksichtigung des Jugendschutzes) aus u. äußerte, Cannabis sei keine Droge. Vor der Nationalratswahl 2008 sprach sich VdB für die Gleichstellung homosexueller u. heterosexueller Partnerschaften aus .. 2015 äußerte sich vdB in einem Interview als TTIP-Befürworter („Die Vorteile liegen [..] auf der Hand --- Febr. 2016 äußerte er sich gegen das Abkommen. Er befürwortete Nov. 2016 das Freihandels-
abkommen CETA. Die Vereinbarkeit von Schiedsgerichten mit europ. Recht müsse aber noch geprüft werden.
Während einer Rede im deutschen Bundestag März 2016 plädierte er dafür, daß die EU zu „Vereinigten Staaten von Europa“ würden. Er befürwortete Nov. 2016 die Bildung einer EU-Armee, sofern die österr. Neutralität beibehalten wird. VdB forderte Mai 2016 mehr Humanismus in der Flüchtlingspolitik u. lehnte Jan. 2016 die von der Regierung beschlossene Flüchtlingsobergrenze von 37.500 Asylanträgen in 2016 ab.
In der Außenpolitik will sich VdB für den EU-Beitritt der Balkanstaaten, insbes. Serbien, einsetzen. Zudem ist er gegen eine Anerkennung der russ. Annexion der Krim u. ist gegen eine Verlegung der österr. Botschaft in Israel nach Jerusalem, solange Jerusalem nicht die internat. anerkannte Hauptstadt Israels ist. Zudem kritisierte er die Pro-Erdogan Demonstrationen in Ö. VdB mahnte, nicht in eine Anti-Islam Stimmung zu verfallen. Er befürwortet die Möglichkeit von Doppelstaatsbürgerschaften. Er ist gegen Volksabstimmungen, die Grund- u. Menschenrechte betreffen (z.B. Wiedereinführung der Todesstrafe)

Sonstige Tätigkeiten
VdB ist einer der 4 Vizepräsidenten der überparteilichen Österr. Gesellschaft für Außenpolitik u. die Vereinten Nationen (ÖGAVN) --- Weiterhin wurde er Vorstand des Instituts für Finanzwissenschaft u. Steuerrecht im BM für Finanzen sowie Mitglied der Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien zur Förderung der Wissenschaft, des Kuratoriums des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- u. Technologiefonds (WWTF) u. des Advisory Boards der Nachhaltigkeitsstrategie der OMV, Resourcefulness

Privates
Von Freunden, Kollegen u. innerhalb seiner Partei wird VdB auch „Sascha“, eine Kurzform seines Vornamens, genannt
VdB ist seit 2015 mit seiner langjährigen Freundin u. Geschäftsführerin im Grünen Klub, Doris Schmidauer, verheiratet. Davor war seine über 5 Jahrzehnte dauernde 1. Ehe mit Brigitte, geb. Hüttner, mit der er 2 Söhne hat, einvernehmlich geschieden worden. Er lebt in Wien u. im Kaunertal.

Religion
VdB trat als junger Mann aus der evangelischen Kirche aus, weil er sich über seinen lokalen Pfarrer geärgert habe. Nach eigener Aussage glaubt er nicht an den einen Gott, aber an die „Botschaft oder Vision“, die seiner Ansicht nach das Neue Testament ausmache, insbesondere den Inhalt der Bergpredigt u. die Nächstenliebe.

Freimaurer
Nach eig. Angaben sei VdB Mitte der 1970er Jahre in der damals einzigen Freimaurerloge in Innsbruck aufgenommen worden, wobei er ca. 1 Jahr lang an Sitzungen teilgenommen habe, was er als „aktiv gewesen“ bezeichnete. „Danach habe ich als rein passives Mitglied noch etwa 10 Jahre lang den Mitgliedsbeitrag bezahlt u. bin schließlich auf meinen expliziten Wunsch hin ausgeschieden.“ In einem Wahlinterview wurde seine Mitgliedschaft bei den Freimaurern thematisiert. Auf die den Themenblock abschließende Frage „Sind Sie noch immer Freimaurer?“ antwortete VdB, anders als 2008 zur Austrittsfrage (siehe oberhalb): „Meines Wissens nicht. Ich bin dann nach Wien gegangen u. da hab[e] ich einfach andere Interessen entwickelt.“

Recht auf estnische Staatsbürgerschaft
Nach dem 2. Wahldurchgang, bei dem er in Führung lag gratulierte der Staatspräsident Estlands VdB zur Wahl. Über das estn. Außenministerium wurde bekannt, daß er jederzeit wieder einen estn. Reisepass bekommen könne. Dies beruhe darauf, daß VdB Eltern vor dem 16.6.1940 estn. Bewohner u. Staatsbürger gewesen sind u. Kinder solcher in Estland automatisch als deren Staatsbürger gelten würden. Paet, ehem. Außenminister Estlands u. Abgeordneter der Estn. Reformpartei im Europ. Parlament, stellte diesbez. fest: „Das Wahlergebnis ist ein guter Grund, den Österreichern gleich doppelt zu gratulieren, für Estland u. das estn. Volk spielt aber auch die Tatsache eine Rolle, daß Österreich einen estn. Staatsbürger zum Präsidenten gewählt hat.“

http://doedr.forumieren.net/t57-unwerte-der-dodr#1707 --- Ist der Herr BP vdB ein Fetzenschädl ?
--- Bei einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen im „Haus der Europäischen Union“ in Wien gab Van der Bellen seine Idee zum Thema religiöse Toleranz zum Besten:
"... wird noch der Tag kommen wo wir alle Frauen bitten müssen ein Kopftuch zu tragen, alle, aus Solidarität gegenüber jenen die es aus religiösen Gründen tun.“

https://www.thedailyfranz.at/2017/04/27/kein-pr%C3%A4sident-f%C3%BCrs-abendland/  Kein Präsident fürs Abendland
.. Daß er kein prononcierter Verfechter der abendländischen Leitkultur ist, war schon vor seiner Wahl vielen Bürgern klar --- Aufforderung zur Unterwerfung .. Ein zynischer Linker u. in der Wolle gefärbter Migrationsapologet, der er zweifellos ist, dreht VdB die Bringschuld der Migranten um, macht daraus eine solche der Einheimischen u. fordert die autochthone Bevölkerung auf, sich dem endlosen Zustrom anzudienen u. sich den neuen Herren u. Damen anzupassen ---
VdB präsentierte sich vor der knapp gewonnenen Wahl als heimatverbundener Patriot, der im traditionellen Trachtenanzug mit Tiroler Schützen auftrat, bei Bundesheer-Veranstaltungen sich anscheinend für Panzer interessierte u. hemdsärmelig in alpiner Umgebung Verbundenheit zu Österreich auf div. Wahlplakaten demonstrierte .. das war alles Taktik u. Irreführung --- Wir stehen nun vor dem Faktum, daß Österreich einen Präsidenten hat, der sichtlich nicht den österr. u. abendländischen kulturellen Werten verpflichtet ist, sondern anderes im Sinne hat. Wir haben ein Staatsoberhaupt, das keine klaren Haltung gegenüber der Massenmigration findet, das sich in Anbiederung an die orientalische Kultur ergeht u. damit sträfliche Verharmlosung aller bekannten Gefahren betreibt, die Europa bedrohen ---
http://www.krone.at/oesterreich/islamisten-haben-begriff-islamophobie-erfunden-offener-brief-an-vdb-story-566686 .. in seinem offenen Brief an VdB schreibt Terrorexperte u. Präsident der Liberalen Muslime in Österreich, Amer Albayati: .. "daß die "Kopftuchheuchelei" endlich aufhören müsse. "Im Koran gibt's weder Kopftuch, Hijab, Niqab, Burka, Tschador oder eine Ganzkörperverschleierung, das sind Symbole radikaler Islamisten, um Frauen zu unterdrücken u. zu versklaven." ---
"Die Islamophobiekeule ist ein "niederträchtiges Werkzeug, das radikale Islamisten erfanden", die "Islamophobie- Lüge" schützt zudem "radikale Islamisten" ---

http://www.andreas-unterberger.at/2017/04/der-bundesprsident-ist-doch-kein-antisemit/  Leserkommentare: "STRABAG-Präsident und ISIS-Vordenker VdB.."

"Die fesche First Lady verschleiert? ..." - - - und:  - - - "... Das kommt davon wenn man linksradikale Gesinnung in die Hofburg hievt."

"UNFASSBAR, was der Bundespräsident von sich gibt. Er sagt:
1. "Doppelstaatsbürgerschaft richte keinen Schaden an."
Gesetzlich sind Doppelstaatsbürgerschaften nicht erlaubt, Herr Van der Bellen. Wer Gesetz u. Recht für obsolet u. beliebig erklärt, richtet SEHR GROSSEN SCHADEN AN.
2. "Wegen Islamophobie sollen aus Solidarität alle Österreicherinnen Kopftuch tragen." - VdB greift damit einen Kampfbegriff der Islamisten "Islamophopie" auf.
Wie wäre es mit dem Tragen eines Kreuzes aus Solidarität für die Millionen verfolgten und mit dem Tod bedrohten Christen?
3. "Zur Indexierung der Familienbeihilfe muss die EU gefragt werden." - Steuerrecht und Budget liegen in nationaler Hoheit. Das ist das Königsrecht der nationalen Parlamente. Schon wieder halten Sie es nicht mit Vertrag und Recht. Auch hier gilt: Sie richten großen Schaden an.
4. "Wir sollten uns davon befreien, dass die europafeindlichen Strömungen in Europa zunehmen. Das ist vorbei."
Herr VdB gar nix ist vorbei. Das nimmt gerade mal Fahrt auf und wird nur durch die geballte, gesammelte Machtanmaßung der Politik und Medien gebremst.
5. Zu Flüchtlingscamps in Afrika "Ich habe bis jetzt noch keinen praktikablen Vorschlag gehört, wie man das umsetzen könnte. Ich glaube, das ist alles unausgegoren." -
Glaube und Nichtdiskussion sind völlig unangebracht. Es wird Zeit für Lösungen der Migrationskrise und zwar außerhalb Europas. Diese Aussagen eines Staatsoberhaupts sind unangebracht und gefährlich."

"Bellen wird als die erste BundespräsidenIn in die Geschichte eingehen, die bereits bei Amtsantritt amtsunfähig (Vergreisung, organisches Psychosyndrom) und amtsunwürdig (Versandelung in Denken und Erscheinungsbild) war. - "

".. Wenn man das konsequent weiterdenkt, muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die Mehrheit der doppelstaatsbürgerlichen Austrotürken, die natürlich seinerzeit Herrn van der Bellen wählten (wen denn sonst), vor kurzem auch für Herrn Erdouan gestimmt haben - "

"Herr Van der Bellen, warum empfehlen Sie nicht einfach unseren "weiblichen moslemischen Gästen" aus SOLIDARITÄT zum Gastland Österreich und aus SOLIDARITÄT zu den in den moslemischen Ländern grausam VERFOLGTEN CHRISTEN auf das islamische KOPFTUCH zu verzichten, das die einheimischen Österreicher so gar nicht mögen und stattdessen hier in Österreich ein KREUZ als Kettenanhänger zu tragen?"

"Der Bundespräsident hat doch einen Eid auf die Verfassung abgelegt und damit erklärt, die Gesetze der Republik einzuhalten, ..... Und er erklärt jetzt, er finde nichts dabei, dass Türken eine Doppelstaatsbürgerschaft haben, was klar ungesetzlich ist. Also was betreibt er jetzt: Verletzung seines Amtseids oder was? - "

"Jetzt ist genau das eingetroffen, vor dem die polit. korrekt. Meinungsmacher immer gewarnt haben, nämlich einen BP gewählt zu haben, der im Ausland nur als peinlich und inkompetent gesehen wird .. Anstatt sich demokratisch für die Mehrheit im Lande stark zu machen, droht vdB autoritär damit, daß sich die Mehrheit einer Minderheit unterzuordnen hat. - "

"..  was will man von einem Volk erwarten, das den HC- Glauben vor sich hertragen muss, wie in Zeiten des Mittelalters den an die Unbefleckte Empfängnis -
den jeder der nicht ohne Zweifel gläubig ist ...dem droht der Häfen..."

"Bellen ist der klassische Schweinesystem-Politiker. Er ist zerfressen vom Hass auf Gott, Volk und Land, Bolschewik, Freimaurer und EUdSSR-Großraumkartell-Fanatiker. Deswegen wurde er auch von Soros und der katholischen Kirche unterstützt. - "

"http://www.achgut.com/artikel/kopftuch_fuer_alle_frauen_zweitfrau_fuer_alle_maenner
Der Kampf gegen die Islamophobie, also gegen die Furcht vorm Islam, wurde Mai 2007 auf einer Konferenz der Außenminister der Organisation islam. Staaten in Islamabad eingeleitet, die "Islamophobie im Westen als die schlimmste Form des Terrorismus" bezeichnet u. dessen Bekämpfung verlangt ..
Diesem Aufruf folgte wohl auch der brit. Labourvorsitzende Miliband, der am 24.4.2015 die Ausrottung der Islamophobie in einem Interview mit den "Muslim News" verkündete: "Wir werden das zu einer schweren Straftat machen. Wir werden sicherstellen, daß es die Polizei in ihren Personenakten vermerkt, um sicherzustellen, daß sie Islamophobie als Hassverbrechen ausrotten, werden wir das Gesetz darüber so ändern, daß wir unsere Abneigung gegen Hassverbrechen u. Islamophobie absolut klar machen. Es wird das erste Mal sein, daß die Polizei islamophobe Angriffe im ganzen Land aufnehmen wird.."

".. Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen."

Anm. Dissident: auch das Gerede von VdB, daß die Dänen unter deutscher Besatzung aus Solidarität mit Juden auch selber gelbe Stoffsterne auf der Kleidung getragen hätten ist bloß eine Mär. VdB, der schreckliche Märchen-Onkel... hier nachzulesen: http://doedr.forumieren.net/t122-verschiedene-interessante-begebenheiten-aus-der-zeitgeschichte#1728

https://bachheimer.com/oesterreich  VdB: "War mein Fehler, wenn man so will" --- "Hin und wieder wird man auch etwas sagen müssen, wo man im Moment viel Kritik einsteckt. Aber auf Dauer wird vielleicht doch verstanden, was man eigentlich sagen wollte." Über diesen sprachlichen Umweg versucht Bundespräsident VdB im Gespräch mit der "Krone" eine Erklärung für sein missverständliches, manche meinen eher verunglücktes Beispiel mit dem Kopftuch u. dem Davidstern in der NS-Zeit zur heutigen Lage der Muslime. "Es war mein Fehler, wenn man so will", sagt das Staastoberhaupt.
Nein VdB, es ist nicht Ihr Fehler. Jeder ist so wie er ist und das ist gut so. Nur, wenn man derart spezielle Gedanken über und Vorhaben mit der eigenen Kultur bzw. Nation hat, sollte man halt kein Präsident werden. Es war der Fehler des linkslinken Systems, dass eine merkwürdige Figur Sie an eine derart wichtige Stelle gebracht hat. Und es war der Fehler komplett naiver Verhinderungs-Wähler-Opfer, die Sie dann gewählt haben, weil diese sich vor den ach so furchtbaren NAZIS gefürchtet haben. Insoferne, bleibens wie Sie sind, jeder hat das Recht so zu denken wie er will. Nur tun Sie sich und dem Land einen Gefallen und legens das Amt nieder - heute noch! TB

http://info-direkt.eu/2017/05/23/van-der-bellen-zu-manchester-anschlag-weitermachen-wie-bisher/ --- VdB zum Manchester-Terroranschlag (neben allgem. Floskeln):
".. wir dürfen uns nicht von Hass spalten lassen“

http://www.kritische-presseschau.com/zitate .. "Österreich soll bei der Mitsprache in der EU nur noch Minderheitenrechte ohne Vetorecht innehaben."
Alexander van der Bellen (Bundespräsident Österreich), 1.Dezember 2016 im TV-Duell ORF

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/wahl2017/gruene/Gruenen-Debakel-First-Lady-verliert-ihren-Job/304546523 .. First Lady verliert ihren Job .. Wahl-Debakel der Grünen: 100 Mitarbeiter verlieren ihren Job, nachdem die Grünen nicht mehr ins Parlament einziehen. Darunter auch Doris Schmidauer, Ehefrau von ..VdB, die derzeit Geschäftsführerin des grünen Parlamentsklubs ist ..

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Werner Königshofer

Beitrag von Dissident am Di Jan 31, 2017 5:52 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_K%C3%B6nigshofer  Werner Königshofer, bis 29.3.1999 Franz Werner Königshofer (*1953) ist ein österr. Politiker (parteilos, ehem. FPÖ) sowie Finanzberater. 1994-1999 Mitglied des Bundesrates, 2008-2011 Abgeordneter zum österr. Nationalrat. 2011 wurde er aus der FPÖ ausgeschlossen.

--- studierte 1973-1979 Geschichte u. Germanistik u. 1979-1982 Rechtswissenschaften, beides an der Uni Innsbruck. Er schloss beide Studien mit dem Doktortitel ab.
Königshofer war in seiner Studentenzeit Mitglied der deutschnationalen, schlagenden Burschenschaft Brixia in Innsbruck.
Nach seinem Rechtspraktikum am Oberlandesgericht Innsbruck 1983 war er Referent in der Kreditabteilung der Creditanstalt-Bankverein Wien bis 1985. Danach wechselte er als Account-Manager zur Ersten Österr. Sparkasse Innsbruck, wo er 1986-1988 tätig war. 1988-1996 Leiter der Abteilung Marketing u. Vertrieb bei der Raiffeisen-Zentralkasse Tirol. Seit 1996 ist er freier Finanzberater.

1971 trat er der Nationaldemokratischen Partei (NDP) bei, deren 2. Landessprecher für „Gesamttirol“ er 1977 wurde. 1975 wurde er Mitglied des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) u. war 1987-2011 Mitglied der FPÖ. Er war 1992 u. 1994 Gemeinderat in Wattens u. Mitglied des Gemeindevorstandes. Zwischen 5.4.1994 u. 29.3.1999 vertrat er Tirol u. die FPÖ im Bundesrat. Königshofer trat bei der Nationalratswahl 2008 auf der Tiroler Landesliste an. Er wurde am 28.10.2008 als Abgeordneter angelobt u. nahm sein Mandat der Tiroler Landesliste an. Er war Bereichssprecher für Volksgruppen des FPÖ-Parlamentsklubs.
- - -
2010 sorgte sein verbaler Angriff gegen Kardinal Schönborn, der zuvor die FPÖ-Politikerin Barbara Rosenkranz kritisiert hatte, für Aufsehen: Königshofer meinte, Schönborn solle sich besser um die „‚warmen Brüder‘, Klosterschwuchteln u. Kinderschänder kümmern“. Zuvor hatte er 2010 bereits den Tiroler Landtagsabgeordneten Gebi Mair als „Landtagsschwuchtel“ bezeichnet. Mitte 2011 wurde bekannt, dass Königshofer im sozialen Online-Netzwerk Facebook aktiv Freundschaften mit teils bekennenden Nationalsozialisten unterhält u. in Kommentaren dort die Terroranschläge in Norwegen mit der Fristenregelung u. islamistisch motivierten Gewaltverbrechen aufrechnete. Presseberichte darüber bezeichnete er als „Naziblockwartmanier“ der „linkslinken Systempresse“. Seine eigene Website, die unter dem Domainnamen „koenigstiger.at“ registriert ist, was nach seinen Aussagen keinen Bezug zum Panzer „Königstiger“ der Wehrmacht habe, nahm er im Juli 2011 nach Berichten über die Inhalte vorübergehend offline. Am 28.7.2011 wurde Königshofer von der Parteiführung wegen „parteischädigenden Verhaltens“ aus der Partei u. dem Parlamentsklub der FPÖ ausgeschlossen.

Wg. Verdachts der Üblen Nachrede beziehungsweise der Verhetzung hob der Nationalrat am 21.9.2011 die Immunität Königshofers auf. Er selbst hatte seit der Sommerpause krankheitsbedingt nicht mehr an Plenarsitzungen teilgenommen, da er an den Folgen einer Diabeteserkrankung litt. Am 12.10.2011 teilte er schriftlich mit, dass er sein Mandat mit 15.10. aus gesundheitlichen Gründen zurücklegt.

Verhältnis zum Rechtsextremismus
1971 trat er der Nationaldemokratischen Partei (NDP) bei. Königshofer rechtfertigte seine Mitgliedschaft in der 1988 wegen NS-Wiederbetätigung verbotenen Partei damit, dass er lediglich als 17-Jähriger in die NDP „hineingestolpert“ u. danach eine Karteileiche gewesen sei.

Februar 2011 wurde auf der Webseite Königshofers eine rechtsextreme Schrift mit dem Titel „Tirol oder Türol“ gefunden, die politischen Gegner forderten den Rücktritt des Nationalratsabgeordneten. In diesem Zusammenhang wurde Königshofer im Juni 2014 vom Landesgericht Innsbruck wegen Verhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, mit der erwähnten Schrift mit Angriffen auf Muslime auf seiner Homepage ethnisch-religiöse Gruppen herabgesetzt zu haben.

März 2011 wurde bekannt, dass er die rechtsextremistische Internetplattform Alpen-Donau.info mit Materialien versorgte. Kurz darauf wurde die Webseite vom Netz genommen. Das Handelsgericht Wien stellte Juni 2011 bezüglich der Kontakte zu Alpen-Donau.info fest, die entsprechende Datei wurde von Königshofer „zwischen 28.1.2011 u. deren Veröffentlichung an Verantwortliche der Website www.alpen-donau.info weitergegeben, wo sie am 31.1.2011 veröffentlicht wurde.“ Somit sah das Gericht den Kontakt zwischen Königshofer u. der Neonazi-Plattform als erwiesen an. Februar 2012 wurde er in diesem Kontext vom Landesgericht Innsbruck wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte dem Linzer Datenforensiker u. Kriminalbeamten Uwe Sailer unterstellt, in seinem Namen die besagte Datei an Alpen-Donau.info gemailt zu haben.

website von Königshofer:  http://www.koenigstiger.at/

https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1/posts/699771860182387 --- Die Standard-Journalistin Colette Schmidt schreibt am 30.12.2016 in ihrem Artikel, offenbar wider besseren Wissens, dass "Königshofer die Neonazi-Website Alpen-Donau.Info mit Informationen versorgt hat", so als ob das der unumstößlichen Wahrheit entspräche, so als ob ihr, der Journalistin, die entweder keinen Anstand besitzt oder nicht recherchieren kann, es entgangen wäre, dass die Staatsanwaltschaft Wien das Verfahren gegen Königshofer eingestellt hat, was vom linken Standard am 21.10.2013 so ja auch berichtet werden musste! Und nun fischt sie diese alte falsche Verdächtigung erneut hervor u. unterstellt .. erneut dem DDr. Königshofer, offenbar mit Absicht, dass er Kontakt zu den kriminellen Betreibern der Nazi-Seite hatte.

Hören diese ungeheuerlichen infamen Unterstellungen denn nie auf?

Und Herr Dahamist, wieso verbreiten Sie - kommentarlos! - diesen unsäglichen Schmarren der Colette Schmidt auch noch wenn Sie selber es doch am besten wissen, daß in der Anzeige vom 1.3.2011 Ihres ehem. Anwalts Dr. Zanger die angebl. "unumstößlichen Beweise" sich komplett in Luft aufgelöst haben? Und die Staatsanwaltschaft einstellen musste, weil nichts Greifbares da war? Absolut also nichts dran war an den voreiligen über Falter u. Standard verbreiteten Verdächtigungen gegen den blauen Nationalratsabgeordneten? Ja, nicht einmal das Innenministerium u. der BVT-Chef konnten diesen öffentlichen Verdächtigungen etwas abgewinnen, denn sie dementierten ja zugunsten des DDr. Königshofer!

Wer hat den codierten gezinkten Spörr-Zeitungsartikel wirklich an die Nazi-Seite hingeschickt u. vor allem: Wer hat ihn dort hochgeladen? Wieso interessiert das BVT das bis heute nicht, wer da wirklich "Kontakt zu Alpen-Donau.Info" hatte? Warum wurde der Zeuge Mühlböck v. Richter abgewiesen? Wer war denn nun der "Tirol 1809" wirklich?

Seine linken "Fallensteller" wollten den rechten Politiker auf der Anklagebank neben Küssel sitzen sehen, wollten ihn für mehrere Jahre hinter Gitter bringen aufgrund von "unumstößlichen Beweisen", wo der blaue Politiker die Bilddatei angeblich an A-D.I weitergeleitet haben soll. Ich frag zum 10x: Wie soll der Weg der angeblichen "Weiterleitung" ausgesehen haben? Wo ist im Akt ein verwertbares Sendeprotokoll? Wann soll KH "weitergeleitet" haben? Datum u. Uhrzeit? Der Verschwörer schrieb auf Twitter mal, dass allein ein "Screenshot" keine Beweiskraft haben kann für ein Gerichtsverfahren, nur Anhalt sein kann, mehr nicht. Es wurden in der Zanger-Anzeige aber nur "Screenshots" als Beweis angeboten. Und was mich am meisten stutzig macht: Kein unabhängiger Richter war in dieser politisch heiklen Angelegenheit in der Lage, einen IT-Experten zu bestellen, um herauszufinden, wer - wenn schon nicht Königshofer es war - die gezinkte Bilddatei an Alpen-Donau.Info und dort hochgeladen hat?

Der "unumstößliche Beweis" war nichts anderes als heiße Luft, hat aber ausgereicht, den Nationalratsabgeordneten öffentlich zu diffamieren und seinen Ruf (bis zur Rehabilitierung) zu vernichten.

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Dietmar Mühlböck

Beitrag von Dissident am Mi Feb 01, 2017 10:54 am

http://www.fazit.tirol/die-krude-welt-des-dietmar-muehlboeck/ --- Die krude Welt des Dietmar Mühlböck

Die Bloggersphäre beheimatet ein ganz besonderes Subjekt, Dietmar Mühlböck. Der souverän Jäger zwischen Verschwörungstheorien hadert seit Jahren mit seiner Publikation über “Verschwörungsmythen in Österreich” ---
Dem Nationalratsabgeordneten Werner Königshofer habe er in Sachen alpen-donau.info ein präpariertes Email zugeschoben, sagt sein Gesinnungsgenosse Uwe Sailer
http://doedr.forumieren.net/t11p25-menschen-und-personalien#459 vor Gericht, der aktuell mit einem gegen ihn gerichteten Exekutionsverfahren wegen Unterlassung konfrontiert ist. Jedenfalls will Mühlböck, 47, jenes Email auf der Neonazi Seite wieder entdeckt haben. Dank Anzeigenflut teilt er zwischendurch gegen unterschiedliche Personen mit Rundumschlag aus. Von sich selber behauptet der im Brotberuf tätige Nachtportier er betreibe nicht-kommerzielle Seiten.

Der gebürtige Schwazer mit dem Hang zu Selbst-Justiz zelebriert in Interviews die Notwendigkeit das Internet von radikaler Substanz befreien zu müssen. In eigenen Schulungen – ohne Gewerbeschein wohl bemerkt, bietet Mühlböck sogar Behörden Aufklärung über die sogen. Souveränen-Szene. Das Schulungsmaterial vom Bundesamt f. Verfassungsschutz flechtet Mühlböck in die Seminare minutiös ein. Offiziell sei nach Veröffentlichung der Materialien in YouTube ein polizeiinternes Datenleck vom “Infobroker” aus Telfs aufgezeigt worden. Das wäre genug Anlass für interne Ermittlungen, wie das Innenministerium betont.

Verschwörer, Rechtsradikale u. Sympathisanten um Freiheitliche Funktionäre sind das liebliche Klientel mit dem Mühlböck hadert. Von einem offiziellen Auftrag wollen Behörden nichts wissen, man kenne Mühlböck nicht, heißt es auf FAZIT Anfrage. Jedenfalls musste das Parlament gleich 3 Anfragen in der Causa Mühlböck behandeln. In einem Fall habe man Auskunft zu jener Journalistin begehrt, die ein Näheverhältnis zum 47-jährigen habe, u. mit ungebührlichen Verhalten anlässlich einer Bundesheer Veranstaltung auffiel u. verwiesen werden musste.

Die auf den ersten Blick in diversen Medien als “Nazi-Jäger” gereichte Figur Mühlböck steht, trotz auf den ersten Blick wirkende Seriosität, im Kreuzfeuer der Kritik. Viele unterstellen dem Tiroler Blogger Verbreitung von nicht belegten Behauptungen, die in Rufmord u. Verfolgung münden. Es seien bereits Klagen am Landesgericht Innsbruck gegen den virtuellen Saubermacher, der mit Blogeinträgen sprichwörtlich das Stürmchen im Wasserglas sucht, in Ausarbeitung.

Was bleibt, ist ein Blogger, der mit Verlinkungen zu fragwürdigen Wikipedia Eintragungen seine verherrlichende Superlative finden will. Derweil schwört Mühlböck den Verschwörungstheoretikern via Twitter Aufklärung. Mit Nichten, denn die Qualitäten des nicht-kommerziellen Infobrokers Mühlböck lassen immer noch auf das vor Jahren angekündigte Buch über Verschwörungsmythen in Österreich auf sich warten --- Kritiker des Tiroler Blogger-Mythos prophezeien auch den Blog-Beiträgen, aus der Feder von Mühlböck, ein dünnes Süppchen, das ihnen zugrunde liegt. Damit muss sich spätestens beim Stell-Dich-Ein vor Gericht die Justiz herumschlagen. FAZIT hatte bei Dietmar M. nachweislich um Stellungnahme ersucht, leider erfolgte keine Reaktion.
- - -
seine website:  http://87.247.197.158/wordpress/  Impressum: Dietmar Mühlböck, Innsbruck
Email: dmuhlbock@gmail.com und dm@untenrechts.at --- Fax: 0512 219921 1650  
und: http://87.247.197.158/vtwp/ verschwörer.at und:  http://untenrechts.at/ und Twitter: https://twitter.com/deltamikeplus

http://zeitwort.at/index.php?page=Thread&threadID=10626 --- Marie Salmhofer --- "Dietmar Mühlböck" zeigt mich zum 2. Mal an ...
Da wir ein Rechtsstaat sind, gehören derartige Anzeigen, die sich nicht im privaten sondern politisch medienjuristischen Bereich abspielen, immer öffentlich behandelt und so auch dokumentiert. Dass ich das Wort KRONZEUGE verwendet habe am 16.6.2013, 16:22
- im Forum Zeitwort www.zeitwort.at
- im Thread "War Alpen-Donau.Info nur ein Honeypot"
- im Beitrag "Schauspielnernazi 'Askirgoda' ...", Papierausdruck Seite 5-7 unter dem Link War Alpen-Donau.Info nur ein "Honeypot"?
war der Grund, warum mich Dietmar Mühlböck aus Telfs (der angebl. lt. Uwe Sailer, Polizist u. Datenforensiker aus Linz, ihm [Uwe Sailer] die Zugangsdaten zum codierten Bild E-Mailfalle am 31.1.2011 doch zugesandt haben soll) zum wiederholten Male angezeigt hat (im Jahr 2011 bei STA Klagenfurt wg. Verdacht "Briefgeheimnisverletztung" u. wg. Verdacht "Stalking"), diesmal bei der Staatsanwaltschaft Graz, am 21.6.2013 wg. "eines vermuteten Verstoßes" gegen
   §§ 111(1) und (2) sowie 297 (1) StGB   Echt krasse Vorgehensweise gegen eine, die sich (hobbymäßig) eigentlich doch nur für die Aufklärung gewisser Dinge interessiert u. folgedessen inzwischen auch stark einsetzt, die politisch/medienjuristisch/kriminalistisch zum Himmel stinken. Der einzige Vorteil dieser Anzeige ist, dass der Thread "War Alpen-Donau.Info nur ein Honeypot" bei der STA Graz nun aktenkundig ist! Insofern bin ich mir ja auch bewusst, dass ich jederzeit u. immer nur "Tatsachen" u. "Fakten" geliefert u. keine haltlosen Unterstellungen gemacht habe ...
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Da diese Anzeige der minutiöse Beweis ist, dass Dietmar Mühlböck hier alles mitliest, erlaube ich mir die Frage: Sie fühlen sich also NICHT als Kronzeuge, Herr Mühlböck?
Wer könnte dann, wenn nicht Sie, denn der wesentliche KRONZEUGE sein in der Mediencausa E-Mailfalle?
Königshofer hat bewiesen, dass er unschuldig ist, in zweierlei Hinsicht:
Joachim Stampfer sagte bei Gericht aus, keine Hinweise für ein Mailweiterleitung gefunden zu haben.
Weiters wurde ein Spypig in der gezinkten E-Mail gefunden, ein kleines Datenschwein, welches als Spion auskundschaftet, WANN der Empfänger das Mail öffnet bzw. OB er es überhaupt öffnet!
Dann gab das BVT bekannt, dass im Zuge der Ermittlungen gegen Alpen-Donau.Info keine strafrelevanten Handlungen im Bezug auf Königshofer bekannt geworden sind. Wer dem Beschuldigten ZUHÖRT, ist überzeugt, dass das BVT nur Recht haben kann.

Ominös die Entscheidung Presserat, 6. Mai 2013: Der Pressrat auferlegt dem Beschwerdeführer, dass ein 13 seitiges brisantes Protokoll an Dritte nicht weitergereicht werden darf!? IN diesem Protokoll stehen die Tatsachen, die eigentlich auch im Zeitwort zu hauf an FAKTEN und TATSACHEN nachzulesen sind. Die Vertreterin von DDr. Königshofer hat auch nirgendwo unterschrieben, dass sie die Gespräche der beiden Verhandlungen geheim halten müsse.
Herr Mühlböck: WAREN SIE ALSO NICHT DIESER TIROL 1809?
Sagen Sie Ja, wen es nicht so war: Ja, ich war NICHT dieser Tirol 1809, der ein gezinktes E-Mail mit Spionagedatei dem DDr. Werner Königshofer geschickt hat.

Dann suchte ich nämlich ja weiter nach diesem KRONZEUGEN, einen solchen gibt es ja nämlich in der 'Causa Könighofer ... nur darf man nicht den falschen Verdächtigen, sondern ist man dran wegen "übler Nachrede" oder ähnlichem??
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Andere Frage:
- Wie hat Uwe Sailer (Ihnen gegenüber?) auf die krummen Dinger des Cyper-Attentäters "Tirol1809" reagiert, als er damit erstmalig konfrontiert wurde, dass dieser Tirol 1809 nicht nur codierte Bilder in gezinkten E-Mails verschickt (Königshofer) sondern auch virenverseuchte pc-zerstörerische Attachements (Neubauer)?

Wie war das im Fall Reinthaler? Ist Reinthaler zu Recht verurteilt, sodaß er öffentl. nicht mehr behaupten darf, Sailer habe krumme Dinger auf fremden Computern gemacht?
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https://offenesparlament.at/gesetze/XXIV/J_11635/ --- Schriftliche Anfrage betreffend Person Dietmar Mühlböck  --- - - - Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer und weiterer Abgeordneter an die Bundesministerin für Inneres betreffend die Person Dietmar Mühlböck

Bei einer Gerichtsverhandlung am LG Innsbruck vom 10.2.  d. J. teilte der Linzer Polizist Uwe Sailer dem Richter mit, daß nicht er – wie bisher im „Falter“ u. anderen Medien berichtet wurde – sondern ein Hr. Dietmar Mühlböck, Adresse: XX am 28.1.2011 eine „e-mail-Falle“ an den damal. Nationalratsabgeordneten Werner Königshofer gesendet hatte,  woraus eine Verbindung Königshofers zur Internet-Seite „Alpen-Donau-Info“ konstruiert wurde – was mittlerweile der Leiter des BVT, Mag. Peter Gridling, als nicht belegbar bezeichnete – u. er daraufhin mit Unterstützung des Wiener Rechtsanwaltes Dr. Georg Zanger eine Strafanzeige gegen Königshofer an die StA-Wien erstattete.

In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten an die Bundesministerin für Inneres folgende Anfrage
- Welche Rolle spielt Dietmar Mühlböck – evtl. als „under-cover-Agent“ generell im Zusammenhang mit polizeilichen Ermittlungen?
- Welche bisherigen Verbindungen zwischen Dietmar Mühlböck und Uwe Sailer sind Ihnen bekannt?
- Weshalb benötigt der Linzer Polizist Uwe Sailer die Unterstützung des Wiener Rechtsanwaltes Dr. Georg Zanger bei der Erstattung einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft?
- Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass einem damals noch unter dem Immunitätsschutz stehenden Abgeordneten zum österreichischen Nationalrat eine e-mail-Falle – zu welchem Zweck auch immer – gestellt wurde?
- Welche Aufgabe hätte ein Polizist, wenn er von einer solchen virtuellen Attacke gegen einen immunen Volksvertreter erfährt?
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BM für Inneres --- Anfragebeantwortung Frau Präsidentin des Nationalrates Mag.a Barbara Prammer --- Parlament --- 1017 Wien
GZ: BMI-LR2220/0687-II/2012 --- Wien, am       . Juli 2012

Der Abgeordnete zum Nationalrat Werner Neubauer u. weitere Abgeordnete haben am 15.5.2012 unter Zahl 11635/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend „die Person Dietmar M.“ gerichtet. Diese Anfrage beantworte ich nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

Zu den Fragen 1 u. 2: Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss von einer Beantwortung dieser Fragen Abstand genommen werden.
Zu den Fragen 3 u. 5: Gemäß den gesetzl. Bestimmungen ist jede Privatperson, die von der Begehung einer strafbaren Handlung Kenntnis erlangt hat, zur Anzeige an die Kriminalpolizei oder Staatsanwaltschaft berechtigt. Die beratende u. unterstützende Beiziehung eines (rechtsfreundlichen) Vertreters steht jeder Privatperson frei. Eine Anzeigepflicht besteht nach Schwaighofer, Wiener Kommentar zur Strafprozessordnung - WK-StPO § 78 RZ 19, nach einhelliger Auffassung generell nur, wenn der Verdacht in amtlicher Eigenschaft bekannt geworden ist. Die Kriminalpolizei ist im Rahmen ihrer Aufgaben verpflichtet, jeden ihr zur Kenntnis gelangten Verdacht einer Straftat in einem Ermittlungsverfahren von Amts wegen aufzuklären.
Zu Frage 4: Meinungen u. Einschätzungen sind nicht Gegenstand des parlamentarischen Interpellationsrechtes.
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http://87.247.197.158/vtwp/2014/02/14/deja-vu/ - - -  hier noch auszugsweise eine Stellungnahme von Gregor Ulrich an Dietmar Mühlböck:
--- "...dass es diese Person ist, Herr Dietmar Mühlböck, siehe Bild links, wohnhaft in Telfs in Tirol - (Kriehuberstraße) – er arbeitet im Innenministerium !!!
Glauben sie den Inhalten auf seinen Seiten - wie unten.rechts und vor allem den Seiten www.verschwörer.at usw. nicht! ---
Ich kann jederzeit Hunderte Zeugen anführen, die bezeugen und erklären können, dass alle diese infamen Behauptungen Lügen sind. Schon vor mehr als 2 Jahren fragte ich bei den Behörden an, die Seiten waren 8 Tage offline, dann wieder genauso online, - offline - online – offline – online - aber keine Reaktion von den Behörden !! ?? !! Dann schreibt man wieder an die Behörden, die Seiten sind offline, drei Tage, dann sind sie wieder online - offline - online usw. ! ?!? Auf jeden Fall, erfolgte keine wesentliche Reaktion der Behörden! ( Innenministerium! )
Warum, so frag ich mich jetzt, wird da wie in einem Kasperltheater oder wie ein Affentheater agiert? ?? Warum muss ich mir diese Beleidigungen von diesem Menschen gefallen lassen? Was weiß dieser Herr, dass er sich gegen alle Gesetze hinwegsetzt? ?? Welche Personen sind da mit im Spiel, dass dieser Herr, so frage ich mich, den Politikern - auch seinem Minister – dem Bundeskanzler – der ganzen Regierung - auf den Kopf machen kann? ---
Auch Google und Youtube scheinen fragwürdige, boshafte und gemeine Firmen zu sein, da kein Telefonsupport, keine Antwort auf E - Mails usw. Daher können leider die boshaften übergebliebenen Inhalte aus dem Internet nicht gelöscht werden. Wenn Sie im Internet suchen, dann finden sie auf Twitter deltamikeplus, die Twitterseite dieses Herrn, wo er ständig über andere Leute - auch über mich - herzieht und sich über sie lustig macht und sie auf vielfältigster Weise beschimpft. Dieser Herr hat auch - OHNE MEINER ERLAUBNIS UND OHNE ERLAUBNIS DES ORF - boshafter Weise ein Stück aus der damaligen Karlich Show, sowie Bilder auf seiner HP, hochgeladen, deshalb musste ich auf meiner Seite das Bild wieder entfernen. Leider löscht Google aus Boshaftigkeit die alten Bilder und alten Hp Seiten nicht aus seiner Suche! - und dieser Herr löscht dieses Video auch nicht, daher dieser Hinweis hier!  --- Danke für Ihre Aufmerksamkeit - Bei Fragen sprechen Sie bitte mit mir persönlich! Tel: 0664 73 66 39 44 –
Außerdem sind hier die Bilder der Karlich Show dabei: http://87.247.197.158/vtwp/2014/02/14/deja-vu/

https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1?hc_ref=SEARCH&fref=nf --- meine beiden politischen Verfolger und Anzeiger, U. S. Wackelblume / Dahamist und an D. M. Deltamikplus / Twitter --- Uwe Sailer aus Linz und Dietmar Mühlböck aus Telfs ---

Im Zusammenhang mit Marie Salmhofer: https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1/posts/715135638646009
---  Seit Jahren verfolgt mich der "Verschwörer", Dietmar Mühlböck aus Telfs. Angefangen hat alles mit dem Buch "Logenmord Jörg Haider", wo von mir sehr brisante Recherche-Ergebnisse veröffentlicht worden sind. Z.B. das E-Mail vom Leiter der STA Klagenfurt, wo ein Dr. Gottfried Kranz auf Anfrage ein Gewaltverbrechen an JH n i c h t a u s s c h l i e ß e n konnte sondern auf diese konkrete Frage in sehr unnatürlicher u. auffälliger Weise a u s w i c h u. somit der Beantwortung entging. Dann gab es im Buch ein E-Mail vom Innenministerium zu den dubiosen Warnwesten am Unfall-Tatort mit dem dubiosen Abzeichen, beides man im Ministerium als "unbekannt" beschrieb. Diese Info schlug schon damals im Krone Talksalon wie eine "Bombe" ein. Darauf hin bekam ich dieses eine Droh-Email. Gedacht wohl als Einschüchterung? Da ich mich nicht einschüchtern lasse, wurde das Großmarschall Droh-Email mit dem "freimaurerischen Charakter" ebenfalls im Buch Logenmord Jörg Haider veröffentlicht, habe weiter unten die Kopie von diesem Mail bereits hereingestellt. Seither habe ich von diesem Mühlböck keine Ruhe mehr gehabt.
Seither ist mir der Typ auf den Fersen. Erst versuchte er mich zu beeindruckten, indem er private Daten herausfand bzw. meinen Namen in Freimaurerschrift veröffentlichte, er machte dann auch gewisse Anspielungen, ob ich psychisch wohl ganz dicht sei. Vor allem versucht der Typ aber seit Jahren, seit 2010, mich mit der Nazi-Keule zu bearbeiten. Seit Jahren versucht er mich in die rechtsradikale, ... NS-Ecke zu stellen --- Und gestern kam dann dieses abartige Posting von ihm auf Twitter:

>>> huch! Interesse sich eine geisteskranke NS-affine Stalkerin & Königshofer-Groupie zu teilen? :-))) @abwerzger <<<
https://twitter.com/deltamikeplus/status/836239453937143808
- - -
Ein Mann, der sich als Publizist ausgibt, der behauptet, er würde ein Buch über "Österr. Verschwörungstheorien" schreiben, der auf die Fakten "meiner Verschwörungstheorie" noch kein einziges Mal eingegangen ist, der auf die Fakten der bestehenden Unfall-Ungereimtheiten nicht sachlich eingehen kann (die ich immerhin minutiös ausgearbeitet habe), der es offenbar nötig hat, mir stattdessen aus irgendeinem anderen Grund .. NS-Gedankengut zu unterstellen, ... der sich auch nichts dabei denkt, meinen Namen öffentlich als "Bekennende Nationalsozialistin" in den .. Dreck zu ziehen (Screenshot erging bereits an STA Graz, sie kann noch viele mehr davon haben), tja, mit so einem kann doch selber etwas nicht ganz stimmen, oder?

Ja und nachdem es nun eine parlamentarische Anfrage gibt, die das Verbotsgesetz betrifft, sind wir alle nun schon sehr gespannt, wie die Antworten vom Justizminister Brandstetter ausfallen werden! --- https://www.parlament.gv.at/…/…/J/J_11920/imfname_618442.pdf ---
Je nachdem wie diese Antworten dann ausfallen werden, wird es hoffentlich dann eine 2. parlamentar. Anfrage geben. Die soll dann den MISSBRAUCH des Verbots-gesetz durch linke Linkslinke behandeln, z.B. mit folgenden Fragen: Wie oft haben Linke .. bisher das Verbotsgesetz angewendet, wie oft davon missbräuchlich u. willkürlich aus politischem Kalkül heraus? Fällt dieser Missbrauch unter Verharmlosung der NS-Zeit / Leugnung? Von wem wurden die meisten willkürlichen Anzeigen getätigt? Wie viele Anzeigen nach Verbotsgesetz hat der Privatmann Mühlböck insgesamt eingebracht, gegen wen u. wie viele davon mutwillig? Wurde insbesonders in der Causa E-Mailfalle für Werner Königshofer das Verbotsgesetz besonders willkürlich u. vorsätzlich angewendet?

https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1/posts/714648198694753 --- Warum war die övp-schwarze Innenministerin Maria Fekter zu feig (war's überhaupt Feigheit?), bei eigens eingebrachter parlamentarischer Anfrage am 17.03.2011 eine ordentliche Antwort zu leisten, um böse Gerüchte zu entkräften, Aufklärung zu betreiben, um schleunigst den wahren Namen des anonymen "Tirol 1809" zu nennen? War es Kalkül und politische Berechnung, dass Fekter und das övp-schwarz besetzte Innenministerium zur Aufklärung in der "E-Mailfalle für Königshofer" bis heute so gut wie Nichts beitragen wollten?  Der Verdacht liegt mehr als nahe.
Warum hat das övp-schwarze Innenministerium beim Cyber-Angriff auf den blauen Nationalratsabgeordneten Königshofer durch den anonymen "Tirol 1809" sich feig hinter der sogenannten "Amtsverschwiegenheit" und dem "Datenschutz" versteckt?
>>> Fekter zu den Fragen 1, 4, 5 und 6:
"Aus Gründen der Amtsverschwiegenheit und des Datenschutzes muss von einer personenbezogenen Beantwortung Abstand genommen werden."
https://www.parlament.gv.at/…/…/AB/AB_07898/fname_220986.pdf
Cyber-Angriff auf den Österreichischen Parlamentarismus:
Was begründet beim Cyber-Angriff auf den Österreichischen Parlamentarismus, jenen durch den anonymen "Tirol 1809", der Computer unterwanderte und zerstörte (siehe PC von Neubauer Werner, FPÖ-Nationalratsabgeordneter) und virenverseuchte Attachements schickte, die Geheimhaltung, den Schutz und die Verschwiegenheit mehr als Aufklärung, Klarstellung und Einleitung von Ermittlungen gegen jenen Cyber-Attentäter?
>>> Die Fragen an Fekter lauteten:
1. Ist es richtig, dass hinter der Mailadresse 1809.tirol@gmail.com ihr Mitarbeiter Uwe Sailer steht?
4. Liegen Ihnen Informationen darüber vor, ob Uwe Sailer den manipulierten Zeitungsartikel selbst an Alpen-Donau.Info gesandt hat?
5. Hatte Uwe Sailer den dienstlichen Auftrag mittels eigener Mailadresse Kontakt zu Abgeordneten zu suchen?
6. Wenn ja, von wem?
https://www.parlament.gv.at/…/XX…/J/J_07979/fname_209573.pdf
Am 10.02.2012 erst stellte sich während der Hauptverhandlung am Landesgericht Innsbruck heraus, wer tatsächlich dieser "Tirol 1809" gewesen sein soll (wenn es denn wahr ist). Bis dahin fitzelten und kritzelten die Falter- und Standard-Journalisten etwas von "Uwe Sailer hat dem Nationalratsabgeordneten ein gezinktes Mail gesendet" und eine "geniale" E-Mailfalle gestellt. Uwe Sailer soll nun aber gar nicht der "Held", der "Tirol 1809" gewesen sein, denn, skurril: In der Hauptverhandlung 24 Hv wurde dem Richter Mag. Peter Friedrich ein Zettel hingeschoben, von Uwe Sailer. Auf diesem geheimnisvollen Zettel stand der Name des wahren (?) "Tirol 1809", nämlich der Name "Dietmar Mühlböck". Steht so schwarz auf weiß in der Verhandlungsmitschrift. Also jener Mühlböck, der mir seit 2010 wegen Logenmord-Jörg-Haider-Buch auf den Fersen ist, offenbar aus dem niedrigen Instinkt der Rache heraus, weil ich mich voll und ganz für die Aufklärung im Fall Haider einsetze. Offenbar hat man den "politischen Unfall" eines "Nazi in Österreich" gefälligst als "Unfall" stehen zu lassen? Die rot-schwarz-besetzten Ministerien, und das BVT auch, haben genug Eingaben zu meinem Verfolger / Mobber "Mühlböck" erhalten, offenbar sind diese Eingaben aber alle im Mistkübel verschwunden, aus Berechnung und politischem Kalkül nehme ich an, was sonst?

Warum also schauen Justiz u. Innenministerium bis heute tatenlos zu, wie der Ex-Nationalratsabgeordnete immer weiter von den linken linkslinken Medien verleumdet wird (2013 durch den Kurier, dieser wurde beim ÖPR eines Besseren belehrt u. nun erneut 2016 durch den Standard)? Warum werden sämtliche bzw. a l l l e (!) Verleumdungs-Anzeigen von Königshofer gegen seine "virtuellen Fallensteller" immer wieder sang u. klanglos eingestellt u. warum hat das övp-Innenministerium schon damals tatenlos zugesehen, wie Wiener u. Tiroler Justiz gemeinsam den blauen NR-Abgeordneten ins Messer laufen haben lassen in der Causa "E-Mailfalle" mit Verurteilung "Übler Nachrede"?

Ja, u. wo ist eigentlich der HC Strache bei der ganzen Sache? Warum reagiert er nicht? Warum tut er nichts? Warum lässt er sich diese fpö-schädlichen Vorgehensweisen seiner politischen Mitbewerber bis hin zum "Tirol 1809" überhaupt gefallen? Steht er mehr auf Seiten der zudeckenden Regierung? Und nicht auf Seiten der "Tirol 1809 - Opfer", zu denen ich spätestens dann auch gehöre, sofern dieser "Tirol 1809" derselbe Mühlböck war, der mir auf den Fersen ist? WANN wird das Ministerium die Aussage des Uwe Sailer endlich mal bestätigen, dass derselbe Mühlböck auch dieser "Tirol 1809" war?

War D.Mühlböck auch hier aktiv?: http://doedr.forumieren.net/t80-verbotsgesetz#1864
und: http://doedr.forumieren.net/t80-verbotsgesetz#1854

https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1?hc_ref=SEARCH&fref=nf ... M. Salmhofer: Das wird noch sehr interessant werden, lieber Bertl Fuchs! Inzwischen kann auch ich ein schönes Sümmchen an Mühlböck-Anzeigen gegen mich vorlegen (alle eingestellt)! Und er gibt tatsächlich vor einem Richter an (im Reinthaler-Prozess) Regina Bunte, daß er angebl. "niemand hinter sich" habe sondern er allein "in seiner Naivität" entscheidet ob was strafrelevant ist oder nicht! Und somit tunkt er der Reihe nach unbeschol-
tene Bürger ein, schwärzt sie bei Behörden an! Was öffentlich im Internet auf Twitter u. beim Dahamist dann so rüberkommt, als wären wir tatsächlich alles Vollkriminelle!
Und trotzdem hat das Ministerium komischer Weise anscheinend doch ein sehr großes Interesse, diese Figuren zu decken bzw. hat man dort kein Interesse, die "Emailfalle für Königshofer" Werner Königstiger aufzuklären! Tirol 1809 war nichts weiter als ein Agent-Provocateuer u. sein Cyberangriff wurde als Parlamentar. Anfrage behandelt! Rausge-
kommen ist selbstverständlich nichts bei diesen rotenschwarzen Parteien, man versteckt sich wie üblich bis heute hinter dem "Datenschutz" u. der "Amtsverschwiegenheit"! Deshalb können Mühlböck u. Sailer mit Billigung von oben fuhrwerken gegen uns, regierungs- u. justizkritische Menschen wie es ihnen gefällt (in ihrer Naivität)!??
- - -
"Wieviele gerichtliche Anzeigen hat dieser Dietmar Mühlböck bisher gegen andere Personen erstattet – und gegen welche?"
JA WIE VIELE SIND ES NUN TATSÄCHLICH SCHON IM JAHR 2017??? UND WER UNTERSTÜTZT MÜHLBÖCK BEI SEINEM "PRIVATHOBBY" EIGENTLICH???

https://www.parlament.gv.at/.../J/J_11628/fname_253098.pdf  11628/J XXIV. GP  Eingelangt am 15.05.2012 .. Anfrage der Abgeordneten Werner Neubauer und weiterer Abgeordneter an die Bundesministerin für Justiz betreffend die Person Dietmar Mühlböck
Bei einer Gerichtsverhandlung am LG Innsbruck vom 10.2. d. J. teilte der Linzer Polizist Uwe Sailer dem Richter mit, daß nicht er – wie bisher im „Falter“ u. in anderen Medien berichtet wurde – sondern ein Hr. Dietmar Mühlböck, Adresse: XX am 28.1.2011 eine „e-mail-Falle“ an den damaligen Nationalratsabgeordneten DDr. Werner Königshofer gesendet hatte, woraus eine Verbindung Königshofers zur Internet-Seite „Alpen-Donau-Info“ konstruiert wurde – was mittlerweile der Leiter des BVT, Mag. Peter Gridling, als nicht belegbar bezeichnete – u. er daraufhin mit Unterstützung des Wiener Rechtsanwaltes Dr. Georg Zanger eine Strafanzeige gegen Königshofer an die StA-Wien erstattete.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher an die Bundesministerin für Justiz nachstehende Anfrage
1. Wieviele gerichtliche Anzeigen hat dieser Dietmar Mühlböck bisher gegen DDr. Werner Königshofer erstattet?
2. Wieviele gerichtliche Anzeigen hat dieser Dietmar Mühlböck bisher gegen andere Personen erstattet – und gegen welche?
3. Wieviele gerichtliche Anzeigen wurden gegen diesen Dietmar Mühlböck bisher erstattet?
4. Was ist aus diesen gegen ihn gerichteten Anzeigen geworden – Weiterführung oder Zurücklegung?
5. Welche Verbindungen sind Ihnen zwischen den nachstehenden Personen bekannt - Dietmar Mühlböck, Uwe Sailer, RA Dr. Georg Zanger, Richter Dr. Friedrich Kulka, Staatsanwalt Mag. Hans-Peter Kronawetter?
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https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1?hc_ref=SEARCH&fref=nf --- Bertl Fuchs: Er sitzt Nächte an seinem PC, und Telefoniert sehr viel!!! In seiner Naivität entscheitet er dann ob es Strafrelevant ist oder nicht. Das sind seine eigenen Worte!!! Für den schaden wo er anrichtet ,Haftet er nicht einmal. Aber ich habe ihn im Auge. Dietmar suche dir eine sinnvolle arbeit !!
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https://www.facebook.com/marie.salmhofer.1?hc_ref=SEARCH&fref=nf .. Analytiker Gerechtigkeit: Sailer u. Mühlböck ermöglichen durch ihre willkürlichen Anzeigen der sog. linken Reichshälfte den Druck auf die noch nicht total auf ihre Linie eingeschwenkte Justiz zu erhöhen, indem man im Falle von zahlreichen Einstellungen von Verfahren dauerhaft den Eindruck vermittle die Justiz tue zu wenig gegen Rechts ..  Die Methode stellt sich folgendermassen dar: Diese beiden Typen zeigen massenhaft an. Wird dies nun gesetzeskonform eingestellt, dann verfälscht deren Tätigkeit dahingehend die Statistik, indem der Eindruck vermittelt wird, es werden ohnhin die meisten Anzeigen eingestellt, was wiederum die Grünen u. linksgerichten Sozialdemokraten als Argument für Anfragen hernehmen können. In diesen Anfragen wird dann die fehlende Bereitschaft gegen Rechts aktiv zu sein, durch Scheinstatistiken untermauert .. daß diese Herrschaften allen Anschein nach einem Zirkel innerhalb der Jusitz anzugehören scheinden, der auch mit gesetzwidrgen Aktivitäten darauf abzielt eine Art Gesinnungsstrafrecht nach DDR Muster durchzusetzen u. dabei von Teilen der Justiz unterstützt wird
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Übersicht-Liste aller bisher von Dissident eingestellten Beiträge zu "Menschen & Personalien" --- alphabetisch und zum direkt anklicken:
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Zuletzt von Dissident am Mo Jul 10, 2017 10:50 am bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Bruno Bettelheim

Beitrag von Dissident am Do Feb 02, 2017 5:05 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Bettelheim   Bruno Bettelheim (1903-1990) war ein US-amerikanischer Psychoanalytiker u. Kinderpsychologe österr. Abstammung

Vater war Sägewerkbesitzer. Bettelheim hatte schon als 14-jähriger Interesse an Psychoanalyse. Bald bewegte er sich im Kreis um Sigmund Freud u. besuchte seine Vorlesungen. An der Uni Wien studierte er Germanistik, dann Kunstgeschichte. Schließlich beendete er das Studium der Philosophie. 1938 legte er die Dissertation Das Problem des Naturschönen u. die moderne Ästhetik vor, die sich mit Kants Philosophie befasste.

Noch im selben Jahr wurde er als Jude im KZ Dachau interniert u. später ins KZ Buchenwald überführt. In Buchenwald freundete er sich mit Ernst Federn – Sohn des bekannten Wiener Psychoanalytikers Paul Federn – an. Gemeinsam entwickelten sie als Überlebensstrategie die Grundlagen einer Psychologie des Terrors. Nach knapp 11 Monaten KZ-Aufenthalt wurde ihm aufgrund des Engagements amerikanischer Unterstützer (u. a. Eleanor Roosevelt) 1939 erlaubt, in die USA zu emigrieren
- - -
In den USA wurde er zunächst Forschungsassistent an der Uni of Chicago. 1944 wurde er Leiter der dortigen „Orthogenic School“ u. Assistenzprofessor für Kinder- u. Jugend-psychologie, -psychiatrie u. -pädagogik --- Er galt in Europa u. den USA jahrzehntelang als moralische u. fachliche Autorität für Kindererziehung.

Bettelheim wurde zum Träger des Dr.-Leopold-Lucas-Preises der Uni Tübingen für das Jahr 1990 bestimmt. Die Verleihung war für den 15.5.1990 in Tübingen vorgesehen. Doch bereits am 13.3. -- nahm sich Bettelheim durch Ersticken das Leben. Er hinterließ einen Abschiedsbrief an seine 3 erwachsenen Kinder ---

An Bettelheim wird häufig kritisiert, in seiner Theorie über die Entstehung des Autismus werde Erziehungsfehlern der Mütter während der ersten Lebensjahre des Kindes eine besondere Bedeutung zugemessen („Kühlschrankmutter“). Bettelheims Theorie von der Psychogenese des Autismus gilt heute als überholt.
Kurz nach Bettelheims Tod wurde Kritik laut, unter anderem erschien im US-Nachrichtenmagazin Newsweek ein Artikel mit dem Titel Benno Brutalheim. Er habe die Ergebnisse seiner wissenschaftl. Arbeit gefälscht u. Kinder in der Orthogenic School geschlagen, darunter auch Kinder mit Autismus.

Die „Züchtigungen“ seien zum Teil spontan, öffentlich u. aus für die Kinder nicht einsehbaren Gründen erfolgt, so die Aussage von ehem. Patienten. Etwa habe der Psycho-analytiker Bettelheim unbeabsichtigten Körperkontakt eines Kindes mit anderen Kindern beim gemeinsamen Sport als Manifestation unbewusster Aggression wahrgenommen. In Chicagoer Psychoanalytikerkreisen sei von Bettelheim daher schon Jahre vor seinem Tod als „Benno Brutalheim“ gesprochen worden.

Zu den Hauptkritikern zählt Richard Pollak, ehem. Herausgeber des Magazins The Nation, dessen Bruder in Bettelheims Obhut Suizid verübte. Zurückgewiesen durch Bettelheim u. mit den Hintergründen über den Tod seines Bruders konfrontiert, stellt er in seiner Biografie Bettelheims dessen Lauterkeit in Frage ---

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Bruno_Bettelheim
--- Wir wissen heute, dass vieles in Bettelheims Leben gelinde gesagt hochgestapelt war. Er hat z. B. in Wien einen Dr. phil. in Kunst ohne Prädikat gemacht, aus dem dann später in den USA ein Dr. der Psychologie "summa cum laude" wurde. Steve Silberman merkt zu alledem in seinem Buch "Neurotribes" süffisant an: "Wer hat es schon gewagt, einen Überlebenden der Konzentrationslager anzuzweifeln?" Zur erfundenen Vita Bettelheims siehe die Quelle Richard Pollack: "The Creation of Dr. B.", Simon & Schuster, 1988. (Auszug aus der Rezension: "In this shocking, demythologizing biography, Bruno Bettelheim (1903-1990), world-famous Vienna-born psychoanalyst, bestselling author and authority on troubled children, is portrayed as a dogmatic, arrogant, exploitative tyrant who manipulated and abused patients, a compulsive liar who fabricated stories about patients and embellished his own past.") Mit der fragwürdigen These zur "Kühlschrankmutter", die auch Leo Kanner vertrat, der sich 1943 als angeblicher Erstbeschreiber von Autismus bezeichnete, obwohl Hans Asperger schon 5 Jahre vor ihm das Syndrom in einem Vortrag am 3. Oktober 1938 umriss, haben er und Kanner jahrzehntelang die Autismusforschung beherrscht und, von falschen Prämissen ausgehend, Generationen von Autisten einen verheerenden Bärendienst erwiesen. (Quelle: Steve Silberman: "NeuroTribes: The Legacy of Autism and the Future of Neurodiversity", 2015). Herbert Raab

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8653875.html  --- Falsche Fabeln vom Guru --- Bettelheim als sadistischen Machtspieler, der seine Karriere auf Lügen und Hochstapelei gründete
--- hinter den Mauern des Heims, das sein Direktor als Oase für verängstigte Seelen schilderte, habe sich eine "Welt à la Orwell" verborgen. Nicht selten habe Bettelheim, der in Büchern vehement jede Körperstrafe ablehnte, regelrecht drauflosgeprügelt ---

-- verfaßte er 1942 einen Lebenslauf, der ihn zum veritablen Supermann aufwertete: Nicht nur für Kunstgeschichte, auch für Philosophie und Psychologie brüstete er sich, daheim in Wien Doktorprüfungen mit Bestnote absolviert und manches Seminar abgehalten zu haben.
In Archäologie und Theatergeschichte sei er beschlagen, an Wiens Kunstgewerbeschule habe er in Holz und Ton modelliert. Die Finessen der Musik seien ihm von Zwölftonmeister Arnold Schönberg persönlich erklärt worden, und als "Mitglied eines Verbands von Berufspsychologen und Erziehern, der sich um die Entwicklungsprobleme von Kindern und Heranwachsenden kümmerte", habe er selbstredend auch Psychologie gelehrt ---
Die Begeisterung über Bettelheims grenzenlose Bildung, sein Lehrtalent und seinen psychologischen Scharfblick fegte beim Pädagogik-Dekan der Universität von Chicago alle Zweifel beiseite: Dieser Mann und niemand sonst könnte die heruntergekommene Orthogenic School für Problemkinder wieder in Schwung bringen ---
Nun mußte der Großbürgersohn, der in Wahrheit neben dem Kunstgeschichtsstudium ein paar Semester die Hochschule für Welthandel besucht hatte, bevor er zwölf lange Jahre, von 1926 bis 1938, die väterliche Holzhandelsfirma leitete, seiner ins Gloriose frisierten Vita nachleben. Doch die Umstellung auf Psychoanalyse - damals in den USA ein neumodisches Spezialfach - gelang Bettelheim im Nu.
Als Erzieherinnen heuerte er vorzugsweise blutjunge Mädchen aus der US-Provinz an, die zu ihm, dem alteuropäischen Bildungsbürger, genauso aufblickten wie die Studenten in den Uni-Kursen. Logisch, daß jede einzelne der "counselors" zuerst beim Chef eine private Analyse durchmachen mußte, so daß er, dem keine Kommission in die Karten guckte, bald zum Guru einer willigen Herde von Anbeterinnen avanciert war. Er konnte sie nach Wunsch Überstunden machen lassen oder im Dialog drangsalieren, bis sie in Tränen ausbrachen - trotzdem verehrten sie hernach in ihm den allwissenden Seelenführer.
Heilerfolge vorzuweisen war für Bettelheim, so zeigt Biograph Pollak, schon darum leicht, weil niemand seine Diagnosen prüfte. Da er die tatsächliche Heilungsquote ins Fabelhafte aufstockte, ging bald der Geldsegen vieler Sponsoren auf das ehemals klägliche Uni-Anhängsel Orthogenic School nieder. Mit unermüdlicher Fabulierkunst schaffte es der Therapeut von eigenen Gnaden, öffentlich als Autismus-Experte, von Eichmann persönlich verhörter Widerstandskämpfer und gar als direkter Freud-Adept gefeiert zu werden: ein Mann, um dessen Vorträge sich jeder reißen mußte ---
Wie wenig Forschung hinter den steilen Thesen steckte, kümmerte ja niemanden.
Nicht einmal in Bettelheims letzten Jahren, als er die Schule längst willigen Helfern überlassen hatte, wagten Kollegen, die Legende des "Helden unserer Zeit" (wie die renommierte Zeitschrift new republic ihn nannte) anzutasten. Viel zu gründlich hatte sich der kleine Mann mit den dicken Brillengläsern in seinem Lebensbau verschanzt, viel zu riskant wäre es gewesen, dieser "autoritären Persönlichkeit mit antiautoritärer Botschaft" (so ein hellsichtiger Kollege) zu widersprechen ---

http://www.zeit.de/1990/39/fausts-blindheit/seite-2 --- Bettelheim, 1903 geboren, stammte aus den besseren Kreisen der k.u.k. Gesellschaft. Verwöhnt von einer jungen Amme, gefordert von seiner intellektuellen Mutter, erlebte er noch den morbiden Glanz der alten Kaiserstadt. Um den Fesselh seiner „viktorianischen Erziehung“ zu entrinnen, schloß er sich im Frühjahr 1917 der pazifistischsozialistischen Jugendbewegung an und hörte bei seinen radikalen Freunden zum ersten Mal etwas über Sigmund Freud und die Psychoanalyse. Doch erst im Alter von 26 Jahren, als er nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte noch immer nicht wußte, was er mit seinem Leben anfangen sollte, als er deprimiert und unzufrieden und von Minderwertigkeitsgefühlen geplagt war, entschloß sich Bettelheim, es selbst mit einer Analyse zu versuchen. In den dreißiger Jahren arbeitete er dann in Wien mit autistischen Patienten; er betreute damals auch ein Kind aus einer angesehenen amerikanischen Familie in seinem Hause ---
Die Ironie, sagt Sanders, liege darin, daß Bettelheims Theorie über die Ursachen des Autismus inzwischen als obsolet gelte. Autismus werde nicht durch böse, kalte Eltern oder extreme Situationen verursacht, sondern durch neurologische Faktoren ---

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Ernst Federn

Beitrag von Dissident am Fr Feb 03, 2017 2:14 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Federn  Ernst Federn (1914-2007) war ein österr. Psychoanalytiker --- Sohn des Psychoanalytikers Paul Federn u. Neffe des Wirtschaftsjournalisten Walther Federn sowie der Schriftstellerin Etta Federn-Kohlhaas u. des Schriftstellers Karl Federn --- ging in die Politik, was für einen marxistischen Sozialisten damals, in den 30er-Jahren in Österreich, hieß, in den Untergrund zu gehen.

Während er bereits in der Zeit des Austrofaschismus 1936 als Mitglied der trotzkistischen Revolutionären Kommunisten Österreichs (RKÖ) 2x von den österr. Behörden verhaftet, dann jedoch wieder freigelassen wurde, wurde er schließlich knapp nach dem „Anschluss“ Österreichs auf Grund seiner bekannt trotzkistischen Gesinnung u. seiner jüdischen Herkunft am 14.3.1938 neuerlich verhaftet .. Als KZ-Häftling überlebte er anschließend zunächst 4 Monate im KZ Dachau (Häftlingsnummer 14.168), danach fast 7 Jahre im KZ Buchenwald (1. Häftlingsnummer 9.122, 2. Häftlingsnummer 2.402).

Als Jude u. Trotzkist war er im KZ Buchenwald einer doppelten Gefahr ausgeliefert: Er musste sich dort nicht nur gegen die SS, sondern auch gegen seine Mitgefangenen in der von Stalinisten dominierten Häftlingsselbstverwaltung durchsetzen. Mit einem Trotzkisten zu reden, war verboten --- Einige Monate war Bruno Bettelheim Federns Mitgefangener ---
Anfang April 1945 wurde Federn von seinem trotzkistischen Freund u. Mithäftling Karl Fischer, der ebenfalls Mitglied der „Revolutionären Kommunisten Österreichs“ gewesen war, knapp vor der Befreiung des KZ Buchenwald vor einem Todesmarsch durch Übergabe dessen eigener weißen Lagerschutzbinde gerettet ---
„Im April 1945 wurde Ernst Federn durch die US Army befreit. Eine Rückkehr nach Österreich, das von den Russen besetzt war, erschien dem entschiedenen Gegner Stalins als zu gefährlich - eine realistische Einschätzung: Sein Freund Karl Fischer beispielsweise wurde vom sowj. Geheimdienst entführt u. nach Sibirien verschleppt. Federn hat die Haftzeit innerlich ungebrochen überstanden. Noch im Lager, am 20.4.1945, veröffentlichte er mit 3 anderen Häftlingen die 'Erklärung der internationalistischen Kommunisten Buchenwalds', in der sie sich gegen den Stalinismus wandten u. für eine österr. Räterepublik eintraten. Federn ging nach Brüssel, wo er sein politisches Engagement fortsetzte.“ (Roland Kaufhold) ---

Federn emigrierte 1948 mit seiner Frau Hilde Federn, geborene Paar, in die USA. Er lebte dort bis 1961 in New York, anschließend bis 1972 in Cleveland, Ohio, u. arbeitete als Familienberater, Sozialarbeiter u. Psychotherapeut. 1972 kehrte er auf Einladung Kreiskys u. Christian Brodas nach Österreich zurück u. engagierte sich als Psycho-therapeut u. Supervisor in der Reform des Strafvollzugs, wobei er u.a. die psychoanalytisch orientierte Sozialarbeit mit Häftlingen etablierte.
--- Federns Sohn Thomas (Tom) Federn (*1950) lebt u. arbeitet in New York als „Master of Social Work“ (MSW), also im gleichen Berufsfeld wie sein Vater.

http://www.werkblatt.at/text/federn90.htm --- Er beteiligte sich als Student am illegalen Kampf gegen das austrofaschistische Regime, wurde wegen "Hochverrat" ins Gefängnis gesperrt .. Nach der Entlassung nahm man ihm den Pass ab u. er durfte nicht weiterstudieren. So wurde er "Sekretär" seines Vaters --- Wie andere Interessierte, die sich um Freud geschart hatten, verstand er die Psychoanalyse nicht primär als eine Behandlungsmethode, sondern als eine kollektive Bewegung ---
KZ Buchenwald: Federn hatte "Glück": Er hatte sich, bislang zuständig für die Sauberkeit im Block, als "Maurer" ausbilden lassen und wurde so für kriegswichtige Arbeiten herangezogen. "Als Läusewart wäre ich nach Auschwitz gekommen, aber als Mauerer bin ich in Buchenwald geblieben."
--- Die Stalinisten duldeten abweichende Standpunkte, wie sie Federn vertrat, nicht. «Als Begründer der österr. Sektion der 4. Internationale wurde ich im Lager von den Stalinisten isoliert», schreibt Federn ..
--- Federn heiratet (nach der Befreiung) seine Verlobte, die ihn während der Gefangenschaft mit Paketsendungen aus Wien unterstützten konnte. Dieses "Glück" verdankte sie den NS-Rassegesetzen, nach deren Definition Hilde Paar eine "Person gemischten Blutes" war. So durfte sie die Beziehung zu Federn aufrechterhalten ---
Federn ging nach der Befreiung nach Brüssel, wo er sein politisches Engagement fortsetzte. Er arbeitete u.a. mit dem marxistischen Ökonomen Ernest Mandel zusammen. Zugleich gelang es ihm endlich, wieder in Kontakt mit seiner Verlobten Hilde Paar zu kommen, die in Wien 7 Jahre lang auf ihn gewartet u. ihn durch regelmässige, lebensrettende Geldsendungen unterstützt hatte ---

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Paul Federn

Beitrag von Dissident am Fr Feb 03, 2017 2:33 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Federn  Paul Federn (1871-1950) war ein jüdischer österr. Arzt u. Psychoanalytiker. Er gehörte zu Freuds ersten Schülern.
Paul Federns Geschwister waren der Jurist, Historiker, Schriftsteller u. Übersetzer Karl Federn (1868–1943), der Nationalökonom u. Wirtschaftsjournalist Walther Federn (1869–1949), die Sozialarbeiterin Else Federn (*1874), der Buchhändler u. Schriftsteller Robert Federn (1878–1967?) sowie die Schriftstellerin, Übersetzerin u. Spanien-kämpferin Marietta Federn (1883-1951).

1902 eröffnete Paul Federn eine eigene Arztpraxis. 1903 wurde er mit Freud bekannt gemacht, der ihm gegen seine depressiven Krisen half. Er wurde Mitglied der 1902 gegründeten Psychologischen Mittwochsgesellschaft. Als daraus 1908 die Wiener Psychoanalytische Vereinigung (WPV) hervorging, übernahm Federn das Amt des Rechnungsprüfers. Zu seinen Analysanden gehörten u. a. Wilhelm Reich u. August Aichhorn. 1905 heiratete er Wilma Bauer, die Tochter eines protestantischen Advokaten, das Paar bekam 3 Kinder: Anni (geb. 1905), Walter (geb. 1910) u. Ernst Federn.

Federn beschäftigte sich immer wieder mit biologischen Fragen .. was 1918 zur Freundschaft mit Eugen Steinach führte, dessen Methode der Vasektomie er wenige Jahre später Freud empfahl. 1919 .. In den folgenden Jahren wandte er sich der Sozialdemokratie zu u. setzte sich für eine psychoanalytische Volksaufklärung ein.

1924-1938 war er als Vertreter Freuds Vizepräsident der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. 1938 musste Federn in die USA emigrieren. Hier wurde er nach einem erneuten Medizinstudium Mitglied der New York Psychoanalytical Society --- Nach dem Tod seiner Ehefrau u. belastet durch den langen Kampf gegen einen malignen Tumor, nahm er sich 1950 das Leben, indem er sich in seinem Arbeitszimmer erschoss. Paul Federns Sohn Ernst Federn arbeitete ebenfalls im Bereich Psychoanalyse ---

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Jam Schlaff oder James Schlaff

Beitrag von Dissident am Fr Feb 03, 2017 4:09 pm

Jam Schlaff, Bruder von Martin Schlaff, siehe: http://doedr.forumieren.net/t11p100-menschen-und-personalien#1106
https://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Schlaff --- Martin Schlaff and his brother James took over the commercial firm Robert Placzek AG ---

http://www.checkcompany.co.uk/director/6686760/SCHLAFF-JAM --- born in March 1952 ---  SCHLAFF JAM is Austria and resident in United Kingdom. This company officer is, or was, associated with 4 Companies. Their most recent appointment, in our records, was to PROVEWELL LIMITED on 1994-11-09, from which they resigned on 1997-05-28.
---
PROVEWELL LIMITED und STATERULE LIMITED,  Registered Office, beide: 5 WINDUS ROAD, N16 6UT, United Kingdom
Company Officers - Current and Previous
Name Born Nationality Role Appointed Status
SCHLAFF JAM Mar 1952 Austria Director 1994-11-09 UNTIL 1997-05-28 RESIGNED
DOCTOR AVI ALTER Jun 1953 Israeli Director 1998-08-01 UNTIL 2007-02-20 RESIGNED
MRS SARAH SCHLAFF Secretary 1997-05-28 UNTIL 1998-08-01 RESIGNED
AMICHAI PERY Secretary 1998-08-01 UNTIL 2007-07-12 RESIGNED
NOTEHOLD LIMITED BRITISH Corporate Nominee Secretary 1994-05-17 UNTIL 1994-08-08 RESIGNED
SCHLAFF JAM Mar 1952 Austria Secretary 1994-11-09 UNTIL 1997-05-28 RESIGNED
MR SHULEM AKSLER Aug 1966 British Director 2007-03-01 CURRENT
MRS MIRIAM AKSLER Apr 1967 British Secretary 2007-07-12 CURRENT
NOTEHURST LIMITED Nominee Director 1994-05-17 UNTIL 1994-08-08 RESIGNED
MR ABRAHAM SCHLAFF (geb. Aug. 1950) Director 1994-11-09 UNTIL 1998-08-01 RESIGNED


http://diepresse.com/home/innenpolitik/84926/print.do --- Bawag: Herrn Elsners Geschäftsfreunde
--- Wenn der Aufsichtsrat der Bawag in der kommenden Woche die früheren weltweiten Finanz-Ringelspiele der Bank durchleuchtet u. sich dabei auch die Geschäfts-beziehungen des früheren Generaldirektors Helmut Elsner ansieht, wird er auf die immer gleichen Namen stoßen: Frick, Schlaff und Hackl. Die liechtensteinische Bankiersfamilie Frick, die Wiener Geschäftsleute Martin und Jam Schlaff (die mit Ostgeschäften zu Wohlstand gekommen sind) sowie Ex-Bawag-Treasurer und Ex-Refco-Manager Thomas Hackl unterhielten enge Geschäftsbeziehungen zur österr. Bank u. zu Elsner ---

Im Umkreis der Bawag fällt auch immer wieder der Name Schlaff. Die Brüder Martin und Jam Schlaff, die im Ostgeschäft wohlhabend wurden, waren freilich wichtige Kunden der Bawag - und haben mit der Bank eine Reihe von Geschäften gemeinsam abgewickelt.

Etwa die Übernahme (und Weiterverkauf) der bulgar. Mobtel. Oder (gemeinsam mit den Casinos Austria) das Investment in das Casino Jericho im Palästinensergebiet, das mit einem Totalverlust endete (u. der Bawag einen durch rätselhafte Aufwertungen von 40 auf 120 Mill. € angewachsenen Schuldenberg bescherte, für den jetzt der Bund mit seiner Haftung gerade steht).

Schlaff soll seine Geschäftsbeziehungen mit der Bawag unterdessen beendet haben. Die Beziehungen zu Ex-Generaldirektor Elsner dürften freilich sehr eng gewesen sein: Jam Schlaff sitzt beispielsweise als Vorstand in der 2004 gegründeten "Birdie"-Privatstiftung, in der Ex-Bawag-General sein Vermögen bunkert.

Das Personen-Netzwerk am Beispiel der "Befüllung" der 3 ÖGB-Liechtenstein-Stiftungen: Die ÖGB-Tochter AVB (Anteilsverwaltung Bawag) hat im vergangenen Herbst über ihre slowakische Tochter Istrobanka 670 Mill. € an die 3 Stiftungen (Bagani, Gutenstein, Waterbridge) geschickt. Von dort wurde die Summe um den Globus auf Reisen geschickt (unter anderem über Refco Capital Markets, Acies Capital, die Stiftungen Bensor, Biamo, Treval u. Glenstar etc.) Am Ende war die Summe wieder in den 3 Stiftungen. In Form von wertlosen Beteiligungen in Höhe von knapp 240 Mill. Euro u. sogen. Zero Coupon Performance Linked Bonds, bei denen sich erst herausstellen wird, ob sie tatsächlich mehr als "Zero" wert sind.

An wichtigen Schaltstellen dieses Ringelspiels saßen unter anderem Thomas Hackl (als Zeichnungsberechtigter der panamesischen Acies Capital) sowie Kuno und Mario Frick als Stiftungsräte der drei ÖGB-Stiftungen.

http://www.firmenabc.at/nbl-liegenschaften-administrations-gesellschaft-m-b-h_uxh ---  NBL Liegenschaften-Administrations-Gesellschaft m.b.H.
Tuchlauben 12/20a, 1010 Wien, Geschäftsführer: Schlaff Jam, Gesellschafter: Firma MS Privatstiftung
Eingetragener Gegenstand: Verwaltung, Vermietung und Verpachtung von Liegenschaften. Die Liegenschaften befinden sich im Ausland ...

http://derstandard.at/3070865/Neue-Geschaefte-mit-alten-Bekannten ---  Wiener LHU Privatstiftung, die von Schlaffs Bruder Jam eingerichtet wurde ---

https://az-europe.eu/de/firmen-in-osterreich/o212003034-herrn-schlaff-jam/g
Personen in Zusammenhang - Herrn Schlaff Jam
Firma MS Privatstiftung, RHI AG
Herrn Hason Michael, RHI AG, "Robert Placzek" Holding Aktiengesellschaft, Casinos Austria (Greece) GmbH, Amber Privatstiftung, Bocca Privatstiftung, CST-Holding GmbH, Dr. Franz Burkert & Michael Hason Steuerberatung KG
Herrn lic. iur. can. Hauser Tobias
Herrn Dr. Neubauer Harry
Herrn Köck Franz

Firmen in Zusammenhang - Herrn Schlaff Jam
"Robert Placzek" Holding Aktiengesellschaft, Trattnerhof 1 1010 WienHoldinggesellschaft.
Casinos Austria (Greece) GmbH, Rennweg 44 1038 WienVerwaltung von Casinos in Griechenland.
RHI AG, Wienerbergstraße 9 1100 WienHoldinggesellschaft, Verwaltung von Beteiligungen ..
Amber Privatstiftung, Floridsdorfer Hauptstraße 1 1210 WienVersorgung der Stifter und ihrer Familienmitglieder sowie Verwaltung von Beteiligungen
Bocca Privatstiftung, Floridsdorfer Hauptstraße 1 1210 WienVersorgung der Stifter und weiterer Begünstigter in der Stiftungszusatzurkunde genannter Begünstigter sowie Verwaltung von Beteiligungen
CST-Holding GmbH, Tuchlauben 12/20a 1010 WienHoldinggesellschaft.
Dr. Franz Burkert & Michael Hason Steuerberatung KG, Praterstr. 33 1020 WienBetrieben wird eine Steuerberatungskanzlei, insbesondere die Betriebsberatung ..
EMT executive management team GmbH, Praterstraße 33 1020 WienUnternehmensberatung
MS Privatstiftung, c/o Dr.Harry Neubauer, An der 4 1010 WienVersorgung des Stifters und seiner in der Stiftungszusatzurkunde genannten Familienmitglieder.

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Sebastian Kurz

Beitrag von Dissident am Sa Feb 04, 2017 10:06 am

https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Kurz  Sebastian Kurz (*1986) ist ein österr. Politiker der ÖVP, seit 2009 Bundesobmann der Jungen Volkspartei, seit 2015 Vorsitzender der Politischen Akademie der ÖVP. 2010/11 war er Mitglied des Wiener Gemeinderats u. Landtags, 2013 Abgeordneter zum Nationalrat. 2011-2013 war er Staatssekretär für Integration. Seit 2013 ist er Bundesminister für Europa, Integration u. Äußeres .. Seit Jänner 2017 hat er den Vorsitz der OSZE inne.

.. 2004/05 Präsenzdienst beim österr. Bundesheer. Später Studium an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien. Das Studium hat er noch nicht abgeschlossen ---
2011 legte er einen „Maßnahmenkatalog mit 20 Vorschlägen, wie man eine schrittweise Verbesserung“ der Integration in Österreich erreichen könne
--- Neben seiner Tätigkeit als Integrationsstaatssekretär meldete sich Kurz in seiner Funktion als JVP-Obmann häufig mit Forderungen u. Ideen zu Wort. So forderte er für Gesetze einen „Generationen-Scan“. Dadurch solle sichergestellt werden, dass Gesetze nicht auf Kosten künftiger Generationen gehen ---
--- Dez. 2013 wurde Kurz jüngster Außenminister (27 Jahre) der österr. Geschichte ---

Am 25.2.2015 wurde die von Kurz in seiner Funktion als Integrationsminister eingebrachte Novellierung des Islamgesetzes vom österr. Nationalrat beschlossen. Die Neufassung des noch aus 1912 stammenden Gesetzes sieht u.a. ein Verbot der Auslandsfinanzierung islamischer Vereine vor, was speziell innerhalb der muslimischen Gemeinschaft auf Widerstand stieß.
2015 war Kurz zu einem Kongress der CSU in Bayern unter dem Titel Die offene Gesellschaft u. ihre Feinde eingeladen, wo er meinte, der Islam gehöre zu Europa ---

2015 schlug Kurz vor, die Familienbeihilfe für in Österreich arbeitende EU-Bürger, deren Kinder im Herkunftsland leben, auf das Niveau des Herkunftslandes zu kürzen, da die Lebenshaltungskosten dort oft viel geringer sind. So betrage die Familienbeihilfe für 2 Kinder rund 300 € monatlich, dies entspreche fast dem rumänischen Durchschnitts-einkommen. Weiterhin sprach er sich gegen eine Zuwanderung in die Sozialsysteme aus. Zuwanderer aus anderen EU-Staaten sollten erst ein paar Jahre ins österr. Sozial-system eingezahlt haben, bevor sie in Österreich anspruchsberechtigt werden ---
---  deckte Kurz die Missstände in Wiener Islam-Kindergärten auf. Infolgedessen verschärfte die Stadt Wien die Kontrolle von Kindergärten ---

Als einen seiner Arbeitsschwerpunkte bezeichnet er die Beziehungen zum Westbalkan, weshalb er seinen 1. Auslandsbesuch als Außenminister in Kroatien absolvierte. In einem Interview bezeichnete er Nelson Mandela als ein politisches Vorbild. Ein gutes Verhältnis zu Israel sei Kurz „aus historischer Verantwortung“ u. wg. einer positiven Zusammenarbeit der Israelitischen Kultusgemeinde im Integrationsbereich sehr wichtig.

In Kurz’ Amtszeit als Außenminister wurden die Mittel für bilaterale Entwicklungszusammenarbeit von ca. 75 auf ca. 150 Mio. u. die Mittel für humanitäre Hilfe von 5 auf 20 Mio. € erhöht. Bei einem Besuch in Belgrad 2014 bekräftigte er die weitere Unterstützung Österreichs für den Beitritt Serbiens in die EU, auch wg. eines „wirtschaftlichen u. politischen Interesses Österreichs“. In Zukunft werde es an der österr. Botschaft in Belgrad einen Integrations-Attaché geben, nach einem Vorbild im türk. Ankara. Kurz u. Serbiens Ministerpräsident Vučić sprachen auch über die weitere Zukunft des „sozialen Pulverfasses Bosnien“ u. die Beziehungen zwischen Österreich u. Serbien im historischen Kontext.

---  2014 kam es im Rahmen eines Wahlkampf-Besuches des damal. türk. Ministerpräsidenten Erdoğan in Wien zu einem Gespräch zwischen diesem u. Kurz. Im Vorfeld kritisierte Kurz, dass Erdogan „türkischen Wahlkampf in unser Land getragen u. für Unruhe gesorgt habe. Respekt vor dem Gastland sieht eindeutig anders aus“ ---
Kurz verteidigte 2015 die Erklärung des österr. Nationalrates über den Genozid an den Armeniern 1915, in deren Abfolge die Türkei ihren Botschafter aus Wien abzog u. die Beziehungen als „dauerhaft beschädigt“ bezeichnete. Kurz verlangte eine Aussöhnung zwischen Türken und Armeniern in der Zukunft ---
.. forderte Kurz die vollständige Abschaffung aller Atomwaffen auf der Erde ---
.. bezeichnete er die Annektierung der Krim u. die Unterstützung der ostukrainischen Separatisten als „völkerrechtswidrig“ ---

.. sprach sich Kurz für eine Revolution des Islam im Sinne einer moderaten Ausrichtung aus ---
Die von BM Kurz u. Johanna Mikl-Leitner, damals Innenministerin, initiierte Westbalkankonferenz in Wien im Aug. 2015 führte zur Schließung der Balkanroute in Mazedonien. Dieses Ereignis wird von der FRONTEX als Hauptursache für das Ende des enormen Flüchtlingsstroms auf der Balkanroute gewertet ---

Das Integrationsgesetz, welches Kurz bereits Aug. 2016 vorgelegt hatte, wurde von der österr. Bundesregierung in das neu beschlossene Regierungsprogramm im Jänner 2017 aufgenommen. Es beinhaltet ein Verbot der Vollverschleierung, bzw. ein Burkaverbot im gesamten öffentl. Raum sowie Kopftuchverbot für Exekutive, Richter u. Staatsanwälte. Verboten sind - so wie in Deutschland - künftig auch die Koran-Verteilungen durch Salafisten. Beschlossen wurde auch eine Reihe von technischen Maßnahmen zur elektronischen Überwachung von Dschihad-Rückkehrern ---

Seine website:  https://www.sebastian-kurz.at/

http://info-direkt.eu/2017/05/13/sebastian-kurz-ist-euch-klar-mit-wem-ihr-euch-ins-bett-legen-wollt/  Seit es Menschen gibt, gibt es Führungsstrukturen. Jahrhunderttausende waren diese dadurch geprägt, daß man entweder die Stärksten oder die Weisesten mit der Führung betraute. Im Rat der Ältesten trafen in vielen Kulturen die lebenserfahrensten Menschen zusammen, um zu bestimmen, was das Beste für den Stamm wäre. Andere Kulturen kannten auch ein Zusammenwirken der besten Krieger u. der weisesten Mitglieder der Gesellschaft.
Der unerfahrene Jüngling als Führungsfigur?
Das ergibt evolutionär natürlich Sinn. Wer viel vom Leben gesehen hat, hat Erfahrung, Wissen u. darauf basierend viele Ideen u. Handlungsmöglichkeiten. Daß man kleine Bübchen zum Anführer machte, wurde erst in Zeiten vererbter Macht modern. Aber selbst dort erfüllten diese nur repräsentative Zwecke, die Amtsgeschäfte führten altgediente Beamte u. Berater.All das ist logisch u. jeder Mensch weiß es. Man mag einwenden, daß wir heute nicht in Höhlen leben u. kein Wissen darüber brauchen würden, wie man gegen Wölfe u. Bären besteht. Das mag schon richtig sein, doch die wütenden fremden Stämme, die sich gerne Land u. Eigentum aneignen wollen, gibt es in Form der Wirtschaft, neuerdings in Form einer expansiven als Religion getarnten Welteroberungsideologie ebenso. Es ist also nicht gänzlich abwegig, die Wahl der richtigen Führer zumindest mit einem einleitenden Gedankengang evolutionspsychologisch zu bewerten.
Doch kehren wir vollständig in die Gegenwart zurück. Herr Kurz soll also das Land Österreich führen. Seine Bildung beschränkt sich auf eine abgeschlossene Hochschulreife, die Matura. Er hat keine höhere Bildung, weder in Politik noch Wirtschaft oder sonst irgendeinem Bereich, der mit seiner Regierungsverantwortung heute oder in Zukunft zusammenfallen könnte.
Geilomobil und Dauerverkehr
Schon zu Schulzeiten war der ehrgeizige junge Mann voll in den Parteiapparat der ÖVP – damals in die Jugendorganisation JVP – integriert. Schon damals scharte er Anhänger um sich, die ihn quasireligiös verehrten. Seine politischen Aktionen hingegen waren inhaltlich dubios – beispielsweise posierte er mit dem „Geilomobil“ mit entsprechenden Akteuren vor einem Bordell, um die ÖVP für die Jugend „attraktiv“ darzustellen. Der Wien-Wahlkampf, zu dem diese Kampagne gehörte, floppte übrigens gewaltig, die ÖVP verlor weitere Stimmen u. fiel auf ein historisches Tief. Kurz selbst wurde im Anschluss allerdings in den Landtag befördert. Dort beschäftigte er sich mit so wesentlichen Dingen wie der Ordensvergabe für Jungpolitiker. Als größter Erfolg seiner Jugendpolitik wird bis heute sein Engagement für eine Nacht-U-Bahn in Wien gewertet. Auch diese bewarb er eher halblustig mit dem von halbnackten Akteuren transportierten Slogan „24 Stunden Verkehr am Wochenende“.
Diese Errungenschaften reichten schlussendlich aus, um Kurz, der keinerlei Erfahrung mit Diplomatie, Außenpolitik oder Migration hatte, zum Integrationsstaatssekretär zu machen. Bei dieser Gelegenheit gab die Regierung im Jahr 2011 bekannt, eine Rot-Weiß-Rot-Card einführen zu wollen, mit welcher durch ein Punktesystem vor allem Hochqualifizierte ins Land kommen sollten. Wie die Geschichte ausgegangen ist, wissen wir alle. Die seither fast 200.000 Neuankömmlinge sind mehrheitlich bildungsfremde Analphabeten.
Das Märchen von der Westbalkanroute
Die Mär vom Schließen der Westbalkanroute ist der genialste PR-Coup der ÖVP u. des Herrn Kurz in der gesamten Asylkrise. Die Ostländer, allen voran die Visegrad-Staaten, zeichnen sich dadurch aus, daß sie primär die Interessen des eigenen Volkes betrachten u. ganz wenig Lust auf eine Islamisierung haben. Zudem befinden sich all diese Länder im Zustand wirtschaftlicher Erholung u. haben keine Sozialsysteme, aus denen man ohne einzubezahlen aus dem Vollen schöpfen kann. Zudem sind die Polizei- u. Gerichtsapparate nicht kastriert, migrantische Verbrecher werden mit voller Härte verfolgt u. abgeurteilt. All diese Staaten hatten keine Lust mehr, als Durchzugsgebiet für die von der deutschen Kanzlerin Merkel aktiv eingeladenen Massen zur Verfügung zu stehen.
Im Gegensatz zu den westlicheren Staaten Europas wurde dort stets offen über Probleme der Masseneinwanderung gesprochen, Straftaten wurden publik gemacht anstelle sie zu vertuschen. Allen voran ordnete Staatschef Orban Zaunbau u. Grenzsicherung an. Dies ist auch in einheimischen Medienberichten belegt, beispielsweise forderte Orban am 7.9.2015 Grenzschließungen in Österreich u. Deutschland. Zu einem Zeitpunkt, wo bei uns noch jedem Politiker die Knie schlotterten, wenn er so einen Satz auch nur hätte denken müssen. Der von der österr. Presse in Folge zum Feindbild stilisierte Orban wusste genau, wovon er sprach. Denn Ungarn hatte neben Schweden u. Deutschland prozentuell die meisten Asylwerber aufgenommen. Nur hatte man in Ungarn eben keine Lust mehr auf die für alle sichtbaren Nebenwirkungen.

Die Westbalkan-Konferenz, für deren Abhaltung er gefeiert wird, fand Ende Feb. 2016 statt. Zu jenem Zeitpunkt stand der Zaun in Ungarn längst. „Geschlossen“ wurde die Balkanroute am 8.3.2016. Zuerst schloss Slowenien die Grenzen; Kroatien, Mazedonien u. Serbien folgten. Daraufhin war in Pressemeldungen zu lesen, daß der österr. Außenminister Kurz diesen Vorgang „begrüße“. Daß er die Balkanroute im Alleingang geschlossen hätte, also quasi 4 europ. Ländern die Grenzschließung befohlen habe – dieses Märchen wurde erst in den folgenden Wochen u. Monaten über der Öffentlichkeit ausgebreitet u. wird bis heute geglaubt u. weitererzählt.

Bis heute: die Soros-Connection
Sebastian Kurz ist Mitglied im European Council of Foreign Relations, einer Organisation die von Soros finanziell unterstüzt wird  u. in welcher dieser umstrittene Herr Soros sowie sein Sohn ebenso ihre Sitze haben, denen man nicht weniger als die Destabilisierung Europas durch die Flutung mit arabischen Wirtschaftsmigranten vorwirft. Was Kurz in diesem sogen. Thinktank gemacht hat oder bis heute macht, ist nicht bekannt. Das Magazin „alles roger“ behauptete sogar, daß er auf persönl. Einladung von Soros ins Gremium aufgenommen wurde. Ebendort wurde behauptet, daß sein Name ohne Kommentar von der Mitgliederliste gelöscht worden wäre u. Kurz jegliches Interview dazu verweigern würde. Das erscheint unrichtig zu sein, denn mit heutigem Datum steht Kurz nach wie vor auf der offiziellen Mitgliederliste der Homepage des ECFR.

Mit Selbstbewusstsein vorgetragene Inkompetenz
Betrachtet man die Medienberichte über Kurz über die Jahre seines Wirkens, wird man sehr viele Verprechungen u. Ankündigungen finden – aber selten bis nie ein umgesetztes Vorhaben. Teilweise sind die Äußerungen von Kurz auch völlig absurd u. können nur auf komplette Sachunkenntnis zum damal. Zeitpunkt hinweisen. So äußerte er sich dahingehend, daß er sich für Österreich eine neue einheitliche Koranübersetzung wünsche. Anscheinend glaubte er, daß die Probleme mit dieser Religionsgemeinschaft auf unterschiedl. Koranversionen beruhen würden.
Keiner seiner Berater hat ihm gesagt, daß dies nicht der Realität entspricht. Im Gegensatz zur christl. Bibel, von der zahllose, teils grob voneinander abweichende Versionen kursieren, gibt es nur einen Koran. Die Übersetzungen unterscheiden sich bestenfalls in geringfügigen Nuancen. Insbesondere die Suren, welche zu Gewalt, Mord u. Krieg aufrufen, sind in all diesen Übersetzungen identisch, egal ob das Buch von Salafisten verteilt wird oder aus einer „moderaten“ Moschee stammt. Dies gibt sogar das linkstendenziöse Magazin VICE in einer umfassenden Analsye zu. Auffallend merkwürdig ist, daß diese Forderung zu jener Zeit nicht vehement von Muslimen angegriffen wurde, denn zumindest innerhalb des islam. Rechtes steht auf die Abänderung des heiligen Korans die Todesstrafe.

Beschimpfung der Österreicher
Die Flüchtlingskrise war gerade so richtig im Anrollen, als Kurz zumindest in alternativen Medien ins Kreuzfeuer der Kritik geriet. In Gerasdorf bei Wien meinte er Jänner 2015 wörtlich: „Der durchschnittl. Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittl. Österreicher“. Damit widersprach er den Erkenntnissen seines eigenen Ressorts, das sehr offen publizierte, welche Bildungsdefizite Migranten in Österreich quer durch alle Altersstufen selbst in 2. Generation aufweisen. Eine Entschuldigung für diese haarsträubende Aussage ist bis heute nicht erfolgt. Bei einer Anfrage im Parlament äußerte sich Kurz dahingehend, daß „… heute der Großteil der Zuwanderer aus EU-Staaten stamme“. Auch dieser Umstand entsprach 2015 nicht mehr den Tatsachen. Weitere Aussagen, bei denen sich Kurz innerhalb weniger Jahre inhaltlich um 180 Grad gedreht hat, sind „Wir haben zu wenig Willkommenskultur“ (2014) u.  die Ablehnung eines Burkaverbotes (ebenso 2014). In beiden Fällen vertritt er zumindest in seinen Zeitungsinterviews inzwischen eine vollständig konträre Linie – u. das nach nicht einmal 3 Jahren
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Der Partei verdanke ich alles. Ohne die Partei bin ich nichts
Sebastian Kurz oder die hinter ihm stehenden Unterstützer sind PR-Genies. Hier steht ein junger formbarer Mann, der außerhalb seiner Partei nie etwas gearbeitet oder erreicht hat. Auf kaum jemanden in der österr. Politik trifft der historische Satz des SPÖ-Politikers Sinowatz mehr zu: „Der Partei verdanke ich alles. Ohne die Partei bin ich nichts.“ Es fällt nur niemandem auf.
Kurz verfügt über keinerlei Lebenserfahrung in irgendeinem Bereich. Weder hat er in der freien Wirtschaft erkennen müssen, wie das Arbeitsleben funktioniert u. vor welchen Herausforderungen man mit dem Durchschnittsgehalt steht, noch sah er jemals, unter welchen massiven Belastungen Gewerbetreibende in Österreich irgendwie zu existieren versuchen. Er kennt die heile Welt der reichen ÖVP-Granden u. der prunkvollen Sektempfänge in Botschaften u. Diplomatenresidenzen. Und wie bei den meisten Führern Europas mittlerweile üblich ist – auch im familiären Bereich hat Kurz keine Erfahrungen vorzuweisen – schon gar nicht die einer Vaterschaft. Daß ein Mensch mit diesem Bildungs- u. Erfahrungshintergrund ein Land führen u. die dringend notwendigen neuen, richtigen Ideen beibringen soll, erscheint als Theorie sehr verwegen zu sein.

Wie stehen die Chancen?
Freilich, es besteht die Möglichkeit, daß Hr. Kurz der genialste Politiker der Gegenwart ist u. aus eig. Stücken ohne Abhängigkeiten u. Einflüsterer die als unreformierbar geltende ÖVP mit ihrer verkrusteten Bündestruktur freihändig in eine Obmanndiktatur verwandelt. In weiterer Folge könnte Kurz im Alleingang die EU reformieren, die Migrationskrise lösen u. die Wirtschaft wieder ankurbeln. Es könnte aber sein, daß diese Möglichkeit im Bereich unter der 0,001%-Chancen liegt.
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http://www.neopresse.com/europa/oesterreichs-aussenminister-totaler-kontrollverlust-an-den-eu-aussengrenzen/  Totaler Kontrollverlust an den EU-Außengrenzen
An den EU-Außengrenzen ist mittlerweile ein „totaler Kontrollverlust“ eingetreten, täglich strömten 10.000 Menschen unregistriert in die EU, sagte der österr. Außenminister  Kurz im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 3.11.2015 ---
„Wir sind am Ende unserer Kapazitäten angelangt. Die Türkei ist imstande dazu, die Flüchtlinge auf ihrem Weg in die EU aufzuhalten. Die Türkei kann den Zustrom innerhalb weniger Tage oder Wochen beenden, wenn sie das möchte“, sagte der Außenminister ---
„Bei der Sicherung unserer Außengrenzen sollten wir uns nicht der Türkei ausliefern. Das muss die EU selbst in den Griff bekommen. ---
"Wenn man die Asylzahlen auf unsere Bevölkerungsgröße (in Österr.) rechnet, dann haben wir pro Kopf mehr Asylanträge als Deutschland.“ ---

https://bachheimer.com/oesterreich --- 15.3.2017 --- Außenminister Kurz hat dem Ministerrat eine bemerkenswerte Liste neuer Botschafter-Ernennungen vorgelegt ---
Das ministerliche Versorgen verdienter Mitarbeiter mit Topjobs als Signal für vorzeitige Wahlen? Jetzt hat auch Kurz seine Unschuld verloren und ist zum echten österreichischen Politiker mutiert! TB

Strache auf Facebook: https://www.facebook.com/HCStrache/photos/a.226243068590.133860.74865038590/10154931728903591/?type=3&theater  --- VP-Kurz ist seit über 6 Jahren in der rot-schwarzen Regierung für die unzähligen negativen Entwicklungen u. Entscheidungen verantwortlich! Als Integrationsminister hat Kurz völlig versagt. Wir haben heute mehr Zuwanderung, mehr Gegengesellschaften, Integrationsverweigerung, mehr politischen Islam/radikalen Islamismus als je zuvor in Österreich. Und illegal aufhältige oder straffällige Ausländer werden seit Jahren nicht abgeschoben, da es keine Rücknahmeabkommen u. auch keine Rückführungszentren gibt. Alles in seiner Verantwortung. Wir lassen uns daher nicht täuschen! Kern u. Kurz sind beide Blender! ---
Heinz-Christian Strache: Und seinen Standpunkt hat er leider noch nicht ehrlich geändert, da alle unsere Anträge vor 3 Wochen von der ÖVP abgelehnt wurden.... diese ÖVP hat uns mit der SPÖ den heutigen Schaden angerichtet..... das ist nicht mehr unser Österreich! ---

http://info-direkt.eu/2017/05/14/mueller-mault-ueber-kurz-sichtige-waehler/  --- Kurz ist schon körperlich der geborene ÖVP-Politiker. Er macht sich seine aerodynamisch angelegten Haare u. seine Segelohren zunutze, um sich exakt mit dem politischen Wind zu drehen. Richtig ausgerichtet erzählt er ihnen alles, was Sie hören wollen. Vorgestern hat er erzählt, daß wir zu wenig Willkommenskultur haben. Gestern hat er erzählt, daß der durchschnittl. Zuwanderer gebildeter sei als der durchschnittl. Österreicher u. daß ein Verschleierrungsverbot ganz pfui ist. Heute erzählt er, daß wir mehr Leitkultur brauchen, daß es auf jeden Fall ein anständiges Verschleierungsverbot geben muss --- Basti ist ein super Kompromiss. Der sagt es nämlich, macht es aber eh nicht ---
Um es mit Bastis Worten zu sagen: „Schwarz macht geil!“. Und geil sein lässt einen manchmal fragwürdige Entscheidungen treffen. Zum Beispiel sein Kreuzchen bei der ÖVP zu machen. Nach der Wahl fällt nämlich das schwarze Ettikett ab u. Sie sehen, daß Sie vom Mad-Magazine-Männchen gelinkt wurden. Statt dem blauen Sportwagen mit schwarz getönten Scheiben, den Sie eigentlich wollten, haben Sie nämlich ein rot-grünes Mopedauto gekauft. Jeder Reifen hat ein Loch, die Türen gehen nicht zu u. der Kofferraum ist voller Rapefugees. Während Sie dann mit Ihrer Klapperkiste durch die 30er-Zone der Geschichte fahren, hat Basti sich um ihr Geld eine neue Dose Pomade gekauft u. lacht sich bei einem Glas Champagner einen ab. Seine Kumpel George Soros ist sicherlich mächtig stolz ---

http://info-direkt.eu/2017/05/15/neuer-beweis-liste-kurz-von-langer-hand-geplant/  --- „Liste Kurz“ von langer Hand geplant
Es ist nur ein kleiner Eintrag in einer Datenbank, aber was man daraus ableiten kann, hat es in sich. Douglas Hoyos, Vorsitzender der NEOS-Jugendorganisation JUNOS, registrierte bereits am 20.3. die Domains listekurz.at u. liste-kurz.at. Der am 10.5. zurückgetretene Mitterlehner galt offensichtlich schon lange nur noch als Platzhalter für den ehrgeizigen Sebastian Kurz u. seine weitgehend unbekannten Hintermänner. Ob der Junos Vorsitzende aus „herausragend gutem Haus“ einer dieser Hintermänner oder Mitstreiter ist, darf spekuliert werden.
Wer ist Douglas Hoyos, der schon am 20.3. wusste, daß Kurz am 14.5. mit der Idee einer Liste „Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ an die Öffentlichkeit treten würde? Die Adelsfamilie Hoyos hat in Österreich lange Tradition, große Besitztümer u. weitreichenden Einfluss. Vor allem in Niederösterreich ist eine enge Beziehung mit den Platzhirschen der ÖVP zu beobachten. Ebendort begann Douglas Hoyos seine Karriere – zuerst als Praktikant, dann als Geschäftsführer im Erlebnispark Rosenburg – im Eigentum der Familie Hoyos. Danach, u. das ist im Kontext durchaus interessant, führte die berufliche Karriere zur Raiffeisen Bank International. Hoyos ist aber keineswegs, wie man vielleicht denken könnte, Mitglied der ÖVP oder JVP, sondern startete seine politische Karriere in der Jugendorganisation der NEOS, den JUNOS. Ebendort, wo Kurz seit geraumer Zeit nachgesagt wird, mit Vehemenz um Mitglieder aber auch Funktionäre u. Abgeordnete zu buhlen.
Steht die Raiffeisenbank hinter Kurz?
Es gibt eigentlich nur 2 logische Möglichkeiten für die „seherische“ Vorwegnahme der Ereignisse durch die Domainregistrierung vor 2 Monaten. Entweder Hoyos hat über sein Freundesnetzwerk von Kurz‘ Plänen erfahren, die beispielsweise auch im ÖVP-nahen CV (Cartellverband) seit Monaten intern diskutiert werden. Die Domainregistrierung erfolgte dann aus politischer Rivalität, also gewissermaßen als Streich. Oder aber, Hoyos zählt zu den Hoffnungsträgern der Liste Kurz u. wird in Zukunft in deren Nähe zu finden sein. Wenn dem so ist, wäre sicherlich zu durchleuchten, ob die Pläne des Herrn Kurz nicht auch mit der mächtigen Hausbank der ÖVP, der Raika akkordiert sind.
Lange Vorarbeit nötig
Daß Kurz im Prinzip die ÖVP „sterben lassen will“ u. daraus die „Liste Kurz – die neue Volkspartei“ macht, erstaunt u. beeindruckt zur Zeit viele. So ein Vorgang wäre aber im Alleingang unmöglich. Der Umbau der Partei u. die Entmachtung der Bünde wäre niemals ohne starke Partner im Hintergrund schaffbar. Daß dazu mehrere Monate Vorarbeit benötigt wurden, muss einem Kenner der heimischen Politszene klar sein. Die Internet-Domains neuevolkspartei.at, neue-volkspartei.at u. dieneuevolkspartei.at wurden jedenfalls erst am 12.5. von einem Roland Fenk registriert. Der Unternehmer aus Eisenstadt steht der Volkspartei, insbesondere der JVP, nicht sehr fern.

http://doedr.forumieren.net/t11p175-menschen-und-personalien#1814 --- Laut einem Gerücht soll die Parteijugend der NEOS (JUNOS) ohnehin mit dem VP-Politiker (Kurz) kooperieren u. einen pinken Putsch vorbereitet haben. Tatsächlich sicherten sich die JUNOS bereits im März die Domain listekurz.at. Was aber in Sozialen Medien gerne als erster Schritt einer Intrige gewertet wird, entpuppt sich am Ende doch nur als "Witz. Wir besitzen alle möglichen Domains", sagt JUNOS-Bundesvorsitzender Douglas Hoyos dem KURIER. "Auch bei der Bundespräsidentschaftswahl haben wir das getan. Also ein Putsch ist nicht geplant." ---

https://bachheimer.com/einwanderungspolitik --- kritisierte Robert Lugar (Team Stronach) die hohen Kosten der "von Kurz mitgetragenen" Flüchtlingsaufnahme u. lieferte dazu Zahlen des Wirtschaftsforschers Felderer: "Jeder Ihrer Flüchtlinge, Herr Kurz, kostet uns bis 2060 mehr als 277.000 €." Bei 130.000 Migranten würden sich die Ausgaben somit auf 36 Milliarden € summieren ---

Kurz-Schluss: http://unser-mitteleuropa.com/2017/05/27/oevp-kurz-frohen-ramadan-allen-moslems/  --- Kurz auf Twitter: „Wünsche allen Musliminnen u. Muslimen einen gesegneten Ramadan“ ...

http://info-direkt.eu/2017/06/22/ankuendigungsminister-kurz-wuenscht-sich-schliessung-der-islam-kindergaerten/ .. "Ankündigungsminister" Kurz wünscht sich Schließung der Islam-Kindergärten --- Fraglich bleibt, warum er als langjähriger Integrationsminister dahingehend noch keine Schritte gesetzt hat.

https://www.sn.at/politik/nationalratswahl-2017/emotionale-debatte-um-silberstein-in-atv-elefantenrunde-18793135 .. Peter Pilz .. ätzte: "Der Herr Strache ist unzufrieden, weil Sie sind der beste Strache-Imitator, den es jemals gegeben hat." ..

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Alfred Maleta

Beitrag von Dissident am Di Feb 07, 2017 3:59 pm

https://www.oecv.at/Biolex/Detail/11400239  Alfred Maleta (1906-1990) wurde als Sohn eines sog. „Kolonialwarenhändlers“ (namens Pertusini) geboren, der in Wien u. Umgebung mehrere Filialen besaß u. in Kontakt mit Julius Meinl stand. Er starb sehr früh, so daß Maleta vom 2. Mann seiner Mutter adoptiert wurde u. dessen Namen annahm. In den ersten Jahren lebte er in Wien .. Ab 1914 wohnte die Familie in Baden, 1920 übersiedelte sie nach Linz. Zuerst besuchte er das Gymnasium in Baden, dann in Linz, wo er 1922 der MKV-Verbindung Nibelungia Linz beitrat. Ebenso war er im Christlich-Deutschen Studentenbund (CDSB) aktiv, deren Landesobmann für Oberösterreich er wurde. Im Gymnasium in Linz war er ein Klassenkollege von Geli Raubal, der Nichte Adolf Hitlers, die 1931 Selbstmord verübte. Sie vermittelte für die Maturareise 1927, an der Maleta teilnahm, einen Besuch bei Hitler in München.

Nach der Matura studierte Maleta an der Rechts- u. Staatswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz (Dr. iur. 1932), wo er der Carolina beitrat (Couleurname Inka). Im Wintersemester 1929/30 sowie im Sommersemester 1930 war er Senior. Dadurch geriet Maleta in den Katholisch-Deutschen Akademikerausschuß (KDAA) sowie in die Hochschulpolitik u. war in diesem Studienjahr Fraktionsführer in der sog. Kammer der Deutschen Studentenschaft (DSt) der Uni Graz. In den damal. Auseinandersetzungen zwischen dem CV u. den Schlagenden war er involviert, ein Umstand, der in der Historiographie bislang viel zuwenig beachtet wurde.

BERUFLICHE LAUFBAHN BIS 1938
Nach Gerichts- u. Rechtsanwaltspraxis in Linz versuchte er zuerst vergeblich, in den Landesdienst zu gelangen. Er nahm daraufhin ein Angebot Heinrich Gleißners (S-B) für eine Tätigkeit in der der Vaterländischen Front (VF) an. So wurde er zuerst stellv., dann am 22.11.1933 für kurze Zeit Geschäftsführer der VF für Oberösterreich.

Nach der Ausschaltung der Sozialdemokratie infolge des Februaraufstands 1934 wurde er am 12.3.1934 Erster Sekretär (entsprach der heutigen Funktion eines Kammeramtsdirektor) der oberösterr. Arbeiterkammer u. des Landeskartells des Gewerkschaftsbundes. Er erhielt in relativen jungen Jahren diese Position, was gelegentlich auch neidisch beobachtet wurde --- In diese Zeit fallen auch seine Bemühungen um eine Verständigung mit der Arbeiterschaft. So war Maleta aktiv in der „Sozialen Arbeitsgemeinschaft“ (SAG), die zu diesem Zweck errichtet wurde, u. verfaßte die damals aufsehenerregende Broschüre „Als Sozialist im Dollfuß-Österreich“. Durch dieses Engagement erregte er aber auch das Mißtrauen der Staatspolizei.

DIE ZEIT VON 1938 BIS 1945
Am 13.3.1938 wurde er verhaftet. Der Leiter des SS-Kommandos bei seiner Verhaftung war Anton Fellner (ehemals Nc), der zur gleichen Zeit Senior der Norica war wie Maleta bei der Carolina. Maleta war zuerst in Linzer Polizeigefängnis inhaftiert u. wurde mit dem 3. Österreicher- Transport am 16.6.1938 nach Dachau verbracht.

Bereits legendär ist sein Bericht über den Festsalamander anläßlich des 50. Gründungstages der Carolina am 18.8.1938 in der Kantine des KZ Dachau, der mit einem Ersatzkaffee gerieben wurde. Neben Maleta waren noch die Carolinen Josef Aigner jr., Friedrich Funder, Anton Mörl und Walter Nestor dabei. Der ebenfalls in Dachau inhaftierte Caroline Alfons Gorbach saß zu dieser Zeit in Sonderhaft im Bunker.
Herbst 1939 wurde Maleta ins KZ Flossenbürg verlegt, kam dann 1940 wieder nach Dachau, wurde am 12.11.1940 entlassen u. kehrte nach Graz zurück, wo seine Frau u. seine Tochter wohnten. Kurze Zeit später wurde er zu den Gebirgsjägern eingezogen u. war an der Ostfront eingesetzt.

POLITISCHE LAUFBAHN
Nach dem Krieg wurde Maleta rehabilitiert u. stellv. Leiter des oberösterr. Landesarbeitsamtes, jedoch bald danach ins Sozialministerium übernommen, dem er bis zu seiner Pensionierung formell zuletzt als Sektionschef angehörte. Er war aber als Politiker dienstfreigestellt. Auch begann er gleich mit seiner politischen Tätigkeit.
Aufgrund seiner beruflichen Laufbahn vor 1938 war es naheliegend, daß er sich im ÖAAB engagierte. Bereits am 3.10.1945 wurde er Landesobmann des ÖAAB (dies blieb er bis 27.8.1955). Bei den ersten Wahlen Ende Nov. 1945 wurde er in den Nationalrat gewählt, dem er vom 19.12.1945 bis zum 4.11.1975 fast 30 Jahre angehörte.

Maleta arrangierte für den 26.5.1949 in der Villa seiner Schwiegereltern in Oberweis bei Gmunden (seine erste Frau ist 1945 tödlich verunglückt) im Zusammenhang mit der Gründung der sog. „Vierten Partei“, des „Verbands der Unabhängigen“ (VdU), ein Treffen zwischen hochrangigen ÖVP-Funktionären u. ehem. Nationalsozialisten. Von ÖVP-Seite nahmen neben Maleta u. a. Julius Raab (Nc) u. der oberösterr. ÖVP-Landesparteiobmann Schöpf (AIn) teil. Seitens der „Ehemaligen“ war u. a. Taras Borodajkewycz (ehemals Nc) dabei. Das Treffen, das in die Historiographie als „Oberweiser Gespräche“ einging, blieb ergebnislos u. erregte die Staatspolizei, die deswegen gegen Unbekannt wegen Landesverrat zu ermitteln begann.

Nach Jahren als „einfacher“ Abgeordneter begann Anfang der 50iger Jahre Maletas Weg in die Spitzenpolitik. 1953-1962 bekleidete er die Position des Klubobmannes der ÖVP im Nationalrat. Vom 19.4.1961 bis 14.2.1962 war er Dritter Präsident, danach bis 31.3.1970 Präsident u. dann bis 4.11.1975 Zweiter Präsident des Nationalrates. Damit bekleidete er 1962-1970 das protokollarisch zweithöchste Amt der Republik. Am 9.6.1965 war er Vorsitzender der 9. Bundesversammlung aus Anlaß der Angelobung von Bundespräsident Jonas.
Politisch bedeutender war jedoch seine Funktion als ÖVP-Generalsekretär (1952-1960). Hier war er der engste Mitarbeiter von ÖVP-Bundesparteiobmann Julius Raab (Nc). Mit ihm gemeinsam wurde er bereits 1951 dem bish. ÖVP-Generalsekretär Felix Hurdes (NbW) als geschäftsführend beigegeben. Bei Raabs Ablöse als Parteiobmann verlor er das Amt als Generalsekretär an seinen innerparteilichen Konkurrenten Hermann Withalm (Nc). Doch nahtlos wurde er in ein noch bedeutenderes Amt gewählt, nämlich zum Bundesobmann des ÖAAB (1960-1971), denn damit war er auch stellv. ÖVP-Bundesparteiobmann.

... sicherte sich Maleta in den 60iger Jahren den politischen Einfluß u. prägte auch die Weiterentwicklung des ÖAAB von einem „Beamtenbund“ zu einer allgem. Arbeitnehmerorganisation, den „Hoffnungsbund“ der ÖVP. Mit Weitsicht gelang es ihm auch, seine Nachfolge im ÖAAB für Alois Mock (Nc) zu sichern.
Ebenso war er während seiner Zeit als ÖVP-Generalsekretär 1955-1960 Vizepräsident der „Nouvelles Equipes Internationales“ (NEI), der damal. Vereinigung der christlich-demokratischen Parteien Europas. Das war eine der Vorgängerinnen der nunmehrigen Europäischen Volkspartei (EVP).

Gegen Ende seiner politischen Tätigkeit bzw. nach seinem Ausscheiden aus der Politik war Maleta ab 1965 Präsident des Kuratoriums des Leopold-Kunschak-Preises, 1971 gemeinsam mit Kreisky Vorsitzender der Wissenschaftl. Kommission des Theodor-Körner-Stiftungsfonds u. des Leopold-Kunschak-Preises zur Erforschung der Geschichte Österreichs der Jahre 1927-1938. 1972 wurde er Präsident der Politischen Akademie der ÖVP, welche Funktion er bis zu seinem Tode ausübte.
Zu seinen beruflichen Funktionen zählte auch seine Tätigkeit als Mitbesitzer u. Herausgeber der „Oberösterreichischen Nachrichten“. 1952 erhielt Maleta von der US-Besatzungsmacht die Erlaubnis zur Gründung dieser Tageszeitung.
Erst 1954 konnte die frühere, eher deutschnational ausgerichtete oberösterr. Tageszeitung „Tagespost“ wieder erscheinen. 1955 fusionierten beide, wobei Maleta an der Gesamtgesellschaft lediglich 26 % behielt. Ebenso schied er als Herausgeber aus. 1974, gegen Ende seiner politischen Tätigkeit, wurde er wieder einer der Herausgeber.

WÜRDIGUNG
Maleta war einer der originellsten Politiker Österreichs u. der ÖVP in den ersten 30 Jahren der 2. Republik. Er verstand es auch, ein gewisses Maß an Intellektualität in die Politik einzubringen bzw. eine solche zu fördern. Wie kaum ein anderer ÖVP-Politiker betätigte er sich in vielfacher Hinsicht publizistisch, wobei es ihm vor allem um die theoretische Diskussion der Christlichen Demokratie ging.
Maleta war auch der Verfasser einer bis 1945 reichenden Autobiographie, die nicht nur reine Fakten beschreibt, sondern auch viel Hintergründe bietet u. in ihrer Art auch originell ist. Ihr sollte noch ein 2. Teil folgen, was aber unterblieb.
Als Nationalratspräsident verschaffte sich Maleta allgem. Respekt u. Achtung. In diesem Amt prägte er einen unverwechselbaren Stil, der sich nicht zuletzt in gewissen rituellen Formulierungen, gepaart mit der ihm eigenen Sprachfärbung, ausdrückte (etwa: „Zu Wort gemeldet hat sich der Abgeordnete XY, ich erteile es ähm!“).

Sein Leben war von einer für spätere Verhältnisse beeindruckenden Vielfältigkeit geprägt, die manchmal erstaunliche Züge trägt. Er blieb zeitlebens mit dem katholischen Couleurstudententum verbunden, wie auch aus seiner Autobiographie hervorgeht. Insbesondere prägte ihn die Aktivenzeit bei der Carolina, wo er ja an herausragender Stelle stand. Bei deren 60. Stiftungsfest 1948 in Graz hielt er die Festrede. Anläßlich des 100. Stiftungstages 1988 erhielt er den Ehrenring der Carolina ---

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Ernst Schwarz

Beitrag von Dissident am Mo Feb 13, 2017 5:13 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Schwarz_(Sinologe)  Ernst Schwarz (1916-2003) war ein österr. Sinologe u. Übersetzer

Er entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Wien --- studierte Ägyptologie u. Medizin an der Uni Wien. Nach dem Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich im März 1938 war er gezwungen, das Land zu verlassen. Er gelangte gemeinsam mit seinem Bruder Egon auf dem Seeweg nach Shanghai. Dort lernte er im Selbststudium Chinesisch, während er gleichzeitig als Sportlehrer tätig war. Zeitweise hielt sich Schwarz in buddhistischen Klöstern auf. 1945 arbeitete er in Nanjing als Übersetzer; 1946/1947 unterrichtete er englische Literatur an der dortigen Uni. 1947-1950 war er Sekretär an der österr. Gesandtschaft in Nanjing. Anschließend arbeitete er wieder als Übersetzer, diesmal für den Verlag für fremdsprachige Literatur in Peking. 1958-1960 unterrichtete er Englisch an der Uni von Hangzhou, war dann allerdings wegen politischer Probleme während der Zeit des „Großen Sprungs nach vorn“ gezwungen, die Volksrepublik China zu verlassen.

Über die Stationen Großbritannien u. Belgien gelangte Schwarz in die DDR. 1961-1970 unterrichtete er als wissenschaftl. Mitarbeiter u. später als Lektor am Ostasiatischen Institut der Humboldt-Uni in Ost-Berlin chines. Sprache u. Literatur. 1965 promovierte er zum Dr. der Philosophie. Nachdem er aus dem Dienst der Uni ausgeschieden war, lebte er als freier Übersetzer u. hielt gelegentlich Vorträge an der Diplomatischen Akademie in Wien. Bundeskanzler Kreisky vermittelte ihm einen Lehrauftrag an der Diplomatischen Akademie. Er pflegte u.a. persönliche Bekanntschaft mit dem Handelsminister Fritz Bock, einem Jugendfreund, zum damal. Außenminister Kirchschläger, zur Wissenschaftsministerin Firnberg, zur Gesundheitsministerin Leodolter, zum Diplomaten Friedrich Hoess u. zum Magistratsdirektor Josef Bandion.

1993 kehrte Schwarz von Berlin nach Wien zurück. 1994 wurde seine Tätigkeit für den Staatssicherheitsdienst der DDR bekannt; Schwarz bekannte sich zwar dazu, ohne jedoch seine Spionagetätigkeit öffentlich zu bereuen. Er zog sich in den Ort Münichreith im österr. Waldviertel zurück, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte ---

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Ben Segenreich

Beitrag von Dissident am Mo Feb 13, 2017 5:32 pm

https://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Segenreich   Ben Segenreich (*1952) ist ein österr.-israelischer Journalist, Korrespondent u. Nahostexperte des ORF in Israel (Tel Aviv). Er absolvierte das Französ. Lyzeum in Wien u. studierte Physik u. Mathematik in Paris u. Wien. In seiner Studienzeit engagierte er sich u.a. für Opfer antisemitischer Diskriminierung u. jüdische Dissidenten in der Sowjetunion. Nach seiner Promotion zum Dr. der Physik arbeitete er als Software-Entwickler u. war gleichzeitig als Österreich-Korrespondent der israelischen Tageszeitung Maariw (Maariv) tätig.
1983 wanderte er nach Israel aus u. blieb als Software-Entwickler tätig. Ab 1989 war er Korrespondent für österr., deutsche u. schweizerische Tageszeitungen u. Zeitschriften. Seit 1990 ist er als Fernseh- u. Radio-Korrespondent des ORF in Israel tätig. Er ist verheiratet u. Vater von 2 Töchtern.

Seine Mutter: http://www.centropa.org/de/biography/sylvia-segenreich -- wurde 1926 in Czernowitz geboren -- 1918, nach 1. Weltkrieg u. dem Zerfall des Österr.-
Ungar. Reiches, kam Czernowitz zu Rumänien, 1940 zu Russland, 1941 wieder zu Rumänien, 1944 wieder zu Russland, u. seit 1991 gehört Czernowitz zur Ukraine.
Mein Großvater mütterlicherseits hieß Tobias Schmul, meine Großmutter hieß Rivka Retter. Sie lebten in dem Dorf Bojan [heute Ukraine]. Dort besaßen sie ein größeres landwirtschaftliches Anwesen. Zwischen 1914 u. 1918, also während des 1. Weltkriegs, sind die Großeltern mit ihren Kindern aus der Bukowina nach Wien geflüchtet. Beide Großeltern, väterlicherseits u. mütterlicherseits, lebten mit ihren Kindern zu dieser Zeit in Wien, aber sie haben sich noch nicht gekannt. Nach dem 1. Weltkrieg sind sie wieder in die Bukowina zurück gefahren ---
Meine Großeltern besaßen in Czernowitz eine Eisfabrik u. Eiskellereien. Mein Großvater war ursprünglich, das wurde mir erzählt, Spengler von Beruf. Als er bereits verheiratet war, die älteste Tochter Fanny war schon geboren, ist er nach New York gefahren. Das war damals so ein Trend: man fuhr nach Amerika, um Geld zu machen! --- Sie haben in Czernowitz ein Haus u. die Fabrik gebaut u. langsam haben sie sich emporgearbeitet. Die Großeltern hatten in meiner Zeit einen großen Hof, auf dem 4 Häuser, die Eisfabrik u. die Eiskellereien standen --- Wir hatten viele Angestellte. Das waren Arbeiter vom Land, hauptsächlich Ruthenen. Sie waren jahrelang bei uns beschäftigt. Im Winter wurde kein Eis gebraucht, da haben unsere Pferdewagen aus Bessarabien Alkohol für die Likörfabrik in Czernowitz transportiert - Peres hieß die Fabrik oder der Inhaber hieß Peres ---
.. Anfang der 1950er-Jahre, als meine Eltern noch lebten --- 1938 ist ein rumänisches Regime an die Macht gekommen, das war die Garde de Fier, die Eiserne Garde. Da begann dann auch schon der Antisemitismus. Viele Freunde meines Bruders aus der Maccabi, die älter als er waren, sind nach Palästina geflüchtet ---
1940 sind dann die Russen gekommen --- Die Russen hatten uns alles weggenommen, die Fabrik, die Eishallen… einfach alles. Alles wurde verstaatlicht. Aber Vater war sehr tüchtig. Er hat Pferde u. Wagen behalten u. für die Bierbrauerei gearbeitet. Er hat Bier transportiert. Er nahm sich jemanden, der ihm geholfen hat, u. er hat Steuern gezahlt. Offiziell hat er aber allein gearbeitet. So konnte er wenigstens selbstständig sein. Und er hat sich auch arrangiert mit dem Natschalnik, dem Leiter von einer Fabrik. Das war ein Russe, dem er Geld zugesteckt hat, damit er rechtzeitig u. das bessere Bier bekommt, so dass er liefern konnte. Mein Vater hat Geschäfte gemacht, u. dann begonnen, Champagner nach Sibirien für reiche Leute zu transportieren. Eines Tages sagte einer von denen zu meinem Vater: du stehst auf der Liste für Sibirien. Mein Vater kam sofort nach Hause, u. wir sind weg von zu Hause. Bei den Russen war das so: wenn du eine Zeit nicht da warst, man hat dich nicht gefunden zu dem Termin wo man dich finden sollte, dann war das vergessen und erledigt. Und so sind wir weg u. haben uns bei unserer Tante Jetti versteckt. Ihr Mann war Angestellter, er hat nichts besessen. Sie lebten in einer Mietwohnung. Wir waren ein paar Tage dort, dann sind wir wieder nach Hause gegangen u. nach 1 Monat hat mein Vater wieder erfahren, daß man ihn nach Sibirien verschleppen will, da sind wir wieder weg von zu Hause.
Nach einem Jahr kamen die Deutschen nach Rumänien, das war Anfang Juli 1941. Da begann die bittere Zeit. Aber das Ghetto ist erst im Herbst entstanden. Zufällig war dort die Fabrik meines Vaters --- Mein Vater hat dann eine Bewilligung bekommen, dass er ein bisschen arbeiten durfte. Aber dann wurden wir von den Rumänen nach Transnistrien deportiert. Transnistrien lag in damals Rumänien, heute gehört es zur Ukraine. Die Czernowitzer Juden mussten sich auf dem Maccabi Platz versammeln u. wurden mit Zügen nach Transnistrien deportiert. Jeder nahm das mit, was er tragen konnte: einen Koffer, einen Rucksack. Wir kamen in Berschat an. Wir waren die Einzigen aus unserer Familie, die in Berschat waren, alle anderen waren in Mogilev. In Berschat haben wir sehr beengt in kleinen Häusern gewohnt, aber wir hatten nicht das ganze Haus, wir hatten ein Zimmer bei einer Familie. Es war eine große Misere. Wir mussten arbeiten, um nicht an Hunger zu sterben ---
Wir konnten uns in dem Ort frei bewegen, aber das Städtel verlassen durften wir nicht - es gab rumän. Wachen. Zuerst hatte man noch etwas zum Tauschen, u. Holz für den Winter haben wir im Wald gesammelt. Den ansässigen Bauern, die dort gelebt haben, denen haben wir Dazugekommenen alles verkauft, was wir mitgebracht hatten ---
Anfang 1944 haben die Russen uns befreit u. wir konnten nach Czernowitz zurück. Dann wollten die Russen uns zum Militär nehmen, meinen Vater u. mich auch. Da haben wir uns herausgewunden, haben einen Russen bestochen u. sind geflüchtet nach Dorohoi, eine kleine Stadt in Rumänien, gegenüber der Bukowina. Wir sind mit einem russ. Wagen zu Viert geflüchtet. Wir haben auch meinen Cousin mitgenommen, den Tuvie, der heute in Israel lebt. Er hat die Papiere meines Bruders bekommen. Wir haben gesagt, dass er mein Bruder ist. Irgendwelche Papiere brauchte man, wenn man dort angekommen ist. Gut, wir haben ein bissl die Namen geändert, als wir nach Rumänien kamen. Mai 1944 - Sept. 1944 haben wir in Dorohoi gelebt. Ich bekam dort Bauchtyphus, aber das sind nur so Kleinigkeiten. Wir hatten Angst vor den Russen, weil wir ja geflüchtet waren mit den falschen Papieren. So sind wir immer hinter der Front hergezogen. Unser Ziel war Bukarest. Mein Vater hat das organisiert. Wir waren 12 Familien mit Wagen u. Pferden. Zwei, drei Familien haben sich immer zusammen ein, zwei Pferde u. einen Wagen gekauft, u. das bissl Hab und Gut was man mitgehabt hatte, hat man dort raufgelegt u. ist gefahren. Aber Bukarest war noch nicht befreit. So sind wir hinter der Front gegangen. Überall lagen tote Pferde u. ich weiß, die Russen wollten uns unsere Pferde wegnehmen. Aber wir wollten sie natürlich nicht hergeben. Als wir in Vakau, einer kleinen Stadt nahe Bukarest ankamen, konnten wir schon kaum noch --
Vater ist in Vakau zum Bahnhof gegangen. Damals sind schon Züge wieder von Vakau nach Bukarest gefahren. Das waren aber keine Personenzüge. Er ist zum Bahnhofsvorstand gegangen u. hat ihm vorgeschlagen, daß er uns einen Viehwaggon zur Verfügung stellt. Der sagte, dass er das nicht machen könne, weil er alles eintragen müsse. Mein Vater sagte: Dann wirst du diesen Waggon nicht eintragen! Er hat ihm eine schöne Summe gegeben. Wir hatten noch ein bisschen Schmuck, den haben wir verkauft u. für das Geld hat er uns einen Waggon zur Verfügung gestellt. Er hat den Waggon nicht eingetragen u. uns gesagt, das sei in Bukarest dann unsere Sache. Er wisse jedenfalls dann nichts von uns.
Wir haben einen Wagen u. ein paar Pferde mitgenommen. In dem Waggon waren der Wagen u. die Pferde u. viele Leute. Die anderen Pferde u. Wagen haben wir vor der Fahrt nach Bukarest verkauft. Mein Vater war ja Pferde gewöhnt, u. er hat gedacht, dass er die Pferde in Bukarest vielleicht noch brauchen kann ---
Wir kamen in Bukarest auf dem Hauptbahnhof an, und der Bahnhofsvorsteher hat gesehen, dass unser Waggon nicht eingetragen ist. Er hat uns gefragt, wo wir eingestiegen sind. Mein Vater hat gesagt: ‚Ich weiß nicht, wir kommen aus dem Lager. Wir waren auf irgendeinem Bahnhof, ich weiß nicht, wo das war. Der Waggon war leer, und wir sind einfach eingestiegen.’ ---
Wir haben eine Wohnung gefunden - interessanter Weise bei einer jüdischen Familie, die ihr Haus zurückbekommen hatte. Wir haben von Herbst 1944 bis 1947 dort im 1. Stock gewohnt. Anfang der 1960er-Jahre hat Ion Radulescu meinen Vater angerufen u. hat zu ihm gesagt: Ich würde so gern einmal Wien sehen. Da hat mein Vater gesagt: ‚Kommen Sie Herr Ingenieur, Tür und Tor sind offen für Sie’. Und er ist wirklich gekommen. Aber er musste allein kommen, weil die kommunistische Regierung in Rumänien die Familie nicht raus gelassen hat. Aber er war so glücklich mit uns zusammen zu sein u. Wien zu sehen. Er war früher der, der geholfen hat, u. dann hat sich mein Vater revanchiert. Mein Vater hat auch ein Auto im Dorotheum gekauft auf den Namen des Ingenieurs u. hat es ihm geschenkt. ‚Das gibt es doch nicht’ hat der Ingenieur gesagt. Und da hat mein Vater gesagt, er hat sehr schlecht Rumänisch gesprochen: Für Sie alles!’ Ion Radulescu war so stolz, er ist mit dem Auto von Wien nach Bukarest gefahren. Einmal war er noch in Wien. Er hat in Rumänien den Behörden immer gesagt, er fahre krankheitshalber nach Wien. Er hat nichts von uns gesagt, das wäre nicht gegangen, sie hätten ihn nicht fahren lassen. Er war wirklich ein einmaliger Mensch! Dann hat der Kontakt aufgehört. Meine Mutter ist 1961 gestorben u. mein Vater 1963 ---
Vater ging schon 1945 nach Österreich. Zuerst ist er immer hin - und hergependelt; von Wien nach Bukarest und von Bukarest nach Wien. Und im August 1947 ist meine Mutter mit meiner Schwester illegal nach Wien gekommen - aber immerhin im Schlafwagen. Ich habe 1946 in Bukarest Leon Segenreich geheiratet ---
Meine Schwiegermutter hat 12 Kinder geboren, von denen 9 am Leben geblieben sind. Sie ist 1938 gestorben --- Mein Schwiegervater hat den Krieg in Botosani überlebt ---
Mein Vater hat mich u. meinen Mann dann gedrängt, auch nach Wien zu kommen. Er hat uns dann mit falschen russischen Papieren nach Wien geholt ---
Mein Mann u. mein Vater haben zusammen im 15. Bezirk, in der Flachgasse, eine Gummisohlenfabrik eröffnet. Als mein Vater Anfang der 1960er-Jahre am Herzen erkrankte, hat mein Mann die Fabrik allein weitergeführt ---
Die Fabrik hatten wir bis 1970/71, da waren unsere Kinder schon fast aus dem Haus .. wir sollten etwas anderes beginnen .. haben wir ein kl. Geschäft am Rudolfsplatz, im 1. Bezirk, für Ablöse gekauft .. So hatten wir dann ein kleines Textilgeschäft. Mein Mann ist 1988 gestorben, u. ich habe das Geschäft bis 1996 weiter geführt ---
Meine Tochter Ada wurde 1949 geboren --- Sohn Ben wurde 1952 geboren. Er beteiligte sich aktiv am jüdischen Leben in Wien. Er war Mitbegründer der Maccabi in Wien u. hat jahrelang bei Maccabi Fußball gespielt ---
Nach dem Studium hat er 6 Jahre in Wien bei Siemens gearbeitet. Dann hat er sich entschlossen, nach Israel auszuwandern, u. er hat bei Siemens gekündigt. Damals war er ungefähr 30 Jahre alt. Er ist nach Israel gefahren u. hat dort bei der Elektronik Firma Tadiran ein paar Jahre gearbeitet. In dieser Zeit hat er schon für deutsche Zeitungen, für Schweizer Zeitungen, auch für Wiener Zeitungen geschrieben. Ich weiß nicht, wer im ORF über ihn gesprochen hat, aber er bekam dann eine Einladung nach Wien. Er hatte im ORF ein Interview, u. sie haben ihn als Israel Korrespondenten eingestellt. Am Anfang hat er nur fürs Radio gearbeitet, u. dann hat er fürs Fernsehen u. für den ‚Standard’ gearbeitet. Jetzt lebt er schon lange mit seiner Frau Daniela u. den Töchtern Timna u. Noa, die in Israel geboren sind, in Israel ---
Zu meinem Sohn hat irgendjemand gesagt: ‚Sie können doch auch hier, in Wien, sehr schön leben.’ Da hat er geantwortet: ‚Meine Heimat ist Israel.’ ---

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